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Der beste Wischroboter

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Wischroboter Test: Roboter
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 15 Wischroboter getestet. Der beste für die meisten ist der iRobot Braava Jet M6. Er reinigt ohne Unterbrechung mehrere große Räume von bis zu 50 Quadratmetern und das mit einer Akkuladung und einer Tankfüllung Frischwasser. Wir müssen nicht alle paar Minuten das Wasser nachfüllen, den Reinigungslappen erneuern oder das Gerät andauernd zur Ladestation tragen. Nach erledigter Arbeit fährt der Braava zurück zur Ladestation, von wo er zeitgesteuert demnächst wieder starten wird.

Update 9. Juli 2020

Wir haben Proscenic M6 PRO und Medion MD19510 ausprobiert. Proscenic begeistert durch Reinigungsplanung bis ins Detail, außerdem ist er gründlich. Medion hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, die Schwächen der zwei Vorgänger-Generationen haben Bestand.

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17. April 2020

Wir haben sechs weitere Roboter getestet. Der iRobot Braava Jet M6 überzeugt mit guter Reinigung und bester Planbarkeit und ist unser neuer Favorit. Der ZACO A9s kombiniert Wischen und Saugen, auf Wunsch in einem Arbeitsgang und bekommt eine neue Empfehlung.

15. November 2019

Wir haben uns einen weiteren Roboter angesehen. Der IKOHS Netbot S15 ist ein Nass-Trocken-Allrounder mit einer durchdachten Wischfunktion, aber leider inkonsistenter Gründlichkeit.

15. Mai 2019

Wir haben den Wischroboter Medion MD 18379 getestet und sind begeistert: Das Gerät überzeugte uns mit seiner langen Akku-Laufzeit, der sinnvollen Bedienung sowie der guten Reinigungsleistung und ist deshalb unser neuer Favorit.

Neben reinen Saugrobotern kommen immer mehr Geräte auf den Markt, die entweder zusätzlich eine Wischfunktion integriert haben oder sich ganz aufs Feuchtwischen spezialisiert haben. Wir haben 15 Modelle getestet.

Preislich liegen die getesteten Geräte zwischen 150 und 650 Euro und sind damit nicht gerade günstig. Die kleinen Roboter schlugen sich mehr oder minder passabel, so richtig gut waren aber nur unsere drei Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

iRobot Braava Jet M6

Test Wischroboter: iRobot Brava Jet M6
Der Braava reinigt gründlich, hat einen großen Wassertank und putzt dank Zeitsteuerung, Raumplanung und No-Go-Zonen weitgehend selbstständig.

Der iRobot Braava Jet M6 verbindet Reinigungstermine und selbstständiges Aufladen mit einem großen Wassertank und einer effektiven Wischbewegung. Er reinigt locker 1,5 Stunden lang. Der Braava kann das, was auch gute Saugroboter können: In einem Grundriss Ihrer Wohnräume legen Sie No-Go-Zonen und Räume an. Diese können dann zu den Reinigungsterminen unterschiedlich angefahren werden.

Der Braava Jet M6 kann nur Wischen, deshalb ist seine Lautstärke sehr gering. Weil er keine beweglichen Teile hat, sind Havarien an Kabeln etc. so gut wie ausgeschlossen. Vor dem Braava sollten Sie einen Staubsauger-Roboter reinigen lassen oder per Hand saugen.

Wischen & Saugen exakt geplant

Proscenic M6 PRO

Test Wischroboter: Proscenic M6 PRO
Wischen und Saugen zur gleichen Zeit, Räume gezielt anfahren, auch zeitgesteuert.

Der Proscenic M6 PRO reinigt und wischt nicht nur zur selben Zeit, nein, sein fortschrittliches Mapping mit Laser-Navigation erlaubt eine Reinigungsplanung für jeden einzelnen Raum. Das kann nur noch der Testsieger.

Im Vergleich zu den vielen Roboter, die einfach nur ein feuchtes Tuch unter sich herziehen, ist seine Reinigungswirkung dank Y-Bewegung besser. Zudem lastet das hohe Gewicht des Roboters gleichmäßig auf dem Wischtuch. In der App können Sie Reinigungstermine und Räume definieren, aber auch die Wassermenge zum Wischen anpassen. Die Wisch-Pads sind wiederverwendbar.

Sauberster Boden

Medion MD 18379

Wischroboter Test: Medion Md 18379
Vor allem für die Reinigung einer ganzen Etage ist der MD 18379 dank des großen Tanks und der langen Laufzeit super geeignet.

Der Medion MD 18379 reinigt ohne Unterbrechung einen großen Raum von fast 40 Quadratmetern. Die Reinigungsleistung ist die beste aller unserer Empfehlungen, denn er arbeitet mit einer rotierenden Wischmopp-Walze und er pumpt schmutziges Wasser in einen Schmutzwassertank.

Nach einer tollen Laufzeit von 87 Minuten ist das Schmutzwasser schwarz und das Reinigungsergebnis deutlich besser als bei den Konkurrenten, die den Dreck oft nur verteilen. Medion bringt einige clevere Navigationsmodi mit, wie die 25-Quadratmeter-Reinigung, bei der eine Fläche von 5 × 5 Metern gereinigt wird. Der Tank lässt sich einfach vom Roboter entkoppeln und befüllen bzw. entleeren. Was er nicht kann, das ist Zeitplanung, Mapping und Rückkehr zur Ladestation.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWischen & Saugen exakt geplantSauberster Boden
ModelliRobot Braava Jet M6Proscenic M6 PROMedion MD 18379ZACO A9sBlaupunkt Bluebot XBoostEufy RoboVac L70 HybridProscenic M7 ProZACO V5sProMedion MD19510Ecovacs Deebot Ozmo 610iRobot Braava 390tIkohs Netbot S15ZACO V80Ecovacs Deebot Ozmo Slim 10
Test Wischroboter: iRobot Brava Jet M6Test Wischroboter: Proscenic M6 PROWischroboter Test: Medion Md 18379Test Wischroboter: ZACO A9sWischroboter Test: Blaupunkt XboostTest Wischroboter: Eufy RoboVac L70 HybridTest Wischroboter: Proscenic M7 PROTest Wischroboter: ZACO V5sProTest Wischroboter: Medion MD19510Test Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610Test Staubsauger & Wisch-Roboter: iRobot Braava 390tWischroboter Test: Netbot S15 SaugroboterTest Staubsauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot Ozmo Slim 10
Pro
  • Sehr geringe Lautstärke
  • Sehr gründlich
  • Fortsetzungsmodus
  • Unterstützt Alexa und Google Assistant
  • Sehr gute Planung
  • Gezielte und gründliche Reinigung
  • Intelligentes Mapping
  • Simultan Saugen und Wischen
  • Bis 20 mm Hürden
  • Nur Saugen möglich
  • Große Wassertanks
  • Gutes Reinigungsergebnis
  • Leichtes Entleeren, Befüllen und Reinigen
  • Clevere Navigationsmodi
  • Starke Laufzeit von 87 Minuten
  • Großer Schmutztank
  • 7,6 cm flach
  • Fernbedienung mit Turbo-Taste
  • Saugt und wischt gleichzeitig
  • Brauchbare Reinigung durch Vibration
  • Einfache Tankentleerung
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Flache Bauform
  • Gute Gründlichkeit in der Fläche
  • Saugtank und Kombi-Tank
  • Kombi-Tank mit Wasser und Schmutz – kein Wechsel nötig
  • Mapping mit No-Go-Zonen
  • Wasserabgabemenge justierbar
  • Beim reinen Wischen sehr leise
  • Leichte Entleerung des Staubbehälters
  • Nur acht Zentimeter hoch
  • Deckt die ganze Etage ab
  • Sehr gründlich, auch in Fliesenfugen
  • Nur acht Zentimeter hoch
  • Deckt die ganze Etage ab
  • Sehr gründlich, auch in Fliesenfugen
  • Wischen: fährt nicht bis Akku leer
  • Fast lautlos Wischen
  • Starke Gründlichkeit, Saugt bis Akku leer ist
  • Findet zuverlässig seine Basis
  • Große Flächenleistung beim Wischen
  • Wischeinheit komplett entfernbar
  • Gründlicher beim Wischen als die Kombi-Geräte
  • Fast unhörbar leise
  • Wenig Störungen (keine Bürsten)
  • Entfernt Flusen trocken in den Tank
  • Komfortable Fernbedienung
  • Verbales Feedback
  • Hohe Reichweite durch 450 ml Tankvolumen
  • Starke Laufzeit von 70+ Minuten
  • Attraktiver Preis
  • Gründlich auf der ganzen Etage
  • Wischt sehr nass
  • Sehr flach
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Echte Wasserpumpe
  • Ohne Bürstenwalze, keine Verfilzungen oder aufgewickelten Haare
  • Wischeinheit komplett entfernbar
Contra
  • Lange Reinigungszeit bei Nass
  • Zubehör vglw. teuer
  • Reibedruck für trockene Flecken zu gering
  • Seltener Reifenspuren
  • Dunkelheit verlängert Arbeitszeit deutlich
  • Vergleichsweise lautes Wischsaugen (Gebläse auf min)
  • Wischen ohne Saugen nicht möglich (Bug in App)
  • Passt mit 9,4 cm nicht unter jedes Sofa, Laser Turm bleibt mitunter hängen
  • Manuell in die Ladestation setzen
  • Punktuell zu viel Restwasser auf der Fläche
  • Teilweise Probleme mit korrodierten Kontakten
  • Kurze Reinigungszeit, aber nicht gründlich
  • Basis zu leicht, wird verschoben
  • Mapping nur als Reporting
  • HEPA-Filter muss ausgeklappt werden
  • Wisch-Ergebnis schwach
  • Wassermenge nicht steuerbar
  • Verschiebt zu leichte Basis
  • Laut beim Wischen
  • Fliesenfugen nicht sauber
  • Wisch-Ergebnis schwach
  • Nur 450 ml Schmutztank
  • Bauhöhe mit Turm
  • Keine Zeitplanung mit Zonen
  • Deutsche Sprache war nicht einstellbar
  • Fugen unsauber, auch mit Turbo
  • Verteilt den Schmutz
  • Verteilt Schmutz
  • Fliesenfugen nicht sauber
  • Laser-Turm hängt gern an Schränken etc. fest
  • App-Einrichtung mangels WLAN gescheitert
  • Kleiner Schmutztank
  • Fummelige Entleerung
  • Nur einzelner Timer
  • Unbrauchbare Wischfunktion
  • Verliert Wischtank bei Hindernis
  • Kleiner Schmutztank
  • Fummelige Entleerung Staubtank
  • Nur einzelner Timer
  • Wenig brauchbare Wischfunktion, zieht oft Streifen
  • fährt auch mit Wischmob auf teppich
  • Erzeugt Wasserlache bei Blockade
  • Basis zu leicht, wird immer wieder verschoben, keine Kabelwickel, kleiner Kontaktpunkt
  • Teppich und Übergänge sind nicht seine Stärke
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
  • Kleiner Wassertank von nur 300 ml
  • Manuelles Einsetzen in Ladestation
  • Findet nicht alle Ecken
  • Winziger Wassertank, häufiges Nachfüllen
  • Etagenreinigung nur mit zusätzlichen NorthStar-Cubes
  • Inkonsistentes Reinigungsergebnis
  • Vergisst im Auto-Betrieb Räume
  • Basis zu leicht
  • Schwache App
  • Mühsame Entleerung
  • Saugen und Wischen in zwei Arbeitsschritten
  • Wischtuch drückt nicht gleichmäßig auf den Boden
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
  • Winzige Staubbox
  • Schmutz rieselt heraus, wenn zu voll
  • Nicht besonders stabil
  • Ungeeignet für Teppich
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
Bester Preis
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Was Sie über Wischroboter wissen sollten

Wischroboter sind meistens Saugroboter mit zusätzlicher Wischfunktion, es gibt aber auch Geräte, die nur wischen. Kombi-Geräte mit Wischfunktion haben zusätzlich zur Funktionalität des Saugroboters einen Wassertank und einen Wisch-Unterbau. Das ist letztlich nichts anderes als ein flaches Brett, an dem ein Putzlappen angebracht wird. Das Wasser strömt selbständig aus dem Tank aus oder wird über eine Pumpe tropfenweise auf auf den angebrachten Lappen gebracht.

Medion MD18379: durch diese Düsen gelangt das Frischwasser auf den Fußboden
Medion MD 18379: Durch die Düsen gelangt das Frischwasser auf den Fußboden.

Eine dritte Möglichkeit des Wasserauftrags sind Sprühdüsen. Sie spritzen alle paar Sekunden Wasser auf den Boden. Der iRobot Braava Jet M6 und der Medion MD18379 arbeiten so. Der nachfahrende Wischlappen verteilt es bzw. die Putzrolle nimmt es auf.

Der Tank von Wischrobotern ist meistens entnehmbar, damit man ihn am Waschbecken bequem nachfüllen kann. Nur selten ist er fest im Gerät eingebaut.

Medion MD18379: der Wischroboter besteht aus zwei Teilen, den Tanks und dem Roboter.
Medion MD 18379: Der Wischroboter besteht aus zwei Teilen – den Tanks und dem Roboter.

Wie gut ist das Wischergebnis?

Während die saugenden Kollegen Staub, Sand oder Haare aufnehmen, kümmern sich die Wischroboter um die Oberfläche: Durch ein feuchtes Wischen wird der letzte Rest Staub beseitigt und die Oberflächen bekommen einen schönen, sauberen Glanz.

 Saugroboter Test: Staubsaugerrobo Update112019 Ikohsnetbots15
Wischfunktion mit wenig Kraft: Die Unterbau-Wischplatten ziehen nur locker über die Fläche, hartnäckiger Schmutz wie dieser Fettfleck wird nicht beseitigt.

Mehr sollten Sie nicht erwarten: Fettige, klebrige oder gar trockene Flecken, die einweichen müssen, packt weder ein Kombi-Gerät noch ein spezialisierter Wischroboter wie der Braava 390t. Hier wird einfach mehr mechanische Kraft benötigt als ein 3 bis 4 Kilogramm schweres Gerät leisten könnte.

Medion bearbeitet mit seiner rotierenden Reinigungsrolle hartnäckigen Schmutz mechanisch, mangels Einweichzeit und punktueller Bearbeitung ist das Ergebnis aber auch hier nicht perfekt.

Medion MD18379: hinter der Reinigungsrolle zieht eine Wischlippe das Wasser ab
Medion MD 18379: Hinter der Reinigungsrolle zieht eine Wischlippe das Wasser ab.

Das bedeutet im Klartext, dass Sie für den täglichen Gebrauch einen Wischroboter fahren lassen können, für die Grundreinigung – bis in die Ecken und unter jeden Schrank – wird aber weiterhin Ihr Wischmopp zuständig sein.

Was ist mit Teppich?

Einige Wischroboter fahren auch über Teppich, andere streiken. Das hängt von der Konstruktion ab: Der Braava 390t liegt mit seinem ganzen Gewicht auf dem Putzlappen und schiebt sich so über Fliesen, Parkett oder Linoleum. Das trägt zur brauchbaren Reinigungswirkung bei.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
Auf Textil fährt der iRobot Braava 390t nicht weiter.

Textile Beläge, auch wenn sie flach sind, sind für ihn aber unüberwindliche Hindernisse. Der Roboter schiebt sich zwar erstmal auf den Teppich, macht aber kehrt, wenn er den zu hohen Widerstand des Untergrunds bemerkt. So reagiert auch der iRobot Braava Jet M6.

Kombi-Geräte, die saugen und wischen, können dagegen meistens über flache Bodenbeläge oder Räume mit Auslegware fahren. Das ist beim Eufy RoboVac L70 Hybrid, ZACO V5sPro, Blaupunkt Bluebot XBoost, ZACO A9s, Deebot Ozmo 610, Deebot Ozmo Slim 10ZACO V80 und beim Proscenic M6 PRO der Fall. Vor dem Kauf sollten Sie genau auf die Angaben zu den geeigneten Bodenbelägen achten.

Medion MD18379: flache Teppiche oder auch diese Kamin-Glasplatte sind Hindernisse und werden nicht überfahren
Medion MD 18379: Flache Teppiche oder auch diese Kamin-Glasplatte sind Hindernisse und werden nicht überfahren.

Verbrauchsmaterial, Wartung & Bodenschäden

Wischroboter reinigen mit Nasswisch-Mikrofasertüchern (iRobot Braava Jet M6) bzw. Reinigungsrollen (Medion MD18379), die Sie speziell für Ihr Modell kaufen müssen. Solche Mehrwegtücher bzw. -rollen können Sie mit der Hand oder in der Waschmaschine auswaschen und über viele Monate verwenden. Irgendwann ist aber Ersatz fällig, rechnen Sie mit 15-25 Euro jährlichen Kosten.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Vergleich
Vergleich: Wischmopp-Walze des Medion MD18379 neben einem Wisch-Pad des iRobot Braava Jet M6.

Hinzu kommt der Wechsel von Seitenbürsten, Walzenbürste und HEPA-Filter. Rechnen Sie mit mindestens einem Austausch pro Jahr.

Prüfen Sie am besten schon vor dem Kauf, welche Verbrauchskosten auf Sie zukommen.

Wie bei den einfachen Staubsaugerrobotern müssen Seiten- und Walzenbürste regelmäßig von eingedrehten Haaren und ähnlichem befreit werden. Den Wassertank sollten Sie alle drei Monate mit Essig oder einer speziellen Reinigungsflüssigkeit von innen reinigen.

Wischroboter haben einen Tank mit 120 bis 850 Milliliter Wasser. Das ist zu wenig, um die Wohnung zu überschwemmen.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Medionmd19510
Medion MD19510: Ärgerlich! Der Roboter arbeitet sich seit 15 Minuten an dieser Kante ab und pumpt unentwegt Wasser auf die Dielen.

Dennoch: In ungünstigen Fällen, etwa wenn sich die Seitenbürsten in einem dünnen Kabel verheddern, kann der Roboter mit dem nassen Wischtuch liegenbleiben. Dann nässt der Lappen stundenlang den Boden voll. Fliesen oder Kunststoffbelägen passiert dabei nichts, bei Holzdielen oder Echtholzparkett können Wasserflecken aber bleibende Schäden anrichten. Das ist auch der Fall, wenn der Roboter mit dem nassen Lappen in die Ladebucht einfährt oder nach der Arbeit auf einem Holzfußboden stehen bleibt.

Damit das von Anfang an ausgeschlossen ist, sollten Sie bei Robotern mit Wischfunktion die Ladebasis auf Fliesen oder einer wasserunempfindlichen Unterlage platzieren. Ist der Wischroboter aktiv, sollten Sie außerdem zeitnah wieder in der Wohnung sein, um ihn gegebenenfalls nach einer Störung zu befreien und den nassen Putzlappen zu entfernen.

Medion MD18379: fährt nicht in die Ladestation hinein, er muss manuell eingesetzt werden.
Der Medion MD 18379 fährt nicht in die Ladestation hinein, er muss manuell eingesetzt werden.

Wegen des Nässeproblems verzichten manche Hersteller auf programmierbare Arbeitszeiten. Die Roboter können dann nur manuell gestartet werden, so etwa bei Braava 390t und Medion MD 18379.

Viele andere können hingegen nach Zeitplan fahren und kehren dann zur Ladebasis zurück, etwa iRobot Braava Jet M6, Proscenic M6 PRO oder ZACO A9s.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns in mehreren Etappen 15 Wischroboter beschafft und einem Vergleichstest unterzogen. Die wichtigste Frage: Spricht die Kosten-Nutzen-Relation für den Roboter? Sind wir mit dem Wischmopp schneller, gründlicher und sauberer unterwegs?

Um diese Frage für jeden Roboter zu beantworten, haben wir uns eingehend mit den Geräten beschäftigt. Sprich: Wir haben sie in unserem Haushalt eingesetzt. Dabei haben wir uns selbst folgende Fragen beantwortet:

Wie viel Aufwand macht die Bedienung des Gerätes? Mit dem Wischmopp sind wir in unserem Erdgeschoss innerhalb einer halben Stunde fertig, inklusive Befüllen des Eimers und Wegräumen des Werkzeugs. Der Roboter braucht natürlich länger und ist dabei nicht so gründlich. Er kommt nicht in jede Ecke und er stellt auch nicht mal eben den Stuhl beiseite. Für eine Fahrt, die fast alles abdeckt, müssten Sie also alle Stühle hochstellen und den Fußboden ordentlich aufräumen. Das müssen Sie beim Wischmopp auch, aber eben nicht so konsequent. Der Wischroboter muss für seine Fahrt in Position gebracht und eben dort wieder eingesammelt werden – es sei denn, er fährt aus seiner Ladestation los.

Wieviele Programme gibt es und wie stelle ich diese ein? Roboter haben mehr oder minder viele Programme, die per Taste am Gerät, auf der Fernbedienung oder in der App ausgewählt werden. Gerätetasten und Fernbedienungen haben sich als praxistauglicher erwiesen, denn niemand hat Lust beim Putzen auf dem Smartphone herumzufummeln. Die Geräte sollten mindestens eine Punktreinigung, einen Flächenmodus und eine Rand- und Eckenfahrt bieten.

Wie oft muss Wasser nachgefüllt werden? Wischroboter haben teilweise winzige Frischwassertanks. Diese müssen, zumindest nach jeder Fahrt, nachgefüllt werden. Manche Geräte melden sich per Sprache, wenn der Tank leer ist.

Wieviel Zeit nimmt die Reinigung der Tanks bzw. der Wischtücher in Anspruch? Auch wenn nur Frischwasser eingefüllt wird, muss so ein Tank alle paar Monate mit Reinigungsmittel oder Essig gespült werden.

Gibt es einen Schmutzwassertank, sollte dieser jedesmal nach Arbeitsabschluss und außerdem alle zwei bis drei Wochen mit einem Reinigungsmittel gespült werden. Die Wischtücher können in der Regel mit der Hand durchgespült und teilweise in der Waschmaschine gewaschen werden.

Im Test mussten sich die Roboter auf Fliesen und auf Parkett beweisen. Die punktuelle Reinigung haben wir auf den Fliesen ausprobiert und dafür einmal Schokolade und einmal Quark auf den Fußboden geschmiert. Wir wollten wissen, wie gut die Roboter solche Schmutzstellen, die schon etwas eingetrocknet und fettig sind, beseitigen.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6

Testsieger: iRobot Braava Jet M6

Der iRobot Braava Jet M6 bringt endlich den Zeitplanungskomfort eines guten Staubsauger-Roboters in die Welt des feuchten Wischens. Er fährt auf seiner nässegeschützten Ladestation los und kehrt auch wieder zurück. Modernes Mapping mit Räumen und No-Go-Zonen ist ebenfalls an Bord. Schlussendlich gefällt auch das Wichtigste, die Reinigungsleistung. Sie wird durch Sprühen und Vor-Zurück-Bewegung erreicht.

Testsieger

iRobot Braava Jet M6

Test Wischroboter: iRobot Brava Jet M6
Der Braava reinigt gründlich, hat einen großen Wassertank und putzt dank Zeitsteuerung, Raumplanung und No-Go-Zonen weitgehend selbstständig.

Der iRobot Braava Jet M6 musste im Test auf Fliesen und Dielen fahren. Seine Reinigungskarte war das gesamte Erdgeschoss mit einer freien Fläche von knapp 60 Quadratmetern. Durch seine Bauhöhe von neun Zentimetern passt der Braava unter viele Schränke, Kommoden oder Betten.

Im schnellen Reinigungsmodus, also mit wenig Flüssigkeit und geringer Überlappung, reicht der Wassertank locker für 60 Quadratmeter. Im Maximalmodus ist nach 30 Quadratmetern Schluss. Wir empfehlen diesen Modus nicht für unversiegelte Holzfußböden, da manchmal doch etwas viel Wasser stehen bleibt. Pfützen haben wir jedoch nie feststellen können.

Im Lernmodus legt der Braava automatisch Karten an

Der Braava fährt im Auto-Modus sofort die gesamte Etage ab. Wir wollten uns eine Karte anlegen lassen und das funktioniert im Lernmodus durch mehrmaliges Reinigen aller angeschlossenen Räume. Auf der Karte schlägt der Braava Jet M6 dann Räume vor. Die können wir verändern, akzeptieren und benennen.

No-Go-Zonen sind der nächste Schritt. Wir definieren, dass der Roboter um Waldis Napf einen großen Bogen machen soll.

Interessant wird es dann bei der Planung. Zu jedem Reinigungstermin legen wir die passenden Räume fest. Täglich Küche und Flur, das Arbeitszimmer nur zweimal die Woche. Eine solche feingliederige Planung bietet kein anderer Wischroboter und auch bei den Saugrobotern beherrschen das nur wenige. Oft wird eine Karte des Operationsgebietes gezeichnet, doch sie dient nur als Bericht.

Der Braava spricht Deutsch

Der iRobot beherrscht den Fortsetzungsmodus, er kann also zwischendurch nachladen und dann weitermachen. Der Braava Jet M6 kommentiert alle Vorgänge verbal – und das mit einer deutschen Stimme.

Technisch bedingt ist ein weiterer Vorteil: Als reiner Wischroboter hat der Braava bis auf seine Räder keine beweglichen Teile. Das Hängenbleiben an Schnürsenkeln oder Kabeln dürfte selten sein.

Gelungen ist die Ladestation mit Kabelmanagement und die Grundplatte, damit der Wischroboter während des Ladevorgangs nicht mit nassem Tuch auf den Holzdielen steht.

Während des Reinigungsvorgangs ist der Braava Jet M6 sehr leise, die einzig hörbaren Geräusch stammen von den Antriebsrädern und der Sprühdüse.

iRobot setzt beim Braava Jet M6 auf Kameras zur Orientierung. In der Zukunft könnten damit bestimmte Objekte, wie Exkremente von Tieren, erkannt und umfahren werden. Heute hat die Kameranavigation aber den Nachteil, dass sie bei Dunkelheit kaum noch funktioniert.

Dunkelheit mag der M6 dann auch nicht. So wischt der Roboter eine Fläche bei Licht in 30 Minuten, bei völliger Dunkelheit braucht er fast 1,5 Stunden. Hinzu kommt die Angst potenzieller Käufer, ständig vom Roboter beobachtet zu werden.

Probleme bei Dunkelheit

Bei Licht arbeitet die Navigation vorbildlich. Der Braava Jet M6 findet sich gut im Raum zurecht, selten dreht er sich zur Orientierung im Kreis. Er fährt in überlappenden Bahnen, kleine Hindernisse wie Stuhlbeine umrundet der Roboter in geringem Abstand. An Kanten fährt er mit minimalem Abstand vorbei, es bleiben selten Staubränder zurück. Gelegentlich stößt er gegen Hindernisse.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6
iRobot Braava Jet M6: Vorne am Gerät befindet sich eine Spritzdüse (grauer Kreis).

Den Sprühvorgang macht er nur, wenn die Fläche vor ihm frei ist. Das Anspritzen kostbarer Echtholz-Möbelstücke ist damit so gut wie ausgeschlossen. Allerdings sprüht er dann auch nicht in Stuhlbein-Wäldern, weil er nicht ein gewisses Maß zurücksetzen kann. Vor jedem Sprühen setzt er einen halben Meter zurück.

Reinigungsmittel

iRobot legt eine Probe seiner eigenen Hartboden-Reinigungslösung bei. Die ist für Fliesen oder andere glatte, unempfindliche Beläge. Auf unseren Holzdielen fuhr der Braava nur mit Wasser mit einem Schuss Essig.

In der Anleitung schreibt der Hersteller, nur mit obiger Braava-Jet-Lösung (oder mit Wasser) könne der Roboter sicher betrieben werden. Man solle keine anderen Reinigungslösungen verwenden. Wir wissen nicht, ob man sich sklavisch daran halten muss.

Von anderen Herstellern wissen wir, dass entkalktes oder destilliertes Wasser verboten ist. Es geht dabei um metallische Kontakte, die korrodieren könnten, oder um Düsen, die verkalken oder chemisch angegriffen werden.

Im Karton finden wir neben dem Reinigungsmittel ein wiederverwendbares Feuchtwischtuch sowie zwei Einweg-Feuchtwischtücher. Hinzu kommen ein Tuch zur Trockenreinigung sowie zwei Einwegtücher für den gleichen Zweck.

Stabilität und Wertigkeit

Der kompakte Braava Jet M6 muss sich in Sachen Verarbeitung nicht verstecken. Das Chassis ist äußerlich ansprechend robust, das gilt auch für die Klappe mit dem Wassertank darunter. Der solide Tank tropft, das Wasser kann aber nichts beschädigen, denn die Mulde, in die er gesetzt wird, ist wie eine Wanne.

Mit dem Klappgriff wird der Tank mechanisch fixiert und der Wasseranschluss abgedichtet. Der Tank könnte also nicht einmal herausfallen, wenn das Gerät bei geöffnetem Deckel kopfüber steht.

An der Front befindet sich ein umlaufender Bumper, der mechanisch Hindernisse registriert. Die Hülle besteht aus einem matten, weißen Kunststoff. Die Stoßkante ist durch einen gummierten Randstreifen abgesetzt. Im Bumper integriert ist eine Düse, aus der der Roboter Wasser vor sich auf den Boden sprüht.

Reinigung und Komfort

Auf der Oberseite befinden sich drei Tasten für Spotcleaning, Start/Stopp und Rückkehr zur Basisstation. Mit diesen Tasten können Sie den Braava unabhängig von der App und der Zeitsteuerung verwenden.

Der Braava kann mit Einweg- oder mit Mehrweg-Wischlappen benutzt werden. Letztere können per Hand oder in der Maschine gewaschen werden. Alle Tücher haben einen Kunststoffträger, mit dem sie am Gerät befestigt werden. Dieser Träger wird wahrscheinlich keine zehn Maschinenwäschen aushalten, weshalb wir zur Handwäsche raten.

Positiv: Die Auswurftaste für die mechanisch befestigten Wischtücher an der Frontseite. Empfindliche Personen müssen Einwegtücher nicht anfassen, sie können direkt in den Mülleimer fallen.

Es ist sinnvoll, den Tank auch für das Trockenwischen zu füllen

Es gibt Trockentücher, einige davon liegen bereits im Karton. Die Maschine erkennt an einer Kodierung des Trägers, ob es sich um Trocken oder Nass handelt, und startet den entsprechenden Vorgang mit oder ohne Wasser.

Apropos Wasser: In den Tank passen 475 Milliliter. Es ist nützlich, diesen Tank immer gefüllt zu lassen, denn auch beim Trockenwischen liegt dann ein höheres Gewicht auf dem Tuch.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6
iRobot Braava Jet M6: Der Tank kann während der Reinigung nachgefüllt werden.

Mit seiner Bauhöhe von knapp neun Zentimetern passt Braava fast überall drunter. Teppiche werden erkannt und umfahren: Fest verlegte Auslegeware erkennt der Braava Jet M6 durch den plötzlich erhöhten Reibungswiederstand. Aufliegende Teppiche erkennt der niedrige Bumper als Hindernis.

Der iRobot kann freilich keine verkrusteten Speisereste oder schmierige Fettflecke entfernen, dazu reicht seine mechanische Kraft nicht aus. Außerdem erkennt er nicht, ob er sich gerade vor einem solchen Fleck befindet. Jeder Bereich des Raumes wir mit gleicher Intensität gereinigt.

Der Roboter fährt dabei erst zurück, dann sprüht er Wasser, dann fährt er wieder vor und nochmals zurück. Dann geht es wieder voran. Somit fährt der Braava systematisch viermal über jeden Bereich. Das ist mehr, als jeder kombinierte Wisch- und Saugroboter punktuell leistet. Loser Schmutz und Staub wird restlos beseitigt, alles strahlt in einem angenehm matten Glanz.

Reinigungsergebnis

Klar ist: Der Braava Jet M6 lässt sich Zeit. Unsere knapp 50 Quadratmeter werden in ein bis eineinhalb Stunden gereinigt. Der Braava fährt systematisch in Bahnen, doppeltes Reinigen wird vermieden.

Die Reinigungsleistung ist je nach gewählter Einstellung befriedigend bis gut, für einen Roboter sogar sehr gut.

Schritt 1: Grundreinigung mit Trockenwischtuch oder Staubsauger

Das elektrostatische Einweg-Trockenwischtuch sammelt Haare und Staub ein. Alternativ kann das im Lieferumfang enthaltene Mehrweg-Trockenwischtuch benutzt werden.

Wir empfehlen zur Vorarbeit allerdings einen zweiten Staubsauger-Roboter, der nimmt nämlich groben Schmutz und Haare auf. Die Arbeitszeiten der Roboter könnten aufeinander abgestimmt werden.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6
iRobot Braava Jet M6: Trocken und Nass-Wischtücher.

Schritt 2: Nassreinigung mit Mehrwegtuch

Das Nasswisch-Multifunktions-Pad reinigte mit klarem Wasser Vinylböden, Fliesen, Laminat oder Dielen. Das entfernt Staub, aber auch einfache eingetrocknete Kaffeeflecken.

Alternativ können Sie Putzmittel zum Wasser geben, wenn das mit ihrem Bodenbelag korrespondiert. Bei geölten Holzfußböden raten wir davon ab, chemische Putzmittel zu verwenden. Hier haben wir einfach etwas Essig in das Reinigungswasser gegeben.

Das Putzmittel ist kein Wundermittel

Das spezielle iRobot-Putzmittel ist kein Wundermittel, mit dem plötzlich Flecken beseitigt werden, die mit einfachem Wasser nicht zu beseitigen sind. Wir haben es ausprobiert, die Ergebnisse sind nicht wesentlich besser. Der mangelnde Reinigungsdruck, die fehlende Einwirkzeit aber auch das nicht erwärmte Wasser sind die Ursachen.

Das Putzmittel verhilft aber zu einem etwas besseren Glanz, gänzlich streifenfrei ist es allerdings auch dann nicht. Hier kommen dann auch manchmal Radspuren ins Spiel – weniger auf Holzfußböden und matten Fliesen, sondern eher auf Vinyl und glänzenden Fliesen.

Drei Putzmodi

Im Maximal-Modus fährt der iRobot stärker überlappende Bahnen und versprüht recht viel Flüssigkeit. Im schnellsten Modus ist die Überlappung weniger ausgeprägt und es wird deutlich weniger Flüssigkeit verbraucht.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Irobotbravajetm6 Drive
Der iRobot Braava Jet M6 fährt in überlappenden Bahnen. Als Hindernis gekennzeichnete No-Go-Zonen werden vermieden.

Flecken werden entfernt, das kann der Braava Jet M6 besser als die Hybridmodelle. Einfache Flecken, etwa von Kaffee, schafft der Roboter im ersten Durchlauf. Gleiches gilt für Matschflecken bei den Schuhen im Flur. Ein perfektes Ergebnis sollten Sie aber nicht erwarten, ein paar Stellen bleiben immer zurück.

Nutzen Sie bei hartnäckigen Schmutz die Spot-Funktion, dann reinigt der Braava den Bereich intensiver.

Größere Verunreinigungen oder schmierige Substanzen wie Senf oder Honig sollten Nutzer lieber gleich manuell entfernen. Der Roboter verteilt solche Substanzen sonst eher im Umkreis als dass er sie beseitigt.

Nachteile?

Der Reibedruck ist nach wie vor gering. Die Nasswisch-Wirkung ist besser als bei den Kombi-Modellen, an manuelles Wischen oder mechanisches Wischen mit der Rolle (Medion Wischroboter MD18379) kommt das Ergebnis aber nicht heran. Der Braava entfernt keine stark vertrockneten Flecken.

Roboter erkennen keine schmierigen Flecken. Manches, wie Zahnpasta oder Marmelade, wird eher verteilt als weggewischt. Reifenspuren bleiben mitunter sichtbar, denn der Roboter schiebt das Tuch vor sich her und fährt dann über die gereinigte Fläche.

Die lange Reinigungszeit von bis zu 1,5 Stunden für 40 bis 50 Quadratmeter könnte ein Nachteil sein, allerdings ist sie der Gründlichkeit geschuldet. Wenn es schneller gehen muss, kann in der App die Nasswisch-Einstellung verringert werden.

Das Zubehör ist vergleichsweise teuer. Wir empfehlen kompatible Nachbauten bei den Nasswischtüchern bzw. Trocken-Poliertüchern.

Bei Dunkelheit leidet die Kameranavigation spürbar: Die Reinigungszeit kann sich verdreifachen.

iRobot Braava Jet M6 im Testspiegel

Die Kollegen von der Stiftung Warentest (01/2020) vergaben nur ein »Befriedigend« und die Note 3,5 an den Braava. Dies lag jedoch nicht an Bedienung und Ergebnis, sondern an seinem Datensendeverhalten und einer fehlenden Kabelisolierung in der Ladestation.

»Wischt gut. Spritzt als einziger Wasser. Einfach bedienbar, mit praktischer App. Gelangt auch unter niedrige Möbel und zwischen enge Stuhlbeine. Sehr leise. Fazit: Der Teuerste im Test. Er verpasst wegen einer Sicherheitsschwäche das Qualitätsurteil Gut. […] Bei Xiaomi und iRobot sind die Schutzvorkehrungen nur einfach ausgeführt. Die Norm fordert hingegen einen zusätzlichen Schutz, etwa durch eine verstärkte oder doppelte Isolierung der Drähte. Da die zusätzliche Absicherung fehlt, lautet das Sicherheitsurteil für beide nur ausreichend.«

Stefan Schomberg von Techstage lobt die Reinigungsleistung und die Laufzeit, kritisiert aber die Kameranavigation bei Dunkelheit und die generelle Langsamkeit.

»Aber die Wischleistung beim M6 geht tatsächlich über reines Staubwischen hinaus und ist teils deutlich besser. […] Bei Dunkelheit leidet die Navigationsfähigkeit spürbar, die Reinigungszeit des eh schon nicht übermäßig schnellen Roboters sinkt dramatisch.«

Gernot Kramper von Stern lobt die Navigation und die Präzision des Braava. Er kritisiert jedoch die alle zwei bis drei Tage nötige Wartung.

»Die Größe des Tanks und das sich mit Schmutz zusetzende Vlies des M6 machen es dagegen nötig, jeden zweiten oder dritten Tag einen kleinen Service durchzuführen. Dann wird der Tank aufgefüllt und das Vlies gewechselt beziehungsweise ausgespült. Das ist eine schleimige Angelegenheit, bei der auch Hartgesottene Gummihandschuhe überziehen.«

Rian Voss von CHIP lobt die geringe Lautstärke des Braava. Der Redakteur ist aber nicht in Gänze überzeugt, dass ein teurer Wischroboter wie der Braava sein Geld wert ist.

»Beim Fahren nimmt man ihn kaum wahr, nur die regelmäßigen Pumpengeräusche könnten stören – wir blendeten die Geräusche nach einer Weile automatisch aus. Wir denken, dass der Roboter auch arbeiten kann, wenn jemand zuhause ist. […] sie benötigen aber auch mehr Pflegeaufwand und die Nasswischleistung hat uns sowohl beim günstigen als auch beim teuren Modell eher enttäuscht. Diese Geräte sind nur sinnvoll, wenn sie viele Möbel haben, unter denen Sie sonst selten wischen, oder die Roboter mehrmals pro Woche zum Einsatz kommen. Sie müssen sie aber auch nach jedem Einsatz händisch reinigen.«

Mariella Wendel von Home & Smart hat einen ausführlichen Test mit zig Schmutz- und Fleckenvarianten durchgeführt. Sie ist mit der Reinigung nicht durchweg zufrieden, vergibt am Ende aber ein positives Urteil.

»Auch an stark zuckerhaltigen, klebrigen oder vertrockneten Flecken scheitert der Wischroboter. […] Eingetrockneten Kaffee beseitigte er dagegen überraschenderweise rückstandslos. […] Bei der routinemäßigen Wischreinigung und frischen Flecken überzeugte iRobot Braava im Test und ist damit der beste Wischroboter, den wir bislang in der Redaktion getestet haben (Stand: 03/2020). Das verdankt der Roboter nicht zuletzt seiner intelligenten Sprühfunktion.«

Sollten wir weitere Tests des iRobot Braava Jet M6 finden, so tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Auch wenn der iRobot Braava Jet M6 in unserem Test am besten abgeschnitten hat: Sein Preis passt nicht zu jedem Budget. Wir können zwei weitere Wischroboter empfehlen, die deutlich günstiger sind: den Medion MD 18379 und den Proscenic M6 PRO. Beide haben ihre Stärken. Der Medion macht sogar besser sauber als der Braava Jet M6.

Wischen & Saugen exakt geplant

Proscenic M6 PRO

Test Wischroboter: Proscenic M6 PRO
Wischen und Saugen zur gleichen Zeit, Räume gezielt anfahren, auch zeitgesteuert.

Beim Proscenic M6 PRO gibt es wenig zu meckern. Der Kombi-Roboter kann mit dem Solo-Staubtank (400 ml) Trockensaugen und mit dem Kombi-Tank Saugen und Wischen gleichzeitig. Dafür hat der dunkle Kombi-Tank 200 Milliliter Wasser an Bord, der Platz für Staub schrumpft hier deshalb auf 300 Milliliter.

Das Highlight dieses Roboters ist die gezielte, planmäßige Reinigung bestimmter Räume in der Etage. Bis zu fünf Maps kann der Roboter verarbeiten, das heißt, er erkennt 5 Etagen oder Wohnungen wieder und erfüllt dort die gestellte Reinigungsaufgabe. Die könnte etwa heißen, Mittwoch, 9:00 Uhr Flur mit viel Wasser wischen.

Der Proscenic M6 PRO legt selbständig Karten an, wenn er in neuen Umgebungen fährt und er legt in diesen Karten ebenso autark Räume fest, die Sie dann benennen können. Bei der Planung wählen Sie wiederum eine bestimmte Karte, z. B. das Erdgeschoss, und aktivieren einzelne Räume. So viel Planung bis ins Detail erlaubt nur noch der Testsieger.

Auch die Gründlichkeit und die Reinigungsleistung beim Wischen muss sich nicht verstecken. An den Braava Jet M6 oder den Medion MD 18379 kommt das Wischtuch nicht heran, doch dank Y-förmiger Bewegung und Robotergewicht auf der Wischunterlage ist die Wirkung passabel. Eingetrockneten Schmutz oder Klebriges kann der M6 PRO jedoch nicht beseitigen.

Die Reinigung erfolgt Raum für Raum in Bahnen. Die Wassermenge ist in der App in drei Stufen einstellbar. Aber nicht nur das. Wenn Sie es gründlich mögen, dann aktivieren Sie einfach die zweimalige Reinigung.

Ob Wischen oder Saugen, der Roboter setzt nach Unterbrechung seine Arbeit dort fort, wo er aufgehört hat. Proscenic M6 PRO kann bis zu 20 mm hohe Schwellen überwinden, das Wischtuch kommt einfach hinterher.

Positiv ist das einfache Abnehmen des Wischträgers: Der Roboter muss nicht angehoben oder gar auf den Kopf gelegt werden. Sie schieben den Träger auf den Boden liegend einfach von hinten ein. Das ist ein Vorteil, denn beim Anheben und Wenden des Gerätes kann Schmutz aus dem Tank rieseln, der Tank hat keine Rückschlagklappe.

Besonders einfach wird das Staubfach des Kombi-Tanks in 3 Schritten entleert: rausnehmen, Filter abnehmen, Ausschütten. Hier wird also durch die Filteröffnung entleert. Der Solo-Staubtank hingegen wird aufgeklappt, da kommt ein Schritt hinzu.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Proscenicm6pro
Proscenic M6 Pro: Kombi-Tank und Wischaufsatz

Die schwere Basis wird nur selten vom Roboter verschoben. Sie hat große Ladekontakte, weshalb das manuelle Abstellen des Roboters immer sofort die Kontakte findet. Die Ladebasis hat Kabelwickel und rutschhemmende Füße.

62 Minuten lief der Proscenic M6 PRO in unserem Erdgeschoss und hat dabei 40 m² gereinigt. Er packte dabei fast alle Schmutzpunkte, was einer Reinigungsquote von 81% entsprach. Die Lautstärke variiert dabei, je nach eingestellter Saugstärke.

Der Proscenic hat keine feuchtigkeitsresistente Grundplatte. Sie sollten den Roboter mit dem Kombi-Tank also unbedingt auf Fliesen abstellen. Das Gerät fährt nach dem Einsatz wieder zum Aufladen zurück und bleibt dann mit dem feuchten Wischtuch stehen.

Auf Grund eines Bugs in der App konnte der Proscenic M6 PRO nicht Wischen ohne zu saugen. Wir hätten ihn gern einmal lautlos erlebt. Beim Saugwischen ist das Gerät auch im leisen Modus deutlich hörbar. Dabei rempelt der Roboter nur selten an die Möbel: Die Laser-Navigation arbeitet sehr exakt, weshalb der Roboter sauber auf Ein-Zentimeter-Distanz vom Gegenstand entlangfährt.

So schön die bedächtige Fahrweise auch ist, der Proscenic passt mit 9,4 cm Höhe nicht unter jedes Sofa. Der Laser Turm bleibt an niedrigen Schränken mitunter hängen. Außerdem werden keine Hindernisse erkannt, die sich nur wenige Millimeter über ihm befinden.

Sauberster Boden

Medion MD 18379

Wischroboter Test: Medion Md 18379
Vor allem für die Reinigung einer ganzen Etage ist der MD 18379 dank des großen Tanks und der langen Laufzeit super geeignet.

Der Medion MD 18379 macht vieles richtig, am Schluss ist es aber der mangelnde Komfort, warum er den Platz als Testsieger abgeben musste. Zum ersten Mal erlebten wir mit diesem Gerät einen tatsächlichen Nutzen durch einen Wischroboter: Durch das Prinzip der rotierenden Bürste mit Absaugung des Schmutzwassers ist das Reinigungsergebnis deutlich besser als bei der Konkurrenz, die den Schmutz oft nur verteilt. Er reinigt ohne Unterbrechung einen großen Raum von bis zu 40 Quadratmetern und das mit nur einer Akkuladung und einer Tankfüllung Frischwasser.

Medion MD18379: die Reinigungsrolle muss regelmäßig von aufgewickelt Haaren befreit und gereinigt werden
Medion MD 18379: Die Reinigungsrolle muss regelmäßig von aufgewickelten Haaren befreit und gereinigt werden.

Die Bedienung ist simpel, es gibt keine App und keine Zeitplanung. Am Gerät oder alternativ auf der Fernbedienung wählen Sie zwischen Punktreinigung (80 × 80 Zentimeter im Quadrat), Flächenmodus (5 x 5 Meter im Rechteck), Wand- oder Automatikreinigung. Letzteres haben wir am häufigsten eingesetzt, bei diesem Modus werden auch angrenzende Räume befahren.

Im Automatik-Modus fährt der Roboter zuerst sechs Meter geradeaus, um dann nach rechts in Bahnen den ganzen Raum abzuarbeiten. Sobald der Roboter sich fünf Meter nach rechts bewegt hat, kommt er zurück zur Ausgangsposition und versucht sich an Fahrten nach links. Auf diese Weise kann der Medion MD 18379, wenn Sie ihn in der Mitte des Raumes aufstellen, den kompletten Raum und gegebenenfalls angrenzende Nachbarräume abarbeiten.

Bei der punktuellen Reinigung wird ein Quadrat von 80 × 80 Zentimetern etwa 60 Sekunden lang gereinigt. Beim Flächenmodus (für 25 Quadratmeter) reinigt der Medion ein Quadrat von 5 × 5 Metern, das sich vor dem Roboter befindet. In angrenzende Räume wird eingefahren und sie werden im Rahmen dieser Flächenbegrenzung gereinigt. Hat der Roboter seine Arbeit getan, dann fährt er zur Ausgangsposition zurück.

Eine Neuheit: Medion spricht! Der MD 18379 kommuniziert mit einer weiblichen Stimme in Englisch, etwa »please check dirty water tank« oder »cleaning starts soon.« Das ist nützlich, weil wir keine Anzeige studieren müssen, um zu erfahren, welches Problem der Roboter hat oder welchen Status er jetzt erreicht hat. Der Hersteller erhöht den Komfort zusätzlich mit der mitgelieferten Fernbedienung. Sie bietet die genannten Fahrtmodi sowie eine manuelle Steuerung über Richtungstasten.

Wir haben den Medion-Wischroboter mehrere Wochen im eigenen Heim getestet. Am häufigsten haben wir den Automatik-Modus gefahren, das erschien uns für eine Wohnküche mit angrenzendem Flur und Arbeitszimmer am effizientesten. Wiederholt schaffte der Roboter eine grandiose Laufzeit von 87 Minuten. Oftmals haben wir ihn innerhalb dieser Zeit zu mehreren Reinigungsaufträgen losgeschickt.

Weil der Schmutzwassertank etwas größer ist als der des Klarwassers und weil Frischwasser immer auf der Fläche bleibt, werden Sie typischerweise das Frischwasser eher auffüllen müssen. Den Schmutzwassertank müssen Sie eigentlich erst entleeren, wenn der Medion MD 18379 die kompletten 87 Minuten abgefahren hat.

Ganz gleich, ob Flächen- oder den Automatikmodus: Ränder und Ecken kommen zu kurz. Für eine gründliche Reinigung müssen Sie also nach der Fläche auch mit dem entsprechenden Fahrmodus die Wände abfahren lassen.

In Ecken kann der Medion-Roboter nicht reinigen und um Hindernisse, zum Beispiel ein Stuhlbein, reinigt er mit einem Abstand von sieben Zentimetern. Um einen Raum durchgehend zu reinigen, sollten Sie also die Stühle hochstellen.

Flache Erhöhungen wie Teppiche oder Schmutzfangläufer sind für den MD 18379 ein Hindernis und werden nicht überfahren. Anders als Staubsaugerroboter, hat dieser Wischroboter aus gutem Grund keine Kletterfunktion. Der Roboter fährt etwa auch nicht auf eine Kamin-Glasplatte. Außerdem können selbst Übergangsleisten, die zwei Fußbodenbereiche trennen, wie beispielsweise Parkett und Fliesen, unter Umständen nicht überfahren werden, auch wenn sie nur einige Millimeter hoch sind.

Im Handbuch nennt der Hersteller Leitungswasser zum Befüllen des Frischwassertanks. Es gibt jedoch »noch« keine explizite Warnung vor Reinigungszusätzen – noch nicht, denn Medion hat aufgrund zahlreicher Bedienerfehler und unnötiger Reklamationen die Anleitung überarbeitet und weist ab demnächst explizit auf die Nachteile von Putzmitteln hin.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Vergleich
iRobot Braava Jet M6 versus Medion MD 18379.

Medion liefert einen stabil gebauten, 3,6 Kilogramm schweren Roboter ab. Schmutz- und Frischwassertanks sitzen nicht etwa in einem Roboter-Korpus, sondern sind ein separater Teil des Gerätes.

Das Tankabteil wird einfach vom Roboter abgeklappt. So bleibt der fahrbare Korpus mit Antrieb, Akku und Steuereinheit übrig, während Sie sich beim Befüllen, Entleeren oder Reinigen ganz allein um die Tankeinheit kümmern können.

Der Medion MD 18379 ist der erste Roboter seiner Art in unserem Haushalt, der einen echten Zeitgewinn darstellt. Der Aufwand für die Bedienung (Befüllen, in Position bringen, Ladestation einsetzen) und Reinigung (Schmutzwasser ablassen, Tank & Rolle reinigen) des Gerätes hält sich in Grenzen und wir haben einen sichtbar sauberen Fußboden.

Das Reinigungsergebnis kann sich sehen lassen. Durch die Schmutzwasserabsaugung werden auch grobe Schmutzpartikel oder Flusen in den Tank befördert und bleiben nicht auf der Fläche. Schlieren zieht der Roboter keine, denn seine Antriebsräder befinden sich vor der Reinigungsrolle.

Sie müssen nicht zwangsläufig vor dem Wischroboter per Hand staubsaugen oder einen Staubsauger-Roboter fahren lassen. Schaden kann es allerdings nicht. Eine Vorreinigung verhindert, dass sich allzu viele Haare in der Reinigungsrolle aufwickeln.

Der Medion geht mit der rotierenden Reinigungsrolle und der Absaugung des Schmutzwassers einen ganz anderen Weg und der führt zu einem sauberen Fußboden – bei weniger Bedienungsaufwand.

Doch Vorsicht, der Medion MD 18379 hinterlässt einen feuchteren Boden, was bei sehr empfindlichen Belägen eventuell ein Problem sein könnte. Speziell bei Kehrtwendungen (U-Kurve) bleibt viel Restwasser auf der Fläche, auch wenn wir nicht von einer Pfütze sprechen würden. Gleiches gilt auch für tiefe Fliesenfugen, es bleiben punktuell kleine Wasserlachen stehen.

Laut Hersteller darf der Medion-Wischroboter nur mit Frischwasser befüllt werden, nicht aber mit destilliertem bzw. demineralisiertem Wasser oder gar mit Reinigungsmitteln. Der Grund hierfür ist technischer Natur: Die Wasserstandsensoren korrodieren bzw. erkennen die eingefüllte Flüssigkeit nicht mehr. Scharfe Reinigungsmittel sorgen für Korrosion und destilliertes oder demineralisiertes Wasser verringert den pH-Wert, weshalb die Sensoren dann »kein Wasser im Tank« mehr erkennen können.

Mit Putzmittel, destilliertem oder zu kalkreichem Wasser sollten Sie vorsichtig sein!

Damit es nach der Verwendung von Putzmittel nicht zu Korrosion kommt, hilft es, den Frischwassertank mit einem halben Teelöffel Speisesalz und Wasser zu befüllen, ihn gut zu schütteln, dann ruhen zu lassen, wieder zu schütteln und anschließend mit frischem Wasser nachzuspülen. Alternativ kann pH-neutrales Reinigungsmittel benutzt werden.

Der Wischroboter fährt nicht in seine Ladebasis ein, er muss in selbige gehoben werden. Das hat aber auch einen guten Grund: Die Basis hat erhöhte Ränder, damit kein Wasser auf dem Fußboden gelangt. Der MD 18379 ist mit 12 Zentimetern relativ hoch und kommt nicht unter alle Möbel.

Der Medion-Roboter ist im Betrieb deutlich hörbar, denn ein Gebläse saugt das Schmutzwasser ab. Die Lautstärke ist aber trotz allem immer noch vergleichsweise leise.

Stoffwalze und Gummilamelle des MD 18379 sollen mit der Hand gereinigt werden und dürfen nicht in die Waschmaschine. Hinzu kommt der regelmäßige Reinigungsaufwand für den Schmutzwassertank. Dafür legt der Hersteller einen Flaschenreiniger bei.

Außerdem getestet

Folgende Wischroboter können wir aufgrund von mehr oder minder starken Nachteilen nicht empfehlen. Entweder sind die Tanks zu klein, das Wischergebnis zu schlecht oder der Bedienungsaufwand zu groß.

Der Medion MD19510 kombiniert Wischen und Saugen im Wechselmodell: Mit dem blauen Wassertank (300 ml) arbeitet die Pumpe und das Gebläse verstummt. Mit dem durchsichtigen Staubtank (300 ml) arbeitet das Gebläse. Im Test war der wischenden Medion 100 Minuten unterwegs. Zuerst wurden die Ränder und dann die Flächen in Bahnen bearbeitet.

Technisch ist der Wischmob simpel gelöst, der Roboter zieht eine Trägerplatte unter sich her. Weil er sein Gewicht nicht darauflegt, zieht der Wischlappen oft Streifen.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update Medionmd19510
Medion MD19510: Ärgerlich! Der Roboter arbeitet sich seit 15 Minuten an dieser Kante ab und pumpt unentwegt Wasser auf die Dielen.

Leider bemerkt der Roboter einen fehlenden Wischmob nicht und pumpt weiterhin lustig Wasser aufs Parket. Richtig ärgerlich wurde es, als der Medion MD19510 an einer Rampe stecken blieb und seine Räder in der Luft unentwegt weiterdrehten. Er pumpte dabei weiter fröhlich Wasser aufs Parket, so dass eine Pfütze entstand. Solche Fehler dürfen einem Wischroboter nicht passieren.

Die Basis ist nach wie vor zu leicht, sie wird immer wieder verschoben, hat keine Kabelwicklung und einen zu kleinen Kontaktpunkt. Beim manuellen Zurückstellen des Roboters findet es häufig nicht den Kontakt.

Das Gerät ist nur 8 Zentimeter hoch und passt damit unter viele Möbel. Insgesamt gibt der Medion MD19510 einen sehr gründlichen und ausdauernden Saugroboter ab (81 %, 132 Minuten) dem es aber an Komfort mangelt. Nach wie vor muss der Grobfilter aus dem Schmutztank gefummelt werden, das Ausklopfen des winzigen HEPA-Filters ist mühsam.

Erst den Saugroboter, dann den Wischroboter, das ist Ihnen zu viel Aufwand? Der ZACO A9s löst das Problem durch zwei Tanksysteme: Sie legen den Saugtank ein, wenn sie nur trocken aufsaugen möchten. Wenn Sie gleich nass wischen und saugen möchten, legen Sie den Kombi-Tank mit 300-Milliliter-Wasserfüllung ein,

Durch den doppelten Einsatz hat der Kombi-Tank nur ein kleines Volumen für Schmutz. Das genügt aber, um mal ein paar Haare, Sand oder Flusen einzufangen, bevor der nasse Wischlappen drüber geht. Der »Nur-Saugen-Tank« hat mit 600 Millilitern das größere Volumen und ist für die tägliche Grundreinigung besser geeignet.

Gut gelöst ist die Entleerung des Staubtanks, dieser ist vergleichsweise leicht zu entleeren, er muss einfach nur aufgeklappt werden. Durch die geringe Bauhöhe von nur 7,6 Zentimetern passt der ZACO A9s zudem unter fast jeden Schrank und jedes Bett.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032020 Zaco A9s
ZACO A9s: oszillierender Wischmopp.

Eine Besonderheit des Roboters ist der oszillierende Wischmopp. Diese Vibration bringt etwas mehr mechanische Kraft auf die Fläche, wodurch das Ergebnis einen Tick besser ausfällt als bei Wischrobotern, die nur einen feuchten Lappen unter sich herziehen. Eine gründliche Fleckenreinigung sollten Sie sich davon aber nicht versprechen.

Nachteil der Kombination aus Wischen und Saugen: Als Saugroboter hat das Gerät rotierende Seitenbürsten und eine Bürstenwalze mit Lamellen. Diese bergen immer die Gefahr des Festfahrens an Schnüren, Kabeln oder Schnürsenkeln. Ist dann niemand zu Hause, bleibt das feuchte Wischtuch genau an Ort und Stelle liegen, was auf einem Holzfußboden Schäden verursachen kann.

In der App des Gerätes können Sie die Arbeitszeiten planen. Was der ZACO jedoch nicht kann, das ist ein fortschrittliches Mapping mit No-Go-Zonen und Raumplanung, dazu müssen Sie dann schon zur Konkurrenz greifen, diese Funktionen beherrscht zum Beispiel unsere Empfehlung, der Proscenic M6 PRO. Die aufgezeichnete Reinigungskarte dient nur bei diesem Gerät nur als Report. Immerhin kann die Wasserabgabe auf das Wischtuch beeinflusst werden: Hier gibt es die Modi Sanft, Standard und Stark.

Nicht-Reinigen-Zonen können Sie demnach nur mit dem beigelegten Infrarot-Sender definieren. Der kleine Kasten legt eine unsichtbare Barriere fest, die vom Roboter nicht durchfahren wird.

Eine Fernbedienung ist im Lieferumfang enthalten. Das erleichtert die Bedienung, wenn Sie den Roboter einmal auf die Schnelle eine Punktreinigung erledigen lassen wollen.

Die Ladestation ist leider nicht ganz durchdacht, da sie zu leicht ist. Der Roboter schiebt sie gerne einmal an der Wand entlang, wodurch er sie dann bei der Heimkehr nicht mehr findet, etwa weil sie falsch herum steht. Dies könnte durch Festkleben verhindert werden.

Der größte Nachteil des Kombi-Roboters ist seine mangelnde Gründlichkeit beim Saugen. Er schafft die Etage von 50 Quadratmetern zwar ruckzuck in 34 Minuten, doch dabei vergisst er zahlreiche Schmutzpunkte und in vielen Fliesenfugen bleibt Schmutz liegen. Dieser Manko kann ausgeglichen werden, wenn man den Roboter häufiger über diese Stellen fahren lässt. Das Problem mit den Fliesenfugen besteht selbst noch im Max-Mode, also mit maximaler Saugleistung.

Gut gefällt uns, dass die Kombi-Walze durch die mitgelieferte Gummi-Lamellenwalze ausgetauscht werden kann. Dieser eignet sich beim Einsatz auf vornehmlich textilen Bodenbelägen.

Damit ist die ZACO A9s eine vielseitige Maschine, die aber viele Kompromisse eingeht. Unserer Meinung nach zu viele Kompromisse, weshalb wir zur Proscenic M6 PRO raten.