Die beste Action-Cam

Die beste Action-Cam für die meisten ist die Sony FDR-X3000R. Sie ist zwar nicht gerade günstig, doch das Geld ist sie wert. Denn ihr optischer Bildstabilisator liefert selbst dann gute Ergebnisse, wenn die kleine Kamera auf dem Fahrrad oder auf Skiern ordentlich durchgerüttelt wird. Toll ist auch der separate Bildschirm, den man ganz bequem am Handgelenk tragen kann.

Update 25. Juli 2017

Wir haben noch einmal 12 aktuelle Action-Cams getestet. Unser neuer Testsieger ist die Sony FDR-X3000. Sie ersetzt unsere bisherige Empfehlung Sony FDR-X1000.

Während das Segment der klassischen Camcorder seit Jahren rückläufig ist, entwickeln sich die Actioncamcorder gegen den Trend: Die kompakten Modelle für Outdoor-Freaks boomen. Egal, ob am Fahrradlenker, am Motorrad, unter Wasser oder auf dem Skihelm, die Einsatzszenarien für Action-Cams sind vielfältig.

Wir haben insgesamt zwölf Action-Cams für Sie getestet – und zwar ausschließlich 4K-Modelle, die Videos in UHD-Auflösung, also mit 3.840 x 2.160 Pixeln, aufzeichnen können. Denn alle Action-Cams nehmen sehr weitwinklig auf und manche haben nicht einmal einen Sucher, deshalb ist es für gute Ergebnisse oft nötig, den Bildausschnitt nachträglich zu korrigieren. Filmt man in 4K, kann man das Bild ohne Qualitätsverlust croppen, wenn das Endergebnis HD sein soll.

Neben den teuren Top-Kameras von GoPro und Sony haben wir auch günstige No-Name-Modelle mit in den Test genommen. Die spannende Frage: Ist nur teuer wirklich gut oder können auch die preiswerten Geräte mit den teuren Markenmodellen mithalten?

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Sony FDR-X3000

Der optische Bildstabilisator des Sony FDR-X3000 ist der Konkurrenz deutlich überlegen.

Einfacher hätte es nicht sein können, als die Sony FDR-X3000 zur besten Action-Cam zu küren. In einem Punkt hebt sie sich nämlich von allen, zum Teil auch sehr guten Mitbewerbern ab: Keine hat einen so guten Bildstabilisator an Bord wie die kleine Japanerin. Denn Sony setzt erstmals in einem Camcorder dieser Klasse auf einen optischen Bildstabilisator. Ebenfalls gefällt uns der portable Bildschirm, der nicht fest mit dem FDR-X3000 verbunden ist, sondern wie eine Smartwatch ums Handgelenk geschnallt wird.

Auch gut: GoPro Hero5 Black

Test 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero5 Black
Die Sprachsteuerung der GoPro Hero5 Black vereinfacht die Bedienung enorm.

Bei der Hero5 Black zeigt sich GoPro bezüglich des mitgelieferten Equipments trotz eines hohen Preises recht geizig. Trotzdem ist das neueste Modell des Actioncam-Erfinders eine Empfehlung: Ihre Aufnahmen sind gestochen scharf, der Bildstabilisator funktioniert und das Bedienkonzept ist überzeugend. Sogar mit der Stimme lässt sich das exzellent verarbeitete Gerät bedienen. Das farbige Touchdisplay reagiert zuverlässig.

Günstiger: Sony FDR-X1000

Test Action-Cam: Sony X1000VR
Das Vorjahresmodell ist deutlich günstiger, hat aber keinen so guten Stabi.

Unser bisheriger Favorit Sony FDR-X1000 ist eine gute Wahl für alle, die nicht so viel Geld ausgeben wollen und auf eine Bildstabilisierung in 4K verzichten können. Auch sie hat eine tolle Bildqualität, bei wenig Licht sticht sie unseren Favoriten sogar aus. Wie die GoPro Hero5 Black beherrscht die X1000 nur eine elektronische Bildstabilisierung in HD. Die ist aber vorzüglich, sogar besser als bei der GoPro. Für rund 100 Euro mehr gibt es die X1000 ebenfalls mit Live-View-Remote fürs Handgelenk.

Preisbrecher: GoXtreme Black Hawk 4K

Test 4K-Actioncamcorder: GoXtreme Black Hawk 4K
Die GoXtreme Black Hawk 4K bietet ein ordentliches Bild zum fairen Preis.

GoXtreme? Haben Sie vorher noch nie gehört? Wir ehrlich gesagt auch nicht. Umso überraschter waren wir nicht nur über die Bildqualität der Black Hawk 4K, sondern auch über die Art, wie sie Bodenunebenheiten aus dem Film bügelt. Der schwarze Actioncamcorder kostet gerade mal ein Drittel unseres Favoriten Sony und ist damit ein echter Preistipp. Sehr üppig fällt zudem der Lieferumfang aus: Diverse Halterungen unter anderem für Helm und Fahrrad sowie ein Unterwassergehäuse gehören zum Paket – Zubehör, das man bei GoPro teilweise auch bei Sony separat erwerben muss.

Mit Sensoren: Garmin Virb Ultra 30

Test 4K-Actioncamcorder: Garmin Virb Ultra 30
Echte Outdoor-Freaks kommen mit den zahlreichen Zusatzinfos über Sensoren an der Garmin Virb Ultra 30 voll auf ihre Kosten.

Die Garmin Virb Ultra 30 ist das perfekte Modell für echte Adrenalinjunkies wie Fallschirmspringer oder Downhiller auf zwei Rädern. Denn integrierte Sensoren erfassen diverse Parameter wie Geschwindigkeit, Distanz, Höhe und optional sogar die Herzfrequenz. Alle Daten lassen sich ins Video einblenden. Zur umfangreichen Ausstattung gehört unter anderem eine Sprachsteuerung.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutGünstigerPreisbrecherMit Sensoren
Modell Sony FDR-X3000 GoPro Hero5 Black Sony FDR-X1000 GoXtreme Black Hawk 4K Garmin Virb Ultra 30 GoPro Hero5 Session GoPro Hero4 Black Yi 4K Action Camera Ricoh WG-M2 ACME VR06 Rollei Actioncam 425 Victure 4K WIFI Ultra HD Vemico 4K Sports
Test 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero5 BlackTest Action-Cam: Sony X1000VRTest 4K-Actioncamcorder: GoXtreme Black Hawk 4KTest 4K-Actioncamcorder: Garmin Virb Ultra 30Test 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero5 SessionTest 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero4 BlackTest 4K-Actioncamcorder: Yi 4K Action CameraTest 4K-Actioncamcorder: Ricoh WG-M2Test 4K-Actioncamcorder: ACME VR06Test 4K-Actioncamcorder: Rollei Actioncam 425Test 4K-Actioncamcorder: Victure Action Kamera 4K WIFI Ultra HDTest 4K-Actioncamcorder: Vemico 4K Sports
Pro
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter optischer Bildstabilisator
  • Praktischer Kontrollbildschirm fürs Handgelenk
  • Sehr gute Bildqualität
  • Guter Bildstabilisator
  • Viele Einstell-Möglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Guter Bildstabilisator
  • Guter Preis
  • Gute Bildqualität
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • App-Steuerung
  • Sensoren für Geschwindigkeit, Höhe oder Distanz
  • Touchscreen durch Unterwassergehäuse bedienbar
  • Gute Bildqualität
  • App-Steuerung
  • Überzeugende Bildqualität
  • App-Steuerung
  • Gute Bildqualität
  • Einfache Bedienung
  • Sehr robustes Gehäuse
  • Extremer Weitwinkel
  • Sehr viel Zubehör
  • Zweiter Akku
  • App-Steuerung
  • Sehr viel Zubehör
  • App-Steuerung
  • Handgelenk-Fernbedienung
  • Akzeptable Bildqualität
  • App-Steuerung
  • Sehr viel Zubehör
  • Zweiter Akku
  • Günstiger Preis
  • App-Steuerung
Contra
  • Hoher Preis
  • App mit kleinen Schwächen
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Bildstabilisator nicht in 4K
  • Wenig Zubehör im Lieferumfang
  • Hoher Preis
  • Bildstabilisator nicht in 4K
  • App mit kleinen Schwächen
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Schlechter Ton
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Live-Vorschau der App mit Zeitversatz
  • Sprachsteuerung nur auf Englisch
  • Kein Display
  • Akku lässt sich nicht wechseln
  • Kein Display
  • Schlechter Ton
  • Kein Zubehör
  • Mäßige Bildqualität
  • Mäßige Bildqualität
  • Mäßige Bildqualität
  • Eingeschränkter Bedienkomfort
  • Bildfehler
  • Videoaufnahmen mit Schwächen
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Aus dem inzwischen reichlich unübersichtlich gewordenen Angebot haben wir nach ausgiebiger Recherche zwölf Action-Cams ausgewählt und getestet. Neben den teuren Marken-Modellen von GoPro und Sony haben wir auch eine Reihe günstiger Actioncamcorder getestet. Mit in den Vergleich aufgenommen haben wir außerdem die Sony FDR-X1000, unseren bisherigen Testsieger, den wir letztes Jahr im Test hatten.

Drei Aufgaben mussten die Kameras meistern: Eine Aufnahme bei schwachem Licht, eine unter normalen Lichtverhältnissen und eine am Fahrradlenker während einer Fahrt über ziemlich holprigen Waldboden.

Die letzte Disziplin war die wichtigste und schwierigste, schließlich wurde erst hier klar: Wie gut stecken die Kameras Schläge und Stöße weg? Wie effektiv arbeiten die Bildstabilisatoren? Und wie schnell passt sich die Automatik an die wechselnden Lichtverhältnisse an? Denn bei Action-Cams entscheidet die Qualität der Bildstabilisation oft, ob das gefilmte Material brauchbar ist oder nicht.

Die Qualität der Bildstabilisation ist entscheidend

Für den Test haben wir alle Action-Cams auf einer Latte montiert, die am Fahrradlenker angebracht wurde. Sowohl die Latte als auch die Kameras mussten absolut fest sitzen, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Die gewaltigen Stöße der unebenen Piste wurden lediglich von der Federgabel des Vorderrades etwas abgemildert.

Zwölf auf einen Streich (von links): Vemico 4K Sports, Rollei Actioncam 425, GoXtreme Black Hawk 4K, Garmin Virb Ultra 30, GoPro Hero4 Black, Ricoh WG-M2, Sony FDR X3000, Yi 4K Action Camera, GoPro Hero5 Black, ACME VR06, GoPro Hero5 Session, Victure 4K Ultra HD.

Nachdem sich die vier besten Modelle herauskristallisiert hatten, durften diese gemeinsam noch einmal den Testparcours meistern. Im dritten Durchgang absolvierten die GoPro Hero5 Black und das günstigste Modell, der Vemico 4K Sports, die Strecke. Die GoPro filmte diesmal mit 2.704 x 1.520 Pixeln (2,7K), weil die Videostabilisierung bei der GoPro nicht für 4K verfügbar ist. Das 55-Euro-Modell von Vemico sollte im direkten Vergleich zeigen, ob sich der Aufpreis um mehrere hundert Euro für die Spitzenmodelle tatsächlich lohnt.

Wozu eine Action-Cam?

Klassischer Camcorder, Smartphone, Tablet – sie alle können heutzutage filmen und liefern brauchbare Ergebnisse. Wozu braucht man dann noch eine neue Gerätegattung, um Bewegtbilder festzuhalten? Zumal Action-Cams keinen Zoom bieten, sondern lediglich unterschiedliche Weitwinkeleinstellungen.

Die Antwort ist einfach: Actioncamcorder sind für Sportaufnahmen konzipiert, für Szenarien, bei denen herkömmliche Camcorder oder eben auch Smartphones den Kürzeren ziehen. Weil unter Wasser gefilmt wird, es auch mal richtig schmutzig werden kann und die Geräte extremen Schlägen und Stößen ausgesetzt sind. Außerdem sind Action-Cams so konstruiert, dass sie sich problemlos in den unterschiedlichsten Situationen bombenfest montieren lassen.

Eine Besonderheit ist außerdem ihr extremer Weitwinkel. So kann man verblüffende Panoramen filmen. Allerdings kommt es vor, dass Bilder gekrümmt werden, senkrechte Linien erscheinen im Film dann gebogen. Dieses Manko lässt sich in der Nachbearbeitung mit passender Schnittsoftware jedoch beheben.

Sportaufnahmen sind die Paradedisziplin von Action-Cams

Wer sich eine Action-Cam mit 4K-Auflösung zulegt und in dieser auch filmen will, sollte allerdings einen flotten Rechner besitzen. Auf alten Mühlen kann man das Material noch nicht mal abspielen. Zum Nachbearbeiten sollten es mindestens ein Intel i5 mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine leistungsfähige Grafikkarte sein, zudem sind flotte SSD-Festplatten zu empfehlen.

4K-Material belegt unheimlich viel Speicher, für zehn Minuten fallen rund zehn Gigabyte an. Auch wer seinen Film nur in Full-HD-ausspielen will, profitiert davon, in 4K zu filmen. Schließlich kann man bis zu 200 Prozent in Aufnahmen hereinzoomen und damit schöne Ausschnittsvergrößerungen vornehmen, ohne dass die Bildqualität leidet.

Test Action-Cam: Sony FDR-X3000R

Für uns die Beste: Sony FDR-X3000

Im Einheitsbrei der Action-Cams ist die Sony FDR-X3000 schon optisch eine Besonderheit: Hier wurde nicht das GoPro-Gehäuse imitiert, sondern ein ganz eigenständiges Design entwickelt. Das weiße Modell sieht aus wie ein klassischer Camcorder im Miniatur-Format.

Testsieger: Sony FDR-X3000

Der optische Bildstabilisator des Sony FDR-X3000 ist der Konkurrenz deutlich überlegen.

Mit 114 Gramm wiegt die Sony etwas mehr als eine Tafel Schokolade. Gewicht und Bauform erlauben es, mit der Sony auch problemlos aus der freien Hand zu filmen. Der Akku zum Wechseln befindet sich links in einem seitlichen Fach, an das man nach dem Lösen eines Arretierschalters leicht herankommt.

Rückseitig sitzen ein HDMI- sowie ein Mikrofonausgang und ein Micro-USB-Anschluss, über den die Actioncam auch geladen wird. Die FDR-X3000 zeichnet sowohl auf SD- als auch auf Speicherkarten vom Typ Memory Stick Micro auf. Nachteil: Das Speicherkartenfach versteckt sich auf der Unterseite. Ist das Gerät irgendwo befestigt, muss es zum Wechseln der Karte erst abgebaut werden.

Einzigartig: Ein mobiles Display

Direkt an der Cam verzichtet Sony auf einen farbigen Touchscreen. Hier sitzt lediglich ein kleines Monochromdisplay, Navigation und Steuerung erfolgen über fünf Tasten. Das Menü ist logisch unterteilt in die zentralen Bereiche Modus, Einstellungen und Wiedergabe. Nach wenigen Augenblicken hat man raus, wo man was findet.

Auf dem Bildschirm geben zahlreiche Symbole Auskunft über alles Wesentliche wie Akku-Restzeit, die noch verbleibende Aufnahme-Dauer oder die gewählte Auflösung. Über das Menü lassen sich Helligkeit, Weißabgleich und die Farben anpassen. Während es Sinn macht, sich dauerhaft für kräftige Farben zu entscheiden, sollte man die anderen Einstellungen der Automatik überlassen. Sie macht ihre Aufgabe gut und es ist einfach zu umständlich, hier permanent Änderungen vorzunehmen.

Mit dem Display am Handgelenk hat man immer im Blick, was die Kamera filmt

Eine Besonderheit und einzigartig im Bereich der Action-Cams ist Sonys so genannte Live-View-Fernbedienung. Sie ist mit 47,8 x 52,6 x 19 Millimetern und einer Bildschirmdiagonalen von 3,8 Zentimetern ungefähr so groß wie eine Smartwatch und wird in ein mitgeliefertes Armband eingeklipst. Das könnte gerne flexibler sein, einmal angelegt sitzt es jedoch fest am Handgelenk.

Ist das WLAN an Action-Cam und Fernbedienung aktiviert, koppeln sich beide Geräte automatisch und das Live-Bild der Cam wird auf das Display übertragen. So hat man immer im Blick, was die Kamera filmt.

Im Alltag erweist sich diese Art des Filmens als äußerst komfortabel. Egal wie man die Kamera auch hält, in welcher Position sie sich befindet: Mit einem Blick auf das kleine Display kann man die Objekte vor der Linse stets gut erkennen, auch wenn im Sonnenlicht die Leuchtkraft etwas höher sein könnte.

Steht die FDR-X3000 auf einem Stativ oder legt man sie auf den Boden, kann man sich entfernen und den kleinen Camcorder dennoch steuern und das Bild kontrollieren. Im Test klappte diese störungsfreie Übertragung problemlos über eine Distanz bis ungefähr 25 Meter, und das sogar ohne spürbare Zeitverzögerung.

Die Live-View-Fernbedienung des Sony FDR-X3000 wird bequem am Handgelenk getragen.

Das Menü der Fernbedienung ist genauso aufgebaut wie das der Action-Cam, alle Menüpunkte sind identisch, sodass man sich auf Anhieb zurecht findet. Die Bedienung erfolgt über seitliche Tasten, alle Parameter des Camcorders können jetzt über das Handgelenk verändert werden. Um Details über Akkuzustand (Bildschirm und Action-Cam), Auflösung oder Aufnahmedauer zu erhalten, genügt ein Blick auf das Display. Bei aktivierter Filmaufnahme leuchtet das Lämpchen neben dem großen REC-Button rot.

Insgesamt beschert die Live-View-Fernbedienung beim Filmen ein völlig neues Gefühl der Freiheit und mehr Flexibilität. Im Test hielt der Akku des Handgelenk-Bildschirms allerdings keine zwei Stunden durch.

Das ist ein Problem, wenn bei der FDR-X3000 mehrere Akkus für lange Filmdrehs zum Einsatz kommen – dann muss die Live-View-Fernbedienung zwischenzeitlich aus dem Verkehr gezogen und aufgeladen werden. Auch wer sich für Unterwasseraufnahmen interessiert, muss sie ohne Kontrollbildschirm durchführen, weil die kabellose Datenübertragung unter Wasser nicht funktioniert.

Optional bietet Sony die FDR-X3000 auch in einem Paket mit Mehrzweck-Griff an. Dann lässt sich das Display mit einer Halterung aus Kunststoff direkt an der Rückseite  befestigen.

Bester Bildstabilisator

In einer Disziplin, die für eine Action-Cam elementar ist, kann der FDR-X3000 kein Mitbewerber das Wasser reichen: Der Bildstabilisator ist einfach spitze.

Sony hat erstmals einen optischen Bildstabilisator in einem Camcorder dieser Größe verbaut. Der gesamte Strahlengang ist dabei als schwebende Einheit konstruiert. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen, wie unser Testvideo zeigt. Links ist immer die Sony zu sehen, rechts im Vergleich dazu abwechselnd die GoPro Hero5 Black, die Garmin Virb Ultra 30 und die GoXtreme Black Hawk 4K.

Unsere Testfahrt über die sehr holperige Teststrecke sieht bei der Sony so aus, als würde das Fahrrad schweben. Außer kleinen Rucklern bringt die Aufnahme wenig aus dem Tritt – einfach fantastisch. Selbst die steile Passage, die von Steinen und Schlaglöchern übersät ist, schluckt der Bildstabilisator beeindruckend weg.

Als würde man schweben: Der Bildstabilisator ist fantastisch

Allerdings sind ganz unten in der Aufnahme Bildfehler zu erkennen, wenn die vielen Steine ein unschönes Flirren verursachen. Dann werden Kanten nicht sauber dargestellt. Bei schnell wechselnden Passagen zwischen Licht und Schatten reagiert die Automatik recht flott und passt die Bildhelligkeit ohne große Verzögerung an.

Hier nochmal das Video der Sony ohne Split-Screen, mit zwei Standaufnahmen bei Tageslicht und in der Abenddämmerung am Ende:

Die Schärfe und die Detailfreudigkeit der Aufnahmen sind sehr gut, das trifft auch auf die Farbnatürlichkeit zu. Filme im 4K-Modus sind sehr fein gezeichnet. Selbst bei schwachen Lichtverhältnissen im Freien neigt die Sony nur zu minimalem Bildrauschen. Unschöne Verzerrungen sind nicht erkennbar, obwohl die FDR-X3000 bei Aufnahmen mit der höchsten Auflösung nur im Weitwinkelmodus filmen kann. Ansonsten stehen auch die Optionen »mittel« und »nah« zur Verfügung. Zeitlupen mit 120 Bildern in Full-HD-Auflösung gelingen angenehm flüssig.

Ton top, App mit Schwächen

Positiv hervorzuheben ist die – für eine Action-Cam – erstaunlich gute Tonqualität. Sie leidet jedoch erheblich, wenn das Unterwassergehäuse zum Einsatz kommt, das Tauchgänge bis 60 Meter Tiefe erlaubt und zum Lieferumfang gehört. Standardmäßig ist die Cam spritzwassergeschützt.

Über die »Play Memories Mobile«-App kann man die FDR-X3000 auch von Android- und Apple-Smartphones fernsteuern. Die drahtlose Verbindung wird blitzschnell über einen QR-Code aufgebaut. Auch der Weißabgleich und die Helligkeit können über das Smartphone angepasst werden. Problem: Bei schnellen Bewegungen des Camcorders kommt die Darstellung des Live-Bildes in der App nicht immer hinterher. Auch der Zugriff auf die Aufnahmen gelingt nur bedingt, hier kommt es bei 4K-Filmen immer wieder mal zu kurzen Hängern.

Grundsätzlich klappt die Bedienung des Sony FDR-X3000 per App gut, allerdings ist das Live-Bild bei schnellen Bewegungen teilweise leicht zeitversetzt.

Gibt es Nachteile?

Bei einem Actioncamcorder dieser Preisklasse und mit diesem Funktionsumfang erwartet man mehr Detailinformationen als nur einen simplen, wenig aussagekräftigen Beipackzettel. Auch die Download-Version ist ziemlich lieblos gestaltet.

Hitzeprobleme, die ein vorübergehendes Ausschalten der FDR-X3000 erforderlich machen, sind ebenfalls ein Schwachpunkt, der gelegentlich auftritt.

Etwas nervig erwies sich im Test, dass man nicht eindeutig weiß, wie herum die Speicherkarte eingesetzt werden muss. Erst ein blinkendes Symbol signalisiert im Statusdisplay, dass die Karte falsch herum eingelegt wurde.

Besitzer einer Action-Cam im weit verbreiteten GoPro-Format kommen zudem in den Genuss von mehr Befestigungsmöglichkeiten und einem größeren Zubehör-Sortiment.

Sony FDR-X3000: Das sagen die anderen

Beim Fachmagazin Videoaktiv ist der Sony FDR-X3000 als Testsieger hervorgegangen. Autor Joachim Sauer lobt die ruhigen und verwackelungsfreien Aufnahmen (Ausgabe 01/2017):

»Bei der Bildstabilisierung ist Sony der Boss, und das leicht reduzierte Weitwin­kel tut dem Bild gut. Zusammen mit einer ausgewogenen Bildsteuerung liefert die X 3000 das beste Bild im Actioncam-Segment.«

Artefakte konnte der Tester weder im 100-Megabit-Modus noch in dem mit 60 Megabit entdecken. Kritik gibt es hingegen an der regelmäßigen Zwangspause:

»Besonders lästig: Nach 50 Minuten beendet die X 3000 bereits  die Aufnahme und muss erst einige Minuten abkühlen, ehe sie sich wieder in Aufnahme versetzen lässt und dem Akku noch mal für gute 10 Minuten Saft entnimmt.«

Von der Stiftung Warentest erhielt die Sony die Gesamtnote »Gut« (2,4) und wurde ebenfalls zum Testsieger gekürt. Positiv hervorgehoben werden die geringen Verwacklungen, die annehmbare Bildqualität bei wenig Licht und Gegenlicht, der gute Ton sowie die kurze Startzeit.

Dennoch empfehlen die Tester den Vorjahressieger Sony X1000, da der günstiger ist und bei wenig Licht besser zurecht kommt.

Alternativen

Die Sony FDR-X3000 ist unser Favorit, doch wer beim Bildstabilisator Abstriche in Kauf nehmen kann, für den gibt es interessante – und vor allem auch günstigere – Alternativen.

Auch gut: GoPro Hero5 Black

Test 4K-Actioncamcorder: GoPro Hero5 Black
Die Sprachsteuerung der GoPro Hero5 Black vereinfacht die Bedienung enorm.

Die GoPro Hero5 Black ist das neueste Modell aus dem Hause des Action-Cam-Erfinders. Das Gehäuse steckt jetzt in einem leichten Aluminium-Korpus, das bis zehn Meter wasserdicht ist. Neu ist das fest verbaute Touch-Display, das es beim Vorgänger Hero4 nur als optionales Zubehör gab.

Über Wischbewegungen oder durch längeren Druck auf den Bildschirm gelangt man zu den einzelnen Menüpunkten. Individuelle Einstellmöglichkeiten bietet die GoPro in Hülle und Fülle. Praktisch: Wird der rote Knopf auf der Oberseite gedrückt, schaltet sich die Hero5 Black an und startet sofort mit der Aufnahme.

Der besondere Clou der Hero5 ist aber die Sprachsteuerung. Gleich zwölf Befehle stehen zur Verfügung. So lassen sich Video-, Serienbild- und Zeitrafferaufnahmen starten oder stoppen, der Videomodus wechseln oder die Kamera ausschalten. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man die Action-Cam zum Beispiel auf dem Helm trägt.

Im Test klappte das vorzüglich, selbst bei starkem Wind und Umgebungsgeräuschen. Möchte man sich für die Nachbearbeitung eine besondere Stelle merken, so genügt der Befehl »GoPro HiLight«. Speziell wenn die Actioncam am Fahrradhelm montiert ist, genießt man die Option der Sprachsteuerung sehr.

Bei der Bildqualität spielt die Hero5 auf dem Niveau der Sony FDR-X3000. Die Schärfe ist super, die Farben passen, der Kontrast ist exzellent. Allerdings kann der elektronische Bildstabilisator nicht mit dem optischen der Sony mithalten. Zudem ist die Videostabilisierung nicht für 4K-Aufnahmen und Bildraten mit mehr als 60 Bildern pro Sekunde verfügbar. Eine Stabilisierung kann man natürlich gegebenenfalls auch in der Postproduktion am Rechner vornehmen. So gute Ergebnisse wie der optische Bildstabilisator der Sony bekommt man damit aber nicht.

Auch mit aktiviertem Stabilisator wirkte die Testfahrt auf dem Fahrrad unruhiger als mit der Sony, die unebene Piste blieb jederzeit im Bild sichtbar.

Unsere Vergleichsvideos haben wir mit allen Kameras in 4K aufgenommen – daher ohne Bildstabilisierung bei der GoPro Hero5 Black:

Das Flirren der Steine, das bei der X-3000 schon negativ auffiel, verstärkt sich bei der GoPro leider noch. Bei hohem Tempo ist die untere Bildkante unsauber, hier machen sich Bildfehler bemerkbar. Die Akkulaufzeit mit anderthalb Stunden ist dafür rund 30 Minuten länger als bei der Sony.

Tonmäßig kann die Hero5 Black dann wieder punkten. Sie schaltet auf Wunsch automatisch zwischen dem Stereo- und dem Windgeräuschreduktionsmodus um. Auf dem Fahrrad montiert schaffte es die GoPro erstaunlich gut, zwischen den drei Mikrofonen das auszuwählen, das dem Wind gerade am wenigsten ausgesetzt ist.

Über die »Capture«-App verbinden sich Smartphones und Tablets mit der GoPro. Die App ist ausgereift und läuft stabil, Mobilgeräte lassen sich aufgrund der nahezu verzögerungsfreien Bildübertragung sehr gut als Kontrollmonitor verwenden.

Über das Menü ist alles einstellbar, was die Ingenieure der GoPro an Features spendiert haben: Unter anderem Blende, Farbe, ISO-Zahl, Schärfe, Auflösung, Videostabilisierung, Weißabgleich, bis zu 120 Bilder pro Sekunde für Zeitlupenaufnahmen und sogar das RAW-Format für Fotos, das in der Nachbearbeitung deutlich mehr Freiraum und bessere Bildqualität liefert. Der Punkt bei der App-Steuerung geht also eindeutig an die Hero5 Black.

Damit ist die Hero5 Black eine gute Alternative für alle, die auf Bildstabilisierung in 4K verzichten können und die Kamera am liebsten freihändig per Sprache steuern möchten.

Günstiger: Sony FDR-X1000

Test Action-Cam: Sony X1000VR
Das Vorjahresmodell ist deutlich günstiger, hat aber keinen so guten Stabi.

Die Sony FDR-X1000 ist der Vorgänger unseres neuen Testsiegers und war bislang unser Favorit. Sie überzeugte im letzten Test mit toller Bildqualität, bei wenig Licht liefert sie sogar noch bessere Ergebnisse als die FDR-X3000.

In der Bedienung ist sie fast identisch mit ihrem Nachfolger, auch ein Live-View-Monitor fürs Handgelenk ist optional erhältlich.

Der große Unterschied zwischen den beiden Modellen ist der Bildstabilisator: Bei der X1000 arbeitet der rein elektronisch. Das hat den Nachteil, dass er wie bei der GoPro nur funktioniert, wenn man in HD filmt. Dann liefert er aber sogar noch bessere Ergebnisse als die GoPro.

Wer auf Bildstabilisierung in 4K verzichten kann und lieber weniger Geld ausgeben möchte, für den ist die FDR-X1000 nach wie vor eine sehr gute Wahl.

Preisbrecher: GoXtreme Black Hawk 4K

Test 4K-Actioncamcorder: GoXtreme Black Hawk 4K
Die GoXtreme Black Hawk 4K bietet ein ordentliches Bild zum fairen Preis.

Wer noch weniger ausgeben will, für den ist die GoXtreme Black Hawk 4K das Richtige: Für deutlich weniger als 200 Euro ist sie unser absoluter Preistipp.

Die Action-Cam wird mit Unterwassergehäuse und jeder Menge Zubehör geliefert, um die Kamera am Fahrrad, am Helm oder auch am Surfbrett zu montieren. Für all das muss man bei GoPro und Sony zusätzlich Geld ausgeben, was die GoXtreme preislich noch attraktiver macht.

Verzichten muss man auf einen Touchscreen, das ist allerdings zu verschmerzen, denn die Bedienung über zwei seitliche Menütasten ist einfach, der farbige Bildschirm zudem gut ablesbar.

Im 4K-Modus filmt die Cam mit 30 Bildern pro Sekunde. Bei Tageslicht arbeitet sie feinste Details heraus, so zeigt sie von einer Asphaltdecke beispielsweise jeden Pickel und noch so kleinen Stein. Mitunter neigt die GoXtreme dazu, in sehr sonnigen Passagen zu überschärfen, dann sollte man vom Modus »Superfein« in »Fein« oder »Normal« wechseln.

Auch die Schärfe lässt sich in drei Stufen einstellen, außerdem kann man unter anderem an der ISO-Zahl, der Belichtung sowie an der Helligkeit Hand anlegen. Farben und Kontrast sind gut, auch in dunkler Umgebung ist die Hawk 4K noch zu gebrauchen, hier besteht allerdings die Gefahr, dass ein leichtes Rauschen sichtbar wird.

Die steinige Buckelpiste mit dem Fahrrad hat die GoXtreme ordentlich gemeistert, wobei sie nicht alle Unebenheiten wegbügelt. Bei hoher Geschwindigkeit verschluckt sie teilweise einige Details, zudem bekommen die Aufnahmen bei starken Erschütterungen mitunter einen leichten Rolleffekt.

Zum Fernsteuern eignet sich die für iOS und Android erhältliche App »GoAction«. Das WLAN an der Black Hawk wird durch einen zwei Sekunden langen Druck auf die obere Taste aktiviert, die anschließende Verbindung gelingt zuverlässig, nachdem das entsprechende WLAN-Passwort auf dem Mobilgerät eingetippt wurde. Das Live-Vorschaubild wird bei schnellen Bewegungen mit kleiner Verzögerung angezeigt. Ansonsten bietet die App Zugriff auf zahlreiche Einstellungen und ermöglicht eine komfortable Steuerung der Cam vom Smartphone aus.

Was schade ist: Schon nach weniger als einer Stunde macht der Akku der GoXtreme schlapp. Auf längeren Touren ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen zweiten Akku im Gepäck zu haben.

Nur wenn Sie zusätzlich auch auf einen guten Ton Wert legen, müssen Sie auf eine unserer anderen Empfehlungen zurück greifen – die Tonqualität der GoXtreme ist nämlich bescheiden.

Mit Sensoren: Garmin Virb Ultra 30

Test 4K-Actioncamcorder: Garmin Virb Ultra 30
Echte Outdoor-Freaks kommen mit den zahlreichen Zusatzinfos über Sensoren an der Garmin Virb Ultra 30 voll auf ihre Kosten.

Garmins Virb Ultra 30 legen wir allen ans Herz, die im Outdoor-Einsatz nicht nur Videos und Fotos, sondern auch zusätzliche Werte wie Höhe, Geschwindigkeit, Distanz und sogar die Herzfrequenz messen und festhalten möchten. Die Cam ist sehr gut verarbeitet und der Touchscreen ist sogar unter Wasser durch das Unterwassergehäuse präzise bedienbar.

Das Hauptmenü ist durch farbige Symbole klar strukturiert. Sind die »Profi-Einstellungen« aktiviert, lassen sich diverse Bildparameter wie Belichtung, ISO-Zahl und Helligkeit anpassen. All das klappt intuitiv. Mit dem Befehl »OK, Garmin« lässt sich sogar die Sprachsteuerung aktivieren. Hier stehen zwar nicht so viele Kommandos wie bei der GoPro bereit, allerdings lassen sich auch Aufnahmen und Fotos per Stimme realisieren: »Remember That« beauftragt die Garmin, ein Lesezeichen während der Aufnahme im Video zu setzen.

Die Befehle stehen leider nur auf Englisch zur Verfügung, die Menüsprache kann hingegen auf Deutsch eingestellt werden.

Über GPS und integrierte Sensoren speichert die Virb Ultra 30 zahlreiche Parameter wie Geschwindigkeit, Höhe, Distanz, Ausrichtung, Neigung oder Zeiten in der Luft. Optionale Sensoren erfassen auch Herz- und Trittfrequenz, Leistungsabgabe in Watt oder Temperatur. Über Garmins »Virb Mobile«-App oder die »Edit Software« lassen sich die Daten später mit Grafiken im Video anzeigen. Interessant zu sehen, wie schnell man mit dem Bike an einer bestimmten Stelle war und wie schnell das Herz bei einem waghalsigen Sprung schlug.

Die Bildstabilisierung der Garmin arbeitet nicht auf allerhöchstem Niveau, da er nicht in der höchsten Auflösung zur Verfügung steht.  Wird es zu hektisch und wild, fängt die Aufnahme zu pumpen an.

Ingesamt zeichnet die Virb Ultra 30 ihr Bild recht weich, ohne zu überschärfen. Wird in Full-HD-Auflösung gefilmt, stehen neben dem breiten Bildbereich ein 1,5- bzw. 2-facher Zoom bereit, um einen engeren Sichtbereich aufzunehmen. Die Akkulaufzeit ist mit rund 100 Minuten in Ordnung.

Auch Garmin bietet eine eigene App zur Fernsteuerung der Actioncam per WLAN an. Die Zahl der Einstell-Möglichkeiten fällt üppig aus, allerdings baut sich das Bild der Live-Vorschau mit erheblichem Zeitversatz auf, was den Spaß und den Bedienkomfort erheblich beeinträchtigt.

Außerdem getestet

Komplette Totalausfälle gab es in unserem Testfeld nicht, selbst die günstigsten Geräte können für den ein oder anderen interessant sein –aber nur, wenn man Kompromisse eingehen kann, denn gerade bei den ganz günstigen Kameras bleibt die Bildqualität doch weit hinter der unserer Empfehlungen zurück. Hier beispielhaft das Testvideo der Vemico 4K Sports:

GoPro Hero5 Session

Die GoPro Hero5 Session ist super kompakt und gut verarbeitet. Ein Display zum Kontrollieren des Bildausschnitts gibt es allerdings nicht. Hier liefert die App wertvolle Dienste für die Fernsteuerung per Smartphone oder Tablet-PC. Die Bedienung über lediglich zwei Tasten ist gewöhnungsbedürftig und wenig komfortabel. Die Videoqualität des Winzlings ist gut. Leider ist der Akku fest verbaut, eine Ladung hält maximal 100 Minuten durch. Frischen Saft unterwegs kann höchstens eine Powerbank liefern.

GoPro Hero4 Black

GoPros Hero4 Black ist schon länger auf dem Markt. Ihre filmerischen Qualitäten sind weitgehend identisch mit der des Nachfolgers Hero5 Black: super scharf und farbecht. Im Gegensatz zum neuen Modell hat die Hero4 Black aber keine Bildstabilisierung und das Touchscreen-Display muss man für die Action-Cam zusätzlich erwerben. Die Bedienung erfolgt über Tasten und einen kleinen Statusmonitor an der Front, das ist umständlich, wenn man häufiger Änderungen an den Einstellungen vornehmen möchte.

Yi 4K Action Camera

Die Yi 4K Action Camera hinterließ im Test einen mehr als soliden Eindruck. Die Bedienung über den Touchscreen ist komfortabel, das Objektiv besteht aus sieben Schichten Glaslinsen. An der Bildqualität gibt es wenig zu meckern, nur bei schlechten Lichtverhältnissen fangen die Aufnahmen zu rauschen an. Der Ton hingegen ist bescheiden, die Windgeräusche beim Radfahren hören sich an, als befände man sich mitten in einem Orkan. Die Kamera-App bietet einen großen Funktionsumfang. An der Yi sitzt lediglich eine Micro-USB-, aber keine HDMI-Buchse. Das Zubehör ist minimalistisch: Akku, USB-Kabel, das war’s.

Ricoh WG-M2

Aus dem optischen Einheitsbrei der Actioncamcorder sticht die Ricoh WG-M2 wohlwollend heraus. Die Cam liegt gut in der Hand, der kleine Bildschirm dient allerdings lediglich der Kontrolle und der Bedienung. Wird im 4K-Modus gefilmt, so steht ausschließlich der extreme Weitwinkel mit 204 Grad zur Verfügung. Der ermöglicht schöne Panoramaaufnahmen, jedoch sind diese stark gewölbt und die Schärfe leidet. Soll die Ricoh zum Tauchen eingesetzt werden, muss lediglich der mitgelieferte Unterwasservorsatz montiert werden.

ACME VR06

Mehr Ausstattung als bei der ACME VR06 geht kaum. Ein separates Ladegerät und ein zweiter Akku gehören ebenso zum Lieferumfang wie unzählige Halterungen, Klemmen, Adapter und ein Unterwassergehäuse. Die Bedienung erfolgt über drei Tasten, der Kontrollbildschirm weist eine gute Schärfe auf. In unserem Modell saß der Akku nicht ganz fest und klapperte im Inneren. Je weniger Licht zur Verfügung stand, desto stärker waren die Bilder verrauscht. Auch bei Tageslicht kann die Detailauflösung nicht überzeugen. Eine App-Steuerung per WLAN ist möglich.

Rollei Actioncam 425

Wer sich die Rollei Actioncam 425 zulegt, kann sich über ein riesiges Zubehörpaket freuen. Handgelenk-Fernbedienung, Unterwasser-Schutzgehäuse mit zwei austauschbaren Rückwenden und diverse Halterungen und Adapter gehören dazu. Ebenso lässt sich die Rollei per App steuern. Das farbige Display ist nicht berührungsempfindlich, durch das Menü wird über zwei seitliche Druckknöpfe navigiert. Sogar im Hellen sind Aufnahmen leicht verrauscht, bei schnellen Kamerafahrten verschluckt die Cam einige Details.

Victure 4K WIFI Ultra HD

Das Display ist nicht überragend, die Bedienung etwas fummelig – abgesehen davon ist die Victure Action Kamera 4K  ein echtes Schnäppchen. Denn mit Abstrichen kann sie für ein Modell weit unterhalb der 100-Euro-Marke bildtechnisch überzeugen. Die Schärfe ist passabel und die Farben wirken natürlich. Die leichte Verzerrung lässt sich in der Nachbearbeitung beheben. Von der Bildstabilisierung darf man natürlich keine Wunder erwarten. Über WLAN lassen sich Videos auf Smartphones und Tablets übertragen.

Vemico 4K Sports

Die Vemico 4K Sports schärft ihre Aufnahmen am Tag extrem, das macht sich besonders an Kanten unschön bemerkbar. Bei schnellen Bewegungen und Fahrten kommt die Elektronik der Cam nicht mehr richtig mit, das Bild rollt und Details verschwinden. Für ein paar ruhige Schnappschüsse ohne höchste Ansprüche ist das Modell für diesen Preis allerdings durchaus zu gebrauchen. Ein zweiter Akku und jede Menge Zubehör versüßen die Kaufentscheidung, eine App-Steuerung per WLAN ist vorgesehen.

Kommentare

17 Kommentare zu "Die beste Action-Cam"

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Go pro

Alex Fragen Hilft… Sony vor GoPro

Und die sjcam sj4000?

Beste

ich habe die rollei 425 und bin sehr zufrieden damit

Kann ich mich nur anschließen 😉

Die beste Action Cam sticht in Weiß heraus und steht eh schon ganz vorn 😉

Ist die Sony 3000 wirklich so klasse?

Kristin Pochadt, hier kannste mal nach schauen

Gopro Hero 5

Nina schau mal … eine Entscheidungshilfe

Axel Siekmann

Die GoPro hat 4x Plus (Sony nur 3) ist billiger und dennoch auf Platz 2.

GoPro all the way!

Dass die Sony vorne ist ist klar. Der Preis macht es dann doch aus.
Dass ihr aber sogar noch die billige goExtreme vor die Yi 4k setzt kann ich absolut nicht nachvollziehen. Die Yi ist auf dem abbildingsniveau der gopro5 Black. Jeder Videoblogger aud YouTube ist begeistert von der Yi und empfiehlt diese ohne Umschweife
Sound ? Naja…wer’s braucht…grandios ist die GoPro da auch nicht. Und beim Zubehör geizen beide.

Die besten Videos kriegt man eh nur wackelfrei mit einem Gimbal hin (zumindest wenn man nicht die Sony besitzt)… Und dann wird es direkt schweineteuer.

Wir schwören auf unsere GoPro Hero 5 Black

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