WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Avm Fritzrepeater 2400
test
Letztes Update: 24.2.2021

Der beste WLAN-Repeater

Wenn zuhause der WLAN-Empfang schwächelt, muss das Funknetz verstärkt werden. Am schnellsten und einfachsten geht das mit einem WLAN-Repeater. Der beste für die meisten ist der FritzRepeater 1200: Er ist klein und schnell, hat modernste Netzwerktechnik an Bord und kostet nicht viel – was will man mehr?

Michael Seemann
interessiert sich für alle Geräte, die man in seinem Heimnetz sinnvoll einsetzen kann. Geweckt wurde sein spezielles Interesse für die Heimvernetzung schon 2004, als er die erste Fritzbox mit integrierter Internettelefonie zu Gesicht bekam. Michael schreibt und testet unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PCgo und Connect.
Letztes Update: 24. Februar 2021

Wir haben drei weitere WLAN-Repeater getestet. Zwei neue Empfehlungen für Wifi 6 sind der TP-Link RE505X und Netgear EAX20. Der AVM FritzRepeater 3000 ist nun nicht mehr bei den Top-Empfehlungen dabei.

5. Februar 2021

Wir haben sieben weitere Repeater getestet. Neue Empfehlungen sind der Devolo WiFi Repeater+ ac und der TP-Link RE300. Der AVM FritzWLAN Repeater 1750E ist nicht mehr erhältlich und fällt daher aus den Alternativen heraus.

1. November 2019

Wir haben drei neue Repeater von AVM getestet, den FritzRepeater 1200, den FritzRepeater 2400 und den FritzRepeater 3000. Alle drei sind neue Empfehlungen.

26. Februar 2019

AVM hat bekannt gegeben, dass der FRITZ!Repeater 3000 ab sofort im Handel erhältlich ist. Der Mesh-Repeater hat drei Funkeinheiten für 2,4 GHz, 5,0 GHz und ein weiteres 5,0 GHz-Band für die Kommunikation mit dem Router. Darüber hinaus beherrscht er die WLAN-Technologien Band Steering und AP Steering. Zur Anbindung von Kabelgeräten verfügt er außerdem über zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse.

Weitere Updates

Wer bei sich zu Hause überall guten WLAN-Empfang hat, darf sich glücklich schätzen. Denn in vielen Haushalten reicht das WLAN des Routers meist nicht in alle Räume oder Bereiche, in denen man die drahtlose Online-Anbindung gerne nutzen möchte. Ein (zu) schwaches Funksignal wird dann zum Problem, wenn das Webradio in der Küche immer wieder aussetzt oder der Online-Live-Stream ständig in die schlechtere Auflösung wechselt. Nervig! Damit das nicht mehr passiert, muss eine Lösung her.

Abhilfe kann ein WLAN-Repeater schaffen – oder, wenn eine größere Fläche abgedeckt werden soll, ein WLAN-Mesh-System, bei dem mehrere »Repeater« bzw. Access Points zum Einsatz kommen.

Ein Repeater verstärkt das WLAN-Funksignal des Routers. Dabei empfängt der WLAN-Repeater seine Daten wie ein normaler WLAN-Client drahtlos vom Router und spannt gleichzeitig ein eigenes WLAN auf, in das er die Daten weitersendet. Auf diese Weise erhalten Clients, die für eine direkte Verbindung zum Router zu weit entfernt sind (oder durch Hindernisse blockiert werden), einen indirekten Zugriff über den WLAN-Repeater zum Router.

In der Regel verbindet man den Repeater dabei per Kopfdruck (WPS) mit dem WLAN des vorhandenen Routers. Gleichzeitig verwendet der Repeater diese Zugangsdaten, um ein identisches WLAN für die entfernten Clients aufzuspannen. Der Vorteil: Die Clients können sich nahtlos mit dem Repeater-WLAN verbinden, da sie diese Zugangsdaten gespeichert haben, sofern sie zuvor schon einmal direkt mit dem WLAN des Routers verbunden waren. Als Anwender sieht man dann auch gar nicht, ob man gerade mit dem WLAN des Routers oder dem des Repeaters verbunden ist, da beide dieselbe SSID samt WPA2-Passwort verwenden.

Moderne WLAN-Repeater sind Dualband-fähig und arbeiten parallel mit zwei WLAN-Funkfrequenzen (2,4 und 5 Gigahertz). Auf diese Weise können sie entweder beide Frequenzen gleichzeitig oder das jeweils beste Funkband für die beiden Verbindungsstrecken wählen. Dann allerdings muss der Repeater auch tatsächlich so eingerichtet werden, dass er bei Bedarf über beide WLAN-Frequenzen mit dem Router kommunizieren kann.

Wir haben 19 WLAN-Repeater getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

AVM FritzRepeater 1200

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200
Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster und energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der 2x2-Funk einen guten Kompromiss, zumal der Repeater seine MU-MIMO-Funktion auch in der Verbindung zum 4x4-Router nutzen kann.

Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster, energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der über seine beiden 2×2-Funkmodule überraschend gute Übertragungsraten liefert und dabei dennoch nicht alle MU-MIMO-Streams eines 4×4-Routers belegt. Wie alle AVM-Repeater in unserem Test lässt er sich sehr einfach in ein vorhandenes WLAN einbinden, kommt mit fünf Jahren Garantie, einer vorbildlichen deutschsprachigen Dokumentation und unterstützt in Verbindung mit einer Fritzbox (ab FritzOS 7) komfortable Mesh-Funktionalität. Über den integrierten Gigabit-LAN-Port lassen sich Geräte mit Kabelanschluss ins WLAN einbinden oder man nutzt den Repeater alternativ als WLAN-Access-Point.

4x4-Dualband-Repeater

AVM FritzRepeater 2400

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400
Der FritzRepeater 2400 liegt preislich und bei der Übertragungsleistung zwischen AVMs Repeater-Modellen 1200 und 3000.

Der FritzRepeater 2400 liegt bezüglich seiner Übertragungsleistung in etwa zwischen den AVM-Repeater-Modellen 1200 und 3000. Er ist mit seinen beiden 4×4-Funkmodulen unser aktuell leistungsfähigster Dualband-Repeater, allerdings auch teurer und aufgrund seiner Gehäusegröße etwas unhandlicher als unser Testsieger.

Alternative ohne Gbit-LAN

Devolo WiFi Repeater+ ac

Test  WLAN-Repeater: Devolo WiFi Repeater+ ac
Der etwas teurere 1200er-MU-MIMO-Repeater mit Durchschleifsteckdose für den Nicht-Fritzbox-Nutzer.

Devolos neuer WiFi Repeater+ ac kommt mit MU-MIMO-WLAN, Meshfunktionalität und etwas umfassenderen Einstellungsmöglichkeiten als sein Vorgängermodell und ist zudem der einzige uns bekannte Repeater mit Durchschleifsteckdose. Als ernsthafte Alternative zu einem der vorgenannten AVM-Modelle hätte Devolo anstelle der beiden langsamen Fast-Ethernet-Ports jedoch besser einen flotten Gigabit-LAN-Port verbaut, zumal der WiFi Repeater+ ac mit knapp 70 Euro ja nicht gerade zu den günstigen Repeatern zählt.

Repeater-Schnäppchen

TP-Link RE300

Test  WLAN-Repeater: TP-Link RE300
Sehr preisgünstiger, flotter und gut bedienbarer 1200er-Repeater, wenn man auf LAN-Port, Access-Point-Modus und MU-MIMO verzichten kann.

Als flotter 1200er-Dualband-Repeater ist der TP-Link RE300 für nicht viel mehr als 30 Euro und mit immerhin drei Jahren Garantie ein absolutes Schnäppchen. Er lässt sich einfach per Knopfdruck einrichten, bietet umfassende Konfigurationsmöglichkeiten samt automatisiertem Firmware-Update und kann auch komfortabel über die TP-Link-App bedient werden. Allerdings bietet das Gerät keinen LAN-Port und keine MU-MIMO-Unterstützung.

Günstige Wifi-6-Lösung

TP-Link RE505X

Test  WLAN-Repeater: TP-Link RE505X
Der RE505X ist ein vergleichsweise günstiger Wifi-6-Repeater, der mit guten Transfers und einfacher Bedienung überzeugt, auch wenn er strenggenommen nur bei 5 GHz mit Wifi 6 funkt.

Der TP-Link RE505X bietet einen relativ günstigen Einstieg in das moderne Wifi-6-WLAN, auch wenn der Repeater im 2,4-GHz-Band noch im alten Wifi-4-Standard funkt. Wie von TP-Link gewohnt, überzeugt das Gerät mit komfortablem Setup und guter Bedienung über die Tether-App. Für flotte Nettotransfers im 5-GHz-Band ist ein Wifi-6-Router erforderlich.

Wifi 6 mit Switch

Netgear EAX20

Test  WLAN-Repeater: Netgear EAX20
Der EAX20 von Netgear präsentiert sich als lesitungsfähiger, gut ausgestatteter 2x2-Wifi-6-Repeater mit 4 GbE-Ports, der auch als Wifi-6-Accesspoint eine gute Figur abgibt.

Der etwas teurere Netgear EAX20 kommt als vollwertiger Wifi-6-Repeater (2,4 und 5 GHz) im Standgehäuse und bietet vier Gigabit-Ports, die den Anschluss zusätzlicher LAN-Clients ermöglichen – auch im Access-Point-Modus. Die flotten Wifi-6-Übertragungsraten des Repeaters lassen sich auch hier nur in Verbindung mit einem Wifi-6-Router erzielen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Testsieger4x4-Dualband-RepeaterAlternative ohne Gbit-LANRepeater-SchnäppchenGünstige Wifi-6-LösungWifi 6 mit Switch
AVM FritzRepeater 1200 AVM FritzRepeater 2400 Devolo WiFi Repeater+ ac TP-Link RE300 TP-Link RE505X Netgear EAX20 AVM FritzRepeater 3000 Telekom Speed Home Wifi Netgear EAX80 TP-Link RE650 Netgear EX8000 TP-Link RE200 Devolo WiFi Repeater ac TP-Link TL-WA850RE Rock Space AC 1200 Victure WE1200
Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400Test  WLAN-Repeater: Devolo WiFi Repeater+ acTest  WLAN-Repeater: TP-Link RE300Test  WLAN-Repeater: TP-Link RE505XTest  WLAN-Repeater: Netgear EAX20Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 3000Test  WLAN-Repeater: Telekom Speed Home WifiTest  WLAN-Repeater: Netgear EAX80Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: TP-Link RE650Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear EX8000Test  WLAN-Repeater: TP-Link RE200Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo WiFi Repeater acTest  WLAN-Repeater: TP-Link TL-WA850RETest  WLAN-Repeater: Rock Space AC 1200Test  WLAN-Repeater: Victure WE1200
Pro
  • Gute Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point nutzbar
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit AVM-Produkten)
  • Energieeffizient (unter 3 Watt) und platzsparend
  • Belegt nur 2x2 Streams eines 4x4-MU-MIMO-Routers
  • Sehr gute Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point nutzbar
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit AVM-Produkten)
  • Energieeffizient
  • Flotte WLAN-WLAN-Nettotransfers
  • Clients per WPS-Knopf einbindbar
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit Devolo-Produkten)
  • Durchschleif­steckdose
  • Gute Dokumenation und 3 Jahre Garantie
  • Sehr günstiger 1200er-Repeater
  • Komfortable Koppelung mit Router (nach Firmware-Update!)
  • Flotte WLAN-WLAN-Nettotransfers
  • Mesh-fähig (mit TP-Link-Produkten)
  • Relativ günstiger Wifi-6-Repeater
  • Komfortable Koppelung mit Router
  • Flotte Nettotransfers (insbesondere mit Wifi-6-Routern)
  • Mesh-fähig (mit TP-Link-Produkten)
  • Hohe Übertragungsleistung mit Wifi-6-Routern
  • 4-GbE-LAN-Ports
  • Gäste-WLAN funktioniert auch im Repeater-Modus
  • Einsatz als Wifi-6-Access-Point mit drei freien LAN-Anschlüssen
  • Mesh-fähig (mit Netgear-Produkten)
  • Beste Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point (Triband) nutzbar
  • 2 x GbE-LAN-Ports
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit AVM-Produkten)
  • Als 4x4-Triband-Repeater verhältnismäßig günstig
  • Sehr starke Übertagungsleistung mit 4x4-Dualband-Routern
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit Telekom-Produkten)
  • Sehr hohe Übertragungsraten mit 4x4-Wifi-6-Routern
  • 4-GbE-LAN-Ports
  • Gäste-WLAN funktioniert auch im Repeater-Modus
  • Einsatz als Wifi-6-Access-Point mit drei freien LAN-Anschlüssen
  • Mesh-fähig (mit Netgear-Produkten)
  • Sehr gute Übertragungsraten (in Verb. mit 4x4-Router)
  • Verbindungs-LEDs für 2,4-/5-Gigahertz-Band
  • Komfortable App (Tether)
  • Höchste Übertragungsraten im Test (in Verb. mit 4x4-Router)
  • 4 Gigabit-LAN-Ports
  • LEDs
  • Günstig und sparsam (<2,5 Watt)
  • Gute App- und Weboberfläche
  • 3 bis 4fache WLAN-WLAN-Transferleistung wie das Singleband-Gerät TL-WA850RE
  • Mesh-fähig (mit TP-Link-Produkten)
  • Sparsam (<3 Watt)
  • WPS für Router-und Client-Verbindung
  • Sehr günstig und sehr sparsam (<1,5Watt)
  • Gute App- und Weboberfläche
  • Interessantes Gehäuse-Design
  • Sparsam (>3Watt)
Contra
  • Als 2x2-Repeater technisch bedingte, geringere Übertragungsrate als ein 4x4-Repeater
  • Teuer
  • Maximale Leistung nur in Verbindung mit 4x4-Router
  • Relativ großes Steckergehäuse
  • Nur 100Mbit/s-LAN-Ports
  • Probleme mit Fritzbox, wenn Repeater-SSID abweicht
  • Sehr klobiges Gehäuse
  • Relativ teuer
  • Kein LAN-Port (und damit auch kein Access-Point-Modus)
  • Kein WPS für WLAN-Clients
  • Tether-App mit Registrierungszwang
  • Funkt im 2,4-GHz-Band nur über Wifi 4 (300 Mbit/s netto)
  • Eurosteckergehäuse sitzt zu locker in Wandsteckdose => Schuko-Adapter empfehlenswert
  • Kein IPv6
  • Kein IPv6
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Stromverbrauch (über 5 Watt)
  • Maximale Leistung nur in Verbindung mit 4x4-Router
  • WLAN im Router muss evtl. angepasst werden
  • Teuerster AVM-Repeater
  • In Verbindung mit einem Nicht-Telekom-Router praktisch keine Konfigurations- und Kontroll­möglichkeiten
  • Keine Herstellergarantie
  • Sehr teuer
  • Nicht sehr stromsparend (>7 Watt)
  • Einstellungsänderungen umständlich (erfordern zusätzlichen Neustart über das Webmenü)
  • USB-Anschluss für ext. Speicher nicht ganz ausgereift
  • Kein IPv6
  • Handbuch in Englisch
  • Keine WPS-Funktion für Client-Anbindung
  • Teuer
  • Stromverbrauch
  • WLAN im Router muss angepasst werden
  • Handbuch in Englisch
  • Sehr Teuer
  • Nur 1x1-MIMO im 5-GHz-Band
  • Tether-App mit Registrierungszwang
  • Kein Handbuch, kein IPv6
  • Fast-Ethernet-Port kann LAN-Clients ausbremsen
  • Umständliches Firmware-Update
  • Geringe Funktionalität
  • Mäßige Datenrate
  • Kaum Online-Hilfe
  • Kein Handbuch
  • Nur Wifi-4-Singleband
  • Entsprechend geringen Übertragungsraten
  • Sehr umständliches Firmware-Update
  • Tether-App mit Registrierungszwang
  • Kein Handbuch, keine Online-Hilfe, kein IPv6
  • Eingeschränktes 5-GHz-Band
  • Funkt als Access-Point im (in Europa) unzulässigen UNII-3-Band
  • Kein autom. Firmware-Update
  • Schlechte Dokumentation und eingeschränkte Bedienbarkeit
  • Eingeschränktes 5-GHz-Band
  • Nur Singleband-Verbindung zum Router
  • Kein autom. Firmware-Update
  • AP-Modus funktioniert nicht
  • Schlechte Dokumentation und unausgereiftes Webmenü
  • Herstellerwebsite ohne jegliche Geräteinfos, 20-Euro-Gutschein für gute Amazonbewertung
Bester Preis
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GehäusetypSteckergehäuse (mit Schuko-Adapter)Steckergehäuse (mit Schuko-Adapter)SteckergehäuseSteckergehäuseSteckergehäuseStandgehäuseStandgehäuseStandgehäuseStandgehäuseSteckergehäuse (Schukostecker)StandgehäuseSteckergehäuseSteckergehäuseSteckergehäuseSteckergehäuseSteckergehäuse
WLAN-FunkbänderDualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Triband (2,4 GHz / 5 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Triband (2,4 GHz / 5 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Singleband (2,4 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)
MIMO je Funkband2x2 / 2x24x4 / 4x42x2 / 2x22x2 / 2x22x2 (Wifi 4) / 2x2 (Wifi 6)2x2 / 2x2 (Wifi 6)2x2 / 2x2 / 4x44x4 / 2x24x4 / 4x4 (Wifi 6)4x4 / 4x42x2 / 2x2 / 4x42x2 / 1x12x2 / 2x22x22x2 / 2x22x2 / 2x2
Linkrate 2,4 / 5 GHz400 / 867 Mbit/s600 / 1733 Mbit/s300 / 867 Mbit/s300 / 867 Mbit/s300 / 1201 Mbit/s574 / 1201 Mbit/s400 / 867 / 1733 Mbit/s1733 / 300 Mbit/s1147 / 4804 (160MHz) Mbit/s800 / 1733 Mbit/s400 / 867 / 1733 Mbit/s300 / 433 Mbit/s300 / 867 Mbit/s300 Mbit/s300 / 867 Mbit/s300 / 867 Mbit/s
Weg 1: LAN / WLAN420 / 190 Mbit/s (neu)530 / 200 Mbit/s (neu)95 / 230(kein LAN-Port) / 240 Mbit/s360 / 775 Mbit/s360 / 800 Mbit/s550 / 310 Mbit/s (neu)880 / 330640 / 945 Mbit/s370 / 170 Mbit/s475 / 240 Mbit/s95 / 135 Mbit/s160 / 80 Mbit/s90 / 40 Mbit/s75 / 75 Mbit/s (Kanal 52-64, UNII-2)90 / 100 Mbit/s (Kanal 52-64, UNII-2)
Weg 2: LAN / WLAN350 / 170 Mbit/s (neu)500 / 180 Mbit/s (neu)95 / 200(kein LAN-Port) / 210 Mbit/s335 / 745 Mbit/s360 / 780 Mbit/s510 / 300 Mbit/s (neu)800 / 260540 / 920 Mbit/s225 / 125 Mbit/s310 / 210 Mbit/s95 / 125 Mbit/s100 / 60 Mbit/s90 / 38 Mbit/s75 / 70 Mbit/s (Kanal 52-64, UNII-2)95 / 100 Mbit/s (Kanal 52-64, UNII-2)
Streaming-Teststreamt 2 HD-Videos ruckelfrei über Weg2streamt 2 HD-Videos ruckelfrei über Weg2streamt 1 HD- (2K) und 1 UHD-Video (4k) ruckelfrei über Weg2streamt 1 HD- (2K) und 1 UHD-Video (4k) ruckelfrei über Weg2streamt 1 HD- (2K) und 1 UHD-Video (4k) ruckelfrei über Weg2streamt 1 HD- (2K) und 1 UHD-Video (4k) ruckelfrei über Weg2streamt 2 HD-Videos ruckelfrei über Weg2streamt 1 HD- (2K) und 1 UHD-Video (4k) ruckelfrei über Weg2streamt 1 HD- (2K) und 1 UHD-Video (4k) ruckelfrei über Weg2streamt 2 HD-Videos ruckelfrei über Weg2streamt 2 HD-Videos ruckelfrei über Weg2streamt 2 HD-Videos (2K) ruckelfrei über Weg2streamt nur 1 HD-Video ruckelfrei über Weg2streamt nur 1 HD-Video (2K) ruckelfrei über Weg2streamt 2 HD-Videos (2K) ruckelfrei über Weg2streamt nur 1 HD-Video (2K) ruckelfrei über Weg2 (trotz besserer Nettoleistung)
Leistungsaufnahme2,8 Watt3,3 Watt2,5 Watt3,4 Watt3,7 Watt3,8 Watt5,3 Watt5,3 Watt7,1 Watt4,6 Watt5,9 Watt2,3 Watt2,8 Watt1,4 Watt3,2 Watt2,6 Watt
Abmessungen8,0 x 8,0 x 3,7 cm7,7 x 15,5 x 2,9 cm15,2 x 7,6 x 4 cm12,4 x 6,9 x 5,2 cm7,4 x 4,6 x 12,5 cm24,2 x 17 x 6,4 cm8,8 x 18,4 x 13,6 cm16,7 x 16,5 x 8 cm27,9 x 19,7 x 10,6 cm16,3 x 8,6 x 4,0 cm22,8 x 17,0 x 9,3 cm11 x 6,6 x 3,9 cm5,9 x 9,1 x 3,8 cm11 x 6,6 x 7,6 cm7,5 x 7,9 x 5,5 cm10,2 x 8,2 x 4 cm

Was Sie über WLAN-Repeater wissen sollten

Die maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit eines WLAN-Repeaters (wie auch eines jeden anderen WLAN-Geräts) hängt von der Anzahl der separaten Datenstreams ab, den die Geräte gleichzeitig übertragen können. Diese Fähigkeit wird mit dem Fachbegriff »MIMO« umschrieben. MIMO ist die Abkürzung für »Multiple Input Multiple Output« und gibt an, mit wie vielen parallelen Datenverbindungen ein WLAN-Gerät senden und empfangen kann.

Ohne MIMO geht gar nichts

Wir haben für unseren Test überwiegend WLAN-Repeater ausgewählt, die in beiden WLAN-Funkbändern (»Dualband«) wenigstens mit je zwei parallelen Datenströmen senden und empfangen können. Man spricht hier auch von Dualband-Repeatern mit 2×2-MIMO. Etwas teurer sind WLAN-Repeater, die beispielsweise 4×4-MIMO unterstützen. Der Einsatz eines solchen Repeaters wird allerdings nur dann zu höheren Übertragungsraten führen, wenn auch der WLAN-Router, dessen Signal erweitert werden soll, ebenfalls 4×4-MIMO unterstützt.

In unserem letzten Repeater-Update haben wir zum Vergleich auch einen Singleband-Repeater und einen Dualband-Repeater mit nur einem MIMO-Stream bei 5GHz getestet. Unsere Erwartungen auf geringere Übertragungsleistungen dieser Geräte haben sich bestätigt.

In vielen Wifi-5-Geräten mit moderneren Funkchips der 2. Generation (Wave 2) ist zudem die Übertragungstechnik Multi-User MIMO (kurz: MU-MIMO) integriert. Mit MU-MIMO kann ein Access Point gleichzeitig mit mehreren WLAN-Geräten im 5-GHz-Band kommunizieren – und muss nicht immer zwischen den einzelnen Geräten hin- und herwechseln. Da inzwischen alle halbwegs aktuellen Smartphones (Notebooks etc.) und auch alle aktuellen 4×4-WLAN-Router MU-MIMO unterstützen, macht diese Technik auch bei einem WLAN-Repeater Sinn. Von unseren Repeater-Empfehlungen wird MU-MIMO von den drei AVM-Geräten und dem neuen Devolo-Repeater unterstützt.

Dämpfer für die WLAN-Verbindung

Was ist der Grund für die eingeschränkte Reichweite beim WLAN – und warum ist das in jedem Haushalt anders? Die Hauptursache liegt in der Dämpfung des WLAN-Signals. Befinden sich keine Hindernisse zwischen WLAN-Router und Client, sprich Notebook, Smartphone, Tablet oder Webradio, lassen sich damit Strecken über 100 Meter und mehr überbrücken. Denn das WLAN-Signal wird durch Luftmoleküle nur relativ schwach gedämpft. Aber wer hat schon von überall im Haus eine freie Sichtverbindung zum Router?

Das WLAN-Signal wird durch Wände und Möbel gedämpft

Im häuslichen Bereich wird die Reichweite des WLANs vor allem durch bauliche Hindernisse in der Übertragungsstrecke beeinträchtigt. Das sind in erster Linie Mauern und Wände, Böden und Decken, aber auch Schränke, Regale, Heizkörper und andere (meist massive) Einrichtungsgegenstände.

All diese Hindernisse führen in der Summe dazu, dass das Signal des Routers an bestimmten Standorten in der Wohnung einfach zu schwach ist. Eine stabile Verbindung zum WLAN-Router ist dort nicht mehr möglich – oder die Übertragungsrate ist für bestimmte Anwendungen wie etwa die Videoübertragungen zu gering. Denn mit zunehmender Dämpfung des WLAN-Signals nimmt auch die physikalisch mögliche Übertragungsrate – die Übertragungsgeschwindigkeit – zwischen Router und Empfangsgerät ab.

Möglichkeiten zur WLAN-Verbesserung

Für einen guten WLAN-Empfang kommt es nicht nur auf die baulichen Gegebenheiten an, sondern auch ganz entscheidend auf den Standort des Routers. Ist er irgendwo am Boden in einem Schrank zwischen vielen Kabeln versteckt, wird das Signal nicht so weit reichen, wie wenn er frei auf einem Schrank steht. Daher sollten Sie als allererstes mit Ihrem bisherigen Router experimentieren, ob Sie ihn nicht an einer besseren Stelle installieren können.

Denn die beste Lösung, WLAN-Empfangsprobleme zu beheben, ist es, den Router so aufzustellen, dass sein Funknetz die ganze Wohnung oder das ganze Haus abdeckt. Wenn das bei Ihnen irgendwie möglich ist, tun Sie das! Selbst wenn Sie dazu ein wenig umbauen oder ein Netzwerkkabel verlegen müssen: Am Ende werden Sie mit dieser Lösung die wenigsten Probleme haben. Denn mehr Geräte bedeuten auch immer mehr Fehlerquellen.

Die zweitbeste, wenn auch meist wenig praktikable Lösung ist es, Netzwerkkabel durchs Haus zu ziehen und schlecht versorgte Bereiche des Haushalts mit einer direkten Kabelverbindung zum Router zu verbinden. Hier kann man dann entweder Clients direkt per Kabel anschließen (etwa Fernseher oder PC) oder eine WLAN-Basisstation (Access Point) anschließen, die ein eigenes WLAN-Netz aufspannt.

Doch eine nachträgliche Installation von Netzwerkkabeln und -anschlüssen erfordert ein gewisses handwerkliches Geschick und ist auch nicht immer möglich. Zumal in Mietverhältnissen der Haus- oder Wohnungseigentümer zustimmen muss, wenn größere Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich sind.

Eine einfachere Lösung für WLAN-Schwäche versprechen Geräte, mit denen man den WLAN-Empfang im Haushalt auch ohne Bohren, Schlitzen und Kabelziehen verbessern kann. Es gibt dafür drei unterschiedliche Techniken, entsprechend unterscheidet man folgende Geräteklassen:

  • WLAN-Repeater
  • WLAN-Powerline-Sets
  • WLAN-Mesh-Systeme

Ein WLAN-Repeater wird etwa auf halber Strecke zwischen Heimnetz-Router und entfernten WLAN-Clients angebracht – dort wo noch guter Empfang herrscht – und verstärkt das WLAN-Signal des Routers.

Ein WLAN-Powerline-Set besteht aus zwei Powerline-Adaptern, die eine Datenverbindung zwischen Router und entferntem Client über die im Haushalt verlegten Stromkabel herstellen (daher der Name Powerline). Der entfernte Powerline-Adapter hat eine WLAN-Basisstation (Access Point) integriert, der ein WLAN-Netz aussendet. Hier finden Sie unseren Test zu Powerline-Sets. 

Ein WLAN-Mesh-System besteht aus mindestens zwei, bei Bedarf aber auch mehreren Mesh-Stationen, die über WLAN-Funk miteinander verbunden sind. Jede Mesh-Station dient gleichzeitig als Zugangspunkt (Access Point) für alle WLAN-fähigen Geräte in dessen Funkreichweite. Eine der Mesh-Stationen wird als Router eingerichtet und stellt die Verbindung ins Internet her. Er besitzt somit auch spezielle Zusatzfunktionen eines Routers, die ein WLAN-Repeater oder WLAN-Powerline-Set nicht bieten. Dazu zählen beispielsweise Webseitenfilter (Kindersicherung), Firewall, Bandbreitenmanagement (Quality of Service oder QoS), SmartHome-Funktionen oder ein komfortabler Fernzugriff. Hier können Sie unseren Test zu WLAN-Mesh-Systemen lesen. 

Eine Pauschallösung gibt es nicht

Welche Lösung sich am besten für Ihren Haushalt eignet, hängt immer von den individuellen, baulichen Gegebenheiten vor Ort ab und von den eigenen Anforderungen, die man an die Geräte stellt. Wir können daher keine pauschale Empfehlung abgeben, welche von den drei Geräteklassen die beste Lösung für Sie zu Hause ist. Aber natürlich können wir innerhalb der einzelnen Geräteklassen klare Empfehlungen abgeben.

Alle drei Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten ausführlich vorstellen. Grundsätzlich gilt: Wenn es in einer Wohnung nur darum geht, den WLAN-Empfang in ein oder zwei weiteren Räumen zu verbessern, ist oft ein einfacher WLAN-Repeater die einfachste Lösung. Es kann aber durchaus sein, dass eine unserer Empfehlungen in der Kategorie WLAN-Repeater in Ihrem Haushalt nicht zum gewünschten Erfolg führt. Dann müssen Sie auf eine unserer Empfehlungen aus den etwas teureren Geräteklassen der WLAN-Powerline-Sets oder der WLAN-Mesh-Systeme ausweichen.

So haben wir getestet

Die wichtigste Eigenschaft eines WLAN-Verteilers besteht darin, bisher gar nicht oder nur schlecht versorgte Wohnräume möglichst unkompliziert mit einem stabilen und leistungsfähigen Funknetz auszustatten. Deshalb haben wir alle WLAN-Verteiler über verschiedene Verbindungsstrecken innerhalb eines Haushalts getestet. Die Mesh-WLAN-Sets überbrücken die Distanz zum entfernten WLAN-Client über die Funkverbindung.

Für die Messung der Übertragungsraten verwenden wir inzwischen das Kommandozeilen-Tool »iperf 3«, das Datenverbindungen im Netzwerk mit mehreren parallelen Übertragungsstreams in Down- und Upload-Richtung zuverlässiger abbilden kann, als das Tool »jperf 2«, das noch auf dem inzwischen veralteten »iperf 2« aufbaut. Mit iperf 3 ermitteln wir die effektive Datenrate (Nettodatenrate), die ein Testgeräte über eine bestimmte Verbindungsstrecke erzielen kann.

Von Linkraten und Datenraten

Denn bei der Übertragung von Nutzdaten fallen auch eine große Menge an Steuer- oder Protokolldaten an, die im Fachjargon als »Payload« bezeichnet werden. Die beeindruckenden Übertragungsgeschwindigkeiten, die auf der Packung von WLAN-Geräten abgedruckt sind, geben die maximal mögliche Brutto-Geschwindigkeit oder »Linkrate« eines Geräts an, bei der die Nutzdaten und der zu deren Übertragung erforderliche Payload die Grundlage für die Übertragungsgeschwindigkeit bilden. Vor allem bei WLAN und Powerline ist der Payload-Anteil relativ hoch, was die großen Unterschiede zwischen der Brutto- oder Linkrate und der deutlich geringeren, aber aussagekräftigen Netto- oder Nutzdatenrate erklärt.

Neben den Messungen der Nettodatenraten haben wir außerdem praxisnah geprüft, ob die Geräte über eine bestimmte Teststrecke hinweg hochauflösende Videostreams ohne Ruckler übertragen können.

Wichtig war uns zudem, dass sich alle Geräte möglichst unkompliziert einrichten und bedienen lassen. Auch ein Firmware-Update sollte problemlos ablaufen und die Einstellungen in Weboberfläche oder der Smartphone-App sollten verständlich und in deutscher Sprache dokumentiert sein.

WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Repeater Aufmacher

Testsieger: AVM FritzRepeater 1200

Der AVM FritzRepeater 1200 ist unser neuer Favorit und verdrängt damit den FritzRepeater 1750E von seinem Thron. In seiner Übertragungsleistung ist er dem 1750e nahezu ebenbürtig, unterstützt aber die modernere WLAN-Nutzungstechnik MU-MIMO, kommt in einem platzsparenden Gehäuse und verbraucht zudem noch etwas weniger Strom. Für alle, die einfach nur zum Surfen ihr WLAN im Haus oder in der Wohnung erweitern wollen, ist der FritzRepeater 1200 zur Zeit die vernünftigste Wahl.

Testsieger

AVM FritzRepeater 1200

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200
Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster und energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der 2x2-Funk einen guten Kompromiss, zumal der Repeater seine MU-MIMO-Funktion auch in der Verbindung zum 4x4-Router nutzen kann.

Die Installation des AVM FritzRepeater 1200 funktioniert ohne Notebook oder Smartphone. Man drückt einfach den roten »Connect«-Knopf am Repeater, anschließend aktiviert man die WPS-Verbindung am Router und kurz darauf sind Router und Repeater miteinader verbunden. Fragen, die bei der Einrichtung auftreten können, werden in der beiliegenden Quickinfo-Broschüre behandelt. Ein ausführliches, deutschsprachiges PDF-Handbuch auf der Herstellerwebsite erklärt alle zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten des Geräts (unter anderem auch den Betrieb als Access Point).

Zur Einrichtung ist keine App nötig

Über die Webadresse https://fritz.repeater kommt man von einem beliebigen Browser-Client im Heimnetz auf die übersichtlich gehaltene Benutzeroberfläche des Repeaters. Die Weboberfläche enthält eine Online-Hilfe (Fragezeichen-Symbol), die die meisten Funktionen ausführlich erklärt. Der Blick ins Handbuch wird somit nur selten nötig sein. Praktisch: Die Weboberfläche des Repeaters wurde im »Responsive Design« erstellt und ist damit auch gut auf dem Smartphone bedienbar – ähnlich wie die Weboberfläche einer Fritzbox. So spart sich AVM eine zusätzliche Repeater-Zugangs-App.

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Test: Testsieger Avm Fritzrepeater 1200
Für die Einrichtung des Repeaters ist kein weiteres Gerät nötig.
Test: Testsieger Avm Fritzrepeater 1200 Praxis3
Der Repeater ist mit einem LAN-Port ausgestattet.
Test: Testsieger Avm Fritzrepeater 1200 Detail2
Zur Stabilisierung des Geräts ist ein ringförmiger Schuko-Adapter vormontiert...
Test: Testsieger Avm Fritzrepeater 1200 Detail1
... der aber bei Bedarf abgenommen werden kann.

Trotzdem sollte man sich die »FritzApp WLAN« auf dem Smartphone installieren, die inzwischen – neben der Android-Version – nun endlich auch als iOS-Variante für iPhone-Nutzer verfügbar ist. Die App listet unter »Mein WLAN« auch den FritzRepeater auf und ermöglicht den direkten Zugriff auf die Weboberfläche des Geräts. Außerdem hilft die App bei der Einrichtung und Positionierung des Repeaters.

Übertragungsleistung

Bei unserem Testsieger handelt es sich um einen 2×2-(MU-)MIMO-Repeater, der in beiden Funkbändern (2,4 und 5 Gigahertz) gleichzeitig funken kann. Ist er über beide Funkbänder mit einem Dualband-fähigen Router verbunden, kann er diese Verbindungen flexibel einsetzen und je nach Übertragungssituation immer das günstigere Funkband verwenden.

In unseren Übertragungstests mussten die WLAN-Repeater zwei unterschiedliche Strecken innerhalb eines Haushalts überbrücken. Als entfernten WLAN-Client setzten wir ein Notebook mit einem gewöhnlichen 2×2-(MU-)MIMO-WLAN-Modul ein. Der Fritz-Repeater überzeugte dabei mit guten Datenraten zwischen 170 Mbit/s und 190 Mbit/s.

Gut: Am Gigabit-LAN-Port des AVM FritzRepeater 1200 lässt sich bei Bedarf auch ein abseits stehendes Gerät mit LAN-Port anschließen. Deshalb haben wir auch die maximalen Übertragungsraten ermittelt, die ein solches am LAN-Port des Repeaters angeschlossenes Gerät über die beiden Teststrecken erreichen kann. Hier kam der Repeater auf ausgezeichnete 350 Mbit/s und 420 Mbit/s. Auch konnten wir ruckelfrei FullHD-Filme an zwei mit dem Repeater verbundenen Clients (ein LAN- und ein WLAN-Client) streamen. Die Filme stammten von einer Datenquelle direkt am Router und mussten vom Repeater parallel an die beiden Clients übertragen werden.

Dabei gibt sich der Repeater mit einer Leistungsaufnahme von nur 2,8 Watt (ohne angeschlossenen LAN-Client) als erfreulich sparsam.

Funktionalität

Wer möchte, kann den AVM FritzRepeater 1200 in einem alternativen Betriebsmodus auch als Access Point nutzen. Bei AVM heißt diese Betriebsart »LAN-Brücke«, während der Repeater-Modus als »WLAN-Brücke« bezeichnet wird. Im Access-Point- oder LAN-Brücken-Modus bindet man den Repeater über seinen LAN-Port ins Heimnetz ein und schafft so einen zusätzlichen WLAN-Hotspot.

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WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
Der Repeater-Modus heißt bei AVM "WLAN-Brücke".
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
Firmware-Updates lassen sich automatisch anstoßen.
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Wlan Repeater Update
Der Repeater kann im Mesh-Netzwerk betrieben werden.
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Wlan Repeater Update
Die flexible Frequenzbandnutzung liefert in der Regel die beste Datenrate.
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Wlan Repeater Update
Im Betriebsmodus "LAN-Brücke" lässt sich der Repeater als Access Point betreiben.
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Wlan Repeater Update
Der FritzRepeater 1200 belegt nur 2x2 der 4x4 MU-MIMO-Streams einer Fritzbox 7590.

Wer ein neues Gerät ins WLAN einbinden möchte, kann das auch über den WPS-Knopf des Repeater machen. Bei Repeatern von TP-Link ist der WPS-Kopf dagegen nur für die Verbindung vom Repeater zum Router vorgesehen, aber nicht zur Anbindung neuer WLAN-Clients an den Repeater. Komfortabel ist auch die Möglichkeit, das WLAN des Repeaters über einen Zeitplan an- oder abzuschalten. Ist der Heimnetz-Router eine Fritzbox, kann deren Zeitschaltung auch direkt übernommen werden.

Der 1200 kann mit einer Fritzbox zusammen auch als Mesh-System verwendet werden

Seit den letzten Firmware-Versionen unterstützt der FritzRepeater 1200 übrigens auch die neuen Mesh-Funktionen der Fritzbox-Modelle ab Version 7490. Damit wird der Fritzbox Repeater in Verbindung mit einer Fritzbox 7490 (oder 7590) auch zu einem interessanten WLAN-Mesh-System. Mehr über Mesh-Systeme erfahren Sie in Abschnitt 4 dieses Tests.

Und dann wäre da noch die überdurchschnittlich lange Herstellergarantie von 5 Jahren, die AVM auf fast alle seine Geräte vergibt. Auch preislich ist der FritzRepeater 1200 attraktiv, auch wenn es Modelle gibt, die noch ein paar Euro günstiger sind. Das alles zusammengenommen macht diesen WLAN-Repeater von AVM zu unserem Testsieger.

Nachteile?

Der FritzRepeater 1200 kommt mit seinem 2×2-Dualband-Funk technisch bedingt auf geringere Durchsatzraten und auf etwas geringere Reichweiten als beispielsweise ein 4×4-Dualband-Repeater. Entsprechend kann ein 2×2-Repeater weniger Bandbreite für jeden gleichzeitig verbundenen und datenübertragenden WLAN-Client bereitstellen als ein 4×4-Repeater. 4×4-Repeater sind aber deutlich teurer und für die meisten Anwendungen zuhause benötigt man die höhere Geschwindigkeit nicht.

In Verbindung mit einem Nicht-AVM-Router klappt die Knopfdruckverbindung vom Repeater zum Router manchmal nur über ein Funkband. Das kann kann beispielsweise daran liegen, dass in manchen Routermodellen die WPS-Funktion nur auf eines der beiden Funkbänder festgelegt ist. In solchen Fällen muss die zweite WLAN-Verbindung zum Router dann nachträglich über die Weboberfläche des Repeaters hergestellt werden. Dasselbe »Problem« haben aber auch alle anderen WLAN-Repeater.

FritzRepeater 1200 im Testspiegel

Auch in anderen Tests schneidet der FritzRepeater 1200 sehr gut ab. Die Tester der c’t hatten den Repeater von AVM gleich zweimal im Test und sahen ihn wie wir auf Augenhöhe mit dem 1750e:

»Erstaunlicherweise lieferte der Fritz-Repeater 1200 im AP-Betrieb gegen ein Notebook mit 11ac-2-Stream-WLAN einen leicht höheren TCP-Nettodurchsatz als das 1750er-Modell. […] Als Repeater im Fritz-Mesh war das Bild uneinheitlich. Mit dem Client auf 5 GHz lag der 1750er vorn.«

Das Fazit von c’t im zweiten Test in Ausgabe 22/2019:

»Wer auf den Euro achtet, schaut sich den kompakten 1200 an. Für alle anderen ist der Fritz-Repeater 2400 die ideale Zwischengröße.«

Ähnliche Testresultate gab es auch im Test von Computer Bild:

»In einer ersten Tempo-Messung im WLAN-ac-Standard (5 Gigahertz) mit einem Google Pixel 3 schaffte er bis zu 337 Mbps – ein gutes Ergebnis. Denn der ältere FritzRepeater 1750E brachte es etwa im gleichen Testaufbau trotz nominell höherer Datenrate nur auf bis zu 246 Mbps.«

Das Fazit von Computer Bild:

»Der AVM FritzRepeater 1200 ist im ac-Standard recht flott unterwegs, verfügt über einen Gigabit-LAN-Anschluss und besitzt ein platzsparendes Gehäuse. Toll: Er beherrscht clevere WLAN-Technik wie Crossband-Repeating, Band Steering und Access Point Steering.«

Weitere Tests konnten wir bislang nicht finden. Sollten neue erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Es gibt teurere und günstigere Repeater-Alternativen, die wir ebenfalls empfehlen können – allesamt vom selben Hersteller AVM. Bei Repeatern führt aktuell kein Weg an den Berlinern vorbei.

Mit Dualband: FritzRepeater 2400

Wer mehr WLAN-Geräte einbinden oder eine größere Fläche mit WLAN abdecken möchte, kann an Stelle des Testsiegers den leistungsfähigeren, aber auch teureren und etwas unhandlicheren FritzRepeater 2400 ausprobieren. Die Übertragungsleistung liegt bei einem am LAN-Port des Repeaters angeschlossenen Client sogar ähnlich hoch wie beim FritzRepeater 3000. Dies ist allerdings wenig verwunderlich, da der angeschlossene LAN-Client dabei auf die volle Übertragungsleistung des 4×4-WLAN-Modul des Repeaters zurückgreifen kann. Ein am 1200er-Repeater angeschlossener LAN-Client kommt über das 2×2-WLAN-Modul unseres Testsiegers erwartungsgemäß auf deutlich niedrigere Datenraten.

4x4-Dualband-Repeater

AVM FritzRepeater 2400

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400
Der FritzRepeater 2400 liegt preislich und bei der Übertragungsleistung zwischen AVMs Repeater-Modellen 1200 und 3000.

Erst wenn wir die Verbindung über einen am 2400er-Repeater angeschlossenen WLAN-Client messen, bricht der Durchsatz im Vergleich zum 3000er ein, denn der 2400er muss sein 5-GHz-Modul auf Client- und Repeater-Verbindung aufteilen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass wir in unserem Test bei der Anbindung eines WLAN-Clients am 2400er-Repeater über die gesamte Übertragungstrecke (Client-Repeater-Router) kaum höhere Übertragungsraten erzielten als bei der Anbindung über den 1200er-Repeater.

Neben der Nutzung als Repeater empfiehlt sich der FritzRepeaters 2400 auch als leistungsstarker 4×4-MU-MIMO-Access-Point, indem man das Gerät per LAN-Kable mit einem Router verbindet und so dessen schwaches WLAN ersetzt. Auf diese Weise stattet man seinen aktuellen Router mit demselben starken Dualband-WLAN wie das der aktuellen Fritzbox 7590 aus.

Der FritzRepeater 2400 ist damit vor allem für alle interessant, die am Repeater zusätzlich ein Gerät per Netzwerkkabel anschließen möchten oder den Repeater als schnellen Access Point nutzen möchten. Als reiner WLAN-Repeater ist er wie gesagt kaum schneller als der 1200er. Der AVM FritzRepeater 1750E wird von uns inzwischen nicht mehr als Empfehlung geführt, da er nur noch in Restbeständen verfügbar ist und inzwischen teuer gehandelt wird, als der modernere, leistungsfähigere und besser ausgestattete FritzRepeater 2400.

Fritz-Alternative: Devolo WiFi Repeater+ ac

Der Devolo WiFi Repeater+ ac bietet immerhin drei Jahre Herstellergarantie undhat das gleiche Gehäuse verbaut wie die Devolos große Powerline-WiFi-Adapter der Magic-Serie – inklusive einer Durchschleifsteckdose, so dass man das Gerät auch an bereits belegten Wandsteckdosen anbringen kann. Die Erweiterung eines vorhandenes WLANs erfolgt komfortabel per Knopfdruck über die WPS-Methode, die ja von praktisch allen Heimnetz-Routern unterstützt wird. Wer WPS am Router abgeschaltet hat, kann das WPA2-Passwort des WLAN-Routers auch über die Devolo App eintippen oder via Browser auf das Setup-Webmenü zugreifen. Sehr gut: Auch die Anbindung von WLAN-Clients am fertig eingerichteten Devolo-Repeater lässt sich komfortabel per WPS-Knopf durchführen.

Alternative ohne Gbit-LAN

Devolo WiFi Repeater+ ac

Test  WLAN-Repeater: Devolo WiFi Repeater+ ac
Der etwas teurere 1200er-MU-MIMO-Repeater mit Durchschleifsteckdose für den Nicht-Fritzbox-Nutzer.

In unserem Test stellten wir eine Eigenart des Devolo-Repeaters fest, wenn wir damit das WLAN einer Fritzbox 7590 erweitern wollen: Bei der Kopplung von Repeater und Router verbindet sich der Devolo-Repeater zunächst mit beiden Funkbändern (2,4 und 5 GHz) der Fritzbox und übernimmt auch deren SSID und das WPA2-Passwort für das eigene Repeater-SSID-Netzwerk. Für unseren WLAN-WLAN-Durchsatz-Test haben wir jedoch die SSID des Repeater-WLANs umbenannt, um sicherzugehen, dass sich unser WLAN-Test-Client auch tatsächlich mit dem Repeater und nicht direkt mit dem Fritzbox-Router verbindet. Doch nach der Umbenennung seines Access Points kappte der Devolo-Repeater grundsätzlich die 5-GHz-Verbindung zur Fritzbox, was dann zu deutlich niedrigeren Nettotransfers über die beiden WLAN-Strecken führte. In Verbindung mit anderen Routern (Huawei, Netgear) zeigte der Devolo-Repeater dieses Verhalten nicht. Wir haben Devolos Nettodurchsatz dann über einen alternativen Router getestet.

Andere Dualband-Repeater hatten mit der Fritzbox hingegen keine Probleme:

TP-Links RE300 und natürlich auch die Repeater von AVM bauten nach der Umbenennung der Repeater-SSID zuverlässig eine Dualband-Verbindung zur Fritzbox auf. Hier müsste Devolo eventuell per Firmware-Update nachbessern.

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WLAN-Repeater Test: Devolo Wifi Repeater+ Ac Crossband Mit Honor
Die Übersicht im Webmenü zeigt unter "Repeater" die duale Verbindung zwischen Router (hier Honor) und Repeater.
Test: Devolo Wifi Repeater+ Ac Crossband Mit Honor
In der WLAN-Status-Ansicht werden die Clients am Repeater gelistet.
WLAN-Repeater Test: Devolo Wifi Repeater+ Ac Betriebsmodi
Der Devolo-Repeater kann auch als Access Point genutzt werden, wird dann jedoch auf maximal 95 Mbit/s eingebremst.

Die Übertragungsleistung des Devolo WiFi Repeater+ ac war mit rund 200 bis 230 Mbit/s netto sehr gut. Zwei WLAN-Clients am Repeater, von denen der eine ein 2K-Video (etwa 35 Mbit/s) und der andere ein 4K-Video (etwa 85 Mbit/s) von einer am WLAN-Router angeschlossen NAS abspielte, streamten die Filme flüssig und ohne Unterbrechungen.

Der Devolo-Repeater lässt sich bei Bedarf auch als WLAN-Access Point (Zugangspunkt) betreiben, um beispielsweise einen vorhandenen LAN-Anschluss auch für WLAN-Geräte zugänglich zu machen, dann allerdings nur mit maximal 95 Mbit/s. Denn die beiden LAN-Ports am Devolo-Repeater bieten jeweils nur Fast-Ethernet-Geschwindigkeit und werden damit zwangsläufig zum Flaschenhals. Das gilt natürlich auch für angeschlossene (Gigabit-)LAN-Clients im Repeater-Modus, die hier von theoretisch möglichen 400 bis 450 Mbit/s auf 95 Mbit/s heruntergebremst werden. Hier hätten wir uns lieber einen Gigabit-LAN-Port gewünscht.

Das ausführliche PDF-Handbuch ist hingegen vorbildlich, ebenso die Steuerung des Geräts über Devolos Smartphone-App oder die Einstellungsmöglichkeiten im Webmenü. Devolos neuer 1200er-Repeater ist somit vor allem für Nicht-AVM-Nutzer interessant, die hier eine leistungsfähige, gut dokumentierte und MU-MIMO-fähige Alternative zu AVM finden – allerdings mit der Einschränkung der beiden langsamen 100-Mbit/s-LAN-Ports.

Preistipp: TP-Link RE300

Der RE300 von TP-Link bietet als kostengünstiger 1200er-Dualband-Repeater auch in der Praxis eine sehr gute Übertragungsleistung. Enfernte WLAN-Clients konnte der Repeater mit beeindruckenden Nettodatenraten von 200 bis 240 Mbit/s netto an eine Fritzbox 7590 anbinden. Auch das parallele Übertragen von 2k-/4k-Streams auf zwei entfernte WLAN-Clients ließ sich auf unserer Teststrecke mit dem Gerät problemlos realisieren. Die WPS-Kopplung des Repeaters mit dem Hauptrouter (Fritzbox) funktionierte beim erstem Versuch zunächst nur über das 2,4-GHz-WLAN. Erst als wir ein automatisiertes Firmware-Update des RE300 (per Tether-App oder über das Webmenü) und ein Reset des Geräts durchgeführt hatten, klappt dann auch die Dualband-Verbindung zum Hauptrouter direkt mit einem Knopfdruck. Sehr gut.

Repeater-Schnäppchen

TP-Link RE300

Test  WLAN-Repeater: TP-Link RE300
Sehr preisgünstiger, flotter und gut bedienbarer 1200er-Repeater, wenn man auf LAN-Port, Access-Point-Modus und MU-MIMO verzichten kann.

Etwas ärgerlich: Wer den Repeater mit TP-Links Smartphone-App »Tether« steuern möchte, wird zur Anlage eines TP-Link-Kontos gezwungen, da sich die App sonst nicht nutzen lässt. Dafür erhält man dann allerdings auch den Cloud-Zugriff auf das Gerät, was wir für einen Repeater zwar ganz nett aber nicht zwingend erforderlich finden. Dafür gefällt uns die Konfiguration und Steuerung des Repeaters bei TP-Link sehr gut, ganz gleich ob per Smartphone oder die übersichtliche Weboberfläche im Browser. Hier ist auf einen Blick ablesbar, wie der Repeater aktuell mit dem Router verbunden ist und welche Geräte mit welchem Funkband mit dem Repeater verbunden sind. Im deutschsprachigen Webmenü finden sich zahlreiche Erklärungen zu den einzelnen Einstellungsoptionen, das ausführliche PDF-Handbuch auf der TP-Link-Supportseite liegt hingegen nur in einer englischen Version vor.

 WLAN-Repeater Test: Tp Link Re300 Status
Der RE300 bietet im Webmenü eine sehr schöne Status-Übersicht, die die (dualen) Verbindungen zwischen Repeater und Router (Haupt-WLAN) sowie das vom Repeater aufgespannte WLAN (Repeater-WLAN) aufzeigt.

Auch bietet TP-Link die Möglichkeit, Clients am Repeater direkt zu blockieren oder Verbinden per Zeitplan zu steuern, was natürlich nur dann sinnvoll ist, wenn sich das WLAN des Routers und das des Repeaters unterschieden. Unabhängig davon ist auch der RE300 in Verbindung mit einem TP-Link-Router Mesh-fähig (OneMesh), was unter anderem die Anpassung von WLAN-Einstellungen bei Router und Repeater erheblich erleichtern kann.

Im Gegensatz zu unseren anderen vier Repeater-Empfehlungen unterstützt der RE300 mit seinem etwas älteren WLAN-Funkmodul noch kein MU-MIMO und besitzt auch keinen Ethernet-Port, um Clients per LAN-Clients anzuschließen oder das Gerät alternativ als WLAN-Access-Point einsetzen zu können. Dafür ist das Gerät mit unter 35 Euro konkurrenzlos günstig und deshalb zu Recht unser Spartipp. Und drei Jahre Herstellergarantie sind auch nicht zu verachten.

Wifi-6-Einstieg: TP-Link RE505X

Der TP-Link RE505X ist ein 2×2-Dualband-Repeater, der im 5-GHz-Band den neuen WLAN-Standard Wifi 6 unterstützt. Wer die volle Übertragungsrate dieses Repeaters nutzen möchte, benötigt folglich einen Wifi-6-Router. Wir haben den TP-Link-Repeater unter anderem mit dem schnellen 4×4-Wifi-6-Router Netgear Nighthawk WAX200 getestet.

Günstige Wifi-6-Lösung

TP-Link RE505X

Test  WLAN-Repeater: TP-Link RE505X
Der RE505X ist ein vergleichsweise günstiger Wifi-6-Repeater, der mit guten Transfers und einfacher Bedienung überzeugt, auch wenn er strenggenommen nur bei 5 GHz mit Wifi 6 funkt.

Die Kopplung von Repeater und Router über die WPS-Tasten der beiden Geräte klappte auf Anhieb über beide Funkbänder. Auch die WPS-Kopplung mit einer Fritzbox 7590 (Wifi-4/5-Router) funktioniert problemlos, wobei wir den Kopplungsvorgang per Knopfdruck hier zweimal hintereinander durchführen müssen, damit der Repeater auch wirklich mit beiden Bändern an die Fritzbox ankoppelt. Allerdings schaltet der Wifi-6-Repeater bei der 5-GHz-Verbindung zum Router dann automatisch auf Wifi-5-Geschwindigkeit herunter und überträgt nur noch mit maximal 867 Mbit/s (brutto).

Sehr schön: Der TP-Link-Repeater zeigt uns mit zwei LEDs an (»2,4G« und »5G«), über welche Funkbändern er aktuell mit dem Hauptrouter verbunden ist. Das ist eine ziemlich nutzwertige Information, da sie uns direkt am Gerät über den Status der Router-Repeater-Verbindung Auskunft gibt, ohne dass wir dazu umständlich das Webmenü des Repeaters aufrufen müssen.

Im übersichtlichen Webmenü des TP-Link-Repeaters führen wir dann noch ein automatisiertes Update auf die aktuelle Firmware-Version durch. Dabei bietet das Gerät im Hinblick auf Funktionalität und Bedienung samt Steuerung über TP-Links komfortable Tether-App praktisch dieselben Vorzüge wie der kleinere Wifi-5/4-Repeater RE300. Auch der RE505X lässt sich über ein kostenloses TP-Link-Konto mit der Cloud verbinden, so dass Sie das Gerät per Tether-App unterwegs vom Smartphone aus steuern können. Dann allerdings klappt auch der Browser-Zugriff im Heimnetz auf den Repeater nur noch über die Zugangsdaten Ihres TP-Link-Kontos.

Doch während ein herkömmlicher 2×2-Wifi-5-Repeater wie beispielsweise der TP-Link RE300 im 5-GHz-Band nur eine Linkrate von 867 Mbit/s (brutto) erzielen kann, liefert der RE505X hier bis zu 1200 Mbit/s brutto, sofern auch Hauptrouter und die am Repeater angeschlossene Clients über Wifi 6 funken. In Verbindung mit Netgears WAX200-Router und einem 2×2-Wifi-6-Notebook als Repeater-Client messen wir hier Nettoübertragungsraten um die 350 Mbit/s über zwei (!) WLAN-Strecken. Ein am Gigabit-LAN-Port des RE505X angeschlossener LAN-Client kommt über die eine WLAN-Strecke zwischen Repeater und Router sogar auf rund 750 Mbit/s netto. Unsere Videotests mit parallel gestreamten 4K- und 2K-Videos und Nettobandbreiten bis 130 Mbit/s laufen wie erwartet flüssig und ohne jegliche Ruckler. Ebenfalls gut: Über seinen LAN-Port lässt sich der Repeater bei Bedarf auch als flotter Wifi-6-Access-Point nutzen.

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WLAN-Repeater Test: Tp Link Re505x Firmware Update
Das Firmware-Update lässt sich im Webmenü oder via Tether-App durchführen.
WLAN-Repeater Test: Tp Link Re505x Repeater Od Accesspoint Modus
Der RE505X lässt sich bei Bedarf auch als Access Point einrichten.
WLAN-Repeater Test: Tp Link Re505x Tp Link Cloud
Über ein verknüpftes TP-Link-Konto ist der Repeater auch aus der Ferne steuerbar.

Im 2,4-GHz-Band funkt der RE505X hingegen nur mit Wifi 4 bei maximal 300 Mbit/s (40 Mhz) oder gar nur 144,4 (20 MHz). Das Gerät ist also streng genommen ein »Wifi-4/6«-Repeater. Das ist schade, denn Wifi 6 würde bei 2,4 GHz bis zu 574 Mbit/s (40 MHz) und 287 Mbit/s (20 MHz) erreichen, also jeweils rund doppelt so viel wie Wifi 4. Gerade im dichtgedrängten 2,4-GHz-Band wäre dieser Leistungsschub bei identischer Bandbreitennutzung durchaus willkommen. Werden also die Abstände zwischen Router und Repeater zu groß, so dass der Repeater nur noch die reichweitenstärkere aber bandbreitenschwächere 2,4-GHz-Verbindung zum Router halten kann, wird man mit einem stärkeren Einbruch in der Übertragungsleistung rechnen müssen, als mit einem »echten« Wifi-6-Repeater. Dafür ist der TP-Link-Repeater jedoch auch etwas günstiger als ein Gerät mit voller Wifi-6-Unterstützung und damit unsere Wifi-6-Einstiegsempfehlung.

Was Sie ebenfalls beachten sollten: Das ziemlich wuchtige Steckergehäuse des RE505X mit seinen beiden flexiblen externen Antennen sitzt mit seinem Eurostecker ein wenig wackelig in der Wandsteckdose. Hier wäre ein Schukostecker besser gewesen oder zumindest ein beiliegender Steckeradapter, wie ihn beispielsweise AVM seinen Repeatern mitliefert. Wenn Sie sich den RE505X zulegen möchten, planen Sie am besten noch 2 bis 3 Euro zusätzlich für einen Schuko-Adapter ein (siehe beispielsweise hier).

Wifi 6 mit vier LAN-Ports: Netgear EAX20

Im Gegensatz zu den TP-Link-Repeatern kommt der Netgear EAX20 in einem schwarzen Standgehäuse und bietet gleich vier Gigabit-LAN-Ports zum Anschluss weiterer LAN-Clients. Alternativ lässt sich auch der EAX20 im Access-Point-Modus betreiben, und kann auch dann noch drei LAN-Clients einbinden, was mit einem 1-Port-Repeater nicht möglich ist.

Wifi 6 mit Switch

Netgear EAX20

Test  WLAN-Repeater: Netgear EAX20
Der EAX20 von Netgear präsentiert sich als lesitungsfähiger, gut ausgestatteter 2x2-Wifi-6-Repeater mit 4 GbE-Ports, der auch als Wifi-6-Accesspoint eine gute Figur abgibt.

Die WPS-Verbindung mit einem vorhandenen Wifi-6-Router (Netgear WAX200, Honor Router 3) oder einem Wifi-5-Router (Fritzbox) klappt auf Anhieb, wobei wir WPS zuerst am Extender, dann am Router aktivieren müssen. Zumindest diese Info hätte Netgear auf seiner viel zu knapp geratenen Quickinfo abdrucken können, anstatt nur auf den Download der Netgear-App hinzuweisen. Per WPS wird zunächst die leistungsstärkere 5-GHz-Verbindung zwischen Repeater und Router hergestellt. Nach einem zweiten Koppelungsvorgang baut der Repeater dann auch die Verbindung über das 2,4-GHz-Band zum Router auf. Der Repeater übernimmt dabei die SSID und das WPA2-Passwort des Haupt-Routers für sein eigenes Dualband-WLAN. Dies lässt sich aber bei Bedarf im Webmenü des Repeaters anpassen. Hier erhält man auch eine sehr informative Komplett-Übersicht über die beiden Verbindungen zum Hauptrouter und über die beiden vom Repeater aufgespannten WLANs, jeweils mit aktueller Linkrate. Gut: Ebenso wie die AVM- oder Devolo-Repeater bietet auch der Netgear EAX20 eine (separat aktivierbare) SSL-Verschlüsselung für den sicheren Browser-Zugriff aufs Webmenü.

Wer den Repeater über Netgears Nighthawk-App einrichten möchte, wie es die der Packung beiliegenden Quickinfo-Karte vorschlägt, muss die WLAN-Zugangsdaten des Router-WLANs hingegen umständlich von Hand eintippen. Wer den Repeater per WPS und anschließend über das Browser-Menü einrichtet, findet das Gerät über die Domain »mywifiext.net« – allerdings nur dann, wenn der zugreifende Client direkt (per WLAN oder Kabel) mit dem Repeater verbunden ist.

Achtung: Im Gegensatz zu TP-Link klären uns die Funkband-LEDs (»2,4 GHz« und »5 GHz«) bei Netgear über die aktuell aktivierten Repeater-WLANs auf, jedoch nicht, über welche Funkbänder der Repeater gerade mit dem Router (Haupt-WLAN) verbunden ist. Letzteres wäre allerdings die nützlichere Information, da ein Verbindungsabbruch zwischen Router und Repeater unserer Ansicht nach schwieriger zu ermitteln ist, als ein nicht aktiver Repeater-Access-Point.

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WLAN-Repeater Test: Netgear Eax20 Einstellungen Repeater Wlan
Für die Einstellung von SmartConnect müssen die beiden Repeater-SSIDs identisch sein.
WLAN-Repeater Test: Netgear Eax20 Https Aktivieren
Wer möchte, kann den sicheren SSL-Zugang ins Webmenü aktivieren.
WLAN-Repeater Test: Netgear Eax20 Status Acces Point Modus
Der EAX20 lässt sich alternativ auch als Wifi-6-Access-Point verwenden.
WLAN-Repeater Test: Netgear Eax20 Status Alles Verbunden
Die Status-Übersicht im Webmenü zeigt alle wichtigen Informationen zu den Router- und Repeater-seitigen WLAN-Verbindungen.

Die Übertragungsraten des EAX20 über 5 GHz sind in Verbindung mit Wifi-6-Partnern (Router und Client) noch einen kleinen Tick besser als beim TP-Link RE505X, doch der entscheidende Vorteil des Netgear-Repeaters besteht in seiner vollen Wifi-6-Unterstützung. Der EAX20 kann bei 2,4 GHz allein aufgrund des höheren Übertragungsstandards von Haus aus die doppelte Linkrate erzielen wie der TP-Link mit seinem auf Wifi-4 gestutzten WLAN-Modul. Unsere Streaming-Tests mit zwei gleichzeitig abgespielten Videostreams (1x2K Blu-Ray-Qualität und 1x4K unkomprimiert) von zwei entfernten Wifi-Clients (1x Wifi5, 1x Wifi 6) meistert der EAX20 flüssig und ohne störende Ruckler.

Verbindet man sich erstmalig per App oder über das Browsermenü mit dem Repeater, wird nach dem Setup ein automatischer Firmware-Check durchgeführt. Was uns ebenfalls gut gefallen hat: Wie bei AVM oder Devolo funktioniert das Knopfdruck-WPS beim Netgear EAX20 auch zur Anbindung von WLAN-Clients an den Repeater – und nicht nur zur Koppelung des Repeaters mit dem Router.

Die bei Netgear als »FastLane« bezeichnete Einstellung zur Crossband-Übertragung der Daten über die beiden WLAN-Strecken Router-Repeater und Repeater-Client sollten Sie allerdings nur im Ausnahmefall einstellen, da Sie hier je nach Heimnetz-Konstellation auch Übertragungsbandbreite verlieren oder reine 2,4-GHz-Clients eventuell überhaupt nicht mehr mit dem Repeater koppeln können. Wer sich also nicht wirklich sicher ist, sollte es bei der Voreinstellung »Basic« belassen und in der Status-Ansicht darauf achten, dass der Repeater möglichst mit beiden Funkbändern des Routers verbunden ist.

Interessant: Neben der direkten Sperre von Clients am Repeater (nur im Webmenü möglich), lässt sich der Repeater im Rahmen eines Zeitplans auch für alle Repeater-Clients sperren. Eine explizite Client-bezogene Zeitsperre wie bei TP-Link gibt es nicht. Dafür bietet der Netgear-Repeater noch ein zusätzliches Gast-WLAN, das auch tatsächlich den Zugriff auf weitere Geräte im Heimnetz oder darauf laufende Dienste (SMB auf NAS etc.) unterbinden kann.

Obwohl der EAX20 mit 140 Euro kein Schnäppchen ist und Netgear nur ein Jahr Herstellergarantie bietet, ist uns der 2×2-Wifi-6-Repeater aufgrund seiner guten Leistung, Ausstattung und Bedienung eine Empfehlung wert.

Außerdem getestet

AVM FritzRepeater 3000

Der AVM FritzRepeater 3000 lohnt sich für alle, die eine besonders schnelle WLAN-Verbindung (Brücke) zwischen seinem 4×4-WLAN-Router und dem Repeater benötigen. Die am Repeater verbundenen WLAN-Clients nutzen dabei unabhängige WLAN-Module. Damit wird vermieden, dass ein und dasselbe WLAN-Modul des Repeaters für Client-Verbindungen und die Verbindung zum Router aufgeteilt werden muss. Dies wiederum führt zu einer spürbar höheren Übertragungsrate über die Gesamtstrecke zwischen Client und Router.

Und so erzielen wir auch mit einem per WLAN am Repeater angeschlossenen 2×2-Notebook (867 Mbit/s Linkrate) hervorragende Nettoübertragungsraten von mehr als 300 Mbit/s. Ein per LAN-Kabel am Repeater angeschlossener Client erzielt über die leistungsstarke WLAN-Brücke sogar Nettotransfers von bis zu 550 Mbit/s. Über die beiden Gigabit-LAN-Ports des FritzRepeaters 3000 können LAN-Clients also durchaus mit halber Gigabit-LAN-Geschwindigkeit (oder mehr) betrieben werden. Damit eignet sich der Triband-Repeater also auch zur drahtlosen Eingliederung eines Heimnetz-Bereichs, der per LAN-Kabel nicht verbunden werden kann.

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WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Avm Fritzrepeater 3000
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Avm Fritzrepeater 3000
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Avm Fritzrepeater 3000
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Avm Fritzrepeater 300

Wenn es Ihnen nur darum geht, schnell im Internet zu surfen oder Filme zu streamen, benötigen Sie derart hohe Übertragungsraten freilich nicht, schließlich gibt der Internet-Anschluss nur selten mehr als 50 oder 100 Mbit/s her. Wenn Sie aber im Netzwerk regelmäßig Daten übertragen, etwa Mediendaten von einer Netzwerkfestplatte, oder wenn mehr als nur zwei oder drei Familienangehörige das erweiterte WLAN nutzen wie etwa in Büros, dann macht ein leistungsfähiger Repeater wie der 3000er von AVM durchaus Sinn.

Ein kleiner Nachteil beim Einsatz des Tribandrouters: Die schnelle WLAN-Brücke zum Router funktioniert nur im höheren 5-GHz-Bereich ab Kanal 100. Aus diesem Grund muss auch das 5-GHz-WLAN des 4×4-Routers in diesem Funkbereich senden. Eine Fritzbox mit aktueller Firmware stellt sich automatisch auf den höheren Kanalbereich ein. Alternative Router müssen eventuell in ihren WLAN-Einstellungen manuell angepasst werden. Wichtig außerdem: Nicht jeder Dualband-Client unterstützt den kompletten 5-GHz-Kanal-Bereich, sondern nur die DFS-freien Kanäle 36 bis 48. Solche Geräte können mit der Fritzbox dann nur noch über 2,4-GHz-WLAN kommunizieren oder nutzen das zweite 5-GHz-WLAN des Triband-Repeaters.

Leider gibt es eine Reihe von Herstellern, darunter übrigens auch Amazon oder Google mit ihren Firesticks, Chromecasts & Co, die sich aus Kostengründen und/oder Bequemlichkeit um die DFS-Zertifizierung ihrer WLAN-Produkte herumdrücken. Den Hersteller AVM, der sich vorbildlich um die bestmögliche Ausnutzung des immer dichter werdenden WLAN-Netzes bemüht, können wir für die bewusst einkalkulierten Einschränkungen dieser Billigheimer-Produkte natürlich nicht verantwortlich machen.

Trotzdem sollten Sie als Käufer darüber informiert sein, dass es neben voll funktionsfähigen eben leider auch stark eingeschränkt funktionsfähige WLAN-Produkte auf dem Markt gibt, die von dem in Europa für WLAN verfügbaren 5-GHz-Bandes tatsächlich nur ein Viertel (Kanäle 36 bis 48) nutzen können.

Telekom Speed Home Wifi

Der Telekom Speed Home Wifi wurde speziell zur Erweiterung der aktuellen, meshfähigen Telekom-Speedport-Router entwickelt und wird deshalb auch nicht explizit als Repeater für einen Nicht-Telekom-Router beworben. Wir haben das Gerät trotzdem in Verbindung mit einer Fritzbox 7590 ausprobiert und per WPS-Knopfdruck verbunden, was auch auf Anhieb über beide Frequenzbänder funktioniert hat, was sich in den detaillierten WLAN-Verbindungseinstellungen des AVM-Routers überprüfen lässt.

Der Telekom-Repeater übernimmt dabei die SSID und das WPA2-Passwort von unserem Hauptrouter, und signalisiert uns anschließend über seine LEDs, dass er keine Mesh-Verbindung herstellen kann. Dies ist auch nicht verwunderlich, da Mesh-Verbindungen nach wie vor nur innerhalb von Produkten desselben Herstellers funktionieren. Der Speed Home Wifi kann ein Mesh somit nur mit einem der moderneren Telekom-Speedport-Router herstellen, ebenso wie ein AVM-Repeater nur mit einem AVM-Router (Fritzbox) und TP-Link-Repeater nur mit einem TP-Link-Router ein Mesh aufbauen kann.

Die Übertragungsleistung des Geräts als Repeater ist ausgezeichnet. In Verbindung mit einer 4×4-Fritzbox erzielen wir über das leistungsstarke 4×4/2×2-WLAN des Speed Home Wifi ausgezeichnete WLAN-WLAN-Nettotransfers von 260 bis 330 Mbit/s an einem 2×2-WLAN-Client. Über einen der beiden Gigabit-LAN-Ports des Geräts erhalten wir über die einfache WLAN-Verbindung zwischen Router und Speed Home Wifi sogar Transferraten von bis zu 880 Mbit/s an einem LAN-Client.

Doch während Repeater von AVM, TP-Link, Devolo etc. auch in Verbindung mit Routern eines anderen Herstellers grundlegende Konfigurationsmöglichkeiten ermöglichen, gibt es beim Speed Home Wifi in Verbindung mit einem Nicht-Telekom-Router (z. B. einer AVM Fritzbox) praktisch keine Einstellungsmöglichkeiten und auch nur die allernötigsten Status-Infos.

 WLAN-Repeater Test: Telekom Speed Home Wifi Minimal Einstellungsmöglichkeiten Im Repeaterbetrieb An Fritzbox
In Verbindung mit einem Nicht-Telekom-Router bietet der Speed Home Wifi als Repeater praktisch keine Einstellungsanpassungen.

Es gibt keine WLAN-Optionen, nicht einmal die SSID des gekoppelten Speed Home Wifi lässt sich anzupassen (was unter anderem auch den Test über unsere WLAN-WLAN-Strecke ein wenig komplizierter machte). Wir können im Webmenü des Telekom-Geräts eigentlich nur das Zugangspasswort zum Webmenü ändern und ein Firmware-Update durchführen – mehr nicht. Auch das automatisiert ablaufende Firmware-Update funktionierte im Repeater-Modus zunächst nicht und wir mussten die Datei manuell von der Telekom-Homepage herunterladen. Erst im Anschluss funktionierte das Update dann auch automatisiert per Update-Schaltfläche im Webmenü. Auch die Status-Information zu verbundenen Clients ist uns deutlich zu knapp geraten. Und deshalb würden wir das Gerät trotz seiner sehr guten Übertragungsleistungen auch aktuell nicht als Repeater für den Einsatz an einem Nicht-Telekom-Router empfehlen.

Allerdings werden wir den Speed Home Wifi als Zweierpack-Variante auch noch einmal separat in unserer Rubrik WLAN-Mesh-Systeme testen. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Geräten dieser Testrubrik lässt sich mit mindestens zwei Speed Home Wifis ein vergleichsweise kostengünstiges WLAN-Mesh erstellen, wobei man seinen bereits vorhandenen Router als Heimnetzzentrale für Internetanschluss, Telefonie oder Zugangskontrollen weiternutzen kann.

Netgear EAX80

Den Netgear EAX80 kann man durchaus als »großen Bruder« des EAX20 bezeichnen. Der mit rund 250 Euro ziemlich teure Dualband-Repeater überträgt nicht nur mit 4×4 Daten-Streams je Frequenzband, was die Linkrate im 2,4-GHz-Band auf bis zu 1200 Mbit/s verdoppelt, sondern kann im 5-GHz-Band zusätzlich auch noch die Übertragungsbandbreite von 80 auf 160 MHz verdoppeln, so dass hier Linkraten von bis zu 4800 Mbit/s möglich sind. Wer dieses Gerät wirklich ausreizen möchte, benötigt neben dem entsprechenden Kleingeld auch einen leistungsfähigen 4×4-Wifi-6-Hauptrouter, wie beispielsweise den Netgear WAX200, mit dem wir den EAX80 auch getestet haben. Dabei haben wir den Repeater über die Kanäle 36 bis 64 mit dem Wifi-6-Router verbunden, was natürlich nur dann mit voller Bandbreite funktioniert, wenn auf den DFS-Kanälen 52 bis 64 gerade keine bevorrechtigte Radarnutzung erfolgt.

Das Setup des Netgear EAX80 verläuft dabei zunächst analog zum kleineren EAX20-Repeater. Auch hier werden wir beim Setup via Knopfdruck-WPS zunächst nur über ein WLAN-Funkband mit dem Router verbunden. Die Verbindung über das zweite Funkband nach einem zweiten WPS-Koppelungsvorgang funktioniert zunächst nicht – auch nicht nach einer Firmware-Aktualisierung des Geräts. Nachdem es uns schließlich gelungen ist, Router und Repeater über beide WLAN-Bänder (2,4 und 5 GHz) zu verbinden, folgt das nächste Problem: Denn der EA80, dessen beide Repeater-WLANs wir zunächst als SmartConnect unter derselben SSID und dem selben WPA2-Passwort eingerichtet hatten, verschiebt unseren 2×2-Wifi-6-Test-Client immer auf das leistungsschwächere 2,4-GHz-Band, wodurch wir sehr schlechte Übertragungsraten über beide WLAN-Strecken erzielen. Wir mussten schließlich beide Repeater-WLANs unterschiedlich benennen, so dass wir unseren Test-Client explizit über 5-GHz leiten und damit die maximalen Durchsatzraten über die doppelte WLAN-Strecke erzielen konnten, was natürlich im praktischen Einsatz wenig sinnvoll ist.

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WLAN-Repeater Test: Netgear Eax80 Status Verbindung Strecke 1 Schlecht
WLAN-Repeater Test: Netgear Eax80 Status Verbindung Strecke 2
WLAN-Repeater Test: Netgear Eax80 Usb Medienserver Nur Mit Vollem Schreibzugriff

Der EA20 hingegen hat uns bei denselben Einstellungen über SmartConnect immer über die schnellstmögliche Funkverbindung geleitet, was wir auch vom deutlich teureren EAX80 erwarten würden. Erst nach sehr vielen Testläufen haben wir schließlich festgestellt, dass unser EAX80-Repeater immer erst dann verlässlich arbeitete, wenn wir nach jeder vollzogenen Einstellungsänderung anschließend noch einen zusätzlichen Neustart des Geräts über das Webmenü durchführten.

Ein ähnliches Problem tritt auf, wenn man den tadellos arbeitenden Repeater ausschaltet, an einen anderen Standort im Heimnetz versetzt und wieder einschaltet. Hier hatten wir dann trotz sehr guter iperf3-Durchsatzmessungen plötzlich erhebliche Probleme beim Videostreaming und es gelang uns zunächst nicht, ein 4k-Video ohne Ruckler über die WLAN-WLAN-Verbindung zu streamen, was mit dem kleinerer Bruder EAX20 immer auf Anhieb funktionierte. Erst nach einem Reboot des EAX80 via Webmenü funktioniert dann auch das Streaming – auch parallel mit zwei Streaming-Clients (2K und 4K). Um dieses Problem zu verifizieren haben wir hier erneut einen direkten Crosscheck mit dem EAX20 durchgeführt, was uns bestätigte, dass der EAX80 hier tatsächlich ein Problem hat, das beim EAX20 definitiv nicht auftritt. Hier muss Netgear unbedingt nachbessern.

Ebenfalls nicht vollends überzeugt hat uns der USB3.0-Port des EAX80, der Dateien eines angeschlossenen USB-Speichers per SMB und DLNA (Mediaserver) im Netzwerk bereitstellen soll. Hier funktionierte der integrierte Schreib-/Leseschutz nicht zuverlässig, so dass wir die Inhalte auf dem USB-Speicher nur dann über DLNA streamen konnten, wenn auch der SMB-Schreibschutz deaktiviert ist – was natürlich wenig sinnvoll ist. Solange hier nicht nachgebessert wird, ist der USB-Port des Repeaters nicht mehr als ein nettes Gimmick. Auch die Leistungsaufnahme von gut 7 Watt im Leerlauf finden wir für einen Dualband-Repeater relativ hoch.

TP-Link TL-WA850RE

Trotz seines extrem günstigen Preises würden wir den TP-Link TL-WA850RE – ebenso wie grundsätzlich alle Singleband-Repeater – nicht als WLAN-Verteiler im Heimnetz empfehlen. Die Übertragungsraten der nur im 2,4-GHz-Band funkenden Geräte sind einfach viel zu gering. Hinzu kommt, dass das 2,4-GHz-Band aufgrund seiner höheren Reichweiter und seiner vergleichsweise geringen nutzbaren Bandbreite in Wohngebieten immer ausgelastet ist und deshalb nur mit halber Geschwindigkeit (20MHz statt 40 MHz Bandbreite) arbeitet. Entsprechend funkt ein 300 Mbit/s-Singleband-Repeater bei 20 MHz Bandbreite eben nur mit 144,4 Mbit/s Brutto. Und da der Singleband-Repeater beide WLAN-Verbindungstrecken (Router-Repeater und Repeater-Client) über das gleiche Funkmodul abwickelt, halbiert sich die Linkrate noch einmal auf 72,2 Mbit/s. Und dann müssen wir davon noch einmal ca. 40 bis 50 Prozent Payload abziehen, so dass als tatsächliche Nettodatenrate nicht mehr viel übrig bleibt. Nur etwa 35 bis maximal 40 Mbit/s kommen mit solch einem Singelband-Gerät über die beiden WLAN-Strecken vom Router zum Repeater und vom Repeater zum Client bestenfalls an, was unsere Messungen im Praxistest dann auch gezeigt haben. Sie tun sich mit einem solchen Geräte also keinen großen Gefallen, auch dann nicht, wenn es unter 20 Euro kostet.

 WLAN-Repeater Test: Tp Link Tl Wa850re Status Webmenü
Das Problem eines Singleband-Repeaters besteht darin, dass er nur das schmale 2,4-GHz-Band zur Verfügung hat, um zwei Verbindungstrecken (Haupt- und Repeater-WLAN) zu überbrücken.

Immerhin kann der TP-Link-Repeater auch als einfacher 2,4-GHz-Acces-Point betrieben werden, der dann immerhin noch Übertragungsraten von rund 90 Mbit/s ermöglicht. Allerdings bietet TL-WA850RE so gut wie keine Dokumentation (weder Online-Hilfe noch Handbuch) und auch das dringend anzuratende Firmware-Update muss sehr umständlich manuell durchgeführt werden (separater Download der Firmwaredatei von der Herstellerseite).

TP-Link RE200

Der RE200 ist TP-Links Einstiegsmodell bei den Dualband-Repeatern. Das Gerät kommt mit einem 2×2-Funkmodul mit maximal 300 Mbit/s im 2,4-GHz-Band und einem 1×1-Funkmodul mit 433 Mbit/s bei 5 GHz. Der vergleichsweise günstige Repeater liefert zwar auf der einen Seite bereits erheblich bessere Übertragungsraten als ein Singleband-Repeater, doch ist das Gerät auch fast immer deutlich langsamer als ein 1200er-Repeater, der über 5GHz von Haus aus doppelt so schnell ist, was sich unsere Praxistests bestätigen konnten. Hier erzielen wir im besten Fall 125 bis 135 Mbit/s, was immerhin noch für zwei parallele 2k-Streams und sogar einen einzelnen 4k-Stream ausreichte. Mit dem nur fünf Euro teureren RE300 erzielten wir im Praxistest fast doppelt so schnelle Übertragungsraten.

 WLAN-Repeater Test: Tp Link Re200 Onemesh Einstellung
Ebenso wie der RE300 kann auch der RE200 in Verbindung mit einem aktuellen TP-Link-Router ein WLAN-Mesh bilden, was die Verbindung mobiler WLAN-Clients und die Synchronisierung von WLAN-Einstellungen optimieren kann.

Gut: Auch der R200 kommt mit automatisiertem Firmware-Update, vergleichsweise ausführlichen Erläuterungen im Webmenü und verbindet sich (nach dem Firmware-Update) mit nur einem einem Knopfdruck mit beiden Funkbändern des Haupt-Routers. Wie bei allen TP-Link-Geräten im Test können Clients nicht per WPS-Taste mit dem Repeater verbunden werden, da diese nur für die Vebindung zum Router funktioniert. Allerdings können die WLAN-Zugangsdaten (WPA2-Passwort) des Repeaters über die Tether-App geteilt werden, so dass sich zusätzliche Clients wie Smartphones oder Notebooks auch ohne langwieriges Passworteintippen verbinden lassen. Ein Handbuch gibt es für den RE200 allerdings nicht.

Dafür lässt sich an den Fast-Ethernet-Port des Repeaters bei Bedarf ein LAN-Client anbinden oder man kann das Gerät im Access-Point-Modus betreiben, allerdings dann nur mit maximal 95 Mbit/s Nettodatenrate.

TP-Link RE650

TP-Links RE650 bietet mit seinem schnellen 4×4-Dualbandfunk ähnliche Übertragungsleistungen wie der FritzRepeater 2400 und ist wie dieser mit aktuellem MU-MIMO und einem Gigabit-LAN-Port ausgestattet, über den der Repeater einen LAN-Client einbinden oder auch als leistungsstarker Access Point genutzt werden kann. Allerdings ist der TP-Link-Repeater noch einmal etwas teurer als der 2400er von AVM, weniger energieeffizient, schlechter dokumentiert und bietet statt 5 Jahren »nur« 3 Jahre Garantie.

Netgear EX8000

Als Triband-Repeater mit drei separaten Funkmodulen und MU-MIMO-WLAN ist Netgears EX8000 ein direkter Konkurrent zu AVMs FritzRepeater 3000. Neben einem 4-Port-GbE-Switch besitzt der EX8000 auch einen USB-Anschluss mit NAS-Funktionalität (inklusive DLNA-Mediaserver). Ebenso wie bei AVMs Triband-Router kommt die leistungsstarke 4×4-Verbindung zwischen Router und Repeater nur zustande, wenn das 4×4-Funkmodul des Routers bei 5 GHz auf Kanal 100 (oder höher) eingestellt ist. Da der EX8000 noch einmal deutlich teurer als AVMs 3000er ist und zudem nur 1 Jahr Herstellergarantie bietet, können wir trotz der zwei GbE-Ports mehr und dem USB-Media-Server leider keine Empfehlung aussprechen.

Devolo WiFi Repeater ac

Devolos WiFi Repeater ac ist mit zweimaligem Drücken der WPS-Taste als Repeater im Heimnetz einsatzbereit. Wer jedoch zusätzliche Einstellungen vornehmen oder gar nach einem aktuellen Firmware-Update suchen möchte, muss zunächst im Router nach der IP-Adresse des Devolo Repeaters suchen. Denn eine App oder ein Tool, mit dem man rasch auf die Weboberfläche des Repeaters gelangt, stellt Devolo nicht bereit. Das Firmware-Update muss händisch durchgeführt werden, indem man die Update-Datei von der Devolo-Homepage herunterlädt und dann über die Weboberfläche des PCs auf den Repeater überträgt.

Die Weboberfläche des Repeaters ist recht spartanisch, es gibt weder Verbindungsinformationen noch eine Client-Übersicht und auch keine Online-Hilfe – von einem Handbuch ganz zu schweigen. Dafür lassen sich neue WLAN-Clients direkt über die WPS-Taste des Devolo-Repeaters einbinden und über den unten angebrachten LAN-Port kann der Repeater auch als Access Point betrieben werden.

Rock Space AC 1200

Der Rock Space AC 1200 ist ein Dualband-Repeater mit Einschränkungen, denn er kann sich nur dann über 5 GHz mit dem Router verbinden, wenn der Router gerade das untere 5-GHz-Band (Kanäle 36 bis 48, auch »UNII-1 Band« genannt) nutzt. Falls nicht, funkt der Rock Space nur über das deutlich durchsatzschwächere 2,4-GHz-Band mit dem Router, wodurch wir dann mit einem 2,4-GHz-Client am Repeater ähnlich schwache Durchsätze wie bei einem Singleband-Repeater erhalten. Über einen 5-GHz-Client erzielen wir immerhin noch Transferraten von etwa 75 Mbit/s im Down- und rund 90 Mbit/s im Upstream, was aber deutlich hinter den von einem 1200er-Repeater zu erwartenden Übertragungsleistungen zurückbleibt.

Ebenfalls ärgerlich: Es gibt kein automatisches Firmware-Update und wir finden auch keinen Support-Bereich für das Produkt im wenig übersichtlichen Online-Auftritt des Herstellers, von dem wir uns eventuell eine Firmware-Datei hätten herunterladen können. Das Webmenü des Repeaters ist zwar eingedeutscht, enthält aber nur sehr dürftige Informationen und Einstellungsmöglichkeiten, die zudem auch nicht näher erklärt werden (Online-Hilfe).

 WLAN-Repeater Test: Rock Space Ac1200 Bei Kanal 161 Unii3
In unserem Test funkte der Rock Space Repeater mit seinem 5-GHz-Modul teilweise auf Frequenzen, die in Europa für den Privatbereich nicht zugelassen sind.

Problematisch zudem: Als wir den Access Point Modus des Geräts aktivieren, funkt der Rockspace bei 5 GHz plötzlich im UNII-3 Band, das in Deutschland privat gar nicht für WLAN-Verbindungen genutzt werden darf. Eine Möglichkeit, die Kanaleinstellungen anzupassen, ist ebenfalls nicht vorhanden. Damit sind eigentlich schon die wichtigsten Gründe genannt, weswegen wir für dieses Gerät definitiv keine Empfehlung aussprechen können.

Victure WE1200

Ähnlich wie beim Rock Space handelt es sich auch beim Victure WE1200 um einen nicht vollständig ausgereiften Dualband-Repeater. Das Gerät ist nämlich von Haus aus immer nur über ein einziges Band (2,4 ODER 5 GHz) mit dem Router verbunden. Die zweite Einschränkung: Auch dieser Repeater unterstützt im 5-GHz-Band nur die unteren Kanäle 36 bis 48. Falls Ihr Router also gerade mit Kanal 52 bis 64 oder ab Kanal 100 funkt, erkennt der Vicure ebenso wie Rock Space das 5-GHz-Band des Routers nicht. Oder, was ebenfalls passieren kann: Sie verbinden das Gerät über 5-GHz mit Ihrem Router, weil dieser gerade zufällig über die Kanäle 36 bis 38 funkt. Wechselt Ihr Router etwas später auf einen anderen Kanal (beispielsweise auf Kanal 54 oder 100), bricht die Verbindung zwischen Router und Victure-Repeater komplett ab und muss zudem komplett neu konfiguriert werden. Dabei spielt es auch keine Rolle, falls Sie den Repeater zuvor schon einmal über das 2,4-GHz-Band Ihres Routers verbunden hatten!

Doch es kommt noch besser (bzw. schlechter): Bei der Einrichtung über die WPS-Taste übernimmt der Victure zwar das WPA2-Passwort des Routers für beide Repeater-SSIDs, vergibt dann aber jeweils abweichende SSID-Namen, also einen für das 2,4-GHz- und einen für das 5-GHz-WLAN. Um das zu ändern, rufen wir via Browser das leidlich eingedeutschte Webmenü des Repeaters auf, wobei die erweiterten Einstellungen hinter einer Schaltfläche mit der irreführenden Bezeichnung »Fortschritte« zu finden sind. Selbst nach mehreren Anläufen (inklusive Neustarts, Komplett-Resets und dergleichen) ist es uns nicht gelungen, irgendeine der beiden weitergeleiteten SSIDs des Repeaters, sprich: SSID-Name oder WPA-Passwort, nachträglich zu ändern. Sie müssen sich also im Zweifelsfall mit drei voneinander abweichendenden WLAN-SSIDs zufriedengeben, die Ihnen dieser Repeater nach der WPS-Kopplung mit dem Router automatisiert vorgibt. Auf den Test des Access-Point-Modus konnten wir verzichten, da sich dieser über die Weboberfläche nicht aktivieren ließ – auch nicht nach mehreren Anläufen, Neustarts usw. usf. Doch vielleicht war das letztlich auch besser so.

 WLAN-Repeater Test: Victure We1200 Webmenü Fehler
Wer sich an den Einstellungen des Victure WE1200 versucht, bekommt hin und wieder interessante Webmenü-Layouts zu Gesicht.

Wie auch beim Rock-Space-Repeater gibt es kein automatisiertes Firmware-Update-Funktion. Auch an der zukünftigen Bereitstellung eines manuelle Firmware-Updates darf wohl gezweifelt werden, denn ein Blick auf die Homepage des Herstellers liefert uns nicht einmal eine simple Beschreibung, geschweige denn irgendwelche technischen Standard-Informationen zu dem Repeater-Modell, sondern verweist uns direkt vom Produktfoto auf die Amazon-Verkaufsseite. Machen Sie also besser einen großen Bogen um diesen Repeater und den Hersteller, der sich scheinbar auch nicht zu schade ist, den Kunden mit einem Gutschein im Wert von 20 Euro zu »belohnen«, falls man für sein Stückchen Hardware (der Autor möchte hier das Wort »Schrott« vermeiden) eine gute Bewertung bei Amazon abgibt. Vermutlich lassen sich damit auch einige der positiven Bewertungen für diesen Repeater erklären.

Die wichtigsten Fragen

Was ist ein Dualband-Router?

Ein Router mit Dualband kann auf zwei unterschiedlichen Frequenzen funken. Damit ist man nicht mehr auf das oft überlaufene 2,4-Ghz-Band beschränkt, sondern kann auch das 5-Ghz-Band nutzen. Damit ist es deutlich einfacher möglich, hohe Datenraten zu erzielen.

Was ist ein WLAN-Repeater?

Ein WLAN-Repeater vergrößert die Reichweite des WLAN-Signal, indem er das Signal des Routers weiterleitet. Bringt das WLAN-Modem zu wenig Leistung, um das ganze Haus mit WLAN zu versorgen, ist ein WLAN-Repeater also eine gute Möglichkeit, für guten WLAN-Empfang im ganzen Haus zu sorgen.

Hat der WLAN-Repeater das gleiche Passwort wie der WLAN-Router?

Ja. Der Repeater kopiert lediglich das WLAN-Signal des Routers – und damit auch das Passwort.

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