TV-Receiver Test: Octagon Sf8008
test
Letztes Update: 30.4.2021

Der beste TV-Receiver

Wir haben 18 TV-Receiver getestet. Der beste für die meisten Zuschauer ist nach wie vor der Digit ISIO STC+ von TechniSat. Die Settop-Box beherrscht die pixelstarke UHD-Auflösung sowie DVB-T2 HD, um auch per Antenne hochauflösende Sender zu empfangen. Das Modell ist zwar schon länger auf dem Markt, aber die Neuzugänge kommen immer noch nicht an den ISIO STC+ heran. Wer seine Box selbst konfigurieren möchte und ein Linux-Fan ist, liegt mit der neuen Dreambox Two Ultra HD richtig.

Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 30. April 2021

Wir haben fünf zusätzliche TV-Receiver getestet. Mit der Dreambox Two Ultra HD und dem Technisat Sonata 1 haben wir zwei neue Empfehlungen. Der VU+ Solo 4K ist nicht mehr erhältlich und wurde aus dem Artikel entfernt.

31. Januar 2020

Mit dem Sky Vision UHD 3000 HD+ haben wir einen neuen UHD-Receiver getestet. Für eine Empfehlung reicht es nicht.

25. Oktober 2019

Mit dem Vantage VT-55 HD+ haben wir einen neuen Satelliten-Receiver getestet. Weil HbbTV fehlt und eine Aufnahme-Option erst durch ein kostenpflichtiges Update zur Verfügung steht, reicht es nicht für eine Empfehlung.

21. Februar 2019

Wir haben vier Linux-Receiver neu getestet. Für Baster, Tüftler und Experten ist der VU+ Solo 4K die optimale Empfehlung mit schier grenzenlosen Konfigurationsmöglichkeiten.

Weitere Updates

Settop-Boxen haben es mittlerweile schwer. Abgesehen von den Empfangsgeräten für den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 HD, der die Kassen der Receiver-Hersteller hat klingeln lassen, ist der Absatz mit Boxen für Kabel- und Satellitenfernsehen seit Jahren rückläufig. Denn fast alle aktuellen Fernseher haben inzwischen Tuner für mehrere Empfangsarten an Bord.

Externe Receiver eignen sich deshalb primär für Besitzer älterer Fernseher, die ohne großen Aufwand Smart-TV- und Internetfunktionalitäten nachrüsten möchten. Ebenso macht die Anschaffung eines UHD-Receivers Sinn, wenn man UHD-Fernseher der ersten Generation im Wohnzimmer stehen hat, deren Bildschirme zwar mit 3.840 x 2.160 Pixeln auflösen, aber mangels HEVC-Codec noch keine ultrahochauflösenden TV-Sender empfangen können. Interessant sind TV-Receiver aber auch für alle, die über einen Beamer fernsehen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Wir haben 18 TV-Receiver getestet, 12 sind derzeit noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

TechniSat Digit ISIO STC+

test: Der beste TV-Receiver – TechniSat ISIO e1580374945990
Ältere TV-Geräte werden aufgewertet und neue werden noch besser – mit dem TechniSat machen Sie alles richtig.

Als UHD-Receiver liefert der TechniSat Digit ISIO STC+ nicht nur beste Bildqualität, er ist auch extrem gut ausgestattet und bietet ausgesprochen hohen Bedien- und Smart-TV-Komfort. Herausragend sind auch sein hochwertiger Programmführer und die umfassenden Editiermöglichkeiten der Fernsehaufnahmen. Twin-Tuner für jeden Empfangsweg samt Bild-in-Bild sind ebenfalls an Bord.

Der Beste mit Linux

Dreambox Two Ultra HD

Test  TV-Receiver: Dreambox Two Ultra HD
Für Linux-Anhänger ist die kompakte Dreambox Two Ultra HD der perfekte Receiver – leistungsstark, sehr gut ausgestattet und hochwertig verarbeitet.

Wer auf Linux steht und seinen Receiver selbst bis ins letzte Detail individuell konfigurieren will, findet in der Dreambox Two Ultra HD eine spannende Settop-Box im kompakten und stabilen Aluminiumgehäuse. Der Sat-Receiver punktet mit guter Ausstattung, sehr kurzen Umschaltzeiten und flotten Menüwechseln. Zudem sind Streaming-Dienste wie Netflix und Disney+ abrufbar.

Aufnahmetalent

Humax UHD 4tune+

Test  TV-Receiver: Humax UHD 4tune+
Bis zu vier Aufnahmen kann der Humax 4tune+ gleichzeitig aufzeichnen.

Bis zu vier Aufnahmen gleichzeitig und die Option, Live-Programme auch auf dem Smartphone oder Tablet zu verfolgen, bietet der Humax UHD 4tune+. Die kompakte Box unterstützt zudem zeitversetztes Fernsehen sowie die Programmierung aus der Ferne. Außerdem hat der Receiver eine, wenn auch überschaubare, App-Auswahl an Bord.

Gut & günstig

Octagon SF8008

Test  TV-Receiver: Octagon SF8008
Unsere Empfehlung für alle, die auf einen größeren Funktionsumfang verzichten können.

Der Octagon SF8008 ist unsere Empfehlung für alle, die niedrigere Ansprüche haben, was den Funktionsumfang angeht. Mit zwei Antennen für ordentlichen WLAN-Empfang, einem ein Gigabyte großen DDR4 RAM, Aufnahmefunktion und einer super Bildqualität bekommt man hier einiges zum günstigen Preis.

Wenn Geld egal ist

Technisat Sonata 1

Test  TV-Receiver: Technisat Sonata 1
Zwei Geräte in einem: Der Technisat Sonata 1 vereint einen UHD-Receiver mit einer spielstarken Soundbar.

Receiver oder Soundbar: Mit dem Technisat Sonata 1 heißt die Lösung Settop-Box und Soundbar. Denn das pfiffige Gerät vereint beide Modelle unter einem hochwertigen Gehäuse, fungiert als UHD-Settop-Box mit Aufnahmefunktion und peppt mit vier Breitbandlautsprechern den TV-Ton gewaltig auf. Zur umfangreichen Ausstattung gehören die Steuerung per App sowie zahlreiche Internet- und Streaming-Features.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDer Beste mit LinuxAufnahmetalentGut & günstigWenn Geld egal ist
TechniSat Digit ISIO STC+ Dreambox Two Ultra HD Humax UHD 4tune+ Octagon SF8008 Technisat Sonata 1 VU+ Zero Octagon SX88+ SE Sky Vision UHD 3000 HD+ Vantage VT-55 HD+ Dreambox DM920 UHD TechniSat Digit UHD+ Kathrein UFS 810
test: Der beste TV-Receiver – TechniSat ISIO e1580374945990Test  TV-Receiver: Dreambox Two Ultra HDTest  TV-Receiver: Humax UHD 4tune+Test  TV-Receiver: Octagon SF8008Test  TV-Receiver: Technisat Sonata 1Test  TV-Receiver: VU+ ZeroTest  TV-Receiver: Octagon SX88+ SETest TV-Receiver: Sky Vision UHD 3000 HD+Test  TV-Receiver: Vantage VT-55 HD+Test  TV-Receiver: Dreambox DM920 UHDTV-Receiver Test: Technisat Digit Uhd+Test  TV-Receiver: Kathrein UFS 810
Pro
  • UHD-Empfang
  • Smart-Funktionen
  • Hoher Bedien­komfort
  • Herausragender Programmführer und Aufnahmefunktion
  • Sehr schnell, kurze Reaktionszeiten
  • Aufnahmefunktion
  • Sehr gute Ausstattung
  • Viele Konfigurations­möglichkeiten
  • Unterstützt UHD, HLG und HDR10
  • UHD-Empfang
  • App-Steuerung
  • Bis zu vier Aufnahmen parallel
  • UHD-Empfang
  • Aufnahmefunktion
  • Linux-Betriebssystem
  • UHD-Auflösung
  • Twin-Tuner für Kabel, Satellit und DVB-T2
  • Üppig ausgestattet
  • Soundbar
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Preiswerter Linux-Receiver
  • Smartcard-Reader
  • Sehr kompakt
  • Aufnahmefunktion
  • Conax-Kartenleser
  • UHD-Empfang
  • Aufnahmefunktion
  • Sehr einfache Einrichtung
  • Flotte Bedienung
  • HD+ für 6 Monate gratis
  • Gute Bildqualität
  • Sehr einfache Einrichtung
  • Spiele
  • UHD-Empfang
  • 3-Zoll-Display
  • Sehr viele Tuner-Konfigurations­möglichkeiten
  • Läuft sehr flott
  • UHD-Empfang
  • Smart-Funktionen
  • Hoher Bedien­komfort
  • Herausragender Programm­führer und Aufnahmefunktion
  • Kompakt
  • Guter Bedienkomfort
Contra
  • Programmwechsel bei Pay-TV langsam
  • Sehr kleines Display
  • Keine DVB-C/-T2-Tuner
  • Empfangsprobleme
  • App-Schwierigkeiten
  • Nur Single-Tuner
  • Kein "CI+"-Slot
  • Teuer
  • Nur Single-Tuner
  • Aufnahmefunktion ab Werk nicht verfügbar
  • Komplexe Bedienung
  • Kein Display
  • Kein digitaler Audio­ausgang
  • Kein WLAN
  • Nur Single-Tuner
  • Durchwachsener Bedien­komfort
  • Unübersichtliche Menüs­truktur
  • Billige Fernbedienung
  • Kein WLAN
  • Kein HbbTV
  • Kein WLAN
  • Reiner Sat-Empfänger
  • Durchwachsene Bild­qualität
  • Bild und Ton phasen­weise nicht synchron
  • Kein HbbTV
  • Kein WLAN
  • Kein UHD-Empfang
  • Reiner Sat-Empfänger
  • Aufnahme nur gegen Aufpreis
  • WLAN nur über optionalen Adapter
  • Display-Probleme
  • Komplexe Bedienbarkeit für Laien
  • WLAN nur über optionalen Adapter
  • Nur Single-Tuner
  • Keine Internet-Funktionalität, kein Zugriff auf Mediatheken
  • Keine Aufnahmefunktion
  • Kein "CI+"-Slot
Bester Preis
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Anschlüsse1 x HDMI-Aus
2 x USB
1 x CI+ für Abo-TV
HD+
Audio-Aus (Cinch/opt.)
WLAN
Gigabit-Ethernet
SD-Kartenleser
1 x HDMI-Aus
Audio-Aus (S/PDIF)
CI-Schacht
Kartenleser
SD-Slot
2 x USB
1 x HDMI-Aus
2 x USB
1 x CI+ für Abo-TV
HD+
Audio-Aus (Klinke/opt.)
Gigabit-Ethernet
WLAN
Bluetooth 4.1
1 x HDMI-Aus
Audio-Aus (S/PDIF)
AV Audio Video Buchse Klinke
2 x USB
WLAN, Ethernet
CA-Kartenleseschacht
1 x HDMI-Aus
1 x HDMI-In
3 x USB
1 x SATA (intern)
1 x S/PDIF
1 x Subwooder-Ausgang
1 x AV Cinch
1 x Kopfhörer
1 x SD-Kartenleser
2 x CI+
Ethernet, Bluetooth
1 x HDMI-Aus
AV-Out
2 x USB 2.0
Ethernet
Smartcard-Reader (Xcrypt)
1 x HDMI-Aus
S/PDIF
AV-Out
Ethernet
2 x USB 2.0
Smartcard-Reader (Xcrypt)
1 x HDMI
1 x USB
1 x S/PDIF
HD+ Smartcard-Leser
Ethernet
1 x HDMI-Aus
1 x USB
1 x S/PDIF
1 x SCART
1 x Ethernet
HD+
1 x HDMI-Aus
1 x HDMI-In
Audio-Aus (S/PDIF)
3 x USB
1 x HDMI-Aus
1 x S/PDIF
1 x SCART
1 x USB
1 x HDMI
3 x USB
2 x CI+
Kartenleser
1 x optisch
1 x digital
1 x analog
4 x F-Buchse
1 x SCART
Ethernet
Tuner2 x DVB-S 2 (UHD)
2 x DVB-T 2 HD
2 x DVB-C
2 x DVB-S 2 (UHD)4 x DVB-S/S21 x DVB-S/S2
1 x DVB-T2/C
2 x DVB-S/S2
2 x DVB-T2/C
1 x DVB-S/S21 x DVB-S/S21 x DVB-S/S21 x DVB-S/S2beliebige Konfiguration möglich1 x DVB-S/S22 x DVB-S/S2
Sonstiges3 Jahre Garantie, UHD-EmpfangHLG und HDR10zusätzliche Festplatte möglich
HD+ ExtraScreen
SAT>IP
UHD-EmpfangUHD-Empfang, Soundbar-Aufnahme auf externe FestplatteAufnahme auf externe Festplatte, UHD-Empfang, HD+ 6 Monate gratisSpieleFestplatte nachrüstbar--
Abmessungen28,6 x 4,6 x 15,5 cm17,3 × 3,5 × 11,3 cm27,5 x 3,5 x 20,3 cm18 x 7 x 28 cm101 x 7,3 x 18,5 cm16,5 x 14,5 x 3,5 cm16,5 x 14,5 x 3,5 cm22 x 4 x 14,4 x cm22 x 4 x 14,4 x cm27 x 6 x 18,7 cm26 x 19 x 4,6 cm34,2 x 6,7 x 26,7 cm
Gewicht934 Gramm705 Gramm755 Gramm430 Gramm8,5 Kilo390 Gramm300 Gramm490 Gramm490 Gramm1,64 Kilogramm500 Gramm1,7 Kilogramm

Wozu ein externer TV-Receiver?

In den meisten TV-Geräten sind mittlerweile Empfänger für alle Übertragungsarten (Kabel, Satellit und Antenne) integriert. Wozu soll man also noch eine externe Box kaufen?

Lange Zeit warben die Hersteller von Settop-Boxen damit, dass ihre Geräte in Bezug auf die Smart-TV-Funktionalitäten Fernsehern deutlich überlegen sind – das ist inzwischen nicht mehr so. Ein Großteil aktueller Fernseher unterstützt nicht nur den interaktiven Videotext-Nachfolger HbbTV, sondern hat auch Videostreaming-Dienste, Musikportale und Apps für Spiele, Nachrichten und Unterhaltung an Bord. Nur für Besitzer älterer Flat-TVs lohnt es sich deshalb, ausschließlich mit dem Fokus auf die Internetfunktionalitäten in einen neuen Receiver zu investieren.

Ein Kaufargument für externe TV-Receiver sind die flexiblen Aufnahmemöglichkeiten mit einer Settop-Box: Sie können auf interne oder externe Festplatten im Idealfall mehrere Programme parallel mitschneiden und sind damit in dieser Disziplin vielen Fernsehern überlegen.

UHD-Empfang – wofür?

Ultra High Definition (UHD) ist ein noch recht junges Fernsehformat, das viermal mehr Bildpunkte zeigt als das bisherige Full-HD. Damit wirken die Bilder detaillierter, farblich feiner und plastischer. So kommen wir den natürlichen Sehgewohnheiten des Auges nochmals ein Stück näher, weswegen Fernsehen und Filme mit UHD authentischer auf uns wirken.

UHD ist die Zukunft

UHD-Fernseher haben mittlerweile den Massenmarkt erreicht, selbst Geräte mit 55 und 65 Zoll Bildschirmdiagonale gibt es für weniger als 1.000 Euro. Ein Problem sind allerdings die noch fehlenden Inhalte.

Das Angebot mit UHD-Sendern ist aktuell sehr überschaubar. Frei empfangbar über die beliebte Satellitenposition Astra 19,2 Grad Ost sind augenblicklich lediglich QVC UHD, QVC Zwei UHD und UHD1 von Astra (unverschlüsselt montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr, sonntags 8 bis 14 Uhr). Produktpräsentationen und Demo-Clips sind allerdings bestenfalls dazu geeignet, um zu überprüfen, was der Fernseher kann. Ausgewählte Spiele der Fußball-Bundesliga, der Champions League und auch die Handballer gibt es kostenpflichtig bei Sky. RTL UHD, empfangbar gegen Gebühr über die »HD+«-Plattform, strahlt unter anderem Länderspiele und Daily-Soaps in UHD aus.

Mehr UHD-Inhalte liefern Online-Streamingdienste wie Netflix und Amazon. Kontinuierlich ausgebaut wird zudem das Angebot an UHD-Blu-rays, allerdings benötigt man hierfür ein spezielles Abspielgerät.

Wodurch zeichnen sich Linux-Receiver aus?

Generell unterscheidet man klassische Receiver und solche Settop-Boxen, die mit einem Linux-Betriebssystem arbeiten. Vorteil der Linux-Empfänger: Diese Receiver bieten eine schier unendliche Fülle an Einstell-Optionen und Möglichkeiten der Individualisierung. Benutzer können die Bedienoberflächen anpassen, so genannte Plugins, das sind Zusatzprogramme, installieren, und tief in die Systemarchitektur eingreifen. Bei teureren Linux-Receivern kann man zudem die Tuner frei konfigurieren, je nachdem, ob man beispielsweise seine Programme nur per Satellit empfangen möchte oder auch Kabel bzw. DVB-T2 HD als sinnvolle Alternative erachtet.

Auch wenn Linux-Fans immer wieder behaupten, ihre Receiver seien einfach einzurichten und zu bedienen, so legen wir diese Settop-Boxen tatsächlich nur Tüftlern und erfahrenen Anwendern ans Herz. Der durchschnittliche TV-Zuschauer hat mit diesen Empfangsgeräten wenig Freude. Menüs sind komplexer und optisch oft weniger ansprechend, die Fülle der Funktionen ist riesig und man sollte sich schon mit der Materie auskennen, sonst ist Frust vorprogrammiert.

test: Der beste TV-Receiver – TechniSat ISIO STC

Testsieger: TechniSat Digit ISIO STC+

Die Liste der Vorteile des Digit ISIO STC+ ist lang. Herausragend ist der Programmführer »SiehFern INFO Plus«. Redaktionell erstellt, bietet er eine umfassende Vorschau der kommenden sieben Tage. Fotos gibt’s zu den Inhaltsangaben dazu, und die Suche nach zahlreichen Genres wie »Spielfilm« oder »Krimi« ist ebenfalls möglich. Auch nach eigenen Stichworten wie Schauspielernamen kann man das Programm durchforsten.

Testsieger

TechniSat Digit ISIO STC+

test: Der beste TV-Receiver – TechniSat ISIO e1580374945990
Ältere TV-Geräte werden aufgewertet und neue werden noch besser – mit dem TechniSat machen Sie alles richtig.

Da die Daten auf dem TV-Receiver gespeichert werden, sind sie stets aufrufbar und werden ohne Wartezeiten beim Umschalten zwischen Sendern angezeigt. Die Aufnahmeprogrammierung via EPG bietet eine vollautomatische Serienaufzeichnung, die alle Folgen völlig unabhängig von Sendezeit oder Sender aufstöbert und aufnimmt.

Aufgezeichnet wird auf eine externe, handelsübliche USB-Festplatte. Die Sendungen lassen sich dank der umfangreichen Editierfunktionen der Box bearbeiten, sodass man etwa Werbung herausschneiden kann. Auch die Aufnahme von UHD-Sendungen klappt anstandslos – das gelingt bei einigen aktuellen UHD-TV-Geräten trotz sonst gut funktionierender Aufnahmefunktion nicht.

Der Programm­führer lässt keine Wünsche offen

Gibt es Verschiebungen im Programmablauf, erkennt dies die Box dank »Perfect Recording«, sofern die Programmanbieter diese Funktion mit entsprechenden Info-Signalen unterstützen – derzeit sind das ARD und ZDF.

Wer unterwegs ist, hat via Internet nach wie vor Zugriff auf den EPG und die Timerverwaltung. So ist die Aufnahmeprogrammierung von Sendungen auch aus der Ferne möglich.

Weiteren TV-Komfort bietet »ISIPRO«. Der Dienst, der auch bei anderen TV-Receiver-Marken verfügbar ist, erspart bei Veränderung der Kanalplätze oder Senderzuwachs eine neuerliche Sendersuche. Er entdeckt Veränderungen stattdessen selbst und bringt die Senderliste selbsttätig auf den neuesten Stand, ohne sie im sonstigen Inhalt oder in punkto Senderreihenfolge zu ändern. Das gleiche gilt für Radiokanäle. Der Dienst funktioniert mit Kabel- und Satellitenempfang.

Falls Pay-TV-Empfang gewünscht ist – etwa von Sky – steht ein CI-Plus-Schacht für die Aufnahme von Entschlüsselungsmodulen bereit. Integriert ist auch die Entschlüsselung der privaten HD-Sender über die Plattform »HD+«. Beim Kauf der Box kann man sich entscheiden, ob man »HD+« gleich mit erwirbt, dann bekommt man eine entsprechende Smartcard mit dazu.

Verteilen lassen sich die zahlreichen TV-Sender auf satte 15 Favoritenlisten. So findet jeder seine Lieblingsprogramme auf Anhieb wieder.

UHD-Doppel-Tuner mit PiP

Von Haus aus besitzt der Digit Isio STC+ zwei Tuner pro Empfangsweg und ist damit bereits besser gerüstet als viele ältere Fernseher. Egal ob über die Satellitenschüssel, den Kabelanschluss oder die Fernsehantenne – Sie können immer zwei Programme gleichzeitig empfangen. Das ist nützlich, wenn Sie ein Programm aufnehmen und ein anderes ansehen wollen.

 TV-Receiver Test: 20181126
Nachrichten im Ersten und im ZDF gleichzeitig: Dank Bild-im-Bild-Funktion ist das kein Problem.

Für den Satelliten- und den Antennenempfang sind die jeweiligen beiden Tuner für UHD ausgelegt. Damit ist der STC+ zukunftssicher und empfängt auch das Antennenfernsehen DVB-T 2 HD.

Der STC+ empfängt auch DVB-T2 HD

Bild im Bild (PiP) ist dank dieser Doppel-Tuner ebenfalls möglich. Das klingt zunächst wie eine Spielerei, ist aber toll, wenn Sie bei Werbeunterbrechungen gerne durchs Programm zappen: Im zusätzlich eingeblendeten Bild sehen Sie sofort, wenn der Spielfilm weitergeht und verpassen so nichts.

Die anschließbare Festplatte darf bis zu ein Terabyte groß sein, womit ein hinreichend großes Becken für die Aufnahmeflut bereit steht. Denn dank Doppel-Tuner-Bestückung ist es mit dem TechniSat möglich, zwei Programme zeitgleich aufzunehmen. Auch das bleibt einem mit so einigen TV-Modellen versagt, obwohl sie ebenfalls zwei Tuner besitzen. Nicht zuletzt kann man sogar direkt auf eine Netzwerkfestplatte (NAS) aufzeichnen – ein großer Vorteil, wenn man von verschiedenen Geräten auf die Aufnahmen zugreifen will.

Smart- und Internetfunktionen

Im Bereich Smart-TV deckt der ISIO STC+ alle wichtigen Dienste ab. Hierzu zählt vor allem die Red-Button-Funktion: Das HbbTV-Angebot erlaubt den Aufruf der Mediatheken aller Sender sowie zusätzlicher Informationen und Event-Kanäle. Im TechniSat-Internetportal findet man weitere, zahlreiche Dienste.

Den nächsten Schritt des modernen Fernsehens erlaubt watchmi. Der Service führt ebenfalls ins Internet und macht eine Vielzahl von Themenkanälen aus dem Web zugänglich. Diese Kanäle integriert der EPG dann ebenfalls in seine Übersicht, beziehungsweise in die TV-Programmliste. So werden sie viel einfacher zugänglich: Wenn man durch die TV-Programme zappt, zappt man zusätzlich durch die Internet-Kanäle, als ob sie zum Fernseher gehören würden.

Auch das Streamen des Live-Programms von der Box aufs Tablet oder Smartphone ist möglich, sofern sich das Mobilgerät per WLAN in Reichweite des heimischen Netzwerks befindet.

 TV-Receiver Test: 20181126
Multimedial ist der TechniSat auf der Höhe der Zeit: Er fischt Inhalte aus dem Internet oder erweckt Musik und Bilder von USB-Speicherträgern.

Da der TV-Receiver über einen integrierten Medienspieler verfügt, kann man eigene Fotos und Filme jederzeit am großen TV-Schirm anschauen. Zuspielbar sind sie per USB-Stick, SD-Karte oder über das Heimnetzwerk.

Perfektioniert werden die Internet- und Netzwerkfunktionen durch ein integriertes WLAN-Modul, mit dem man sich drahtlos einloggt. Per Kabel steht eine schnelle Gigabit-Ethernetverbindung bereit.

Bild und Ton

Bei Digital-Empfängern ist die Bild- und Tonqualität allgemein sehr hoch. Der TechniSat bietet nicht nur alle Voraussetzungen für beste Qualität, sondern toppt mit seinem UHD-Empfang viele herkömmliche SAT-und Kabel-Receiver gleichermaßen.

Erwähnenswert ist, dass für die digitale Tonausgabe sowohl ein optischer als auch ein Cinch-Ausgang zur Verfügung stehen. Dies gestaltet die Einbindung ins Heimkino sehr nutzerfreundlich.

TechniSat Digit ISIO STC+ im Testspiegel

Der Digit ISIO STC+ schneidet in sämtlichen Tests hervorragend ab. Im Vergleichstest von VIDEO ist er der klare Testsieger. Vor allem die umfangreiche Ausstattung loben die Tester, Kritikpunkte gibt es keine.

Auch AudioVision zeigt sich vom Topmodell von TechniSat begeistert, bemängelt aber die langsamen Umschaltzeiten bei HD-Sendern:

»Der DIGIT ISIO STC+ punktet durch seine einfache Bedienbarkeit, zahlreiche Erklärtexte in den gut strukturierten Menüs und extrem kurze Reaktionszeiten. Lediglich das Umschalten von HD-Sendern könnte etwas flotter sein.«

Trotzdem bekommt der Digit ISIO STC+ von AudioVision in allen Unterkategorien die Testnote »sehr gut«. Das Fazit von AudioVision:

»Der Technisat DIGIT ISIO STC+ stößt bildlich überzeugend das Tor zur neuen ultrahochauflösenden TV-Welt auf. Seine Ausstattung ist derart groß, dass Entertainment pur garantiert ist.«

Auch von SatVision bekommt unser Favorit nur gute Noten: Gesamturteil »sehr gut« mit satten 94,2 Prozent.

Auch das Magazin Guter Rat hatte den Digit ISIO STC+ im Test. Die Tester vergeben die Traumnote 1,0 und bestätigen unseren Eindruck, dass das Upscaling des ISIO STC+ besser ist, als das der meisten Fernseher:

»Die Qualität der Bilder wirkt tatsächlich einen Tick besser als die der vom Fernseher selbst hochgerechneten Programme. Auch die ersten vier in Berlin über Antenne ausgestrahlten HD-Programme können sich sehen lassen. … Pluspunkte gibt es auch noch für die übersichtliche Menüführung, die integrierte Schnittstelle für HD+ und die Netzwerkausstattung.«

Alternativen

Wenn Sie andere Ansprüche an einen Receiver haben, könnte eine unserer Alternativen für Sie interessant sein. Speziell für Linux-Fans ist die Dreambox Two Ultra HD das optimale Gerät.

Der Beste mit Linux: Dreambox Two Ultra HD

Für Linux-Freunde ist die Dreambox Two Ultra HD der perfekte Receiver, um sich auszutoben. Die Box kann individualisiert und mit alternativen Images zum ausgelieferten Betriebssystem Enigma2 bestückt werden. Allerdings sollte man sich mit der Materie auskennen. Die Möglichkeiten sind schier endlos, verfügbar sind unzählige Zusatz-Features, so genannte Plugins. Wir können in diesem Test lediglich die Basisfunktionen anreißen, wer richtig tief in das Thema eintauchen will, muss sich Zeit nehmen und wird auch in diversen Online-Foren fündig.

Der Beste mit Linux

Dreambox Two Ultra HD

Test  TV-Receiver: Dreambox Two Ultra HD
Für Linux-Anhänger ist die kompakte Dreambox Two Ultra HD der perfekte Receiver – leistungsstark, sehr gut ausgestattet und hochwertig verarbeitet.

Die neue Dreambox steckt in einem sehr stabilen und hochwertigen Aluminiumgehäuse und hat einen Twin-Tuner für Satellit. Leider gibt es bisher keine Variante mit DVB-C/T2-Tuner. Das LC-Display an der Front mit 240 x 480 Pixeln bringt es gerade mal auf 1,6 Zoll – wer nicht direkt vor dem Receiver sitzt, kann hier nur wenig erkennen. Mit zwei HDMI-Buchsen (2.0), zwei USB-Ports (2.0 und 3.0), optischem Digitalausgang, CI-Slot, Kartenleser und SD-Speicherkartenfach fällt die Ausstattung sehr umfangreich aus. Zudem unterstützt die Dreambox WLAN und Bluetooth sowie HLG und HDR10. Eine Netzwerkbuchse befindet sich an Bord.

 TV-Receiver Test: Receiver April2021 Dreambox Two Ultra Hd
Extrem kompakt und hochwertig verarbeitet im Alugehäuse: die Dreambox Two Ultra HD.

An Bord werkelt der Amlogic-Chipsatz S922X mit 53.000 DMIPS. Er besteht aus dem Quad-CoreProzessor ARM Cortex-A73 und dem Dual-Core ARM Cortex-A53. Der Chipsatz bildet zusammen mit dem 16 Gigabyte großen Flashspeicher und 2 Gigabyte RAM das Fundament der Dreambox Two, auf die Betriebssysteme wie zum Beispiel Enigma OE2.6, Android 9, Debian Linux oder CoreELEC für Kodi gebootet werden können.

 TV-Receiver Test: Receiver April2021 Dreambox Two Ultra Hd Menue1
Das Hauptmenü der Dreambox ist nicht überladen, die einzelnen Rubrikennamen sind sinnvoll gewählt.

Nach dem ersten Start der Box muss man Auflösung, Sprache und Tuner-Konfiguration wählen und dann den Sendersuchlauf aktivieren. Die Komplexität der Menüs und somit der Bedienung kann man selbst anpassen (»Einfach«, »Fortgeschritten«, »Experte«). Die Menüs sind recht klar aufgebaut und eindeutig benannt, so findet man sich im System relativ mühelos zurecht.

Was sofort auffällt: Die Dreambox ist extrem schnell und gehört damit zu den flottesten Settop-Boxen am Markt. Sender- und Menüwechsel gelingen ebenso ohne Wartezeit wie das Starten von Mediatheken. Ein Druck auf die entsprechende Taste der ergonomisch geformten Fernbedienung, und schon wird der Befehl umgesetzt. Dank Bluetooth-Signalgeber muss die Two Ultra HD nicht im direkten Sichtfeld stehen.

 TV-Receiver Test: Receiver April2021 Dreambox Two Ultra Hd Menue2
Das Herzstück des Linux-Receivers sind die Plugins.

Zur nützlichen serienmäßigen Ausstattung gehören ein Elektronischer Programmführer (EPG), ein Mediaplayer sowie eine Aufnahmefunktion auf externe USB-Festplatten. Ebenfalls gelingt die Programmierung per App. Aufnahmen lassen sich auch schneiden und exportieren. Klasse: Mit Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und DAZN sind wichtige Streaming-Plattformen integriert. Über das Plugin »Mediaportal« erhält man zusätzlich Zugriff auf YouTube oder den Streamingdienst TV Now der RTL-Gruppe.

Natürlich bietet die Dreambox Zugang zu einem Webbrowser und fungiert im heimischen Netzwerk gleichermaßen als Server und Client. Mit der Bildqualität waren wir im Test sehr zufrieden. UHD-Sender wurden in nativer Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixeln knackscharf zum Leben erweckt, und auch das Skalieren von SD- und HD-Sendern gelang ordentlich. Im Test lief der Receiver nicht nur extrem schnell, sondern auch absolut stabil und absturzfrei.

Die Dreambox Two Ultra HD ist damit eine der interessantesten Linux-Boxen am Markt mit einer Vielzahl an Funktionen zum fairen Preis.

Aufnahmetalent: Humax UHD 4tune+

Für Aufnahme-Junkies ist der Humax UHD 4tune+ eine gute Alternative: Zwei Satellitenzuleitungen vom Twin-LNB genügen, um gleichzeitig vier Sender aufzunehmen (auch HD+-Programme) und eine fünfte Sendung ansehen zu können. Das ist enorm.

Aufnahmetalent

Humax UHD 4tune+

Test  TV-Receiver: Humax UHD 4tune+
Bis zu vier Aufnahmen kann der Humax 4tune+ gleichzeitig aufzeichnen.

Ausgeliefert wird die Box ohne interne Festplatte. Durch das Anschließen einer externen USB- oder das Nachrüsten einer handelsüblichen 2,5-Zoll-Festplatte wird der Humax jedoch blitzschnell zur Aufnahmemaschine. Der Datenträger muss vor der Erstbenutzung nur noch im System angemeldet werden.

TV-Receiver Test: Testsieger TechniSat Digit ISIO STC+
Der Humax ist schick und sehr kompakt gebaut.

Optisch sieht der Receiver ganz pfiffig aus: Zwar handelt es sich bei der Oberfläche nur um Kunststoff, allerdings ist diese in Lederoptik mit angedeuteten Nähten gehalten. Mit einer Breite von 27,5 und einer Höhe von 3,5 Zentimetern fällt der Receiver zudem schön kompakt aus. Das siebenstellige Display informiert unter anderem über Sendernamen und aktuelle Aktivitäten, wie aufgerufene Menüs – es könnte aber einen Tick heller sein.

TV-Receiver Test: Testsieger TechniSat Digit ISIO STC+
Das Menü ist sehr übersichtlich.

Eingerichtet ist der Humax flott, die Senderliste ist bereits vorinstalliert, die für ein Jahr freigeschalteten privaten HD-Sender stehen unmittelbar zur Verfügung. Die Umschaltzeiten sind kurz, auch bei HD-Sendern.

Großes Manko: Trotz einer Signalstärke von 81 Prozent und einer Signalqualität von 100 Prozent konnten bei uns Sender in regelmäßigen Abständen nicht angezeigt werden. 3sat HD beispielsweise war fünf Minuten da, nach dem Umschalten wieder drei Minuten weg. Dieses nervige Szenario war auch bei anderen Kanälen zu beobachten.

TV-Receiver Test: Testsieger TechniSat Digit ISIO STC+
Der Humax Digit UHD 4tune+ hat eine kleine App-Auswahl an Bord. Mit Maxdome steht allerdings nur eines der großen Streaming-Portale zur Verfügung.

Das Hauptmenü des Humax ist übersichtlich in die Rubriken »TV Guide«, »Aufnahmen«, »TV-Apps« und »Medien« aufgegliedert. Das sieht nicht spektakulär aus, erleichtert jedoch die Bedienung. Das App-Angebot ist recht überschaubar. Als einzige Streaming-Plattformen findet man hier Maxdome und Netzkino neben YouTube. Netflix, Amazon Video, Videoload oder DAZN sucht man hingegen vergeblich.

Die Internet-Anwendungen reagieren genau wie Mediatheken über HbbTV angenehm schnell. Im Test klappte zudem der Zugriff auf die FritzBox oder einen Raumfeldlautsprecher, die der UHD 4tune+ im heimischen Netzwerk selbstständig entdeckte.

TV-Receiver Test: Testsieger TechniSat Digit ISIO STC+
Der Zugriff auf Mediendateien verschiedener Geräte ist problemlos möglich.

Aufnahmen macht man über den EPG oder direkt über den Aufnahme-Button. Entweder schneidet der Receiver die aktuelle Sendung bis zum Ende mit oder man dehnt die Aufnahmedauer in 10-Minuten-Schritten bis auf einen kompletten Tag aus.

Das Aufnahmearchiv ist optisch kein Leckerbissen: Hier findet man die archivierten Sendungen lediglich mit Vorschaubild und Titel, auf Datum oder Sender verzichtet Humax. Die HD-Sender der RTL-Gruppe lassen sich nicht vorspulen. Auch TimeShift – also die zeitversetzte Wiedergabe des laufenden Programms – ist möglich. Im Test dauerte es mitunter einige Sekunden, ehe die Funktion zur Verfügung stand. Vertröstet wurde man mit dem Hinweis, dass noch Daten für den Zeitversatzpuffer abgerufen werden müssen.

test: Der beste TV-Receiver – 20180218 195754
Vier auf einen Streich: Die Humax-Box zeichnet bis zu vier Programme gleichzeitig auf, während ein fünftes geschaut werden kann.

An Bild und Ton gibt es beim Humax nichts zu bemängeln. HD- und UHD-Sender sind super scharf, Farben und Plastizität stimmen. Umfangreich ist auch das App-Angebot für zusätzliche Netzwerkfunktionen des Receivers mit SAT>IP Server. Dazu gehört HD+ ExtraScreen, um über die kostenfreie, gleichnamige App auf iOS- und Android-Geräten im Heimnetzwerk Live-TV-Sender zu streamen.

Im Test funktionierte das allerdings nur mit den HD-Sendern der Öffentlich-Rechtlichen und mit privaten SD-Kanälen. Angeblich, so die Fehlermeldung, sei die maximale Clientanzahl mit fünf Geräten überschritten. Ein Blick in die Einstellungen zeigte jedoch, dass lediglich ein Samsung-Smartphone angemeldet war. Das Problem ließ sich nicht beheben.

Noch nicht vom Digital UHD 4tune+ unterstützt wird die App Humax Live TV. Keine Probleme verursacht hingegen die Anwendung Humax TV Remote, um vom Mobilgerät aus bequem und verzögerungsfrei unter anderem Lautstärke, Sender, Aufnahmen und Programmführer zu steuern.

Grundsätzlich interessant ist ebenfalls die Anwendung Humax Media Player. So gelingt vom Smartphone aus der Zugriff auf die Festplatte des Receivers, und Aufnahmen können per Heimnetz gestartet werden. Dies klappte anfangs, wenn auch nicht flüssig und mit kleinerer Wartezeit. Anschließend hatten wir permanent mit der Fehlermeldung zu kämpfen, dass sich der Receiver und das Mobilgerät möglicherweise nicht im selben Netzwerk befinden. Dem war zwar so, aber die Kommunikation mit der Set-Top-Box ließ sich nicht mehr herstellen.

Humax Media Player & Humax TV Guide

Bleibt noch die App Humax TV Guide, um den Receiver aus der Ferne programmieren zu können. Die Einrichtung ist recht umständlich, unter anderem benötigt man einen Benutzeraccount und einen Registrierungscode der Box. Per Web-Browser gelang es dann aber mühelos, diverse Sendungen im EPG für die Aufnahme auszuwählen. Direkt aus der App heraus funktionierte dies über ein Samsung-Smartphone allerdings nicht.

Alle diese Software-Probleme trüben den insgesamt guten Eindruck des Humax-Receivers. Auch andere Nutzer bemängeln die nicht perfekten App-Anwendungen. Wer aber einen UHD-Receiver mit tollem Bild, vielfältigen Aufnahmeoptionen und einfacher Bedienung sucht, wird mit dem Digit UHD 4tune+ glücklich – vorausgesetzt, die Bildausfälle bei verschiedenen Sendern waren ein Einzelschicksal unserer Set-Top-Box.

Gut & günstig: Octagon SF8008

Der Octagon SF8008 ist zwar nur mit Single-Tunern für DVB-S2, DVB-T2 und DVB-C ausgestattet, kostet dafür aber wenig und ist eine gute Wahl für alle, die auf Schnickschnack verzichten möchten. Es genügt, eine Festplatte per USB anzudocken, um Sendungen mitzuschneiden. Volle Flexibilität beim Umschalten genießt man allerdings nicht.

Gut & günstig

Octagon SF8008

Test  TV-Receiver: Octagon SF8008
Unsere Empfehlung für alle, die auf einen größeren Funktionsumfang verzichten können.

Die Umschaltzeiten sind kurz und sein Arbeitsspeicher ist mit einem Gigabyte DDR4 RAM für seine Preisklasse großzügig bemessen. Für den flüssigen WLAN-Empfang ist die Box zudem mit zwei Antennen ausgerüstet. Ein besonderes Merkmal der Enigma 2-Box: Sie unterstützt UHD und damit die maximale Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. So landen die – wenn auch nur spärlich verfügbaren UHD-Sender per Satellit – auch auf älteren UHD-Fernsehern aus der Anfangszeit, die noch nicht den erforderlichen H.265-Codec unterstützen. Die Bildqualität ist sehr gut, der Receiver skaliert auch SD- und HD-Programme sauber hoch.

 TV-Receiver Test: 20190220
Mit zwei Antennen ist der Octagon für den WLAN-Empfang bestens gerüstet.

Die Fernbedienung besteht aus einfachem Plastik, liegt aber ordentlich in der Hand. Die Tastenanordnung ist übersichtlich und klar strukturiert. Abgesehen vom fehlenden Twin-Tuner ist der Octagon SF8008 eine flotte und zukunftssichere Linux-Box.

 TV-Receiver Test: 20190219
Mit Plugins wie einem Media Player oder einem Picture Player lässt sich der Funktionsumfang des Octagon SF8008 deutlich ausweiten.

Mit Soundbar: Technisat Sonata 1

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich nicht nur einen neuen Receiver anschaffen zu wollen, sondern auch etwas für die Optimierung des TV-Tons zu tun, sollten Sie sich unbedingt den Technisat Sonata 1 einmal näher anschauen. Der kombiniert nämlich eine Settop-Box mit einer klangstarken Soundbar.

Wenn Geld egal ist

Technisat Sonata 1

Test  TV-Receiver: Technisat Sonata 1
Zwei Geräte in einem: Der Technisat Sonata 1 vereint einen UHD-Receiver mit einer spielstarken Soundbar.

Ausstattungstechnisch erwirbt man ein top Gerät. Der Sonata 1 skaliert als UHD-Receiver nämlich auf 3.840 x 2.160p hoch, verfügt über Twin-Tuner für Kabel, Satellit und DVB-T2, hat jeweils einen HDMI-Aus- sowie Eingang, drei USB-Buchsen, zwei »CI+«-Slots, einen optischen Digitalausgang sowie eine Kopfhörerbuchse und unterstützt neben WLAN auch Bluetooth. Wer will, kann intern über den SATA-Anschluss eine Festplatte für TV-Aufnahmen einbauen, alternativ gelingen Mitschnitte auf USB-Speicherträger. Auch DAB+ Radioprogramme lassen sich aufzeichnen.

 TV-Receiver Test: Receiver April2021 Technisat Sonata1
Etwas über einen Meter lang und 8,5 Kilo schwer: Der Sonata 1 von Technisat.

Mit 101 x 7,3 x 18,5 Zentimeter verfügt die Allzweckwaffe von Technisat über die typische Soundbar-Größe. Die Front ziert ein perfekt ablesbares Punktmatrix-Display. Für den Sound hat Technisat vier Breitbandlautsprecher von Elac mit jeweils 15 Watt verbaut. Das Gehäuse wirkt sehr hochwertig und besteht aus 4,5 Millimeter starkem Aluminium. Satte 8,5 Kilo bringt das Kombigerät auf die Waage, das sich über eine separate Halterung auch an der Wand befestigen lässt.

Als reine Settop-Box überzeugt der Sonata 1 mit ausgezeichneter Bildqualität und kurzen Umschaltzeiten, der Bedienkomfort ist hoch, die Menüstruktur klar und verständlich. UHD-Sender lassen sich ebenfalls aufzeichnen. Ist das Gerät ins heimische Netzwerk eingebunden, kann man Fernsehprogramme kabellos auf Smartphone oder Tablet transportieren, um etwa auch im Garten den Lieblingskrimi zu verfolgen. Das Feature ISIPRO erlaubt es, aktuelle Programmlisten vom Satelliten herunterzuladen, einen neuen Sendersuchlauf kann man sich somit sparen. Pfiffig: Technisat gestattet sogar Mitschnitte von Fernsehsendungen auf eine Netzwerkfestplatte. Multimedia-Freaks dürfte das freuen: Der Sonata 1 fungiert nicht nur zum Live-TV-Streaming, sondern ist auch UPnP-Renderer, UPnP-Server und UPnP-Client. Zudem gelingt der Zugriff auf Mediatheken und einige Apps.

Auch bei der Fernbedienung hat sich Technisat nicht lumpen lassen. Diese wird mit stabiler Metall-Oberseite ausgeliefert (Tasten aus Kunststoff), die Anordnung der Tasten ist plausibel und intuitiv nachvollziehbar.

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TV-Receiver Test: Receiver April2021 Technisat Sonata1 Screen2
DAB+ Radioprogramme lassen sich direkt auf angeschlossene Speichermedien aufzeichnen.
TV-Receiver Test: Receiver April2021 Technisat Sonata1 Screen1
Mit Radio-SFI ist ein EPG für Radioprogramme integriert.
TV-Receiver Test: Receiver April2021 Technisat Sonata1 Screen3
Viele Anbieter von DAB+ Radioprogrammen stellen über das Internet zusätzliche Begleitinformationen zum Programmangebot bereit. Dieser Service heißt RadioDNS.

Für die Tonwiedergabe kann man aus den Settings »Standard«, »Sprache«, »Film« und »Musik« auswählen. Der Sonata 1 spielt dynamisch und mit hoher Sprachverständlichkeit auf. Er klingt luftig und hebt die Akustik der meisten Flachbildfernseher auf ein neues Niveau. Das Bassvolumen ist nicht furchteinflößend, aber solide. Leider wird kein Dolby Atmos unterstützt.

Insgesamt ist der Technisat Sonata 1 ein interessantes Gerät. Man erspart sich einen zusätzlichen Receiver. Es genügt, die Soundbar zu platzieren, um auch von UHD-Wiedergabe bzw. -Skalierung zu profitieren. Praktisch: Mit dem Schallwandler schlägt man zwei Fliegen mit nur einer Klappe.

Außerdem getestet

VU+ Zero

Weniger für den normalen TV-Zuschauer, sondern vielmehr für Tüftler und experimentierfreudige Anwender eignet sich der VU+ Zero als preiswerter Einsteiger-Linux-Receiver. Die kleine schwarze Kiste fällt mit den Maßen 16,5 x 14,5 x 3,5 Zentimeter sehr kompakt aus. Ein mitgelieferter Infrarot-Empfänger ermöglicht es, die Box hinter dem Fernseher zu verstecken.

Die Stromversorgung erfolgt über ein separates 12-Volt-Netzteil. Leider steht nur ein analoger 3,5-mm-Klinkenanschluss, aber kein digitaler Audioausgang zur Verfügung. Wer den Zero per WLAN ins Internet einbinden will, muss zum etwas teureren VU+ Zero HW Version 2 mit mitgeliefertem WLAN-Stick greifen. Die Front des VU+-Receivers ist sehr spartanisch bestückt, hier gibt es weder Display noch Bedienknöpfe, sondern lediglich eine Status-LED und einen Smartcard-Reader (Xcrypt). Ausgestattet ist der TV-Empfänger mit einem Single-Tuner für Satellitenfernsehen. Vorteil: Der Zero eignet sich im Zusammenspiel mit anderen Enigma2-Receivern auch als Streaming-Client.

Die Inbetriebnahme ist etwas komplexer als bei den meisten anderen Receivern. So muss man unter anderem die Satelliten-Konfiguration selbst vornehmen und einen Sendersuchlauf starten, Senderlisten für Astra 19,2° Ost und Eutelsat Hotbird 13° Ost sind aber auch hinterlegt – wer von der Materie null Ahnung hat, dürfte hier trotzdem bereits an seine Grenzen stoßen. Ansonsten richtet sich der VU+ an Zuschauer mit Technik-Erfahrung. Zur Auswahl stehen diverse Plugins, die den Funktionsumfang erweitern. Das serienmäßige Betriebssystem und der Bedienkomfort können jedoch nicht überzeugen, die Menüführung ist knifflig.

Voll ausreizen tut man den Receiver nur durch das Aufspielen eines alternativen Images wie OpenATV. Erst so kann man auch Aufnahmen auf USB-Festplatten realisieren und TimeShift nutzen. Hierfür ist jedoch ebenfalls Know-how gefragt. Die Bildqualität ist gut, die Umschaltzeiten sind kurz. Der VU+ skaliert sauber bis auf eine Auflösung von 1.080p hoch. Die Fernbedienung liegt ordentlich in der Hand, der Druckpunkt der Tasten überzeugt.

Wir können uns an dieser Stelle kurz halten: Zum Einsatz als alltäglicher TV-Receiver im Wohnzimmer ist der VU+ Zero ungeeignet, da er zu kompliziert in der Bedienung ist und man selbst erst basteln muss, um beispielsweise TV-Sendungen mitzuschneiden. Linux-Fans erhalten hingegen eine preiswerte Box. Gerade diese Anwender mit hohen Ansprüchen dürften jedoch ein Modell mit Display, Twin-Tuner und digitalem Audioausgang bevorzugen.

Octagon SX88+ SE

Der Octagon SX88+ SE ist ein Mini-Receiver, der gerade mal 12,5 x 9,5 x 2,5 Zentimeter groß ist. Er ist damit überall die erste Wahl, wo wenig Platz ist, beispielsweise im Wohnmobil oder Wohnwagen. Wir sind positiv überrascht, dass die kompakte Box über einen Conax-Kartenleser verfügt. Anschlussseitig darf man ansonsten zum Preis von rund 55 Euro und in dieser Größenordnung keine Wunder erwarten.

Neben einem HDMI-Ausgang findet man seitlich und auf der Rückseite eine Netzwerkbuchse, einen optischen Digitalausgang, zwei USB-Ports sowie einen analogen AV-Ausgang. Schließt man den mitgelieferten externen Infrarot-Empfänger an, kann die Box auch versteckt hinter dem Fernseher montiert werden und lässt sich trotzdem bedienen. Außerdem kann der SX88+ SE per Netzwerkkabel ins Internet eingebunden werden. Für rund 5 Euro mehr gibt es das entsprechende Modell Octagon SX88+ SE WLauch mit WLAN. Beim DVB-S/S2-Tuner handelt es sich um eine Single-Variante. An der Front befindet sich ein wenig aussagekräftiges 7-Segment-Display.

Der Octagon ist Unicable-tauglich und bietet eine maximale Auflösung von 1.080p. Direkt nach dem Anschließen und Einschalten ist er einsatzbereit, die Senderliste ist bereits sinnvoll vorkonfiguriert. Auf Das Erste HD und tagesschau24 HD folgen die ZDF-Sender und die Dritten. Die Farben sind natürlich, die Bildschärfe ist gut, kann über das TV-Menü allerdings noch einen Tick intensiviert werden.

Im quietschbunten Menü mit großen, farbigen Symbolen geht es recht durcheinander zu. Hier findet man eine kleine App-Auswahl mit den Mediatheken von ARD und ZDF sowie YouTube und einige ausländische Dienste, Internet-Radiosender und die Einstellungen. Optisch ist das wenig ansprechend, der Bedienkomfort bleibt auf der Strecke.

Schließt man eine USB-Festplatte an, so ist der SX88+ SE sofort einsatzbereit für TV-Aufnahmen und TimeShift, das zeitversetzte Fernsehen. Möchte man Fotos, Musik oder Videos von einem externen Speicherstick abspielen, so wird endgültig deutlich, wie wenig praktikabel das Linux-Betriebssystem (Enigma2) für den Durchschnittsanwender ist. Die Dateien werden hier in einer Dateistruktur wie auf einem Windows-Rechner angezeigt.

Der Plastik-Signalgeber ist ein absolutes Fliegengewicht. Auch beim Druck auf die recht übersichtlich angeordneten Tasten spürt man, dass Octagon penibel auf das Budget geachtet hat.

Insgesamt ist der Octagon SX88+ SE ein solider Receiver, der sich ob seiner kompakten Bauform beispielsweise für Camper eignet. Die kleine Box hat keine wirkliche Schwäche, aber die unübersichtliche Menüstruktur und der bestenfalls mittelmäßige Bedienkomfort verhindern eine Empfehlung.

Sky Vision UHD 3000 HD+

Der für knapp 110 Euro recht preiswerte Sky Vision UHD 3000 HD+ lockt mit UHD-Auflösung, einer für sechs Monate kostenlos nutzbaren »HD+«-Karte zum Empfang von 23 privaten HD- und drei UHD-Sendern sowie einer Aufnahmefunktion. Zudem ist die Box mit 22 x 14,4 x 4 Zentimetern sehr kompakt und benötigt kaum Platz.

Eingerichtet ist der Mini-Receiver in fünf Sekunden: Sprache auswählen, zwischen Sommer- und Winterzeit entscheiden, fertig! Schon sind die Programme auf dem Fernseher, die »HD+«-Sender inklusive. Die Umschaltzeiten sind angenehm kurz, die Menüs sind keine optischen Leckerbissen, punkten aber durch ihre Funktionalität.

Gespart wurde bei der Fernbedienung: Den extrem leichten Steuerstab hat man schon bei anderen günstigen Settop-Boxen gesehen. Druckpunkte sind mitunter zu schwammig, zudem wünscht man sich größere Tasten. Nach Senderwechseln blendet der UHD 3000 HD+ unter anderem Programmplatz, Sendername, Uhrzeit, Datum, Titel der aktuellen und kommender Sendungen, Signalstärke und Auflösung ins Bild ein.

Ob der Bildqualität auf einem Metz-OLED sind wir zunächst erschrocken. In der Daily Soap im Ersten erkennt man deutliche Bewegungsschlieren, farbige Flächen erscheinen alles andere als homogen, Konturen sind unsauber, die Schärfe ist trotz eines HD-Senders bescheiden, phasenweise wirken die Sequenzen sogar leicht matschig. Ein Blick ins Menü zeigt, dass aktuell die Auflösung 720p eingestellt ist. Wir schrauben diese über 1080i und 1080p auf 2160p hoch, doch dann steigt der aktuelle UHD-Fernseher aus. In dieser Einstellung verweigert er die Wiedergabe eines Bildes bzw. die Kommunikation mit dem Receiver.

Wir tauschen den Flachmann gegen ein neues LG-Modell aus. Jetzt ist auch die höchste Auflösung nutzbar, die Bildqualität ist deutlich besser, aber nicht überragend. Wenn der LG das Sat-Signal ohne Receiver verarbeiten darf, ist die Schärfe etwas höher und Farben sind kräftiger. UHD-Sender wie QVC UHD sehen über die Box zwar scharf, aber eben nicht ultra-hochaufgelöst aus. Gesichter hinterlassen einen leicht kranken Eindruck. Ein gravierendes Problem: Mitunter bewegen sich Schauspieler oder Nachrichtensprecher nur noch im Zeitlupentempo und hinken dem Ton locker zehn Sekunden hinterher. Jetzt hilft nur noch ein Neustart der Settop-Box.

Die Freude über die Aufnahme-Option per USB-Festplatte wird ein wenig getrübt. Denn leider besitzt der Sky Vision nur einen Single-Tuner. Das bedeutet: Während einer Aufnahme kann man nur auf einen Sender desselben Transponders umschalten. Schaut man beispielsweise das Erste HD, stehen lediglich noch SWR HD und Arte HD zur Auswahl. TV-Mitschnitte gelingen jedoch zuverlässig. Eine Schnittfunktion, etwa um Werbung herauszuschneiden, ist an Bord.

Insgesamt reagiert die Box sehr flott. Auch Fotos, Videos und Musik von USB-Sticks gibt sie zügig wieder. Fotos werden jedoch nicht bildschirmfüllend dargestellt, sondern im Originalformat über das laufende TV-Bild eingeblendet. Der elektronische Programmführer (EPG) listet 15 Programme übereinander auf, selbst auf größeren Fernsehern wirkt der Bildschirm damit recht überladen. Manko: HbbTV fehlt ebenso wie WLAN – eine Internetverbindung ist jedoch nur erforderlich, um eine Verbindung zum FTP-Server herzustellen, damit man Bilder, Kanallisten sowie Software-Updates herunterladen kann.

Insgesamt ist der UHD 3000 HD+ ein solider Receiver – die Bildprobleme waren jedoch zumindest bei unserem Testgerät nicht unerheblich.

Vantage VT-55 HD+

Als günstigen Einsteiger-Receiver für rund 90 Euro bietet Vantage den VT-55 HD+ an. Die kompakte Box im Metallgehäuse richtet sich an die Nutzer, die lediglich fernsehen wollen und auf zusätzlichen Schnickschnack verzichten können. Vorteil: Eine »HD+«-Karte zum Empfang von 23 hochauflösenden Privatsendern (unter anderem RTL HD, Sat.1 HD und ProSieben HD) ist bereits in den Receiver eingeschoben, für sechs Monate entstehen keine Zusatzkosten (anschließend optional 5,75 Euro pro Monat oder 70 Euro im Jahr).

Sehr angenehm: Nach dem Einschalten muss man lediglich Sprache und Zeit auswählen, das war alles. Die Senderliste für Astra 19,2 Grad Ost ist vorinstalliert, einen Suchlauf kann man sich sparen. Das vierstellige Display zeigt keine Sendernamen, sondern beispielsweise lediglich Programmplätze an. Die Umschaltzeiten von HD-Sendern könnten kürzer sein. Je nach gewähltem Standby-Modus muss man beim Booten rund 17 bzw. 45 Sekunden warten, ehe Bild und Ton ausgegeben werden.

Nach Senderwechseln oder bei Bedarf über die »i«-Taste blendet man Sendernamen, Uhrzeit, einen Fortschrittsbalken, Titel für die laufende und die folgende Sendung, Signalqualität und -stärke sowie die aktuelle Auflösung ein. Die Menüs sind funktional, aber punktuell etwas überladen, farbige Symbole helfen bei der Orientierung.

Die einfache Fernbedienung mit anlernbaren Tasten besteht aus Kunststoff, die Tasten sind recht klein, die Druckpunkte teilweise etwas schwammig. Pfiffig ist die Multipicture-Option (per Zoom-Taste erreichbar), um eine Live-Vorschau von vier oder sechs Sendern parallel einzublenden. An der Bildqualität gibt es nichts zu kritisieren. Bewegtbilder sind scharf und rauschfrei, die Farben natürlich, die Bildtiefe ist gut. Objekte sind zudem sauber umrandet. Die maximal unterstützte Auflösung liegt bei 1.080p.

Der Elektronische Programmführer zeigt 15 Sender auf einen Schlag an, das wirkt etwas gequetscht und überladen. Die rote Aufnahmetaste ist bei Auslieferung des Vantage selbst bei angestöpselter USB-Festplatte ohne Funktion. Berappt man im Internet 12,90 Euro, erhält man einen Freischaltcode für Aufnahmen, dann lässt sich auch TimeShift, das zeitversetzte Fernsehen, nutzen. Der Hersteller sollte die Settop-Box lieber gleich einen Zehner teurer machen und TV-Mitschnitte serienmäßig erlauben.

Leider auch nicht gegen Gebühr nachrüsten kann man HbbTV, den interaktiven Zusatzdienst, um beispielsweise verpasste Sendungen aus der Mediathek abzuspielen. Im Jahr 2019 sollte das Standard sein. Mit »Mong« und »Tetris« sind zwei Spiele installiert. Der Mediaplayer gibt Videos, Musik und Fotos wieder.

Interessant für Camper: Der VT-55 HD+ kann über ein optionales Kabel mit 12 Volt betrieben werden. In alten Wohnmobilen mit Röhrenfernsehern macht möglicherweise noch die SCART-Buchse des Receivers Sinn. Unterstützt werden ferner Unicable und DiSEqC 1.0, 1.1 und 1.2. Der Receiver beherrscht kein WLAN, kann aber per Ethernetkabel ins Netzwerk eingebunden werden, um per FTP-Explorer Kanallisten und Software-Updates herunterzuladen.

Insgesamt ist der Vantage VT-55 HD+ eine solide TV-Box für Zuschauer ohne hohe Ansprüche – wir vermissen jedoch eine Aufnahme-Option ab Werk und HbbTV.

Dreambox DM920 UHD

Ob Dreambox oder VU+ – das ist eine Glaubensfrage wie BMW oder Mercedes. Auch die DM920 UHD läuft mit Enigma 2 auf Linux-Basis und bietet Anpassungsmöglichkeiten in Hülle und Fülle. Wie bei der Dreambox Two Ultra HD gilt: Wir können den Funktionsumfang und die Möglichkeiten nur andeuten. Riesig ist die Vielfalt allein bei der Tuner-Auswahl: Bei Amazon kann man aus 20 Optionen auswählen und die Empfangswege von Kabel, Satellit und DVB-T2 HD kombinieren.

Aufnahmen gelingen auf USB-Speicherträger – drei Buchsen sind verbaut – oder auf eine 2,5-Zoll-Fesplatte, die ins Gerät eingesetzt wird. Sat-Nutzer können beispielsweise je nach Konfiguration bis zu acht Transponder auf zwei Sat-Ebenen parallel aufnehmen. Das dürfte selbst Hardcore-Archivaren locker reichen.

Beim Bedientempo kann die Dreambox dank Dual-Core-Prozessor, 8 Gigabyte Flash und 2 Gigabyte RAM ebenfalls punkten. Die Optik der Menüs ist abhängig vom aufgespielten Betriebssystem. An der Front befindet sich ein drei Zoll großes Farbdisplay. Dieses hat bei unserem Receiver leider schnell den Geist aufgegeben. Eine andere Schwäche ist das fehlende WLAN – entweder benutzt man ein Ethernetkabel oder einen zusätzlichen WLAN-Adapter für die drahtlose Nutzung im Netzwerk.

Die Fernbedienung liegt hingegen toll in der Hand, ist sehr übersichtlich und funktional. Über jeden Zweifel erhaben ist die Bildqualität.

Mit dem Digit UHD+ hat TechniSat einen zweiten Receiver auf dem Markt, der praktisch baugleich mit unserem Testsieger Digit ISIO STC+ ist. Einziger Unterschied: Soll die Box nicht per Ethernet-Kabel, sondern via WLAN ins Internet eingebunden werden, benötigt man einen zusätzlichen Adapter. Trotzdem ist der ISIO STC+ meist günstiger zu haben und damit eindeutig die bessere Wahl. Aber wenn Sie WLAN nicht brauchen und den Digit UHD+ irgendwo günstig erstehen können, spricht nichts gegen das Modell. Bei Bildqualität, Programmführer und Bedienkomfort kann er genauso überzeugen.

Kathrein UFS 810

Der Kathrein UFS 810 ist eine Settop-Box für Puristen und nicht mehr ganz zeitgemäß. Das erkennt man schon an der SCART-Buchse an der Gehäuserückseite. Die Box lässt sich weder per Netzwerkkabel noch über WLAN ins Internet einbinden – folglich erlaubt der Kathrein keinen Zugriff auf Mediatheken, und auch der Zugang zu Apps bleibt verwehrt. Ebenso lassen sich keine TV-Sendungen auf USB-Festplatte aufnehmen, die USB-Buchse dient lediglich zur Wiedergabe von JPG-Fotos.

Zur überschaubaren Ausstattung gehören ein Single-Tuner für DVB-S2, ein digitaler Audioausgang und ein HDMI-Port zum Anschluss an den Flachbildfernseher. Die Receiver-Front ziert ein simples vierstelliges Display. Vorteil: Dank vorprogrammierter Senderlisten kann man sich einen Sendersuchlauf sparen und sofort mit dem Fernsehen beginnen.

Der UFS 810 skaliert auf maximal 1.080p hoch – das Bild ist fast schon überschärft, hier muss man über das TV-Menü ein wenig Schärfe rausnehmen. Die Farben sind natürlich. Einziges nennenswertes Ausstattungs-Feature ist ein Elektronischer Programmführer.

Der Bedienkomfort ist gut, die Fernbedienung liegt ordentlich in der Hand, die Tasten haben einen sauberen Druckpunkt. Insgesamt spricht jedoch wenig dafür, sich den Kathrein UFS 810 zuzulegen. Selbst günstigere Mitbewerber haben inzwischen eine bessere Ausstattung.

So haben wir getestet

Wir testen regelmäßig die wichtigsten Neuerscheinungen von TV-Receivern. Nach dem ersten Setup prüfen wir die Bildqualität auf einem 4K-Fernseher. Im Anschluss testen wir alle wichtigen Funktionen. Dabei legen wir besonderes Augenmerk auf die Bedienbarkeit und bewerten dabei auch die Verständlichkeit der Handbücher. Für die abschließende Bewertung spielt auch der Preis eine Rolle.

Die wichtigsten Fragen

Worauf ist beim Receiver-Kauf zu achten?

Ihr neuer TV-Receiver muss Ihre jeweilige Empfangsart beherrschen. DVB-C seht als Abkürzung für Kabelfernsehen, DVB-T2 für das digitale Antennenfernsehen und DVB-S2 für Satelliten-TV. Am flexibelsten sind Sie mit einer Settop-Box, die alle drei Empfangswege unterstützt. Falls Sie gerne Sendungen auf eine externe oder interne Festplatte aufzeichnen, achten Sie darauf, dass von jedem Tuner eine Twin-Variante verbaut ist. Jetzt können Sie Sendung A aufnehmen und gleichzeitig vollkommen flexibel Programm B schauen.

Für wen eignet sich ein Linux-Receiver?

Linux-Receiver wie Modelle von Dreambox oder VU+ erlauben sehr viele manuelle Konfigurationen und Einstellungen. Ihre Bedienung ist Komplex, der Funktionsumfang riesig. Diese Settop-Boxen eignen sich daher in erster Linie für Tüftler und Kenner der Materie.

Wie lassen sich die hochauflösenden HD+-Sender empfangen?

Um unter anderem die HD-Sender von ProSiebenSat.1 und der RTL-Gruppe per Satellit zu empfangen, benötigen Sie entweder einen Receiver mit CI+-Slot und ein HD+-Modul mit passender Smartcard oder einen HD+-Receiver (erkennbar am Logo), der mit Smartcard ausgeliefert wird. Die neuen Fernseher von Panasonic, Samsung, Sony und Vestel haben die HD+-App integriert, über die man die Plattform ein halbes Jahr kostenlos und ohne Registrierung testen kann. Zusätzliche Hardware ist nicht erforderlich.

Lohnt sich ein UHD-Receiver?

Das Angebot an frei-empfangbaren UHD-Sendern ist momentan winzig. Hierzu gehören zwei Shopping-Kanäle, per HD+ gibt es noch UHD1. Sky strahlt neben Fußball auch die Formel1 und Handball ultrahochauflösend aus. Ein entscheidendes Kaufkriterium für den Receiver ist UHD derzeit nicht.

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