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Der beste WLAN-Repeater

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WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Avm Fritzrepeater 2400
Michael Seemann

Michael Seemann

interessiert sich für alle Geräte, die man in seinem Heimnetz sinnvoll einsetzen kann. Geweckt wurde sein spezielles Interesse für die Heimvernetzung schon 2004, als er die erste Fritzbox mit integrierter Internettelefonie zu Gesicht bekam. Michael schreibt und testet unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PCgo und Connect.

Wenn zuhause der WLAN-Empfang schwächelt, muss das Funknetz verstärkt werden. Am schnellsten und einfachsten geht das mit einem WLAN-Repeater. Der beste für die meisten ist der FritzRepeater 1200: Er ist klein und schnell, hat modernste Netzwerktechnik an Bord – und kostet nicht viel.

Update 1. November 2019

Wir haben drei neue Repeater von AVM getestet, den FritzRepeater 1200, den FritzRepeater 2400 und den FritzRepeater 3000. Alle drei sind neue Empfehlungen.

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26. Februar 2019

AVM hat bekannt gegeben, dass der FRITZ!Repeater 3000 ab sofort im Handel erhältlich ist. Der Mesh-Repeater hat drei Funkeinheiten für 2,4 GHz, 5,0 GHz und ein weiteres 5,0 GHz-Band für die Kommunikation mit dem Router. Darüber hinaus beherrscht er die WLAN-Technologien Band Steering und AP Steering. Zur Anbindung von Kabelgeräten verfügt er außerdem über zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse.

Der offizielle Verkaufspreis liegt bei 129 Euro. Wir werden das Gerät so schnell wie möglich testen.

Wer bei sich zu Hause überall guten WLAN-Empfang hat, darf sich glücklich schätzen. Denn in vielen Haushalten reicht das WLAN des Routers meist nicht in alle Räume oder Bereiche, in denen man die drahtlose Online-Anbindung gerne nutzen möchte. Ein (zu) schwaches Funksignal wird dann zum Problem, wenn das Webradio in der Küche immer wieder aussetzt oder der Online-Live-Stream ständig in die schlechtere Auflösung wechselt. Nervig! Damit das nicht mehr passiert, muss eine Lösung her.

Abhilfe kann ein WLAN-Repeater schaffen. Es verstärkt das WLAN-Funksignal des Routers. Dabei empfängt der WLAN-Repeater seine Daten wie ein normaler WLAN-Client drahtlos vom Router und spannt gleichzeitig ein eigenes WLAN auf, in das er die Daten weitersendet. Auf diese Weise erhalten Clients, die für eine direkte Verbindung zum Router zu weit entfernt sind (oder durch Hindernisse blockiert werden), einen indirekten Zugriff über den WLAN-Repeater zum Router.

In der Regel verbindet man den Repeater dabei per Kopfdruck (WPS) mit dem WLAN des vorhandenen Routers. Gleichzeitig verwendet der Repeater diese Zugangsdaten, um ein identisches WLAN für die entfernten Clients aufzuspannen. Der Vorteil: Die Clients können sich nahtlos mit dem Repeater-WLAN verbinden, da sie diese Zugangsdaten gespeichert haben, sofern sie zuvor schon einmal direkt mit dem WLAN des Routers verbunden waren. Als Anwender sieht man dann auch gar nicht, ob man gerade mit dem WLAN des Routers oder dem des Repeaters verbunden ist, da beide dieselbe SSID samt WPA2-Passwort verwenden.

Moderne WLAN-Repeater sind Dualband-fähig und arbeiten parallel mit zwei WLAN-Funkfrequenzen (2,4 und 5 Gigahertz). Auf diese Weise können sie entweder beide Frequenzen gleichzeitig oder das jeweils beste Funkband für die beiden Verbindungsstrecken wählen. Dann allerdings muss der Repeater auch tatsächlich so eingerichtet werden, dass er bei Bedarf über beide WLAN-Frequenzen mit dem Router kommunizieren kann.

Wir haben 9 WLAN-Repeater getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

AVM FritzRepeater 1200

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200
Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster und energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der 2x2-Funk einen guten Kompromiss, zumal der Repeater seine MU-MIMO-Funktion auch in der Verbindung zum 4x4-Router nutzen kann.

Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster, energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der über seine beiden 2×2-Funkmodule überraschend gute Übertragungsraten liefert und dabei dennoch nicht alle MU-MIMO-Streams eines 4×4-Routers belegt. Wie alle AVM-Repeater in unserem Test lässt er sich sehr einfach in ein vorhandenes WLAN einbinden, kommt mit fünf Jahren Garantie, einer vorbildlichen deutschsprachigen Dokumentation und unterstützt in Verbindung mit einer Fritzbox (ab FritzOS 7) komfortable Mesh-Funktionalität. Über den integrierten Gigabit-LAN-Port lassen sich Geräte mit Kabelanschluss ins WLAN einbinden oder man nutzt den Repeater alternativ als WLAN-Access-Point.

Maximale Leistung

AVM FritzRepeater 3000

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 3000
Der FritzRepeater 3000 schlägt mit seinem dritten 4x4-Funkmodul die durchsatzstärkste WLAN-Brücke zu einer 4x4-Fritzbox und bietet damit eine interessante Alternative zur Kabelverbindung.

Als Triband-Gerät ist der FritzRepeater 3000 AVMs teuerster Repeater. Er kann über sein drittes Funkmodul eine separate 4×4-MIMO-Verbindung mit 1733 Mbit/s zu einer 4×4-MIMO-Fritzbox (oder einem alternativen 4×4-Router mit DFS-Unterstützung) aufbauen. Diese sehr durchsatzstarke WLAN-Brücke zwischen Router und Repeater lässt sich durchaus als ernsthafte Alternative zu einer Verbindung per LAN-Kabel nutzen. Wer wirklich die maximale Leistung will und einen entsprechend potenten Router als Gegenstück hat, bekommt zur Zeit nichts besseres.

Dualband-Repeater

AVM FritzRepeater 2400

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400
Der FritzRepeater 2400 liegt preislich und bei der Übertragungsleistung zwischen AVMs Repeater-Modellen 1200 und 3000.

Der FritzRepeater 2400 liegt bezüglich seiner Übertragungsleistung in etwa zwischen den AVM-Repeater-Modellen 1200 und 3000. Er ist mit seinen beiden 4×4-Funkmodulen unser aktuell leistungsfähigster Dualband-Repeater, allerdings auch teurer und aufgrund seiner Gehäusegröße etwas unhandlicher als unser Testsieger.

Für Router ohne MU-MIMO

AVM FritzWLAN Repeater 1750E

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM Fritz WLAN Repeater 1750E
Der immer noch leistungsstarke, vielseitige 3x3-Dualband-Repeater kommt mit der für AVM typischen Top-Ausstattung, vorbildlicher Dokumentation, aber im Gegesatz zu den neueren AVM-Modellen ohne MU-MIMO und ohne WPA3-Vorbereitung.

von 553 Lesern gekauft

Der AVM FritzRepeater 1750E ist für uns nach wie vor ein sehr guter Repeater, der in Heimnetzen ohne MU-MIMO-fähigen WLAN-Router keine Nachteile gegenüber unserem neuen Testsieger besitzt – mit Ausnahme seines recht großen Steckergehäuses.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerMaximale LeistungDualband-RepeaterFür Router ohne MU-MIMO
ModellAVM FritzRepeater 1200AVM FritzRepeater 3000AVM FritzRepeater 2400AVM FritzWLAN Repeater 1750ETP-Link RE355TP-Link RE650Netgear EX8000AVM FritzWLAN Repeater 1160Devolo WiFi Repeater ac
Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 3000Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM Fritz WLAN Repeater 1750ETest WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: TP-Link RE355Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: TP-Link RE650Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear EX8000Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM Fritz WLAN Repeater 1160Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo WiFi Repeater ac
Pro
  • Gute Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point nutzbar
  • MU-MIMO- und Mesh-fähig
  • Sehr energieeffizient (unter 3 Watt) und platzsparend
  • Belegt nur 2x2 Streams eines 4x4-MU-MIMO-Routers
  • Beste Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point (Triband) nutzbar
  • 2 x GbE-LAN-Ports
  • MU-MIMO- und Mesh-fähig
  • Als 4x4-Triband-Repeater verhältnismäßig günstig
  • Sehr gute Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point nutzbar
  • MU-MIMO- und Mesh-fähig
  • Energieeffizient
  • Gute Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point nutzbar
  • App-taugliches Webmenü
  • Energieeffizient
  • Gute Übertragungsraten
  • Komfortable App (Tether)
  • Verbindungs-LEDs für 2,4-/5-Gigahertz-Band
  • Energieeffizient
  • Sehr gute Übertragungsraten (in Verb. mit 4x4-Router)
  • Verbindungs-LEDs für 2,4-/5-Gigahertz-Band
  • Komfortable App (Tether)
  • Höchste Übertragungsraten im Test (in Verb. mit 4x4-Router)
  • 4 Gigabit-LAN-Ports
  • LEDs
  • Funktionalität (inkl. Mesh)
  • App-taugliches Webmenü
  • Sehr energieffizient (unter 3 Watt)
  • Sehr sparsam (unter 3 Watt)
  • WPS für Router-und Client-Verbindung
Contra
  • Als 2x2-Repeater technisch bedingte, geringere Übertragungsrate als ein 4x4-Repeater
  • Stromverbrauch (über 5 Watt)
  • Maximale Leistung nur in Verbindung mit 4x4-Router
  • WLAN im Router muss evtl. angepasst werden
  • Teuerster AVM-Repeater
  • Teuer
  • Maximale Leistung nur in Verbindung mit 4x4-Router
  • Relativ großes Steckergehäuse
  • Kein MU-MIMO
  • Relativ großes Steckergehäuse
  • Handbuch und Webmenü in Englisch
  • Keine WPS-Funktion für Client-Anbindung
  • Kein Access-Point-Modus
  • Umständliches Fimware-Update
  • Handbuch in Englisch
  • Keine WPS-Funktion für Client-Anbindung
  • Teuer
  • Stromverbrauch
  • WLAN im Router muss angepasst werden
  • Handbuch in Englisch
  • Sehr Teuer
  • Kein LAN-Port
  • Kein MU-MIMO
  • Relativ großes Steckergehäuse
  • Leider inzwischen teurer als der besser ausgestattete 1750e
  • Umständliches Firmware-Update
  • Geringe Funktionalität
  • Mäßige Datenrate
  • Kaum Online-Hilfe
  • Kein Handbuch
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Was Sie über WLAN-Repeater wissen sollten

Die maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit eines WLAN-Repeaters (wie auch eines jeden anderen WLAN-Geräts) hängt von der Anzahl der separaten Datenstreams ab, den die Geräte gleichzeitig übertragen können. Diese Fähigkeit wird mit dem Fachbegriff »MIMO« umschrieben. MIMO ist die Abkürzung für »Multiple Input Multiple Output« und gibt an, mit wie vielen parallelen Datenverbindungen ein WLAN-Gerät senden und empfangen kann.

Ohne MIMO geht gar nichts

Wir haben für unseren Test ausschließlich WLAN-Repeater ausgewählt, die wenigstens mit zwei parallelen Datenströmen senden und empfangen können. Man spricht hier auch von Geräten mit 2×2-MIMO. Etwas teurer sind WLAN-Repeater mit 3×3-MIMO und deutlich teurer sind Geräte, die 4×4-MIMO unterstützen. Eine größere Anzahl paralleler Datenstreams erhöht nicht nur die maximal mögliche Übertragungsrate, sondern bietet auch Vorteile bei der genaueren Ausrichtung des WLAN-Signals, das wiederum zu einer höheren Reichweite führt.

Doch Vorsicht: Damit ein WLAN-Repeater mit 4×4-MIMO seine maximale Übertragungsrate ausspielen kann, benötigt er als Gegenüber auch einen 4×4-MIMO-Router. Damit sind aktuell nur die etwas teureren Router ausgestattet, wie zum Beispiel AVMs Fritzbox 7590, Telekoms Speedport W 925V oder TP-Links Archer VR2800v.

Immer wichtiger wird zudem die Übertragungstechnik Multi-User MIMO (kurz: MU-MIMO), das allerdings nur von WLAN-Geräten der zweiten 802.11ac-Generation (»Wave 2«) unterstützt wird. Mit MU-MIMO kann ein Access Point gleichzeitig mit mehreren WLAN-Geräten im 5-GHz-Band kommunizieren – und muss nicht immer zwischen den einzelnen Geräten hin- und herwechseln. Da inzwischen alle halbwegs aktuellen Smartphones (Notebooks etc.) und auch alle aktuellen 4×4-WLAN-Router MU-MIMO unterstützen, macht diese Technik auch bei einem WLAN-Repeater Sinn.

Mit den neueren Repeatern von AVM kommen nun alle unserer vier Repeater-Empfehlungen vom Berliner Hersteller – schlicht und einfach, weil sie alle in ihrem Bereich die Nase einen Ticken vorn haben. Einzig der RE355 von TP-Link hätte es beinahe noch in die Liste der Empfehlungen geschafft, da er bei der Übertragungsgeschwindigkeit ähnlich gut ist wie der FritzRepeater 1750E und sogar etwas günstiger ist. Bei Bedienung, Handhabung und Funktionalität ist er dem FritzRepeater aber unterlegen, weshalb wir dem trotz des etwas höheren Preises den Vorzug geben.

Dämpfer für die WLAN-Verbindung

Was ist der Grund für die eingeschränkte Reichweite beim WLAN – und warum ist das in jedem Haushalt anders? Die Hauptursache liegt in der Dämpfung des WLAN-Signals. Befinden sich keine Hindernisse zwischen WLAN-Router und Client, sprich Notebook, Smartphone, Tablet oder Webradio, lassen sich damit Strecken über 100 Meter und mehr überbrücken. Denn das WLAN-Signal wird durch Luftmoleküle nur relativ schwach gedämpft. Aber wer hat schon von überall im Haus eine freie Sichtverbindung zum Router?

Das WLAN-Signal wird durch Wände und Möbel gedämpft

Im häuslichen Bereich wird die Reichweite des WLANs vor allem durch bauliche Hindernisse in der Übertragungsstrecke beeinträchtigt. Das sind in erster Linie Mauern und Wände, Böden und Decken, aber auch Schränke, Regale, Heizkörper und andere (meist massive) Einrichtungsgegenstände.

All diese Hindernisse führen in der Summe dazu, dass das Signal des Routers an bestimmten Standorten in der Wohnung einfach zu schwach ist. Eine stabile Verbindung zum WLAN-Router ist dort nicht mehr möglich – oder die Übertragungsrate ist für bestimmte Anwendungen wie etwa die Videoübertragungen zu gering. Denn mit zunehmender Dämpfung des WLAN-Signals nimmt auch die physikalisch mögliche Übertragungsrate – die Übertragungsgeschwindigkeit – zwischen Router und Empfangsgerät ab.

Möglichkeiten zur WLAN-Verbesserung

Für einen guten WLAN-Empfang kommt es nicht nur auf die baulichen Gegebenheiten an, sondern auch ganz entscheidend auf den Standort des Routers. Ist er irgendwo am Boden in einem Schrank zwischen vielen Kabeln versteckt, wird das Signal nicht so weit reichen, wie wenn er frei auf einem Schrank steht. Daher sollten Sie als allererstes mit Ihrem bisherigen Router experimentieren, ob Sie ihn nicht an einer besseren Stelle installieren können.

Denn die beste Lösung, WLAN-Empfangsprobleme zu beheben, ist es, den Router so aufzustellen, dass sein Funknetz die ganze Wohnung oder das ganze Haus abdeckt. Wenn das bei Ihnen irgendwie möglich ist, tun Sie das! Selbst wenn Sie dazu ein wenig umbauen oder ein Netzwerkkabel verlegen müssen: Am Ende werden Sie mit dieser Lösung die wenigsten Probleme haben. Denn mehr Geräte bedeuten auch immer mehr Fehlerquellen.

Die zweitbeste, wenn auch meist wenig praktikable Lösung ist es, Netzwerkkabel durchs Haus zu ziehen und schlecht versorgte Bereiche des Haushalts mit einer direkten Kabelverbindung zum Router zu verbinden. Hier kann man dann entweder Clients direkt per Kabel anschließen (etwa Fernseher oder PC) oder eine WLAN-Basisstation (Access Point) anschließen, die ein eigenes WLAN-Netz aufspannt.

Doch eine nachträgliche Installation von Netzwerkkabeln und -anschlüssen erfordert ein gewisses handwerkliches Geschick und ist auch nicht immer möglich. Zumal in Mietverhältnissen der Haus- oder Wohnungseigentümer zustimmen muss, wenn größere Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich sind.

Eine einfachere Lösung für WLAN-Schwäche versprechen Geräte, mit denen man den WLAN-Empfang im Haushalt auch ohne Bohren, Schlitzen und Kabelziehen verbessern kann. Es gibt dafür drei unterschiedliche Techniken, entsprechend unterscheidet man folgende Geräteklassen:

  • WLAN-Repeater
  • WLAN-Powerline-Sets
  • WLAN-Mesh-Systeme

Ein WLAN-Repeater wird etwa auf halber Strecke zwischen Heimnetz-Router und entfernten WLAN-Clients angebracht – dort wo noch guter Empfang herrscht – und verstärkt das WLAN-Signal des Routers.

Ein WLAN-Powerline-Set besteht aus zwei Powerline-Adaptern, die eine Datenverbindung zwischen Router und entferntem Client über die im Haushalt verlegten Stromkabel herstellen (daher der Name Powerline). Der entfernte Powerline-Adapter hat eine WLAN-Basisstation (Access Point) integriert, der ein WLAN-Netz aussendet. Hier finden Sie unseren Test zu Powerline-Sets. 

Ein WLAN-Mesh-System besteht aus mindestens zwei, bei Bedarf aber auch mehreren Mesh-Stationen, die über WLAN-Funk miteinander verbunden sind. Jede Mesh-Station dient gleichzeitig als Zugangspunkt (Access Point) für alle WLAN-fähigen Geräte in dessen Funkreichweite. Eine der Mesh-Stationen wird als Router eingerichtet und stellt die Verbindung ins Internet her. Er besitzt somit auch spezielle Zusatzfunktionen eines Routers, die ein WLAN-Repeater oder WLAN-Powerline-Set nicht bieten. Dazu zählen beispielsweise Webseitenfilter (Kindersicherung), Firewall, Bandbreitenmanagement (Quality of Service oder QoS), SmartHome-Funktionen oder ein komfortabler Fernzugriff. Hier können Sie unseren Test zu WLAN-Mesh-Systemen lesen. 

Eine Pauschallösung gibt es nicht

Welche Lösung sich am besten für Ihren Haushalt eignet, hängt immer von den individuellen, baulichen Gegebenheiten vor Ort ab und von den eigenen Anforderungen, die man an die Geräte stellt. Wir können daher keine pauschale Empfehlung abgeben, welche von den drei Geräteklassen die beste Lösung für Sie zu Hause ist. Aber natürlich können wir innerhalb der einzelnen Geräteklassen klare Empfehlungen abgeben.

Alle drei Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten ausführlich vorstellen. Grundsätzlich gilt: Wenn es in einer Wohnung nur darum geht, den WLAN-Empfang in ein oder zwei weiteren Räumen zu verbessern, ist oft ein einfacher WLAN-Repeater die einfachste Lösung. Es kann aber durchaus sein, dass eine unserer Empfehlungen in der Kategorie WLAN-Repeater in Ihrem Haushalt nicht zum gewünschten Erfolg führt. Dann müssen Sie auf eine unserer Empfehlungen aus den etwas teureren Geräteklassen der WLAN-Powerline-Sets oder der WLAN-Mesh-Systeme ausweichen.

So haben wir getestet

Die wichtigste Eigenschaft eines WLAN-Verteilers besteht darin, bisher gar nicht oder nur schlecht versorgte Wohnräume möglichst unkompliziert mit einem stabilen und leistungsfähigen Funknetz auszustatten. Deshalb haben wir alle WLAN-Verteiler über verschiedene Verbindungsstrecken innerhalb eines Haushalts getestet. Die Mesh-WLAN-Sets überbrücken die Distanz zum entfernten WLAN-Client über die Funkverbindung.

Für die Messung der Übertragungsraten verwendeten wir das Tool »Jperf 2.0.2«. Damit lässt sich die effektive Datenrate (Nettodatenrate) ermitteln, die unsere Testgeräte über eine bestimmte Verbindungsstrecke erzielen können.

Von Linkraten und Datenraten

Wer wissen möchte, wieviel (Nutz-) Daten pro Sekunde von einem Testgerät übertragen werden, muss die (Netto-) Datenrate ermitteln. Nutzdaten sind all die Daten eines Datenpakets, die keine Steuer- oder Protokollinformationen der Netzwerkübertragung selbst enthalten, also beispielsweise Ton, Schrift, Text und Bilder.

Die beeindruckenden Übertragungsgeschwindigkeiten, die auf der Packung von WLAN-Geräten abgedruckt sind, geben dagegen die Brutto-Geschwindigkeit des Geräts an, die auch als Linkrate bezeichnet wird. In die Linkrate fließen auch sämtliche Protokollinformationen ein, die erforderlich sind, um Nutzdaten (z. B. ein Worddokument) überhaupt von A nach B übertragen zu können. Und dieser Anteil ist bei WLAN-Verbindungen extrem hoch.

Neben den Messungen der Datenraten haben wir außerdem praxisnah geprüft, ob die Geräte über eine bestimmte Teststrecke hinweg hochauflösende Videostreams ohne Ruckler übertragen können.

Wichtig war uns zudem, dass sich alle Geräte möglichst unkompliziert einrichten und bedienen lassen. Auch ein Firmware-Update sollte problemlos ablaufen und die Einstellungen in Weboberfläche oder der Smartphone-App sollten verständlich und in deutscher Sprache dokumentiert sein.

WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Repeater Aufmacher

 

Testsieger: AVM FritzRepeater 1200

Der AVM FritzRepeater 1200 ist unser neuer Favorit und verdrängt damit den FritzRepeater 1750E von seinem Thron. In seiner Übertragungsleistung ist er dem 1750e nahezu ebenbürtig, unterstützt aber die modernere WLAN-Nutzungstechnik MU-MIMO, kommt in einem platzsparenden Gehäuse und verbraucht zudem noch etwas weniger Strom. Für alle, die einfach nur zum Surfen ihr WLAN im Haus oder in der Wohnung erweitern wollen, ist der FritzRepeater 1200 zur Zeit die vernünftigste Wahl.

Testsieger

AVM FritzRepeater 1200

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200
Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster und energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der 2x2-Funk einen guten Kompromiss, zumal der Repeater seine MU-MIMO-Funktion auch in der Verbindung zum 4x4-Router nutzen kann.

Die Installation des AVM FritzRepeater 1200 funktioniert ohne Notebook oder Smartphone. Man drückt einfach den roten »Connect«-Knopf am Repeater, anschließend aktiviert man die WPS-Verbindung am Router und kurz darauf sind Router und Repeater miteinader verbunden. Fragen, die bei der Einrichtung auftreten können, werden in der beiliegenden Quickinfo-Broschüre behandelt. Ein ausführliches, deutschsprachiges PDF-Handbuch auf der Herstellerwebsite erklärt alle zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten des Geräts (unter anderem auch den Betrieb als Access Point).

Zur Einrichtung ist keine App nötig

Über die Webadresse http://fritz.repeater kommt man von einem beliebigen Browser-Client im Heimnetz auf die übersichtlich gehaltene Benutzeroberfläche des Repeaters. Die Weboberfläche enthält eine Online-Hilfe (Fragezeichen-Symbol), die die meisten Funktionen ausführlich erklärt. Der Blick ins Handbuch wird somit nur selten nötig sein. Praktisch: Die Weboberfläche des Repeaters wurde im »Responsive Design« erstellt und ist damit auch gut auf dem Smartphone bedienbar – ähnlich wie die Weboberfläche einer Fritzbox. So spart sich AVM eine zusätzliche Repeater-Zugangs-App.

Trotzdem sollte man sich die »FritzApp WLAN« auf dem Smartphone installieren, die inzwischen – neben der Android-Version – nun endlich auch als iOS-Variante für iPhone-Nutzer verfügbar ist. Die App listet unter »Mein WLAN« auch den FritzRepeater auf und ermöglicht den direkten Zugriff auf die Weboberfläche des Geräts. Außerdem hilft die App bei der Einrichtung und Positionierung des Repeaters.

Übertragungsleistung

Bei unserem Testsieger handelt es sich um einen 2×2-(MU-)MIMO-Repeater, der in beiden Funkbändern (2,4 und 5 Gigahertz) gleichzeitig funken kann. Ist er über beide Funkbänder mit einem Dualband-fähigen Router verbunden, kann er diese Verbindungen flexibel einsetzen und je nach Übertragungssituation immer das günstigere Funkband verwenden.

In unseren Übertragungstests mussten die WLAN-Repeater zwei unterschiedliche Strecken innerhalb eines Haushalts überbrücken. Als entfernten WLAN-Client setzten wir ein Notebook mit einem gewöhnlichen 2×2-(MU-)MIMO-WLAN-Modul ein. Der Fritz-Repeater überzeugte dabei mit guten Datenraten zwischen 170 Mbit/s und 190 Mbit/s.

Gut: Am Gigabit-LAN-Port des AVM FritzRepeater 1200 lässt sich bei Bedarf auch ein abseits stehendes Gerät mit LAN-Port anschließen. Deshalb haben wir auch die maximalen Übertragungsraten ermittelt, die ein solches am LAN-Port des Repeaters angeschlossenes Gerät über die beiden Teststrecken erreichen kann. Hier kam der Repeater auf ausgezeichnete 350 Mbit/s und 420 Mbit/s. Auch konnten wir ruckelfrei FullHD-Filme an zwei mit dem Repeater verbundenen Clients (ein LAN- und ein WLAN-Client) streamen. Die Filme stammten von einer Datenquelle direkt am Router und mussten vom Repeater parallel an die beiden Clients übertragen werden.

Dabei gibt sich der Repeater mit einer Leistungsaufnahme von nur  2,8 Watt (ohne angeschlossenen LAN-Client) als erfreulich sparsam.

Funktionalität

Wer möchte, kann den AVM FritzRepeater 1200 in einem alternativen Betriebsmodus auch als Access Point nutzen. Bei AVM heißt diese Betriebsart »LAN-Brücke«, während der Repeater-Modus als »WLAN-Brücke« bezeichnet wird. Im Access-Point- oder LAN-Brücken-Modus bindet man den Repeater über seinen LAN-Port ins Heimnetz ein und schafft so einen zusätzlichen WLAN-Hotspot.

Wer ein neues Gerät ins WLAN einbinden möchte, kann das auch über den WPS-Knopf des Repeater machen. Bei Repeatern von TP-Link ist der WPS-Kopf dagegen nur für die Verbindung vom Repeater zum Router vorgesehen, aber nicht zur Anbindung neuer WLAN-Clients an den Repeater. Komfortabel ist auch die Möglichkeit, das WLAN des Repeaters über einen Zeitplan an- oder abzuschalten. Ist der Heimnetz-Router eine Fritzbox, kann deren Zeitschaltung auch direkt übernommen werden.

Der 1200 kann mit einer Fritzbox zusammen auch als Mesh-System verwendet werden

Seit den letzten Firmware-Versionen unterstützt der 1750E übrigens auch die neuen Mesh-Funktionen der Fritzbox-Modelle ab Version 7490. Damit wird der Fritzbox Repeater in Verbindung mit einer Fritzbox 7490 (oder 7590) auch zu einem interessanten WLAN-Mesh-System. Mehr über Mesh-Systeme erfahren Sie in Abschnitt 4 dieses Tests.

Und dann wäre da noch die überdurchschnittlich lange Herstellergarantie von 5 Jahren, die AVM auf fast alle seine Geräte vergibt. Auch preislich ist der FritzRepeater 1200 attraktiv, auch wenn es Modelle gibt, die noch ein paar Euro günstiger sind. Das alles zusammengenommen macht diesen WLAN-Repeater von AVM zu unserem Testsieger.

Nachteile?

Der FritzRepeater 1200 kommt mit seinem 2×2-Dualband-Funk technisch bedingt auf geringere Durchsatzraten und auf etwas geringere Reichweiten als beispielsweise ein 4×4-Dualband-Repeater. Entsprechend kann ein 2×2-Repeater weniger Bandbreite für jeden gleichzeitig verbundenen und datenübertragenden WLAN-Client bereitstellen als ein 4×4-Repeater. 4×4-Repeater sind aber deutlich teurer und für die meisten Anwendungen zuhause benötigt man die höhere Geschwindigkeit nicht.

In Verbindung mit einem Nicht-AVM-Router klappt die Knopfdruckverbindung vom Repeater zum Router manchmal nur über ein Funkband. Das kann kann beispielsweise daran liegen, dass in manchen Routermodellen die WPS-Funktion nur auf eines der beiden Funkbänder festgelegt ist. In solchen Fällen muss die zweite WLAN-Verbindung zum Router dann nachträglich über die Weboberfläche des Repeaters hergestellt werden. Dasselbe »Problem« haben aber auch alle anderen WLAN-Repeater.

FritzRepeater 1200 im Testspiegel

Auch in anderen Tests schneidet der FritzRepeater 1200 sehr gut ab. Die Tester der c’t hatten den Repeater von AVM gleich zweimal im Test und sahen ihn wie wir auf Augenhöhe mit dem 1750e:

»Erstaunlicherweise lieferte der Fritz-Repeater 1200 im AP-Betrieb gegen ein Notebook mit 11ac-2-Stream-WLAN einen leicht höheren TCP-Nettodurchsatz als das 1750er-Modell. […] Als Repeater im Fritz-Mesh war das Bild uneinheitlich. Mit dem Client auf 5 GHz lag der 1750er vorn.«

Das Fazit von c’t im zweiten Test in Ausgabe 22/2019:

»Wer auf den Euro achtet, schaut sich den kompakten 1200 an. Für alle anderen ist der Fritz-Repeater 2400 die ideale Zwischengröße.«

Ähnliche Testresultate gab es auch im Test von Computer Bild:

»In einer ersten Tempo-Messung im WLAN-ac-Standard (5 Gigahertz) mit einem Google Pixel 3 schaffte er bis zu 337 Mbps – ein gutes Ergebnis. Denn der ältere FritzRepeater 1750E brachte es etwa im gleichen Testaufbau trotz nominell höherer Datenrate nur auf bis zu 246 Mbps.«

Das Fazit von Computer Bild:

Der AVM FritzRepeater 1200 ist im ac-Standard recht flott unterwegs, verfügt über einen Gigabit-LAN-Anschluss und besitzt ein platzsparendes Gehäuse. Toll: Er beherrscht clevere WLAN-Technik wie Crossband-Repeating, Band Steering und Access Point Steering.«

Weitere Tests konnten wir bislang nicht finden. Sollten neue erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Es gibt teurere und günstigere Repeater-Alternativen, die wir ebenfalls empfehlen können – allesamt vom selben Hersteller AVM. Bei Repeatern führt aktuell kein Weg an den Berlinern vorbei.

Maximale Leistung

AVM FritzRepeater 3000

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 3000
Der FritzRepeater 3000 schlägt mit seinem dritten 4x4-Funkmodul die durchsatzstärkste WLAN-Brücke zu einer 4x4-Fritzbox und bietet damit eine interessante Alternative zur Kabelverbindung.

Der rund doppelt so teure AVM FritzRepeater 3000 lohnt sich für alle, die eine besonders schnelle WLAN-Verbindung (Brücke) zwischen seinem 4×4-WLAN-Router und dem Repeater benötigen. Die am Repeater verbundenen WLAN-Clients nutzen dabei unabhängige WLAN-Module. Damit wird vermieden, dass ein und dasselbe WLAN-Modul des Repeaters für Client-Verbindungen und die Verbindung zum Router aufgeteilt werden muss. Dies wiederum führt zu einer spürbar höheren Übertragungsrate über die Gesamtstrecke zwischen Client und Router.

Und so erzielen wir auch mit einem per WLAN am Repeater angeschlossenen 2×2-Notebook (867 Mbit/s Linkrate) hervorragende Nettoübertragungsraten von mehr als 300 Mbit/s. Ein per LAN-Kabel am Repeater angeschlossener Client erzielt über die leistungsstarke WLAN-Brücke sogar Nettotransfers von bis zu 550 Mbit/s. Über die beiden Gigabit-LAN-Ports des FritzRepeaters 3000 können LAN-Clients also durchaus mit halber Gigabit-LAN-Geschwindigkeit (oder mehr) betrieben werden. Damit eignet sich der Triband-Repeater also auch zur drahtlosen Eingliederung eines Heimnetz-Bereichs, der per LAN-Kabel nicht verbunden werden kann.

Wenn es Ihnen nur darum geht, schnell im Internet zu surfen oder Filme zu streamen, benötigen Sie derart hohe Übertragungsraten freilich nicht, schließlich gibt der Internet-Anschluss nur selten mehr als 50 oder 100 Mbit/s her. Wenn Sie aber im Netzwerk regelmäßig Daten übertragen, etwa Mediendaten von einer Netzwerkfestplatte, oder wenn mehr als nur zwei oder drei Familienangehörige das erweiterte WLAN nutzen wie etwa in Büros, dann macht ein leistungsfähiger Repeater wie der 3000er von AVM durchaus Sinn.

Ein kleiner Nachteil beim Einsatz des Tribandrouters: Die schnelle WLAN-Brücke zum Router funktioniert nur im höheren 5-GHz-Bereich ab Kanal 100. Aus diesem Grund muss auch das 5-GHz-WLAN des 4×4-Routers in diesem Funkbereich senden. Eine Fritzbox mit aktueller Firmware stellt sich automatisch auf den höheren Kanalbereich ein. Alternative Router müssen eventuell in ihren WLAN-Einstellungen manuell angepasst werden. Wichtig außerdem: Nicht jeder Dualband-Client unterstützt den kompletten 5-GHz-Kanal-Bereich, sondern nur die DFS-freien Kanäle 36 bis 48. Solche Geräte können mit der Fritzbox dann nur noch über 2,4-GHz-WLAN kommunizieren oder nutzen das zweite 5-GHz-WLAN des Triband-Repeaters.

Leider gibt es eine Reihe von Herstellern, darunter übrigens auch Amazon oder Google mit ihren Firesticks, Chromecasts & Co, die sich aus Kostengründen und/oder Bequemlichkeit um die DFS-Zertifizierung ihrer WLAN-Produkte herumdrücken. Den Hersteller AVM, der sich vorbildlich um die bestmögliche Ausnutzung des immer dichter werdenden WLAN-Netzes bemüht, können wir für die bewusst einkalkulierten Einschränkungen dieser Billigheimer-Produkte natürlich nicht verantwortlich machen.

Trotzdem sollten Sie als Käufer darüber informiert sein, dass es neben voll funktionsfähigen eben leider auch stark eingeschränkt funktionsfähige WLAN-Produkte auf dem Markt gibt, die von dem in Europa für WLAN verfügbaren 5-GHz-Bandes tatsächlich nur ein Viertel (Kanäle 36 bis 48) nutzen können.

Dualband-Repeater

AVM FritzRepeater 2400

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400
Der FritzRepeater 2400 liegt preislich und bei der Übertragungsleistung zwischen AVMs Repeater-Modellen 1200 und 3000.

Wer mehr WLAN-Geräte einbinden oder eine größere Fläche mit WLAN abdecken möchte, kann an Stelle des Testsiegers den leistungsfähigeren, aber auch teureren und etwas unhandlicheren FritzRepeater 2400 ausprobieren. Die Übertragungsleistung liegt bei einem am LAN-Port des Repeaters angeschlossenen Client sogar ähnlich hoch wie beim FritzRepeater 3000. Dies ist allerdings wenig verwunderlich, da der angeschlossene LAN-Client dabei auf die volle Übertragungsleistung des 4×4-WLAN-Modul des Repeaters zurückgreifen kann. Ein am 1200er-Repeater angeschlossener LAN-Client kommt über das 2×2-WLAN-Modul unseres Testsiegers erwartungsgemäß auf deutlich niedrigere Datenraten.

Erst wenn wir die Verbindung über einen am 2400er-Repeater angeschlossenen WLAN-Client messen, bricht der Durchsatz im Vergleich zum 3000er ein, denn der 2400er muss sein 5-GHz-Modul auf Client- und Repeater-Verbindung aufteilen.

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass wir in unserem Test bei der Anbindung eines WLAN-Clients am 2400er-Repeater über die gesamte Übertragungstrecke (Client-Repeater-Router) kaum höhere Übertragungsraten erzielten als bei der Anbindung über den 1200er-Repeater.

Neben der Nutzung als Repeater empfiehlt sich der FritzRepeaters 2400 auch als leistungsstarker 4×4-MU-MIMO-Access-Point, indem man das Gerät per LAN-Kable mit einem Router verbindet und so dessen schwaches WLAN ersetzt. Auf diese Weise stattet man seinen aktuellen Router mit demselben starken Dualband-WLAN wie das der aktuellen Fritzbox 7590 aus.

Der FritzRepeater 2400 ist damit vor allem für alle interessant, die am Repeater zusätzlich ein Gerät per Netzwerkkabel anschließen möchten oder den Repeater als schnellen Access Point nutzen möchten. Als reiner WLAN-Repeater ist er wie gesagt kaum schneller als der 1200er.

Für Router ohne MU-MIMO

AVM FritzWLAN Repeater 1750E

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM Fritz WLAN Repeater 1750E
Der immer noch leistungsstarke, vielseitige 3x3-Dualband-Repeater kommt mit der für AVM typischen Top-Ausstattung, vorbildlicher Dokumentation, aber im Gegesatz zu den neueren AVM-Modellen ohne MU-MIMO und ohne WPA3-Vorbereitung.

von 553 Lesern gekauft

Der AVM FritzRepeater 1750E ist für uns nach wie vor ein empfehlenswerter Repeater und dabei vor allem für Besitzer eines Routers ohne MU-MIMO (wie z.B. die Fritzbox 7490) interessant. Wir haben den Repeater noch einmal parallel zum neuen Testsieger über unsere beiden neuen Verbindungsstrecken gemessen. Über Strecke 2 haben wir dabei nahezu identische, über Strecke 1 hingegen etwas schlechtere Übertragungsraten im Vergleich zu unserem neuen Testsieger FritzRepeater 1200 erzielt.

Mit Ausnahme der MU-MIMO-Unterstützung (und der Vorbereitung auf den neuen WLAN-Sicherheitsstandard WPA3) genießt man mit dem 1750e-Repeater alle bereits genannten AVM-Vorzüge wie komfortables Setup, tolle Dokumentation oder 5-Jahres-Garantie.  Auch der 1750e besitzt einen 1-Gigabit-Port zum Anschluss von LAN-Clients oder für die Nutzung im Access-Point-Modus.

Außerdem getestet

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: TP-Link RE355

Keine Preise gefunden.

Der RE355 von TP-Link bietet als Nicht-MU-MIMO-Repeater eine ähnlich gute Übertragungsleistung wie AVMs 1750e, lässt sich ebenso leicht ins Heimnetz eingliedern und ist zudem etwas günstiger. Dafür sind Handbuch und Weboberfläche nicht eingedeutscht, es gibt keinen Access-Point-Betrieb und kein automatisiertes Firmware-Update. Daher ist der FritzRepeater 1750e trotz des etwas höheren Preises für uns die bessere Wahl.

Der RE355 lässt sich durch zweimaliges Drücken der WPS-Taste nacheinander an Router und Repeater mit beiden WLANs eines Dualband-Routers verbinden. Mit Hilfe der TP-Link-App »Tether« lassen sich wichtige Informationen und einige Einstellungen des Repeaters direkt am Smartphone abrufen oder steuern. Firmware-Updates muss man hingegen manuell und umständlich über die Weboberfläche durchführen.

Über den seitlich angebrachten Gigabit-LAN-Port des RE355 kann ein Kabel-Client ins Heimnetz eingebunden werden. Allerdings lässt sich dieses Repeater-Modell von TP-Link nicht als Access Point betreiben.

AVM FritzWLAN Repeater 1160

Obwohl der AVM FritzWLAN Repeater 1160 nur mit 2×2-Dualband-WLAN ausgestattet ist, konnten wir auf zwei am Repeater angebundene WLAN-Clients parallel zwei FullHD-Videos streamen – ohne Ruckeln oder Stottern. Schade nur, dass das Gerät keinen LAN-Anschluss besitzt und somit weder Kabel-Clients einbinden noch als WLAN Access Point verwendet werden kann. Dafür ist der FritzWLAN Repeater 1160 mit einer Leistungsaufnahme von nur 2,6 Watt nach wie vor der sparsamste WLAN-Repeater in unserem Testfeld.

Ansonsten ist der 1160, ebenso wie alle AVM-Repeater, mit übersichtlicher Smartphone-tauglicher Weboberfläche (»responsive Design«), einer tollen Online-Hilfe und einem ausführlichen PDF-Handbuch in deutscher Sprache ausgestattet. 5 Jahre Herstellergarantie gibt es außerdem obendrauf. Zumal auch der 1160 im Zusammenspiel mit einer FritzOS-7-Fritzbox die intelligente Verteilung der WLAN-Clients über die Mesh-Technik unterstützt.

Da AVMs FritzRepeater 1160 im Handel inzwischen teurer als der stärkere und und mit LAN-Port ausgestattete FritzRepeater 1750e ist, können wir keine Empfehlung mehr für dieses Gerät aussprechen.

TP-Links RE650 bietet mit seinem schnellen 4×4-Dualbandfunk ähnliche Übertragungsleistungen wie der FritzRepeater 2400 und ist wie dieser mit aktuellem MU-MIMO und einem Gigabit-LAN-Port ausgestattet, über den der Repeater einen LAN-Client einbinden oder auch als leistungsstarker Access Point genutzt werden kann. Allerdings ist der TP-Link-Repeater noch einmal etwas teurer als der 2400er von AVM, weniger energieeffizient, schlechter dokumentiert und bietet statt 5 Jahren »nur« 3 Jahre Garantie.

Als Triband-Repeater mit drei separaten Funkmodulen und MU-MIMO-WLAN ist Netgears EX8000 ein direkter Konkurrent zu AVMs FritzRepeater 3000. Neben einem 4-Port-GbE-Switch besitzt der EX8000 auch einen USB-Anschluss mit NAS-Funktionalität (inklusive DLNA-Mediaserver). Ebenso wie bei AVMs Triband-Router kommt die leistungsstarke 4×4-Verbindung zwischen Router und Repeater nur zustande, wenn das 4×4-Funkmodul des Routers bei 5 GHz auf Kanal 100 (oder höher) eingestellt ist. Da der EX8000 noch einmal deutlich teurer als AVMs 3000er ist und zudem nur 1 Jahr Herstellergarantie bietet, können wir trotz der zwei GbE-Ports mehr und dem USB-Media-Server leider keine Empfehlung aussprechen.

Devolo WiFi Repeater ac

Devolos WiFi Repeater ac ist mit zweimaligem Drücken der WPS-Taste als Repeater im Heimnetz einsatzbereit. Wer jedoch zusätzliche Einstellungen vornehmen oder gar nach einem aktuellen Firmware-Update suchen möchte, muss zunächst im Router nach der IP-Adresse des Devolo Repeaters suchen. Denn eine App oder ein Tool, mit dem man rasch auf die Weboberfläche des Repeaters gelangt, stellt Devolo nicht bereit. Das Firmware-Update muss händisch durchgeführt werden, indem man die Update-Datei von der Devolo-Homepage herunterlädt und dann über die Weboberfläche des PCs auf den Repeater überträgt.

Die Weboberfläche des Repeaters ist recht spartanisch, es gibt weder Verbindungsinformationen noch eine Client-Übersicht und auch keine Online-Hilfe – von einem Handbuch ganz zu schweigen. Dafür lassen sich neue WLAN-Clients direkt über die WPS-Taste des Devolo-Repeaters einbinden und über den unten angebrachten LAN-Port kann der Repeater auch als Access Point betrieben werden.

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Kommentare

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Harry
Harry

ausführlicher und toller artikel. werde mich privat für die mesh lösung mit dem avm repeater 1750 E entscheiden, da ich sowieso eine fritzbox 7490 nutze.

Matze
Matze

Wie verhält es sich denn mit der Speed Home Bridge und den Airties? Sind das auch MESH Systeme? Was haltet ihr davon?