Die beste beschichtete Bratpfanne

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Beschichtete Bratpfannen - Test: Alle Pfannen aus dem Test.

Die beste Bratpfanne ist für uns die Tefal E43506 Jamie Oliver. Sie ist in hoher, schwerer Qualität gefertigt, besitzt eine ausdauernde, unempfindliche Beschichtung und hat eine sehr gute ergonomische Griffhaltung.

Eine beschichtete Bratpfanne gehört in jede Küche, am besten sogar zwei davon, in verschiedenen Größen. Die Standard-Stielpfanne hat einen Durchmesser (am Boden) von 28 Zentimeter. Hier passen etwas beengt vier Spiegeleier oder zwei Nackensteaks hinein.

Es kommt aber darauf an, was man in einer Pfanne braten will. Nicht jede Pfanne ist auch für jeden Anwendungsfall geeignet. Eine beschichtete Pfanne ist natürlich dann gut, wenn bei hoher Temperatur und mit wenig Fett gebraten werden soll.

Unbeschichtete Pfannen kommen dann zum Einsatz, wenn Fleisch scharf angebraten wird oder wenn es um Karamellisieren und Flambieren geht. Die Pfannen werden schnell und gleichmäßig warm und eignen sich deshalb perfekt für Lebensmittel, die kross gebraten werden sollen. Für solche Fälle sind Pfannen aus Edelstahl, Gusseisen oder Eisen die perfekten Küchenbegleiter.

Kurzüberblick: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Tefal E43506 Jamie Oliver

Test: Bratpfanne – Testsieger Tefal E43506 Jamie Oliver
Der beste Allrounder in der Küche. Sie liegt gut in der Hand und ist solide gefertigt.

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Für eine gute Bratpfanne der Universalgröße 28 Zentimeter muss man kein Vermögen ausgeben. Für uns ist nach dem ausgiebigen Test von elf Pfannen die Tefal E43506 Jamie Oliver der beste Allrounder, sowohl für ambitionierte Köche als auch für den täglichen Einsatz in der Familie.

Die Jamie Oliver ist in hoher, schwerer Qualität gefertigt und besitzt eine Antihaftbeschichtung für fettarmes oder auch fettfreies Garen und Braten. Mit der markanten Tropfkante kann ohne Kleckern auf einen Teller gefüllt werden. Der Griff ist rutschfest und liegt exzellent in der Hand.

Kratzfest

Schulte-Ufer Charisma I

Test Bratpfanne: Schulte-Ufer Charisma i 28 cm
Beste Oberfläche im Test, schnelles Aufheizen, Temperaturanzeiger im Griff, prima Ergonomie.

Wenn Sie eine Pfanne mit Keramikbeschichtung suchen, dann ist die Schulte-Ufer Charisma I eine gute Alternative zu unserem Testsieger. Preislich liegt sie auf dem selben Niveau wie die Tefal, ist aber leichter gefertigt.

Ein Pluspunkt geht an die kratzstabile Oberfläche.

Schnell und leicht

Beka 13527284 Energy

Test beschichtete Bratpfanne: Beka 13527284 Energy
Kürzeste Kochzeit und leichteste Pfanne im Test, gute Ergonomie.

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Günstig und gut – die Beka kann beides. Obwohl sie sehr leicht ist, hat man sie gut und stabil in der Hand. Im Kochtest überzeugte sie und landete sogar auf dem ersten Platz.

Trotz allem reichte es nicht für den Testsieg, da die Beschichtung eher durchschnittlich ist. Zu heiß darf man in dieser Pfanne nicht braten.

Vergleichstabelle

TestsiegerKratzfestSchnell und leicht
Modell Tefal E43506 Jamie Oliver Schulte-Ufer Charisma I Beka 13527284 Energy Tefal E94106 Fissler Protect Alux Premium Zwilling Madura Plus Kopf Alfons Silit Secura Schulte-Ufer Delicado WMF PermaDur Rösle 13137
Test: Bratpfanne – Testsieger Tefal E43506 Jamie OliverTest Bratpfanne: Schulte-Ufer Charisma i 28 cmTest beschichtete Bratpfanne: Beka 13527284 EnergyTest beschichtete Bratpfanne: Tefal E94106Test beschichtete Bratpfanne: Fissler protect alux premiumTest beschichtete Bratpfanne: Zwilling Madura PlusTest beschichtete Bratpfanne: Kopf Alfons PfanneTest beschichtete Bratpfanne: Silit Secura PfanneTest beschichtete Bratpfanne: Schulte Ufer delicadoTest beschichtete Bratpfanne: WMF PermaDurTest beschichtete Bratpfanne: Rösle 13137 Pfanne
Pro
  • Gute Fertigungsqualität und markante Tropfkante für tropffreies Ausgießen
  • Mit Temperaturanzeige im Griff und guter Ergonomie
  • Leicht und die schnellste Kochzeit im Test
  • Baugleich mit dem Testsieger, nur Griff ist anders
  • Gute Aufheizzeit
  • Gute und solide Oberfläche
  • Leichtes Gewicht
  • Oberfläche ist relativ kratzfest
  • Gute Verarbeitung
  • Widerstandsfähige Keramikbeschichtung
  • Standfest
  • Beschichtung ist in Ordnung
Contra
  • Griff kann nicht so gut gereinigt werden
  • Verarbeitung ist nicht ganz so gut
  • Beschichtung ist leider eher mittelprächtig
  • Wenn sie zu heiß wird hat man irgendwann Probleme mit der Beschichtung
  • Leicht zerkratzbare Oberfläche
  • Lange Aufheizzeit und keine gute Ergonomie
  • Empfindliche Oberfläche und niedrige Verarbeitungsqualität
  • Griff ist rutschig und man kann sie schlecht halten
  • Rutschiger Stiel
  • Keine Tropfkante
  • Eine der schwersten Pfannen im Test
  • Pfanne ist nicht solide gefertigt
  • Griff biegt sich beim Heben durch
Bester Preis

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So haben wir getestet

Wir haben uns den Markt der 28-Zentimeter-Pfannen angeschaut und 11 Modelle beschafft, davon waren fünf Aluminium- und sechs Edelstahlmodelle.

Drei Modelle waren keramisch beschichtet, die übrigen haben eine Antihaftbeschichtung aus Kunststoff, darunter zwei Modelle von Tefal, und je ein Modell von Fissler, Zwilling, Kopf Alfons, Beka, Silit und Schulte. Die drei Pfannen mit Keramikbeschichtung kamen von Schulte-Ufer, WMF und Rösle.

Preislich liegt die Spanne zwischen 29 und 89 Euro. Wir waren gespannt, ob die teuerste Pfanne auch die beste ist.

Im Test haben wir mit der Gabel und dem Stahlschwamm die Oberflächen bearbeitet. Hinzu kam ein Spiegelei- und ein Eierkuchen-Test ohne Fett oder Öl. Hier waren die Unterschiede jedoch gering. Größere Differenzen zeigten sich im Kochtest, bei dem 0,5 Liter kaltes Wasser in der Pfanne zum Sieden gebracht wurde.

Manche Pfannen vertragen mehr Hitze als andere

Im Vergleich haben wir die Stabilität und die Wertigkeit der Pfannen beurteilt. Ist der Boden plan? Verbiegt sich die Pfanne, wenn wir auf den Griff drücken?

Danach folgte die ergonomische Einschätzung: Wie sicher kann die Pfanne mit dem Griff geführt werden? Gibt es eine Tropfkante? Gibt es eine Anzeige für die Brattemperatur oder eine Skala für eingefüllte Flüssigkeiten?

Beschichtung – welche gibt es?

Am häufigsten wird sicherlich die beschichtete Pfanne in der Küche gebraucht. Sie ist ein Allrounder und kann von Spiegeleiern über Bratkartoffeln bis hin zu Frikadellen alles braten. Genau das, was man bei den unbeschichteten Pfannen will, soll hier aber nicht passieren – das Fleisch oder Gemüse in der Pfanne anbrät. Dafür sorgt eine Beschichtung, doch davon gibt es verschiedene Arten.

Beschichtete Bratpfannen - Test: Alle Pfannen aus dem Test.
Alle elf Bratpfannen im Test.

Teflon

Teflon ist eine Kunststoffbeschichtung (meist PFTE). Sie ist nur bis zu einer Temperatur zwischen 230-260 Grad hitzebeständig. Mit ihr kann man mit wenig oder gar keinem Fett braten. Die Teflonoberfläche ist aber empfindlich und zerkratzt leicht.

Teflonpfannen eignen sich besonders für fettarmes Garen von Geflügel, Fisch, Eierspeisen, panierten Speisen oder Gemüse, aber auch Fleisch und Bratkartoffeln können damit gebraten werden.

Auch Bratkartoffeln brauchen etwas Fett oder Öl. Ganz ohne backen sie auf der Beschichtung an.
Auch Bratkartoffeln brauchen etwas Fett oder Öl. Ganz ohne backen sie auf der Beschichtung an.

Teflon: Nicht Überhitzen!

Die meisten Hersteller geben es in ihren Anleitungen und auf der Verpackung an: Leere Pfannen dürfen nicht auf Gas- oder Induktionsherden aufgeheizt werden. Sie erhitzen sich schnell auf hohe Temperaturen, wobei sich ab 200 Grad kleinste Teflon-Partikel von der Beschichtung ablösen können. Die sind in großen Mengen gesundheitsgefährdend. Ab zirka 360 Grad entstehen sogar für den Menschen giftige Dämpfe.

Wer auf Nummer sicher gehen will, erhitzt ein paar Tropfen Sonnenblumen-, oder Rapsöl. Ab einer Temperatur von 270 °C beginnt eine Rauchentwicklung, die vor einer Überhitzung der Beschichtung warnt.

Keramikbeschichtung

Schulte Ufer Charisma i: Solide Pfanne mit kurzer Kochzeit und nicht zu hohem Gewicht
Schulte Ufer Charisma I: Pfanne mit keramischer Beschichtung.

Pfannen mit Keramikbeschichtung haben eine ähnlich große Antihaftwirkung wie Teflon, können aber um die 400 Grad vertragen. Daher ist hier die Gefahr des Überhitzens nicht so groß wie bei PTFE.

Keramikbeschichtete Pfannen sind frei von Kunststoffen wie PTFE (Teflon) und PFOA (Perfluoroctansäure) und damit auch umweltfreundlicher bzw. gesünder bei der Herstellung und der Nutzung. Keramikbeschichtungen sind außerdem kratzfester und robuster als Kunststoff-Antihaft-Versiegelungen – das zeigte sich auch wieder in unserm Test.

Die Keramikbeschichtung eignet sich daher für knuspriges und scharfes Anbraten bei hoher Temperatur mit etwas Fett. Bratkartoffeln, Frikadellen, Bratwurst oder Kartoffelpuffer fühlen sich darin am Wohlsten. Aber auch hier kann die Beschichtung durch Gabeln oder metallische Gegenstände beschädigt werden.

Egal welche Beschichtung die Pfanne hat, ein Über­hitzen sollte möglichst vermieden werden

Aluminium oder Edelstahl?

Sowohl Aluminium als auch Edelstahl sind weit verbreitet. Sie sind korrosionsbeständig und verfärben bei sachgemäßer Pflege nicht. Im Vergleich zu unbeschichteten Eisen- oder gusseisernen Pfannen sind Aluminium- oder Edelstahlprodukte tendenziell leichter bis sehr leicht.

In unserem Test haben wir sowohl Pfannen aus Edelstahl als auch aus Aluminium getestet und fanden beide Varianten gut. Ein Qualitätsmerkmal per se ist das Material also nicht – es gibt zu jedem Material teure und günstige Produkte.

Reinigung am besten mit der Hand

Die Beschichtung ist je nach Machart mehr oder weniger kratzanfällig. Scharfe Gegenstände wie Gabeln sind tabu, auch Scheuermittel sollte man nicht verwenden. Auf Grund der Antihaftwirkung ist die Reinigung dennoch sehr leicht. Mit einem weichen Schwamm, ohne Scheuermittel, geht der Schmutz sehr leicht ab.

Tabu! Reinigung mit dem Stahlschwamm
Tabu! Reinigung mit dem Stahlschwamm.

Auch von der Reinigung in der Spülmaschine raten wir ab. Fast alle Hersteller empfehlen die Handwäsche, denn Spülmittel und Salz können die Antihafteigenschaften angreifen. Wer seine Pfanne dauerhaft mit den besten Eigenschaften der Beschichtung nutzen möchte, verzichtet lieber auf die Spülmaschine.

Einölen nach der Handwäsche

Das Einölen mit 2-3 Tropfen Sonnenblumen- oder Rapsöl nach dem Reinigen ist nicht nur eine Domäne von Eisenpfannen, die ansonsten rosten. Auch die Hersteller von Pfannen mit Antihaftbeschichtung empfehlen dies oft in ihren Anleitungen. Es soll die Eigenschaften der Beschichtung schonen, vor allem, weil es gleich beim nächsten Bratvorgang nützt und das Anbacken verhindert.

Testsieger: Tefal E43506 Jamie Oliver

Die Jamie Oliver hat uns überzeugt. Stabilität und Wertigkeit sind auf höchstem Niveau für eine Edelstahlpfanne. Die Ergonomie des Griffes ist eine der besten unter allen Pfannen. Sie erhitzt sich moderat schnell und die Oberfläche ist ausreichend kratzfest.

Testsieger

Tefal E43506 Jamie Oliver

Test: Bratpfanne – Testsieger Tefal E43506 Jamie Oliver
Der beste Allrounder in der Küche. Sie liegt gut in der Hand und ist solide gefertigt.

Keine Preise gefunden.

Nicht zuletzt sorgt ihr günstiger Preis für Begeisterung, denn die Tefal E43506 Jamie Oliver ist mit zirka 44 Euro eher mittelpreisig angesiedelt. Dennoch erzielte die Pfanne in unserer Wertung die beste Punktzahl, gefolgt von Schulte-Ufer Charisma I und Beka Energy, die wir in den Alternativen vorstellen.

Stabilität und Wertigkeit

Die Tefal E43506 Jamie Oliver war das wertigste und stabilste Edelstahlmodell im Test (von 6). Der Griff machte einen dauerhaft festen Eindruck, denn er ist nicht geschraubt oder punktgeschweißt, sondern vernietet. Eher verbiegt die Pfanne, als dass diese Verbindung sich löst.

Sie liegt gut in der Hand und hat einen nützlichen Thermo-Spot

Rösle beweist, dass es auch ganz anders gehen kann: Der rutschige Griff verbiegt sich deutlich. Schwer beladen wird er sicher in naher Zukunft völlig verbiegen oder gleich abbrechen. Bei anderen Modellen gab es dieses gravierende Manko nicht, jedoch konnte mit Druck auf den Griff auch bei Kopf und Silit die Pfanne etwas verbogen werden.

Apropos verbogen: Die Silit-Pfanne hatte zwei Dellen an der Tropfkante und die Zwilling Madura besaß sogar eine Unwucht am Rand. Beides beeinträchtigt die Funktion nicht, macht aber keinen guten Eindruck der Fertigungsqualität.

Der Boden des Testsiegers ist vollkommen plan, abgestellt auf einem Spiegel kippelt nichts. So wird auf einem Ceran- oder Elektro-Kochfeld die Hitze bestmöglich übertragen. Einen absolut ebenen Boden hatten allerdings alle Pfannen im Test.

Ergonomie und Gewicht

Der Griff unserer Tefal E43506 Jamie Oliver hat eine ergonomische Form für den Daumen. So gelingt die Führung einer beladenen, schweren Pfanne sehr zielsicher und ohne Rutschen. Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, sondern einer der größten Unterschiede zwischen den elf Pfannen in diesem Test.

Unten durch bei uns waren die rutschigen Metallgriffe von Silit und Rösle. Es mag zwar ganz nett sein, eine Pfanne ohne Kunststoffgriff auch mal in den Backofen stellen zu können. Doch wir verzichten gern zu Gunsten einer ordentlichen Griffigkeit darauf.

Zweites Thema, Tropfkante. Eine solche, mehr oder minder ausgeprägt, haben alle Modelle, bis auf die Schulte-Ufer Delicado. Hier kleckert jede dickflüssige Speise über die Pfannenseite bis zum Pfannenboden. Vermieden wird das nur mit einer deutlichen, eher scharfkantigen Tropfkante. Eine solche finden wir bei den beiden Tefal-Modellen, aber auch bei Kopf, Silit, Zwilling und Rösle.

Mit 1,44 Kilogramm Gewicht war die Tefal E43506 Jamie Oliver die viertschwerste Pfanne im Test. Schwerer sind nur noch die Tefal Gourmet Series (1,52 Kilogramm), die Fissler Protect Alux Premium (1,53 Kilogramm) und die WMF PermaDur (1,81 Kilogramm). Die leichtesten Pfannen im Test sind die Beka Energy (Aluminium) und die Kopf Alfons (Edelstahl) mit jeweils 1,05 Kilogramm.

Nützlich ist der Thermo-Spot des Testsiegers. Er zeigt die ideale Brattemperatur an. Etwas Ähnliches wie den Spot bietet die zweitplatzierte Pfanne, die Schulte-Ufer Charisma I. Hier ist im Schaft des Griffes ein Material eingebaut, das bei Kälte schwarz und bei großer Wärme rot wird.

Anders als bei Töpfen haben sich Mengen-Skalen bei den Pfannen noch nicht durchgesetzt, einzig bei der Fissler Protect Alux Premium ist innen eine Skala eingearbeitet, die auf Grund ihrer Erhabenheit auch nicht abgerieben werden kann (kein Aufdruck).

Optik & Design

Beim Design ist jeder Käufer sein eigener Chef. Die wuchtige, dunkle WMF-Pfanne mag uns nicht gefallen, doch für so manchen wird sie das Highlight sein. Nach unserer Meinung ähnlich langweilig kommen Silit Secura und Zwilling Madura Plus daher. Die hübschesten Pfannen waren nach Gusto des Testers die beiden Tefal-Produkte inklusive dem Testsieger, sowie die Fissler Protect Alux Premium.

Kochtest

Das Aufkochen von Wasser ist nicht die typische Beschäftigung einer Bratpfanne. Dennoch zeigt uns dieser Test, wie schnell sich der Pfannenboden aufheizt. Wir haben ein Induktionskochfeld auf höchster Stufe (P) benutzt und zwar bei allen Pfannen dasselbe mit 17 Grad Kaltwasser.

Kochtest: die schnellste Pfanne brauchte nur 74 Sekunden, der Testsieger 93 Sekunden
Kochtest: die schnellste Pfanne brauchte nur 74 Sekunden, der Testsieger 93 Sekunden

Unser Testsieger beeindruckte mit seinen 93 Sekunden zwar nicht, doch Jamie Oliver liegt im Mittelfeld. Das tun auch Schulte-Ufer Charisma I (91 Sekunden), Silit Secura (94 Sekunden) und Tefal E94106 Gourmet Series (88 Sekunden). Einen krassen Turbo schmeißt Beka mit der Energy-Pfanne an: 74 Sekunden. Die längste Kochzeit hat die Zwilling Madura Plus mit 131 Sekunden.

Die Abwärme im Griff war bei keinem Produkt ein kritisches Thema, im Gegenteil. Die Temperaturen lagen im Kochtest bei allen Pfannen zwischen 26 und 31 Grad Celsius.

Spiegelei- und Eierkuchen ohne Fett

Wir haben einen Eierkuchenteig mit geriebenem Apfel kreiert, der auf einen halben Liter Teigmasse nur 3 Löffel Öl enthielt. Ansonsten Eier, Weizenmehl, fein geriebene Äpfel und Zimt. Das Ergebnis: In jeder Pfanne, gleich ob teures oder günstiges Modell, konnten die Pfannkuchen mit dem Kunststoff- oder Holzschieber einfach abgeschoben werden. Anders als beim Anbraten mit Fett haften sie natürlich am Pfannenboden, sie rutschen nicht.

Während die Eierkuchen ohne zu zerfallen am Stück auf den Teller transportiert werden können, schaut es bei Spiegeleiern nach diesem Verfahren desaströs aus. Diese kleben bei allen Pfannen stark am Boden, sie brennen an (Geruch) und wir müssen schnell wenden. Dabei zerfallen die Spiegeleier – ein weiches Eigelb zu erzeugen ist unmöglich. Mit einem Holzschaber konnten wir die Oberflächen in allen Pfannen wieder rückstandsfrei reinigen.

Fazit: Ob Testsieger oder nicht, Spiegeleier ohne Fett funktionieren nicht.

Wärmeverteilung

Den Kochtest haben wir mit der Wärmebildkamera begleitet. Sobald der Siedepunkt erreicht war, haben wir die Kochstufe auf ein leichtes Köcheln ohne Deckel reduziert. In diesem Zustand entstanden die Wärmebildfotos der Pfannen.

Keine Pfanne hat einen komplett gleichmäßig erhitzten Boden, was an unserem Betrieb mit Induktion liegen könnte. Beim Testsieger sind zirka 40 Prozent der Fläche auf 95 Grad aufgeheizt, der Rest fällt auf bis zu 84 Grad ab. Fissler und Zwilling sind in dieser Disziplin etwas besser, sie kommen aber auch nur auf 50 Prozent. Bei allen Pfannen im Test liegt die Differenz zwischen heißen und kühleren Bereichen bei ungefähr 10 bis 15 Grad.

Kratztest

Auf der erhitzten Pfanne haben wir während des Eierkuchenbratens das Undenkbare getan – und mit einer Gabel auf der Oberfläche gekratzt (mäßiger Krafteinsatz).

Den Kratz­test schafften fast alle Modelle nur mittel­mäßig

Kratztest mit der Gabel in der heißen Pfanne
Kratztest mit der Gabel in der heißen Pfanne: Bleiben deutliche Kratzer zurück?

Die Tefal E43506 Jamie Oliver war wie viele andere Pfannen nicht resistent: Kratzspuren blieben sichtbar. Damit ordnet sich der Testsieger im Mittelfeld ein. Besser haben es nur Schulte-Ufer Charisma I und WMF PermaDur gemacht. Hier waren die Spuren nur ganz dezent sichtbar.

Mit dem Stahlschwamm ging es in die zweite Runde: Mit kreisenden Bewegungen rieben wir den trockenen Schwamm eine Minute lang kreisförmig in der Pfanne.

Stahlschwamm-Test: 1 Minute kreisförmig reiben, ohne Wasser
Stahlschwamm-Test: 1 Minute kreisförmig reiben, ohne Wasser.

Jamie Oliver überstand das – wie fast alle anderen Pfannen – ohne stumpf zu werden oder Schleifspuren zu hinterlassen. Ausgeschieden sind Kopf Alfons und Fissler Protect Alux Premium. Hier wurde die Beschichtung stumpf und eine Schleifspur sichtbar.

Nachteile

Am Griff können beide Tefal-Pfannen schlecht gereinigt werden. Nur mit einer winzigen Bürste kommt die Handwäsche in die tote Zone, wo der Griff an die Pfanne genietet ist. Auch der Gummigriff ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack.

Die Geschwindigkeit beim Aufheizen eines halben Liters Kaltwasser ist mit 93 Sekunden gut, aber eben nicht die Beste. Die Beka Energy brauchte nur 74 Sekunden.

Die Antihaftbeschichtung unseres Favoriten ist gut, Schulte-Ufer Charisma I und WMF PermaDur waren nur einen Tick kratzfester.

Tefal E94106 Gourmet im Testspiegel

Bratpfannentests gibt es nicht viele. Die Stiftung Warentest hatte den fast baugleichen Bruder unseres Testsiegers im Labor. Die Tefal E94106 Gourmet Series schafft es unter die besten drei (Test 03/2015):

»Den ersten Platz teilten sich drei Modelle – die günstige Tefal Gourmet Series für 55 Euro, die widerstandsfähige Gastrolux Biotan Plus für 109 Euro und die Protect Alux Premium von Fissler für 95 Euro.«

Alternativen

Kratzfest

Schulte-Ufer Charisma I

Test Bratpfanne: Schulte-Ufer Charisma i 28 cm
Beste Oberfläche im Test, schnelles Aufheizen, Temperaturanzeiger im Griff, prima Ergonomie.

Wer auf eine keramische Beschichtung aus ist, weil oft mit hohen Temperaturen scharf angebraten wird, dem empfehlen wir die Schulte-Ufer Charisma I.

Die Pfanne kostet in etwa so viel wie der Testsieger von Tefal, ist aufgrund ihres Aluminiumkörpers leichter (1,22 statt 1,44 Kilogramm) und dennoch solide und steif gefertigt. Die Aufheizdauer von 91 Sekunden für einen halben Liter Wasser ist die gleiche wie beim Testsieger.

Besonders hat uns die mächtig kratzstabile Oberfläche gefallen: Der trockene Stahlschwamm konnte ihr nichts anhaben, die Gabel erzeugte nur ganz dezente Kratzer. Aufgrund ihrer Ergonomie gefällt uns die Jamie-Oliver-Pfanne aber besser.

Schnell und leicht

Beka 13527284 Energy

Test beschichtete Bratpfanne: Beka 13527284 Energy
Kürzeste Kochzeit und leichteste Pfanne im Test, gute Ergonomie.

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Beka lieferte fast eine der günstigsten Pfannen für den Test. Dennoch erzielte sie die drittbeste Punktzahl in der Wertung.

Grund für unsere Begeisterung ist das ziemlich geringe Gewicht des Aluminiumkorpus von nur 1,05 Kilogramm. Dennoch sind Pfanne und Stiel verwindungsfest aufgebaut.

Der Griff kann mit einer Schraube nachgezogen werden. Die Ergonomie des Griffes ist gut.

Die Beka Energy erzielte mit 74 Sekunden im Kochtest das beste Ergebnis. Hier ist selbst der Testsieger mit 93 Sekunden abgeschlagen.

Die Kunststoffbeschichtung ist allerdings nur durchschnittlich gut und sollte nicht mit Temperaturen über 200 Grad belastet werden. Die Verwendung von Holz- oder Kunststoffpfannenwendern oder Löffeln ist Pflicht.

Außerdem getestet

Kunststoff (PTFE)

Die Tefal E94106 Gourmet Series ist das nahezu baugleiche Schwestermodell zum Testsieger. Einzig der Griff hat eine andere Form. Oberfläche, Optik und Qualität stimmen zu 100 Prozent überein. Für welches Modell man sich entscheidet, ist Geschmacksache.

Fissler Protect Alux Premium

Die Fissler Protect Alux Premium gehörte bei der Stiftung Warentest zu den drei erstplatzierten Pfannen, für uns aber nicht, denn die Oberfläche war durch Gabel und Stahlschwamm gleichermaßen angekratzt bzw. mit sichtbaren Schleifspuren versehen.

Die Aufheizdauer geht mit 100 Sekunden noch in Ordnung.

Zwilling Madura Plus

Die Zwilling 66299-286-0 Madura Plus überzeugte uns nicht vollends bei der Ergonomie. Hinzu kommen eine Unwucht am Rand und ein sehr langer Aufheizprozess von 131 Sekunden.

Die Oberfläche steht der des Testsiegers von Tefal allerdings in nichts nach.

Kopf Alfons

Test beschichtete Bratpfanne: Kopf Alfons Pfanne

Keine Preise gefunden.

Die Kopf Alfons hatte im Test die empfindlichste Oberfläche. Durch das niedrige Gewicht kommt die Ergonomie hingegen fast an den Testsieger heran. Anders verhält es sich aber bei der Verarbeitungsqualität, denn der Henkel verzieht das dünne Chassis deutlich.

Die Silit Secura hat einen rutschigen, runden Griff und lässt sich daher schlecht führen.

Im Test mit der Gabel blieben Kratzer sichtbar, den Stahlschwamm überstand sie aber ohne Spuren.

Schulte-Ufer Delicado

Die Schulte-Ufer Delicado aus Edelstahl hat leider auch einen rutschigen Stiel. Hinzu kommt die fehlende Tropfkante, tropffreies Abgießen ist bei dickflüssigen Inhalten nicht möglich. Wir raten von der Pfanne ab.

Keramik

Die 1,8 Kilogramm schwere WMF PermaDur war das Schwergewicht unter den elf getesteten Pfannen. Das sorgt für eine äußerst hohe Festigkeit der Alu-Pfanne.

Der Griff hat eine gute Ergonomie. Die Keramikbeschichtung gehört neben der von Schulte-Ufer Charisma I zu den widerstandsfähigsten im Test.

Rösle 13137

Test beschichtete Bratpfanne: Rösle 13137 Pfanne

Keine Preise gefunden.

Von der Rösle 13137 können wir nur abraten: Die Beschichtung erscheint ganz solide, doch was nützt das, wenn der Griff sich am Pfannenrand biegt?

Von einer soliden Pfanne können wir somit überhaupt nicht sprechen.

8
Kommentare

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Haupt Annelie
Haupt Annelie

Jamie Oliver hat bei uns schon nach einem Jahr Gebrauch (2-Personen-Haushalt) den größten Teil der Beschichtung verloren. Schade

Chris Stecker
Chris Stecker

Probieren Sie mal die neue MultiSpeed Pfanne, etwas teurer aber sehr schnell und keramikbeschichtet.

Wolfgang Marz
Wolfgang Marz

Gerhard Marz wir verwenden die Jamie Oliver Pfanne seit Jahren und sind sehr zufrieden, falls du mal eine gute suchst…

Torsten Ludwig
Torsten Ludwig

Wer gut kochen kann, der weiß, dass man mindestens 3 ganz unterschiedliche Pfannen aus unterschiedlichem Material und Größe braucht… 😉

Cordula Scholtes
Cordula Scholtes

Die besten Pfannen sind die der Marke WOLL!

Jörg Schurig
Jörg Schurig

Das dumme an beschichteten Pfannen ist,daß die Beschichtung mit der Zeit abgetragen und gegessen wird !
Aber mit einer gut behandelten geschmiedeten Eisenpfanne hat man auch eine „Antihaftbeschichtung“ !
Dummerweise halten die dann ein Leben lang,und man verkauft kaum noch welche!

Elisabeth Seiler
Elisabeth Seiler

Hab sie auch
Sind toll

Kurt Schmidt
Kurt Schmidt

Ja, die haben wir auch, gab es günstig bei Kaufland auf Bons. Unerreicht in Qualität ist jedoch die Marke WOLL – gibt es sehr günstig bei QVC !!