Babyflasche Test: Babyflaschen Nuk Aufmacher
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Die beste Babyflasche

Wir haben 13 Babyflaschen getestet. Die für uns beste ist die Nuk Nature Sense. Die Glasfalsche liegt gut in der Hand, der Sauger ist klein und weich und die Babyflasche bietet eine Temperaturanzeige.  Besonders erfreulich: Auch über unsere fünf Empfehlungen hinaus konnten viele Babyflaschen in unserem Test überzeugen.

Isabel Moss
Isabel Moss
ist freie Journalistin und fühlt sich pudelwohl mit Abwechslung im Beruf. Sie war Podcastern bei Echte Mamas, schreibt für BeautyTalk und das ADAC Reisemagazin regelmäßig über Beauty- und Reisethemen und pflegt mit Mädelsschnack ihren eigenen Blog.
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Prösterchen, auf ein gutes, gesundes Heranwachsen! Sobald Nachwuchs unterwegs ist, fangen Eltern an, Entscheidungen für ihre kleinen Schätze zu treffen. Das betrifft beispielsweise die Wahl des Namen. Oder aber den Umfang der Grundausstattung, die unsere Babys die ersten Lebenswochen und Monate begleiten soll. Dazu zählen unter anderem Bodys, Windeln, Feuchttücher, Hygieneartikel und auch Babyflaschen.

Wir haben uns in diesem Test mit letzterem befasst. Denn wie bei vielen anderen Babyartikeln, ist auch hier der Markt gigantisch groß. Das ist nicht zwingend was schlechtes. Aber es wird Mamas und Papas dadurch nicht gerade leichter gemacht, eine Entscheidung zu treffen. Wir wollen aber, dass Sie die beste Entscheidung für Ihr Kind treffen können. Deshalb haben wir 13 Babyflaschen unter die Lupe genommen und auf verschiedene Aspekte überprüft und bewertet.

Positiv ist: Viele Babyflaschen konnten überzeugen. Neben unseren fünf Empfehlungen begeistern weitere Modelle mit einem guten Gesamtergebnis. Nur ganz wenige sind tatsächlich sowohl durch den Theorie- wie auch den Praxistest gerasselt. Das Fazit können Sie schnell und übersichtlich unserer Vergleichstabelle entnehmen. Wenn Sie ausführlichere Infos wünschen, einfach unter »Außerdem getestet« nachlesen. Doch nun erst einmal unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Nuk Nature Sense Starter Set Glas

Test Babyflasche: Nuk Nature Sense Starter Set Glas
Die Babyflasche aus Glas überzeugt mit seinem Sauger, der ein problemloses Wechseln zwischen Flasche und Mutterbrust ermöglichen soll.

Die Nature Sense von Nuk hat es an die Spitze in unserem Test geschafft. Der Babyflasche aus Glas gelingt es einfach, in gleich mehreren Kategorien zu überzeugen. Neben dem sehr weichen und super kleinem Sauger ist es vor allem die Temperaturanzeige, die fürs Siegertreppchen sorgte. Da viele Babyflaschen in unserem Test mit einer guten Gesamtnote abschneiden konnten, hebt sich dieses Modell mit seinem praktischen Extra von den anderen ab. Hinzu kommt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Also alles top, finden wir.

Auch gut

Mam Easy Start Elements

Test Babyflasche: Mam Easy Start Elements
Die Kunststoff-Babyflasche bietet ein besonderes Anti-Kolik-System. Gerade für die ersten Lebensmonate ein überzeugendes Attribut.

Ein spezielles Anti-Kolik-System zeichnet die Easy Start Elements von Mam aus. Hinzu kommt ein toller Sauger, der sich beim Trinken gut anfühlt und dem Stillen an der Mutterbrust nahekommt. Auch für Eltern gibt es ein wichtige Plus: Die Form der Kunststoff-Flasche schmiegt sich perfekt zwischen Daumen und Zeigefinger ein. Eine sehr gute Babyflasche, die uns im Test voll und ganz überzeugt hat.

Ausgefallen

Medela Calma Muttermilchsauger

Test Babyflasche: Medela Calma Muttermilchsauger
Speziell für Stillbabys entwickelt setzt diese Kunststoffflasche auf ein besonderes Vakuum-Prinzip für einen natürlichen Trinkfluss.

Der Medela Calma Muttermilchsauger wurde, wie der Name schon verrät, speziell für Stillbabys entwickelt. Also für Babys, die neben der Mutterbrust noch über die Flasche mit abgepumpter oder Zusatzmilch ernährt werden. Dafür kommt ein besonderes Prinzip zum Einsatz, das dem Trinken beim Stillen nachempfunden ist. Ehrlicherweise sind sich unsere Tester uneinig: einer sagt großartig, ein anderer sagt irritierend. Schlussendlich müssen also Sie und Ihr Baby entscheiden, ob die Medela Calma für Sie funktioniert oder nicht.

Gut gegen Bauchweh

Difrax Anti-Kolik S-Flasche

Test Babyflasche: Difrax Anti-Kolik Flasche
Mit einer geschwungenen Form und einem großflächigen Bodenventil soll diese Kunststoff-Babyflasche Koliken möglichst verhindern.

Die Difrax Anti-Kolik S-Flasche fällt durch ihre besondere, geschwungene Form auf. Eben diese Form und das Bodenventil sollen für einen gleichmäßigen Trinkfluss sorgen und dafür, dass Ihr Baby keine Luft schluckt. Für Babys, die zu Koliken neigen die wohl beste Wahl aus unserem Test. Aber auch in anderen Aspekten kann die Babyflasche überzeugen.

Solide

Philips Avent Natural Glas

Test Babyflasche: Philips Avent Natural Glas
Ein Babyflasche aus Glas, die im Alltag absolut ausreicht und Ihr Baby zuverlässig begleitet.

Auch die Natural Glas Babyflasche von Philips Avent hat es unter unsere Empfehlungen geschafft. Einfach, weil die Flasche solide gut ist und nicht ohne Grund zu den beliebtesten Modellen in Deutschland gehört. Die Flasche liegt gut in der Hand, sie verfügt über einen kleinen, weichen Sauger und ein Doppelventil gegen Koliken. Eine Babyflasche, die zwar keine Besonderheiten mit sich bringt, aber in ihrer Einfachheit ausreicht.

Vergleichstabelle

TestsiegerNuk Nature Sense Starter Set Glas
Auch gutMam Easy Start Elements
AusgefallenMedela Calma Muttermilchsauger
Gut gegen BauchwehDifrax Anti-Kolik S-Flasche
SolidePhilips Avent Natural Glas
Mam Feel Good
Philips Avent Natural
Lansinoh Weithalsflasche Natural Wave
Bibs Baby Glass Bottle
Nuk First Choice+ Set
Philips Avent Anti-Colic Babyflasche
Suavinex Babyflasche
Lifefactory Babyflasche aus Glas
Test Babyflasche: Nuk Nature Sense Starter Set Glas
  • Sehr weicher, kleiner und flexibler Sauger
  • Brustähnliches Gefühl durch breite und weiche Lippenauflage
  • Temperaturanzeige
  • Mehrere Löcher für einen natürlichen Trinkfluss
  • Recht unhandlich
  • Material rutschig
Test Babyflasche: Mam Easy Start Elements
  • Gutes Anti-Kolik-System
  • Sauger schmiegt sich angenehm an der Ober- und Unterlippe an
  • Sauger ermöglicht ein stillähnliches Erleben
  • Angenehm zu halten
  • Günstig
  • Recht umständlich zu reinigen
Test Babyflasche: Medela Calma Muttermilchsauger
  • Speziell für Stillbabys entwickelt
  • Vakuumsauger für einen natürlichen Trinkfluss
  • Angenehm zu halten
  • Umständlich in der Reinigung
  • Das ausgefallene Prinzip wird nicht von allen Babys angenommen
  • Hohe Kosten für Ersatzsauger
Test Babyflasche: Difrax Anti-Kolik Flasche
  • Gutes Anti-Kolik-System
  • Handlich
  • Sehr weicher und flexibler Sauger
  • Recht großer Sauger
  • Recht kompliziert zu reinigen
  • Ersatzsauger nicht großflächig erhältlich
Test Babyflasche: Philips Avent Natural Glas
  • Kinder und Eltern können die Flasche gut halten
  • Gerippter Sauger für besseren Trinkfluss
  • Weicher, kleiner Sauger
  • Keine Besonderheiten
Test Babyflasche: Mam Feel Good
  • Sauger liegt beim Trinken super angenehm im Mund
  • Sauger-Struktur bietet guten Halt
  • Optisch ansprechend
  • Flaschenmaterial ist rutschig
  • Recht schwer
Test Babyflasche: Philips Avent Natural
  • Günstig
  • Kinder und Eltern können die Flasche gut halten
  • Gerippter Sauger für besseren Trinkfluss
  • Weicher, kleiner Sauger
  • Anti-Kolik-System nur über ein Ventil am Sauger
Test Babyflasche: Lansinoh Natural Wave
  • Enorm weicher und flexibler Sauger
  • Leicht
  • Für Kinder gut zu halten
  • Sehr preiswert
  • Einigermaßen schwer zu halten mit einer Hand
Test Babyflasche: Bibs Baby Glass Bottle
  • Aus Glas
  • Deckel sitzt sehr fest
  • Sauger aus Naturkautschuk
  • Recht großer Sauger
  • Glas ist recht rutschig
  • Teuer
Test Babyflasche: Nuk  First Choice Set
  • Temperaturkontrolle
  • Kleiner Sauger
  • Anti-Kolik-System
  • Günstig
  • Recht hohe Zusatzkosten für Ersatzsauger
  • Recht schneller Trinkfluss
Test Babyflasche: Philips Avent Anti-Colic Babyflasche
  • Sehr leicht
  • Gerippter Sauger für besseren Trinkfluss
  • Weicher, kleiner Sauger
  • Riecht neu leicht unangenehm
  • Recht schwer zu greifen
  • Recht teuer
Babyflasche Test: 51dpfhkt8ml. Sl1500
  • Angenehm kleiner Sauger
  • Weicher Sauger
  • Leicht
  • Hohe Kosten für Ersatzsauger
  • Unhandlich
  • Riecht neu unangenehm
Test Babyflasche: Lifefactory Babyflasche aus Glas
  • Anti-Rutsch-Überzug
  • Angenehm kleiner Sauger
  • Riecht neu unangenehm
  • Keine Milliliter-Anzeige
  • Kein Ventil
  • Teuer
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Wie finde ich die richtige Babyflasche?

Wenn die Geburt kurz bevorsteht, ist es Zeit, Bestandsaufnahme zu machen. Haben Sie alles parat, was Sie für Ihr kleines Wunder brauchen könnten? Hebammen empfehlen, noch vor Stichtag eine kleine Grundausstattung anzuschaffen. Dazu sollten Bodys und Klamotten in Größe 50 bis 56. Auch eine Packung kleiner Windeln und Stofftücher gehören ins Basispaket für Neugeborene. Und eine Babyflasche. Selbst dann, wenn die Mama eigentlich plant, ausschließlich zu stillen.

Babyflasche Test: Babyflasche

Immerhin kommt es manchmal einfach anders als geplant. Vielleicht gibt es Herausforderungen beim Stillen, die Muttermilch reicht nicht aus oder das Baby mag sich nicht so recht anlegen lassen. Oder der Papa möchte das Baby mit abgepumpter Milch füttern. Es kann auch sein, dass Pre-Nahrung nötig ist, um das kleine Menschenwesen durch die Ersatzmilch mit ausreichend Power zu versorgen. So oder so: Eine Babyflasche im Haus zu haben, bietet Sicherheit für alle Eventualitäten.

Doch worauf kommt es bei einer Babyflasche an? Auf unterschiedliche Aspekte. Beispielsweise auf eine ergonomisch Form, auf das Material, den Sauger und auf mögliche Anti-Kolik-Systeme. Wie bei vielen Produkten für Babys ist auch bei den Trinkflaschen stets das Bedürfnis des Kindes Maßstab für die finale Entscheidung.

Wir möchten Ihnen in unserem Test Auskunft darüber geben, welche Möglichkeiten und welche Modelle Ihnen zur Verfügung stehen. Dabei berichten wir über allgemeine Vor- und Nachteile, wir beschreiben aber auch Gegebenheiten, die jedes Elternpaar oder jedes Kind für sich individuell bewerten muss.

Weithalsflasche oder Standardflasche für Babys?

Bereits die Form der Flasche macht den Unterschied. Sie sollte möglichst ergonomisch geformt sein. Denn auch wenn man es vielleicht nicht vermutet, aber Babys mehrfach am Tag für um und bei eine halbe Stunde mit der Flasche zu füttern, ist relativ anstrengend. Nicht selten leiden Mütter und Väter tatsächlich im ersten Lebensjahr ihres Kindes oft an einer Sehnenscheidenentzündung im Daumengelenk. Und das liegt neben dem vielen Tragen mitunter auch am ständigen Halten der Babyflasche.

Deshalb sollte es Grundvoraussetzung sein, dass die Flasche gut in der Hand liegt. Hier geht allerdings Probieren über Studieren. Denn jede Hand ist immerhin unterschiedlich groß. Übrigens: In unserem Test haben wir das Halten mit einer großen Hand getestet. Ist die Flasche selbst für diese Hände zu groß oder unhandlich, dürfte sie es für viele andere auch sein.

Zwei Formen sind bei Babyflaschen gängig: Standard, was einigermaßen schmal bedeutet – und Weithals, also eine breite Flasche mit großer Öffnung (an der Flasche selbst, nicht am Sauger). Beide Formen bringen unterschiedliche Vor- und vielleicht auch Nachteile mit sich:

Weithalsflasche

  • Getränke können besser eingefüllt werden
  • Flasche lässt sich einfacher reinigen
  • Milch und Co. kühlen schneller ab

Standardflasche

  • Liegt oft besser in der Hand
  • Milch und Co. bleibt länger warm
  • Ohne Trichter schwer zu befüllen

Tipps für die richtige Haltung

Wo wir gerade schon über die Form der Flasche und eine möglichst gute Handhabung sprechen, möchten wir noch ein paar Tipps zur richtigen Haltung beim Fläschchen geben teilen.

Zunächst ist wichtig, dass Mama, Papa, die Großeltern oder wer auch immer gerade die Flasche geben darf, bequem sitzt. Auch wenn nicht gestillt wird, ist das Geben von Nahrung nicht nur als Versorgung zu sehen, sondern auch als Möglichkeit, sich mit dem Kind zu verbinden. Sie können beim Fläschchen geben nicht nur den Hunger des Kindes stillen, sondern auch das Bedürfnis nach Nähe, Wärme und Geborgenheit. Nehmen Sie sich deshalb viel Zeit, seien Sie möglichst entspannt und schauen Sie einfach zu, wie wunderbar niedlich Ihr Schatz beim Trinken aussieht. Genießen Sie den innigen Moment!

Arm beim Füttern abstützen

Stützen Sie Ihren Arm auf einer bequemen Unterlage ab, beispielsweise auf einem Stillkissen. Legen Sie das Baby mit seinem Köpfchen in Ihre Armbeuge. Achten Sie jedoch darauf, dass das Baby nicht flach liegt, sondern einigermaßen aufrecht. Halten Sie das Baby nah an Ihren Körper. Motivieren Sie Ihr Kind, selbst nach dem Sauger zu greifen. Beispielsweise, in dem Sie leicht mit den Sauger über seine Lippen streichen. Vermeiden Sie möglichst, den Sauger selber in den Mund des Babys zu schieben. Dreht das Baby sein Köpfchen beim Trinken weg, lässt den Sauger los oder schläft ein, sind das ein Zeichen dafür, dass es genug getrunken hat. Oder das es nur eine kleine Pause braucht, ehe es wieder lossaugen möchte.

Die richtige Form des Saugers

Neben der Flaschenform ist auch die Form des Saugers wichtig. Vielleicht sogar noch wichtiger. Wie auch bei der Wahl des Schnullers trifft oft das Baby selbst seine Entscheidung. Welche Form wird gut angenommen, welche nicht. Nahezu alle Hersteller versprechen, dass ihre Form des Saugers besonders natürlich oder der Mutterbrust nachempfunden ist. Ein wichtiger Aspekt, der allerdings von jedem Hersteller und auch von jedem Kind anders interpretiert wird.

In unserem Test verfügen die Flaschen über Sauger aus Silikon. Die Bibs Baby Glass Bottle ist die einzige mit einem Sauger aus Naturkautschuk. Die Formen sind unterteilt in rund, symmetrisch und asymmetrisch. Wie auch bei Schnullern kommt es hierbei wie gesagt entscheidend auf die Vorlieben des Kindes an. Verweigert Ihr Baby die Flasche, verzagen Sie deshalb nicht gleich. Eine andere Flasche mit einem anderen Sauger könnte das Problem lösen. Wichtig ist, gerade bei frisch geborenen Säuglingen, dass der Sauger besonders klein ist, damit er auch gut in die kleine Zuckerschnute passt.

Babyflasche aus Glas oder Kunststoff?

Auch hier bestimmen zwei Ausführungen den Markt: Glas und Kunststoff. Und wie bei der Form bringen auch hier beide Materialien Vor- und Nachteile mit sich. Grundvoraussetzung sollte stets sein, dass das Material frei von Schadstoffen ist. Stehen Infos wie BPA und BPS frei auf der Verpackung, ist das schon mal eine sehr gute Voraussetzung.

Babyflaschen aus Glas

  • Besonders hygienisch und lassen sich gut reinigen
  • Halten große Temperaturunterschiede aus
  • Langlebig
  • Geruchs- und geschmacksneutral
  • Natürlich frei von Bisphenol-A
  • Schwer
  • Leicht zerbrechlich

Babyflaschen aus Kunststoff

  • Leicht
  • Nahezu bruchsicher
  • Eignen sich zum Einfrieren von Muttermilch
  • Gefahr einer Schadstoffbelastung
  • Können sich verfärben
  • Können Gerüche annehmen

Wie Babyflaschen reinigen?

Hygiene ist bei Babyflaschen besonders wichtig. Durch Milchreste oder andere Spuren kann es zu Verunreinigungen und der Bildung von Bakterien kommen. Aus diesem Grund sollten alle Teile nach jedem Füttern gründlich abgewaschen werden – Sauger, Flasche, Drehverschluss. Hier gilt: Je schneller desto besser. Denn gerade Milchreste können recht hartnäckig sein, wenn sie erst einmal festgetrocknet sind.

Viele Flaschen sind spülmaschinenfest. Allerdings gehen die Meinungen auseinander, ob die heiße Wäsche für das Material gut ist, beziehungsweise ob das meist aggressive Waschmittel gut ist für das anschließende Trinken aus der Falsche. Von Hand lässt sich die Babyflasche mit einer Flaschenbürste gut ausschrubben.

Alle drei bis sieben Tage sterilisieren

Manche empfehlen, Flasche und Sauger nach jedem Benutzen zu sterilisieren oder auszukochen. Ist das Baby jedoch gesund und alles wird stets gründlich ausgewaschen, sollte auch ein regelmäßiges sterilisieren im Vaprisator oder in kochendem Wasser alle drei bis sieben Tage ausreichen. Ist das Baby eine Frühgeburt oder krank, gilt die Regel, nach jeder Mahlzeit zu sterilisieren.

Führt eine Babyfalsche zu Saugverwirrung?

Viele Mamas, die neben dem Fläschchen auch stillen wollen, sorgen sich vor der sogenannten Saugverwirrung. Damit ist gemeint, dass ein Baby durchs Trinken aus der Flasche (oder auch durch das Nuckeln am Schnuller) verlernt, aus der Brust zu trinken. Diese Sorge ist nicht vollkommen unbegründet.

Auch wenn Kinder mit einem natürlichen Saugreflex zur Welt kommen, müssen sie das eigentliche Trinken an der Brust erst noch lernen. Besonders in den ersten vier bis sechs Wochen trainieren also nicht nur Mamas, sondern auch ihre Babys das Stillen. Wird neben dem Stillen mit einer Babyflasche zugefüttert, kann es (muss aber nicht!) aus unterschiedlichen Gründen zur Saugverwirrung kommen: Das Mündchen muss sich bei der Flasche nicht so weit öffnen wie an der Brust, in der Regel muss die Zunge nur gegen den Daumen drücken, um Milch aus der Flasche zu bekommen, beim Saugen wird nicht so viel Kraft benötigt wie an der Brust …

In den ersten drei Monaten auf eine Babyflasche verzichten

Soll parallel gestillt werden und die Flasche ist nicht zwingend ein Muss, empfehlen Experten deshalb, in den ersten drei Monaten auf eine Babyflasche zu verzichten. Einfach, um die Gefahr einer Saugverwirrung zu umgehen.

Anti-Kolik-System in Babyflaschen

Für viele Eltern ein absolutes Grauen: Koliken! Besonders in den ersten drei Lebensmonaten leiden einige Babys unter Koliken, den sogenannten 3-Monats-Koliken. Das Symptom sind Bauchschmerzen, die durch zu viel Luft im Bauch entstehen. Die Auswirkungen sind oft herzzerreißend: intensives Weinen, stundenlanges Schreien, ein aufgeblähter Bauch, Blähungen. Schrecklich! Deshalb möchten viele Mamas und Papas natürlich alles tun, um Koliken zu verhindern. Und da kommen die Babyflaschen ins Spiel.

Denn nahezu alle verfügen über Anti-Kolik-Systeme. Während viele Modelle dafür mit einem kleinen Ventil am Sauger ausgestattet sind, kommen bei anderen Babyflaschen weitaus raffiniertere und speziellere Maßnahmen zum Einsatz. Wenn Ihr Baby eh schon zu Bauchweh neigt, würden wir Babyflaschen mit einem guten Anti-Kolik-System unbedingt empfehlen.

Babyflasche Test: Nuk Nature Sense Starter Set Glas

Testsieger: Nuk Nature Sense

Wir haben die Nuk Nature Sense aus dem Glass Bottle Starter Set getestet. Wir haben die kleinste, Größe S bewertet. Geeignet ab 0 Monate fasst die Glasflasche 120 ml Flüssigkeit. Neben einem guten Gesamtergebnis konnte die Babyflasche vor allem mit diesem besonderen, Nuk-typischen Extra überzeugen: Eine Temperaturanzeige, die vor zu heißen Getränken warnt.

Testsieger
Nuk Nature Sense Starter Set Glas
Test Babyflasche: Nuk Nature Sense Starter Set Glas
Die Babyflasche aus Glas überzeugt mit seinem Sauger, der ein problemloses Wechseln zwischen Flasche und Mutterbrust ermöglichen soll.

Die Nature Sense von Nuk ist eine Weithalsflasche. Das Einfüllen von Milchpulver, Wasser und Co. gelingt also sehr gut. Weil die Flasche sehr klein ist, ist sie für eine Glasflasche verhältnismäßig leicht. Während Babyhände und die meisten Hände von Erwachsenen die Flasche gut halten können, gibt es für sehr große Hände einen Nachteil: die Flasche ist sehr kurz und liegt deshalb vielleicht bei dem ein oder anderen nicht gut zwischen Daumen und Zeigefinger auf. Hinzu kommt, dass das Material – wie üblich bei Glas – sehr rutschig ist. Doch das sind dann auch schon die einzigen (kleinen) Nachteile, die wir auflisten können. Weiter geht es mit vielen positiven Aspekten.

Der Sauger aus Silikon soll ein problemloses Wechseln zwischen Stillen und Fläschchen geben garantieren. Wir finden: Der asymmetrische Sauger ist sehr weich und schön klein. Sowohl der obere wie auch der untere Teil des Saugers sind sehr flexibel und schmiegen sich beim Trinken an die Zunge an. Die Hersteller versprechen, dass die Sauger der Mutterbrust sehr ähnlich sind. Auch die breite, sehr flexible Lippenauflage fühlt sich gut an und soll ebenfalls für ein inniges Gefühl wie beim Stillen sorgen. Auch wenn wir das gute Gefühl bestätigen können, gibt es Flaschen, die diesen Aspekt noch besser erfüllen.

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Babyflasche Test: Nuk Nature Sense Starter Set Glas
Die kleine Nature Sense Babyflasche lässt sich gut halten, trotz ihres Glas-Gewichts.
Babyflasche Test: Nuk Nature Sense Starter Set Glas
Die Nuk-Babyflasche ist mit einer Temperaturanzeige ausgestattet.
Babyflasche Test: Nuk Nature Sense Starter Set Glas
Der Sauger ist klein und angenehm geformt.
Babyflasche Test: Nuk Nature Sense Starter Set Glas
Ein Ventil und das gerillte Saugerteil sorgen für einen angenehmen Trinkfluss.

Hinzu kommt die spezielle Lochung: Der Sauger verfügt nämlich über drei versetze, sehr kleine Löcher – so ähnelt der Trinkfluss dem beim Stillen. Allerdings sorgen die Löcher auch dafür, dass Babys nicht sonderlich viel Kraft beim Saugen aufbringen müssen. Von alleine tropft die Flüssigkeit nur sehr langsam aus der Flasche. Hier gilt es, individuell zu entscheiden. In jedem Fall finden unsere Tester, dass sich das Trinken aus der Nature Sense sehr gut anfühlt. Übrigens: Jede Flaschengröße bringt unterschiedlich große Trinklöcher mit sich. So kann die Nature Sense Ihr Baby auch über die ersten Monate hinaus begleiten.

Ein Ventil am Sauger sorgt dafür, dass der Trinkfluss gleichmäßig ist und möglichst wenig Luft geschluckt wird. Das Ventil ist im Vergleich zu anderen recht groß. Doch wenn ein Baby zu Koliken neigt, empfiehlt sich vielleicht dennoch ein spezielleres Anti-Kolik-System.

Als i-Tüpfelchen kommt bei der Nuk Nature Sense die bereits angekündigte Temperaturanzeige zum Tragen. Die »Temperature Control« Anzeige verläuft neben der Milliliter-Angabe. Normalerweise Dunkelblau, verfärbt sich die Skala beim Einfüllen der Flüssigkeit. Ist die ideale Trinktemperatur von 37 Grad erreicht, nimmt die Anzeige eine mittelblaue Färbung an. Und noch wichtiger: Sind Milch und Co. zu heiß, wird die Anzeige weiß. Ein tolles Gadget, das gerade frisch gebackenen Eltern eine Extraportion Sicherheit gibt.

Mit etwas über zehn Euro liegt die Nature Sense von Nuk im mittleren Preissegment. Die Ersatzsauger sind mit sechs Euro für zwei Stück absolut fair. Wir finden: Diese Babyflaschen überzeugt auf ganzer Linie und ist eine rundum gute Wahl.

Nuk Nature Sense im Testspiegel

Unser Testsieger wurde von Ökotest insgesamt mit der Note »gut« bewertet. Sehr gute Noten erhielt die Flasche in den Kategorien »Sauger« und »Weitere Mängel«.

Alternativen

Wir sind froh, neben unserem Testsieger noch weitere, ebenso gute Empfehlungen aussprechen zu können. So können unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche von Eltern und Kind erfüllt werden, ohne Abstriche machen zu müssen.

Auch gut: Mam Easy Start Elements

Auf dem zweiten Platz im Test findet sich die Babyflasche Easy Start Elements von Mam. Wir haben die Kunststoffflasche mit einer Füllmenge von 260 ml getestet. Die Babyflasche eignet sich von Geburt an und bietet viele Vorteile. Ganz besonders möchten wir das Anti-Kolik-System hervorheben, das hier über ein Ventil am Boden arbeitet.

Auch gut
Mam Easy Start Elements
Test Babyflasche: Mam Easy Start Elements
Die Kunststoff-Babyflasche bietet ein besonderes Anti-Kolik-System. Gerade für die ersten Lebensmonate ein überzeugendes Attribut.

Beginnen wir bei der Mam Easy Start Elements mit dem auffälligen Anti-Kolik-System. Kein Ventil am Sauger, sondern eines, das über den gesamten Boden verläuft – das ist hier das Geheimnis. Das großflächige Bodenventil soll die Bildung von Luftblasen verhindern. Besonders Neugeborene und Babys mit immer wieder kehrenden Bauchschmerzen können von diesem Prinzip profitieren.

Und: das Ventil am Boden erfüllt einen weiteren Zweck. Flasche aufschrauben, Boden lösen, 20 ml Wasser in den Boden füllen, Sauger mit Schraubring reinstellen, Flasche und Deckel obendrauf und ab in die Mikrowelle. So kann die Flasche ohne weitere Gerätschaften praktisch und einfach sterilisiert werden. Ein Aspekt, der das Manko wieder ausgleicht, dass das alltägliche Reinigen aufgrund des Bodenventils und damit der vielen Einzelteile doch recht umständlich ist.

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Babyflasche Test: Mam Easy Start Elements
Babys müssen mit zwei Händen zugreifen, ist das Kind schon größer, reicht eine.
Babyflasche Test: Mam Easy Start Elements
Nettes Design, ergonomische Form – die Mam Easy Starts Elements.
Babyflasche Test: Mam Easy Start Elements
Der Sauger überzeugt durch seine Form und Beschaffenheit: 1+!
Babyflasche Test: Babyflasche4
Das große Ventil am Boden soll Koliken vorbeugen.

Auch absolut überzeugend: der Sauger aus Silikon. Der Sauger ist klein und flexibel. Seine Oberflächenstruktur sorgt dafür, dass er ausreichend weich ist und außerdem guten Halt bietet. Die symmetrische Form liegt gut im kleinen Mündchen. Doch es ist die Lippenauflage, die wir besonders gut finden. Während die Saugerspitze gerundet ist, flacht der Sauger zunächst etwas ab um dann wieder breiter auszulaufen. Ober- und Unterlippe rutschen dadurch perfekt in die kleinen Kuhlen und es entsteht viel Hautkontakt – ganz so wie beim Stillen an der Mutterbrust.

Beim Saugen muss das Baby ziemlich viel Kraft aufbringen. Von alleine tropft die Flüssigkeit nahezu gar nicht. Ideale Voraussetzungen, wenn man die Gefahr von Stillverwirrung umgehen möchte.

Eltern profitieren von der angenehmen Handhabung. Denn die leichte Flasche liegt aufgrund ihrer Form gut in der Hand. Zugegeben: Man muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Flasche aufgrund des Bodenventils im hinteren Bereich schwerer ist als gewöhnlich. Doch das ist schon nach zwei- dreimal Halten kein Problem mehr. Die Weithalsflasche lässt sich gut befüllen. Der Deckel sitzt schön fest auf der Babyflasche, hier läuft nichts aus. Fazit: Die Mam Easy Start Elements ist eine absolut gute Wahl!

Ausgefallen: Medela Calma Muttermilchsauger

Bevor der Medela Calma Muttermilchsauger getestet werden kann, müssen wir erst einmal checken, wie er zusammengebaut wird. Selbsterklärend ist das verwendete Prinzip nämlich nicht. Doch ein kurzer Blick in die Anleitung reicht und schon haben wir’s. Dabei wird allerdings schnell klar: Die Reinigung ist hier mit einigem Aufwand verbunden. Dennoch, die Babyflasche weckt positiv unser Interesse.

Ausgefallen
Medela Calma Muttermilchsauger
Test Babyflasche: Medela Calma Muttermilchsauger
Speziell für Stillbabys entwickelt setzt diese Kunststoffflasche auf ein besonderes Vakuum-Prinzip für einen natürlichen Trinkfluss.

Oberster Anspruch der Medela Calma Babyflasche: Das Baby soll vor Saugverwirrung geschützt werden. Folglich entwickelte Medela mit den Stillexperten der Hartmann Lactation Research Group der University of Western Australia ein ganz spezielles Prinzip. Der Sauger wird nicht einfach so auf einen Dichtungsring gesteckt. Dazwischen kommt ein weiterer Einsatz.

Der Sauger selbst ist sehr lang und mit einem wirklich großen Saugloch ausgestattet. Trotzdem fließt das Wasser nicht von alleine heraus. Im Gegenteil, fast kein Tropfen schafft es von alleine hinaus. Beim Saugen braucht es nicht sonderlich viel Kraft. Aber: Das Baby muss ein Vakuum erzeugen, um den Milchfluss zu starten. Dadurch kann Ihr Schatz jederzeit pausieren, in Ruhe atmen, ungestört mit dem Trinken aussetzen OHNE das weitere Flüssigkeit nachläuft. Das ausgeklügelte System soll außerdem die Gefahr von Koliken weitestgehend minimieren.

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Babyflasche Test: Medela Calma Muttermilchsauger
Klein und handlich: Die Medela Calm Babyflasche.
Babyflasche Test: Medela Calma Muttermilchsauger
Eine schöne Babyflasche gemacht für Stillkinder.
Babyflasche Test: Medela Calma Muttermilchsauger
Ein interessantes Konzept : ein Vakuumsauger.
Babyflasche Test: Medela Calma Muttermilchsauger
Recht kompliziert im Umgang und der Reinigung – das Sauger-Prinzip.
Babyflasche Test: Medela Calma Muttermilchsauger
Kinder, die andere Flaschen gewöhnt sind, nutzen den Sauger eher zum Spielen denn zum Trinken ...

Beim Testen führte das System zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während das Saugerloch sich bei den ganz großen Testern an der Zunge festsaugte, empfand unsere kleinste Testerin (knapp über ein Jahr) das Prinzip augenscheinlich angenehm. Ein Testkind von zweieinhalb Jahren störte sich in der Trinkpause an dem Sauger im Mund. Das wird daran liegen, dass der Sauger wie bereits erwähnt sehr groß und auch recht unflexibel ist. Wie bei keiner anderen Babyflasche im Test gilt hier also eindeutig: Das persönliche Empfinden von Ihnen und Ihrem Kind entscheidet.

Die Kunststofflasche liegt gut in der Hand. Der Deckel sitzt schön fest. Auch schön: Die Babyflasche wird mit Flaschenverschlüssen geliefert. So kann die abgepumpte Milch für einige Zeit gut verschlossen direkt in der Babyflasche lagern. Abschließend glauben wir, dass der Medela Calm Muttermilchsauger auf jeden Fall einen Versuch wert ist. Besonders, wenn Sie Ihr Baby stillen möchten und diese Babyflasche die erste ist, die Sie Ihrem Kind anbieten – dann akzeptiert es das spezielle Saugerprinzip vermutlich am ehesten.

Gut gegen Bauchweh: Difrax Anti-Kolik S-Flasche

Nun, worauf die Anti-Kolik S-Flasche von Difrax abzielt ist klar: Das Verhindern von Bauchschmerzen. Dafür setzen die Hersteller auf eine Kombination aus der geschwungenen Form und einem großflächigen Bodenventil. In jedem Fall ist die Babyflasche besonders. Und besonders gut. Denn viele Punkte in der Theorie wie in der Praxis konnten von uns positiv bewertet werden.

Gut gegen Bauchweh
Difrax Anti-Kolik S-Flasche
Test Babyflasche: Difrax Anti-Kolik Flasche
Mit einer geschwungenen Form und einem großflächigen Bodenventil soll diese Kunststoff-Babyflasche Koliken möglichst verhindern.

Das Bodenventil und die bereits erwähnte, geschwungene Form der Difrax Anti-Kolik S-Flasche sollen verhindern, dass sich Luftblasen in der Nahrung bilden. Weniger Luft in der Nahrung = weniger Luft im Babybauch = weniger Blähungen = weniger Bauchschmerzen. So einfach. Und so wichtig! Die besondere Form hat noch mehr Vorteile: sie ist ergonomisch und liegt daher sehr gut in der Hand (auch in den kleinsten). Des Weiteren ist der Sauger auch bei einer fast leeren Flasche immer vollständig mit Milch gefüllt.

Wo wir gerade vom Sauger sprechen: Der besteht aus Silikon, ist rund und unserer Meinung nach ein wenig zu groß. Dafür fühlt er sich – trotz der sanften Oberflächenstruktur für besseren Halt – sehr weich und superflexibel an. Das Trinken erfordert hier viel Kraft. Von alleine tropft die Flüssigkeit allerdings einigermaßen schnell heraus.

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Babyflasche Test: Difrax Anti Kolik S Flasche
Liegt gut in allen Händen: Difrax Anti-Kolik S-Flasche.
Babyflasche Test: Difrax Anti Kolik S Flasche
Die Form ist besonders und soll für einen guten Trinkfluss sorgen.
Babyflasche Test: Difrax Anti Kolik S Flasche
Der Sauger ist klein und rund und es braucht Kraft, um erfolgreich an ihm zu saugen.
Babyflasche Test: Difrax Anti Kolik S Flasche
Ein Ventil am Boden soll Koliken verhindern.

Die Reinigung gestaltet sich aufgrund der vielen Einzelteile als recht kompliziert. Und Achtung: Vor dem Einfüllen von Milch und Co. unbedingt darauf achten, dass das Ventil am Boden richtig verschlossen ist. Ist es das nicht, läuft alles unten raus und es gibt eine riesige Sauerei. Wir wissen, wovon wir reden …

Nettes Extra: Im Deckel der Flasche befindet sich eine Messskala, so kann der Deckel gleichzeitig als Messbecher für Pulvermilch und Muttermilch genutzt werden. Schade ist, es scheint gar nicht so einfach, Ersatzsauger für die Difrax Anti-Kolik S-Flasche aufzutreiben. Nur wenige Anbieter haben die Sauger im Sortiment. Hat man sie jedoch gefunden, sind sie mit rund zwölf Euro für vier Sauger recht günstig.

Solide: Philips Avent Natural Glasflasche

Mit der Philips Avent Natural Glasflasche haben wir eine gewöhnliche Babyflasche im Test, die zwar keine großen Besonderheiten mit sich bringt, aber dennoch überzeugen kann. Einfach, weil sie alle Aspekte erfüllt, die eine Trinkflasche für Säuglinge erfüllen sollte. Manchmal reicht das einfach schon aus, wie dieses Modell beweist.

Solide
Philips Avent Natural Glas
Test Babyflasche: Philips Avent Natural Glas
Ein Babyflasche aus Glas, die im Alltag absolut ausreicht und Ihr Baby zuverlässig begleitet.

Die Weithalsflasche Natural Glasflasche von Philips Avent liegt aufgrund ihrer Form sehr gut in der Hand. Die kleinen Einkerbungen rechts und links am Flaschenbauch sorgen für guten Halt. Auch in kleinen Babyhänden. Der Sauger aus Silikon kommt im für Philips Avent typischen Design daher: Rundlich geformt, mit Spiralen, die für Flexibilität sorgen und mit Komfortkissen für ein angenehmes und laut Hersteller naturnahes Trinken.

Wir finden, der Sauger ist weich und liegt gut im Mund. Lediglich vom Komfortkissen können wir die Vorteile nicht klar ausmachen. Das kleine Mündchen des Babys müsste nämlich schon ziemlich stark gegen den Sauger drücken, um an der Ober- und Unterlippe überhaupt Kontakt zum Material herzustellen.

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Babyflasche Test: Philips Avent Natural Glas
Klein und fein: Die Natural Glasflasche von Philips Avent.
Babyflasche Test: Philips Avent Natural Glas
Aus Glas und im typischen Philips Avent-Design.
Babyflasche Test: Philips Avent Natural Glas
Silikon-Sauger mit Rillen und Ventil gegen Koliken.

Beim Trinken müssen Babys kräftig saugen. Von alleine tropft die Flasche nur leicht und langsam. Ein Doppelventil im Sauger soll vor Koliken schützen. Das allgemeine Handling gelingt gut. Die Flasche besteht aus wenigen Einzelteilen und lässt sich schnell und problemlos reinigen. Der Deckel sitzt ausreichend fest. Preislich liegt die Flasche mit rund zehn Euro im mittleren Preisfeld. Ebenso die Ersatzsauger mit ca. sechs Euro für zwei Stück.

Mehr gibt es von der Philips Avent Natural Glasflasche auch nicht zu berichten. Wie gesagt, eine Flasche ohne Besonderheiten. Aber doch mit vielen Punkten auf der Positivseite. Ganz einfach eine solide Wahl, diese Babyflasche.

Außerdem getestet

Mam Feel Good

Mit der Feel God von Mam haben wir eine weitere Babyflasche aus Glas im Test. Wie ihre Schwesternmodelle ist auch diese Babyflasche aufgrund ihres Materials recht schwer. Und rutschig – leider bietet die Flasche keinen guten Halt. Dafür liegt sie von der Form, oben recht schmal, unten breit auslaufend, recht gut in der Hand. Besondere Aufmerksamkeit erregt – wie bei der Mam Easy Starts Elements – auch hier der Sauger.

Aufgrund seiner Form und Beschaffenheit unterscheidet er sich deutlich von den anderen Saugern im Test. Zunächst einmal verfügt er über eine Oberflächenstruktur. Dadurch ist der Sauger nicht super-superweich, aber die Struktur soll extra guten Halt bieten. Was wir bestätigen können ist: Dadurch, dass der Sauger vorne rundlich ist, dann schmaler zuläuft und dann in breite Ober- und Unterflächen ausläuft, entsteht beim Trinken viel Kontakt auf der Ober- und Unterlippe. Etwas, das auch beim Stillen gegeben ist. Unsere Testkinder haben sich in jedem Fall sehr wohl mit der Form gefühlt.

Das Anti-Kolik-System ist auch hier ein Ventil am Sauger. Beim Trinken muss recht stark gesaugt werden. Dafür läuft die Flüssigkeit dann aber auch recht schnell von alleine raus. Der Deckel der Flasche sitzt schön fest. Nicht entscheidend, aber nett: die Motive mit kleinen Tierchen und Co. sind zauberhaft designt.

Philips Avent Natural

Die Philips Avent Natural aus Kunststoff unterscheidet sich nicht groß von ihrem Schwester-Modell aus Glas. Die Weithalsflasche verfügt über einen breiten, brustähnlich geformten Sauger und über das typische Anti-Kolik-System von Philips Avent. Die Flasche liegt sehr gut in der Hand, sowohl für die Eltern wie auch für kleine Kinder (mit beiden Händen). Der Sauger ist angenehm angeraut, so dass er gut zu greifen ist für kleine Münder. Diese müssen kräftig saugen, damit was kommt. Von alleine tropft die Flasche nahezu gar nicht. Eine solide Flasche aus Kunststoff mit einem runden Silikonsauger.

Lansinoh Weithalsflasche Natural Wave

Bei der Weithalsflasche mit Natural Wave Sauger von Lansinoh fällt direkt der extrem weiche und flexible Sauger aus Silikon auf. Er formt sich den kleinen Mündern beziehungsweise Gaumen perfekt an und bietet guten Halt. Möchte man aus dem Sauger trinken, muss man recht stark saugen. Von alleine laufen Milch und Co. nur langsam und tröpfchenweise heraus.

Die Kunststoff Babyflasche lässt sich für die Eltern mit einer Hand okay halten. Kleine Kinder können sie mit beiden Händen gut greifen. Wir haben Größe S mit einer Füllmenge von 160 ml getestet. Die Flasche ist recht breit und in der Mitte nur minimal schmaler geformt. Ein Ventil am Sauger stellt das Anti-Kolik-System dar. Der Deckel könnte gerne einen Ticken fester sitzen. Alles in allem aber eine sehr gute Wahl. Besonders, da eine Flasche nur knapp über fünf Euro kostet.

Philips Avent Anti-Colic Babyflasche

Bei der Philips Avent Anti-colic ist klar, worauf der Fokus gelegt ist: Auf ein Anti-Kolik-System, dass das Schlucken von Luft verhindern soll. Während es von Philips Avent auch AirFree-Filter-Einsätze gibt, die eben das verhindern sollen, setzt diese Babyflasche jedoch nur auf ein kleines Ventil. Tatsächlich ist es so klein, das es gar nicht so einfach zu entdecken ist. In unserem praktischen Test fiel es uns schwer, die Anti-Kolik-Maßnahmen auf ihre Wirkung zu prüfen. Wir haben bei dieser Flasche – wie bei keiner anderen im Test – das Gefühl gehabt, viel Luft zu schlucken. Aber ein Baby mit Hang zu Koliken mag das anders empfinden …

Die breite Flasche rutscht zwar nicht weg, aber sie ist doch recht groß zum Greifen. Doch auf der Positiv-Seite steht, dass die Flasche mit rund 40 Gramm sehr leicht ist. Selbst kleine Kinder können die Flasche mit beiden Händen gut halten. Der Sauger ist klein und weich und verfügt außerdem über eine leicht gerippte Struktur. Das soll das Einschlupfen des Saugers verhindern und außerdem den Trinkfluss garantieren. Für diesen braucht es übrigens nicht sonderlich viel Kraft. Auch von alleine fließen Milch und Co. einigermaßen schnell raus. Zuletzt möchten wir noch anmerken, dass die Babyflasche ungewaschen leicht unangenehm riecht. Und: Mit über zehn Euro ist die Babyflasche auch kein Schnäppchen.

Bibs Baby Glass Bottle

Die Bibs Baby Glass Bottle überzeugt schon wie die Schnuller der dänischen Marke mit einem schlichten und natürlichem Design. Dass die Flasche aus Glas ist, wird viele begeistern. Weniger schön ist allerdings, dass die Flasche rutschig ist und deshalb nicht einfach zu halten ist. Besonders, da die gradlinige Form keinen zusätzlichen Halt bietet.

Der Sauger aus Naturkautschuk ist rund und verhältnismäßig groß. Babys müssen recht stark an ihm saugen, von alleine läuft die Flüssigkeit jedoch ziemlich schnell. Positiv ist, dass der Deckel sehr fest sitzt. Mit einer kleinen Drehung aber gut zu lösen ist. Hier wird nichts in der Wickeltasche auslaufen! Als Anti-Kolik-Maßnahme kommt ein Ventil in Herzform zum Einsatz. Ein mitgeschickter Trichter ist super für ein gutes Einfüllen von Milchpulver und Co. Rund 20 Euro müssen Sie für die Bibs-Babyflasche hinblättern.

Nuk First Choice+ Set

Aus dem Nuk First Choice+ Bottle Set haben wir eine von drei 300 ml-Kunststoff-Babyflaschen getestet. Wie auch der Testsieger verfügt auch dieses Modell über eine Temperaturkontrolle – ist das eingefüllte Getränk zu heiß, verfärbt sich die Anzeige und warnt Mamas und Papas so davor, ihrem Kind ein zu heißes Getränk zu geben.

Die Flasche liegt gut in der Hand. Der Silikonsauger ist klein und weich. Die Flüssigkeit fließt leicht aus der Flasche, auch von alleine tropft es schnell. Manch einer mag sich sorgen, ob das Trinken zu leicht gelingt und damit für Saugverwirrungen saugen kann. Wenn das Stillen an sich gewünscht aber schwierig ist, greifen Sie vielleicht vorsichtshalber lieber zu einer anderen Babyflasche.

Suavinex Babyflasche

Zunächst gestaltet es sich schwierig, den Deckel der kleinen Babyflasche aus dem My First Set von Sauvinex zu öffnen – er sitzt einfach bombenfest. Zunächst. Nach ein paarmal öffnen geht es plötzlich ganz leicht, zu leicht – der Deckel sitzt lose. Unangenehm ist der intensive Geruch aus dem Inneren der Flasche vor der Reinigung. Ein Duft, der uns irgendwie an Kleber erinnert …

Der Sauger der Flasche ist angenehm klein und weich. Babys müssen einigermaßen stark saugen, damit die Flüssigkeit herauskommt. Ist sie einmal in Gang gesetzt, laufen Milch und Co. aber recht schnell von alleine raus. Das Anti-Kolik-System zeigt sich hier über ein einfaches Ventil am Sauger.

Mit zwei Händchen lässt sich die leichte Flasche gut halten. Für Eltern ist die Form eher ungünstig. Am unteren Ende verdickt sich die recht kurze Flasche, wodurch sie nicht mehr gut zwischen Daumen und Zeigefinger aufliegt. Im Set kommen: Zwei Flaschen à 270 ml, eine kleine Flasche mit 150 ml, eine Trinkflasche mit Henkeln (150 ml) und einem Schnuller für Neugeborene.

Lifefactory Babyflasche aus Glas

Die Anleitung für die Lifefactory Baby-Glasflasche wird im Innern der Flasche geliefert. Ungünstig. Wir bekommen sie tatsächlich nur mit der Pinzette heraus. Übrigens mussten wir für dieses Unterfangen den Deckel nicht abnehmen – der hat den Transport per Post nämlich nicht überlebt und ist direkt durchgebrochen. Auch der Geruch aus der neuen Flasche ist alles andere als gut. Und schon stehen viele Aspekte auf der Negativseite. Positiv ist: Die Flasche ist aus Glas und trotzdem nicht rutschig. Dafür sorgt ein Gummiüberzug – die Babyflasche liegt also gut in der Hand.

Der Silikonsauger ist sehr schmal, hat aber leider kein Ventil. Die Flüssigkeit tropft sehr schnell aus ihr heraus und es braucht nur wenig Kraft beim Saugen. Die fehlende Milliliter-Anzeige und der happige Preis von etwa 30 Euro haben endgültig dafür gesorgt, dass es diese Babyflasche nur auf den letzten Platz in unserem Test geschafft hat.

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir zunächst das komplette und sehr große Angebot an Babyflaschen genau unter die Lupe genommen. Dann haben wir eine Auswahl an Babyflaschen getroffen, die unterschiedlichen Formen, Materialien und Besonderheiten bieten. Zudem haben wir auf einen ausgewogenen Mix aus Discounter-Marken und kleinen Herstellern geachtet.

Babyflasche Test: Babyflasche Alle
Alle Babyflaschen aus dem Test 11/2022

Im Fokus unseres theoretischen Tests standen Preis, Flaschen- und Saugermaterial sowie Form. Auch die integrierten Anti-Kolik-Systeme haben eine entscheidende Rolle in unserer Bewertung gespielt. In der Praxis haben wir unseren Test in zwei Kategorien aufgeteilt: Handling für Eltern und das Handling für Babys. Für die Eltern finden wir entscheidend, dass die Flasche gut in der Hand liegt und das der Deckel fest sitzt. Für Babys haben wir zunächst den Sauger bewertet – wie fühlt er sich an, ist er weich, liegt er gut im Mund. Auch der Trinkfluss wurde von uns dokumentiert. Bewerten muss hier jedoch das Kind beziehungsweise die Eltern selbst. Wer neben dem Stillen an der Brust die Flasche geben möchte, wird seinen Fokus vermutlich eher auf einen Trinkfluss konzentrieren, der einiges an Saugkraft fordert. Ist der kleine Schatz insgesamt noch nicht ganz so kräftig und soll durch das Trinken ordentlich an Kraft dazu gewinnen, ist wohl auch ein leichterer Trinkfluss die richtige Wahl.

Zum Testen haben wir als Erwachsene die Babyflaschen genauestens unter die Lupe genommen, wie auch zwei kleine Testkinder. Mit zweieinhalb Jahren hat sich einer unserer kleinen Tester besonders gefreut, endlich mal wieder aus einer kleinen Babyflasche zu trinken. Er konnte uns schon genau sagen, was ihm gefällt, was nicht und warum. Unsere kleine Testerin hingegen ist erst 13 Monate alt. Sie hatte auch sichtbar Freude am Testen. Allerdings kann sie uns noch nicht so viel darüber berichten. Hier haben wir bewertet, was wir beim Trinken beobachten konnten.

Die wichtigsten Fragen

Welche Babyflasche ist die beste?

Die für uns beste Babyflasche ist die Nuk Nature Sense. Sie bietet alles, was eine Trinkflasche für Babys bieten sollte. Sie ist aus Glas, liegt gut in der Hand, verfügt über einen sehr kleinen und weichen Sauger und bringt ein besonderes Extra mit sich: Eine Temperaturanzeige, die sich verfärbt, wenn die eingefüllte Flüssigkeit zu heiß ist.

Welche Flaschen empfehlen Hebammen?

Viele Hebammen empfehlen unterschiedliche Babyflaschen – wir finden, das ist gut so. Denn auch wenn es Eltern dadurch nicht leichter gemacht wird, eine Entscheidung zu treffen, es bedeutet auch, dass es viele gute Babyflaschen am Markt gibt. Etwas, das wir mit unserem Test bestätigen können. Denn neben den fünf Empfehlungen sind auch viele Babyflaschen aus unserer Kategorie „Außerdem getestet“ eine absolut gute Wahl.

Welche Babyflasche ist der Brust am ähnlichsten?

Auch hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen. Und die meisten Hersteller deklarieren ihre Babyflaschen beziehungsweise die entsprechenden Sauger als der Mutterbrust nachempfunden. Für uns sind es jedoch die Feel Good und die Easy Starts Elements Babyflaschen von Mam, die mit ihrem Sauger dem Gefühl einer Brust beim Stillen am nächsten kommen.

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 Test: Artboard

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