Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Foto: Tomsickova Tatyana / Shutterstock
test
Letztes Update: 1.4.2021

Die beste Babyschale fürs Auto

Wir haben 13 Babyschalen fürs Auto getestet. Die beste ist für uns die Baby-Safe von Britax Römer. Sie wurde bei der Unfallsicherheit sehr gut bewertet und kann sowohl mit als auch ohne Isofix-Base benutzt werden. Im Test überzeugte sie mit einfacher Handhabung und einer guten Sitzverkleinerung für Neugeborene.

Andrea Zschocher
ist freie Journalistin, Buchautorin, Bloggerin und Podcasterin. Sie schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und Familie.de. Ihre Bücher unterstützen Familien in anspruchsvollen Zeiten. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit drei Kindern. Im Podcast "Kinderbuchleben" stellt sie regelmäßig Kinderbücher vor.
Letztes Update: 1. April 2021

Wir haben fünf neue Modelle getestet. Der Pixel von Avionaut ist eine weitere, neue Empfehlung. Die Babyschale kann auch ohne Base genutzt werden.

Die erste Autofahrt mit einem Baby ist eine Fahrt, die Sie in ihrem Leben nie vergessen werden. Meistens führt sie kurz nach der Geburt vom Krankenhaus nach hause, mit einem nur wenige Stunden oder Tage alten Säugling im Schlepptau. Schon wenn das Kind noch im Bauch ist, machen sich die meisten Eltern daher auf die Suche nach einer Babyschale.

Dabei wird man als Ersteltern mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Isofix oder 3-Punkt-Gurt? Mitwachsend oder nicht? Welche Normgruppe ist empfehlenswert? Gruppe 0, Gruppe 0+ oder Gruppe 0+/1?  Alles, was Sie dazu wissen müssen, lesen Sie direkt unter der Vergleichstabelle.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Britax Römer Baby-Safe

Test Babyschale fürs Auto: Britax Römer Babysafe
Vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, das durch die solide Isofix-Base zusätzlich unterstützt wird. Besonders das Rein- und Rausheben ist mit dem Baby-Safe sehr einfach.

Der Baby-Safe von Britax Römer hinterließ bei uns das Gefühl, unser Testbaby hier in einen sicheren Panzer zu legen. Durch die fixierte Isofix-Base und die Babyschale wackelte da nichts mehr. Solch ein Gefühl wollen Eltern ja haben, wenn sie sich für einen Kindersitz entscheiden. Außerdem hat uns die sehr einfache Handhabung überzeugt.

Gut & günstig

Maxi Cosi Citi

Test Babyschale fürs Auto: Maxi Cosi  Citi
Der Citi macht einen sehr stabilen Eindruck und kann am 3-Punktgurt des Autos befestigt werden. Ideal für alle, die eine Babyschale ohne Isofix-Base nutzen möchten.

Für alle, die auf eine Isofix-Base verzichten möchten, ist der Maxi Cosi Citi eine Option. Er lässt sich gut mit dem 3-Punktgurt des Autos sichern und wirkt sehr stabil. Auch im Flugzeug darf dieser Sitz laut Hersteller verwendet werden. Für uns ist dieser Sitz eine interessante, preiswerte Alternative für alle, die die Babyschale ohne Base nutzen möchten.

Wenn Geld egal ist

Avionaut Pixel

Test  Babyschale fürs Auto: Avionaut Pixel
Sehr leichte Babyschale fürs erste Jahr, die sich mit Base sehr sicher im Auto einbauen lässt. Der Klappmechanismus des Haltebügels ist allerdings etwas schwergängig.

Der Pixel von Avionaut kann auch ohne Base genutzt werden, wie viele Modell im Test. Ein Vorteil: Die Schale ist so leicht, dass auch ein gewichtigeres Baby da nicht sofort zum Problem wird. Das ist toll, hat aber seinen Preis. Wen das nicht stört, bekommt mit dem Pixel eine tolle Babyschale.

Mit und ohne Base

Joie i-Gemm

Test Babyschale fürs Auto: Joie i-Gemm
Bei der Joie kann die Base auch für den größeren Kindersitz genutzt werden. Besonders der große Sonnenschutz mit integriertem Sichtfenster hat uns im Test gut gefallen.

Wenn Sie zwar eine Isofix-Base benutzen möchten, aber nicht für jeden Kindersitz eine neue anschaffen wollen, dann könnte der Joie I Gemm das Richtige für Sie sein. Die Babyschale lässt sich auch ohne Base nutzen, verwenden Sie diese, kann aber auch der Nachfolgesitze für Kleinkinder bis zum vierten Lebensjahr in diese Base geklickt werden. So lohnen sich die doch recht hohen Anschaffungskosten etwas.

Länger nutzbar

Britax Römer Dualfix R

Test Babyschale fürs Auto: Britax Römer Dualfix R
Die einzige Babyschale im Test, die bis zum vierten Lebensjahr genutzt werden kann. Der Sitz ist sehr schwer, kann aber in der Basis gedreht werden.

Für Eltern, denen schon klar ist, dass sie ein Modell besonders lange nutzen möchten, lohnt eventuell der Britax Römer Dualfix R. Diesen Sitz können Sie ab Geburt bis zum vierten Lebensjahr verwenden. Das relativiert den recht hohen Anschaffungspreis etwas. Uns gefiel die einfache Handhabung des Kindersitzes im täglichen Gebrauch. Allerdings ist dieser Kindersitz auch mit Abstand der schwerste im Test. Ihre schlafenden Kinder müssen Sie in dem Fall wecken, um sie aus dem Auto zu heben, weil sich die Babyschale nicht von der Base entfernen lässt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGut & günstigWenn Geld egal istMit und ohne Base Länger nutzbar
Britax Römer Baby-Safe Maxi Cosi Citi Avionaut Pixel Joie i-Gemm Britax Römer Dualfix R Cybex Cloud Z i-Size Hauck Comfort Fix Maxi Cosi Rock Clamaro Juno Joie i-Snug Maxi Cosi Pebble Plus ABC Design Tulip Stokke iZi Go Modular X1 by BeSafe
Test Babyschale fürs Auto: Britax Römer BabysafeTest Babyschale fürs Auto: Maxi Cosi  CitiTest  Babyschale fürs Auto: Avionaut PixelTest Babyschale fürs Auto: Joie i-GemmTest Babyschale fürs Auto: Britax Römer Dualfix RBabyschale fürs Auto Test: Cybey Cloud Size ZTest Babyschale fürs Auto: Hauck  Comfort FixTest Babyschale fürs Auto: Maxi Cosi RockTest Babyschale fürs Auto: Clamaro JunoTest  Babyschale fürs Auto: Joie i-SnugTest  Babyschale fürs Auto: Maxi Cosi Pebble PlusTest  Babyschale fürs Auto: ABC Design TulipTest  Babyschale fürs Auto: Stokke iZi Go Modular X1 by BeSafe
Pro
  • Mit und ohne Basis verwendbar
  • Einfaches Rein- und Rausheben des Babys
  • Auch fürs Flugzeug geeignet
  • Tolle Sitzverkleinerung für Neugeborene
  • Preiswert und gut
  • Lässt sich gut im Auto befestigen
  • Fürs Flugzeug zugelassen
  • Waschbarer Bezug, der sich leicht abnehmen lässt
  • Sehr leichte Babyschale
  • Base kann auch für Nachfolgemodell genutzt werden
  • Mit Neugeborenen­einsatz
  • Mit und ohne Basis verwendbar
  • Toller Sonnenschutz mit Sichtfenster
  • Lässt sich gut einklicken
  • Schale passt auch auf Kinderwagen von Joie
  • Kind einsetzen sehr bequem durch drehbare Babyschale
  • Kinder können später mit oder gegen die Fahrtrichtung sitzen
  • Sitz- und Liegeposition möglich
  • Mit und ohne Basis verwendbar
  • Schön schmal
  • Gurt lässt sich gut an Baby anpassen
  • Mit und ohne Basis verwendbar
  • Babyschale kann einzeln entnommen werden
  • Sehr guter Sonnenschutz
  • Mit und ohne Basis verwendbar
  • Fürs Flugzeug geeignet
  • Lässt sich sehr einfach ins Auto einbauen
  • Mit Sonnen- und Beinschutz
  • Sehr leicht
  • Mit Kopfstütze und Neugeborenen­einsatz
  • Sehr guter Sonnenschutz
  • Sehr leicht
  • Lässt sich sehr einfach einbauen
  • Baby liegt eher hoch, fanden wir gut
  • Auch fürs Flugzeug geeignet
  • Viele Extras (Sitzverkleinerung, Sonnenschutz, Fußsack)
  • Mit Neugeborenen­einsatz
  • Mit Sonnenschutz
  • Mit oder ohne Basis verwendbar
  • Schale passt auch auf Kinderwagen von Joie
  • Mit Sitzverkleinerung
Contra
  • Mit Basis nicht ganz preiswert
  • Keine Sitzverkleinerung für Neugeborene
  • Sonnenschutz ohne Sichtfenster
  • Teuer
  • Piepst beim Ein- und Ausbauen der Schale
  • Haltebügel lässt sich etwas schwer klappen
  • Mit Basis nicht ganz preiswert
  • Teuer
  • Sehr schwer
  • Schlafende Kinder können nicht im Sitz aus dem Auto gehoben werden
  • Teuer
  • Basis einklinken ist etwas umständlich
  • Basis und Sitz brauchen viel Platz
  • Eher teuer
  • Tragegriffe umständlich zu bedienen
  • Gurt lässt sich schwer wieder von der Babyschale lösen
  • Hält nicht gut im Gurt
  • Nur angedeutete Sitzverkleinerung für Neugeborene
  • Gurt im Auto anlegen ist Fummelarbeit
  • Base recht teuer
  • Eher schwer
  • Recht teuer
  • Gurt im Auto anlegen ist Fummelarbeit
  • Eher hart fürs Baby
  • Gurt im Auto anlegen ist Fummelarbeit
  • Eher teuer
  • Ohne Sonnenschutz
  • Tragegriff lässt sich schwer bewegen
Bester Preis
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Klasse0+0+0+0+0+/10+0+0+0+0+0+0+0+
Gewichtsklasse0-13 kg0-13 kg0-13 kg0-13 kg0-18 kg0-13 kg0-13 kg0-13 kg0-13 kg0-13 kg0-12 kg0-13 kg0-13 kg
Zugelassen für Flugzeugjajaneinjaneinneinneinjaneinneinjaneinnein
Abmessungen57 x 44 x 65 cm66 x 43 x 57 cm66 x 43 x 37 cm66 x 44 x 59 cm53 x 45 x 70 cm60,5 x 44 x 60 cm66 x 44 x 67 cm67 x 44 x 56 cm66 x 43 x 5767 x 44 x 55 cm70.5 x 44 x 37 cm64 x 44 x 59 cm71 x 44 x 32
Gewicht3,7 kg3,2 kg2,5 kg4,7 kg15,6 kg5,1 kg4,5 kg3,9 kg3,6 kg3,25 kg4,55 kg3,95 kg4,2 kg

Welche Babyschale ist für Sie die richtige?

Die wichtigste Frage, die Sie für sich klären müssen ist, wie oft Sie mit Ihrem Baby Autofahren werden. Denn davon hängt ab, welche Babyschale für Sie die richtige ist.

Wenn Sie mit Ihrem Baby jeden Tag Autofahren müssen, empfiehlt sich auf jeden Fall eine leichte Babyschale mit Isofix-Befestigung. Denn dann können Sie das Baby in der Babyschale tragen und im Auto einfach in die Isofix-Basis einklicken. Einfacher geht es nicht. Empfehlenswert sind Modelle der Gruppe 0 (bis 10 Kilo Körpergewicht). Babyschalen, die über einen längeren Zeitraum »mitwachsen«, sind in der Regel deutlich schwerer und daher für die ersten Monate unkomfortabel.

In der Babyschale kann man ein Baby nur wenige Monate lang tragen

Sie sollten aber bedenken, dass Sie das Baby nur in den ersten Monaten tatsächlich in der Babyschale tragen werden – irgendwann wird es einfach zu schwer. Und schon nach etwa einem Jahr hat das Baby die Gewichtsgrenze erreicht und Sie müssen auf den nächst größeren Sitz umsteigen.

Babyschale fürs Auto Test: Baby In Auto

Wenn Sie nur 1 bis 2 mal pro Woche mit dem Baby Auto fahren, sind Babyschalen der Gruppe 0+ (bis 13 Kilo Körpergewicht) oder sogar 0+/1 (bis 18 Kilo) eine gute Wahl. Sie sind in der Regel nicht ganz so leicht, können dafür aber länger genutzt werden. Das hängt natürlich auch von der Entwicklung Ihres Kindes ab. Babyschalen der Gruppe 0+ können Sie in der Regel bis zu einem Alter von 15 bis 20 Monaten nutzen, Modelle der Gruppe 0+/1, wie unsere Empfehlung Britax Römer Dualfix R können sogar bis zum Alter von etwa 4 Jahren genutzt werdeen. Allerdings ist die Auswahl an solchen Modellen sehr klein – und sie sind recht teuer.

Früher oder später werden Sie so oder so auf einen größeren Kindersitz umsteigen müssen. Am verbreitetsten sind dann mitwachsende Kindersitze der Klassen 1/2/3 oder 2/3. Mehr dazu lesen Sie in unserem Kindersitz-Test.

Isofix oder 3-Punktgurt?

Im Wesentlichen gibt es bei Babyschalen zwei Möglichkeiten der Befestigung: Mithilfe des 3-Punktgurts im Auto oder mithilfe einer zusätzlichen Isofix-Base. Diese Basis wird in die Isofix-Haken eingeklickt, die sich in praktisch jedem modernen Auto in der Rückbank und dem Beifahrersitz verstecken. Systeme mit Isofix-Basis sind allerdings deutlich teurer, denn die Basis kostet mindestens so viel oder sogar mehr als die Babyschale selbst.

Dafür ist die Installation der Basis deutlich einfacher. Vor allem aber müssen Sie die Babyschale nicht jedes Mal umständlich mit dem Sicherheitsgurt befestigen, wenn Sie die Babyschale mitnehmen. Durch die Fixierung der Babyschale in der Base müssen Sie Ihr Kind nur noch in der Schale selbst anschnallen, die Fixierung mit dem 3-Punkt-Gurt entfällt. Das ist eine große Zeitersparnis und reduziert, wie bereits erwähnt, die Anwenderfehler.

Babyschale fürs Auto Test: Isofix
Während bei der Fixierung mit dem Dreipunkt-Gurt gern der Gurt im Weg ist, kommt man mit Isofix leichter ans Baby heran.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fixierung einer Babyschale mit einem 3-Punkt-Gurt genauso sicher ist wie die Verwendung einer Isofix-Base – sofern die Babyschale mit dem Sicherheitsgurt korrekt befestigt wird. Und das ist das Problem. Denn die Gurtführung, die zur Befestigung der Babyschale entscheidend ist, ist oft kompliziert und nicht leicht zu verstehen. Und eine falsche Befestigung kann im schlimmsten Fall zur Folge haben, dass die Babyschale bei einem Autounfall ungesichert durchs Auto fliegt.

Üben Sie das Festschnallen mit Gurten oder das Aufklicken auf die Base bevor das Baby zum ersten Mal im Auto mitfahren soll.

Das Anlegen des 3-Punkt-Gurtes an der Babyschale sollten Sie daher mehrfach üben, ohne dass Ihr Kind im Sitz liegt. Denn die Geduld der Kleinen ist schnell erschöpft. Studieren Sie also unbedingt in die Bedienungsanleitung. Für die meisten Modelle finden sich auch Video der Hersteller auf YouTube, die die Gurtführung leicht verständlich erklärt.

Isofix ist bei allen neueren Autos seit 2007 Standard, allerdings oft nur auf den äußeren Sitzplätzen. Nachteilig ist, dass die Isofix-Halterung manchmal etwas tiefer im Polster versteckt ist und Sie beim Verschieben der Base die Sitzpolster beschädigen können. Das kann vor allem bei Ledersitzen ein Problem sein. Manche Isofix-Halterungen benötigen darüber hinaus noch einen Adapter, weil sie sehr tief im Polster liegen. Manche Hersteller geben den zum Verkauf gleich dazu, bei anderen müssen sie separat erworben werden.

Alle Isofix-Basisstationen in unserem Test verfügten über einen Standfuß. Der wird im Fußraum auf den Boden gestellt und bietet eine zusätzliche Stabilisierung.

Babyschalen fürs Flugzeug

Nicht nur im Auto können Babysschalen genutzt werden, sondern auch im Flugzeug. Sie müssen aber für die Verwendung im Flugzeug zugelassen sein. Unser Testsieger von Britax Römer und unsere Empfehlungen von Maxi Cosi, und Joie können Sie im Flugzeug benutzen, andere dagegen nicht. Welche Modelle im Flugzeug nutzbar sind, haben wir in der Vergleichstabelle in den Technischen Daten vermerkt.

Wenn Sie wissen wollen, ob andere Modelle, die wir nicht getestet haben, im Flugzeug genutzt werden können, können Sie auf der Website des TÜV nachlesen, ob Ihr Modell für den Transport im Flugzeug zugelassen ist.

So haben wir getestet

Wir haben lange recherchiert, was die beliebesten und sichersten Modelle auf dem Markt sind und haben schließlich für diesen Test acht Babyschalen ausgewählt und in der Praxis getestet. Dabei haben wir vor allem Wert auf die Handhabung gelegt und wie gut sich das Testbaby hinein- und herausheben lässt. Unser weiteres Augenmerk lag auf dem Einbau.

Wir haben keine Sicherheitsprüfungen oder Crashtests durchgeführt, denn das übersteigt unsere Möglichkeiten. Für unseren Test haben wir daher nur Modelle ausgewählt, die im Test von Stiftung Warentest oder ADAC in puncto Sicherheit mindestens mit »gut« bewertet wurden.

Wir wollten vor allem wissen, wie gut die Babyschalen im Alltag genutzt werden können. Im Testhaushalt leben drei kleine Kinder zwischen fünf Jahren und zehn Monaten, was bedeutet, dass auch das Auto entsprechend groß sein muss, um zwei Kindersitze plus eine Babyschale auf der Rückbank unterzubringen. Die einfache Handhabung der Babyschale war deswegen für uns ebenso wichtig wie eine gute Passform für ein eher kräftiges und schweres Baby. Gerade mit mehreren Kindern sind Eltern ja auch dankbar, wenn sie Zeit sparen können und nicht alle Kinder mithilfe fummeliger Gurtarbeit im Auto anschnallen müssen. Für unseren Test haben wir uns entschieden, alle Babyschalen in einem Peugot 5008 in der zweiten Reihe rechts außen anzubringen. Im Update testen wir die Modell auch in der Positon links außen.

Darüber hinaus haben wir geprüft, welche Modelle sich besonders gut für Neugeborene eignen, denn eine Babyschale benutzen die allermeisten Eltern ab der Geburt. Und letztendlich spielte natürlich auch der Preis eine Rolle, auch wenn wir davon überzeugt sind, dass bei der Sicherheit von Kindern nicht am falschen Ende gespart werden sollte.

Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Babysafe

Testsieger: Britax Römer Baby-Safe

Der Baby-Safe von Britax Römer erschien uns wie ein kleiner geschützter Panzer, in dem der Nachwuchs sicher durch die Gegend gefahren werden kann. Nicht nur weil die Base die Babyschale bombenfest hält, auch weil das Kind geradezu von der Babyschale umschlossen wird, kam uns während des Tests diese Metapher in den Sinn.

Testsieger

Britax Römer Baby-Safe

Test Babyschale fürs Auto: Britax Römer Babysafe
Vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, das durch die solide Isofix-Base zusätzlich unterstützt wird. Besonders das Rein- und Rausheben ist mit dem Baby-Safe sehr einfach.

Der Baby-Safe von Britax Römer lässt sich sowohl mit als auch ohne Base verwenden. Für unseren Test haben wir die passende Base dazugekauft, weil wir ausprobieren wollten, wie gut sie in der Handhabung ist. Wir haben aber die Babyschale auch in der Version mit dem 3-Punkt-Gurt ausprobiert.

Die Base lässt sich sehr schnell und einfach ins Auto einbauen: Einfach den Standfuß aufklappen und die zwei Isofix-Halterungen am Sitz einklicken bis sie hörbar einrasten. Ist die Halterung korrekt fixiert, zeigt das eine grüne Markierung an. Dann stellen Sie noch den Standfuß auf die richtige Höhe – fertig. Im Test klappte das spielend ohne Schwierigkeiten.

1 von 5
Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Babysafe
Die Isofix-Base für den Baby-Safe.
Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Babysafe
Das Einklicken in die Isofix-Befestigung geht kinderleicht.
Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Babysafe
Gut einstellbares Gurtsystem.
Babyschale fürs Auto Test: Babysafe2
Der Sitz kann auch ohne Isofix-Base mit Gurthalterung verwendet werden.
Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Babysafe
Wie der Gurt zu befestigen ist erklärt eine Grafik auf dem Sitz.

Bei Sitzen, auf denen an allen Plätzen eine Isofix-Vorrichtung vorhanden ist, darf die Base auch auf allen Plätzen genutzt werden. Ein kleiner Katalog, der darüber aufklärt, an welcher Postion die Babyschale mit Base in welchem Auto genutzt werden darf, wird mitgeliefert.

Gut festschnallen im Kindersitz

Das Testbaby saß im Baby-Safe sehr gut und ließ sich mithilfe der Gurte auch einfach festschnallen. Die Gurte lassen sich individuell auf jeden Babykörper gut einstellen, etwas, das wir nicht von allen Modellen im Test berichten können.

Nachdem das Kind festgeschnallt war, ging es Richtung Auto. Das Einklicken der Babyschale in die Base funktionierte einwandfrei und sehr schnell. Kein nerviges Hin- und Herrütteln, weil die Rastmechanismen nicht richtig greifen, kein Fluchen. Einfach nur aufsetzen und einklicken und fertig. So hätten wir uns das auch von anderen Modellen gewünscht.

Auch das Rausheben geht ebenso einfach mit einem Handgriff vonstatten. Das finden wir vor allem dann praktisch, wenn das Baby während der Autofahrt eingeschlafen ist. Durch das Ruckeln am Gurt, um den Sitz abzuschnallen, könnte das Baby aufwachen. Das Ausklicken aus der Base wird es aber vermutlich verschlafen.

Praktisch ist auch, dass die Babyschale auch auf einem Kinderwagen befestigt werden kann. Nun sollten Babys sicherlich nicht stundenlang in der Babyschale durch die Gegend geschoben werden, aber für kurze Erledigungen ist das durchaus angenehm.

Praktisch: Die Babyschale kann einfach auf den Kinderwagen geklickt werden

Was uns ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die Sitzverkleinerung für Neugeborene. Die ist im Sitz integriert und kann, wenn die Babys etwas älter sind, entfernt werden. Die Verkleinerung ist extra gepolstert und hält so das Köpfchen stabiler. Außerdem kann es durch die Polsterung weniger durch die Gegend wackeln. Wenn Kinder einschlafen erschlafft ja ihr Körper, der Kindersitz hilft dabei, dass die Babys trotzdem gut gesichert sitzen.

Auch die Befestigung der Babyschale ohne Isofix mit dem Anschnallgurt gefiel uns gut. Der Gurt lässt sich sehr einfach um die Babyschale herumführen, man muss den Gurt nicht zunächst bis zum Anschlag herausziehen, wie bei anderen Modellen. Wenn Sie den Gurt richtig angelegt haben, sitzt er fest in den Laschen, lässt sich aber vergleichsweise einfach wieder entfernen. Wir hatten im Test einige Babyschalen, bei denen das im Gegensatz dazu eine echte Fummelei war.

Die Babyschale gehört mit 3,7 Kilogramm zu den leichtestsen im Test, nur die Maxi Cosi Citi wiegt noch mal ein halbes Kilo weniger. Dank des geringen Eigengewicht kann sie gut mit Baby getragen werden.

Das Maximalgewicht des Babys liegt bei der Baby-Safe-Schale bei 13 Kilogramm, was der Gruppe 0 bei Kindersitzen entspricht. Ist Ihr Baby schwerer, muss auf einen neuen Sitz gewechselt werden. Die Babyschale ist für die Mitnahme im Flugzeug zugelassen.

Nachteile?

Wie bei vielen Modellen mit Isofix-Basis ist auch bei der Britax Baby-Safe der Preis für die Basis aus unserer Sicht unverhältnismäßig hoch. Während die Babyschale selbst für rund 100 Euro zu haben ist, werden für das Paket mit Base happige 220 Euro fällig. Das ist für die relativ kurze Nutzdauer einer Babyschale viel Geld.

Zumal die Isofix-Base nicht mit einem Kindersitz weiter genutzt werden kann, auf ihr lässt sich nur der Baby-Safe aufklinken. Aber auch das ist leider bei den meisten Modellen so. In unserem Test können die Basis vom Joie i-Gemm,  dem Avionaut und dem Joie i-Snug für einen größeren Kindersitz genutzt werden.

Wenn Sie wissen, dass Sie in den ersten Monaten nur wenig mit Ihrem Baby Autofahren werden, macht daher ein länger nutzbares Modell der Klasse 0+ oder 0+/1 Sinn. Der Nachteil dieser Modelle ist, dass die Babyschalen deutlich schwerer sind.

Britax Römer Baby-Safe im Testspiegel

Im Test von Stiftung Warentest wurde der Britax Römer Baby-Safe mit Isofix-Base mit der Gesamtnote 1,7 bewertet. Ohne die Base bekam der Sitz immerhin auch die Note gut. Beim Unfallschutz schnitt er »sehr gut« ab (Test 06/2019):

»Britax Römer Baby-Safe i-Size + i-Size Base ist eine sehr sichere Babyschale mit Isofix-Basis, auf der sich der Sitz einfach und stabil montieren lässt. In ihm sitzen Klein­kinder beim Frontalcrash sehr sicher und beim Seiten­crash sicher. Die Höhe der Hosen­trägergurte kann mit einem zentralen Versteller einfach und schnell an das wachsende Kind angepasst werden. Mit seinem Sitzgewicht von 4,8 Kilogramm ist es eine leichte Babyschale.«

Im Test von Auto Bild bekam der Britax Römer Baby-Safe die Testnote »gut«. Auch hier wurde die Sicherheit des Babys positiv bewertet:

»Der höhenverstellbare Fünfpunktgurt umschließt auch kleinere Babys fest und sicher, die Gurtpolster und das Gurtschlosspolster sind fest aufgehängt und können somit nicht verrutschen. […] Ob mit Isofix-Basis oder ohne – in beiden Fällen steht die Babyschale stabil auf dem Fahrzeugsitz und macht somit einen insgesamt sicheren Eindruck. Bei der Verwendung der Isofix-Basis bestätigen farbliche Indikatoren die korrekte Installation. […] Möglichkeiten der Fehlbedienung sahen wir im Test nicht gegeben.«

Alternativen

Die Britax Römer Baby-Safe ist für uns die beste Wahl, wenn Sie auch in den ersten Monaten viel mit Baby im Auto unterwegs sind und einen Sitz mit Isofix nutzen möchten. Für andere Schwerpunkte haben wir hier die besten Alternativen für Sie.

Ein Klassiker: Maxi Cosi Citi

Wenn Sie nicht viel ausgeben möchten und nicht unbedingt eine Isofix-Befestigung brauchen, ist dien Maxi Cosi Citi die beste Wahl. Der sprichwörtliche »Maxi Cosi« ist schon beinahe ein Klassiker, wird aber ständig weiterentwickelt, um sich den Bedürfnissen von Eltern und Kindern anzupassen. So wurde bei der neuesten Version die Halterung für den Sonnenschutz neu überdacht. Früher war der mit Klettverschluss zu befestigen und rutschte öfter ab, bei unserem Testmodell hielt nun ein Gummi den Schutz da, wo er hingehört.

Gut & günstig

Maxi Cosi Citi

Test Babyschale fürs Auto: Maxi Cosi  Citi
Der Citi macht einen sehr stabilen Eindruck und kann am 3-Punktgurt des Autos befestigt werden. Ideal für alle, die eine Babyschale ohne Isofix-Base nutzen möchten.

Allerdings geht der Sonnenschutz auch nur bis zur Hälfte und verhüllt nicht die ganze Schale. Das kann bei einer Autofahrt schnell etwas nervig werden, wenn der Nachwuchs empfindlich auf Licht reagiert und nicht ausreichend gegen Sonnenstrahlen geschützt ist.

Einfacher Einbau, gute Halterung

Der Einbau erfolgte mithilfe des 3-Punkt-Gurts im Auto, was gut funktionierte. Das liegt aber auch daran, dass wir schon einige Kindersitze mithilfe eines Gurtes gesichert haben und deswegen relativ erfahren im Umgang damit sind. Anders gesagt: Mit etwas Übung kriegt man das gut hin, denn der Autogurt lässt sich gut führen und einfach einhaken.

Auch das Rausheben ist kein Problem, allerdings müssen Sie etwas ruckeln, damit sich der Gurt aus der Haltevorrichtung am Sitz löst. Dies dient natürlich der Sicherheit, kann aber auch zu Frust führen, weil Sie eben zwei, drei Handgriffe mehr brauchen, bis Sie die Babyschale aus dem Auto heben können.

1 von 7
Babyschale fürs Auto Test: Maxicosi1
Befestigung mit Gurt auf dem Rücksitz.
Babyschale fürs Auto Test: Maxicosi3
Hier wird der Gurt durchgeführt.
Babyschale fürs Auto Test: Maxi Cosi Citi
Der Gurt fürs Baby.
Babyschale fürs Auto Test: Maxicosi2
Einfache Befestigung des Sonnenschutzes.
Babyschale fürs Auto Test: Maxi Cosi Citi
Der Sonnenschutz ist praktisch, reicht aber nicht sehr tief nach unten.
Babyschale fürs Auto Test: Maxi Cosi Citi
Auch hier lässt sich natürlich der Tragegriff wegklappen.
Babyschale fürs Auto Test: Maxi Cosi Citi
Der Maxi Cosi von unten.

Was uns gut gefällt: Der Bezug ist sehr leicht abnehm- und waschbar. Das ist gerade mit Babys sehr praktisch, denn die spucken und sabbern ja doch mal schnell alles voll. Was wir ebenfalls gut finden: Der Maxi Cosi Citi lässt sich recht angenehm tragen. Er war mit Abstand der leichteste im Test und kann deswegen auch mit Baby noch gut gehoben werden.

Leider gibt es keine echte Sitzverkleinerung für Neugeborene. Die ist zwar angedeutet, kann mit der Konkurrenz aber nicht mithalten.

Für uns ist der Maxi Cosi Citi die beste Wahl für alle, die weniger Geld investieren wollen aber dennoch eine solide Babyschale wünschen, die sich gut ohne Isofix befestigen lässt.

Wenn Geld egal ist: Avionaut Pixel

Wenn Geld beim Kauf keine Rolle spielt, dann empfehlen wir die Babyschale Pixel von Avionaut. Sie ist, vor allem wenn sie mit der Base gekauft wird, nicht gerade preiswert. Allerdings relativiert sich diese Angabe fast wieder, wenn man bedenkt, dass die Basis auch für den Nachfolgesitz genutzt werden kann. Zunächst ist dies aber eine eher preisintensive Investition für den allerersten Autositz des Babys.

Wenn Geld egal ist

Avionaut Pixel

Test  Babyschale fürs Auto: Avionaut Pixel
Sehr leichte Babyschale fürs erste Jahr, die sich mit Base sehr sicher im Auto einbauen lässt. Der Klappmechanismus des Haltebügels ist allerdings etwas schwergängig.

Der Pixel ist eines der leichtesten Modelle im Test, nur knapp 2,5 kg bringt die Babyschale auf die Waage. Das macht sich in der Anfangszeit weniger bemerkbar, aber umso schwerer der Nachwuchs wird, umso dankbarer werden Eltern für jedes Gramm eingespartes Gewicht.

Was uns nicht ganz so gut gefällt: Der Tragegriff, der ja mithilfe von seitlichen Druckknöpfen in seiner Position verändert werden kann, braucht viel Kraft. Das ist sicher auch eine Frage der Gewöhnung, oft lockert sich nach Wochen der Nutzung solch ein Mechanismus und wird nutzerfreundlicher. Im Test kamen unsere männlichen Kollegen mit viel Kraftaufwand sehr viel besser mit dem Pixel zurecht als die weiblichen.

Das Einbauen des Avionaut ins Auto klappt problemlos. Das gilt sowohl für das Sichern mittels des Gurtsystems als auch mit der Base. Die Basis, die ja Teil des Gesamtpaketes ist, muss einmalig in einem Kraftakt ins Auto eingebaut werden, sie wiegt knapp 20 kg. Dort angekommen, klappt der Aufbau aber innerhalb  weniger Minuten. Sehr hilfreich ist hierbei, dass die Basis mittels akustischer und visueller Signale meldet, ob alles sicher eingeklickt wurde. Wenn Sie unsicher sind, drücken Sie den kleinen Knopf und es ertönt im Zweifelsfall ein lauter Piepston und ein rotes X oder ein grünes Häkchen leuchtet auf.

1 von 10
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Wenn der Autogurt verwendet wird, kann die Babyschale auch auf dem Beifahrersitz angebracht werden (Achtung, Airbag dann ausschalten!)
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Einfache Gurtführung beim Pixel Avionaut. Das funktioniert super.
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Auch mit geöffnetem Sonnensegel ist die Gurtnutzung kein Problem.
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Hier ist keine Fummelei nötig. Der Gurt wird durch die Ösen leicht geführt.
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Das Sonnensegel kann beim Pixel festgemacht werden.
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Nahaufnahme Einklippmöglichkeit Sonnensegel
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Der Pixel kann auch die Basis geklickt werden. Zum Herausheben einfach am Griff ziehen.
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Wenn das grüne Licht leuchtet und ein kurzer Piepston ertönt, wissen Eltern: Alles richtig gemacht.
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Ist der Sitz oder die Basis nicht ideal im Auto angebracht, leuchtet das rote X.
Babyschale fürs Auto Test: Babyschale Avionaut Pixel+iq Base
Nicht erschrecken: Das X leuchtet auch, wenn die Pixel-Babyschale nicht eingeklickt ist.

Ist die Basis im Auto eingebaut, kann man die Pixel Babyschale von Avionaut einfach einsetzen. Es ertönt immer ein akustisches Signal. Was wir einerseits gut finden, dass klar signalisiert wird, dass der Sitz korrekt eingeklickt wurde. Andererseits hat es aber auch einen Nachteil: Wenn Sie die Schale wieder aus der Basis nehmen, ertönt wieder ein optisches Signal. Ist das Baby geräuschempfindlich oder schläft, kann das schnell zu Geschrei führen. Wenn Ihr Nachwuchs aus der Pixel Babyschale herausgewachsen ist, kann die Basis für den nächstfolgenden Autositz genutzt werden.

Möchten Sie die Sicherung mit dem Autogurt nutzen, ist das mit wenigen Handgriffen möglich. Die Gurtführung läuft geschmeidig, nichts ruckelt. Zum Lieferumfang gehört ein Kissen, welches mit zunehmendem Alter des Babys verschoben und entfernt werden kann, um so den Komfort und die Sicherheit des Nachwuchses zu erhöhen. Der Avionaut bietet auch einen Abstandhalter, der an der Fahrzeugtür zugewandten Seite montiert wird. Das ist bei vielen Kindersitzen schon Standard, bei Babyschalen eher die Ausnahme.

Die Pixel Babyschale von Avionaut kann auch als Kinderwagen genutzt werden, wenn sie auf ein passendes Modell geklickt wird. Sie haben die Möglichkeit mit der Babyschale zu verreisen, da Sie den Kinderwagen oftmals bis an die Flugzeugtür schieben können.

Guter Sonnenschutz: Joie i-Gemm

Der Joie i-Gemm ist eine Variante für alle Eltern, die wissen, dass sie der Joie-Familie treu bleiben wollen. Die Babyschale kann mit und ohne Base genutzt werden. Entscheiden Sie sich für die Nutzung mit Base, können Sie die Joie Advance Base auch mit den Kindersitzen Eclipse und i-Anchor nutzen. So rentiert sich die Investition in die Basis eher.

Mit und ohne Base

Joie i-Gemm

Test Babyschale fürs Auto: Joie i-Gemm
Bei der Joie kann die Base auch für den größeren Kindersitz genutzt werden. Besonders der große Sonnenschutz mit integriertem Sichtfenster hat uns im Test gut gefallen.

Der Joie-Sitz ist, wie der Name schon verrät, i- Size-kompatibel. Bei dieser neuen Kindersitznorm ist die Länge des Kindes entscheidender als das Gewicht. Der i-Gemm ist nutzbar von 40 bis 85 Zentimeter.

 

1 von 6
Babyschale fürs Auto Test: Joie I Gemm
Die Joie Babyschale von vorne: gut gepolstert.
Babyschale fürs Auto Test: Joie I Gemm
Auch ein Einsatz für Neugeborene ist dabei.
Babyschale fürs Auto Test: Joie I Gemm
Auch hier selbstverständlich mit verstellbarem Henkel.
Babyschale fürs Auto Test: Joie I Gemm
Praktischer Sonnenschutz.
Babyschale fürs Auto Test: Joie1
Der Gurt fürs Baby.
Babyschale fürs Auto Test: Joie I Gemm
Der Joie von unten.

Was uns überraschte: Der Hersteller bietet an, dass die Babyschale auch zuhause als Sitzschale genutzt werden kann. Sicherlich kann ein Kind da mal ein Mittagsschläfchen drin halten, eine zweite Verwendung eines Kindersitzes als Babymöbel können wir aber nicht empfehlen.

Die Joie i-Gemm bietet einen sehr guten Sonnenschutz

Das Baby ließ sich gut in den Sitz setzen und auch das Festschnallen war kein Problem. Ebenfalls ohne Komplikationen ging das Anschnallen mit dem 3-Punkt-Gurt. Über die Verwendung mithilfe einer Base können wir keine Aussage treffen, weil wir diese Version nicht getestet haben.

Was wir jedoch ausführlich testeten, war der Sonnenschutz. Der ging, ähnlich eines Kinderwagens, fast über den gesamten Sitz und hatte sogar ein Sichtfenser. Das konnte kein anderes Modell im Test bieten.

Die Babyschale von Joie ist auch mit einer Sitzverkleinerung für Neugeborene ausgestattet. Lobend erwähnen möchten wir, dass die Verkleinerung sogar zweifach ist, die Schale also wirklich ein Stück mit dem Kopf des Kindes mitwächst.

Praktisch: Britax Römer Dualfix R

Wenn Sie vor allem in den ersten Monaten eher weniger mit dem Auto unterwegs sein werden und Ihr Baby nicht mit der Babyschale ins Auto setzen müssen, ist der Britax Römer Dualfix R eine interessante Alternative. Denn dieser Sitz ist eines der wenigen Modelle der Klasse 0+/1 ist und kann von Geburt bis zu einem Alter von etwa 4 Jahren genutzt werden.

Länger nutzbar

Britax Römer Dualfix R

Test Babyschale fürs Auto: Britax Römer Dualfix R
Die einzige Babyschale im Test, die bis zum vierten Lebensjahr genutzt werden kann. Der Sitz ist sehr schwer, kann aber in der Basis gedreht werden.

Allerdings war der Dualfix R das mit Abstand schwerste Modell im Test. Das liegt daran, dass Basis und Babyschale fest miteinander verbunden sind. Die Babyschale kann man also nicht abnehmen und herumtragen. Dieser Sitz wird einmal fest eingebaut und über die Jahre dann der Größe des Kindes angepasst. Sie müssen also nicht ständig einen neuen Kindersitz kaufen. Das relativiert den höheren Anschaffungspreis.

Wir gestehen: Vor dem Test mussten wir erstmal schauen, wie genau dieser Sitz eingebaut werden muss und wie das Baby überhaupt hineingesetzt werden kann. Das Hineinwuchten des schweren Sitzes ins Auto war dann ebenfalls eine Herausforderung.

Ist der Sitz aber erstmal drin, ist diese Babyschale eine echte Wohltat. Denn die Schale kann 360 Grad in der Basis rotieren, sodass Sie von überall an Ihr Kinder herankommen und es bequem aus dem Sitz heben können.

Aus der Babyschale wird nach den ersten Monaten ein Kindersitz

So ist es auch möglich, dass der Nachwuchs zunächst gegen die Fahrtrichtung, später aber auch in Fahrtrichtung fahren kann. Auch deshalb ist dieser Sitz auch solange nutzbar. Erst wenn Ihr Kind 18 Kilogramm wiegt, also ungefähr mit 4 Jahren, müssen Sie einen neuen Sitz kaufen. Unter Umständen reicht dann schon eine einfache Sitzerhöhung. Wir haben einen Dreijährigen in den Sitz gesetzt, der bestätigte, dass er immer noch bequem darin sitzen kann.

Das Testbaby konnte natürlich noch keine Auskunft darüber geben. Uns erschien der Sitz etwas hoch, das Baby saß darin etwas aufrechter als in den anderen Babyschalen. Dafür kann man den Sitz mit einem Handgriff horizontal zwischen Sitzen oder Liegen verschieben.

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Babyschale fürs Auto Test: Dualfix1
Praktisch: Zum Hineinsetzen und Herausheben kann der Sitz zur Tür gedreht werden.
Babyschale fürs Auto Test: Dualfix2
Der Dualfix nimmt etwas mehr Platz in Anspruch als andere Babyschalen, ist dafür aber auch lange nutzbar.
Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Dualfix
Die Basis ist hier fest mit dem Sitz verbaut.
Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Dualfix
Dafür ist die Sitzrichtung je nach Alter variabel.
Babyschale fürs Auto Test: Britax Römer Dualfix
Der Dualfix von unten.

Zwei negative Aspekte wollen wir aber nicht verschweigen: Zum einen wäre es ob des hohen Gewichtes sehr schweißtreibend, den Britax Römer Dualfix R zwischen Autos zu wechseln oder mit in die Wohnung zu nehmen. Zum anderen können schlafende Babys hier nicht einfach herausgenommen werden. Sie müssen Ihren Nachwuchs immer abschnallen, um ihn aus dem Sitz zu heben. Einigen Kindern macht das nichts aus, andere werden davon wach und unleidlich. Das sollte man bedenken, bevor man sich für diesen Sitz entscheidet.

Dafür ist dieser Autositz aber auch besonders lange nutzbar und durch die Möglichkeit, die Schale zu drehen, sehr einfach zu bedienen. Mehrere Mechanismen zeigen durch grüne Farbgebung an, ob die Babyschale richtig genutzt wird, sodass Anwenderfehler vermieden werden.

Der Britax Römer Dualfix R ist eine gute Wahl für alle, die eher selten mit dem Auto unterwegs sind und das Komfortdefizit der ersten Monaten in Kauf nehmen, um einen lange nutzbaren Sitz zu haben.

Außerdem getestet

Cybex Cloud Z i-Size

Auch der Cybex Cloud Z kann mit und ohne Isofix-Basis verwendet werden. Wir haben ihn ohne die Base getestet. Die höhenverstellbare Kopfstütze und das extra Fach für den Babygurt gefielen uns sehr gut. Gerade die Gurtenden, die oft zu kurz geraten sind, fallen hier positiv auf, weil auch die kräftigeren Babys hier gut und fest gesichert werden können. Die überschüssige Gurtlänge kann in einem kleinen Fach verstaut werden.

Das Baby ließ sich einfach in die Schale setzen. Beim Anschnallen mit dem 3-Punkt-Gurt hakte besonders die hintere Öse sehr stark ein, was dazu führte, dass wir beim Rausnehmen des Sitzes inklusive Baby sehr stark am Sitz und dem Gurt ruckeln mussten. Das gefiel weder dem Testbaby noch uns wirklich gut, hilft vermutlich aber im Ernstfall dabei, dass die Babyschale nicht durch das Auto fliegt.

Die Babyschale ist schön schmal und trotzdem für Babys bis maximal 13 Kilogramm passend. Sollten Sie den Cloud Z mit einer Base nutzen wollen, kommt auch hier die gute Nachricht: Die Base passt auch für den Nachfolgesitz.

Allerdings war die Babyschale die schwerste im Test. Und da sowohl Base als auch Babyschale aber deutlich teurer sind als die Version von Joie, haben wir uns gegen eine Empfehlung entschieden.

Hauck Comfort Fix

Der Hauck Comfort Fix wird mit einer Isofix-Basis geliefert, kann aber auch ohne genutzt werden. Positiv ist, dass sich die Babyschale sehr schön leicht in die Base einklicken lässt. Beim Herausheben sieht das allerdings etwas anders aus. Das Ausklinken war etwas umständlich und letztlich musste ein Fingernagel dran glauben. Das ist kein Weltuntergang, aber da andere Modelle im Test sich einfacher bedienen ließen, ist uns der Hauck keine Empfehlung wert.

Was uns auch nicht gefiel: Um den Hauck Comfort Fix mit dem 3-Punkt-Gurt zu sichern, muss man den Gurt bis zum Anschlag herausziehen, sonst lässt er sich nicht an der Babyschale befestigen. Dieses Babyschale ist auch ohne die zweitschwerste im Test, allerdings können Sie hier auch die Schale ohne Base mitnehmen. Auch den Sonnenschutz empfanden wir als positiv und durchdacht.

Maxi Cosi Rock

Beim Maxi Cosi Rock können Sie ebenfalls entscheiden, ob Sie ihn mit oder ohne Isofix-Basis benutzen möchten. Wir testeten den Gebrauch ohne Basis. Die Verwendung des 3-Punkt-Gurtes zeigte leider, dass diese Nutzung eher umständlich ist. Denn auch hier geht der Gurt sehr schlecht wieder raus, wir mussten ganz schön ziehen und zerren. Hätte ein schlafendes Kind drin gelegen, es wäre danach wach gewesen. So war unser Testbaby einfach nur schlecht gelaunt vom Ruckeln am Sitz und wir genervt von dieser fummeligen Feinarbeit.

Etwas irrierend ist die Benutzung des Tragegriffes. Zum Umlegen werden normalerweise die Knöpfe an der seitlichen Befestigung eingedrückt, dann kann der Griff verschoben werden. Beim Rock muss allerdings nicht außen, sondern innen gedrückt werden. Das ist Gewöhnungssache, fiel uns aber dennoch auf.

Die gepolsterte Sitzverkleinerung gefiel uns sehr gut. Auch dieses Modell ist für die Verwendung im Flugzeug geeignet. Zur Empfehlung reicht es für uns aber nicht.

Clamaro Juno

Der Clamaro Juno ist zwar noch ein bisschen leichter als unser Testsieger, konnte uns ansonsten aber nicht wirklich überzeugen. Die Babyschale wirkt sehr hochwertig und kommt mit vielen Extras daher. So wird nur hier ein Sonnenverdeck und eine Fußabdeckung mitgeliefert. Und auch die Aufmachung gefiel uns gut.

Auch dieses Modell kann sowohl mit dem Autogurt als auch mit einer Base benutzt werden. Die Nutzung des 3-Punkt-Gurtes offenbarte in unserem Test aber eine Tücke. Weil die Schale so leicht ist, kippte sie ohne Baby darin im angegurteten Zustand nach vorn. Das löste dann doch Sicherheitsbedenken für eine Leerfahrt bei uns aus. Mit Baby in der Schale kippte allerdings nichts.

Der sehr einfache Einbau vom Clamaro wird sicher einige Eltern überzeugen, der Gurt ließ sich sehr leicht um die Schale. Unser etwas kräftigeres Baby ließ sich allerdings nicht mehr gut festschnallen, die Gurte der Babyschale sind eher knapp bemessen.

Joie i-Snug

Ein großer Minuspunkt beim Joie i-Snug ist die Handhabung mit dem Autogurt. Der Gurt muss komplett herausgezogen und dann umständig durch die Ösen gefädelt werden. Der Ausbau der Babyschale gestaltet sich ähnlich aufwendig. Ist die Babyschale korrekt eingebaut, sitzt sie bombenfest. Alternativ kann der i-Snug auch auf eine Base geschoben werden. Diese muss separat erworben werden, dabei sollten Sie sich vorher genauer informieren, denn von dieser Entscheidung hängt auch der Folgesitz ab.

Was uns gut gefiel: Das Sonnenverdeck ähnelt den Modellen hochwertiger Buggys, da das Baby ausreichend vor eine Sonneneinstrahlung geschützt wird. Die Gurte können sehr einfach verlängert werden, um sie dem das Wachstum des Kindes anzupassen. Die Sitzverkleinerung des Joie i-Snug und vor allem die Kopfstütze konnten uns ebenfalls überzeugen.

Maxi Cosi Pebble Plus

Mit einem besonders einfachen Einbau kann der Maxi-Cosi Pebble Plus punkten: Das Testbaby hat den Einbau glatt verschlafen. So wünschen Eltern sich das. Generell hatten wir das Gefühl, das Baby würde in diesem Sitz höher liegen, als in den anderen Schalen. Uns gefiel das sehr gut, ob es mehr oder weniger Sicherheit bietet, konnten wir natürlich nicht überprüfen.

Da der Maxi-Cosi Pebble Plus ein i-Size Modell ist, können Sie ihn auch mit einer Base nutzen. Diese muss separat erworben werden, kann dann aber unter Umständen auch für den nachfolgenden Kindersitz genutzt werden.

Was uns nicht so gut gefällt, ist das Eigengewicht des Pebble Plus. Im Vergleich zur Konkurrenz ist er eher schwer. Außerdem ist der Sitz nur für Babys bis maximal zwölf Kilogramm geeignet, ein Kilogramm weniger als bei anderen Modellen.

ABC Design Tulip

Der ABC Design Tulip ist zwar ein relativ leichtes Modell, welches aber leider sehr hart gepolstert ist. Das quittierte das Testbaby mit Geschrei, was natürlich auch Zufall sein kann. Aber auch wir Erwachsene empfanden die Babyschale als eher hart.

Zu Frust führte der Einbau der Babyschale. Beim Einspannen des Autogurtes verhakte sich dieser und es waren mehrere Anläufe nötig, bis der Gurt korrekt angelegt war. Wir raten hier definitiv dazu, erst einmal den Einbau ohne Baby zu üben. Alternativ können Sie natürlich auch hier eine Basis dazu kaufen und sich die Fummelei ersparen.

Ein großer Pluspunkt vom ABC Design Tulip: Sie bekommen einen Sonnenschutz und einen Fußsack dazu. Auch die Kopfstütze konnte uns überzeugen.

Stokke iZi Go Modular X1 by BeSafe

Der Stokke iZi Go Modular X1 by Be Safe erweckte, wenn er nur mit Gurten im Auto befestigt wird, keinen besonders sicheren Eindruck. Der Einbau war etwas fummelig, und auch als alles korrekt installiert war, kam uns die Angelegenheit sehr wackelig vor. Vertrauensvoller erscheint uns da die Nutzung mit einer Basis. Der inkludierte Abstandhalter hingegen konnte uns überzeugen.

Ärgerlich ist, dass ein Sonnenschutz extra erworben werden muss, da bietet Stokke weniger als die Konkurrenz. Der Tragegriff ist etwas schwer beweglich, wir vermuten, dass hier durch längere Nutzung der Griff mehr beweglicher werden wird. Wir haben uns jedenfalls daran abgemüht.

Wie bei vielen anderen Babyschalen kann auch der Stokke iZi Go Modular X1 by Be Safe auf einen Kinderwagen geklickt werden und so einen Mehrwert für viele Eltern bieten.

Die wichtigsten Fragen

Welche Babyschale ist die richtige?

Die wichtigste Frage, die Eltern klären müssen ist, wie oft sie mit dem Baby Autofahren werden.  Denn das entscheidet, welche Babyschale für die Eltern die richtige ist. Ist man täglich mit dem Auto unterwegs, empfiehlt sich eine leichte Babyschale mit Isofix-Befestigung. Denn dann kann das Baby in der Babyschale getragen im Auto einfach in die Isofix-Basis eingeklickt werden. Empfehlenswert sind Modelle der Gruppe 0 (bis 10 Kilo Körpergewicht). „Mitwachsende“ Babyschalen sind in der Regel deutlich schwerer und daher für die ersten Lebensmonate unkomfortabel.

3-Punktgurt oder Isofix?

Grundsätzlich kann die Babyschale mithilfe des 3-Punktgurts oder mithilfe einer zusätzlichen Isofix-Basis im Auto befestigt werden. Diese Base wird in die Isofix-Haken eingeklickt, die sich in praktisch jedem modernen Auto in der Rückbank und dem Beifahrersitz befinden. Systeme mit Isofix-Basis sind allerdings teurer, denn die Isofix-Basis kostet meistens mehr als die Babyschale selbst. Die Installation der Basis ist außerdem sehr einfach. Durch die Fixierung der Babyschale in der Base muss das Kind nur noch in der Schale selbst angeschnallt werden, die Fixierung mit dem 3-Punkt-Gurt des Autos entfällt.

Kann eine Babyschale auch für das Flugzeug verwendet werden?

Nicht unbedingt. Babyschalen müssen laut Hersteller für die Verwendung im Flugzeug zugelassen sein. Unser Testsieger von Britax Römer und unsere Empfehlungen von Maxi Cosi, und Joie sind für die Verwendung im Flugzeug zugelassen.

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