Die beste Akku-Heckenschere

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Alle Akku-Heckenscheren im Test

Die beste Akku-Heckenschere für die meisten ist die Makita DUH523Z. Sie ist günstig in der Anschaffung, vor allem wenn schon Akkus für Makita-Werkzeuge im heimischen Einsatz sind. Die Laufzeit ist schon mit einem 3,0-Ah-Akku ganz ordentlich. Die Heckenschere ist vibrationsarm gelagert und einfach in der Wartung. Sie schneidet locker Äste bis 15 Millimeter – das ist im Testfeld keine Selbstverständlichkeit. Was dem Nachbarn am meisten gefällt: Die Makita ist sehr leise.

Update 12. November 2018

Wir haben uns die fast schon legendären Hersteller von Gartengeräten angeschaut: Stihl, Metabo und Husqvarna. Ihre Einsteiger-Heckenscheren könnten allerdings nicht unterschiedlicher sein. Während Husqvarna unendlich viel Akkulaufzeit zu haben scheint, bleibt Stihl schon in etwas dickerem Gebüsch stecken und Metabo überholt die beiden in Sachen Schnittstärke.

Akku-Heckenscheren sind längst ihren Kinderschuhen entwachsen. Die Batterietechnik ist ausgereift und die Geräte liefern praxisfreundliche Laufzeiten von 30 bis 90 Minuten im Dauerbetrieb.

Sie haben zwar nicht die Kraft eines Benzin- oder ein Kabelmodells, schneiden aber relativ dünnes Astwerk mit dem Vorteil der Beweglichkeit ohne Kabel. Gegenüber Benzingeräten ist außerdem das Gewicht deutlich geringer, es gibt keinen Gestank – und sie machen weniger Lärm.

Wir haben 14 Akku-Heckenscheren getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Makita DUH523Z

Test Akku-Heckenschere: Makita DUH523Z
Sehr leise, eine gute Laufzeit und ein Schnitt bis 15 Millimeter treffen auf Wartungsfreude und schwingungsarme Handhabung.

Die Makita DUH523Z hat uns überzeugt. Uns gefällt die solide Verarbeitung und der Aufbau, der Motor und Schwert schwingungsarm im Gehäuse untergebringt. Das sorgt für einen vibrationsarmen Lauf – Ihre Arme werden es danken.

Die Laufzeit ist schon mit dem kleinen 3Ah-Akku recht gut. Makita hat aber auch noch bezahlbare 5Ah-Akkus im Angebot, wodurch der Testsieger auch für größere Heckenschnittprojekte taugt.

Begeistert sind wir von der geringen Lautstärke, denn die Makita ist neben der Stihl, der Metabo, der Gardena und der Worx die leiseste Heckenschere im Test. Anders als Gardena und Stihl schneidet unsere Makita aber locker Aststärken bis zu 15 Millimeter. Davon können Gardena und Stihl nur träumen.

Wer bereits 18-Volt-Akkus von Makita verwendet, bekommt für unter 100 Euro eine exzellente Akku-Heckenschere für den heimischen Einsatz. Bei einer kompletten Neuanschaffung inklusive Akkus ist die Makita allerdings nicht ganz günstig.

Leise & Kräftig

Metabo AHS 36

Die Metabo AHS 36 springt in die gleiche Bresche wie Makita: Die Heckenschere ist relativ leise, durch die kompakte Bauform ziemlich handlich und sie hat genügend Leistung für den Rückschnitt. Wir konnten mit ihr problemlos Astwerk von bis zu 15 Millimeter durchtrennen. Je nach Festigkeit des Holzes gehen auch noch 18 Millimeter durch, was dann die Herstellerangabe der Aststärke wäre.

Preislich legen Sie auf jeden Fall 50-100 Euro mehr hin als für die Makita, die mit Lader und 3-Ah-Akku ca. 175 Euro kostet. Die Qualität ist es vielleicht wert – Metabo bietet selbstbewusst bei Registrierung nach Kauf eine kostenlose, dreijährige Garantie.

Preis-Leistungstipp

Black+Decker GTC18502PC

Test Akku-Heckenschere: Black+Decker GTC18502PC
Der solide Korpus mit Anti-Blockier-Taste und der Schnitt bis 12 Millimeter sichern der Heckenschere unsere Empfehlung.

Wer nur eine überschaubare Hecke hat, die nur zweimal im Jahr geschnitten wird, sollte sich die Black+Decker GTC18502PC ansehen.

Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich eine solide Akku-Heckenschere, die inklusive einem Akku mit 2 Amperestunden und einem Ladegerät kaum mehr kostet als die Makita ohne Akku. Dafür schneidet sie nicht ganz so gut dickere Äste wie die Makita, effektiv sind es hier 12 Millimeter.

Die Laufzeit ist nicht überwältigend, geht aber in Ordnung. Uns gefallen der solide Korpus und die Anti-Blockiertaste. Die wird gedrückt, wenn es im Geäst klemmt. Sie sorgt für eine langsame Schnittfrequenz, wodurch die Schere in der Regel wieder freikommt. Ein Nachteil gegenüber der Makita ist die höhere Lautstärke.

Kraft & Ausdauer

AL-KO HT 4055 Energyflex

Test Akku-Heckenschere: AL-KO HT 4055
Das kräftigste Gerät im Test punktet mit einem Schnitt bis 17 Milimetern und einer enormen Laufzeit.

Wenn Sie befürchten, dass eine Akku-Heckenschere zu schwach ist, um die dicken Stämmchen Ihrer Hecke zu schneiden, ist die AL-KO HT 4055 Energyflex die Richtige für Sie.

Von allen Testgeräten kam sie mit dicken Ästen am besten klar. 15 Millimeter schnitt sie in einem Rutsch, bei 17 Millimetern blieb sie kurz hängen, durchtrennte den Ast aber. So effektiv hat keine andere Akku-Heckenschere dickere Äste geschnitten.

Die AL-KO HT 4055 Energyflex ist nicht nur das mit Abstand kräftigste Gerät, es ist auch das mit der längsten Akku-Laufzeit. Das AL-KO-Modell hielt im Leerlauf 132 Minuten durch, dafür ist der 4-Ah-Akku verantwortlich.

Die AL-KO wird oft ohne Akku angeboten. Lassen Sie sich nicht vom vermeintlich günstigen Preis in die Irre leiten!

Allerdings war die AL-KO auch das teuerste Gerät im Test. Im Handel wird sie oft ohne Akku angeboten! Deshalb erscheint sie auf den ersten Blick sehr günstig. Für das Geld erhält man aber einen kleinen Kraftprotz, der sich auch durch starke Hainbuchenhecken arbeitet.

Vergleichstabelle

TestsiegerPreis-LeistungstippLeise & KräftigKraft & Ausdauer
Modell Makita DUH523Z Black+Decker GTC18502PC Metabo AHS 36 AL-KO HT 4055 Energyflex Husqvarna 115iHD45 Stihl HSA 45 Bosch AHS 50-20 LI Bosch UniversalHedgePole 18 Einhell GE-CH 1846 Li GARDENA EasyCut 42 (8872-20) TACKLIFE GHT1B Ryobi RHT1851R25F WORX WG260E.9 IKRA IAHS 40-5425
Test Akku-Heckenschere: Makita DUH523ZTest Akku-Heckenschere: Black+Decker GTC18502PCTest Akku-Heckenschere: Metabo AHS 36Test Akku-Heckenschere: AL-KO HT 4055Test Akku-Heckenschere: Husqvarna 115iHD45Test Akku-Heckenschere: Stihl HSA 45Test Akku-Heckenschere: Bosch AHS 50-20 LITest Akku-Heckenschere: Bosch UniversalHedgePole 18Test Akku-Heckenschere: Einhell GE-CH 1846 LiTest Akku-Heckenschere: GARDENA EasyCut 42 (8872-20)Akku-Heckenschere Test: Tack Life De Ght1bAkku-Heckenschere Test: Ryobi Rht1851r25fTest Akku-Heckenschere: WORX WG260E.9Test Akku-Heckenschere: IKRA IAHS 40-5425
Pro
  • Gute Laufzeit
  • Leiser, vibrationsarmer Lauf
  • Für dickere Äste geeignet
  • Gute Verarbeitung, einfache Wartung
  • Sicherheitssperre
  • Gute Verarbeitung
  • Anti-Jam-Taste
  • Effektiver Schnitt bis 12 Millimeter
  • Messerschnellstop
  • Leistung auch für Rückschnitt (15-18 mm)
  • Leise und handlich
  • Fertig montiert
  • Hochwertiger Kunststoff
  • Akku variabel verwendbar
  • Kräftiger Schnitt
  • Schutzköcher mit Wandmontage
  • Lange Laufzeit
  • Eco-Taste
  • Fertig montiert
  • Wartungsklappe am Getriebe
  • hochwertiger Kunststoff
  • Akku variabel verwendbar
  • Lange Laufzeit
  • Sicherheitstaste
  • Fertig montiert
  • hochwertiger Kunststoff
  • leicht und leise
  • Sicherheitssperre
  • Hohe Laufzeit
  • Gute Verarbeitung
  • Fertig montiert
  • Relativ leise
  • Winkelbarer Schneidkopf
  • Teleskopstange
  • Gute Laufzeit
  • Sehr leise
  • Gute Laufzeit
  • Geringes Gewicht
  • Bequemer Schnitt auf Brusthöhe
  • Schutzköcher mit Wandmontage
  • Elektrischer Messerstopp
  • Gut für Schnitt auf Brusthöhe
  • Sehr leise
  • Lange Laufzeit
  • Fertig montiert
  • Bequemer Schnitt auf Brusthöhe
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Ergonomie
  • Fertig montiert
  • Schnitt bis effektiv 12 Millimeter
  • Schnittgutkehrer inklusive
  • Geringes Gewicht
  • Leise
  • Bequemer Schnitt auf Brusthöhe
  • Einfache Wartung
  • Lange Laufzeit
  • gumulierter Griff auf 90° einstellbar
  • Sicherheitstaste
  • Fertig montiert
  • Schnitt 12 Millimeter
Contra
  • Schwer
  • Schlecht für Schnitt auf Kopfhöhe
  • Kurze Laufzeit
  • Hohe Lautstärke
  • Hoher Preis
  • Keine Wartungsklappe am Getriebe
  • Keine Sicherheitssperre
  • Schwer
  • Schnitt auf Brusthöhe schwierig
  • Hohe Lautstärke
  • hoher Preis
  • Schnitt nur 8-12 Millimeter, nur Formschnitt
  • Motor-Anlauf
  • vergleichsweise schwer
  • keine Sicherheitssperre
  • Schnitt nur 8 Millimeter, nur Formschnitt
  • Akku nicht austauschbar
  • Schnitt nur bis effektiv 10 Millimeter
  • Kein Sicherheitstaster
  • Schneidkopfgelenk wackelt
  • Haken an Gurt minderwertig
  • Schwächster Schnitt
  • Viel Kraft zum Halten nötig
  • Sehr laut
  • Bequemer Schnitt nur bis 10 Millimeter
  • kein Sicherheitstaster
  • Verarbeitung nur ausreichend
  • Kurze Laufzeit
  • Keine stärkeren Akkus im Angebot
  • Bequemer Schnitt nur bis 10 Millimeter
  • Schild zu klein
  • Kein Sicherheitsriegel
  • Bequemer Schnitt nur bis 10 Millimeter
  • Sehr laut
  • Verarbeitung nur ausreichend
  • Kurze Laufzeit
  • Hohe Lautstärke
  • Schutzköcher unbrauchbar
  • Kurze Laufzeit
  • Schnitt bis höchstens 10 Millimeter
  • Hohe Lautstärke
Bester Preis

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Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Mit einer Akku-Heckenschere können Sie Hecken, Buschwerk, kleinere Bäume oder ähnliches Astwerk in Form bringen. Anders als mit einer manuellen Heckenschere können Sie mit einer elektrischen mit weniger Mühe viel mehr Heckenfläche bewältigen.

1-2 mal im Jahr muss die Heckenscheren ran
Ein- bis zweimal mal im Jahr muss die Heckenscheren ran.

Akkubetriebene Heckenscheren eignen sich für kleine bis mittelgroße Gärten, in denen zwei- bis dreimal pro Jahr Hecken oder Sträucher beschnitten werden.

Zu unterscheiden sind dabei Formschnitt und Rückschnitt: Beim Formschnitt gehen wir nicht zu tief ins Holz, sondern schneiden nur die Spitzen. Dafür eignen sich Akku-Heckenscheren, weil sie nur dünne Äste von 5 bis 15 Millimetern Durchmesser schneiden müssen.

Beim Rückschnitt sieht das anders aus: Hier müssen auch mal 10, 20 oder sogar 25 Millimeter geschnitten werden. Damit waren die Geräte im Test überfordert. Sie haben zu wenig Leistung und die Schnittbreite ihrer Messer ist oft nicht groß genug.

Bei hohen Hecken helfen Langstiel­scheren

Für besonders hohe Hecken gibt es besondere Scheren, die sogenannten Langstielscheren. Dabei handelt es sich um verlängerte Heckenscheren, bei der sich Motor und Schwert auf der einen Seite eines Teleskopstiels und der Griff samt Akku auf der anderen Seite befinden. Das Schwert hängt an einem Gelenk. So kann ein beliebiger Schnittwinkel eingestellt werden.

Bosch UniversalHedgePole 18: Beschneiden von hohen Hecken
Bosch UniversalHedgePole 18: Beschneiden von hohen Hecken.

Das Schneiden mit so einem Gestell erfordert etwas Übung und auch Kraft. In der Regel haben solche Geräte einen zusätzlichen Gurt, der dabei hilft, den Teleskopstiel in eine sichere Position zu bringen.

Welche Aststärken schneiden Akku-Heckenscheren?

Die Hersteller geben in den Datenblättern Schnittstärken von 15 bis 25 Millimeter an. Theoretisch sollten Sie also Geäst mit einer Stärke von 15 bis 25 Millimeter schneiden können.

In der Praxis sieht es anders aus: Fast keine Schere im Test schnitt die angegebene Aststärke, Ausnahme Stihl und Makita. Und wenn sie schnitt, dann mussten wir ganz schön herumwürgen, weil es einfach nicht flüssig funktionierte.

Fast keine Schere im Test schnitt die angegebene Ast­stärke

Im Weiteren sprechen wir deshalb von einer effektiven Schnittleistung. Wenn wir also schreiben, die Schere schneidet effektiv 15 Millimeter, dann meinen wir, dass sie das flüssig und in einem Rutsch schafft.

Weil die Herstellerangabe von unseren praxisnahen Ergebnissen teils deutlich abweicht, haben wir unsere ermittelte Schnittstärke in der Vergleichstabelle notiert.

Kann eine Akku-Heckenschere ein Kabelgerät ersetzen?

Für Aststärken von mehr als 17 Millimeter ist ein günstiges Modell nicht die richtige Wahl.

Akku-Heckenscheren sind zwar ausgereifte Produkte, ihre Leistung ist aber nach wie vor der von Benzingeräten oder Kabelmodellen unterlegen. Leistung heißt in diesem Fall: Sie schneiden dickes Astmaterial gar nicht oder nicht so gut.

Wenn Sie sich also durch dickes Gebüsch kämpfen wollen oder Ihre Hecke schon seit mehreren Jahren nicht mehr geschnitten wurde, sollten Sie sich besser für ein Benzin- oder Kabelmodell entscheiden.

Die Leistung von Akku-Scheren kommt nicht an die von Benzin­geräten oder Kabel­modellen heran

Akku-Heckenscheren schaffen höchstens 17 Millimeter Aststärke. Flüssig arbeiten sich die Modelle durchschnittlich nur durch zehn bis zwölf Millimeter.

Akkus

Aufgrund der Akku-Energie haben entsprechende Heckenscheren eine begrenzte Laufzeit. Im Test war von 40 bis 130 Minuten im Leerlauf alles dabei. Die Laufzeit ist dabei von zwei Faktoren abhängig: Der Kapazität des Akkus und den Aststärken in Ihrer Hecke.

Müssen die Messer dickes Material durchtrennen, benötigt der Antrieb mehr Energie als im Leerlauf.

Leerlauf-Laufzeiten von 60-80 Minuten sind typisch, die AL-KO HT 4055 mit 132 Minuten ist eine Ausnahme (4 Ah Akku!)
Leerlaufzeiten von 60 bis 80 Minuten sind typisch, die AL-KO HT 4055 ist mit 132 Minuten eine Ausnahme (4-Ah -Akku).

Typisch sind Akku-Kapazitäten von 2,0 Amperestunden. Das genügte im Durchschnitt unserer Testgeräte für 60 bis 80 Minuten Leerlaufzeit. Das ist theoretisch die bestmögliche Laufzeit im Dauerbetrieb.

Kaufen Sie gleich einen zweiten Akku, wenn Sie Bedenken wegen der Laufzeit haben. So kann einer aufladen, während Sie mit dem zweiten arbeiten.

Weil sie die Schere beim Schnitt Ihrer Hecke natürlich nicht fortwährend laufen lassen, wird die tatsächliche Laufzeit je nach Aststärken deutlich darüber liegen. Sie müssen vielleicht eine Stehleiter von einem Platz zum nächsten tragen, zwischendurch heruntergefallenen Heckenschnitt beseitigen oder auch einfach mal einen Plausch mit dem Nachbarn halten.

Beim Kauf eines Akku-Werkzeugs, stellt sich immer auch die Frage, ob man bereits Akkus eines Herstellers besitzt. Dann macht es Sinn, auch für die Neuanschaffung bei diesem Hersteller zu bleiben. Denn die Akkus eines Herstellers passen nicht in Geräte eines anderen Herstellers.

Umgekehrt passen aber alle Akkus eines bestimmten Systems, z. B. Makitas 18-Volt-Akkus, in sämtliche 18-Volt-Werkzeuge des Herstellers.

Prüfen Sie, ob vorhandene Akkus zu Ihrer neuen Heckenschere passen. So können Sie viel Geld sparen.

Deshalb werden viele Akku-Heckenscheren auch ohne Ladegerät und Akku im Handel angeboten – und zwar deutlich günstiger. Achten Sie bei einem vermeintlich günstigen Preis also darauf, ob Akkus und Ladegerät mit dabei sind, damit Sie nach dem Auspacken nicht ohne dastehen. Wenn Sie bereits Akkus eines bestimmten Herstellers haben, können Sie natürlich auch eine Heckenschere ohne Akku erwerben.

Wartung: Ölen, Fetten, Schärfen

Motorbetriebene Heckenscheren sind nicht wartungsfrei. Ob mit Benzin, Kabel oder Akku betrieben, die gegenläufigen Messer müssen regelmäßig geölt werden. Im Handel sind solche Öle als Klingenpflege, Pflegespray oder Heckenscherenpflegeöl zu haben.

Die Messer müssen regel­mäßig geölt werden

Die Gelenkwellen, welche die beiden Messer simultan antreiben, sollten nach einer längeren Betriebsdauer gefettet werden. Hier arbeiten Metallzahnräder und Wellen aneinander, die einer konstanten Schmierung bedürfen.

Die Mechanik ist zwar abgekapselt, dennoch empfehlen wir eine regelmäßige Überprüfung, denn das kommt der Lebensdauer Ihrer Maschine zugute. Leider waren nur drei Heckenscheren im Test einfach zu fetten, nämlich die von Makita, Husqvarna und Worx. Bei diesen Modellen muss einfach der Deckel vom Getriebe abgeschraubt werden. Wir empfehlen dazu einfaches Kugel- oder Wälzlagerfett.

Stumpfe Schneiden mindern die Schnittleistung und der Schnitt franst aus. Eine stumpfe Heckenschere muss nicht unbedingt vom Fachmann geschärft werden, auch Laien können das schaffen. Dazu sind aber einige Übung und viel Sorgfalt notwendig. Wenn Sie dafür keine Zeit haben, dann sollten Sie das Gerät zu einem Schleif-Service zu bringen.

Eine gute Anleitung zum Selbstschleifen haben wir bei Stihl (mit Video) und auf dem Heckenscheren-Testportal gefunden. Unter den How-To-Bloggern auf YouTube werden Sie sicher auch fündig.

Sicherheit

Bei der Benutzung einer Heckenschere besteht grundsätzlich immer Verletzungsgefahr. Zum Schutz Ihrer Hände bzw. der Augen sollten Sie eine Schutzbrille und Handschuhe tragen.

Zum Schutz sollten Sie Schutz­brille und Hand­schuhe tragen

Die Hersteller haben wichtige Sicherheitsvorkehrungen eingebaut: Die Schere kann nur in Betrieb gesetzt werden, wenn mit beiden Händen gleichzeitig die Taster betätigt am Bügel und am Griff werden. Wenn eine Hand loslässt, geht die Maschine sofort aus – etwa wenn Ihnen die Schere aus der Hand rutscht. Das Prinzip wird auch als Totmannschalter bezeichnet.

Einige wenige Modelle haben zusätzlich einen Entsperrriegel. Den müssen sie immer erst zur Seite schieben, bevor sie die Taste am Griff betätigen können. Das macht zwar den Startvorgang ein klein wenig komplizierter, verhindert aber, dass Kinder das Gerät einfach so starten können.

Jede Heckenschere hat vor dem Bügelgriff ein mehr oder minder großes Schild aus Kunststoff. Das schützt die Hand vor dem Geäst, aber auch vor dem Messer. Das Schwert der Heckenschere ist mit scharfen Klingen besetzt. Zum Schutz gibt es dafür einen Kunststoffköcher.

So haben wir getestet

Wir hatten 14 Akku-Heckenscheren im Test. Die Geräte wurden uns überwiegend von den Herstellern für die Dauer des Tests leihweise zur Verfügung gestellt. Die Geräte von Makita, Gardena, Metabo und Tacklife haben wir für den Test gekauft.

Alle Akku-Heckenscheren im Test
Alle Akku-Heckenscheren aus dem ersten Testlauf.

Wir haben alle Akku-Heckenscheren an mehreren Hecken, Bäumen und Buschwerk getestet. Mit dabei waren Hainbuche und Liguster.

Update 10/2018: (von rechts nach links) Husqvarna 115iHD45, Metabo AHS 36, Stihl HSA 45
Update November 2018: (von rechts nach links) Husqvarna 115iHD45, Metabo AHS 36, Stihl HSA 45.

 

Testsieger: Makita DUH523Z

Unser Favorit ist die Makita DUH523Z. Sie ist bezahlbar, schneidet gut und leise, ist gut verarbeitet und kann einfach gewartet werden.

Testsieger

Makita DUH523Z

Test Akku-Heckenschere: Makita DUH523Z
Sehr leise, eine gute Laufzeit und ein Schnitt bis 15 Millimeter treffen auf Wartungsfreude und schwingungsarme Handhabung.

Die Makita DUH523Z wird fertig montiert geliefert. Anders als bei anderen Modellen ist es also nicht nötig, den Bügelgriff zu montieren. Das Gerät ist sofort einsatzbereit, ein Makita-Ladegerät (Makita DC18RC 14,4 bis 18 Volt) und einen 3-Ah-Akku (Makita BL1830) haben wir im Haus.

Auffällig gut ist die Verarbeitung: Der Hersteller sorgt für einen vibrationsarmen Lauf, denn Schwert und Antrieb sind durch Gummipuffer im Gehäuse befestigt. Das bringt weniger Vibration an die Arme und vermindert die Lautstärke.

Sehr gut gefällt uns die Wartung: Nur bei Makita, Husqvarna und Worx brauchen wir lediglich den Deckel vom Getriebe zu lösen, um die Schmierung dort zu überprüfen.

Nur wenige Heckenscheren haben wie die Makita einen Entsperrriegel. Er verhindert, dass kleine Kinder die Heckenschere in Betrieb setzen. Hinzu kommt ein ziemlich großes Schild, das unsere Hände vor Geäst und vor dem Messer schützt.

Praxis-Test

Wir haben uns durch viele Meter Hainbuche, Liguster, Sträucher, kleinere Zierbäume und Mischhecke gearbeitet. Die Makita machte fleißig alles mit und schneidet sich locker durch jedes Geäst.

Der Hersteller gibt eine Schnittstärke von 15 Millimeter für das Gerät an und genau die konnten wir im Praxistest auch bestätigen. Außerdem können wir die geringe Betriebslautstärke hervorheben: Was wir hier vernehmen, ist nicht mehr als ein helles, mechanisches Surren.

Die Hersteller­angaben konnten wir im Test bestätigen

Im Einsatz hatte unsere Makita eine Laufzeit von fast zwei Stunden. Wir haben dabei natürlich das Gerät hin und wieder ausgeschaltet, etwa um die Position zu wechseln. Die im Leerlauf-Test ermittelten 70 Minuten mit dem 3-Ah-Akku wurden dabei übertroffen.

Aber Makita hat auch höhere Akku-Kapazitäten im Angebot: Der 5-Ah-Akkumulator kostet 70 Euro (Makita BL1850). Wenn Sie bei ausufernder Arbeit auf Nummer sicher gehen wollen, erwerben Sie einen solchen Akku, oder eben zwei 3-Ah-Akkus (Makita BL1830). So kann einer aufladen, während Sie mit dem anderen arbeiten.

Leerlauf-Laufzeit: Husqvarna, Stihl und Metabo auf dem Prüfstand. Die Husqvarna rockt mit 92 Minuten, dafür braucht man aber einen 4,0-Ah-Akku, der allein über 250 Euro kostet!
Leerlauf-Laufzeit: Husqvarna, Stihl und Metabo auf dem Prüfstand. Die Husqvarna rockt mit 92 Minuten, dafür braucht man aber einen 4,0-Ah-Akku, der allein über 250 Euro kostet!

Dickere Äste von 12 und 15 Millimetern Stärke bereiten unseren Testsieger keine Probleme. Gerade weil die Messer bei dem Neugerät natürlich schön scharf sind, schneiden sie flüssig durchs Gehölz. Das schafft bei weitem nicht jede Heckenschere im Testfeld. Durch 17 Millimeter kommt sie auch noch durch, dann wird es aber schon beschwerlich und die Schnitte sehen nicht mehr sauber aus.

Durch das relativ hohe Gewicht von 3,3 Kilogramm mit Akku ist das Schneiden auf Kopfhöhe recht mühsam. Da sind leichtere Geräte wie die von Stihl, Bosch, Einhell, Worx und Ryobi besser. Die schwingende Lagerung des Antriebs sorgt bei der Makita aber für eine Entlastung der Arme. Das wird besonders dann relevant, wenn Sie über viele Stunden mit der Heckenschere arbeiten.

Die fehlende Neigungsmöglichkeit des Griffes, wie es sie bei Ikra und Ryobi gibt, ist uns nicht störend aufgefallen. Wir greifen einfach schräg in den Handgriff. Das reicht vollkommen aus, um das Gerät bequem zu halten.

Makita DUH523Z im Testspiegel

Die Stiftung Warentest hat das Makita-Modell nicht zum Testsieger gekürt, empfiehlt es aber (Test 8/2017). Lob gibt es für die Schwingungsdämpfung, Kritik für die in im Test nur gut 40-minütige Laufzeit mit dem 3,0 Ah Akku. Die Tester loben die Kraftreserven für den Rückschnitt (also dickeres Gehölz) und das unaufdringliche Geräusch.

»Auch die Makita ist erwähnenswert. Ihr schwingungsdämpfendes Griffsystem und das unaufdringliche Geräusch machen auch das längere Arbeiten mit ihr angenehm.«

Die Kollegen von Tüftler-und-Heimwerker haben sich ebenfalls mit der Makita befasst. Sie loben die solide Verarbeitung und die fairen Preise der Makita-Akkus. Kritik wird allerdings für die begrenzte Schnittstärke von 15 Millimeter fällig. Das Testmagazin hatte nämlich stärkere Maschinen von Metabo und Bosch im Test, die mehr Leistung bieten, aber auch deutlich teurer sind.

»Sie eignet sich sehr gut um Hecken in Form zu halten. […] Allerdings ist die Schnittstärke wirklich bei ca. 15mm zu Ende, sehr starke Rückschnitte können etwas schwieriger werden.«

Alternativen

Black+Decker GTC18502PC

Preis-Leistungstipp

Black+Decker GTC18502PC

Test Akku-Heckenschere: Black+Decker GTC18502PC
Der solide Korpus mit Anti-Blockier-Taste und der Schnitt bis 12 Millimeter sichern der Heckenschere unsere Empfehlung.

Black+Decker landet mit seiner GTC18502PC einen guten Coup: Zu einem bodenständigen Preis bekommen Sie eine brauchbare Laufzeit, eine gute Verarbeitung, einen Schnitt bis zwölf Millimeter und eine Anti-Jam-Taste. Letztere schaltet in eine langsame Schnittgeschwindigkeit, um blockiertes Geäst aus den Messern zu lösen.

Black+Decker fährt hier ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis auf: Für nur 115 Euro inklusive Akku und Lader wechselt das Gerät den Besitzer. Da kann man nicht meckern – so manch anderes Modell für mehr Geld hat eine schlechtere Schnittleistung (Bosch) oder eine kürzere Laufzeit (Ryobi).

Im Leerlauf messen wir eine Laufzeit von 54 Minuten. In Hecke und Buschwerk wird die tatsächliche Laufzeit geringer sein. Durch Ruhezeiten und Positionswechsel sollte die reale Laufzeit aber deutlich über einer Stunde liegen.

Wenn Sie unsicher sind, erwerben Sie einen Ersatz-Akku. Mit zwei Amperestunden ist der für 44 Euro zu haben. Baugleiche Nachbauten mit vier Amperestunden gibt es schon für 64 Euro, über die Qualität können wir aber nichts sagen.

Uns gefällt der solide Korpus, der optisch etwas gewöhnungsbedürftig erscheint, denn der Akku wird hinten an den Griff geschoben. Das sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts.

Im Test an der Hainbuchenhecke kam die Black+Decker gut durchs Strauchwerk. Bis zu 12 Millimeter waren effektiv möglich und mit etwas Mühe wurden auch 15 und 17 Millimeter geschnitten. Das klappte dann allerdings nicht mehr in einer flüssigen Bewegung.

Die Black+Decker ist nicht fertig montiert: Der Bügelgriff muss vom Käufer angeschraubt werden, was aber keine große Hürde darstellt.

Das Vorhandensein eines Entsperrriegels ist an sich positiv, wir waren aber von dessen Bedienung etwas genervt. Anders als bei Makita und Ryobi muss der Riegel nämlich von oben mit dem Daumen heruntergeschoben werden. Wir hatten Schwierigkeiten uns daran zu gewöhnen.

Gegenüber Makita hat Black+Decker einen Nachteil: Die Akku-Heckenschere ist vergleichsweise laut, wenngleich auch nicht so laut wie Einhell und Ikra.

Metabo AHS 36

Leise & Kräftig

Metabo AHS 36

Die Metabo AHS 36 haben wir im Set zusammen mit Ladegerät und zwei Akkus (2x 1,5 Ah) erworben. Der Preis von 320 Euro ist dann schon beachtlich, aber das Gerät gefällt uns. Das liegt zu einem guten Teil an der kompakten, griffigen Bauform, die auf Brust- oder Beckenhöhe einen bequemen Schnitt erlaubt.

Das Gewicht ist mit 3,9 Kilogramm inklusive Akku vergleichsweise hoch, doch das könnte auch als Zugeständnis an die höhere Stabilität und die besseren Materialien interpretiert werden. Die Akkulaufzeit nimmt mit 68 Minuten (2 × 34 Minuten im Leerlauf-Test) keinen Spitzenplatz ein.

Wer mehr benötigt, könnte das Solo-Gerät und entsprechende 5,2-Ah-Akkus statt der 1,5 Ah-Varianten erwerben. Die lässt sich der Hersteller mit 250 Euro pro Akku aber fürstlich bezahlen. Bitte verwechseln Sie die Angebote nicht mit den 18-Volt-Akkupacks. Die sind günstiger, gehören aber zu einer anderen Geräteklasse. Für die Metabo-Heckenschere brauchen Sie 36 Volt. Das Standard-Ladegerät ASC 30-36 V Air Cooled kostet knapp 45 Euro.

Achten Sie beim Kauf auf die richtigen Akkus!

Wie immer steht und fällt die Diskussion rund um kostenintensive Akkus mit dem Vorhandensein oder eben Nichtvorhandensein weiterer Geräten des Herstellers. Metabo hat in der 36-Volt-Klasse Winkelschleifer, Bohrhämmer, Tischkreissägen und eben Heckenscheren im Angebot.

Wir konnten mit der AHS 36 problemlos Astwerk von bis zu 15 Millimeter durchtrennen. Je nach Festigkeit des Holzes gehen auch noch 18 Millimeter durch, was dann die Herstellerangabe zur Aststärke wäre. Tendenziell ist die Metabo etwas stärker als die Makita mit ihren 18 Volt.

Das sollte sie auch sein, schließlich haben wir es hier mit 36 Volt zu tun. Auch AL-KO und Husqvarna setzen auf diese Spannung und gehören ebenfalls zu den leistungsstärksten Heckenscheren im Test. Eine Ausnahme ist die Ikra IAHS 40-5425 mit satten 40 Volt, trotzdem konnten wir bei ihr aber keine besonders starke Leistung in Form von dicken Aststärken feststellen.

Die Metabo gibt es ohne Akku für 145 Euro – das sind rund 50 Euro mehr als unser Testsieger ohne Akku-Pack. Mit einem Akku (1,5 Ah) und Ladegerät geht es dann bis auf 280 Euro rauf, mit 2 × 1,5 Ah sind es dann schon 320 Euro.

Preislich gesehen legen Sie auf jeden Fall mehr hin als für die Makita, die mit Lader und 3-Ah-Akku etwa 175 Euro kostet. Die Qualität ist es vielleicht wert: Unter den Amazon-Bewertungen finden sich viele, die geradezu begeistert von diesem Produkt oder zumindest dem Hersteller sind.

Metabo gibt sich selbstbewusst und stellt allen Käufern eine XXL-Garantie von drei Jahren kostenlos zur Verfügung. Der Kunde muss sich lediglich in den ersten vier Wochen nach Kauf registrieren. Makita macht allerdings genau das gleiche Angebot (3 Jahre bei Registrierung).

AL-KO HT 4055

Kraft & Ausdauer

AL-KO HT 4055 Energyflex

Test Akku-Heckenschere: AL-KO HT 4055
Das kräftigste Gerät im Test punktet mit einem Schnitt bis 17 Milimetern und einer enormen Laufzeit.

AL-KO schickt mit der HT 4055 eine vergleichsweise teure Heckenschere ins Rennen: Mit Akku und Lader kostet das Modell 230 Euro. Das ist deutlich mehr als die Makita mit Lader und Akku kostet. Für den Aufpreis erhält der Nutzer aber ein grundsätzlich stärkeres Gerät, das auch 15 Millimeter noch recht gut schneidet und auch 17 Millimeter durchtrennt. Die AL-KO war die mit Abstand stärkste Heckenscheren der ersten Testrunde.

Leider bringt das Kraftpaket eine rasselnde Lautstärke mit sich. Das ist zwar immer noch nicht so laut wie Ikra oder Einhell, so schön ruhig wie bei Makita und Gardena geht es aber nicht zu.

Durch das hohe Gewicht von 3,9 Kilogramm ist das Schneiden einer Hecke auf Kopfhöhe relativ mühsam. Aufgrund des schweren 4,0-Amperestunden-Akku liegt das Gerät rücklastig in der Hand.

Erwähnenswert ist der robuste und an der Wand montierbare Schwertköcher. So kann die Heckenschere einfach und geschützt an einer Wand befestigt werden.

AL-KO verkauft die Maschine für 100 Euro, Lader und 4-Ah-Akku und sind also teurer als das Gerät selbst. Allerdings kann der auch für andere Energyflex-Geräte benutzt werden. Wenn Sie also bereits ein AL-KO-Nutzer sind, dann können Sie vergleichsweise günstig wegkommen.

Außerdem getestet

Husqvarna schickte uns seine Akku-Heckenschere 115iHD45 inklusive 4,0-Ah-Akku und QC80-Ladegerät. Das Modell wird im Handel im Set mit Akku/Lader für 270 Euro verkauft. Im Paket ist allerdings der BLi10-Akku mit lediglich 2,0 Ah (72 Wh) enthalten.

Das entsprechende Amazon-Angebot enthält leider keine Daten zum Akku. Auf der Husqvarna-Webseite ist der BLi10 enthalten, weshalb wir davon ausgehen, dass der auch zum Amazon-Angebot gehört. Der uns zugeschickte BLi300 9 4Ah kostet allein bereits 299 Euro!

Wir haben mit den vier Amperestunden eine Leerlauf-Laufzeit von 92 Minuten ermittelt. Der standardmäßige 2,0-Ah-Akkupack dürfte also bei 46 Minuten liegen. Das ist im Vergleich mit den Konkurrenten etwas schwach.

Wir haben diese Laufzeit ohne den Eco-Modus ermittelt, für den es eine separate Taste gibt. Der Modus drosselt die Leistung, weshalb die Heckenschere dann nur noch für den Rückschnitt (dünnere Äste) taugt.

Das Husqvarna-Modell ist das Einzige im gesamten Testfeld, das eine echte Power-ON-Taste besitzt. Als Vorteil sehen wir dies nicht an, denn das ist keine Sicherheitssperre gegen die Benutzung durch kleine Kinder.

Von der Leistung sind wir enttäuscht: Husqvarna spricht von einer Aststärke bis 25 Milimeter. Im Test erleben wir aber eine Heckenschere, die beim Rückschnitt in Hölzer über 12 Millimeter stecken bleibt. Wir haben mit Hainbuche gearbeitet – möglich, dass weichere Hölzer auch dickere Äste erlauben. Metabo, AL-KO und Makita haben sich im gleichen Gehölz aber besser geschlagen.

Die 115iHD45 wiegt mit dem 2,0-Ah-Akku 4 Kilogramm, mit dem starken Akku (4,0 Ah) ist sie sogar noch etwas schwerer. Der Akku kann auch für andere Husqvarna-Geräte benutzt werden, etwa Akku-Rasenmäher.

Was uns negativ auffiel: Die Maschine hat einen langsamen Motorenanlauf, sie braucht also eine Sekunde bis die Schere auf vollen Touren läuft. Wer während dieser Sekunde bereits wieder im Geäst arbeitet, bleibt sofort wieder stecken – es sei denn, die Äste sind sehr dünn.

Bei keiner anderen Heckenschere im Test war uns ein solcher Motorenanlauf aufgefallen. An und für sich ist die eine Sekunde kein Problem, aber in der Praxis würgen wir die Husqvarna immer wieder ab, weil sie nicht sofort wieder die volle Drehzahl hat. Der Motorenanlauf hindert uns an einem durchgehenden Arbeitsfluss beim Rückschnitt.

Bei der Wartung ist Husqvarna vorbildlich: Das Getriebe hat eine Wartungsklappe, der Besitzer kann also selbst Schmierfett aufbringen. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Lediglich Makita und WORX boten die Möglichkeit ebenfalls.

Wie auch Stihl besteht die Husqvarna 115iHD45 aus einem hochwertigen und wahrscheinlich farbechten Kunststoff, der nicht ausbleicht. Aufgrund des Einschubs für den großen Akku ist das Gerät sehr wuchtig.

Die Stihl HSA 45 ist der kleine Einsteiger des Herstellers. Entsprechend einfach ist auch der Aufbau, doch zumindest bei der Gehäusequalität muss sie sich vor anderen Stihl-Gartengeräten nicht verstecken. Der Akku, zu dessen Kapazität sich nirgendwo Angaben finden lassen, ist vollständig integriert. Sie können ihn also allenfalls durch ein komplettes Zerlegen des Gerätes austauschen, falls er mal defekt ist – und falls sie ihn überhaupt als einzelnes Ersatzteil bekommen.

Ein integrierter Akku ist nicht zwangsläufig ein Totschlagargument. Allerdings kann der Nutzer nicht von einer Verwendbarkeit des Akkus in anderen Stihl-Geräten profitieren. Ein Ladegerät braucht die Heckenscheren nicht, denn die Ladeelektronik ist im Gerät verbaut. Mitgeliefert wird nur ein kleines Steckernetzteil.

Wie groß die Akku-Kapazität auch immer sein mag, die Laufzeit von 48 Minuten im Leerlauf hat uns jedenfalls gut gefallen. Hinzu kommt ein sehr geringes Gewicht von lediglich 2,3 Kilogramm und ein leises Betriebsgeräusch, das nur geringfügig lauter ist als bei Makita.

Das größte Manko ist die geringe Schnittstärke. Immerhin ist der Hersteller ehrlich und gibt 8 Millimeter an und genau solche Äste sind es dann auch, die in unserem Test gerade noch so in einem Ruck durchgeschnitten werden. So richtig flüssig geht es allerdings nur bis 6 Millimeter. Die Stihl HSA 45 ist folglich nur für den Formschnitt zu gebrauchen.

Lobenswert ist die Sicherheitssperre: Erst wenn sie einmal geschoben wird, kann der Hauptschalter am Griff betätigt werden. Somit sollten kleine Kinder nicht in der Lage sein, die Stihl einzuschalten.

Die Stihl HSA 45 bietet kleine Leistung, allerdings auch für kleines Geld. Wer wirklich nur an ein paar dünnen Ästen herumschneidet, könnte sich für das Gerät durchaus begeistern. Als Allrounder wollen wir es aber nicht empfehlen, denn wer beim Heckenschnitt andauernd zur manuellen Heckenschere wechseln muss, weil die HSA 45 fortwährend in dickeren Ästen stecken bleibt, hat wenig Freude an der Arbeit. Die Lösung könnte ein stärkeres Akku-Modell des Herstellers sein, etwa die HSA 56, die laut Hersteller: 23 Millimeter schafft und für 260 Euro zu haben ist.

Die Bosch AHS 50-20 LI zeichnet sich durch eine starke Laufzeit von 81 Minuten im Leerlauf und eine geringe Lautstärke aus. Die Laufzeit war im Leerlauf-Test sogar noch länger (+15 Minuten). Dann arbeiten die Messer aber nicht mehr so kräftig.

Die Bosch führt eine gute Verarbeitung ins Feld und sie kommt fertig montiert ins Haus. Ladegerät und 2,5 Amperestunden-Akku sind zu einem relativ günstigen Preis inklusive.

Eine Empfehlung hat sich die Bosch aber nicht verdient, denn sie schneidet 12 Millimeter starkes Astwerk einfach nicht durch. Und das, obwohl der Hersteller dreist mit einer Schnittstärke von 25 Millimetern prahlt.

Effektiv können Sie mit der Bosch AHS 50-20 LI also nur dünnes Astwerk bis zehn Millimeter schneiden. Das schränkt den Einsatzspielraum etwas ein.

Bosch UniversalHedgePole 18

Die zweite Bosch im Test hört auf den Namen UniversalHedgePole 18 und ist eine Teleskopheckenschere und somit für sehr hohe Hecken gemacht. Schwert und Antrieb befinden sich ganz oben an der Teleskopstange, Akku und Griff befinden sich am unteren Ende.

Wer mit der Teleskopheckenschere hantiert, der bemerkt schnell, hier wird viel Kraft und Ausdauer benötigt. Das Gewicht der Konstruktion ist mit 4,1 Kilogramm zwar nicht besonders hoch, die Stange ist auf so einer Höhe aber gar nicht so einfach zu führen.

Die Laufzeit geht mit 65 Minuten im Leerlauf in Ordnung. Beim kontinuierlichen Schneiden wird die Batterielaufzeit natürlich je nach Stärke des Astmaterials geringer ausfallen. Die Laufzeit kann aber auch noch etwas länger sein (+15 Minuten), dann jedoch bei schwächerer Leistung.

Hervorzuheben ist auch bei dem Bosch-Modell die sehr geringe Lautstärke und die allgemein gute Verarbeitung. Im Detail monieren wir aber die metallische Gurtbefestigung: Sie ist minderwertig und passt ebenso wie das etwas wackelige Gelenk nicht zum Rest der Maschine.

Die Schnittstärke ist die schwächste im gesamten Testfeld: Lediglich fünf Millimeter dicke Äste können bequem in einem Rutsch durchtrennt werden.

Einhell GE-CH 1846 Li

Die Einhell GE-CH 1846 Li zeichnet sich durch eine brauchbare Laufzeit von 68 Minuten im Leerlauf und durch ein geringes Gewicht von 2,3 Kilogramm aus. Damit ist die Einhell handlicher als die Makita und der Schnitt auf Kopfhöhe geht leichter vonstatten.

Leider ist die Einhell überdurchschnittlich laut und auch der Schnitt vermag es nur bis 10 Millimeter flüssig zu schneiden. 15 Millimeter durchtrennt die Einhell erst gar nicht und auch bei 12 Millimeter wird es schon beschwerlich.

Die Verarbeitung ist etwas schlechter als bei Bosch, Makita oder Black+Decker. Hinzu kommt eine sehr hohe Lautstärke im Betrieb.

GARDENA EasyCut 42 (8872-20)

Gardena zeigt mit der EasyCut 42 (8872-20), wie es nicht gehen soll: Die EasyCut schneidet effektiv nur bis 10 Millimeter, die Herstellerangabe liegt bei 16 Millimetern. Die Leistung ist, gelinde gesagt, ziemlich schwach.

Auf der Habenseite hat die Gardena ihre äußerst geringe Lautstärke. Die Laufzeit von 57 Minuten im Leerlauf kann nicht gerade als lang bezeichnet werden. Leider bietet Gardena neben dem 1,6 Ah-Akku keine Akku-Optionen mit höherer Kapazität an.

Ein zweiter Pluspunkt ist die gute Ergonomie aufgrund des geringen Gewichts von nur 2,6 kg inklusive Akku. Der Schnitt auf Brust oder Kopfhöhe gelingt also einigermaßen mühelos.

Negativ ist uns das sehr kleine Schild aufgefallen. Das soll ja verhindern, dass Äste gegen die Hand peitschen oder dass die Hand in Richtung der Messer abrutschen kann. Seiner Funktion wird das Mini-Schild nicht so gut gerecht wie beispielsweise das große Schild unseres Testsiegers Makita.

Beim Thema Sicherheit müssen wir noch ergänzen, dass es auch hier keine Sicherheitsentsperrung gibt. Die Verarbeitung ist insgesamt nur ausreichend.

TACKLIFE GHT1B

Akku-Heckenschere Test: Tack Life De Ght1b

Keine Preise gefunden.

Das Komplettpaket von Tacklife mit dem Modell GHT1B bringt einen 2,5-Ah-Akku nebst Ladegerät mit. Das 40-Volt-Modell fällt durch eine nur ausreichende Verarbeitung und sein lautes, rasselndes Betriebsgeräusch negativ auf.

Besonders kraftvoll sind die Messer dann auch nicht, trotz der 40 Volt. Wir haben eine Schnittleistung von lediglich zehn Millimetern ermittelt, das zählen wir nicht mehr als effektiv. Durch zwölf Millimeter bewegt sich das Messer ziemlich mühsam.

Die Laufzeit von 79 Minuten im Leerlauf ist wiederum erfreulich. Aber was nützt das, wenn die übrigen Kriterien unterdurchschnittlich ausfallen? Wir können der Tacklife deshalb keine Empfehlung aussprechen.

Hersteller Ryobi hat mit der Heckenschere RHT1851R25F ein ergonomisches Modell im Markt. Der Griff kann in mehreren Positionen verstellt werden. Dadurch entsteht für ansonsten unbequeme Positionen eine bequemere Griffhaltung. Durch das geringe Gewicht von gerade mal 2,8 Kilogramm entsteht ein zusätzlicher ergonomischer Vorteil. Einen solchen verstellbaren Griff hat sonst nur noch Ikra.

Auf der anderen Seite wollen wir den Winkelgriff aber auch nicht überbewerten. Bei den Modellen ohne das Feature haben wir ein Fehlen gar nicht bemängelt. Der Grund: Bei einer seitlichen Haltung der Heckenschere greifen wir einfach schräg in den Hauptgriff. Das ist bei den meisten Maschinen auch eine bequeme Position.

Ryobi kommt fertig montiert ins Haus und bringt den Debry Remover mit. Das ist nichts weiter als ein längliches Schild, das seitlich auf das Schwert der Heckenschere geschoben wird. Dadurch kann das Schnittgut leichter von der Hecke gefegt werden.

Ryobi schneidet bis zu 12 Millimeter starke Äste effektiv. Durch 15 und 17 Millimeter quält sich die Schere gar nicht erst – und das, obwohl der Hersteller 22 Millimeter angibt.

Gegen das Modell spricht außerdem seine eklatant knappe Leerlaufzeit von nur 38 Minuten mit dem 2,5-Ah)-Akku Im Dauereinsatz an der Hecke wird man also mit gerade einmal 20 Minuten rechnen dürfen.

Der Messerköcher büßt seine Schutzfunktion ein, denn er kann schlichtweg nicht mehr auf das Schwert geschoben werden. Er ist also nur eine Art Verpackung, die der Hersteller für den Transport aufschiebt.

Worx schickte uns das handliche Modell WG260E.9. Es wiegt lediglich 2,1 Kilogramm. Dadurch ist der Schnitt auf Brusthöhe bequem. Hinzu kommt ein ergonomischer Griff.

Die Worx ist ebenso leise wie die Makita. Zu einer Empfehlung konnten wir uns dennoch nicht durchringen. Das hat zwei Gründe: Die Laufzeit im Leerlauf liegt bei nur 59 Minuten. Das wird zwar durch ca. weitere 20 Minuten ergänzt, in denen die Maschine bei schwacher Leistung läuft und nur noch sehr dünne Äste schneidet. Das Problem kann aber mit einem stärkeren Akku abgestellt werden. Der Hersteller bietet neben dem mitgelieferten 2,0-Ah-Akku auch 2,5-, 4,0- und 5,0-Ah-Akkus an.

Gravierender als die Laufzeit ist aber der schwache Schnitt: Die WG260E.9 schneidet im Test nur fünf Millimeter flüssig durch, bei zehn Millimetern wird es schon beschwerlich.

Einen Vorteil für die Wartung wollen wir jedoch nicht verheimlichen: Die Worx kann am Getriebe geöffnet werden, um es einzufetten. Das ist nur noch beim Testsieger Makita so einfach möglich.

Unter dem komplizierten Namen IKRA IAHS 40-5425 verbirgt sich ein Modell mit einem 54 Zentimeter großen Schwert, das ohne Akku und Ladegerät verkauft wird. Mit dem 2,5-Amperestunden-Akku ermittelten wir eine Leerlaufzeit von 83 Minuten. In der Praxis sollten Sie also mit locker 2,5 Stunden rechnen können.

Wie bei Ryobi ist der Griff im Winkel verstellbar. Doch wie gesagt: Wir würden das Feature nicht überbewerten, denn es bringt kaum einen Bequemlichkeitsvorteil. Im Gegenteil: Das Hantieren zum Verstellen des Griffes könnte sogar lästig sein.

Die Ikra hat einen Sicherheitsriegel, das finden wir gut. Sie schneidet ganz locker Äste bis 12 Millimeter. Durch 15 und 17 Millimeter kämpft sie sich auch, das geht dann aber schon beschwerlicher. Der Hersteller gibt 18 Millimeter Schnittstärke an.

Der größte Nachteil der Ikra ist ihre Lautstärke. Sie ist nämlich deutlich lauter als die meisten Modelle im Test und liegt gleichauf mit der ebenfalls sehr lautstarken Einhell.

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