Die beste Bluetooth-Maus

Test: Bluetooth-Maus – Testsieger Logitech MX Anywhere 2

Die beste kabellose Maus für die meisten Menschen ist die Logitech MX Anywhere 2. Sie bietet ein gleichermaßen ergonomisches wie innovatives Bedienkonzept und steuert bei Bedarf bis zu drei unterschiedliche Geräte per Bluetooth oder USB-Adapter.

Update 11. November 2016

Wir haben drei neue kabellose Mäuse von Logitech unter die Lupe genommen. Unsere Empfehlung bleibt weiterhin die Logitech MX Anywhere 2. Vor allem die Logitech M720 Triathlon hat sich aber als durchaus veritable Alternative zu unserem Testsieger herausgestellt.

Weitere Updates anzeigen
Einklappen
6. September 2016

Logitech hat auf der IFA ein paar neue Mäuse vorgestellt, darunter eine „Silent Mouse“ ohne Klickgeräusch. Wir werden sie demnächst testen.

16. November 2015

Wir haben die neue Magic Mouse 2 von Apple getestet. Bis auf den nun eingebauten Akku bietet sie keine Veränderungen zum Vorgänger. Der Artikel wurde aktualisiert.

15. Oktober 2015

Apple hat mit der Magic Mouse 2 einen Nachfolger herausgebracht. Einzige Neuerung: die Magic Mouse 2 hat einen eingebauten Akku, der über ein Lightning-Kabel geladen wird. Wir werden die neue Maus sobald wie möglich testen.

Unser Testsieger liegt mit rund 80 Euro Straßenpreis zwar am oberen Ende dieser Preisskala, rechtfertigt dies aber mit einer hervorragenden Ergonomie, durchdachten Funktionen und flexiblen Einsatzmöglichkeiten.

Testsieger: Logitech MX Anywhere 2

Die MX Anywhere 2 des Schweizer Peripherie-Experten Logitech tritt die Nachfolge der langsam in die Jahre gekommenen Logitech Anywhere Mouse MX an, die schon fast ein Klassiker im Büroalltag ist. Aufgrund einer speziellen Technologie kann man die Maus auch auf extrem glatten und spiegelnden Oberflächen wie etwa Glastischen verwenden, bei denen die meisten anderen Mäuse das Handtuch werfen – daher das »Anyhwere« im Namen.

Gegenüber dem Vorgänger hat die MX 2 Anywhere einiges dazugelernt. So lässt sich die neue Maus erstmals nicht nur über den mitgelieferten Logitech Unifying-USB-Adapter am PC oder Mac anschließen, sondern kann auch ohne Dongle direkt per Bluetooth Verbindung aufnehmen.

Außerdem kann sich die Logitech MX 2 Anywhere mit bis zu drei unterschiedlichen Geräten gleichzeitig verbinden, der Wechsel erfolgt schnell und einfach über einen Taster an der Geräteunterseite. Neben PCs und Macs werden auch Android-Smartphones und Tablets sowie alle anderen Geräte unterstützt, die den Anschluss einer Bluetooth-Maus erlauben.

Das sorgt für deutlich mehr Flexibilität bei der Arbeit. Beispielsweise kann die Maus zuhause über den Unifiying-Adapter am Desktop-Rechner betrieben werden und unterwegs per Bluetooth mit einem Laptop. Zusätzlich lässt sich bei Bedarf ein weiteres Gerät steuern, beispielsweise ein Media Center PC oder eine Streaming-Box wie die Amazon Fire TV, sodass Medien und andere Inhalte bequem von der Couch aus gesteuert werden können.

Darüber hinaus bietet die Logitech MX Anywhere 2 noch eine Reihe von weiteren Besonderheiten. So verfügt die Maus über ein Scrollrad mit zwei unterschiedlichen Scroll-Modi, einen integrierten Akku und eine umfangreiche Software für Windows und Mac OS X, mit der sämtliche Einstellungen der Maus bis ins kleinste Detail angepasst werden können.

Tolle Ergonomie mit einem kleinen »Aber«

Die Logitech MX Anywhere 2 weist mit ihren schmalen Abmessungen und einem Gewicht von rund 100 Gramm ein schlankes Profil auf. Nichtsdestotrotz macht der Logitech-Neuling auch im Desktop-Einsatz eine gute Figur. Anders als ihre größere Verwandte, die Logitech MX Master, lässt sich die Logitech MX Anywhere 2 auch von Nutzern mit kleinen Händen sehr gut bedienen.

Das grundlegende Design der MX Anywhere 2 hat sich dabei im Vergleich zum Vorgänger kaum geändert. Die kompakte Maus schmiegt sich angenehm in die Hand und bietet ein angenehmes »Laufgefühl« auf vielen unterschiedlichen Oberflächen. Das geringe Gewicht der MX Anywhere 2 ist für Menschen mit großen Händen in den ersten Minuten vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber darauf stellt man sich schnell ein.

Das Scrollrädchen zwischen den beiden Maustasten liegt direkt unter den Fingerkuppen und lässt sich wahlweise mit einem gewissen Widerstand oder ohne bedienen, wobei letzteres vor allem für schnelle Bildläufe praktisch ist. Zusätzlich kann das Mausrad durch kippen nach links und rechts für horizontale Bildläufe genutzt werden – das klappt in der Praxis hervorragend.

Wer es gewohnt ist, das Mausrad als mittlere Maustaste zu nutzen, muss sich bei der Logitech MX Anywhere 2 umgewöhnen: Ein Druck auf das Mausrad schaltet bei ihr lediglich zwischen den beiden Scroll-Modi um. Doch Logitech hat hinter dem Rad einen weiteren Button platziert, der die Rolle des Mittelklicks übernehmen kann. Wer das nicht möchte, kann dem Zusatzknopf wie allen anderen Buttons der Maus aber auch eine andere Funktion zuweisen – beispielsweise Mausgesten. Durch Drücken der Taste und Bewegung der Maus lassen sich dann verschiedene Funktionen ausführen, etwa Wechsel zwischen Programmen oder Vergrößerung der aktuellen Ansicht. Das ist zwar nicht ganz so intuitiv wie die Gesten auf einem Laptop-Trackpad, aber wer viel am Bildschirm arbeitet kann mit solchen Gesten viel Zeit sparen und effektiver arbeiten.

Ergänzt werden die Bedienelemente der MX Anywhere 2 durch zwei seitlich angebrachte Tasten, die mit Daumen gedrückt werden können. Das ist praktisch für Aktionen wie die Vor- und Zurück-Navigation im Browser. Auch hier gilt: wen diese Tasten eher stören, der kann sie einfach deaktivieren.

Einziger Wermutstropfen: Die Daumentasten sind links angebracht und damit nur für Rechtshänder nutzbar, eine Variante für Linkshänder gibt es – wie bei den meisten kabellosen Mäusen – leider nicht.

Verbindungsfreudig

Die MX Anywhere 2 kommt mit einem Daumennagel-großen Unifying-Empfänger. Wird dieser winzige »Dongle« in einen freien USB-Slot am PC oder Mac gesteckt, kann die Maus nach wenigen Sekunden genutzt werden. Ein Treiber muss dazu weder unter Windows noch unter Mac OS X installiert werden. Lediglich für die Nutzung der erweiterten Konfiguration empfiehlt sich die Installation der Logitech-Software.

Neben der Maus kann der Empfänger noch mit bis zu fünf weiteren Unifying-Geräten Kontakt aufnehmen. So ließe sich beispielsweise gleichzeitig eine passende Funktastatur verbinden oder auch eine weitere Maus. Die Zuordnung der Geräte zum Empfänger bleibt auch dann erhalten, wenn dieser mit einem anderen Computer verbunden wird, was die Nutzung mit mehreren PCs erleichtert.

Das gleiche gilt für die Bluetooth-Funktionalität, die Logitech der MX Anywhere 2 spendiert hat. Die Maus kann Verbindung zu einem Bluetooth-fähigen Gerät aufnehmen und dieses ohne zusätzlichen USB-Dongle steuern. Das ist besonders bei Tablets und Laptops nützlich, weil dann kein USB-Port blockiert wird.

In der Praxis funktionieren beide Verbindungen reibungslos, Unterschiede in der Nutzung per Unifying-Empfänger und Bluetooth konnten wir nicht feststellen.

  Nächste Seite
Seite 1Testsieger: Logitech MX Anywhere 2
Seite 2Allrounder für Zuhause und unterwegs
Seite 3Alternativen und Fazit

Logitech MX Anywhere 2 Preisvergleich

Kommentare

Schreib den ersten Kommentar!

avatar
wpDiscuz