Der beste Wasserkocher

Alle Wasserkocher im Test
  • Test Wasserkocher – Testsieger Philips HD4646/20
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Der beste Wasserkocher für die meisten Menschen ist der Philips HD4646/20: Er bringt Wasser sehr schnell zum Kochen, ist solide verarbeitet und kostet nicht viel. Wer darüber hinaus noch mehr von einem Wasserkocher erwartet, für den haben wir drei gute Alternativen.

Um herauszufinden, was der beste Wasserkocher ist, den man zur Zeit kaufen kann, haben wir aus dem riesigen Angebot 14 interessante Modelle ausgewählt und für Sie getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Philips HD4646/20

Test Wasserkocher: Philips HD4646/20
Er tut schnell das was er soll und ist sogar noch günstig zu haben. Preis-Leistung stimmt hier.

Wer einen einfachen Wasserkocher zu einem fairen Preis sucht, der zuverlässig, sicher und fix seine Aufgabe erfüllt, findet im Philips HD4646/20 das richtige Modell. Unser Test hat ergeben: Er ist der beste Wasserkocher, wenn man das Verhältnis von Preis und Leistung betrachtet.

Viele Funktionen: Bosch TWK8611P

Test Wasserkocher: Bosch TWK8611P
Mit Temperaturwahl und Warmhalte-Funktion.

Wer knapp den doppelten Preis unseres Testsiegers ausgeben kann, der bekommt mit dem Bosch TW8611P einen Wasserkocher mit Temperaturwahl. Das ist vor allem für Teetrinker interessant, da die verschiedenen Teesorten ja unterschiedliche Temperaturen benötigen. Sonst kann der Bosch das gleiche wie unser Favorit, ist aber deutlich teuer und eher für Menschen interessant, die ihren Tee genau temperiert wollen.

Edelstahlkanne: Severin WK 3364

Test Wasserkocher: Severin WK 3364
Der einzige Wasserkocher im Test, dessen Kanne komplett aus Edelstahl besteht.

Wenn Sie keinen Wasserkocher aus Kunststoff haben möchten, dann gibt es immer noch die Edelstahl-Variante. Der Severin 3364 ist sowohl innen als auch außen komplett aus Metall gefertigt. Leider wird er deshalb auch sehr heiß und man kann sich schnell verbrennen. Auch zum Erhitzen von Wasser benötigt er fast eine Minute länger als unser Testsieger. Durch einen Hebelmechanismus am Deckel kann er mit einer Hand bedient werden.

Zeitlos elegant: Stelton Emma

Test Wasserkocher: Stelton Emma
Nicht ganz günstig, dafür aber ein echter Hingucker in der Küche.

Sehr teuer, aber ein echter Hingucker ist der Stelton Emma Wasserkocher. Er ist schlicht gestaltet, fällt aber trotzdem auf. Leider ist er auch sonst sehr reduziert gehalten. Es gibt keine Mess-Skala und der Deckel wird wie bei einem Topf einfach oben drauf gesetzt – ohne Mechanismus. Die Kochzeit für Wasser ist mitunter eine der langsamsten im Testfeld. Für einen Preis von knapp 140 Euro ist er wohl nur etwas für Designliebhaber.

Vergleichstabelle

Unser FavoritViele FunktionenEdelstahlkanneZeitlos elegant
Modell Philips HD4646/20 Bosch TWK8611P Severin WK 3364 Stelton Emma Severin WK 3471 Graef WK701 DeLonghi Distinta WMF Skyline Klarstein Aquavita Chalet Philips HD9357/10 AmazonBasic Wasserkocher Russell Hobbs 21600-70 Severin WK 3485 Clatronic WK 3445
Test Wasserkocher: Philips HD4646/20Test Wasserkocher: Bosch TWK8611PTest Wasserkocher: Severin WK 3364Test Wasserkocher: Stelton EmmaTest Wasserkocher: Severin WK 3471Test Wasserkocher: Graef WK701Test Wasserkocher: DeLonghi DistintaTest Wasserkocher: WMF SkylineTest Wasserkocher: Klarstein Aquavita ChaletTest Wasserkocher: Philips HD9357/10Test Wasserkocher: AmazonBasic WasserkocherTest Wasserkocher: Russell Hobbs 21600-70Test Wasserkocher: Severin WK 3485Test Wasserkocher: Clatronic WK 3445
Pro
  • Günstig und einfach zu bedienen
  • Mit Temperaturwahl für Teetrinker
  • Aus Edelstahl
  • Tolles Design
  • Deckel mit Teesieb wird zusätzlich mitgeliefert und Temperatur kann eingestellt werden
  • Mit Kindersicherung und Temperaturwahl ausgestattet
  • Mit Temperaturwahl und Warmhaltefunktion
  • Schnelle Kochzeit
  • Thermometer an der Außenseite und toller Look
  • Konnte überzeugen
  • Günstig zu haben
  • Mit echtem Kalkfilter
  • Relativ günstig
  • Sehr günstig
Contra
  • Keine Isolierung zwischen Griff und Außenwand
  • Doppelt so teuer wie der Testsieger
  • Wird heiß und braucht länger zum Aufheizen des Wassers
  • Leider sehr langsam beim Wasser kochen und sehr teuer
  • Glaskanne ist unpraktisch, da sie heiß wird und oft geputzt werden muss
  • Messskala an der Innenseite; etwas teuer
  • Leider Verbrennungsgefahr zwischen Griff und Außenwand
  • Schlechte Verarbeitung
  • Kocher wird sehr heiß und Skala lässt sich schlecht ablesen
  • Keine Extras vorhanden und dafür zu teuer
  • Leider der zweitlangsamste im Test
  • Wasser fließt sehr langsam in und aus der Kanne
  • Deckel öffnet nicht weit genug
  • Unpraktisch zu reinigen und billig verarbeitet
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Technische Daten  
Alle Wasserkocher im Test
Alle 14 Wasserkocher aus unserem Vergleichstest.

So haben wir getestet

Wir hatten 14 aktuelle Wasserkocher mit Preisen zwischen 10 und 140 Euro im Test. Neben Verarbeitungsqualität und Bedienungsfreundlichkeit hat uns vor allem interessiert, wie schnell sie Wasser zum Kochen bringen.

Dazu haben wir von jedem Wasserkocher genau einen Liter 20 Grad warmes Wasser erhitzen lassen und die Zeit bis zum Kochen gemessen. Die Unterschiede sind groß: Der schnellste Wasserkocher hatte den Liter Wasser in 2:37 Minuten erhitzt, der langsamste brauchte dafür mit 3:50 Minuten über eine Minute länger.

Wem es wichtig ist, dass das Wasser möglichst schnell kocht, sollte beim Kauf auf die Watt-Zahl achten, die zumindest einen Anhaltspunkt gibt, wie schnell das Wasser zum Kochen gebracht wird. Die stärksten Wasserkocher leisten bis zu 2500 Watt, schwächere dagegen nur 1500 oder weniger. Entsprechend länger dauert es dann, bis das Wasser kocht.

Kaum mehr wegzudenken

Vor allem für Tee und Kaffee, aber auch für die Bouillon oder 5-Minuten-Terrine benötigen wir heißes oder kochendes Wasser. Daher ist in jedem zweiten deutschen Haushalt ein Wasserkocher Teil der Küchenausstattung. Der Vorteil gegenüber einem Herd: Ein Wasserkocher bringt das Wasser schneller zum Kochen und benötigt dafür weniger Strom – vor allem im Vergleich zu den weit verbreiteten Glaskeramik- oder Elektroherden.

Ein Herd mit Induktion kann dagegen mit einem Wasserkocher mithalten, was Schnelligkeit und Energieverbrauch angeht – vor allem die Modelle mit so genannter Boost-Funktion. Allerdings: Induktionsherde sind teuer, und man benötigt spezielle Töpfe mit magnetischem Boden, damit die Wärme direkt im Topf erzeugt wird.

Doch alleine zum Kochen von Wasser lohnt sich die Anschaffung eines Induktionskochfelds nicht – schließlich gibt es Wasserkocher bereits für unter 20 Euro. Auch wenn Zusatz-Features wie eine Warmhaltefunktion oder eine Temperaturvorwahl gewünscht werden – Funktionen, die ein Herd in der Regel nicht bietet –, muss keine dreistellige Summe ausgegeben werden.

Wasserkocher gibt es mit Kunststoff-, Edelstahl- oder Glasgehäuse. Glas sieht zunächst einmal toll aus – bis man den Wasserkocher ein paar Mal benutzt hat. Denn das Glas wird durch die Kalkablagerungen schnell milchig und sieht dann alles andere als ansprechend aus. Man muss einen Glas-Wasserkocher also ständig mit speziellen Entkalkern, Essigessenz oder Zitronensaft sauber halten.

Apropos: Spezielle Entkalker füllen ganze Regale in den Super- und Drogeriemärkten. Doch Essigessenz oder Zitronensaft erledigen das Reinemachen in der Regel ebenso gut. Dazu einfach einen guten Schuss Essigessenz oder Zitrone ins Gerät geben, mit Wasser auffüllen, einmal aufkochen und etwa eine Stunde stehen lassen. Anschließend den Kocher zwei- bis dreimal mit klarem Wasser auskochen – fertig.

Verdeckte Heizelemente erleichtern die Reinigung des Wasserkochers, da sie unter dem Boden der Kanne angebracht sind und nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. So lässt sich das Gerät auch von innen komplett schrubben. Doch offene Heizspiralen sind mittlerweile ohnehin selten geworden und nur noch bei einigen sehr günstigen Modellen zu finden.

 

Test: Wasserkocher – Testsieger Philips HD4646/20

Testsieger: Philips HD4646/20

Wasser zum Kochen bringen, ohne viel Schnickschnack und ohne allzu lange Wartezeit, das ist wohl der bescheidene Wunsch der meisten Menschen, wenn sie einen neuen Wasserkocher suchen. Außerdem sollte das Gerät gefahrlos zu bedienen sein, immerhin ist die Verbrühungsgefahr beim Umgang mit heißem Wasser immer gegeben.

Genau diese Voraussetzungen erfüllt der Philips HD4646/20, der in unserem Test einen soliden und sicheren Eindruck hinterlassen hat – und das zu einem äußerst fairen Preis.

Unser Favorit: Philips HD4646/20

Test Wasserkocher: Philips HD4646/20
Er tut schnell das was er soll und ist sogar noch günstig zu haben. Preis-Leistung stimmt hier.

Zu haben ist er wahlweise in weiß oder schwarz, was ein bisschen schade ist, denn sicher würde er sich auch in der einen oder anderen peppigeren Farbe gut machen.

Der HD4646/20 erhitzt bis zu 1,5 Liter Wasser und kocht auch dann nicht über, wenn man den Behälter bis zur obersten Linie der Skala auffüllt. Apropos: Eine Messskala gibt es auf beiden Seiten und sie ist gut ablesbar – keineswegs selbstverständlich, wie manch anderer Wasserkocher beweist.

Im Test benötigte der Philips HD4646/20 nur exakt 3 Minuten, um einen Liter Wasser mit 20 Grad Celsius zum Kochen zu bringen. Damit war er das drittschnellste Gerät in unserem gesamten Testfeld, obwohl er einer der günstigsten ist.

Das Kalksieb ist sehr fein und lässt sich einfach entnehmen, reinigen und wieder einsetzen. Dass der Klappdeckel – anders als bei vielen anderen Modellen – nicht mit einem Knopfdruck geöffnet wird, sondern indem man am Griff zieht, hat aus unserer Sicht sogar einen Vorteil: Viele Klappdeckel springen auf Knopfdruck zu schnell noch oben und schwingen regelrecht zurück. So können heiße Wassertropfen herumspritzen und auf der Hand landen.

Zwei Dinge, die auf den ersten Blick und im Vergleich zu anderen Wasserkochern von Nachteil sein könnten, sind die fehlende Isolierung zwischen Griff und Außenwand sowie der recht simple Ein-/Aus-Schalter. Dabei handelt es sich um einen Wippschalter, der nicht leuchtet, wenn der Wasserkocher an ist. Stattdessen kommt eine orangefarbene Markierung zum Vorschein, die anzeigt, dass das Gerät eingeschaltet ist.

Verglichen mit anderen Wasserkochern, die über leuchtende Schalter oder LED-Ringe verfügen, ist das eine sehr simple Lösung, aber weil sich der Philips HD4646/20 automatisch abschaltet, sobald das Wasser kocht oder komplett verdampft ist (Trockengehschutz), besteht kein Grund zur Sorge, sollte man den Kocher mal versehentlich einschalten.

Die fehlende Isolierung ist ebenfalls kein großes Problem, denn der Abstand zwischen Griff und Außenwand ist groß genug; sich die Hand am Gehäuse zu verbrennen ist fast ausgeschlossen. Auperdem wird das Plastikgehäuse des Philips HD4646/20 nicht so gefährlich heiß, wie es etwa bei nicht isolierten Edelstahlmodellen der Fall ist.

Die Basis mit dem Stromanschluss, auf der man den Wasserkocher beliebig platzieren kann, bietet einen sicheren Stand und die Möglichkeit, das 64 Zentimeter lange Kabel aufzuwickeln.

Damit macht der Philips HD4646/20 alles gut, was er soll, nämlich Wasser kochen – und das sogar wesentlich schneller als manch vielfach teureres Modell.

Besondere Fähigkeiten wie Temperaturwahl oder Warmhaltefunktion hat er allerdings nicht zu bieten. Zwar ist seine Bodenplatte aus Edelstahl, die Kanne aber aus Plastik. Und auch wenn er ganz nett aussieht, ein Design-Meisterstück ist er sicher nicht. Aber all das wollen die meisten bei einem Wasserkocher auch gar nicht – und für die ist der Philips HD4646/20 zur Zeit die beste Wahl, schließlich kostet er nicht mal 30 Euro.

Wer doch mehr will, für den haben wir weiter unten drei interessante Alternativen.

Was sagen die anderen?

Leider gibt es keine anderen Testberichte über den Philips HD4646/20. Stattdessen haben wir uns angesehen, was Kunden über den Wasserkocher berichtet haben.

Einige beschweren sich darüber, dass das Gerät nach einiger Zeit undicht wird und Wasser ausläuft. Das ist natürlich ärgerlich. Die Vermutung, dass Philips den Wasserkocher absichtlich so konstruiert, dass er nach Ablauf der Gewährleistung kaputt geht, halten wir aber für abenteuerlich. Denn schließlich bewerteten den Wasserkocher zum Zeitpunkt des Tests 740 von 910 Kunden bei Amazon mit vier oder fünf Sternen. Dass der eine oder andere Käufer ein Exemplar abbekommen hat, das nach geraumer Zeit defekt ist, ist natürlich trotzdem möglich.

Weitere Kritikpunkte beziehen sich auf die Abschaltautomatik, die nicht zuverlässig funktionieren soll, sowie das Kleckern beim Ausgießen. Außerdem bleibt bei einigen Anwendern angeblich der Deckel nicht offen stehen, sondern klappt immer wieder zu. Auch diese Probleme konnten wir nicht nachvollziehen. Beim Ausgießen fließt das Wasser unserer Meinung nach sogar besonders gleichmäßig und punktgenau in die Tasse. Auch die Abschaltautomatik sowie der Trockengehschutz arbeiteten im Test zuverlässig. Ohne Wasser in der Kanne lässt sich das Gerät gar nicht erst einschalten.

Wasserkocher Test: Testsieger
Unsere Empfehlungen: Stelton Emma, Philips HD4646/20, Severin WK 3364 und Bosch TWK8611P.

Alternativen

Der Philips HD4646/20 ist unser Favorit, weil er die Ansprüche erfüllt, die die meisten Menschen an einen Wasserkocher stellen – und das zu einem guten Preis. Aber es gibt auch andere Modelle, die eine Empfehlung wert sind.

Viele Funktionen: Bosch TWK8611P

Test Wasserkocher: Bosch TWK8611P
Mit Temperaturwahl und Warmhalte-Funktion.

Wer gerne grünen Tee trinkt oder Kaffee per Hand aufbrüht, benötigt kein kochendes Wasser. Hier sind je nach Getränk Temperaturen zwischen 70 und 90 Grad Celsius ausreichend oder – vor allem bei grünem Tee – sogar wichtig, weil der Tee bei höheren Temperaturen bitter wird.

Deshalb gibt es Wasserkocher mit Temperaturwahl. Sie bringen das Wasser auf eine zuvor festgelegte Temperatur – und nicht darüber hinaus.

Der beste Wasserkocher mit Temperaturwahl in unserem Test war der Bosch TWK8611P. Er erhitzt das Wasser wahlweise auf 70, 80, 90 oder 100 Grad Celsius.

Mit einem Thermometer konnten wir überprüfen, dass das Gerät dabei sehr präzise vorgeht und maximal um ein halbes Grad Celsius abweicht. Zudem gibt es eine Warmhaltefunktion, die das Wasser für 30 Minuten auf Temperatur hält.

Wenn der TWK8611P die gewünschte Temperatur erreicht hat, gibt seine Station einen kurzen Piepton ab. Der erklingt auch beim Einschalten, zusätzlich leuchten die Zahlen an der Basis auf.

Mit einem Fassungsvermögen von maximal 1,5 Litern und einer Dauer von 3:09 Minuten, um einen Liter was zum Kochen zu bringen, ähnelt er unserem Favoriten von Philips. Allerdings ist der Bosch TWK8611P im Gegensatz dazu perfekt isoliert. Die Kanne wird selbst bei kochendem Wasser außen nur lauwarm. Verbrennungen am Gehäuse sind damit ausgeschlossen.

Abschaltautomatik, Überhitzungs- und Trockengehschutz bietet der Bosch natürlich ebenfalls. Die Skala befindet sich zwar hinter dem Griff, lässt sich aber dennoch gut ablesen. Gefallen hat uns außerdem, dass das Wasser beim Ausgießen sehr gleichmäßig und sauber in die Tasse fließt – da spritzt und kleckert nichts daneben.

Allerdings öffnet man den Wasserkocher, indem man auf den Knopf drückt, den der Hersteller zentral auf dem Klappdeckel platziert hat. Ihn komplett mit nur einer Hand zu bedienen, wie Bosch verspricht, ist damit nicht möglich.

Edelstahlkanne: Severin WK 3364

Test Wasserkocher: Severin WK 3364
Der einzige Wasserkocher im Test, dessen Kanne komplett aus Edelstahl besteht.

Ein Wasserkocher aus Kunststoff ist nicht jedermanns Sache. Wer hier Bedenken hat, für den ist der Severin WK 3364 die beste Alternative. Die komplette Kanne ist von außen und innen aus Metall, lediglich der Deckel und der Griff sind aus Plastik.

Eine Kanne aus Edelstahl hat allerdings nicht nur Vorteile, sie wird nämlich sehr heiß. Man sollte von ihr also tunlichst die Finger lassen – Verbrennungsgefahr.

Mit 1,5 Litern Fassungsvermögen und einer Basis mit Kabelaufwicklung bietet der Severin dasselbe wie unser Testsieger.

Allerdings ist die Messskala von innen direkt an der Gehäusewand angebracht, was das Ablesen etwas erschwert. Zum anderen geht der Severin WK 3364 recht gemächlich ans Werk: Für einen Liter Wasser benötigt er 3:49 Euro – fast eine Minute länger als unser Favorit von Philips. Damit war er der langsamste Kocher in unserem Testfeld, mit einer Leistung von 1692 Watt war er auch der schwächste.

Außerdem hat er kein Kalksieb. Ablagerungen, die sich in der Kanne lösen, fließen also ungehindert in den Tee. Aus gesundheitlicher Sicht ist das kein Grund zur Sorge, aber schön ist es nicht.

Der Deckel arbeitet mit einem Hebelmechanismus mit Feder. Das bedeutet: Er bleibt nicht offen stehen, sondern klappt wieder herunter, wenn man nicht den Daumen auf dem Hebel hält. Das mag auf den ersten Blick etwas unkomfortabel erscheinen, allerdings halten wir diese Lösung für besser als die von Bosch, weil man den Severin so tatsächlich mit einer Hand bedienen kann.

Wen es nicht stört, wenn es etwas länger braucht, bis das Wasser kocht, für den ist der Severin WK 3364 eine sehr gute Alternative mit Edelstahl-Kanne.

Zeitlos elegant: Stelton Emma

Test Wasserkocher: Stelton Emma
Nicht ganz günstig, dafür aber ein echter Hingucker in der Küche.

Wer sich einen Wasserkocher nicht nur als Arbeitsgerät, sondern auch als Hingucker in die Küche stellen möchte, für den könnte der Stelton Emma mit seinem schlichten und zeitlosen Äußeren das Richtige sein. Eine klare Linie, ein geschwungener Griff aus Holz und keine unnötigen Elemente: Design-Puristen schlägt da das Herz höher.

Reduktion aufs Wesentliche heißt hier auch: keine Mess-Skala. Lediglich eine Markierung an der Innenseite zeigt, wie weit man den Wasserkocher auffüllen darf. Das Fassungsvermögen liegt bei 1,2 Litern.

Anders als die meisten anderen Modelle kommt der Stelton Emma mit einem Deckel ohne Klappmechanismus, stattdessen wird der Verschluss ähnlich einem Kochtopf einfach oben drauf gesetzt und mit leichtem Druck arretiert. So stört der Deckel immerhin nicht beim Befüllen, denn besonders groß ist die Öffnung nicht.

Dafür bietet der Stelton den großen Vorteil, dass er von außen höchstens lauwarm wird. Verbrennungsgefahr droht trotz kochendem Wasser im Inneren nicht.

Um einen Liter Wasser auf 100 Grad Celsius zu erhitzen, benötigte er allerdings 3:28 Minuten und gehört damit zu den langsameren im Test. Aber dafür sieht er wirklich toll aus.

Weniger toll ist der Preis: knapp 150 Euro sind für einen Wasserkocher sicherlich nicht jedermanns Sache.

Außerdem getestet

Auch im restlichen Testfeld waren gute Wasserkocher dabei, aber aus dem einen oder anderen Grund hat es nicht zur Empfehlung gereicht.

Mit Temperaturwahl

Severin WK 3471

Der Severin WK 3471 soll vor allem Teetrinker ansprechen: Zum Lieferumfang gehört ein zweiter Deckel mit versenkbarem Teesieb. Außerdem hat er eine Temperaturauswahl mit 70, 80, 90 und 100 Grad und war 2:37 Minuten der schnellste Kocher im Test.

Wir finden seine Glaskanne aber unpraktisch, sie wird nicht nur sehr heiß, sondern muss auch oft geputzt werden. Eine gute Idee für Teetrinker ist an sich die Warmhaltefunktion. Doch wie bei allen anderen Geräten mit dieser Funktion schaltet sie bereits nach 30 Minuten automatisch ab.

Wer vorhat, sich morgens eine Kanne Tee zu kochen, um den ganzen Tag über davon zu trinken, kommt mit dem Severin also nicht weit. Da muss dann doch das gute alte Stövchen herhalten.

Graef WK701

Eine ordentliche Leistung zeigte auch der Graef WK701, der nicht nur Temperaturwahl und Warmhaltefunktion, sondern auch eine Kindersicherung bietet.

Allerdings ist das Gehäuse nicht so gut isoliert wie beispielsweise der Bosch, außerdem ist die Skala an der Innenseite der Kanne angebracht – und er ist nicht gerade günstig. Dafür hat er ein schönes Design.

DeLonghi Distinta

Der DeLonghi Distinta bietet ebenfalls eine Temperaturwahl und eine Warmhaltefunktion. Allerdings ist das Gehäuse hinter dem Griff nicht isoliert.

Das wäre kein großes Problem, wenn etwas mehr Abstand zwischen Griff und Kanne wäre. Das ist aber leider nicht der Fall, so dass wir uns im Test gleich mehrmals die Finger verbrannt haben.

Daher können wir von diesem Modell nur abraten.

Mit Edelstahl-Kanne

WMF Skyline

In unserem Test machte der WMF Skyline zwar eine gute Figur, mit einer Zeit von 2:38 war er sogar der zweitschnellste Wasserkocher. Allerdings scheint es bei diesem Modell Probleme mit der Verarbeitung zu geben.

Sehr viele Käufer berichten von gerissenem Skala-Fenster, defekter Feder im Deckel und vor allem: Rost. Das sollte bei einem Gerät, das ständig mit Wasser in Berührung kommt, natürlich nicht passieren.

Daher können wir den WMF Skyline nicht wirklich empfehlen.

Klarstein Aquavita Chalet

Test Wasserkocher: Klarstein Aquavita Chalet

Keine Preise gefunden.

Der Klarstein Aquavita Chalet ist mit seinem 60er-Jahre-Look eventuell eine Alternative zum Stelton Emma.

Allerdings wird die Kanne sehr heiß wird und die ebenfalls innenliegende Skala ist nur sehr schwer abzulesen. Gut hingegen: Das Thermometer auf der Außenseite funktioniert zuverlässig und ist recht praktisch.

Philips HD9357/10


AmazonBasic Wasserkocher

Sehr gut gefallen hat uns der Edelstahlkocher Philips HD9357/10, der kaum Kritik zugelassen hat. Er sieht gut aus, kocht das Wasser schnell und hat alles, was ein Wasserkocher braucht – aber eben auch nicht mehr.

Mit derzeit rund 70 Euro ist er allerdings recht teuer für ein Modell ohne irgendwelche Extras.

Der AmazonBasic-Wasserkocher ist sehr günstig, war aber mit 3:39 Minuten der zweitlangsamste im Test. Das muss nicht jeden stören und seine Edelstahl-Optik kann auf jeden Fall überzeugen.

Wem es also nicht auf die Schnelligkeit sondern nur auf den günstigen Preis ankommt, der kann auf den Amazon-Wasserkocher einen Blick werfen.

Aus Glas

Russell Hobbs 21600-70

Neben dem Severin WK 3471 mit Temperaturwahl war der Russell Hobbs 21600-70 der einzige andere Wasserkocher mit Glaskanne. Er hat zusätzlich einen echten Kalkfilter.

Das Wasser fließt allerdings sehr langsam vom Filter in die Kanne. Außerdem muss man mehrmals nachfüllen, um den Wasserkocher bis zum Maximum zu füllen. Beim Ausgießen ist uns zudem aufgefallen, dass der Deckel nicht ganz dicht schließt.

Das ist zwar bei so einigen Modellen der Fall, doch der Russell Hobbs hat eine sehr kleine Tülle, so dass man aus Ungeduld schon mal etwas zu weit nach vorne kippt und das Wasser auch aus dem schmalen Spalt zwischen Deckel und Kannenrand läuft.

Unter 20 Euro

Severin WK 3485

Beim Severin WK 3485 ließ sich das Kalksieb unseres Testgeräts nicht herausnehmen, außerdem öffnete sich der Deckel auf Knopfdruck nur einen Spalt breit, man muss also mit der Hand nachschieben – unpraktisch.

Außerdem gibt es viele Nutzer, die eine schlechte Verarbeitung und eine kurze Lebensdauer bemängeln.

Clatronic WK 3445

Das gilt auch für den Clatronic WK 3445, der wie der Severin ebenfalls eine offene Heizspirale besitzt. Das hat zwar den Vorteil, dass das Wasser schneller kocht, ist zum Reinigen aber sehr umständlich.

Für nur wenig Geld mehr fährt man da mit unserem Testsieger wesentlich besser.

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