UHD-Player Test: 001 Alle Uhd Player Im Test
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Der beste UHD-Player

Wir haben 16 UHD-Blu-ray-Player getestet. Der beste für die meisten Heimkino-Fans ist der Panasonic DP-UB824. Er spielt alle aktuellen HDR-Formate ab, ist gut ausgestattet und punktet durch hohen Bedienkomfort. Discs starten flott, außerdem befinden sich zahlreiche Streaming-Apps an Bord. Gleichzeitig ist er preislich attraktiv.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
Jochen Wieloch begeistert sich nicht nur für moderne Technik in unterschiedlichsten Lebensbereichen. Der Germanist ist unter anderem Spezialist für Flachbildfernseher und hat ein Faible für Sport- und Outdoor-Themen. Außerdem interessiert er sich für Fortbewegungsmittel auf zwei und vier Rädern. Hierzu gehört ganz klassisch das Auto, aber auch E-Bike und E-Scooter. Der Copter-Pilot schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity, Auto Bild Klassik und Techstage.
Letztes Update: 7. Oktober 2022

Mit dem LG UBK90 haben wir eine neue Empfehlung. Der preiswerte UHD-Blu-ray-Player dürfte für viele TV-Haushalte ein interessantes Abspielgerät sein.

23. Dezember 2021

Wir haben einen neuen UHD-Blu-ray-Player getestet, der Reavon UBR-X200 ist eine Empfehlung. Der Sony UBP-X1100ES fällt aus den Empfehlungen, weil er nicht mehr zum Kauf angeboten wird.

6. November 2020

Mit dem Sony UBP-X800M2 haben wir eine neue UHD-Blu-ray-Player-Empfehlung. Das vielseitige Gerät zum fairen Preis überzeugt durch seine sehr gute Bildqualität.

9. April 2020

Mit dem Sony UBP-X1100ES  haben wir eine neue Empfehlung für anspruchsvolle Home-Cineasten, die nicht auf jeden Euro schauen müssen.

8. November 2019

Wir haben unseren Test um den Einsteiger UHD-Blu-ray-Player Panasonic DP-UB154 erweitert. Ansonsten gibt es hier wenig Neuigkeiten: Nach Oppo hat sich auch Samsung aus der Produktion von Blu-ray-Playern zurückgezogen. Das betrifft sowohl HD- als auch UHD-Modelle. Bei den entsprechenden Geräten in diesem Test handelt es sich damit um Auslaufmodelle.

20. September 2019

Die HD+ Plattform lässt sich jetzt auch mit den aktuellen Samsung- und Panasonic-Fernsehern des Jahrgangs 2019 ohne separate Settop-Box nutzen. Es genügt, die vorinstallierte HD+ App zu starten, der Fernseher muss dazu die Programme per Satellit empfangen. Der Dienst steht kostenfrei ohne Registrierung für ein halbes Jahr zur Verfügung, eine Kündigung ist nicht erforderlich. HD+ bietet 23 private HD-Sender, unter anderem die der ProSiebenSat.1- und RTL-Gruppe und zwei UHD-Kanäle (travelxp 4K und UHD1). Zusätzliche Komfortmerkmale sind eine Restart-Funktion für ausgewählte Sender sowie der Zugriff auf zahlreiche Mediatheken und den TV-Guide. Regulär werden monatlich 5,75 Euro oder eine Jahresgebühr in Höhe von 70 Euro fällig. Panasonic wird Ende des Jahres zusätzlich die Diveo-Plattform ohne zusätzliche Settop-Box über seine aktuellen Smart-TVs zugänglich machen.

16. September 2019

Auf der IFA hat kein Hersteller neue UHD-Player vorgestellt. Die Zukunft dieser Geräteklasse ist insgesamt fraglich, da Kunden und Hersteller immer mehr auf Video-Streaming setzen. Sollten neue Modelle erscheinen, werden wir sie aber natürlich testen.

18. Februar 2019

Wer einen UHD-Player von Samsung möchte, sollte sich beeilen: Wie das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes berichtete, hat Samsung bekannt gegeben, dass das Unternehmen in Zukunft keine UHD-Blu-ray-Player mehr hergestellt wird. Die vorhandenen Bestände der bereits erhältlichen Geräte werden noch abverkauft, es werden aber weder neue Modelle vorgestellt, noch werden weitere Geräte der bekannten Baureihen nachproduziert. Die Entscheidung betrifft auch die von uns getesteten Modelle Samsung UBD-K8500 und UBD-M8500 sowie unsere Empfehlung UBD-M9500.

1. Februar 2019

Mit dem Pioneer UDP-LX800 haben wir einen neuen UHD-Blu-ray-Player getestet, dem wir trotz seines extrem hohen Preises eine Empfehlung aussprechen.

1. Januar 1970

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

War die UHD-Blu-ray mit Filmen in 3.840 x 2.160 Pixeln noch vor etwa fünf Jahren ein exotisches Abspielmedium für Hardcore-Cineasten, so hat sie sich mittlerweile aus ihrem Nischendasein verabschiedet. Blu-ray und DVD dominieren zwar immer noch den Markt, denn hier ist die Auswahl an Filmen riesig.

Aber auch das neueste Abspielmedium legt bei der Zahl der verfügbaren Titel stetig, wenn auch noch auf niedrigem Niveau, zu. Dazu haben die namhaften Hersteller wie Sony, LG und Panasonic entsprechende Abspielgeräte im Angebot und die Preise für die Player sinken spürbar, sodass sie für viele interessant werden. Sogar für unter 200 Euro sind UHD-Player inzwischen zu haben.

Speziell das Thema HDR (High Dynamic Range) soll der UHD-Blu-ray einen Schub verleihen. Filme sind dank der hohen Auflösung – zumindest bei entsprechend kurzem Sitzabstand zum Fernseher – nicht nur knackscharf, sondern überzeugen bei HDR auch durch enorme Kontraste und kräftige Farben.

Es sieht es so aus, als ob UHD-Player nun tatsächlich im Massenmarkt durchstarten könnten – wenn da nicht das Online-Streaming wäre, das physische Datenträger überflüssig macht. Insofern bleibt es fraglich, ob UHD-Blu-rays jemals die Verbreitung von DVD-Playern erreichen werden, zumal immer weniger Hersteller entsprechende Geräte produzieren – zuletzt gab Samsung bekannt, dass sich die Firma aus dem UHD-Player-Geschäft zurückzieht. Neue Modelle sind inzwischen Mangelware.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Panasonic DP-UB824

Test  UHD-Player: Panasonic DP-UB824
Der Panasonic DP-UB824 unterstützt HDR10+ und Dolby Vision, liefert ein tolles Bild und eine üppige Ausstattung.

Der Panasonic DP-UB824 bietet aktuell das beste Gesamtpaket. Mehr Player und eine bessere Ausstattung in der mittleren Preisklasse bekommt man zurzeit nirgends. Mit HLG, HDR10, HDR10+ und Dolby Vision unterstützt das Gerät alle aktuellen HDR-Formate. Seine Funktionen fallen üppig aus, Bild- und Tonqualität sind exzellent. Hinzu kommt ein gutes App-Angebot.

Fotos und Videos vom Smartphone oder Tablet lassen sich problemlos über den Player auf einen Fernseher spiegeln. Im Gegenzug greift der Panasonic Multimedia-Dateien über das Netzwerk ab, die beispielsweise auf einer PC-Festplatte schlummern. Der Player fungiert sowohl als Client als auch als Renderer. Ein Web-Browser lädt zum Surfen im Internet ein. Besitzt man einen Lautsprecher mit integriertem Google Assistant oder Amazon Alexa, so lässt sich der Player auch per Sprache steuern. Das ist jedoch mehr eine Spielerei, per Fernbedienung gelingt dies deutlich schneller.

Wenn Geld egal ist

Reavon UBR-X200

UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Dezember2021 Reavon Ubr X200
Super Bild, sehr guter Ton, Dolby Vision und viele Anschluss-Optionen: Der Reavon UBR-X200 ist teuer, aber ein empfehlenswerter UHD-Blu-ray-Player.

Mit dem Reavon UBR-X200 ist 2021 nach längerer Pause mal wieder ein UHD-Blu-ray-Player auf den Markt gekommen. Das Modell des französischen Herstellers ist teuer, punktet aber durch sehr gute Bild- und Tonqualität, eine hochwertige Verarbeitung und eine breite Anschlussvielfalt. Als HDR-Formate werden HDR10 und Dolby Vision unterstützt.

Für Cineasten

Panasonic DP-UB9004

Test  UHD-Player: Panasonic DP-UB9004
Der DP-UB9004 ist ebenfalls kein Schnäppchen, aber extrem hochwertig verarbeitet und kann bildlich voll überzeugen.

Extrem hochwertig verarbeitet, top ausgestattet und ein absoluter Profi bei der Wiedergabe von UHD-Blu-rays und anderen Discs: Der Panasonic DP-UB9004 ist zwar teuer, spielt bei den aktuellen UHD-Blu-ray-Playern allerdings in der Referenzklasse. Er hat alles an Bord, um den Flachbildfernseher in Bezug auf UHD und HDR bestmöglich auszureizen. Wenn Sie das Beste vom Besten wollen und es sich leisten können, ist der UB9004 genau das Richtige für Sie.

Gute Mittelklasse

Sony UBP-X800M2

Test  Blu-ray-Player: Sony UBP-X800M2
Mit Dolby Vision, HDR10, Dolby Atmos und zwei HDMI-Ports ist der Sony UBP-X800M2 bestens ausgestattet und überzeugt auch bei Bild- und Tonqualität.

Viel mehr Player für rund 260 Euro kann man kaum bekommen: Der Sony UBP-X800M2 ist exzellent verarbeitet, unterstützt mit HLG, HDR10 und Dolby Vision sowie Dolby Atmos und DTS:X viele aktuelle HDR- und Raumklangformate und ist ausstattungstechnisch gut bestückt. Die Bild- und Tonqualität ist überzeugend, ebenso das Bedienkonzept.

Preiswerter Einsteiger

LG UBK90

Test UHD-Player: LG UBK90
Für die meisten TV-Haushalte dürfte dieses Modell vollkommen genügen: Der günstige Player lässt sich einfach bedienen, bietet sehr gute Bildqualität und ist zudem preiswert.

Mit dem fairen Preis von rund 150 Euro kostet der LG UBK90 nicht die Welt. In den meisten TV-Haushalten dürfte er die Ansprüche an einen UHD-Blu-ray-Player trotzdem vollkommen erfüllen: Er ist gut verarbeitet, hat ein leises und flottes Laufwerk, lässt sich einfach bedienen und liefert eine sehr gute Videoqualität. Für Netflix und YouTube hat der LG zudem eigene Apps an Bord.

Vergleichstabelle

Unser FavoritPanasonic DP-UB824
Wenn Geld egal istReavon UBR-X200
Für CineastenPanasonic DP-UB9004
Gute MittelklasseSony UBP-X800M2
Preiswerter EinsteigerLG UBK90
Panasonic DP-UB154
Sony UBP-X700
Panasonic DP-UB424
LG UBK80
Test  UHD-Player: Panasonic DP-UB824
  • Sehr gute Bildqualität
  • Gute Ausstattung
  • Einfache Bedienung
  • Dolby Vision und HDR10+
  • Sprachsteuerung
  • Tasten der Fernbedienung etwas schwammig
UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Dezember2021 Reavon Ubr X200
  • Sehr gute Bildqualität
  • Ordentliche Ausstattung
  • Hochwertig verarbeitet
  • Dolby Vision
  • Sehr teuer
  • Kein HDR10+
  • kein WLAN
  • keine Apps
Test  UHD-Player: Panasonic DP-UB9004
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr gut verarbeitet
  • Gute Ausstattung
  • Einfache Bedienung
  • Dolby Vision und HDR10+
  • Sprachsteuerung
  • Teuer
Test  Blu-ray-Player: Sony UBP-X800M2
  • Sehr gute Bild- und Tonqualität
  • Stabiles Gehäuse
  • Viele Anschluss-Optionen
  • Dolby Vision
  • Dolby Atmos und DTS:X
  • Fairer Preis
  • Kein HDR10+
  • Display fehlt
Test UHD-Player: LG UBK90
  • Sehr gute Bildqualität
  • Einfache Bedienung
  • Dolby Vision und Dolby Atmos
  • Preiswert
  • Kein HDR10+
  • Display fehlt
UHD-Player Test: Panasonic Dp Ub154
  • Sehr gute Bildqualität
  • Preiswert
  • Kein Dolby Vision
  • Kein WLAN
  • Keine Apps
  • Laufwerksgeräusche
Test  UHD-Player: Sony UBP-X700
  • Unterstützt Dolby Vision
  • Sehr gute Bildqualität
  • Gutes App-Angebot
  • Kein Display
  • Externes Netzteil
  • Kunststoff sehr anfällig für Kratzer
Test  UHD-Player: Panasonic DP-UB424
  • Sehr gutes Bild
  • HDR10+
  • Günstiger als der Testsieger
  • Sprachsteuerung
  • Kein Dolby Vision
  • Zu kleine Tasten der Fernbedienung
  • Gerät wird bei aktivierter Schnellstartfunktion recht warm
Test  UHD-Player: LG UBK80
  • Gute Bildqualität
  • Preiswert
  • Kein Display
  • Kein Dolby Vision
  • Sehr kleine Tasten auf Fernbedienung
  • Keine Apps
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Für wen lohnt sich ein UHD-Blu-ray-Player?

Vielleicht haben Sie sich erst vor kurzem Ihren ersten Blu-ray-Player zugelegt und freuen sich über die zusätzliche Pixelpracht. Der Unterschied zwischen einer Blu-ray und einer DVD auf dem TV-Bildschirm ist tatsächlich enorm. Dann stellen Sie sich jetzt garantiert die Frage: Warum sollte ich schon wieder in ein neues Abspielgerät und in ein neues Medium investieren?

Da ist zum einen die höhere Auflösung. Während die Blu-ray Filme mit 1.920 x 1.080 Bildpunkte wiedergibt, kommen die Streifen der UHD-Blu-ray auf satte 3.840 x 2.160 Pixel, das entspricht der vierfachen Auflösung. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie einen UHD-Fernseher besitzen. Das Panel muss schließlich auch so viele Bildpunkte darstellen können.

 UHD-Player Test: Uhd Auflösung
Fernseher-Auflösungen im Vergleich.

Einen so großen Unterschied wie zwischen einer DVD und einer Blu-ray werden sie beim Sprung von Blu-ray auf UHD aber nicht sehen. Natürlich ist die UHD-Blu-ray deutlich schärfer als die herkömmliche Blu-ray. Aber selbst bei Fernsehern mit 55-Zoll und mehr müssen Sie relativ nah vor dem Bildschirm sitzen, um einen Unterschied zu sehen. Ab einer Entfernung von zwei Metern bleibt von den zusätzlichen Bildpunkten fast kein sichtbarer Vorteil gegenüber der Blu-ray bestehen.

UHD-Blu-rays reizen das Potential Ihres UHD-Fernsehers aus

Trotzdem sind UHD-Scheiben eine tolle Möglichkeit, um das Potential Ihres UHD-Fernsehers voll auszureizen. Denn ansonsten hapert es noch an UHD-Inhalten. Nur einige Streaming-Portale wie Netflix und Amazon haben bislang erste UHD-Filme und -Serien im Angebot, im Fernsehen sieht es hingegen mau aus. Frei empfangbar über die beliebte Satellitenposition Astra 19,2 Grad Ost sind augenblicklich lediglich QVC UHD, Fashion 4K und UHD1 von Astra (unverschlüsselt montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr, sonntags 8 bis 14 Uhr). Der vor kurzem gestartete Reisesender travelxp 4K ist nur über ein kostenpflichtiges »HD+«-Abo zu sehen. Ausgewählte Spiele der Fußball-Bundesliga, der Champions League und neuerdings auch der Handballer gibt es gegen Gebühr bei Sky.

Mit UHD-Blu-rays holt man sich ultrascharfe Blockbuster, Actionfilme, Thriller und Liebesfilme auf den Fernseher. Die Datenrate liegt bei bis zu 100 Mbit/s, statt 16 Millionen Farben kommt der Zuschauer hier in den Genuss von bis zu einer Milliarde Farben. Wer erst damit beginnt, sich ein Filmarchiv anzulegen, sollte überlegen, ob er gleich ins zukunftssichere Format investiert.

Allerdings ist auch bei UHD-Blu-rays das Titel-Angebot noch recht überschaubar, nach und nach erscheinen aber immer mehr Titel. Ende vergangenen Jahres waren etwas mehr als 200 UHD-Titel auf Blu-ray im Handel.

HDR und die Formate

HDR ist augenblicklich das Schlagwort, von dem sich TV-Hersteller, Streaming-Anbieter und Produzenten in Zukunft ganz viel erhoffen. Tatsächlich können die Aufnahmen mit hohem Kontrast begeistern. Man kennt dies von Kameras und Smartphones, die HDR-Fotos schießen: Diese Bilder knallen und bezücken durch extreme Kontraste und leuchtende Farben. Bei HDR werden mit Farbspektrum, Helligkeit und Kontrast verschiedene Parameter mit einbezogen, um Bilder auf dem TV-Display deutlich realistischer und brillanter darzustellen. Neben einer größeren Farbpalette gehören detaillierte Abstufungen und intensivere Schwarz- und Weißdarstellungen zu den Vorzügen.

Erst mit HDR wird Schwarz richtig schwarz

Konnten Flachbildfernseher bisher teilweise nur ein tiefes Grau, aber kein echtes Schwarz darstellen, so wird dies mit HDR anders. Um HDR mit voller Wucht genießen zu können, hat die UHD Alliance das Logo »Ultra HD Premium« entworfen. Flat-TVs, die dieses Logo tragen, sind fit für HDR. Der Fernseher kann dann eine Spitzenhelligkeit von mindestens 1.000 Nits aufweisen.

Verwirrend für die Konsumenten: Aktuell konkurrieren in der HDR-Debatte die unterschiedlichen Standards HDR10, HDR10+, Dolby Vision und HLG. Im Zusammenhang mit der UHD-Blu-ray ist wichtig: Die Scheiben werden mittlerweile mit HDR10 und Dolby Vision angeboten, HDR10+ steht in den Startlöchern.

 

Dolby Vision hat den Vorteil der dynamischen Metadaten: So kann der optimale Kontrast für jede einzelne Szene eingestellt werden. Wer sich für beide Standards wappnen will, findet momentan noch nicht so viele Geräte, die neben HDR10 auch Dolby Vision unterstützen. Wichtig: Fehlt es in der Gerätekette am Dolby-Vision-Support, so werden die Kontrasteinstellungen der HDR10-Spezifikationen aufgerufen, insofern alle integrierten Komponenten diesen Standard unterstützen. Ansonsten erfolgt die Filmwiedergabe mit herkömmlichem Standardkontrast.

 UHD-Player Test: 20181217

Testsieger: Panasonic DP-UB824

Der DP-UB824 von Panasonic ist momentan der UHD-Blu-ray-Player mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Er bietet eine enorm umfangreiche Ausstattung, viele Anschlüsse und unterstützt neben Dolby Vision auch HDR10+. Viel mehr geht aktuell nicht.

Unser Favorit
Panasonic DP-UB824
Test  UHD-Player: Panasonic DP-UB824
Der Panasonic DP-UB824 unterstützt HDR10+ und Dolby Vision, liefert ein tolles Bild und eine üppige Ausstattung.

Beginnen wir mit einem Blick auf die Geräterückseite: Hier sitzen zwei HDMI-Anschlüsse, ein optischer sowie ein analoger 7.1-Kanal-Audioausgang. Zwei USB-Ports teilen sich auf vorne und hinten auf. Ins Internet bindet man den Player entweder per WLAN oder über ein Ethernetkabel ein. Die Front ziert ein gut ablesbares Punktmatrix-Display. Das Gehäuse besteht nur aus Kunststoff, ist aber vernünftig verstärkt und macht einen stabilen Eindruck. Leider zieht die schwarze, glänzende Oberfläche Fingerabdrücke wie ein Magnet an. Zudem muss man selbst beim Abwischen mit einem Tuch sehr vorsichtig sein, weil der Kunststoff sehr anfällig auf Kratzer reagiert.

 UHD-Player Test: 20181221
Übersichtlich und schnell verfügbar: das Startmenü des Panasonic.

Bedienung

Ist die Schnellstart-Funktion aktiviert, stellt der Panasonic nach weniger als fünf Sekunden den Begrüßungsbildschirm zur Schau. Der ist intuitiv gestaltet. Die Rubriken »Videos«, »Musik«, »Fotos«, »Heimnetzwerk«, »Netzwerkdienst« und »Setup« erklären sich von selbst. Bei der Filmwiedergabe kann man wählen, ob die Bewegtbilder von Disc oder einem USB-Speicherträger zugespielt werden sollen. UHD-Blu-rays und Co. starten flott, das Laufwerk meldet sich lediglich beim Einlesen zu Wort und hält sich anschließend vornehm zurück.

Sauberer Druckpunkt wäre wünschenswert

Die Fernbedienung hat Panasonic im Gegensatz zu früher etwas eingedampft. Der Steuerring aus hartem Kunststoff besteht jetzt leider aus vier sehr weichen und zu schwammigen Navigationstasten. Die Anordnung aller Tasten macht Sinn, die Beschriftung ist eindeutig. Allerdings wünscht man sich teilweise etwas mehr haptisches Feedback und einen saubereren Druckpunkt.

Die Menüs des Players sind grau, schwarz und gelb gehalten. Die Ablesbarkeit ist gut, ebenso das Arbeitstempo. Erklärtexte vereinfachen die Bedienung.

 UHD-Player Test: 1
Im Menü des Panasonic lassen sich für Bild und Ton alle relevanten Parameter anpassen.

UHD und HDR

Ultra-HD (UHD) und High Dynamic Range (HDR) sind aktuell die Schlagworte, die Industrie und viele Kunden förmlich elektrisieren. Hinter UHD verbirgt sich die hohe Auflösung von Filmen mit 3.840 x 2.160 Pixeln, HDR soll stärkere Kontraste und eine deutlich höhere Dynamik liefern. Auf beides ist der DP-UB824 spezialisiert. In den »Player-Einstellungen« wimmelt es deshalb nur so vor Optionen. Die Videoausgabe lässt sich in der höchsten Auflösung mit 50p oder 60p realisieren. Ob Farbmodus, Deep-Color-Ausgabe, HDR-Farbraumausgabe oder SDR-HDR-Konvertierung – Panasonic macht so gut wie alles möglich. Für Einsteiger ist das mitunter verwirrend, wenn man mit den Fachtermini nichts anzufangen weiß. Falls möglich sollten Laien alles auf »Automatisch« stellen bzw. die Grundeinstellungen vornehmen.

OLED, LCD-Fernseher oder Beamer?

Für HDR hat der Panasonic aber einige wirklich praktische Features an Bord. So lässt sich der Bildschirmtyp festlegen: Benutzt man einen OLED-Fernseher, einen LCD-TV mit extrem hoher oder eher mittlerer/hoher Helligkeit oder einen Fernseher bzw. Beamer mit einfacher Helligkeit. Hier gibt es gravierende Unterschiede. Die aktuellen QLED-TVs von Samsung beispielsweise erzeugen Spitzenhelligkeiten von rund 1.500 Nits, während günstige Flachmänner lediglich eine Display-Helligkeit von um die 350 Nits zustande bringen. Je nach Panel und persönlicher Vorliebe kann man die HDR-Leuchtkraft auf diese Weise anpassen. Auch auf Fernsehern, die kein HDR unterstützen, kitzelt man so ein bisschen mehr aus der Darstellung heraus.

 UHD-Player Test: 2
Die HDR-Fähigkeiten kann man an die Helligkeit des verwendeten Displays anpassen.

Bildqualität

Der DP-UB824 holt aus UHD-Blu-rays ein extrem scharfes, plastisches und leuchtstarkes Bild auf den Schirm. Wir haben dies sowohl mit einem QLED von Samsung als auch mit einem günstigeren LCD-Fernseher von LG getestet, dem wir per Spektrometer lediglich eine Helligkeit im optimierten »Kino«-Modus von 350 Candela attestieren können. Hier macht es dann durchaus Sinn, dem Player diese Information mitzuteilen. Natürlich kann der Panasonic keine Wunder vollbringen, allerdings wird doch ein gewisser HDR-Look sichtbar, der ansonsten ob der fehlenden Panel-Power verpuffen würde.

Auch Blu-rays werden sehr gut hochskaliert

Farben sind generell sehr kräftig und leuchtstark, zudem realistisch. Auch Blu-rays skaliert der DP-UB824 effektiv hoch. Die Pixelstruktur ist fein, das Bild rauscht nicht und hat eine schöne Tiefe. Dank der Unterstützung von HLG, Dolby Vision, HDR10 und HDR10+ hat man einen Player, der zukunftsfähig ist – insofern man dies in der extrem schnelllebigen Welt der Unterhaltungselektronik noch behaupten kann.

Netzwerkfunktionen

Der DP-UB824 arbeitet nicht nur als Scheibendreher, sondern auch als Netzwerker. Auf zahlreiche Apps hat man Zugriff – zu erwähnen sind Netflix, Amazon Prime Video und YouTube, die neben UHD-Streifen auch HDR-Inhalte bereithalten. Fotos oder Videos vom Smartphone oder Tablet lassen sich problemlos über den Player auf einen Fernseher spiegeln.

Im Gegenzug greift der Panasonic Multimedia-Dateien über das Netzwerk ab, die beispielsweise auf einer PC-Festplatte schlummern. Der Player fungiert sowohl als Client als auch als Renderer. Ein Web-Browser lädt zum Surfen im Internet ein. Besitzt man einen Lautsprecher mit integriertem Google Assistant oder Amazon Alexa, so lässt sich der Player auch per Sprache steuern. Das ist jedoch mehr eine Spielerei, per Fernbedienung gelingt dies deutlich schneller.

Ausstattung, Bild- und Tonqualität sowie Bedienkonzept stimmen also beim Panasonic DP-UB824. Man bekommt mit ihm ein Komplettpaket, das auch preislich überzeugen kann.

Panasonic DP-UB824 im Testspiegel

Stiftung Warentest (6/2021) hat unseren Favoriten ebenfalls getestet. Er erhielt den zweiten von zwölf Plätzen in seiner Testrunden, die Gesamtnote 2,0 sowie das Prädikat »Gut«.

Auch von AudioVideoFoto Bild (06/2019) bekam das Prädikat »gut«, hier mit einer Gesamtnote von 1,8. Gelobt wurden unter anderem die Anschlussvielfalt sowie die Bildeinstellungsoptionen.

Audiovision (2/2021) vergab 89 von 100 möglichen Punkten sowie das Prädikat »sehr gut«. Als Stärken nannten die Tester unter anderem die hohe Bild- und Tonqualität.

Alternativen

Waren anfangs nur UHD-Player von Panasonic und Samsung mit bescheidener Auswahl auf dem Markt, gibt es mittlerweile einige Alternativen. Das Angebot fächert sich auf, vor allem was die Ausstattung und was den Preis angeht.

Wirklich schlechte Geräte sind momentan nicht auf dem Markt, insofern kann man seine Auswahl getrost nach der gewünschten Ausstattung treffen – und danach, wie viel man ausgeben möchte.

Wenn Geld egal ist: Reavon UBR-X200

Darauf haben Heimkino-Fans lange gewartet: endlich wieder mal ein neuer UHD-Blu-ray-Player! Der Reavon UBR-X200 ist zusammen mit dem kleineren Bruder UBR-X100 das einzige Modell, das in den vergangenen knapp zwei Jahren auf den Markt gekommen ist. Streaming ist mittlerweile so beliebt, dass sich immer mehr Hersteller aus dem Geschäft mit optischen Speicherträgern zurückgezogen haben. Mit dem UBR-X200 richtet sich der französische Hersteller allerdings eher an ein professionelles Klientel mit hohen Ansprüchen, denn 1.700 Euro sind für einen Scheibendreher ein stolzer Preis.

Wenn Geld egal ist
Reavon UBR-X200
UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Dezember2021 Reavon Ubr X200
Super Bild, sehr guter Ton, Dolby Vision und viele Anschluss-Optionen: Der Reavon UBR-X200 ist teuer, aber ein empfehlenswerter UHD-Blu-ray-Player.

Mit einem ordentlichen Gewicht von 6,8 Kilo untermauert der 8,5 Zentimeter hohe Player seinen Premium-Anspruch. Das Gehäuse ist robust verarbeitet, drei Millimeter dicke Stahlplatten im Bodenbereich sorgen für eine höhere Laufruhe. Hochwertig konstruiert ist auch die Gehäusefront mit einer Aluminiumblende. Das dimmbare und bei Bedarf abschaltbare Punktmatrix-Display lässt sich gut ablesen, informiert den Zuschauer aber gerade mal über die Spielzeit, wenn eine Disc wiedergegeben wird. Hier dürfte es gerne etwas mehr sein.

UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Dezember2021 Reavon Ubr X200
6,8 Kilo schwer, Frontblende aus Aluminium: Verarbeitung und Materialanmutung des UBR-X200 sind in Ordnung.

Beim Ausfahren der recht einfach gehaltenen und wenig bis gar nicht schallisolierten Laufwerksschublade fällt negativ auf, dass man die Disc nicht einfach von oben einlegen kann, sondern diese in einem bestimmten Winkel von vorne in der Schublade ablegen muss. Der Grund: Diese fährt einfach nicht weit genug heraus. Die Laufwerksgeräusche sind dafür wie in dieser Preisklasse zu erwarten angenehm leise.

UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Dezember2021 Reavon Ubr X200 Anschluesse
Reich bestückt: Für das Heimkino bietet der Player alle relevanten Anschlüsse.

Während der Reavon an der Front lediglich eine USB-Buchse beheimatet, findet man auf der Gehäuserückseite die volle Anschlusspalette: zwei HDMI-Ports (einer davon nur für Ton), optische und koaxiale sowie analoge Tonausgänge, Stereo-XLR, einen zweiten USB-Port und eine Netzwerkbuchse. Sehr schade und eigentlich nicht zeitgemäß: WLAN unterstützt der UBR-X200 leider nicht. Allerdings hat der Player ohnehin keine Apps wie Netflix oder YouTube an Bord, sodass sich eine Netzwerkanbindung in erster Linie auf Software-Updates beschränkt.

Die schwarzen Menüs mit weißer Schrift sind optisch keine Leckerbissen, dafür jedoch sehr auskunftsfreudig. Hier erhält man unter anderem Informationen zur aktuellen Auflösung, zum HDR- und Tonformat sowie zur Datenrate. Bei Reavon gilt ganz klar das Motto: Der Inhalt ist wichtiger als die Optik. Und das wurde erfolgreich umgesetzt. Die Fernbedienung ist in drei Blöcke unterteilt, Blickfang ist das Steuerkreuz mit den Menütasten in der Mitte. Die Tasten mit sauberem Druckpunkt sind illuminiert.

UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Dezember2021 Reavon Ubr X200 Menue
Funktional, aber nicht schön: das Menü des Reavon UBR-X200.

Der UBR-X200 unterstützt die HDR-Formate HDR10 und Dolby Vision, aber kein HDR10+. Zudem arbeitet er mit den Mehrkanaltonformaten DTS-HD und Dolby TrueHD zusammen. Zur Ausstattung gehören unter anderem Features wie Zeitlupe, 32-facher Vor- und Rücklauf sowie Einzelbildweiterschaltung. Multimedia-Dateien wie JPG-Fotos, MP3-Musik oder MP4-Filmchen holt der Reavon entweder per USB-Buchse oder über das Internet von Netzwerk-Servern auf den TV-Bildschirm.

Bei der Videoqualität kann der neue UHD-Blu-ray-Player absolut überzeugen. Die Schärfe ist knackig, Farben sind kräftig und die Plastizität ist top. Parameter wie Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farbton lassen sich händisch anpassen. Auch am Ton gibt es nichts zu bemängeln.

Wer einen gut ausgestatteten UHD-Blu-ray-Player mit vorzüglicher Bildqualität sucht, kann sich den Reavon UBR-X200 bedenkenlos anschauen. Ob der hohe Anschaffungspreis von knapp 1.700 Euro gerechtfertigt ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Für Cineasten: Panasonic DP-UB9004

Wer sich beim Budget keine Obergrenze gesetzt hat, kann sich mit dem Panasonic DP-UB9004 den perfekten UHD-Blu-ray-Player nach Hause holen. Rein vom Gehäuse her spielt das Gerät in einer eigenen Liga. Allerdings ist Panasonics aktuelles Spitzenmodell mit knapp 1.000 Euro auch kein Schnäppchen.

Für Cineasten
Panasonic DP-UB9004
Test  UHD-Player: Panasonic DP-UB9004
Der DP-UB9004 ist ebenfalls kein Schnäppchen, aber extrem hochwertig verarbeitet und kann bildlich voll überzeugen.

Schon das hohe Gewicht von 7,8 Kilo lässt darauf schließen, dass Panasonic hier hochwertige Komponenten verbaut hat. Der Korpus besteht nicht aus Kunststoff, sondern aus massivem Aluminium. Das optische Laufwerk wurde auf einer dreidimensionalen Basis aus Stahl fixiert – auch das trägt zur Reduzierung störender Vibrationen bei. In die Front ist ein Punktmatrix-Display eingelassen.

 UHD-Player Test: 20181221
Mit knapp 8 Kilogramm Gewicht ist der Panasonic DP-UB9004 ein echter Brocken.

Neben XLR-Ausgängen, die auf das professionelle Einsatzgebiet des DP-UB9004 schließen lassen, hat Panasonic dem Player konventionelle Cinch-Ausgänge separat als 2-Kanal bzw. 7.1 für HiFi- und Heimkino-Systeme spendiert. Durch den Twin-HDMI-Ausgang, der Audio- und Videosignale getrennt verarbeitet, sollen zudem gegenseitige Störungen und Signalrauschen vermieden werden.

Der Player arbeitet enorm leise und flott. Geräusche minimiert Panasonic unter anderem durch die Trennung der Stromversorgung für den Audio-D/A-Wandler und für die analogen Ausgangskreise. Fast schon als Selbstverständlichkeit sollte man es ansehen, dass er neben Dolby Vision auch HDR10+ verarbeitet. Bei der Fernbedienung kommt eine höherwertige Ausführung zum Einsatz – beleuchtet und mit Tasten, die einen präziseren Druckpunkt vorweisen.

 UHD-Player Test: 20181221
Der DP-UB9004 nimmt gespiegelte Inhalte vom Smartphone entgegen und arbeitet auch als Media Renderer.

Menü-Optik und -Struktur sind quasi identisch mit dem DP-UB824. Auch hier lässt sich bildtechnisch alles individuell anpassen, unter anderem Luminanz, Farbe und Schärfe. Das Laufwerk macht sich im Betrieb nicht bemerkbar. An Bord werkelt der gemeinsam mit Spezialisten der Panasonic Hollywood Laboratories entwickelte HCX-Prozessor. Das UHD-Bild sieht in der Tat atemberaubend aus: nicht nur scharf, sondern je nach Inhalt sogar leicht dreidimensional. Die kleinsten Details werden auf dem Bildschirm greifbar. Eine bessere UHD-Wiedergabe von Discs ist aktuell kaum möglich.

Die Netzwerkeigenschaften des 9004 sind deckungsgleich mit denen des 824. Akustisch spielt er neben den WAV/FLAC/MP3/AAC/WMA-Formaten auch DSD (11,2 MHz, 5,6 MHz, 2,8 MHz), ALAC sowie AIFF bis zu einer Auflösung von 192 kHz/32 Bit ab.

Wer den hohen Preis nicht scheut und auf multimediale Extras steht, holt sich mit dem Panasonic DP-UB9004 den derzeit besten UHD-Blu-ray-Player nach Hause. Aufgrund des niedrigeren Preises und der für den Hausgebrauch nicht wesentlich schlechteren Performance ist jedoch der DP-UB824 unsere erste Empfehlung.

Gute Mittelklasse: Sony UBP-X800M2

Ein Blick in die Ausstattungstabelle genügt um zu sehen, dass der Sony UBP-X800M2 in der oberen Mittelklasse spielt: Er unterstützt die HDR-Formate HLG, HDR10 und Dolby Vision (kein HDR10+), außerdem Dolby Atmos und DTS:X, hat zwei HDMI-Ausgänge, wovon einer nur den Ton verarbeitet, dazu einen koaxialen Audioausgang, eine USB- sowie eine Netzwerkbuchse und unterstützt WLAN.

Gute Mittelklasse
Sony UBP-X800M2
Test  Blu-ray-Player: Sony UBP-X800M2
Mit Dolby Vision, HDR10, Dolby Atmos und zwei HDMI-Ports ist der Sony UBP-X800M2 bestens ausgestattet und überzeugt auch bei Bild- und Tonqualität.

Das Gewicht von 3,8 Kilo untermauert zudem seine hochwertige Verarbeitung mit stabilem Material. Sony setzt ein sogenanntes Rahmen-und-Träger-Gehäuse mit erhöhter Festigkeit ein, um kleinste Vibrationen auszuschließen und gleichzeitig eine bestmögliche elektrische Abschirmung zu gewährleisten. Anstelle eines Lüfters kommt ein Kühlkörper zum Einsatz. Im Alltag zeigt sich: Der Player ist sehr verwindungssteif und macht keine unterwünschten Geräusche. Leider verzichtet Sony auf ein Display.

 UHD-Player Test: Blu Ray Player Test November2020 Sony Ubp X800m2
Massives Gehäuse für eine vibrationsfreie Disc-Wiedergabe: Der Sony UBP-X800M2 ist ein überzeugender Player zum fairen Preis.

Der UBP-X800M2 spielt eine riesige Fülle an Video-, Audio- und Fotoformaten ab, unter anderem 24-Bit-Audioformate in Master-Qualität von AAC über WAV bis hin zu DSD 11,2 MHz. Neben UHD-Blu-rays gibt der Sony auch Inhalte von Blu-rays, DVDs und CDs wieder, außerdem spielt er DVD-Audio-Discs und SACDs ab. Ton kann man per Bluetooth an kabellose Lautsprecher und Kopfhörer streamen. An Apps befinden sich Netflix, YouTube und Amazon Prime Video an Bord.

Das Bedienkonzept ist Sony-typisch durchdacht, die Menüs lassen sich intuitiv bedienen, Video- und Audio-Codecs kann man einblenden, und die kompakte Fernbedienung mit vergleichsweise wenigen Tasten ist klar gegliedert und erfordert keine lange Eingewöhnungszeit. Eingelegte Discs werden ohne lange Wartezeiten zügig abgespielt, das lüfterlose Gehäuse ist schön leise.

Mit der Bildqualität des UBP-X800M2 sind wir sehr zufrieden. UHD-Material ist knackig scharf und wirkt sehr plastisch, auch auf UHD-Auflösung hochskalierte Filme liefern leuchtende, aber dennoch natürliche Farben, eine tolle Raumtiefe und ebenfalls überzeugende Schärfe. Durch die Unterstützung von HLG, HDR10 und Dolby Vision lassen sich spürbar höhere Kontraste und ein dynamischeres Bild erzielen. Unter anderem kann man Helligkeit, Kontrast, Farbe und Farbton manuell anpassen. Zudem hat der Player drei Helfer für die Rausch-Reduktion integriert.

Zur Ausstattung zählen unter anderem Kindersicherung, Jugendschutz, Schnellstartmodus, Automatische Ausschaltung sowie eine Untertitelverschiebung. Per USB-Buchse und über das Heimnetzwerk kann man Videos mit fast allen gängigen Formaten abspielen.

Für rund 230 Euro ist der Sony UBP-X800M2 ein sehr empfehlenswerter UHD-Blu-ray-Player mit sinnvoller Ausstattung, die auch keinen technischen Laien überfordert, vielen Anschlussoptionen und einer sehr guten Bild- und Tonqualität.

Preiswerter Einsteiger: LG UBK90

Im immer übersichtlicheren Angebot von UHD-Blu-ray-Playern ist der UBK90 momentan LGs Spitzenmodell. Allerdings umfasst die Palette der Koreaner auch gerade mal drei Geräte. Wer keine besonderen Ausstattungs-Extras benötigt, manuell nicht viel einstellen will und in erster Linie einen preiswerten Scheibendreher sucht, liegt mit dem rund 150 Euro teuren UBK90 genau richtig.

Preiswerter Einsteiger
LG UBK90
Test UHD-Player: LG UBK90
Für die meisten TV-Haushalte dürfte dieses Modell vollkommen genügen: Der günstige Player lässt sich einfach bedienen, bietet sehr gute Bildqualität und ist zudem preiswert.

Die geriffelte Oberfläche des Kunststoffgehäuses sieht ansprechend aus und ist nicht so anfällig für Fingerabdrücke wie schwarze Hochglanzoberflächen. Die Verarbeitung der schwarzen Box ist gut, der Korpus ist sogar recht verwindungssteif, was bei Einsteiger-Playern nicht immer der Fall ist.

Der USB-Port an der Front ist frei zugänglich, ohne dass man erst eine fummelige Plastikabdeckung entfernen muss. Leider verzichtet LG auf ein Display, lediglich eine Status-LED informiert über den aktuellen Betriebszustand.

An der Rückseite findet man zwei HDMI-Ports, wovon einer nur für die Tonausgabe geeignet ist. Zudem gibt es einen optischen Audio-Ausgang und eine Netzwerkbuchse, darüber hinaus lässt sich der UBK90 per WLAN ins Internet einbinden.

UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Oktober2022 Lg Ubk90
Kein Display, leises Laufwerk, Front-USB-Buchse ohne fummelige Gummiabdeckung: der LG UBK90.

Der Player ist blitzschnell betriebsbereit: Sprache auswählen, ins Internet per WLAN oder Netzwerkkabel, schon steht dem Filmabend nichts mehr im Weg. Der übersichtliche Startbildschirm listet die selbsterklärenden Menüs »Spielfilm«, »Foto«, »Musik«, »Premium« und »Einstellungen« auf. Hinter »Premium« verbergen sich die Apps für Netflix und YouTube. Das App- und Streaming-Angebot des UBK90 fällt damit zwar recht dürftig aus. In den meisten Haushalten steht inzwischen aber ein Flat-TV, der in der Regel mit den wichtigsten Streaming-Anwendungen ausgestattet ist.

Der LG unterstützt das Abspielen von BD-ROM, DVD-ROM, DVD±R, DVD±RW, Audio CD, CD-R, CD-RW sowie DTS-CD. Wer von einem USB-Stick oder einer USB-Festplatte Mediendaten wiedergeben will, darf sich über die Unterstützung der Video-Formate MPEG-1, MPEG2 PS/TS, MPEG4 AVC (H.264), SMPTE VC1 (VC-9), H.265, Xvid, MKV, AVC Rec, AVCHD, M4V, WMV, 3GP, MP4, MOV, FLV, VOB, TS sowie DAT freuen. Für kontrastreichere und lebendigere Darstellungen beherrscht der UBK90 die HDR-Formate HLG, HDR10 und Dolby Vision, HDR10+ fehlt in der Ausstattung. Tonal kooperiert der LG unter anderem mit Dolby Atmos, Dolby Digital Plus, MP3, WMA, AAC und FLAC.

Discs werden flott geladen, von vier getesteten Scheiben hat der LG alle komplett geräuschlos und ohne Laufwerksgeräusch abgespielt. Bild- und Tonqualität sind vorzüglich. Farbe, Plastizität und Schärfe sind klasse, auch die Skaliereigenschaften des UBK90 sind hervorragend.

UHD-Player Test: Uhd Blu Ray Player Oktober2022 Lg Ubk90 Menue
Nicht überladen, selbsterklärend, für Anfänger perfekt geeignet: das Menü des LG UBK90.

Während des Abspielens zeigt der Player bei Bedarf das aktuelle Kapitel sowie die Wiedergabezeit an und erlaubt das Ändern der Sprache, der Untertitelsprache und das Anpassen des Bildmodus. Kontrast, Helligkeit, Farbe und Schärfe darf der Benutzer selbst regulieren. Zudem bietet der UBK90 Spul- und Sprungfunktionen. Deutlich teurere UHD-Blu-ray-Player haben natürlich mehr Einstell-Optionen – aber ganz ehrlich: Den meisten dürften die LG-Features vollkommen genügen.

Die Tasten der kompakten Kunststoff-Fernbedienung sind mitunter etwas klein, dafür ist die Tastenanordnung und -belegung logisch, auch die Druckpunkte sind recht präzise. Am Player selbst kann man Discs unter anderem pausieren und auswerfen. Wer Fotos per USB-Stick zum Leben erweckt kann diese drehen und vergrößern, Diashows lassen sich mit Musik hinterlegen und durch Übergangseffekte verschönern.

Der LG UBK90 ist ein preiswerter UHD-Blu-ray-Player mit solider Ausstattung. Er hat alles an Bord, was die meisten Zuschauer benötigen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bedienkomfort und Verarbeitungsqualität sind gut – es gibt deshalb keinen Grund, nicht zum LG-Gerät zu greifen.

Außerdem getestet

Panasonic DP-UB154

Der Panasonic DP-UB154 ist ein preiswerter UHD-Blu-ray-Player für Einsteiger. Wer sehr gute Bildqualität möchte und auf zusätzliche Extras verzichten kann, macht mit dem kompakten Gerät keinen Fehler. Der Player skaliert sauber hoch und liefert knackscharfe Bilder. Ansonsten hat Panasonic an der Ausstattung gespart. Ein Display fehlt, genauso wie die Unterstützung von Dolby Vision – der DP-UB154 beherrscht lediglich HDR10, HDR10+ und HLG. Neben einem HDMI-Ausgang sind keine zusätzlichen digitalen oder analogen Audioausgänge verbaut. Das Laufwerk gehört nicht zu den leisesten. Und wer über den Panasonic Apps wie beispielsweise Netflix oder Amazon Prime Video abspielen will oder sich auf Netzwerk-Streaming freut, wird enttäuscht. Die Ethernet-Buchse dient lediglich für BD-Live-Support und zum Herunterladen von Firmware-Updates.

Zumindest lassen sich über die vordere USB-Buchse alle gängigen Video-, Foto- und Musikdateien abspielen. Die umfangreichen Kalibrierungsoptionen, die die teureren Panasonic-Player an Bord haben, wurden beim DP-UB154 auf ein Minimum eingedampft. Das ist in dieser Preisklasse aber völlig normal. Immerhin kann man Kontrast, Helligkeit, Schärfe und Farbkontrast manuell verändern.

Sony UBP-X700

Sonys UBP-X700 ist nicht nur von der Produktbezeichnung her kleiner als der UBP-X800 – auch das Gehäuse ist sehr kompakt und weicht mit den Abmaßen von 32 x 21,7 x 4,5 Zentimetern deutlich vom klassischen Hifi-Gardemaß ab. Wenn man leicht mit den Fingern auf den Metalldeckel trommelt spürt man sofort: Auf stabile Verstrebungen hat Sony hier verzichtet, was sich auch in Form dezenter Vibrationen bemerkbar macht. Das Netzteil hat nicht in das Gehäuse gepasst, dieses übernimmt jetzt extern die Stromversorgung. Man sollte also eine Möglichkeit finden, um es im cleanen Heimkino zu verstecken. Der schwarze Klavierlack an der Front – hier gibt es kein Display – zieht Fingerabdrücke förmlich an. Vorsicht: Wischt man einmal mit dem Ärmel des Pullovers drüber, hat man sich schon kleine Kratzer eingefangen.

Die Player-Qualitäten sind sehr gut, ähnlich wie beim großen Bruder. Unterstützt werden HDR10 und Dolby Vision, zudem Apps wie Netflix und YouTube.

Panasonic DP-UB424

Der DP-UB424 ähnelt in vielen Details unserem Besten DP-UB824. Er kostet aber nur rund die Hälfte. Und das hat Gründe. So ist der Scheibendreher mit den Maßen 19,1 x 32 x 4,5 Zentimeter deutlich kleiner. Er verzichtet auf die analogen 7.1-Ausgänge und unterstützt kein Dolby Vision. Zudem kommt das Gerät ohne Display aus. Dafür beherrscht der Panasonic HDR10+, hat ebenfalls einen doppelten HDMI-Anschluss, arbeitet mit dynamischem Tone Mapping und verfügt über zahlreiche Apps an Bord. Leider liegt die Fernbedienung nur im Miniaturformat mit zu kleinen Tasten vor. Der Lüfter ist punktuell hörbar. Um die Wartezeit beim Booten zu verkürzen sollte man die Schnellstartfunktion aktivieren. Aber Vorsicht, dann wird der Player warm. An Bild und Ton gibt es nichts zu kritisieren.

LG UBK80

Als puristischer Einstiegsplayer für UHD-Scheiben ist der LG UBK80 geeignet. Er unterstützt jedoch kein Dolby Vision und kann auch nur per Ethernetkabel, aber nicht via WLAN ins Internet eingebunden werden. Auf ein Display muss man verzichten. Die Fernbedienung ist grenzwertig: Die Tasten fallen extrem klein aus und sind zudem recht schwammig. Das Laufwerk gehört zudem nicht zu den leisesten, die Bildqualität ist jedoch in Ordnung. Von einem USB-Stick aus spielt der Player Musik, Fotos und Videos ab.

So haben wir getestet

Insgesamt haben wir inzwischen 16 UHD-Blu-ray-Player zu Preisen zwischen knapp 200 und 2.000 Euro getestet, 9 Modelle sind aktuell noch lieferbar. Die Bildqualität der Abspielgeräte haben wir mit den ultrahochauflösenden Scheiben »Lucy«, »Kingsman – The Secret Service« und »Wunder der Arktis« auf einem 65-Zöller von Samsung getestet.

Unterschiede in der Bildqualität sind nur im direkten Vergleich zu erkennen

Um es gleich vorweg zu nehmen: Unterschiede in der Bildqualität sind marginaler Natur und nur im direkten Vergleich zu erkennen. Entscheidender als der Player sind bei der Bildqualität von UHD-Material meistens der Fernseher und die eingestellten Bildoptionen – unter anderem erlauben die meisten Flat-TVs inzwischen diverse HDR-Settings.

Außerdem haben wir in unseren Test natürlich auch auf die Ausstattung, die Bedienbarkeit und die Verarbeitung der Player geachtet. Ein erstes Fazit: Bisher sind ausschließlich UHD-Scheibendreher bekannter Markenhersteller erhältlich. Deshalb verwundert es wenig, dass einem ein Fehlkauf erspart bleibt. Allerdings sollte man vor der Anschaffung prüfen, welche unterstützten HDR-Formate und Ausstattungsdetails einem wichtig sind. Denn hier gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen.

Die wichtigsten Fragen

Macht die Anschaffung eines UHD-Blu-ray-Players überhaupt noch Sinn?

Bild- und Tonqualität von UHD-Blu-ray-Playern haben gegenüber guten Streamingdiensten fast keine Vorteile mehr. Dafür ist man bei optischen Speicherträgern nicht auf eine schnelle Internetverbindung angewiesen. Echte Heimkino-Freaks lieben zudem das haptische Erlebnis, eine UHD-Blu-ray anfassen und ins Regal stellen zu können.

Was zeichnet einen guten UHD-Blu-ray-Player aus?

Ein gutes Gerät liefert neben einer ausgezeichneten Bild- und Tonqualität einen hohen Bedienkomfort, ein stabiles Gehäuse mit informativem Display und hat nach Möglichkeit Streaming-Apps an Bord. Laufwerk und Lüfter sollten leise sein, zur Ausstattung sollten zudem möglichst viele Anschlüsse und HDR-Support gehören.

Lässt sich fehlendes WLAN bei einem UHD-Blu-ray-Player nachrüsten?

Ja, im Zubehörhandel sind diverse WLAN-Adapter für die USB-Buchse erhältlich. Die meisten funktionieren herstellerübergreifend und bringen das Gerät kabellos ins Internet.

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 Test: Artboard

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