Die besten USB-Sticks

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Wir haben für Sie 30 aktuelle USB-Sticks getestet. Der beste USB-Stick mit 32 Gigabyte Speicherkapazität ist der Adata Choice UC350. Er liefert hohe Datenraten und eine lebenslange Garantie. Bei den Sticks mit 64 Gigabyte überzeugte uns der Samsung Fit am meisten. Und wer stolze 128 Gigabyte braucht, ist mit dem SanDisk Extreme Pro am besten bedient. Alle drei Modelle bieten nicht nur hohe, sondern auch sehr ausgewogene sequenzielle Schreib- und Leseraten.

USB-Sticks zählen zu den komfortabelsten Möglichkeiten, Daten zu transportieren, denn sie sind kompakt, robust und schnell einsatzfähig. Doch schon längst beschränken sich die portablen Speichermedien nicht mehr nur darauf, digitale Bilder, Dokumente, Videos oder Musik von A nach B zu übertragen. Die Sticks fungieren auch als Datensafe, Zugangsschlüssel oder als bootfähiges Betriebssystem-Laufwerk.

Ein USB-Stick sollte vor allem flott sein und Dateien jeglicher Art möglichst schnell vom und auf den PC oder andere Quellen übertragen. Deshalb haben wir verschiedene USB-Sticks mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten auf ihre Geschwindigkeit beim Lesen und Schreiben getestet.

Dabei haben wir uns auf Speichersticks mit den Kapazitäten 32, 64 und 128 Gigabyte konzentriert. Kleinere Sticks kosten oft kaum weniger als die 32-Gigabyte-Modelle und sind daher wenig sinnvoll, noch größere sind dagegen so teuer, dass sie nur für wenige interessant sind. Da kommt man mit einer externen Festplatte deutlich günstiger weg.

Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten unterscheiden sich bei verschiedenen Kapazitäten der selben Produktlinie mitunter erheblich. Wenn ein Stick in der 64-Gigabyte-Größe gut abschneidet, heißt das noch lange nicht, dass er in der 32- oder 128-Gigabyte-Größe ebenfalls gut ist. Daher haben wir die Sticks wenn möglich in den Versionen aller drei Kapazitäten gemessen. Und deshalb gibt es in jeder Größenklasse eigene Testsieger und Empfehlungen.

So haben wir getestet

Alle USB-Sticks wurden über einen USB-3.1-Anschluss (Gen 1, Typ A) getestet, denn der ist abwärtskompatibel. Mit USB 3.0 wurde 2011 eine höhere Datenübertragungsrate eingeführt, die die Bezeichnung »USB SuperSpeed« führt und eine theoretische Transferrate von bis zu 5 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) beherrscht. Schon 2013 kam das noch flottere USB 3.1 auf den Markt, das Daten mit theoretisch 10 Gbit/s transferieren kann – »USB SuperSpeedPlus« war geboren.

Doch bei der Namensgebung einigte sich die Industrie auf eine für den Kunden recht verwirrende Strategie: Geräte mit USB 3.0 die eine theoretische Übertragungsleistung von 5 Gbit/s an den Tag legen dürfen nun auch als »USB 3.1 Gen 1« bezeichnet werden. »Richtiges« USB 3.1 mit Transferraten von 10 Gbit/s werden als »USB 3.1 Gen 2« geführt.

USB Sticks im Test: Alle Modelle im Test

Dann ist da noch der Anschlusstyp, also die Form des Steckers und der entsprechenden Buchse. Mit Typ C ist es endlich egal, wie herum man den Stecker ins Gerät stöpselt. Beim größeren, herkömmlichen Typ A muss man den USB-Stecker noch richtig herum anschließen.

USB-Angaben verwirren

Viele glauben, dass die Bezeichnung »USB Typ-C« auch einen Datenübertragungsstandard einschließt, dem ist aber nicht so. »Typ C« bezieht sich ausschließlich auf die Form des Steckers. So kann es durchaus vorkommen, dass manche Geräte zwar einen USB-Typ-C-Stecker haben, aber nur den langsamen USB-2.0-Standard unterstützen. Vor dem Kauf sollte man also ganz genau hinschauen, welches Datenprotokoll tatsächlich zum Einsatz kommt. Vor allem bei Smartphones ist diese Angabe aber oft nur schwer zu finden.

Besonders flexibel einsetzbare USB-Sticks bieten neben einem Typ-A-Anschluss zusätzliche einen Typ-C-Stecker. So lassen sich die Sticks unter anderem auch mit Smartphones verbinden, die bereits einen Typ-C-Anschluss haben. Das bietet sich zum Beispiel an, wenn man sein privates Mobilgerät nicht mit fremden PCs verbinden möchte, aber dennoch Daten übertragen muss. Allerdings muss das Smartphone dafür auch die Technik USB-OTG (»On-the-Go«) unterstützen, um Daten von externen Speichermedien lesen zu können. Das lässt sich über die Herstellerangaben des Mobilgeräts oder über Gratis-Apps herausfinden.

Doch auch damit ist es leider noch nicht getan, denn OTG funktioniert nicht automatisch mit allen USB-Sticks, da manche etwas mehr Strom brauchen als die Schnittstellen der Mobilgeräte liefern können. Wieder andere Modelle setzen anstatt auf USB Typ C weiterhin auf den bisherigen Micro-USB-Standard. Doch auch Sticks ohne diese beiden Steckertypen können mit Hilfe von zusätzlichen Adaptern OTG nutzen.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Es gibt kaum noch Notebooks oder PCs, die keinen USB-Anschluss an Bord haben, der den 3.0-Standard unterstützt. Deshalb sollten Sie kein Geld für deutlich lahmere USB-Sticks mit USB 2.0 verschwenden, auch wenn es die schon für wenige Euro an fast jeder Ecke gibt. Denn in der Praxis kann das aktuellere Datenprotokoll in der gleichen Zeit das Zehnfache an Daten übertragen.

USB 2.0 ist nicht mehr zeitgemäß

Auch bezüglich der Datenmenge sollte man am besten zu einem Modell mit mindestens 32 Gigabyte Speicherkapazität greifen. Sticks mit geringeren Kapazitäten stoßen logischerweise schneller an ihre Grenzen, wenn es um den Transport von Daten geht und sind nicht so viel günstiger, dass sich das lohnen würde. Mehr geht natürlich immer, selbst 128 Gigabyte sind noch nicht das Ende der Fahnenstange, es gibt auch Modelle mit über einem Terabyte (rund 1000 Gigabyte) – doch die sind verdammt teuer.

Wenn Sie einen besonders robusten USB-Stick suchen, achten Sie auf die IP-Norm. Manche Modelle sind nach dieser Norm vor Staub und Wasser geschützt.

Dann gibt es da noch das Thema Garantie. Wir finden, dass Hersteller auf ihre USB-Sticks mindestens fünf Jahre Garantie gewähren sollten. Manche haben aber so viel Vertrauen in ihre Produkte, dass sie sogar eine lebenslange Garantie geben, in Deutschland heißt das: 30 Jahre. Dazu zählen beispielsweise die Hersteller Adata oder auch Silicon Power (SP).

Ein netter Bonus beim Kauf eines neuen Sticks ist Gratis-Software – egal ob als Download oder direkt auf dem Stick gespeichert. Sinnvoll sind beispielsweise Programme zum Verschlüsseln von Daten. Manche Hersteller wie beispielsweise SanDisk bieten auch Tools an, um versehentlich gelöschte Dateien wiederherzustellen.

Unsere Testumgebung

Der Chipsatz, das Betriebssystem und der Prozessor des PC, an dem der Speicherstick betrieben wird, haben großen Einfluss auf die Geschwindigkeiten. Wir haben für unseren Test einen PC mit Intel Core i7-5960X (Achtkern, übertaktet auf 3,7 Gigahertz pro Kern) verwendet. Der CPU stehen insgesamt 32 Gigabyte DDR4-3466 an Arbeitsspeicher vom Typ Corsair Vengeance LPX zur Seite (4 x 8 Gigabyte). Beim Mainboard handelt es sich um das MSI X99A Godlike Gaming mit dem Intel-X99-Chipsatz. Als Grafikkarte kommt eine AMD Radeon RX Vega 64 zum Einsatz. Das Betriebssystem Windows 10 Pro in der 64-Bit-Variante (Version 1709) ist auf einer via U.2 angebundenen SSD installiert.

Als Testprogramm zur Messung der Datenraten nutzten wir den kostenlos erhältlichen Crystaldiskmark in der aktuellen Version 6.0.0 und legten unseren Fokus vor allem auf die sequenziellen Datenraten beim Lesen und Schreiben. Dabei werden die Geschwindigkeiten in drei Durchgängen geprüft: Im Programm hört dieser Test auf »Seq Q32T1« und misst die Geschwindigkeit beim sequenziellen Lesen und Schreiben mit 128 Kilobyte großen Datenblöcken mit mehreren Daten-Queues und Threads. Diese Angabe informiert darüber, wie schnell der Speicher auf große Multimedia-Dateien zugreifen kann, wie flott Videos transkodiert werden können und wie flüssig sich Filme vom Speicher abrufen lassen – die Angabe erfolgt dabei in Megabyte pro Sekunde (MB/s).

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Kommentare

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K.P. Kliem
K.P. Kliem

Ein sehr guter Test, es ist wünschenswert, wenn andere Tests auch so hervorragend wären.

Melly Schmitt
Melly Schmitt

Danke für den Tollen Bericht und die Tipps das hilft mir sicher weiter den richtigen für mich zu finden 🙂