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Der beste Winkelschleifer

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Winkelschleifer Test: Winkelschleifer
Marc Hüffer

Marc Hüffer

ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.

Wir haben 11 Winkelschleifer getestet. Von allen getesteten Trennschleifern liefert die Bosch Professional GWS 7-125 das beste Gesamtpaket: Für einen erstaunlich niedrigen Preis bietet die kompakte Maschine eine sehr gute Verarbeitung, eine hervorragende Handhabung und einen Wiederanlaufschutz. Winkelschleifer in einer vergleichbaren oder gar höheren Qualität kosten sonst mindestens das Doppelte.

Update 7. April 2020

Wir haben acht neue Modelle getestet. Unser neuer Favorit ist die Bosch Professional GWS 7-125.

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8. Januar 2019

Der Testbericht ist leider veraltet und viele Produkte sind nicht mehr verfügbar. Wir werden den Artikel deshalb umfangreich überarbeiten und weitere Modelle testen.

Winkelschleifer sind landläufig vor allem unter dem Namen »Flex« bekannt, selbst wenn das Gerät das Logo eines anderen Herstellers trägt. Wie »Tempo« bei den bekannten Papiertaschentüchern, ist der Name Flex zum Synonym für Winkel- bzw. Trennschleifer geworden.

Als Heimwerker braucht ihn nicht oft – aber wer häufiger Metall bearbeitet, kommt ohne einen Winkelschleifer nicht aus. Wir haben insgesamt 11 Modelle für Trennscheiben mit 125 Millimeter Durchmesser getestet, davon sind 8 aktuell noch erhältlich. Preislich gibt es viel Spielraum – zwischen rund 40 und etwa 200 Euro kosten die von uns getesteten Winkelschleifer. Aber empfehlenswerte Modelle gibt es schon für wenig Geld, wie etwa unseren Testsieger.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Bosch Professional GWS 7-125

Test Winkelschleifer: Bosch Professional GWS 7-125
Die GWS 7-125 ist nicht perfekt, aber beim Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar.

Die Bosch Professional GWS 7-125 ist ein echter Preis-Leistungs-Knaller. Sie kann zwar nicht mit der höchsten Leistung aufwarten und auch sonst muss man einige kleinere Kompromisse in Kauf nehmen, dafür ist sie aber schlank, leicht, hochwertig verarbeitet und für diese Qualität wirklich günstig. Wer etwas noch besseres will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Besser, aber teurer

Fein WSG 8-125

Die Fein WSG 8-125 ist in vielerlei Hinsicht das Gegenstück zum Testsieger: Das Gehäuse ist dick, der Getriebekopf massiv, der Anlauf sanft und das Kabel lang. Wer bereit ist, rund den doppelten Betrag wie für unseren Testsieger auf den Tisch zu legen, erhält eine hochwertige Maschine, mit der es sich hervorragend arbeiten lässt.

Wenn Geld egal ist

Flex LBE 17-11 125

Test Winkelschleifer: Flex LBE 17-11 125
Die Erfinder der Winkelschleifer zeigen erneut, warum der Name "Flex" für die gesamte Gerätegattung steht. Die LBE 17-11 125 ist eine waschechtes Profi-Maschine.

Die Flex LBE 17-11 125 beweist, dass die Firma hinter dem Gattungsnamen noch immer weiß, wie man gute Winkelschleifer baut. Die Verarbeitung stimmt, die Leistung ist legendär und die Handhabung fantastisch – ideale Voraussetzungen für langes, ermüdungsarmes Arbeiten. Allerdings lässt Flex sich die Annehmlichkeiten auch gut bezahlen – in unserem Test war die Maschine mit Abstand die teuerste.

Gut & günstig

Bort BWS-905-R

Test Winkelschleifer: Bort BWS-905-R
Die Bort BWS-905-R ist sehr günstig und für Gelegenheitsnutzer absolut ausreichend.

Dass die Bort BWS-905-R ein Billigheimer ist, merkt man an vielen Details. Ihre Aufgaben konnte sie im Test aber dennoch überraschend gut erledigen. Zwar kann man sich über einige Eigenheiten ärgern, wie das kurze Kabel oder den fehlenden Wiederanlaufschutz, Gelegenheitsnutzern erweist sie aber gute Dienste. Allerdings muss man für unseren Testsieger nur ein paar Euro drauflegen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerBesser, aber teurerWenn Geld egal istGut & günstig
ModellBosch Professional GWS 7-125Fein WSG 8-125Flex LBE 17-11 125Bort BWS-905-RMakita GA5030/2Bosch PWS 850-125Dewalt DWE4217Trotec PAGS 11-125
Test Winkelschleifer: Bosch Professional GWS 7-125Winkelschleifer Test: Fein Wsg 8 125Test Winkelschleifer: Flex LBE 17-11 125Test Winkelschleifer: Bort BWS-905-RTest Winkelschleifer: Maikta GA5030/2Test Winkelschleifer: Bosch PWS 850-125Test Winkelschleifer: Dewalt DWE4217Winkelschleifer Test: Trotec Pags 11 125
Pro
  • Leichteste Maschine im Testfeld
  • Sehr gute Handhabung durch schlankes Gehäuse
  • Exzellent ausbalanicert
  • Wiederanlaufschutz
  • Sehr guter Preis
  • Hervorragende Verarbeitungsqualität
  • Massiver, robuster Getriebekopf
  • Sehr guter, werkzeuglos verstellbarer Schutzhaubenmechanismus (beste Lösung!)
  • Sanfter Anlauf
  • Wiederanlaufschutz
  • Drehzahlregulierung
  • Exzellente Verarbeitungsqualität
  • Schutzhaube werkzeuglos verstellbar (aber nur in eine Richtung)
  • Drehzahlregulierung
  • Wiederanlaufschutz
  • Hohe Leistung
  • Sanfter Anlauf und Stopp
  • Vibrationsarm
  • Leicht
  • Hohe Leistung
  • Drehzahlregulierung
  • Sehr guter Preis
  • Leicht
  • Schlankes Gehäuse
  • Sanfter Anlauf
  • Wiederanlaufschutz
  • Guter, massiver Getriebekopf
  • Leicht
  • Wiederanlaufschutz
  • Langes, gutes Kabel
  • Sanfter Anlauf
  • Guter Schutzhaubenmechanismus
  • Wiederanlaufschutz
  • Brauchbarer Schutzhaubenmechanismus
  • Günstig
  • Drehzahlregulierung
  • Wiederanlaufschutz
Contra
  • Relativ niedrige Leistung
  • Kurzes Kabel
  • Ruckartiger Anlauf
  • Unpraktischer Mechanismus an der Schutzhaube
  • Keine Drehzahlregulierung
  • Dickes Gehäuse, schwer einhändig bedienbar
  • Relativ kostspielig
  • Relativ groß
  • Relativ schwer
  • Sehr hoher Preis
  • Billiges, sehr kurzes Kabel
  • Schutzhaube nur mit Werkzeug abnehmbar
  • Harter Anlauf
  • Kein Wiederanlaufschutz
  • Kurzes Kabel
  • Wackelnder Gehäuseteil (beim Testmuster)
  • Keine Drehzahlregulierung
  • Kurzes Kabel
  • Schlechter Schutzhaubenmechanismus
  • Keine Drehzahlregulierung
  • Hohes Gewicht
  • Sehr laut
  • Keine Drehzahlregulierung
  • Hohes Gewicht
  • Groß
  • Harter Anlauf
  • Getriebekopf rattert
  • Riecht stark nach Kunststoff
Bester Preis
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Was Sie über Winkelschleifer wissen sollten

Winkelschleifer eignen sich sowohl zum Trennen als auch zum Schleifen insbesondere von Metallen, aber auch von Gestein, Fliesen und ähnlich harten Werkstoffen. Je nach Einsatz und Material kann die Flex mit unterschiedlichen Scheiben bestückt werden. Zum Trennen werden Edelkorund- und Diamant-Trennscheiben eingesetzt, zum Schleifen, Säubern und Polieren sind Schleifteller und Fellscheiben vorgesehen.

Winkelschleifer Test: Flex Winkelschleifer
Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, werden Winkelschleifer vor allem zum Trennen benutzt.

Der Winkelschleifer nimmt es am liebsten mit Naturstein, Beton, Keramik oder Metall auf. Letzteres kann man mit Hilfe der Flex auch schnell von festsitzendem Rost befreien. Gern findet der Winkelschleifer daher im Metallbau im weitesten Sinne Verwendung und hier ganz besonders im Fahrzeug und Karosseriebau sowie der Reparatur.

Harte Materialien sind kein Problem

Besitzer von Oldtimern jedweder Art wissen die kompakte Trenn- und Schleifmaschine ebenso zu schätzen wie der Metallbauer, der Metallgerüste und -spielgeräte instandsetzen muss.

Auch zum Trennen von Marmor und anderem Gestein eignet sich die schnelldrehende Scheibe. Wenn es sich um größere Brocken handelt, kommt ein großer Winkelschleifer zum Einsatz, der eine Trennscheibe mit entsprechend größerem Durchmesser aufnehmen kann, denn schließlich wird die Schnitttiefe vom Durchmesser der Scheibe bestimmt.

Nicht ungefährlich

Wie bei allen drehenden Elektromaschinen, insbesondere jenen, die mit schneidenden oder bohrenden Werkzeugen bestückt werden, gilt es erst einmal, das entsprechende Werkzeug, was in diesem Fall die Trenn- oder Schleifscheibe ist, sicher einzuspannen.

Winkelschleifer Test: Winkelschleifer
Die Schutzhaube sollte aus Sicherheitsgründen möglichst immer verwendet werden.

Die schnell drehende Scheibe verursacht schon mal einen Rückschlag und scharfe, spitze Teilchen, sowohl vom Abtrag des Werkstücks als auch von der Trennscheibe selbst, können stark beschleunigt umher geschleudert werden. Sie ist daher kein ungefährliches Werkzeug. Winkelschleifer sollten deshalb mit dem gebührendem Respekt gehandhabt werden, außerdem sind vor der Arbeit einige Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Vor dem Arbeiten unbedingt Schutzkleidung anlegen

So sind eine Schutzbrille sowie ein Satz Arbeitshandschuhe unerlässlich, zudem sollte auf feuerfeste Arbeitskleidung geachtet werden. Denn zu allem Überfluss sind diese Partikel auch noch glühend heiß, sodass es andernfalls zu unangenehmen bis gefährlichen Verbrennungen kommen kann.

Aufgrund der hohen Lautstärke, die Winkelschleifer schon im Leerlauf, aber ganz besonders bei Kontakt mit harten Materialien entwickeln, ist außerdem das Tragen eines Gehörschutzes angesagt. In unserem Test lag keine Maschine unter einem Schalldruckpegel von 90 Dezibel – und zwar ohne dass die Trennscheibe unser Werkstück berührte.

Winkelschleifer Test: Winkelschleifer
Beim Kontakt mit dem Material entstehen glühende Metallspäne.

Die metallenen Schutzhauben, die die Scheiben halbseitig umschließen, verhindern nicht nur ein Abrutschen der Hand in die laufende Trennscheibe, sie schützen auch vor Verletzungen, falls die Trennscheibe reißt, was wegen der enormen Fliehkräfte immer möglich ist. Der Grund für eine gesprungene Scheibe ist meist Materialermüdung. Daher sollte man die Scheibe regelmäßig durch eine neue ersetzen. Außerdem gilt es, den passenden Scheibentypus für den jeweils angedachten Einsatzzweck zu beachten.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal, das aber leider nicht jeder Winkelschleifer aufweist, ist ein Wiederanlaufschutz. Er verhindert, dass die Maschine im Fall eines Stromausfalls wieder von selbst startet, sobald wieder Elektrizität zur Verfügung steht.

Qual der Wahl: Die richtige Scheibe

Für Winkelschleifer gibt es unzählige verschiedene Scheiben. Welche eingesetzt wird, hängt einerseits vom zu bearbeitenden Material ab, andererseits von der Art der Anwendung: Wird geschnitten, geschliffen, geschruppt oder poliert?

Für fast jedes Material gibt es die passende Scheibe

Mit den passenden Trennscheiben trennt man Natursteine, Beton, Keramik oder Metall. Mit sogenannten Schruppscheiben können metallische Oberflächen entrostet, von Lack befreit und poliert werden. Für letzteres gibt es sogar Gummiaufsätze, die mit dezidierten Polierscheiben bestückt werden können.

Zum Schneiden besonders harter Materialien gibt es Diamant-Trennscheiben. Damit lassen sich Beton, Keramik, Pflastersteine, Fliesen und ähnliches spielend leicht zerschneiden.

So haben wir getestet

Wir haben uns in diesem Test auf Winkelschleifer für Trennscheiben bis 125 Millimeter beschränkt, denn das ist die gebräuchlichste Größe sowohl für Heimwerker wie Profis. Größere Modelle kommen fast ausschließlich auf Baustellen zum Einsatz.

Wir haben alle Maschinen mit den identischen Trennscheiben für Metall (Inox, 125 x 1 Millimeter), Fächerscheiben (Korn 60) und einer Topfbürste getestet. Wir haben fünf Millimeter dicken Baustahl vom Typ S235JR geschnitten, alte Lackschichten mit der Fächerscheibe entfernt und eine alte Eisenschiene mit der Topfbürste von Rost befreit. Wir haben auch die Betriebslautstärke gemessen. Hier unterscheiden sich die Maschinen bis auf einen Ausreißer kaum – Winkelschneider sind immer sehr laut und man sollte beim Arbeiten auf jedem Fall einen Gehörschutz tragen.

Winkelschleifer Test: Winkelschleifer
Die acht Winkelschleifer im Test 02/2020.

Außerdem haben wir uns die Ausstattung sowie die Verarbeitung der Maschinen angesehen und die Handhabung beachtet. Neben Form, Maßen und Gewicht der Geräte war uns dabei eine gut erreichbare Lage aller Bedienelemente wichtig. Auch die Stromkabel haben wir in Augenschein genommen, sowohl was deren Länge als auch was die Flexibilität betrifft. Darüber hinaus spielte die Vorrichtung für die Sicherheitshaube eine Rolle, denn bei manchen Modellen ist das Wechseln und Einstellen der Haube unnötig kompliziert, andere lösen das vorbildlich.

Winkelschleifer Test: Winkelschleifer Bosch Gws 7 125

Testsieger: Bosch Professional GWS 7-125

Als wir die Bosch Professional GWS 7-125 entdeckten, waren wir überrascht: Ein Markengerät, zudem noch aus Boschs blauer »Professional«-Reihe, zu so einem günstigen Preis? Uns war klar, dass wir uns die Maschine ansehen mussten. Und zum Glück haben wir das auch getan, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist außergewöhnlich gut.

Testsieger

Bosch Professional GWS 7-125

Test Winkelschleifer: Bosch Professional GWS 7-125
Die GWS 7-125 ist nicht perfekt, aber beim Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar.

Die GWS7-125 ist ein verhältnismäßig kleiner Winkelschleifer. Mit 720 Watt gehört sie zu den schwächeren Modellen im Test, liefert aber dennoch genug Leistung für die üblichen Vorhaben. Das Gehäuse ist sehr schlank, wodurch sich die Maschine hervorragend greifen lässt. Selbst Menschen mit kleineren Händen sollten mit ihr keinerlei Probleme haben. Im Griffbereich ist die Kunststoffoberfläche perforiert, was zusätzlichen Halt gewährleistet.

Leicht, mit sehr guter Gewichtsverteilung

Mit einem Gewicht von gerade einmal 1,8 Kilogramm ist sie angenehm leicht – selbst der Konkurrent von Makita ist etwas schwerer, wenn auch nur unwesentlich. Uns gefiel in diesem Zusammenhang aber vor allem, wie gut ausbalanciert das ohnehin schon geringe Gewicht verteilt ist – der Schwerpunkt liegt wirklich genau in der Mitte, die Maschine ist weder kopf- noch rücklastig.

Für die zweite Hand liegt der GWS 7-125 ein Handgriff bei, der wie bei allen Maschinen links- oder rechtsseitig angeschraubt werden kann. Eine Vibrationsdämpfung oder andere Annehmlichkeiten bietet der Griff nicht, er erfüllt ansonsten aber seinen Zweck.

Im Praxistest überzeugte uns die Bosch Professional GWS 7-125 mit ihrer sehr guten Handhabung und ihrem gleichmäßigen Lauf. Im direkten Vergleich zu Kraftpaketen wie der Flex LBE 17-11 125 merkt man dem Gerät seine niedrigere Leistung freilich an. Das bedeutet aber keineswegs, dass man etwas vermissen würde, zumal wir bei der Arbeit mit dem Bosch-Schleifer nie den Eindruck hatten, dass die Drehzahl unter Belastung einbrechen würde. Selbst unter starkem Druck, wie wir ihn vor allem beim Schleifen ausübten, drehte sich der Motor unbeeindruckt weiter – so wünscht man sich das!

Leider kein sanfter Anlauf

Lediglich einen sanften Anlauf haben wir vermisst. Mit etwas Erfahrung kommt man zwar auch ohne diese Annehmlichkeit zurecht, doch gerade weil die großartige Handhabung eine ausgewiesene Stärke der GWS 7-125 ist, hinterlässt dieser Umstand einen etwas bitteren Beigeschmack.

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Nennenswert ist, dass der Winkelschleifer über einen Wiederanlaufschutz verfügt. Das hatten wir von einer Maschine aus Boschs blauer Professional-Reihe zwar auch nicht anders erwartet, die meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse verzichten aber darauf – unserer Ansicht nach ein kaum verzeihlicher Fehler, da ein fehlender Wiederanlaufschutz ein echtes Sicherheitsrisiko ist.

Nachteile?

Obwohl der Namenszusatz »Professional« der blauen Bosch-Maschinen an Profi-Modelle denken lässt, weisen einige Eigenschaften der GWS 7-125 eher auf eine Ausrichtung auf den Heimwerker hin. So ist das Stromkabel zwar flexibel und qualitativ hochwertig, aber auch dünner und kürzer als bei den teureren Konkurrenzmaschinen von Fein und Flex. Die Länge von 2,3 Metern reicht gut aus, um das Gerät an der heimischen Werkbank zu betreiben, wirklich große Bewegungsfreiheit hat man damit aber nicht.

Größes Manko: Die Fixierung der Schutzhaube

Das größte Manko der Maschine ist aber die Fixierung der Schutzhaube: Zum Verstellen und Abmontieren muss man die Inbus-Schraube jedes Mal mit einem Schlüssel komplett lösen, und dann ist das Verstellen der Schutzhaube immer noch frickelig – das haben andere Hersteller weitaus besser gelöst.

Außerdem ist der Schalter zur Spindelarretierung nicht mittig, sondern seitlich positioniert. Für Rechtshänder ist das kein Problem, für Linkshänder ist es aber unpraktisch.

Obwohl uns die Handhabung der GWS 7-125 sonst insgesamt gut gefiel, haben wir wie gesagt einen sanften Anlauf vermisst. Aber darüber kann man bei diesem Preis hinwegsehen.

Bosch Professional GWS 7-125 im Testspiegel

Wir konnten bislang keine weiteren seriösen Testberichte der Bosch Professional GWS 7-125 finden. Wenn sich das ändern sollte, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Die Bosch Professional GWS 7-125 ist unser Favorit, weil sie einen tollen Gegenwert für einen günstigen Preis bietet. Wer höhere Ansprüche an einen Winkelschleifer hat und bereit ist, dafür mehr Geld auszugeben, ist mit einer unserer Alternativen aber besser beraten. Außerdem haben wir noch eine Empfehlung für Gelegenheitsnutzer, für deren Ansprüche auch ein günstigeres Modell ausreicht.

Besser, aber teurer

Fein WSG 8-125

Besser ausgestattet als der Testsieger, aber auch deutlich teurer ist die Fein WSG 8-125. Schon beim Auspacken fällt auf, wie stabil die Maschine mit ihrem massiven, stählernen Getriebekopf ist. Sie ist merkbar voluminöser als die kompakte Bosch, lässt sich aber dennoch komfortabel bedienen. Das liegt nicht zuletzt an der sinnvollen Anordnung der Bedienelemente, die mittig platziert sind – das freut besonders Linkshänder, die bei den meisten Modellen im Test offenbar nicht im Fokus der Konstrukteure standen.

Gute Haptik und hochwertige Verarbeitung

Die WSG 8-125 ist sauber gefertigt. Nirgends sieht man Grate oder Schweißnähte und der Kunststoff, aus dem das Gehäuse besteht, hinterlässt keineswegs den Eindruck billigen Plastiks, sondern wirkt sehr hochwertig.

Der Griff für die zweite Hand bietet keine großartigen Besonderheiten. Seine runde Form wird durch dezente Wulste aufgebrochen, die zusätzlichen Halt gewährleisten, ansonsten finden sich keine weiteren Überraschungen. Das An- und Abschrauben gelingt gewohnt problemlos, allerdings hatten wir diesbezüglich mit keiner der getesteten Maschinen Probleme.

Das Stromkabel ist dick, sehr robust, aber gleichzeitig flexibel, und erlaubt mit einer Länge von fast vier Metern eine großzügige Bewegungsfreiheit.

Der Motor hält mit 800 Watt genug Leistung bereit, die maximale Drehzahl liegt, wie bei den meisten anderen Winkelschleifern auch, bei 11.000 Umdrehungen pro Minute. Die blieb während unserer Test-Arbeiten jederzeit stabil, Einbrüche konnten wir nicht feststellen.

Dicke, aber kurze Bauweise

Gut gefällt uns die kurze Bauweise des Geräts, die das dicke Gehäuse zumindest in Teilen relativiert. Gerade wenn man in abgekanteten Teilen von Metallwerkstücken arbeiten möchte, ist eine kurze Maschine von Vorteil.

Richtig begeistert waren wir vom Mechanismus für die Schutzhaube. Den beiliegenden Spannmutternschlüssel, der einen ebenso massiven Eindruck hinterlässt wie die WSG 8-125 selbst, braucht man lediglich zum Lockern bzw. Festziehen der Spannmutter. Möchte man die Haube nur drehen, reicht es, den kleinen Hebels unterhalb des Getriebekopfes zu drücken – die Schutzhaube lässt sich also werkzeuglos verstellen.

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Abgerundet wird der positive Auftritt durch einen sanften Anlauf. Die Drehzahl geht also nicht sofort in die Vollen, sondern setzt langsam ein. Das freut Hobbyisten genauso wie Profis.

Selbst diese dürften mit der Fein WSG 8-125 ihre Freude haben. Durch ihre exzellente und robuste Verarbeitung eignet sie sich auch für den täglichen Gebrauch auf der Baustelle oder in der Werkstatt.

Wenn Geld egal ist

Flex LBE 17-11 125

Test Winkelschleifer: Flex LBE 17-11 125
Die Erfinder der Winkelschleifer zeigen erneut, warum der Name "Flex" für die gesamte Gerätegattung steht. Die LBE 17-11 125 ist eine waschechtes Profi-Maschine.

Wem selbst die Fein WGS 8-125 noch nicht genug bietet, der ist bei der Flex LBE 17-11 125 gut aufgehoben. Die Maschine der Winkelschleifer-Pioniere ist wuchtig, schwer und extrem leistungsstark. Darüber hinaus hat sie einige schöne Kleinigkeiten in petto, die das Arbeiten mit der Maschine noch angenehmer machen.

Das Erste, was beim Auspacken der Flex auffällt, ist ihr Umfang, denn die LBE 17-11 125 ist vergleichsweise lang. Sonderlich dünn ist sie ebenfalls nicht. Was den Durchmesser betrifft, liegt sie aber gerade noch im grünen Bereich – man kann sie mit einer Hand gerade noch sicher halten, trotzdem ist es ratsam, sie beidhändig zu führen.

Die meisten Menschen würden das aber vermutlich ohnehin tun, denn mit 2,5 Kilogramm war sie die schwerste Maschine im Testfeld. Im Vergleich zum Testsieger beträgt der Unterschied immerhin 700 Gramm. Das mag zunächst nach nicht viel klingen, macht sich bei der Arbeit aber durchaus bemerkbar, zumal die Flex LBE 17-11 125 auch lange andauernde Nutzung problemlos bewältigen sollte – es handelt sich ja um ein Profi-Gerät.

Das merkt man auch an anderer Stelle, etwa beim Handgriff, der nicht nur rutschfest gummiert ist, sondern auch Vibrationen dämpft. Das ermöglicht auch lange Arbeitseinsätze mit wenig Ermüdung. Im Griff integriert ist außerdem ein Spannmutternschlüssel – praktisch, so hat man das Werkzeug zum Wechseln der Scheibe jederzeit zur Hand.

Auch die Bedienung der Schutzhaube hat Flex schön gelöst. Die Anpassung geschieht werkzeuglos: ansetzen, runterdrücken, drehen, fertig! Das Drehen klappt allerdings nur in eine Richtung. Versucht man es in die andere Richtung, blockiert der Mechanismus. Das ist aber nicht weiter schlimm – notfalls muss man eben weiterdrehen, bis die gewünschte Position erreicht ist. Wir fanden die Lösung sehr gut; im Test konnte das lediglich die Fein WSG 8-125 übertrumpfen.

Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend. Man merkt an vielen kleinen Details, dass Flex bei der Konzeption der LBE 17-11 125 genau wusste, wie man einen hochwertigen Winkelschleifer baut. So ist zum Beispiel der Rückflansch geschmiedet und zusätzlich gummiert – so etwas haben wir bei keinem Konkurrenzmodell gesehen, nicht einmal bei der äußerst hochwertigen Maschine von Fein.

Der Motor der Flex LBE 17-11 125 leistet satte 1.700 Watt – das ist enorm viel, damit schlägt sie das gesamte restliche Testfeld um rund das Doppelte. Und das merkt man, besonders beim Schleifen: So schnell wie mit der Flex konnten wir Rost und Lack mit keiner anderen Maschine Herr werden. Wenn man einmal behutsamer vorgehen möchte, ist aber auch das kein Problem, denn das Gerät verfügt über einen Drehzahlregler.

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Dadurch ist die Flex für viele verschiedene Vorhaben geeignet. Für feinere Arbeiten, etwa dem Glätten von Kanten oder der Bearbeitung empfindlicher Werkstücke, ist die anpassbare Drehzahl nämlich so gut wie unverzichtbar. Immerhin möchte man weder das Material ruinieren, noch Wellen in die Werkstücke schleifen, was bei 11.000 Umdrehungen pro Minute schon in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit passieren kann.

Hinzu kommt ein sehr ruhiger Lauf. Es gibt kein kein Scheppern, kein Rattern und es sind kaum Vibrationen zu spüren. Ergänzt wird dieser Eindruck durch die Tatsache, dass die LBE 17-11 125 nicht nur einen sanften Anlauf bietet, sondern obendrein auch einen sanften Stopp. Laut Herstellerangaben schaltet sie außerdem bei einem Blockieren der Scheibe den Motor ab. Dass die Maschine zudem über einen Wiederanlaufschutz verfügt und auch das Kabel einem Profi-Modell entsprechend hochwertig ist, gehört ohnehin zum guten Ton.

Abgesehen vom etwas hohen Gewicht leistet sich die Flex somit keine Fehler. Einziges Manko: Sie ist ziemlich teuer. Für Heimwerker und Gelegenheitsnutzer lohnt sie sich damit nicht. Für Profis und Enthusiasten ist die Flex LBE 17-11 125 aber ganz klar die beste Wahl.

Gut & günstig

Bort BWS-905-R

Test Winkelschleifer: Bort BWS-905-R
Die Bort BWS-905-R ist sehr günstig und für Gelegenheitsnutzer absolut ausreichend.

Die Bort BWS-905-R machte im Test trotz ihres Kampfpreises eine überraschend gute Figur. Ihr Gehäuse ist verhältnismäßig kurz und so dick, dass man sie gerade noch angenehm halten kann. In Verbindung mit ihrem relativ niedrigen Gewicht von 1,9 Kilogramm ermöglicht das eine ordentliche Handhabung. Unterstützt wird die noch durch ein kleines Highlight: Die Maschine hat einen Drehzahlregler.

Ein Drehzahlregler ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich

In der Preisklasse, in der die BWS-905-R rangiert, ist das alles andere als selbstverständlich, vor allem aber erweitert es die Bandbreite möglicher Einsatzzwecke deutlich. Für Leute, die mit dem Winkelschleifer lediglich Metall durchtrennen wollen, spielt es keine große Rolle, sobald es aber an weichere Materialien geht, ist ein Drehzahlregler praktisch unverzichtbar. Möchte man beispielsweise Holzoberflächen abschleifen oder sich mit der Topfbürste an Weichmetallen wie Messing versuchen, läuft man sonst schnell Gefahr, das Material zu beschädigen – die 11.000 Umdrehungen pro Minute, die maximal erreicht werden können, sind für solche Aufgaben bei Weitem zu viel.

Was die Verarbeitung betrifft, muss man allerdings Abstriche machen. Der Getriebekopf ist stabil, aber nicht schön anzusehen. Das Gehäuse am Griff besteht aus Vollkunststoff. Der ist entgratet und fühlt sich auch brauchbar an, löst aber keinen Jubel aus. Ähnlich verhält es sich mit dem Stromkabel, dass mit 1,9 Metern das kürzeste im gesamten Testfeld war: Es ist dünn, starr und erweckt einen billigen Eindruck. Das haben wir selbst an anderen Einsteigermaschinen schon deutlich besser gesehen.

Dieser Eindruck trifft auf eine Reihe kleiner Details zu. So ist der Rückflansch nicht gestanzt, wie es bei höherwertigen Modellen üblich ist, sondern lediglich gefräst. Zwei kleine Backen sorgen für Halt an der Nut. Die Konstruktion wirkt nicht so, als sei sie für einen langfristigen und häufigen Gebrauch ausgelegt.

Dennoch: Im Praxistest konnten wir ohne Probleme mit der BWS-905-R arbeiten. Die Spindelarretierung ist gut zugänglich und funktioniert einwandfrei, und die Bort verrichtete ihr Werk sowohl beim Schleifen als auch beim Schneiden tadellos. Die 900 Watt Motorleistung waren deutlich spürbar und die Drehzahl ging auch dann nicht in den Keller, wenn wir starken Druck auf das Gerät ausübten, was gerade beim Schleifen mit der Topfbürste der Fall war. Vor allem im direkten Vergleich zu den Konkurrenten mit 720 Watt konnten wir den Unterschied spüren.

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Für das Verstellen der Schutzhaube und den Werkzeugwechsel legt Bort seinem Winkelschleifer ein Kombinationswerkzeug aus Inbus- und Spannmutternschlüssel bei. Dabei gab es im Test keine Überraschungen, weder positive noch negative.

Der fehlende Wiederanlaufschutz ist ein Risiko

Einen großen Kritikpunkt gibt es aber: Die BWS-905-R besitzt keinen Wiederanlaufschutz. Sollte nach einem Stromausfall die Elektrizität zurückkehren und der Schalter ist auf An-Stellung, fängt die Trennscheibe also sofort wieder an, sich zu drehen. Das ist gefährlich, unnötig und ein Risiko, dessen man sich stets bewusst sein sollte, wenn man mit der Maschine arbeitet.

Die Bort BWS-905-R ist für Gelegenheitsheimwerker empfehlenswert, die ihre Maschine nicht allzu häufig benötigen, dann aber auf ein breite Einsatzmöglichkeiten zurückgreifen möchten. Denn im Gegensatz zu unserem Testsieger von Bosch, der auch nicht viel mehr kostet, ist die Bort dank ihres Drehzahlreglers ein Allrounder.

Außerdem getestet

Die Makita GA5030/2 konnte in unserem Test einige Pluspunkte für sich verbuchen. Dank des schlanken Gehäuses lässt sie sich gut greifen, das recht niedrige Gewicht und der sanfte Anlauf unterstützen die Handhabung zusätzlich. Der Getriebekopf ist stabil und massiv, aber trotzdem schmal – ideal für Situationen, in denen der Platz zum Arbeiten einmal etwas beengter ist. Das Kabel ist von guter Qualität, mit 2,4 Metern aber nicht besonders lang.

Insgesamt wäre die GA5030/2 damit eigentlich eine gute Maschine, empfehlen können wir sie aber trotzdem nicht. Grund dafür war der hintere, schwarze Gehäuseteil an unserem Testmuster, das wir nagelneu und unbenutzt aus seinem Karton entnommen hatten. Der wackelte nämlich und auch das nachträgliche Festziehen unsererseits konnte das nicht ändern. Vielleicht haben wir ein Montagsmodell erwischt, vielleicht stellt der Teil aber auch generell einen Schwachpunkt dar. In jedem Fall kann man so nicht damit arbeiten.

Der Bosch PWS 850-125 merkt man ihre grüne Farbe an – und das nicht nur optisch. Die ganze Maschine wirkt gegenüber ihrem blauen Pendant in allen Bereichen billiger, auch wenn das Preisschild etwas anderes sagt. Gut finden wir, dass sich die Schutzhaube ohne Werkzeug verstellen lässt, der Mechanismus dafür ist aber nicht das Gelbe vom Ei. Auch sonst ist Bedienbarkeit der Maschine, genau wie die Qualität des 2,4 Meter kurzen Kabels, bestenfalls mittelmäßig. Da unser Testsieger nicht nur besser, sondern auch günstiger ist, sehen wir keinen Grund, warum man die PWS 850-125 vorziehen sollte.

Die Dewalt DWE4217 ist eines der größeren und vor allem schwereren Modelle. Ihr relativ hohes Gewicht von 2,4 Kilogramm nimmt man beim Arbeiten durchaus wahr. Davon abgesehen waren wir aber recht zufrieden mit der Maschine: Die Leistung stimmt, das solide, 3,8 Meter lange Kabel lässt genug Bewegungsfreiheit und die Handhabung weiß zu gefallen. Die Schutzhaube lässt sich ohne Werkzeug verstellen und der Motor läuft schön sanft an. Lediglich beim Schalldruckpegel müssen wir Dewalt tadeln – der war mit üppigen 104 Dezibel im Leerlauf nämlich der höchste, den wir im Test messen konnten.

Die Trotec PAGS 11-125 ist sogar noch günstiger zu bekommen als unser Preis-Tipp von Bort, aber das merkt man der Maschine leider auch an. Das Kabel ist von minderer Qualität, der Getriebekopf rattert, der Griff wackelt und der Motor läuft sehr hart und ruckartig an. Richtig unangenehm ist aber vor allem der penetrante Geruch von Kunststoff bzw. Chemie, den die PAGS 11-125 verbreitet. Außerdem braucht man aufgrund ihrer großzügig dimensionierten Form und des recht hohen Gewichts zu jeder Zeit beide Hände an der Maschine, um sie vernünftig bedienen zu können.

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