Der beste Winkelschleifer

Test Flex Winkelschleifer - Testsieger Flex L 10-10 125

Der beste Winkelschleifer ist die Flex L10-10 125. Sie ist technisch ausgereift, robust und nicht zu groß. Mit einem Maximaldurchmesser für die Scheiben von 125 mm reicht das Gerät für den ambitionierten Heimwerker völlig aus und ist zudem noch recht einfach zu handhaben.

Winkelschleifer sind landläufig schlicht und einfach unter dem Namen Flex bekannt. »Reich mir doch mal die Flex rüber…«, hört man in vielen Gewerken, selbst wenn der Winkelschleifer das Logo eines anderen Herstellers trägt. Wie bei den bekannten Papiertaschentüchern ist der Name Flex zum Synonym für Winkelschleifers geworden.

Man braucht ihn nicht oft, aber wenn Sie häufig im Garten oder Haus selbst handwerklich tätig werden, haben sie sicher schon das ein oder andere Mal einen Winkelschleifer verwendet – oder sich geärgert, dass Sie keinen haben

Wir haben uns drei Geräte für den Hausgebrauch angesehen. Preislich ist die Anschaffung durchaus möglich – zwischen 60 und 90 Euro kosten die von uns getesteten Winkelschleifer.

Kurzüberblick: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Flex L10-10 125

Test Winkelschleifer: Flex L10-10 125
Beste Verarbeitung und einfaches Handling zeichnen die Flex aus. Wünschenswert wäre nur noch ein komplettes Set mit der nötigen Schutzausrüstung.

Die Flex L 10-10 125 überzeugt mit dem Konzept der gut kontrollierbaren Leistung, sowie der eingängigen Bedienung: Es hat eben seinen Grund, dass die Flex zum Synonym für Winkelschleifer geworden ist.

Beim Kauf sollten Sie allerdings unbedingt darauf achten, dass Sie das passende Sicherheits-Zubehör gleich mit erwerben.

Der Bolide: Bosch PWS 1000-125

Test: Winkelschleifer: Bosch PWS 1000-125
Gleiche Leistung aber nicht ganz so handlich und weniger gut verarbeitet.

Die Bosch PWS 1000-125 ist sowohl preislich, als auch technisch gesehen auf Augenhöhe mit unserem Favoriten. Sie fällt ein wenig klobiger aus, was die Benutzung mit nur einer Hand nicht mehr möglich macht.

Außerdem überzeugt sie bei der Verarbeitungsqualität nicht so sehr wie die Flex.

Der Einhänder: Makita GA 5030

Test: Winkelschleifer: Makita GA 5030
Schlanker und leichter, aber weniger Leistung.

Etwas leichter und handlicher ist die Makita GA 5030. Sie ist sehr robust, wie man das von Makita eben schon gewohnt ist. Mit der Leistung der beiden anderen Winkelschleifer kann sie leider nicht mithalten – das soll ihre gute Arbeit aber nicht schmälern.

Vergleichstabelle

Unser FavoritDer BolideDer Einhänder
Modell Flex L10-10 125 Bosch PWS 1000-125 Makita GA 5030
Test Winkelschleifer: Flex L10-10 125Test: Winkelschleifer: Bosch PWS 1000-125Test: Winkelschleifer: Makita GA 5030
Pro
  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Viel Leistung
  • Schnellarretierung der Schutzhauben
  • Technisch gesehen gleich gut wie die Flex
  • Sehr robust
  • Weniger Gewicht als unser Favorit
Contra
  • Kein Komplettset mit dem nötigen Schutz verfügbar
  • Verarbeitungsqualität nicht ganz so gut wie beim Testsieger
  • Deutlich weniger Leistung als die Flex
Bester Preis
Technische Daten  

Eine »Flex« – für was eigentlich?

Winkelschleifer eignen sich sowohl zum Trennen als auch zum Schleifen insbesondere von Metallen aber auch von Gestein und ähnlich harten Werkstoffen. Je nach Einsatz und Material kann die Flex mit unterschiedlichen Scheiben bestückt werden. Zum Trennen werden Edelkorund- und Diamant-Trennscheiben eingesetzt, zum Schleifen, Säubern und Polieren sind Schleifteller und Fellscheiben vorgesehen.

Der Winkelschleifer nimmt es am liebsten mit Naturstein, Beton, Keramik oder Metall auf. Letzteres kann man mit Hilfe der Flex auch schnell von festsitzendem Rost befreien. Gern findet der Winkelschleifer daher im Metallbau im weitesten Sinne Verwendung und hier ganz besonders im Fahrzeug und Karosseriebau sowie der Reparatur.

Harte Materialien sind kein Problem

Besitzer von Oldtimern jedweder Art wissen die kompakte Trenn- und Schleifmaschine ebenso zu schätzen, wie der Metallbauer, der Metall-Gerüste und -Spielgeräte instandsetzen muss.

Auch zum Trennen von Marmor und anderem Gestein eignet sich die schnelldrehende Scheibe, wenn es sich um größere Brocken handelt kommt ein Großer Winkelschleifer zum Einsatz, der eine Trennscheibe mit entsprechend größerem Durchmesser aufnehmen kann, denn schließlich wird die Schnitttiefe vom Durchmesser der Scheibe bestimmt.

Nicht ungefährlich

Der Name Flex steht für kraftvolles Durchtrennen harter Werkstoffe. Aufgrund der enorm hohen Drehzahlen, mit der sich die Scheibe ins Material frisst, ist die Flex aber auch für lautstarkes Arbeiten bekannt.

Außerdem verursacht die schnell drehende Scheibe schon mal einen Rückschlag und stark beschleunigte Teilchen, sowohl vom Abtrag des Werkstücks als auch von der Trennscheibe selbst. Sie ist daher kein ganz ungefährliches Werkzeug. Winkelschleifer sollten daher mit ausreichend Respekt gehandhabt werden, außerdem sind vor der Arbeit einige Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Wie bei allen drehenden Elektromaschinen, insbesondere jenen, die mit schneidenden oder bohrenden Werkzeugen bestückt werden, gilt es erst einmal, das entsprechende Werkzeug – was in unserem Falle die Trenn- der Schleifscheibe ist, sicher einzuspannen.

Vor dem Arbeiten unbedingt Schutzkleidung anlegen

Für die Flex L10-10 125 werden zwei Schutzhauben mit Schnellspannbefestigung angeboten: eine für Schleifarbeiten, die einen großen Teil der rotierenden Scheibe frei lässt, und eine zum Trennen, die die Scheibe beinah komplett umfasst, so dass die Gefahr für den Bediener so gering wie möglich gehalten wird.

Da sich sowohl vom Werkstück als auch von der Scheibe kleine aber scharfe und spitze Partikel lösen, die mit hoher Geschwindigkeit umhergeschleudert werden, sind eine Schutzbrille sowie ein Satz Arbeitshandschuhe unerlässlich. Denn zu allem Überfluss sind diese Partikel auch noch glühend heiß, so dass es andernfalls zu unangenehmen bis gefährlichen Verbrennungen kommen kann.

Qual der Wahl: Die richtige Scheibe

Für Winkelschleifer gibt es unzählige verschiedene Scheiben. Welche eingesetzt wird, hängt einerseits vom zu bearbeitenden Material ab, andererseits von der Art der Anwendung: Wird geschnitten, geschliffen, geschruppt oder poliert?

Für fast jedes Material gibt es die passende Scheibe

Mit den passenden Trennschieben trennt man Natursteine, Beton, Keramik oder Metall. Mit sogenannten Schruppscheiben können metallische Oberflächen entrostet, von Lack befreit und poliert werden, für letzteres gibt es sogar Gummi-Aufsätze, die mit dezidierten Polierscheiben bestückt werden können.

Zum Schneiden besonders harter Materialien gibt es die Diamant-Trennscheiben, damit lassen sich Beton, Keramik, Pflastersteine, Fliesen und ähnliches spielend leicht zerschneiden.

Test Winkelschleifer: Flex L10-10 125

Unser Testsieger: Flex L 10-10 125

Zum Test stand uns ein Komplettset zur Verfügung, bestehend aus der Maschine, einer zweiten Schutzhaube zum Schneiden und Trennen, sowie Gehörschutz und Schutzbrille.

Unser Favorit: Flex L10-10 125

Test Winkelschleifer: Flex L10-10 125
Beste Verarbeitung und einfaches Handling zeichnen die Flex aus. Wünschenswert wäre nur noch ein komplettes Set mit der nötigen Schutzausrüstung.

Leider wird die Flex L10-10 125 in diesem Komplettpaket kaum angeboten, dabei ist es sogar vorgeschrieben, für Trenn- und Schleif-Arbeiten die jeweils passende Haube zu verwenden. Am besten achten Sie direkt beim Kauf darauf, die zweite Schutzhaube gleich mit zu erwerben.

Auch sicherheitsrelevantes Zubehör wie Schutzbrille, Handschuhe und Gehörschutz müssen separat erworben werden. Sinnvoll wäre die Option eines Komplettpakets, aber der Hersteller geht wohl davon aus, dass der Kunde sich die benötigten Dinge selbst zusammenstellen möchte.

Verarbeitung und Zubehör

Die Verarbeitung der Maschine ist über jeden Zweifel erhaben. Das gilt auch für die Bedienelemente wie Spindelarretierung und Ein/Aus-Schalter, der sich auch sehr gut mit dickeren Schutzhandschuhen bedienen lässt.

Die Verarbeitung ist spitze

Die hervorragende Abdichtung des Motor-und Getriebegehäuses vor eindringendem Staub wird erst nach Öffnen der Maschine sichtbar: Geschickt angebrachte Lüftungsschlitze und perfekt arbeitende Dichtungen schützen das komplexe Innenleben der Flex perfekt, wie die Kollegen der Heimwerker Praxis herausgefunden haben, die sich nicht davor scheuten, die L10-10 125 auseinander zu schrauben.

Besonderes Highlight ist die Schnellarretierung der Schutzhauben: sie sind drehbar am Maschinenkopf befestigt, und können in der gewünschten Position verriegelt werden. Zur Ver- und Entriegelung wird kein Werkzeug benötigt, per Spannhebel lässt sich die Haube bei Bedarf lösen und nach der Einstellung wieder festsetzen.

Die Flex L 10-10 125 im Praxistest

Zur Montage der wie auch immer gearteten Scheibe drückt man mit einer Hand die Spindelarretierung herunter, damit sie sich beim Lösen und festziehen nicht mit dreht. Dann wird mit dem dazugehörigen Schlüssel die Klemmschraube gelöst, die Scheibe eingesetzt und anschließend wieder festgezogen.

Nun muss man nur noch die Schutzhaube in die richtige Position drehen, und zwar so, dass die Scheibe zum einen genug Kontakt zum Werkstück hat, man aber gleichzeitig vor umherfliegenden Partikeln geschützt ist.

Die Einstellung der entsprechenden Schutzhaube funktioniert bei der Flex L10-10 125 ganz ohne Werkzeug, nämlich mit einer Schnellarretierung per Hebel: einfach den Hebel durch Hochklappen lösen, die Schutzhaube in die gewünschte Position drehen und den Hebel zum Verriegeln wieder umklappen – fertig. Nur noch Schutzbrille auf, Handschuhe an und los geht’s.

Der Zusatzhandgriff kann sowohl links als auch rechts montiert werden, für Rechts- und Linkshandbetrieb.

Mit dem Daumen der zweiten Hand ist der Betriebsschalter gut zu erreichen. Hier gibt es nun zwei Varianten: Man kann den Schalter kurz hochschieben, so dass die Maschine kurz anläuft und beim Loslassen wieder stoppt. Für den kleinen Schnitt oder eine kleine, gegrenzte Fläche zum Schrubben ist das perfekt.

Man kann den Schalter aber auch hochschieben und arretieren, dann ist die Flex im Dauerbetrieb, der Schalter lässt sich durch Druck auf das untere Ende wieder lösen und die Maschine stoppt. Der Dauerbetrieb ist zum Schneiden von Gehwegplatten, größeren Fliesen oder auch Stahlträgern geeignet, oder auch, wenn großflächig Rost und anderes geschrubbt werden soll.

Sicheres und ruhiges Arbeiten ist möglich

Beim Schrubben und Polieren lässt sich die Flex einhändig bedienen, so kommt man auch in Ecken, in denen der Zusatzhandgriff eher stört. Allerdings ist das Gewicht der Flex mit gut über zwei Kilo für den Einhandbetrieb schon eher grenzwertig. Zum Trennen und Schneiden gehört der Zusatzhandgriff definitiv angeschraubt.

Bei aller Kraft wird die Scheibe auf der Flex doch so beschleunigt, dass man nie das Gefühl hat, die Maschine würde ausbrechen. Was sie, wie jeder Winkelschleifer, dennoch mitunter tut. Meist beim ersten Ansetzen oder Eintauchen in das Werkstück neigt die Flex auch mehr oder weniger zum Rückschlag. Genau dafür ist der Zusatzhandgriff da: die Flex kann mit zwei Händen einfach besser abgefangen werden.

Ist man mit Schneiden bzw. Schrubben und Polieren beschäftigt, liegt die Flex L 10-10 125 erstaunlich ruhig in den Händen, trotz der immerhin 10.000 Umdrehungen der Scheibe.

Die hohe Umdrehungsgeschwindigkeit sorgt in Verbindung mit der richtig ausgewählten Scheibe für effizientes Arbeiten: der Schnitt durch Gehwegplatten geht wie durch Butter, selbst so sensible Werkstoffe wie Fliesen sind mit der richtigen Trennscheibe und der vergleichsweise ruhigen Flex schnell und exakt zugeschnitten.

Mit der Schrubb-Scheibe macht es sogar richtig Spaß, den Rost von Metallträgern oder ähnlichen Werkstücken fliegen zu lassen oder frische Schweißnähte zu versäubern. Wer gar die Karosserie eines Oldtimers aufarbeiten will, kommt um die smarte Flex L 10-10 125 nicht herum.

Nachteile? Was für Nachteile?

Die Flex ist ein rundum zufriedenstellendes Werkzeug. Nachteile hat sie eigentlich nicht. Ärgerlich ist lediglich die Tatsache, dass sie meist ohne Zubehör angeboten wird. Man sollte also beim Erstkauf einer Flex darauf achten, dass auf jeden Fall ein Gehörschutz sowie eine Schutzbrille und nach Möglichkeit noch ein Satz Handschuhe erworben werden.

Die Flex L 10-10 125 im Test – was sagen die Anderen?

Wie bei vielen anderen Maschinen aus dem Profilager, gibt es auch von der Flex nur wenige Testberichte. Einen konnten wir dennoch recherchieren. Dass der nunmehr schon fast vier Jahre zurückliegt, spricht für die konstante Qualität der Flex.

Einmal mehr ist es den Kollegen der Heimwerker Test gelungen, ein Profi-Werkzeug durch dien Test-Parcours zu schicken. Im Test konnte die Flex L 10-10 125 komplett überzeugen, insbesondere das gegen Staub gut geschützte Innenleben erfreute nach dem Test Chefredakteur Olaf Thelen:

»Schleifpartikel, die in die Maschine eindringen, sind die Hauptursache für Störungen bei Winkelschleifern. […] Wir haben die Maschine nach dem Test zerlegt und ihren inneren Zustand begutachtet. Erfreulicherweise konnten wir kaum Verschmutzung durch Schleifstaub feststellen. Auch alle anderen Komponenten zeigten sich absolut intakt.«

Im Test von Heimwerker Test erreichte die Flex L 10-0 125 die hervorragende Wertung von 1,2 in der Meister- oder Profiklasse mit einem Preis-Leistungsverhältnis von »gut – sehr gut«. Im Fazit heißt es:

»Prima, eine Maschine die alle Erwartungen nicht nur erfüllte, sondern sich auch durch ihren ruhigen Lauf, die guten Trenn- und Schruppleistungen sowie ihre hohe Qualität auszeichnen konnte. Diese Maschine wird sich schnell bezahlt machen.«

Alternativen

Der Bolide: Bosch PWS 1000-125

Test: Winkelschleifer: Bosch PWS 1000-125
Gleiche Leistung aber nicht ganz so handlich und weniger gut verarbeitet.

Der Bosch PWS 1000-125 Winkelschleifer liegt beim maximalen Durchmesser der einsetzbaren Scheiben auf gleichem Niveau wie die Flex L 10-10 125, ebenso bei der Nennaufnahme.

Wenig verwunderlich, dass die Bosch auch das gleiche Gewicht auf die Waage bringt. Nur die Abmessungen sind bei Bosch etwas großzügiger geraten, der einhändige Schleif-Betrieb lässt sich hiermit nicht mehr realisieren.

Preislich liegen beide Maschinen etwa auf gleichem Niveau, bei der Fertigungsqualität und in den kompakten Abmessungen hat allerdings die Flex deutlich die Nase vorn.

Der Einhänder: Makita GA 5030

Test: Winkelschleifer: Makita GA 5030
Schlanker und leichter, aber weniger Leistung.

Ebenfalls für den Einsatz auf der Kleinbaustelle empfiehlt sich die Makita GA 5030.

Die Makita ist etwas schlanker als die Flex, wiegt zudem noch deutlich weniger, so dass sie zumindest für Schleifarbeiten auch einhändig bedient werden kann. Beim Schneiden ist das wegen der Rückschlag-Problematik aber nicht empfehlenswert.

Die Makita ist ebenfalls robust gefertigt, hat mit 720 Watt aber deutlich weniger Leistung als die Flex.

Kommentare

2 Kommentare zu "Der beste Winkelschleifer"

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Bei uns im Betrieb ist flex rausgeflogen da die winkelschleifer garnix tauchen und Ständig defekt sind

Reinhard Holler die flex

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