Der beste Stereo-Receiver bis 1.000 Euro

Der beste Stereo-Receiver für 1.000 Euro ist für uns der Denon DRA-100. Er bietet nach wie vor eine gute Kombination aus analogen, digitalen und auch drahtlos verfügbaren Quellen an, überzeugt mit hervorragender Verarbeitung und lässt sich trotz seiner großen Ausstattungsvielfalt recht einfach bedienen. Nicht zuletzt gelingt es ihm, den unterschiedlichen Quellen auch klanglich gerecht zu werden.

Ein Stereo Receiver ist an sich ein klassisches Gerät, das eigentlich nicht vieler Änderungen bedarf. Doch mit modernen Quellgeräten kommen die Klassiker nicht mehr so gut zurecht. Deshalb mussten die Hersteller handeln, auch wenn das Angebot an Stereo-Receivern mittlerweile sowieso sehr überschaubar ist.

Wir haben uns fünf Geräte bis 1.000 Euro angesehen und ausführlich getestet. Gewinnen konnte ein Gerät, das sowohl für moderne als auch für analoge Quellen gut gerüstet ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Denon DRA-100

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Denon DRA 100
Der DRA-100 ist schon einige Zeit am Markt und immer noch unser Favorit.

Über zwei Jahre hat der DRA-100 bereits auf dem Buckel, doch er kann immer noch überzeugen. Das spricht einerseits für das vorausschauende Konzept, was seinerzeit zum Tragen kam, andererseits ist es aber auch ein Zeichen dafür, dass die HiFi-Branche weit entfernt von den hektischen Bewegungen in der IT-Branche einen eindeutigen Schwerpunkt hat: Gerätschaften für nachhaltigen Musikgenuss zu produzieren.

Das vorausschauende Konzept beinhaltet übrigens auch, dass man mittlerweile auch HiFi-Geräte mittels eines Firmware-Updates lange auf dem Stand der Technik halten kann. Denn selbst während des Tests installierte der Denon noch eins – man bleibt also auch bei Denon am Ball.

Unsere Empfehlung erhält der Denon wegen seines gut durchdachten Gesamtkonzepts, seiner einfachen Bedienung und seiner praxisgerechten Ausstattung.

Upgrade-fähig: NAD C368

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: NAD C368
Der NAD Receiver hat zwei Steckplätze für die vielseitigen MDC-Module.

Wem das Potential des DRA-100 nicht ausreicht, der kann mit dem brandneuen NAD C368 beginnen, und diesen später nach Bedarf mit vielseitigen MDC-Modulen aufrüsten. Er ist wie unser Testsieger offen für digitale und analoge Quellen, was ihn flexibel macht. Anbindungen an LAN und WLAN sind in der Grundausstattung nicht möglich, dafür benötigt man ein Modul, dass man optional dazu kaufen kann – mit satten 500 Euro ist es aber enorm teuer.

Mit CD-Laufwerk: Pioneer NC-50DAB

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Pioneer NC-50DAB
Der Pioneer NC-50DAB bringt neben einem DAB+ Tuner auch ein CD-Laufwerk mit.

Der Pioneer Nc 50DAB ersetzt fast schon eine komplette HiFi-Anlage, mit kleinen Kompromissen – nur nicht beim Preis. Der ist nämlich mit knapp 680 Euro quasi unschlagbar gut. Es gibt analoge Anschlüsse, um die alten Platten auch noch hören zu können und der Klang des Pioneer kann sich sehen lassen. Auf eine NFC-Unterstützung muss verzichtet werden und das eingebaute CD-Laufwerk könnte von besserer Qualität sein. Für einen tollen Preis bekommt man dennoch ordentlich was geboten.

Understatement: Cambridge CXA60

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Cambridge CXA60
Keine Netzwerkfunktionen aber dafür satte Leistung.

Der Cambridge CXA60 ist das Richtige für Zeitgenossen, denen die komplette Vernetzung zu weit geht, und die ihre digitalen Quellen und das Smartphone mit dem bestmöglichen Klang zu diesem Preis versehen wollen. Das bedeutet, dass Musik über das Smartphone in CD-Qualität ausgegeben wird. Auf Netzwerkfunktionen muss verzichtet werden, Bluetooth steht zur Verfügung. Sicher eine gute Alternative für alle, die ihre Hifi-Anlage erweitern möchten.

Im Herzen analog: Rotel A12

Viele analoge Anschlüsse für die Anbindung der meisten klassischen Geräte.

Wenn Sie viele analoge Zuspieler an Ihren Stereo-Receiver anschließen möchten, dann ist der Rotel A12 genau das richtige für Sie. Er verfügt über fünf analoge Anschlüsse, ist aber auch für digitale Medien gut gerüstet. Klanglich kann sich der Rotel durchaus sehen lassen und auch optisch macht er einen guten Eindruck. Ein Manko ist, dass er nur im Fachhandel erworben werden kann.

Vergleichstabelle

TestsiegerUpgrade-fähigMit CD-LaufwerkUnderstatementIm Herzen analog
Modell Denon DRA-100 NAD C368 Pioneer NC-50DAB Cambridge CXA60 Rotel A12
Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Denon DRA 100Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: NAD C368Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Pioneer NC-50DABTest Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Cambridge CXA60
Pro
  • Praxisgerechte Ausstattung
  • Einfache Bedienung
  • Durchdachtes Gesamtkonzept
  • Aufrüsten ist möglich
  • Digitale und analoge Quellen möglich
  • Mit CD-Laufwerk
  • Günstiger Preis
  • Guter Klang
  • Mit Farbdisplay
  • Sehr guter Klang
  • Bluetooth möglich
  • Leistung satt
  • Viele analoge Anschlüsse
  • Guter Klang
  • Ohne NFC-Unterstützung
Contra
  • Kein analoger Eingang
  • Nur ein Lautsprecher
  • LAN und WLAN nur mit optionalen Modulen möglich, die sehr teuer sind
  • Qualität von CD-Laufwerk und analogen Anschlüssen könnte besser sein
  • Keine Netzwerkfunktionen
  • Nur im Fachhandel zu bekommen
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Wir haben fünf Geräte in der Preisklasse um 1.000 Euro getestet. Als Testteilnehmer standen fünf Kandidaten zur Verfügung, allesamt von namhaften Verstärker- und Receiver-Spezialisten. Cambridge CXA60, Denon DRA-100, NAD C368, Rotel A12 und als Besonderheit mit eingebautem CD-Laufwerk den Pioneer NC-50DAB.

Im Test haben wir uns alle relevanten Aspekte angesehen: Vor dem entspannten Musikgenuss, ob vom Smartphone, der CD oder gar dem Plattenspieler, steht die Installation. Die sollte, trotz der mittlerweile enormen Funktionsvielfalt, möglichst frustfrei vonstatten gehen. Insbesondere betrifft das die Einbindung ins Netzwerk, sowie die Verbindung mit den vorhandenen Bluetooth-Quellen.

Gerade hier fordert der drahtlose Komfort seinen Tribut, denn der HiFi-Enthusiast quält sich nur ungern mit Netzwerktechnik herum. Daher geht das idealerweise nicht viel umständlicher als das einfache Einstöpseln der anderen Eingänge in die entsprechende Buchse.

Als Nächstes stand der alltägliche Gebrauch im Fokus. Da kommt es auf die übersichtliche Bedienstruktur auf der Fernbedienung und am Gerät an. Hinzu kommt die Möglichkeit, den Receiver dank einer App auch vom Smartphone aus bedienen zu können.

Nicht zuletzt spielte natürlich der Klang eine entscheidende Rolle. Allerdings sind die Klang-Unterscheide bei den Receivern deutlich geringer als beispielsweise bei Lautsprechern oder Kopfhörern. Die meisten klanglichen Eigenarten werden erst im direkten Vergleich oder bei ausgiebigen Hörsessions deutlich. Beides haben wir gemacht, um Ihnen einen Eindruck der unterschiedlichen Charakteristika der Verstärker vermitteln zu können.

Stereo-Receiver – Neue Aufgaben für einen Klassiker

Ein Vollverstärker mit einem eingebauten Radio und diversen Eingängen für weitere Quellen – so sah bis vor einigen Jahren ein Receiver aus. Viele der Kombis aus Receiver, Lautsprecher, CD-Player und Co. tun auch heute noch zuverlässig ihren Dienst, und es gibt kaum einen Grund für große Veränderungen.

Nur mit vielen modernen Quellen, wie Smartphone oder Netzwerk, kommen die meisten nicht mehr zurecht. Nun kann man hergehen, und die gute alte HiFi-Anlage mit Zusatzgeräten kompatibel für Smartphone und Netzwerk machen: Ein neues Kästchen hier, ein Adapterkabel dort, das Ganze wird aber leider nicht übersichtlicher und auch nicht komfortabler in der Bedienung – von der Ästhetik im Wohnzimmer mal ganz zu schweigen.

Das Angebot ist überschaubar geworden

Dennoch kann es bis zum endgültigen Defekt des Vorgängers dauern, bis die Neuanschaffung eines modernen Stereo-Receivers unumgänglich wird – dann heißt es, sorgfältig planen, und die Bedürfnisse möglichst genau abklopfen: Braucht es wirklich einen technologischen Rundumschlag mit LAN, WLAN, Bluetooth und diversen digitalen Eingängen? Werden andererseits überhaupt noch analoge Zuspieler genutzt, oder gibt es gar noch einen Plattenspieler, der nicht im Regal verstauben soll?

Neben den technischen, inneren Werten spielt auch das Design eine erhebliche Rolle. Die HiFi-Anlage wird schließlich in den wenigsten Haushalten hinter verschlossenen Türen versteckt und sollte zudem nach Möglichkeit zu bereits vorhandenem Equipment passen.

Das Angebot an Stereo-Receivern ist zwar recht überschaubar geworden, dennoch setzen die Hersteller teilweise ihre ganz eigenen Schwerpunkte. Das gilt für die Technik ebenso wie fürs Design. So gibt es Receiver im klassischen HiFi-Maß, mit 43 Zentimetern Breite, passend zum restlichen Equipment wahlweise in Schwarz oder Silber, ebenso wie einige ganz besondere Schmuckstücke, die sich bewusst davon absetzen.

 

Testsieger: Denon DRA-100

Der Denon DRA-100 weicht zwar von der für HiFi-Komponenten üblichen Breite 43 Zentimetern ab, und gibt sich eher würfelförmig, ist aber doch massiger, als er auf den meisten Fotos aussieht. Dazu passt das solide Gewicht von immerhin knapp fünf Kilo. Alles in allem kann man sagen, dass man mit dem Denon ein echtes Designerstück im Wohnzimmer hat.

Testsieger: Denon DRA-100

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Denon DRA 100
Der DRA-100 ist schon einige Zeit am Markt und immer noch unser Favorit.

Dominiert wird die schwarze Frontpartie vom dreizeiligen Display, zumindest wenn der DRA-100 eingeschaltet ist. Deckel und Boden sind aus dickem Alu, mit sorgsam gebürsteter Oberfläche – also nicht nur ein Hingucker sondern auch ein Handschmeichler.

Rechts und links vom Display sind der große Lautstärke-Steller, bzw. das aus Steuerkreuz und Ein-Aus-Schalter bestehende Bedienfeld. Eine USB- und eine Kopfhörer-Buchse sind ebenfalls von vorne zugänglich.

Der Kopfhörerausgang ist für große 6,3mm-Klinkenstecker ausgelegt und lässt sich im Menü in drei Stufen an den Energiebedarf des jeweils angeschlossenen Kopfhörers anpassen. Man kann also wahlweise den Hörer mit niedriger Impedanz, den man auch am Mobilgerät nutzt, anschließen oder ein hochohmigeres Studio-Modell.

Tolles Design und gute Verarbeitung

Bei der Auswahl der Quellen-Eingänge haben die Entwickler beim DRA-100 eine kluge Auswahl getroffen; mit drei digitalen Eingängen, davon zwei optischen (Toslink) und einem elektrischen (koaxial) dürfte der Bedarf der meisten abgedeckt sein. Hinzu kommen noch zwei analoge Eingänge für alle Fälle, bzw. Geräte, die keine digitalen Ausgänge haben.

Ausstattung und Installation

Die beiden Antennen und die LAN-Schnittstelle zeugen von den eigentlichen Stärken des Denon. Via Bluetooth nimmt er Kontakt mit dem Smartphone oder einer anderen kompatiblen Quelle auf. Per WLAN lässt er sich ins Netzwerk einbinden und bekommt damit auch einen Internet-Zugang, beispielsweise zum Internetradio, oder Streaming-Diensten wie Spotify.

Wem das WLAN als Verbindung zu vage ist, der kann den Denon auch mit stabiler LAN-Verbindung ins Netzwerk bringen.

Die Integration ins Netzwerk bringt das ansonsten recht eingängige und auch übersichtliche Bedienkonzept des DRA-100 allerding auch an seine Grenzen: Das dreizeilige Menü lässt mich lange im Unklaren, ob die vorgenommenen Einstellungen nun übernommen wurden, oder nicht.

Netzwerk-Integration ist umständlich

Glücklicherweise gibt es neben der manuellen Installation auch die Möglichkeit, den Receiver per WPS-Knopfdruck ins Netz zu bekommen, so muss man nicht mühsam mit der Fernbedienung die Zugangsdaten eintippen – die Denon Hi-Fi Remote-App hilft an dieser Stelle leider auch nicht wirklich weiter.

Anders sieht’s beim Bluetooth-Pairing aus. An der Front des Denon prangt deutlich sichtbar das NFC-Logo. Hier muss nur das kompatible Smartphone mit der entsprechenden Fläche drangehalten werden, und schon sind beide Geräte miteinander verbandelt – einfacher geht’s nicht.

Auch beim täglichen Gebrauch muss man nicht mit Schwierigkeiten rechnen, denn man kann prima durch die verfügbaren Internetradio-Sender stöbern, oder den gewünschten Eingang aus der Übersicht auswählen. Hier gibt sich die beiliegende Fernbedienung sehr übersichtlich, da sich sämtliche Eingänge direkt per Tastendruck auswählen lassen.

Der Klang

Egal von welcher Quelle er beliefert wird, der Denon holt immer das bestmögliche aus der angelieferten Musik. Dabei ist sein Klang so elegant, wie sein Äußeres vermuten lässt. Vordergründige Effekthascherei liegt ihm nicht, eher die dezente Zurückhaltung, solange die Musik das erforderlich macht.

Epische Werke vom Schlag des Albums FEAR von Marillion werden in ihrer ganzen Dynamik ausgegeben: Das Vogelzwitschern im Intro ist zwar leise, aber doch so vernehmbar, dass sich hier bereist ein Spannungsfeld aufbaut. Das steigert sich im Verlauf dieses sehr epischen Werkes sukzessive, bis der musikalische Höhepunkt erreicht ist.

Der Denon kann die Boxen jedoch auch unmittelbar zupacken lassen: Ob das Nachschnarren von hart gezupften Bass-Saiten oder der knackigen Schläge auf der Bass-Drum – der DRA-100 hat immer alles fest im Griff.

Nach langem Hören unterschiedlicher Stilrichtungen und dem direkten Vergleich mit den Kontrahenten, lässt sich eine leichte Zurückhaltung in den höchsten Höhen feststellen. Der Denon nimmt allzu bissigen Zischlauten die Schärfe, was vor allem bei längeren Hörsessions durchaus angenehm ist.

Klanglich holt er das Beste raus

Dass er kein Schönfärber ist und es gerade mit Details sehr genau nimmt, kann man beim Wechsel der Quellen gut hören. Wechselt man von der Bluetooth-Einspielung auf die Wiedergabe per CD oder – noch besser – eine Hi-Res-Audio Zuspielung per USB oder Netzwerk, glitzern schlagartig viele vorher nicht wahrgenommene Details durch, auch die Bühne wirkt dreidimensionaler und steht zudem stabiler im Raum.

Ganz besonders auffällig werden die prinzipbedingten Mängel der Bluetooth-Übertragung natürlich beim A/B-Vergleich ein und desselben Stücks. Die Leistung des Denon liegt darin, dass er diese Unterschiede tatsächlich hörbar macht.

Was gibt es für Nachteile?

Die Nachteile des Denon DRA-100 sind seiner Kompromissbereitschaft geschuldet: So kann man die von der Norm abweichenden Gehäuseabmessungen durchaus auch als Nachteil betrachten, denn sie passen nun mal nicht zu den 43,5 Zentimetern Breite der meisten HiFi-Geräte.

Der DRA-100 beschränkt sich zudem auf nur ein Lautsprecherpaar, einige unserer alternativen Empfehlungen können zwei Räume gleichzeitig beschallen.

Der fehlende Phono-Eingang ist allenfalls für den Vinyl-Liebhaber ein Manko, wobei sich das mithilfe eines externen Phono-Verstärkers lösen ließe, was sich allerdings störend auf die Optik auswirken kann. Wem das egal ist, der kann mit dem Denon auch Musik von der Schallplatte genießen.

Der Denon DRA-100: Das sagen die anderen

Der jüngste Test stammt aus der Zeitschrift Stereo (03/2016) erreichte der Denon ein Klangniveau von 58%, erhielt ein »sehr gut« für sein Preis-Leistungs-Verhältnis sowie 3 von 5 Sternen:

»Er ist wertig verarbeitet, elegant und hat ordentliche Leistungsreserven, ist aber eher sparsam ausgestattet. Alle wichtigen Netzwerkfunktionen beherrscht er souverän, und sein Klang ist durchweg gefällig.«

Für die stereoplay (02/2016) testete Kollege Stefan Schickedanz den Denon, und war überrascht, wie gut der hübsche, kompakte Alleskönner Musik machte – Musik, die emotional ansprach. Der Denon bekam von der Redaktion das Prädikat »Highlight« und wurde in die Spitzenklasse mit 47/48/48 Klangpunkten (Analog/Streaming/USB) eingestuft.

Das Lite-Magazin (11/2015) bewertete das »Multi-Funktions-Wunder« mit 11 von 15 Punkten – Note 1.0 in der Oberklasse. Auch Testredakteur Stefan Meininghaus zeigte sich beeindruckt von der einfachen Bedienung.

»Unser Fazit fällt entsprechend durchweg positiv aus: Der Denon ist ein optischer Augenschmaus, ist überraschend leicht zu bedienen und bietet mit seiner Multifunktionalität Zugriff auf nahezu jede Quelle und schier endlose Musikvorräte.«

i-fidelity (09/2015) vergab ebenfalls ein »sehr gut« für den Denon. Das Web-Magazin würdigte unter anderen auch den hochwertigen Kopfhöreranschluss:

»Der dedizierte Kopfhörer-Verstärkerschaltkreis des DRA-100 wartet mit einem schnellen Breitband-Operationsverstärker mit minimaler Verzerrung auf, der mit einer vollständig diskreten Endstufe zusammenarbeitet. Um für Kompatibilität mit möglichst vielen Kopfhörermodellen zu sorgen, ist der DRA-100 mit einer dreistufigen Impedanzsteuerung für Kopfhörer hoher, mittlerer und niedriger Impedanz ausgestattet.«

ModernHifi gab dem Denon DRA-100 8,9 von 10 Punkten und war voll des Lobes bis auf einen kleinen Kritikpunkt:

»Einziger Wermutstropfen ist der fehlende USB-Computer-Anschluss, den der Denon PMA-50 bietet. Ein All-in-One-Design-Gerät fehlt uns bisher noch.«

Alternativen

Upgrade-fähig: NAD C368

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: NAD C368
Der NAD Receiver hat zwei Steckplätze für die vielseitigen MDC-Module.

Der NAD C368 ist der mittlere der New Classic Line von NAD. Den Einstieg bildete der C338, den wir ebenfalls getestet haben. NAD setzt hier von der Quelle bis fast zu den Lautsprechern konsequent auf digitale Signalverarbeitung.

Allerdings bleibt man bei aller Konsequenz auch offen für analoge Quellen, selbst einen Phono-Eingang – zum Anschluss eines Plattenspielers – findet man an der Rückseite des C368. Die drahtlose Verbindung zur Außenwelt übernimmt ein eingebauter Bluetooth-Empfänger.

Eine Anbindung ans Netzwerk über LAN oder WLAN ist in der Grundausstattung des C368 nicht möglich, hierzu wird das optionale MDC BluOS-Modul benötigt, welches mit zusätzlich stattlichen 500 Euro zu Buche schlägt. Dann kann der C368 allerdings nicht nur LAN und WLAN, sondern lässt sich auch in die BluOS-Multiroom-Umgebung des gleichen Herstellers einbinden.

Dieser, bzw. der zweite Steckplatz lässt sich mit einem weiteren MDC-Modul ausbauen. So kann man beispielsweise den Blu-ray-Player per HDMI einbinden, der Ton wird dann vom C368 weiterverarbeitet und die Bildsignale an den Fernseher oder Beamer weitergereicht. Bereits vorhandene und noch kommende MDC-Module bieten also reichlich Ausbaupotential für den NAD.

Dank der beiden Lautsprecherpaare kann der NAD zudem zwei Räume gleichzeitig oder auch getrennt mit Musik versorgen. Klanglich bringt er viel Raum zwischen die Instrumentierung und spielt differenzierter auf, als zum Beispiel der Rotel, ohne je analytisch rüberzukommen.

Je nach Musik könnte man in den ersten Takten den Tiefbass vermissen, sobald dann aber die erste Bassdrum zuschlägt langt er indes in die Vollen, und hält auch schwierige Boxen sicher im Tritt. Unmittelbar und trocken treibt der Bass dann nach vorn, und das, wie gesagt, ohne Einschränkungen – selbst an zwei Lautsprecher-Paaren gleichzeitig.

Der NAD C368 bringt sofort sein enormes Klangpotenzial an die Boxen, und ist mit den optionalen MDC-Bausteinen fast unverschämt ausbaufähig. Erhältlich ist er im Fachhandel und einigen Online-Shops.

Mit CD-Laufwerk: Pioneer NC-50DAB

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Pioneer NC-50DAB
Der Pioneer NC-50DAB bringt neben einem DAB+ Tuner auch ein CD-Laufwerk mit.

Der Pioneer NC-50DAB spielt etwas aus der Reihe unserer Testkandidaten. Zwar handelt es sich auch hier um einen Stereo-Receiver, wie an der Typenbezeichnung zu erkennen, mit DAB-Radio-Abteilung, aber Pioneer hat das gute Stück im HiFi-Standard-Format mit 43,5 cm Breite gleich mit einem CD-Laufwerk versehen. Wer also neben dem Receiver mit Streaming-Qualitäten noch Bedarf an einem Abspielgerät für bereits vorhandene CDs hat, dem sei der NC-50DAB wärmstens ans Herz gelegt.

Obendrein gibt es auch hier einen Phono-MM-Eingang, damit auch die analogen Vinyl-Schätze zu ihrem Recht kommen. Allerdings hat Pioneer weder beim CD-Laufwerk, noch bei der Phono-Vorstufe ins oberste Regal gegriffen – schließlich fordert der Preis von deutlich unter 1.000 Euro für das Komplettpaket seinen Tribut.

Der Schwerpunkt lag eindeutig auf den Streaming-Qualitäten via Bluetooth und Netzwerk – und bei einer eingängigen Bedienung. Hierzu nutzt der Pioneer als einziger Testkandidat ein sehr auskunftsfreudiges 3,5-Zoll-Farbdisplay, das beim Streamen sogar die Cover des aktuellen Albums anzeigt.

Entsprechend einfach geht dann auch die Einbindung ins Netzwerk vonstatten, oder die Integration des Smartphones via Bluetooth. Auch wenn der Pioneer-Receiver nicht über die praktische Verbindungshilfe per NFC verfügt – so funktioniert das Pairing doch ohne Rätsel raten.

Klanglich spielt der Pioneer auf hohem Niveau – sehr schön auflösend, ohne analytisch zu klingen. Er gehört zu den ehrlichen Verstärkern, daher sollte man ihn auch nicht mit minderwertiger Kost füttern: Zweitklassige MP3s werden sofort entlarvt.

Mit entsprechendem Quellmaterial geht er dagegen dynamisch fast so zupackend zur Sache, wie beispielsweise der Cambridge CXA60. Bei höheren Pegeln, oder anspruchsvollen Boxen stößt er allerdings an seine Grenzen – die virtuelle Bühne rückt zusammen, und das Klangbild verliert an Stabilität.

Der Pioneer NC-50DAB ersetzt eine komplette Hifi-Anlage, nur noch Lautsprecher dran, und ab geht’s. Moderne Quellen wie Bluetooth und Netzwerk, bzw. Internet sind schnell installiert, und das ganze nimmt nur wenig Platz ein. Eine gute Komplettlösung also, sofern man sich der eingegangenen Kompromisse bewusst ist.

Understatement: Cambridge CXA60

Test Stereo-Receiver um 1.000 Euro: Cambridge CXA60
Keine Netzwerkfunktionen aber dafür satte Leistung.

Ihnen reicht die Erweiterung der Anlage mit Bluetooth-Streaming und digitalen Eingängen, Sie wissen aber auch, dass Sie auf jeden Fall mehr als zwei oder drei analoge Quellen anschließen wollen. LAN oder WLAN benötigen Sie gar nicht: Dann sei Ihnen der CXA60 von Cambridge Audio ans Herz gelegt.

Dieser über acht Kilo schwere Bolide verfügt neben den genannten Eigenschaften über satte Leistung, die er zudem noch an zwei Lautsprecherpaare weitergeben kann. Streng genommen bezieht er seine Bluetooth-Fähigkeiten aus einem USB-Dongle, der erst noch hinten in die einzige verfügbare USB-Buchse gesteckt werden muss.

Erst jetzt versteht er sich auf den Musik-Empfang vom Smartphone. An der Frontseite prangt neben der Kopfhörer-Buchse eine zweite 3,5mm-Klinken-Buchse. Hier kann kurzerhand der Kopfhörer-Ausgang des Smartphones an den Cambridge gestöpselt werden.

Dies kann unter Umständen komfortabler sein, denn der Bluetooth-Dongle steckt auf der Rückseite des Cambridge-Receivers. Da wird einem das Koppeln mit dem Smartphone etwas umständlich gemacht, da sich der Taster zum Pairing auf dem Dongle befindet.

Beim Cambridge CXA60 liegt der Schwerpunkt auf hervorragenden Klangeigenschaften. Das zeigt sich unter anderem daran, dass besagter Bluetooth-Dongle den aptX-Codec zur Übertragung nutzt – so hat man zumindest Musik in CD-Qualität vom Smartphone.

Auch sonst weiß der Bolide klare, feingezeichnete Klangstrukturen zu vermitteln. Er schafft sogar etwas mehr Räumlichkeit in seiner Musikdarbietung als unser Favorit, liefert klare, offene Mitten und kann auch in den Randlagen, also den Höhen und Bässen, überzeugen.

Die üppigen Leistungsreserven treiben selbst Boxen mit niedrigem Wirkungsgrad zu Höchstleistungen an – dank seiner zwei Paar Lautsprecher-Ausgänge sogar in zwei Räumen gleichzeitig.

Wer seine HiFi-Anlage lediglich um digitale Eingänge und Bluetooth erweitern möchte, und auf weitere Netzwerk-Funktionen verzichten kann, bekommt mit dem Cambridge CXA60 einen klangstarken Kraftprotz.

Im Herzen analog: Rotel A12

Viele analoge Anschlüsse für die Anbindung der meisten klassischen Geräte.

Der Rotel A12 ist nach dem Cambridge CXA60 das zweite Gerät, das im Grunde seines Herzens analog pulsiert. Das HiFi-Gardemaß von 43,5 cm lässt ihn neben andere klassischen HiFi-Komponenten nicht deplatziert wirken. Im Gegenteil: Rotel bietet eine schwarze und eine silberne Variante an, so dass er eine Menge nicht nur optisch passender Mitspieler finden wird.

Mit seinen insgesamt vier – mit den Phono-Buchsen sind es eigentlich sogar fünf – analogen Eingängen gewährt der Rotel A12 den meisten klassischen HiFi-Geräten Zugang. Auch modernen Quellen, wie Smartphone oder PC wird der ihnen gebührenden Empfang bereitet.

So versteht sich dann auch das hinten fest angedockte Bluetooth-Modul auf den aptX-Codec, der beim Streaming vom Smartphone dafür sorgt, dass die Musik zumindest in CD-Qualität übertragen wird. Ganze vier Digital-Eingänge für CD- oder Blu-ray-Player, SAT-Receiver oder andere Gerätschaften mit einem Ausgang für digitale Audio-Signale stehen an der Rückseite des Rotel A12 zur Verfügung. Die beiden USB-Buchsen zum Anschluss eines PCs mal nicht mitgerechnet.

Eine davon ist sogar gut zugänglich an der Vorderseite angebracht. Die Anbindung des Smartphones via Bluetooth ist auch hier keine Zauberei, auch wenn der Rotel ebenfalls auf die komfortable NFC-Unterstützung verzichtet. Das ist gut so, denn im Gegensatz zum Cambridge gibt es hier keinen AUX-Eingang mit 3,5mm- Klinkenbuchse, wo man beispielsweise kurzerhand den Kopfhörer-Ausgang des Smartphones andocken könnte.

Digitale Signale, egal ob von Smartphone, PC oder vom digital angeschlossenem CD-Laufwerk, werden vom hochwertigen internen DAC in Empfang genommen, und sorgfältig für die folgende analoge Verstärkerstufe aufbereitet.

Diese macht ihre Sache so gut, dass sie mühelos zwei Paar Lautsprecher – eines beispielsweise im Wohnzimmer und ein weiteres im Gästezimmer – antreiben kann. Sie arbeitet druckvoll, geht allerdings mit einem Hauch mehr Feindynamik ans Werk als der Cambridge. Der Rotel A12 spielt im Mittel- und Hochton betont zackig, klingt daher etwas offener, allerdings nicht ganz so erdig im Tiefbass-Keller wie der Cambridge.

Der Rotel A12 ist meist nur im Fachhandel zu bekommen.

Kommentare

3 Kommentare zu "Der beste Stereo-Receiver bis 1.000 Euro"

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Jörg
Jörg
Hallo, bei dem Test wurden Äpfel mit Birnen verglichen und der Fokus lag wohl klar bei der sogar selbst zugegebenmaßen minderwertigen Bluetooth-Wiedergabe. Da ist die Überschrift klar irreführend, denn wenn ich den hübschesten Verstärker mit Bluetooth suche, kann ich das Ergebnis nachvollziehen. Es wurden auch keine Angaben über die verwendeten Lautsprecher oder Zuspieler gemacht – Hauptsache die mp3s konnten dank NFC über Bluetooth schnell auf die Lautsprecher gebracht werden. Eine Kompaktanlage im Hifi-Maßstab, die Pioneer NC50DAB, in einen Verstärkertest antreten zu lassen ist auch am Thema vorbei! Der Pioneer A-50DA wäre der passendere Konkurrent gewesen, aber dem fehlt Bluetooth… Von… Mehr... »
Redaktion

Die Überschrift war in der Tat irreführend. Wie haben sie geändert.

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