Der beste portable Allround-Beamer

Test: portable Allround-Beamer – Testsieger Epson EB-U04

Der beste mobile Beamer ist der Epson EB-U04. Er ist kompakt, leicht zu transportieren und verfügt über genug Lichtreserven, um auch in nicht perfekt abgedunkelter Umgebung noch für ein hervorragendes Großbild-Erlebnis zu sorgen. Dank der effektiven Presets ist er schnell für viele Anwendungen eingerichtet.

Update 23. März 2017

Der Epson EB-U04 ist für uns weiterhin der beste portable Allround-Beamer.

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27. Mai 2016

Der Artikel wurde mit den neuesten Testergebnissen aktualisiert.

1. April 2016

Wir haben mit dem Optoma EH341 eine weitere Alternative hinzugefügt.

Portable Beamer sind praktisch, vor allem, wenn man draußen oder in anderen Räumlichkeiten mit einer Gruppe von Leuten etwas an die Leinwand werfen möchte. Da ist es wichtig, das die Belichtung stimmt und man auch in Umgebungen, die nicht perfekt geeignet sind, ein gutes Bild erzeugt.

Wir haben uns drei aktuelle Modelle angesehen und getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Epson EB-U04

Test portable Allround-Beamer: Epson EB-U04
Der beste Allrounder für den mobilen Einsatz.
Beamer.Pro€ 602,99

von 36 Lesern gekauft

Der Epson EB-U04 ist einer der wenigen Beamer, die sehr klein und mobil sind, trotzdem eine hohe Lichtleistung bieten und sich mit allen gängigen Quellen verbinden lassen.

Er ist damit der beste Allround-Beamer für den hybriden Einsatz sowohl für Präsentationen im Büro, als auch den Filmabend zuhause oder das Public Viewing im Garten.

Einziges Manko ist der recht laute Lüfter bei maximaler Lichtleistung, aber das ist aus unserer Sicht in den Situationen, in denen man die maximale Helligkeit benötigt, verkraftbar.

Ohne Lampenwechsel

LG PF1500 MiniBeam Pro

Test mobile Beamer: LG PF1500 MiniBeam Pro
Der PF1500 von LG nutzt LEDs als Leuchtmittel, die ein Beamerleben lang halten sollen.

Wer trotzdem Probleme mit der Lautstärke des Lüfters hat, der findet mit dem PF1500 MiniBeam Pro von LG eine leisere Alternative. Er ist nicht ganz so kompakt wie der Epson, aber verfügt dafür über eine sehr langlebige LED-Lichtquelle.

Leider ist die Helligkeit trotzdem geringer als bei unserem Testsieger und der Preis ist auch deutlich höher.

Noch heller

Optoma EH341

Test portable Allround-Beamer: Optoma EH341
Nominell liefert der Optoma eine Lichtausbeute von 3500 Lumen.

Mit nativer Full-HD-Auflösung ist der Optoma EH341 erstmal besser für einen Filmabend geeignet als der Epson, doch leider kommt es durch die DLP-Bauwise öfter mal zu einem Regenbogeneffekt.

Außerdem ist es ärgerlich, dass die Transporttasche beim Optoma nicht im Lieferumfang enthalten ist und er trotzdem teurer ist als unser Favorit. Ein Plus ist aber die hohe Lichtausbeute.

Vergleichstabelle

Unser FavoritOhne LampenwechselNoch heller
Modell Epson EB-U04 LG PF1500 MiniBeam Pro Optoma EH341
Test portable Allround-Beamer: Epson EB-U04Test mobile Beamer: LG PF1500 MiniBeam ProTest portable Allround-Beamer: Optoma EH341
Pro
  • Hohe Lichtleistung und mit allen gängigen Quellen verbindbar
  • Leiser Lüfter und langlebige LED-Leuchte
  • Hohe Lichtausbeute
Contra
  • Lauter Lüfter bei maximaler Lichtleistung
  • Deutlich höherer Preis und Lichtleistung geringer
  • Regenbogeneffekte und keine Tasche im Lieferumfang enthalten
Bester Preis
Technische Daten   Technische Daten anzeigen

Wann lohnt sich ein portables Gerät?

Heimkino-Beamer sind meist groß und schwer und eher für die Festinstallation im Wohnzimmer gedacht.

Wer einen Beamer dagegen sowohl beruflich für Präsentationen einsetzen will, als auch mal das Fussball-Ereignis groß im Garten übertragen oder sich mal einen netten Filmabend machen möchte, für den kommen kleine, tragbare Allround-Beamer in Frage. Sie machen sowohl bei Präsentationen als auch bei der Wiedergabe von Filmen eine gute Figur und sind damit universell einsetzbar.

Eine Frage der Einstellung

Um in den verschiedenen Einsatzszenarien bestmögliche Ergebnisse zu liefern, muss sich ein solcher Beamer an die verschiedenen Bedingungen anpassen lassen.

Es macht einen großen Unterschied, ob die Projektionsfläche eine Heimkino-Leinwand ist oder die weiß gestrichene Wand im Konferenzraum; ob eine Excel-Tabelle gut ablesbar projiziert werden soll, bei einem Blockbuster im abgedunkelten Wohnzimmer Kinostimmung aufkommen oder das Fußballspiel auf dem Bettlaken im Garten auch im hellen Sommerabend noch gut zu verfolgen sein soll. Ein möglichst einfaches Setup des Beamers ist daher Pflicht.

Die meisten Beamer verfügen nicht nur über ein differenziertes Farbmanagement, sondern auch über viele Voreinstellungen für die schnelle Einrichtung vor Ort, sogenannte Presets. Je besser diese Voreinstellungen sind, desto mehr Freude hat man an einem Allround-Beamer.

Testsieger: Epson EB-U04

Unser Testsieger kann mit den Farbmodi »Dynamisch«, »Präsentation«, »Kino«, »sRGB« und »Tafel« auf die jeweiligen Erfordernisse eingestellt werden.

Während die Modi »Dynamisch« und »Präsentation« auf größtmögliche Helligkeit hin optimiert sind, was zu Lasten der Farbtreue geht, legen Modi wie »Kino« und besonders »sRGB« mehr Wert auf natürliche Farbdarstellung. In diesen Einstellungen arbeitet die Lampe im Eco-Modus, so dass das Bild zwar etwas dunkler wird, dafür wird aber ein besserer Schwarzwert und ein höherer Kontrast erreicht.

Unser Favorit

Epson EB-U04

Test portable Allround-Beamer: Epson EB-U04
Der beste Allrounder für den mobilen Einsatz.
Beamer.Pro€ 602,99

von 36 Lesern gekauft

Außerdem ist der Lüfter weniger lautstark, was dem Filmgenuss ebenfalls zuträglich ist.

Verarbeitung, Ausstattung und Zubehör

Der Epson EB-U04 ist sehr klein und kompakt und benötigt als Standfläche kaum mehr Platz als ein Blatt DIN A4-Papier. Die Verarbeitung macht einen soliden, wertigen Eindruck.

Dank seiner vielen Anschlussmöglichkeiten kann man den Beamer auch mit älteren Quellgeräten verbinden, die noch über analoge Anschlüsse verfügen. Zudem ist er mit seiner MHL kompatiblen HDMI-Schnittstelle und dem optional verfügbaren WLAN-Dongle auch für alle modernen Quellen geeignet – ein vielseitiger, mobiler Beamer eben.

Einen Lens-Shift für die Justage der Optik zur Korrektur bei einer schräg auf die Leinwand gerichteten Projektion hat der Epson leider nicht. Das ist in dieser Preisklasse aber auch nicht anders zu erwarten. Dafür bietet der Beamer eine wirksame elektronische Trapez-Korrektur an: der Schieber hierfür ist oben, direkt hinter den Stellrädern für Zoom und Fokus.

Ebenfalls ein Schieber ist für den Schutz der Optik, beispielsweise beim Transport zuständig, bei anderen Geräten wird schlicht eine Kappe vorn aufgesetzt, die auch schon mal verloren geht.

Neben der Fernbedienung verfügt der Beamer zudem über ein komplettes Tastenfeld auf dem Gehäuse, mit dem man sämtliche Einstellungen vornehmen kann. Gerade Heimkino-Boliden verzichten gern zugunsten einer aufgeräumten Oberfläche auf viele Bedienelemente und geben sich mit wenigen rudimentären Tasten zufrieden.

Im Lieferumfang des Epson EB-U04 befindet sich neben dem eigentlichen Beamer eine stabile Tragetasche, in die außer für den Beamer noch genug Platz für Fernbedienung, Kabel und gegebenenfalls den USB-WLAN-Dongle ist, der optional erhältlich ist.

Epson EB-U04 im Praxistest

Aufgestellt und eingerichtet ist der Epson EB-U04 schnell. Nach Möglichkeit sollte er korrekt zur Leinwand ausgerichtet werden, da die elektronische Trapez-Korrektur zu Lasten der Auflösung geht. Das Gleiche gilt übrigens für die vertikale Trapez-Korrektur, sie findet sich im Menü und hier bietet der Epson zudem eine Automatik.

Ausgeliefert wird der Epson im besonders hellen Präsentations-Modus, die Lampe strahlt dann mit für einen so kleinen Projektor beachtlichen 3000 Lumen.

Für eine Präsentation im sonnendurchfluteten Meeting-Raum macht das auch Sinn. Dank der kühlen Farbabstimmung werden Computergrafiken kontrastreich und gut lesbar an die Wand geworfen. Allerdings ist der Lüfter in dieser Einstellung relativ laut.

Fürs Sport- oder gar Kino-Vergnügen ist uns der Epson so ohnehin zu kühl abgestimmt. Hier stellen wir erstmal den Kino-Modus ein, die Lampe wird damit auf Eco gestellt und schon haben wir eine schöne filmkonforme Projektion mit sehr guten Kontrastwerten im Bild – und einem angenehm leisen Lüfter.

Wenn das Wohnzimmer sich nicht gut abdunkeln lässt oder man das Fußballspiel abends bei Dämmerlicht auf der Terrasse genießen möchte, darf die Lampe wieder im Standard-Modus strahlen. Schwarze Flächen werden dann zwar eher grau abgebildet, der Beamer kommt dann aber besser gegen Fremd- und Streulicht an.

Diese Einstellungen sind schnell gemacht, es bedarf nur eines kurzen Ausflugs ins Menü, um den Beamer auf die gewünschte Umgebung zu optimieren.

Was gibt es für Nachteile?

Ein Nachteil ist sicherlich das recht hohe Lüftergeräusch bei voller Lichtleistung. Notwendig ist die allerdings nur, wenn der Beamer gegen andere Lichtquellen, vor allem Tageslicht, ankämpfen muss.

Beim Rudelgucken auf der Terrasse wird der Lüfter aber kaum auffallen und fürs abendliche Filmegucken im Wohnzimmer reicht der Eco-Modus, in dem der Lüfter deutlich leiser ist.

Epson EB-U04 im Testspiegel

Kompakte Beamer mit breitem Anwendungsspektrum bei gleichzeitig hoher Lichtausbeute zum kleinen Preis werden nicht gerade häufig angeboten. Da ist es kaum verwunderlich, dass der Epson in seiner bislang kurzen Laufbahn schon einige sehr gute Testergebnisse einfahren konnte.

Die Stiftung Warentest bescheinigt dem Epson im großen Vergleichstest eine »gute« Bildqualität, und setzt ihn mit der Gesamtnote 2,2 auf den zweiten Platz von immerhin 14 Testgeräten insgesamt, zusammen mit dem BenQ W1070+ (Test 6/2016).

Im Test des Magazins Video erzielte der Epson ein »gutes« Ergebnis, das Preis-Leistungsverhältnis bezeichneten die Kollegen als »überragend«. Überzeugt hat der Epson mit seiner sauberen Farbwiedergabe (Ausgabe 02/2016). Das Fazit von Tester Roland Seibt:

»Epson liefert erfreulich saubere Farben bei hoher Leuchtkraft, exzellenter Schärfe und magerem Schwarzwert. Das bringt hybride Qualitäten, die deutlich mehr als üblich in Richtung Heimkino reichen.«

In meinem Test für das Magazin Heimkino attestierte ich dem EB-U04 neben der guten Farbreproduktion ausgesprochen vielseitige Anwendungsmöglichkeiten – mit der Einschränkung, dass der Lüfter bei voller Leuchtkraft schon recht laut ist.

In der Oberklasse vergaben wir dem Epson die Note 1,3, das Preis-Leistungsverhältnis bewerteten wir mit »sehr gut« (Ausgabe 3-4/2016). Unser Fazit im Test für Heimkino:

»Der Epson ist ein Arbeitsgerät, ein kompaktes obendrein. Die hohe Lichtausbeute und die einfache Installation lassen sich allerdings auch ausgezeichnet nach Feierabend nutzen, wenn es draußen noch hell ist und man im Garten oder auf der Terrasse schnell für Nachbarn und Freunde alles fürs Endspiel vorbereiten möchte.«

In der SFT erreichte der Epson mit der Note »gut«den dritten von drei Plätzen, allerdings in einem illustren Umfeld, musste der kompakte EB-U04 doch tatsächlich gegen den neuen 4K-Boliden VPL-VW520 von Sony antreten, der ein Vielfaches kostet und den ersten Platz belegt. Auch der zweite Platz ging mit dem Philips HDP1690 an einen nicht direkt vergleichbaren Beamer mit integriertem 2.1 Soundsystem (Ausgabe 2/2016):

Überzeugt hat der Epson die Testredakteure der SFT mit seiner für diese Preisklasse »soliden Bildqualität« und seine »sehr gute« Helligkeit und Farbwiedergabe. Kritik äußern die Tester dagegen am »mauen Schwarzwert«:

»Dieser Projektor fühlt sich sowohl im Büro als auch im Heimkino zu Hause. […] Zwar sind die Schwarzwerte und das Kontrastverhältnis dürftig, doch die Farbwiedergabe und Helligkeit des Projektors sind für dessen Preisklasse sehr gut. Die maximale Bilddiagonale von 762 cm (300 Zoll) werden Sie bei Tageslicht kaum erreichen, besonders abdunkeln müssen Sie Ihre Wohnung aber nicht.«

Die Tester von AV Views vergaben keine Endnote, loben aber die »sehr gute Farbqualität« und die »hohe Lichtleistung« (Ausgabe 9/2015):

»Nicht nur die Helligkeit, auch die Farbqualität in Verbindung mit der hohen Auflösung können begeistern. Mit diesem Gerät lassen sich hochwertige Präsentationen durchführen, bei denen es auch auf die exakten Farben ankommt […]. Natürlich kann man mit einem solchen Gerät auch Zuschauer mit einem HD-Film im abgedunkelten Raum begeistern.«

Aber auch hier lassen die Tester nicht unerwähnt, dass der Epson-Beamer bei voller Lichtleistung eher laut ist.

Alternativen

Ähnlich kompakte Beamer mit ebenso hoher Leuchtkraft zum vernünftigen Preis gibt es praktisch nicht.

Ohne Lampenwechsel

LG PF1500 MiniBeam Pro

Test mobile Beamer: LG PF1500 MiniBeam Pro
Der PF1500 von LG nutzt LEDs als Leuchtmittel, die ein Beamerleben lang halten sollen.

Eine leisere Alternative ist der PF1500 MiniBeam Pro von LG.

Er ist fast ebenso kompakt wie unser Favorit und kann mit einer extrem langlebigen LED-Lichtquelle punkten. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass sie während des gesamten Beamer-Lebens überhaupt gewechselt werden muss.

Allerdings schafft er selbst im Maximalbetrieb nur eine geringere Helligkeitsausbeute als unser Favorit im Eco-Modus. Fürs Public Viewing auf der Terrasse ist er damit weniger geeignet. Außerdem kostet er rund die Hälfte mehr.

Der LG hat ebenfalls kein integriertes WLAN, ein entsprechender USB-Dongle kann aber auch hier optional erworben werden.

Noch heller

Optoma EH341

Test portable Allround-Beamer: Optoma EH341
Nominell liefert der Optoma eine Lichtausbeute von 3500 Lumen.

Der Optoma EH341 bietet native FullHD-Auflösung und ist damit auf den ersten Blick besser für Kino-Events jeder Art geeignet. Allerdings neigt er aufgrund seiner DLP-Bauweise bei Videos zum Regenbogeneffekt und die Transporttasche, die unserem Favoriten bereits beiliegt, muss bei ihm optional erworben werden – trotzdem kostet er mehr.

Der Optoma ist zwar aufgrund des markanten Objektivs etwas höher, dafür nicht so tief wie unser Favorit. Wer unempfindlich gegen den Regenbogeneffekt ist und den höheren Preis nicht scheut, für den ist der Optoma mit einer hohen Lichtausbeute und vielen passenden Presets eine gute Alternative.

Kommentare

1 Kommentar zu "Der beste portable Allround-Beamer"

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Ich habe den viewsonic pjd7820hd geniales Gerät.