Action-Cam Test: Actionscams Oktober2021 Aufmacher
test
Letztes Update: 29.10.2021

Die beste Action-Cam

Wir haben 42 Action-Cams getestet. Die beste für die meisten ist die GoPro Hero10 Black. Sie begeistert durch eine optimierte Bewegungsglättung, eine tolle Bildqualität, mannigfaltige Einstellmöglichkeiten und Sprachsteuerung, außerdem bietet sie hohe Auflösungen und Bildraten sowie ein Frontdisplay.

Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 29. Oktober 2021

Wir haben sechs neue Action-Cams getestet. Die GoPro Hero10 Black verdrängt ihre Vorgängerin GoPro Hero9 Black als Testsieger. Ganz knapp dahinter landet die neue DJI Action 2. Und auch die winzige Insta360 Go 2 hat sich eine Empfehlung verdient. Die GoPro Hero9 Black und die DJI Action sind nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

12. März 2021

Mit der Insta360 One X2 haben wir eine neue Kamera getestet. Sie ist eine neue Empfehlung für alle, die qualitativ hochwertige 360-Grad-Videos drehen möchten. Unsere ehemalige Empfehlung GoXtreme Phantom 4K musste dafür ihren Platz in unseren Empfehlungen räumen und ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

2. Oktober 2020

Wir haben die neue GoPro Hero9 Black getestet. Sie schiebt sich knapp vor unseren bisherigen Spitzenreiter, die Hero8 Black.

7. August 2020

Wir haben vier zusätzliche Action-Cams getestet. Unser neuer Testsieger ist die GoPro Hero8 Black. Zudem haben wir mit der Insta360 ONE R ein hochinteressantes Modell mit 360-Grad-Funktion getestet, zur Empfehlung reicht es bei ihr aber nicht.

20. Februar 2020

Mit der GoXtreme Black Hawk+ 4K haben wir eine neue Empfehlung für Sparfüchse.

7. Februar 2020

Mit der GoXtreme Manta 4K haben wir eine neue Action-Cam getestet. Für eine Empfehlung hat es allerdings nicht gereicht.

13. Dezember 2019

Wir haben die neue GoXtreme Phantom 4K in unseren Test aufgenommen. Sie hat sich wacker geschlagen – vor allem für ihren günstigen Preis – und verdient sich damit eine Empfehlung.

31. Mai 2019

Mit der brandneuen DJI Osmo Action haben wir eine weitere Empfehlung. Nicht nur aufgrund des zweiten Displays und der sehr guten Videostabilisierung macht sie der GoPro Hero7 Black künftig das Leben schwer.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Während das Segment der klassischen Camcorder seit Jahren rückläufig ist, entwickeln sich die Action-Camcorder gegen den Trend: Die kompakten Modelle für Outdoor-Freaks boomen. Egal, ob am Fahrradlenker, am Motorrad, unter Wasser oder auf dem Skihelm, die Einsatzszenarien für Action-Cams sind vielfältig.

Wir haben insgesamt 42 Action-Cams für Sie getestet, 28 davon sind aktuell noch erhältlich. Die getesteten Action-Cams waren fast ausschließlich 4K-Modelle, die Videos in UHD-Auflösung, also mit 3.840 x 2.160 Pixeln, aufzeichnen können. Denn alle Action-Cams nehmen sehr weitwinklig auf und manche haben nicht einmal einen Sucher, deshalb ist es für gute Ergebnisse oft nötig, den Bildausschnitt nachträglich zu korrigieren. Filmt man in 4K, kann man das Bild ohne Qualitätsverlust croppen, wenn das Endergebnis HD sein soll.

Neben den teuren Top-Kameras von GoPro und Sony haben wir auch günstige No-Name-Modelle mit in den Test genommen. Die spannende Frage: Ist nur teuer wirklich gut oder können auch die preiswerten Geräte mit den teuren Markenmodellen mithalten?

Die Antwort: die meisten nicht. Vor allem von Modellen für weniger als 100 Euro sollten Sie die Finger lassen. Aber es gibt auch Schnäppchen, die sich sehen lassen können.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

GoPro Hero10 Black

Test Action-Cam: GoPro Hero10 Black
Mit extrem gutem Bildstabilisator, toller Bildqualität, Sprachsteuerung, Front-Display und hohem Bedienkomfort, ist die GoPro Hero10 Black der Branchenprimus.

Die GoPro Hero10 Black setzt sich ganz knapp an die Spitze und ist aktuell die beste Action-Cam. Sie bietet ein sehr gutes Bild, gleicht starke Bewegungen – etwa auf dem Fahrrad – mehr als beachtlich aus und schnürt insgesamt ein überzeugendes Gesamtpaket. Dazu gehören ein hoher Bedienkomfort, die Steuerung per Smartphone und ein ordentlicher Ton. Außerdem ist die Cam ohne Zusatzgehäuse bis zu zehn Meter Tiefe wasserdicht. Die neue Action-Cam reagiert einen Tick schneller als das Vorgängermodell, außerdem hat sie bei den Auflösungen 4K und 2.7K die Bildwiederholrate verdoppelt.

Auch gut

DJI Action 2

Test Action-Cam: DJI Action 2
Mit modularem Konzept geht die DJI Action 2 einen völlig neuen Weg. Sie begeistert ebenfalls bezüglich ihrer hervorragenden Videos und der guten Bildstabilisierung.

Bei der DJI Action 2 handelt es sich um einen hochwertigen, winzigen Kamerawürfel. Durch das modulare Konzept dockt man wahlweise einen zweiten Bildschirm oder einen zusätzlichen Akku an. Der Kamera-Klotz ist bis zu 10 Meter wasserdicht und liefert erstklassige Videos, die super stabilisiert sind. Außerdem sammelt die DJI-Cam für ihre Verarbeitung (das Gehäuse besteht aus Metall) und den hohen Bedienkomfort viele Pluspunkte. Aufnahmen mit 4K und 120 Vollbildern sind möglich.

Super Stabilisation

Sony FDR-X3000

test: Die beste Action-Cam – 71GT5DHWwZL. SL1500 1
Ihr optischer Bildstabilisator ist vielen anderen Action-Cams deutlich überlegen.

Die Sony FDR-X3000 ist zwar nicht mehr taufrisch, hat aber eine Besonderheit: Der Bildstabilisator an Bord der kleinen Japanerin ist spitze. Denn Sony setzte erstmals in einem Camcorder dieser Klasse auf einen optischen Bildstabilisator. Ebenfalls gefällt uns der portable Bildschirm, der nicht fest mit dem FDR-X3000 verbunden ist, sondern wie eine Smartwatch ums Handgelenk geschnallt wird.

360-Grad-Aufnahmen

Insta360 One X2

Test  Action-Cam: Insta360 One X2
Liefert faszinierende 360-Grad-Videos, kann aber auch im klassischen Aufnahme-Format überzeugen.

Faszinierende Filme in 360-Grad-Optik liefert die hochwertig verarbeitete Insta360 One X2. Sie eignet sich aber auch dazu, um klassische Filme mit breitem Blickwinkel zu drehen. Die Bildstabilisierung ist so gut, dass die Insta360 problemlos als Action-Cam benutzt werden kann.

Kompakt

Insta360 Go 2

Test Action-Cam: Insta360  Go 2
Winzige Maße und Fliegengewicht. Die Insta360 Go 2 ist gerade mal so groß wie ein Daumen und begeistert mit toller Videoqualität und einer erstaunlichen Stabilisierung.

Gerade mal 26,5 Gramm leicht und viel kleiner als ein Feuerzeug: Die Insta360 Go 2 ist ein Kamera-Zwerg, der unerwartet gute Videos produziert und auch durch eine ordentliche Stabilisierung punktet. Unterwegs kann man die Action-Cam in einem aufklappbaren Case laden, das auch noch als Stativ fungiert. Ohne Zusatzgehäuse ist die Mini-Cam bis zu vier Meter wasserdicht.

Gut & günstig

GoXtreme Black Hawk+ 4K

Test Action-Cam: GoXtreme Black Hawk+ 4K
Mit einem super Preis, einem gutes Bild und einer ordentliche Stabilisierung, ist sie die ideale Action-Cam für Sparfüchse.

Es geht auch günstig: Die GoXtreme Black Hawk+ 4K verzichtet zwar auf einen Touchscreen, kann aber bei der Bildqualität und der Videostabilisierung überzeugen. Dank separatem Schutzgehäuse sind Wassertiefen von bis zu 60 Metern möglich. Per Smartphone-App kann man die Cam auch aus der Ferne steuern. Das Zubehörpaket ist ordentlich.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutSuper Stabilisation360-Grad-AufnahmenKompaktGut & günstig
GoPro Hero10 Black DJI Action 2 Sony FDR-X3000 Insta360 One X2 Insta360 Go 2 GoXtreme Black Hawk+ 4K GoPro Hero9 Black DJI Osmo Action GoPro Hero8 Black GoPro Hero7 Black GoXtreme Phantom 4K Akaso Brave 7 SJCam SJ8 Pro GoXtreme Black Hawk 4K GoPro Hero6 Black GoXtreme Manta 4K Insta360 One R Twin Edition Akaso V50 Elite Akaso Brave 7 LE GoPro Hero Lamax X10.1 GoPro Hero7 Silver GoPro Hero7 White Akaso EK7000 Pro Apexcam Pro Ezviz S2 Action Lite Camera Lamax X7.1 Naos Ricoh WG-M2
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Pro
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung und Front-Bildschirm
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Modulares Konzept
  • Sprachsteuerung
  • Einfache Bedienung
  • Zweiter Bildschirm optional
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter optischer Bild­stabilisator
  • Praktischer Kontroll­bildschirm fürs Handgelenk
  • Gute Bild­qualität
  • Überzeugende 360-Grad-Videos
  • Ordentlicher Ton
  • Einfache Bedienung
  • Sprachsteuerung
  • Guter Bild­stabilisator
  • Extrem klein, extrem leicht
  • Gute Videoqualität
  • Erstaunlich guter Stabilisator
  • Praktisches Ladecase
  • App-Steuerung
  • Gute Bild­qualität
  • Ordentliche Bild­stabilisierung
  • Viel Zubehör
  • App-Steuerung
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung und Front-Bildschirm
  • Zweiter Bildschirm
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Tolle Bild­qualität
  • Sprachsteuerung
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Gute Bildqualität
  • Ordentlicher Bild­stabilisator
  • Bluetooth-Fernbedienung
  • Separates Mikrofon
  • Viel Zubehör
  • Frontdisplay
  • Einfache Bedienung
  • Sehr viel Zubehör
  • Gute Videoqualität bei ausreichend Licht
  • Gute Video­stabilisierung
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Guter Bild­stabilisator
  • Üppige Ausstattung
  • Viel Zubehör
  • Gute Bild­qualität
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • App-Steuerung
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter Bild­stabilisator
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung
  • Wasserdicht ohne Zusatz­gehäuse
  • Einfache Bedienung
  • Viel Zubehör
  • App-Steuerung
  • Innovatives Konzept (Action-Cam und 360-Grad-Kamera)
  • Einfaches Bedien­konzept
  • Gute 360-Grad-Videos
  • Solide Bild­stabilisierung
  • Viele App-Funktionalitäten
  • Einfache Bedienung
  • Sehr viel Zubehör
  • Ordentliche Video­qualität bei ausreichend Licht
  • Solide Video­stabilisierung
  • Frontdisplay
  • Einfache Bedienung
  • Sehr viel Zubehör
  • Ordentliche Video­qualität bei ausreichend Licht
  • Solide Video­stabilisierung
  • Gute Bild­qualität
  • Sprachsteuerung
  • App-Steuerung
  • Bis 10 Meter wasserdicht
  • Gute Bild­stabilisierung
  • Sehr viel Zubehör
  • Zweiter Akku
  • App-Steuerung
  • Wasserdicht
  • Sprachsteuerung
  • Guter Touchscreen
  • Wasserdicht
  • Sprachsteuerung
  • Guter Touchscreen
  • Sehr viel Zubehör
  • Guter Preis
  • Zweiter Akku
  • Fernbedienung
  • App-Steuerung
  • Sehr viel Zubehör
  • Guter Preis
  • Zweiter Akku
  • Fernbedienung
  • App-Steuerung
  • Auch als Dashcam einsetzbar
  • App-Steuerung
  • Touchscreen
  • Sehr viel Zubehör
  • Günstig
  • Sehr robustes Gehäuse
  • Extremer Weitwinkel
Contra
  • Wenig Zubehör
  • Hoher Preis
  • Hitzeprobleme
  • Kurze Akkulaufzeit bei hohen Auflösungen/ Bildraten
  • Hitzeprobleme
  • Kurze Akkulaufzeit bei hohen Auflösungen/ Bildraten
  • Wenig interner Speicher
  • Hoher Preis
  • App mit kleinen Schwächen
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Teuer
  • Fummelige Bedienung
  • Kein Vorschaubild an der Kamera
  • Kurze Aufnahmedauer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Kein Touchscreen
  • Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahme-Modi
  • Wenig Zubehör
  • Hoher Preis
  • Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahme-Modi
  • Kein Micro-HDMI-Anschluss
  • Wenig Zubehör
  • Hoher Preis
  • Wenig Zubehör im Liefer­umfang
  • Hoher Preis
  • Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahme-Modi
  • App-Probleme
  • Schlechte Videos bei Lichtabnahme
  • Schwergängiger Akku- und Speicherkarten­deckel
  • Recht kurze Akkulaufzeit
  • Schlechter Ton
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Bildstabilisator nicht bei allen Auflösungen
  • Wenig Zubehör im Liefer­umfang
  • Hoher Preis
  • Bild mit Unschärfen an den Rändern
  • Mäßige Bild­stabilisierung
  • Auslöser sehr schwer­gängig
  • 4K-Videos recht blass, Schärfe und Detail­freude könnten besser sein
  • Akku lässt sich nicht separat laden
  • Kleines Display
  • Teuer
  • Beste Stabilisierung nur mit proprietärem Dateiformat
  • Touchscreen reagiert schlecht
  • Stabilisierung hat bei sehr unruhigen Fahrten Probleme
  • Stabilisierung hat bei sehr unruhigen Fahrten Probleme
  • Keine 4K-Auflösung
  • Mäßiger Bild­stabilisator
  • Kein Touchscreen
  • etwas zu wenig Schärfe
  • Farben könnten kräftiger sein
  • Akku fest verbaut
  • Akku fest verbaut
  • Auflösung 1.920 x 1.440 Pixel
  • Rolleffekt im Bild bei Bewegung
  • Schärfe und Plastizität könnten etwas besser sein
  • Kein Touchscreen
  • Schlechte Videoqualität
  • Schlechte Bildstabilisierung
  • Bildfehler
  • Mittelmäßige Bedienbarkeit
  • Schlechte Bild­qualität
  • Schlechte Bedienbarkeit
  • Mäßige Bildqualität
Bester Preis
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Auflösung5.312 x 2.988 Pixel3840×21603.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel, 5.760 x 2.880 Pixel2560×14403.840 x 2.160 Pixel5.120 x 2.880 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel, 5.760 x 2.880 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel1.920 x 1.080 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.1601.920 x 1.440 Pixel3.840 x 2.160 Pixel3.840 x 2.160 Pixel1.920 x 1.0802.688 x 1.5203.840 x 2.160 Pixel
Foto-Auflösung23 Megapixel12 Megapixel8,2 Megapixel18 Megapixel9 Megapixel12 Megapixel20 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel20 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel20 Megapixel20 Megapixel10 Megapixel12 Megapixel10 Megapixel10 Megapixel20 Megapixel20 Megapixel8 Megapixel16 Megapixel8 Megapixel
Bildstabilisierungdigitaldigitaloptischdigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaldigitaljajadigitaldigital--digital
DisplayVorne: 1,4 Zoll (3,6 cm)
Hinten: 2,27 Zoll (5,8 cm)
1,76 ZollFür das Handgelenk, 3,8 cm1,1 Zoll1,8 cm2 Zoll (5 cm)Vorne: 1,4 Zoll (3,6 cm)
Hinten: 2,27 Zoll (5,8 cm)
Vorne: 1,4 Zoll (3,6 cm)
Hinten: 2,25 Zoll (5,7 cm)
2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm) Touchscreen2,35 Zoll (5,9 cm) TouchscreenHinten: 2 Zoll (5 cm), vorne: 1,4 Zoll (3,5 cm)2,3 Zoll (5,8 cm)2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm) Touchscreen2 Zoll (5 cm)1,4 Zoll (3,5 cm)2 Zoll (5 cm)Hinten: 2 Zoll (5 cm), vorne: 1,4 Zoll (3,5 cm)2 Zoll (5 cm) Touchscreen2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm)2 Zoll (5 cm)1,5 Zoll
SpeichermediumMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMemoryStick Micro, Micro-SD-KarteMicro-SD-Karteinterner Speicher, 28 Gb nutzbarMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-KarteMicro-SD-Karte
Akkulaufzeitca. 45 bis 89 Minuten (je nach Auflösung und Bildrate)ca. 20 bis 60 Minuten (in UHD-Auflösung; ohne/mit Zusatzdisplay)ca. 60 Minutenca. 75 Minuten20 bis 30 Minuten (je nach Stabilisierung, 110 bis 150 Minuten in der Ladeschaleca. 50 Minutenca. 90 Minutenca. 60 Minutenca. 80 Minutenca. 65 Minutenca. 60 Minutenca. 60 Minutenca. 60 Minuten53 Minutenca. 65 Minutenca. 60 Minutenca. 60 Minutenca. 60 Minutenca. 60 Minutenca. 75 Minutenca. 60 Minutenca. eine Stunde in UHDca. 2 Stundenca. 60 Minutenca. 60 Minutenk.A.ca. eine Stundeca. 95 Minuten
AnschlüsseUSB-CUSB-CMicro-HDMI (Ausgang), Multi-/Micro-USB-Anschluss, Speicherkartenplatz, Stereo-Mini-BuchseMicro-USB-C-AnschlussUSB-C über LadeadapterMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMIUSB-CMicro-USB-CUSB-CGoPro-Zubehöranschluss, Micro-HDMI, Mini-B-Anschluss (USB 2.0)Micro-HDMI, Micro-USB-CMicro-USB-AnschlussMicro-USB-C, StativgewindeHDMI, Mini-USB 2.0GoPro Zubehöranschluss, Micro-HDMI, Mini-B-Anschluss (USB 2.0)Micro-HDMI, Micro-USB-CUSB-C-AnschlussMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMIMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMIMicro-HDMI, Mini-B-Anschluss (USB 2.0)Micro-USB-Anschluss, Micro-HDMIUSB C-AnschlussUSB C-AnschlussMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMIMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMI, MikrofonMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMIMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMIMicro-USB-Anschluss, Micro-HDMI
Abmessungen7,1 x 5,5 x 3,4 cm3,9 × 3,9 × 2,23 cm8,3 x 4,7 x 2,5 cm4,6 x 11,3 x 2,9 cm5,3 x 2,4 x 2,1 cm6,1 x 4,2 x 2,3 cm7,1 x 5,5 x 3,4 cm6,5 × 4,2 × 3,5 cm6,6 x 4,8 x 2,9 cm6,2 x 5 x 3,3 cm6,6 x 4,2 x 3 cm6,3 x 4,1 x 3,1 cm6,3 x 2,9 x 4,2 cm6,1 x 4,2 x 2,3 cm5,8 x 4 x 2,8 cm6,2 x 4,5 x 3,5 cm7,2 x 4,8 x 3,2 mm6 x 4,2 x 3 cm6,3 x 4,1 x 3,1 cm5,8 x 4 x 2,8 cm6 x 4,4 x 3,3 cm6,2 x 4,5 x 2,8 cm6,2 x 4,5 x 2,8 cm6 x 4 x 3,3 cm6 x 4 x 2,5 cm5,8 x 4,5 x 1,5 cm5,9 x 3 x 4,1 cm5,7 x 3,4 x 7,8 cm
Gewicht153 g56 g114 g149 g26,5 g59 g158 g124 g122 g116 g95 g76 g85 g77 g87 g149 g121 g79 g77 g87 g73 g94 g92 g62 g66 g78 g60 g136 g

Wozu eine Action-Cam?

Klassischer Camcorder, Smartphone, Tablet – sie alle können heutzutage filmen und liefern brauchbare Ergebnisse. Wozu braucht man dann noch eine neue Gerätegattung, um Bewegtbilder festzuhalten? Zumal Action-Cams keinen klassischen Zoom bieten, sondern lediglich unterschiedliche Weitwinkeleinstellungen.

Action-Cam Test: Actioncam

Die Antwort ist einfach: Action-Camcorder sind für Sportaufnahmen konzipiert, für Szenarien, bei denen herkömmliche Camcorder oder eben auch Smartphones den Kürzeren ziehen, weil unter Wasser gefilmt wird, es auch mal richtig schmutzig werden kann und die Geräte extremen Schlägen und Stößen ausgesetzt sind. Außerdem sind Action-Cams so konstruiert, dass sie sich problemlos in den unterschiedlichsten Situationen bombenfest montieren lassen.

Eine Besonderheit ist außerdem ihr extremer Weitwinkel. So kann man verblüffende Panoramen filmen. Allerdings kommt es vor, dass Bilder gekrümmt werden, senkrechte Linien erscheinen im Film dann gebogen. Dieses Manko lässt sich in der Nachbearbeitung mit passender Schnittsoftware jedoch beheben.

Sportaufnahmen sind die Parade­disziplin von Action-Cams

Wer sich eine Action-Cam mit 4K-Auflösung zulegt und in dieser auch filmen will, sollte allerdings einen flotten Rechner besitzen. Auf alten Mühlen kann man das Material noch nicht mal abspielen. Zum Nachbearbeiten sollten es mindestens ein Intel i5 mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine leistungsfähige Grafikkarte sein, zudem sind flotte SSD-Festplatten zu empfehlen.

4K-Material belegt unheimlich viel Speicher, für zehn Minuten fallen rund zehn Gigabyte an. Auch wer seinen Film nur in Full-HD ausspielen will, profitiert davon, in 4K zu filmen. Schließlich kann man bis zu 200 Prozent in Aufnahmen hereinzoomen und damit schöne Ausschnittsvergrößerungen vornehmen, ohne dass die Bildqualität leidet.

Optimal einsatzfähig für jedes Szenario werden die kleinen Outdoor-Camcorder erst mit den geeigneten Halterungen für Fahrradlenker, Helm oder Fahrzeug-Karosserie. Es gibt eigentlich einen Standard, der von GoPro geprägt wurde, aber allgemein von den meisten Herstellern genutzt wird. Allerdings kann es passieren, dass die Halterungen zwar kompatibel aussehen, aber dann doch ein anderes Gewinde haben oder die Schnellkupplungen zu viel Spiel aufweisen und somit eigentlich unbrauchbar sind. Deshalb ist das klassische Stativgewinde an den Action-Cams die beste Lösung.

Taucher und Surfer sollten ein spezielles Schutzgehäuse aus Acryl verwenden. Je nach Modell sind Tauchtiefen bis zu 60 Meter möglich. Auch wenn viele hochpreisige Action-Cams von Natur aus einige Meter wasserdicht sind, so bieten die separaten Gehäuse einfach einen wesentlich besseren Schutz.

Vom Prinzip her unterscheidet sich das Filmen mit einem Action-Camcorder nicht von der Arbeit mit einem herkömmlichen Gerät. In der Regel haben Action-Cams zwei bis vier unterschiedliche Winkeleinstellungen für die Optik. Bei Action-Cam-Aufnahmen nutzt man gewöhnlich die maximale Weitwinkeleinstellung, damit das Bild ruhiger wirkt. Und bei Sportaufnahmen vom Rand aus mit weniger Wacklern sollte man die Weitwinkel-Einstellung reduzieren – dann haben die Aufnahmen weniger unschöne Bildverzeichnungen. Außerdem sollte man bedenken. Nur Aufnahmen aus der Sportlersicht wirken oft langweilig – man sollte also andere Perspektiven suchen und eine Geschichte um den Sport selbst stricken.

Action-Cam Test: Actionscams Oktober2021 Aufmacher

Testsieger: GoPro Hero10 Black

Nicht schon wieder GoPro, werden jetzt ganz sicher einige denken! Aber die neue GoPro Hero10 Black hat neben zwei Schwächen, auf die wir in diesem Test natürlich ebenfalls eingehen, sehr viele Stärken. Abgesehen davon rückt das Testfeld der Action-Cams, zumindest im hochpreisigen Sektor, immer näher zusammen. Die Hero10 Black und die DJI Action 2 liegen extrem dicht beisammen, die Unterschiede sind marginaler Natur. Letztendlich ist es auch eine Frage des bevorzugten Konzepts und des persönlichen Geschmacks, welchen der beiden Mini-Camcorder man besser findet. Für viele dürfte jedoch die neue GoPro die Nase ein winziges Stückchen vorne haben.

GoPro Hero9 Black

Äußere Unterschiede zwischen der Hero9 Black und der neuen Hero10 Black? Die sind so gut wie nicht vorhanden. Der »GoPro«-Schriftzug ist jetzt blau, zudem prangt eine große blaue 10 seitlich am Gehäuse. Die Abmaße 71,8 x 50,8 x 33,6 Millimeter sind absolut identisch geblieben, der jüngste Sprössling des US-amerikanischen Herstellers wiegt mit 153 Gramm (Kamera und Akku) fünf Gramm weniger, was allerdings nicht auffällt.

Geblieben ist das 1,4 Zoll große Front-Display mit Live-Vorschau und Status, um die Filmarbeiten zu vereinfachen. Auch die klappbaren Metallarme des Vorgängers hat die Hero10 Black behalten, die richtig praktisch sind. So kann man die Action-Cam nämlich ohne zusätzliches Gehäuse beispielsweise an einem Fahrradlenker montieren. Akku, Speicherkarte und USB-C-Anschluss befinden sich unter einer sauber und sicher abschließenden Metallklappe, die sich bei unserem Modell nur mit recht viel Kraftaufwand öffnen lässt. Ein Micro-HDMI-Anschluss ist nicht vorhanden.

Wer den weiterhin nutzen will, muss den Media Mod kaufen, ein Zusatzgehäuse mit integriertem direktionalen Mikrofon, einem 3,5-mm-Mikrofonanschluss, einem HDMI-Ausgang sowie zwei Zubehörschuh-Halterungen zum Anschließen von Leuchten, Mikrofonen oder LC-Bildschirmen. Zudem gibt es einen separat erhältlichen zwei Zoll großen Bildschirm, der sich hochklappen lässt sowie eine zusätzliche LED-Beleuchtung.

Die neue GoPro arbeitet wie der Vorgänger mit drei integrierten Mikrofonen, und der austauschbare Lithium-Ionen-Akku liefert 1.720 mAh. Wichtig zu wissen: Akkus und Zubehör der GoPro 9 lassen sich weiterverwenden.

Bei der maximalen Performance beim Filmen hat GoPro nun noch eine Schippe draufgepackt. Waren bisher 5K-Aufnahmen mit 30 Vollbildern möglich, so kann die Hero10 jetzt mit 5.3K und 60 Vollbildern filmen. Der Anstieg der reinen Pixelzahl von 5.120 x 2.880 auf 5.312 x 2.988 Bildpunkte ist zu vernachlässigen und auch optisch nicht zu erkennen. Viel wichtiger ist die Verdoppelung der Bildwiederholraten.

Vergleicht man auf der GoPro-Seite die Werte der Hero10 Black und der Hero9 Black, so erkennt man, dass der Hersteller bei fast jeder Auflösung nachgebessert und die maximalen Bildraten verdoppelt hat. Bei 4K sind jetzt 120 statt vorher 60 und bei 2,7K ebenfalls 120 statt 60 Vollbilder pro Sekunde drin, nur die 240 Vollbilder bei 1080p sind geblieben. Zur Auswahl stehen die Objektivtypen »SuperView«, »Weit«, »Linear«, »Linear + Horizontausrichtung« sowie »Eng«.

Noch ein Wort zur 5.3K-Auflösung mit 60 Bildern: Diese Auflösung zerrt natürlich extrem am Akku, dazu später mehr, und der Rechner muss flott sein, um die Filmdatei halbwegs zügig zu bearbeiten. Das 5K-Setup eignet sich primär für die nachträgliche Bearbeitung des Materials, um minimal hereinzuzoomen, aber immer noch 4K-Material vorliegen zu haben.

Kam beim Vorgänger die Videostabilisierung HyperSmooth 3.0 zum Einsatz, so soll HyperSmooth 4.0 noch ein wenig effektiver arbeiten. Die Bildstabilisierung ist in allen Auflösungen einsatzbereit und soll vor allem extrem instabile Kamerafahrten wie auf dem Mountainbike beruhigen.

Datenrate von 100 Mbit/s

In den technischen Spezifikationen sieht man, dass die maximale Datenrate von 100 Mbit/s bei 5.3K, 4K und 2.7K zur Verfügung steht. Die Slo-Mo, bei der sich Aufnahmen um das bis zu Achtfache verlangsamen lassen, ist jetzt nicht nur bei 1080p, sondern auch bei 2.7K verfügbar. Livestreaming klappt wie gehabt mit 1080p. Alle Fotomodi unterstützen das Schießen von Bildern im RAW-Format. Die Auflösung ist erneut von 20 auf 23 Megapixel angestiegen, HDR-Aufnahmen sind möglich.

Die Horizontausrichtung lässt sich in der Kamera aktivieren. Diese will für einen geschmeidigen, filmreifen Look sorgen – selbst dann, wenn man die Kamera kippt oder sie durch die Luft fliegt. Geblieben ist das Feature HindSight: Diese Funktion nimmt Videos von 30 Sekunden Länge auf, bevor man die Aufnahmetaste drückt. Darüber hinaus kann man Startzeiten für Aufnahmen im Vorhin festlegen und auch eine Aufnahmedauer definieren.

Überzeugendes Bedienkonzept

Bedient wird die Hero10 Black wie gehabt über einen farbigen, 2,27 Zoll großen Touchscreen, oder per App (dazu später mehr). Das funktioniert problemlos und intuitiv, das Display reagiert zuverlässig und jetzt sogar noch einen Tick schneller auf Wischbewegungen und sachten Druck. Der Grund: GoPro hat dank des neuen GP2-Prozessors die Leistung gegenüber der Hero9 Black verdoppelt. Bei kabellosen Übertragungen soll die Performance um rund 30 Prozent zulegen. Kurze Erklärtexte im Display geben Hilfestellungen in ausgewählten Menüs. Um Aufnahmen besser kontrollieren zu können, ist die Zoomfunktion hilfreich. Trotz der enorm vielen Einstelloptionen ist der Bedienkomfort der GoPro hoch.

Action-Cam Test: Actionscams Oktober2021 Gopro Hero10black Display
Das rückseitige Display der GoPro Hero10 Black lässt sich gut ablesen und flott bedienen.

Ein absolutes Komfortmerkmal bleibt die Sprachsteuerung. Per Sprachbefehl lassen sich Aufnahmen starten und stoppen, Markierungen setzen, Fotos schießen oder Zeitrafferaufnahmen erstellen. Bei Bedarf lässt sich die Cam auch per Stimme einschalten – diese Funktion steht für acht Stunden zur Verfügung, nachdem sie aktiviert wurde. Praktisch sind anpassbare Bildschirm-Shortcuts.

Problemlose Bedienung mit vielen Einstell­­möglichkeiten

Die zahlreichen manuellen Einstelloptionen erfreuen speziell Filmer mit höheren Ansprüchen. Dazu gehören unter anderem der Weißabgleich, die ISO-Werte, Belichtungskorrekturen und noch viele andere Parameter, die beliebig veränderbar sind. Fotos lassen sich im RAW-Format für umfangreiche Möglichkeiten zur Nachbearbeitung speichern, außerdem sind HDR-Aufnahmen mit deutlich höherem Kontrastumfang möglich, was tatsächlich spektakulär aussieht – sofern man den passenden Fernseher dazu hat.

Wer gerne fotografiert, dürfte sich über das Feature »SuperFoto« freuen, mit dem die GoPro die Aufnahmen durch HDR, Local Tone Mapping und Rauschunterdrückung optimiert. Kontraste werden so beispielsweise intensiver herausgearbeitet.

Ein GPS-Modul an Bord der Action-Cam erfasst unter anderem Standortkoordinaten, Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke. Über die Smartphone-App lassen sich diese Zusatzinformationen mit dem Video- und Bildmaterial auslesen. Wer für Instagram kurze Clips hochkant filmt, wird begrüßen, dass sich das Kamera-Menü mitdreht.

Sehr hilfreich ist es zudem, eigene individuelle Voreinstellungen wie etwa den Blickwinkel und einen Weißabgleich abzuspeichern und blitzschnell für andere Aufnahmesituationen reproduzierbar wieder aufzurufen.

Die GoPro ist weiterhin ohne Zusatzgehäuse bis zu zehn Meter wasserdicht. Die Max Lens Mod ist für rund 100 Euro erhältlich. Sie soll eine extreme Stabilisierung bis zu 2.7K60 sowie ein Sichtfeld von 155 Grad bieten. Auf der GoPro-Homepage wird diese bisher nur für die GoPro Hero9 Black aufgeführt, sie dürfte sich jedoch auch für den Nachfolger eignen bzw. noch in einer speziellen 10er-Version nachgereicht werden.

Ein Novum der Hero10 Black sei noch erwähnt: GoPro hat beim Objektiv die Kratzfestigkeit erhöht. Außerdem ist sie mit einem wasserabweisenden Schutz versehen. Selbst bei Regen bleibt jetzt fast keine Feuchtigkeit mehr hängen, wodurch kaum noch Reflexionen entstehen.

Bild- und Tonqualität

Die Bewegtbild-Stabilisierung der Hero10 Black arbeitet extrem effektiv. Teilweise sieht es aus, als würden wir mit dem Fahrrad über den Feldweg fliegen. Unebenheiten im Kamerabild sind fast nicht mehr zu erkennen. Details auf einem Feldweg oder am Straßenrand erscheinen sehr detailliert. Selbst wenn es im Wald richtig holprig wird und das Licht nachlässt, kann die Cam überzeugen.

Die Farben sind knackig, aber natürlich. Die Schärfe ist exzellent, und auch an der Plastizität gibt es nichts zu meckern. In Feldern und Wiesen kann man einzelne Details sauber umrandet erkennen. Fehlt es jedoch an ausreichend Umgebungslicht, so tendieren die Aufnahmen dazu, leicht körnig zu erscheinen. Im Wald gehen dann einige Details flöten.

Auch der Ton weiß zu gefallen. Umgebungsgeräusche stören kaum noch. Wenn wir ordentlich in die Pedale treten, hört man das kaum, Windgeräusche werden gut gefiltert.

Akkulaufzeit und Hitze-Entwicklung

Zwei massive Kritikpunkte an der neuen GoPro Hero10 betreffen die Akkulaufzeit und das Gehäuse, das enorm heiß werden kann und dann zu einer Zwangsabschaltung führt. Wir haben es selbst ausprobiert und mussten feststellen: Nach 15 Minuten mit 4K-Auflösung und 60p hört die Action-Cam zumindest ohne Kühlung durch Fahrtwind im Freien auf zu filmen, das Gehäuse ist extrem heiß. Viele Amazon-Kunden bemängeln dieses Problem, bei einigen schaltet sich die GoPro bei 4K-Aufnahmen angeblich sogar nach weniger als zehn Minuten ab.

Kritikpunkt zwei: Filmt man mit 4K und 120 Vollbildern, kann man dabei zusehen, wie die Akku-Restkapazität in den Keller rauscht. Auch mit 60 Vollbildern waren bei uns im Test mit zwischenzeitlichen Pausen wegen der Hitze-Problematik nicht mehr als 45 Minuten drin. Laufzeiten von über einer Stunde sind nur möglich, wenn man mit niedrigeren Auflösungen und geringeren Frameraten filmt.

Bei GoPro ist man sich dieser Schwäche offenbar bewusst: So soll ein Firmware-Update einen neuen Videomodus (Extended Battery) einführen, um die Laufzeit zu verlängern.

Steuerung per App

Die GoPro-App gibt es kostenlos für die Betriebssysteme iOS und Android. Sie ermöglicht nicht nur das Importieren von Videos und Fotos, sondern auch eine umfängliche aber trotzdem unkomplizierte Bedienung des Mini-Camcorders. Über die Anwendung kann man unter anderem Aufnahmen starten, die Auflösung anpassen sowie die Videostabilisierung oder das GPS aktivieren. Die Benutzeroberfläche erklärt sich von selbst, die Zeitverzögerung ist minimal. Pfiffig ist die Funktion, Sequenzen live zu streamen und damit auf sozialen Plattformen wie Facebook zugänglich zu machen.

 Action-Cam Test: Test Actioncams Oktober2020 Gopro Hero9black Screenshots
Über die GoPro-App hat man Zugriff auf das Live-Bild, sämtliche Einstellungen und kann Filme schneiden.

Im »LiveBurst«-Modus nimmt die Kamera 1,5 Sekunden vor und nach dem Druck auf den Auslöser Fotos auf – so kann man aus 90 Standbildern die perfekte Aufnahme auswählen.

Der beste Preis

Wer die GoPro Hero10 zum besten Preis erwerben will, muss diese wahrscheinlich direkt über GoPro erwerben. Kunden, die hier ein GoPro-Jahresabo abschließen, erhalten die Cam für knapp 430 Euro inklusive Dualladegerät und Ersatzakku. Inklusive dem Zubehör-Bundle landet man bei knapp 480 Euro.

Für das Abo werden knapp 50 Euro fällig. Es beinhaltet unter anderem unbegrenzten Cloud-Speicher, unbeschränkte Nutzung der Quik-App sowie den Kameraaustausch bei Defekt.

Nachteile?

Die Hauptkritikpunkte der GoPro Hero10 haben wir bereits aufgeführt. Das Gehäuse wird beim Filmen mit hohen Auflösungen und Bildraten sehr heiß, die Kamera schaltet sich dann öfter mal aus. Ebenso ist die Akkulaufzeit sehr überschaubar.

Beim Zubehör zeigt sich GoPro zudem traditionell ziemlich knauserig. Zum Basisset gehören gerade mal ein Akku, eine gebogene Klebehalterung, ein Befestigungsclip, das USB-C-Kabel, eine Flügelschraube sowie das Kamera-Case. Bei vielen No-Name-Herstellern gibt’s deutlich mehr.

Abgesehen von den genannten Defiziten bietet die GoPro Hero10 Black ein perfektes Gesamtpaket mit toller Verarbeitung, exzellenter Bildqualität und hohem Bedienkomfort. Zudem haben Besitzer der Action-Cam die Möglichkeit, extrem viel Zubehör für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke zu erwerben. Wer das Vorgängermodell besitzt, sollte sich den Umstieg aber sehr gut überlegen. Denn die Neuheiten sind doch recht überschaubar.

GoPro Hero10 Black im Testspiegel

Auch bei anderen Fachjournalisten schneidet die GoPro Hero10 Black durchweg überzeugend ab. Die Computer Bild hat die Action-Cam auf Platz eins der Bestenliste gesetzt:

»Die GoPro Hero10 Black ist die bis dato beste Action-Cam am Markt. War der Vorgänger schon stark, legt die neueste Generation vor allem beim Arbeitstempo nach. Das sorgt für noch schickere Aufnahmen – und ruhigere, dank des noch stärkeren Bildstabilisators. Die Steuerung ist einfach und geht schnell von der Hand, ebenso die Übertragung der Daten. So viele Highlights nagen aber an der Akkulaufzeit.«

Lob gibt es ebenfalls von Digitaleyes.de. So resümiert Jan-Markus Rupprecht:

»Verarbeitung und Bedienung der GoPro Hero10 sind tadellos. Das Filmen damit ist sehr einfach und die Möglichkeiten vielfältig, sodass man fast alle Action-Situationen leicht in sehr ansehnlichen und professionell wirkenden Videos einfangen kann. Die Rechenpower dafür steckt in Form des neuen Prozessors direkt in der Kamera, wodurch auf der Speicherkarte direkt fertige Videos landen, die – außer vielleicht die Reduktion auf die wirklich spannendsten Szenen – keine weitere Verarbeitung mehr erfordern. Die besten Endresultate, gerade beim Einsatz der äußerst leistungsfähigen Bildstabilisierung (auf Wunsch mit 45-Grad-Horizontausgleich), liefert die Kamera bei 4K30. Zeitlupen sind aber ebenfalls in guter Qualität möglich. Alles in allem ist die Hero10 derzeit die beste Actioncam für die meisten Anwender.«

Und die Kollegen der Chip kommen zu folgendem Fazit:

»Die GoPro Hero 10 Black zieht im Test das Tempo merklich an: Dank des neuen Prozessors nimmt die Actioncam jetzt 5,3K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde und 4K-Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde auf. Das kann keine andere Actioncam. Damit wirken selbst extrem schnelle Bewegungssequenzen in Zeitlupe flüssig und hochauflösend, dazu passend beruhigt der optimierte Bildstabilisator verwackelte Kamerafahrten deutlich. Schade: Obwohl die maximale Video-Auflösung nominell steigt, bleibt die GoPro Hero 10 Black in unserer Auflösungs-Messung hinter der Vorgängerin zurück, aber dennoch auf hohem Niveau. Durch die hohen Frameraten ist das neue GoPro-Topmodell das aktuell beste Werkzeug für atemberaubende Zeitlupen.«

Alternativen

Die GoPro Hero10 Black hat die Nase knapp vorne. Bei unseren Alternativen berücksichtigen wir Action-Cams für jeden Geschmack, nahezu jeden Geldbeutel und in nahezu jeder Größe: Dazu gehören Modelle mit modularem Konzept, optischem Stabilisator und für 360-Grad-Aufnahmen.

Auch gut: DJI Action 2

Drohnen-Spezialist DJI hat sich für Fans von Action-Cams ein neues Konzept einfallen lassen: So feiert die Action 2 als kompakter Kamera-Würfel Premiere. Per Magnet lassen sich zusätzliche Module andocken, die die Akkulaufzeit verlängern und einen zweiten Bildschirm liefern. Das Konzept ist pfiffig, aber natürlich Geschmackssache.

Auch gut

DJI Action 2

Test Action-Cam: DJI Action 2
Mit modularem Konzept geht die DJI Action 2 einen völlig neuen Weg. Sie begeistert ebenfalls bezüglich ihrer hervorragenden Videos und der guten Bildstabilisierung.

Das reine Kameramodul ist gerade mal 39 × 39 × 22,3 Millimeter groß und wiegt nur 56 Gramm. DJI hat sich vom klassischen GoPro-Formfaktor, den mittlerweile fast alle Hersteller kopieren, verabschiedet. Der Korpus der Cam besteht aus robustem Metall, das Display aus Gorilla Glass. Rein von der Materialanmutung her hat die DJI-Cam schon mal einen kleinen Pluspunkt gegenüber der GoPro.

Action-Cam Test: Actionscams Oktober2021 Dji Action2
Gibts im Doppelpack: Die DJI Action 2 mit dem zusätzlichen Display.

Das Gehäuse ist staubdicht, bis zu zehn Meter wasserdicht und sturzsicher. Wer Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 60 Meter beabsichtigt, muss ein separates wasserdichtes Gehäuse verwenden.

Kleines Display, gute Ablesbarkeit

Das Display ist mit 1,76 Zoll kleiner als bei den meisten anderen Action-Cams. Es löst mit 446 x 424 Pixel auf und soll eine Helligkeit von rund 500 Candela erreichen. Auch in der Sonne lässt es sich problemlos ablesen. Das Objektiv deckt ein Sichtfeld von 155 Grad ab, beim Filmen liegt der ISO-Bereich zwischen 100 und 6.400. Verbaut ist ein Sensor im 1/1,7-Zoll-Format mit einer Blendenöffnung von f/2.8.

Bleiben wir zunächst bei den technischen Daten. Die DJI Action 2 filmt im 16:9-Format mit maximal 3.840×2.160 Pixeln und 120 Vollbildern pro Sekunde, alternativ in dieser Auflösung mit einer Bildwiederholrate von 60, 50, 48, 30, 25 und 24. In Full-HD sind auch 240 Vollbilder möglich. DJI gibt eine maximale Datenrate von 130 Mbit/s an, die aktuellen GoPro-Modelle kommen auf 100 Mbit/s.

Zeitlupen schafft die Mini-Cam wahlweise vierfach (4K und 120 fps) oder achtfach (1080p mit 240 fps). Ebenso sind Zeitrafferaufnahmen möglich. Fotos lassen sich im JPG- oder RAW-Format mit maximal 12 MP schießen, hier hat die GoPro 10 mit 23 MP deutlich mehr zu bieten.

Natürlich setzt auch DJI eine elektronische Bildstabilisierung ein. Diese steht bei Aufnahmen mit mehr als 100 fps nicht zur Verfügung. Bei der elektronischen Bildstabilisierung wird die Verschlusszeit stark verkürzt und die Bilder vom CMOS-Sensor werden auf Verwacklungen hin analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden die Ränder des Bildes zugeschnitten. Dabei werden mehrere Bilder überlagert und schließlich zu einem einzigen Bild kombiniert, das nach Möglichkeit scharf, klar und ausgewogen belichtet ist. HorizonSteady verwendet zusätzlich einen neuen Stabilisierungsalgorithmus von DJI, um in jedem Bild einen ausgeglichenen Horizont zu erfassen, unabhängig davon, wie die Kamera montiert oder getragen wird. Um das Feature HorizonSteady zu nutzen, muss man mit 1080p oder 2.7K filmen.

Das Kameramodul hat lediglich einen Knopf auf der Oberseite zum Ein/Ausschalten und zum Starten von Aufnahmen. Die restliche Bedienung erfolgt über das Display. Das klappt, trotz der geringen Diagonale, sehr gut. Touch- und Wischgesten werden flott umgesetzt, die gelbe und weiße Schrift auf dem zum Teil schwarzen Hintergrund ist perfekt zu erkennen, der Menüaufbau ist plausibel. Beim Kamerafeld kann man zwischen »Standard«, »Weit« und »Extraweit« auswählen. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Sprachsteuerung, WLAN und Bluetooth, Live-Streaming ist möglich. Verschlusszeit, ISO-Wert und andere Parameter kann man direkt über die Kamera oder über die DJI Mimo App vom Smartphone aus anpassen. Letztere eignet sich perfekt zum Fernsteuern und zur Kontrolle des Livebilds.

Das reine Kameramodul hat einen fest verbauten Speicher. Dieser fällt mit rund 22 Gigabyte nicht sonderlich groß aus. Speziell 4K-Filmer wissen, wie platzraubend diese Auflösung ist. Aus diesem Grund führt am zweiten DJI-Modul kein Weg dran vorbei. Hier passen MicroSD-Karten mit einer Größe von bis zu 256 Gigabyte rein. Außerdem lässt sich der 580 mAh starke Lipo-Akku nur über die USB-C-Buchse des Moduls aufladen, die Kamera selbst kommt ohne Anschluss aus.

Action-Cam Test: Actionscams Oktober2021 Dji Action2 Aufeinander
Per Magnetverschluss lassen sich die beiden Module blitzschnell miteinander verbinden.

DJI bietet zwei Versionen an. Zur Markteinführung die knapp 520 Euro teure Dual-Screen-Combo. Neben einem Magnet-Trageband und zwei magnetischen Adapterhalterungen ist das Front-Touchscreen-Modul hier das zentrale Element. Damit erhält man den 1,76 Zoll großen Bildschirm der Action-Cam ein zweites Mal, integriert sind zusätzlich drei Mikrofone, ein 1.300 mAh starker Lipo-Akku und ein MicroSD-Speicherkartenfach. Das Filmen wird mit zweitem Display natürlich deutlich komfortabler, auch Vlogger werden dieses zu schätzen wissen. Klasse: Die beiden Module verbinden sich per Magnetismus und halten bombenfest, zwei seitliche Metallklammern sorgen für zusätzliche Stabilität.

Ab Ende November kommt die knapp 400 Euro teure Power Combo auf den Markt. Hier gibt es neben der Action 2, einem Magnet-Trageband und einer magnetischen Adapterhalterung ein separates Akku-Modul, das genauso wie das zweite Display angedockt wird. Mit 56,6 Gramm ist dieses minimal leichter als das Display-Modul (64 Gramm), der Akku hat ebenfalls eine Leistung von 1.300 mAh, muss aber kein zweites Display mit Strom versorgen.

Mit der Videoqualität der Action 2 sind wir sehr zufrieden, diese liegt nahezu auf GoPro-Niveau. Schärfe und Feinzeichnung sind top, Farben kräftig, das Bildrauschen bei ausreichender Beleuchtung ist minimal. Ebenfalls exzellent gelingt die Videostabilisierung. Auch die DJI-Cam erzeugt einen optischen Effekt, als würde man mit dem Fahrrad über den Waldweg schweben. Hier bleiben fast keine Wackler oder Ruckler zurück. Wenn der Action 2 im Wald das Licht ein wenig ausgeht, leiden darunter wie bei der GoPro Hero10 auch die Schärfe und die Feinzeichnung im Bild.

Noch in einem anderen Punkt sind sich die beiden Action-Cams ähnlich. Auch die DJI-Kamera wurde beim Filmen im Raum in 4K-Auflösung mit 60 Vollbildern sehr warm, nach exakt 15 Minuten beendete die Cam die Aufnahme, um sich abzukühlen. Bei Fahrtwind im Freien lief die Kamera deutlich länger.

Akkulaufzeit nicht überragend

Bei der Akkulaufzeit reißt die DJI-Cam ebenfalls keine Bäume aus. Der chinesische Hersteller hat seine Akkulaufzeiten beim Filmen mit 1080p/30fps und deaktivierter elektronischer Bildstabilisierung ermittelt. Ergebnis: Die reine Kamera hat eine Laufzeit von 70 Minuten, mit Front-Touchscreen-Modul verlängert sich diese auf bis zu 160 Minuten, mit Akku-Modul auf bis zu 180 Minuten. Sie werden es ahnen: Diese Fabelwerte sind mit 4K-Auflösung und aktiviertem Stabilisator nicht drin. Mit 4K und 60p kamen wir rein mit der Kamera etwa 20 Minuten weit, inklusive Display-Modul war nach rund einer Stunde Schluss.

Neben diversen magnetischen Adapterplatten bietet DJI als Zubehör auch einen Verlängerungsstab mit Fernsteuerung an.

Die neue DJI Action 2 ist eine spannende Cam mit innovativem modularem Konzept. Dieses biet Vor- und Nachteile, die jeder für sich abwägen muss. Das Entscheidende: Die Videoqualität und die Bildstabilisierung sind hervorragend, die Verarbeitung der einzelnen Komponenten erfolgt auf gewohnt hohem DJI-Niveau. Die GoPro Hero10 Black hat einen ernsthaften Konkurrenten mehr.

Super Stabi: Sony FDR-X3000

Im Einheitsbrei der Action-Cams ist die Sony FDR-X3000 schon optisch eine Besonderheit: Hier wurde nicht das GoPro-Gehäuse imitiert, sondern ein ganz eigenständiges Design entwickelt. Das weiße Modell sieht aus wie ein klassischer Camcorder im Miniaturformat.

Super Stabilisation

Sony FDR-X3000

test: Die beste Action-Cam – 71GT5DHWwZL. SL1500 1
Ihr optischer Bildstabilisator ist vielen anderen Action-Cams deutlich überlegen.

Mit 114 Gramm wiegt die Sony etwas mehr als eine Tafel Schokolade. Gewicht und Bauform erlauben es, mit der Sony auch problemlos aus der freien Hand zu filmen. Der Akku zum Wechseln befindet sich links in einem seitlichen Fach, an das man nach dem Lösen eines Arretierschalters leicht herankommt.

Live-Bild am Handgelenk

Eine Besonderheit und einzigartig im Bereich der Action-Cams ist Sonys so genannte Live-View-Fernbedienung. Sie ist mit 47,8 x 52,6 x 19 Millimetern und einer Bildschirmdiagonalen von 3,8 Zentimetern ungefähr so groß wie eine Smartwatch und wird in ein mitgeliefertes Armband eingeklipst. Das könnte gerne flexibler sein, einmal angelegt sitzt es jedoch fest am Handgelenk. Ist das WLAN an Action-Cam und Fernbedienung aktiviert, koppeln sich beide Geräte automatisch und das Live-Bild der Cam wird auf das Display übertragen. So hat man immer im Blick, was die Kamera filmt.

Im Alltag erweist sich diese Art des Filmens als äußerst komfortabel. Egal wie man die Kamera auch hält, in welcher Position sie sich befindet: Mit einem Blick auf das kleine Display kann man die Objekte vor der Linse stets gut erkennen, auch wenn im Sonnenlicht die Leuchtkraft etwas höher sein könnte.

In einer Disziplin, die für eine Action-Cam elementar ist, kann der FDR-X3000 abgesehen von den aktuellen GoPros kein Mitbewerber das Wasser reichen: Der Bildstabilisator ist einfach spitze. Sony hat erstmals einen optischen Bildstabilisator in einem Camcorder dieser Größe verbaut. Der gesamte Strahlengang ist dabei als schwebende Einheit konstruiert. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen, wie unser Testvideo zeigt. Links ist immer die Sony zu sehen, rechts im Vergleich dazu abwechselnd die GoPro Hero5 Black, die Garmin Virb Ultra 30 und die GoXtreme Black Hawk 4K. Unser neuer Testsieger ist hier natürlich nicht dabei, da wir diese erst jetzt nachgetestet haben.

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Unsere Testfahrt über die sehr holprige Teststrecke sieht bei der Sony so aus, als würde das Fahrrad schweben. Außer kleinen Rucklern bringt die Aufnahme wenig aus dem Tritt – einfach fantastisch. Selbst die steile Passage, die von Steinen und Schlaglöchern übersät ist, schluckt der Bildstabilisator beeindruckend weg.

Allerdings sind ganz unten in der Aufnahme Bildfehler zu erkennen, wenn die vielen Steine ein unschönes Flirren verursachen. Dann werden Kanten nicht sauber dargestellt. Bei schnell wechselnden Passagen zwischen Licht und Schatten reagiert die Automatik recht flott und passt die Bildhelligkeit ohne große Verzögerung an.

Hier nochmal das Video der Sony ohne Split-Screen, mit zwei Standaufnahmen bei Tageslicht und in der Abenddämmerung am Ende:

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Die Schärfe und die Detailfreudigkeit der Aufnahmen sind sehr gut, das trifft auch auf die Farbnatürlichkeit zu. Filme im 4K-Modus sind sehr fein gezeichnet. Selbst bei schwachen Lichtverhältnissen im Freien neigt die Sony nur zu minimalem Bildrauschen. Unschöne Verzerrungen sind nicht erkennbar, obwohl die FDR-X3000 bei Aufnahmen mit der höchsten Auflösung nur im Weitwinkelmodus filmen kann. Ansonsten stehen auch die Optionen »mittel« und »nah« zur Verfügung. Zeitlupen mit 120 Bildern in Full-HD-Auflösung gelingen angenehm flüssig.

Erstaunlich gute Tonqualität

Positiv hervorzuheben ist die – für eine Action-Cam – erstaunlich gute Tonqualität. Sie leidet jedoch erheblich, wenn das Unterwassergehäuse zum Einsatz kommt, das Tauchgänge bis 60 Meter Tiefe erlaubt und zum Lieferumfang gehört. Standardmäßig ist die Cam spritzwassergeschützt.

Über die »Play Memories Mobile«-App kann man die FDR-X3000 auch von Android- und Apple-Smartphones fernsteuern. Die drahtlose Verbindung wird blitzschnell über einen QR-Code aufgebaut. Auch der Weißabgleich und die Helligkeit können über das Smartphone angepasst werden. Problem: Bei schnellen Bewegungen des Camcorders kommt die Darstellung des Live-Bildes in der App nicht immer hinterher. Auch der Zugriff auf die Aufnahmen gelingt nur bedingt, hier kommt es bei 4K-Filmen immer wieder mal zu kurzen Hängern.

Besitzer einer Action-Cam im weit verbreiteten GoPro-Format kommen im Gegensatz zur FDR-X3000 in den Genuss von mehr Befestigungsmöglichkeiten und einem größeren Zubehörsortiment.

Filmen in 360 Grad: Insta360 One X2

Klassisch filmen mit extrem großem Blickwinkel oder spektakuläre Aufnahmen im 360-Grad-Look: Beides ist mit der Insta360 One X2 möglich, warum diese Action-Cam für uns besonders spannend ist. Möglich wird dies durch zwei Kameras, von denen sich jeweils eine an der Front und eine an der Rückseite der Cam befindet.

360-Grad-Aufnahmen

Insta360 One X2

Test  Action-Cam: Insta360 One X2
Liefert faszinierende 360-Grad-Videos, kann aber auch im klassischen Aufnahme-Format überzeugen.

Im öden Einheitslook der Action-Camcorder stellt die One X2 eine schöne Abwechslung dar, denn sie steckt nicht im gewohnten Gehäuse des Typs GoPro, sondern erinnert eher an eine Mini-Powerbank mit den Abmaßen 4,6 x 11,3 x 2,9 Zentimeter. So verschwindet sie problemlos in der Hosentasche. Das 149 Gramm schwere Gehäuse ist extrem robust und liegt dank einer angenehmen Gummierung sehr gut in der Hand.

 Action-Cam Test: Actioncams März2021 Insta360 Onex2
Die Insta360 One X2 hat ein Display im Stil eines Bullauges.

Seitlich befinden sich hinter Klappen die Schächte für einen USB-C-Anschluss, den Akku mit einer Kapazität von 1.630 mAh und die MicroSD-Karte. Die Kamera ist ohne Zusatzgehäuse bis zu 10 Meter wasserdicht, ein Stativgewinde ist an der Unterseite eingelassen. Im konventionellen Weitwinkel-Modus mit 150 Grad filmt die Insta360 mit 2.560 x 1.440 Pixeln und bis zu 50 Vollbildern, bei 360 Grad-Aufnahmen sind 5,7K (30/25/24 fps), 4K (50/30 fps) und 3K (100 fps) möglich. Panoramafotos schießt die One X2 mit 4.320 × 1.440 Bildpunkten, für 360-Grad-Darstellungen kommen 6.080 x 3.040 Pixel zum Einsatz.

Die Bedienung ist sehr einfach, das Konzept ist durchdacht. Eingeschaltet wird die Cam über einen seitlichen Knopf, zum Starten von Aufnahmen oder Auslösen von Fotos drückt man auf den gummierten Knopf unterhalb des 2,7 Zentimeter kleinen kreisrunden Displays, das super scharf und ausreichend hell ist. Dessen Größe ist grenzwertig, mit Wisch- und Touchgesten gelangt man jedoch schnell zu den gut strukturierten Menüs.

Die Einstellungen kann man wahlweise der Action-Cam komplett in Eigenregie überlassen oder selbst händisch eingreifen. Zugriff hat man unter anderem auf die Verschlusszeit (1/8.000 – 1/30 s), die ISO-Zahl (100-3.200) und den Weißabgleich. HDR für höhere Kontraste wird unterstützt. Extrem hilfreich bei der Bedienung und der Steuerung ist die Insta360-App. Smartphone oder Tablet koppeln sich mit deren Hilfe per WLAN mit der Kamera. So genießt man nicht nur eine Live-Vorschau mit geringem zeitlichen Versatz, sondern kann auch auf unterschiedliche Film-Modi wie »Bullet-Time«, »Zeitraffer« oder »Auto-Shift« zugreifen.

Fertige Clips lassen sich blitzschnell dank fertiger Vorlagen ohne eigene Kreativität zu ansehnlichen Filmchen verarbeiten. Dazu gehören unter anderem der »Stop Motion Mix«, ein »Dolly Zoom« oder der »Clone Trail«, um etwa eine Person in einer Aufnahme ganz speziell in Szene zu setzen. Die App verrät, wie viele Aufnahmen für jedes einzelne Szenario erforderlich sind. Die Ergebnisse sind mitunter wirklich spektakulär. Außerdem lassen sich gezielt bestimmte Objekte – beispielsweise Menschen, Tiere oder fahrende Autos – automatisch verfolgen und mittig im Bild festhalten. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Auch Live-Streaming per App ist möglich.

Besitzer einer Apple Watch können die Action-Cam ebenfalls über die Uhr am Handgelenk steuern. Ebenso reagiert die One X2 auf Sprachbefehle, jedoch nur auf Englisch und (noch) nicht auf Deutsch.

 Action-Cam Test: Actioncams März2021 Insta360 Onex2 Front
Die Front der Cam sieht der Rückseite zum Verwechseln ähnlich, allerdings fehlt hier das Display.

Die Insta360 kann nicht nur querformatig, sondern im Instagram-Style auch hochformatig filmen. Wählt man den Steadycam-Modus, so bleibt der Bildausschnitt immer in der Horizontalen. Zur Bildstabilisierung kommt dem Hersteller zufolge ein neuer Algorithmus zum Einsatz. Der leistet im Zusammenspiel mit dem 6-Achsen Gyroskop in der Tat überzeugende Arbeit. Ruckler und Wackler auf dem Mountainbike werden weitgehend effektiv eliminiert. Gelegentlich schwaches Pumpen ist dennoch sichtbar. Die Farben der Videos mit einer Datenrate von 100 Mbit/s sind natürlich, Schärfe und Detaildarstellung sind ordentlich, können aber mit der Qualität aktueller GoPro-Modelle nicht ganz mithalten. Überzeugen kann der Ton, der über vier Mikrofone aufgenommen wird.

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Zum Erzeugen und Ausspielen der 360-Grad-Videos benötigt man die kostenlose PC-Software »Insta360 Studio 2021«. Der Bildausschnitt lässt sich nachträglich individuell festlegen. Der räumliche Eindruck ist faszinierend, die Bildqualität top. Die beiden 180-Grad-Clips werden direkt in der Kamera zusammengesetzt, das klappt ohne sichtbare Schnittmarke. Allerdings sollte der Rechner keine alte Gurke sein, weil hier doch ein wenig Rechenleistung erforderlich ist.

Zum Laden in der Action-Cam benötigt der Akku rund 85 Minuten. Im Test schafften wir beim Filmen mit verschiedenen Auflösungen knapp 75 Minuten. Das ist in Ordnung.

Insgesamt ist die Insta360 One X2 eine qualitativ hochwertige Kamera, die verblüffend gute 360-Grad-Videos generiert. Sie ist nicht günstig, ihr Geld aber dennoch wert.

Die Kleinste: Insta360 Go 2

Die Insta360 Go 2 könnte in jedem neuen James-Bond-Film mitspielen und wäre ein echter Hingucker. Denn mit gerade mal 26,5 Gramm und den winzigen Abmaßen von 52,9 x 23,6 x 20,7 Millimeter ist dieses Modell kleiner und leichter als alle Action-Cams, die wir bisher im Test hatten.

Kompakt

Insta360 Go 2

Test Action-Cam: Insta360  Go 2
Winzige Maße und Fliegengewicht. Die Insta360 Go 2 ist gerade mal so groß wie ein Daumen und begeistert mit toller Videoqualität und einer erstaunlichen Stabilisierung.

Beim Auspacken des Kartons sind wir emotional zunächst noch unterkühlt. Dieses weiße Gehäuse ist zwar kompakt (68,1 x 48,54 x 26,5 Millimeter), aber noch nicht revolutionär. Es hat ungefähr die Größe einer Ladebox für Bluetooth-In-Ears. Erst als wir feststellen, dass sich die Schatulle öffnen lässt und sich darin die eigentliche Action-Cam versteckt, bekommen wir große Augen. Die Go 2 ist gerade mal etwas größer als eine Kastanie, also ein Hauch von Nichts.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2
Kaum größer als eine Kastanie: Die Insta360 Go 2 wiegt weniger als 30 Gramm.

Sowohl Kamera als auch Ladecase finden in jeder Hosentasche Platz. Wir halten das Ding zunächst für ein Spielzeug und erwarten von der Bildqualität nicht viel. So viel sei an dieser Stelle verraten: Da irren wir uns gewaltig!

Fangen wir mit den technischen Daten an. Die Go 2 filmt mit maximal 2.560×1.440 Pixel und 50, 30, 25 oder 24 Vollbildern in der Sekunde. Zudem ist die Auflösung 1.920 x 1.080 mit derselben Vollbildzahl möglich. Zeitlupenaufnahmen in Full-HD gelingen mit 120 Vollbildern. Für Fotos stehen maximal neun Megapixel zur Verfügung. Platz für eine MicroSD-Karte hat der Kamera-Zwerg nicht. Für Aufnahmen sind 28 Gigabyte reserviert, die fest verbaut sind.

Die Datenübertragungsrate liegt bei 80 Mbit/s. Sonderlich lange filmen kann man mit dieser Insta360 nicht, der kleine Speicher erweist sich als Flaschenhals. Mit der Basis-Stabilisierung sind bis zu 30 Minuten drin. Verwendet man den Pro-Videomodus mit der so genannten FlowState-Stabilisierung, so schrumpft die Aufnahmedauer auf magere zehn Minuten zusammen. Vorteil des Pro-Modus: Die Kamera speichert eine zweite Metadatei ab – in Verbindung mit der kostenlosen Software »Insta360 Studio« kann man nachträglich den Blickwinkel verändern und auch an der Stabilisierung Hand anlegen.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2 Case
Ein extrem kompaktes Duo: die Go 2 in der aufgeklappten Ladeschale.

Auch beim Akku sind keine Bestwerte drin. Je nach Modus hält dieser 20 bis 30 Minuten durch. Lässt man die Cam jedoch in der Ladeschale, so erweitert sich das Durchhaltevermögen im Idealfall auf 110 bis 150 Minuten. In der Ladeschale vergeht etwas mehr als eine Stunde, bis der Akku wieder auf 100 Prozent geladen ist, per USB-Kabel am Rechner klappt dies eine halbe Stunde schneller.

Die Insta360 Go2 selbst hat lediglich eine Bedientaste an der Front und eine Status-LED. Ansonsten erfolgt die Bedienung über zwei Tasten an der Ladebox und ein Mini-Display mit einer Diagonalen von rund 1,8 Zentimeter. Hierüber wechselt man den Aufnahme-Modus und die Auflösung und aktiviert Features wie HDR, Zeitlupe oder Zeitraffer. Ganz ehrlich, Spaß macht dies durch das Mini-Display und die Tasten-Mehrfachbelegung nicht. Intuitiv geht anders, und auch die Vibrationstöne und LED-Signale muss man erst mal verinnerlichen.

Was die Go 2 filmt, sieht man weder über die Kamera noch über das Case. Hierzu muss man die Gratis-App »Insta360« für Apple- und Android-Smartphones installieren. Die Anwendung hat auch den Vorteil, dass sich Einstellungen deutlich einfacher vornehmen lassen.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2 Stativ
Praktisch: Die Ladeschale fungiert auch als Mini-Stativ.

Die Ladeschale selbst besitzt zwei kleine Kunststoffbeine, die man ausklappen kann. So mutiert diese zum Mini-Stativ. Die Rückseite der Go 2 ist magnetisch – entweder befestigt man diese an einem metallischen Gegenstand oder an dem mitgelieferten Magnetanhänger. So hängt man sich die Cam vor die Brust und hat sie für Aufnahmen überall dabei. Zum Lieferumfang gehören ferner eine kleine Klebebasis mit Drehhalterung, ein Clip, um sie an einer Basecap oder am Stirnband zu befestigen und ein Linsenschutz.

Für unsere Testfahrt auf dem Mountainbike haben wir die Go 2, die ohne Zubehör bis zu vier Meter wasserdicht ist, mit dem Clip und Klebeband an der vorderen Beleuchtung befestigt. Viel Hoffnung auf eine halbwegs anständige Videostabilisierung hatten wir nicht. Aber die Insta360 belehrt uns eines Besseren: Für eine Action-Cam, die gerade mal so groß wie ein Daumen ist, wirkt die Fahrt über den holprigen Feldweg erstaunlich ruhig. Klar, hier und da sind kleinere Schläge zu sehen, die Stabilisierung gelingt nicht perfekt. Aber insgesamt ist die Fahrt viel entspannter als gedacht.

Nächstes Lob: Die Farben sind kräftig, die Schärfe ist gut, und bei ausreichend Umgebungslicht stimmt die Plastizität und das Bildrauschen ist minimal. Im dunkleren Wald gehen hingegen einige Details flöten und die Schärfe leidet ein wenig.

Unter dem Strich sind wir von der Insta360 Go 2 absolut positiv angetan. Die Mini-Cam liefert tolle Bilder, und die Videostabilisierung ist für den Kamera-Zwerg überzeugend. Das Konzept im Ladecase ist klasse. Bei Aufnahmedauer und Akku-Kapazität muss man natürlich Abstriche machen.

Gut & günstig: GoXtreme Back Hawk+ 4K

Nochmal rund einen Hunderter günstiger als die Phantom 4K ist die GoXtreme Black Hawk+ 4K. Bei ihr muss man logischerweise Komforteinbußen hinnehmen, ihre Bildqualität und die Videostabilisierung konnten uns im Test jedoch weitgehend überzeugen.

Gut & günstig

GoXtreme Black Hawk+ 4K

Test Action-Cam: GoXtreme Black Hawk+ 4K
Mit einem super Preis, einem gutes Bild und einer ordentliche Stabilisierung, ist sie die ideale Action-Cam für Sparfüchse.

Das Gehäuse der Cam ist gummiert, über ein Standard-Schraubgewinde an der Unterseite kann man diese beispielsweise wie in unserem Test am Fahrradlenker auch ohne das mitgelieferte Kunststoffgehäuse montieren. Dieses wird zum Tauchen und beim Wassersport benötigt, Tauchtiefen von bis zu 60 Meter sind möglich.

Nachteil: Das farbige und angenehm scharfe zwei Zoll große Display der Black Hawk+ hat keinen Touchscreen, die Bedienung erfolgt über insgesamt vier Tasten (Front, Oberseite, Seite). Keine Frage, der Bedienkomfort ist damit niedriger als bei vergleichbaren Modellen, die auf Wischgesten und Berührungen mit dem Finger reagieren. Während einer Aufnahme blinkt die Front-LED blau.

Action-Cam Test: Img
Wenn die GoXtreme Black Hawk+ 4K im Betrieb ist, blinkt die blaue LED an der Front.

Abgesehen von den vier Hauptmenüs verzichtet die Black Hawk+ auf zusätzliche Symbole. Aber auch so gelingt die Navigation flott. Geräte-Aufhänger, wie sie in einigen Amazon-Rezensionen bemängelt werden, traten bei unserem Modell nicht auf.

Die GoXtreme filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten und 60 Vollbildern. Die Videostabilisierung arbeitet in der höchsten Auflösung jedoch nur mit 30 Vollbildern, ansonsten aber auch in 1080p wahlweise mit 60 oder 30 Vollbildern pro Sekunde. Die Kamera erfasst einen Weitwinkel von 170 Grad, manuell einstellen darf man den Weißabgleich sowie die Belichtung und die Frequenz (50 oder 60 Hertz). Als Modi stehen neben Zeitraffer-Videos und -Fotos auch Langzeitbelichtung sowie Serienaufnahme bereit.

Action-Cam Test: 20200217
Die Ablesbarkeit des Displays könnte im Freien etwas besser sein. Trotz fehlender Symbole findet man sich im Menü schnell zurecht.

Recht umfangreich fällt das Zubehör aus. Neben dem wasserfesten Gehäuse hat GoXtreme dem Paket eine Fahrrad- und eine Helm-Halterung sowie Stativ-Adapter und Winkel für Halterungen beigelegt. Die Bluetooth-Fernbedienung der Phantom 4K fehlt jedoch – zu diesem Preis nicht verwunderlich.

Von der Videoqualität sind wir positiv überrascht. Bei statischen Motiven gefallen die hohe Schärfe – lediglich im Randbereich ganz außen nimmt diese minimal ab, geschenkt! Von Bildrauschen ist nichts zu sehen, die Farben sind natürlich und kräftig, im blauen Himmel zeichnen sich die weißen Wolken exakt ab. Traditionell deutlich problematischer sind die Fahraufnahmen. Auch hier schlägt sich die 150-Euro-Cam mehr als wacker. Die Schärfe bleibt in fast allen Bildteilen erhalten, Steine, Blätter und Gräser kann man weiter ohne spürbare Detaileinbußen erkennen, beispielsweise auch die Musterung der Rinde in Baumstämmen.

Schläge steckt die Black Hawk+ 4K ordentlich weg. Sie bügelt nicht alles glatt – gerade im Wald, wo die Piste deutlich ruckeliger wird, macht sich das deutlich bemerkbar, hier gehen auch einige Details flöten. Aber zumindest bei der Fahrt über den Feldweg erkennt man, dass hier ein digitaler Bildstabilisator eingreift und die Aufnahmen effektiv stabilisiert. Nur unsere deutlich teureren Action-Cams haben hier Vorteile. In der höchsten Auflösung hielt der Akku bei uns im Test keine Stunde durch.

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Über die für iOS und Android kostenlos erhältliche App »iSmart DV« kann man sein Tablet oder Smartphone in einen Kontrollbildschirm verwandeln. Die Kopplung mit der Kamera gelingt per WLAN – ist das WLAN aktiviert, leuchtet die Front-LED der Black Hawk rot auf. Der zeitliche Versatz ist auch in schnellen Sequenzen so gering, dass eine vernünftige Arbeit möglich ist. Alle Parameter, die man direkt an der GoXtreme verstellen kann, sind über die App zugänglich.

Wer nicht mehr als 150 Euro ausgeben will, erhält mit der GoXtreme Black Hawk+ 4K eine solide ausgestattete Action-Cam mit guter Bildqualität und ordentlicher Stabilisierung. Auf einen Touchscreen muss man verzichten, und wer Wert auf noch mehr manuelle Einstellmöglichkeiten legt, muss sich in einem höheren Preissegment umschauen.

Außerdem getestet

GoPro Hero9 Black

Die GoPro Hero9 Black ist teilweise satte 130 Euro günstiger als die neue GoPro Hero10. Die Unterschiede zum aktuellen Modell sind überschaubar. Deshalb bleibt die Vorgängerin eine interessante Alternative.

Display, Gehäuse, Verarbeitung und Ausstattung sind identisch. Auch sämtliches Zubehör, das Sie für die 10er kaufen können, bekommen Sie für die GoPro Hero9. Diese filmt mit maximal 5K und nicht mit 5.3K, was absolut zu vernachlässigen ist. Unterschiede gibt es bei den Bildraten. Bei 4K und 2.7K sind »nur« 60 statt 120 Vollbilder drin, bei 1080p kann die 9er aber ebenfalls mit 240 Vollbildern filmen.

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Auch wenn nicht die neueste Bildstabilisierung zum Einsatz kommt, so gibt es diesbezüglich keinen Grund, die neuere GoPro zu kaufen. Auch die Hero9 leistet großartige Arbeit.

Fotos lassen sich mit 20 statt mit 23 Megapixeln schießen, der Prozessor ist etwas langsamer. Trotzdem reagiert die Cam flott und lässt sich hervorragend bedienen. Alles andere ist quasi identisch. Die Videoqualität ist top, die Akkulaufzeit möglicherweise sogar einen Tick länger. Sparfüchse greifen deshalb zur GoPro Hero9 Black und nicht zur GoPro Hero10 Black.

DJI Osmo Action

Nach Drohnen und einer Mini-Kamera mit Gimbal hatte DJI mit der Osmo Action seine erste Action-Cam auf den Markt gebracht. Und die kann überzeugen. Besonderheit: Der kleine Camcorder hat nicht nur auf der Rückseite ein 5,7 Zoll großes Display, sondern zusätzlich auf der Front. Der 3,5 Zentimeter große Monitor ist ein reiner Kontrollbildschirm, der sich beispielsweise ideal für Vlogger eignet. Er dient nicht dazu, Anpassungen im Menü vorzunehmen.

Der Metallkorpus der Osmo Action ist sehr stabil und hochwertig verarbeitet. An der Vorderseite sitzt ein kleiner Kühlkörper, die Schutzlinse lässt sich abschrauben, hier können künftig auch ND- und Farbfilter montiert werden. Ohne separates Gehäuse ist die Kamera bis zu elf Meter wasserdicht. Ein Stativgewinde ist nicht eingelassen. Zur Befestigung an diversem Zubehör – hier passt das meiste am Markt erhältliche Equipment – kann man den mitgelieferten Zubehörrahmen verwenden.

Der Akku an der Unterseite wird über zwei Schiebeschalter gesichert. Links setzt man die Micro-SD-Karte sein, hier sitzt auch der USB-C-Anschluss. Wer unbedingt einen Micro-HDMI-Port benötigt, muss zur GoPro Hero7 Black greifen. Die Osmo Action ist nach zwei Sekunden einsatzbereit. Über die linke Schnellwechsel-Taste springt man von Video- zu HDR-Aufnahmen, Zeitlupe, Zeitraffer und Fotos, die »Disp«-Taste erlaubt ein Wechseln zwischen den beiden Displays. Wisch- und Touch-Gesten gestatten eine einfache Bedienung, die Menüstruktur ist weitgehend selbsterklärend. Auch mit Handschuhen kann man die Action-Cam problemlos steuern, da diese fünf Sprachbefehle beherrscht.

Gefilmt wird mit einer maximalen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln und 60p. Der digitale Bildstabilisator steht bei dieser Auflösung ebenfalls zur Verfügung. Der Datendurchsatz von 100 Mbit/s ist identisch zur aktuellen GoPro Hero10 Black. HDR-Aufnahmen sind nur mit 30 Bildern pro Sekunde und ohne Videostabilisierung möglich. Wem die Full-HD-Auflösung mit 1080p reicht, kann Zeitlupen mit 240 Vollbildern realisieren – dann allerdings ebenfalls ohne den Stabilisator.

Der Blickwinkel fällt mit 145 Grad kleiner aus als bei vielen Mitbewerbern. Als Sensor vertraut DJI auf einen 1/2.3 Zoll-CMOS-Sensor. Insgesamt sind wir von der Videoqualität sehr positiv überrascht, speziell von der Bewegungskompensation. Auch die Osmo Action haben wir auf einem Mountainbike installiert und sind über einen holperigen Waldweg gefahren. Die Glättung ist spitze, Ruckler und Schläge werden extrem effektiv beseitigt, die gesamte Fahrt wirkt ruhig. In dieser Disziplin muss sich die Osmo Action nicht vor GoPro verstecken.

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Bei gutem Licht sind Aufnahmen sehr scharf und rauschfrei. Die Farben wirken natürlich, die Dynamik ist bei der GoPro Hero9 Black höher. Verschwindet die Sonne und das Bild ist etwas schlechter ausgeleuchtet, neigt die Osmo Action zu leichtem Rauschen. Im Wald gingen bei unseren Filmaufnahmen einige Details verloren, hier fehlte es an sauberer Durchzeichnung. Grundsätzlich ist das jedoch Jammern auf vergleichsweise hohem Niveau.

In höchster Auflösung mit 60 Vollbildern hielt der Akku im Test etwas mehr als eine Stunde durch, in Full-HD-Auflösung verdoppelt sich die Aufnahmedauer. Die Akku-Ladezeit fällt mit 90 Minuten angenehm kurz aus.

Über die für iOS und Android kostenlos erhältliche »Mimo«-App kann man die Action-Cam auch vollumfänglich über das Smartphone steuern. Spotmessung, Weißabgleich, Farbanpassung, Änderung der Auflösung und der ISO-Zahl, alles ist hierüber möglich. Auch bei flotten Bewegungen ist die Latenzzeit minimal, sodass sich Mobilgeräte perfekt als Kontrollbildschirme eignen.

Wer eine Kamera mit Frontdisplay und sehr guter Bewegungsglättung sucht, wird mit der DJI Osmo Action glücklich. Die Bildqualität ist insgesamt sehr gut, nur in Nuancen hatte die GoPro Hero9 Black, die zum direkten Vergleich zur Verfügung stand, die Nase vorne.

GoPro Hero8 Black

Wer bei einer GoPro noch mehr sparen will, sollte sich die GoPro Hero8 Black unbedingt einmal näher anschauen. Diese verzichtet auf die 5K-Auflösung und das zusätzliche Front-Display und ist insgesamt etwas kleiner und leichter. Der Hauptbildschirm kommt auf 2 statt 2,27 Zoll.

Auch die Hero8 hat die ausklappbaren Metallarme und ist ohne Zusatzgehäuse bis zehn Meter wasserdicht. Sie verfügt über die effektive Bildstabilisierung »Hypersmooth« in allen Auflösungen. Die maximale Pixelkraft liegt bei 3.840 x 2.160 Bildpunkten mit 60 Vollbildern. Zudem ist der »Boost«-Modus an Bord.

Alle Fotomodi unterstützen ebenfalls das Schießen von Bildern im RAW-Format. Zu den Videosettings »SuperView«, »Weit« und »Linear« ist noch »Eng« in der höchsten Auflösung vorhanden.

Der Bedienkomfort ist identisch hoch wie bei der Hero9, der Akku hält um die 80 Minuten. Bild- und Tonqualität sind hervorragend, hier gibt es fast keinen Unterschied zur neuesten GoPro. Deshalb gilt: Vergleichen Sie detailliert die Ausstattung – wenn Ihnen bei der Hero8 Black nichts Entscheidendes fehlt, können sie bedenkenlos zu diesem Modell greifen.

GoPro Hero7 Black

Mittlerweile im Preis richtig angezogen hat die GoPro Hero7 Black. Für mehr als 400 Euro ist sie keine Kaufempfehlung mehr. Aufnahmen sind mit einer maximalen Auflösung von 3.840 mal 2.160 Pixeln mit 60 Vollbildern pro Sekunde möglich. Sie lassen sich um das bis zu Achtfache verlangsamen. In der höchsten Auflösung stehen zwei Sichtfelder mit unterschiedlichen Ausschnitten zur Verfügung, ansonsten drei. Mit 1080p lassen sich sogar 240 Bilder pro Sekunde für Zeitlupen in Full-HD-Auflösung auf die MicroSD-Speicherkarte bannen.

Die maximale Bitrate bei UHD-Aufnahmen liegt bei 78 Mbit/s. Eine flotte Speicherkarte ist damit Pflicht, um den hohen Datenstrom bewältigen zu können. Zum Einsatz kommt der H.265/HEVC-Codec, der beispielsweise auch bei Ultra-HD-Fernsehern verwendet wird. Der Codec reduziert den erforderlichen Speicherbedarf signifikant, verlangt dem Prozessor des kleinen Camcorders aber einiges ab.

Die Bedienung erfolgt über einen zwei Zoll großen farbigen Touchscreen oder per App, eine Sprachsteuerung ist vorhanden. Hier gibt es so gut wie keine Unterschiede zur Hero 8 Black. Die Bewegungsschärfe ist ebenso super wie die Farbdarstellung. Ihr volles Leistungspotential schöpft die Action-Cam vor allem bei ausreichend Umgebungslicht aus. Dann sind die Farben kräftig und natürlich, die Plastizität ist ausgezeichnet und das Bildrauschen minimal.

Bei unseren Aufnahmen herrschte trübes Herbstwetter ohne Sonne. Hier war Rauschen klar zu sehen, das hätten wir uns besser gewünscht. In dunklerer Umgebung bügelt die GoPro zudem nicht nur Unebenheiten, sondern leider auch Details weg. So kann es vorkommen, dass der Weg verschwimmt, einzelne Steine oder Blätter sind dann nicht mehr klar zu erkennen. Mehr Licht bedeutet hingegen mehr Schärfe, mehr Details, mehr Tiefenwirkung.

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Vielfältige Optionen bietet die »GoPro«-App. Vielfilmer kennen wahrscheinlich das Problem, dass sie mit dem Schneiden ihres Materials nicht mehr hinterherkommen und im Dateichaos kein Land mehr sehen. Mit der Gratis-App »Quik« nimmt ihnen GoPro die Mühen der Nachbearbeitung glücklicherweise ab. Man legt lediglich die Videos fest, die im späteren Film verwendet werden sollen, dazu noch einen Titel. Um den Rest kümmert sich das Programm. Es stellt die besten Sequenzen zusammen, legt Musik dahinter, fertig! Den Stil des Clips kann man nachträglich ändern, ebenso die Musik oder den Schnitt. Die Akkulaufzeit ist mit rund 65 Minuten recht überschaubar.

GoXtreme Phantom 4K

Für rund 250 Euro gibt es die GoXtreme Phantom 4K. Sie filmt ebenfalls in höchster Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixeln und 60 Vollbildern. Mit einer Diagonale von 5,9 Zentimetern (2,35 Zoll) fällt der Touchscreen etwas größer aus als bei den beiden genannten Mitbewerbern.

Die Front der Cam besteht aus einem gelochten Metallblech, der Rest aus Kunststoff. In der Unterseite ist ein Stativgewinde eingelassen. Hier sitzt auch der Deckel für Akku (hält beim Filmen in höchster Auflösung rund eine Stunde durch) und Speicherkarte, der zum Öffnen etwas Kraftaufwand erfordert. Material- und Verarbeitungsqualität gefallen uns bei den teureren Konkurrenten besser. Die Phantom 4K ist bis 40 Meter wasserdicht, muss dafür aber in das mitgelieferte Kunststoffgehäuse gesteckt werden.

Die Bedienung ist weitgehend unkompliziert. Ein-/Ausschaltknopf und Auslöser befinden sich oben auf dem Gehäuse. Während die GoXtreme jedoch bei Wischbewegungen sofort reagiert, muss man das Display teilweise mehrmals antippen, um im farbigen Menü eine Einstellung vorzunehmen. Und davon gibt es bei der Phantom 4K einige.

Die Videoauflösung lässt sich von 4K über 2.7 K (2.704 x 1.520) bis hin zu 1080p und 720p herunterschrauben. Bei Bedarf kann man eine digitale Bildstabilisierung aktivieren, die steht in 4K-Auflösung jedoch nicht mit 60, sondern nur mit 30 Vollbildern zur Verfügung. Für geschmeidige Zeitlupen filmt die GoXtreme wahlweise auch in 1080p und 720p mit 120 Vollbildern, mit 720p sind sogar 240 Einzelbilder pro Sekunde drin – die Bildstabilisierung kann in den genannten Setups jedoch ebenfalls nicht genutzt werden.

Neben der Auflösung hat man unter anderem Zugriff auf Videoqualität (»Super Fein«, »Fein«, »Normal«), Sichtfeld (»Weit«, »Mittel«, »Schmal«), Belichtung, ISO-Wert (100 bis 6.400), Belichtungszeit, Schärfe, Weißabgleich, Messpunkte, Szenemodus (beispielsweise »Nacht«, »Sport«, »Landschaft«) und unterschiedliche Effekte zur Bildverfremdung. Ambitionierte Filmer können ihrem Streifen damit ihren eigenen Stempel aufdrücken. Der maximale Weitwinkel liegt bei 170 Grad, auch Zeitraffer-Aufnahmen sind möglich.

Absolute Bestnoten verdient sich die Phantom 4K für das mitgelieferte Zubehör, das fällt extrem üppig aus. Hierzu zählen diverse Halterungen und Klebepads, beispielsweise für den Fahrradlenker, den Helm oder das Armaturenbrett im Auto, das sich GoPro teuer bezahlen lässt. Pfiffig ist die neue 360-Grad-Basishalterung: Ist die Action-Cam einmal eingesetzt, kann man sie flexibel und in jedem beliebigen Winkel um die eigene Achse drehen. Wenn man Handschuhe trägt, wird man sich über die Bluetooth-Fernbedienung freuen, mit der man die Kamera ein- und ausschaltet sowie zwischen Video- und Fotomodus wechseln kann.

Die Videoqualität der Phantom 4K überzeugt. Bei ruhigen Aufnahmen spielt sie in der höchsten Liga mit. Das Bild ist extrem scharf, wird aber nicht überzeichnet. Details arbeitet sie präzise heraus, Farben sind natürlich, jedoch nicht plakativ. Selbst einzelne Äste in entfernten Bäumen oder Halme am Wegesrand kann man problemlos erkennen.

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Der digitale Bildstabilisator arbeitet ordentlich, aber nicht perfekt. Die meisten heftigen Schläge unserer Radtour eliminiert er effektiv, trotzdem ist das Bild durch häufige Mikroruckler etwas gestört. In der sehr detailreichen Waldszene mit vielen Blättern, Steinchen, Ästen und Bäumen ist die Automatik mitunter leicht überfordert, das Bild scharf zu stellen. Hier merkt man, wie die Elektronik permanent bemüht ist, aber keine Aufnahme wie aus einem Guss hinbekommt. Kleinere Unschärfen und Artefakte sind die Folge.

Über die »GoAction H22«-App lassen sich Action-Cam und Smartphone miteinander verbinden, um Clips von der Kamera herunterzuladen und die Phantom 4K über das Mobilgerät zu steuern. Empfehlen können wir diese Option nicht. Im Test war es ein reines Glücksspiel, ob wir ein Live-Bild der Kamera auf dem Smartphone-Display zu sehen bekamen. Außerdem war ein deutlicher zeitlicher Versatz spürbar. Bei statischen Aufnahmen ist das kein Problem, bei Schwenks und anderen Bewegungen hinkt die Vorschau der Realität jedoch deutlich hinterher.

Insgesamt bietet GoXtreme mit der Phantom 4K ein interessantes Paket: Action-Cam mit guter Bildqualität, sehr viel Zubehör und schönes Handling zum fairen Preis.

Akaso Brave 7

Zusätzlich zur bereits getesteten Brave 7 LE bietet Akaso auch die Brave 7 an. Das Gehäuse ist nahezu identisch, charakteristisches Merkmal ist ebenfalls das kleine Frontdisplay: Ein Parallelbetrieb vom Front- und dem 2 Zoll großen Hauptdisplay mit Touchscreen ist allerdings nicht möglich, es lässt sich immer nur ein Bildschirm aktivieren. Im Gegensatz zur 7 LE verzichtet die Brave 7 auf den Micro-HDMI-Anschluss.

Klasse: Das hochwertig verarbeitete Gehäuse ist bis zu zehn Meter wasserdicht. Für tiefere Tauchgänge muss man das mitgelieferte Zusatzgehäuse verwenden. Zum Set gehören außerdem eine Fernbedienung, zwei Akkus, ein Doppellader sowie diverse Halterungen und Befestigungsmaterialien, unter anderem für Lenker und Helm.

Die Brave 7 lässt sich einfach bedienen, der Touchscreen reagiert zuverlässig, die Menüstruktur ist plausibel. Die maximale Auflösung liegt bei 4K30, zudem stehen unter anderem 1080p60 und 720p120 zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören Sprachsteuerung, einstellbare Blickwinkel, Verzerrungskalibrierung, Serienfoto, Zeitraffervideo, Zeitlupenvideo, ein Tauchmodus sowie Spezialeffekte. Außerdem besitzt die Akaso-Cam eine digitale Videostabilisierung mit 6-Achsen-EIS sowie die Möglichkeit, die Kamera über WLAN per Smartphone zu steuern und Aufnahmen direkt über soziale Medien zu teilen.

Die Qualität der Bildstabilisierung überrascht uns positiv, diese ist für eine Action-Cam in dieser Preisklasse erstaunlich gut und etwas besser als bei der Brave 7 LE. Die meisten Bodenunebenheiten eliminiert die Akaso effektiv, es bleiben nur minimale Ruckler zurück, die aber zu ertragen sind. Die Brave 7 ist nur knapp an einer Empfehlung vorbeigeschrammt, ihre Aufnahmen gefallen uns richtig gut. Das Bildrauschen ist minimal, Schärfe und Farbnatürlichkeit passen, und auch die Detailzeichnung kann sich sehen lassen.

Im dunkleren Wald lässt die Cam jedoch Federn. Kaum wird das Licht etwas weniger, werden die Filmaufnahmen urplötzlich richtig matschig, die Details gehen verloren, die Schärfe flöten – und die Farben bleichen aus. Auch die Stabilisierung wird jetzt schlechter. Schade, denn passt das Umgebungslicht, schneidet die Kamera wirklich gut ab.

Wer immer sicherstellen kann, dass zum Filmen ausreichend Licht zur Verfügung steht, kann die Akaso Brave 7 gerne als preiswerte Action-Cam in die nähere Auswahl nehmen. Ein stark bewölkter Tag reicht jedoch aus, damit die Videoqualität deutlich nachlässt.

SJCam SJ8 Pro

Kein Mega-Schnäppchen, aber erstaunlich gut ausgestattet ist die SJCam SJ8 Pro. Sie filmt sogar in 4K-Auflösung mit 60 bzw. 50 Vollbildern pro Sekunde, was sich sehr positiv bei bewegten Objekten bemerkbar macht. Zudem ist sie mit einem Frontdisplay ausgestattet.

Das rückseitige 2,3 Zoll große Display ist schön scharf und reagiert präzise auf Fingerdruck und Wischgesten. Die Menüstruktur ist klar und man kommt auf Anhieb zurecht. Praktisch sind die Erklärtexte: So erfährt man beispielsweise beim Aktivieren der Bildstabilisierung, dass diese im 4K-Modus lediglich mit 30, 25 und 24 Bildern zur Verfügung steht, dann allerdings ohne H.265-Codierung, die das Speichervolumen reduziert.

Für Zeitlupen sollte man die Auflösung 1.280 x 720 wählen, dann kann die kleine Cam nämlich sogar mit bis zu 240 Bildern filmen. Die Vielzahl der möglichen manuellen Einstellungen ist speziell für ambitionierte Filmer eine feine Sache. Weißabgleich, Farbprofil, Messmodus, Schärfe, Verzerrungskorrektur, Daueraufnahme, Zeitraffer, ISO-Zahl, Videoqualität, Zeitstempel und Farbtemperatur sind nur einige der möglichen Optionen, um Einfluss auf das Bild zu nehmen.

Zum hohen Bedienkomfort trägt das Frontdisplay bei. Während des Filmens sieht man hier die gewählte Auflösung, die Speicherkapazität, die Akku-Restkapazität und die Aufnahmedauer – sehr praktisch! Für Unterwasseraufnahmen liegt ein spezielles Gehäuse bei. Das integrierte Gewinde erlaubt es, die SJCam auch auf einem Stativ zu befestigen. Etwas nervig: Die Klappe auf der Unterseite, in der der Akku und die SD-Speicherkarte sitzen, lässt sich nur mit Mühe öffnen.

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Die Schärfe von Videos ist selbst im »Standard«-Modus brutal – hier macht es mitunter Sinn, auf »Weich« zu wechseln, wenn man nicht jeden einzelnen Grashalm erkennen muss und einen etwas geschmeidigeren Bildeindruck bevorzugt.

Die Bildstabilisierung funktioniert ordentlich. Sie erreicht zwar nicht das Niveau der aktuellen GoPro, ist aber durchaus akzeptabel. Zumindest die größeren Unebenheiten eliminiert die Cam effektiv und Details bleiben stets gut zu erkennen. Die Farben sind natürlich, der Kontrast ist hoch und die Schärfe exzellent. Auf unterschiedliche Lichtwechsel reagiert die SJ8 Pro sehr flott.

Problemlos gelingt ebenfalls die Steuerung über die kostenlose »SJCam«-App für iOS- und Android-Geräte. Über die Anwendung hat man Zugriff auf sämtliche Parameter, kann filmen und fotografieren und die Action-Cam per WLAN auch aus der Ferne bedienen. Die Latenz bei der Bildübertragung ist spürbar, fällt aber nur bei flotten Bewegungen negativ auf.

Insgesamt bietet die SJ8 Pro ein tolles Gesamtpaket zum fairen Preis. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Fahrradbefestigung, drei Adapterhalterungen, Klebepads und ein Reinigungstuch. Die Akku-Laufzeit ist mit rund 60 Minuten in der höchsten Auflösung überschaubar.

GoPro Hero6 Black

Gegenüber dem Vorgängermodell GoPro Hero5 Black filmt die GoPro Hero6 Black in UHD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde, Zeitlupen in 1080p lassen sich gar mit 240 Bildern realisieren. Wichtig: Für ultrahochauflösende Clips steht auch der Bildstabilisator zur Verfügung – zumindest mit 30 Bildern. Fotos können im HDR-Look geschossen werden. Deutlich schneller gelingt die kabellose Übertragung des Videomaterials, ein aktueller Prozessor tut der Action-Cam gut.

GoXtreme Black Hawk 4K

Die GoXtreme Black Hawk 4K wird mit Unterwassergehäuse und jeder Menge Zubehör geliefert, um die Kamera am Fahrrad, am Helm oder auch am Surfbrett zu montieren. Verzichten muss man auf einen Touchscreen, das ist allerdings zu verschmerzen, denn die Bedienung über zwei seitliche Menütasten ist einfach, der farbige Bildschirm zudem gut ablesbar.

Im 4K-Modus filmt die Cam mit 30 Bildern pro Sekunde. Bei Tageslicht arbeitet sie feinste Details heraus, so zeigt sie von einer Asphaltdecke beispielsweise jeden Pickel und noch so kleinen Stein. Mitunter neigt die GoXtreme dazu, in sehr sonnigen Passagen zu überschärfen, dann sollte man vom Modus »Superfein« in »Fein« oder »Normal« wechseln. Auch die Schärfe lässt sich in drei Stufen einstellen, außerdem kann man unter anderem an der ISO-Zahl, der Belichtung sowie an der Helligkeit Hand anlegen. Farben und Kontrast sind gut, auch in dunkler Umgebung ist die Hawk 4K noch zu gebrauchen, hier besteht allerdings die Gefahr, dass ein leichtes Rauschen sichtbar wird.

Die steinige Buckelpiste mit dem Fahrrad hat die GoXtreme ordentlich gemeistert, wobei sie nicht alle Unebenheiten wegbügelt. Bei hoher Geschwindigkeit verschluckt sie teilweise einige Details, zudem bekommen die Aufnahmen bei starken Erschütterungen mitunter einen leichten Rolleffekt. Zum Fernsteuern eignet sich die für iOS und Android erhältliche App »GoAction«. Das Live-Vorschaubild wird bei schnellen Bewegungen mit kleiner Verzögerung angezeigt. Ansonsten bietet die App Zugriff auf zahlreiche Einstellungen und ermöglicht eine komfortable Steuerung der Cam vom Smartphone aus.

Was schade ist: Schon nach weniger als einer Stunde macht der Akku der GoXtreme schlapp. Auf längeren Touren ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen zweiten Akku im Gepäck zu haben. Die Tonqualität der GoXtreme ist bescheiden.

GoXtreme Manta 4K

Von der GoXtreme Manta 4K sind wir beim Auspacken begeistert: Der Action-Camcorder erinnert von der Optik an eine GoPro, die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck und die kleine Kamera soll gerade mal um die 120 Euro kosten. Das klingt interessant. Der Lieferumfang fällt zudem mit diversen Halterungen und Klebepads recht umfangreich aus (Helm-, Fahrrad- und Basishalterung, Stativ-Adapter, Gurte). Noch eine Besonderheit: Das Gehäuse ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von zehn Metern, ohne dass man ein Zusatzgehäuse verwenden muss.

Die GoXtreme filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten, dann allerdings nur mit 30 Bildern pro Sekunde. 60 Bilder sind erst ab 1080p möglich. Mit der kleineren Auflösung 720p lassen sich auch Zeitlupenaufnahmen mit 120 Vollbildern in der Sekunde realisieren. Unterstützt werden ebenfalls Zeitraffer-Videos und -Fotos. Der Weitwinkel beträgt 170 Grad, das farbige Display ist 2 Zoll groß und reagiert auf Wischgesten und Fingerdruck.

Die gummierte Front der Manta 4K macht einen hochwertigen Eindruck. Recht schwergängig lassen sich die Klappe für die seitlichen Anschlüsse sowie das Fach für Akku und Speicherkarte öffnen, dafür verschließen diese aber sicher. Zum Betätigen des Auslösers auf der Oberseite der Cam benötigt man extrem viel Kraft – das ist ein echtes Manko. Wackelfreie Fotos sind so kaum zu realisieren.

Die Menüstruktur der GoXtreme ist hingegen klar und gut verständlich, hier muss man nicht lange suchen, um die gewünschten Optionen ausfindig zu machen. Unter anderem kann man hier die Weite des Sichtfelds anpassen, die Belichtung korrigieren oder die Verzeichnungskorrektur einstellen.

An Bord der Manta 4K befindet sich eine digitale Bildstabilisierung, die steht auch in der höchsten Kamera-Auflösung zur Verfügung. Um das zu testen, haben wir die Cam wie bei allen anderen Modellen an einem Mountainbike befestigt. Dazu liegt ein leichter Kunststoffrahmen bei, um Zubehör an der Kamera anzubringen. Der Rahmen wirkt zwar etwas labil, sobald er sich jedoch um das Gehäuse schmiegt, bietet er ausreichend Stabilität.

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Spätestens bei der Bildqualität macht sich der niedrige Preis der Manta 4K bemerkbar. Bei statischen Motiven ist nur die Bildmitte scharf, außen erkennt man deutliche Unschärfen. Hinzu kommt dezentes Bildrauschen. Die Farben könnten etwas kräftiger sein. Ziemlich dürftig ist die Videostabilisierung. Das Bild rollt und holpert, die Sequenzen auf dem Zweirad werden zum wilden Ritt. Hier wird man seekrank, wenn man sich eine solche Fahrt länger anschaut. Die Detailzeichnung in der Mitte des Bildes ist gar nicht schlecht: Steine, Dreck und Pfützen arbeitet der Action-Camcorder ordentlich heraus. Man hat nur wenig davon, weil das Bild permanent hin- und herspringt. Die Akkulaufzeit von rund einer Stunde bei höchster Kamera-Auflösung ist in Ordnung.

Mit der kostenlos für iOS und Android erhältlichen Yutupro-App hat man per Smartphone Fernzugriff auf die Manta 4K. Die Latenzzeit für die Live-Vorschau ist auch bei hektischen Bewegungen gering und fällt kaum auf. Über die Applikation kann man sämtliche Parameter verstellen. Die drahtlose Übertragung von Dateien gelingt nur bei einer maximalen Auflösung von 1080p, zum Download von 4K-Material benötigt man einen PC.

Aufgrund der Unschärfe im Randbereich und der ungenügenden Bildstabilisierung können wir die GoXtreme Manta 4K nicht empfehlen. Geben Sie lieber etwas mehr aus und greifen Sie beispielsweise zur GoXtreme Phantom 4K.

Insta360 One R Twin Edition

Bei der Insta360 ONE R Twin Edition handelt es sich um eine kleine Action-Cam-Revolution. Denn man erwirbt nicht nur einen herkömmlichen Mini-Camcorder, sondern zusätzlich eine kompakte 360-Grad-Cam. Das System ist modular aufgebaut. So erhält man die rote Akku-Platte, das Display sowie die beiden Kamera-Einheiten. Alle Elemente lassen sich problemlos ineinanderklicken, das fertige Gebilde ist bis zu fünf Meter wasserdicht. Obwohl der Akku separat von unten an das Display und das jeweilige Kameramodul geklemmt wird, lässt er sich nicht einzeln, sondern nur über die Steuereinheit aufladen. Das ist wenig durchdacht. Etwas nervig ist die dünne Kunststoffverbindung an der Klappe des Speicherkartenfachs, welche sich bei unserem Modell permanent löste. Die restliche Verarbeitung hinterlässt einen ordentlichen Eindruck.

Das Display der Bedieneinheit fällt mit 1,4 Zoll sehr klein aus (es zeigt wahlweise nach vorne oder nach hinten). Oben drauf befinden sich zwei Knöpfe, einer zum Einschalten, der andere zum Auslösen. Die Bedienung erfolgt komplett über das Display oder per App. Auch wenn das Display recht zuverlässig auf den Finger reagiert, macht die Bedienung trotzdem keinen Spaß. Hier ist alles zu klein und zu fummelig.

Die 4K-Kamera von Insta360 filmt mit maximal 4.000 x 3.000 Pixeln, mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten sind auch 60 und nicht nur 30 Vollbilder möglich, allerdings nur, wenn man sich nicht für HDR entscheidet. Beim Video-Format kann man zwischen MP4- und dem proprietären »insv«-Format wählen. Mit MP4 ist jedoch nur eine Basis-Stabilisierung möglich, während »insv« die höherwertige Bildstabilisation realisiert. Haken an der Sache: Dann muss jede einzelne Filmdatei erst gewandelt werden, um sie überall abspielen und nutzen zu können, entweder per Insta360-App oder die Software360 Studio. Das ist natürlich umständlich.

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Für unsere Testaufnahme hatten wir eigentlich das MP4-Format ausgewählt. Trotzdem lagen die Clips im »insv«-Format vor. Auf dem PC klappte die Umwandlung mit der entsprechenden Software problemlos und flott, etwas Rechenpower ist aber vorausgesetzt. Hier kann man unter anderem in fünf Stufen den Bildausschnitt nachträglich verändern.

Das zweite Objektiv hat eine Wechsellinse und filmt mit maximal 5.760 x 2.880 Pixeln und 30 Vollbildern. Auch hier benötigt man für die Verarbeitung der 360-Grad-Aufnahmen die App oder die PC-Software.

Die Inbetriebnahme der Insta360 ONE R verlief bei uns etwas holprig, weil wir Probleme mit WLAN- und Bluetooth-Passwort hatten. War die Hürde genommen und die Cam betriebsbereit, gab es abgesehen vom kleinen Display jedoch keine Probleme. Blöd, dass momentan noch keine deutsche Menüsprache vorhanden ist. Über Sprachbefehle kann man Aufnahmen starten und beenden.

Mit der Arbeit des Bewegungsstabilisators sind wir insgesamt zufrieden, sobald es nicht zu uneben wird. Die Farben der Aufnahmen sind jedoch viel zu blass. Unterwegs fehlt es dem Bild nicht nur an Farbe, sondern auch an Tiefe und Schärfe. Die graue Schotterpiste verwischt zu einem einheitlichen Boden ohne nennenswerte Details. Fehlendes Licht ist für die Cam ein erhebliches Problem.

Die 360-Grad-Ansicht ist ein witziges Feature. Da die maximale Auflösung von 5,7 K für die komplette 360-Grad-Ansicht zur Verfügung steht, relativiert sich die vermeintliche Pixelpower, weshalb das Bild nicht gerade vor Schärfe explodiert. Als HD-Video generiert kann man im Video die Perspektive frei wählen. Über die App kann man seine Aufnahmen mit Effekten versehen und diese auch schneiden. Der Akku hielt bei uns rund eine Stunde durch.

Die Insta360 ONE R Twin Edition ist ein pfiffiger Ausflug in die 360-Grad-Welt. Als reine Action-Cam kann uns die Kamera qualitativ aber nicht vollends begeistern, auch die Nachbearbeitung für bestmögliche Ergebnisse ist eher etwas für ambitioniertere Filmer, die der hohe Anschaffungspreis nicht abschreckt. Die Kamera ist auch im Hersteller-Shop zu erwerben.

Akaso V50 Elite

»4K 60FPS« – die Akaso V50 Elite zeigt gleich gut lesbar auf ihrem Gehäuse an, was in ihr steckt. Der kleine Camcorder filmt in UHD-Auflösung mit maximal 60 Vollbildern, die digitale Bildstabilisierung lässt sich jedoch erst mit 30 Vollbildern aktivieren. Beim Bildausschnitt hat man mit »Wide«, »Medium« und »Narrow« drei Optionen. Die Verarbeitung der Akaso-Cam ist gut, das gummierte Gehäuse ist ordentlich verarbeitet. In die Unterseite ist ein Stativgewinde eingelassen. Das Objektiv verfügt über eine 170-Grad-Linse. Bedient wird die Cam über ein zwei Zoll großes, farbiges IPS-Display. Dieses ist hell und gut ablesbar, die Menüstruktur ist klar. Leider reagiert der kleine Bildschirm nur sehr schwergängig auf den Finger. Antippen klappt noch halbwegs vernünftig, bei Wischbewegungen ist mitunter Geduld gefragt.

Zur Ausstattung gehören unter anderem eine achtfache Slowmotion, Sprachsteuerung, Weißabgleich und eine praktische Fernbedienung für das Handgelenk. Windgeräusche lassen sich während der Aufnahme reduzieren. Bis zu 40 Meter wasserdicht ist die V50 Elite, wenn man sie in das mitgelieferte Kunststoffgehäuse steckt.

Mehr als üppig fällt das Zubehör aus. Ausgeliefert wird die Akaso mit einem zweiten Akku und einem Doppel-Ladegerät sowie diversen Halterungen, Gurten und Klebepads beispielsweise zur Montage an Fahrrad und Helm. Insgesamt erwirbt man mit der V50 Elite ein umfangreiches Komplettpaket zum fairen Preis.

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Auch die Videoqualität kann sich für ein Modell in dieser Preisklasse durchaus sehen lassen. Statische Aufnahmen sind recht scharf, das Rauschen ist minimal, nur die Farben könnten kräftiger und der Kontrast stärker sein. Bei Fahraufnahmen leistet der Stabilisator ordentliche Arbeit. Ist die Piste nicht allzu uneben, sieht die Fahrt relativ ruhig aus, leichte Pumpbewegungen bleiben bestehen. Bei stärkeren Schlägen gerät die Akaso an ihre Grenzen, selbst tagsüber bräuchte sie im Wald etwas mehr Licht für ein detailreicheres Bild. Details bleiben hier weitgehend auf der Strecke.

Der Akku hielt bei uns in höchster Auflösung rund eine Stunde durch.

Akaso Brave 7 LE

Bei der Akaso Brave 7 LE lässt die DJI Osmo Action grüßen, sowohl optisch als auch konzeptionell. Besonderheit ist der kleine Kontrollbildschirm an der Front, der beim Filmen sehr praktisch ist. Zusätzlicher Bonus: Der Korpus ist wassergeschützt, wer jedoch Tauchgänge absolvieren will, muss zum bis zu 40 Meter Wassertiefe dichten Schutzgehäuse greifen.

Die Bedienung erfolgt über drei Tasten am Gehäuse und den zwei Zoll großen Touchscreen, der auf Wischbewegungen ebenfalls nicht perfekt, aber deutlich besser als die Akaso V50 Elite reagiert. Die maximale Auflösung liegt hier bei 4K mit 30 Vollbildern. Für den Bildausschnitt stehen vier Optionen zur Verfügung. Über zwei Lupen auf dem Display kann man ein- und auszoomen, allerdings handelt es sich hierbei nur um einen digitalen Zoom. Ausschnittsanpassungen sollte man deshalb lieber später im Schnitt vornehmen.

Das Bedienkonzept ist simpel und stimmig, mitgeliefert wird eine Fernbedienung für das Handgelenk. Fotos und Videos lassen sich zudem dank integriertem WLAN mit Smartphones teilen.

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Schon beim ersten Bildcheck fällt auf, dass die Farben deutlich kräftiger ausfallen als bei der V50 Elite. Das Bildrauschen ist minimal, die Schärfe in Ordnung, wobei die einzelnen Grashalme einer Wiese schon ziemlich verwischen und saubere Konturen vermissen lassen.

Kleinere bis mittlere Bodenunebenheiten bügelt der digitale Bildstabilisator anständig weg. Allerdings geht dann teilweise die Schärfe verloren, Details verwischen. Besonders eklatant wird dies im Wald bei nachlassendem Umgebungslicht. Hier ist das Bild mitunter heftig am Pumpen, darüber hinaus ist die Stabilisierung nicht mehr prickelnd. Die DJI Osmo Action bietet deutlich bessere Ergebnisse, ist dafür aber auch teurer.

Das Zubehör der Akaso Brave 7 LE fällt mit diversen Halterungen, Ersatzakku und Doppel-Ladegerät ebenfalls sehr stattlich aus.

GoPro Hero

GoPro, der Erfinder der Action-Cam, bewegte sich lange Zeit fast ausschließlich im oberen Preissegment. Mit der Hero hatte GoPro zwischenzeitlich auch ein preiswerteres Modell im Sortiment, das aber trotzdem eine waschechte GoPro ist. Mittlerweile ist die Hero aber extrem teuer und damit komplett uninteressant geworden.

Rein äußerlich kann man die Hero vom aktuellen Top-Modell nicht unterscheiden. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet und erlaubt Tauchgänge und Aufnahmen im Wasser bis zu einer Tiefe von zehn Metern. Sämtliches Zubehör früherer GoPro-Modelle wie Halterungen für das Mountainbike lassen sich glücklicherweise weiter verwenden. Auf der Gehäuserückseite befindet sich ein heller und gut ablesbarer zwei Zoll großer Bildschirm, der auf Wischbewegungen und kurzes Tippen zuverlässig und flott reagiert. Die Menüstruktur wurde von der Hero6 Black übernommen, auch ohne Vorkenntnisse gelingt das Navigieren ohne Probleme.

Erster gravierender Unterschied zum GoPro-Topmodell: Die Hero filmt nicht in UHD-Auflösung mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln, sondern gibt sich mit weniger Bildpunkten zufrieden. 1.920 x 1080 mit 60 Vollbildern ist die Auflösung, mit der die meisten die Action-Cam verwenden werden. GoPro gibt zwar eine zweite mögliche Auflösung von 1.440p60 an, doch deren Sinn erschließt sich nicht wirklich. Die Hero filmt dann nämlich nicht wie erhofft mit 2.560 x 1.440, sondern mit alltagsunfreundlichen 1.920 x 1.440 Pixeln. Das hat zur Folge, dass das Bild quadratischer wird. Wofür das gut sein soll, bleibt unklar.

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Zeitlupenaufnahmen sind mit der Hero nicht möglich. Fotos schießt sie mit bis zu 10 Megapixeln. Auf kontrastreiche HDR-Aufnahmen muss man allerdings genauso verzichten wie auf das Anschließen eines externen Mikrofons über den für andere GoPro-Modelle separat erhältlichen Pro 3,5-mm-Mikrofonadapter. Die drei integrierten Mikrofone liefern in den meisten Alltagssituationen allerdings ordentliche Ergebnisse.

Positiv: Die GoPro Hero lässt sich bequem und sehr zuverlässig per Stimme steuern. Ob Aufnahme, Aufnahme-Stopp oder Foto – ein kurzer Befehl, und die Cam reagierte im Test sehr spontan. Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Hero scharfe und natürliche, rauschfreie Aufnahmen. Die Tiefenwirkung könnte einen Tick besser sein, speziell wenn sich die Sonne versteckt. Naturgemäß kann die Schärfe mit der 4K-Auflösung guter Modelle nicht mithalten, die ja vier mal so viele Pixel aufzeichnet. Dafür lassen sich die MP4-Dateien auch auf älteren Rechnern problemlos und zügig schneiden, die vor den riesigen UHD-Datenmengen kapitulieren müssten.

Nicht überzeugen konnte uns der Bildstabilisator.

Lamax X10.1

Im ersten Moment glaubt man, eine ältere GoPro in der Hand zu halten. Es kann kein Zufall sein, dass die Lamax X10.1 im hochwertigen grauen Gehäuse fast genauso aussieht und sich auch so anfühlt. Die Verarbeitung ist top. Lediglich die beiden seitlichen Druckknöpfe sind ein erstes Indiz dafür, dass das zwei Zoll große Display kein Touchscreen ist. Das ist schade, zumal die Lamax X10.1 kein Schnäppchen ist. Abgesehen davon könnte das Display etwas heller sein, denn speziell im Freien leidet die Erkennbarkeit ein wenig.

Ansonsten ist das Handling sehr durchdacht. Der Winzling filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln und 30 Vollbildern, bei 1080p sind 120 und bei 720p sogar 240 Vollbilder für Zeitlupen möglich. Die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig: Unter anderem gehören Zeitraffer, Loop-Aufnahme, Anpassung des Linsenwinkels, Selbstauslöser, Serienfoto, Belichtungsmodifikation und HDR-Modus zur Ausstattung. Ebenso ist eine digitale Bildstabilisierung an Bord.

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Gigantisch ist das Zubehör: Mitgeliefert werden zwei Akkus (einer reicht in UHD-Auflösung für rund 60 Minuten), eine wasserdichte Hülle, eine Fernbedienung, ein Stabhalter, diverse Adapter und (selbstklebende) Halterungen und sogar eine Tasche. Dank WLAN gelingt die Bedienung auch mittels Smartphone.

Die Farben in den Videoaufnahmen sind recht blass – hier könnte die X10.1 etwas mehr auf den Putz hauen. Auch die Schärfe ist überschaubar. Dementsprechend ist die Tiefenwirkung nur durchschnittlich. Recht zufrieden sind wir hingegen mit der Stabilisierung. Gelegentlich treten leichtere Rolleffekte auf, aber ansonsten ist das Videomaterial frei von groben Rucklern. Die Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse erfolgt zügig.

GoPro Hero7 Silver

Andere GoPro, erheblicher Schwachpunkt: Die graue Hero7 Silver hat den Akku fest integriert, ein Wechseln ist nicht möglich. Ein Drehtag auf der Skipiste oder beim Radfahren kann somit schnell zu Ende sein. Im Gegensatz zur Hero7 White filmt die Hero7 Silver in UHD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde. Das Bild ist schärfer, tendiert bei schnelleren Bewegungen in detailreichen und nicht perfekt ausgeleuchteten Passagen aber trotzdem zu vermatschen. Zusätzliche Unterschiede zur Hero7 White: Die teurere Hero7 Silver verfügt über einen GPS-Sensor und fotografiert mit WDR (Wide Dynamic Range), um die Gesamtbelichtung im Bild zu verbessern.

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GoPro Hero7 White

Wegen ihres fest verbauten Akkus sollte man die Finger auch von der GoPro Hero7 White lassen. Ist der Akku unterwegs leer, hat sich die Filmerei erledigt, es sei denn, man hängt eine Powerbank dran. Außerdem ist das Bildformat merkwürdig. GoPro gibt in den technischen Spezifikationen zwar 1080p60 an, eine Fußnote macht aber stutzig: »verfügbar durch Zuschneiden«. Ansonsten nimmt die graue, nicht weiße Cam nämlich mit 1.920 x 1.440 Bildpunkten auf. So entstehen links und rechts schwarze Balken. Die Bildqualität ist mittelmäßig. Gut sind der scharfe Touchscreen und die Sprachsteuerung, zudem ist die GoPro Hero7 White bis zehn Meter wasserdicht.

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Akaso EK7000 Pro

Für rund 80 Euro bietet Akaso mit der EK7000 Pro eine gut ausgestattete Action-Cam mit sehr viel Zubehör an. Der Mini-Camcorder verfügt über einen zwei Zoll großen farbigen Bildschirm mit Touchsteuerung. Mitgeliefert werden ein Unterwassergehäuse, zwei Akkus, Ladegerät, eine 2,4 GHz-Handgelenksfernbedienung, dazu diverse Halterungen für Fahrrad, Helm, Bandagen, Haltegurte, eine schützende Hintertür und ein USB-Kabel. Mit diesem umfangreichen Komplettpaket kann man sofort loslegen.

Die Cam filmt maximal mit 4K-Auflösung und 30 Vollbildern, neben 2.7K unter anderem auch in 1080p120 und 1080p60. Die elektronische Bildstabilisierung unterstützt Akaso zufolge eine Videoauflösung von bis zu 1080p60, allerdings lässt sich diese im Kamera-Menü auch bei den 4K-Auflösungen einschalten. Bei der Perspektive hat man die Wahl zwischen »Super breit«, »Breit«, »Mittel« und »Eng«. Das Unterwassergehäuse erlaubt Tauchtiefen von bis zu 40 Meter.

Im Menü kann man unter anderem noch Spezialeffekte, einen Tauchmodus (hier soll das fehlende rote Licht in Unterwasserszenen kompensiert werden), Zeitraffer-Videos und Loop-Aufnahmen auswählen. Die Bedienung ist einfach, die Menüs sind selbsterklärend. Das Display reagiert zuverlässig auf Touch- und Wischgesten. Etwas schade: Das Gehäuse besitzt kein integriertes Gewinde für ein Stativ, so muss man beispielsweise beim Radfahren das zusätzliche Plastikgehäuse verwenden, was aber nicht weiter schlimm ist.

Dank eingebautem WiFi kann man über die für Android und iOS erhältliche App »iSmart DV« die EK7000 Pro fernsteuern, Modi wechseln und Aufnahmen überprüfen.

Bei guten Lichtverhältnissen sehen gefilmte statische Motive mit der Akaso-Kamera ganz ordentlich aus. Die Farben sind für eine Cam in dieser Preisklasse recht natürlich, das Bildrauschen hält sich einigermaßen in Grenzen, es fehlt jedoch ein wenig an Schärfe und Plastizität in den Aufnahmen. Bei Fahraufnahmen auf dem Mountainbike stößt die elektronische Bildstabilisierung allerdings ein wenig an ihre Grenzen. Keine Frage, für eine 80-Euro-Cam macht die EK7000 Pro das ordentlich und deutlich besser als viele andere Kameras in dieser Preisklasse. Dennoch ist ein deutlicher Rolleffekt im Bild wahrnehmbar, wenn die Piste ruckelig wird.

Die anderen Bildparameter wie die Farbnatürlichkeit sehen gar nicht schlecht aus, auf brutale Schärfe und exakte Feinzeichnung muss man natürlich verzichten. Mit einem Akku kommt man bei 4K-Auflösung rund eine Stunde weit. Klasse, zwei Akkus gehören ja zum Lieferumfang.

Für gerade mal um die 80 Euro bietet die Akaso EK7000 Pro deutlich mehr als erwartet, außerdem ist das Zubehörpaket riesig. Für Kinder, Einsteiger und Sparfüchse können wir die Action-Cam deshalb empfehlen, die nicht die allerhöchsten Ansprüche an die Bildqualität haben.

Apexcam Pro

Ebenfalls in der Preisklasse für rund 90 Euro spielt die Apexcam Pro. Sie wird mit jeder Menge Zubehör geliefert und besitzt ein 2 Zoll großes Display. Leider verzichtet der Hersteller auf einen Touchscreen. So erfolgt die Bedienung über eine Front- und zwei seitliche Tasten. Das gelingt nicht ganz so intuitiv und erfordert etwas Eingewöhnungszeit.

Auf der Gehäuseunterseite sitzt ein Stativgewinde, so kann die Apexcam auch ohne Unterwassergehäuse beispielsweise am Fahrradlenker montiert werden. Ausgeliefert wird die Cam mit Tasche, Selfie-Stick, Mikrofon, Fernbedienung, zwei Akkus, wasserdichtem Gehäuse (bis 40 Meter Tiefe), Fahrradhalterung, Helmmontagesatz und USB-Kabel. Mehr geht fast nicht, für 90 Euro erhält man ein absolutes Komplettpaket.

Die Apexcam filmt mit einer 170 °-Weitwinkelkamera mit Sony-Sensor, zur Auswahl stehen neun Aufnahmemodi, unter anderem Zeitraffer, Zeitlupe und Looping-Video. Die maximale Auflösung liegt bei 4K mit 30 Vollbildern, aber auch 1080p60 oder 720p120 sind möglich, der digitale Bildstabilisator mit 3-Achs-Gyroskop und 3-Achsen-Beschleunigungsmesser ist immer einsatzbereit.

Auch die Apexcam Pro verbindet sich per WLAN mit einen Smartphone oder Tablet, um sie von hier aus mittels App zu steuern, Fotos und Videos zu starten, Einstellungen zu ändern und Aufnahmen herunterzuladen.

4K-Aufnahmen erwecken nicht den Eindruck, als seien sie mit der höchsten Auflösung gefilmt worden. Das Bild ist verpixelt und rauscht, die Schärfe ist mau und Konturen sowie Tiefenschärfe sind kaum ausgeprägt. Zudem erscheinen Farben recht blass. Selbst statische Motive vom Stativ aus gefilmt wirken unruhig. Die Videos vom Fahrrad aus schwanken stark und rufen beim Zuschauer leichten Schwindel hervor. Auch hier bleiben Schärfe und Detailzeichnung auf der Strecke, die Filmqualität ist unterdurchschnittlich. Bei Gegenlicht werden die Aufnahmen sehr dunkel. In höchster Auflösung hält ein Akku etwa eine Stunde durch.

Obwohl der Preis der Apexcam Pro fair und das Ausstattungspaket riesig ist: Ansprechende Aufnahmen mit echtem Mehrwert lassen sich mit dieser Action-Cam nicht herstellen, sie ist eher ein besseres Spielzeug für den Nachwuchs.

Ezviz S2 Action Lite Camera

Die Ezviz S2 Action Lite Camera eignet sich nicht nur als Action-, sondern auch als Dashcam im Auto. Eine Halterung für die Frontscheibe wird allerdings nicht mitgeliefert. Die maximale Auflösung liegt bei 1080p. Standaufnahmen sind zwar leicht verrauscht, aber detailreich. Bei Fahraufnahmen gerät das knapp 60 Euro teure Modell dann aber vollkommen aus dem Tritt, einige Bildbereiche sind durch Pixelfehler regelrecht kaputt. Überraschenderweise besitzt die S2 sogar einen Touchscreen, um den Bedienkomfort ist es aber nicht zum Besten bestellt. Mittels App kann die Action-Cam auch vom Smartphone aus gesteuert werden, zudem ist separat eine Bluetooth-Fernbedienung erhältlich.

Lamax X7.1 Naos

Das mitgelieferte Zubehörpaket der Lamax X7.1 Naos fällt üppig aus. Hierzu gehören ein Unterwassergehäuse, ein Schwimmer, unzählige Halterungen, eine Fernbedienung für das Handgelenk sowie ein Brustgurt. Mit 2.688 x 1.520 Pixeln mutet die maximale Auflösung hingegen merkwürdig an. Standbilder tendieren schon zu starkem Rauschen, in schnellen Sequenzen gehen sehr viele Details verloren, der Film läuft nicht flüssig, sondern holpert. Gutes Full-HD wäre hier viel mehr wert als schlechtes 2,7K. Die Bedienung erfolgt über zwei seitliche Tasten, hierbei vermisst man ein klares Konzept.

Ricoh WG-M2

Aus dem optischen Einheitsbrei der Action-Camcorder sticht die Ricoh WG-M2 wohlwollend heraus. Die Cam liegt gut in der Hand, der kleine Bildschirm dient allerdings lediglich der Kontrolle und der Bedienung. Wird im 4K-Modus gefilmt, so steht ausschließlich der extreme Weitwinkel mit 204 Grad zur Verfügung. Der ermöglicht schöne Panoramaaufnahmen, jedoch sind diese stark gewölbt und die Schärfe leidet. Soll die Ricoh zum Tauchen eingesetzt werden, muss lediglich der mitgelieferte Unterwasservorsatz montiert werden.

So haben wir getestet

Aus dem inzwischen reichlich unübersichtlich gewordenen Angebot haben wir nach ausgiebiger Recherche 24 Action-Cams ausgewählt und getestet. Neben den teuren Markenmodellen von GoPro und Sony haben wir auch eine Reihe günstiger Action-Camcorder unter die Lupe genommen.

Drei Aufgaben mussten die Kameras meistern: eine Aufnahme bei schwachem Licht, eine unter normalen Lichtverhältnissen und eine am Fahrradlenker während einer Fahrt über ziemlich holprigen Waldboden.

Die letzte Disziplin, die Fahrt mit dem Mountainbike, war die wichtigste und schwierigste, schließlich wurde erst hier klar: Wie gut stecken die Kameras Schläge und Stöße weg? Wie effektiv arbeiten die Bildstabilisatoren? Und wie schnell passt sich die Automatik an die wechselnden Lichtverhältnisse an? Denn bei Action-Cams entscheidet die Qualität der Bildstabilisation oft, ob das gefilmte Material brauchbar ist oder nicht.

Die Qualität der Bild­stabilisation ist entscheidend

Für den Test haben wir alle Action-Cams am Fahrradlenker angebracht. Die Kameras mussten absolut fest sitzen, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen.

Die wichtigsten Fragen

Wofür eignen sich Action-Cams?

Action-Cams sind vor allem für Extremsituationen wie Sport- oder Unterwasseraufnahmen konzipiert. Sie sind robust, lassen sich fest montieren und haben einen großen Weitwinkel, mit dem sich verblüffende Panoramen aufnehmen lassen.

Eine Action-Cam mit HD- oder 4K-Auflösung?

Für Action-Cams mit 4K-Auflösung braucht es in jedem Fall einen schnellen Rechner, um sich das Material ansehen und vor allem nachbearbeiten zu können. Außerdem benötigt 4K-Material eine Menge Speicherplatz. Dennoch lohnt sich 4K-Auflösung auch für alle, die ihr Material nur in Full-HD ausspielen wollen, da nachträglich noch bis zu 200 Prozent in Aufnahmen hineingezoomt werden kann.

Was sollte eine Action-Cam können?

Die wohl wichtigste Funktion einer Action-Cam ist es, trotz Schlägen und Stößen gute Aufnahmen zu produzieren. Dabei kommt es vor allem auf die Bildstabilisation der Action-Cam an. Doch auch die Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse ist für die spätere Qualität der Aufnahme wichtig.

Lohnt sich eine Action-Cam für weniger als 100 Euro?

In der Regel nein! Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Modelle keine scharfen, plastischen und ruhigen Aufnahmen ermöglichen.  Hier sind teurere Marken-Modelle klar im Vorteil. Günstige Action-Cams eignen sich wenn überhaupt  für Filmer ohne hohe Anspüche und beispielsweise für Kinder, die spielerisch eine Action-Cam einsetzen wollen. Vorteil: Oft werden preiswerte Action-Cams mit extrem viel Zubehör ausgeliefert.

Ist eine App-Steuerung für eine Action-Cam sinnvoll?

Ja, es gibt durchaus einige Szenarien, in denen es sinnvoll sein kann, die Kamera per App vom Smartphone aus zu steuern. Etwa, wenn man diese außen an einem Auto oder auf einer Flugzeug-Tragfläche montiert hat. Über das Smartphone startet und stoppt man nicht nur die Aufnahme. Die Live-Vorschau ist jetzt richtig praktisch, um die Bildparameter zu kontrollieren.

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