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Die beste Babytrage

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Babytrage Test: Ruckeli Babytrage Organic Cotton
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin und Bloggerin und schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und die Huffington Post. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit Kindern.

Die beste Babytrage ist die Ruckeli Basic Slim. Mit ihr kann man sowohl Neugeborene als auch Kleinkinder in anatomisch korrekter Haltung tragen, und zwar vor dem Bauch, auf dem Rücken und auf der Hüfte. Die Trage ist leicht anzulegen und kann problemlos von verschiedenen Personen benutzt werden. Aber auch andere Babytragen sind empfehlenswert.

Update 22. Juli 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte aktualisiert.

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29. Mai 2019

Wir haben mit der Babybjörn One Air eine neue Babytrage getestet. Unser Testsieger bleibt weiterhin die Ruckeli Basic Slim.

22. März 2019

Wir haben neun neue Babytragen getestet. Der neue Testsieger ist die Ruckeli Basic Slim. Auch die Ergobaby Omni 360 sowie die Manduca XT sind neue Empfehlungen von uns.

Mit allen Tragehilfen aus unserem Test kann man das Kind vor dem Bauch mit dem Blick zum Elternteil umhertragen, in vielen auch auf dem Rücken und teilweise sogar auf der Hüfte. Einige Modelle ermöglichen auch das Tragen vor dem Bauch mit Blick nach vorn – eine Trageweise, die allerdings sehr umstritten ist.

Wir haben uns für die gängigsten Modelle entschieden und diese über mehrere Wochen ausführlich mit einem fünf Monate alten Baby getestet. Bei den Tragen, die bis 20 Kilogramm Gewicht halten sollen, haben wir zusätzlich noch mit einem zweieinhalbjährigen Kleinkind getestet. Preislich gibt es große Unterschiede – von günstigen 20 bis zu happigen 190 Euro ist alles dabei.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Ruckeli Basic Slim

Test Babytrage: Ruckeli Babytrage
Die Trage bietet vier Tragevarianten und überzeugt durch ein durchdachtes Konzept.

Die Ruckeli Basic Slim ist die Trage für alle Gelegenheiten. Sie ist für Kinder zwischen 3,5 bis 20 Kilogramm gedacht, und damit eine der am längsten nutzbaren Tragen im Test. Sie ist als einzige Tragehilfe im Test laut Hersteller nachhaltig und fair produziert. Uns überzeugte das leichte Einstellen auf die jeweilige Größe des Kindes, die sehr gute Gewichtsverteilung auf Schultern und Hüfte sowie die Möglichkeit, die Trage klein zusammenzufalten.

Blick nach vorn

Ergobaby Omni 360

Babytrage Test: Omni360 Icymint Frontdw Us
Unsere Empfehlung für alle Eltern, die ihr Baby gern mit dem Blick nach vorn tragen möchten.

Für Eltern, die unbedingt ihr Kind mit der Blickrichtung nach vorn tragen möchten, gibt es auch eine Empfehlung. Die Ergobaby Omni 360 bietet die Möglichkeit, das Kind vor dem Bauch mit Blickrichtung zum Tragenden, aber auch mit Blickrichtung nach vorn zu tragen. Außerdem sind die Trageweisen Rücken und Hüfte möglich. Dabei muss beachtet werden, dass Ergobaby eine Verwendung erst ab dem sechsten Lebensmonat, in einer reizarmen Umgebung und für kurze Intervalle von zehn bis fünfzehn Minuten empfiehlt.

Auch gut

Manduca XT

Test Babytrage: Manduca XT
Eine der beliebtesten Tragen, die uns in der Neuauflage überzeugt.

Eine Tragehilfe mit Hüftgurt, Trägern und Schnallen für flexiblen Tragekomfort auf Hüfte, Bauch oder Rücken ist die Manduca XT. Sie ist geeignet für Kinder von 3,5 bis 20 Kilogramm, kann also ebenfalls lange im Einsatz sein. Für alle Eltern, die fürchten, nicht gelenkig genug zu sein, um die Schnalle im Rücken zu schließen, bietet die XT auch die Möglichkeit, die Träger angenehm im Rücken zu kreuzen.

Für die ersten Monate

Marsupi Babytrage

Test Tragehilfe für Babys und Kleinkinder: Marsupi Babytrage
Hält mit Klettverschlüssen und ist damit so unkompliziert anzulegen, wie keine andere Trage.

Wenn es Ihnen vor allem auf das Tragen in den ersten Monaten ankommt, ist die Marsupi eine gute Alternative. Sie ist relativ günstig und dank Klettverschluss äußerst einfach zu Handhaben. Lästiges Umstellen der Gurte, wenn heute Mama und morgen Papa den Nachwuchs durch die Gegend trägt, kann man sich bei ihr sparen.

Für ältere Kinder ist sie allerdings nicht geeignet, weil man sie nicht an die Größe anpassen kann und die Tragegurte nicht gepolstert sind. Aber wer ohnehin nicht vor hat, sein Kind noch durch die Gegend zu schleppen, wenn es schon laufen kann, für den ist die Marsupi eine sehr gute Wahl.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutBlick nach vornFür die ersten Monate
Modell Ruckeli Basic Slim Manduca XT Ergobaby Omni 360 Marsupi Babytrage Manduca First Hoppediz Bondolino Amazonas MeiTai Ergobaby Original Amazonas Smart Carrier ultralight Babybjörn One Air Ergobaby Adapt Babybjörn One Elenker Babytrage Gagaku Babytrage Chicco Easyfit Fillikid Babycarrier Walk
Test Babytrage: Ruckeli BabytrageTest Babytrage: Manduca XTBabytrage Test: Omni360 Icymint Frontdw UsTest Tragehilfe für Babys und Kleinkinder: Marsupi BabytrageTest Tragehilfe: Manduca ManducaTest Babytrage: Hoppediz BondolinoTest Babytrage: Amazonas MeiTaiTest Tragehilfe: ERgobaby OriginalTest Babytrage: Amazonas Smart Carrier ultralightTest Babytrage: Babybjörn One Air 3D MeshTest Babytrage: Ergobaby AdaptTest Tragehilfe: Babybjörn OneTest Tragehilfe: Elenker BabytrageTest Babytrage: GagakuTest Babytrage: Chicco EasyfitTest Babytrage: Fillikid Babycarrier Walk
Pro
  • Vier Tragevarianten
  • Lässt sich leicht zusammenfalten
  • Nachhaltig und fair produziert
  • Baby hat optimale Haltung
  • Schultergurte in H- und X-Form tragbar
  • Drei Tragevarianten
  • Mit langem Sonnenschutz
  • Mitgelieferte Bauchtasche
  • Alle Schnallen sind doppelt gesichert
  • Vier Tragevarianten
  • Mit Klettverschluss
  • Einfache Handhabung
  • Relativ günstig
  • In der Waschmaschine waschbar
  • Sehr lange einsetzbar
  • Auf Hüfte, Bauch und Rücken tragbar
  • Einfache Handhabung
  • Kein schwieriges Umbauen, wenn verschiedene Menschen tragen
  • Lange einsetzbar
  • Günstig
  • Für Bauch- und Rückentrage
  • Passt sich jeder Figur individuell an
  • Praktische Tasche mit Reisverschluss am Rücken
  • Für alle, die gern verreisen
  • Für Front- und Rückentrageweise
  • Lässt sich superklein zusammenfalten
  • Vier Tragepositionen möglich
  • Trage lässt sich gut an verschiedene Körper anpassen
  • Weiches Obermaterial (nach Oekotex 100 Standard zertifiziert)
  • Einfaches Rein- und Rausheben von größeren Kindern
  • Für Bauch-, Rücken-, und Hüfttrageweise
  • Von 3,2 bis 20 Kilogramm nutzbar
  • Verschiedene Trageweisen möglich
  • Günstig
  • Preiswert
  • Mit Tasche für Kleingeld oder Handy
  • Günstiger Preis
  • Vier Tragepositionen möglich
Contra
  • Gurte könnten vom Baby bei Zahnungsschmerz angeknabbert werden
  • Nicht ganz preiswert
  • Eher für die ersten Monate geeignet
  • Etwas klobiger als andere Tragen
  • Für schmale Frauen ist die Slim-fit-Variante zu empfehlen, da die Gurte zu wuchtig sind
  • Eher für leichte Babys gedacht
  • Extra Neugeboreneneinsatz nötig
  • Schnürrte am Hals etwas ein
  • Eher für leichte Babys geeignet
  • Anhock-Spreizhaltung lässt sich nicht überprüfen
  • Recht teuer
  • Keine ideale Stützung und Beinhaltung
  • Baby sitzt in falscher Position
  • Billig verarbeitet
  • Schlecht gepolstert
  • Keine Anhock-Spreizhaltung möglich
  • Tut unter den Armen weh
  • Sehr kurzer Sonnenschutz
  • Sehr billiges Material
  • Nur bis 9 Kilogramm nutzbar
  • Keine Anhock-Spreizhaltung möglich
  • Nur zum Vorwärtstragen geeignet
  • Keine Anhock-Spreizhaltung
  • Sehr schlechte Gewichtsverteilung
  • Bei Handwäsche waschbar
Bester Preis
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Die Renaissance des Tragens

Babys sind Traglinge, keine Lieglinge. Der Kinderwagen, wie wir ihn heute kennen, wurde erst 1880 erfunden. Zuvor wurden Babys von ihren Müttern getragen. Auch heute noch tragen zwei Drittel der Weltbevölkerung Babys herum, statt sie im Kinderwagen zu befördern.

Auch in Deutschland erfreut sich das Tragen von Kindern immer größerer Beliebtheit, und auf dem Markt gibt es immer mehr Babytragen. In den 1970er-Jahren kamen zunächst Tragetücher auf den Markt, doch vielen »Nicht-Hippies« waren die zu kompliziert und zu »öko«.

Die Firma Babybjörn brachte dann eine Tragehilfe auf den Markt, die man wie einen Rucksack über den Schultern trägt und die schnell angelegt werden kann. Viele empfanden diese Innovation als schick – außerdem war das viel einfacher, als ein Tragetuch zu binden. Damit hat Babybjörn maßgeblich dazu beigetragen, das Tragen in Deutschland zu verbreiten.

Babys zu tragen wird immer moderner

Mittlerweile gehören Mütter und Väter, die ihr Baby vor dem Bauch tragen, fest ins Straßenbild. Die Auswahl an Babytragen, auch Komforttragen oder Carrier genannt, ist groß. Neben Firmen, die sich auf Tragehilfen spezialisiert haben, haben inzwischen auch zahlreiche große und bekannte Hersteller von Babyartikeln Babytragen im Sortiment.

Es gibt auch eine sehr große Bandbreite an Tragemöglichkeiten. Vom Tragetuch über sogenannte Half Buckle, wie etwa den Bondolino von Hoppediz, bis hin zur Fullbuckle-Trage, wie die meisten unserer Testmodelle, ist alles auf dem Markt verfügbar. Wir empfehlen Eltern eine Trageberatung zu machen, bei der sie die für sich passende Trage schnell herausfinden können. Denn nicht jedes Modell passt zu jeder Körperstatur, und nicht mit jedem Modell fühlen sich Eltern und Kind gleich wohl.

Was die Einen als total bequem beschreiben, kann bei Anderen tatsächlich schnell für Rückenschmerzen sorgen. Oder es behagt dem Baby nicht so sehr. Da ist ausprobieren definitiv die richtige Devise.

Die Vorteile des Tragens

Tragen hat viele Vorteile für Babys. Eltern, die ihr Kind viel tragen, regen altersgemäß all seine Sinne an. Der intensive, regelmäßige Körperkontakt beeinflusst die Eltern-Kind-Beziehung ebenso positiv wie die Entwicklung des Kindes. Und für alle Eltern mit mehr als einem Kind bedeutet das Tragen auch immer: Beide Hände sind frei für die kleinen und größeren Katastrophen im Alltag mit Kindern.

»Tragen ist eine Förderung der kindlichen Entwicklung ganz nebenbei«, sagt Evelin Kirkilionis, promovierte Humanethologin und Mitbegründerin der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen. Laut Kirkilionis kann das Tragen sogar Fehlentwicklungen der Hüfte (Hüftdysplasien) vorbeugen oder gar therapieren.

Babys, die getragen werden, schreien weniger. Das hat Urs A. Hunziker vom Kinderspital Zürich in einer Studie nachgewiesen. Außerdem ist es praktisch – das weiß jeder, der schon mal versucht hat, mit einem Kinderwagen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, Treppen zu überwinden oder einen Spaziergang am Strand zu machen.

Tragen ist gut für die kindliche Entwicklung

Babytragen sind zudem günstiger und leichter als ein Kinderwagen. Sie benötigen weniger Platz und können bequem überallhin mitgenommen werden – auch auf Reisen.

Glaubenskrieg ums richtige Tragen

Welches die richtige Babytrage ist, darüber ist nicht nur im Internet ein heftiger Glaubenskrieg entbrannt. Mittlerweile hat sich rund ums Tragen ein neuer Berufsstand gebildet – der der TrageberaterInnen.

Der Begriff TrageberaterIn ist allerdings weder geschützt, noch staatlich anerkannt. Es gibt keine standardisierte Ausbildung, genauso wenig wie einen Berufsverband oder eine Dachorganisation. Theoretisch kann sich also jeder TrageberaterIn nennen. Und jeder kann eine Trageschule gründen, kostenpflichtige Ausbildungen anbieten und Zertifikate ausstellen. So gibt es im deutschsprachigen Raum mittlerweile acht Trageschulen und schätzungsweise rund 2.000 zertifizierte TrageberaterInnen. Jede/r hat ihre/seine eigene Meinung, welche der zahlreichen Babytragen auf dem Markt die beste ist.

Einig sind sich so gut wie alle TrageberaterInnen darin, dass eine gute Trage die Beinchen des Babys so unterstützt, dass sie mehr als 90 Grad angehockt sind – Anhock-Spreizhaltung nennt sich das im Fachjargon. Darunter versteht man jene Körperhaltung, die ein neugeborenes Kind automatisch einnimmt, wenn man es hochhebt: Die Beine sind angehockt, die Knie befinden sich auf Bauchnabelhöhe und die Oberschenkel sind leicht abgespreizt. In dieser Haltung kann das Kind gut auf der Hüfte getragen werden.

Anhock-Spreizhaltung
Die richtige Anhock-Spreizhaltung des Babys.

Um die korrekte Anhock-Spreizhaltung zu gewährleisten, muss der Steg zwischen den Beinen des Babys also breit genug sein, sonst hängen die Beine einfach herunter. Das Kind kippt dann ins Hohlkreuz, was für seinen Rücken nicht gut ist. Am besten wird die Anhock-Spreizhaltung über verschiedene Altersstufen hinweg mit einem Steg gewährleistet, der stufenlos verstellbar ist – so die gängige Meinung der TrageberaterInnen.

Babytragen sollten die natürliche Anhock-Spreizhaltung ermöglichen

Der Rücken soll sich in der Babytrage leicht runden und muss vor allem in den ersten Lebensmonaten gut abgestützt werden. Die meisten TrageberaterInnen sind der Meinung, das sei nur dann möglich, wenn die Babytrage aus speziellem Tragetuchstoff aus 100 Prozent Baumwolle gefertigt ist. Bei ganz kleinen Babys muss die Tragehilfe außerdem den Kopf des Kindes stützen, weil es ihn noch nicht selbst halten kann.

Doch hinter vielen Ansichten zum Thema Tragen stecken persönliche Vorlieben, wissenschaftlich begründet ist das wenigste. Egal, mit welcher Tragehilfe man sein Kind herumträgt, Schaden werden gesunde Babys kaum nehmen, auch wenn die Haltung mal nicht hundertprozentig korrekt ist.

Komfort ist alles

Wichtig: Die Babytrage sollte leicht ans Kind und die tragende Person anpassbar sein. Sie muss außerdem bequem und entlastend für den Tragenden sein, sonst wird sie wahrscheinlich eher selten genutzt. Denn auch das leichteste Baby wird irgendwann schwer, wenn es viele Stunden am Tag herumgetragen wird.

Das Material, aus dem die Tragehilfe hergestellt wird, spielt auch eine große Rolle. Babys lutschen gerne an den Trägern, deshalb sollten sie giftfrei sein. Außerdem kommt es auch auf die Jahreszeit an – atmungsaktive, dünne Stoffe sind im Hochsommer sehr viel angenehmer als dicke Konstruktionen.

So haben wir getestet

Wir haben ausführlich recherchiert und Babytragen ausgewählt, die entweder sehr verbreitet sind oder häufig von TrageberaterInnen empfohlen werden. Deshalb durfte der Babybjörn One und der Babybjörn One Air nicht fehlen, genauso wenig zwei Modelle von Manduca. Zwei Modelle von Amazonas sind auch dabei, drei Tragen von Ergobaby, die Bondolino und auch die Emeibaby-Trage haben wir getestet.

Speziell für die ersten Tragemonate konzipiert ist die Marsupi. Die Ruckeli ist noch relativ neu auf dem Markt, konnte sich gegen die Platzhirsche aber definitiv durchsetzen. Uns ist aufgefallen, dass die Hersteller immer neue Innovationen auf den Markt bringen. Nicht alle davon sind positiv zu betrachten. Das fiel uns besonders bei den preiswerten Modellen von Chicco, Fillikid, Elenker und Gakagu auf. Hier müssen wir vor einigen Modellen tatsächlich warnen.

Getestet haben wir die Tragen über mehrere Wochen hinweg mit einem fünf Monate alten Baby, sowie in den Fällen, bei denen die Tragkraft bis 20 Kilogramm ausgerichtet war, auch mit einem zweieinhalbjährigen Kleinkind.

Babytrage Test: Ruckeli Babytrage Organic Cotton

Testsieger: Ruckeli Basic Slim

Die Ruckeli Basic Slim ist unser Testsieger, weil sie von Geburt (wenn die Babys mehr als 3,5 Kilogramm wiegen) bis zum Ende der Tragezeit (wenn die Kinder mehr als 20 Kilogramm wiegen) benutzt werden kann, weil sie das Gewicht des Kindes optimal verteilt, einfach anzulegen und zu handhaben ist und sich auf verschiedene Körperproportionen einstellen lässt. Darüberhinaus ist die Anhock-Spreizhaltung der Kinder durch das Einstellen von Rücken-Panel und Stegbreite gewährleistet. Preislich liegt die Ruckeli im Mittelfeld, ein weiterer Pluspunkt.

Testsieger

Ruckeli Basic Slim

Test Babytrage: Ruckeli Babytrage
Die Trage bietet vier Tragevarianten und überzeugt durch ein durchdachtes Konzept.

Die Ruckeli Basic Slim ermöglicht das Tragen von Babys im Alter von 0 bis 36 Monaten beziehungsweise von 3,5 Kilogramm bis 20 Kilogramm – entweder vor dem Bauch, auf dem Rücken oder auf der Hüfte. Zusätzlich können Kleinkinder auch ohne die Schultergurte auf der Hüfte platziert werden, um die elterliche Hüfte ein wenig zu entlasten. Dafür wird die Trage einfach in die Baumwolltasche geschoben. Eigentlich zur praktischen Aufbewahrung gedacht, bekommt die Ruckeli so noch eine weitere Funktion.

Babytrage Test: Ruckeli Babytrage Hüftsitz
Die Ruckeli als Unterstützung beim Tragen auf der Hüfte.

Es gibt die Ruckeli in zwei Varianten, regular und slim. Der Unterschied besteht dabei lediglich in der Länge der Schultergurte. Bei Personen mit Größe XL und größer empfiehlt sich der Griff zur regular Variante, bei sehr schmalen Personen mit Kleidergröße X(X)S eher der zum Slim-Modell. Für Eltern mit sehr unterschiedlichen Proportionen lohnt sich ein Blick auf die Website, hier steht beschrieben, für welche Variante sich die Eltern entscheiden sollten.

Die Ruckeli gibt es in verschiedenen Farben und auch beim Sonnenschutz haben Sie die Qual der Wahl. Denn Babytragen sind definitiv zu einem stylischen und praktischen Accessoire geworden. Die Trage kostet circa 140 Euro, spezielle Designs kosten etwas mehr.

Die Ruckeli ist, im Vergleich zu vielen anderen Tragen im Test, bei 40 Grad maschinenwaschbar. Der Windelpo-Teil, also der Teil, der potentiell am schnellsten verschmutzen kann, ist sogar seperat waschbar. Das werden sie spätenstens dann zu schätzen wissen, wenn Ihr Nachwuchs das erste Mal die Windel unbemerkt füllt und anschließend die Kleidung und die Trage in arge Mitleidenschaft gezogen wurden. Das finden wir ziemlich gut durchdacht.

Was uns außerdem gut gefällt: Sowohl das Rücken-Panel, als auch die Stegbreite ist mit wenigen Handgriffen individuell auf die Größe des Kindes anpassbar. Das ist deswegen gut, weil die Anhock-Spreizhaltung dann auch mit zunehmendem Alter und Größe des Kindes gewährleistet ist.

Durchdachtes Design

Die Ruckeli lässt sich, wenn Sie sie nicht benutzen möchten, recht klein zusammenlegen. Dann verstauen Sie die Trage bequem in dem Beutel, der sich an der Trage befindet. So wartet sie entweder auf ein erneutes Auspacken, oder Sie benutzen die Trage dann als Hüftsitz für Kleinkinder. Diese Trageweise empfehlen wir erst, wenn ihre Kinder wirklich sicher auf Ihrem Arm sitzen können. Und doch fiel sie uns positiv auf, denn keine andere Trage im Test kann auch ohne Gurte verwendet werden.

Laut Herstellerangaben wird die Ruckeli nachhaltig und fair produziert. Das begrüßen wir sehr, denn gerade Babys neigen dazu, ihre (kommenden) Zähne in die Schultergurte von Tragen zu rammen. Oft verschaft ihnen das Linderung bei juckenden Zahnleisten. Zu wissen, dass die Kinder bei dieser Beschäftigung keine Giftstoffe aufnehmen, beruhigt das elterliche Gewissen sehr. Sollten Sie sich um das Aussehen der Trage sorgen – es gibt auch Gurtschoner für die Ruckeli, die allerdings separat gekauft werden müssen.

Das Testbaby schlief nach wenigen Minuten in der Ruckeli zuverlässig ein. Natürlich können wir an dieser Stelle kein Versprechen abgeben, dass dies bei Ihnen auch der Fall sein wird, aber wir konnten während des Testzeitraums durchaus beobachten, dass dies nicht bei allen Tragen der Fall war. Ob das Kind in einer Trage einschlief oder nicht, floss allerdings nicht in unsere Bewertung ein.

Wichtig dagegen war, ob sich die Fullbuckle-Trage gut an den Kinderkörper anpasst. Bei der Ruckeli klappte das hervorragend – es war sogar möglich, den Po so zu beuteln, wie es sonst nur bei Tragetüchern möglich ist. Diese Flexibilität bewerten wir sehr positiv, ebenso, dass sich der Stoff schon sehr weich anfühlt, obwohl die Trage ganz neu war. Da gibt es im Testfeld durchaus Kandidaten bei denen wir denken, dass ein bis zwei Wäschen das Material sehr viel weicher und griffiger machen würden.

Gewichtsverteilung in der Ruckeli Basic Slim

Was für alle Eltern wichtig ist: Wie gut verteilt sich das Gewicht des Kindes in der Trage? Auch hier kann die Ruckeli punkten. Sie entlastet die Schultern merklich und verteilt das Gewicht des Babys schön gleichmäßig auf den Hüften. Das können wir nicht von allen Tragen im Test behaupten, weswegen es hier eindeutig Pluspunkte für die Trage gibt. Auch nach langen Tragestunden waren weder unser Rücken, noch unsere Schultern verspannt.

Der Ruckeli liegen eine ausführliche Anleitung und Sicherheitshinweise bei. Außerdem ist eine Trageanleitung für die Bauchtrage auf der Trage selbst aufgedruckt, so dass Sie die Anweisungen nicht immer mitnehmen müssen. Wir versprechen aber auch: Nach wenigen Trageversuchen haben Sie verinnerlicht, wie Sie die Trage anlegen müssen.

Denn das ist wirklich einfach: Man klippt sich die Trage um die Hüfte und zieht sie gemäß Ihres Körperumfanges fest. Dann hebt man das Baby in die Trage und beutelt es so gut ein, dass es die optimale Anhock-Spreizhaltung einnimmt. Üben Sie das ruhig ein paar Mal vor dem Spiegel. Sitzt Ihr Baby nicht mittig, dann sehen Sie das. Man zieht die Schultergurte über die Schulter, wodurch das Kind bereits gehalten wird. Nun hat mann die Hände frei, um die anderen Enden der Schultergurte über Kreuz in die vorgesehenen Öffnungen am Rücken des Kindes einzuklippen. Durch die doppelte Gurtführung haben sie eine optimale Gewichtsverteilung.

Die anderen Modelle im Test können entweder nur das Eine oder das Andere, die Ruckeli nutzt dafür das Beste aus beiden Welten. Dafür entfällt das Einklippen eines Brustgurtes, was manche Eltern vor körperliche Herausforderungen stellen kann.

Insgesamt macht die Trage einen sehr hochwertigen Eindruck. Und wem ein schlichtes Grau nicht zusagt: Es gibt einige Sondermodelle, die mit mehr Farbe daherkommen. Es gibt außerdem einen Sonnenschutz dazu, der schön leicht ist. Der kann, wenn er nicht genutzt wird, als Kopfstütze für kleinere Babys dienen. Denn so lange Kinder noch nicht selbstständig ihr Köpfchen halten können, empfiehlt es sich, wenigstens für die Zeit in der sie schlafen, eine Kopfstütze zu nutzen.

Ruckeli Basic Slim im Testspiegel

Für die Ruckeli Basic Slim liegen aktuell noch keine Testberichte vor. Wir werden diese hier im Laufe der Zeit nachtragen.

Alternativen

Neben der Ruckeli gibt es noch andere, empfehlenswerte Babytragen, die sich jedoch nicht nur im Preis, sondern auch in der Qualität deutlich voneinander unterscheiden.

Auch gut

Manduca XT

Test Babytrage: Manduca XT
Eine der beliebtesten Tragen, die uns in der Neuauflage überzeugt.

Zu den vielleicht bekanntesten Tragehilfen gehören die von Manduca. Es handelt sich hier um eine Fullbuckle-Trage mit Hüftgurt, Trägern und Schnallen. Tragen von Manduca zeichnen sich vor allem durch ihre Langlebigkeit aus, denn mit ihnen können auch größere und schwerere Kinder gut getragen werden. Mit ihnen kann man auf dreierlei Weise tragen: auf der Hüfte, vor dem Bauch und auf dem Rücken.

Die Manduca XT ist eine Weiterentwicklung der klassischen Manduca. Uns gefiel, dass das vor dem Bauch tragen hier nun auf zwei Arten möglich ist. Denn es gibt Menschen, die es nicht schaffen, den Brustgurt am Rücken zusammen zu klippen. Bei der XT ist dies nun nicht mehr unbedingt nötig, denn sie kann sowohl über Kreuz, als auch klassisch in H-Form getragen werden. Bei der H-Form muss der Brustgurt dann aber zugeklippt werden.

Das Anlegen der Manduca XT geht einfach und schnell – es ist eigentlich nicht möglich, hier einen Fehler zu machen. Das ist die gute Nachricht für all diejenigen, die nicht so gern in die sehr ausführliche Anleitung schauen möchten. Sie ist für die Bauch- und Rückentrage gemacht und ebenso für die Hüfttrageweise geeignet.

Das Testbaby war von den recht starren Schultergurten sehr begeistert. In kein anderes Testmodell vergrub es so schnell und so tief die wohl schmerzende Zahnleiste. Nach kurzer Zeit war die Trage an dieser Stelle nass. Es ist nicht auszuschließen, dass bei täglichem Gebrauch der Stoff hier dünner wird oder heller ausbleicht. Das können Sie mit Gurtschonern umgehen oder einfach als Verschleiß durch das Baby ertragen.

Das Testbaby sitzt sehr gut in der Anhock-Spreizhaltung. Uns überzeugte auch, dass sich das Rücken-Panel mithilfe von Reißverschlüssen auf die unterschiedliche Größe des Kindes anpassen lässt. Auch die Manduca XT ist darauf ausgelegt, Kinder zwischen 3,5 Kilogramm bis 20 Kilogramm zu tragen. Sie verfügt über eine aufrollbare Kopfstütze für die Kleinsten und einen guten Sonnenschutz, der angenehm lang ist. Er wird über dem Kopf des Babys festgeklippt.

Das Material der Manduca erschien uns im Vergleich zum Testsieger fester, vielleicht lässt sich mit dem täglichen Tragen hier ein weicheres Gewebe erzielen. Aber das ist Geschmackssache, viele Tragende mögen auch das sehr feste Material. Waschbar ist die Manduca XT bei 30 Grad.

Blick nach vorn

Ergobaby Omni 360

Babytrage Test: Omni360 Icymint Frontdw Us
Unsere Empfehlung für alle Eltern, die ihr Baby gern mit dem Blick nach vorn tragen möchten.

Für alle Eltern, die ihre Kinder unbedingt mit dem Blick nach vorn tragen wollen, empfehlen wir die Ergobaby Omni 360. Sie ist die einzige Trage im Test bei der wir finden: Wenn es denn sein muss, dann kann man das mit dieser Trage machen. Auch die Firma Ergobaby zählt bei Babytragen zu den bekanntesten Marken und die Vorteile der Langlebigkeit, die wird schon bei Manduca angeführt haben, gelten hier ebenso.

Generell halten wir nicht viel davon, das Baby mit der Blickrichtung vorwärts zu tragen. Denn zu viele Reize strömen ungefiltert auf das Kind ein, es fehlt die Interaktion mit der vertrauten Personen. Auch wenn Babys natürlich den Eindruck erwecken, immer alles sehen zu wollen – sie brauchen die Unterstützung der Eltern, um das Gesehene zu verarbeiten. Darum empfiehlt Ergobaby nur kurze Tragezeiten von zehn bis fünfzehn Minuten mit Blickrichtung nach vorn.

Es gibt viele Tragehilfen, die das nach vorn gerichtete Tragen ermöglichen. Allerdings wird die Anhock-Spreizhaltung meistens nicht ermöglicht, die Kinder hängen im Prinzip wie in einem Sack nach unten und der Po wird nicht gestützt. Das wird bei der Ergobaby Omni 360 durch Gleiter aus Stoff verhindert. Mit ihnen können die Eltern die Stegbreite auch für das vorwärtsgerichtete Tragen so einstellen, dass die Gelenke vom Baby geschont, die Hüfte gestützt wird und der Rücken orthopädisch korrekt gerundet ist. Das haben wir in der Form bei keiner anderen Trage gefunden.

Natürlich können Sie mit dieser Trage Ihr Kind auch in der zu Ihnen gerichteten Bauch-an-Bauch-Position tragen, sowohl auf dem Rücken als auch auf der Hüfte. Der Steg lässt sich mithilfe von Klettverschlüssen auf die jeweilige Größe einstellen, das geht fix und gefällt uns gut. Es ist sehr einfach gehalten, sodass es kaum zu Anwendungsfehlern kommen kann.

Sie verfügt über eine Kopfstütze und ein Sonnenschutz und ist bei 30 Grad waschbar. Die Ergobaby Omni 360 kann als Bauchtrage in der H-Form oder in der X-Form der Schultergurte getragen werden, je nachdem was sich für den Tragenden besser anfühlt. Das Gewicht wird gut verteilt und die Trage eignet sich für Kinder zwischen 3,2 Kilogramm bis 20 Kilogramm.

Für die ersten Monate

Marsupi Babytrage

Test Tragehilfe für Babys und Kleinkinder: Marsupi Babytrage
Hält mit Klettverschlüssen und ist damit so unkompliziert anzulegen, wie keine andere Trage.

Wer für eine Babytrage weniger Geld ausgeben möchte und in erster Linie eine Trage für die ersten Monate sucht, der ist mit der Marsupi gut beraten. Sie wurde von der Hebammen-Zeitschrift ebenfalls mit »sehr gut« benotet.

Die Marsupi war von allen getesteten Tragehilfen am einfachsten anzulegen und eignet sich zum Tragen vor dem Bauch oder auf der Hüfte in korrekter Anhock-Spreizhaltung. Mit 400 Gramm ist sie sehr leicht und lässt sich gut verstauen, wenn man sie für unterwegs mitnehmen möchte.

Allerdings ist die Marsupi nicht so lange nutzbar wie die anderen Tragen, weil die Schultergurte nicht gepolstert sind und bei schwereren Kindern wird das dann sehr schnell ziemlich unbequem für den Tragenden.

Die Marsupi eignet sich bereits für Neugeborene, denn es gibt einen »Bändiger« zur Regulierung der Stegbreite, bis circa 9 Monate.

Die Marsupi wird mit Hilfe von Klettverschlüssen geschlossen. Das ist einfach und praktisch, wenn mehrere Personen tragen wollen, denn man muss nichts umstellen. Einen Nachteil haben die Verschlüsse allerdings: Sie machen ein ziemlich lautes Geräusch, wenn man sie öffnet, sodass schlafende Babys davon aufwachen können.

Die Marsupi ist in sechs Farben und drei Größen (S/M, L und XL) erhältlich. Wenn beide – Vater und Mutter – das Baby tragen wollen, sollte man in jedem Fall die Größe L oder XL wählen.

Außerdem getestet

Die Manduca wurde von der Hebammen-Zeitschrift empfohlen. Mit der Komforttrage kann man nicht nur vor dem Bauch und auf dem Rücken tragen, sondern auch auf der Hüfte. Sie verfügt über einen integrierten Sitzverkleinerer und eignet sich für Kinder ab 3,5 Kilogramm bis 20 Kilogramm und ist daher auch lange nutzbar. Allerdings kann der Steg nur mit Hilfe separat erhältlicher Extender oder Verkleinerer angepasst werden und die Trage besteht nicht aus Tragetuchstoff. Dafür ist sie bei 30 Grad waschbar.

Die Ergobaby Original ist der Manduca ziemlich ähnlich. Sie verfügt aber zusätzlich noch über eine praktische Tasche mit Reißverschluss auf dem Rücken. Dafür ist die Kopfstütze, anders als bei der Manduca, nicht verstaubar. Und was noch entscheidender ist: Man benötigt für den Ergobaby Original einen Neugeborenen-Einsatz, wenn man ein Kind tragen will, das weniger als 5,5 Kilogramm wiegt. Mit dem Einsatz ist das Baby aber mit sehr viel Stoff umgeben, was im Sommer unangenehm warm werden kann. Außerdem kostet der Einsatz rund 25 Euro extra, sodass die Manduca die bessere und günstigere Wahl ist.

Unser bereits drittes Modell von Ergobaby, die Ergobaby Adapt, ist für die Vorder-, Rücken- und Hüfttrageweise geeignet. Kinder zwischen 3,2 und 20 Kilogramm können mit ihr getragen werden. Überrascht hat uns, dass auf der Verpackung damit geworben wird, dass das Stillen eines Kindes in der Ergobaby Adapt möglich ist. Diesen Hinweis haben wir auf keiner anderen Trage gelesen. Eine Erklärung, wie genau das Stillen in der Trage funktioniert, wurde leider nicht gegeben.

Unser Testbaby hat sehr sensible Haut und bekam nach kurzer Zeit in der Trage leichten Ausschlag. Wir empfehlen generell, die Tragen zu waschen, bevor sie zum Einsatz kommen. Auch in der Adapt kann in Bauchtrageweise in H- Form oder X-Form getragen werden. So können Eltern entscheiden, ob sie gelenkig genug sind, den Brustgurt auf dem Rücken selbst zu schließen, oder lieber die einfachere Version mit den gekreuzten Trägern wählen. Auf die Sicherheit hat das keinen Einfluss. Das Gewicht wird in beiden Fällen optimal verteilt.

Wir fanden das Tragen in der Ergobaby Adapt sehr angenehm. Positiv aufgefallen ist uns auch, dass Ergobaby viel Wert auf Sicherheit legt. So sind alle Schnallen doppelt gesichert, in dem sie durch Schlaufen geführt werden müssen. Die Kopfstütze und der Sonnenschutz sind bei der Trage ebenfalls dabei.

Der Bondolino von Hoppediz ist für die Bauch- und Rückentrageweise konzipiert. Er kann ohne weiteres Zubehör während der gesamten Tragezeit verwendet werden. Es gibt keine störenden Knöpfe oder Schnallen, die Handhabung ist extrem einfach. Unterschiedliche Personen können den Bondolino nutzen, ohne erst aufwändig etwas verstellen zu müssen. Er ist für die Reinigung in der Waschmaschine geeignet und liegt preislich im mittleren Segment. Auch diese Trage verfügt über eine Kopfstütze und einen Sonnenschutz. Die Kopfstütze eignet sich bei größeren Kindern auch zur Verlängerung des Rückenteils. Der breite Steg ist zwar nicht hundertprozentig stufenlos verstellbar, aber man kann ihn mit dem mitgelieferten Bändchen so abbinden, dass er genau von Kniekehle zu Kniekehle des Babys reicht. Für größere Kinder und bei Rückentragweise kann er ganz einfach verbreitert werden: Man klappt die integrierte Verbreiterung aus dem Hüftgurt und knöpft sie ans Rückenteil.

Ein kleiner Nachteil: Die Schulterbänder sind recht lang und können beim Binden den Boden berühren und so verschmutzen. Zierlichen Personen raten wir, einen Blick auf die Slim Version zu werfen. Hier sind die Schulterbänder schmaler geschnitten.

Ähnlich wie der Hoppediz, nur deutlich preiswerter, ist die Amazonas MeiTai. Sie ist die klassische Trage im asiatischen Raum und eignet sich unserer Meinung nach gerade für die ersten Tragemonate gut. Sie ist sehr einfach anzulegen und lässt sich auf jede Proportion individuell einstellen. Es wird ein Band im Rücken verknotet, das zweite geht über die Schultern ebenfalls hinter den Rücken. So lässt sich das Baby vor dem Bauch oder auf dem Rücken transportieren. Ausgelegt ist die Trage für Kinder zwischen 0 bis 15 Kilogramm, die Anhock-Spreizhaltung ist damit gut möglich. Uns wurde es beim Tragen allerdings irgendwann zu schwer, weil keine Polsterung das Gewicht des Babys gut verteilt.

Wir mussten vor dem Spiegel mehrfach nachbinden, bis wir das Gefühl hatten, dass alles gut sitzt – nur um dann festzustellen: Es zieht doch an den Schultern und im Rücken. Für die allererste Babyzeit und bei zarten Kindern lohnt sich ein Blick auf die MeiTai von Amazonas aufgrund des kleinen Preises aber durchaus.

Die Babybjörn One bietet, wie die Erobaby Omni 360, das Tragen mit Blickrichtung nach vorn an. Diese Tragehaltung wird von Experten nicht empfohlen, da sie schädlich für die noch weichen Hüftgelenke sein kann. Außerdem kann es bei Jungs bei dieser Trageweise zu Hodenquetschungen kommen. Bei Mädchen drückt das ganze Gewicht auf die Schamlippen.

Das Kind kann sich so nicht ankuscheln, der Blickkontakt mit dem tragenden Elternteil ist nicht mehr gegeben und das Baby wird von unzähligen visuellen Reizen überflutet, von denen es sich nicht abwenden kann. Viele Babys werden dadurch unruhig und fangen an zu weinen.

Die Babybjörn One ist für Kinder von 3,5 bis 15 Kilogramm Gewicht geeignet. Hier können Kinder in der Bauch- und Rückenlage transportiert werden. Wir fanden: Die Haltung und Stützung des Kindes sowie die Beinhaltung sind in der Babytrage nicht ideal. Sie wurde von Ökotest nur mit befriedigend bewertet.

Uns gefiel im Test, dass sich mit vier Klicks die Kinder aus der Tragehilfe herausheben lassen. Die Trage bleibt angezogen, nur die Kinder werden herausgenommen. So haben Eltern die Hände frei, sehen vielleicht etwas merkwürdig aus, müssen dafür aber nicht die Trage die ganze Zeit herumschleppen. Diese Funktion ist besonders bei agilen Kleinkindern interessant, die ständig zwischen getragen werden und selber laufen wollen wechseln. Dann jedes Mal die Trage an- und auszuziehen wird schnell mühsam, wie wir aus eigener Erfahrung berichten können. Der Babybjörn ist hier eine echte Bereicherung.

Inzwischen gibt es von der bekannten Babybjörn One auch ein erneuertes Modell. Die Babybjörn One Air kommt im luftigeren 3D-Mesh Design und verspricht eine bessere Luftdurchläsigkeit. Das Material ist tatsächlich sehr dünn und sehr schön weich, was uns gut gefällt. Wir glauben aber auch, dass Luftdurchlässigkeit im Babytragenbereich an Grenzen kommt. Denn wer im Hochsommer schon mal ein Baby getragen hat, der weiß: Haut auf Haut, das schwitzt immer. Uns überzeugt allerdings, dass die Trage durch den Mesh-Stoff eben auch schnell wieder trocknet. Statt unschöner Schwitzflecken, wird die Feuchtigkeit tatsächlich gut aufgenommen. Sie werden also auch weiterhin Ihr persönliches Öfchen mit sicher herumtragen, aber die Trage trocknet schneller. Das ist ja auch schon mal etwas.

Außerdem verbessert sich durch den weichen, leichten Stoff die Möglichkeit, die Trage aufs Baby anzupassen. Das Mesh-Material gibt besser nach als der Baumwollstoff beim Vorgängermodell, wodurch die Körperform des Babys besser nachgeahmt und gehalten wird. Nach wie vor lässt sich für uns aber nicht erkennen, ob das Baby in der empfohlenen Anhock-Spreizhaltung sitz. Das ist seit Jahren der größte Kritikpunkt an den Tragen von Babybjörn. Inzwischen können Eltern allerdings für Neugeborene bis Kleidergröße 62 den Einsatz etwas erhöhen und die Babybeinchen in die Schlaufen legen, sodass die anatomisch korrekte Beinhaltung näher rückt. Hier hat der Hersteller also definitiv nachgebessert.

Was auch neu bei der Babyjörn One Air ist: Die Kopfstütze ist verlängert worden und lässt sich nun mit kleinen Schlaufen enger ziehen. Sie schützt so zum Einen die Kleinen vor zu vielen Eindrücken, zum Anderen aber auch den Kopf des schlafenden Babys, der ja gern dazu neigt, in der Trage nach hinten wegzukippen. Im Praxistest zeigte sich hier allerdings, dass das richtige Befestigen der Schlaufen an den kleinen Ösen sehr fummelig ist.

Wie auch bei der normalen Babybjörn One gilt, dass sie für Kinder von 3 bis 15 Kilogramm verwendet werden kann. Und auch dieses Modell finden wir für die größere Babys gut. Wenn Ihr Nachwuchs schon läuft, dann haben Sie dank des einfachen Klicksystems hier ohne nerviges An- und Ausziehen eine Möglichkeit, Ihrem Kind den gewünschten Freiraum zu geben.

Amazonas Smart Carrier ultralight

Der Amazonas Smart Carrier Ultralight ist eine der leichtesten Tragen im Test. Sie eignet sich für Kinder zwischen 3,5 bis 15 Kilogramm. Aufgrund des sehr leichten Materials, das uns an Fallschirmseide erinnerte, empfehlen wir allerdings, ab einem zweistelligen Kilobereich doch auf eine andere Trage zu wechseln. Uns tat jedenfalls nach kurzer Zeit der Rücken und der Hals weh – und das bei einem fünf Monate alten Baby. Denn vor allem am Hals zerrte das Gewicht doch recht ordentlich, es wird nicht wie bei anderen Tragen im Test gleichmäßig verteilt.

Ist Ihr Kind aber ein Leichtgewicht und Sie verreisen beispielsweise gern und viel, dann kann diese Trage im Gepäck eine gute Investition sein. Sie lässt sich sehr klein zusammenfalten, ist für die Bauch- und Rückentrageweise geeignet und hat sogar einen kleinen Sonnenschutz sowie eine Kopfstütze. Außerdem ist die Trage bei 30 Grad waschbar.

Es gibt einige Tragen, die wir nicht empfehlen können. Zu ihnen gehört unter anderem die Babytrage von Elenker für rund 21 Euro. Sie wirkt billig verarbeitet, entsprechend sieht das Material aus. Um was es sich genau handelt, darüber gibt kein Etikett Auskunft. Ebenso wenig erfährt man, ob die Tragehilfe waschbar ist. Die Trage soll zwar vier Trageweisen ermöglichen, doch die Schultergurte sind nur sehr dünn gepolstert. Ein Bauchgurt, der das Gewicht auf die Hüften ableitet, fehlt ganz – deshalb ist sie sehr unbequem für den Tragenden.

Vor allem aber sitzt das Baby in der Trage von Elenker nicht in der korrekten Haltung, die Beinchen hängen einfach herunter und werden nicht gut gestützt. Zudem ist die Bedienungsanleitung nur sehr unzureichend. Hier gilt der alte Spruch: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Die preiswerte Gakagu, die für Kinder zwischen 5,5 Kilogramm und 15 Kilogramm konzipiert ist, kann leider keine Anhock-Spreizhaltung gewährleisten und daher nicht von uns empfohlen werden. Uns drückte sie beim Test unangenhem unter den Armen, das Baby wollte auch nicht recht sitzen. Die Trage soll für die Bauch- und Rückentrageweise geeignet sein. Allerdings, so erklärt es die Anleitung, ist für das Tragen auf dem Rücken Hilfe einer weiteren Person erforderlich. Allein bekommt man das Kind nämlich nicht auf den Rücken gehoben. Der sehr kurze Sonnenschutz und die eigenartig gestaltete Halskrause, deren Zweck sich uns nicht erschloss, trugen ebenfalls zur Abwertung bei.

Fillikid Babycarrier Walk

Für Kinder zwischen 3 und 20 Monaten oder mit 3,5 bis 15 Kilogramm ist der Fillikid Babycarrier Walk gedacht. Drei verschiedene Trageweisen, nämlich die Bauchlage nach innen und nach außen und die Rückenlage sind möglich. Fillikid wirbt damit, dass es vier Trageweisen sind, allerdings ist die vierte Version ein breiterer Steg, der an der Trageversion selbst nichts ändert, sondern lediglich für größere Kinder gedacht ist. Das Material ist sehr dünn, so dass das Gewicht komplett auf den Schultern lastet. Eine Anhock-Spreizhaltung ist nicht möglich, auch wenn der Steg auf die Größe des Kindes einstellbar ist. Die Fillikid ist nur per Handwäsche waschbar. Wir können dieses Modell nicht empfehlen.

Die Chicco Easyfit ist eine Trage, die immer wieder genutzt wird und im Straßenbild kaum wegzudenken ist. Für uns ist das nicht zu verstehen, da sie die Anhockspreizhaltung nicht gewährleistet und das Gewicht überhaupt nicht gut verteilt. Sie kann laut Herstellerangaben von Geburt an bis zu einem Gewicht von neun Kilogramm genutzt werden, also wesentlich kürzer als die anderen Tragen im Test. Sie ist ausschließlich für die Bauchtrageweise nutzbar, wobei die Möglichkeit besteht, dass Kinder mit der Blickrichtung nach vorn getragen werden können. Wir raten davon dringend ab, weil die Beine des Babys nicht angehockt werden, sondern schlaff nach unten hängen. Das kann zu Hüftschäden führen. Die Anhockspreizhaltung soll angeblich durch das Einstellen der Stegbreite mithilfe einer Schnur erfolgen. Uns überzeugte das nicht.

Das Testbaby, das noch keine neun Kilogramm wiegt, passte in diese Trage auch kaum noch hinein, sie scheint uns nur für die ersten Anfangsmonate konzipiert zu sein. Wir können hier nur sagen: Tun Sie sich und Ihrem Baby etwas Gutes und kaufen Sie eine andere Trage.

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