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Der beste Vakuumierer

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Vakuumierer Test: Vakuumierer Rommelsbacher
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 16 Vakuumierer getestet. Der beste für den Heimgebrauch ist für uns der Caso VC300 Pro. Er überzeugt durch solide Verarbeitung, alltagstaugliche Handhabung und einen praxistauglichen Aufbau mit Folien-Box und Cutter-Messer.

Update 24. Januar 2020

Wir haben fünf weitere Modelle in der heimischen Küche ausprobiert. Das Spitzenmodell von Caso, der VC300 Pro, wird neuer Testsieger. Das kompakte Gerät hat alles an Bord, was den häufigen Einsatz komfortabel macht. Der Rommelsbacher VAC-485 ist beim Bedienkomfort allerdings noch besser, hat aber das Manko seiner Langsamkeit. Der Toyuugo bringt auf engstem Raum fast alle Komfort-Features zusammen.

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7. Oktober 2019

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

Nicht erst seit die Sous Vide-Küche Deutschland erobert, haben viele Menschen die Vakuumierung für sich entdeckt. Denn Lebensmittel können im Vakuum nicht nur schonend und geschmackserhaltend gegart werden, sie sind auch länger haltbar, selbst außerhalb des Tiefkühlfachs.

Wir haben eine Auswahl der beliebtesten Vakuumierer und ein Folienschweißgerät für Privathaushalte getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Caso VC300 Pro

Test Vakuumierer: Caso VC300
Arbeitet schnell und ist beim Herstellen von Tüten als auch beim Vakuum produktiv, bietet eine komfortable Bedienung und ist dank der doppelten Schweißnaht sicher.

Der Caso VC300 Pro bietet mit seiner doppelten Schweißnaht Sicherheit und verbessert gegenüber den günstigen Modellen von Caso den Komfort erheblich. Er hat einen integrierten Cutter und schweißt Folien zügig in acht Sekunden. Durch die entnehmbare Tropfrinne müssen Sie nicht das ganze Gerät zur Spüle tragen.

Auslaufsicher

Rommelsbacher VAC 485

Der Rommelsbacher VAC 485 stellt beim Bedienkomfort selbst unseren Testsieger in den Schatten und ist dabei mit der doppelten Schweißnaht genauso dicht. Allerdings benötigt das VAC 485 ganze 18 Sekunden für einen Schweißvorgang, das wird nicht jeder mögen. Dafür ist es beim Pumpen mit 15 Litern pro Minute eines des schnellsten Geräte überhaupt.

Komfort entsteht durch eine integrierte Halterung für Folienrollen nebst einem Cutter-Messer. Sie haben also eine Station, die alles hat, hier muss niemand mit der Schere hantieren und unsaubere Schnitte setzen.

Einhand-Komfort

Rommelsbacher VAC 285

Der VAC 285 ist der kleine Bruder des VAC 485. Die Pumpe des 285ers ist schwächer, er hat eine einzelne Schweißnaht und er hat keine eingebaute Rollen-Box nebst Cutter. Im Übrigen ist die Bedienung identisch und mit dem einhändig zu bedienenden Fixierhebel unschlagbar komfortabel.

Gut & günstig

Toyuugo Vakuumierer

Test Vakuumierer: Toyuugo Vakuumierer
Alles an seinem Platz: Mulde für Folienrollen, integrierter Cutter, herausnehmbarer Auffangbehälter.

Keine Preise gefunden.

Der Toyuugo bietet für wenig Geld sehr viel Komfort und steht in vielen Aspekten unserem Favoriten in nichts nach. Er hat eine Mulde für Folienrollen, einen herausnehmbaren Auffangbehälter und ein Cutter-Messer im Deckel. Das beschleunigt die Herstellung der Tüten, wobei das Schweißen der einzelnen Naht weniger als zehn Sekunden dauert.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuslaufsicherEinhand-KomfortGut & günstig
ModellCaso VC300 ProRommelsbacher VAC 485Rommelsbacher VAC 285Toyuugo VakuumiererSeverin FS 3611Klarstein FoodLocker SlimCASO VC10CASO VC100Rommelsbacher VAC 110Geryon E5700-MSProfiCook PC-VK 1080Severin FS 3604Woltu EUGAD 0001FKJAmazon Basics VS2320EU
Test Vakuumierer: Caso VC300Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 485Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 285 VAC 285Test Vakuumierer: Toyuugo VakuumiererVakuumierer Test: Fs3611Test Vakuumierer: Klarstein FoodLocker SlimTest Vakuumierer: CASO VC10Test Vakuumierer: CASO VC100Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 110Test Vakuumierer: Geryon E5700-MSTest Vakuumierer: ProfiCook PC-VK 1080Test Vakuumierer: Severin FS 3604Test Vakuumierer: Woltu EUGAD 0001FKJTest Vakuumierer: Amazon Basics VS2320EU
Pro
  • Schnell
  • Doppelte Schweißnaht
  • Integrierter Cutter
  • Behälter entnehmbar
  • Kompakt mit separatem Folienbehälter
  • Doppelte Schweißnaht
  • Integrierter Cutter
  • Mit Folienbehälter
  • Bedienen mit einer Hand
  • Manuell-Taste: Perfekt für zarte Nahrungsmittel
  • Arbeitsfortschrittsskala
  • Bedienen mit einer Hand
  • Manuell-Taste: Perfekt für zarte Nahrungsmittel
  • Breite Schweißnaht
  • Box für Messer und Schlauch
  • Arbeitsfortschrittsskala
  • Folienbeutel-Mulde
  • Auffangbehälter entnehmbar
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Schweißnaht immer dicht, auch bei Flüssigkeiten
  • Behältervakuum mit Schlauch
  • Doppelte Schweißnaht
  • Herausnehmbarer Auffangbehälter
  • Einfaches Einlegen von Tüten
  • Ersatzdichtung liegt bei
  • Ausführliche Anleitung
  • Doppelte Schweißnaht
  • Ersatzdichtung liegt bei
  • Einfaches Einlegen der Tüten
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Ausführliche Anleitung
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Breite Einzelnaht
  • Ausführliche Anleitung
  • Solides Gehäuse
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Ausführlicher Anleitung
  • Solide, aus Edelstahl und Kunststoff
  • Schweißt auch bei Flüssigkeiten relativ zuverlässig
  • Solide, aus Edelstahl und Kunststoff
  • Gut bei empfindlichen Nahrungsmitteln, weil langsame Vakuummierung
  • Tüten unterschiedlicher Größen bauen
  • Kein Zerquetschen von Brot, Erdbeeren etc.
  • Kein Ansaugen von Flüssigkeit
  • Günstiges Verbrauchsmaterial
  • Schweißt auch Verpackungsfolie
  • Containeranschluss außen
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Breite Schweißnaht
  • Kein Vakuumschlauch für Behälter
  • Dünne Schweißnaht
Contra
  • Langsam beim Schweißen, 18 Sekunden
  • Große Abmessungen
  • Große Abmessungen
  • Behälter-Vakuum nur bei geöffneter Klappe
  • Deckel klappt oft von selbst zu
  • Vglw. minderwertiges Gehäuse
  • Touch-Tasten führen oft zu Fehlbedienung
  • LEDs bei Sonnenlicht nicht erkennbar
  • Mit Flüssigkeit oft nicht dicht
  • Mit Flüssigkeit oft nicht dicht
  • Ohne Behältervakuum
  • Mit Flüssigkeiten oft nicht dicht
  • Schlauchport unter dem Deckel
  • Schlauchport unter dem Deckel
  • Mit Flüssigkeiten nicht immer dicht
  • Touch-Tasten führen oft zur Fehlbedienung
  • Rudimentäre Anleitung
  • Langsame Vakuummierung
  • Flüssigkeit verhindert dichte Schweißnaht immer
  • Kein Vakuum, nur Luftabsaugung
  • Vglw. minderwertige Verarbeitung
  • Anleitung sehr schlecht übersetzt
  • Auffangbehälter nicht herausnehmbar
  • Vglw. langsames Versiegeln
  • Containeranschluss innen
  • Touch-Reaktion träge
  • Teilweise unsaubere Versiegelung
  • Versiegeln dauert lange
Bester Preis

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Warum halten Lebensmittel vakuumiert länger?

Beim Vakuumieren wird Luft mit einer Kolbenpumpe aus einem luftdichten Behälter oder einer Tüte gepumpt. Das entstehende Vakuum ist nahezu frei von Sauerstoff. Das verhindert Oxidations- und Zersetzungsprozesse von entsprechend verpackten Lebensmitteln. Sie bleiben dadurch deutlich länger frisch, egal ob man sie vakuumiert im Kühlschrank lagert oder einfriert. Eine Liste zur Haltbarkeit von vakuumierten Lebensmitteln finden Sie hier

Vakuumierer Test: Vakuumiergeraet U Caso Vc300
Vorbereitung Sous Vide: Das Gargut ist vakuumiert.

Sous Vide ist ein zweiter Grund dafür, Lebensmittel luftdicht in eine Folie einzuschweißen. Bei dieser Zubereitungsmethode wird Gemüse, Fleisch oder Obst gewürzt und unter Vakuum in eine Tüte eingeschweißt. Jetzt befindet sich fast keine Luft mehr am Lebensmittel und es kann in einem Wasserbad bei niedrigen Temperaturen schonend gegart werden. Mineralien und Vitamine bleiben weitestgehend erhalten bzw. werden nicht durch das Kochwasser ausgespült.

Erst mit Sous Vide ist es möglich, Fleisch oder Gemüse auf den Punkt zu garen, ohne dabei ein Kochexperte zu sein. Hierbei spielt es dann kaum eine Rolle, ob sie das Gemüse 45 oder 60 Minuten im Topf haben. Da beim Sous-Vide-Kochen die Temperatur aufs Grad genau eingestellt wird, kann man nichts matschig kochen.

Vakuum-Behälter und Flaschenverschluss von Klarstein, vor dem Rommelsbacher VAC 285
Vakuumbehälter und Flaschenverschluss von Rommelsbacher, dahinter der Rommelsbacher VAC 285.

Sous Vide funktioniert nur mit Tüten, ein Vakuum können Sie aber auch in speziellen Behältern bzw. mit speziellen Verschlüssen erzeugen. Solche Vakuumbehälter und deren Deckel sind robust gebaut, damit sie bei Unterdruck nicht unter dem atmosphärischen Druck zusammenbrechen. Letzterer sorgt bei einer Tüte dafür, dass sich die Folie ganz eng an den Inhalt anschmiegt.

Der Handel bietet zahlreiche universelle Vakuumbehälter bzw. Verschlüsse, zum Beispiel für Glasflaschen. Der Orangensaft im Kühlschrank bleibt damit deutlich länger frisch, die geraspelten Karotten ebenso.

Vakuumieren hilft bei der Vorratshaltung

Ein dritter Grund für die Vakuumierung ist Vorratswirtschaft: Sie können große Mengen an Nahrungsmitteln einkaufen und portionsgerecht einfrieren bzw. in den Kühlschrank legen. Wenn Sie gleich die passende Würzung dazugeben, können Sie die Nahrungsmittel direkt aus dem Froster in den (Sous-Vide-)Gartopf bringen.

Zum Sous Vide Garen muss alles in die Tüte. Sie können aber auch Vorräte portionsweise bzw. rezeptfertig einfrieren.
Zum Sous-Vide-Garen muss alles in die Tüte. Sie können aber auch Vorräte portionsweise bzw. rezeptfertig einfrieren.

Zum Vakuumieren benötigen Sie spezielle Folienbeutel mit Strukturwaben. Glatte Beutel funktionieren nicht, denn aus ihnen kann das Vakuumiergerät keine Luft heraussaugen, weil dann Folie gegen Folie drückt und abdichtet. Vakuumfolien gibt es als Beutel in verschiedenen Größen oder als Rolle. Bei letzterer können Sie sich die gewünschte Größe selbst mit der Schweißfunktion am Gerät herstellen.

Verpackungsfolie schweißen die meisten Vakuumierer, allerdings kann aus den glatten Tüten die Luft nicht herausgepumpt werden.
Auch normale Verpackungsfolie verschweißen die meisten Vakuumierer, allerdings kann aus den glatten Tüten die Luft nicht herausgepumpt werden.

Vakuumfolien sind generell universell. Wenn die Breite von 30 Zentimetern nicht überschritten wird, können Sie mit jedem Vakuumiergerät jede Tüte vakuumieren. Vakuumfolien sind deutlich stärker und robuster als übliche Gefrierbeutel. Sie haben eine Folienstärke von 0,16 Millimetern und größer.

Vakuumbeutel mit einer Größe von mehr als 30 Zentimetern können Sie an den von uns getesteten Vakuumiergeräten nicht nutzen. Geräte für Privathaushalte können höchstens das 30-Zentimeter-Format schweißen.

Es gibt Unterschiede: Breite Naht links versus dünne Naht rechts; und natürlich auch Doppelnaht
Es gibt Unterschiede: Breite Naht links versus dünne Naht rechts – und natürlich auch Doppelnaht.

Zwei Vakuumrollen mit einer Größe von 30 x 600 Zentimetern gibt es für rund 15 Euro. 50 Vakuumbeutel mit 15 x 20 Zentimetern kosten knapp acht Euro. Große Beutel, beispielsweise 100 Stück à 20 x 30 Zentimetern gibt es für 20 Euro. Da die Nebenkosten nicht ohne sind, empfehlen wir Ihnen Vakuumrollen. Die sind wirtschaftlicher.

Vakuumbeutel können prinzipiell gereinigt und wiederverwendet werden. Allerdings werden die Tüten mit der Zeit kleiner, weil sie ja oben die Schweißnaht abschneiden müssen.

Vakuumierer oder Folienschweißgerät?

Vakuumierer erzeugen mit ihrer Kolbenpumpe einen Unterdruck von bis zu -0,8 bar und schweißen dann die Folie zu. Folienschweißgeräte saugen dagegen lediglich mit einem Gebläse Luft aus der Tüte, sodass diese sich besser an den Inhalt anschmiegt.

So entstehen mit dem Folienschweißgerät handliche Pakete für den Froster, die aber noch relativ viel Luft enthalten. Folienschweißgeräte funktionieren dafür aber auch mit sehr dünnen und auch günstigeren Gefrierbeuteln ohne Wabenstruktur. Bei den relativ steifen Vakuumierbeuteln kann das Folienschweißgerät das Luftvolumen nicht verringern.

Severin FS 3604: ideal bei sensiblen Sachen, hier müssen Sie nicht auf das zerquetschen aufpassen denn es passiert nicht.
Severin FS 3604: Ideal bei sensiblen Sachen, hier müssen Sie nicht auf das Zerquetschen aufpassen, denn das passiert nicht.

Ein Folienschweißgerät ist für Sie dann interessant, wenn Sie vornehmlich für den Froster und hin und wieder für Sous Vide (Kochen im Wasserbad) Lebensmittel eintüten. Bei fragilen Lebensmitteln wie Erdbeeren oder Brot sind Sie mit dem Folienschweißgerät besser bedient, denn Sie müssen nicht aufpassen, dass der Inhalt nicht zerquetscht wird.

Folienschweißgeräte zerquetschen keine empfindlichen Lebensmittel

Einen Vakuumierer ist die bessere Wahl, wenn Sie hauptsächlich für Sous Vide Lebensmittel in die Tüte bringen. Mit den festen Vakuumpackungen, die fast luftleer sind, können Sie besser im Wasserbad kochen. Den Vakuumierer nehmen Sie auch, wenn Sie Lebensmittel im Kühlschrank länger haltbar machen wollen, etwa Käse, Wurst oder Schinken.

Bauarten

Grundsätzlich wird zwischen Außenvakuumierer und Kammervakuumierer unterschieden. Beim Kammervakuumierer wird der gesamte Siegelbeutel samt Inhalt in das Vakuumiergerät gelegt. Bei einem Außenvakuumierer wird lediglich die Öffnung des Beutels in den Vakuumierer eingelegt.

Alle Vakuumierer dieses Tests sind Außenvakuumierer. Kammergeräte sind für den professionellen Bereich konzipiert und kosten deutlich mehr – 600 Euro und mehr sind keine Seltenheit.

Außenvakuumierer benötigen, wie schon angesprochen, Tüten mit einer strukturierten Oberfläche, denn nur durch sie kann die Kolbenpumpe die Luft ordnungsgemäß absaugen. Im Kammervakuumierer werden sogenannte Siegelbeutel verwendet, die eine glatte Oberfläche aufweisen.

Flüssigkeiten lassen sich generell nicht gut vakuumieren. Alle Geräte saugen das Wasser an und überschwemmen damit den Auffangbehälter. Dickere Flüssigkeiten, zum Beispiel bei der Zubereitung von Sauce Hollandaise, können Sie vakuumieren, allerdings müssen Sie schnell sein und im richtigen Moment die Stopp-Taste drücken.

Wasser kann man nicht vakuumieren

Auch die Geräte mit einer »Nass«-Taste waren im Test nicht in der Lage, den Vorgang zu verkürzen, obwohl die Taste Einfluss auf die Pumpengeschwindigkeit haben sollte; es wird dann einfach langsamer gepumpt. Wenn Sie nicht manuell stoppen, geht viel Flüssigkeit in den Auffangbehälter verloren oder er läuft sogar über, was eine ziemliche Sauerei erzeugt.

Vakuumierer Test: Vakuumiergeraet Caso Vc300
Caso VC300 Pro: Am Bedienfeld kann die Pumpenstärke beeinflusst werden, hier an der Taste »Lebensmittel«. Flüssigkeiten werden dennoch aus der Tüte gesaugt.

In diesem Fall sind Sie mit einem Folienschweißgerät besser bedient – das saugt weder Wasser, noch Soße oder Marinade an. Die erzeugten Tüten taugen dann aber nicht für Sous Vide.

Brot, das viel Luft enthält, oder beispielsweise Erdbeeren werden im Vakuum durch den atmosphärischen Druck zerquetscht. Manche Geräte haben deshalb eine Auswahltaste, um den Vakuumdruck zu vermindern.

Wir haben es mit frischem Brot und frischen Erdbeeren ausprobiert. Die Tasten hatten in den meisten Fällen allerdings keinen Effekt. Was im normalen Modus zerdrückt wurde, wurde auch im »Gentle«- oder »Sensitive«-Mode zerdrückt. Nur bei den Erdbeeren klappt es bei einigen wenigen Modellen etwas besser.

Brot vakuumieren Sie am besten manuel, im Auto-Betrieb wird es von jedem Gerät zerquetscht.
Brot vakuumieren Sie am besten manuell, denn im Auto-Betrieb wird es von jedem Gerät zerquetscht.

Diese Regulierung soll auch das Aussaugen von Flüssigkeiten vermeiden, im Test hatte das jedoch bei keinem Gerät Erfolg. Schlussendlich sind Sie als Bediener gefragt: Sie müssen ein Auge auf das Zerquetschen bzw. auf die ansteigende Flüssigkeit haben, im richtigen Moment auf Stopp drücken und dann die Versiegelung manuell anstoßen.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns 16 Vakuumierer für Privathaushalte beschafft. Die Geräte kosten zwischen 30 und 150 Euro. Der Severin FS 3604 ist als Folienschweißgerät eine Ausnahme, zeigte uns aber sehr schön den Unterschied zu einem Vakuumierer.

Zuerst haben wir uns angesehen, wie die Geräte verarbeitet sind und welche Zusatzfunktionen sie bieten. Ist alles an seinem Platz? Welche Materialien wurden verwendet? Geht die Bedienung bequem von der Hand?

Anschließend ging es in den Küchentest: Wie gut lässt sich mariniertes Fleisch vakuumieren? Wird die eventuelle Flüssigkeit angesaugt? Solche Fragen haben uns beschäftigt, weshalb wir alle Testgeräte einem intensiven Praxistest unterzogen haben. Zum einen haben wir Alaska-Seelachs und roten Lachs für die Sous-Vide-Zubereitung inklusive Marinade bzw. Gewürzen vakuumiert.

Beim Gemüse waren es Brokkoli, Rosenkohl, Zucchini und Aubergine, die wir entsprechend mariniert und dann vakuumiert haben. Um zu überprüfen, wie der Vakuumierer mit sensiblen Speisen umgeht, haben wir Erdbeeren, Chips und Brotscheiben eingeschweißt.

Vakuumierer Test: Vakuumiergeraet Caso Vc300

Testsieger: Caso-VC300 Pro

Der Caso VC300 Pro arbeitet schnell und ist beim Herstellen von Tüten als auch beim Vakuum produktiv, komfortabel und mit der doppelten Schweißnaht sicher.

Die Bedienung des Caso VC300 Pro lässt kaum Gründe für Beanstandungen zu. Das Gerät steht dank seines Gewichts von 1,8 Kilogramm und den Gummifüßen sicher auf der Arbeitsplatte. Das Kabel können Sie auf Wunschlänge aufrollen und fixieren.

Testsieger

Caso VC300 Pro

Test Vakuumierer: Caso VC300
Arbeitet schnell und ist beim Herstellen von Tüten als auch beim Vakuum produktiv, bietet eine komfortable Bedienung und ist dank der doppelten Schweißnaht sicher.

Die Kunststoff-Box mit Deckel wird von hinten an den VC300 Pro gesteckt. Die Folienrolle wird durch das Scharnier nach vorn durchgezogen. Klappt man das Cutter-Messer aus dem Deckel herunter, kann die passende Tütengröße geschnitten werden.

Etwas suboptimal: Sofern man nicht die Folie jedes Mal wieder neu einlegen möchte, liegt selbige auf den Tasten. Ein großes Problem ist das nicht, schließlich ist die Folie durchsichtig und es sind keine Touch-Tasten.

Der Vakuumierer wird ganz klassisch durch kräftigen Druck auf die rechte und linke vordere Ecke fixiert. Rippen sorgen dafür, dass die Hand am nach vorn abfallenden Gehäuse nicht abrutscht.

Der Caso hat eine Taste zum manuellen Vakuumieren. Das hört sich gar nicht so wichtig an, ist für die Praxis aber eine großartige Funktion: Die Vakuumpumpe arbeitet nämlich nur dann, wenn ihr Finger auf der Taste liegt.

Sie müssen also, um den Vorgang zügig zu unterbrechen, nicht eine Stopp-Taste drücken, sondern einfach loslassen. Das ist praxistauglicher und bequemer als das Drücken einer Stopptaste.

Vakuumierer Test: Vakuumiergeraet Caso Vc300
Caso VC300: Dank des Kabelfachs liegt nur die passende Länge außen.

Bei vielen anderen Geräten läuft die Pumpe, bis wir Stopp drücken. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, der die Arbeit in der Praxis leichter macht. Jede Taste am Caso hat eine Status-LED in Rot. Bei aktivem Vorgang leuchtet sie, dann geht sie aus. Eine Fortschrittsbalken gibt es nicht. Leider gibt es keine kleinen Folien-Haltenasen in der Vakuumkammer wie beim Caso VC100. Die wären beim Anlegen des Beutels ein Fixierpunkt.

Unter dem Gerät befindet sich eine Kabelrolle zum Kürzen des Stromkabels. Der VC300 besitzt eine herausnehmbare Auffangrinne. So können Flüssigkeiten bequem über der Spüle ausgekippt werden.

Vakuumierer Test: Vakuumiergeraet Caso Vc300
Caso VC300: Der Vakuumschlauch kann am Gerät verstaut werden.

Sonderfunktionen

Mit dem Caso VC300 können Sie auch Behälter vakuumieren. Die Taste und der Port für den Vakuumierschlauch befinden sich praktischerweise links neben dem Tastenfeld. Damit Sie den Schlauch nicht verlieren, befindet sich die Aufbewahrungshalterung für denselben an der Geräterückseite. Alle Zubehörteile sind also dort, wo sie gebraucht werden – am Gerät.

Mit der »Lebensmittel«-Taste können Sie zwischen trockenen und nassen Lebensmitteln variieren. Der Pumpgeschwindigkeit wird bei feuchten Lebensmitteln reduziert. Im Test hatte die Taste aber keine Auswirkungen auf das Ansaugen von Marinade oder Öl. Auch in der Einstellung »Feucht« wurde selbiges angesaugt.

Stabilität und Wertigkeit

Der VC300 Pro ist mit 1,9 Kilogramm nicht das schwerste Gerät im Test. Die meisten Geräte wiegen 1,3 bis 1,8 Kilogramm, es gibt auch Modelle mit 2,7 Kilogramm. Ein ordentliches Gewicht ist deshalb wichtig, weil das Gerät dann auf seinen Gummifüßen rutschfest und stabil auf der Arbeitsfläche steht.

Der Deckel bleibt sicher in seiner geöffneten Position, es gibt aber keine Arretierung. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit, bei anderen Modellen klappte z.B. oftmals ungewollt der Deckel zu.

Küchen-Test

Wie gut lässt sich mariniertes Fleisch vakuumieren? Wird die eventuelle Flüssigkeit angesaugt? Solche Fragen haben uns beschäftigt, weshalb wir alle Testgeräte einen intensiven Praxistest unterzogen haben. Zum einen haben wir Alaska Seelachs und roten Lachs für die Sous-Vide-Zubereitung inklusive Marinade bzw. Gewürz vakuumiert.

Beim Gemüse waren es Brokkoli, Rosenkohl, Zucchini und Aubergine, die wir entsprechend mariniert und dann vakuumiert haben. Um zu überprüfen, wie der Vakuumierer mit sensiblen Sachen umgeht, haben wir Erdbeeren bzw. Chips und Brotscheiben eingeschweißt.

Der Caso VC300 Pro erledigte seinen Job in allen Fällen zur höchsten Zufriedenheit. Der Lachs wurde schön fest eingeschweißt. Wenn es allerdings Flüssigkeiten gab, die – wie auch von jedem anderen Vakuumierer – angesaugt wurden, hatte die Schweißnaht manchmal Schwierigkeiten. Die Tüte war dann nicht dicht und wir mussten eine zweite Schweißnaht darüber setzen.

Mit Flüssigkeiten unter der Schweißnaht haben allerdings fast alle Vakuumierer ein Problem, mal mehr mal minder. Eine Ausnahme ist der Severin FS 3611, den wir aufgrund zahlreicher Schwächen aber nicht mehr empfehlen.

Warum die Schweißnaht nicht sauber entsteht, das ist rein physikalischer Natur: Die Flüssigkeit entzieht dem Schweißband Hitze, weshalb die Temperaturen nicht hoch genug sind, um eine durchgehend intakte Naht zu erzeugen (Schmelzpunkt nicht erreicht).

Erdbeeren und Brotscheiben, also sensible Nahrungsmittel, die im Vakuum sehr schnell zerdrücken, gelingen mit dem Testsieger Caso VC300 Pro sehr gut. Das liegt aber nicht daran, dass die Maschine möglicherweise ein Zerdrücken bemerken würde, denn das kann sie nicht.

Es ist vielmehr die Taste »Vakuumstärke«, die nur bei aufgelegtem Finger die Kolbenpumpe in Bewegung setzt. Jetzt können Sie mit Blick auf das Lebensmittel selbst entscheiden, in welchem Moment die Vakuumierung stoppen soll.

Nachteile

Der Caso VC300 Pro hat einen Nachteil, unter dem fast alle anderen Haushaltsvakuumierer leiden: Flüssigkeiten in der Tüte verhindern oft eine dichte Schweißnaht. Ein jeder tut also gut daran, die Schweißnaht sofort zu überprüfen. Wenn sie nicht dicht erscheint, dann sofort manuell noch eine Naht darüber schweißen.

Caso VC300 Pro im Testspiegel

Online finden wir zwar jede Menge Tests und Meinungen zum Caso VC300 Pro, glaubwürdig sind aber keine. Es handelt sich ausschließlich um Datenblatt-Auswertungen. Offenbar waren wir die ersten, die das Gerät tatsächlich einmal in der Küche ausgepackt haben. Sofern wir zukünftig seriöse Testberichte finden, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Zwar ist unser Favorit die beste Wahl, aber leider auch die teuerste. Wer Geld sparen möchte oder mehr Wert auf die Handhabung legt, kann einen Blick auf unsere alternativen Empfehlungen werfen.

Auslaufsicher

Rommelsbacher VAC 485

Besonders dicht, aber auch besonders langsam! Ganze 18 Sekunden benötigt das Rommelsbacher VAC 485 für den Schweißvorgang. Das ist sehr lange, wenn man unseren Testsieger mit 8 Sekunden betrachtet und der hat ebenso eine doppelte Schweißnaht.

Dennoch halten wir den VAC 485 für empfehlenswert, denn er setzt die Stärken des VAC 285 fort und erweitert den Komfort konsequent. Der VAC 485 ist eine Station, mit der Sie ohne viele Handgriffe sauber zugeschnittene Folienbeutel herstellen und natürlich Vakuumieren.

Vakuumierer Test: Vakuumiergeraet Rommelsbacher Vac 485
Rommelsbacher VAC 485: integrierter Cutter.

Dazu hat der VAC 485 einen eingebauten Cutter für schön gerade Schnitte. Weil die Folienrolle in der Mulde darüber liegt, müssen Sie gar nicht mehr an der Rolle hantieren. Sie konzentrieren sich aufs Ziehen, Schneiden und Schweißen.

Einen Vakuumschlauch für Behälter hat das VAC 485 auch, der ist im Deckel geparkt. Parken klappt auch mit dem Stromkabel, das kann an der Unterseite passend aufgewickelt und fixiert werden. Das sorgt für Ordnung auf der Arbeitsplatte.

Der Rommelsbacher hat uns vor allem bei der Bedienung überzeugt. Das große und vergleichsweise wuchtige Gerät von 2,7 Kilogramm hat einen Griff, mit dem der Vakuumierer einhändig fixiert werden kann.

Die Einhandbedienung ist besonders dann hilfreich, wenn Sie gerade mit einer Hand in der Marinade stecken, um das Gargut in die Tüte zu bringen. Glauben Sie uns – Sie wollen den Vakuumierer dann nicht mit beiden Händen anfassen! Bei allen anderen Testgeräten ist das aber nötig. Dort muss die Arretierung durch Druck auf die rechte und die linke Geräteseite geschlossen werden.

Sehr gelungen ist das Sichtfenster: Hier blicken wir direkt in die Vakuumkammer und können bei ansteigender Flüssigkeit in der Folie rechtzeitig Stopp drücken. Damit man auch gut sehen kann, wurden zwei LEDs in die Vakuumkammer eingebaut. So etwas hat kein anderes Modell. Nicht zu verachten sind auch die zwei kleinen Folien-Haltenasen in der Vakuumkammer. Beim Anlegen des Beutels haben wir so einen Fixierpunkt.

Als eines der wenigen Geräte im Testfeld hat der Rommelsbacher eine LED-Anzeige, welche den Fortschritt des Vorgangs anzeigt. Gelungen ist auch die Manuell-Taste, hier wird nur bei gehaltener Taste Luft abgesaugt. So können Sie ein Vakuum bei sensiblen Inhalten wie Brot, Chips oder Erdbeeren exakt begrenzen.

Wir empfehlen den Rommelsbacher VAC 485 gemütlichen Zeitgenossen, denen es auf ein paar Sekunden mehr Wartezeit nicht ankommt, die aber den Komfort einer vollständigen Vakuumierstation genießen möchten.

Einhand-Komfort

Rommelsbacher VAC 285

Der Rommelsbacher VAC 285 ist das kleine Schwestermodell des VAC 485. Sie gleichen sich bei Optik und Bedienung sehr. Der 285er hat allerdings eine schwächere Unterdruckpumpe, keine regulierbare Pumpleistung, nur eine einfache Schweißnaht, keinen Rollenbehälter, keinen Cutter und kein beleuchtetes Sichtfenster in die Unterdruckkammer.

Leider hat der VAC 285 ebenfalls keine herausnehmbare Tropfwanne. Das wuchtige zwei Kilogramm schwere Gerät muss folglich ebenso zur Spüle gehoben werden, um die Rinne auszuschütten. Echter Komfort ist das nicht.

Das Bedienkonzept ist identisch mit dem VAC 485: Mit einem großen Hebel fixieren sie den Deckel und damit die Folie über dem Teflon-Band. Über den Anschluss rechts am Bedienfeld können Sie Behälter vakuumieren, nennenswert ist das besonders leichte Einstecken des Schlauches durch den Hartgummi-Anschluss.

Wir empfehlen den VAC 285 allen, die den Deckel bequem mit einer Hand fixieren wollen. Außerdem ist der 285er schneller beim Schweißen aufgrund der Single-Schweißnaht.

Gut & günstig

Toyuugo Vakuumierer

Test Vakuumierer: Toyuugo Vakuumierer
Alles an seinem Platz: Mulde für Folienrollen, integrierter Cutter, herausnehmbarer Auffangbehälter.

Keine Preise gefunden.

Der Toyuugo Vakuumierer hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für den halben Preis unseres Testsiegers hat das kompakte, aber standsichere Gerät von 1,5 Kilogramm einen Rollenbehälter, einen Cutter und eine herausnehmbare Auffangrinne an Bord. Außerdem kann das Stromkabel unten für die passende Länge in eine Mulde gestopft und fixiert werden.

Selbstredend kann der Toyuugo auch Behälter vakuumieren, ein entsprechender Schlauch liegt bei. Auch eine Ersatzdichtung für die Vakuumkammer ist im Lieferumfang enthalten. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das Bedienfeld mit dem beleuchteten Touch-Tasten funktioniert reaktionsschnell. Die Pumpenstärke kann mit der Taste »Food« etwas variiert werden, damit bei feuchten Lebensmitteln wie Fisch nicht zu viel Flüssigkeit aus dem Beutel gezogen wird.

Sehr schön ist auch die Skala, welche den Arbeitsfortschritt anzeigt. Mit seinen 120 Watt ist der Toyuugo ausreichend schnell unterwegs, mehr als zehn Sekunden benötigt er nicht fürs Schweißen.

Leider funktioniert das Behältervakuum nur bei geöffneter Klappe, weil der Port in der Vakuumkammer sitzt. So muss etwas umständlich die Taste am geöffneten Deckel gedrückt werden.

Wir empfehlen den Toyuugo allen, die ein erstklassiges Preis-Leistungs-Angebot suchen und kein Problem mit einem beschmierten Vakuumierer haben. Denn den Toyuugo müssen Sie jedes Mal mit beiden Händen fixieren.

Außerdem getestet

Klarstein FoodLocker Slim

Test Vakuumierer: Klarstein FoodLocker Slim

Keine Preise gefunden.

Der Klarstein FoodLocker Slim hat drei Vorteile: Er ist günstig, er versiegelt mit einer doppelten Schweißnaht und er hat einen herausnehmbaren Auffangbehälter. Das Gehäuse ist stabil gebaut, auch die Scharniere. An unseren Testsieger kommt er aber mangels Komfort (Zweihand-Arretierung) nicht heran. Der Klarstein kann auch keine Behälter vakuumieren.

Der Caso VC10 ist ein solides Einsteigergerät zu einem günstigen Preis, das nicht alles kann – doch was es kann, kann es gut. Er ist eine gute Alternative, wenn Sie die Behältervakuumierung nicht benötigen und Ihnen unsere Testsieger zu wuchtig, zu groß und zu teuer sind. Das Gerät schweißt mit einer Naht und kann keine Behälter vakuumieren. Feuchte Tüten kann der VC10 ebenso wenig zuverlässig abdichten wie die Mehrheit der anderen Testgeräte. Bei fragilen Inhalten, wie Brot oder Erdbeeren, müssen Sie rechtzeitig die Stopptaste und danach »Seal« zum manuellen Vakuumieren drücken.

Der handliche Woltu EUGAD 0001FKJ ist günstig, bietet allerdings keine Komfortaspekte und noch nicht einmal eine Taste zum manuellen Vakuumieren. Der Bediener kann aber den Automatikbetrieb stoppen, um dann manuell zu versiegeln. Positiv: Der Woltu schweißt in sechs bis zehn Sekunden zuverlässig, auch wenn Flüssigkeiten die Folie benetzen. Der Port für den Vakuumschlauch befindet sich rechts außen und nicht in der Vakuumkammer.

Amazon Basics VS2320EU

Test Vakuumierer: Amazon Basics VS2320EU

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Der handliche Amazon Basics VS2320EU versucht es zum Kampfpreis, scheitert aber an der langen Schweißzeit von etwa zehn Sekunden und an der öfters hakeligen Touch-Bedienung. Mit 120 Watt ist er allerdings auch nicht leistungsärmer als der Durchschnitt. Komfortaspekte, wie eine herausnehmbare Tropfrinne oder einen außenliegenden Port für den Vakuumschlauch, der nicht mitgeliefert wird, gibt es keine. Immerhin hat es für eine Kabelwicklung auf der Rückseite gereicht.

Der Severin FS 3611 ist in den Punkten Handhabung und Verarbeitung kein Musterschüler, hat aber eine große Stärke, die wir bei den anderen Konkurrenten vermissen: Die Schweißnaht dichtet immer perfekt ab, ganz gleich, ob wir trockene Folien oder Tüten mit Flüssigkeiten schweißen. Der Severin arbeitet hier zweifelsohne mit höheren Temperaturen. Das bemerken wir beim Schweißvorgang durch Verdampfungsgeräusche im Gerät. So etwas hörten wir bei keinem anderen Modell.

Komfortabel bedienbar wie unser Testsieger ist der Severin FS 3611 aber leider nicht. Der Deckel fällt gerne mal von allein zu und die Touch-Tasten bedienten wir hin und wieder ungewollt. Außerdem sind die integrierten Status-LEDs bei Sonnenlicht nicht sichtbar.

Der Severin FS 3611 kann Behälter vakuumieren, leider befindet sich der Anschluss für den Schlauch aber nicht oben am Gerät, sondern an der Seite. Wir mussten ziemlich kräftig den Stecker des Schlauches in die Öffnung schieben, damit ihn das Kunststoffventil nicht wieder herausschiebt. Eine ideale Lösung scheint das nicht zu sein.

Der Caso VC100 ist der kleine Bruder des VC300 Pro. Er kostet weniger, bietet aber nicht so viel Bedienungskomfort. Durch die doppelte Schweißnaht dichtet das Gerät trotz Flüssigkeiten oftmals ab, aber eben auch nicht immer. Ein Vorteil des VC100 ist sein herausnehmbarer Auffangbehälter.

Rommelsbacher VAC 110

Der Rommelsbacher VAC 110 ist der kleine Bruder des VAC 285. Im Vergleich bietet er weniger Komfort, denn er muss klassisch mit beiden Händen bedient werden. Der kleine Rommelsbacher kann Behälter vakuumieren, ein Vakuumschlauch ist an Bord. Leider befindet sich der Schlauchport unter dem Deckel, gleich daneben die entsprechende Bedientaste. Das ist eine etwas unschöne Lösung. Das VAC 110 bietet Tasten zur Regulierung der Versiegelungszeiten (nass, trocken) und zur Regulierung der Pumpengeschwindigkeiten. Das kann bei fragilen Lebensmitteln nützlich sein.

Der VAC 110 erzeugt nur eine einzelne Naht, die aber ziemlich breit ist. Im Karton liegt eine ausführliche Anleitung mit Aufbewahrungszeiten für typische Lebensmittel. Tüten mit Flüssigkeiten bekommt der kleine Rommelsbacher oft nicht dicht, damit ist aber in guter Gesellschaft.

Geryon E5700-MS

Test Vakuumierer: Geryon E5700-MS

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Der Geryon E5700-MS kommt mit einer ausführlichen Anleitung mit Richtlinien zur Lagerung ins Haus. Das Gerät aus Edelstahl und Kunststoff ist solide konstruiert. Es schweißt mit seiner einzelnen Naht auch bei Flüssigkeiten relativ zuverlässig, die Tüten sind aber, wie so oft, nicht immer dicht. Der Geryon E5700-MS hat eine »Sensitiv«-Taste, die den Unterdruck mindert und beispielsweise bei Erdbeeren oder Brot zum Einsatz kommt. Außerdem gibt es noch eine »Nass«-Taste. Sie erzeugt langsam Unterdruck, was bei Flüssigkeiten ganz sinnvoll ist, um bei ansteigender Nässe rechtzeitig Stopp zu drücken.

Der Geryon E5700-MS kann außerdem Behälter vakuumieren, der entsprechende Schlauch liegt bei. Leider befindet sich auch hier die Behältertaste unter dem Deckel, was wenig komfortabel ist. Etwas genervt waren wir außerdem von den Touch-Tasten: Sie führten oft zur Fehlbedienung, zumal die Pumpe auch startet, wenn der Deckel nicht geschlossen ist.

ProfiCook PC-VK 1080 bringt ein ansehnliches Edelstahl- und Hartplastikgehäuse auf die Arbeitsfläche. Das ist gut verarbeitet und hat auf der Unterseite eine praktische Kabelfixierung. ProfiCook eignet sich gut für sensible Nahrungsmittel, denn die Pumpe arbeitet vergleichsweise langsam, dafür gibt es auch eine entsprechende Taste. Flüssigkeiten verhindern auch hier oftmals ein luftdichtes Schweißen.