Die beste Action-Cam

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Action-Cam Test – Testsieger: GoPro Hero7 Black

Die beste Action-Cam für die meisten ist die GoPro Hero7 Black. Sie löst damit die GoPro Hero6 Black ab und begeistert durch eine optimierte Bewegungsglättung. Als zusätzliche neue Empfehlung haben wir die Yi 4K+.

Update 29. November 2018

Wir haben sieben neue Action-Cams getestet. Mit der GoPro Hero7 Black haben wir eine neue Beste, die ebenfalls sehr gute Yi 4K+ ist eine absolute Empfehlung.

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7. Juni 2018

Wir haben die YI Discovery ActionCam mit in den Test aufgenommen. Sie schlittert nur knapp an einer Empfehlung vorbei.

9. Mai 2018

Wir haben die neue, günstige GoPro Hero getestet – sie ist eine neue Empfehlung für alle, die auf 4K-Videos verzichten können und nicht viel Geld ausgeben möchten.

20. Oktober 2017

Wir hatten die neue GoPro Hero6 Black im Test. Sie schafft es an der Sony vorbeizuziehen und ist unser neuer Testsieger.

29. September 2017

Gopro hat die neue Hero 6 Black vorgestellt. Wir werden uns um ein Testgerät kümmern und sobald wie möglich ein Update dazu liefern.

25. Juli 2017

Wir haben noch einmal 12 aktuelle Action-Cams getestet. Unser neuer Testsieger ist die Sony FDR-X3000. Sie ersetzt unsere bisherige Empfehlung Sony FDR-X1000.

Während das Segment der klassischen Camcorder seit Jahren rückläufig ist, entwickeln sich die Action-Camcorder gegen den Trend: Die kompakten Modelle für Outdoor-Freaks boomen. Egal, ob am Fahrradlenker, am Motorrad, unter Wasser oder auf dem Skihelm, die Einsatzszenarien für Action-Cams sind vielfältig.

Wir haben nach unserem Update jetzt insgesamt 23 Action-Cams für Sie getestet – und zwar fast ausschließlich 4K-Modelle, die Videos in UHD-Auflösung, also mit 3.840 x 2.160 Pixeln, aufzeichnen können. Denn alle Action-Cams nehmen sehr weitwinklig auf und manche haben nicht einmal einen Sucher, deshalb ist es für gute Ergebnisse oft nötig, den Bildausschnitt nachträglich zu korrigieren. Filmt man in 4K, kann man das Bild ohne Qualitätsverlust croppen, wenn das Endergebnis HD sein soll.

Neben den teuren Top-Kameras von GoPro und Sony haben wir auch günstige No-Name-Modelle mit in den Test genommen. Die spannende Frage: Ist nur teuer wirklich gut oder können auch die preiswerten Geräte mit den teuren Markenmodellen mithalten?

Die Antwort: die meisten nicht. Vor allem vor Modellen für weniger als 100 Euro sollten Sie die Finger lassen. Aber es gibt auch Schnäppchen, die sich sehen lassen können, wie unsere Empfehlung GoXtreme Black Hawk 4K.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Die Beste

GoPro Hero7 Black

Test Action-Cam: GoPro Hero 7 Black
Mit einem optimierten Bildstabilisator, Sprachsteuerung und hohem Bedienkomfort kann die GoPro Hero7 Black punkten.

Die neue GoPro Hero7 Black setzt sich knapp an die Spitze und ist aktuell die beste Action-Cam. Sie bietet ein sehr gutes Bild, gleicht starke Bewegungen, etwa auf dem Fahrrad, mehr als beachtlich aus und schnürt insgesamt ein überzeugendes Gesamtpaket. Dazu gehören ein hoher Bedienkomfort, die Steuerung vom Smartphone aus und ein ordentlicher Ton. Außerdem ist die Cam ohne Zusatzgehäuse bis zu zehn Meter Tiefe wasserdicht.

Auch sehr gut

Yi 4K+

Test Action-Cam: Yi 4K+
Bei der Yi 4K+ stimmt nicht nur die Bildqualität, auch die Ausstattung und der Preis können sich sehen lassen.

Die Yi 4K+ bietet der GoPro Her0 7 Black Paroli: Ihr Bild ist ausgezeichnet, auch ruckelige Bewegungen gleicht die Cam wunderbar geschmeidig aus. Zudem kommt der Mini-Camcorder mit viel Ausstattung zum vergleichsweise kleinen Preis daher. Per Smartphone hat man Zugriff auf sämtliche Funktionen und die Akkulaufzeit ist mit rund 100 Minuten ordentlich.

Absolut zu empfehlen

Sony FDR-X3000

Der optische Bildstabilisator der Sony FDR-X3000 ist fast allen anderen Action-Cams deutlich überlegen.

Die Sony FDR-X3000 ist zwar nicht mehr taufrisch, hat aber eine Besonderheit: Der Bildstabilisator an Bord der kleinen Japanerin ist spitze. Denn Sony setzt erstmals in einem Camcorder dieser Klasse auf einen optischen Bildstabilisator. Ebenfalls gefällt uns der portable Bildschirm, der nicht fest mit dem FDR-X3000 verbunden ist, sondern wie eine Smartwatch ums Handgelenk geschnallt wird.

GoPro-Schnäppchen

GoPro Hero

Test Action-Cam: GoPro Hero
GoPro kann auch günstig und gut: Dafür ist die neue Hero der beste Beweis.

Für 220 Euro bietet GoPro mit der neuen Hero ein vergleichsweise günstiges Modell mit Full-HD-Auflösung, Bildstabilisierung, Sprach- und Appsteuerung sowie wasserfestem Gehäuse an. Die Bildqualität ist gut, solange es nicht zu wild zugeht. Der Bedienkomfort ist ausgezeichnet, auch älteres GoPro-Zubehör ist kompatibel.

Preisbrecher

GoXtreme Black Hawk 4K

Test 4K-Actioncamcorder: GoXtreme Black Hawk 4K
Die GoXtreme Black Hawk 4K bietet ein ordentliches Bild zum fairen Preis.

GoXtreme? Haben Sie vorher noch nie gehört? Wir ehrlich gesagt auch nicht. Umso überraschter waren wir nicht nur über die Bildqualität der Black Hawk 4K, sondern auch über die Art, wie sie Bodenunebenheiten aus dem Film bügelt. Der schwarze Actioncamcorder kostet gerade mal einen Bruchteil unseres Favoriten und ist damit ein echter Preistipp. Sehr üppig fällt zudem der Lieferumfang aus: Diverse Halterungen unter anderem für Helm und Fahrrad sowie ein Unterwassergehäuse gehören zum Paket – Zubehör, das man bei GoPro separat erwerben muss.

Vergleichstabelle

Die BesteAuch sehr gutAbsolut zu empfehlenGoPro-SchnäppchenPreisbrecher
Modell GoPro Hero7 Black Yi 4K+ Sony FDR-X3000 GoPro Hero GoXtreme Black Hawk 4K GoPro Hero7 White GoPro Hero7 Silver Ezviz S2 Action Lite Camera Lamax X7.1 Naos Rollei 550 Touch GoPro Hero6 Black GoPro Hero5 Black Sony FDR-X1000 Garmin Virb Ultra 30 GoPro Hero5 Session GoPro Hero4 Black Yi Discovery Action Camera Yi 4K Action Camera Ricoh WG-M2 ACME VR06 Rollei Actioncam 425 Victure 4K WIFI Ultra HD
Test Action-Cam: GoPro Hero 7 BlackTest Action-Cam: Yi 4K+Test Action-Cam: GoPro HeroTest 4K-Actioncamcorder: GoXtreme Black Hawk 4KTest Action-Cam: GoPro Hero 7 WhiteTest Action-Cam: GoPro Hero 7 SilverTest Action-Cam: Ezviz S2 Action Lite CameraTest Action-Cam: Lamax X7.1 NaosTest Action-Cam: Rollei 550 TouchTest 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero5 BlackTest Action-Cam: Sony X1000VRTest 4K-Actioncamcorder: Garmin Virb Ultra 30Test 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero5 SessionTest 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero4 BlackTest Action-Cam: Yi Discovery Action CameraTest 4K-Actioncamcorder: Yi 4K Action CameraTest Action-Cam: Ricoh WG-M2Test 4K-Actioncamcorder: ACME VR06Test 4K-Actioncamcorder: Rollei Actioncam 425Test 4K-Actioncamcorder: Victure Action Kamera 4K WIFI Ultra HD
Pro
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Viele Einstellmöglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Sprachsteuerung (Englisch)
  • App-Steuerung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter optischer Bildstabilisator
  • Praktischer Kontrollbildschirm fürs Handgelenk
  • Gute Bildqualität
  • Sprachsteuerung
  • App-Steuerung
  • Bis 10 Meter wasserdicht
  • Gute Bildqualität
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • App-Steuerung
  • Wasserdicht
  • Sprachsteuerung
  • Guter Touchscreen
  • Wasserdicht
  • Sprachsteuerung
  • Guter Touchscreen
  • Auch als Dashcam einsetzbar
  • App-Steuerung
  • Touchscreen
  • Sehr viel Zubehör
  • Günstig
  • Viel Zubehör
  • App-Steuerung
  • Gutes Display
  • Einfache Bedienung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Viele Einstellmöglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Guter Bildstabilisator
  • Viele Einstellmöglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Guter Bildstabilisator
  • Guter Preis
  • Sensoren für Geschwindigkeit, Höhe oder Distanz
  • Touchscreen durch Unterwassergehäuse bedienbar
  • Gute Bildqualität
  • App-Steuerung
  • Überzeugende Bildqualität
  • App-Steuerung
  • Ordentliche Bildqualität
  • App-Steuerung
  • Sehr günstig
  • Gute Bildqualität
  • Einfache Bedienung
  • Sehr robustes Gehäuse
  • Extremer Weitwinkel
  • Sehr viel Zubehör
  • Zweiter Akku
  • App-Steuerung
  • Sehr viel Zubehör
  • App-Steuerung
  • Handgelenk-Fernbedienung
  • Akzeptable Bildqualität
  • App-Steuerung
Contra
  • Wenig Zubehör im Lieferumfang
  • Hoher Preis
  • Kein Zubehör im Lieferumfang
  • mäßiger Ton
  • Hoher Preis
  • App mit kleinen Schwächen
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Keine 4K-Auflösung
  • Mäßiger Bildstabilisator
  • Schlechter Ton
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Akku fest verbaut
  • Auflösung 1.920 x 1.440 Pixel
  • Akku fest verbaut
  • Bildfehler
  • Mittelmäßige Bedienbarkeit
  • Schlechte Bildqualität
  • Schlechte Bedienbarkeit
  • Mittelmäßige Bildqualität
  • Schlechte Bewegungskompensation
  • Bildstabilisator nicht bei allen Auflösungen
  • Wenig Zubehör im Lieferumfang
  • Hoher Preis
  • Bildstabilisator nicht in 4K
  • Wenig Zubehör im Lieferumfang
  • Hoher Preis
  • Bildstabilisator nicht in 4K
  • App mit kleinen Schwächen
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Live-Vorschau der App mit Zeitversatz
  • Sprachsteuerung nur auf Englisch
  • Kein Display
  • Akku lässt sich nicht wechseln
  • Kein Display
  • Probleme bei großen Helligkeitsunterschieden
  • Unterwassergehäuse muss separat erworben werden
  • Nur 20 Bilder/Sekunde in UHD-Auflösung
  • Schlechter Ton
  • Kein Zubehör
  • Mäßige Bildqualität
  • Mäßige Bildqualität
  • Mäßige Bildqualität
  • Eingeschränkter Bedienkomfort
  • Bildfehler
Bester Preis

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So haben wir getestet

Aus dem inzwischen reichlich unübersichtlich gewordenen Angebot haben wir nach ausgiebiger Recherche 23 Action-Cams ausgewählt und getestet. Neben den teuren Markenmodellen von GoPro und Sony haben wir auch eine Reihe günstiger Action-Camcorder unter die Lupe genommen.

Drei Aufgaben mussten die Kameras meistern: eine Aufnahme bei schwachem Licht, eine unter normalen Lichtverhältnissen und eine am Fahrradlenker während einer Fahrt über ziemlich holprigen Waldboden. Unsere letzte Testfahrt mit sieben neuen Modellen fand teilweise im dunklen Wald statt, sodass wir hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen haben.

 Action-Cam Test: 20181125
Unsere sieben neuen Action-Cams im Test, diesmal alle mit spezieller Halterung am Lenker befestigt.

Die letzte Disziplin, die Fahrt mit dem Mountainbike, war die wichtigste und schwierigste, schließlich wurde erst hier klar: Wie gut stecken die Kameras Schläge und Stöße weg? Wie effektiv arbeiten die Bildstabilisatoren? Und wie schnell passt sich die Automatik an die wechselnden Lichtverhältnisse an? Denn bei Action-Cams entscheidet die Qualität der Bildstabilisation oft, ob das gefilmte Material brauchbar ist oder nicht.

Die Qualität der Bildstabilisation ist entscheidend

Für den Test haben wir alle Action-Cams am Fahrradlenker angebracht. Die Kameras mussten absolut fest sitzen, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen.

Wozu eine Action-Cam?

Klassischer Camcorder, Smartphone, Tablet – sie alle können heutzutage filmen und liefern brauchbare Ergebnisse. Wozu braucht man dann noch eine neue Gerätegattung, um Bewegtbilder festzuhalten? Zumal Action-Cams keinen Zoom bieten, sondern lediglich unterschiedliche Weitwinkeleinstellungen.

Die Antwort ist einfach: Action-Camcorder sind für Sportaufnahmen konzipiert, für Szenarien, bei denen herkömmliche Camcorder oder eben auch Smartphones den Kürzeren ziehen. Weil unter Wasser gefilmt wird, es auch mal richtig schmutzig werden kann und die Geräte extremen Schlägen und Stößen ausgesetzt sind. Außerdem sind Action-Cams so konstruiert, dass sie sich problemlos in den unterschiedlichsten Situationen bombenfest montieren lassen.

Eine Besonderheit ist außerdem ihr extremer Weitwinkel. So kann man verblüffende Panoramen filmen. Allerdings kommt es vor, dass Bilder gekrümmt werden, senkrechte Linien erscheinen im Film dann gebogen. Dieses Manko lässt sich in der Nachbearbeitung mit passender Schnittsoftware jedoch beheben.

Sportaufnahmen sind die Paradedisziplin von Action-Cams

Wer sich eine Action-Cam mit 4K-Auflösung zulegt und in dieser auch filmen will, sollte allerdings einen flotten Rechner besitzen. Auf alten Mühlen kann man das Material noch nicht mal abspielen. Zum Nachbearbeiten sollten es mindestens ein Intel i5 mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine leistungsfähige Grafikkarte sein, zudem sind flotte SSD-Festplatten zu empfehlen.

4K-Material belegt unheimlich viel Speicher, für zehn Minuten fallen rund zehn Gigabyte an. Auch wer seinen Film nur in Full-HD ausspielen will, profitiert davon, in 4K zu filmen. Schließlich kann man bis zu 200 Prozent in Aufnahmen hereinzoomen und damit schöne Ausschnittsvergrößerungen vornehmen, ohne dass die Bildqualität leidet.

 Action-Cam Test: 20181128

Testsieger: GoPro Hero7 Black

Optisch hat sich die GoPro Hero7 Black gegenüber der Vorgängerin Hero6 Black nicht verändert. Geblieben ist das stabile Gehäuse, das bis zu zehn Meter Tiefe wasserdicht ist. Was alle GoPro-Fans freuen dürfte: Bisheriges Zubehör ist weiter kompatibel, auch die Akkus aus dem Vorgänger können weiter genutzt werden. Zusätzliche teure Anschaffungen sind somit nicht erforderlich.

Die Beste

GoPro Hero7 Black

Test Action-Cam: GoPro Hero 7 Black
Mit einem optimierten Bildstabilisator, Sprachsteuerung und hohem Bedienkomfort kann die GoPro Hero7 Black punkten.

Die wesentliche Neuerung bei der Hero7 Black ist die Bildstabilisierung. Hier hat GoPro im Vergleich zum schon guten Vorgängermodell noch ein Schippchen draufgelegt. »Hypersmooth« heißt die Option, um beispielsweise auch einen wilden Ritt mit dem Fahrrad ganz weich aussehen zu lassen. Bei Sonnenlicht wirkt das Ergebnis noch besser als bei unserer Testfahrt mit allen sieben Action-Cams. Nach Angaben der Computer Bild verkleinert die Kamera bei dieser Anti-Wackel-Technik den Blickwinkel um rund zehn Prozent, damit das Motiv auch bei starken Verwacklern auf den Aufnahmesensor passt. Der Prozessor verschiebt anschließend die Einzelbilder – bis zu 60 pro Sekunde – so gegeneinander, dass der Horizont unbeweglich bleibt.

Bei unserer Fahrt durch den Wald wirkten die Aufnahmen, als seien sie auf Schienen entstanden. Ruckler, Sprünge oder Bildbewegungen wurden nahezu vollständig eliminiert – eine spürbare Optimierung gegenüber der Hero6 Black.

Aufnahmen sind mit einer maximalen Auflösung von 3.840 mal 2.160 Pixeln mit 60 Vollbildern pro Sekunde möglich. Sie lassen sich um das bis zu Achtfache verlangsamen. In der höchsten Auflösung stehen zwei Sichtfelder mit unterschiedlichen Ausschnitten zur Verfügung, ansonsten drei. Mit 1080p lassen sich sogar 240 Bilder pro Sekunde für Zeitlupen in Full-HD-Auflösung auf die MicroSD-Speicherkarte bannen.

Schnelle Speicherkarte ist Pflicht

Die maximale Bitrate bei UHD-Aufnahmen liegt bei 78 Mbit/s. Eine flotte Speicherkarte ist damit Pflicht, um den hohen Datenstrom bewältigen zu können. Zum Einsatz kommt der H.265/HEVC-Codec, der beispielsweise auch bei Ultra-HD-Fernsehern verwendet wird. Der Codec reduziert den erforderlichen Speicherbedarf signifikant, verlangt dem Prozessor des kleinen Camcorders aber einiges ab.

Überzeugendes Bedienkonzept

Bedient wird die GoPro Hero7 Black über einen zwei Zoll großen farbigen Touchscreen oder per App (dazu später mehr). Das funktioniert problemlos und intuitiv, das Display reagiert zuverlässig und schnell auf Wischbewegungen und sachten Druck. Kurze Erklärtexte geben Hilfestellungen in ausgewählten Menüs. Ein absolutes Komfortmerkmal bleibt die Sprachsteuerung.

 Action-Cam Test: 20181128
Scharfes Display, einfache Bedienung: Mit der GoPro Hero7 Black kommen auch Einsteiger zurecht.

So lassen sich Aufnahmen starten und stoppen, Markierungen setzen, Fotos schießen oder Zeitrafferaufnahmen erstellen. Bei Bedarf lässt sich die Cam auch per Stimme einschalten – diese Funktion steht für acht Stunden zur Verfügung, nachdem sie aktiviert wurde.

Problemlose Bedienung mit vielen Einstell-möglichkeiten

Geblieben sind die zahlreichen manuellen Einstelloptionen für Filmer mit höheren Ansprüchen. Dazu gehören unter anderem der Weißabgleich, die ISO-Werte, Belichtungskorrekturen und noch viele andere Parameter, die beliebig veränderbar sind. Fotos lassen sich im RAW-Format für umfangreiche Möglichkeiten zur Nachbearbeitung speichern, außerdem sind HDR-Aufnahmen mit deutlich höherem Kontrastumfang möglich, was tatsächlich spektakulär aussieht – sofern man den passenden Fernseher dazu hat.

Wer gerne fotografiert, dürfte sich über das Feature »SuperFoto« freuen, mit dem die GoPro die Aufnahmen durch HDR, Local Tone Mapping und Rauschunterdrückung optimiert. Kontraste werden so beispielsweise besser als bei früheren Modellen herausgearbeitet.

Ein GPS-Modul an Bord der Action-Cam erfasst unter anderem Standortkoordinaten, Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke. Über die Smartphone-App lassen sich diese Zusatzinformationen mit dem Video- und Bildmaterial auslesen. Wer für Instagram kurze Clips hochkant filmt, wird begrüßen, dass sich das Kamera-Menü neuerdings mitdreht.

Bild- und Tonqualität

Ein Unterschied zur GoPro Hero6 Black ist die bessere Bewegtbildstabilisierung der Hero7 Black. Auch die bewegten Konturen erscheinen jetzt sauberer. Ihr volles Leistungspotential schöpft die Action-Cam vor allem bei ausreichend Umgebungslicht aus. Dann sind die Farben kräftig und natürlich, die Plastizität ist ausgezeichnet und das Bildrauschen minimal.

Bei unseren Aufnahmen herrschte trübes Herbstwetter ohne Sonne. Hier war Rauschen klar zu sehen, das hätten wir uns besser gewünscht. In dunklerer Umgebung bügelt die GoPro zudem nicht nur Unebenheiten, sondern leider auch Details weg. So kann es vorkommen, dass der Weg verschwimmt, einzelne Steine oder Blätter sind dann nicht mehr klar zu erkennen. Mehr Licht bedeutet hingegen mehr Schärfe, mehr Details, mehr Tiefenwirkung.

Einen Tick zulegen kann die neue GoPro Hero7 Black beim Ton. Umgebungsgeräusche stören weniger. Wenn wir ordentlich in die Pedale treten, hört man das nicht mehr so deutlich wie früher, Windgeräusche werden gut gefiltert.

Jetzt auch Live-Streaming

Cam-Steuerung bequem per App

Die »GoPro«-App gibt es kostenlos für die Betriebssysteme iOS und Android. Sie ermöglicht nicht nur das Importieren von Videos und Fotos, sondern auch eine umfängliche aber trotzdem unkomplizierte Bedienung des Mini-Camcorders. Über die Anwendung kann man unter anderem Aufnahmen starten, die Auflösung anpassen sowie die Videostabilisierung oder das GPS aktivieren. Die Benutzeroberfläche erklärt sich von selbst, die Zeitverzögerung ist minimal. Neu ist die Funktion, Sequenzen live zu streamen und damit auf sozialen Plattformen wie Facebook zugänglich zu machen.

 Action-Cam Test: Gopro
Über die »GoPro«-App kann man Inhalte live über das Internet streamen. Per Smartphone hat man zudem Zugriff auf sämtliche Film- und Foto-Parameter.

Vielfilmer kennen wahrscheinlich das Problem, dass sie mit dem Schneiden ihres Materials nicht mehr hinterherkommen und im Dateichaos kein Land mehr sehen. Mit der Gratis-App »Quik« nimmt ihnen GoPro die Mühen der Nachbearbeitung glücklicherweise ab. Man legt lediglich die Videos fest, die im späteren Film verwendet werden sollen, dazu noch einen Titel. Um den Rest kümmert sich das Programm. Es stellt die besten Sequenzen zusammen, legt Musik dahinter, fertig! Den Stil des Clips kann man nachträglich ändern, ebenso die Musik oder den Schnitt.

Nachteile

Viel gibt es an der Hero7 Black nicht zu meckern. Beim Zubehör zeigt sich GoPro ziemlich knauserig. Mitgeliefert werden lediglich eine gebogene und eine flache Klebehalterung sowie ein Befestigungsclip und ein Akku. Außerdem liegt ein Rahmen bei, um die Cam beispielsweise am Fahrrad befestigen zu können. Mancher No-Name-Hersteller ist hier deutlich großzügiger und spendiert Befestigungsmaterial für Fahrradhelm, Lenker und Co.

Die Akkulaufzeit ist identisch zum Vorgänger. 65 Minuten sind recht überschaubar.

Mit rund 420 Euro kostet die GoPro Hero7 Black annähernd so viel wie aktuell die Hero6 Black, bietet aber den besseren Bildstabilisator. Damit macht es keinen Sinn, jetzt noch zum Vorgängermodell zu greifen. Wir nehmen die GoPro Hero6 Black deshalb auch aus unseren Empfehlungen heraus.

GoPro Hero7 Black im Testspiegel

Auch bei anderen Fachjournalisten schneidet die neue GoPro Hero7 Black durchweg überzeugend ab. Die Computer Bild hat die Action-Cam auf Platz eins der Bestenliste gesetzt:

»Die Überarbeitung hat sich gelohnt. Mit Hypersmooth hat die GoPro Hero7 eine hervorragende Bildstabilisierung und avanciert damit zur derzeit besten Action-Cam. Denn die Ausstattung der 430 Euro teuren Kamera lässt kaum etwas vermissen, die Videoqualität ist absolut sehenswert, selbst der Ton ist mehr als brauchbar – und die Handhabung der winzigen Kamera ist weitgehend problemlos.«

In der Rubrik »Kontra« hat die Redaktionen keinen einzigen negativen Aspekt aufgeführt.

Kritik am Akku und an der Einschaltzeit gibt es hingegen von der Chip:

»Den Akku übernimmt die GoPro Hero 7 Black leider ebenfalls. Leider deswegen, da die Laufzeit mit nur 62 Minuten UHD-Video etwas kurz ausfällt. Gut doppelt so lang hält der Camcorder immerhin bei Full HD durch. Auch die Einschaltzeit kassiert etwas Kritik: Langatmige 3,51 Sekunden benötigt die GoPro Hero 7 Black vom Einschalten bis zum Aufnahmestart.«

Abgesehen davon hat Tester Moritz Wanke aber nur lobende Worte:

»Abseits davon überzeugt die GoPro Hero 7 Black durchwegs. Die Bedienung ist top, die üppigen Extras sowie intelligenten Modi ebenso und die Bildqualität gehört zum Besten, was der Actioncam-Markt derzeit hergibt.«

Dem Online-Portal Techstage gefallen die Bildstabilisierung und die neuen Funktionen:

»Der integrierte Bildprozessor Gopro GP1 verantwortet nicht nur wackelfreie Videoaufnahmen, sondern auch sogenannte Timewarps. Dabei handelt es sich um stabilisierte Zeitraffervideos, die man auch unter dem Namen Hyperlapse von Instagram oder Microsoft kennt. Der Effekt ist eindrucksvoll, gerade wenn man sich über eine längere Strecke bewegt.«

Alternativen

Die GoPro Hero7 Black ist unser Favorit, doch wer kleine Abstriche in Kauf nehmen kann, für den gibt es interessante und vor allem auch günstigere Alternativen.

Auch sehr gut

Yi 4K+

Test Action-Cam: Yi 4K+
Bei der Yi 4K+ stimmt nicht nur die Bildqualität, auch die Ausstattung und der Preis können sich sehen lassen.

Optisch macht die schachbrettartige Front der Yi 4K+ mit Glaslinse was her. Sie wird allerdings ohne stabiles Gehäuse geliefert, die neueren GoPro-Modelle hinterlassen hier einen wertigeren und bruchfesteren Eindruck. Die inneren Werte der Cam können hingegen überzeugen. Auch sie filmt in UHD-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern, fotografiert im RAW-Format mit 12 Megapixeln und ist mit einem elektronischen Bildstabilisator ausgestattet, der jedoch nur bis 4K und 30 Frames funktioniert.

 Action-Cam Test: 20181128
Sie muss sich vor der GoPro Hero7 Black nicht verstecken: die Yi 4K+.

Das 2,2 Zoll große Touchdisplay reagiert zuverlässig, das weiß-grüne Menü ist aufgeräumt und vereinfacht die Bedienung. Hier findet man sich auf Anhieb zurecht. Als Modi stehen unter anderem Zeitraffer und Zeitlupe zur Verfügung. Mit 1.920 x 1.080 Pixeln filmt die Yi mit maximal 120 Bildern pro Sekunde, mit 720p sind 240 drin. Noch mehr Bedienkomfort erlauben fünf englische Sprachbefehle, etwa um Aufnahmen zu starten oder die Kamera auszuschalten.

In die 4K+ ist ein Standardgewinde eingelassen, um sie auf diverse Halterungen mit Stativ zu schrauben. Alternativ ergeben sich durch die Montage im Schutzgehäuse diverse Befestigungsmöglichkeiten mit separatem Zubehör. Ausgeliefert wird die Yi noch spartanischer als die GoPro Hero7 Black: USB-Kabel und Akku liegen bei, das war’s dann auch schon. Dafür kostet die Kamera nur etwas mehr als die Hälfte der GoPro.

Kommen wir zum erfreulichsten Aspekt: der Bildqualität. Hier muss sich die Yi nicht vor dem Branchenprimus verstecken. Während unserer Testfahrt filmte der Mini-Camcorder in UHD-Auflösung mit 60 Vollbildern, die elektronische Stabilisierungshilfe war also sogar deaktiviert. Und trotzdem wirken die Aufnahmen extrem ruhig und sehr effektiv stabilisiert.

Bei stehenden Motiven verzichtet die Yi auch bei wenig Licht auf störendes Rauschen und ist der Hero7 Black überlegen. Ihre Detailfreudigkeit ist ausgezeichnet, die Tiefenwirkung der Aufnahmen und die Natürlichkeit der Farben begeistern. In dieser Preisklasse ist die Yi 4K+ damit unangefochten die Nummer 1.

Zur Ausstattung gehören WLAN und Bluetooth. So lassen sich Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken bereitstellen, Live-Streaming beherrscht die Action-Cam ebenfalls. Über die kostenlose Yi-App hat man Zugriff auf sämtliche Parameter. Und das sind einige. So kann man je nach Auflösung aus drei unterschiedlichen Bildbereichen – Wide, Medium oder Narrow – wählen, Einfluss auf Schärfe, Weißabgleich, Farben, Shutter oder ISO-Zahl nehmen und Zeitlupen oder Loop-Aufnahmen anstoßen. Die Live-Vorschau läuft ohne spürbare zeitliche Verzögerung.

 Action-Cam Test: Yi Kopie
Vom Funktionsumfang her ähnelt die Yi-App stark der GoPro-Anwendung – auch die 4K+ kann aus der Ferne gesteuert werden.

Schwächen hat die Yi 4K+ beim Ton, der ist dürftig. Dafür hält der Akku mit etwas mehr als 100 Minuten länger als der der GoPro Hero7 Black durch. Insgesamt erwirbt man mit der Yi eine vergleichsweise preiswerte Action-Cam mit sehr guter Bildqualität und ordentlicher Ausstattung.

Absolut zu empfehlen

Sony FDR-X3000

Der optische Bildstabilisator der Sony FDR-X3000 ist fast allen anderen Action-Cams deutlich überlegen.

Im Einheitsbrei der Action-Cams ist die Sony FDR-X3000 schon optisch eine Besonderheit: Hier wurde nicht das GoPro-Gehäuse imitiert, sondern ein ganz eigenständiges Design entwickelt. Das weiße Modell sieht aus wie ein klassischer Camcorder im Miniaturformat.

Mit 114 Gramm wiegt die Sony etwas mehr als eine Tafel Schokolade. Gewicht und Bauform erlauben es, mit der Sony auch problemlos aus der freien Hand zu filmen. Der Akku zum Wechseln befindet sich links in einem seitlichen Fach, an das man nach dem Lösen eines Arretierschalters leicht herankommt.

Eine Besonderheit und einzigartig im Bereich der Action-Cams ist Sonys so genannte Live-View-Fernbedienung. Sie ist mit 47,8 x 52,6 x 19 Millimetern und einer Bildschirmdiagonalen von 3,8 Zentimetern ungefähr so groß wie eine Smartwatch und wird in ein mitgeliefertes Armband eingeklipst. Das könnte gerne flexibler sein, einmal angelegt sitzt es jedoch fest am Handgelenk. Ist das WLAN an Action-Cam und Fernbedienung aktiviert, koppeln sich beide Geräte automatisch und das Live-Bild der Cam wird auf das Display übertragen. So hat man immer im Blick, was die Kamera filmt.

Im Alltag erweist sich diese Art des Filmens als äußerst komfortabel. Egal wie man die Kamera auch hält, in welcher Position sie sich befindet: Mit einem Blick auf das kleine Display kann man die Objekte vor der Linse stets gut erkennen, auch wenn im Sonnenlicht die Leuchtkraft etwas höher sein könnte.

In einer Disziplin, die für eine Action-Cam elementar ist, kann der FDR-X3000 abgesehen von der GoPro Hero6 Black kein Mitbewerber das Wasser reichen: Der Bildstabilisator ist einfach spitze. Sony hat erstmals einen optischen Bildstabilisator in einem Camcorder dieser Größe verbaut. Der gesamte Strahlengang ist dabei als schwebende Einheit konstruiert. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen, wie unser Testvideo zeigt. Links ist immer die Sony zu sehen, rechts im Vergleich dazu abwechselnd die GoPro Hero5 Black, die Garmin Virb Ultra 30 und die GoXtreme Black Hawk 4K. Unser neuer Testsieger ist hier natürlich nicht dabei, da wir diese erst jetzt nachgetestet haben.

Unsere Testfahrt über die sehr holprige Teststrecke sieht bei der Sony so aus, als würde das Fahrrad schweben. Außer kleinen Rucklern bringt die Aufnahme wenig aus dem Tritt – einfach fantastisch. Selbst die steile Passage, die von Steinen und Schlaglöchern übersät ist, schluckt der Bildstabilisator beeindruckend weg.

Allerdings sind ganz unten in der Aufnahme Bildfehler zu erkennen, wenn die vielen Steine ein unschönes Flirren verursachen. Dann werden Kanten nicht sauber dargestellt. Bei schnell wechselnden Passagen zwischen Licht und Schatten reagiert die Automatik recht flott und passt die Bildhelligkeit ohne große Verzögerung an.

Hier nochmal das Video der Sony ohne Split-Screen, mit zwei Standaufnahmen bei Tageslicht und in der Abenddämmerung am Ende:

Die Schärfe und die Detailfreudigkeit der Aufnahmen sind sehr gut, das trifft auch auf die Farbnatürlichkeit zu. Filme im 4K-Modus sind sehr fein gezeichnet. Selbst bei schwachen Lichtverhältnissen im Freien neigt die Sony nur zu minimalem Bildrauschen. Unschöne Verzerrungen sind nicht erkennbar, obwohl die FDR-X3000 bei Aufnahmen mit der höchsten Auflösung nur im Weitwinkelmodus filmen kann. Ansonsten stehen auch die Optionen »mittel« und »nah« zur Verfügung. Zeitlupen mit 120 Bildern in Full-HD-Auflösung gelingen angenehm flüssig.

Positiv hervorzuheben ist die – für eine Action-Cam – erstaunlich gute Tonqualität. Sie leidet jedoch erheblich, wenn das Unterwassergehäuse zum Einsatz kommt, das Tauchgänge bis 60 Meter Tiefe erlaubt und zum Lieferumfang gehört. Standardmäßig ist die Cam spritzwassergeschützt.

Über die »Play Memories Mobile«-App kann man die FDR-X3000 auch von Android- und Apple-Smartphones fernsteuern. Die drahtlose Verbindung wird blitzschnell über einen QR-Code aufgebaut. Auch der Weißabgleich und die Helligkeit können über das Smartphone angepasst werden. Problem: Bei schnellen Bewegungen des Camcorders kommt die Darstellung des Live-Bildes in der App nicht immer hinterher. Auch der Zugriff auf die Aufnahmen gelingt nur bedingt, hier kommt es bei 4K-Filmen immer wieder mal zu kurzen Hängern.

Besitzer einer Action-Cam im weit verbreiteten GoPro-Format kommen im Gegensatz zur FDR-X3000 in den Genuss von mehr Befestigungsmöglichkeiten und einem größeren Zubehörsortiment.

GoPro-Schnäppchen

GoPro Hero

Test Action-Cam: GoPro Hero
GoPro kann auch günstig und gut: Dafür ist die neue Hero der beste Beweis.

GoPro, der Erfinder der Action-Cam, bewegte sich lange Zeit fast ausschließlich im oberen Preissegment. Der immer härtere Kampf im Markt der kleinen Outdoor-Camcorder hat jetzt auch beim US-Unternehmen zu einem Umdenken geführt. Mit der Hero hat GoPro ein Modell für rund 200 Euro im Sortiment, das aber trotzdem eine waschechte GoPro ist.

Bereit für die Testfahrt: Die Hero mit einer Halterung von GoPro auf dem Lenker des Mountainbikes.

Rein äußerlich kann man die Hero vom aktuellen Top-Modell nicht unterscheiden. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet und erlaubt Tauchgänge und Aufnahmen im Wasser bis zu einer Tiefe von zehn Metern. Sämtliches Zubehör früherer GoPro-Modelle wie Halterungen für das Mountainbike lassen sich glücklicherweise weiter verwenden.

Auf der Gehäuserückseite befindet sich ein heller und gut ablesbarer zwei Zoll großer Bildschirm, der auf Wischbewegungen und kurzes Tippen zuverlässig und flott reagiert. Die Menüstruktur wurde von der Hero6 Black übernommen, auch ohne Vorkenntnisse gelingt das Navigieren ohne Probleme.

Erster gravierender Unterschied zum GoPro-Topmodell: Die Hero filmt nicht in UHD-Auflösung mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln, sondern gibt sich mit weniger Bildpunkten zufrieden. 1.920 x 1.080 mit 60 Vollbildern ist die Auflösung, mit der die meisten die Actioncam verwenden werden. GoPro gibt zwar eine zweite mögliche Auflösung von 1.440p60 an, doch deren Sinn erschließt sich nicht wirklich. Die Hero filmt dann nämlich nicht wie erhofft mit 2.560 x 1.440, sondern mit alltagsunfreundlichen 1.920 x 1.440 Pixeln. Das hat zur Folge, dass das Bild quadratischer wird. Wofür das gut sein soll, bleibt unklar.

Auch GoPros Einsteigermodell hat eine Videostabilisierung an Bord, in den technischen Spezifikationen erfährt man, dass die Hero6 Black die »erweiterte« Version verbaut hat, was man auch sieht. Dazu gleich mehr beim Videotest.

Von außen ist die Hero von der Hero6 Black nicht zu unterscheiden.

Zeitlupenaufnahmen sind mit der Hero nicht möglich. Fotos schießt sie mit bis zu 10 Megapixeln (Hero6 Black: 12 Megapixel). Auf kontrastreiche HDR-Aufnahmen muss man allerdings genauso verzichten wie auf das Anschließen eines externen Mikrofons über den für andere GoPro-Modelle separat erhältlichen Pro 3,5-mm-Mikrofonadapter. Die drei integrierten Mikrofone liefern in den meisten Alltagssituationen allerdings ordentliche Ergebnisse.

Positiv: Die GoPro Hero lässt sich bequem und sehr zuverlässig per Stimme steuern. Ob Aufnahme, Aufnahme-Stopp oder Foto – ein kurzer Befehl, und die Cam reagierte im Test sehr spontan. Lediglich das Aktivieren des ausgeschalteten kleinen Camcorders per Stimme bleibt der teureren Hero6 Black vorbehalten. Runden wir das Kapitel ab, was der Hero im Vergleich zum Topmodell fehlt: Dazu gehören der Touch-Zoom, die Belichtungssteuerung und Protune, um unter anderem manuell die Farbe, den Weißabgleich und die Verschlusszeit zu steuern. Zudem unterstützt die Hero nur das 2,4-GHz-WLAN und nicht das 5-GHz-Band, wodurch das Herunterladen von Inhalten auf das Smartphone länger dauert.

Wer keine Profi-Ambitionen hat, kann mit diesen Einschränkungen allerdings gut leben. Die meisten wollen mit einer Actioncam nämlich unkompliziert drauflosfilmen und nicht erst noch an diversen Parametern schrauben.

Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Hero scharfe und natürliche, rauschfreie Aufnahmen. Die Tiefenwirkung könnte einen Tick besser sein, speziell wenn sich die Sonne versteckt. Naturgemäß kann die Schärfe mit der 4K-Auflösung guter Modelle nicht mithalten, die ja vier mal so viele Pixel aufzeichnet. Dafür lassen sich die MP4-Dateien auch auf älteren Rechnern problemlos und zügig schneiden, die vor den riesigen UHD-Datenmengen kapitulieren müssten.

Nützlich ist das Feature, zwischen den Bildmodi »Weit«, »Mittel« und »Eng« zu wählen. So kann man den Bildausschnitt auch ohne Zoom schnell verändern und mehr Abwechslung in seine Videos bringen.

Nicht überzeugen konnte uns der Bildstabilisator. Während die Hero6 Black bei unserer Testfahrt mit dem Mountainbike durch den Wald das Rad selbst auf stark holperigem Waldboden förmlich schweben ließ, hat die Hero Schwierigkeiten, die Fahrt zu stabilisieren und ruhig wirken zu lassen. Immer wieder stören Rolleffekte die Aufnahme. Details verwischen teilweise und lassen sich nicht mehr differenziert erkennen.

Ohne Schwierigkeiten kommunizierte die Cam hingegen per kostenloser »GoPro«-App (für iOS und Android) mit unserem Smartphone. So lässt sich die Hero vom Mobilgerät aus fernsteuern, der zeitliche Versatz ist minimal und zu vernachlässigen. Der Zugriff auf Videos und Fotos klappt schnell, alle wichtigen Einstellungen wie Auflösung oder Bildausschnitt lassen sich verändern.

Die »GoPro«-App erlaubt per Smartphone das Abspielen und Kopieren der Aufnahmen, das Verändern wichtiger Einstellungen sowie das Filmen und Fotografieren aus der Ferne.

Wer keine Lust auf lange Schnittorgien hat, dürfte sich über »QuikStories« freuen. Die Anwendung kopiert die Filme auf das Smartphone und erstellt aus dem Material in Eigenregie einen Film. Das funktioniert erstaunlich gut.

Die GoPro Hero ist eine für GoPro-Verhältnisse günstige Action-Cam mit guter Bildqualität und diversen praktischen Zusatzfunktionen.

Preisbrecher

GoXtreme Black Hawk 4K

Test 4K-Actioncamcorder: GoXtreme Black Hawk 4K
Die GoXtreme Black Hawk 4K bietet ein ordentliches Bild zum fairen Preis.

Wer noch weniger als für die GoPro Hero ausgeben will, für den ist die GoXtreme Black Hawk 4K das Richtige: Für deutlich weniger als 200 Euro ist sie unser absoluter Preistipp.

Die Action-Cam wird mit Unterwassergehäuse und jeder Menge Zubehör geliefert, um die Kamera am Fahrrad, am Helm oder auch am Surfbrett zu montieren. Für all das muss man bei GoPro und Sony zusätzlich Geld ausgeben, was die GoXtreme preislich noch attraktiver macht.

Verzichten muss man auf einen Touchscreen, das ist allerdings zu verschmerzen, denn die Bedienung über zwei seitliche Menütasten ist einfach, der farbige Bildschirm zudem gut ablesbar.

Im 4K-Modus filmt die Cam mit 30 Bildern pro Sekunde. Bei Tageslicht arbeitet sie feinste Details heraus, so zeigt sie von einer Asphaltdecke beispielsweise jeden Pickel und noch so kleinen Stein. Mitunter neigt die GoXtreme dazu, in sehr sonnigen Passagen zu überschärfen, dann sollte man vom Modus »Superfein« in »Fein« oder »Normal« wechseln.

Auch die Schärfe lässt sich in drei Stufen einstellen, außerdem kann man unter anderem an der ISO-Zahl, der Belichtung sowie an der Helligkeit Hand anlegen. Farben und Kontrast sind gut, auch in dunkler Umgebung ist die Hawk 4K noch zu gebrauchen, hier besteht allerdings die Gefahr, dass ein leichtes Rauschen sichtbar wird.

Die steinige Buckelpiste mit dem Fahrrad hat die GoXtreme ordentlich gemeistert, wobei sie nicht alle Unebenheiten wegbügelt. Bei hoher Geschwindigkeit verschluckt sie teilweise einige Details, zudem bekommen die Aufnahmen bei starken Erschütterungen mitunter einen leichten Rolleffekt.

Zum Fernsteuern eignet sich die für iOS und Android erhältliche App »GoAction«. Das WLAN an der Black Hawk wird durch einen zwei Sekunden langen Druck auf die obere Taste aktiviert, die anschließende Verbindung gelingt zuverlässig, nachdem das entsprechende WLAN-Passwort auf dem Mobilgerät eingetippt wurde. Das Live-Vorschaubild wird bei schnellen Bewegungen mit kleiner Verzögerung angezeigt. Ansonsten bietet die App Zugriff auf zahlreiche Einstellungen und ermöglicht eine komfortable Steuerung der Cam vom Smartphone aus.

Was schade ist: Schon nach weniger als einer Stunde macht der Akku der GoXtreme schlapp. Auf längeren Touren ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen zweiten Akku im Gepäck zu haben.

Nur wenn Sie zusätzlich auch auf einen guten Ton Wert legen, müssen Sie auf eine unserer anderen Empfehlungen zurück greifen – die Tonqualität der GoXtreme ist nämlich bescheiden.

Außerdem getestet

Komplette Totalausfälle gab es in unserem Testfeld nicht, selbst die günstigsten Geräte können für den ein oder anderen interessant sein –aber nur, wenn man Kompromisse eingehen kann, denn gerade bei den ganz günstigen Kameras bleibt die Bildqualität teilweise doch weit hinter der unserer Empfehlungen zurück. Hier beispielhaft das Testvideo der Vemico 4K Sports:

Wegen ihres fest verbauten Akkus sollte man die Finger von der GoPro Hero7 White lassen. Ist der Akku unterwegs leer, hat sich die Filmerei erledigt, es sei denn, man hängt eine Powerbank dran. Außerdem ist das Bildformat merkwürdig. GoPro gibt in den technischen Spezifikationen zwar 1080p60 an, eine Fußnote macht aber stutzig: »verfügbar durch Zuschneiden«. Ansonsten nimmt die graue, nicht weiße Cam nämlich mit 1.920 x 1.440 Bildpunkten auf. So entstehen links und rechts schwarze Balken. Die Bildqualität ist mittelmäßig. Gut sind der scharfe Touchscreen und die Sprachsteuerung, zudem ist die GoPro Hero7 White 10 Meter wasserdicht.

Andere GoPro, gleicher Schwachpunkt: Auch die graue Hero7 Silver hat den Akku fest integriert, ein Wechseln ist nicht möglich. Ein Drehtag auf der Skipiste oder beim Radfahren kann somit schnell zu Ende sein. Im Gegensatz zur Hero7 White filmt die Hero7 Silver in UHD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde. Das Bild ist schärfer, tendiert bei schnelleren Bewegungen in detailreichen und nicht perfekt ausgeleuchteten Passagen aber trotzdem zu vermatschen. Zusätzliche Unterschiede zur Hero7 White: Die teurere Hero7 Silver verfügt über einen GPS-Sensor und fotografiert mit WDR (Wide Dynamic Range), um die Gesamtbelichtung im Bild zu verbessern.

Ezviz S2 Action Lite Camera

Die Ezviz S2 Action Lite Camera eignet sich nicht nur als Action-, sondern auch als Dashcam im Auto. Eine Halterung für die Frontscheibe wird allerdings nicht mitgeliefert. Die maximale Auflösung liegt bei 1080p. Standaufnahmen sind zwar leicht verrauscht, aber detailreich. Bei Fahraufnahmen gerät das knapp 60 Euro teure Modell dann aber vollkommen aus dem Tritt, einige Bildbereiche sind durch Pixelfehler regelrecht kaputt. Überraschenderweise besitzt die S2 sogar einen Touchscreen, um den Bedienkomfort ist es aber nicht zum Besten bestellt. Mittels App kann die Action-Cam auch vom Smartphone aus gesteuert werden, zudem ist separat eine Bluetooth-Fernbedienung erhältlich.

Das mitgelieferte Zubehörpaket der Lamax X7.1 Naos fällt üppig aus. Hierzu gehören ein Unterwassergehäuse, ein Schwimmer, unzählige Halterungen, eine Fernbedienung für das Handgelenk sowie ein Brustgurt. Mit 2.688 x 1.520 Pixeln mutet die maximale Auflösung hingegen merkwürdig an. Standbilder tendieren schon zu starkem Rauschen, in schnellen Sequenzen gehen sehr viele Details verloren, der Film läuft nicht flüssig, sondern holpert. Gutes Full-HD wäre hier viel mehr wert als schlechtes 2,7K. Die Bedienung erfolgt über zwei seitliche Tasten, hierbei vermisst man ein klares Konzept.

Auch die Rollei 550 Touch geizt nicht an Zubehör. Sie wird mit Unterwassergehäuse, Kamera-Rahmen-Halter, Fernbedienung sowie verschiedenen Halterungen ausgeliefert. Das Display ist scharf und reagiert zuverlässig auf Wischbewegungen und Fingertipps, die Menüstruktur wirkt logisch.

Gefilmt wird mit 3.840 mal 2.160 Pixeln. Statische Motive sehen ordentlich und rauschfrei aus. Kommt Bewegung wie auf dem Fahhrrad hinzu, so neigt die Rollei leider zu störenden Rolleffekten, die den Zuschauer seekrank machen, obwohl eine elektronische Videobildstabilisierung mit 6-Achsen Gyroskop in die Cam verbaut ist.

Zur Ausstattung gehören eine Zeitrafferfunktion für Videos und Fotos, sechs verschiedene Foto- und Video-Szenemodi sowie WLAN, um die 550 Touch auch per Smartphone zu bedienen.

Gegenüber dem Vorgängermodell GoPro Hero5 Black filmt die GoPro Hero6 Black in UHD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde, Zeitlupen in 1080p lassen sich gar mit 240 Bildern realisieren. Wichtig: Für ultrahochauflösende Clips steht auch der Bildstabilisator zur Verfügung – zumindest mit 30 Bildern. Fotos können im HDR-Look geschossen werden. Deutlich schneller gelingt die kabellose Übertragung des Videomaterials, ein aktueller Prozessor tut der Action-Cam gut.

Die GoPro Hero5 Black steckt in einem leichten Aluminiumkorpus, das bis zehn Meter wasserdicht ist. Individuelle Einstellmöglichkeiten bietet die GoPro in Hülle und Fülle. Praktisch: Wird der rote Knopf auf der Oberseite gedrückt, schaltet sich die Hero5 Black an und startet sofort mit der Aufnahme. Der besondere Clou der Hero5 ist die Sprachsteuerung. Gleich zwölf Befehle stehen zur Verfügung. So lassen sich Video-, Serienbild- und Zeitrafferaufnahmen starten oder stoppen, der Videomodus wechseln oder die Kamera ausschalten.

Bei der Bildqualität spielt die Hero5 auf sehr hohem Niveau. Die Schärfe ist super, die Farben passen, der Kontrast ist exzellent. Allerdings kann der elektronische Bildstabilisator nicht mit den besten Cams mithalten. Zudem ist die Videostabilisierung nicht für 4K-Aufnahmen und Bildraten mit mehr als 60 Bildern pro Sekunde verfügbar. Die Hero5 Black ist eine gute Alternative für alle, die auf Bildstabilisierung in 4K verzichten können und etwas Geld sparen wollen.

Die Sony FDR-X1000 ist der Vorgänger der FDR X3000. Sie überzeugte mit toller Bildqualität, bei wenig Licht liefert sie sogar noch bessere Ergebnisse als die FDR-X3000. In der Bedienung ist sie fast identisch mit ihrem Nachfolger, auch ein Live-View-Monitor fürs Handgelenk ist optional erhältlich.

Der große Unterschied zwischen den beiden Modellen ist der Bildstabilisator: Bei der X1000 arbeitet der rein elektronisch. Das hat den Nachteil, dass er wie bei der GoPro Hero5 nur funktioniert, wenn man in HD filmt. Dann liefert er aber sogar noch bessere Ergebnisse als die GoPro. Wer auf Bildstabilisierung in 4K verzichten kann und nicht in die GoPro-Welt einsteigen will, für den ist die FDR-X1000 nach wie vor eine sehr gute Wahl.

Garmin Virb Ultra 30

Die Garmin Virb Ultra 30 ist das perfekte Modell für echte Adrenalinjunkies wie Fallschirmspringer oder Downhiller auf zwei Rädern. Denn integrierte Sensoren erfassen diverse Parameter wie Geschwindigkeit, Distanz, Höhe und optional sogar die Herzfrequenz. Alle Daten lassen sich ins Video einblenden. Zur umfangreichen Ausstattung gehört unter anderem eine Sprachsteuerung.

Die GoPro Hero5 Session ist super kompakt und gut verarbeitet. Ein Display zum Kontrollieren des Bildausschnitts gibt es allerdings nicht. Hier liefert die App wertvolle Dienste für die Fernsteuerung per Smartphone oder Tablet-PC. Die Bedienung über lediglich zwei Tasten ist gewöhnungsbedürftig und wenig komfortabel. Die Videoqualität des Winzlings ist gut. Leider ist der Akku fest verbaut, eine Ladung hält maximal 100 Minuten durch. Frischen Saft unterwegs kann höchstens eine Powerbank liefern.

GoPros Hero4 Black ist schon länger auf dem Markt. Ihre filmerischen Qualitäten sind weitgehend identisch mit der des Nachfolgers Hero5 Black: super scharf und farbecht. Im Gegensatz zum neuen Modell hat die Hero4 Black aber keine Bildstabilisierung und das Touchscreen-Display muss man für die Action-Cam zusätzlich erwerben. Die Bedienung erfolgt über Tasten und einen kleinen Statusmonitor an der Front, das ist umständlich, wenn man häufiger Änderungen an den Einstellungen vornehmen möchte.

Yi Discovery Action Camera

Test Action-Cam: Yi Discovery Action Camera

Keine Preise gefunden.

Zugegeben: Bei der Yi Discovery Action Camera haben wir lange überlegt, ob wir sie nicht bei unseren Empfehlungen aufführen. Ganz gereicht hat es dann aber doch nicht. Für weniger als 50 Euro ist die Cam extrem günstig. Allerdings wird sie quasi ohne Zubehör ausgeliefert. Für ein wasserdichtes Gehäuse muss man zusätzlich knapp 40 Euro berappen. Das sollte man sich aber auf jeden Fall als stabileres Outdoor-Gehäuse zulegen.

Die Yi filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten, dann leider aber nur mit 20 Bildern pro Sekunde. Das ist etwas wenig, Bewegungen werden so nicht wirklich geschmeidig. Mit 1.920 x 1.080 Pixeln stehen immerhin 60 Vollbilder zur Verfügung. Die Bedienung erfolgt über einen zwei Zoll großen Touchscreen. Während die Menüstruktur selbsterklärend ist, könnte der Bildschirm gerne etwas präziser reagieren. Als Menüsprachen gibt es lediglich Englisch und Chinesisch.

Die IOS-Zahl, Schärfe und Weißabgleich können per Hand eingestellt werden. Das Weitwinkelobjektiv erfasst mit 150 Grad einen großen Bildbereich.

Abgesehen davon, dass in UHD-Auflösung die Bewegungen nicht ganz so butterweiche sind, ist die Videoqualität der Yi für diese Preisklasse sehr ordentlich – solange die Kamera keinen großen Helligkeitsunterschieden ausgesetzt ist. Unsere Mountainbikefahrt sowie eine Naturaufnahme am Nachmittag wurden teilweise viel zu dunkel dargestellt, wenn in Teilen des Bildes sehr heller Himmel zu sehen war. Der dunkle Waldboden und das Grün von Bäumen und Wiesen soffen regelrecht ab. Dafür stellt sich die Yi beim Ausbügeln von Bodenunebenheiten erstaunlich gut an. Sind die Kontrastunterschiede in der Szene überschaubar, liefert der Mini-Camcorder zudem natürliche Farben mit guter Durchzeichnung und schöner Schärfe. Bei Aufnahmen aus der Hand muss die Cam sehr ruhig gehalten werden, kleinste Unruhen übertragen sich ansonsten stark sichtbar auf das Bild. Bei wenig Licht ist die Yi ebenfalls zu gebrauchen, wobei sie nicht ohne Rauschen auskommt.

Gelungen ist die kostenlose Yi-App für mobile iOS- und Android-Geräte: So hat man per WLAN nicht nur flotten Zugriff auf sämtliche Kamera-Parameter, sondern kann auch bereits gefilmte Aufnahmen anschauen. Für den günstigen Preis ist die Yi Discovery Action Camera auf jeden Fall das geeignete Modell, um dem Nachwuchs den Wunsch nach einer anständigen Action-Cam zu erfüllen.

Die Yi 4K Action Camera hinterließ im Test einen mehr als soliden Eindruck. Die Bedienung über den Touchscreen ist komfortabel, das Objektiv besteht aus sieben Schichten Glaslinsen. An der Bildqualität gibt es wenig zu meckern, nur bei schlechten Lichtverhältnissen fangen die Aufnahmen zu rauschen an. Der Ton hingegen ist bescheiden, die Windgeräusche beim Radfahren hören sich an, als befände man sich mitten in einem Orkan. Die Kamera-App bietet einen großen Funktionsumfang. An der Yi sitzt lediglich eine Micro-USB-, aber keine HDMI-Buchse. Das Zubehör ist minimalistisch: Akku, USB-Kabel, das war’s.

Aus dem optischen Einheitsbrei der Actioncamcorder sticht die Ricoh WG-M2 wohlwollend heraus. Die Cam liegt gut in der Hand, der kleine Bildschirm dient allerdings lediglich der Kontrolle und der Bedienung. Wird im 4K-Modus gefilmt, so steht ausschließlich der extreme Weitwinkel mit 204 Grad zur Verfügung. Der ermöglicht schöne Panoramaaufnahmen, jedoch sind diese stark gewölbt und die Schärfe leidet. Soll die Ricoh zum Tauchen eingesetzt werden, muss lediglich der mitgelieferte Unterwasservorsatz montiert werden.

Mehr Ausstattung als bei der ACME VR06 geht kaum. Ein separates Ladegerät und ein zweiter Akku gehören ebenso zum Lieferumfang wie unzählige Halterungen, Klemmen, Adapter und ein Unterwassergehäuse. Die Bedienung erfolgt über drei Tasten, der Kontrollbildschirm weist eine gute Schärfe auf. In unserem Modell saß der Akku nicht ganz fest und klapperte im Inneren. Je weniger Licht zur Verfügung stand, desto stärker waren die Bilder verrauscht. Auch bei Tageslicht kann die Detailauflösung nicht überzeugen. Eine App-Steuerung per WLAN ist möglich.

Rollei Actioncam 425

Wer sich die Rollei Actioncam 425 zulegt, kann sich über ein riesiges Zubehörpaket freuen. Handgelenk-Fernbedienung, Unterwasser-Schutzgehäuse mit zwei austauschbaren Rückwenden und diverse Halterungen und Adapter gehören dazu. Ebenso lässt sich die Rollei per App steuern. Das farbige Display ist nicht berührungsempfindlich, durch das Menü wird über zwei seitliche Druckknöpfe navigiert. Sogar im Hellen sind Aufnahmen leicht verrauscht, bei schnellen Kamerafahrten verschluckt die Cam einige Details.

Victure 4K WIFI Ultra HD

Das Display ist nicht überragend, die Bedienung etwas fummelig – abgesehen davon ist die Victure Action Kamera 4K ein echtes Schnäppchen. Denn mit Abstrichen kann sie für ein Modell weit unterhalb der 100-Euro-Marke bildtechnisch überzeugen. Die Schärfe ist passabel und die Farben wirken natürlich. Die leichte Verzerrung lässt sich in der Nachbearbeitung beheben. Von der Bildstabilisierung darf man natürlich keine Wunder erwarten. Über WLAN lassen sich Videos auf Smartphones und Tablets übertragen.

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Kommentare

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Patrick Link
Patrick Link

Johannes Haug Sandra Heintze

Andreas Burger
Andreas Burger

Benny Trautmann

BadTrick Power
BadTrick Power

Dennis En

Patrick Dextor
Patrick Dextor

Mandy

Udo Hompesch
Udo Hompesch

Und wenn ihr den Test anstatt mit einem Brett am Lenker, mit 10 ISHOXS Bike Mount machen würdet, wäre der auch noch sehenswert

Stefanie Böhm
Stefanie Böhm

Guter Bericht