Action-Cam Test: Actioncams September2022 Aufmacher
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Die beste Action-Cam

Wir haben 45 Action-Cams getestet. Die beste für die meisten ist die GoPro Hero11 Black. Sie begeistert durch eine jetzt noch bessere Bewegungsglättung, eine tolle Bildqualität, mannigfaltige Einstellmöglichkeiten und Sprachsteuerung, außerdem bietet sie hohe Auflösungen und Bildraten sowie ein Frontdisplay. Zudem filmt die Hero11 nun mit 10-Bit-Farbtiefe und hat nicht mehr mit dem Hitzeproblem des Vorgängermodells zu kämpfen.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 30. September 2022

Wir haben zwei neue Action-Cams getestet. Die GoPro Hero11 Black führt nun das Spitzenfeld an, dicht gefolgt von der ebenfalls neuen DJI Osmo Action 3. Sie verdrängen die GoPro Hero10 Black und DJI Action 2, die nun unter „Außerdem getestet“ zu finden sind.

Die Sony FDR-X3000 ist nicht mehr verfügbar und wurde aus dem Testbericht entfernt.

29. April 2022

Mit der Akaso Brave 8 haben wir eine neue Action-Cam getestet. Für eine Empfehlung reicht es aber nicht.

29. Oktober 2021

Wir haben sechs neue Action-Cams getestet. Die GoPro Hero10 Black verdrängt ihre Vorgängerin GoPro Hero9 Black als Testsieger. Ganz knapp dahinter landet die neue DJI Action 2. Und auch die winzige Insta360 Go 2 hat sich eine Empfehlung verdient. Die GoPro Hero9 Black und die DJI Action sind nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

12. März 2021

Mit der Insta360 One X2 haben wir eine neue Kamera getestet. Sie ist eine neue Empfehlung für alle, die qualitativ hochwertige 360-Grad-Videos drehen möchten. Unsere ehemalige Empfehlung GoXtreme Phantom 4K musste dafür ihren Platz in unseren Empfehlungen räumen und ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

2. Oktober 2020

Wir haben die neue GoPro Hero9 Black getestet. Sie schiebt sich knapp vor unseren bisherigen Spitzenreiter, die Hero8 Black.

7. August 2020

Wir haben vier zusätzliche Action-Cams getestet. Unser neuer Testsieger ist die GoPro Hero8 Black. Zudem haben wir mit der Insta360 ONE R ein hochinteressantes Modell mit 360-Grad-Funktion getestet, zur Empfehlung reicht es bei ihr aber nicht.

20. Februar 2020

Mit der GoXtreme Black Hawk+ 4K haben wir eine neue Empfehlung für Sparfüchse.

7. Februar 2020

Mit der GoXtreme Manta 4K haben wir eine neue Action-Cam getestet. Für eine Empfehlung hat es allerdings nicht gereicht.

13. Dezember 2019

Wir haben die neue GoXtreme Phantom 4K in unseren Test aufgenommen. Sie hat sich wacker geschlagen – vor allem für ihren günstigen Preis – und verdient sich damit eine Empfehlung.

31. Mai 2019

Mit der brandneuen DJI Osmo Action haben wir eine weitere Empfehlung. Nicht nur aufgrund des zweiten Displays und der sehr guten Videostabilisierung macht sie der GoPro Hero7 Black künftig das Leben schwer.

Weitere Updates
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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Während das Segment der klassischen Camcorder seit Jahren rückläufig ist, entwickeln sich die Action-Camcorder gegen den Trend: Die kompakten Modelle für Outdoor-Freaks boomen. Egal, ob am Fahrradlenker, am Motorrad, unter Wasser oder auf dem Skihelm, die Einsatzszenarien für Action-Cams sind vielfältig.

Wir haben insgesamt 45 Action-Cams für Sie getestet, 24 davon sind aktuell noch erhältlich. Die getesteten Action-Cams waren fast ausschließlich 4K-Modelle, die Videos in UHD-Auflösung, also mit 3.840 x 2.160 Pixeln, aufzeichnen können. Denn alle Action-Cams nehmen sehr weitwinklig auf und manche haben nicht einmal einen Sucher, deshalb ist es für gute Ergebnisse oft nötig, den Bildausschnitt nachträglich zu korrigieren. Filmt man in 4K, kann man das Bild ohne Qualitätsverlust croppen, wenn das Endergebnis HD sein soll.

Neben den teuren Top-Kameras von GoPro und Sony haben wir auch günstige No-Name-Modelle mit in den Test genommen. Die spannende Frage: Ist nur teuer wirklich gut oder können auch die preiswerten Geräte mit den teuren Markenmodellen mithalten?

Die Antwort: die meisten nicht. Vor allem von Modellen für weniger als 100 Euro sollten Sie die Finger lassen. Aber es gibt auch Schnäppchen, die sich sehen lassen können.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

GoPro Hero11 Black

Test Action-Cam: GoPro Hero 11 Black
Bei der Hero11 Black hat GoPro die ohnehin schon sehr gute Bildstabilisierung noch einen Tick verbessert. Videoqualität, Ausstattung und Bedienkomfort sind wie gehabt exzellent.

Die GoPro Hero11 Black setzt sich ganz knapp an die Spitze und ist aktuell die beste Action-Cam. Sie bietet ein sehr gutes Bild, gleicht starke Bewegungen – etwa auf dem Fahrrad – perfekt aus und schnürt insgesamt ein absolut überzeugendes Gesamtpaket.

Dazu gehören ein hoher Bedienkomfort, die Steuerung per Smartphone und ein ordentlicher Ton. Außerdem ist die Cam ohne Zusatzgehäuse bis zu zehn Meter Tiefe wasserdicht.

Die neue Action-Cam arbeitet jetzt mit 10-Bit-Farbtiefe und fotografiert 27-Megapixel-Fotos. Der neue, größere Sensor ermöglicht außerdem Videos im Bildformat 8:7 für extrem große vertikale Sichtfelder. Durch die neuen, einfachen Bedienfunktionen fühlen sich Einsteiger beim Handling der GoPro Hero11 Black noch wohler.

Auch sehr gut

DJI Osmo Action 3

Test Action-Cam: DJI Osmo Action 3
Die DJI Osmo Action 3 ermöglicht ebenfalls ruhige Aufnahmen wie auf Schienen, verfügt über zwei Displays, hat ein wasserdichtes Gehäuse und lässt sich unkompliziert steuern.

Mit der DJI Osmo Action 3 bietet der chinesische Drohnen-Hersteller eine exzellente Action-Cam zum fairen Preis an. Die Bildstabilisierung ist klasse und der GoPro 11 ebenbürtig, und die Videoqualität insgesamt ist top. Das hochwertige Gehäuse hat zwei Displays, praktisch ist die neue Magnethalterung. Auch beim Bedienkomfort leistet sich der Mini-Camcorder, der bis zu 16 Meter Tiefe ohne Zusatzgehäuse wasserdicht ist, keine Schwächen.

360-Grad-Aufnahmen

Insta360 One X2

Test  Action-Cam: Insta360 One X2
Liefert faszinierende 360-Grad-Videos, kann aber auch im klassischen Aufnahmeformat überzeugen.

Faszinierende Filme in 360-Grad-Optik liefert die hochwertig verarbeitete Insta360 One X2. Sie eignet sich aber auch dazu, um klassische Filme mit breitem Blickwinkel zu drehen. Die Bildstabilisierung ist so gut, dass die Insta360 problemlos als Action-Cam benutzt werden kann.

Kompakt

Insta360 Go 2

Test Action-Cam: Insta360  Go 2
Winzige Maße und Fliegengewicht. Die Insta360 Go 2 ist gerade mal so groß wie ein Daumen und begeistert mit toller Videoqualität und einer erstaunlichen Stabilisierung.

Gerade mal 26,5 Gramm leicht und viel kleiner als ein Feuerzeug: Die Insta360 Go 2 ist ein Kamera-Zwerg, der unerwartet gute Videos produziert und auch durch eine ordentliche Stabilisierung punktet. Unterwegs kann man die Action-Cam in einem aufklappbaren Case laden, das auch noch als Stativ fungiert. Ohne Zusatzgehäuse ist die Mini-Cam bis zu vier Meter wasserdicht.

Preistipp

GoXtreme Black Hawk+ 4K

Test Action-Cam: GoXtreme Black Hawk+ 4K
Mit einem super Preis, einem guten Bild und einer ordentlichen Stabilisierung, ist sie die ideale Action-Cam für Sparfüchse.

Es geht auch günstig: Die GoXtreme Black Hawk+ 4K verzichtet zwar auf einen Touchscreen, kann aber bei der Bildqualität und der Videostabilisierung überzeugen. Dank separatem Schutzgehäuse sind Wassertiefen von bis zu 60 Metern möglich. Per Smartphone-App kann man die Cam auch aus der Ferne steuern. Das Zubehörpaket ist ordentlich.

Vergleichstabelle

TestsiegerGoPro Hero11 Black
Auch sehr gutDJI Osmo Action 3
360-Grad-AufnahmenInsta360 One X2
KompaktInsta360 Go 2
PreistippGoXtreme Black Hawk+ 4K
DJI Action 2
GoPro Hero10 Black
Akaso Brave 7
GoPro Hero9 Black
GoPro Hero8 Black
GoXtreme Phantom 4K
DJI Osmo Action
SJCam SJ8 Pro
GoPro Hero7 Black
Akaso Brave 8
Apexcam Pro
Akaso EK7000 Pro
Akaso Brave 7 LE
Akaso V50 Elite
GoXtreme Manta 4K
GoPro Hero7 White
Lamax X7.1 Naos
Ezviz S2 Action Lite Camera
Ricoh WG-M2
Test Action-Cam: GoPro Hero 11 Black
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstellmöglichkeiten
  • Sprachsteuerung und Front-Bildschirm
  • Teuer
  • Wenig Zubehör
Test Action-Cam: DJI Osmo Action 3
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Sprachsteuerung
  • Einfache Bedienung
  • Frontbildschirm
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hitzeproblem bei hoher Auflösung und hoher Bildrate
Test  Action-Cam: Insta360 One X2
  • Gute Bild­qualität
  • Überzeugende 360-Grad-Videos
  • Ordentlicher Ton
  • Einfache Bedienung
  • Sprachsteuerung
  • Guter Bild­stabilisator
  • Teuer
Test Action-Cam: Insta360  Go 2
  • Extrem klein, extrem leicht
  • Gute Videoqualität
  • Erstaunlich guter Stabilisator
  • Praktisches Ladecase
  • App-Steuerung
  • Fummelige Bedienung
  • Kein Vorschaubild an der Kamera
  • Kurze Aufnahmedauer
  • Geringe Akkulaufzeit
Test Action-Cam: GoXtreme Black Hawk+ 4K
  • Gute Bild­qualität
  • Ordentliche Bild­stabilisierung
  • Viel Zubehör
  • App-Steuerung
  • Kein Touchscreen
  • Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahme-Modi
Test Action-Cam: DJI Action 2
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Modulares Konzept
  • Sprachsteuerung
  • Einfache Bedienung
  • Zweiter Bildschirm optional
  • Hitzeprobleme
  • Kurze Akkulaufzeit bei hohen Auflösungen/ Bildraten
  • Wenig interner Speicher
Test Action-Cam: GoPro Hero10 Black
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung und Front-Bildschirm
  • Wenig Zubehör
  • Hoher Preis
  • Hitzeprobleme
  • Kurze Akkulaufzeit bei hohen Auflösungen/Bildraten
Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Akaso Brave7 Mini
  • Frontdisplay
  • Einfache Bedienung
  • Sehr viel Zubehör
  • Gute Videoqualität bei ausreichend Licht
  • Gute Video­stabilisierung
  • Schlechte Videos bei Lichtabnahme
Test  Action-Cam: GoPro Hero9 Black
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung und Front-Bildschirm
  • Wenig Zubehör
  • Hoher Preis
Action-Cam Test: Bildschirmfoto 2020 08 07 Um 10.29.52
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Wenig Zubehör
  • Hoher Preis
Test Action-Cam: GoXtreme Phantom 4K
  • Gute Bildqualität
  • Ordentlicher Bild­stabilisator
  • Bluetooth-Fernbedienung
  • Separates Mikrofon
  • Viel Zubehör
  • Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahme-Modi
  • App-Probleme
Test Action-Cam: DJI Osmo Action
  • Zweiter Bildschirm
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Tolle Bild­qualität
  • Sprachsteuerung
  • Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahme-Modi
  • Kein Micro-HDMI-Anschluss
Action-Cam Test: 613sxubv4+l. Sl1000
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Guter Bild­stabilisator
  • Üppige Ausstattung
  • Viel Zubehör
  • Schwergängiger Akku- und Speicherkarten­deckel
  • Recht kurze Akkulaufzeit
Test  Action-Cam: GoPro Hero 7 Black
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Wenig Zubehör im Liefer­umfang
  • Hoher Preis
Action-Cam Test: Actioncams April2022 Akaso Brave 8
  • Frontdisplay
  • Einfache Bedienung
  • Sehr viel Zubehör
  • Gute Verarbeitung
  • Mäßige Videostabilisierung
  • Gute statische Aufnahmen nur bei ausreichend Licht
  • Kommunikationsprobleme zwischen App und Kamera
Test Action-Cam: Apexcam Pro
  • Sehr viel Zubehör
  • Guter Preis
  • Zweiter Akku
  • Fernbedienung
  • App-Steuerung
  • Kein Touchscreen
  • Schlechte Videoqualität
  • Schlechte Bildstabilisierung
Test Action-Cam: Akaso EK700 Pro
  • Sehr viel Zubehör
  • Guter Preis
  • Zweiter Akku
  • Fernbedienung
  • App-Steuerung
  • Rolleffekt im Bild bei Bewegung
  • Schärfe und Plastizität könnten etwas besser sein
Action-Cam Test: Actioncamcorder August2020 Akaso Brave7lte
  • Frontdisplay
  • Einfache Bedienung
  • Sehr viel Zubehör
  • Ordentliche Video­qualität bei ausreichend Licht
  • Solide Video­stabilisierung
  • Stabilisierung hat bei sehr unruhigen Fahrten Probleme
Test  Action-Cam: Akaso  V50 Elite
  • Einfache Bedienung
  • Sehr viel Zubehör
  • Ordentliche Video­qualität bei ausreichend Licht
  • Solide Video­stabilisierung
  • Touchscreen reagiert schlecht
  • Stabilisierung hat bei sehr unruhigen Fahrten Probleme
Test Action-Cam: GoXtreme Manta 4K
  • Wasserdicht ohne Zusatz­gehäuse
  • Einfache Bedienung
  • Viel Zubehör
  • App-Steuerung
  • Bild mit Unschärfen an den Rändern
  • Mäßige Bild­stabilisierung
  • Auslöser sehr schwer­gängig
Test  Action-Cam: GoPro Hero 7 White
  • Wasserdicht
  • Sprachsteuerung
  • Guter Touchscreen
  • Akku fest verbaut
  • Auflösung 1.920 x 1.440 Pixel
Test  Action-Cam: Lamax X7.1 Naos
  • Sehr viel Zubehör
  • Günstig
  • Schlechte Bild­qualität
  • Schlechte Bedienbarkeit
Test  Action-Cam: Ezviz S2 Action Lite Camera
  • Auch als Dashcam einsetzbar
  • App-Steuerung
  • Touchscreen
  • Bildfehler
  • Mittelmäßige Bedienbarkeit
Test  Action-Cam: Ricoh WG-M2
  • Sehr robustes Gehäuse
  • Extremer Weitwinkel
  • Mäßige Bildqualität
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Wozu eine Action-Cam?

Klassischer Camcorder, Smartphone, Tablet – sie alle können heutzutage filmen und liefern brauchbare Ergebnisse. Wozu braucht man dann noch eine neue Gerätegattung, um Bewegtbilder festzuhalten? Zumal Action-Cams keinen klassischen Zoom bieten, sondern lediglich unterschiedliche Weitwinkeleinstellungen.

Action-Cam Test: Actioncam

Die Antwort ist einfach: Action-Camcorder sind für Sportaufnahmen konzipiert, für Szenarien, bei denen herkömmliche Camcorder oder eben auch Smartphones den Kürzeren ziehen, weil unter Wasser gefilmt wird, es auch mal richtig schmutzig werden kann und die Geräte extremen Schlägen und Stößen ausgesetzt sind. Außerdem sind Action-Cams so konstruiert, dass sie sich problemlos in den unterschiedlichsten Situationen bombenfest montieren lassen.

Eine Besonderheit ist außerdem ihr extremer Weitwinkel. So kann man verblüffende Panoramen filmen. Allerdings kommt es vor, dass Bilder gekrümmt werden, senkrechte Linien erscheinen im Film dann gebogen. Dieses Manko lässt sich in der Nachbearbeitung mit passender Schnittsoftware jedoch beheben.

Sportaufnahmen sind die Parade­disziplin von Action-Cams

Wer sich eine Action-Cam mit 4K-Auflösung zulegt und in dieser auch filmen will, sollte allerdings einen flotten Rechner besitzen. Auf alten Mühlen kann man das Material noch nicht mal abspielen. Zum Nachbearbeiten sollten es mindestens ein Intel i5 mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine leistungsfähige Grafikkarte sein, zudem sind flotte SSD-Festplatten zu empfehlen.

4K-Material belegt unheimlich viel Speicher, für zehn Minuten fallen rund zehn Gigabyte an. Auch wer seinen Film nur in Full-HD ausspielen will, profitiert davon, in 4K zu filmen. Schließlich kann man bis zu 200 Prozent in Aufnahmen hereinzoomen und damit schöne Ausschnittsvergrößerungen vornehmen, ohne dass die Bildqualität leidet.

Optimal einsatzfähig für jedes Szenario werden die kleinen Outdoor-Camcorder erst mit den geeigneten Halterungen für Fahrradlenker, Helm oder Fahrzeug-Karosserie. Es gibt eigentlich einen Standard, der von GoPro geprägt wurde, aber allgemein von den meisten Herstellern genutzt wird. Allerdings kann es passieren, dass die Halterungen zwar kompatibel aussehen, aber dann doch ein anderes Gewinde haben oder die Schnellkupplungen zu viel Spiel aufweisen und somit eigentlich unbrauchbar sind. Deshalb ist das klassische Stativgewinde an den Action-Cams die beste Lösung.

Taucher und Surfer sollten ein spezielles Schutzgehäuse aus Acryl verwenden. Je nach Modell sind Tauchtiefen bis zu 60 Meter möglich. Auch wenn viele hochpreisige Action-Cams von Natur aus einige Meter wasserdicht sind, so bieten die separaten Gehäuse einfach einen wesentlich besseren Schutz.

Vom Prinzip her unterscheidet sich das Filmen mit einem Action-Camcorder nicht von der Arbeit mit einem herkömmlichen Gerät. In der Regel haben Action-Cams zwei bis vier unterschiedliche Winkeleinstellungen für die Optik. Bei Action-Cam-Aufnahmen nutzt man gewöhnlich die maximale Weitwinkeleinstellung, damit das Bild ruhiger wirkt. Und bei Sportaufnahmen vom Rand aus mit weniger Wacklern sollte man die Weitwinkel-Einstellung reduzieren – dann haben die Aufnahmen weniger unschöne Bildverzeichnungen. Außerdem sollte man bedenken. Nur Aufnahmen aus der Sportlersicht wirken oft langweilig – man sollte also andere Perspektiven suchen und eine Geschichte um den Sport selbst stricken.

Action-Cam Test: Actioncams September2022 Gopro Hero 11

Testsieger: GoPro Hero11 Black

GoPro geht es mittlerweile ähnlich wie Apple beim iPhone: Jedes Jahr im Herbst kommt ein neues Modell auf den Markt, aber die Zeit der großen Innovationen ist vorbei. Genau wie das iPhone 14 bietet auch die GoPro Hero11 Black kein überragendes neues Feature, das man unbedingt haben muss. Vielmehr wurde die Hero11 dezent weiterentwickelt und punktuell verbessert.

Besitzer der GoPro 10 müssen deshalb nicht nervös werden und sich sofort das aktuelle Modell zulegen. Dafür gibt es keinen Grund. Rein von der Videoqualität und der Stabilisierung her ist die GoPro 11 nicht bzw. kaum besser als die neue DJI Osmo Action 3. Insgesamt bleibt es aber dabei: Die Action-Cam des US-amerikanischen Herstellers hat das beste und umfangreichste Gesamtpaket und behauptet deshalb den Platz an der Sonne.

Testsieger
GoPro Hero11 Black
Test Action-Cam: GoPro Hero 11 Black
Bei der Hero11 Black hat GoPro die ohnehin schon sehr gute Bildstabilisierung noch einen Tick verbessert. Videoqualität, Ausstattung und Bedienkomfort sind wie gehabt exzellent.

Um die Hero11 Black von der Vorgängerin Hero10 Black zu unterscheiden, gibt es nur ein einziges Merkmal: Die blau aufgedruckte Zahl links außen am Gehäuse. Alles andere ist gleich geblieben. Die Abmaße 71,8 x 50,8 x 33,6 Millimeter sind identisch, und auch am Gewicht von 153 Gramm (Kamera und Akku) hat sich nichts geändert.

Geblieben ist das 1,4 Zoll große Front-Display mit Live-Vorschau und Status, um die Filmarbeiten zu vereinfachen. Im Gegensatz zur DJI Osmo Action 3 befindet sich hier kein Touchscreen. Der rückseitige Bildschirm ist weiterhin 2,27 Zoll groß.

Auch die klappbaren Metallarme des Vorgängers hat die Hero11 Black behalten, die richtig praktisch sind. So kann man die Action-Cam nämlich ohne zusätzliches Gehäuse beispielsweise an einem Fahrradlenker montieren. Akku, Speicherkarte und USB-C-Anschluss befinden sich unter einer sauber und sicher abschließenden Metallklappe. Ein Micro-HDMI-Anschluss ist nicht vorhanden.

Action-Cam Test: Actioncams September2022 Gopro10 Gopro11
Bis auf den Aufdruck der Modellnummer sind die GoPro Hero10 Black und die Hero11 Black absolut identisch.

Wer den weiterhin nutzen will, muss den Media Mod kaufen, ein Zusatzgehäuse mit integriertem, direktionalen Mikrofon, einem 3,5-mm-Mikrofonanschluss, einem HDMI-Ausgang sowie zwei Zubehörschuh-Halterungen zum Anschließen von Leuchten, Mikrofonen oder LC-Bildschirmen. Zudem gibt es einen separat erhältlichen zwei Zoll großen Bildschirm, der sich hochklappen lässt, sowie eine zusätzliche LED-Beleuchtung.

Das kompakte Metallgehäuse ist wie gehabt sehr hochwertig verarbeitet und stabil. Es ist zehn Meter wasserdicht, die Objektivabdeckung ist wasserabweisend.

Die neue GoPro arbeitet wie die Vorgängerin mit drei integrierten Mikrofonen. Ausgeliefert wird sie mit dem so genannten Enduro-Akku, den man bereits optional zur GoPro 10 dazukaufen konnte. Dieser liefert ebenfalls 1.720 mAh wie der Standard-Lithium-Ionen-Akku. Allerdings ist der chemische Aufbau modifiziert, wodurch sich speziell bei niedrigen und moderaten Temperaturen die Aufnahmezeit um bis zu 38 Prozent verlängern soll.

Das ist neu

In der Hero11 Black werkelt jetzt ein neuer 1/1,9-Zoll-Sensor, der mehr als eine Milliarde Farben in Videos mit 10-Bit-Farbtiefe liefert. Im Vergleich zu den 16,7 Millionen Farben in 8-Bit-Videos früherer GoPro-Kameras werden in 10-Bit-Videos 64 Mal mehr Farben aufgenommen.

Der größere Sensor ermöglicht außerdem Videos im Bildformat 8:7 für das bisher weiteste vertikale Sichtfeld einer GoPro. In der Kamera landet faktisch mehr Motiv, in der GoPro Quik App kann man die Videos später auf verschiedene Bildformate zuschneiden. Damit lassen sich beispielsweise vertikale 9:16-Aufnahmen für Instagram und TikTok sowie 16:9-Clips für YouTube erstellen. Mit HyperView kommt zudem das weiteste 16:9-Sichtfeld aller bisherigen GoPro-Kameras hinzu.

Der Hero 11 Black hat GoPro drei neue Voreinstellungen für Zeitrafferaufnahmen bei Nacht spendiert, die die Aufnahme von Sternen- und Auto-Lichtspuren sowie von Lichtmalerei vereinfachen sollen.

Modifiziert wurde ebenfalls die Videostabilisierung. Kam vorher HyperSmooth 4.0 zum Einsatz, so soll HyperSmooth 5.0 noch ein wenig effektiver arbeiten. Die Bildstabilisierung ist in allen Auflösungen einsatzbereit und will vor allem extrem instabile Kamerafahrten wie auf dem Mountainbike beruhigen. Mit »Auto Boost« bestimmt die Action-Cam basierend auf der aktuellen Geschwindigkeit und der Bewegung automatisch die benötigte Videostabilisierung für die flüssigsten und weitesten Aufnahmen.

Integriert ist ebenfalls die Horizontsperre. Diese versucht den Horizont waagerecht und wackelfrei zu halten, wenn sich die Kamera um 360 Grad dreht, etwa bei Stunts auf dem Snowboard oder im Kunstflieger.

Technische Daten

Beim Thema Auflösung und Bildrate hat sich bei der GoPro Hero 11 Black nicht viel getan. Einziger Unterschied zum 10er-Modell: Fotos lassen sich nun mit 27,13 statt wie bisher mit 23 Megapixeln und HDR-Unterstützung schießen.

Zum Filmen liegt die maximale Auflösung wie gehabt bei 5.3K und 60 Vollbildern. Bei 4K und bei 2.7 K sind 120 Vollbilder pro Sekunde drin, 240 Vollbilder sind es sogar bei 1080p. Zur Auswahl stehen die Objektivtypen »SuperView«, »Weit«, »Linear«, »Linear + Horizontsperre« sowie der neue »HyperView«. Als besondere Modi kann man neben Zeitlupe auch Zeitraffer und Videoschleife auswählen.

Noch ein Wort zur 5.3K-Auflösung mit 60 Bildern: Diese Auflösung zerrt natürlich extrem am Akku, und der Rechner muss flott sein, um die Filmdatei halbwegs zügig zu bearbeiten. Das 5K-Setup eignet sich primär für die nachträgliche Bearbeitung des Materials, um minimal hereinzuzoomen, aber immer noch 4K-Material vorliegen zu haben.

Datenrate von 120 Mbit/s

Die maximale Bitrate bei 5.3K und 4K ist von 100 auf 120 Mbit/s gestiegen. Die Slomo, bei der sich Aufnahmen um das bis zu Achtfache verlangsamen lassen, ist bei 1080p sowie bei 2.7K verfügbar. Livestreaming klappt wie gehabt mit 1080p. Alle Fotomodi unterstützen das Schießen von Bildern im RAW-Format.

Überzeugendes Bedienkonzept

Bedient wird die Hero11 Black wie gehabt über einen farbigen, 2,27 Zoll großen Touchscreen, oder per App (dazu später mehr). Das funktioniert problemlos und intuitiv, das Display reagiert zuverlässig und sehr schnell auf Wischbewegungen und sachten Druck. Kurze Erklärtexte im Display geben Hilfestellungen in ausgewählten Menüs. Um Aufnahmen besser kontrollieren zu können, ist die Zoomfunktion hilfreich. Trotz der enorm vielen Einstelloptionen ist der Bedienkomfort der GoPro hoch, durch die neuen einfachen Bedienfunktionen noch ein wenig höher als vorher.

Action-Cam Test: Actioncams September2022 Gopro Hero 11
Der 2,27 Zoll große Touchscreen der GoPro Hero11 Black ist aussagekräftig und ermöglicht hohen Bedienkomfort.

Ein absolutes Komfortmerkmal bleibt die Sprachsteuerung. Per Sprachbefehl lassen sich Aufnahmen starten und stoppen, Markierungen setzen, Fotos schießen oder Zeitrafferaufnahmen erstellen. Bei Bedarf lässt sich die Cam auch per Stimme einschalten – diese Funktion steht für acht Stunden zur Verfügung, nachdem sie aktiviert wurde. Praktisch sind anpassbare Bildschirm-Shortcuts.

Problemlose Bedienung mit vielen Einstell­­möglichkeiten

Die zahlreichen manuellen Einstelloptionen erfreuen speziell Filmer mit höheren Ansprüchen. Dazu gehören unter anderem der Weißabgleich, die ISO-Werte, Belichtungskorrekturen und noch viele andere Parameter, die beliebig veränderbar sind. Fotos lassen sich im RAW-Format für umfangreiche Möglichkeiten zur Nachbearbeitung speichern, außerdem sind HDR-Aufnahmen mit deutlich höherem Kontrastumfang möglich, was tatsächlich spektakulär aussieht – sofern man den passenden Fernseher dazu hat.

Wer gerne fotografiert, dürfte sich über das Feature »SuperFoto« freuen, mit dem die GoPro die Aufnahmen durch HDR, Local Tone Mapping und Rauschunterdrückung optimiert. Kontraste werden so beispielsweise intensiver herausgearbeitet.

Ein GPS-Modul an Bord der Action-Cam erfasst unter anderem Standortkoordinaten, Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke. Über die Smartphone-App lassen sich diese Zusatzinformationen mit dem Video- und Bildmaterial auslesen. Wer für Instagram kurze Clips hochkant filmt, wird begrüßen, dass sich das Kamera-Menü mitdreht.

Sehr hilfreich ist es zudem, eigene individuelle Voreinstellungen wie etwa den Blickwinkel und einen Weißabgleich abzuspeichern und blitzschnell für andere Aufnahmesituationen reproduzierbar wieder aufzurufen.

Die GoPro ist weiterhin ohne Zusatzgehäuse bis zu zehn Meter wasserdicht. Die Max Lens Mod ist für rund 100 Euro erhältlich. Sie soll eine extreme Stabilisierung bis zu 2.7K60 sowie ein Sichtfeld von 155 Grad bieten. Das Zubehör ist kompatibel zu den Hero-Modellen 9, 10 und 11.

Bild- und Tonqualität

Wow, die Bewegtbild-Stabilisierung der Hero11 Black ist echt der Hammer und hat gegenüber der Hero10 noch eine kleine Schippe draufgelegt. Fahrrad und Action-Cam schweben nur so über den Waldweg – es hat den Anschein, als würde das Velo fliegen und nicht mehr fahren. Abrupte Manöver, bei denen es im realen Ritt den Lenker ordentlich durchgeschüttelt hat, gibt es im Video nicht mehr. Die GoPro bügelt alles weg, was die Bildruhe in irgendeiner Weise stört. Respekt, das ist wirklich großes Kino!

Farblich überzeugen die Aufnahmen ebenfalls. Alle Farben sind kräftig und fein abgestuft, die Dynamik ist klasse, Schärfe und Plastizität begeistern auf höchstem Niveau. Bei schnellen Helligkeitsunterschieden reagiert die Automatik der GoPro sehr flott und passt das Bild an.

Hält man eine Aufnahme auf einem größeren Bildschirm mal an, so erkennt man, wie viele Details die Hero11 preisgibt. Lediglich im dunklen Wald gehen Schärfe und Detailzeichnung ein wenig verloren.

Auch der Ton weiß zu gefallen. Umgebungsgeräusche stören kaum noch. Wenn wir ordentlich in die Pedale treten, hört man das kaum, Windgeräusche werden gut gefiltert.

Akkulaufzeit und Hitze-Entwicklung

Die GoPro Hero10 Black hatte zu Beginn ein massives Problem: Filmte man mit 4K-Auflösung und 60 Vollbildern ohne zusätzliche Kühlung oder Fahrtwind, so erhitzte sich die Kamera so stark, dass dies nach 15 Minuten zur Zwangsabschaltung führte. Dieses Problem ist bei der Hero11 behoben. Auch nach 30 Minuten filmte die Kamera in der genannten Auflösung weiter, erst nach rund 70 Minuten war der Akku leer.

In FullHD-Auflösung mit 60 Vollbildern sind Aufnahmezeiten von mehr als 90 Minuten drin. Auf zwei Stunden kommt man im Video-Modus »Verlängerte Akkulaufzeit«. Dann verwendet die Hero11 mittlere Auflösungen und Bildraten, was sich durch eine etwas verringerte Schärfe bemerkbar macht.

Steuerung per App

Die GoPro Quik-App gibt es kostenlos für die Betriebssysteme iOS und Android. Sie ermöglicht nicht nur das Importieren von Videos und Fotos, sondern auch eine umfängliche, aber trotzdem unkomplizierte Bedienung des Mini-Camcorders. Über die Anwendung kann man unter anderem Aufnahmen starten, die Auflösung anpassen sowie die Videostabilisierung oder das GPS aktivieren. Die Benutzeroberfläche erklärt sich von selbst, die Zeitverzögerung ist minimal. Pfiffig ist die Funktion, Sequenzen live zu streamen und damit auf sozialen Plattformen wie Facebook zugänglich zu machen.

Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, beispielsweise den automatischen Upload von Fotos und Videos in die GoPro-Cloud, muss man für GoPro Quik entweder monatlich 5,49 Euro oder jährlich 24,99 Euro ausgeben.

Action-Cam Test: Actioncams September2022 Gopro Hero 11 App
Einstellungen anpassen, das Live-Bild kontrollieren oder einen Live-Stream starten – über die GoPro Quik-App hat man viele Optionen.

Im »LiveBurst«-Modus nimmt die Kamera 1,5 Sekunden vor und nach dem Druck auf den Auslöser Fotos auf – so kann man aus 90 Standbildern die perfekte Aufnahme auswählen.

Der beste Preis

Wer die GoPro Hero11 zum besten Preis erwerben will, muss diese wahrscheinlich direkt über GoPro erwerben. Kunden, die hier ein GoPro-Jahresabo abschließen, erhalten die Cam inklusive Zubehör-Bundle für knapp 450 Euro, sonst werden im Einzelkauf nur für die Kamera 150 bzw. im Bundle 260 Euro mehr fällig. Das Bundle beinhaltet einen Ersatzakku, Kopfgurt und QuickClip, eine MicroSD-Speicherkarte mit 32 Gigabyte sowie einen Handgriff.

Für das Abo werden knapp 50 Euro fällig. Es beinhaltet unter anderem unbegrenzten Cloud-Speicher, unbeschränkte Nutzung der Quik-App sowie den Kameraaustausch bei Defekten. Das Abo lässt sich jederzeit kündigen.

Nachteile?

Das Hitzeproblem des Vorgängers hat GoPro mit der Hero11 Black gelöst, auch mit der Akkulaufzeit sind wir inzwischen zufrieden.

Beim Zubehör zeigt sich GoPro allerdings traditionell ziemlich knauserig. Zum Basisset gehören gerade mal ein Akku, eine gebogene Klebehalterung, ein Befestigungsclip, das USB-C-Kabel, eine Flügelschraube sowie eine Tasche. Bei vielen No-Name-Herstellern gibt’s deutlich mehr.

Abgesehen von diesem Defizit bietet die GoPro Hero11 Black ein perfektes Gesamtpaket mit toller Verarbeitung, exzellenter Bildqualität, jetzt noch besserer Bildstabilisierung und hohem Bedienkomfort. Zudem haben Besitzer der Action-Cam die Möglichkeit, extrem viel Zubehör für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke zu erwerben. Wer das Vorgängermodell besitzt, sollte sich den Umstieg aber sehr gut überlegen. Denn die Neuheiten sind doch recht überschaubar.

GoPro Hero11 Black im Testspiegel

Auch bei anderen Fachjournalisten schneidet die GoPro Hero11 Black durchweg überzeugend ab. Die Computer Bild hat die Action-Cam auf Platz eins der Bestenliste gesetzt:

»GoPro ist und bleibt das Maß aller Dinge auf dem Action-Cam-Markt, wie die Hero11 Black beweist. Es gibt zwar keine bahnbrechenden Neuerungen bei Technik und Funktionen, dafür hat GoPro an wichtigen Punkten nachgelegt. Die Aufnahmen sehen dank mehr Farben und Kontrast besser aus, der Bildstabilisator HyperSmooth 5.0 samt Horizontsperre spottet über die Naturgesetze. Toll: Das Unternehmen hat trotz einer Flut an Möglichkeiten und Aufnahme-Modi weiterhin Anfänger und Neulinge im Blick, die auch abseits der Action mit Nachteffekten, Zeitschleifen & Co. ihren Spaß wollen.«

Lob gibt es ebenfalls von Pocket-Lint. So resümiert Luke Baker:

»Auf den ersten Blick mag es wie ein sich wiederholendes Update aussehen, aber die Hero 11 Black bringt eine Menge neuer Funktionen mit sich. Die Marke war vielleicht nicht in der Lage, die Bildwiederholrate weiter zu verdoppeln, aber es gibt mehr als genug, um sie zu einem überzeugenden Upgrade für bestehende Nutzer zu machen. Gleichzeitig erweitern Profi-Funktionen wie 10-Bit-Farbe die Zielgruppe der Kamera noch weiter.«

Und die Kollegen von www.drohnen.de kommen zu folgendem Fazit:

»Die elfte Generation der beliebten Action-Kamera bringt zwar keine bahnbrechenden Innovationen mit, dafür aber sinnvolle Upgrades. GoPro hat vieles verbessert und der neue Bildsensor bietet viel Flexibilität, weshalb die GoPro Hero11 Black nicht nur für Action-Aufnahmen, sondern auch für Social Media gut geeignet ist.«

Alternativen

Die GoPro Hero11 Black hat die Nase knapp vorne. Bei unseren Alternativen berücksichtigen wir Action-Cams für jeden Geschmack, nahezu jeden Geldbeutel und in nahezu jeder Größe: Wer weniger ausgeben will als für die Hero11, nicht ganz so viele manuelle Einstell-Optionen benötigt, aber von der nahezu identisch tollen Bildqualität profitieren will, liegt mit der DJI Osmo Action 3 richtig.

Auch sehr gut: DJI Osmo Action 3

Drohnen-Spezialist DJI hat sich bei der neuen Osmo Action 3 für eine konzeptionelle Kehrtwende entschieden: Nachdem die Action 2 im vergangenen Jahr als modularer Kamera-Würfel gestaltet worden war, tritt die neue Osmo Action 3 im klassischen GoPro-Design auf. Uns hat die Würfel-Optik zwar gut gefallen, der bekannte Action-Cam-Formfaktor erscheint allerdings robuster und ist mitunter praktischer im Handling.

Auch sehr gut
DJI Osmo Action 3
Test Action-Cam: DJI Osmo Action 3
Die DJI Osmo Action 3 ermöglicht ebenfalls ruhige Aufnahmen wie auf Schienen, verfügt über zwei Displays, hat ein wasserdichtes Gehäuse und lässt sich unkompliziert steuern.

Das neue DJI-Modell ist mit 70,5 × 44,2× 32,8 Millimeter und einem Gewicht von 145 Gramm quasi deckungsgleich zur neuen GoPro Hero 11 Black. Verbaut sind zwei Displays: Das vordere ist 1,4, das hintere 2,25 Zoll groß. Super robust und stabil ist das Metallgehäuse. Die seitlichen Klappen lassen sich problemlos öffnen. Hier sitzen der Akku, bis zu 256 Gigabyte große MicroSD-Karten und ein USB-C-Port. DJI gibt eine Sturzfestigkeit von 1,5 Meter an, für die beiden Touchscreens und den Objektivschutz kommt Corning Gorilla Glas zum Einsatz.

Die Osmo Action 3 ist bis zu 16 Meter wasserdicht, ohne dass ein zusätzliches Gehäuse erforderlich ist. Mit Gehäuse sind Tauchtiefen von bis zu 60 Meter möglich.

Action-Cam Test: Actioncams September2022 Dji Osmo Action 3
Die DJI Osmo Action 3 hat im Gegensatz zur Action 2 wieder den klassischen Look einer Action-Cam.

Raffiniert ist die kleine Magnethalterung, die unten durch zwei Kerben im Gehäuse super fest sitzt. Jetzt lässt sich zusätzliches Zubehör wie beispielsweise eine Lenkerhalterung montieren. Verwendet man den leichten Schutzrahmen, so lässt sich die Schnellverschlusshalterung auch vertikal ausrichten. Das ist für alle sinnvoll, die beispielsweise für Instagram im Hochformat filmen wollen.

Aufnahmen bequem per Sprache starten

Die beiden Displays sind mit rund 750 Candela angenehm hell und lassen sich auch im Freien problemlos ablesen. Das vordere löst mit 320×320, das hintere mit 360×640 Bildpunkten auf. Die kleinen Bildschirme sind sehr scharf, die intuitive Bedienung erfolgt über Touch- und Wischgesten. Die Menüstruktur ist klar, die Ablesbarkeit sehr gut.

Aufnahmen lassen sich beispielsweise auch per Sprache starten. Eine Sprachansage informiert über aktuelle Modi, ohne die Kamera in die Hand nehmen zu müssen. Beides ist praktisch, wenn man etwa dicke Handschuhe trägt oder die Kamera am Helm oder außen an der Autoscheibe nicht direkt erreichen kann. Wie alle anderen DJI-Produkte auch muss die Osmo Action 3 im ersten Schritt über die Mimo-App aktiviert werden.

Action-Cam Test: Actioncams September2022 Dji Osmo Action 3
Sowohl über das Front- als auch das rückseitige Display hat man Zugriff auf sämtliche Einstellungen.

Die 1/1,7-Zoll-Kamera bietet ein breites Sichtfeld von 155°  mit einer Blendenöffnung von f/2.8. Der ISO-Bereich reicht von 100 bis 12.800. Im 16:9-Format filmt die Osmo Action 3 mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln und 120 Vollbildern, alternativ sind 60, 50, 48, 30, 25 und 24 Vollbilder möglich. In FullHD-Auflösung klettert die Bildwiederholrate auf bis zu 240 Vollbilder für Zeitlupenaufnahmen. Die maximale Datenrate liegt bei 130 Mbit/s, bei der aktuellen GoPro sind 120 Mbit/s drin. Fotos lassen sich mit bis zu 12 MP schießen, hier stehen das JPG- und das RAW-Format zur Auswahl.

In allen Aufnahmemodi kann man sich für die Sichtfelder »Standard«, »Weit« und »Extra weit« entscheiden. Anpassbar sind der Weißabgleich und die Belichtung. Der D-Cinelike-Farbmodus erlaubt den Zugriff auf den gesamten Dynamikbereich des Sensors und ist in den Modi Video, Zeitlupe und Zeitraffer verfügbar. Er erlaubt in der Nachbearbeitung mehr Spielraum. Hierzu muss der »Pro-Modus« aktiviert sein. Bei den Einstellungen bietet die GoPro mehr Möglichkeiten – für die meisten Hobbyfilmer reichen die Optionen der DJI-Kamera allerdings vollkommen aus.

Bei der Videostabilisierung haben die Chinesen gegenüber dem Vorgänger noch ein wenig Hand angelegt. RockSteady 3.0 eliminiert Kameraverwacklungen in alle Richtungen und arbeitet mit bis zu 4K/120fps. Bei der elektronischen Bildstabilisierung (EIS) wird die Verschlusszeit stark verkürzt, und die Bilder werden vom CMOS-Sensor auf Verwacklungen hin analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden die Ränder des Bildes zugeschnitten. Dabei werden mehrere Bilder überlagert und schließlich zu einem einzigen Bild kombiniert, das scharf, klar und ausgewogen belichtet ist.

HorizonSteady hilft dabei, Kameraverwacklungen in alle Richtungen abzuschwächen und versucht, die Neigung in jedem Winkel zu korrigieren. Ziel ist, dass die Aufnahmen selbst bei starken Stößen und 360°-Drehungen horizontal waagerecht bleiben. HorizonBalancing wiederum korrigiert die Neigung horizontal innerhalb von ±45° und unterstützt die Aufnahme stabiler 4K/60fps-Videos. Dieses Setup eignet sich als Mittelweg zwischen RockSteady und HorizonSteady, wenn die Priorität auf einem stabilen 4K-Bild in einer dynamischen Umgebung  wie bei einem FPV-Hindernislauf liegen soll.

Die Mimo-App ermöglicht es, Bildparameter anzupassen, die Kamera fernzusteuern und das Live-Bild zu kontrollieren. Zur Ausstattung gehören WLAN und Bluetooth. WiFi-Livestreaming unterstützt 1080p/30fps, 720p/30fps und 480p/30fps.

Zur Standard-Combo für rund 360 Euro gehören neben der Kamera ein Akku, der Schutzrahmen, ein Objektivschutz, der Magnet-Schnellverschluss, eine Hafthalterung, eine Feststellschraube und ein USB-Kabel. Wer viel filmt und kreativer arbeiten will, sollte zur 100 Euro teureren Adventure-Combo greifen. Hier sind neben drei Akkus auch ein Verlängerungsstab und eine Akkuladeschale enthalten.

Action-Cam Test: Actioncams September2022 Dji Osmo Action 3
Das 2,25 Zoll große Hauptdisplay ist mit rund 750 Candela angenehm hell.

Die Videostabilisierung der Osmo Action 3 ist hervorragend und steht der GoPro Hero 11 in nichts nach. Selbst harte Schläge im Wald werden quasi weggezaubert, die Kamera schwebt, das Bild ist frei von jeglichen Rucklern und Wacklern, sensationell!

Die Farben der Videos sind angenehm kräftig, die Schärfe bei UHD-Auflösung ist top, und auch für die Feinzeichnung zumindest in statischen Motiven verdient sich die DJI Bestnoten. Im Sonnenlicht stellt die Osmo bei unserer Testfahrt kleinste Steinchen auf dem Weg und andere Details präzise dar. Nur im direkten Vergleich wird sichtbar (wenn man ganz genau hinschaut), dass die neue GoPro auf flotte Lichtwechsel einen Tick schneller reagiert und die Helligkeit etwas besser anpasst, um möglichst viele Details herauszuarbeiten. Das sind aber wirklich nur Nuancen. Im Wald, wenn das Licht weniger wird, geht bei der DJI-Kamera die Schärfe ein wenig verloren.

Für Stereoaufnahmen hat die Osmo Action 3 drei Kameras integriert. Steht die Kamera ruhig und ist kein Wind, ist die Aufnahmequalität gut. Auf dem Fahrrad machen sich jedoch störende Windgeräusche bemerkbar.

Immer noch Problem mit Wärme

Die Laufzeit des 1.770 mAh starken Lipo-Akkus ist stark abhängig von der Videoauflösung, der Bildrate und der Umgebungstemperatur. DJI nennt hier eine Spannweite zwischen 65 und 160 Minuten. In 4K mit 60 Vollbildern kamen wir auf knapp eine Stunde.

Der Vorgänger Action 2 hatte mit einem Hitzeproblem zu kämpfen. DJI verspricht beim neuen Action-Camcorder: »Ein verbessertes Wärmemanagement ermöglicht eine kontinuierliche Aufnahme mit 4K/60fps bis der Akku leer ist, wodurch das Problem der Überhitzung gelöst wird, das bei vielen anderen Action-Kameras üblich ist.«

Bei uns im Test beendete die Action 3 wegen zu hoher Wärme die Aufnahme in besagter Auflösung nach 18 Minuten. Allerdings wurde die Kamera dabei nicht bewegt. Am Fahrrad befestigt mit ausreichend Frischluftzufuhr nennen die Kollegen der Chip eine mögliche Aufnahmedauer von rund 30 Minuten.

Die Schnellladefunktion ermöglicht das Aufladen von 0 auf 80 Prozent in 18 Minuten und von 0 auf 100 Prozent in 50 Minuten.

Für ihren Preis von rund 360 Euro ist die DJI Osmo Action 3 eine hervorragende Action-Cam, die mit der GoPro Hero11 Black nahezu auf Augenhöhe agiert. Die Bildstabilisierung ist exzellent, die Aufnahmen sind scharf und die Farben kräftig. Auch beim Bedienkomfort und der Verarbeitung sammelt die Kamera Pluspunkte.

Filmen in 360 Grad: Insta360 One X2

Klassisch filmen mit extrem großem Blickwinkel oder spektakuläre Aufnahmen im 360-Grad-Look: Beides ist mit der Insta360 One X2 möglich, warum diese Action-Cam für uns besonders spannend ist. Möglich wird dies durch zwei Kameras, von denen sich jeweils eine an der Front und eine an der Rückseite der Cam befindet.

360-Grad-Aufnahmen
Insta360 One X2
Test  Action-Cam: Insta360 One X2
Liefert faszinierende 360-Grad-Videos, kann aber auch im klassischen Aufnahmeformat überzeugen.

Im öden Einheitslook der Action-Camcorder stellt die One X2 eine schöne Abwechslung dar, denn sie steckt nicht im gewohnten Gehäuse des Typs GoPro, sondern erinnert eher an eine Mini-Powerbank mit den Abmaßen 4,6 x 11,3 x 2,9 Zentimeter. So verschwindet sie problemlos in der Hosentasche. Das 149 Gramm schwere Gehäuse ist extrem robust und liegt dank einer angenehmen Gummierung sehr gut in der Hand.

 Action-Cam Test: Actioncams März2021 Insta360 Onex2
Die Insta360 One X2 hat ein Display im Stil eines Bullauges.

Seitlich befinden sich hinter Klappen die Schächte für einen USB-C-Anschluss, den Akku mit einer Kapazität von 1.630 mAh und die MicroSD-Karte. Die Kamera ist ohne Zusatzgehäuse bis zu 10 Meter wasserdicht, ein Stativgewinde ist an der Unterseite eingelassen. Im konventionellen Weitwinkel-Modus mit 150 Grad filmt die Insta360 mit 2.560 x 1.440 Pixeln und bis zu 50 Vollbildern, bei 360 Grad-Aufnahmen sind 5,7K (30/25/24 fps), 4K (50/30 fps) und 3K (100 fps) möglich. Panoramafotos schießt die One X2 mit 4.320 × 1.440 Bildpunkten, für 360-Grad-Darstellungen kommen 6.080 x 3.040 Pixel zum Einsatz.

Die Bedienung ist sehr einfach, das Konzept ist durchdacht. Eingeschaltet wird die Cam über einen seitlichen Knopf, zum Starten von Aufnahmen oder Auslösen von Fotos drückt man auf den gummierten Knopf unterhalb des 2,7 Zentimeter kleinen kreisrunden Displays, das super scharf und ausreichend hell ist. Dessen Größe ist grenzwertig, mit Wisch- und Touchgesten gelangt man jedoch schnell zu den gut strukturierten Menüs.

Die Einstellungen kann man wahlweise der Action-Cam komplett in Eigenregie überlassen oder selbst händisch eingreifen. Zugriff hat man unter anderem auf die Verschlusszeit (1/8.000 – 1/30 s), die ISO-Zahl (100-3.200) und den Weißabgleich. HDR für höhere Kontraste wird unterstützt. Extrem hilfreich bei der Bedienung und der Steuerung ist die Insta360-App. Smartphone oder Tablet koppeln sich mit deren Hilfe per WLAN mit der Kamera. So genießt man nicht nur eine Live-Vorschau mit geringem zeitlichen Versatz, sondern kann auch auf unterschiedliche Film-Modi wie »Bullet-Time«, »Zeitraffer« oder »Auto-Shift« zugreifen.

Fertige Clips lassen sich blitzschnell dank fertiger Vorlagen ohne eigene Kreativität zu ansehnlichen Filmchen verarbeiten. Dazu gehören unter anderem der »Stop Motion Mix«, ein »Dolly Zoom« oder der »Clone Trail«, um etwa eine Person in einer Aufnahme ganz speziell in Szene zu setzen. Die App verrät, wie viele Aufnahmen für jedes einzelne Szenario erforderlich sind. Die Ergebnisse sind mitunter wirklich spektakulär. Außerdem lassen sich gezielt bestimmte Objekte – beispielsweise Menschen, Tiere oder fahrende Autos – automatisch verfolgen und mittig im Bild festhalten. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Auch Live-Streaming per App ist möglich.

Besitzer einer Apple Watch können die Action-Cam ebenfalls über die Uhr am Handgelenk steuern. Ebenso reagiert die One X2 auf Sprachbefehle, jedoch nur auf Englisch und (noch) nicht auf Deutsch.

 Action-Cam Test: Actioncams März2021 Insta360 Onex2 Front
Die Front der Cam sieht der Rückseite zum Verwechseln ähnlich, allerdings fehlt hier das Display.

Die Insta360 kann nicht nur querformatig, sondern im Instagram-Style auch hochformatig filmen. Wählt man den Steadycam-Modus, so bleibt der Bildausschnitt immer in der Horizontalen. Zur Bildstabilisierung kommt dem Hersteller zufolge ein neuer Algorithmus zum Einsatz. Der leistet im Zusammenspiel mit dem 6-Achsen Gyroskop in der Tat überzeugende Arbeit. Ruckler und Wackler auf dem Mountainbike werden weitgehend effektiv eliminiert. Gelegentlich schwaches Pumpen ist dennoch sichtbar. Die Farben der Videos mit einer Datenrate von 100 Mbit/s sind natürlich, Schärfe und Detaildarstellung sind ordentlich, können aber mit der Qualität aktueller GoPro-Modelle nicht ganz mithalten. Überzeugen kann der Ton, der über vier Mikrofone aufgenommen wird.

Zum Erzeugen und Ausspielen der 360-Grad-Videos benötigt man die kostenlose PC-Software »Insta360 Studio 2021«. Der Bildausschnitt lässt sich nachträglich individuell festlegen. Der räumliche Eindruck ist faszinierend, die Bildqualität top. Die beiden 180-Grad-Clips werden direkt in der Kamera zusammengesetzt, das klappt ohne sichtbare Schnittmarke. Allerdings sollte der Rechner keine alte Gurke sein, weil hier doch ein wenig Rechenleistung erforderlich ist.

Zum Laden in der Action-Cam benötigt der Akku rund 85 Minuten. Im Test schafften wir beim Filmen mit verschiedenen Auflösungen knapp 75 Minuten. Das ist in Ordnung.

Insgesamt ist die Insta360 One X2 eine qualitativ hochwertige Kamera, die verblüffend gute 360-Grad-Videos generiert. Sie ist nicht günstig, ihr Geld aber dennoch wert.

Die Kleinste: Insta360 Go 2

Die Insta360 Go 2 könnte in jedem neuen James-Bond-Film mitspielen und wäre ein echter Hingucker. Denn mit gerade mal 26,5 Gramm und den winzigen Abmaßen von 52,9 x 23,6 x 20,7 Millimeter ist dieses Modell kleiner und leichter als alle Action-Cams, die wir bisher im Test hatten.

Kompakt
Insta360 Go 2
Test Action-Cam: Insta360  Go 2
Winzige Maße und Fliegengewicht. Die Insta360 Go 2 ist gerade mal so groß wie ein Daumen und begeistert mit toller Videoqualität und einer erstaunlichen Stabilisierung.

Beim Auspacken des Kartons sind wir emotional zunächst noch unterkühlt. Dieses weiße Gehäuse ist zwar kompakt (68,1 x 48,54 x 26,5 Millimeter), aber noch nicht revolutionär. Es hat ungefähr die Größe einer Ladebox für Bluetooth-In-Ears. Erst als wir feststellen, dass sich die Schatulle öffnen lässt und sich darin die eigentliche Action-Cam versteckt, bekommen wir große Augen. Die Go 2 ist gerade mal etwas größer als eine Kastanie, also ein Hauch von Nichts.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2
Kaum größer als eine Kastanie: Die Insta360 Go 2 wiegt weniger als 30 Gramm.

Sowohl Kamera als auch Ladecase finden in jeder Hosentasche Platz. Wir halten das Ding zunächst für ein Spielzeug und erwarten von der Bildqualität nicht viel. So viel sei an dieser Stelle verraten: Da irren wir uns gewaltig!

Fangen wir mit den technischen Daten an. Die Go 2 filmt mit maximal 2.560×1.440 Pixel und 50, 30, 25 oder 24 Vollbildern in der Sekunde. Zudem ist die Auflösung 1.920 x 1.080 mit derselben Vollbildzahl möglich. Zeitlupenaufnahmen in Full-HD gelingen mit 120 Vollbildern. Für Fotos stehen maximal neun Megapixel zur Verfügung. Platz für eine MicroSD-Karte hat der Kamera-Zwerg nicht. Für Aufnahmen sind 28 Gigabyte reserviert, die fest verbaut sind.

Die Datenübertragungsrate liegt bei 80 Mbit/s. Sonderlich lange filmen kann man mit dieser Insta360 nicht, der kleine Speicher erweist sich als Flaschenhals. Mit der Basis-Stabilisierung sind bis zu 30 Minuten drin. Verwendet man den Pro-Videomodus mit der so genannten FlowState-Stabilisierung, so schrumpft die Aufnahmedauer auf magere zehn Minuten zusammen. Vorteil des Pro-Modus: Die Kamera speichert eine zweite Metadatei ab – in Verbindung mit der kostenlosen Software »Insta360 Studio« kann man nachträglich den Blickwinkel verändern und auch an der Stabilisierung Hand anlegen.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2 Case
Ein extrem kompaktes Duo: die Go 2 in der aufgeklappten Ladeschale.

Auch beim Akku sind keine Bestwerte drin. Je nach Modus hält dieser 20 bis 30 Minuten durch. Lässt man die Cam jedoch in der Ladeschale, so erweitert sich das Durchhaltevermögen im Idealfall auf 110 bis 150 Minuten. In der Ladeschale vergeht etwas mehr als eine Stunde, bis der Akku wieder auf 100 Prozent geladen ist, per USB-Kabel am Rechner klappt dies eine halbe Stunde schneller.

Die Insta360 Go2 selbst hat lediglich eine Bedientaste an der Front und eine Status-LED. Ansonsten erfolgt die Bedienung über zwei Tasten an der Ladebox und ein Mini-Display mit einer Diagonalen von rund 1,8 Zentimeter. Hierüber wechselt man den Aufnahme-Modus und die Auflösung und aktiviert Features wie HDR, Zeitlupe oder Zeitraffer. Ganz ehrlich, Spaß macht dies durch das Mini-Display und die Tasten-Mehrfachbelegung nicht. Intuitiv geht anders, und auch die Vibrationstöne und LED-Signale muss man erst mal verinnerlichen.

Was die Go 2 filmt, sieht man weder über die Kamera noch über das Case. Hierzu muss man die Gratis-App »Insta360« für Apple- und Android-Smartphones installieren. Die Anwendung hat auch den Vorteil, dass sich Einstellungen deutlich einfacher vornehmen lassen.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2 Stativ
Praktisch: Die Ladeschale fungiert auch als Mini-Stativ.

Die Ladeschale selbst besitzt zwei kleine Kunststoffbeine, die man ausklappen kann. So mutiert diese zum Mini-Stativ. Die Rückseite der Go 2 ist magnetisch – entweder befestigt man diese an einem metallischen Gegenstand oder an dem mitgelieferten Magnetanhänger. So hängt man sich die Cam vor die Brust und hat sie für Aufnahmen überall dabei. Zum Lieferumfang gehören ferner eine kleine Klebebasis mit Drehhalterung, ein Clip, um sie an einer Basecap oder am Stirnband zu befestigen und ein Linsenschutz.

Für unsere Testfahrt auf dem Mountainbike haben wir die Go 2, die ohne Zubehör bis zu vier Meter wasserdicht ist, mit dem Clip und Klebeband an der vorderen Beleuchtung befestigt. Viel Hoffnung auf eine halbwegs anständige Videostabilisierung hatten wir nicht. Aber die Insta360 belehrt uns eines Besseren: Für eine Action-Cam, die gerade mal so groß wie ein Daumen ist, wirkt die Fahrt über den holprigen Feldweg erstaunlich ruhig. Klar, hier und da sind kleinere Schläge zu sehen, die Stabilisierung gelingt nicht perfekt. Aber insgesamt ist die Fahrt viel entspannter als gedacht.

Nächstes Lob: Die Farben sind kräftig, die Schärfe ist gut, und bei ausreichend Umgebungslicht stimmt die Plastizität und das Bildrauschen ist minimal. Im dunkleren Wald gehen hingegen einige Details flöten und die Schärfe leidet ein wenig.

Unter dem Strich sind wir von der Insta360 Go 2 absolut positiv angetan. Die Mini-Cam liefert tolle Bilder, und die Videostabilisierung ist für den Kamera-Zwerg überzeugend. Das Konzept im Ladecase ist klasse. Bei Aufnahmedauer und Akku-Kapazität muss man natürlich Abstriche machen.

Gut & günstig: GoXtreme Back Hawk+ 4K

Nochmal rund einen Hunderter günstiger als die Phantom 4K ist die GoXtreme Black Hawk+ 4K. Bei ihr muss man logischerweise Komforteinbußen hinnehmen, ihre Bildqualität und die Videostabilisierung konnten uns im Test jedoch weitgehend überzeugen.

Preistipp
GoXtreme Black Hawk+ 4K
Test Action-Cam: GoXtreme Black Hawk+ 4K
Mit einem super Preis, einem guten Bild und einer ordentlichen Stabilisierung, ist sie die ideale Action-Cam für Sparfüchse.

Das Gehäuse der Cam ist gummiert, über ein Standard-Schraubgewinde an der Unterseite kann man diese beispielsweise wie in unserem Test am Fahrradlenker auch ohne das mitgelieferte Kunststoffgehäuse montieren. Dieses wird zum Tauchen und beim Wassersport benötigt, Tauchtiefen von bis zu 60 Meter sind möglich.

Nachteil: Das farbige und angenehm scharfe zwei Zoll große Display der Black Hawk+ hat keinen Touchscreen, die Bedienung erfolgt über insgesamt vier Tasten (Front, Oberseite, Seite). Keine Frage, der Bedienkomfort ist damit niedriger als bei vergleichbaren Modellen, die auf Wischgesten und Berührungen mit dem Finger reagieren. Während einer Aufnahme blinkt die Front-LED blau.

Action-Cam Test: Img
Wenn die GoXtreme Black Hawk+ 4K im Betrieb ist, blinkt die blaue LED an der Front.

Abgesehen von den vier Hauptmenüs verzichtet die Black Hawk+ auf zusätzliche Symbole. Aber auch so gelingt die Navigation flott. Geräte-Aufhänger, wie sie in einigen Amazon-Rezensionen bemängelt werden, traten bei unserem Modell nicht auf.

Die GoXtreme filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten und 60 Vollbildern. Die Videostabilisierung arbeitet in der höchsten Auflösung jedoch nur mit 30 Vollbildern, ansonsten aber auch in 1080p wahlweise mit 60 oder 30 Vollbildern pro Sekunde. Die Kamera erfasst einen Weitwinkel von 170 Grad, manuell einstellen darf man den Weißabgleich sowie die Belichtung und die Frequenz (50 oder 60 Hertz). Als Modi stehen neben Zeitraffer-Videos und -Fotos auch Langzeitbelichtung sowie Serienaufnahme bereit.

Action-Cam Test: 20200217
Die Ablesbarkeit des Displays könnte im Freien etwas besser sein. Trotz fehlender Symbole findet man sich im Menü schnell zurecht.

Recht umfangreich fällt das Zubehör aus. Neben dem wasserfesten Gehäuse hat GoXtreme dem Paket eine Fahrrad- und eine Helm-Halterung sowie Stativ-Adapter und Winkel für Halterungen beigelegt. Die Bluetooth-Fernbedienung der Phantom 4K fehlt jedoch – zu diesem Preis nicht verwunderlich.

Von der Videoqualität sind wir positiv überrascht. Bei statischen Motiven gefallen die hohe Schärfe – lediglich im Randbereich ganz außen nimmt diese minimal ab, geschenkt! Von Bildrauschen ist nichts zu sehen, die Farben sind natürlich und kräftig, im blauen Himmel zeichnen sich die weißen Wolken exakt ab. Traditionell deutlich problematischer sind die Fahraufnahmen. Auch hier schlägt sich die 150-Euro-Cam mehr als wacker. Die Schärfe bleibt in fast allen Bildteilen erhalten, Steine, Blätter und Gräser kann man weiter ohne spürbare Detaileinbußen erkennen, beispielsweise auch die Musterung der Rinde in Baumstämmen.

Schläge steckt die Black Hawk+ 4K ordentlich weg. Sie bügelt nicht alles glatt – gerade im Wald, wo die Piste deutlich ruckeliger wird, macht sich das deutlich bemerkbar, hier gehen auch einige Details flöten. Aber zumindest bei der Fahrt über den Feldweg erkennt man, dass hier ein digitaler Bildstabilisator eingreift und die Aufnahmen effektiv stabilisiert. Nur unsere deutlich teureren Action-Cams haben hier Vorteile. In der höchsten Auflösung hielt der Akku bei uns im Test keine Stunde durch.

Über die für iOS und Android kostenlos erhältliche App »iSmart DV« kann man sein Tablet oder Smartphone in einen Kontrollbildschirm verwandeln. Die Kopplung mit der Kamera gelingt per WLAN – ist das WLAN aktiviert, leuchtet die Front-LED der Black Hawk rot auf. Der zeitliche Versatz ist auch in schnellen Sequenzen so gering, dass eine vernünftige Arbeit möglich ist. Alle Parameter, die man direkt an der GoXtreme verstellen kann, sind über die App zugänglich.

Wer nicht mehr als 150 Euro ausgeben will, erhält mit der GoXtreme Black Hawk+ 4K eine solide ausgestattete Action-Cam mit guter Bildqualität und ordentlicher Stabilisierung. Auf einen Touchscreen muss man verzichten, und wer Wert auf noch mehr manuelle Einstellmöglichkeiten legt, muss sich in einem höheren Preissegment umschauen.

Außerdem getestet

GoPro Hero10 Black

Wer gegenüber der neuen GoPro Hero11 Black 50 bis 60 Euro sparen möchte, kann auch zur Vorgängerin Hero10 Black greifen. Beide Kameras sind sich sehr ähnlich, Optik und Gewicht sind identisch.

Wir erklären Ihnen deshalb an dieser Stelle kurz die Unterschiede – was die Hero10 Black ansonsten alles kann, erfahren Sie, wenn Sie sich unseren Test zur Hero11 Black weiter oben durchlesen.

Die Hero10 filmt noch mit 8-Bit- und nicht mit 10-Bit-Farbtiefe, was sich bei der farblichen Brillanz jedoch nur marginal bemerkbar macht. Fotos schießt sie mit 23 Megapixeln, die 11er hat mit 27 Megapixeln etwas draufgepackt.

Zudem beherrscht das aktuelle Modell das Erstellen von Videos im Bildformat 8:7 für das bisher weiteste vertikale Sichtfeld einer GoPro. Verzichten muss man ebenfalls auf den Video-Modus »HyperView« für ein extrem weites 16:9-Sichtfeld. Die maximale Datenrate der Hero10 liegt mit 100 Mbit/s etwas unterhalb den 120 Mbit/s der Hero 11. Diese verfügt ebenfalls über drei neue Voreinstellungen für Zeitrafferaufnahmen bei Nacht und hat eine vereinfachte Bedienfunktion integriert.

Die aktuelle Bildstabilisierung HyperSmooth 5.0 ist der früheren Version 4.0 minimal überlegen und macht wilde Kamerafahrten noch ein wenig ruhiger und stabiler. Serienmäßig gehört der Enduro-Akku mit zur Hero 11, die dadurch etwas längere Akkulaufzeiten ermöglicht.

Mit der von uns getesteten Hero10 Black hatten wir kurz nach Markteinführung ein erhebliches Hitzeproblem. Nach 15 Minuten mit 4K-Auflösung und 60p hörte die Action-Cam zumindest ohne Kühlung durch Fahrtwind im Freien auf zu filmen, das Gehäuse wurde extrem heiß. GoPro schob jedoch kurze Zeit später durch ein Firmware-Update einen neuen Videomodus (Extended Battery) nach, um die Laufzeit zu verlängern.

DJI Action 2

Drohnen-Spezialist DJI hatte sich für Fans von Action-Cams mit der Action 2 ein neues Konzept einfallen lassen: So feierte die Kamera als kompakter Würfel Premiere. Per Magnet lassen sich zusätzliche Module andocken, die die Akkulaufzeit verlängern und einen zweiten Bildschirm liefern. Das Konzept ist pfiffig, aber natürlich Geschmackssache.

Das reine Kameramodul ist gerade mal 39 × 39 × 22,3 Millimeter groß und wiegt nur 56 Gramm. DJI hatte sich zumindest vorübergehend sich vom klassischen GoPro-Formfaktor, den mittlerweile fast alle Hersteller kopieren, verabschiedet. Der Korpus der Cam besteht aus robustem Metall, das Display aus Gorilla Glass. Rein von der Materialanmutung her hat die DJI-Cam schon mal einen kleinen Pluspunkt gegenüber der GoPro.

Das Gehäuse ist staubdicht, bis zu zehn Meter wasserdicht und sturzsicher. Wer Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 60 Meter beabsichtigt, muss ein separates wasserdichtes Gehäuse verwenden.

Das Display ist mit 1,76 Zoll kleiner als bei den meisten anderen Action-Cams. Es löst mit 446 x 424 Pixel auf und soll eine Helligkeit von rund 500 Candela erreichen. Auch in der Sonne lässt es sich problemlos ablesen. Das Objektiv deckt ein Sichtfeld von 155 Grad ab, beim Filmen liegt der ISO-Bereich zwischen 100 und 6.400. Verbaut ist ein Sensor im 1/1,7-Zoll-Format mit einer Blendenöffnung von f/2.8.

Bleiben wir zunächst bei den technischen Daten. Die DJI Action 2 filmt im 16:9-Format mit maximal 3.840×2.160 Pixeln und 120 Vollbildern pro Sekunde, alternativ in dieser Auflösung mit einer Bildwiederholrate von 60, 50, 48, 30, 25 und 24. In Full-HD sind auch 240 Vollbilder möglich. DJI gibt eine maximale Datenrate von 130 Mbit/s an, die aktuellen GoPro-Modelle kommen auf 100 Mbit/s.

Zeitlupen schafft die Mini-Cam wahlweise vierfach (4K und 120 fps) oder achtfach (1080p mit 240 fps). Ebenso sind Zeitrafferaufnahmen möglich. Fotos lassen sich im JPG- oder RAW-Format mit maximal 12 MP schießen, hier hat die GoPro 10 mit 23 MP deutlich mehr zu bieten.

Natürlich setzt auch DJI eine elektronische Bildstabilisierung ein. Diese steht bei Aufnahmen mit mehr als 100 fps nicht zur Verfügung. Bei der elektronischen Bildstabilisierung wird die Verschlusszeit stark verkürzt und die Bilder vom CMOS-Sensor werden auf Verwacklungen hin analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden die Ränder des Bildes zugeschnitten. Dabei werden mehrere Bilder überlagert und schließlich zu einem einzigen Bild kombiniert, das nach Möglichkeit scharf, klar und ausgewogen belichtet ist. HorizonSteady verwendet zusätzlich einen neuen Stabilisierungsalgorithmus von DJI, um in jedem Bild einen ausgeglichenen Horizont zu erfassen, unabhängig davon, wie die Kamera montiert oder getragen wird. Um das Feature HorizonSteady zu nutzen, muss man mit 1080p oder 2.7K filmen.

Das Kameramodul hat lediglich einen Knopf auf der Oberseite zum Ein/Ausschalten und zum Starten von Aufnahmen. Die restliche Bedienung erfolgt über das Display. Das klappt, trotz der geringen Diagonale, sehr gut. Touch- und Wischgesten werden flott umgesetzt, die gelbe und weiße Schrift auf dem zum Teil schwarzen Hintergrund ist perfekt zu erkennen, der Menüaufbau ist plausibel. Beim Kamerafeld kann man zwischen »Standard«, »Weit« und »Extraweit« auswählen. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Sprachsteuerung, WLAN und Bluetooth, Live-Streaming ist möglich. Verschlusszeit, ISO-Wert und andere Parameter kann man direkt über die Kamera oder über die DJI Mimo App vom Smartphone aus anpassen. Letztere eignet sich perfekt zum Fernsteuern und zur Kontrolle des Livebilds.

Das reine Kameramodul hat einen fest verbauten Speicher. Dieser fällt mit rund 22 Gigabyte nicht sonderlich groß aus. Speziell 4K-Filmer wissen, wie platzraubend diese Auflösung ist. Aus diesem Grund führt am zweiten DJI-Modul kein Weg dran vorbei. Hier passen MicroSD-Karten mit einer Größe von bis zu 256 Gigabyte rein. Außerdem lässt sich der 580 mAh starke Lipo-Akku nur über die USB-C-Buchse des Moduls aufladen, die Kamera selbst kommt ohne Anschluss aus.

DJI bietet zwei Versionen an. Neben einem Magnet-Trageband und zwei magnetischen Adapterhalterungen ist das Front-Touchscreen-Modul im Dual-Screen-Combo das zentrale Element. Damit erhält man den 1,76 Zoll großen Bildschirm der Action-Cam ein zweites Mal, integriert sind zusätzlich drei Mikrofone, ein 1.300 mAh starker Lipo-Akku und ein MicroSD-Speicherkartenfach. Das Filmen wird mit zweitem Display natürlich deutlich komfortabler, auch Vlogger werden dieses zu schätzen wissen. Klasse: Die beiden Module verbinden sich per Magnetismus und halten bombenfest, zwei seitliche Metallklammern sorgen für zusätzliche Stabilität.

Außerdem ist die Power Combo zu haben. Hier gibt es neben der Action 2, einem Magnet-Trageband und einer magnetischen Adapterhalterung ein separates Akku-Modul, das genauso wie das zweite Display angedockt wird. Mit 56,6 Gramm ist dieses minimal leichter als das Display-Modul (64 Gramm), der Akku hat ebenfalls eine Leistung von 1.300 mAh, muss aber kein zweites Display mit Strom versorgen.

Mit der Videoqualität der Action 2 sind wir sehr zufrieden, diese liegt nahezu auf Niveau der GoPro Hero10 Black. Schärfe und Feinzeichnung sind top, Farben kräftig, das Bildrauschen bei ausreichender Beleuchtung ist minimal. Ebenfalls exzellent gelingt die Videostabilisierung. Auch die DJI-Cam erzeugt einen optischen Effekt, als würde man mit dem Fahrrad über den Waldweg schweben. Hier bleiben fast keine Wackler oder Ruckler zurück. Wenn der Action 2 im Wald das Licht ein wenig ausgeht, leiden darunter wie bei der GoPro Hero10 auch die Schärfe und die Feinzeichnung im Bild.

Noch in einem anderen Punkt sind sich die beiden Action-Cams ähnlich. Auch die DJI-Kamera wurde beim Filmen im Raum in 4K-Auflösung mit 60 Vollbildern sehr warm, nach exakt 15 Minuten beendete die Cam die Aufnahme, um sich abzukühlen. Bei Fahrtwind im Freien lief die Kamera deutlich länger.

Bei der Akkulaufzeit reißt die DJI-Cam ebenfalls keine Bäume aus. Der chinesische Hersteller hat seine Akkulaufzeiten beim Filmen mit 1080p/30fps und deaktivierter elektronischer Bildstabilisierung ermittelt. Ergebnis: Die reine Kamera hat eine Laufzeit von 70 Minuten, mit Front-Touchscreen-Modul verlängert sich diese auf bis zu 160 Minuten, mit Akku-Modul auf bis zu 180 Minuten. Sie werden es ahnen: Diese Fabelwerte sind mit 4K-Auflösung und aktiviertem Stabilisator nicht drin. Mit 4K und 60p kamen wir rein mit der Kamera etwa 20 Minuten weit, inklusive Display-Modul war nach rund einer Stunde Schluss.

Neben diversen magnetischen Adapterplatten bietet DJI als Zubehör auch einen Verlängerungsstab mit Fernsteuerung an.

Die DJI Action 2 ist eine spannende Cam mit innovativem modularem Konzept. Dieses bietet Vor- und Nachteile, die jeder für sich abwägen muss. Das Entscheidende: Die Videoqualität und die Bildstabilisierung sind hervorragend, die Verarbeitung der einzelnen Komponenten erfolgt auf gewohnt hohem DJI-Niveau.

GoPro Hero9 Black

Die GoPro Hero9 Black ist teilweise satte 130 Euro günstiger als die neue GoPro Hero10. Die Unterschiede zum aktuellen Modell sind überschaubar. Deshalb bleibt die Vorgängerin eine interessante Alternative.

Display, Gehäuse, Verarbeitung und Ausstattung sind identisch. Auch sämtliches Zubehör, das Sie für die 10er kaufen können, bekommen Sie für die GoPro Hero9. Diese filmt mit maximal 5K und nicht mit 5.3K, was absolut zu vernachlässigen ist. Unterschiede gibt es bei den Bildraten. Bei 4K und 2.7K sind »nur« 60 statt 120 Vollbilder drin, bei 1080p kann die 9er aber ebenfalls mit 240 Vollbildern filmen.

Auch wenn nicht die neueste Bildstabilisierung zum Einsatz kommt, so gibt es diesbezüglich keinen Grund, die neuere GoPro zu kaufen. Auch die Hero9 leistet großartige Arbeit.

Fotos lassen sich mit 20 statt mit 23 Megapixeln schießen, der Prozessor ist etwas langsamer. Trotzdem reagiert die Cam flott und lässt sich hervorragend bedienen. Alles andere ist quasi identisch. Die Videoqualität ist top, die Akkulaufzeit möglicherweise sogar einen Tick länger. Sparfüchse greifen deshalb zur GoPro Hero9 Black und nicht zur GoPro Hero10 Black.

DJI Osmo Action

Nach Drohnen und einer Mini-Kamera mit Gimbal hatte DJI mit der Osmo Action seine erste Action-Cam auf den Markt gebracht. Und die kann überzeugen. Besonderheit: Der kleine Camcorder hat nicht nur auf der Rückseite ein 5,7 Zoll großes Display, sondern zusätzlich auf der Front. Der 3,5 Zentimeter große Monitor ist ein reiner Kontrollbildschirm, der sich beispielsweise ideal für Vlogger eignet. Er dient nicht dazu, Anpassungen im Menü vorzunehmen.

Der Metallkorpus der Osmo Action ist sehr stabil und hochwertig verarbeitet. An der Vorderseite sitzt ein kleiner Kühlkörper, die Schutzlinse lässt sich abschrauben, hier können künftig auch ND- und Farbfilter montiert werden. Ohne separates Gehäuse ist die Kamera bis zu elf Meter wasserdicht. Ein Stativgewinde ist nicht eingelassen. Zur Befestigung an diversem Zubehör – hier passt das meiste am Markt erhältliche Equipment – kann man den mitgelieferten Zubehörrahmen verwenden.

Der Akku an der Unterseite wird über zwei Schiebeschalter gesichert. Links setzt man die Micro-SD-Karte sein, hier sitzt auch der USB-C-Anschluss. Wer unbedingt einen Micro-HDMI-Port benötigt, muss zur GoPro Hero7 Black greifen. Die Osmo Action ist nach zwei Sekunden einsatzbereit. Über die linke Schnellwechsel-Taste springt man von Video- zu HDR-Aufnahmen, Zeitlupe, Zeitraffer und Fotos, die »Disp«-Taste erlaubt ein Wechseln zwischen den beiden Displays. Wisch- und Touch-Gesten gestatten eine einfache Bedienung, die Menüstruktur ist weitgehend selbsterklärend. Auch mit Handschuhen kann man die Action-Cam problemlos steuern, da diese fünf Sprachbefehle beherrscht.

Gefilmt wird mit einer maximalen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln und 60p. Der digitale Bildstabilisator steht bei dieser Auflösung ebenfalls zur Verfügung. Der Datendurchsatz von 100 Mbit/s ist identisch zur aktuellen GoPro Hero10 Black. HDR-Aufnahmen sind nur mit 30 Bildern pro Sekunde und ohne Videostabilisierung möglich. Wem die Full-HD-Auflösung mit 1080p reicht, kann Zeitlupen mit 240 Vollbildern realisieren – dann allerdings ebenfalls ohne den Stabilisator.

Der Blickwinkel fällt mit 145 Grad kleiner aus als bei vielen Mitbewerbern. Als Sensor vertraut DJI auf einen 1/2.3 Zoll-CMOS-Sensor. Insgesamt sind wir von der Videoqualität sehr positiv überrascht, speziell von der Bewegungskompensation. Auch die Osmo Action haben wir auf einem Mountainbike installiert und sind über einen holperigen Waldweg gefahren. Die Glättung ist spitze, Ruckler und Schläge werden extrem effektiv beseitigt, die gesamte Fahrt wirkt ruhig. In dieser Disziplin muss sich die Osmo Action nicht vor GoPro verstecken.

Bei gutem Licht sind Aufnahmen sehr scharf und rauschfrei. Die Farben wirken natürlich, die Dynamik ist bei der GoPro Hero9 Black höher. Verschwindet die Sonne und das Bild ist etwas schlechter ausgeleuchtet, neigt die Osmo Action zu leichtem Rauschen. Im Wald gingen bei unseren Filmaufnahmen einige Details verloren, hier fehlte es an sauberer Durchzeichnung. Grundsätzlich ist das jedoch Jammern auf vergleichsweise hohem Niveau.

In höchster Auflösung mit 60 Vollbildern hielt der Akku im Test etwas mehr als eine Stunde durch, in Full-HD-Auflösung verdoppelt sich die Aufnahmedauer. Die Akku-Ladezeit fällt mit 90 Minuten angenehm kurz aus.

Über die für iOS und Android kostenlos erhältliche »Mimo«-App kann man die Action-Cam auch vollumfänglich über das Smartphone steuern. Spotmessung, Weißabgleich, Farbanpassung, Änderung der Auflösung und der ISO-Zahl, alles ist hierüber möglich. Auch bei flotten Bewegungen ist die Latenzzeit minimal, sodass sich Mobilgeräte perfekt als Kontrollbildschirme eignen.

Wer eine Kamera mit Frontdisplay und sehr guter Bewegungsglättung sucht, wird mit der DJI Osmo Action glücklich. Die Bildqualität ist insgesamt sehr gut, nur in Nuancen hatte die GoPro Hero9 Black, die zum direkten Vergleich zur Verfügung stand, die Nase vorne.

GoPro Hero8 Black

Wer bei einer GoPro noch mehr sparen will, sollte sich die GoPro Hero8 Black unbedingt einmal näher anschauen. Diese verzichtet auf die 5K-Auflösung und das zusätzliche Front-Display und ist insgesamt etwas kleiner und leichter. Der Hauptbildschirm kommt auf 2 statt 2,27 Zoll.

Auch die Hero8 hat die ausklappbaren Metallarme und ist ohne Zusatzgehäuse bis zehn Meter wasserdicht. Sie verfügt über die effektive Bildstabilisierung »Hypersmooth« in allen Auflösungen. Die maximale Pixelkraft liegt bei 3.840 x 2.160 Bildpunkten mit 60 Vollbildern. Zudem ist der »Boost«-Modus an Bord.

Alle Fotomodi unterstützen ebenfalls das Schießen von Bildern im RAW-Format. Zu den Videosettings »SuperView«, »Weit« und »Linear« ist noch »Eng« in der höchsten Auflösung vorhanden.

Der Bedienkomfort ist identisch hoch wie bei der Hero9, der Akku hält um die 80 Minuten. Bild- und Tonqualität sind hervorragend, hier gibt es fast keinen Unterschied zur neuesten GoPro. Deshalb gilt: Vergleichen Sie detailliert die Ausstattung – wenn Ihnen bei der Hero8 Black nichts Entscheidendes fehlt, können sie bedenkenlos zu diesem Modell greifen.

GoPro Hero7 Black

Mittlerweile im Preis richtig angezogen hat die GoPro Hero7 Black. Für mehr als 400 Euro ist sie keine Kaufempfehlung mehr. Aufnahmen sind mit einer maximalen Auflösung von 3.840 mal 2.160 Pixeln mit 60 Vollbildern pro Sekunde möglich. Sie lassen sich um das bis zu Achtfache verlangsamen. In der höchsten Auflösung stehen zwei Sichtfelder mit unterschiedlichen Ausschnitten zur Verfügung, ansonsten drei. Mit 1080p lassen sich sogar 240 Bilder pro Sekunde für Zeitlupen in FullHD-Auflösung auf die MicroSD-Speicherkarte bannen.

Die maximale Bitrate bei UHD-Aufnahmen liegt bei 78 Mbit/s. Eine flotte Speicherkarte ist damit Pflicht, um den hohen Datenstrom bewältigen zu können. Zum Einsatz kommt der H.265/HEVC-Codec, der beispielsweise auch bei Ultra-HD-Fernsehern verwendet wird. Der Codec reduziert den erforderlichen Speicherbedarf signifikant, verlangt dem Prozessor des kleinen Camcorders aber einiges ab.

Die Bedienung erfolgt über einen zwei Zoll großen farbigen Touchscreen oder per App, eine Sprachsteuerung ist vorhanden. Hier gibt es so gut wie keine Unterschiede zur Hero 8 Black. Die Bewegungsschärfe ist ebenso super wie die Farbdarstellung. Ihr volles Leistungspotential schöpft die Action-Cam vor allem bei ausreichend Umgebungslicht aus. Dann sind die Farben kräftig und natürlich, die Plastizität ist ausgezeichnet und das Bildrauschen minimal.

Bei unseren Aufnahmen herrschte trübes Herbstwetter ohne Sonne. Hier war Rauschen klar zu sehen, das hätten wir uns besser gewünscht. In dunklerer Umgebung bügelt die GoPro zudem nicht nur Unebenheiten, sondern leider auch Details weg. So kann es vorkommen, dass der Weg verschwimmt, einzelne Steine oder Blätter sind dann nicht mehr klar zu erkennen. Mehr Licht bedeutet hingegen mehr Schärfe, mehr Details, mehr Tiefenwirkung.

Vielfältige Optionen bietet die »GoPro«-App. Vielfilmer kennen wahrscheinlich das Problem, dass sie mit dem Schneiden ihres Materials nicht mehr hinterherkommen und im Dateichaos kein Land mehr sehen. Mit der Gratis-App »Quik« nimmt ihnen GoPro die Mühen der Nachbearbeitung glücklicherweise ab. Man legt lediglich die Videos fest, die im späteren Film verwendet werden sollen, dazu noch einen Titel. Um den Rest kümmert sich das Programm. Es stellt die besten Sequenzen zusammen, legt Musik dahinter, fertig! Den Stil des Clips kann man nachträglich ändern, ebenso die Musik oder den Schnitt. Die Akkulaufzeit ist mit rund 65 Minuten recht überschaubar.

GoXtreme Phantom 4K

Für rund 250 Euro gibt es die GoXtreme Phantom 4K. Sie filmt ebenfalls in höchster Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixeln und 60 Vollbildern. Mit einer Diagonale von 5,9 Zentimetern (2,35 Zoll) fällt der Touchscreen etwas größer aus als bei den beiden genannten Mitbewerbern.

Die Front der Cam besteht aus einem gelochten Metallblech, der Rest aus Kunststoff. In der Unterseite ist ein Stativgewinde eingelassen. Hier sitzt auch der Deckel für Akku (hält beim Filmen in höchster Auflösung rund eine Stunde durch) und Speicherkarte, der zum Öffnen etwas Kraftaufwand erfordert. Material- und Verarbeitungsqualität gefallen uns bei den teureren Konkurrenten besser. Die Phantom 4K ist bis 40 Meter wasserdicht, muss dafür aber in das mitgelieferte Kunststoffgehäuse gesteckt werden.

Die Bedienung ist weitgehend unkompliziert. Ein-/Ausschaltknopf und Auslöser befinden sich oben auf dem Gehäuse. Während die GoXtreme jedoch bei Wischbewegungen sofort reagiert, muss man das Display teilweise mehrmals antippen, um im farbigen Menü eine Einstellung vorzunehmen. Und davon gibt es bei der Phantom 4K einige.

Die Videoauflösung lässt sich von 4K über 2.7 K (2.704 x 1.520) bis hin zu 1080p und 720p herunterschrauben. Bei Bedarf kann man eine digitale Bildstabilisierung aktivieren, die steht in 4K-Auflösung jedoch nicht mit 60, sondern nur mit 30 Vollbildern zur Verfügung. Für geschmeidige Zeitlupen filmt die GoXtreme wahlweise auch in 1080p und 720p mit 120 Vollbildern, mit 720p sind sogar 240 Einzelbilder pro Sekunde drin – die Bildstabilisierung kann in den genannten Setups jedoch ebenfalls nicht genutzt werden.

Neben der Auflösung hat man unter anderem Zugriff auf Videoqualität (»Super Fein«, »Fein«, »Normal«), Sichtfeld (»Weit«, »Mittel«, »Schmal«), Belichtung, ISO-Wert (100 bis 6.400), Belichtungszeit, Schärfe, Weißabgleich, Messpunkte, Szenemodus (beispielsweise »Nacht«, »Sport«, »Landschaft«) und unterschiedliche Effekte zur Bildverfremdung. Ambitionierte Filmer können ihrem Streifen damit ihren eigenen Stempel aufdrücken. Der maximale Weitwinkel liegt bei 170 Grad, auch Zeitraffer-Aufnahmen sind möglich.

Absolute Bestnoten verdient sich die Phantom 4K für das mitgelieferte Zubehör, das fällt extrem üppig aus. Hierzu zählen diverse Halterungen und Klebepads, beispielsweise für den Fahrradlenker, den Helm oder das Armaturenbrett im Auto, das sich GoPro teuer bezahlen lässt. Pfiffig ist die neue 360-Grad-Basishalterung: Ist die Action-Cam einmal eingesetzt, kann man sie flexibel und in jedem beliebigen Winkel um die eigene Achse drehen. Wenn man Handschuhe trägt, wird man sich über die Bluetooth-Fernbedienung freuen, mit der man die Kamera ein- und ausschaltet sowie zwischen Video- und Fotomodus wechseln kann.

Die Videoqualität der Phantom 4K überzeugt. Bei ruhigen Aufnahmen spielt sie in der höchsten Liga mit. Das Bild ist extrem scharf, wird aber nicht überzeichnet. Details arbeitet sie präzise heraus, Farben sind natürlich, jedoch nicht plakativ. Selbst einzelne Äste in entfernten Bäumen oder Halme am Wegesrand kann man problemlos erkennen.

Der digitale Bildstabilisator arbeitet ordentlich, aber nicht perfekt. Die meisten heftigen Schläge unserer Radtour eliminiert er effektiv, trotzdem ist das Bild durch häufige Mikroruckler etwas gestört. In der sehr detailreichen Waldszene mit vielen Blättern, Steinchen, Ästen und Bäumen ist die Automatik mitunter leicht überfordert, das Bild scharf zu stellen. Hier merkt man, wie die Elektronik permanent bemüht ist, aber keine Aufnahme wie aus einem Guss hinbekommt. Kleinere Unschärfen und Artefakte sind die Folge.

Über die »GoAction H22«-App lassen sich Action-Cam und Smartphone miteinander verbinden, um Clips von der Kamera herunterzuladen und die Phantom 4K über das Mobilgerät zu steuern. Empfehlen können wir diese Option nicht. Im Test war es ein reines Glücksspiel, ob wir ein Live-Bild der Kamera auf dem Smartphone-Display zu sehen bekamen. Außerdem war ein deutlicher zeitlicher Versatz spürbar. Bei statischen Aufnahmen ist das kein Problem, bei Schwenks und anderen Bewegungen hinkt die Vorschau der Realität jedoch deutlich hinterher.

Insgesamt bietet GoXtreme mit der Phantom 4K ein interessantes Paket: Action-Cam mit guter Bildqualität, sehr viel Zubehör und schönes Handling zum fairen Preis.

Akaso Brave 7

Zusätzlich zur bereits getesteten Brave 7 LE bietet Akaso auch die Brave 7 an. Das Gehäuse ist nahezu identisch, charakteristisches Merkmal ist ebenfalls das kleine Frontdisplay: Ein Parallelbetrieb vom Front- und dem 2 Zoll großen Hauptdisplay mit Touchscreen ist allerdings nicht möglich, es lässt sich immer nur ein Bildschirm aktivieren. Im Gegensatz zur 7 LE verzichtet die Brave 7 auf den Micro-HDMI-Anschluss.

Klasse: Das hochwertig verarbeitete Gehäuse ist bis zu zehn Meter wasserdicht. Für tiefere Tauchgänge muss man das mitgelieferte Zusatzgehäuse verwenden. Zum Set gehören außerdem eine Fernbedienung, zwei Akkus, ein Doppellader sowie diverse Halterungen und Befestigungsmaterialien, unter anderem für Lenker und Helm.

Die Brave 7 lässt sich einfach bedienen, der Touchscreen reagiert zuverlässig, die Menüstruktur ist plausibel. Die maximale Auflösung liegt bei 4K30, zudem stehen unter anderem 1080p60 und 720p120 zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören Sprachsteuerung, einstellbare Blickwinkel, Verzerrungskalibrierung, Serienfoto, Zeitraffervideo, Zeitlupenvideo, ein Tauchmodus sowie Spezialeffekte. Außerdem besitzt die Akaso-Cam eine digitale Videostabilisierung mit 6-Achsen-EIS sowie die Möglichkeit, die Kamera über WLAN per Smartphone zu steuern und Aufnahmen direkt über soziale Medien zu teilen.

Die Qualität der Bildstabilisierung überrascht uns positiv, diese ist für eine Action-Cam in dieser Preisklasse erstaunlich gut und etwas besser als bei der Brave 7 LE. Die meisten Bodenunebenheiten eliminiert die Akaso effektiv, es bleiben nur minimale Ruckler zurück, die aber zu ertragen sind. Die Brave 7 ist nur knapp an einer Empfehlung vorbeigeschrammt, ihre Aufnahmen gefallen uns richtig gut. Das Bildrauschen ist minimal, Schärfe und Farbnatürlichkeit passen, und auch die Detailzeichnung kann sich sehen lassen.

Im dunkleren Wald lässt die Cam jedoch Federn. Kaum wird das Licht etwas weniger, werden die Filmaufnahmen urplötzlich richtig matschig, die Details gehen verloren, die Schärfe flöten – und die Farben bleichen aus. Auch die Stabilisierung wird jetzt schlechter. Schade, denn passt das Umgebungslicht, schneidet die Kamera wirklich gut ab.

Wer immer sicherstellen kann, dass zum Filmen ausreichend Licht zur Verfügung steht, kann die Akaso Brave 7 gerne als preiswerte Action-Cam in die nähere Auswahl nehmen. Ein stark bewölkter Tag reicht jedoch aus, damit die Videoqualität deutlich nachlässt.

SJCam SJ8 Pro

Kein Mega-Schnäppchen, aber erstaunlich gut ausgestattet ist die SJCam SJ8 Pro. Sie filmt sogar in 4K-Auflösung mit 60 bzw. 50 Vollbildern pro Sekunde, was sich sehr positiv bei bewegten Objekten bemerkbar macht. Zudem ist sie mit einem Frontdisplay ausgestattet.

Das rückseitige 2,3 Zoll große Display ist schön scharf und reagiert präzise auf Fingerdruck und Wischgesten. Die Menüstruktur ist klar und man kommt auf Anhieb zurecht. Praktisch sind die Erklärtexte: So erfährt man beispielsweise beim Aktivieren der Bildstabilisierung, dass diese im 4K-Modus lediglich mit 30, 25 und 24 Bildern zur Verfügung steht, dann allerdings ohne H.265-Codierung, die das Speichervolumen reduziert.

Für Zeitlupen sollte man die Auflösung 1.280 x 720 wählen, dann kann die kleine Cam nämlich sogar mit bis zu 240 Bildern filmen. Die Vielzahl der möglichen manuellen Einstellungen ist speziell für ambitionierte Filmer eine feine Sache. Weißabgleich, Farbprofil, Messmodus, Schärfe, Verzerrungskorrektur, Daueraufnahme, Zeitraffer, ISO-Zahl, Videoqualität, Zeitstempel und Farbtemperatur sind nur einige der möglichen Optionen, um Einfluss auf das Bild zu nehmen.

Zum hohen Bedienkomfort trägt das Frontdisplay bei. Während des Filmens sieht man hier die gewählte Auflösung, die Speicherkapazität, die Akku-Restkapazität und die Aufnahmedauer – sehr praktisch! Für Unterwasseraufnahmen liegt ein spezielles Gehäuse bei. Das integrierte Gewinde erlaubt es, die SJCam auch auf einem Stativ zu befestigen. Etwas nervig: Die Klappe auf der Unterseite, in der der Akku und die SD-Speicherkarte sitzen, lässt sich nur mit Mühe öffnen.

Die Schärfe von Videos ist selbst im »Standard«-Modus brutal – hier macht es mitunter Sinn, auf »Weich« zu wechseln, wenn man nicht jeden einzelnen Grashalm erkennen muss und einen etwas geschmeidigeren Bildeindruck bevorzugt.

Die Bildstabilisierung funktioniert ordentlich. Sie erreicht zwar nicht das Niveau der aktuellen GoPro, ist aber durchaus akzeptabel. Zumindest die größeren Unebenheiten eliminiert die Cam effektiv und Details bleiben stets gut zu erkennen. Die Farben sind natürlich, der Kontrast ist hoch und die Schärfe exzellent. Auf unterschiedliche Lichtwechsel reagiert die SJ8 Pro sehr flott.

Problemlos gelingt ebenfalls die Steuerung über die kostenlose »SJCam«-App für iOS- und Android-Geräte. Über die Anwendung hat man Zugriff auf sämtliche Parameter, kann filmen und fotografieren und die Action-Cam per WLAN auch aus der Ferne bedienen. Die Latenz bei der Bildübertragung ist spürbar, fällt aber nur bei flotten Bewegungen negativ auf.

Insgesamt bietet die SJ8 Pro ein tolles Gesamtpaket zum fairen Preis. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Fahrradbefestigung, drei Adapterhalterungen, Klebepads und ein Reinigungstuch. Die Akku-Laufzeit ist mit rund 60 Minuten in der höchsten Auflösung überschaubar.

Die GoXtreme Black Hawk 4K wird mit Unterwassergehäuse und jeder Menge Zubehör geliefert, um die Kamera am Fahrrad, am Helm oder auch am Surfbrett zu montieren. Verzichten muss man auf einen Touchscreen, das ist allerdings zu verschmerzen, denn die Bedienung über zwei seitliche Menütasten ist einfach, der farbige Bildschirm zudem gut ablesbar.

Im 4K-Modus filmt die Cam mit 30 Bildern pro Sekunde. Bei Tageslicht arbeitet sie feinste Details heraus, so zeigt sie von einer Asphaltdecke beispielsweise jeden Pickel und noch so kleinen Stein. Mitunter neigt die GoXtreme dazu, in sehr sonnigen Passagen zu überschärfen, dann sollte man vom Modus »Superfein« in »Fein« oder »Normal« wechseln. Auch die Schärfe lässt sich in drei Stufen einstellen, außerdem kann man unter anderem an der ISO-Zahl, der Belichtung sowie an der Helligkeit Hand anlegen. Farben und Kontrast sind gut, auch in dunkler Umgebung ist die Hawk 4K noch zu gebrauchen, hier besteht allerdings die Gefahr, dass ein leichtes Rauschen sichtbar wird.

Die steinige Buckelpiste mit dem Fahrrad hat die GoXtreme ordentlich gemeistert, wobei sie nicht alle Unebenheiten wegbügelt. Bei hoher Geschwindigkeit verschluckt sie teilweise einige Details, zudem bekommen die Aufnahmen bei starken Erschütterungen mitunter einen leichten Rolleffekt. Zum Fernsteuern eignet sich die für iOS und Android erhältliche App »GoAction«. Das Live-Vorschaubild wird bei schnellen Bewegungen mit kleiner Verzögerung angezeigt. Ansonsten bietet die App Zugriff auf zahlreiche Einstellungen und ermöglicht eine komfortable Steuerung der Cam vom Smartphone aus.

Was schade ist: Schon nach weniger als einer Stunde macht der Akku der GoXtreme schlapp. Auf längeren Touren ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen zweiten Akku im Gepäck zu haben. Die Tonqualität der GoXtreme ist bescheiden.

GoXtreme Manta 4K

Von der GoXtreme Manta 4K sind wir beim Auspacken begeistert: Der Action-Camcorder erinnert von der Optik an eine GoPro, die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck und die kleine Kamera soll gerade mal um die 120 Euro kosten. Das klingt interessant. Der Lieferumfang fällt zudem mit diversen Halterungen und Klebepads recht umfangreich aus (Helm-, Fahrrad- und Basishalterung, Stativ-Adapter, Gurte). Noch eine Besonderheit: Das Gehäuse ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von zehn Metern, ohne dass man ein Zusatzgehäuse verwenden muss.

Die GoXtreme filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten, dann allerdings nur mit 30 Bildern pro Sekunde. 60 Bilder sind erst ab 1080p möglich. Mit der kleineren Auflösung 720p lassen sich auch Zeitlupenaufnahmen mit 120 Vollbildern in der Sekunde realisieren. Unterstützt werden ebenfalls Zeitraffer-Videos und -Fotos. Der Weitwinkel beträgt 170 Grad, das farbige Display ist 2 Zoll groß und reagiert auf Wischgesten und Fingerdruck.

Die gummierte Front der Manta 4K macht einen hochwertigen Eindruck. Recht schwergängig lassen sich die Klappe für die seitlichen Anschlüsse sowie das Fach für Akku und Speicherkarte öffnen, dafür verschließen diese aber sicher. Zum Betätigen des Auslösers auf der Oberseite der Cam benötigt man extrem viel Kraft – das ist ein echtes Manko. Wackelfreie Fotos sind so kaum zu realisieren.

Die Menüstruktur der GoXtreme ist hingegen klar und gut verständlich, hier muss man nicht lange suchen, um die gewünschten Optionen ausfindig zu machen. Unter anderem kann man hier die Weite des Sichtfelds anpassen, die Belichtung korrigieren oder die Verzeichnungskorrektur einstellen.

An Bord der Manta 4K befindet sich eine digitale Bildstabilisierung, die steht auch in der höchsten Kamera-Auflösung zur Verfügung. Um das zu testen, haben wir die Cam wie bei allen anderen Modellen an einem Mountainbike befestigt. Dazu liegt ein leichter Kunststoffrahmen bei, um Zubehör an der Kamera anzubringen. Der Rahmen wirkt zwar etwas labil, sobald er sich jedoch um das Gehäuse schmiegt, bietet er ausreichend Stabilität.

Spätestens bei der Bildqualität macht sich der niedrige Preis der Manta 4K bemerkbar. Bei statischen Motiven ist nur die Bildmitte scharf, außen erkennt man deutliche Unschärfen. Hinzu kommt dezentes Bildrauschen. Die Farben könnten etwas kräftiger sein. Ziemlich dürftig ist die Videostabilisierung. Das Bild rollt und holpert, die Sequenzen auf dem Zweirad werden zum wilden Ritt. Hier wird man seekrank, wenn man sich eine solche Fahrt länger anschaut. Die Detailzeichnung in der Mitte des Bildes ist gar nicht schlecht: Steine, Dreck und Pfützen arbeitet der Action-Camcorder ordentlich heraus. Man hat nur wenig davon, weil das Bild permanent hin- und herspringt. Die Akkulaufzeit von rund einer Stunde bei höchster Kamera-Auflösung ist in Ordnung.

Mit der kostenlos für iOS und Android erhältlichen Yutupro-App hat man per Smartphone Fernzugriff auf die Manta 4K. Die Latenzzeit für die Live-Vorschau ist auch bei hektischen Bewegungen gering und fällt kaum auf. Über die Applikation kann man sämtliche Parameter verstellen. Die drahtlose Übertragung von Dateien gelingt nur bei einer maximalen Auflösung von 1080p, zum Download von 4K-Material benötigt man einen PC.

Aufgrund der Unschärfe im Randbereich und der ungenügenden Bildstabilisierung können wir die GoXtreme Manta 4K nicht empfehlen. Geben Sie lieber etwas mehr aus und greifen Sie beispielsweise zur GoXtreme Phantom 4K.

Akaso V50 Elite

»4K 60FPS« – die Akaso V50 Elite zeigt gleich gut lesbar auf ihrem Gehäuse an, was in ihr steckt. Der kleine Camcorder filmt in UHD-Auflösung mit maximal 60 Vollbildern, die digitale Bildstabilisierung lässt sich jedoch erst mit 30 Vollbildern aktivieren. Beim Bildausschnitt hat man mit »Wide«, »Medium« und »Narrow« drei Optionen. Die Verarbeitung der Akaso-Cam ist gut, das gummierte Gehäuse ist ordentlich verarbeitet. In die Unterseite ist ein Stativgewinde eingelassen. Das Objektiv verfügt über eine 170-Grad-Linse. Bedient wird die Cam über ein zwei Zoll großes, farbiges IPS-Display. Dieses ist hell und gut ablesbar, die Menüstruktur ist klar. Leider reagiert der kleine Bildschirm nur sehr schwergängig auf den Finger. Antippen klappt noch halbwegs vernünftig, bei Wischbewegungen ist mitunter Geduld gefragt.

Zur Ausstattung gehören unter anderem eine achtfache Slowmotion, Sprachsteuerung, Weißabgleich und eine praktische Fernbedienung für das Handgelenk. Windgeräusche lassen sich während der Aufnahme reduzieren. Bis zu 40 Meter wasserdicht ist die V50 Elite, wenn man sie in das mitgelieferte Kunststoffgehäuse steckt.

Mehr als üppig fällt das Zubehör aus. Ausgeliefert wird die Akaso mit einem zweiten Akku und einem Doppel-Ladegerät sowie diversen Halterungen, Gurten und Klebepads beispielsweise zur Montage an Fahrrad und Helm. Insgesamt erwirbt man mit der V50 Elite ein umfangreiches Komplettpaket zum fairen Preis.

Auch die Videoqualität kann sich für ein Modell in dieser Preisklasse durchaus sehen lassen. Statische Aufnahmen sind recht scharf, das Rauschen ist minimal, nur die Farben könnten kräftiger und der Kontrast stärker sein. Bei Fahraufnahmen leistet der Stabilisator ordentliche Arbeit. Ist die Piste nicht allzu uneben, sieht die Fahrt relativ ruhig aus, leichte Pumpbewegungen bleiben bestehen. Bei stärkeren Schlägen gerät die Akaso an ihre Grenzen, selbst tagsüber bräuchte sie im Wald etwas mehr Licht für ein detailreicheres Bild. Details bleiben hier weitgehend auf der Strecke.

Der Akku hielt bei uns in höchster Auflösung rund eine Stunde durch.

Akaso Brave 7 LE

Bei der Akaso Brave 7 LE lässt die DJI Osmo Action grüßen, sowohl optisch als auch konzeptionell. Besonderheit ist der kleine Kontrollbildschirm an der Front, der beim Filmen sehr praktisch ist. Zusätzlicher Bonus: Der Korpus ist wassergeschützt, wer jedoch Tauchgänge absolvieren will, muss zum bis zu 40 Meter Wassertiefe dichten Schutzgehäuse greifen.

Die Bedienung erfolgt über drei Tasten am Gehäuse und den zwei Zoll großen Touchscreen, der auf Wischbewegungen ebenfalls nicht perfekt, aber deutlich besser als die Akaso V50 Elite reagiert. Die maximale Auflösung liegt hier bei 4K mit 30 Vollbildern. Für den Bildausschnitt stehen vier Optionen zur Verfügung. Über zwei Lupen auf dem Display kann man ein- und auszoomen, allerdings handelt es sich hierbei nur um einen digitalen Zoom. Ausschnittsanpassungen sollte man deshalb lieber später im Schnitt vornehmen.

Das Bedienkonzept ist simpel und stimmig, mitgeliefert wird eine Fernbedienung für das Handgelenk. Fotos und Videos lassen sich zudem dank integriertem WLAN mit Smartphones teilen.

Schon beim ersten Bildcheck fällt auf, dass die Farben deutlich kräftiger ausfallen als bei der V50 Elite. Das Bildrauschen ist minimal, die Schärfe in Ordnung, wobei die einzelnen Grashalme einer Wiese schon ziemlich verwischen und saubere Konturen vermissen lassen.

Kleinere bis mittlere Bodenunebenheiten bügelt der digitale Bildstabilisator anständig weg. Allerdings geht dann teilweise die Schärfe verloren, Details verwischen. Besonders eklatant wird dies im Wald bei nachlassendem Umgebungslicht. Hier ist das Bild mitunter heftig am Pumpen, darüber hinaus ist die Stabilisierung nicht mehr prickelnd. Die DJI Osmo Action bietet deutlich bessere Ergebnisse, ist dafür aber auch teurer.

Das Zubehör der Akaso Brave 7 LE fällt mit diversen Halterungen, Ersatzakku und Doppel-Ladegerät ebenfalls sehr stattlich aus.

GoPro Hero7 White

Wegen ihres fest verbauten Akkus sollte man die Finger auch von der GoPro Hero7 White lassen. Ist der Akku unterwegs leer, hat sich die Filmerei erledigt, es sei denn, man hängt eine Powerbank dran. Außerdem ist das Bildformat merkwürdig. GoPro gibt in den technischen Spezifikationen zwar 1080p60 an, eine Fußnote macht aber stutzig: »verfügbar durch Zuschneiden«. Ansonsten nimmt die graue, nicht weiße Cam nämlich mit 1.920 x 1.440 Bildpunkten auf. So entstehen links und rechts schwarze Balken. Die Bildqualität ist mittelmäßig. Gut sind der scharfe Touchscreen und die Sprachsteuerung, zudem ist die GoPro Hero7 White bis zehn Meter wasserdicht.

Akaso EK7000 Pro

Für ihren Preis von rund 80 Euro bietet Akaso mit der EK7000 Pro eine gut ausgestattete Action-Cam mit sehr viel Zubehör an. Der Mini-Camcorder verfügt über einen zwei Zoll großen farbigen Bildschirm mit Touchsteuerung. Mitgeliefert werden ein Unterwassergehäuse, zwei Akkus, Ladegerät, eine 2,4 GHz-Handgelenksfernbedienung, dazu diverse Halterungen für Fahrrad, Helm, Bandagen, Haltegurte, eine schützende Hintertür und ein USB-Kabel. Mit diesem umfangreichen Komplettpaket kann man sofort loslegen.

Die Cam filmt maximal mit 4K-Auflösung und 30 Vollbildern, neben 2.7K unter anderem auch in 1080p120 und 1080p60. Die elektronische Bildstabilisierung unterstützt Akaso zufolge eine Videoauflösung von bis zu 1080p60, allerdings lässt sich diese im Kamera-Menü auch bei den 4K-Auflösungen einschalten. Bei der Perspektive hat man die Wahl zwischen »Super breit«, »Breit«, »Mittel« und »Eng«. Das Unterwassergehäuse erlaubt Tauchtiefen von bis zu 40 Meter.

Im Menü kann man unter anderem noch Spezialeffekte, einen Tauchmodus (hier soll das fehlende rote Licht in Unterwasserszenen kompensiert werden), Zeitraffer-Videos und Loop-Aufnahmen auswählen. Die Bedienung ist einfach, die Menüs sind selbsterklärend. Das Display reagiert zuverlässig auf Touch- und Wischgesten. Etwas schade: Das Gehäuse besitzt kein integriertes Gewinde für ein Stativ, so muss man beispielsweise beim Radfahren das zusätzliche Plastikgehäuse verwenden, was aber nicht weiter schlimm ist.

Dank eingebautem WiFi kann man über die für Android und iOS erhältliche App »iSmart DV« die EK7000 Pro fernsteuern, Modi wechseln und Aufnahmen überprüfen.

Bei guten Lichtverhältnissen sehen gefilmte statische Motive mit der Akaso-Kamera ganz ordentlich aus. Die Farben sind für eine Cam in dieser Preisklasse recht natürlich, das Bildrauschen hält sich einigermaßen in Grenzen, es fehlt jedoch ein wenig an Schärfe und Plastizität in den Aufnahmen. Bei Fahraufnahmen auf dem Mountainbike stößt die elektronische Bildstabilisierung allerdings ein wenig an ihre Grenzen. Keine Frage, für eine so günstige Cam macht die EK7000 Pro das ordentlich und deutlich besser als viele andere Kameras in dieser Preisklasse. Dennoch ist ein deutlicher Rolleffekt im Bild wahrnehmbar, wenn die Piste ruckelig wird.

Die anderen Bildparameter wie die Farbnatürlichkeit sehen gar nicht schlecht aus, auf brutale Schärfe und exakte Feinzeichnung muss man natürlich verzichten. Mit einem Akku kommt man bei 4K-Auflösung rund eine Stunde weit. Klasse, zwei Akkus gehören ja zum Lieferumfang.

Für gerade mal um die 80 Euro bietet die Akaso EK7000 Pro deutlich mehr als erwartet, außerdem ist das Zubehörpaket riesig. Für Kinder, Einsteiger und Sparfüchse können wir die Action-Cam deshalb empfehlen, die nicht die allerhöchsten Ansprüche an die Bildqualität haben.

Apexcam Pro

Ebenfalls in der Preisklasse für rund 90 Euro spielt die Apexcam Pro. Sie wird mit jeder Menge Zubehör geliefert und besitzt ein 2 Zoll großes Display. Leider verzichtet der Hersteller auf einen Touchscreen. So erfolgt die Bedienung über eine Front- und zwei seitliche Tasten. Das gelingt nicht ganz so intuitiv und erfordert etwas Eingewöhnungszeit.

Auf der Gehäuseunterseite sitzt ein Stativgewinde, so kann die Apexcam auch ohne Unterwassergehäuse beispielsweise am Fahrradlenker montiert werden. Ausgeliefert wird die Cam mit Tasche, Selfie-Stick, Mikrofon, Fernbedienung, zwei Akkus, wasserdichtem Gehäuse (bis 40 Meter Tiefe), Fahrradhalterung, Helmmontagesatz und USB-Kabel. Mehr geht fast nicht, für 90 Euro erhält man ein absolutes Komplettpaket.

Die Apexcam filmt mit einer 170 °-Weitwinkelkamera mit Sony-Sensor, zur Auswahl stehen neun Aufnahmemodi, unter anderem Zeitraffer, Zeitlupe und Looping-Video. Die maximale Auflösung liegt bei 4K mit 30 Vollbildern, aber auch 1080p60 oder 720p120 sind möglich, der digitale Bildstabilisator mit 3-Achs-Gyroskop und 3-Achsen-Beschleunigungsmesser ist immer einsatzbereit.

Auch die Apexcam Pro verbindet sich per WLAN mit einen Smartphone oder Tablet, um sie von hier aus mittels App zu steuern, Fotos und Videos zu starten, Einstellungen zu ändern und Aufnahmen herunterzuladen.

4K-Aufnahmen erwecken nicht den Eindruck, als seien sie mit der höchsten Auflösung gefilmt worden. Das Bild ist verpixelt und rauscht, die Schärfe ist mau und Konturen sowie Tiefenschärfe sind kaum ausgeprägt. Zudem erscheinen Farben recht blass. Selbst statische Motive vom Stativ aus gefilmt wirken unruhig. Die Videos vom Fahrrad aus schwanken stark und rufen beim Zuschauer leichten Schwindel hervor. Auch hier bleiben Schärfe und Detailzeichnung auf der Strecke, die Filmqualität ist unterdurchschnittlich. Bei Gegenlicht werden die Aufnahmen sehr dunkel. In höchster Auflösung hält ein Akku etwa eine Stunde durch.

Obwohl der Preis der Apexcam Pro fair und das Ausstattungspaket riesig ist: Ansprechende Aufnahmen mit echtem Mehrwert lassen sich mit dieser Action-Cam nicht herstellen, sie ist eher ein besseres Spielzeug für den Nachwuchs.

Ezviz S2 Action Lite Camera

Die Ezviz S2 Action Lite Camera eignet sich nicht nur als Action-, sondern auch als Dashcam im Auto. Eine Halterung für die Frontscheibe wird allerdings nicht mitgeliefert. Die maximale Auflösung liegt bei 1080p. Standaufnahmen sind zwar leicht verrauscht, aber detailreich. Bei Fahraufnahmen gerät das knapp 60 Euro teure Modell dann aber vollkommen aus dem Tritt, einige Bildbereiche sind durch Pixelfehler regelrecht kaputt. Überraschenderweise besitzt die S2 sogar einen Touchscreen, um den Bedienkomfort ist es aber nicht zum Besten bestellt. Mittels App kann die Action-Cam auch vom Smartphone aus gesteuert werden, zudem ist separat eine Bluetooth-Fernbedienung erhältlich.

Lamax X7.1 Naos

Das mitgelieferte Zubehörpaket der Lamax X7.1 Naos fällt üppig aus. Hierzu gehören ein Unterwassergehäuse, ein Schwimmer, unzählige Halterungen, eine Fernbedienung für das Handgelenk sowie ein Brustgurt. Mit 2.688 x 1.520 Pixeln mutet die maximale Auflösung hingegen merkwürdig an. Standbilder tendieren schon zu starkem Rauschen, in schnellen Sequenzen gehen sehr viele Details verloren, der Film läuft nicht flüssig, sondern holpert. Gutes Full-HD wäre hier viel mehr wert als schlechtes 2,7K. Die Bedienung erfolgt über zwei seitliche Tasten, hierbei vermisst man ein klares Konzept.

Ricoh WG-M2

Aus dem optischen Einheitsbrei der Action-Camcorder sticht die Ricoh WG-M2 wohlwollend heraus. Die Cam liegt gut in der Hand, der kleine Bildschirm dient allerdings lediglich der Kontrolle und der Bedienung. Wird im 4K-Modus gefilmt, so steht ausschließlich der extreme Weitwinkel mit 204 Grad zur Verfügung. Der ermöglicht schöne Panoramaaufnahmen, jedoch sind diese stark gewölbt und die Schärfe leidet. Soll die Ricoh zum Tauchen eingesetzt werden, muss lediglich der mitgelieferte Unterwasservorsatz montiert werden.

Akaso Brave 8

Unsere Erwartungen an die neue Akaso Brave 8 waren hoch, schließlich hat der Hersteller diese als neue GoPro-Alternative angekündigt. Soviel können wir schon vorwegnehmen: Diesen Ansprüchen wird die Brave 8 nicht gerecht.

Am Gehäuse der Action-Cam hat sich gegenüber der Brave 7 nahezu nichts verändert. Die Front ziert weiterhin ein kleines 1,22-Zoll-Display, auf der Rückseite sitzt das größere 2-Zoll-Display mit Touchscreen – es lässt sich immer nur ein Bildschirm aktivieren. Links hinter einer Klappe befindet sich ein USB-C-Anschluss, ein Stativgewinde am Gehäuse fehlt weiterhin. Dieses ist bis zu 10 Meter wasserdicht, Tauchgänge bis zu 60 Meter Tiefe sind mit dem Zusatzgehäuse möglich.

Unpraktisch: Ist die Action-Cam hier eingesetzt, um sie wie in unserem Test an einem Fahrradlenker zu befestigen, sind zwar die drei Bedientasten zu erreichen, das seitliche Speicherkartenfach lässt sich allerdings nicht öffnen. Die Verarbeitung des Gehäuses macht ansonsten einen stabilen und recht hochwertigen Eindruck. Das Objekt aus neun Linsen arbeitet mit einem 1/2 Zoll CMOS-Sensor.

Geblieben ist das riesige Zubehörpaket, das Akaso mitliefert. Hierzu gehören eine Fernbedienung, zwei Akkus, ein Doppel-Lader, USB-Kabel und diverses Befestigungsmaterial etwa für den Fahrradlenker und einen Helm.

Die Bedienung der Brave 8 gelingt recht intuitiv über Touch- und Wischgesten, hilfreich sind kurze Erklärtexte im übersichtlichen Menü. Die bringen uns zunächst aber gar nichts. Denn auf unserer originalverpackten Akaso-Cam ist im Auslieferungszustand Chinesisch eingestellt. Ohne einen Blick in die Online-Anleitung wäre es uns nicht möglich gewesen, das Menü zum Wechseln der Sprache ausfindig zu machen. Über Sprachbefehle (auf Englisch) lassen sich beispielsweise Aufnahmen starten oder Fotos schießen.

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die höhere Bildrate – so sind 4K-Aufnahmen jetzt auch mit 60 statt bisher 30 Vollbildern möglich. In 2.7K sind 120 Bilder pro Sekunde, in Full-HD-Auflösung 200 Bilder drin. Fotos schießt die Cam mit maximal 48 Megapixel, Timelapse-Videos, bei denen über längere Zeiträume immer nur kurze Sequenzen aufgenommen werden, realisiert die Brave 8 sogar in 8K. Zeitlupenaufnahmen gelingen mit 16-facher Verlangsamung. In den Einstellungen führt man unter anderem einen Weißabgleich durch und passt Schärfe, Belichtung und Farben an.

Wenn die Kamera beispielsweise auf der Motorhaube eines Autos montiert wird und während der Fahrt nicht zu erreichen ist, kann die Action-Cam per Fernbedienung gesteuert werden. Alternativ steht die App Akaso Go für Android- und Apple-Geräte zur Verfügung – theoretisch. Zum Testzeitpunkt konnten wir die Android-Variante nicht finden. Auf einem iPhone hingegen ließ sich die App installieren, erforderte allerdings ein Firmware-Update, um mit der Brave 8 zu kommunizieren. Problem: Nach dem Herunterladen ließ sich dieses nicht auf die Cam übertragen, bei dutzenden Versuchen trat immer ein Verbindungsabbruch auf. Auch andere Nutzer bemängeln erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Kamera und App.

Bei statischen Filmaufnahmen mit ausreichend Umgebungslicht können die Videos der Brave 8 überzeugen. Schärfe und Detailzeichnung sind gut, die Farben natürlich. Bei zu wenig Licht verlieren Aufnahmen jedoch deutlich an Brillanz, Schärfe und Plastizität, Farben sehen leicht verwaschen aus. Eine Wolke, die tagsüber die Sonne verdunkelt, reicht schon, um die Bildqualität spürbar zu verschlechtern.

Vor unserer ersten Fahrt mit dem Mountainbike durch den Wald aktivieren wir in der Cam »SuperSmooth« für eine optimale Bildstabilisierung – in der Akaso werkelt ein elektronischer Bildstabilisator mit sechs Achsen. Das Ergebnis ist allerdings miserabel, von einer Stabilisierung merkt man nichts. Der Grund: Um den Effekt zu sehen, müssen die Videos erst per App exportiert werden. Das ist natürlich umständlich.

Also starten wir eine zweite Fahrt, diesmal mit der »Standard«-Stabilisierung, die in der Kamera erfolgt. Das Resultat ist jetzt besser, jedoch nur durchwachsen, die aktuelle GoPro 10 und auch die GoPro-Modelle der vergangenen drei bis vier Jahre sind hier zum Teil um Lichtjahre überlegen. Insgesamt sind die Fahraufnahmen sehr unruhig und voller größerer und kleinerer Wackler. Man sieht und spürt einfach, dass der Waldweg holpert.

Hinzu kommt, dass unsere zweite Testfahrt teilweise auf leicht schattigem Terrain verläuft, die Sonne zeigt sich nicht immer. Details gehen deshalb sofort verloren, die Schärfe ist alles andere als prickelnd. Stärkere Wackler und ein leicht matschiges Bild sind phasenweise eine unschöne Mixtur. Mit einer Akkuladung konnte die Brave 8 bei 4K-Auflösung mit 30 Vollbildern etwa 75 Minuten filmen.

Für Preise zwischen 250 und 300 Euro reicht uns die Performance der Akaso Brave 8 nicht ganz aus, auch ihr Ton ist dürftig. Greifen Sie lieber zu einer preiswerten Alternative aus unseren Empfehlungen oder zu einer früheren GoPro.

So haben wir getestet

Aus dem inzwischen reichlich unübersichtlich gewordenen Angebot haben wir nach ausgiebiger Recherche 24 Action-Cams ausgewählt und getestet. Neben den teuren Markenmodellen von GoPro und Sony haben wir auch eine Reihe günstiger Action-Camcorder unter die Lupe genommen.

Drei Aufgaben mussten die Kameras meistern: eine Aufnahme bei schwachem Licht, eine unter normalen Lichtverhältnissen und eine am Fahrradlenker während einer Fahrt über ziemlich holprigen Waldboden.

Die letzte Disziplin, die Fahrt mit dem Mountainbike, war die wichtigste und schwierigste, schließlich wurde erst hier klar: Wie gut stecken die Kameras Schläge und Stöße weg? Wie effektiv arbeiten die Bildstabilisatoren? Und wie schnell passt sich die Automatik an die wechselnden Lichtverhältnisse an? Denn bei Action-Cams entscheidet die Qualität der Bildstabilisation oft, ob das gefilmte Material brauchbar ist oder nicht.

Die Qualität der Bild­stabilisation ist entscheidend

Für den Test haben wir alle Action-Cams am Fahrradlenker angebracht. Die Kameras mussten absolut fest sitzen, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen.

Die wichtigsten Fragen

Wofür eignen sich Action-Cams?

Action-Cams sind vor allem für Extremsituationen wie Sport- oder Unterwasseraufnahmen konzipiert. Sie sind robust, lassen sich fest montieren und haben einen großen Weitwinkel, mit dem sich verblüffende Panoramen aufnehmen lassen.

Eine Action-Cam mit HD- oder 4K-Auflösung?

Für Action-Cams mit 4K-Auflösung braucht es in jedem Fall einen schnellen Rechner, um sich das Material ansehen und vor allem nachbearbeiten zu können. Außerdem benötigt 4K-Material eine Menge Speicherplatz. Dennoch lohnt sich 4K-Auflösung auch für alle, die ihr Material nur in Full-HD ausspielen wollen, da nachträglich noch bis zu 200 Prozent in Aufnahmen hineingezoomt werden kann.

Was sollte eine Action-Cam können?

Die wohl wichtigste Funktion einer Action-Cam ist es, trotz Schlägen und Stößen gute Aufnahmen zu produzieren. Dabei kommt es vor allem auf die Bildstabilisation der Action-Cam an. Doch auch die Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse ist für die spätere Qualität der Aufnahme wichtig.

Lohnt sich eine Action-Cam für weniger als 100 Euro?

In der Regel nein! Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Modelle keine scharfen, plastischen und ruhigen Aufnahmen ermöglichen.  Hier sind teurere Marken-Modelle klar im Vorteil. Günstige Action-Cams eignen sich wenn überhaupt  für Filmer ohne hohe Anspüche und beispielsweise für Kinder, die spielerisch eine Action-Cam einsetzen wollen. Vorteil: Oft werden preiswerte Action-Cams mit extrem viel Zubehör ausgeliefert.

Ist eine App-Steuerung für eine Action-Cam sinnvoll?

Ja, es gibt durchaus einige Szenarien, in denen es sinnvoll sein kann, die Kamera per App vom Smartphone aus zu steuern. Etwa, wenn man diese außen an einem Auto oder auf einer Flugzeug-Tragfläche montiert hat. Über das Smartphone startet und stoppt man nicht nur die Aufnahme. Die Live-Vorschau ist jetzt richtig praktisch, um die Bildparameter zu kontrollieren.

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 Test: Artboard

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