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Der beste Windeleimer

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Windeleimer Test: Windeleimer
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin und Bloggerin und schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und die Huffington Post. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit Kindern.

Der beste Windeleimer ist der Korbell M250DS. Er ist geruchsdicht, kann einhändig bedient und bei Bedarf auch abgeschlossen werden. Der Treteimer ist besonders langlebig: Nach seinem Einsatz als Windelmülleimer kann er als normaler Mülleimer weitergenutzt werden.

Update 17. Mai 2019

Wir haben vier neue Windeleimer getestet. Unser neuer Testsieger ist der Korbell, es gibt aber auch eine neue Empfehlung.

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2. April 2019

Wir aktualisieren den Test in Kürze. Der Nachfolger des Testsiegers, der aktuell nicht mehr verfügbar ist, wird dabei sein. Wir schauen uns auch noch andere neue Modelle genauer an.

Bis ein Kind trocken ist, verbraucht es im Schnitt 5000 bis 6000 Windeln – und die müssen entsorgt werden. Und zwar möglichst schnell, denn volle Windeln haben die unangenehme Eigenschaft, einen ziemlich unerträglichen Geruch abzusondern.

Wenn man sie einfach in einen normalen Mülleimer wirft, stinkt bald die ganze Wohnung. Die meisten Mülleimer sind nämlich nicht wirklich geruchsdicht. Und wegen jeder einzelnen vollen Windel zur Mülltonne außerhalb der Wohnung oder außerhalb des Hauses zu laufen, ist in den meisten Fällen wenig praktikabel.

Man kann natürlich auch jede Windel in eine kleine Plastiktüte stecken und verknoten. So bleiben Gerüche – vorausgesetzt die Tüte hat kein Loch – eingeschlossen. Die Tüte mit der vollen Windel kommt dann in einen ganz normalen Mülleimer in der Wohnung. Viele Eltern nutzen dafür die dünnen Plastiktüten, in denen im Supermarkt Obst und Gemüse verpackt werden. Man kann aber auch Frühstückstüten verwenden und im Handel werden auch spezielle Windelbeutel angeboten. Aber das produziert jede Menge zusätzlichen Plastikmüll.

Auch normale Müllbeutel eignen sich zum Entsorgen von Windeln

Für die meisten Eltern dürfte sich die Anschaffung eines Windeleimers allerdings als sinnvoll und praktisch erweisen. Was für einer es sein soll, hängt auch von seinem Standort ab. Wenn man den Windeleimer auf dem Balkon stehen hat, muss er natürlich nicht so geruchsarm sein, wie wenn er im Schlafzimmer steht. Außerdem ist mitentscheidend, wie lange der Weg zur Mülltonne ist und wie oft der Eimer geleert wird.

Um Ihnen die Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir uns einige Exemplare angesehen. Manche machen ihre Arbeit besser als andere.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Korbell M250DS

Test Windeleimer: Korbell Windelmülleimer 16l
Ein Treteimer, der nach seiner Windelzeit als Mülleimer weiterbenutzt werden kann.

Beim Korbell M250DS handelt es sich um einen Treteimer. Das ist praktisch, weil sich die Klappe per Fußtritt öffnen und die Windel so einhändig einwerfen lässt. Der Geruch wird sicher eingeschlossen, zusätzlich gibt es noch parfümierte Müllbeutel. Trotz der Kapazität von nur 15 Litern passten hier mehr Windeln rein als bei manchem Konkurrenzprodukt.

Auch gut

Angelcare Windeleimer Dress-up

Test Windeleimer: Angelcare Dress up
Der Windelmülleimer hält den Geruch zuverlässig aus dem Zimmer fern.

Für geruchsempfindliche Elternnasen ist auch der Angelcare Windeleimer Dress-up empfehlenswert. Der Anschaffungspreis ist überschaubar. Wenn Sie möchten, können Sie dem Eimer noch eine hübsche Hülle anziehen. Es dringt kein Geruch nach draußen. Allerdings müssen spezielle Nachfüllkassetten gekauft werden, denn der Eimer lässt sich nur mit ihnen nutzen.

Gut & Günstig

Rotho Babydesign Bella Bambina

Test Windeleimer: Rotho Windeleimer Babydesign Bella Bambina
Gibt es nicht nur in weiß, sondern in vielen verschiedenen Farben.

Wenn Sie nicht ganz so geruchsempfindlich sind, können Sie Geld sparen. Der Bella Bambina ist sensationell günstig und in verschiedenen Farben erhältlich. Er ist klein und wird mit normalen Müllbeuteln verwendet. Leider hat er ein relativ kleines Fassungsvermögen und erinnert stark an einen normalen Mülleimer. Ist die Windel mal drin, bleibt der Geruch auch im Eimer – wird der Deckel allerdings angehoben, dringt auch etwas an die Nase.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGut & Günstig
Modell Korbell M250DS Angelcare Windeleimer Dress-up Rotho Babydesign Bella Bambina Vital Innovations Diaper Champ tommee tippee Sangenic tec Angelcare Windeleimer Comfort Chicco Odour Kidsmill We-Too Rotho Paso Rotho Top Ikea Önsklig OKT Kids Windeleimer
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Pro
  • Absolut geruchsdicht
  • Großes Fassungsvermögen
  • Kann verschlossen werden
  • Lange nutzbar (auch als Mülleimer)
  • Absolut geruchsdicht
  • Leichte Handhabung
  • Kann mit Überzieher "verkleidet" werden
  • Günstig
  • In vielen Farben erhältlich
  • Klein
  • Schicke Farben und drei Größen erhältlich
  • Einfache Bedienung
  • Relativ geruchsarm
  • Fast komplett geruchsarm
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Kann mit normalen Mülltüten benutzt werden
  • Einfache Handhabung
  • Kann mit normalen Mülltüten benutzt werden
  • In verschiedenen Farben erhältlich
  • Leicht zu bedienen
  • Verschiedene Farben erhältlich
  • Sehr klein und platzsparend
  • Preiswertes Modell
  • Kann mit normalen Mülltüten genutzt werden
  • Drei weitere Becher im Preis inbegriffen
  • Fasst eine gute Zahl an Windeln
  • Viele Motive erhältlich
Contra
  • Braucht spezielle Nachfüllbeutel
  • Braucht spezielle Nachfüllkassetten
  • Beim Einwerfen kleiner Gegenstände berührt man die Mülltüte
  • Geruch dringt beim Öffnen nach draußen
  • Wenig Füllmenge
  • Eimer nimmt Geruch der Windeln an
  • Nur Windeln können entsorgt werden
  • Nachfüllkassetten sind nicht umweltfreundlich
  • Viel Plastikmüll
  • Nachfüllkassetten müssen monatlich gekauft werden
  • Bedienung ist gewöhnungsbedürftig
  • Kleinteiliges kann nicht entsorgt werden
  • Plastik nimmt Windelgeruch an
  • Kleinteiliges kann nicht entsorgt werden
  • Verhakt sich oft
  • Teurer als baugleiches Modell
  • Geruch bleibt nicht vollständig im Eimer
  • Deckel schließt sehr langsam
  • Schnappverschluss öffnet sich nach einer Weile von selbst und bleibt nicht richtig dicht
  • Lässt Geruch durch
  • Lässt viel Platz in Mülltüte
  • Plastik nimmt Windelgeruch an
  • Verarbeitung nicht so hochwertig
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

High-Tech gegen Geruch

Findige Geschäftsleute haben aus dem Windeleimer Ende der 1990er ein Wunderwerk der Technik gemacht: Im Windeltwister, der heute unter dem Namen Sangenic Tec verkauft wird, wird jede Windel luftdicht verschlossen. Statt eines einfachen Müllbeutels wird eine mit Silberbioziden behandelte Folie verwendet, die alle Keime abtötet.

Doch das Geschäftsmodell des Herstellers entspricht dem der Druckerhersteller, die ihre Geräte billig verkaufen und ihre Kunden dann bei der Druckertinte abkassieren: Die Müllbeutelfolie gibt es in Form von Kassetten, die immer nur in ein Modell passen, damit der Kunde gezwungen ist, über die gesamte Wickelzeit des Kindes dem Hersteller viel Geld für das Verbrauchsmaterial in den Rachen zu werfen.

Wie bei der Druckertinte gibt es auch im Bereich der Folienkassetten für Windeleimer inzwischen Anbieter, die No-Name-Nachfüllfolie billiger anbieten als das Original. Und im Internet finden sich Tutorials mit Tipps und Tricks, wie man die Hightech-Geräte mit normalen Mülltüten bestücken kann.

Nachfüllfolie wird auf Dauer teuer

Viele Eltern, die sich einen Windeleimer angeschafft haben, der mit Kassetten bestückt wird, würden ihn im Nachhinein nicht noch einmal kaufen. Davon zeugen zahlreiche Berichte in Elternforen. Diese Eltern wissen inzwischen, was für ein teurer Spaß das Ganze ist. Andere verwenden das Hightech-Teil nur für Windeln mit Stuhl, die anderen werden aus Kostengründen in einem ganz normalen Windeleimer entsorgt. Aber wer will sich ernsthaft zwei Windeleimer in die Wohnung stellen?

Die Nachteile der vermeintlichen Innovation machten mit der Zeit die Runde, was Konkurrenten auf den Plan rief. Sie bieten nun auch Windeleimer mit ausgeklügelten Verschlüssen an, die ebenfalls geruchsfrei sein sollen, aber umweltfreundlicher, weil sie nicht so viel Folie verbrauchen, oder billiger, weil sie mit handelsüblichen Mülltüten bestückt werden können.

Windeleimer Test: Stinky Diaper

Und so gibt es inzwischen Windeleimer mit verschiedenen Systemen und werdende Eltern stehen häufig ratlos vor der Frage, welcher Windeleimer denn nun der beste sei und ob sie überhaupt einen brauchen.

Normale Mülltüten sind zur Entsorgung von Windeln übrigens völlig ausreichend. Tüten bzw. Folien, die mit Silberbioziden behandelt wurden und 99 Prozent aller Keime töten sollen, sind unnötig. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat mehrfach betont, dass Silberverbindungen, die in antimikrobiell ausgerüsteten Verbraucherprodukten verwendet werden, keinen Vorteil für den Verbraucher bieten.

Umweltfreundlicher sind normale Mülltüten

Stattdessen wird empfohlen, das klassische Hygieneverhalten zu verbessern, um Infektionserkrankungen zu vermeiden. Silberbiozide sind zudem umweltschädlich. Die Verwendung biozidbehandelter Erzeugnisse ist in Privathaushalten nur in sehr begrenzten Fällen sinnvoll und nützlich, darauf weist auch das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. hin.

Was ist ein guter Windeleimer?

Ein guter Windeleimer lässt Gerüche nicht nach außen dringen. Dabei muss man unterscheiden, ob der Eimer Gerüche herauslässt, wenn er einfach dasteht, oder ob das nur der Fall ist, wenn eine Windel entsorgt und er dazu geöffnet wird. Eine Geruchsquelle ist natürlich auch das Auswechseln der Mülltüten.

Geschlossen sind eigentlich alle Windeleimer geruchslos. Wenn man eine Windel hineinwirft, schaffen das hingegen nur wenige Modelle. Und beim Auswechseln der Mülltüten ist bei allen Windeleimern etwas zu riechen – allerdings in unterschiedlicher Intensität.

Nicht alle Modelle halten den Geruch zurück

Von Vorteil ist auch, wenn der Windeleimer mit einer Hand bedienbar ist. Denn wenn man das Baby auf der Wickelkommode liegen hat, sollte man immer eine Hand am Kind haben, damit es nicht herunterfällt. Wenn der Windeleimer darüber hinaus noch etwas höher ist, freut sich der sowieso oft schon geschundene Elternrücken.

So haben wir getestet

Wir haben elf explizite Windeleimer getestet und zwei ganz normale, kleine Mülleimer, die zwar nicht als Windeleimer fungieren, aber von vielen als solche verwendet werden.

Alle Eimer haben wir in einem Haushalt mit einem Kleinkind und einem Baby dem Alltagstest unterzogen. Das heißt, in ihnen wurden jeweils über mehrere Wochen hinweg nasse und schmutzige Windeln entsorgt. So konnten wir feststellen, welche Windeleimer im Alltag wirklich etwas taugen – und welche nicht. Außerdem haben die im Haushalt befindlichen Kinder, die solche Eimer ja gern, entgegen jeden elterlichen Rats, als Spielzeug benutzen, die Geruchsprobe noch verschärft. Mit manchen Eimern wollten die Kinder dann auch nicht mehr spielen, weil der Windelgeruch doch zu heftig durchs Zimmer zog.

 Windeleimer Test: Korbell Windeleimer

Testsieger: Korbell M250DS

Der Korbell M250DS ist ein Treteimer mit einer angenehmen Höhe. Eltern müssen mit dem Fuß die Klappe öffnen und können dann einhändig die Windel in eine weitere Klappe, die als Geruchsbarriere dient, einwerfen. Das funktioniert tadellos und im Vergleich zu anderen Modellen müssen hier die elterlichen Hände auch keinen angeschwitzten Windelmüll berühren. Außerdem können auch andere Dinge wie Feuchttücher oder Wattestäbchen einfach darin entsorgt werden.

Testsieger

Korbell M250DS

Test Windeleimer: Korbell Windelmülleimer 16l
Ein Treteimer, der nach seiner Windelzeit als Mülleimer weiterbenutzt werden kann.

Die gute Nachricht zuerst: Sie müssen diesen Windelmülleimer gar nicht selbst aufbauen. Er kommt schon komplett fertig und einsatzbereit zu Ihnen nach Hause. Auch um das erste Einsetzen des Müllbeutels müssen Sie sich nicht kümmern – man kann sofort losgehen. Dennoch ist es natürlich ratsam, sich einmal mit der Mechanik des M250D vertraut zu machen.

Sie können den Windelmülleimer sowohl auf den Boden als auch auf eine Anrichte stellen, je nachdem, wie Ihre individuelle Wickelsituation es zulässt. Konzipiert ist der M250D als Treteimer, also für den Einsatz am Boden. Im Test haben wir ihn aber auch auf eine Anrichte gestellt und ihn mit der Hand statt dem Fuß bedient. Das erfordert wegen der zweiten Klappe im Mülleimer etwas mehr Fingerspitzegefühl, ist aber durchaus auch machbar.

Wenn Sie die große Klappe geöffnet haben, können Sie die Windel einhändig durch die zweite, kleine Klappe in den Mülleimer werfen. Dort bleibt der gesamte Müll dann, bis Sie ihn ausleeren. Das kann einige Zeit dauern, je nachdem, wie klein Sie die Windeln zusammenfalten.

Gutes Fassungsvermögen, kein Geruch

Das Fassungsvermögen beträgt nur 15 Liter – andere Eimer im Test schaffen deutlich mehr. Wir finden allerdings, dass das Volumen vollkommen ausreicht. Denn mehr Fassungsvermögen bedeutet auch: mehr Windeln, die tagelang im eigenen Saft vor sich hin müffeln. Es gibt nichts an der Situation zu beschönigen, denn Windelmüll gehört definitiv zur geruchsintensiven Art. Und wenn Sie beim Müllbeutelwechseln nicht in Ohnmacht fallen wollen, sollte das Fassungsvermögen nicht unendlich groß sein.

Das Ausleeren des Eimers war aber gar nicht unangenehm. Die Mülltüten, die beim Kauf mitgeliefert werden, sind parfümiert, sodass Sie wenig riechen werden. Das war bei etlichen anderen Modellen im Test deutlich schlimmer. Während der Müllbeutelwechsel der ultimative Härtetest für viele Eltern ist und der M250D diesen mit Bravour meistert, ist etwas anderes aber viel entscheidender: Die Information, wieviel Geruch im Alltag aus dem Mülleimer entweicht.

Auch hier ist der Korbell M250DS Spitzenreiter, denn es entwich nichts. Kein Lüftchen, keine Duftwolke, selbst beim Einfüllen neuer Windeln waberte kein unangenehmer Geruch durchs Zimmer – eine echte Wohltat für unsere Nasen. Zusätzliche Sicherheit gegen unangenehme Gerüche bietet außerdem die verschließbare, kleine Klappe. Während unseres Eimer-Tests schlichen zwei Kleinkinder unentwegt um die Windeleimer herum. Für sie galt es offensichtlich herauszufinden, wie die Eimer funktionieren und wie das getestet werden kann, ohne dass wir Eltern davon im wahrsten Sinne des Wortes Wind bekommen.

Abschließbare Einfüllklappe

Das klappte beim Korbell aber nicht, weil wir den eben mittels eines kleinen Plastikschlosses verschließen konnte. Erwarten Sie dabei aber nichts Großes, denn mit einigem Kraftaufwand würde es auch Kleinkindern gelingen, die Klappe abzubrechen. Aber als erste Maßnahme gegen neugierige Finger bewerten wir dieses Schloss durchaus positiv.

Was uns dagegen nicht so gut gefällt: Der Korbell M250D braucht eigene Mülltüten, oder besser gesagt einen Mülltütenschlauch. Der kostet knapp unter 10 Euro und hat eine Kapazität von 240 Windeln. Laut Hersteller sind die Mülltüten biologisch abbaubar. Der Vorteil am Schlauch: Sie selbst entscheiden, wann der voll ist, und sparen sich damit das Wegbringen von halbvollen Mülltüten, was ja auch nicht umweltfreundlich ist. Im Korbell M250D ist ein kleines, kindersicheres Messer integriert, an dem man den Schlauch durchschneidet, wenn man den Müllbeutel wechseln möchte. Dann knotet man nur das untere Ende erneut zusammen, und schon hat man einen neuen Müllbeutel. Das geht innerhalb weniger Sekunden. Durch das selbstständige Knoten lässt sich ebenfalls Müll sparen, Sie müssen den Knoten nur haltbar und sehr klein machen. Das gelang uns im Test aber nur mittelgut.

Sie können, wenn Sie auf die Nachfüllbeutel verzichten möchten, auch einfache Mülltüten mit Zugband nutzen. Es ist allerdings etwas aufwändig, diese in den Windelmülleimer zu bekommen. Mit der Zeit hat man den Trick sicher raus, uns fehlte dazu allerdings die Geduld. Die nicht ganz einfache Handhabung liegt durchaus am Klappeinsatz, der den Windelgeruch verhindern soll. Diesen können Sie aber entfernen, wenn die Windelzeit vorbei ist. Alle anderen Windeleimer haben dann ihren Zweck verloren, denn in die meisten lässt sich kein kleinteiliger Müll einfüllen. Der Korbell M250DS wird aber zum normalen Mülleimer und kann dann weiterhin in der Wohnung stehen. Das sehr zurückhaltende Design stört weder im Kinderzimmer noch in der Küche. Die Langlebigkeit im Vergleich zur Konkurrenz ist für uns ein weiterer Pluspunkt und macht den M250D zum besten Windeleimer im Test.

Korbell M250DS im Testspiegel

Leider hat noch keine renommierte Redaktion den Windeleimer getestet. Sollte sich das ändern, tragen wir es hier für Sie nach.

Alternativen

Der M250DS von Korbell ist für uns der beste – aber im Test gab es auch andere Windeleimer, die wir ebenfalls empfehlen können.

Auch gut

Angelcare Windeleimer Dress-up

Test Windeleimer: Angelcare Dress up
Der Windelmülleimer hält den Geruch zuverlässig aus dem Zimmer fern.

Der Angelcare Windeleimer Dress-up ist die preiswerte Alternative zum Angelcare Windelmülleimer Comfort. Zugegeben: Das »Dress-up«, also das Anziehen des Eimers, erachten wir für ein wenig überflüssig, aber wenn Ihnen danach ist, gibt es sehr viele verschiedene Hüllen für wenig Geld. In unser Testurteil ist diese Verkleidemöglichkeit für den Eimer allerdings nicht eingeflossen.

Was uns gut gefällt: Der Eimer hält dicht und den Geruch innen. Es dringt auch beim Aufklappen und Windeleinwerfen nichts nach draußen. Der Schnappverschluss sitzt sehr fest, was ein Vorteil ist, weil auch kleine Kinderhände hier keine Chance haben. Und Erwachsene freuen sich, dass der Raum geruchsfrei bleibt.

In den Windeleimer können Sie auch Kleinteiliges einwerfen, wie ein Feucht- oder Taschentuch, Wattestäbchen oder andere Dinge, die Sie loswerden möchten. Leider kann es passieren, dass Sie dabei den Müllbeutel anfassen müssen. Beim Einwurf von Windeln geschieht das nicht, weil die aufgrund ihres Gewichts selbst nach unten gleiten. Bei kleinen Dingen müssen Sie etwas nachhelfen. Das kann für sensorisch sensible Menschen etwas gewöhnungsbedürftig sein.

Auch für den Dress-up brauchen Sie Nachfüllkartuschen – und zwar die für den Dress-up, denn die Kartuschen für den Angelcare Windeleimer Comfort können Sie hier nicht nutzen. Im Schnitt kostet eine Füllung rund 7 Euro und fasst 180 Windeln. Auch hier gilt: Sie bestimmen, wann der Mülleimer voll ist und wo Sie den Müllschlauch abschneiden. Das kindersichere Messer gleitet gut durch die Folie, anschließend müssen Sie nur das Ende neu verknoten und schon ist der Eimer wieder einsatzbereit.

Die Einsatzbereitschaft müssen Sie am Anfang übrigens selbst herstellen und den Mülleimer zusammenbauen. Was uns dabei ärgerte: Der Eimer lässt sich nicht wieder in seine Einzelteile zerlegen und passt auch nicht mehr in die Originalverpackung. Aber vielleicht spielt das für Sie auch keine Rolle und Sie sind froh, wenn Sie den Angelcare Windeleimer Dress-up nach jahrelangem Einsatz nicht mehr sehen müssen.

Gut & Günstig

Rotho Babydesign Bella Bambina

Test Windeleimer: Rotho Windeleimer Babydesign Bella Bambina
Gibt es nicht nur in weiß, sondern in vielen verschiedenen Farben.

Wer einen günstigen Windeleimer ohne viel Schnickschnack sucht und nicht gleich tot umfällt, wenn ihm beim Öffnen Windelgeruch entgegenschlägt, dem sei der Bella Bambina von Rotho Babydesign empfohlen. Er nimmt wenig Platz weg und ist in zahlreichen Farben erhältlich.

Der Deckel kann mit einer Hand abgenommen und auch wieder draufgelegt werden und sitzt fest. Gerüche dringen nicht nach außen. Benutzt wird der Mülleimer mit 20- oder 25-Liter-Müllbeuteln. Optisch nicht so schön ist allerdings, dass diese unter dem Deckel herausragen.

In diesen Eimer mit 10 Litern Fassungsvermögen passen allerdings weniger Windeln als in andere Modelle. Doch wenn man den Müllbeutel häufiger wechselt, wird der Gestank auch nicht so groß.

Der Bella Bambina hat einen Tragegriff, sodass Geruchsempfindliche den Müllbeutel auch im Freien wechseln könnten.

Außerdem getestet

tommee tippee Sangenic tec

Der Tommee Tippee Sangenic Tec, der einst unter dem Namen »Windeltwister« bekannt wurde, ist neben dem Angelcare Windeleimer Comfort das zweite »High-Tech«-Modell unter den Windeleimern.

Auch er ist sehr geruchsarm, allerdings fanden wir, dass er beim Öffnen anders als der Angelcare-Eimer doch ein wenig roch.

Beim Sangenic Tec werden die Windeln einzeln in Folie eingewickelt, sodass kein Geruch mehr nach außen dringen soll. Das verbraucht allerdings sehr viel Folie, was nicht gerade umweltfreundlich ist. Auch mit den Nachfüllkassetten fällt viel Plastikmüll an. Das ist beim Konkurrenten von Angelcare zwar auch der Fall, aber bei der Kassette für den Sangenic Tec ist nochmal erheblich mehr Kunststoff verbaut. Und dann ist die Folie auch noch mit Silberbioziden behandelt, die die Umwelt belasten und keinen zusätzlichen Nutzen bringen.

Zudem ist der Sangenic Tec sehr viel niedriger als der Angelcare-Eimer und nimmt auch nur maximal 28 Windeln auf. Dafür muss man die Windel nicht selbst durchdrücken, das erledigt der im Deckel integrierte »Easy-push-Stopfer«.

Die Anschaffungskosten sind identisch mit denen bei Angelcare. Original-Nachfüllkassetten kosten ab 3,70 Euro (im 18er-Pack). Laut Berichten halten sie zwischen zehn Tagen und vier Wochen. Die Folgekosten sind also auch hier immens. Aber auch für den Sangenic Tec gibt es No-Name-Kassetten und die Möglichkeit, die Original-Kassetten selbst mit Folie wiederzubefüllen.

Vital Innovations Diaper Champ

Der Diaper Champ kommt in drei verschiedenen Größen für 30, 50 oder 75 Windeln. Zudem ist er in verschiedenen Farben erhältlich – weiß mit silber, weiß mit pink oder weiß mit blau. Das Design fanden wir ganz ansprechend.

Der Diaper Champ ist allerdings etwas teurer als die Konkurrenz und schwieriger zu reinigen. Außerdem können darin keine Pflegetücher, Wattestäbchen oder anderer Kleinmüll entsorgt werden: In dem kugelförmigen Verschluss, der hin- und herrutscht und so für Geruchsdichte sorgt, verklemmt sich leider alles, was kleiner als eine Windel ist.

Zudem hat der Kunststoff des Eimers nach unserem Test recht stark den Geruch der Windeln angenommen.

Angelcare Windeleimer Comfort

Für Eltern mit extrem sensiblen Nasen ist der Angelcare Windeleimer Comfort eine gute Wahl. Der Windeleimer ist so konstruiert, dass das Innere des Eimers nicht mit dem Geruch der Windeln in Berührung kommt. Für den Windeleimer Comfort spricht außerdem, dass er mit einer Höhe von 69 Zentimetern am rückenfreundlichsten ist und ein großes Fassungsvermögen bietet. Darin kann man bis zu 46 Windeln entsorgen. Auch er ist mit einer Hand zu bedienen.

Dass man die volle Windel durch einen gefederten Schlitz drücken muss, ist allerdings gewöhnungsbedürftig, und bei randvollen Windeln kann das auch ziemlich unhygienisch werden. Es geht eigentlich nur dann vernünftig, wenn man die Windel gut »packt«. Anderes kann man im Angelcare-Eimer nur schlecht entsorgen.

Der Anschaffungspreis ist recht günstig, allerdings braucht man für den Windeleimer spezielle Nachfüllkassetten mit »mehrschichtiger Air-Seal-Folie mit Geruchsbarriere«. Die halten zwischen zwei Wochen und einem Monat und kosten ab 7 Euro. Wenn man davon ausgeht, dass ein Kind im Schnitt nach 30 Monaten trocken ist, fallen für die Mülltütenfolie Folgekosten von 180 bis 360 Euro an – ein teurer Spaß.

Neben Angelcare bieten allerdings auch andere Hersteller passende Nachfüllkassetten an, die zum Teil etwas günstiger sind. Noch mehr Geld kann man sparen, indem man die leeren Kassetten selbst mit Folie befüllt. Auch hierfür gibt es Anbieter, das Ganze ist aber eine ziemlich fummelige Angelegenheit. Und dann gibt es im Netz noch Anleitungen, wie man den Eimer mit normalen Müllbeuteln benutzen kann. Optisch sieht das von außen zwar nicht so schön aus, es soll aber ganz gut funktionieren.

Mit normalen Mülltüten befüllen können Sie den Chicco Odour. Auf den ersten Blick wirkt die Handhabung sehr einfach – nur die Mülltüte einklemmen und los gehts. Auf den zweiten Blick wird aber klar, dass das System gar nicht so gut funktioniert. Eigentlich werfen Sie die Windel in die runde Aussparung, drehen am Griff und die Windel landet in der Mülltüte. In der Praxis zeigt sich: Es hakt aus unerfindlichen Gründen öfter mal. Dann lässt sich der Griff nicht mehr drehen und Sie müssen am Mülleimer rütteln, sodass sich das Innenleben neu verteilt. Kleinteiliges wie Feuchttücher oder Ohrenstäbchen lassen sich nicht einwerfen, sie sind schlicht zu leicht und werden erst mit dem Gewicht einer Windel entsorgt.

Was die Geruchsbarriere angeht: Spätestens, wenn Sie die volle Mülltüte aus dem Eimer holen, sollten Sie vorher tief durchatmen und die Luft anhalten. Denn ja, das stinkt furchtbar – und das nach nur acht Windeln. Laut Hersteller soll der Mülleimer 20 Windeln fassen, doch das war, obwohl wir die Windeln platzsparend gefaltet haben, im Test nicht erkennbar.

Im Alltag riecht der Windelmüll auch hier nicht, solange sich nichts verhakt und die Mülltüte nicht voll ist. Allerdings ist es unangenehm zu sehen, dass sich auf der Seite, die dem Windelmüll zugewandt ist (und das kann entweder die Aussparung oder die Vollplastikseite sein) Kondenswasser bildet – Schwitzwasser vom Windelmüll, wenn man so möchte. Das feuchtwarme Klima, das von gefüllten Windeln ausgeht, wurde bei nur einem anderen (baugleichen) Modell im Test so deutlich sichtbar.

Leider nimmt der Chicco Odour auch den Windelgeruch an. Auf die Dauer wird das ganz sicher unangenehm.

Baugleich zum Chicco gibt es auch ein etwas teureres Modell von Kidsmill. Der We-Too kommt im genau gleichen Design daher, nur das frische himmelblau ist ein Unterschied. Wir haben dementsprechend erwartet, dass uns genau die gleichen Punkte beim We-Too auffallen würden. Tatsächlich ist es aber so, dass das Kidsmill-Modell noch schlechter funktioniert. Es hakte aus nicht nachvollziehbaren Gründen beim Einwerfen Jeder einzelnen Windel.

Das Einsetzen des Müllbeutels klappte problemlos und der Müllbeutel selbst ist auch von außen nicht zu sehen. Allerdings landet auch wenig im Beutel, weil der Mechanismus eben bei jedem Einwurf zickt und ein Schütteln und Rütteln am Mülleimer erfordert. Da auch dieses Modell den Geruch vom Windelmüll aufnimmt, sehen wir keinen Grund, dann nicht zum Chicco Odour zu greifen und wenigstens noch ein paar Euro zu sparen.

Viele Eltern benutzen auch einen einfachen Treteimer zur Entsorgung voller Windeln. Der Paso von Rotho ist besonders beliebt. Er besteht aus Kunststoff und ist in verschiedenen Farben erhältlich, unter anderem in Edelstahl-Optik. Ein separater Innenring sorgt dafür, dass der Müllbeutel außen nicht zu sehen ist.

Der Deckel wird mit einem Tretmechanismus geöffnet und schließt geräuschlos, wenn auch recht langsam, was die Zeit verlängert, in der Gestank ins Zimmer entweichen kann. Außerdem dringt auch etwas Geruch aus dem geschlossenen Eimer, wahrscheinlich, weil der Deckel nicht dicht genug aufsitzt.

Zudem befindet sich hinten bei der Deckelklappe eine Öffnung für den Mechanismus. Der Eimer ist nach außen hin also nicht vollständig dicht. Wir würden ihn deshalb nicht als Windeleimer empfehlen, trotz des praktischen Tretmechanismus.

Von Rotho gibt es noch ein anderes Modell, den Windeleimer Top. Er nimmt noch weniger Platz weg, weil er schmaler ist, fasst aber ebenfalls zehn Liter. Er öffnet sich, wenn man den Verschluss per Hand oder Fuß antippt.

Allerdings neigt der Schnappverschluss nach längerer Zeit in Benutzung dazu, von alleine aufzugehen. Das passiert vor allem dann, wenn die Mülltüte ungünstig dazwischen geklemmt wird. Und dann stinkt es natürlich gewaltig. Zudem ist der Eimer in leerem Zustand mit geöffnetem Deckel etwas wackelig.

Wohl deshalb ist der Top bei Amazon von den Kunden deutlich schlechter bewertet als der Bella Bambina. Wie den Bella Bambina, gibt es auch den Top in vielen verschiedenen Farben.

Kein ausgewiesener Windelmülleimer ist der Önsklig von Ikea. Trotzdem nutzen unzählige Eltern genau dieses Modell am heimischem Wickeltisch. Er ist klein, preiswert und es gibt noch drei praktische Schalen zur Aufbewahrung dazu. Alternativ können die Schalen auch für Wasser und Tücher verwendet werden und so Feuchttücher überflüssig machen.

Für den Önsklig können normale Müllbeutel verwendet werden – wir empfehlen die 25-Liter-Variante. Leider ist der Eimer zu klein, um die Mülltüte bis oben zu füllen. Es bleibt also immer etwas Platz im Beutel, was nicht gerade ressourcenschonend ist.

Darüber hinaus verhindert der Eimer aber auch nicht das Ausströmen unangenehmer Gerüche. Nicht nur, dass der Windelgeruch ausströmt, wenn Sie den Eimer einhändig öffnen, um neuen Müll einzuwerfen, mit der Zeit riecht es auch dauerhaft aus dem Eimer. Das Plastik scheint den intensiven Geruch irgendwann anzunehmen.

Positiv aufgefallen ist uns, dass der Eimer von Ikea wirklich allen Müll schluckt und theoretisch auch nach der Windelzeit weiterhin als Kosmetikeimer benutzt werden könnte. In der Praxis wird das vermutlich selten geschehen, eben weil der Geruch benutzter Windeln irgendwann im Plastik steckt.

OKT Kids Windeleimer

Der OKT Kids Windeleimer ist dem Bella Bambina ähnlich, fasst aber mehr Windeln. Der Kunststoff wirkt nicht so hochwertig als beim Produkt von Rotho.

Der Deckel dürfte von Kindern auch einfacher angehoben werden als bei der Konkurrenz. Vom Preis her ist er, je nach Motiv, fast identisch. Angeboten wird er mit bei Kindern beliebten Motiven, wie Winnie Puuh oder Mickey Mouse.

45
Kommentare

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Beate Hofinger
Beate Hofinger

Rene Bauer
Da hat der tag doch sonne , oder?

Astrid Tremel
Astrid Tremel

Wir haben den Diaper champ und sind sehr zufrieden, es passen 25l Müllbeutel rein, man riecht nur was wenn man den Eimer komplett öffnet und den Beutel wechseln muss, ich leg immer ein Stück Seife oder ein Duftsäckchen mit rein

Nadine Stefanits
Nadine Stefanits

Hannes Stefanits wir haben den Testsieger!!

Hannes Stefanits
Hannes Stefanits

????

Marie Schreckenstein
Marie Schreckenstein

Matthias Espunkt

Steffi Gomolka
Steffi Gomolka

Braucht ihr einen? ?

Cornelia Baumegger
Cornelia Baumegger

Andreas Pöttler do hob i söm in richtigen gekauft

Jill Sailer
Jill Sailer

Martina Wagner, Marie-Louise Glas, Jessika Musigk

Katharina Taucher
Katharina Taucher

Einfach die volle Windel raus bringen in die Mülltonne! Schont die Umwelt

Maci Pieler
Maci Pieler

weil wir die besten sind ?

Sevim Akyürek
Sevim Akyürek

Haben wir schon zu Hause ? Nina Tillmann

Nina Blaa
Nina Blaa

Ja genau ?

Nathalie Pichler
Nathalie Pichler

Ahhh cool ?

Michelle Büssing
Michelle Büssing

Ein ganz stinknormaler Mülleimer mit Deckel ist ja auch nicht gut genug

Helene Karner
Helene Karner

Bereits gekauft ? dank deiner Empfehlung

Zorica Joksimovic
Zorica Joksimovic

Steht schon bei mir

Ramona Vetter
Ramona Vetter

? hab ich mir also den richtigen gewünscht ! Joseph Ulrich