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Der beste Wischroboter

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Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 18 Wischroboter getestet. Der beste für die meisten ist der iRobot Braava Jet M6. Er reinigt ohne Unterbrechung mehrere große Räume von bis zu 50 Quadratmetern und das mit einer Akkuladung und einer Tankfüllung Frischwasser. Wir müssen nicht alle paar Minuten das Wasser nachfüllen, den Reinigungslappen erneuern oder das Gerät andauernd zur Ladestation tragen. Nach erledigter Arbeit fährt der Braava zurück zur Ladestation, von wo er zeitgesteuert demnächst wieder starten wird.

Update 17. November 2020

Wir haben drei weitere Wischsauger unter die Lupe genommen und zwei neue Empfehlungen gekürt: Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI umfährt Havarie-Objekte und hat deshalb kaum noch Störungen. Der Yeedi 2 Hybrid bietet erstklassige Planbarkeit und Mapping, wischt aber nicht ganz so gut.

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9. Juli 2020

Wir haben Proscenic M6 PRO und Medion MD19510 ausprobiert. Proscenic begeistert durch Reinigungsplanung bis ins Detail, außerdem ist er gründlich. Medion hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, die Schwächen der zwei Vorgänger-Generationen haben Bestand.

17. April 2020

Wir haben sechs weitere Roboter getestet. Der iRobot Braava Jet M6 überzeugt mit guter Reinigung und bester Planbarkeit und ist unser neuer Favorit. Der ZACO A9s kombiniert Wischen und Saugen, auf Wunsch in einem Arbeitsgang und bekommt eine neue Empfehlung.

15. November 2019

Wir haben uns einen weiteren Roboter angesehen. Der IKOHS Netbot S15 ist ein Nass-Trocken-Allrounder mit einer durchdachten Wischfunktion, aber leider inkonsistenter Gründlichkeit.

15. Mai 2019

Wir haben den Wischroboter Medion MD 18379 getestet und sind begeistert: Das Gerät überzeugte uns mit seiner langen Akku-Laufzeit, der sinnvollen Bedienung sowie der guten Reinigungsleistung und ist deshalb unser neuer Favorit.

Neben reinen Saugrobotern kommen immer mehr Geräte auf den Markt, die entweder zusätzlich eine Wischfunktion integriert haben oder sich ganz aufs Feuchtwischen spezialisiert haben.

Wir haben in mehreren Testdurchläufen insgesamt 18 Wischsaugroboter getestet. Die kleinen Helferlein schlugen sich mehr oder minder passabel. So richtig gut waren aber nur unsere vier Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

iRobot Braava Jet M6

Test Wischroboter: iRobot Brava Jet M6
Der Braava reinigt gründlich, hat einen großen Wassertank und putzt dank Zeitsteuerung, Raumplanung und No-Go-Zonen weitgehend selbstständig.

Der iRobot Braava Jet M6 verbindet Reinigungstermine und selbstständiges Aufladen mit einem großen Wassertank und einer effektiven Wischbewegung. Er reinigt locker 1,5 Stunden lang. Der Braava kann das, was auch gute Saugroboter können: In einem Grundriss Ihrer Wohnräume legen Sie No-Go-Zonen und Räume an. Diese können dann zu den Reinigungsterminen unterschiedlich angefahren werden.

Der Braava Jet M6 kann nur Wischen, deshalb ist seine Lautstärke sehr gering. Weil er keine beweglichen Teile hat, sind Havarien an Kabeln etc. so gut wie ausgeschlossen. Vor dem Braava sollten Sie einen Staubsauger-Roboter reinigen lassen oder per Hand saugen.

Wischen & Saugen kombiniert

Ecovacs Deebot Ozmo T8

Test Wischroboter: Ecovacs Deebot Ozmo T8
Endlich keine Havarien mehr: Dank Hinderniserkennung geht der Ozmo T8 Schuhen, Kabeln und Co. aus dem Weg.

Der Deebot Ozmo T8 AIVI erkennt und umfährt typische Havarie-Objekte wie Socken, Kabel oder Teppiche mittels Frontkamera und künstlicher Intelligenz. Er saugt und wischt grundsätzlich gleichzeitig, statt eines Alternativ-Wischtanks gibt es einen Zusatz-Wischtank.

Den Job erledigt Ozmo T8 nach Wunsch leise oder laut – je nach Einstellung bzw. Bodenbelag (Teppicherkennung). Überzeugt hat uns das gute Wischergebnis: Erstmals beseitigt ein Kombi-Gerät mit oszillierendem Wischmopp und Schrubbmuster sogar schmierige Flecken wie Öl oder Fett.

Mapping in Perfektion

Yeedi 2 Hybrid

Wischroboter Test: Yeedi 2 Hybrid
Der Yeedi reinigt gründlich und findet sich schon nach kurzer Zeit bestens in der Wohnung zurecht.

Keine Preise gefunden.

Der Yeedi 2 Hybrid wischt und saugt zur gleichen Zeit. Trocken-Saugen und Nass-Wischen sind funktionell voneinander getrennt. Wischtank abziehen und schon fährt der Yeedi 2 als einfacher Saugroboter.

Der Yeedi 2 bietet erstklassige Planbarkeit und Mapping: Räume einteilen, gezielt Bereiche reinigen No-Go-Areale festlegen, all das kann dieser Roboter. Wenn er dann reinigt, dann ausdauernd, gründlich und je nach Einstellung auch leise.

Sauberster Boden

Medion MD 18379

Wischroboter Test: Medion Md 18379
Vor allem für die Reinigung einer ganzen Etage ist der MD 18379 dank des großen Tanks und der langen Laufzeit super geeignet.

Der Medion MD 18379 reinigt ohne Unterbrechung einen großen Raum von fast 40 Quadratmetern. Die Reinigungsleistung ist die beste aller unserer Empfehlungen, denn er arbeitet mit einer rotierenden Wischmopp-Walze und er pumpt schmutziges Wasser in einen Schmutzwassertank.

Nach einer tollen Laufzeit von 87 Minuten ist das Schmutzwasser schwarz und das Reinigungsergebnis deutlich besser als bei den Konkurrenten, die den Dreck oft nur verteilen. Medion bringt einige clevere Navigationsmodi mit, wie die 25-Quadratmeter-Reinigung, bei der eine Fläche von 5 × 5 Metern gereinigt wird. Der Tank lässt sich einfach vom Roboter entkoppeln und befüllen bzw. entleeren. Was er nicht kann, ist Zeitplanung, Mapping und Rückkehr zur Ladestation.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWischen & Saugen kombiniertMapping in PerfektionSauberster Boden
ModelliRobot Braava Jet M6Ecovacs Deebot Ozmo T8Yeedi 2 HybridMedion MD 18379Proscenic M6 ProZACO A9sEcovacs Deebot Ozmo 610Tesvor S6Ikohs Netbot S15Blaupunkt Bluebot XBoostEufy RoboVac L70 HybridProscenic M7 ProZACO V80iRobot Braava 390tZACO V5sProMedion MD 19510Ecovacs Deebot Ozmo Slim 10Sichler PCR-8500LX
Test Wischroboter: iRobot Brava Jet M6Test Wischroboter: Ecovacs Deebot Ozmo T8Wischroboter Test: Yeedi 2 HybridWischroboter Test: Medion Md 18379Test Wischroboter: Proscenic M6 PROTest Wischroboter: ZACO A9sTest Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610Wischroboter Test: Tesvor S6Wischroboter Test: Netbot S15 SaugroboterWischroboter Test: Blaupunkt XboostTest Wischroboter: Eufy RoboVac L70 HybridTest Wischroboter: Proscenic M7 PROTest Staubsauger & Wisch-Roboter: iRobot Braava 390tTest Wischroboter: ZACO V5sProTest Wischroboter: Medion MD19510Test Staubsauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot Ozmo Slim 10Test Staub­sauger-Roboter: Sichler / Pearl PCR-8500LX
Pro
  • Sehr geringe Lautstärke
  • Sehr gründlich
  • Fortsetzungsmodus
  • Unterstützt Alexa und Google Assistant
  • Sehr gute Planung
  • Sehr gründlich, selbst bei Flecken
  • Objekterkennung
  • Fortsetzungsmodus
  • Anpassbarer Wasserdurchfluss & Saugstärke
  • Mehrgeschosskarten, No-Go-Areale
  • Gründlich und Ausdauernd
  • Mapping: Räume & No-Go-Areale
  • Sehr leise
  • Anpassbarer Wasserdurchfluss
  • Große Wassertanks
  • Gutes Reinigungsergebnis
  • Leichtes Entleeren, Befüllen und Reinigen
  • Clevere Navigationsmodi
  • Starke Laufzeit von 87 Minuten
  • Gezielte und gründliche Reinigung
  • Intelligentes Mapping
  • Simultan Saugen und Wischen
  • Schafft Hürden bis zu 20 Millimetern Höhe
  • Nur Saugen möglich
  • Großer Schmutztank & einfache Tankentleerung
  • 7,6 cm flach
  • Fernbedienung mit Turbo-Taste
  • Saugt und wischt gleichzeitig
  • Brauchbare Reinigung durch Vibration
  • Findet zuverlässig seine Basis
  • Große Flächenleistung beim Wischen
  • Wischeinheit komplett entfernbar
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Teppicherkennung
  • Bedächtige Fahrweise
  • Fernbedienung, ohne App nutzbar
  • Mapping mit No-Go-Zonen
  • Entfernt Flusen trocken in den Tank
  • Komfortable Fernbedienung
  • Verbales Feedback
  • Hohe Reichweite & starke Laufzeit
  • Attraktiver Preis
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Flache Bauform
  • Gute Gründlichkeit in der Fläche
  • Saugtank und Kombi-Tank
  • Kombi-Tank mit Wasser und Schmutz – kein Wechsel nötig
  • Mapping mit No-Go-Zonen
  • Wasserabgabemenge justierbar
  • Beim reinen Wischen sehr leise
  • Leichte Entleerung des Staubbehälters
  • Gründlich auf der ganzen Etage
  • Wischt sehr nass
  • Gründlicher beim Wischen als die Kombi-Geräte
  • Fast unhörbar leise
  • Wenig Störungen (keine Bürsten)
  • Nur acht Zentimeter hoch
  • Deckt die ganze Etage ab
  • Sehr gründlich, auch in Fliesenfugen
  • Nur acht Zentimeter hoch
  • Deckt die ganze Etage ab
  • Sehr gründlich, auch in Fliesenfugen
  • Fährt beim Wischen nicht bis Akku leer ist
  • Fast lautloses Wischen
  • Sehr flach
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Echte Wasserpumpe
  • Ohne Bürstenwalze, keine Verfilzungen oder aufgewickelten Haare
  • Wischeinheit komplett entfernbar
  • Kann dank Sprühsystem nie tropfen
Contra
  • Lange Reinigungszeit bei Nass
  • Zubehör vglw. teuer
  • Reibedruck für trockene Flecken zu gering
  • Seltener Reifenspuren
  • Dunkelheit verlängert Arbeitszeit deutlich
  • Wartung der Bürstenwalzen
  • Staubtank nicht Auslaufsicher
  • Filtersäuberung mühsam
  • Video-Manager funktionierte im Test nicht
  • Filtersäuberung mühsam
  • Lange Reinigungszeit
  • Wartung der Bürstenwalzen
  • Beseitigt Flecken (Fett, Zucker) nicht
  • Manuell in die Ladestation setzen
  • Punktuell zu viel Restwasser auf der Fläche
  • Teilweise Probleme mit korrodierten Kontakten
  • Vergleichsweise lautes Wischsaugen (Gebläse auf min)
  • Wischen ohne Saugen nicht möglich (Bug in App)
  • Passt mit 9,4 cm nicht unter jedes Sofa, Laser Turm bleibt mitunter hängen
  • Kurze Reinigungszeit, aber nicht gründlich
  • Basis zu leicht, wird verschoben
  • Mapping nur als Reporting
  • HEPA-Filter muss ausgeklappt werden
  • Teppich und Übergänge sind nicht seine Stärke
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
  • Kleiner Wassertank von nur 300 ml
  • Geringe Wischwirkung, verteilt Schmutz
  • App-Anbindung erst nach mehreren Versuchen
  • Wartung der Bürstenwalzen
  • Schlechte Basis
  • Anleitung schlecht übersetzt
  • Inkonsistentes Reinigungsergebnis
  • Vergisst im Auto-Betrieb Räume
  • Basis zu leicht
  • Schwache App
  • Mühsame Entleerung
  • Schwaches Wischergebnis
  • Wassermenge nicht steuerbar
  • Verschiebt zu leichte Basis
  • Laut beim Wischen
  • Fliesenfugen nicht sauber
  • Schwache Ergebnisse
  • Kleiner Schmutztank, große Bauhöhe
  • Keine Zeitplanung mit Zonen
  • Deutsche Sprache war nicht einstellbar
  • Verteilt Schmutz
  • Fliesenfugen nicht sauber
  • Laser-Turm hängt gern an Schränken etc. fest
  • App-Einrichtung mangels WLAN gescheitert
  • Saugen und Wischen in zwei Arbeitsschritten
  • Wischtuch drückt nicht gleichmäßig auf den Boden
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
  • Manuelles Einsetzen in Ladestation
  • Findet nicht alle Ecken
  • Winziger Wassertank, häufiges Nachfüllen
  • Etagenreinigung nur mit zusätzlichen NorthStar-Cubes
  • Kleiner Schmutztank
  • Fummelige Entleerung
  • Nur einzelner Timer
  • Unbrauchbare Wischfunktion
  • Verliert Wischtank bei Hindernis
  • Tanks überzeugen nicht
  • Wenig brauchbare Wischfunktion, zieht oft Streifen
  • Fährt auch mit Wischmopp auf Teppich
  • Erzeugt Wasserlache bei Blockade
  • Schlechte Basis
  • Winzige Staubbox
  • Schmutz rieselt heraus, wenn zu voll
  • Nicht besonders stabil
  • Ungeeignet für Teppich
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
  • Findet Station sehr oft nicht
  • Keine Zeitsteuerung
  • Sprüht nicht mehr, wenn Tank zu 3/4 leer ist
  • Surrendes Arbeitsgeräusch
  • Schlechte Saugleistung
  • Fährt nicht über flache Teppiche oder Läufer
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Was Sie über Wischroboter wissen sollten

Wischroboter sind meistens Saugroboter mit zusätzlicher Wischfunktion, es gibt aber auch Geräte, die nur wischen. Kombi-Geräte mit Wischfunktion haben zusätzlich zur Funktionalität des Saugroboters einen Wassertank und einen Wisch-Unterbau. Das ist letztlich nichts anderes als ein flaches Brett, an dem ein Putzlappen angebracht wird. Das Wasser strömt selbständig aus dem Tank aus oder wird über eine Pumpe tropfenweise auf auf den angebrachten Lappen gebracht.

Medion MD18379: durch diese Düsen gelangt das Frischwasser auf den Fußboden
Medion MD 18379: Durch die Düsen gelangt das Frischwasser auf den Fußboden.

Eine dritte Möglichkeit des Wasserauftrags sind Sprühdüsen. Sie spritzen alle paar Sekunden Wasser auf den Boden. Der iRobot Braava Jet M6 und der Medion MD18379 arbeiten so. Der nachfahrende Wischlappen verteilt es bzw. die Putzrolle nimmt es auf.

Der Tank von Wischrobotern ist meistens entnehmbar, damit man ihn am Waschbecken bequem nachfüllen kann. Nur selten ist er fest im Gerät eingebaut.

Medion MD18379: der Wischroboter besteht aus zwei Teilen, den Tanks und dem Roboter.
Medion MD 18379: Der Wischroboter besteht aus zwei Teilen – den Tanks und dem Roboter.

Wie gut ist das Wischergebnis?

Während die saugenden Kollegen Staub, Sand oder Haare aufnehmen, kümmern sich die Wischroboter um die Oberfläche: Durch ein feuchtes Wischen wird der letzte Rest Staub beseitigt und die Oberflächen bekommen einen schönen, sauberen Glanz.

 Saugroboter Test: Staubsaugerrobo Update112019 Ikohsnetbots15
Wischfunktion mit wenig Kraft: Die Unterbau-Wischplatten ziehen nur locker über die Fläche, hartnäckiger Schmutz wie dieser Fettfleck wird nicht beseitigt.

Mehr sollten Sie nicht erwarten: Fettige, klebrige oder gar trockene Flecken, die einweichen müssen, packt weder ein Kombi-Gerät noch ein spezialisierter Wischroboter wie der Braava Jet M6. Hier wird einfach mehr mechanische Kraft benötigt als ein 3 bis 4 Kilogramm schweres Gerät leisten könnte.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Tesvor
Viel Nass wenig Wirkung: Dieser Roboter wischt in überlappenden Bahnen, kein Schrubben mit Muster. Es entsteht bestenfalls oberflächlicher Glanz (Tesvor S6).

Medion bearbeitet mit seiner rotierenden Reinigungsrolle hartnäckigen Schmutz mechanisch, mangels Einweichzeit und punktueller Bearbeitung ist das Ergebnis aber auch hier nicht perfekt.

Medion MD18379: hinter der Reinigungsrolle zieht eine Wischlippe das Wasser ab
Medion MD 18379: Hinter der Reinigungsrolle zieht eine Wischlippe das Wasser ab.

Das bedeutet im Klartext, dass Sie für den täglichen Gebrauch einen Wischroboter fahren lassen können, für die Grundreinigung – bis in die Ecken und unter jeden Schrank – wird aber weiterhin Ihr Wischmopp zuständig sein.

Was ist mit Teppich?

Einige Wischroboter fahren auch über Teppich, andere streiken. Das hängt von der Konstruktion ab: Der Braava 390t liegt mit seinem ganzen Gewicht auf dem Putzlappen und schiebt sich so über Fliesen, Parkett oder Linoleum. Das trägt zur brauchbaren Reinigungswirkung bei.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Ecovacsdeebotozmot8
Gute Wischroboter erkennen Teppich und umfahren ihn (Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI).

Textile Beläge, auch wenn sie flach sind, sind für ihn aber unüberwindliche Hindernisse. Der Roboter schiebt sich zwar erstmal auf den Teppich, macht aber kehrt, wenn er den zu hohen Widerstand des Untergrunds bemerkt. So reagiert auch der iRobot Braava Jet M6.

Kombi-Geräte, die saugen und wischen, können dagegen meistens über flache Bodenbeläge oder Räume mit Auslegware fahren.

Verbrauchsmaterial, Wartung & Bodenschäden

Wischroboter reinigen mit Nasswisch-Mikrofasertüchern (iRobot Braava Jet M6 und andere) bzw. Reinigungsrollen (Medion MD18379), die Sie speziell für Ihr Modell kaufen müssen. Solche Mehrwegtücher bzw. -rollen können Sie mit der Hand oder in der Waschmaschine auswaschen und über viele Monate verwenden. Irgendwann ist aber Ersatz fällig, rechnen Sie mit einem kleinen Betrag an jährlichen Kosten.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Vergleich
Vergleich: Wischmopp-Walze des Medion MD18379 neben einem Wisch-Pad des iRobot Braava Jet M6.

Hinzu kommt der Wechsel von Seitenbürsten, Walzenbürste und HEPA-Filter. Rechnen Sie mit mindestens einem Austausch pro Jahr.

Prüfen Sie am besten schon vor dem Kauf, welche Verbrauchskosten auf Sie zukommen.

Wie bei den einfachen Staubsaugerrobotern müssen Seiten- und Walzenbürste regelmäßig von eingedrehten Haaren und ähnlichem befreit werden. Den Wassertank sollten Sie alle drei Monate mit Essig oder einer speziellen Reinigungsflüssigkeit von innen reinigen.

Wischroboter haben einen Tank mit 120 bis 850 Milliliter Wasser. Das ist zu wenig, um die Wohnung zu überschwemmen.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Medionmd19510
Medion MD 19510: Ärgerlich! Der Roboter arbeitet sich seit 15 Minuten an dieser Kante ab und pumpt unentwegt Wasser auf die Dielen.

Dennoch: In ungünstigen Fällen, etwa wenn sich die Seitenbürsten in einem dünnen Kabel verheddern, kann der Roboter mit dem nassen Wischtuch liegenbleiben. Dann nässt der Lappen stundenlang den Boden voll. Fliesen oder Kunststoffbelägen passiert dabei nichts, bei Holzdielen oder Echtholzparkett können Wasserflecken aber bleibende Schäden anrichten. Das ist auch der Fall, wenn der Roboter mit dem nassen Lappen in die Ladebucht einfährt oder nach der Arbeit auf einem Holzfußboden stehen bleibt.

Damit das von Anfang an ausgeschlossen ist, sollten Sie bei Robotern mit Wischfunktion die Ladebasis auf Fliesen oder einer wasserunempfindlichen Unterlage platzieren. Ist der Wischroboter aktiv, sollten Sie außerdem zeitnah wieder in der Wohnung sein, um ihn gegebenenfalls nach einer Störung zu befreien und den nassen Putzlappen zu entfernen.

Medion MD18379: fährt nicht in die Ladestation hinein, er muss manuell eingesetzt werden.
Der Medion MD 18379 fährt nicht in die Ladestation hinein, er muss manuell eingesetzt werden.

Wegen des Nässeproblems verzichten manche Hersteller auf programmierbare Arbeitszeiten. Die Roboter können dann nur manuell gestartet werden, so etwa bei Braava 390t und Medion MD 18379.

Viele andere können hingegen nach Zeitplan fahren und kehren dann zur Ladebasis zurück, etwa iRobot Braava Jet M6, Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI, Proscenic M6 Pro oder Yeedi 2 Hybrid.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns in mehreren Etappen 18 Wischroboter beschafft und einem Vergleichstest unterzogen. Die wichtigste Frage: Spricht die Kosten-Nutzen-Relation für den Roboter? Sind wir mit dem Wischmopp schneller, gründlicher und sauberer unterwegs?

Um diese Frage für jeden Roboter zu beantworten, haben wir uns eingehend mit den Geräten beschäftigt. Sprich: Wir haben sie in unserem Haushalt eingesetzt. Dabei haben wir uns selbst folgende Fragen beantwortet:

Wie viel Aufwand macht die Bedienung des Gerätes? Mit dem Wischmopp sind wir in unserem Erdgeschoss innerhalb einer halben Stunde fertig, inklusive Befüllen des Eimers und Wegräumen des Werkzeugs. Der Roboter braucht natürlich länger und ist dabei nicht so gründlich. Er kommt nicht in jede Ecke und er stellt auch nicht mal eben den Stuhl beiseite. Für eine Fahrt, die fast alles abdeckt, müssten Sie also alle Stühle hochstellen und den Fußboden ordentlich aufräumen. Das müssen Sie beim Wischmopp auch, aber eben nicht so konsequent. Der Wischroboter muss für seine Fahrt in Position gebracht und eben dort wieder eingesammelt werden – es sei denn, er fährt aus seiner Ladestation los.

Wieviele Programme gibt es und wie stelle ich diese ein? Roboter haben mehr oder minder viele Programme, die per Taste am Gerät, auf der Fernbedienung oder in der App ausgewählt werden. Gerätetasten und Fernbedienungen haben sich als praxistauglicher erwiesen, denn niemand hat Lust beim Putzen auf dem Smartphone herumzufummeln. Die Geräte sollten mindestens eine Punktreinigung, einen Flächenmodus und eine Rand- und Eckenfahrt bieten.

Wie oft muss Wasser nachgefüllt werden? Wischroboter haben teilweise winzige Frischwassertanks. Diese müssen, zumindest nach jeder Fahrt, nachgefüllt werden. Manche Geräte melden sich per Sprache, wenn der Tank leer ist.

Wieviel Zeit nimmt die Reinigung der Tanks bzw. der Wischtücher in Anspruch? Auch wenn nur Frischwasser eingefüllt wird, muss so ein Tank alle paar Monate mit Reinigungsmittel oder Essig gespült werden.

Gibt es einen Schmutzwassertank, sollte dieser jedesmal nach Arbeitsabschluss und außerdem alle zwei bis drei Wochen mit einem Reinigungsmittel gespült werden. Die Wischtücher können in der Regel mit der Hand durchgespült und teilweise in der Waschmaschine gewaschen werden.

Im Test mussten sich die Roboter auf Fliesen und auf Parkett beweisen. Die punktuelle Reinigung haben wir auf den Fliesen ausprobiert und dafür einmal Schokolade und einmal Quark auf den Fußboden geschmiert. Wir wollten wissen, wie gut die Roboter solche Schmutzstellen, die schon etwas eingetrocknet und fettig sind, beseitigen.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6

Testsieger: iRobot Braava Jet M6

Der iRobot Braava Jet M6 bringt endlich den Zeitplanungskomfort eines guten Staubsauger-Roboters in die Welt des feuchten Wischens. Er fährt auf seiner nässegeschützten Ladestation los und kehrt auch wieder zurück. Modernes Mapping mit Räumen und No-Go-Zonen ist ebenfalls an Bord. Schlussendlich gefällt auch das Wichtigste, die Reinigungsleistung. Sie wird durch Sprühen und Vor-Zurück-Bewegung erreicht.

Testsieger

iRobot Braava Jet M6

Test Wischroboter: iRobot Brava Jet M6
Der Braava reinigt gründlich, hat einen großen Wassertank und putzt dank Zeitsteuerung, Raumplanung und No-Go-Zonen weitgehend selbstständig.

Der iRobot Braava Jet M6 musste im Test auf Fliesen und Dielen fahren. Seine Reinigungskarte war das gesamte Erdgeschoss mit einer freien Fläche von knapp 60 Quadratmetern. Durch seine Bauhöhe von neun Zentimetern passt der Braava unter viele Schränke, Kommoden oder Betten.

Im schnellen Reinigungsmodus, also mit wenig Flüssigkeit und geringer Überlappung, reicht der Wassertank locker für 60 Quadratmeter. Im Maximalmodus ist nach 30 Quadratmetern Schluss. Wir empfehlen diesen Modus nicht für unversiegelte Holzfußböden, da manchmal doch etwas viel Wasser stehen bleibt. Pfützen haben wir jedoch nie feststellen können.

Im Lernmodus legt der Braava automatisch Karten an

Der Braava fährt im Auto-Modus sofort die gesamte Etage ab. Wir wollten uns eine Karte anlegen lassen und das funktioniert im Lernmodus durch mehrmaliges Reinigen aller angeschlossenen Räume. Auf der Karte schlägt der Braava Jet M6 dann Räume vor. Die können wir verändern, akzeptieren und benennen.

No-Go-Zonen sind der nächste Schritt. Wir definieren, dass der Roboter um Waldis Napf einen großen Bogen machen soll.

Interessant wird es dann bei der Planung. Zu jedem Reinigungstermin legen wir die passenden Räume fest. Täglich Küche und Flur, das Arbeitszimmer nur zweimal die Woche. Eine solche feingliederige Planung bietet kein anderer Wischroboter und auch bei den Saugrobotern beherrschen das nur wenige. Oft wird eine Karte des Operationsgebietes gezeichnet, doch sie dient nur als Bericht.

Der Braava spricht Deutsch

Der iRobot beherrscht den Fortsetzungsmodus, er kann also zwischendurch nachladen und dann weitermachen. Der Braava Jet M6 kommentiert alle Vorgänge verbal – und das mit einer deutschen Stimme.

Technisch bedingt ist ein weiterer Vorteil: Als reiner Wischroboter hat der Braava bis auf seine Räder keine beweglichen Teile. Das Hängenbleiben an Schnürsenkeln oder Kabeln dürfte selten sein.

Gelungen ist die Ladestation mit Kabelmanagement und die Grundplatte, damit der Wischroboter während des Ladevorgangs nicht mit nassem Tuch auf den Holzdielen steht.

Während des Reinigungsvorgangs ist der Braava Jet M6 sehr leise, die einzig hörbaren Geräusch stammen von den Antriebsrädern und der Sprühdüse.

iRobot setzt beim Braava Jet M6 auf Kameras zur Orientierung. In der Zukunft könnten damit bestimmte Objekte, wie Exkremente von Tieren, erkannt und umfahren werden. Heute hat die Kameranavigation aber den Nachteil, dass sie bei Dunkelheit kaum noch funktioniert.

Dunkelheit mag der M6 dann auch nicht. So wischt der Roboter eine Fläche bei Licht in 30 Minuten, bei völliger Dunkelheit braucht er fast 1,5 Stunden. Hinzu kommt die Angst potenzieller Käufer, ständig vom Roboter beobachtet zu werden.

Probleme bei Dunkelheit

Bei Licht arbeitet die Navigation vorbildlich. Der Braava Jet M6 findet sich gut im Raum zurecht, selten dreht er sich zur Orientierung im Kreis. Er fährt in überlappenden Bahnen, kleine Hindernisse wie Stuhlbeine umrundet der Roboter in geringem Abstand. An Kanten fährt er mit minimalem Abstand vorbei, es bleiben selten Staubränder zurück. Gelegentlich stößt er gegen Hindernisse.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6
iRobot Braava Jet M6: Vorne am Gerät befindet sich eine Spritzdüse (grauer Kreis).

Den Sprühvorgang macht er nur, wenn die Fläche vor ihm frei ist. Das Anspritzen kostbarer Echtholz-Möbelstücke ist damit so gut wie ausgeschlossen. Allerdings sprüht er dann auch nicht in Stuhlbein-Wäldern, weil er nicht ein gewisses Maß zurücksetzen kann. Vor jedem Sprühen setzt er einen halben Meter zurück.

Reinigungsmittel

iRobot legt eine Probe seiner eigenen Hartboden-Reinigungslösung bei. Die ist für Fliesen oder andere glatte, unempfindliche Beläge. Auf unseren Holzdielen fuhr der Braava nur mit Wasser mit einem Schuss Essig.

In der Anleitung schreibt der Hersteller, nur mit obiger Braava-Jet-Lösung (oder mit Wasser) könne der Roboter sicher betrieben werden. Man solle keine anderen Reinigungslösungen verwenden. Wir wissen nicht, ob man sich sklavisch daran halten muss.

Von anderen Herstellern wissen wir, dass entkalktes oder destilliertes Wasser verboten ist. Es geht dabei um metallische Kontakte, die korrodieren könnten, oder um Düsen, die verkalken oder chemisch angegriffen werden.

Im Karton finden wir neben dem Reinigungsmittel ein wiederverwendbares Feuchtwischtuch sowie zwei Einweg-Feuchtwischtücher. Hinzu kommen ein Tuch zur Trockenreinigung sowie zwei Einwegtücher für den gleichen Zweck.

Stabilität und Wertigkeit

Der kompakte Braava Jet M6 muss sich in Sachen Verarbeitung nicht verstecken. Das Chassis ist äußerlich ansprechend robust, das gilt auch für die Klappe mit dem Wassertank darunter. Der solide Tank tropft, das Wasser kann aber nichts beschädigen, denn die Mulde, in die er gesetzt wird, ist wie eine Wanne.

Mit dem Klappgriff wird der Tank mechanisch fixiert und der Wasseranschluss abgedichtet. Der Tank könnte also nicht einmal herausfallen, wenn das Gerät bei geöffnetem Deckel kopfüber steht.

An der Front befindet sich ein umlaufender Bumper, der mechanisch Hindernisse registriert. Die Hülle besteht aus einem matten, weißen Kunststoff. Die Stoßkante ist durch einen gummierten Randstreifen abgesetzt. Im Bumper integriert ist eine Düse, aus der der Roboter Wasser vor sich auf den Boden sprüht.

Reinigung und Komfort

Auf der Oberseite befinden sich drei Tasten für Spotcleaning, Start/Stopp und Rückkehr zur Basisstation. Mit diesen Tasten können Sie den Braava unabhängig von der App und der Zeitsteuerung verwenden.

Der Braava kann mit Einweg- oder mit Mehrweg-Wischlappen benutzt werden. Letztere können per Hand oder in der Maschine gewaschen werden. Alle Tücher haben einen Kunststoffträger, mit dem sie am Gerät befestigt werden. Dieser Träger wird wahrscheinlich keine zehn Maschinenwäschen aushalten, weshalb wir zur Handwäsche raten.

Positiv: Die Auswurftaste für die mechanisch befestigten Wischtücher an der Frontseite. Empfindliche Personen müssen Einwegtücher nicht anfassen, sie können direkt in den Mülleimer fallen.

Es ist sinnvoll, den Tank auch für das Trockenwischen zu füllen

Es gibt Trockentücher, einige davon liegen bereits im Karton. Die Maschine erkennt an einer Kodierung des Trägers, ob es sich um Trocken oder Nass handelt, und startet den entsprechenden Vorgang mit oder ohne Wasser.

Apropos Wasser: In den Tank passen 475 Milliliter. Es ist nützlich, diesen Tank immer gefüllt zu lassen, denn auch beim Trockenwischen liegt dann ein höheres Gewicht auf dem Tuch.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6
iRobot Braava Jet M6: Der Tank kann während der Reinigung nachgefüllt werden.

Mit seiner Bauhöhe von knapp neun Zentimetern passt Braava fast überall drunter. Teppiche werden erkannt und umfahren: Fest verlegte Auslegeware erkennt der Braava Jet M6 durch den plötzlich erhöhten Reibungswiederstand. Aufliegende Teppiche erkennt der niedrige Bumper als Hindernis.

Der iRobot kann freilich keine verkrusteten Speisereste oder schmierige Fettflecke entfernen, dazu reicht seine mechanische Kraft nicht aus. Außerdem erkennt er nicht, ob er sich gerade vor einem solchen Fleck befindet. Jeder Bereich des Raumes wir mit gleicher Intensität gereinigt.

Der Roboter fährt dabei erst zurück, dann sprüht er Wasser, dann fährt er wieder vor und nochmals zurück. Dann geht es wieder voran. Somit fährt der Braava systematisch viermal über jeden Bereich. Das ist mehr, als jeder kombinierte Wisch- und Saugroboter punktuell leistet. Loser Schmutz und Staub wird restlos beseitigt, alles strahlt in einem angenehm matten Glanz.

Reinigungsergebnis

Klar ist: Der Braava Jet M6 lässt sich Zeit. Unsere knapp 50 Quadratmeter werden in ein bis eineinhalb Stunden gereinigt. Der Braava fährt systematisch in Bahnen, doppeltes Reinigen wird vermieden.

Die Reinigungsleistung ist je nach gewählter Einstellung befriedigend bis gut, für einen Roboter sogar sehr gut.

Schritt 1: Grundreinigung mit Trockenwischtuch oder Staubsauger

Das elektrostatische Einweg-Trockenwischtuch sammelt Haare und Staub ein. Alternativ kann das im Lieferumfang enthaltene Mehrweg-Trockenwischtuch benutzt werden.

Wir empfehlen zur Vorarbeit allerdings einen zweiten Staubsauger-Roboter, der nimmt nämlich groben Schmutz und Haare auf. Die Arbeitszeiten der Roboter könnten aufeinander abgestimmt werden.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6
iRobot Braava Jet M6: Trocken- und Nass-Wischtücher.

Schritt 2: Nassreinigung mit Mehrwegtuch

Das Nasswisch-Multifunktions-Pad reinigte mit klarem Wasser Vinylböden, Fliesen, Laminat oder Dielen. Das entfernt Staub, aber auch einfache eingetrocknete Kaffeeflecken.

Alternativ können Sie Putzmittel zum Wasser geben, wenn das mit ihrem Bodenbelag korrespondiert. Bei geölten Holzfußböden raten wir davon ab, chemische Putzmittel zu verwenden. Hier haben wir einfach etwas Essig in das Reinigungswasser gegeben.

Das Putzmittel ist kein Wundermittel

Das spezielle iRobot-Putzmittel ist kein Wundermittel, mit dem plötzlich Flecken beseitigt werden, die mit einfachem Wasser nicht zu beseitigen sind. Wir haben es ausprobiert, die Ergebnisse sind nicht wesentlich besser. Der mangelnde Reinigungsdruck, die fehlende Einwirkzeit aber auch das nicht erwärmte Wasser sind die Ursachen.

Das Putzmittel verhilft aber zu einem etwas besseren Glanz, gänzlich streifenfrei ist es allerdings auch dann nicht. Hier kommen dann auch manchmal Radspuren ins Spiel – weniger auf Holzfußböden und matten Fliesen, sondern eher auf Vinyl und glänzenden Fliesen.

Drei Putzmodi

Im Maximal-Modus fährt der iRobot stärker überlappende Bahnen und versprüht recht viel Flüssigkeit. Im schnellsten Modus ist die Überlappung weniger ausgeprägt und es wird deutlich weniger Flüssigkeit verbraucht.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6 Drive
Der iRobot Braava Jet M6 fährt in überlappenden Bahnen. Als Hindernis gekennzeichnete No-Go-Zonen werden vermieden.

Flecken werden entfernt, das kann der Braava Jet M6 besser als die Hybridmodelle. Einfache Flecken, etwa von Kaffee, schafft der Roboter im ersten Durchlauf. Gleiches gilt für Matschflecken bei den Schuhen im Flur. Ein perfektes Ergebnis sollten Sie aber nicht erwarten, ein paar Stellen bleiben immer zurück.

Nutzen Sie bei hartnäckigen Schmutz die Spot-Funktion, dann reinigt der Braava den Bereich intensiver.

Größere Verunreinigungen oder schmierige Substanzen wie Senf oder Honig sollten Nutzer lieber gleich manuell entfernen. Der Roboter verteilt solche Substanzen sonst eher im Umkreis als dass er sie beseitigt.

Nachteile?

Der Reibedruck ist nach wie vor gering. Die Nasswisch-Wirkung ist besser als bei den Kombi-Modellen, an manuelles Wischen oder mechanisches Wischen mit der Rolle (Medion Wischroboter MD18379) kommt das Ergebnis aber nicht heran. Der Braava entfernt keine stark vertrockneten Flecken.

Roboter erkennen keine schmierigen Flecken. Manches, wie Zahnpasta oder Marmelade, wird eher verteilt als weggewischt. Reifenspuren bleiben mitunter sichtbar, denn der Roboter schiebt das Tuch vor sich her und fährt dann über die gereinigte Fläche.

Die lange Reinigungszeit von bis zu 1,5 Stunden für 40 bis 50 Quadratmeter könnte ein Nachteil sein, allerdings ist sie der Gründlichkeit geschuldet. Wenn es schneller gehen muss, kann in der App die Nasswisch-Einstellung verringert werden.

Das Zubehör ist vergleichsweise teuer. Wir empfehlen kompatible Nachbauten bei den Nasswischtüchern bzw. Trocken-Poliertüchern.

Bei Dunkelheit leidet die Kameranavigation spürbar: Die Reinigungszeit kann sich verdreifachen.

iRobot Braava Jet M6 im Testspiegel

Die Kollegen von der Stiftung Warentest (01/2020) vergaben nur ein »Befriedigend« und die Note 3,5 an den Braava. Dies lag jedoch nicht an Bedienung und Ergebnis, sondern an seinem Datensendeverhalten und einer fehlenden Kabelisolierung in der Ladestation.

»Wischt gut. Spritzt als einziger Wasser. Einfach bedienbar, mit praktischer App. Gelangt auch unter niedrige Möbel und zwischen enge Stuhlbeine. Sehr leise. Fazit: Der Teuerste im Test. Er verpasst wegen einer Sicherheitsschwäche das Qualitätsurteil Gut. […] Bei Xiaomi und iRobot sind die Schutzvorkehrungen nur einfach ausgeführt. Die Norm fordert hingegen einen zusätzlichen Schutz, etwa durch eine verstärkte oder doppelte Isolierung der Drähte. Da die zusätzliche Absicherung fehlt, lautet das Sicherheitsurteil für beide nur ausreichend.«

Stefan Schomberg von Techstage lobt die Reinigungsleistung und die Laufzeit, kritisiert aber die Kameranavigation bei Dunkelheit und die generelle Langsamkeit.

»Aber die Wischleistung beim M6 geht tatsächlich über reines Staubwischen hinaus und ist teils deutlich besser. […] Bei Dunkelheit leidet die Navigationsfähigkeit spürbar, die Reinigungszeit des eh schon nicht übermäßig schnellen Roboters sinkt dramatisch.«

Gernot Kramper von Stern lobt die Navigation und die Präzision des Braava. Er kritisiert jedoch die alle zwei bis drei Tage nötige Wartung.

»Die Größe des Tanks und das sich mit Schmutz zusetzende Vlies des M6 machen es dagegen nötig, jeden zweiten oder dritten Tag einen kleinen Service durchzuführen. Dann wird der Tank aufgefüllt und das Vlies gewechselt beziehungsweise ausgespült. Das ist eine schleimige Angelegenheit, bei der auch Hartgesottene Gummihandschuhe überziehen.«

Rian Voss von CHIP lobt die geringe Lautstärke des Braava. Der Redakteur ist aber nicht in Gänze überzeugt, dass ein teurer Wischroboter wie der Braava sein Geld wert ist.

»Beim Fahren nimmt man ihn kaum wahr, nur die regelmäßigen Pumpengeräusche könnten stören – wir blendeten die Geräusche nach einer Weile automatisch aus. Wir denken, dass der Roboter auch arbeiten kann, wenn jemand zuhause ist. […] sie benötigen aber auch mehr Pflegeaufwand und die Nasswischleistung hat uns sowohl beim günstigen als auch beim teuren Modell eher enttäuscht. Diese Geräte sind nur sinnvoll, wenn sie viele Möbel haben, unter denen Sie sonst selten wischen, oder die Roboter mehrmals pro Woche zum Einsatz kommen. Sie müssen sie aber auch nach jedem Einsatz händisch reinigen.«

Mariella Wendel von Home & Smart hat einen ausführlichen Test mit zig Schmutz- und Fleckenvarianten durchgeführt. Sie ist mit der Reinigung nicht durchweg zufrieden, vergibt am Ende aber ein positives Urteil.

»Auch an stark zuckerhaltigen, klebrigen oder vertrockneten Flecken scheitert der Wischroboter. […] Eingetrockneten Kaffee beseitigte er dagegen überraschenderweise rückstandslos. […] Bei der routinemäßigen Wischreinigung und frischen Flecken überzeugte iRobot Braava im Test und ist damit der beste Wischroboter, den wir bislang in der Redaktion getestet haben (Stand: 03/2020). Das verdankt der Roboter nicht zuletzt seiner intelligenten Sprühfunktion.«

Sollten wir weitere Tests des iRobot Braava Jet M6 finden, so tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Auch wenn der iRobot Braava Jet M6 in unserem Test am besten abgeschnitten hat: Sein Preis passt nicht zu jedem Budget. Wir können drei weitere Wischroboter empfehlen, die teils deutlich günstiger sind: den Medion MD 18379, den Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI und den Yeedi 2 Hybrid. Alle haben ihre Stärken. Der Medion macht sogar besser sauber als der Braava Jet M6, muss aber manuell bedient werden.

Wischen & Saugen kombiniert

Ecovacs Deebot Ozmo T8

Test Wischroboter: Ecovacs Deebot Ozmo T8
Endlich keine Havarien mehr: Dank Hinderniserkennung geht der Ozmo T8 Schuhen, Kabeln und Co. aus dem Weg.

Der Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI ist Staubsauger, Wischroboter und Home-Monitoring in Einem. Die zwei Hauptmerkmale sollen den nicht eben günstigen Preis rechtfertigen: Seine Wischleistung ist dank des oszillierenden Mops besser als bei Modellen, die einfach ein feuchtes Tuch unter sich her schleifen. Die Objekterkennung via Frontkamera verhindert Havarien, indem Schnürsenkel und Socken als solche erkannt und umfahren werden.

Trockensaugen und Nasswischen funktionieren technisch separat: Staubtank und Ansaugeinheit befinden sich fix im Roboter. Sie arbeiten auch dann, wenn der Wischtank angesteckt wird. Sie können also immer Saugwischen oder Saugen, niemals aber nur Nasswischen.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Ecovacsdeebotozmot8
Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI: Oszillierender und normaler Wischtank, mit Einmal-Lappen oder mit waschbaren Tüchern nutzbar.

Deebot Ozmo T8 AIVI wird mit zwei Wischtanks geliefert: einem mit oszillierender Platte (200 Milliliter) und einem mit einfacher Pumpe und Trägerplatte (250 Milliliter). Für die schnelle, oberflächliche Reinigung stecken Sie das 250-Milliliter-Modell an. Die Wischleistung entspricht dann ungefähr dem, was auch viele andere Kombi-Modelle leisten, und das ist nicht viel.

Interessant wird es mit dem oszillierendem Tank: Der ruckelt nicht nur, sondern entfernt in Verbindung mit zwei unterschiedlichen Wischmustern (schnelle versus gründliche Reinigung) und vier Wasserdurchflussstufen auch hartnäckigen, fettigen Schmutz. Bei klebrigen Flecken hat aber auch der Ecovacs Deebot Ozmo T8 keine Chance.

Die Frontkamera erkennt Objekte und Bodenbeläge. So wird bei Teppich oder Textil die maximale Saugstufe abgerufen. Fliesen werden intensiver bearbeitet als Holzdielen. Teppich wird im Wischmodus nicht überfahren, genauso umfährt der schlaue Deebot Ozmo T8 auch Kabel und Schuhe (Schnürsenkel-Gefahr).

Via App und Mapping weist der Roboter auf solche Gefahrenstellen hin, zeigt diese grafisch an und fragt, ob an diesen Stellen eine Nachreinigung erfolgen soll, nachdem der Besitzer dort aufgeräumt hat. Was das Mapping zusätzlich kann, sind No-Go-Bereiche und Mehrgeschoss-Karten. Anhand der Raumstruktur ordnet der Roboter die passende Karte zu und kann mit den No-Go-Zonen und Räumen arbeiten.

Die Kamera kann auch als fahrende Wohnzimmerkamera benutzt werden – zumindest in der Theorie, praktisch ließ sich die App gar nicht erst darauf ein, den Video-Manager überhaupt zu öffnen. Aus anderen Reviews wissen wir: Der Roboter kann mit Pfeiltasten gesteuert durch die Wohnung fahren, auf Knopfdruck wird Video aufgezeichnet. Ob geplante Überwachungsfahrten möglich sind, konnten wir nicht herausfinden. Entsprechende Optionen gibt es außerhalb des Video-Managers keine.

Ausreichend gründlich ist der Deebot Ozmo T8 ebenfalls, 20 von 26 Schmutzstellen wurden vollständig gereinigt. Bei den übrigen sechs Stellen blieb etwas liegen bzw. wurde durch die Seitenbürsten verteilt. Der Ozmo T8 fährt Positionen nicht mehrfach an und war deshalb in unserem Erdgeschoss schon nach 31 Minuten fertig (Wischsaugen). Selbstverständlich beherrscht der Deebot Ozmo T8 den Fortsetzungsmodus: Bei großen Grundflächen geht es nach dem Aufladen an der Abbruchposition weiter.

Wie laut der Deebot Ozmo T8 arbeitet, bestimmen Sie über vier Saugstärken selbst. Wir haben mit Normal getestet und eine moderate Lautstärke erlebt, die immer mal durch den Teppich-Turbo deutlich anschwillt.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Ecovacsdeebotozmot8
Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI: Entleerung auf Knopfdruck.

Die Entleerung des Staubtanks erfolgt auf Knopfdruck, hier machen Sie sich nicht die Finger schmutzig – wohl aber beim notwendigen Ausklopfen des Filters. Dieser ist nach jeder Reinigung stark verschmutzt.

Wartung ist leider auch ein Thema, denn zügig wickelt die Bürsten-Lamellen-Walze Haare und kleine Schnüre auf. Die müssen dann mit dem Cutter-Tool beseitigt werden. Die Walze kann simpel mit zwei Handgriffen herausgenommen werden.

Der Staubtank ist leider nicht auslaufsicher und der Roboter hat auch keinen Griff, der anleiten würde, wie das Gerät gehoben werden sollte. So rieselt der Sand aus der Saugöffnung, wenn wir den Deebot Ozmo T8 falsch hochheben. Eine kleine Rückschlagklappe könnte das verhindern.

 Wischroboter Test: Wischroboter Ecovacsdeebotozmot8 Absaugstation
Ecovacs Absaugstation CH1918.

Oder aber Sie wünschen Komfort und investieren in die optionale Selbstentleerungsstation. Das Geräte wird auch im Bundle verkauft. Diese Station ersetzt die Basis und hat Saugmotor und Staubsaugerbeutel.

Der kleine Tank im Deebot Ozmo T8 wird nach Einfahrt in die Basis selbsttätigend entleert. Ob das auch den kleinen HEPA-Filter im Staubtank säubert? Wir bezweifeln es, diese unschöne Tätigkeit bleibt dem Nutzer auch bei einem komfortablen Roboter nicht erspart.

Der Roboter ist mit alltagstauglichen Oberflächen bestückt. Räder, Chassis, Tanks erscheinen solide konstruiert. Die Basis ist ausreichend schwer und rutschfest, das dicke Netzkabel kann durch Aufwicklung gekürzt werden.

Mapping in Perfektion

Yeedi 2 Hybrid

Wischroboter Test: Yeedi 2 Hybrid
Der Yeedi reinigt gründlich und findet sich schon nach kurzer Zeit bestens in der Wohnung zurecht.

Keine Preise gefunden.

Der Yeedi 2 Hybrid ist ein Kombi-Wischsauger mit exzellenten Ergebnissen beim Trockensaugen und brauchbaren Ergebnissen beim Nasswischen. Nass ist er nicht so gut der Testsieger oder die anderen Empfehlungen, hier fehlen mechanischer Druck bzw. Musterbewegungen.

Für den oberflächlichen Glanz reicht es allemal, der Wischmopp wird mit dem Gewicht des Roboters unter sich hergezogen. Im Gegenzug aber überragend ist die Gründlichkeit: In unserem Test-Erdgeschoss fuhr der Yeedi 2 Hybrid sämtliche 26 Schmutzstellen an. Damit auch nichts liegenbleibt, fuhr der Roboter viele Bereiche zweimal ab. Im Test fuhr der Yeedi 2 Hybrid 105 Minuten im Erdgeschoss herum (Wischsaugen). Das Resultat war ein komplett schmutzfreier Boden – bei vielen Konkurrenten ist das nicht der Fall.

Laut oder leise? Ganz wie Sie es wünschen: Die Saugkraft kann in drei Stufen, die Wischnässe in vier Stufen eingestellt werden. Schon die Normal-Saugkraft ist recht gemütlich, bei Leise kann man nebenbei ein Buch lesen. Die Saugkraft, speziell auf textilen Belägen oder bei tiefen Fliesenfugen, ist dann aber nicht mehr gut.

Auf eine Fernbedienung verzichtet der Yeedi 2 Hybrid, sämtliche Einstellungen (Saugkraft, Wasserdurchfluss, Planung) werden über die App vorgenommen. Die ist schnell eingerichtet und entpuppt sich als Vorbild hinsichtlich der Planbarkeit: Die ersten Fahrten erzeugen einen detaillierten Grundriss der Wohnung. Die App schlägt dann Räume vor, die zukünftig separat gereinigt werden könnten – nützlich etwa, wenn der Flur zweimal täglich gesaugt werden soll, das Wohnzimmer aber nicht. Außerdem können No-Go-Zonen festgelegt werden.

Staubsaugen und Wischen sind getrennte Systeme, das heißt Trockensaugen befindet sich fest im Gerät, Nasswischen wird in Form eines Wassertanks mit Trägerplatte rückseitig aufgesteckt. Wenn Wischen gewünscht ist, klicken Sie einfach den befüllten Wassertank ein, selbst mitten im Betrieb.

Nach der Fahrt müssen Sie die Wischplatte entfernen, sonst könnten je nach Standort die Holzdielen aufquellen. Wir empfehlen einen Standort der Ladebasis auf Fliesen. Der Hersteller empfiehlt auch die Entleerung des Wassertanks nach der Benutzung.

Der Staubtank ist fast auslaufsicher, das heißt Sie können den Roboter anheben und in allen Varianten halten. Eine kleine Rückschlagklappe verhindert in den meisten Fällen ein Herausrieseln von Sand. Hundertprozentig auslaufsicher ist aber kein Roboter im Test.

Wartung ist auch ein Thema, denn zügig wickelt die Bürsten-Lamellen-Walze Haare und kleine Schnüre auf. Die müssen mit dem Cutter-Tool beseitigt werden. Die Walze kann simpel mit zwei Handgriffen herausgenommen werden.

Chassis, Bumper, Räder und Tanks sind augenscheinlich solide und alltagstauglich konstruiert. Die Basis ist zu leicht, aber mit der sehr guten Gummierung steht sie auf glatten Unterlagen sicher. Das Kabel kann aufgewickelt und entsprechend aufgeräumt werden. Weniger gefallen hat uns die mattweiße Oberfläche des Roboters: Diese verschmutzt schnell und kann je nach Sonneneinstrahlung vergilben. Alltagstauglich sieht anders aus.

Sauberster Boden

Medion MD 18379

Wischroboter Test: Medion Md 18379
Vor allem für die Reinigung einer ganzen Etage ist der MD 18379 dank des großen Tanks und der langen Laufzeit super geeignet.

Der Medion MD 18379 macht vieles richtig, am Schluss ist es aber der mangelnde Komfort, warum er den Platz als Testsieger abgeben musste. Zum ersten Mal erlebten wir mit diesem Gerät einen tatsächlichen Nutzen durch einen Wischroboter: Durch das Prinzip der rotierenden Bürste mit Absaugung des Schmutzwassers ist das Reinigungsergebnis deutlich besser als bei der Konkurrenz, die den Schmutz oft nur verteilt. Er reinigt ohne Unterbrechung einen großen Raum von bis zu 40 Quadratmetern und das mit nur einer Akkuladung und einer Tankfüllung Frischwasser.

Medion MD18379: die Reinigungsrolle muss regelmäßig von aufgewickelt Haaren befreit und gereinigt werden
Medion MD 18379: Die Reinigungsrolle muss regelmäßig von aufgewickelten Haaren befreit und gereinigt werden.

Die Bedienung ist simpel, es gibt keine App und keine Zeitplanung. Am Gerät oder alternativ auf der Fernbedienung wählen Sie zwischen Punktreinigung (80 × 80 Zentimeter im Quadrat), Flächenmodus (5 x 5 Meter im Rechteck), Wand- oder Automatikreinigung. Letzteres haben wir am häufigsten eingesetzt, bei diesem Modus werden auch angrenzende Räume befahren.

Im Automatik-Modus fährt der Roboter zuerst sechs Meter geradeaus, um dann nach rechts in Bahnen den ganzen Raum abzuarbeiten. Sobald der Roboter sich fünf Meter nach rechts bewegt hat, kommt er zurück zur Ausgangsposition und versucht sich an Fahrten nach links. Auf diese Weise kann der Medion MD 18379, wenn Sie ihn in der Mitte des Raumes aufstellen, den kompletten Raum und gegebenenfalls angrenzende Nachbarräume abarbeiten.

Bei der punktuellen Reinigung wird ein Quadrat von 80 × 80 Zentimetern etwa 60 Sekunden lang gereinigt. Beim Flächenmodus (für 25 Quadratmeter) reinigt der Medion ein Quadrat von 5 × 5 Metern, das sich vor dem Roboter befindet. In angrenzende Räume wird eingefahren und sie werden im Rahmen dieser Flächenbegrenzung gereinigt. Hat der Roboter seine Arbeit getan, fährt er zur Ausgangsposition zurück.

Eine Neuheit: Medion spricht! Der MD 18379 kommuniziert mit einer weiblichen Stimme in Englisch, etwa »please check dirty water tank« oder »cleaning starts soon.« Das ist nützlich, weil wir keine Anzeige studieren müssen, um zu erfahren, welches Problem der Roboter hat oder welchen Status er jetzt erreicht hat. Der Hersteller erhöht den Komfort zusätzlich mit der mitgelieferten Fernbedienung. Sie bietet die genannten Fahrtmodi sowie eine manuelle Steuerung über Richtungstasten.

Wir haben den Medion-Wischroboter mehrere Wochen im eigenen Heim getestet. Am häufigsten haben wir den Automatik-Modus gefahren, das erschien uns für eine Wohnküche mit angrenzendem Flur und Arbeitszimmer am effizientesten. Wiederholt schaffte der Roboter eine grandiose Laufzeit von 87 Minuten. Oftmals haben wir ihn innerhalb dieser Zeit zu mehreren Reinigungsaufträgen losgeschickt.

Weil der Schmutzwassertank etwas größer ist als der des Klarwassers und weil Frischwasser immer auf der Fläche bleibt, werden Sie typischerweise das Frischwasser eher auffüllen müssen. Den Schmutzwassertank müssen Sie eigentlich erst entleeren, wenn der Medion MD 18379 die kompletten 87 Minuten abgefahren hat.

Ganz gleich, ob Flächen- oder den Automatikmodus: Ränder und Ecken kommen zu kurz. Für eine gründliche Reinigung müssen Sie also nach der Fläche auch mit dem entsprechenden Fahrmodus die Wände abfahren lassen.

In Ecken kann der Medion-Roboter nicht reinigen und um Hindernisse, zum Beispiel ein Stuhlbein, reinigt er mit einem Abstand von sieben Zentimetern. Um einen Raum durchgehend zu reinigen, sollten Sie also die Stühle hochstellen.

Flache Erhöhungen wie Teppiche oder Schmutzfangläufer sind für den MD 18379 ein Hindernis und werden nicht überfahren. Anders als Staubsaugerroboter, hat dieser Wischroboter aus gutem Grund keine Kletterfunktion. Der Roboter fährt etwa auch nicht auf eine Kamin-Glasplatte. Außerdem können selbst Übergangsleisten, die zwei Fußbodenbereiche trennen, wie beispielsweise Parkett und Fliesen, unter Umständen nicht überfahren werden, auch wenn sie nur einige Millimeter hoch sind.

Im Handbuch nennt der Hersteller Leitungswasser zum Befüllen des Frischwassertanks. Es gibt jedoch »noch« keine explizite Warnung vor Reinigungszusätzen – noch nicht, denn Medion hat aufgrund zahlreicher Bedienerfehler und unnötiger Reklamationen die Anleitung überarbeitet und weist ab demnächst explizit auf die Nachteile von Putzmitteln hin.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Vergleich
iRobot Braava Jet M6 versus Medion MD 18379.

Medion liefert einen stabil gebauten, 3,6 Kilogramm schweren Roboter ab. Schmutz- und Frischwassertanks sitzen nicht etwa in einem Roboter-Korpus, sondern sind ein separater Teil des Gerätes.

Das Tankabteil wird einfach vom Roboter abgeklappt. So bleibt der fahrbare Korpus mit Antrieb, Akku und Steuereinheit übrig, während Sie sich beim Befüllen, Entleeren oder Reinigen ganz allein um die Tankeinheit kümmern können.

Der Medion MD 18379 ist der erste Roboter seiner Art in unserem Haushalt, der einen echten Zeitgewinn darstellt. Der Aufwand für die Bedienung (Befüllen, in Position bringen, Ladestation einsetzen) und Reinigung (Schmutzwasser ablassen, Tank & Rolle reinigen) des Gerätes hält sich in Grenzen und wir haben einen sichtbar sauberen Fußboden.

Das Reinigungsergebnis kann sich sehen lassen. Durch die Schmutzwasserabsaugung werden auch grobe Schmutzpartikel oder Flusen in den Tank befördert und bleiben nicht auf der Fläche. Schlieren zieht der Roboter keine, denn seine Antriebsräder befinden sich vor der Reinigungsrolle.

Sie müssen nicht zwangsläufig vor dem Wischroboter per Hand staubsaugen oder einen Staubsauger-Roboter fahren lassen. Schaden kann es allerdings nicht. Eine Vorreinigung verhindert, dass sich allzu viele Haare in der Reinigungsrolle aufwickeln.

Der Medion geht mit der rotierenden Reinigungsrolle und der Absaugung des Schmutzwassers einen ganz anderen Weg und der führt zu einem sauberen Fußboden – bei weniger Bedienungsaufwand.

Doch Vorsicht, der Medion MD 18379 hinterlässt einen feuchteren Boden, was bei sehr empfindlichen Belägen eventuell ein Problem sein könnte. Speziell bei Kehrtwendungen (U-Kurve) bleibt viel Restwasser auf der Fläche, auch wenn wir nicht von einer Pfütze sprechen würden. Gleiches gilt auch für tiefe Fliesenfugen, es bleiben punktuell kleine Wasserlachen stehen.

Laut Hersteller darf der Medion-Wischroboter nur mit Frischwasser befüllt werden, nicht aber mit destilliertem bzw. demineralisiertem Wasser oder gar mit Reinigungsmitteln. Der Grund hierfür ist technischer Natur: Die Wasserstandsensoren korrodieren bzw. erkennen die eingefüllte Flüssigkeit nicht mehr. Scharfe Reinigungsmittel sorgen für Korrosion und destilliertes oder demineralisiertes Wasser verringert den pH-Wert, weshalb die Sensoren dann »kein Wasser im Tank« mehr erkennen können.

Mit Putzmittel, destilliertem oder zu kalkreichem Wasser sollten Sie vorsichtig sein!

Damit es nach der Verwendung von Putzmittel nicht zu Korrosion kommt, hilft es, den Frischwassertank mit einem halben Teelöffel Speisesalz und Wasser zu befüllen, ihn gut zu schütteln, dann ruhen zu lassen, wieder zu schütteln und anschließend mit frischem Wasser nachzuspülen. Alternativ kann pH-neutrales Reinigungsmittel benutzt werden.

Der Wischroboter fährt nicht in seine Ladebasis ein, er muss in selbige gehoben werden. Das hat aber auch einen guten Grund: Die Basis hat erhöhte Ränder, damit kein Wasser auf dem Fußboden gelangt. Der MD 18379 ist mit 12 Zentimetern relativ hoch und kommt nicht unter alle Möbel.

Der Medion-Roboter ist im Betrieb deutlich hörbar, denn ein Gebläse saugt das Schmutzwasser ab. Die Lautstärke ist aber trotz allem immer noch vergleichsweise leise.

Stoffwalze und Gummilamelle des MD 18379 sollen mit der Hand gereinigt werden und dürfen nicht in die Waschmaschine. Hinzu kommt der regelmäßige Reinigungsaufwand für den Schmutzwassertank. Dafür legt der Hersteller einen Flaschenreiniger bei.

Außerdem getestet

Folgende Wischroboter können wir aufgrund von mehr oder minder starken Nachteilen nicht empfehlen. Entweder sind die Tanks zu klein, das Wischergebnis zu schlecht oder der Bedienungsaufwand zu groß.

Der Proscenic M6 Pro reinigt und wischt nicht nur zur selben Zeit, sein fortschrittliches Mapping mit Laser-Navigation erlaubt außerdem eine Reinigungsplanung für jeden einzelnen Raum.

Im Vergleich zu den vielen Roboter, die einfach nur ein feuchtes Tuch unter sich herziehen, ist seine Reinigungswirkung dank Y-Bewegung besser. Zudem lastet das hohe Gewicht des Roboters gleichmäßig auf dem Wischtuch. In der App können Sie Reinigungstermine und Räume definieren (5 Etagen oder Wohnungen!), aber auch die Wassermenge zum Wischen anpassen. Die Wisch-Pads sind wiederverwendbar.

Der Kombi-Roboter kann mit dem Solo-Staubtank (400 ml) Trockensaugen und mit dem Kombi-Tank saugen und wischen gleichzeitig. Dafür hat der dunkle Kombi-Tank 200 Milliliter Wasser an Bord, der Platz für Staub schrumpft hier deshalb auf 300 Milliliter.

Der Proscenic M6 PRO legt selbständig Karten an, wenn er in neuen Umgebungen fährt, und er legt in diesen Karten ebenso autark Räume fest, die Sie dann benennen können. Bei der Planung wählen Sie wiederum eine bestimmte Karte, z. B. das Erdgeschoss, und aktivieren einzelne Räume. So viel Planung bis ins Detail erlaubt nur noch der Testsieger.

Auch die Gründlichkeit und die Reinigungsleistung beim Wischen muss sich nicht verstecken. An den Braava Jet M6 oder den Medion MD 18379 kommt das Wischtuch nicht heran, doch dank Y-förmiger Bewegung und Robotergewicht auf der Wischunterlage ist die Wirkung passabel. Eingetrockneten Schmutz oder Klebriges kann der M6 PRO jedoch nicht beseitigen.

Die Reinigung erfolgt Raum für Raum in Bahnen. Die Wassermenge ist in der App in drei Stufen einstellbar. Aber nicht nur das. Wenn Sie es gründlich mögen, aktivieren Sie einfach die zweimalige Reinigung.

Ob Wischen oder Saugen, der Roboter setzt nach Unterbrechung seine Arbeit dort fort, wo er aufgehört hat. Proscenic M6 Pro kann bis zu 20 mm hohe Schwellen überwinden, das Wischtuch kommt einfach hinterher.

Positiv ist das einfache Abnehmen des Wischträgers: Der Roboter muss nicht angehoben oder gar auf den Kopf gelegt werden. Sie schieben den Träger auf den Boden liegend einfach von hinten ein. Das ist ein Vorteil, denn beim Anheben und Wenden des Gerätes kann Schmutz aus dem Tank rieseln, der Tank hat keine Rückschlagklappe.

62 Minuten lief der Proscenic M6 Pro in unserem Erdgeschoss und hat dabei 40 Quadratmeter gereinigt. Er packte dabei fast alle Schmutzpunkte, was einer Reinigungsquote von 81 Prozent entsprach. Die Lautstärke variiert dabei, je nach eingestellter Saugstärke.

Beim Saugwischen ist das Gerät auch im leisen Modus deutlich hörbar. Dabei rempelt der Roboter nur selten an die Möbel: Die Laser-Navigation arbeitet sehr exakt, weshalb der Roboter sauber auf Ein-Zentimeter-Distanz vom Gegenstand entlangfährt.

Erst den Saugroboter, dann den Wischroboter, das ist Ihnen zu viel Aufwand? Der ZACO A9s löst das Problem durch zwei Tanksysteme: Sie legen den Saugtank ein, wenn sie nur trocken aufsaugen möchten. Wenn Sie gleich nass wischen und saugen möchten, legen Sie den Kombi-Tank mit 300-Milliliter-Wasserfüllung ein,

Durch den doppelten Einsatz hat der Kombi-Tank nur ein kleines Volumen für Schmutz. Das genügt aber, um mal ein paar Haare, Sand oder Flusen einzufangen, bevor der nasse Wischlappen drüber geht. Der »Nur-Saugen-Tank« hat mit 600 Millilitern das größere Volumen und ist für die tägliche Grundreinigung besser geeignet.

Gut gelöst ist die Entleerung des Staubtanks, dieser ist vergleichsweise leicht zu entleeren, er muss einfach nur aufgeklappt werden. Durch die geringe Bauhöhe von nur 7,6 Zentimetern passt der ZACO A9s zudem unter fast jeden Schrank und jedes Bett.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Zaco A9s
ZACO A9s: oszillierender Wischmopp.

Eine Besonderheit des Roboters ist der oszillierende Wischmopp. Diese Vibration bringt etwas mehr mechanische Kraft auf die Fläche, wodurch das Ergebnis einen Tick besser ausfällt als bei Wischrobotern, die nur einen feuchten Lappen unter sich herziehen. Eine gründliche Fleckenreinigung sollten Sie sich davon aber nicht versprechen.

Nachteil der Kombination aus Wischen und Saugen: Als Saugroboter hat das Gerät rotierende Seitenbürsten und eine Bürstenwalze mit Lamellen. Diese bergen immer die Gefahr des Festfahrens an Schnüren, Kabeln oder Schnürsenkeln. Ist dann niemand zu Hause, bleibt das feuchte Wischtuch genau an Ort und Stelle liegen, was auf einem Holzfußboden Schäden verursachen kann.

In der App des Gerätes können Sie die Arbeitszeiten planen. Was der ZACO jedoch nicht kann, das ist ein fortschrittliches Mapping mit No-Go-Zonen und Raumplanung, dazu müssen Sie dann schon zur Konkurrenz greifen, diese Funktionen beherrscht. Die aufgezeichnete Reinigungskarte dient nur bei diesem Gerät nur als Report. Immerhin kann die Wasserabgabe auf das Wischtuch beeinflusst werden: Hier gibt es die Modi Sanft, Standard und Stark.

Nicht-Reinigen-Zonen können Sie demnach nur mit dem beigelegten Infrarot-Sender definieren. Der kleine Kasten legt eine unsichtbare Barriere fest, die vom Roboter nicht durchfahren wird.

Eine Fernbedienung ist im Lieferumfang enthalten. Das erleichtert die Bedienung, wenn Sie den Roboter einmal auf die Schnelle eine Punktreinigung erledigen lassen wollen.

Die Ladestation ist leider nicht ganz durchdacht, da sie zu leicht ist. Der Roboter schiebt sie gerne einmal an der Wand entlang, wodurch er sie dann bei der Heimkehr nicht mehr findet, etwa weil sie falsch herum steht. Dies könnte durch Festkleben verhindert werden.