Trinklernbecher Test: Gruppenfoto Trinklernbecher Aufmacher
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Der beste Trinklernbecher

Wir haben 38 Trinklernbecher für Kleinkinder getestet. Der beste für die meisten ist der Munchkin Miracle 360°. Aus ihm trinkt es sich fast wie aus einem normalen Becher – ohne Gefahr von Verschütten und Tropfen. Er ist auch für unterwegs geeignet und leicht zu reinigen. Und es gibt ihn passend für jedes Alter und jeden Geschmack. Wenn es doch lieber ein Modell mit Schnabel sein soll, empfehlen wir den First Choice von NUK.

Yvonne Fink
Yvonne Fink
Yvonne Fink ist studierte Wirtschaftsjournalistin und schreibt am liebsten über Lifestyle-Themen, Familie, Beauty und Kulinarik. Sie hat für Essen & Trinken geschrieben, stand bei Tim Mälzers Kochshow „Schmeckt nicht gibt’s nicht“ hinter der Kamera und leitete selbst ein Restaurant an der Alster. Die fleißige Hobby-Köchin und Mama einer kleinen Tochter testet mit Feuereifer Küchengeräte, Beauty-Produkte und alles rund ums Thema Baby und Kleinkind.
Andrea Zschocher
Andrea Zschocher
ist freie Journalistin, Buchautorin, Bloggerin und Podcasterin. Sie schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und Familie.de. Ihre Bücher unterstützen Familien in anspruchsvollen Zeiten. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit drei Kindern. Im Podcast "Kinderbuchleben" stellt sie regelmäßig Kinderbücher vor.
Letztes Update: 29. Juni 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

22. Oktober 2021

Wir haben sieben weitere Trinklernbecher getestet. Eine neue Empfehlung ist der Hoppediz CamoCup.

17. November 2020

Wir haben zehn neue Trinklernbecher für Sie getestet. Der NUK Magic Cup ist jetzt in der Variante mit Henkeln eine Empfehlung. Ansonsten ändert sich nichts an unseren Empfehlungen.

10. April 2019

Wir haben uns zehn weitere Trinklernbecher angesehen, unsere neue Empfehlung für Kinder ab 6 Monaten ist die NUK First Choice Trinklernflasche, unser Favorit bleibt aber nach wie vor der Munchkin Miracle 360°.

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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Trinklernbecher sollen Babys den Übergang von der Brust beziehungsweise Milchflasche zum Trinken aus Glas, Becher oder Tasse erleichtern. Denn aus einem Becher zu trinken ist für Babys erstmal eine ziemlich große Herausforderung: Da ist die Hand-Augen-Koordination gefragt und dann muss der Becher so gehalten werden, dass nicht gleich das ganze Getränk im Gesicht oder auf der Kleidung landet statt im Mund.

Aber, um es klar zu sagen: Kein Baby braucht unbedingt einen Trinklernbecher, um das Trinken aus einer Tasse oder einem Becher zu lernen. Das lernen Kinder auch mit einem ganz normalen Becher. Aber vor allem in der Übergangszeit, wo die kleinen Racker schon unbedingt selbst trinken möchten, es aber noch nicht richtig können, sind Trinklernbecher eine echte Erleichterung für die Eltern, weil mit ihnen einfach weniger daneben geht.

Kinder lernen auch ohne Trinklern­becher trinken

Zum Einsatz kommen Trinklernbecher meist, wenn ab dem 6. Monat Beikost eingeführt wird. Dann benötigt das Baby neben der Muttermilch oder Säuglingsersatznahrung zusätzliche Flüssigkeit. Am besten geeignet sind Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie in Maßen stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.

Wir haben uns 38 Becher unterschiedlicher Bauweise angesehen und von kleinen Testern probetrinken lassen. Hier sind unsere Empfehlungen:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Munchkin Miracle 360°

Test  Trinklernbecher: Munchkin  Miracle 360°
Den Munchkin gibt es in vielen verschiedenen Farben und er ist nicht nur für zuhause geeignet, sondern auch für unterwegs – dank Auslaufschutz.

Der Munchkin Miracle 360°, der in verschiedenen Größen und Designs erhältlich ist, ermöglicht das Trinken fast wie aus einem normalen Becher und verhindert dabei jedes Geklecker. Er führt das Kind so optimal an das Trinken aus normalen Gefäßen heran, auch wenn Mama ihre Augen mal woanders hat. Außerdem lässt er sich einfach auseinander und wieder zusammen bauen und die Reinigung ist nicht aufwändig. Zudem ist er für unterwegs geeignet, weil er nicht ausläuft. Mit diesem Trinklernbecher kann man nicht viel falsch machen.

Auch gut

NUK Mini Magic Cup

Test Trinklernbecher: NUK Mini Magic Cup Trinklernbecher
Der Trinklernbecher von NUK funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie der Testsieger.

Der NUK Mini Magic Cup ist vom Prinzip her dem Testsieger ziemlich ähnlich. Hergestellt wird er in Deutschland, aufgrund seiner Größe ist er gut für Kinder ab sechs Monaten geeignet. Für den Testsieg hat es nicht ganz gereicht, weil der Mini Magic Cup beim Herumfuchteln nicht völlig dicht bleibt. Aber ansonsten ist auch er eine gute Wahl.

Guter Offener

Hoppediz CamoCup

Test Trinklernbecher: Hoppediz CamoCup®
Diese offene Variante eines Trinklernbechers ermöglicht das Trinkenlernen ohne nuckeln und saugen. Super für die Zähne!

Der CamoCup von Hoppediz ist ein richtiger Becher. Kein Saugen, kein Nuckeln! Super für die Zähne des Kindes und auch optimal, um wirklich das Trinken aus einem normalen Becher zu lernen. Ohne Umwege über einen Trinklernbecher. Die Eltern müssen hier etwas mehr begleiten, Verschütten und kleine Pannen sind vorprogrammiert. Aber mit diesem Becher lernt das Kind sicher sehr schnell »richtig« zu trinken.

Der Klassiker

NUK First Choice

Test  Trinklernbecher: NUK Disney Winnie First Choice Trinklernflasche
Durch die Griffe kann das Kind den auslaufsicheren Becher gut halten. Eine Skala zeigt an, wieviel getrunken wurde.

Die NUK First Choice Trinklernflasche ist ein Klassiker, den man auf jedem Spielplatz sieht. Sie ist auslaufsicher, hat einen praktischen Deckel für unterwegs und die Griffe lassen sich drehen und abnehmen. Eine Skala zeigt an, wieviel das Kind getrunken hat.

Gut & günstig

Ikea Börja

Test Trinklernbecher: Ikea Börja
Durch das Sichtfenster mit Messskala sieht man, wie viel im Becher ist und wie viel das Kind getrunken hat.

Ein ganz spezieller Trinklernbecher ist der Börja von Ikea. Er erinnert an eine Schnabeltasse und das ist er im Prinzip auch. Der Börja nimmt auch gerne kohlensäurehaltige und warme Getränke auf. Auslaufsicher ist er allerdings nicht und somit nichts für unterwegs. Preislich ist der Ikea-Becher aber unschlagbar und für zuhause eine gute Wahl, wenn Sie Schnabeltassen bevorzugen.

Vergleichstabelle

TestsiegerMunchkin Miracle 360°
Auch gutNUK Mini Magic Cup
Guter OffenerHoppediz CamoCup
Der KlassikerNUK First Choice
Gut & günstigIkea Börja
MAM Trainer+
NUK Flexi Cup
NUK Magic Cup
Philips Avent SCF262/06 Natural
Munchkin Click Lock
ÜneeQBaby Active Plus
b.box Lernbecher 0133
Beaba 913481
NUK Nature Sense
NUK Learner Cup
MAM Starter Cup
Everday Baby Trinklernbecher
Mepal Mio
Philips Avent SCF796/01
TUM TUM Bär Betsy
Lässig Bambus Gala Lama
Lässig Little Chums
Skip Hop Trinklernbecher
Chicco Trinklernbecher
Doidy Cup Trinklernbecher
Munchkin Cool Cat
Nuby Trinkbecher
Vital Innovations Strohhalmbecher
Done by Deer 10701 Happy Dots
Tommee Tippee Trainer-Tasse
Philips Avent SCF782
Test  Trinklernbecher: Munchkin  Miracle 360°
  • Trinken wie aus einem normalen Becher möglich
  • Auslaufsicher
  • Einfache Reinigung
  • Funktioniert nicht mit mit Kohlensäure und Fruchtfleisch
Test Trinklernbecher: NUK Mini Magic Cup Trinklernbecher
  • Auslaufsicher
  • Bequem zum Trinken
  • Einfache Reinigung
  • Beim Herumfuchteln bleibt der Becher nicht dicht
Test Trinklernbecher: Hoppediz CamoCup®
  • Trinken ohne Saugen und Nuckeln
  • Am besten für die Zähne
  • Ein echter Becher
  • Sehr einfach zu reinigen
  • Das Kind lernt gleich richtig zu trinken
  • Muss gut begleitet werden
  • Verschüttungs­gefahr
Test  Trinklernbecher: NUK Disney Winnie First Choice Trinklernflasche
  • Auslaufsicher
  • Griffe abnehmbar
  • Mit hygienischem Deckel
  • Kind muss etwas stärker saugen
Test Trinklernbecher: Ikea Börja
  • Sehr günstig
  • Kohlensäurehaltige und warme Getränke möglich
  • Nicht auslaufsicher
Test Trinklernbecher: MAM Trainer
  • Auslauf- und tropffrei
  • Geruchsneutral
  • Viel Saugkraft muss aufgewendet werden
Test Trinklernbecher: NUK Flexi Cup Trinklernflasche Marienkäfer
  • Kindgerechtes Design
  • BPA-frei
  • Kein 360 Grad Trinksystem
Test Trinklernbecher: Nuk Magic Cup
  • Erst für ältere Kinder geeignet, da ziemlich groß
  • Gleiches Prinzip wie bei unserem Favoriten
  • Leider keine Griffe
Test Trinklernbecher: Philips AVENT SCF262/06 Natural
  • Auslaufsicher
  • Anti-Kolik-Technik
  • Super griffige Form
  • Dicht
Test Trinklernbecher: Munchkin  Munchkin Click Lock Trinkhalmbecher mit beschwertem Halm, blau, 207 ml
  • Leicht
  • BPA-frei
  • Spritzt beim Öffnen
  • Verschluss lässt sich zu schwer öffnen
Test Trinklernbecher: ÜneeQBaby Active Plus 300 ml
  • Sehr schönes Design
  • Tritan
  • Einknopf-Klappdeckel
  • Ausgussmenge etwas zu groß
  • Leichter Plastikgeruch
Test Trinklernbecher: b.box Lernbecher Art. 0133
  • Spülmaschinefest
  • BPA-, Phthalat- und PVC-frei
  • Plastikgeruch
  • Zusammenbau nach Reinigung etwas fummelig
Test Trinklernbecher: Beaba 913481 2-in-1 250 ml
  • Geruchs- und geschmacksneutral
  • Hochwertiges Design
  • Ausgussmenge etwas zu hoch
Test  Trinklernbecher: NUK Nature Sense Trinklernflasche grün
  • Auslaufsicher
  • Trinken einfach
  • Mit Deckel
  • Kein Verschlussplättchen
Test  Trinklernbecher: NUK Learner Cup Trinklernbecher
  • Hygienisches, einfach zu reinigendes Material
  • Auslaufsicher
  • Trinken eher schwierig
  • Hält nicht lange warm
  • Keine Skala
Test  Trinklernbecher: MAM Starter Cup Baby Trinklernbecher
  • Auslaufsicher
  • Ab 4 Monaten geeignet
  • Mit Deckel
  • Trinken eher schwierig
  • Keine Skala
Trinklernbecher Test: Bildschirmfoto 2021 10 22 Um 12.12.14
  • Ist aus Glas
  • Sieht sehr schön aus
  • Gut zu reinigen
  • Bruchsicher
  • Schwer und nicht gut zu halten
  • Sehr schwer daraus zu trinken
  • Muss extrem doll saugen
Trinklernbecher Test: 61wcvaflfwl. Ac Sl1500
  • Sehr schöne Optik
  • Geruchs- und geschmacksneutral
  • Auslauf- und tropffrei
  • Gut zu reinigen
  • Verschlusskappe kann abgehen
Test Trinklernbecher: Philips  Avent SCF796/01 200 ml
  • Süßes Design
  • Verschluss ist gut konstruiert
  • Griffe sind scharfkantig
  • Starker Plastikgeruch
Test Trinklernbecher: TUM TUM Trinklernbecher Bär Betsy
  • Spülmaschinen- und sterilisatorgeeignet
  • Handwäsche wird empfohlen
  • Starker Plastikgeruch
Test  Trinklernbecher: Lässig Trinklernbecher Bambus
  • Auch ohne Deckel als Tasse nutzbar
  • Harter, robuster Schnabel
  • Bambus (45%)
  • Kann beim Runterfallen brechen
  • Nicht für die Mikrowelle geeignet
  • Darf nicht ausgekocht werden
  • Nicht auslaufsicher
Test  Trinklernbecher: Lässig Trinklernbecher little chums cat
  • Auch ohne Deckel als Tasse nutzbar
  • Harter, robuster Schnabel
  • Silikonring am Boden als Rutschstopp
  • Kann beim Runterfallen brechen
  • Nicht für die Mikrowelle geeignet
  • Darf nicht ausgekocht werden
  • Nicht auslaufsicher
Test  Trinklernbecher:  Skip Hop Trinklernbecher
  • Sehr ähnlich wie ein normaler Becher
  • Kein Verschütten
  • Nicht auslaufsicher
  • Geringerer Trinkfluss
Test  Trinklernbecher: Chicco Trinklernbecher
  • Lässt sich schrittweise zum Becher umbauen
  • Auslaufsicher
  • Kind muss stark saugen
  • Deckel öffnet sich nur schwer
Test  Trinklernbecher: Doidy Cup
  • Ungewöhnliches Design
  • Kleine Griffe
  • Neigt zum Verschütten
Test Trinklernbecher: Munchkin Cool Cat Edelstahl-Strohhalmbecher
  • Hochwertiges Material
  • Niedliches Design
  • Isolierend
  • Bisschen viele Teile
  • Schwer daraus zu trinken
Test  Trinklernbecher: Nuby Trinklernbecher
  • Auch ohne Deckel nutzbar
  • Kommt normalem Trinken am Nächsten
  • Plastik
  • Nicht auslaufsicher
  • Keine Skala
Test Trinklernbecher: Vital Innovations Strohhalmbecher
  • Latex- und PVC-frei
  • Gut zu reinigen
  • In drei Farben erhältlich
  • Schwer zu saugen
  • Sehr groß
  • Eher für große Kinder
Trinklernbecher Test: Done By Deer Schnabeltasse Happy Dots Rosa Gold Artikel
  • Auch ohne Deckel nutzbar
  • Stylisches Design
  • Nicht auslaufsicher
  • Darf nicht sterilisiert werden
  • Tassenschnabel verkratzt zu leicht
  • 100 Prozent Melamin
Test  Trinklernbecher: Tommee Tippee Trainer-Tasse
  • Ventil ist schwergängiger und somit nicht so einfach versehentlich zu drücken wie beim Philips
  • Kein Deckel
  • Griffe sind nicht überall ergonomisch
Test  Trinklernbecher: Philips  Avent Trinklernbecher SCF782
  • Einem normalen Becher sehr ähnlich
  • Schlecht konstruiert
  • Schwierig zusammenzubauen
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Wozu eine Trinklernhilfe?

Viele Mütter kaufen mehrere verschiedene Trinklernflaschen und -becher, bevor sie das richtige Produkt für ihr Kind gefunden haben. Dabei wird oft viel Geld ausgegeben und eine Menge Trinklernbecher stehen ungenutzt im Schrank herum, weil sie nicht so funktionieren, wie man sich das vorgestellt hat. Sie sind beispielsweise alles andere als dicht in der Handtasche oder das Kind kaut nur darauf herum, statt daraus zu trinken.

Kein Becher ist perfekt

Wir haben 38 Trinklernbecher unterschiedlicher Art für Sie getestet, 31 davon sind noch verfügbar. Um es vorweg zu sagen: Leider ist keiner der Trinklernbecher die alleskönnende, eierlegende Wollmilchsau.

Es gibt Trinklernhilfen, die eher wie Flaschen aussehen, aber schnabelähnliche Trinktüllen und Haltegriffe haben. Deren Sauger sind im Prinzip ähnlich wie Flaschensauger. Für das Ziel, das Kind von der Brust bzw. Flasche zu entwöhnen, sind sie nicht wirklich hilfreich.

Angeboten werden auch solche Trinklernhilfen, die einer Tasse oder einem Becher ähneln. Diese Trinklernbecher gibt es mit weichen Schnäbeln und mit harten. Erstere sollen für Kinder ab sechs Monaten geeignet sein, letztere für Kinder ab einem Jahr. Manche haben Griffe, damit die Kleinen sie besser in die Hand nehmen können, andere verzichten darauf.

Wieder andere haben einen ganz normalen Becherrand, sind aber mit einem Ventil versehen, damit beim Trinken nicht zu viel daneben geht. Und dann gibt es noch Trinklernhilfen, die wie ein besonders geformter Becher mit Henkeln daherkommen.

Eine einzige Trinklernhilfe reicht völlig aus, um Ihr Kind beim Trinkenlernen zu unterstützen – egal wie alt es ist.

Manche Hersteller, wie beispielsweise NUK, haben ein ausgeklügeltes Trinklernhilfensystem auf dem Markt gebracht – mit verschiedenen Modellen ab 6, 8, 12 und 18 Monaten. Damit wird suggeriert, dass man etliche verschiedene Modelle benötigt, bis das Kind aus einem normalen Becher, einer Tasse oder aus einem Glas trinken kann. Für die Hersteller ist das natürlich ein gutes Geschäft. Wirklich nötig ist das aber nicht. Eine Trinklernhilfe reicht völlig aus.

Probleme mit Trinklernhilfen

Doch braucht man all diese Trinklernhilfen wirklich? Zahnärzte und Logopäden meinen: Nein! Sie empfehlen, beim Trinkenlernen auf Schnabeltasse & Co. zu verzichten, beziehungsweise sie allenfalls kurzfristig als Übergangslösung zu verwenden. Denn der exzessive Gebrauch von Trinklernhilfen kann negative Folgen haben.

Das Problem mit vielen Trinklernhilfen ist, dass sie, wenn das Kind ständig daran nuckelt, zu Kieferfehlstellungen führen können – und in Kombination mit zuckerhaltigen Getränken wie Saftschorlen, gesüßtem Tee oder Limonaden zum sogenannten »Nuckel-Karies«. Die Gebrauchsanweisung aller getesteten Trinklernbecher weisen auf diese Gefahr hin.

Wenn das Kind am Trinklernbecher nuckelt und dabei zuckerhaltige Getränke zu sich nimmt, kann das zum sogenannten Nuckel-Karies führen.

Logopäden lehnen Trinklernhilfen wie Schnabeltassen ebenfalls ab. Sie sagen, dass mit Trinklernhilfen das natürliche, gegen den Gaumen gerichtete Schlucken nicht vollständig trainiert werden kann und auch die Lippenmuskulatur nur unzureichend trainiert wird. Es könne zu einem fehlerhaften Schluckablauf, einem offenen Biss und später zu Lispeln kommen.

Natürlich ist die Umstellung vom Saugen zum Bechertrinken eine Umstellung für das Kind. Beim Saugen an Brust oder Flasche formt der Mund sich automatisch zu einem O, beim Trinken aus dem Becher muss er dagegen ein U bilden. Aber Kinder lernen das normalerweise problemlos – in vergangenen Jahrhunderten gab es dafür schließlich auch keine Hilfsmittel.

Unbedingt notwendig sind Trinklernbecher nicht

Der Mannheimer Kinderarzt und ÖKO-TEST-Berater Dr. Falko Panzer hält Trinklernbecher lediglich für eine nette Spielerei: »Wenn man das Kind von vornherein an einen normalen Becher gewöhnt, funktioniert das Trinkenlernen hervorragend«, sagt er.

Hilfreich für die Eltern

Halten wir also fest: Kein Kind braucht einen Trinklernbecher, um das Trinken aus einem offenen Gefäß zu erlernen. Diese Hilfsmittel müssen wieder abgewöhnt werden und sie trainieren häufig weder das natürliche Trinken noch das Schlucken.

Mit »Trinklernbechern« tut man seinem Kind also nicht unbedingt etwas Gutes, sie verhindern eher eine normale Trinkentwicklung. Der Name »Lernbecher« führt also eher in die Irre.

 Trinklernbecher Test: Kind beim Trinken
Das Erlernen des Trinkens ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Selbstständigkeit.

Allerdings ist es für die Eltern generell mehr Aufwand, dem Kind, zumindest im ersten Lebensjahr, zum Trinken ausschließlich einen normalen Becher zu reichen. Denn wenn man das Trinken dann nicht minutiös begleitet, wird man ständig verschüttete Flüssigkeit aufwischen müssen – bei Wasser ist das noch relativ problemlos, aber nass ist es trotzdem.

Man wird sein Kind aber auch mehrmals am Tag umziehen (oder fönen) müssen – was ganz schön nervig sein kann, vor allem, wenn man unterwegs ist. Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir einmal beim Stadtbummel einen Friseur aufsuchten und darum baten, dass wir unseren Kleinen trockenfönen dürfen. Er hatte nämlich den kompletten Inhalt einer Wasserflasche über sich geschüttet und wir hatten keine Wechselkleidung dabei.

Kinder trinken meist zu wenig Wasser am Tag

Während des Essens kann man das Trinken aus einem normalen Becher noch ganz gut bewerkstelligen. Aber Kinder sollten auch zwischendurch mal etwas trinken, denn das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Kinder zwischen zehn und 36 Monaten im Schnitt nur 60 Prozent der empfohlenen Menge trinken. Der Flüssigkeitsmangel wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus – und macht sich zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Verstopfung bemerkbar.

Es ist also durchaus von Vorteil, wenn Kleinkinder jederzeit Zugriff auf ein Trinkgefäß haben, damit sie immer dann etwas trinken können, wenn sie Durst haben. Äußern können sie das ja unter zwei Jahren noch nicht. Einen offenen Becher im Kinderzimmer herumstehen zu lassen finden allerdings die wenigsten Eltern praktikabel. Es sei denn vielleicht, das Zimmer ist gefliest … Das gleiche gilt für den Becher am Bett, der den nächtlichen Durst stillen soll. Der sollte ebenfalls auslaufsicher sein, damit nicht das ganze Bett nass wird.

Ganz so negativ sollten die Trinklernbecher auch nicht gesehen werden, denn es gibt durchaus Kinder, die sich mit dem Trinken aus dem Becher anfangs sehr schwer tun und deshalb zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Da kann ein Trinklernbecher Abhilfe schaffen.

Aus diesen Gründen sind Trinklernbecher durchaus eine sinnvolle Anschaffung – nur eben nicht unbedingt zum Trinkenlernen, sondern damit das Kleinkind jederzeit selbständig trinken kann, ohne dabei eine Sauerei zu veranstalten. Auch dann nutzt man sie am besten als Ergänzung. Man sollte darauf achten, dass Kinder auch mal aus normalen Gefäßen trinken – allerdings nicht aus Gläsern. Die können zerbrechen, wenn die Kinder darauf beißen und es könnte passieren, dass die Kleinen eine Scherbe verschlucken. Man sollte die Trinklernbecher zudem nicht mit zuckerhaltigen Getränken füllen und das Kind nicht länger daran nuckeln lassen.

Was ist ein guter Trinklernbecher?

Mit einem guten Trinklernbecher sollte das Kind möglichst das Gefühl haben, aus einem normalen Becher zu trinken. Das leistet aber kein auslaufsicherer Trinklernbecher. Denn auch bei den Modellen, die wie ein normaler Becher geformt sind, muss das Kind wie aus einer Nuckelflasche saugen, um den Auslaufschutz zu überwinden. Das hat mit dem Trinken aus einem offenen Bechern nicht viel zu tun.

Vergessen Sie also ruhig das Thema »Trinken lernen«. Es geht vielmehr darum, dass das Kind gut selbst aus dem Becher trinken kann, dass er auslaufsicher ist und nicht leicht kaputt geht.

Der perfekte Trinklernbecher ist auslaufsicher, gut zu halten und schadstofffrei

Die Reinigung ist außerdem ein wichtiger Punkt. Man sollte den Becher gut sauber halten und reinigen können. Trinkbecher werden nämlich häufig von schmierigen Kinderhänden angefasst und kommen mit essensverschmierten Mündern in Berührung. Wenn ihre Ventile nicht trocken und auseinandergebaut gelagert werden, drohen sie zu verkeimen.

Natürlich muss ein guter Trinklernbecher auch schadstofffrei sein. Ein Test von Öko-Test aus dem Jahr 2011 gibt diesbezüglich allerdings Entwarnung. Alle von uns getesteten Trinklernhilfen sind aus den Bisphenol A-freien Kunstoffen PP, PE oder PS sowie aus Silikon gefertigt.

Trinklernbecher Test: Trinklernbecher Testsieger 1
Super mit kleinen Händen festzuhalten und einfach daraus zu trinken: Unser Testsieger, der Munchkin Miracle 360°.

Unser Favorit: Munchkin Miracle 360°

Der beste Trinklernbecher für die meisten ist für uns der Munchkin Miracle 360°. Diesen Trinklernbecher gibt es in drei Größen, mit und ohne Griffen, so dass ein Modell davon für jedes Kind passen dürfte. Er ist gut verarbeitet und das Kind kann daraus wie aus einem normalen Trinkbecher leicht trinken, ohne dass etwas daneben geht. Das ist sicher weniger kritisch für die Zahngesundheit und Kieferentwicklung als Trinklernbecher mit Schnabelaufsätzen.

Testsieger
Munchkin Miracle 360°
Test  Trinklernbecher: Munchkin  Miracle 360°
Den Munchkin gibt es in vielen verschiedenen Farben und er ist nicht nur für zuhause geeignet, sondern auch für unterwegs – dank Auslaufschutz.

Auch wenn man den Becher auf den Kopf stellt, hinlegt oder seitlich hält, läuft keine Flüssigkeit heraus. Zudem kann man den Munchkin Miracle 360° sehr leicht auseinanderbauen und reinigen – auch in der Spülmaschine.

Material, Design und Fassungsvermögen

Den Munchkin Miracle 360° gibt es in drei Größen und verschiedenen Designs. In das kleinste Modell passen 177 Milliliter, in das mittlere, von uns getestete 207 Milliliter und in das größte Modell, das ohne Griffe geliefert wird, passen 296 Milliliter Flüssigkeit. Gefertigt ist der Trinklernbecher aus Polypropylen und Silikon, laut Hersteller ist er BPA-frei, aber »made in China«.

Es gibt den Trinklernbecher einfarbig mit weißen Griffen in Blau, Grün, Orange und Pink. Außerdem ist er mit bunten Griffen und bedruckt mit Vögeln, Walen und Autos zu bekommen. Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Der Preis für die einfarbige Variante ist niedriger als für die bedruckte.

Aufbau des Trinklernbechers

Der Munchkin Miracle besteht aus drei Teilen: Einem Becher, einem aufschraubbaren Aufsatz mit Griffen (bzw. beim großen Modell ohne Griffe) und einem Silikonventil.

Der Aufsatz ist mit einem Dichtungsgummi versehen, damit der Becher nicht ausläuft. Außerdem sind oben zahlreiche kleine Löcher darin, aus denen die Flüssigkeit beim Trinken rauskommt.

Trinklernbecher Test: Trinklernbecher Testsieger 2
Testkind Hanna hat sichtlich Freude am Trinken aus dem gut geformten Becher.

Das Ventil wird auf einen Nupsi in der Mitte des Aufsatzes gedrückt und sitzt dann so fest darauf, dass keine Flüssigkeit ausläuft, wenn man den Trinklernbecher umdreht, schüttelt oder hinlegt. Zum Reinigen kann man es relativ einfach mit geringem Kraftaufwand abziehen.

Funktionsweise

Das Kind kann an jeder Stelle des Becherrands trinken, deshalb der Namenszusatz 360°. Es reicht nicht, dass es dazu den Becher schräg hält. Es muss auch ein bisschen saugen, damit das Getränk herausfließt beziehungsweise mit der Lippe oder den Zähnen leicht auf das Silikonventil drücken. Sehr schwaches Saugen genügt aber, damit etwas herauskommt. Unser 18 Monate altes Testkind konnte das auf Anhieb.

Von jeder Stelle am Becher kann getrunken werden

Falls das Kind damit nicht gleich klar kommt, kann man ihm helfen, indem man selbst leicht auf das Ventil drückt, dann läuft etwas Flüssigkeit in den Mund des Babys. Der Munchkin Miracle ist damit auch für Stillkinder geeignet, die keine Flasche akzeptieren.

Empfohlen wird der Munchkin Miracle 360° mit Griffen ab 6 Monaten, der ohne ab 12 Monaten.

Auslaufsicherheit

Test: Der beste Trinklernbecher – IMG 6355 e1493112598118
Kopfüber: Kein Problem, nichts tropft.

Von den getesteten Modellen war der Munchkin Miracle mit am auslaufsichersten – auch wenn er nicht hundertprozentig dicht ist und keinen Deckel hat.

Fällt er aus größerer Höhe auf den Boden, dann spritzt ein bisschen Flüssigkeit heraus. Es ist aber kein Vergleich mit der Menge, die aus normalen Bechern in so einem Fall auf dem Boden landet.

Ich würde mich auch trauen, den Munchkin Miracle für unterwegs in die Handtasche zu stecken.

Reinigung

Den Munchkin Miracle kann man einfach auseinandernehmen und im obersten Fach der Spülmaschine reinigen. Dass er lediglich aus drei Teilen besteht, vereinfacht die Reinigung im Vergleich zu anderen Trinklernbechern enorm.

Wenn er nicht in Gebrauch ist, sollte man das Ventil abnehmen, abtrocknen und dann trocken wieder zusammenbauen – sonst könnte es dazu kommen, dass der Becher schimmelt weil sich nach dem Trinken immer etwas Flüssigkeit zwischen Ventil und Aufsatz befindet.

Nachteile?

Der einzige Nachteil des Munchkin Miracle Trinklernbechers ist, dass er nicht mit kohlensäurehaltigen Getränken und solchen mit Fruchtfleisch funktioniert: Mit kohlensäurehaltigen und heißen Getränken ist er nicht dicht, Fruchtfleisch verstopft die Öffnungen. Auch für heiße Getränke ist er laut Anleitung nicht geeignet.

Außerdem verfügt er über keine Skala, sodass man nicht genau kontrollieren kann, wie viel das Kind getrunken hat. Er ist aber leicht transparent, so dass man von außen sehen kann wie viel Flüssigkeit noch drin ist.

Zudem wäre es schön, wenn es für den Transport unterwegs noch einen Deckel gäbe – dann hätte man ein besseres Gefühl, dass wirklich nichts in die Tasche läuft. Das Silikonventil, das das Kind ja schließlich in den Mund nimmt, wäre so ebenfalls besser vor Schmutz geschützt.

Munchkin Miracle 360° im Testspiegel

Weder die Stiftung Warentest noch Ökotest haben den Munchkin Miracle 360° bisher getestet. Sobald es Testberichte gibt, werden wir sie hier für Sie nachtragen.

Alternativen

Auch wenn der Munchkin Miracle 360° unser Favorit ist, gibt es natürlich auch noch andere empfehlenswerte Trinklernbecher.

Weicher Rand: NUK Mini Magic Cup

Der Magic Mini Cup von NUK ist ein Trinklernbecher mit 360°-Trinkrand, der für Kinder ab sechs Monaten geeignet ist. Der sehr weiche Rand aus Silikon trainiert und fördert das Trinken von allen Seiten – wie ein normaler Becher. Das Konzept: Der Nachwuchs muss nur noch leicht am Rand des Bechers saugen und erlernt fast spielerisch das selbstständige Trinken – ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung des Babys und eine Herausforderung an Geschick und Geduld. Dabei wird die Selbstständigkeit gefördert.

Auch gut
NUK Mini Magic Cup
Test Trinklernbecher: NUK Mini Magic Cup Trinklernbecher
Der Trinklernbecher von NUK funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie der Testsieger.

Das klappte bei unserem Baby nach mehreren Trinkversuchen schon ganz gut. Schnell hatte es den Bogen raus und saugte fröhlich am pinken Rand des Bechers.

Das BPA-freie Material des NUK Mini Magic Cup lässt den leichten Becher hochwertig und robust wirken. Mehrere Stürze vom Küchentisch konnten ihm dank seiner Bruchsicherheit nicht das geringste anhaben. Klasse!

Die kleine Größe des Bechers sowie die kindgerechten, ergonomischen und abnehmbaren Haltegriffe ermöglichen ein leichtes Halten mit den kleinen Kinderhänden. Unser einjähriges Testbaby konnte den NUK auch sehr gut und leicht greifen.

Ein zusätzlicher Deckel verschließt den, mit einer Silikonscheibe abgedichteten, auslaufsicheren Magic Mini Cup unterwegs zuverlässig und sorgt für Sauberkeit. Dank der Silikondichtung kann der Becher so im Bett oder beim versehentlichen Umkippen nicht auslaufen.

Erfreulich: Der Becher besteht aus wenigen Einzelteilen, die sich zum Reinigen leicht auseinander- und zusammenbauen lassen. Alle Teile ließen sich sehr leicht reinigen, auch eine Reinigung in der Spülmaschine ist problemlos möglich. Wir empfehlen die Verwendung scharfer Reiniger zu vermeiden, da sich das Material eventuell verfärben kann.

Beim ruckartigen Herumfuchteln und Herumspielen mit dem Becher beobachteten wir immer wieder das Auslaufen von Flüssigkeit. Das Testbaby hatte danach schnell gelernt, den Inhalt des Bechers noch auf anderem Wege herauszubekommen, wovon es dann fröhlich patschend ausgiebig Gebrauch machte. Das macht unser Testsieger Munchkin Miracle 360° besser. Beim entspannten Trinken im Kinderbett gab es dagegen kein Auslaufen oder Tropfen.

Der Magic Mini Cup hat uns ähnlich wie der Munchkin Miracle mit seinen Qualitäten überzeugt. Die fehlende Auslaufsicherheit beim Herumfuchteln sorgt leider für Punktabzug und verweist den NUK Magic Mini Cup auf den zweiten Platz.

Ein richtiger Becher: Hoppediz CamoCup

Der Schnabelbecher CamoCup von Hoppediz wurde für Säuglinge ab dem Neugeborenenalter, für größere Kinder und für Erwachsene mit sensomotorischen Problemen konzipiert. Die Form ist trichterförmig, was das Trinken und Umfassen des Bechers für jede Hand und Mundgröße möglich macht. Durch die Schnabelförmige Trinkrille kann man die Flüssigkeit super gut dosieren. Entweder als Elternteil bei den Minis oder das etwas größere Kind selbst. Das sorgt auch für die beim Lernen generell so wichtigen Erfolgsmomente.

Guter Offener
Hoppediz CamoCup
Test Trinklernbecher: Hoppediz CamoCup®
Diese offene Variante eines Trinklernbechers ermöglicht das Trinkenlernen ohne nuckeln und saugen. Super für die Zähne!

Das Kind lernt schnell so zu trinken, wie es die »Großen« tun. Das macht sie stolz und motiviert, diese Fähigkeit noch auszubauen. Perfekt! Bei den Minis sorgen Noppen im Lippenbereich für eine Stimulierung des Schluckreflexes. So können schon Neugeborene das Trinken lernen, wenn es denn nötig ist. Der ausladende Boden bietet ordentlich Standfestigkeit – zudem ist der Trinklernbecher aus vollkommen schadstofffreiem Material hergestellt und für die Reinigung in der Geschirrspülmaschine und den Sterilisator geeignet.

Das Testkind neigt beim Trinken nach wie vor zum Verschütten und ist noch nicht sicher in Sachen Trockenheit beim Trinken. Freudig greift das Test-Kind den tollen roten Becher und führt ihn ungestüm an den Mund. Wir erwarten hier schon den ersten nassen Zwischenfall. Aber Fehlalarm. Durch die gut durchdachte Form des Bechers schwappt keine Flüssigkeit heraus oder läuft an den Mundwinkeln vorbei auf die Kleidung. Das Kind trinkt das Wasser in einem Zug aus und fordert wütend mehr, als der Becher leer ist. Es scheint wirklich Spaß zu machen.

Auch als Musikinstrument macht sich der Becher in den Trinkpausen sehr gut und wird mit aller Kraft auf den Tisch geschlagen. Das macht dem Becher überhaupt nichts aus – und dem Kind eine riesengroße Freude.

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Trinklernbecher Test: Hoppediz Trinklernbecher 1
Der CamoCup ist ein richtiger Becher, mit dem man auch "richtig" trinken lernen kann.
Trinklernbecher Test: Hoppediz Trinklernbecher 2
Das Trinken mit ihm will geübt sein, klappt nach kurzer Zeit aber super.

Toll ist auch die Trichterform. Dadurch, dass sich der Trinklernbecher im Durchmesser nach unten hin verjüngt, gibt es für jede Handgröße die perfekte Stelle zum Umfassen. Dieser Trinklernbecher kann also gar nicht unhandlich sein. Seitlich sind Rillen in den Trinklernbecher eingearbeitet, sodass die Stabilität des Festhaltens noch größer wird.

Es dauert nicht lange, da ist die geringe Menge Flüssigkeit überall fröhlich kreischend verteilt. Das ist halt der Nachteil davon, dass der Becher offen ist. Wir haben den Trinklernbecher aber über zwei Wochen täglich getestet und können sagen, dass es nur wenige Tage gedauert hat, bis das Herumschütten den ganz großen Reiz verloren hatte. Natürlich müssen Eltern das Trinkenlernen gut begleiten und die richtigen Signale setzen. Hat man dazu keinen Lust oder Nerven – was mehr als verständlich ist – dann eignet sich eine andere Empfehlung aus diesem Test sicher besser.

Auch ist der Trinklernbecher eher sperrig, wenn man unterwegs ist – zum Beispiel auf dem Spielplatz, im Park oder am Strand. Da würden wir auch eher zur Verwendung einer der anderen Trinklernbecher-Empfehlungen im Test raten. Vor allem wegen der Praktikabilität. Natürlich kann man sich die Mühe machen, diesen Trinklernbecher im Rucksack zu haben und ihn vor Ort mit einem Getränk, das man in einer anderen Flasche dabei hat, zu befüllen. Aber die Eltern-Realität ist dann doch oft eine Andere.

Nach Gebrauch kann man den CamoCup einfach mit allem anderen Geschirr in die Spülmaschine schmeißen oder für die ganz kleinen Babys in den Sterilisator. Das alles hält der sehr robuste Trinklernbecher locker aus. Somit ist der Hoppediz CamoCup ein wirklich super toller Trinklernbecher für Eltern, die Lust und Nerven haben einmal kurz durch eine »feuchte« Lern-Episode zu waten, um dann ein tipptopp normal trinkendes Kind zu haben, dass so nicht Gefahr läuft, Nuckel-Karies zu bekommen.

Sehr robust: NUK First Choice

Die First Choice von NUK ist eine beliebte Trinklernflasche mit Schnabel, die bei vielen Familien im Einsatz ist. Aus ihr trinkt es sich eher wie aus einer Nuckelflasche.

Der Klassiker
NUK First Choice
Test  Trinklernbecher: NUK Disney Winnie First Choice Trinklernflasche
Durch die Griffe kann das Kind den auslaufsicheren Becher gut halten. Eine Skala zeigt an, wieviel getrunken wurde.

Sie ist sehr robust und lässt sich gut fest zuschrauben. Die Griffe des Bechers sind drehbar, was wichtig ist, denn so kann man die Griffe ganz einfach seitlich zur Trinköffnung ausrichten.

Mit dabei ist ein Deckel und ein Verschlussplättchen, das in der Regel aber bald verloren geht. Für nicht kohlensäurehaltige Getränke ist es auch völlig überflüssig, denn auch mit Schütteln tropft so gut wie nichts aus der Flasche. Für unterwegs ist der Deckel aber eine gute Idee. Erstens wird der Schnabel so nicht schmutzig, zweitens kann Flüssigkeit auslaufen, wenn der Silikonschnabel zusammengedrückt wird. Sobald der Nachwuchs gelernt hat, dass er so Wasser aus der Flasche bekommt, wird er das natürlich hemmungslos ausnutzen – dann ist es vorbei mit der Auslaufsicherheit. Die gute Nachricht: Kleine Kinderhände brauchen eine feste Unterlage, wie einen Tisch, um Wasser aus der Flasche zu bekommen. Im Bett kann man sein Kind also weiterhin gefahrlos mit dem Trinklernbecher allein lassen.

Zum Reinigen lässt sich der Becher einfach zerlegen, zudem ist die Flasche kochfest, so kann man sie zur Desinfektion auskochen. Alle Teile kann man in die Spülmaschine geben, auch wenn der Hersteller das aufgrund möglicher Materialschäden nicht empfiehlt. Die Nuckelaufsätze kann man einzeln nachkaufen.

Durch ein spezielles Ventilsystem wird der beim Trinken entstehende Unterdruck langsam ausgeglichen und das Schlucken von Luft verhindert. Die Griffe ermöglichen ein einfaches Greifen der Flasche, zudem sorgen kleine Noppen dafür, dass Kinderhände nicht abrutschen.

Ein großer Vorteil für alle, die bereits Produkte aus der First-Choice-Reihe besitzen: Die Flasche und ihre Komponenten sind mit anderen First-Choice-Artikeln kombinierbar.

Das Kind muss bei dieser Flasche zwar etwas stärker saugen als bei anderen Modellen, dafür ermöglichen die Griffe selbstständiges Trinken ohne Auslaufen. So eignet sich die Flasche z. B. auch fürs Bett, ohne gleich eine Überschwemmung zu verursachen.

Preistipp: Ikea Börja

Die beste günstige Variante ist der Trinklernbecher Börja von Ikea. Er besteht aus zwei Teilen: einem Becher mit Griffen, der auch ohne den Schnabelaufsatz verwendbar ist, und dem Schnabel. Die Teile lassen sich leicht zusammen- und auseinanderbauen.

Gut & günstig
Ikea Börja
Test Trinklernbecher: Ikea Börja
Durch das Sichtfenster mit Messskala sieht man, wie viel im Becher ist und wie viel das Kind getrunken hat.

Der Griff liegt gut in der Hand, der Becher ist sehr leicht und eher klein – kindgerecht eben. Zudem gibt es ein Sichtfenster mit Skala, sodass man sehen kann, wie viel noch im Becher ist und wie viel das Kind getrunken hat.

Der Becher ist aus Polypropylen gefertigt, spülmaschinenfest und auch für die Mikrowelle geeignet, man kann dem Kind darin also auch Tee oder andere heiße Getränke geben. Das ist bei den meisten anderen Modellen, einschließlich unserem Testsieger, nicht möglich.

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Trinklernbecher Test: Ikea Trinklernbecher 1
Super Preisleistungsverhältnis: Der Börja von Ikea.
Trinklernbecher Test: Ikea Trinklernbecher 2
Lässt sich super festhalten und das Trinken fällt auch leicht.

Auch kohlensäurehaltige Getränke können aus dem Ikea Börja getrunken werden. Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar: Der Becher kostet bei Ikea lediglich 1,99 Euro und war mit das günstigste Modell im Test.

Auslaufsicher ist er allerdings nicht. Wenn man ihn kopfüber hält, läuft Flüssigkeit heraus. Da die drei Löcher aber sehr klein sind, hält sich der Schwall in Grenzen. Aus dem anderen getesteten Schnabelbecher ohne Ventil läuft die Flüssigkeit schneller heraus. Für den Transport in einer Tasche ist der Ikea Börja aber dennoch nicht geeignet.

Außerdem getestet

MAM Trainer+

Der MAM Trainer+ bringt alles mit, was ein Trinklernbecher braucht. Er ist als Babyflasche wie auch als Becher benutzbar und hat kleine und rutschfeste Flaschengriffe, die sich perfekt für Babyhände eignen. Dank der großen Öffnung lässt sich der Trainer+ gut reinigen und befüllen. Sauger und Trinkschnabel sind aus besonders weichem Silikon und auslauf- und tropffrei. Der Lerntrinkbecher ist spülmaschinenfest, was den Alltag der Eltern deutlich erleichtern sollte. Die Reinigung im Geschirrspüler brachte aber nur befriedigende Ergebnisse: Wir mussten mit der Hand nachspülen.

Der MAM Trainer+ ist Metall-, BPS- und BPA-frei. Geruchstechnisch haben wir ebenfalls nichts am MAM zu bemängeln. Dank einer im Umfang enthaltenen Transportkappe kann der Becher hygienisch mit auf Reisen genommen werden.

Beim Testen musste der Einjährige allerdings zu viel Saugkraft aufwenden, um die Flüssigkeit des Bechers in den Mund zu bekommen. Mehrmals wurde der Becher frustriert vom Hochstuhl gefegt. Mit anderen Testmodellen kam das Baby beim Trinken deutlich besser klar.

NUK Flexi Cup

Wir haben uns für den NUK Flexi Cup mit dem Motiv Marienkäfer entschieden, welches dem kleinen Tester sehr gut gefiel und mit »Dahhhh!«-Rufen kommentiert wurde. Ein Ventil im praktischen Silikon-Strohhalm verhindert ein Auslaufen der Flüssigkeit. Der praktische Clip vermeidet einen ungewollten Verlust der Verschlusskappe. Durch die Verwendung des Materials Polyproplyen ist die Flasche leicht, robust und BPA-frei. In unserem Test erwies sich der Flexi Cup als geruchsneutral. Auch schön: Die Einheit mit dem Strohhalm lässt sich mit anderen NUK-Flaschen kombinieren. Der Strohhalm reicht zwar bis auf den Boden der Trinklernflasche, aber sobald das Kind beim Trinken spielerisch den Kopf in den Nacken legt, versiegt der Zufluss von Flüssigkeit.

NUK Magic Cup

Dem Munchkin-Becher von der Bauform her recht ähnlich ist der NUK Magic Cup. Der NUK Magic Cup fasst 230 Milliliter und eignet sich aufgrund seiner Größe erst für etwas ältere Kinder. Der Hersteller selbst gibt die zwar als Altersempfehlung ab 8 Monaten an, in diesem Alter hätte unsere Tochter den Becher aber noch nicht gut halten können.

Zudem hat sie daraus weniger Flüssigkeit herausbekommen als aus dem Munchkin Miracle, was wahrscheinlich an der geringeren Anzahl an Löchern im Deckel liegt. Auch die Motivauswahl ist kleiner.

Für den NUK Magic Cup spricht allerdings, dass er in Deutschland hergestellt wird. Außerdem ist die Silikondichtscheibe einzeln nachkaufbar. Allerdings ist sie mit 5,49 Euro fast so teuer wie ein neuer Becher.

Philips Avent SCF262/06 Natural

Der Trinklernbecher Philips Avent SCF262/06 Natural sieht ein wenig aus wie eine Brust und eignet sich für Babys ab vier Monaten. Der Sauger ist so konzipiert und gebaut, dass das Baby keine Bauchschmerzen durch Blähungen bekommt. Die entstehen oft, weil das Baby beim Trinken zu viel Luft verschluckt. Ein Segen für Eltern mit zu hastig trinkenden Babys!

Die Griffe sind gut geformt, sodass das Kind sie sicher greifen und festhalten kann. Die kugelige Form des Trinklernbechers erinnert ein wenig an Mamas Brust. Nichts läuft hier aus oder tropft. Der Trinklernbecher ist völlig dicht und kommt zusätzlich noch mit einer Schutzkappe für die nötige Hygiene. Der Trinklernbecher lässt sich ganz einfach zusammen- und wieder auseinander bauen und ist spülmaschinengeeignet.

Das Trinken geht ziemlich einfach. Kräftig saugen und schon kommt die Flüssigkeit raus. Das Testkind hat seine helle Freude damit und konnte gar nicht mehr von dem Trinklernbecher ablassen.

Munchkin Click Lock

Als Trinklernbecher für unterwegs eignet sich der Munchkin Click Lock: Er besitzt einen beschwerten Silikon-Trinkhalm, sodass praktisch in jeder Lage aus dem Becher getrunken werden kann. Die Griffe sind kindgerecht und griffig und lassen sich von kleinen Kinderhänden gut halten. Der Verschluss des BPA-freien Bechers lässt sich leicht schließen und schwer öffnen – so weit, so gut. Der Trinkhalm wird vom Verschluss eingeklappt und festgeklemmt, so läuft garantiert nichts aus. Der kleine Tester konnte leicht und ohne Verschlucken die passende Menge an Flüssigkeit aus dem Becher saugen.

Der Trinklernbecher von Munchkin gefiel uns gut und verpasst nur knapp eine Empfehlung. Der Verschluss allerdings ließ sich eine Spur zu schwer öffnen und dabei spritzte regelmässig Flüssigkeit aus dem Inneren in hohem Bogen aus dem Strohhalm. Wenn Ihnen das nichts ausmacht, können Sie getrost zugreifen.

ÜneeQBaby Active Plus

Der Trinklernbecher ÜneeQbaby Active Plus glänzt mit einem sehr schönen Design. Für uns ist er eindeutig der optische Sieger der dritten Testrunde. Die Haptik des Tritan-Bechers ist perfekt und dank des gewichteten Silikonstrohhalms beträgt der Trinkwinkel volle 360°. Mittels eines Einknopf-Klappdeckels lässt sich der Verschluss schnell und kompliziert mit nur einem Fingerdruck öffnen. Klasse!

Bemängeln müssen wir leider den latent aufdringlichen Plastikgeruch des Trinklernbechers sowie die etwas zu große Ausgussmenge, die immer wieder zum Verschlucken führte. Wir hätten dem ÜneeQbaby gern eine Empfehlung ausgesprochen.

b.box Lernbecher 0133

Für Puristen unter den Eltern ist der b.box Trinklernbecher geeignet. Er besticht durch sein schlichtes Design, eine hochwertige Verarbeitung und eine gute Griffigkeit. Sein beschwerter Strohhalm erlaubte ein entspanntes Trinken in jedem beliebigen Winkel. Die Ausgussmenge ist dabei immer genau richtig. Ein Messbecher mit Skala und die BPA-, PVC- und Phthalatefreiheit runden das gelungene Gesamtpaket ab.

Der schwergängige und fummelige Zusammenbau der Verschlusskappe nach dem Reinigen und der starke Geruch nach Plastik kosten den b.box letztendlich einen Platz auf den vorderen Rängen.

Beaba 913481

Aus doppelwandigem Edelstahl ist der Beaba 913481. Der robuste 316er Inox-Edelstahl ist geruchs- und geschmacksneutral und minimiert Temperaturverluste des Inhalts. Die Griffe können nach Bedarf entfernt werden, die Edelstahl-Außenwand besitzt dann immer noch eine ausreichende Griffigkeit. Der Becher war in unserem Test auch bei geöffneter Verschlusskappe auslaufsicher und tropffrei. Wo wir gerade bei der Verschlusskappe sind: Diese schließt mit einem satten Klacken, welches uns auch akustisch ein Gefühl der Sicherheit gab.

Das Design und die hochwertige Verarbeitung des Trinklern-Sets hat uns gut gefallen. Wir hatten anfangs das Gefühl, das Baby hätte Schwierigkeiten beim Saugen: Die Bissstelle am Silikon-Strohhalm muss mit den Zähnen genau erwischt werden. Als der Kleine den Bogen raus hatte, verschluckte er sich prompt, da die Ausgussmenge etwas zu hoch ist. Wir empfehlen bei einem Kauf die klassische Variante der Beaba, da bei dieser Variante mit durchsichtigem Kunststoff der verbleibende Füllstand besser abgelesen werden kann. Und eine Thermosflasche für heiße Getränke hat man als Eltern sowieso fast immer dabei.

NUK Nature Sense

Die Trinklernflasche Nature Sense von NUK kommt im Gegensatz zu den anderen getesteten NUK-Flaschen ohne Verschlussplättchen. Der besonders weiche Schnabel soll das Kind an das Trinken aus der Brust erinnern. Ansonsten gibt es keinen Unterschied zu unserer Empfehlung NUK First Choice.

Deckel und Griffe sind abnehmbar, im Gegensatz zu unserer Empfehlung verfügt diese Flasche aber nicht über Antirutsch-Noppen an den Griffen. Die Trinklernflasche eignet sich für Kinder ab sechs Monaten und das Material von Sauger und Flasche macht einen soliden, langlebigen Eindruck. Durch das Anti-Colic-Ventil wird außerdem das Schlucken von Luft verhindert.

NUK Learner Cup

Der NUK Learner Cup überzeugt zunächst durch sein Material: Edelstahl ist geschmacks- und geruchsneutral und lässt sich leicht reinigen. Zudem soll der Becher Getränke länger warm bzw. kalt halten, weil er wie eine Thermoskanne isoliert ist. Der Becher darf in die Spülmaschine und soll sich vor allem für Ausflüge eignen.

Robust ist die Flasche definitiv, das Trinken fällt aber leider sehr schwer. Man muss stark saugen, um Flüssigkeit aus der Flasche zu bekommen. Wirklich länger warm halten Getränke in der Flasche auch nicht, denn der Sauger selbst ist nicht isoliert, somit kann die Wärme schnell entweichen. Durch das robuste und hygienische Material ist die Flasche aber dennoch gut für Ausflüge geeignet.

Everday Baby Trinklernbecher

Der Trinklernbecher Everday Baby ist besonders, da er aus Glas hergestellt ist. Glas ist wirklich mit Abstand der beste Rohstoff für Babyflaschen und Becher. Denn weniger Schadstoffe kann ein Becher-Material nicht haben. Somit ist der Trinklernbecher vollständig BPA-, BPF-, BPS- und phthalatfrei. On top aber auslaufsicher und sterilisierbar. Wer will, kann den Trinklernbecher in der Geschirrspülmaschine reinigen und zum erwärmen von Flüssigkeiten in die Mikrowelle stellen. Das alles hält diese Flasche alias Trinklernbecher aus.

Fällt die Flasche mal runter geht sie ziemlich sicher kaputt. Somit muss man leider ordentlich aufpassen und kann sein trinkenlernendes Kind nicht damit frei herumspazieren lassen. Gut ist, dass der Trinklernbecher mit einer Silikon-Ummantelung ausgestattet ist, sodass wenigstens keine Scherben den Alltag plötzlich durcheinander bringen. Die Scherben bleiben schön brav im Silikon gefangen und alles kann, so wie es ist, entsorgt werden. Was bei dem ziemlich hohen Preis aber echt schade wäre.

Leider ist das Trinken aus diesem Trinklernbecher super schwer. Man muss erstmal rausfinden, dass man den Strohhalm mit den Zähnen leicht zusammendrücken muss, damit überhaupt was raus kommt. Das ist leider gar nicht praktikabel – gerade für Kinder, die noch mit einer Zahnfleisch-Leiste zu kämpfen haben und keine praktischen Beißerchen vorweisen können.

Mepal Mio

Der Mepal Mio Trinklernbecher ist ein echtes Schmuckstück. Das Design gefällt uns ganz besonders gut. Er ist für Kinder ab dem neunten Lebensmonat geeignet und es lässt sich dank eines integrierten Strohhalms gut daraus trinken. Verschlossen wird der Trinklernbecher durch eine kippbare Verschlussklappe, die gut dicht hält, indem sie den Strohhalm einfach abdrückt. Das ist super für Unterwegs, da man keine Verschlusskappe mehr auf den Trinklernbecher setzen muss, die man generell eh nach zwei Tagen nie mehr wieder findet.

Der Becher ist vollständig BPA-frei und die Einzelteile des Trinklernbechers lassen sich alle nachbestellen, sollte mal etwas wütend vom Kleinkind abmontiert werden. Somit ist der Trinklernbecher auch schön nachhaltig und umweltschonend. Für Eltern, denen die Optik wichtig ist, gibt es freudige Nachrichten: Das Label Mepal hat passend zu diesem Trinklernbecher ein vollständiges Geschirr-Set im Sortiment. Das lässt das Herz von design-affinen Mamas und Papas höher schlagen.

Das Trinken geht sehr einfach. Nur am Strohhalm ziehen wie gewohnt und es kommt zugegeben sehr viel Flüssigkeit raus. Das Testkind hat sich anfangs ordentlich verschluckt deshalb, hatte den Dreh aber schnell raus. So geht das lästige Trinken-Müssen nämlich schneller und es kann weitergespielt werden.

Philips Avent SCF782

Ziemlich enttäuscht ließ uns der auslaufsichere Trinklernbecher Avent SCF796/01 von Philips zurück. Anfangs waren wir vor allem vom kindgerechten Design in Dino-Optik sehr angetan: Ein Reihe aus Dinostacheln zieht sich über den Verschluss des Lerntrinkbechers. Auch an den Griffen findet sich eine glänzende, leicht schuppige Oberfläche, die an einen Dino erinnert. Sehr süß! Der Verschluss benötigt genau den richtigen Kraftaufwand und schließt gut.

Nicht so gut gefiel uns die Scharfkantigkeit der Griffe, die sich beim Umgreifen bemerkbar macht. Der anfängliche starke Plastikgeruch war auch nach mehrmaligen Spülen nicht verschwunden. Das endgültiges K.O.-Kriterium war aber eine scharfe Kante an der Verschlusskappe, die sich direkt oberhalb der Strohhalmfassung befand. Bemerkt haben wir diese allerdings erst, nachdem das Philtrum und die Oberlippe des Babys sich rot verfärbten beziehungsweise anschwollen. Wir vermuten, dass es sich da wahrscheinlich um einen Fabrikationsfehler bei unserer Flasche handelte.

TUM TUM Bär Betsy

Der BPA-freie TUM TUM Trinklernbecher Bär Betsy ist kindgerecht und niedlich mit seiner Bärenkopf-Verschlusskappe. Beim Öffnen des Bechers schlug uns sofort ein starker Plastikgeruch entgegen. Ein Probeschluck Wasser aus dem auslaufsicheren Becher bestätigte dann leider unsere Vermutung: Auch die Flüssigkeit im Inneren hatte einen starken Kunststoffgeschmack angenommen. Dank des kleinen Strohhalmes konnte der Einjährige gut trinken. An der Skala des Messbechers lassen sich Menge und Trinkerfolge gut ablesen.

Die Verarbeitung wirkt gerade an den Griffen etwas billig. Der Becher ist spülmaschinenfest, allerdings empfiehlt der Hersteller eine Handwäsche. Aufgrund des starken Plastikgeruchs raten wir von diesem Trinklernbecher ab.

Lässig Bambus Gala Lama

Der Gala Lama von Lässig in unserem Test besteht zu 45 Prozent aus Bambus, zu 35 Prozent aus Mais und (leider) zu 20 Prozent aus Melamin. Die Materialien dieses Modells überzeugen uns mehr als beim ersten Becher, das Prinzip und die Form sind identisch, nur der Deckel lässt sich hier deutlich schwerer abnehmen. Auch dieser Becher ist nicht auslaufsicher, darf ebenfalls nicht in die Mikrowelle und kann beim Runterfallen brechen. Die Idee, einen Trinklernbecher aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen, gefällt uns, leider kommt der Becher aber in einer Plastikverpackung. Empfehlen können wir ihn nur bedingt.

Lässig Little Chums

Bei den Trinklerntassen von Lässig handelt es sich um Schnabeltassen. Der Schnabelaufsatz kann abgenommen werden, dann hat man eine normale Tasse mit zwei Henkeln. Der Little Chums Becher aus Melamin darf in die Spülmaschine, aber nicht in die Mikrowelle. Das Trinken daraus ist dank der drei Löcher im Schnabel sehr einfach, allerdings ist der Becher dadurch auch nicht dicht. Einen zusätzlichen Deckel gibt es nicht.

Überzeugen konnte uns die Tasse von Lässig leider nicht, Melamin ist als Material sehr umstritten und steht im Verdacht, bei Hitze (ab 70° Celsius) giftige Stoffe abzugeben. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass der Becher beim Runterfallen brechen kann – als Trinklernbecher für Babys eignet er sich damit nicht wirklich.

Skip Hop Trinklernbecher

Der Trinklernbecher von Skip Hop versucht ebenfalls, das Trinken aus einem normalen Becher zu imitieren und gleichzeitig Schutz vor dem Verschütten zu bieten. Er hat keine Griffe und ist mit 266 Milliliter Fassungsvermögen recht groß. Damit richtet er sich eher an ältere Kinder ab 12 Monaten. Der Becher ist unten rechteckig statt rund, was verhindert, dass er vom Tisch rollt. Das Trinken funktioniert auch tatsächlich genau so wie mit einem ganz normalen Trinkbecher.

Der Trinkfluss ist geringer als bei einem normalen Becher, selbst wenn man den Kopf weit in den Nacken legt und den Becher senkrecht hält. Auslaufsicher ist der Becher nicht. Bei geöffnetem Ventil kann ein unbeaufsichtigtes Kind damit eine ganz schöne Sauerei anrichten.

Zudem fehlt in der Anleitung die Information, wie die fünf Teile genau zusammengebaut werden müssen. Auch die Reinigung ist aufgrund der Vielzahl der Teile ziemlich aufwändig.

Chicco Trinklernbecher

Die Schnabeltasse von Chicco ist vom Prinzip her nicht schlecht: Sie ist Schritt für Schritt umbaubar zum normalen Trinkbecher, denn man kann sowohl die Griffe als auch den Aufsatz abnehmen. Zudem ist sie dank Ventil auslaufsicher und kommt auch noch mit einem Deckel für den hygienischen Transport. Sie lässt sich aber auch ohne Ventil verwenden – ist dann allerdings nicht mehr dicht. Doch dummerweise lässt sich dieser Trinklernbecher kaum öffnen. Man braucht schon sehr viel Kraft, um ihn aufzubekommen, und wenn dann noch viel Flüssigkeit drin ist, schwappt alles heraus, wenn es schließlich mit einem Ruck gelingt. Das Kind muss außerdem stark saugen, damit Flüssigkeit rauskommt.

Doidy Cup Trinklernbecher

Eine ganz andere Trinklernhilfe ist der Doidy Cup. Er hat keinen Aufsatz, sondern ist eine besonders geformte Kunststofftasse mit zwei Griffen. Sie soll mit ihrer schrägen Form für Babys ab sechs Monaten geeignet sein. Das spezielle Design führt dazu, dass das Kind den Becher beim Trinken nicht so sehr kippen und den Kopf nicht in den Nacken legen muss. Das Trinkgefühl ist sehr nah an dem eines normalen Bechers. Allerdings bietet der Doidy Cup keinerlei Schutz vor Verschütten. Seine Griffe sind sehr klein und beim Trinken schwappt das Getränk über das Gesicht. Der Becher eignet sich wohl nur für Kinder, die bisher keine Becher-Erfahrung haben.

MAM Starter Cup

Der Trinklernbecher von MAM eignet sich sogar schon für Babys ab vier Monaten. Die Griffe sind durch kleine Erhebungen innen rutschsicher und er wird mit einem Deckel geliefert.

Der Becher ist auslaufsicher, auch wenn oben im Sauger eine kleine Restmenge an Flüssigkeit zurückbleiben kann. Bei maximal 65 Grad darf er auch in den Geschirrspüler.

Munchkin Cool Cat

Der Munchkin Cool Cat Trinklernbecher sieht ein bisschen aus wie eine Katze, was der Name schon erahnen lässt. Auch das »cool« stimmt dahingehend, dass der Trinklernbecher die enthaltene Flüssigkeit dank der Verarbeitung von doppelwandigem Edelstahl auf Temperatur hält. Entweder kalt oder warm. Nicht ewig – das ist keine Thermoskanne – aber schon über einen normalen Kindertag-Zeitraum. Der Hersteller sagt bis zu 15 Stunden lang. Das kommt ungefähr hin.

Es gibt den Trinklernbecher in vier quietschbunten Farben, was ihn für Kinder in dem Alter natürlich sehr begehrenswert macht. Gut so – bedenkt man, wie schwer es ist, die kleinen Räuber dazu zu motivieren, gefälligst hydriert zu bleiben. Optisch hat der Trinklernbecher wegen der Kätzchenohren auch etwas von einem Spielzeug. Das Testkind schraubt erstmal motzend an dem Klappverschluss und an den Henkeln herum. Alles sehr robust verbaut. Auch einen, zugegeben ungeplanten, Schlagtest gegen den Kühlschrank übersteht der Trinklernbecher heile und ohne auszulaufen. Auch eine ganze, ebenfalls nicht eingeplante Schwerkraft-Testreihe in Form von Schütteln meistert der Katzenbecher mit Bravour.

Das Trinken ist ein wenig kniffelig. Man muss schon echt ordentlich saugen, was das Testkind sehr frustriert. Das Reinigen gestaltet sich ebenfalls etwas mühselig, da der Trinklernbecher aus kleinen Teilen besteht, die selbst in der Geschirrspülmaschine nicht richtig toll sauber werden. Auf jeden Fall sollte der Trinklernbecher nur im oberen Teil der Geschirrspülmaschine mitfahren, sonst sammelt sich überall Schmutzwasser im Strohhalm und in der Kappe. Eklig! Das bekommt man nie wieder schön gereinigt. Am Ende steht man da mit einem Pfeifenreiniger. Und die Zeit und Geduld hat echt keiner – jedenfalls niemand, der kleine Kinder hat.

Nuby Trinkbecher

Eher dem Trinken aus richtigen Bechern nachempfunden sind die Trinkbecher von Nuby. Sie bestehen aus Plastik und kommen in unserem Fall im Sechserpack, stapelbar und für warme und kalte Getränke geeignet. Auslaufsicher sind die Becher nicht, durch die drei Öffnungen im (festen) Schnabel fließt Wasser, wenn man den Becher schüttelt oder auf den Kopf stellt. Sie sind ab neun Monaten geeignet und können ohne Deckel auch wie ein normaler Becher benutzt werden.

Das Material überzeugt uns im Vergleich zu den anderen Bechern nicht. Es handelt sich um Schnabelbecher mit abnehmbarem Deckel, die sich eher für ältere Kinder eignen, dafür bekommt man aber gleich ein ganzes Set für wenig Geld.

Vital Innovations Strohhalmbecher

Der Trinklernbecher Vital Baby von Vital Innovations sieht ein bisschen aus wie eine Flasche, die Leute mit ins Fitnessstudio nehmen. Wie eine sportliche Trinkflasche eigentlich. Es gibt die aus Kunststoff hergestellte Trinkflasche in drei knalligen Farbtönen. Laut Herstellerangaben ist der Trinklernbecher frei von Latex und PVC. Und auch ohne die Hinzugabe von giftigem Bisphenol-A soll sie produziert sein. Ehrlich gesagt macht die Flasche trotzdem keinen so »gesunden« Eindruck. Sie ist allumfassend irgendwie billig produziert und wir bieten sie unserem Testkind eigentlich nur an, weil wir wissen, dass das eine einmalige Sache ist.

Gut ist, dass richtig viel rein geht, was allerdings bei kleinen Kindern ein relativ unnötiger Bonus ist. Welches kleine Kind trinkt schon 280 Milliliter Wasser am Stück? Schön wär’s. Unser Testkind findet den großen schweren Trinklernbecher jedenfalls richtig toll und rennt damit mehr weg und durch die Gegend, als daraus zu trinken. Er scheint einfach nicht so einladend zu sein. Also nehmen wir als Vorbilder mal einen kräftigen Zug aus der Pulle. Und siehe da: Ganz schön schwer, da was rauszuzuzeln. Dann will das Kind auch mal – und tut sich ebenso schwer mit der Flüssigkeitsaufnahme. Für kleine Kinder ist der Widerstand wirklich zu groß. Für größere Kinder ist der Becher sicher besser geeignet. Aber ein TrinkLERNbecher ist das hier nicht.

Deshalb können wir den Becher auch nicht empfehlen. Auch wenn er sehr günstig ist, macht er in Sachen Inhaltsstoffe keinen vertrauenserweckenden Eindruck und ist in der vorgesehenen Handhabe zu schwergängig. Leider ist er zudem auch noch undicht und nässt bei Hochbetrieb alles voll.

Done by Deer 10701 Happy Dots

Wir konnten es gar nicht erwarten, den Lerntrinkbecher Happy Dots von Done by Deer zu testen. Das stylische rosa-goldene Tupfendesign hatte uns bei der Recherche im Internet vorab sehr gut gefallen. Wir öffnen den nachhaltigen Karton und entnehmen den leichten und bruchsicheren Becher sowie eine beigelegte Karte, auf der sich eine gewisse Jaqueline handschriftlich für die Bestellung bedankt. Schöne Idee! Während der Reinigung des Bechers stellen wir fest, dass sich der Deckel etwas zu schwer lösen lässt. Aber das ist okay.

Dann folgen leider nur noch Enttäuschungen: Bereits nach einmaligem Einsatz finden sich Bissspuren am weichen Schnabel des PE-Deckels, der Becher ist nicht auslaufsicher und nur spülmaschinengeeignet bis 70° C. Das können wir uns schnell erklären: Der Lerntrinkbecher besteht zu 100 Prozent aus Melaminharz, einem Material, welches erwiesenermaßen bei Temperaturen ab 70° Celsius Schadstoffe absetzt. So kann es leicht zu einem unsachgemäßen und fehlerhaftem Gebrauch des Bechers kommen. Wir haben lieber die Finger davon gelassen und das raten wir Ihnen auch.

Tommee Tippee Trainer-Tasse

Gleiches gilt für die Trainer-Tasse von Tommee Tippee, die dem Trinklernbecher von Philips Avent sehr ähnlich ist. Die Verarbeitung wirkt aber billiger, die abnehmbaren Griffe sind nur von einer Seite ergonomisch zu greifen und es gibt keinen Deckel, der verhindert, dass der Becher unterwegs ausläuft. Das Ventil ist allerdings schwergängiger und wird damit nicht so leicht versehentlich betätigt wie beim Philips Avent. Das dreiteilige Ventil zu reinigen und wieder zusammen zu bauen, ist weit aufwändiger als bei unserem Testsieger.

Philips Avent SCF782

Der Philips Avent Trinklernbecher SCF782 ist so konstruiert, dass das Kind, wie bei unserem Testsieger, an jeder Stelle des Randes trinken kann. Er hat Griffe und einen Deckel. Wenn man daraus trinkt, ist das fast so, als ob man aus einem normalen Becher trinkt. Er gibt die Flüssigkeit erst dann frei, wenn man mit der Lippe leicht auf den Deckel drückt.

Wenn aber zuvor daraus getrunken wurde, befindet sich immer noch ein bissen Wasser zwischen Deckel und Ventil, das dann heraustropft. Auch wenn das Kind den Becher oben greift, läuft oft Wasser heraus. Zudem schließt das Ventil von der Höhe her fast mit dem Becherrand ab und ist zur Mitte hin etwa einen halben Zentimeter niedriger als der Rand. Ist der Becher nicht randvoll, muss man ihn zum Trinken waagerechter halten und das Kind stößt mit der Nase an das Ventil, drückt es herunter, und das Wasser fließt schon heraus, bevor die Lippen überhaupt den Becher berührt haben.

Ich fand es zudem sehr kompliziert, den Trinklernbecher auseinander- und wieder zusammenzubauen. Auch die Reinigung ist aufwändig. Alles in allem ist das System nicht wirklich durchdacht.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt 38 Trinklernbecher getestet. Man bekommt sie schon ab zwei Euro (Ikea Börja), das teuerste Modell kostet 22 Euro.

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Trinklernbecher Test: Gruppenfoto Trinklernbecher
Trinklernbecher Test: Trinklernbecher Gruppenbild
Trinklernbecher Test: Trinklernbecher
Trinklernbecher für Kleinkinder im Praxistest

Wir haben sie auseinander- und wieder zusammengebaut, haben ein 18 Monate altes Kind daraus trinken und damit herumspielen lassen und haben selbst aus allen Bechern getrunken, um zu beurteilen, wie das Trinkgefühl ist. Muss man saugen, um etwas herauszubekommen und wie leicht fällt das Trinken?

Die wichtigsten Fragen

Was ist ein Trinklernbecher?

Trinklernbecher eignen sich sehr gut, um den Umstieg von der Brust beziehungsweise der Babyflasche auf ein Glas zu erleichtern. Durch diese Trinkhilfen lernen die Kleinen selbstständig zu trinken. Die Flüssigkeit kommt nur aus dem Mundstück des Trinklernbechers, der Rest ist verschlossen. So kann nichts kleckern oder tropfen. Ab dem sechsten Lebensmonat kann das Baby das Trinken erlernen.

Was gibt es für Unterschiede bei Trinklernbechern?

Da es eine Vielzahl von unterschiedlichen Trinklernbechern gibt, daher ist es nicht immer leicht, den geeigneten auszuwählen. Wir haben daher einen kurzen Überblick über die verschiedenen Modelle für Sie zusammengestellt:

Schnabelbecher können den Übergang von der Flache beziehungsweise der Brust erleichtern. Wie beim Stillen nimmt das Kind die Flüssigkeit durch Saugen zu sich. Allerdings sollten diese Modelle nur übergangsweise verwendet werden, da ein natürliches Trinken dadurch nicht gefördert wird. Außerdem kann das Kauen auf dem Schnabel des Trinkbechers zu Zahnschädigungen führen.

Trinklernbechern mit einem Trinkrand sind wie normale Becher geformt. Der Rand ist mit einer Scheibe aus Silikon abgedichtet und öffnet sich erst, wenn das Kind daran saugt. So kann praktisch sofort das normale Trinken erlernt werden. Anfangs kann das allerdings eine echte Herausforderung für die Kinder sein. Daher ist die Phase der Eingewöhnung bei den Kleinen oft länger als bei den Bechern mit Schnabel. Es wird zwischen zwei Varianten unterschieden: Trinklernbecher mit Griffen und Schnabel sowie mit Griffen und Trinkrand. Die Griffe sorgen dafür, dass die Babys den Becher direkt greifen können. Bei Modellen ohne Griffe muss man anfangs noch etwas Unterstützung leisten, indem ein Elternteil den Becher hält.

Offene Trinkbecher haben eine Schnabelform mit Trinkrille. Die große Öffnung sorgt dafür, dass das Kind das Getränk auf sich zukommen sieht. Diese Modelle eignen sich allerdings weniger für unterwegs.

Sie wissen nicht, für welche Variante Sie sich entscheiden sollen?

Wenn Sie partout nicht wissen, welcher Trinklernbecher am besten für ihr Kind geeignet ist, können sogenannte Trinklernsets helfen: Durch die verschiedene Aufsätze wächst es mit dem Kind mit.

Sind Trinklernbecher wirklich sinnvoll?

Wir finden ja! Trinklernbecher können als Ergänzung und für unterwegs eine sinnvolle Anschaffung und Erleichterung für die Eltern sein. Sie sind auslaufsicher und die Kleinen können jederzeit allein Flüssigkeiten zu sich nehmen. Zuhause und während der Mahlzeiten ist es nicht schlimm, wenn die Kleinen kleckern, doch wenn unterwegs mal etwas daneben geht, kann das Verschütten von Getränken schon mal ein echtes Problem werden.

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 Test: Artboard

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