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Der beste Vakuumierer

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alle Vakuumierer im Test: CASO VC10, Rommelsbacher VAC 285, Klarstein FoodLocker Slim, CASO VC10, CASO VC100, Severin FS 3611, Severin FS 3604, Rommelsbacher VAC 110, Geryon E5700-MS, Padi Home, Crenova ZK-01, ProfiCook PC-VK 1080
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Der beste Vakuumierer für den Heimgebrauch ist für uns der Rommelsbacher VAC 285. Er überzeugt durch seine solide Verarbeitung aber vor allen Dingen durch seine alltagstaugliche Handhabung, die unterm Strich allen anderen Testgeräten überlegen ist.

Update 9. Juli 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte aktualisiert.

Nicht erst seit die Sous Vide-Küche Deutschland erobert, haben viele Menschen die Vakuumierung für sich entdeckt. Denn Lebensmittel können im Vakuum nicht nur schonend und geschmackserhaltend gegart werden, sie sind auch länger haltbar, selbst außerhalb des Tiefkühlfachs.

Wir haben eine Auswahl der beliebtesten Vakuumierer und ein Folienschweißgerät für Privathaushalte getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Rommelsbacher VAC 285

Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 285 VAC 285
Die Bedienung gelingt mit nur einer Hand, es gibt Anzeige des Arbeitsfortschritts, Behältervakuum und Tütenproduktion von der Rolle.

Der Rommelsbacher VAC 285 hat uns vor allem bei der Bedienung überzeugt. Das große und vergleichsweise wuchtige Gerät hat einen Griff, mit dem der Vakuumierer einhändig bedient werden kann. Der Vorteil ist nicht zu unterschätzen, bedenkt man, wie oft man in der Küche eine verschmierte Hand hat. Bei allen anderen Geräten müssen wir mit beiden Händen den Deckel kräftig rechts und links herunterdrücken.

Sehr gelungen ist auch das Sichtfenster: Hier blicken wir direkt in die Vakuumkammer und können bei ansteigender Flüssigkeit in der Folie rechtzeitig Stopp drücke. Der Rommelsbacher hat zudem eine LED-Anzeige, die den Fortschritt des Vakuumierens anzeigt. Ein Unikum ist die »Manuell«-Taste – hier wird nur bei gehaltener Taste Luft abgesaugt. So können Sie ein Vakuum bei sensiblen Inhalten wie Brot oder Erdbeeren exakt begrenzen. So viel Komfort bietet kein anderes Gerät im Testfeld.

Immer dicht

Severin FS 3611

Der Severin FS 3611 ist in den Punkten Handhabung und Verarbeitung kein Musterschüler, hat aber eine große Stärke, die wir bei den anderen Konkurrenten vermissen: Die Schweißnaht dichtet immer perfekt ab, ganz gleich, ob wir trockene Folien oder Tüten mit Flüssigkeiten schweißen.

Befindet sich Flüssigkeit im Bereich der Schweißnaht, erzeugen die meisten anderen Geräte keine zuverlässig dichte Naht. Der Severin FS 3611 erzeugte hingegen jedes Mal eine dichte Naht, weshalb wir das Gerät dann benutzten, wenn andere Vakuumierer die nassen Beutel nicht verschließen konnten.

So komfortabel bedienbar wie unser Testsieger ist der Severin FS 3611 aber leider nicht. Der Deckel fällt gerne mal von allein zu und die Touch-Tasten bedienten wir hin und wieder ungewollt.

Der Severin FS 3611 ist noch brandneu und online noch nicht erhältlich. Das soll sich laut Hersteller aber in den nächsten Tagen ändern.

Gut & günstig

Klarstein FoodLocker Slim

Test Vakuumierer: Klarstein FoodLocker Slim
Er schweißt trocken und nass sehr zuverlässig und bleibt durch den herausnehmbaren Auffangbehälter sauber.

Der FoodLocker Slim von Klarstein hat zwei Vorzüge, die ihn aus der Masse herausstechen lassen: Er erzeugt eine doppelte Schweißnaht und er hat einen herausnehmbaren Auffangbehälter. Die Schweißnaht sorgt dafür, dass auch Beutel mit Flüssigkeiten relativ zuverlässig abdichten. Das gelingt aber nicht immer.

Den herausnehmbaren Auffangbehälter werden Sie zu schätzen wissen, wenn Sie zum ersten Mal ihren Vakuumierer reinigen müssen. Beim FoodLocker Slim nehmen Sie einfach den Behälter heraus und schütten ihn aus.

Der CASO VC10 ist ein günstiges Gerät für Einsteiger, das nicht alles kann – doch was es kann, kann es gut. Der CASO VC10 ist eine gute Alternative zum FoodLocker Slim, wenn Sie die Behältervakuumierung nicht benötigen und Ihnen unser Testsieger zu wuchtig und groß ist.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerImmer dichtGut & günstigAuch gut
Modell Rommelsbacher VAC 285 Severin FS 3611 Klarstein FoodLocker Slim CASO VC10 CASO VC100 Rommelsbacher VAC 110 Geryon E5700-MS ProfiCook PC-VK 1080 Severin FS 3604
Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 285 VAC 285Vakuumierer Test: Fs3611Test Vakuumierer: Klarstein FoodLocker SlimTest Vakuumierer: CASO VC10Test Vakuumierer: CASO VC100Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 110Test Vakuumierer: Geryon E5700-MSTest Vakuumierer: ProfiCook PC-VK 1080Test Vakuumierer: Severin FS 3604
Pro
  • Bedienen mit einer Hand
  • Manuell-Taste: Perfekt für zarte Nahrungsmittel
  • Breite Schweißnaht
  • Box für Messer und Schlauch
  • Arbeitsfortschrittsskala
  • Schweißnaht immer dicht, auch bei Flüssigkeiten
  • Behältervakuum mit Schlauch
  • Doppelte Schweißnaht
  • Herausnehmbarer Auffangbehälter
  • Einfaches Einlegen von Tüten
  • Ersatzdichtung liegt bei
  • Ausführliche Anleitung
  • Doppelte Schweißnaht
  • Ersatzdichtung liegt bei
  • Einfaches Einlegen der Tüten
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Ausführliche Anleitung
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Breite Einzelnaht
  • Ausführliche Anleitung
  • Solides Gehäuse
  • Vakuumsschlauch für Behälter
  • Ausführlicher Anleitung
  • Solide, aus Edelstahl und Kunststoff
  • Schweißt auch bei Flüssigkeiten relativ zuverlässig
  • Solide, aus Edelstahl und Kunststoff
  • Gut bei empfindlichen Nahrungsmitteln, weil langsame Vakuummierung
  • Tüten unterschiedlicher Größen bauen
  • Kein Zerquetschen von Brot, Erdbeeren etc.
  • Kein Ansaugen von Flüssigkeit
  • Günstiges Verbrauchsmaterial
  • Schweißt auch Verpackungsfolie
Contra
  • Deckel klappt oft von selbst zu
  • Vglw. minderwertiges Gehäuse
  • Touch-Tasten führen oft zu Fehlbedienung
  • LEDs bei Sonnenlicht nicht erkennbar
  • Mit Flüssigkeit oft nicht dicht
  • Mit Flüssigkeit oft nicht dicht
  • Ohne Behältervakuum
  • Mit Flüssigkeiten oft nicht dicht
  • Schlauchport unter dem Deckel
  • Schlauchport unter dem Deckel
  • Mit Flüssigkeiten nicht immer dicht
  • Touch-Tasten führen oft zur Fehlbedienung
  • Rudimentäre Anleitung
  • Langsame Vakuummierung
  • Flüssigkeit verhindert dichte Schweißnaht immer
  • Kein Vakuum, nur Luftabsaugung
  • Vglw. minderwertige Verarbeitung
Bester Preis
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Worauf muss ich beim Kauf achten?

Beim Vakuumieren wird Luft mit einer Kolbenpumpe aus einem luftdichten Behälter oder einer Tüte gepumpt. Das entstehende Vakuum ist nahezu frei von Sauerstoff.

Bakterien benötigen Sauerstoff zum Überleben, weshalb ihnen das Abpumpen die Lebensgrundlage entzieht. Lebensmittel bleiben folglich länger frisch, denn die bakterielle Zersetzung wird durch das Vakuumieren etwa um den Faktor fünf verlangsamt – selbst ohne Einfrieren.

Vorbereitung Sous Vide: Gargut ist vakuumiert
Vorbereitung Sous Vide: Gargut ist vakuumiert.

Sous Vide ist ein zweiter Grund dafür, Lebensmittel luftdicht in eine Folie einzuschweißen. Bei dieser Zubereitungsmethode wird Gemüse, Fleisch oder Obst gewürzt und unter Vakuum in eine Tüte eingeschweißt. Jetzt befindet sich fast keine Luft mehr am Lebensmittel und es kann in einem Wasserbad bei niedrigen Temperaturen schonend gegart werden. Mineralien und Vitamine bleiben weitestgehend erhalten bzw. werden nicht durch das Kochwasser ausgespült.

Erst mit Sous Vide ist es möglich, Fleisch oder Gemüse auf den Punkt zu garen, ohne dabei ein Kochexperte zu sein. Hierbei spielt es dann kaum eine Rolle, ob sie das Gemüse 45 oder 60 Minuten im Topf haben. Da beim Sous-Vide-Kochen die Temperatur aufs Grad genau eingestellt wird, kann man nichts matschig kochen.

Vakuum-Behälter und Flaschenverschluss von Klarstein, vor dem Rommelsbacher VAC 285
Vakuumbehälter und Flaschenverschluss von Rommelsbacher, dahinter der Rommelsbacher VAC 285.

Sous Vide funktioniert nur mit Tüten, ein Vakuum können Sie aber auch in speziellen Behältern bzw. mit speziellen Verschlüssen erzeugen. Solche Vakuumbehälter bzw. deren Deckel sind robust gebaut, damit sie bei Unterdruck nicht unter dem atmosphärischen Druck zusammenbrechen. Letzterer sorgt bei einer Tüte dafür, dass sich die Folie ganz eng an den Inhalt anschmiegt.

Der Handel bietet zahlreiche universelle Vakuumbehälter bzw. Verschlüsse, zum Beispiel für Glasflaschen. Der Orangensaft im Kühlschrank bleibt damit deutlich länger frisch, die geraspelten Karotten ebenso.

Vakuumieren hilft bei der Vorratshaltung

Ein dritter Grund für die Vakuumierung ist Vorratswirtschaft: Sie können große Mengen an Nahrungsmitteln einkaufen und portionsgerecht einfrieren bzw. in den Kühlschrank legen. Wenn Sie gleich die passende Würzung dazugeben, können Sie die Nahrungsmittel direkt aus dem Froster in den (Sous Vide-) Gartopf bringen.

Zum Sous Vide Garen muss alles in die Tüte. Sie können aber auch Vorräte portionsweise bzw. rezeptfertig einfrieren.
Zum Sous Vide-Garen muss alles in die Tüte. Sie können aber auch Vorräte portionsweise bzw. rezeptfertig einfrieren.

Zum Vakuumieren benötigen Sie spezielle Folienbeutel mit Strukturwaben. Glatte Beutel funktionieren nicht, denn aus ihnen kann das Vakuumiergerät keine Luft heraussaugen, weil dann Folie gegen Folie drückt und abdichtet. Vakuumfolien gibt es als Beutel in verschiedenen Größen oder als Rolle. Bei letzterer können Sie sich die gewünschte Größe selbst mit der Schweißfunktion am Gerät herstellen.

Verpackungsfolie schweißen die meisten Vakuumierer, allerdings kann aus den glatten Tüten die Luft nicht herausgepumpt werden.
Auch normale Verpackungsfolie verschweißen die meisten Vakuumierer, allerdings kann aus den glatten Tüten die Luft nicht herausgepumpt werden.

Vakuumfolien sind generell universell. Wenn die Breite von 30 Zentimetern nicht überschritten wird, können Sie mit jedem Vakuumiergerät jede Tüte vakuumieren. Vakuumfolien sind deutlich stärker und robuster als übliche Gefrierbeutel. Sie haben eine Folienstärke von 0,16 Millimetern und größer.

Vakuumbeutel mit einer Größe von mehr als 30 Zentimetern können Sie an den von uns getesteten Vakuumiergeräten nicht nutzen. Geräte für Privathaushalte können höchstens das 30-Zentimeter-Format schweißen.

Es gibt Unterschiede: Breite Naht links versus dünne Naht rechts; und natürlich auch Doppelnaht
Es gibt Unterschiede: Breite Naht links versus dünne Naht rechts – und natürlich auch Doppelnaht.

Zwei Vakuumrollen mit einer Größe von 30 x 600 Zentimetern gibt es für rund 15 Euro. 50 Vakuumbeutel mit 15 x 20 Zentimetern kosten knapp acht Euro. Große Beutel, beispielsweise 100 Stück à 20 x 30 Zentimetern gibt es für 20 Euro. Da die Nebenkosten nicht ohne sind, empfehlen wir Ihnen Vakuumrollen. Die sind wirtschaftlicher.

Vakuumbeutel können prinzipiell gereinigt und wiederverwendet werden. Allerdings werden die Tüten mit der Zeit kleiner, weil sie ja oben die Schweißnaht abschneiden müssen.

Vakuumierer oder Folienschweißgerät?

Vakuumierer erzeugen mit ihrer Kolbenpumpe einen Unterdruck von bis zu -0,8 bar und schweißen dann die Folie zu. Folienschweißgeräte saugen dagegen lediglich mit einem Gebläse Luft aus der Tüte, sodass diese sich besser an den Inhalt anschmiegt.

So entstehen mit dem Folienschweißgerät handliche Pakete für den Froster, die aber noch relativ viel Luft enthalten. Folienschweißgeräte funktionieren dafür aber auch mit sehr dünnen und auch günstigeren Gefrierbeuteln ohne Wabenstruktur. Bei den relativ steifen Vakuumierbeuteln kann das Folienschweißgerät das Luftvolumen nicht verringern.

Severin FS 3604: ideal bei sensiblen Sachen, hier müssen Sie nicht auf das zerquetschen aufpassen denn es passiert nicht.
Severin FS 3604: Ideal bei sensiblen Sachen, hier müssen Sie nicht auf das Zerquetschen aufpassen denn das passiert nicht.

Ein Folienschweißgerät ist für Sie dann interessant, wenn Sie vornehmlich für den Froster und hin und wieder für Sous Vide (Kochen im Wasserbad) Lebensmittel eintüten. Bei fragilen Lebensmitteln wie Erdbeeren oder Brot sind Sie mit dem Folienschweißgerät besser bedient, denn Sie müssen nicht aufpassen, dass der Inhalt nicht zerquetscht wird.

Folienschweißgeräte zerquetschen keine empfindlichen Lebensmittel

Einen Vakuumierer ist die bessere Wahl, wenn Sie hauptsächlich für Sous Vide Lebensmittel in die Tüte bringen. Mit den festen Vakuumpackungen, die fast luftleer sind, können Sie besser im Wasserbad kochen. Den Vakuumierer nehmen Sie auch, wenn Sie Lebensmittel im Kühlschrank länger haltbar machen wollen, etwa Käse, Wurst oder Schinken.

Rommelsbacher VAC 285: Voller Einsatz für Sous Vide
Rommelsbacher VAC 285: Voller Einsatz für Sous Vide.

Bauarten

Grundsätzlich wird zwischen Außenvakuumierer und Kammervakuumierer unterschieden. Beim Kammervakuumierer wird der gesamte Siegelbeutel samt Inhalt in das Vakuumiergerät gelegt. Bei einem Außenvakuumierer wird lediglich die Öffnung des Beutels in den Vakuumierer eingelegt.

Alle Vakuumierer dieses Tests sind Außenvakuumierer. Kammergeräte sind für den professionellen Bereich konzipiert und kosten deutlich mehr – 600 Euro und mehr sind keine Seltenheit.

Außenvakuumierer benötigen wie schon angesprochen Tüten mit einer strukturierten Oberfläche, denn nur durch sie kann die Kolbenpumpe die Luft ordnungsgemäß absaugen. Im Kammervakuumierer werden sogenannte Siegelbeutel verwendet, die eine glatte Oberfläche aufweisen.

Flüssigkeiten lassen sich generell nicht gut vakuumieren. Alle Geräte saugen das Wasser an und überschwemmen damit den Auffangbehälter. Dickere Flüssigkeiten, zum Beispiel bei der Zubereitung von Sauce Hollandaise, können Sie vakuumieren, allerdings müssen Sie schnell sein und im richtigen Moment die Stopp-Taste drücken.

Wasser kann man nicht vakuumieren

Auch die Geräte mit einer »Nass«-Taste waren im Test nicht in der Lage, den Vorgang zu verkürzen, obwohl die Taste Einfluss auf die Pumpengeschwindigkeit haben sollte; es wird dann einfach langsamer gepumpt. Wenn Sie nicht manuell stoppen, geht viel Flüssigkeit in den Auffangbehälter verloren oder er läuft sogar über, was eine ziemliche Sauerei erzeugt.

In diesem Fall sind Sie mit einem Folienschweißgerät besser bedient – das saugt weder Wasser, Sauce noch Marinade an. Die erzeugten Tüten taugen dann aber nicht für Sous Vide.

ProfiCook PC-VK 1080: Tastenfeld, hier kann der Unterdruck beeinflusst werden.
ProfiCook PC-VK 1080: Am Tastenfeld kann der Unterdruck beeinflusst werden.

Brot, das viel Luft enthält, oder beispielsweise Erdbeeren werden im Vakuum durch den atmosphärischen Druck zerquetscht. Manche Geräte haben deshalb eine Auswahltaste, mit der sie den Vakuumdruck vermindern.

Wir haben es mit frischem Brot und frischen Erdbeeren ausprobiert. Die Tasten hatten in den meisten Fällen allerdings keinen Effekt. Was im normalen Modus zerdrückt wurde, wurde auch im »Gentle«- oder »Sensitive«-Mode zerdrückt. Nur bei den Erdbeeren klappt es bei einigen wenigen Modellen etwas besser.

Brot vakuumieren Sie am besten manuel, im Auto-Betrieb wird es von jedem Gerät zerquetscht.
Brot vakuumieren Sie am besten manuell, denn im Auto-Betrieb wird es von jedem Gerät zerquetscht.

Diese Regulierung soll auch das Aussaugen von Flüssigkeiten vermeiden, im Test hatte das jedoch bei keinem Gerät Erfolg. Schlussendlich sind Sie als Bediener gefragt: Sie müssen ein Auge auf das Zerquetschen bzw. auf die ansteigende Flüssigkeit haben, im richtigen Moment auf Stopp drücken und dann die Versiegelung manuell anstoßen.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns zehn Vakuumierer für Privathaushalte beschafft. Die Geräte kosten zwischen 30 und 100 Euro. Der Severin FS 3604 ist als Folienschweißgerät eine Ausnahme, es zeigte uns aber sehr schön den Unterschied zu einem Vakuumierer.

alle Vakuumierer im Test: CASO VC10, Rommelsbacher VAC 285, Klarstein FoodLocker Slim, CASO VC10, CASO VC100, Severin FS 3611, Severin FS 3604, Rommelsbacher VAC 110, Geryon E5700-MS, Padi Home, Crenova ZK-01, ProfiCook PC-VK 1080
Alle Vakuumierer im Test: CASO VC10, Rommelsbacher VAC 285, Klarstein FoodLocker Slim, CASO VC10, CASO VC100, Severin FS 3611, Severin FS 3604, Rommelsbacher VAC 110, Geryon E5700-MS, Padi Home, Crenova ZK-01, ProfiCook PC-VK 1080.

Zuerst haben wir uns angesehen, wie die Geräte verarbeitet sind und welche Zusatzfunktionen sie bieten. Ist alles an seinem Platz? Welche Materialien wurden verwendet? Geht die Bedienung bequem von der Hand?

Anschließend ging es in den Küchentest: Wie gut lässt sich mariniertes Fleisch vakuumieren? Wird die eventuelle Flüssigkeit angesaugt? Solche Fragen haben uns beschäftigt, weshalb wir alle Testgeräte einem intensiven Praxistest unterzogen haben. Zum einen haben wir Alaska-Seelachs und roten Lachs für die Sous Vide-Zubereitung inklusive Marinade bzw. Gewürzen vakuumiert.

Beim Gemüse waren es Brokkoli, Rosenkohl, Zucchini und Aubergine, die wir entsprechend mariniert und dann vakuumiert haben. Um zu überprüfen, wie der Vakuumierer mit sensiblen Speisen umgeht, haben wir Erdbeeren und Brotscheiben eingeschweißt.

Testsieger: Rommelsbacher VAC 285

Der Rommelsbacher macht einfach Spaß. Der Vakuumierer ist gut verarbeitet, steht dank seines hohen Gewichts stabil an seinem Platz und bietet eine komfortable Bedienung. Kleinere Mängel, wie etwa der fehlende Auffangbehälter, trüben die Freude da nur unwesentlich.

Testsieger

Rommelsbacher VAC 285

Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 285 VAC 285
Die Bedienung gelingt mit nur einer Hand, es gibt Anzeige des Arbeitsfortschritts, Behältervakuum und Tütenproduktion von der Rolle.

Der Rommelsbacher war mit knapp 1,9 Kilogramm das schwerste Gerät im Test. Die meisten Geräte wiegen 1,3 bis 1,4 Kilogramm. Ein ordentliches Gewicht ist wichtig, weil das Gerät dann rutschfest und stabil auf seinen Gummifüßen auf der Arbeitsfläche steht.

Die Bedienung des Rommelsbacher VAC 285 gibt keinen Grund für Beanstandungen. Das Gerät besitzt einen großen Griff, der eine Arretiermechanik steuert, und steht dank seines Gewichts fest auf der Tischplatte. Der Deckel bleibt sicher in seiner geöffneten Position und hat auch noch einen kleinen Widerstand eingebaut, damit er nicht von selbst oder bei Erschütterungen zufällt.

Man kann den Deckel einhändig öffnen und schließen und durch Herunterdrücken des Griffes jeweils in Park- oder Betriebsposition gehen. Bei der Betriebsposition (Schlosssymbol) drückt der Deckel straff gegen die Schweißnaht. So wird auch die Folie zusammengepresst und es entsteht eine saubere Naht.

Rommelsbacher VAC 285: Dank des Hebels können Sie das Gerät mit nur einer Hand bedienen. Sehr praktisch, wenn die zweite gerade mit Marinade verklebt ist.
Rommelsbacher VAC 285: Dank des Hebels kann man das Gerät mit nur einer Hand bedienen – sehr praktisch, wenn die zweite gerade mit Marinade verklebt ist.

Die Einhandbedienung ist besonders dann hilfreich, wenn Sie gerade mit einer Hand in der Marinade stecken um das Gargut in die Tüte zu bringen. Sie wollen den Vakuumierer dann nicht mit beiden Händen anfassen. Bei allen anderen Testgeräten ist das aber nötig. Dort muss die Arretierung durch Druck auf die rechte und die linke Geräteseite geschlossen werden.

Der Rommelsbacher hat eine Taste zum manuellen Vakuumieren. Das hört sich gar nicht so wichtig an, ist für die Praxis aber toll: Die Vakuumpumpe arbeitet nämlich nur dann, wenn Ihr Finger auf der Taste liegt. Sie müssen also, um den Vorgang zügig zu unterbrechen, nicht etwa eine Stopptaste drücken, sondern einfach loslassen. Das ist praxistauglicher und bequemer.

Die einhändige Bedienung ist im Alltag ein großer Vorteil

Status-LEDs am VAC 285 zeigen an, wie weit der Vakuumiervorgang bzw. das Versiegeln fortgeschritten ist. So gut wird man bei keinem der Kontrahenten informiert.

Nicht zu verachten sind auch die zwei kleinen Folienhaltenasen in der Vakuumkammer. Beim Anlegen des Beutels haben wir so einen Fixierpunkt. Das bietet sonst nur noch der CASO VC100.

Rommelsbacher VAC 285: Wasser wird eingesaugt, das macht jeder Vakuumierer
Rommelsbacher VAC 285: Wasser wird eingesaugt – wie bei jedem Vakuumierer.

Das Gerät hat ein Sichtfenster, durch das Sie direkt in die Vakuumkammer blicken können. Dort liegt die eingelegte Folie und Sie sehen die ansteigenden Flüssigkeiten, die sich in die Auffangrinne ergießen. In diesem Moment können Sie rechtzeitig Stopp drücken, um den Verlust von Marinade etc. zu beschränken.

Reinigung: wenn Flüssigkeiten angesaugt werden, dann müssen Sie die Rinne bzw. den Behälter reinigen. Geräte mit einem entnehmbaren Behälter sind klar im Vorteil.
Reinigung: Wenn Flüssigkeiten angesaugt werden, müssen Sie die Rinne bzw. den Behälter reinigen. Geräte mit einem entnehmbaren Behälter sind klar im Vorteil.

Unter dem Gerät befindet sich eine Kabelrolle zum Kürzen des Stromkabels. Leider besitzt der Rommelsbacher VAC 285 nur eine Auffangrinne und keinen herausnehmbaren Auffangbehälter für Flüssigkeiten. Dies wäre die Krönung beim Thema Komfort gewesen. Besser machen das der Klarstein FoodLocker Slim und der CASO VC100.

Zusatzfunktionen

Mit dem Rommelsbacher kann man auch Behälter vakuumieren. Die Taste und der Anschluss für den Vakuumierschlauch befinden sich praktischerweise direkt auf dem Tastenfeld. Damit Sie den Schlauch nicht verlieren, befindet sich eine entsprechende Aufbewahrungshalterung direkt unter dem Deckel. Dort befindet sich auch ein kleiner Slot für das mitgelieferte Folienmesser. Alle Zubehörteile sind also genau da, wo man sie braucht. Klasse!

Alle Zubehörteile sind da, wo man sie braucht

Eine Funktion zum Vakuumieren von Behältern hat das Testgerät ebenfalls. Der entsprechende Schlauch, der unter dem Deckel lagert, wird direkt neben dem Menüfeld angeschlossen. Das andere Ende kommt an die entsprechende Buchse eines Vakuum-Containers. Damit die Vakuumierung läuft, muss der Hebel des Rommelsbacher komplett heruntergedrückt werden.

Mit der »Lebensmittel«-Taste können Sie zwischen trockenen und nassen Lebensmitteln wählen. Der Pumpgeschwindigkeit wird bei feuchten Lebensmitteln reduziert. Im Test konnten wir aber keine Auswirkungen auf das Ansaugen von Marinade oder Öl feststellen. Auch in der Einstellung »Feucht« wurden Flüssigkeiten angesaugt.

Rommelsbacher VAC 285: das Bedienfeld mit der Manuell-Taste und einer Statusanzeige für den Fortschritt des Vorgangs.
Rommelsbacher VAC 285: Das Bedienfeld mit der »Manuell«-Taste und einer Statusanzeige für den Fortschritt des Vorgangs.

Die »Manuell«-Taste ist in dieser Form einzigartig. Manuelles Vakuumieren (ohne Schweißen) mit einer entsprechenden Taste bieten zwar auch viele andere Geräte, doch hier bei Rommelsbacher stoppt die Pumpe, sobald wir den Finger von der Taste nehmen. Bei allen anderen Geräten läuft die Pumpe, bis wir Stopp drücken. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied, der die Arbeit in der Praxis leichter macht.

Praxis-Test

Der Rommelsbacher VAC 285 erledigte seinen Job in den meisten Fällen zur höchsten Zufriedenheit. Der Lachs wurde schön fest eingeschweißt. Wenn es allerdings Flüssigkeiten gab, die – wie auch von jedem anderen Vakuumierer – angesaugt wurden, hatte die Schweißnaht Schwierigkeiten. Die Tüte war oftmals nicht dicht und wir mussten einen zweiten Versuch starten.

Warum die Schweißnaht nicht sauber entsteht, ist rein physikalischer Natur: Die Flüssigkeit entzieht dem Schweißband Hitze, die Temperaturen sind dann nicht hoch genug, um eine intakte Naht zu schweißen, weil der Schmelzpunkt nicht erreicht wird.

Die Schweißnaht des Rommelsbacher VAC 285 ist an sich nicht schlecht, es ist eine einfache aber breite Naht.
Die Schweißnaht des Rommelsbacher VAC 285 ist an sich nicht schlecht. Es handelt sich um eine einfache, breite Naht.

Erdbeeren und Brotscheiben, also sensible Speisen, die im Vakuum sehr schnell zerdrückt werden, gelingen mit dem Rommelsbacher VAC 285 sehr gut. Dies liegt aber nicht daran, dass die Maschine möglicherweise ein Zerdrücken bemerken würde, denn das kann sie nicht.

Nein, auch unser Testsieger zerquetscht ein Brot. Es ist vielmehr die Taste »Manuell«, die nur bei aufgelegtem Finger die Kolbenpumpe in Bewegung setzt. Jetzt können Sie mit Blick auf die Erdbeeren bzw. das Brot selbst entscheiden, in welchem Moment die Vakuumierung stoppen soll.

Rommelsbacher VAC 285: Tütenproduktion von der Rolle, hier ziehen wir die Tüten oben durch und schweißen unten die nächste.
Tütenproduktion von der Rolle – wir ziehen die Tüten oben durch und schweißen unten die nächste.

Nachteile

Der Rommelsbacher VAC 285 hat einen Nachteil, unter dem fast alle anderen Haushaltsvakuumierer leiden: Flüssigkeiten in der Tüte verhindern oft eine dichte Schweißnaht. Man tut also bei feuchten Nahrungsmitteln immer gut daran, die Schweißnaht sofort zu überprüfen. Wenn sie nicht dicht erscheint, sollte man einfach noch eine zweite Naht darüber schweißen.

Rommelsbacher VAC 285 im Testspiegel

Online finden wir zwar Vakuumierer-Tests, unser Testsieger Rommelsbacher VAC 285 ist aber noch nirgendwo dabei. Kein Wunder, immerhin handelt es sich um ein brandneues Modell 2018. Sobald wir Testberichte finden, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Immer dicht

Severin FS 3611

Der Severin FS 3611 hat uns vor allem aus einem Grund gefallen: Seine Schweißnaht ist immer dicht, auch bei Flüssigkeiten in der Tüte – und das obwohl es keine Doppelnaht ist. Sämtliche Folien hat der FS 3611 im ersten Anlauf dicht verschweißt – so zuverlässig war kein anderes Gerät im Testfeld, auch nicht der Testsieger.

Severin arbeitet hier zweifelsohne mit höheren Temperaturen. Das bemerken wir beim Schweißvorgang durch Verdampfungsgeräusche im Gerät. So etwas hörten wir bei keinem anderen Modell.

Severin FS 3611: eine dichte Schweißnaht, auch bei Flüssigkeiten, das schaffte nur der Severin
Severin FS 3611: Eine dichte Schweißnaht, auch bei Flüssigkeiten? Das schaffte nur der Severin.

Der Severin FS 3611 kann ebenfalls Behälter vakuumieren, der entsprechende Schlauch wird mitgeliefert. Leider befindet sich der Anschluss für den Schlauch nicht oben am Gerät, sondern an der Seite. Wir müssen ziemlich kräftig den Stecker des Schlauches in die Öffnung schieben, damit ihn das Kunststoffventil nicht wieder herausschiebt. Eine ideale Lösung scheint das nicht zu sein. Mit der Taste »Canister« kann dann die Vakuumierung von Flaschen oder Behältern gestartet werden.

Unter dem Severin befindet sich eine Kabelfixierung, um ein zu langes Stromkabel auf die gewünschte Länge zu kürzen.

Tatsächlich ist es vor allem die erstklassige Schweißzuverlässigkeit, für die wir den Severin FS 3611 empfehlen können, denn leider hat der Vakuumierer einige Nachteile. Das Gerät ist ungünstig konstruiert, der Deckel fällt oft von selbst zu, gerade bei Erschütterungen oder wenn man ihn beim Hantieren nur ein klein wenig berührt. Die Scharniere haben in der Mechanik keine Ruheposition wie beim Testsieger.

Severin FS 3611: die Touch-Tasten betätigen wir beim Hantieren oft ungewollt, bei Druck-Tasten passiert das nicht.
Severin FS 3611: Die Touch-Tasten betätigen wir beim Hantieren oft ungewollt, bei Druck-Tasten passiert das nicht.

Die Touch-Tasten werden beim Hantieren hin und wieder versehentlich betätigt und dabei das Gerät in Gang gesetzt, denn dummerweise startet die Vakuumierung auch bei einem geöffneten Deckel. Außerdem sind die integrierten Status-LEDs bei Sonnenlicht nicht sichtbar. Wenn Sie also eine sonnendurchflutete Arbeitsfläche in der Küche haben, werden Sie nicht erkennen, ob die LEDs leuchten oder nicht.

Die Anleitung fällt leider äußerst rudimentär aus. Der Hersteller beschreibt nur die nötigsten Bedienaspekte, verzichtet aber auf technische Spezifikationen (Leistung, Pumpendruck etc.) und Tipps für die praktische Arbeit in der Küche.

Das Hochglanz-Hartplastikgehäuse erscheint uns qualitativ minderwertiger als das des Testsiegers. Gerade der Hochglanz-Look wirkt auf uns für den Einsatz in der Küche unpassend.

Der Severin FS 3611 ist dennoch die beste Wahl für alle, die oft flüssige Lebensmittel vakuumieren, denn hier macht die zuverlässige Schweißnaht einen großen Unterschied.

Gut & günstig

Klarstein FoodLocker Slim

Test Vakuumierer: Klarstein FoodLocker Slim
Er schweißt trocken und nass sehr zuverlässig und bleibt durch den herausnehmbaren Auffangbehälter sauber.

Der Klarstein FoodLocker Slim hat drei Vorteile: Er ist günstig, er versiegelt mit einer doppelten Schweißnaht und er hat einen herausnehmbaren Auffangbehälter.

Die doppelte Schweißnaht sorgt für ein zuverlässig dichtes Schweißergebnis. Allerdings trifft das nicht bei Flüssigkeiten zu: Dann ist die Schweißnaht hin und wieder unterbrochen und wir müssen einen zweiten Versuch starten.

Klarstein FoodLocker Slim: Dank der doppelten Schweißnaht sind Tüten mit Flüssigkeiten oft - aber nicht immer - dicht.
Klarstein FoodLocker Slim: Dank der doppelten Schweißnaht sind Tüten mit Flüssigkeiten oft – aber nicht immer – dicht.

Mit diesem Nachteil befindet sich der FoodLocker Slim aber in guter Gesellschaft, denn bis auf Severin FS 3611 schwächeln alle Geräte bei feuchten Folien. Der FoodLocker Slim macht es aber häufig besser als seine Konkurrenten – der doppelten Schweißnaht sei Dank.

Der herausnehmbare Auffangbehälter scheint nur ein kleines, unwichtiges Detail zu sein. Doch in der Praxis werden Sie schnell merken, wie nützlich es ist, einen solchen Behälter herausnehmen und ausgießen zu können. Bei allen anderen Geräten, bis auf CASO VC100, müssen wir die ganze Maschine über die Spüle heben und dann läuft noch die ölige Marinade über den Dichtungsring der Vakuumkammer.

Weitere praktische Details sind die Kabelfixierung am Boden des Gerätes und die Folienfixierung in der Vakuumkammer. Die ist sehr nützlich, denn die Folie kann nicht verrutschen bevor man den Deckel schließt. Das vereinfacht die Sache sehr.

Das Gehäuse ist stabil gebaut, auch die Scharniere. Qualitativ ist der Klarstein FoodLocker Slim in unseren Augen hochwertiger als der Severin FS 3611. An unseren Testsieger kommt er aber schon mangels Komfort (Zweihand-Arretierung) nicht heran. Der Klarstein kann auch keine Behälter vakuumieren.

Der CASO VC10 ist ein solides Einsteigergerät zu einem günstigen Preis. Es schweißt mit einer Naht und kann keine Behälter vakuumieren. Feuchte Tüten kann der VC 10 ebenso wenig zuverlässig abdichten wie die Mehrheit der anderen Testgeräte. Bei fragilen Inhalten, wie Brot oder Erdbeeren, müssen Sie rechtzeitig die Stopptaste drücken und danach »Seal« zum manuellen Vakuumieren.

Der Hersteller legt eine Ersatzdichtung für die Vakuumkammer bei. Die mehrsprachige Anleitung ist sehr ausführlich und bietet sogar einige Nahrungsmitteltipps für den Küchengebrauch.

Der CASO VC10 ist der richtige Kandidat für Sie, wenn Sie nur alle paar Monate einmal für den Froster oder für Sous Vide Lebensmittel in die Tüte bringen. Für den häufigen Einsatz empfehlen wir unseren Testsieger, der mit seiner Einhand-Arretierung wesentlich komfortabler ist.

Außerdem getestet

Der CASO VC100 ist der große Bruder des VC10. Er kostet ähnlich viel wie unser Testsieger, bietet aber nicht so viel Bedienungskomfort. Durch die doppelte Schweißnaht dichtet das Gerät trotz Flüssigkeiten oftmals ab, aber eben auch nicht immer. Wie beim kleinen Bruder liegt auch hier eine Ersatzdichtung für die Vakuumkammer bei. Ein Vorteil des VC 100 ist sein herausnehmbarer Auffangbehälter. Da dieser eine nahezu geschlossene Form hat, ist er gleichzeitig eine Arretierungshilfe beim Anlegen der Folie. Insofern ist das Gerät etwas komfortabler als der VC10, der nur eine Auffangrinne für Flüssigkeiten hat.

Der CASO VC100 kann Behälter vakuumieren, ein Vakuumschlauch liegt bei. Sondertasten zur Regulierung des Vakuumdrucks bzw. der Zeit hat das Gerät nicht. Das nicht zwangsläufig ein Nachteil, da wir bei den anderen Geräten oftmals keinen echten Vorteil aus diesen Funktionstasten gesehen haben. Bei Flüssigkeiten oder sensiblen Sachen ist es immer der Bediener, der rechtzeitig die Stopptaste drücken muss.

Der CASO VC100 ist an sich nicht schlecht, sticht aber durch keinerlei Merkmale aus seiner Preisklasse heraus, sodass er dem Testsieger unterlegen ist.

Rommelsbacher VAC 110

Der Rommelsbacher VAC 110 ist der kleine Bruder unseres Testsiegers VAC 285. Im Vergleich bietet er weniger Komfort, denn er muss klassisch mit beiden Händen bedient werden. Der kleine Rommelsbacher kann Behälter vakuumieren, ein Vakuumschlauch ist an Bord. Leider befindet sich der Schlauchport unter dem Deckel, gleich daneben die entsprechende Bedientaste. Das ist eine etwas unschöne Lösung. Das VAC 110 bietet Tasten zur Regulierung der Versiegelungszeiten (nass, trocken) und zur Regulierung der Pumpengeschwindigkeiten. Das kann bei fragilen Lebensmitteln nützlich sein.

Der VAC 110 erzeugt, wie unser Testsieger, nur eine einzelne Naht, die aber ziemlich breit ist. Im Karton liegt eine ausführliche Anleitung mit Aufbewahrungszeiten für typische Lebensmittel. Tüten mit Flüssigkeiten bekommt der kleine Rommelsbacher oft nicht dicht, damit ist aber in guter Gesellschaft.

Der Geryon E5700-MS kommt mit einer ausführlichen Anleitung mit Richtlinien zur Lagerung ins Haus. Das Gerät aus Edelstahl und Kunststoff ist solide konstruiert. Es schweißt mit seiner einzelnen Naht auch bei Flüssigkeiten relativ zuverlässig, die Tüten sind aber, wie so oft, nicht immer dicht. Der Geryon E5700-MS hat eine »Sensitiv«-Taste, die den Unterdruck mindert und beispielsweise bei Erdbeeren oder Brot zum Einsatz kommt. Außerdem gibt es noch eine »Nass«-Taste. Sie erzeugt langsam Unterdruck, was bei Flüssigkeiten ganz sinnvoll ist, um bei ansteigender Nässe rechtzeitig Stopp zu drücken.

Der Geryon E5700-MS kann außerdem Behälter vakuumieren, der entsprechende Schlauch liegt bei. Leider befindet sich auch hier die Behältertaste unter dem Deckel, was wenig komfortabel ist. Etwas genervt waren wir außerdem von den Touch-Tasten: Sie führten oft zur Fehlbedienung, zumal die Pumpe auch startet, wenn der Deckel nicht geschlossen ist.

ProfiCook PC-VK 1080

ProfiCook PC-VK 1080 bringt ein ansehnliches Edelstahl- und Hartplastikgehäuse auf die Arbeitsfläche. Das ist gut verarbeitet und hat auf der Unterseite eine praktische Kabelfixierung. ProfiCook eignet sich gut für sensible Nahrungsmittel, denn die Pumpe arbeitet vergleichsweise langsam, dafür gibt es auch eine entsprechende Taste. Flüssigkeiten verhindern auch hier oftmals ein luftdichtes Schweißen.

Die rudimentäre Anleitung genügt zwar, um den ProfiCook PC-VK 1080 in Betrieb zu nehmen, hier hätten wir uns aber ein paar praktische Küchentipps bezüglich der Nahrungsmittel gewünscht.

Der Severin FS 3604 ist kein Vakuumierer, sondern ein Folienschweißgerät. Als solches erzeugt er keinen Unterdruck. Das Modell hat daher keine Kolbenpumpe, sondern nur ein Gebläse, das etwas Luft aus der Tüte abgesaugt.

Ein Folienschweißgerät nutzen Sie in erster Linie, um Tüten verschiedener Größen zu bauen, die dann mit Inhalt in den Froster kommen. Ideal ist das für fragile Inhalte wie Brot, Erdbeeren oder Himbeeren. Beim Vakuumierer müssen Sie aufpassen, dass empfindliche Lebensmittel nicht zerdrückt werden, mit einem Folienschweißgerät kann das nicht passieren.

Für Sous Vide ist der Severin FS 3604 dagegen nicht geeignet. Die Tüten sind nicht luftleer und nicht so kompakt wie aus einem Vakuumierer. Durch die eingeschlossene Luft schwimmen sie in ihrem Sous Vide-Wasserbad grundsätzlich oben und das Wasser bedeckt das Gargut nicht von allen Seiten.

Auf der anderen Seite ist der FS 3604 sehr gut bei Flüssigkeiten. Diese werden natürlich nicht angesaugt und bleiben schön sauber in der Tüte.

Das Folienschweißgerät schweißt handelsübliche Verpackungsfolie zuverlässiger als die Vakuumierer – wir haben es ausprobiert.

Zu den Nachteilen des sehr günstigen Gerätes zählt die minderwertige Hartplastikkonstruktion. Besonders die Scharniere wirken sehr fragil – ein Sturz und sie werden sofort abbrechen. Wenn Sie mit Sous Vide liebäugeln, ist der Severin FS 3604 nicht die richtige Wahl, zum Frischhalten ist es aber eine gute Wahl.

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