Der beste WLAN-Repeater

Der beste WLAN-Repeater ist der Devolo dLAN 1200+ WiFi ac. Mit dem Powerline-Starter-Kit erhalten Sie alles, was Sie benötigen, um den WLAN-Empfang in Ihren vier Wänden zu verbessern. Dafür nutzt der Repeater einfach die Stromleitungen im Haus oder in der Wohnung.

Update 9. März 2017

Wir haben unseren Test um den schnellen Powerline-Adapter TP-Link TL-WPA8630P und die WLAN-Brücke Devolo GigaGate erweitert. Beide Modelle liefern gute Arbeit ab, unsere Empfehlung bleibt aber der Devolo dLAN 1200+ WiFi ac.

Notebooks, Tablets, Smartphones, Drucker, Flachbildfernseher, Spielkonsolen – all das will heute aus jeder Ecke der Wohnung mit dem Internet verbunden werden. Doch wenn der WLAN-Router zu weit weg steht und die Verbindung schlecht ist, ist Frust vorprogrammiert.

Die beste Lösung, WLAN-Empfangsprobleme zu beheben, ist es, den Router so aufzustellen, dass sein Funknetz die ganze Wohnung oder das ganze Haus abdeckt. Wenn das bei Ihnen irgendwie möglich ist, tun Sie das! Selbst wenn Sie dazu ein wenig umbauen oder ein Netzwerkkabel verlegen müssen: Am Ende werden Sie mit dieser Lösung die wenigsten Probleme haben.

Die zweitbeste, wenn auch meist wenig praktikable Lösung ist es, Netzwerkkabel durchs Haus zu ziehen. Das ist allerdings sehr aufwändig oder gar nicht machbar – und Geräte wie Smartphones und Tablets können mit einem Netzwerkkabel ohnehin nichts anfangen, Sie bräuchten also noch einen oder mehrere weitere WLAN-Sender oder Access Points.

Eine einfachere Lösung für WLAN-Schwäche versprechen dagegen WLAN-Verstärker, meist WLAN-Repeater genannt. Sie sind schnell installiert, doch die Technik hat ihre Tücken und bringt je nach Art des Repeaters ihre ganz eigenen Probleme mit sich.

Nur WLAN oder mit Powerline?

Üblicherweise versteht man unter einem WLAN-Repeater ein Gerät, das Daten drahtlos vom WLAN-Router empfängt, und verstärkt wieder weitersendet. Dafür muss man den Repeater nur in eine Steckdose stecken und einmal eine Verbindung mit dem zu verstärkenden Netzwerk herstellen.

Test WLAN-Repeater mit Powerline: AVM Fritz!WLAN Repeater 1160
Ein klassischer WLAN-Repeater wird einfach in die Steckdose gesteckt und empfängt die Daten kabellos.

Doch daran offenbart sich schon das erste Problem dieser WLAN-Repeater: Man muss für ihn einen Platz im Haus oder der Wohnung finden, an dem das Signal des Basis-WLANs noch stark genug ist, um in guter Qualität Daten zu empfangen – und gleichzeitig hoffen, dass das zweite WLAN-Netz, das der WLAN-Verstärker aufbaut, weit genug reicht, um das Funkloch zu stopfen.

In vielen Fällen ist das durchaus der Fall. Wenn in einer großen Wohnung nur ein weiterer Raum mit besserem Funknetz versorgt werden soll, reicht oft ein solcher WLAN-Repeater im Flur – sofern man hier keine großen Anforderungen an die Bandbreite hat. Denn – und das ist das zweite große Problem normaler WLAN-Repeater – bei ihnen halbiert sich die Übertragungsgeschwindigkeit, weil alle Daten zwischen dem Endgerät, dem Repeater in der Mitte und dem Router hin- und hergesendet werden müssen.

Das gilt zumindest dann, wenn die Daten vom Repeater auf der gleichen Frequenz – also 2,4 oder 5 Gigahertz – empfangen werden, auf der sie diese auch ans Notebook oder Tablet weiterleiten. Dieses Prinzip nennt sich »Sameband Repeating«.

Einige WLAN-Repeater unterstützen aber auch das so genannte Crossband Repeating. Sie nutzen gleichzeitig die 2,4 und 5 Gigahertz-Frequenz, eine für die Verbindung zum Router, die andere für die Verbindung zum Endgerät. So kann die Halbierung der Übertragungsgeschwindigkeit vermieden werden. Das bedeutet aber auch: Mindestens eine der beiden Gegenstellen – Router oder Endgerät – muss in der Lage sein, auf 5 Gigahertz zu funken. Den dafür nötigen WLAN-Standard 802.11 ac unterstützten aber leider noch nicht alle Geräte.

Merken Sie schon was? Richtig – es ist ziemlich kompliziert. Willkommen in der undurchsichtigen Welt der WLAN-Standards!

Wenn man das WLAN-Netz nur für einen Raum erweitern muss und keine hohe Datenübertragungsrate braucht, kann ein reiner WLAN-Repeater trotzdem eine gute (Not-)Lösung sein.

Solche reinen WLAN-Repeater haben zudem den Vorteil, dass man nur ein weiteres Gerät braucht. Damit fährt man günstiger als mit der zweiten Variante der Datenübertragung namens Powerline, für die man immer mindestens zwei Geräte benötigt.

Powerline mit WLAN
Mit Powerline können im Haus beliebig viele Adapter verteilt werden – mit oder ohne WLAN.

Powerline mit WLAN

Powerline-Adapter nutzen die Stromleitungen im Haus, um Daten vom Router in die WLAN-schwachen Bereiche zu befördern und dort gegebenenfalls ein weiteres WLAN-Netz aufzubauen. Denn die Datenübertragung über die Stromleitung hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und kann ein Netzwerkkabel inzwischen oft gut ersetzen. Alles, was man braucht, ist eine Steckdose in der Nähe des Routers und eine weitere dort, wo man ein weiteres WLAN-Netz aufbauen möchte.

Reine Powerline-Adapter haben keine WLAN-Funktionalität, stattdessen werden bei ihnen Endgeräte per Netzwerkkabel angeschlossen. Doch seit einiger Zeit gibt es auch die Kombination aus Powerline und WLAN – und die ist eine sehr gute Alternative zum reinen WLAN-Repeater.

Test WLAN-Repeater mit Powerline: Devolo dLAN 550+ WiFi (Starter Kit)
Powerline-Adapter übertragen die Daten übers Stromnetz – deshalb braucht man auf jeden Fall zwei Geräte.

Der große Vorteil: Man kann auch dort ein zweites WLAN-Netz aufspannen, wo das Funknetz des Routers überhaupt nicht mehr hinkommt. Über die Stromleitung überbrücken Powerline-Adapter problemlos mehrere hundert Meter – und Wände sind natürlich auch kein Thema.

Die perfekte Lösung also? Leider nein, denn auch Powerline-Adapter haben einen Haken: die Qualität der Datenübertragung hängt von der Qualität der Stromleitungen ab – und davon was in den Stromleitungen los ist.

Wenn Ihre Altbauwohnung noch mit der Original-Verkabelung von vor 100 Jahren ausgestattet ist, können Sie Powerline vergessen – aber auch sonst kann es bei Altbauten schwierig werden.

Selbst bei Neubauten ist man vor Problemen nicht gefeit. Geräte, die Strom verbrauchen, können nämlich Störsignale im Stromnetz verursachen, die die Datenübertragung behindern. Vor allem Mikrowellenöfen vertragen sich nicht gut mit der Powerline-Übertragung, aber es kann auch sein, dass ein Fön oder die Waschmaschine buchstäblich dazwischenfunkt.

Das ist in Einfamilienhäusern in der Regel nicht so schlimm, hier findet man meist schnell heraus, welches Gerät da gerade stört. In Mehrfamilienhäusern kann es dagegen ganz schön nerven, wenn immer, wenn irgendein Nachbar gerade staubsaugt, die Internet-Verbindung quälend langsam wird. Zwar sollten Störquellen eigentlich vor allem auf den Stromkreislauf einer Wohnung beschränkt sein und vor dem Sicherungskasten Halt machen – in der Praxis kommt es aber trotzdem immer wieder zu Problemen.

Die perfekte Lösung sind Powerline-Adapter mit WLAN daher ebenfalls nicht. In vielen Häusern und Wohnungen funktionieren sie zwar toll, in manchen dagegen eher schlecht als recht. Ob Powerline bei Ihnen funktioniert, wissen Sie erst, wenn Sie es ausprobiert haben.

Wenn Sie jetzt doch nochmal darüber nachdenken wollen, ob Sie Ihren Router vielleicht nicht doch in der Wohnung besser platzieren können, sind wir Ihnen nicht böse. Im Gegenteil. Tun Sie das!

Wenn nicht, sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt…

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir sowohl drei klassische WLAN-Repeater also auch drei Powerline-Adapter mit WLAN ausgewählt. Es gibt nach wie vor nicht viele Hersteller, die eine Kombination aus Powerline und WLAN-Repeater anbieten. Wir haben uns die wichtigsten Modelle angesehen und getestet – und zwar jeweils die Starter-Kits. Die enthalten mit jeweils einem WLAN-Adapter und einem Powerline-Einspeise-Adapter alles, um sofort loszulegen.

Alle Repeater im Test
Die Geräte im Test: Devolo Gigagate, TP-Link AC1750, AVM Fritz Powerline 1240E, TP-Link TL-WPA8630P, AVM Fritz Repeater 450E (oben), Devolo 550+. Devolo 1200+ und AVM Fritz Repeater 1160 (unten).

Besonders wichtig war uns beim Test die Benutzerfreundlichkeit bei der Einrichtung: Auch ohne ein Grundstudium in Netzwerktechnik sollte man einen Repeater installieren und betreiben können. Die gute Nachricht: Alle Hersteller bemühen sich inzwischen nach Kräften, die Installation so einfach wie möglich zu gestalten – und das gelingt ihnen auch relativ gut.

Natürlich haben wir auch geprüft, wie gut die Geräte ein WLAN-Netz erweitern, in dem wir eine schlecht versorgte Ecke des Hauses mit einem WLAN-Repeater ausgestattet haben. Neben der Signalqualität haben wir auch die Download-Geschwindigkeit eines 50-MBit-Internetanschlusses mit und ohne Repeater getestet. Hier konnten alle Modelle den Empfang und die Transferraten verbessern – vor allem im 5-Gigahertz-Netz.

Außerdem haben wir die Transferraten innerhalb des Heimnetzwerks getestet – unabhängig vom Internetanschluss. Dazu haben wir ein 4,8 Gigabyte großes Paket aus 22 Dateien von einer NAS (Netzwerkspeicher) über den WLAN-Router und den WLAN-Repeater auf ein Notebook kopiert.

Zum Einsatz kamen dabei jeweils die Standardeinstellungen der Repeater sowie beide Frequenzen, sofern verfügbar. Dabei gab es teils große Unterschiede bei der Geschwindigkeit.

Allerdings: Die Qualität der Datenübertragung eines WLAN-Neztes hängt von sehr vielen äußeren Faktoren ab, in einer anderen Umgebung können auch ganz andere Ergebnisse erzielt werden. Messergebnisse zu WLAN-Geräten sind daher immer entweder praxisfern, weil unter Laborbedingungen entstanden – oder nicht wirklich vergleichbar, weil die Umgebungsbedingungen völlig anders sein können.

Wie gut ein WLAN-Repeater mit oder ohne Powerline tatsächlich bei Ihnen funktioniert, wissen Sie leider Gottes erst, wenn Sie ihn bei sich zuhause installiert haben.

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Kommentare

34 Kommentare zu "Der beste WLAN-Repeater"

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Wenn ich so einen Quatsch lese….
Habt ihr mal gemessen?
Die alten blauen Develo, störten, heute haben die das im Griff.
Bin selbst Funkamateur, und ich habe mehrere hier im Einsatz, ich bemerke nichts.
Auch mein Analyser sagt mir, da ist so wenig das ich es nicht messen kann.
Da sind Netzteile PC und Weihnachtsbaumbeleuchtungen viel aktiver!
Aber einmal vom DARC vorgebetet wird das in bestimmten Kreisen gebetsartig behauptet, ohne das man selbst mal probiert oder gemessen hat.
Ich denke da an die S6 Balamage!

man kann alles schlechtreden, man muss nur genug wollen….

TINABELL
TINABELL

Ich habe den Adapter seit 3 Monaten im Einsatz und bin unzufrieden und geb dem Adapter eine 5-. Genau dann wenn ich Internet benötigte kackt es ab. So einen Dreck braucht keiner. Ich habe vor Devolo Internet von 130 mbt gehabt! Und jetzt bekomme ich täglich fast einen Schreikrampf! Pfui pfui pfui! !!!

Google, weiss es! Und messen ist das Eine und Aberglauben das Andere. Gegen den HF Wahn, gibt es keine rationale Argumentation.
Das habe ich aufgegeben.

Welches Produkt verwendest du denn?
Brauche auch die Kombination Powerline und Amateurfunk.
73, Thomas, DO6YTG.

Nur weil unsere bereiche ausgenotcht sind, bedeutet das nicht das durch den schrott andere Bandbereiche nicht stört gestört werden.

Benutze Develo die neuen 1200. Die vewenden auch den Schutzleiter, und passen ihre Pegel an.
Ausserdem beziehen sis den Schutzleiter mit ein.
Auch die anderen KW Bänder werden nicht zugemüllt damit. Sie stören bei mir definitiv den Afu nicht.
Die anderen KW Bänder mit AM Modulation nur wenn ich ein Kofferradio in einem 1/2 Meter dranhalte.
Probiere sie es aus.

Wie? Und mit Schutzleiterausnutzung strahlt dann das Unterputzkabel nimmer?
Ach so, Messen: Bei ausgenotchten Frequenzbereichen wird das wohl zutreffen, ganz bestimmt. Ich wünsche dann 20 Windungen NYM mehr in den Schlafzimmerwänden.
Wo gibts denn so eine Funkamateurlizenz?

Vorallem machen viele Störungen in den Funk bereichen

Ja

Kann mich nicht beschweren…

Am besten sind und bleiben über Gigabit LAN vernetzte APs. (y)

Der Scheisse sollte endlich verboten werden.die Störungen sind enorm .

ich bin sehr happy damit!

Leon Pritschow

für 100€ klar 😅😂

Sehr gut

gerade letzte woche gekauft, klasse teil

Die erste Zeit super, jetzt hängt er sich stellenweise minütlich auf.

Andreas Biela

da müssen die anbieter gratis geben und nicht zusätzlich bezahlen da bisste monatlich nur am blechen und es wird am ende immer mehr

Hab ich auch in der Wohnung , und bin Top zufrieden . Was besseres noch nicht gehabt . Perfekt

Habe viele dieser Dinger ausgetestet. Ist ein Schmarrn. Bei bestimmten Schaltnetzteilen die angesteckt werden z.B. (einige Notebooknetzteile) geht dann nix mehr. Man muss dann vor diese Geräte eine Drossel schalten. Und damits überhaupt auch von Stockwerk zu Stockwerk und Zimmer zu Zimmer geht brauchts in Verteilerkasten Phasenkoppler. Und der E-Smog der aus den Wänden kommt ist auch nicht ohne.

Genau diese Schaltnetzeile erzeugen Störfrequenzen um ein vielfaches mehr als diese Powerlan Übertrager.
Die passen ihre Pegel nähmlich an, und schalten bei Nichtnutzumg ab!
Und E-Smog…… Mesch bleib blos aus der Sonne, die verstrahlt dich um den Faktor 1000000 mehr!

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