Die beste Astschere

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Die beste Astschere ist die Fiskars PowerGear X LX99-L. Sie ist zwar nicht ganz günstig, schneidet aber sehr gut und auch an der Handhabung ist nichts auszusetzen. Der benötigte Kraftaufwand hält sich in Grenzen und auch dicke Äste sind mit der Schere kein Problem.

Ein Garten mit Bäumen ist schön anzusehen, doch Bäume brauchen Pflege. Äste zu schneiden gehört da zu den jährlichen Aufgaben. Am einfachsten geht das mit einer guten Astschere. Aber da gibt es große Unterschiede bei der Schneidleistung.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Materialprüfung GWP und der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien DtGV haben wir zwölf Astscheren getestet, und zwar sowohl Bypass- als auch Amboss-Scheren. Preislich lagen sie zwischen günstigen 20 und happigen 80 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Fiskars PowerGear X LX99-L

Die beste Astschere im Test war die Fiskars PowerGear X LX99-L. Der Kraftaufwand beim Schneiden wird durch ihr Getriebe deutlich reduziert, sie ist damit auch für dicke Äste sehr gut geeignet. Zusammen mit zwei weiteren Amboss-Modellen schaffte sie es sogar, einen vier Zentimeter dicken Ast zu schneiden – eine hervorragende Leistung.

Beste Bypass-Astschere

for q Bypass-Astschere

Auch Bypass-Modelle wie die for_q können sehr gute Schnittleistungen bringen. Dieses Modell ist außerdem noch günstig.

Möchten Sie lieber eine Bypass-Schere, dann empfehlen wir die Astschere der Hornbach Eigenmarke for_q. Sie überzeugte mit einer sehr guten Schnittleistung, sehr guter Handhabung und einer guten Haltbarkeit. Auch das Schneidverhalten war tadellos – die Schere hinterließ weder Quetschungen noch verletzte sie beim Schneiden die Rinde der Bäume. Außerdem war sie eine der günstigsten Scheren im Test.

Auch gut

Wolf-Garten RS 900 T

Test : Wolf-Garten Amboss Astschere RS 900 T
Mit der Wolf-Garten RS 900T machen Sie nichts falsch. Im Langzeittest muss sie sich aber der Fiskars geschlagen geben.

Wenn für Sie die Qualität des Schneidergebnisses über alles geht, ist die Wolf-Garten RS 900 T die beste Wahl. Die Amboss-Schere kann sowohl bei Frisch- als auch bei Trockenholz sehr gute Schnittbilder vorweisen und auch der Kraftaufwand beim Schneiden ist in Ordnung. Die Handhabung könnte allerdings etwas besser sein.

Gut & günstig

Gardol Classic Astschere

Wenn die Obstbäume noch nicht groß sind und das Budget ebenfalls, ist die Gardol Astschere eine gute Wahl.

Für alle, die nicht viel Geld ausgeben möchten, empfehlen wir die Gardol Classic. Die Eigenmarke von Bauhaus kostet lediglich 20 Euro, überzeugte uns aber trotzdem in Sachen Schneidergebnis und Haltbarkeit. Der benötigte Kraftaufwand ist hier größer als bei unseren vorherigen Empfehlungen, vier Zentimeter dicktes Hartholz schneidet die Gardol-Astschere nicht. Bei diesem Test mussten allerdings alle Bypass-Scheren das Handtuch werfen. Trotzdem: das Preis-Leistungsverhältnis ist gut und deshalb bekommt die Gardol Classic von uns eine Empfehlung.

Vergleichstabelle

TestsiegerBeste Bypass-AstschereAuch gutGut & günstig
Modell Fiskars PowerGear X LX99-L for q Bypass-Astschere Wolf-Garten RS 900 T Gardol Classic Astschere Wolf-Garten RR 900 T Gardena Comfort 760 A Siena Garden Premium Bypass-Astschere Berger 4204 Klassik-Linie Stihl PB 25 Gardena Premium 700B for q Amboss-Astschere Gardol Premium Getriebe-Astschere
Test : Fiskars PowerGear X Amboss-Getriebeastschere LX99-LTest : Wolf-Garten Amboss Astschere RS 900 TTest : Wolf-Garten RR 900 TTest : Gardena Comfort 760 ATest : Siena Garden Premium Bypass AstschereTest : Berger Astschere 4204 Klassik-LinieTest : Gardena Premium Astschere 700B
Pro
  • Reduzierung der Schneidkraft durch Getriebe
  • Gut geeignet für dicke Äste
  • Konnte 40 Millimeter Ast durchtrennen
  • Sehr gute Haltbarkeit
  • Günstig
  • Hervorragende Schnittleistung
  • Sehr gute Handhabung und Haltbarkeit
  • Gutes Schneidverhalten
  • Leichtgängig
  • Hohe Schnittkraft
  • Bestes Schneidverhalten bei den Ambos-Scheren
  • Konnte 40 Millimeter Ast durchtrennen
  • Sehr günstig
  • Solide Leistung
  • Sehr gute Haltbarkeit
  • Kaum Abstumpfungserscheinungen nach Stresstest
  • Bestes Schnittbild unter den Bypass-Scheren
  • Sehr gutes Schneideverhalten
  • Bestes Schnittbild unter den Amboss-Scheren
  • Konnte 40 Millimeter Ast durchtrennen
  • Sehr gute Haltbarkeit
  • Sehr gute Handhabung
  • Leichtgängig
  • Wenig Gewicht
  • Gute Gebrauchsanweisung
  • Gute Haltbarkeit
  • Leicht
  • Liegt gut in der Hand
  • Angenehme Handhabung
  • Gute Griffigkeit
  • Sehr gute Griffigkeit
  • Schön leichtgängig
  • Gute Griffigkeit
  • Kraftaufwand verringert sich nach Dauertests
  • Sehr gute Haltbarkeit
  • Sehr leicht
  • Kraftaufwand verringert sich nach Dauereinsatz
  • Sehr leichtgängig
Contra
  • Leichte Unebenheiten bei Frischholz fühlbar
  • Bei Trockenholz Rundungen sichtbar
  • Bei Frischholz Rinde deutlich beschädigt
  • Griffigkeit nicht so gut
  • Deutlicher Klingen-Versatz nach Langzeittest
  • Im Vergleich recht schwer
  • Schlechte Griffigkeit
  • Rinde bei Frischholz deutlich beschädigt
  • Für dünne Äste nicht so gut geeignet, da im "Leerlauf" recht schwergängig
  • Im Vergleich recht schwer
  • Deutlicher Klingen-Versatz nach Langzeittest
  • Schlechte Griffigkeit
  • Schwergängig
  • Rinde bei Frischholz deutlich beschädigt
  • Kontrastreichere Farbgestaltung wäre wünschenswert
  • Griffigkeit könnte besser sein
  • Puristische Gebrauchshinweise
  • Leichter Klingen-Versatz nach Dauertest
  • Keine Pflege- und Sicherheitshinweise in der Gebrauchsanweisung
  • Leichter Klingen-Versatz nach Dauertest
  • Allgemein hoher Kraftaufwand nötig
  • Deutlicher Klingen-Versatz nach Langzeittest
  • Stiehlbruch im Stresstest
Bester Preis

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Kaufkriterien

Zweimal im Jahr sollte man Bäume zurückschneiden, deshalb braucht man die Astschere gar nicht zu weit nach hinten in den Geräteschuppen räumen.

Je nachdem wie groß Ihre Bäume bereits sind, brauchen Sie eine Astschere, die mit der nötigen Schnittbreite ausgestattet ist. Die ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, meist gibt es Schnittbreiten aber zwischen 35 und 55 Millimeter. Außerdem ist auf die Armlänge zu achten. Diese fällt unterschiedlich aus, je nachdem ob es sich um Teleskop-Astscheren oder Astscheren mit festen Armen handelt.

Teleskop oder nicht?

Ein Teleskop-Modell ist praktisch, weil es sich auf die individuellen Bedürfnisse einstellen lässt. Ein Nachteil ist aber ihre geringere Stabilität. Da muss man abwägen, was einem wichtiger ist. Wenn Sie eine Schere mit festen Armen bevorzugen, sollte die Länge mindestens 80 Zentimeter betragen.

Nehmen Sie die Astschere vor einem Kauf auf jeden Fall mal in die Hand und probieren Sie aus, ob Gewicht und Ergonomie für Sie in Ordnung sind. Auch da gibt es nämlich einige Unterschiede.

Welche Astscheren gibt es?

Amboss-Astscheren sind mittlerweile die klassischen Astscheren. Die scharfe Klinge trifft nach dem Schneiden auf eine Metallfläche, den sogenannten Amboss. Ein Vorteil der Amboss-Modelle ist, dass man nicht so viel Kraft aufwenden muss, weil die Klinge extrem scharf geschliffen ist und dadurch leicht durch das Holz gleitet. Allerdings kann der Amboss den Ast verletzen.

Bypass-Astscheren haben im Gegensatz dazu zwei geschwungene Klingen, die gegeneinander schieben und sich beim Schneiden überlappen – daher der Name »Bypass«. Ihr Vorteil ist ein besonders sauberer Schnitt, es wird aber mehr Kraft benötigt, da die Schnittklinge an der Gegenklinge vorbei gleitet.

Drei verschiedene Bauarten

Die letzte Art ist die Amboss-Getriebe-Astschere. Wie der Name schon sagt, sind diese Astscheren mit einem Getriebe ausgestattet. Das ist ein großer Vorteil, denn das spart Kraft. So können auch weniger kräftige Gärtner dicke Äste schneiden.

Geräte mit Getriebe haben zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, man braucht wenig Kraft und kann die Schneideergebnisse optimieren. Allerdings ist die Anschaffung teuer und nicht jeder Hersteller hat ein solches Gerät im Sortiment.

So haben wir getestet

Wir hatten insgesamt zwölf Astscheren im Test, davon jeweils sechs Amboss-und sechs Bypass-Scheren. Eine Astschere muss natürlich in erster Linie Äste schneiden – dünne, dicke, harte und weiche, eben alles, was bei der Gartenarbeit anfällt. Vor allem dickere Äste sind oft problematisch. Deshalb war die Schneidleistung unser wichtigstes Kriterium.

Im Test mussten die Scheren Buchenrundholz mit 25 mm Durchmesser und ein Fichtenkantholz durchtrennen. Um den Kraftaufwand zu prüfen, wurden die Scheren in eine Zug-/Druckmaschine eingespannt. So konnte während des Schneidens der Weg-Kraft-Verlauf und die notwendige Maximalkraft gemessen werden. Die Unterschiede waren teilweise erheblich.

Astschere Test
Astschere im Testaufbau.

Weiter haben wir uns das Langzeit-Schneidverhalten angesehen und eine Dauerbelastung simuliert. Die von uns getesteten Scheren mussten 100 Probeschnitte am Buchenrundholz und 300 Probeschnitte am Fichtenkantholz überstehen. Man konnte einen gewissen positiven »Einlaufeffekt« feststellen, vor allem bei der Gardena Premium Astschere – hier verringerte sich der Kraftaufwand nach einigen Schnitten auf 565 Newton, was allerdings immer noch sehr viel ist.

Astschere Test: Gardol
Im Test gab es einen Totalausfall: Bei der Getriebe-Astschere vor Gardol brach ein Arm.

Das Schnittbild haben wir an trockenen Buchenholzstäben und an frischen Ästen mit Rinde getestet. Hinterließ eine Schere Quetschungen, Rindenbeschädigungen oder Kantenausbrüche, führte das zu Abzügen. Wenn die Astscheren, glatte, ebene Schnitte machten, haben wir das positiv bewertet.

Im Praxistest wurden die Scheren von drei weiblichen und drei männlichen Testern in Sachen Handhabung bewertet. Die Kriterien waren hier vor allem Leichtgängigkeit, Griffigkeit, Gewicht und Auffindbarkeit. Außerdem haben sie sich angesehen, wie nützlich die Gebrauchsanweisung jeweils ist.

Damit die Abnutzung nach langjähriger Benutzung simuliert werden konnte, musssten die Scheren ein Schnittpensum von insgesamt 400 Schnitten an unterschiedlichen Holzarten absolvieren und dann als Krönung noch einen 40 Millimeter dicken Holzast schneiden.

Testsieger: Fiskars PowerGear X LX99-L

Insgesamt hat die Fiskars Power Gear X Getriebeastschere im Test mit einigem Vorsprung am besten abgeschnitten. Vor allem im wichtigsten Bereich, dem Schneiden, konnte ihr außer der Wolf-Garten Amboss-Astschere keine andere das Wasser reichen.

Testsieger

Fiskars PowerGear X LX99-L

Ein paar Patzer leistete sich aber auch unser Testsieger: Beim Schneiden von Frischholz wurde die Rinde deutlich beschädigt und auch Quetschungen waren erkennbar. Dafür war das Schnittbild aber sehr glatt und Rundungen waren nur ein wenig fühlbar.

Beim Test an Hartholz war das Ergebnis besser. Ein wenig Kantenbruch war zu erkennen, auch war die Schnittstelle nicht hundertprozentig glatt. Leider waren auch hier Quetschungen am Ast erkennbar. In der Praxis fällt das aber nicht ins Gewicht, Bäume stecken derart leichte Beschädigungen gut weg. In den Kategorien Haltbarkeit und Handhabung lieferte die Fiskars sehr gute Ergebnisse.

Das Schnittbild könnte besser sein

Entscheidend bei einer Astschere ist die Kraft, die man beim Schneiden aufwenden muss – schließlich will man sich beim Ästestutzen nicht völlig verausgaben. Im Neuzustand überzeugte die Fiskar Astschere zusammen mit der Wolf-Garten Power Cut mit dem wenigsten Kraftaufwand. Zum Vergleich: Mit der Gardena Premium braucht man beim selben Ast fast dreimal so viel Kraft.

Nach dem Langzeittest erhöhte sich der Kraftaufwand durch das übliche Abstumpfen der Klinge beim Testsieger lediglich um 95 Newton – auch das sein sehr guter Wert.

Handhabung und Haltbarkeit

Wer sich eine Astschere zulegt, möchte nicht nur eine Saison mit ihr verbringen. Im Dauertest haben wir daher getestet, ob Schnitte an 40 mm dicken, trockenen Buchenhölzern auch nach häufigem Gebrauch noch möglich sind, ob die Schere nach dem Dauertest beschädigt war und inwieweit die Schneiden noch aufeinandertreffen.

Hier lag unser Favorit zusammen mit der Gardena Comfort Astschere ganz vorne. Sie schaffte es, das vier Zentimeter dicke Hartholz zu schneiden, ohne dass Klinge, Getriebe oder Stiel Schaden genommen haben und auch die Schneiden treffen nach dem Dauereinsatz noch problemlos aufeinander. Sehr gut! Insgesamt schafften es lediglich drei Scheren, das dicke Holz überhaupt zu schneiden – allesamt Amboss-Modelle. Wenn Sie also häufig Bäume mit dicken und harten Ästen stutzen müssen, ist eine Bypass-Schere eher nicht die richtige Wahl.

Für dicke Äste sind Amboss-Scheren die richtige Wahl

In die Bewertung der Handhabung flossen zusätzlich zum Eindruck von Gewicht, Griffigkeit, Leichtgängigkeit und Auffindbarkeit während des Schneidens noch die Gebrauchshinweise mit ein. Die Testerinnen und Tester attestierten unserem Testsieger insgesamt eine durchschnittlich gute Handhabung. Vor allem die Leichtgängigkeit der Schere wurde positiv bewertet, ebenso die Auffindbarkeit im Gras.

Pflegehinweise in der Gebrauchsanweisung fanden sich hingegen keine; Angaben zur maximalen Holzdicke und Sicherheitshinweise waren vorhanden, hätten aber auch ausführlicher sein können. Im Bereich Handhabung schnitten die beiden Wolf-Garten-Modelle in allen Teilbereichen sehr gut ab – was die Gebrauchshinweise angeht, lagen Sie allerdings am hinteren Ende der Skala.

Fiskas PowerGear X LX99-L im Testspiegel

Weitere Testberichte zur Fiskas PowerGear X sind momentan noch nicht vorhanden. Sobald sich das ändert, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Nicht jeder hat mit dicken und harten Ästen zu kämpfen, für einige muss es daher nicht unbedingt ein Amboss-Modelle sein, die meist teurer sind als Bypass-Scheren.

Beste Bypass-Astschere

for q Bypass-Astschere

Auch Bypass-Modelle wie die for_q können sehr gute Schnittleistungen bringen. Dieses Modell ist außerdem noch günstig.

Die Hornbach-Eigenmarke for_q liefert mit ihrer Bypass-Astschere ein gutes Werkzeug für Gärtner, die keine allzu dicken Äste schneiden müssen und ein wenig mehr Kraft in den Armen haben.

Im Neuzustand begeisterte sie uns mit einem sehr guten Ergebnis beim Test der Schneidkraft. Gerade einmal 204 Newton musste man hier aufwenden. Ist die Schere dann aber längere Zeit im Einsatz, verdoppelt sich der Kraftaufwand. Das ist im Gesamten gesehen der schlechteste Wert im Test – abgesehen von der Gardol Premium-Schere, die während des Dauertestes brach.

Das Schnittbild bei Frischholz ist allerdings sehr gut. Der Ast weist keine Quetschungen auf, der Schnitt ist schön glatt aber leicht gerundet. Dafür muss die Rinde einiges wegstecken und ist sichtbar geschädigt. Beim Schneiden von Hartholz ist deutlicher Kantenbruch zu sehen, die Quetschungen halten sich aber in Grenzen und auch die Flächen sind schön eben und glatt.

Auch bei der Astschere von Hornbach gibt es das für Bypass-Scheren typische Problem: Dickes Holz schafft sie nicht. Ansonsten bleibt die Schere aber heil und auch die Schneiden gleiten nach dem Langzeittest noch problemlos aneinander vorbei.

Für uns ist die for_q Schere damit die beste Bypass-Astschere – und mit knapp 30 Euro ist sie auch noch recht günstig.

Auch gut

Wolf-Garten RS 900 T

Test : Wolf-Garten Amboss Astschere RS 900 T
Mit der Wolf-Garten RS 900T machen Sie nichts falsch. Im Langzeittest muss sie sich aber der Fiskars geschlagen geben.

Die Wolf-Garten RS 900 T ist nur ganz knappt hinter dem Testsieger gelandet. Die Handhabung der Amboss-Schere ist gut, sie schneidet sehr leichtgängig und kann aufgrund ihrer herausstechenden Optik auch gut im Gras gefunden werden. Ihre Griffigkeit ist aber leider nicht so gut, da gibt es bessere Modelle und auch das Gewicht ist etwas höher als beim Testsieger.

Was den Kraftaufwand betrifft, können wir uns nicht beschweren. Mit durchschnittlich 219 Newton im Neuzustand ist nur wenig Kraftaufwand nötig. Nach dem Dauertest steigt der Wert nur auf 307 Newton – sehr schön.

Was das Schnittbild angeht, waren wir von der Leistung ebenfalls angetan. Am Frischholz waren keinerlei Quetschungen zu sehen, der Schnitt war vollkommen eben ausgeführt und lediglich etwas rau. Leider hat die Rinde allerdings erkennbaren Schaden abbekommen. Beim Schneiden von trockenem Holz leistete sich die Wolf-Garten-Schere keine Patzer: keine Quetschungen und nur sehr geringer Kantenausbruch, der lediglich etwas rau war.

Wie zwei weitere Amboss-Modelle schaffte es auch die RS 900 T das vier Zentimeter dicke Hartholz zu durchtrennen, es entstand auch nach dem Langzeittest kein Bruch an der Klinge oder an anderen Stellen der Schere.

Einen Wermutstropfen gab es aber doch: Die Schneiden treffen nach dem Dauertest nicht mehr richtig aufeinander. Da sind andere Modelle klar im Vorteil. Wem es aber auf gute Schneidergebnisse ankommt und die Schere vielleicht nicht so ausgiebig strapaziert, macht mit der RS 900 T nichts falsch.

Gut & günstig

Gardol Classic Astschere

Wenn die Obstbäume noch nicht groß sind und das Budget ebenfalls, ist die Gardol Astschere eine gute Wahl.

Die günstigste Schere im Test ist die Gardol Classic. Insgesamt bietet sie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, auch wenn man hier an einigen Stellen ein paar Abstriche machen muss.

Die Gardol Classic ist nicht zu schwer und recht griffig, weshalb sie auch über längere Zeit gut gehalten werden kann. Ganz so leichtgängig wie unser Testsieger ist sie allerdings nicht und auch der Kraftaufwand ist ein gutes Stück höher, liegt aber immer noch im mittleren Bereich.

Die Gebrauchshinweise sind gut, Sicherheitshinweise in der Anleitung fehlen allerdings. Der Gardol-Astschere war es leider nicht möglich, dasvier Zentimeter dicke Hartholz zu teilen. Das schaffte aber keine Bypass-Schere im Test.

Die Haltbarkeit ist sehr gut, dafür muss sie bei der Schneidleistung etwas Federn lassen – aber wirklich nur ein paar. Bei Frischholz lieferte sie mitunter die besten Ergebnisse: keine Quetschungen, komplett glatte und ebene Schnittkanten, dafür war aber die Rinde deutlich beschädigt. Bei Trockenholz waren die Ergebnisse leider etwas schlechter. Quetschungen waren deutlich erkennbar, auch Kantenausbruch gab es, dennoch blieb die Fläche recht glatt und nur leicht gerundet.

Für rund 20 Euro bekommt man trotz allem eine sehr solide Astschere. Gerade, wenn Sie nicht so häufig im Einsatz ist und vor allem keine allzu dicken Äste schneiden muss, können wir die Gardol-Schere wärmstens empfehlen.

Außerdem getestet

Wolf-Garten RR 900 T

Die Wolf-Garten RR 900 T Astschere liegt im mittleren Preissegment. Leider ist sie recht schwer und auch die Griffigkeit ist nicht sehr gut. Von allen getesteten Astscheren war sie am schwergängigsten, ist aber gut im Gras auffindbar. In der Anleitung finden sich keine Sicherheitshinweise und nur eine unzureichende Produktbeschreibung. Auch mehr Pflegehinweise hätten wir uns erwartet. Die Ergebnisse beim Schneiden waren bei Frischholz sehr gut und beim Hartholz ebenfalls überzeugend. Leider treten die Schneiden nach dem Dauertest deutlich auseinander.

Gardena Comfort 760 A

Die Gardena Comfort 760A Astschere ist ebenfalls recht schwer und nicht besonders griffig. Auch hier taten wir uns schwer beim Schneiden, sie hätte ruhig ein wenig leichtgängiger sein können. Die Gebrauchshinweise ließen ebenfalls zu wünschen übrig. Bei Frischholz gibt es lediglich Verletzungen der Rinde, Hartholz schneidet sie gut, auch dicke Äste sind kein Problem. Die Schneiden treffen auch nach längerer Nutzung noch schön aufeinander.

Siena Garden Premium Bypass-Astschere

Test : Siena Garden Premium Bypass Astschere

Keine Preise gefunden.

Ein ebenfalls günstiges und überdies das leichteste Modell im Test war die Siena Garden Premium Bypass Astschere. Man kann sie gut halten, sie schneidet sehr leichtgängig, kann aber im Gras nicht gut gefunden werden. Die Gebrauchshinweise konnten auf ganzer Linie überzeugen. Beim Frischholztest waren lediglich Rundungen sichtbar, bei Hartholz waren aber große Kantenausbrüche zu sehen.

Berger 4204 Klassik-Linie

Mit der Berger Astschere 4204 waren wir nicht zufrieden. Sie ist schon eher im mittleren Preissegment angesiedelt, dafür aber sehr leicht und griffig. Auch der Kraftaufwand ist in Ordnung und die Schere ist schön leichtgängig. Beim Schnitt am Frischholz wurden die Schnittstellen leider sehr uneben und das Hartholz erlitt sichtbare Quetschungen. Auch die Schneiden befinden sich nach längerem Gebrauch nicht mehr schön aufeinander.

Stihl PB 25

Keine Preise gefunden.

Die Stihl PB 25 ist recht teuer, hat ein mittelmäßiges Gewicht aber eine gute Griffigkeit. Gefallen hat uns, dass sie schön leichtgängig ist. Leider waren in der Gebrauchsanleitung keine Pflege- und Sicherheitshinweis auffindbar. Beim Schneiden von Frischholz waren die Ergebnisse insgesamt zufriedenstellend, nur die Rinde wurde etwas beschädigt. Nach dem Dauertest liegen die Schneiden leider nicht mehr ganz aufeinander – bei einem Preis von über 80 Euro sollte das nicht passieren.

Gardena Premium 700B

Die Gardena Premium-Astschere 700 B ist ebenfalls recht teuer. Dafür könnte sie etwas leichtgängiger und besser auffindbar sein. Das schlimmste allerdings: Es ist enorm viel Kraftaufwand nötig, um mit der Schere arbeiten zu können. Schon im Neuzustand mussten wir 637 Newton aufwenden – das ist eine ganze Menge und nicht mehr für jeden machbar. Obwohl die Schneidergebnisse bei Frisch- und Hartholz in Ordnung waren, bringt ihr das leider insgesamt das zweitschlechteste Ergebnis im Test ein.

for q Amboss-Astschere

Die for_q Amboss-Astschere ist günstig, leicht, und liegt gut in der Hand. Beim Frischholzschnitt war die Schnittkante etwas uneben, sonst aber okay. Beim Schneiden von Hartholz gab es leider deutliche Kantenausbrüche und einige Quetschungen. Auch die Schneiden liegen nicht mehr aufeinander. Da greift man lieber zu einem etwas teureren Modell.

Gardol Premium Getriebe-Astschere

Das schlechteste Ergebnis lieferte die Gardol Premium Getriebe-Astschere. Das Produkt der Bauhaus-Eigenmarke machte am Anfang noch einen guten Eindruck. Die Schere war sehr leichtgängig und auch im Gras gut zu finden. Während des Dauertests brach aber der Stiel und auch die Schnittergebnisse hätten besser sein können. Dickes Holz schaffte die Gardol-Schere ebenfalls nicht. Wir können diese Astschere daher leider nicht empfehlen.

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