Die beste Bluetooth-Tastatur

Test: Bluetooth-Tastaturen - Alle Geräte im Test

Die beste Bluetooth-Tastatur ist die Logitech K380. Sie ist toll verarbeitet und vermittelt ein angenehmes Tipp-Gefühl, verbindet sich mit mehreren Geräten und hat ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Was will man mehr?

Update 25. August 2017

Wir haben Apples neues Magic Keyboard mit Ziffernblock getestet. Die Logitech K380 ist für uns weiterhin die beste Bluetooth-Tastatur.

Mit einer Tastatur muss man ja vor allem eins können – gescheit tippen. Und da gibt es mehr Unterschiede, als man auf den ersten Blick glauben möchte. Doch nicht nur für Schreibarbeiten sollte eine gute Tastatur zu verwenden sein, sondern auch fürs Gaming. Schließlich will man ja mit einer Tatstatur möglichst jeden Einsatzbereich abgedeckt haben.

Wir haben uns sieben Bluetooth-Modelle über mehrere Wochen hinweg genau angesehen und sowohl darauf geachtet, wie sie sich im Schreibeinsatz verhalten, als auch beim Spielen. Und natürlich mussten sie bei einem Mac genau so gut funktionieren wie bei einem Windows-PC.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Logitech K380

Test Bluetooth-Tastatur: Logitec K380
Gutes Schreibgefühl und auch mit mehreren Geräten zu betreiben – und das für einen guten Preis.

Im Dschungel der Bluetooth-Tastaturen setzt Logitech mit der K380 ein echtes Ausrufezeichen. Vor allem, wenn man mit der Tastatur mehrere Geräte ansprechen will, ist die K380 eine gute Wahl.

Aber auch wenn man sie nur an einem Gerät betreibt, überzeugt die Logitech K380 mit toller Verarbeitung, gutem Schreibgefühl und schickem Design. Unterm Strich bietet sie derzeit das mit Abstand beste Preis-Leistungsverhältnis.

Luxus-Upgrade: Logitech K810

Test Bluetooth-Tastatur: Logitech K810
Mit beleuchteten Tasten und integriertem Akku – aber teuer.

Mit der K810 bietet Logitech quasi die Luxus-Variante unseres Testsiegers an. Für mehr als das doppelte Geld gibt es belechtete Tasten und einen eingebauten Akku. Wer die Tastatur vor allem zum Arbeiten mit einem Mac verwenden will, der bekommt von Logitech sogar eine Tatstatur mit dem speziellen Mac-Layout angeboten.

Wem also fast 100 Euro für eine Tastatur nicht zu viel sind, der bekommt mit der K810 noch ein bisschen mehr als mit unserem Testsieger.

Vielseitig und mobil: Microsoft Universal Mobile Keyboard

Test Bluetooth-Tastatur: Microsoft Universal Mobile Keyboard
Punktet vor allem beim Einsatz mit Tablets und Smartphones.

Eine Bluetooth-Tastatur für unterwegs ist praktisch für Smartphones und Tablets. Wer so etwa sucht, ist mit dem Universal Mobile Keybaord von Microsoft am besten ausgestattet.

Man klappt die Tastatur einfach auf und im Deckel findet sich eine Rille, in die man die mobilen Geräte einstecken kann. Für den schnellen Laptop-Einsatz von Smartphone und Co. eignet sich das mobile Keyboard sehr gut. Als Desktop-Ersatz ist es allerdings nicht zu empfehlen.

Für Macs: Apple Magic Keyboard

Test Bluetooth-Tastatur: Apple Magic Keyboard
Arbeitet perfekt mit Macs zusammen, das Schreibgefühl überzeugte uns aber nicht ganz.

Wenn Sie ein Freund der Apple-Welt sind, dann ist das Magic Keyboard von Apple natürlich interessant, von dem es inzwischen auch eine Version mit Ziffernblock gibt.

Das Magic Keyboard hat den Vorteil, dass es auf Apples Betriebssystem zugeschnitten ist, was das Arbeiten deutlich erleichtert. Das Schreibgefühl ist auf dem sehr dünnen Keyboard zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, dafür ist die sehr flache Bauweise gut für strapazierte Handgelenke. Die Preise für die beiden Tastaturen von Apple sind allerdings gesalzen.

Vergleichstabelle

Unser FavoritLuxus-UpgradeVielseitig und mobilFür Macs
Modell Logitech K380 Logitech K810 Microsoft Universal Mobile Keyboard Apple Magic Keyboard Apple Magic Keyboard mit Ziffernblock CSL Tastatur Caseflex Bluetooth-Tastatur
Test Bluetooth-Tastatur: Logitec K380Test Bluetooth-Tastatur: Logitech K810Test Bluetooth-Tastatur: Microsoft Universal Mobile KeyboardTest Bluetooth-Tastatur: Apple Magic KeyboardBluetooth-Tastaturen im Test: Apple Magic Keyboard mit NummernblockTest Bluetooth-Tastatur: CSL TastaturTest Bluetooth-Tastatur: Caseflex Bluetooth-Tastatur
Pro
  • Mit mehreren Geräten kompatibel
  • Gut verarbeitet
  • Tolles Schreibgefühl
  • Eingebauter Akku und beleuchtete Tasten
  • Sehr gut für den mobilen Einsatz geeignet
  • Sehr flach
  • Auf andere Apple-Geräte abgestimmt
  • Sehr flach
  • Mit Nummernblock
  • Sehr günstig
  • Günstig
  • Erinnert optisch an das Magic Keyboard von Apple
Contra
  • Wenig Abstand zwischen den Tasten
  • Teuer
  • Als echter Tastaturersatz nicht geeignet
  • Flacher Tastenhub
  • Teuer
  • Flacher Tastenhub
  • Sehr teuer
  • Wirkt etwas klapprig
  • Tasten klappern beim Schreiben sehr
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt acht Bluetooth-Tastaturen über mehrere Wochen intensiv getestet. Dabei haben wir die Keyboards nicht nur mit einem Windows-PC und einem MacBook Pro verbunden, sondern auch mit mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones. Mit jeder Tastatur haben wir Tausende von Zeilen Text geschrieben und dabei die besonderen Eigenschaften der Keyboards notiert.

Außerdem haben wir die Tastaturen auch in besonderen Situationen getestet. Vor allem beim Gaming mussten die Keyboards beweisen, ob sie auch für actionreiche Spiele taugen. So haben wir unter anderem den schnellen Shooter »Doom« und das Action-Adventure »Batman: Arkham Knight« mit den verschiedenen Bluetooth-Keyboards gezockt. So macht Arbeit Spaß!

Test: Bluetooth-Tastaturen - Alle Geräte im Test

Erfreulich: Selbst bei den günstigsten Modellen kam es bei unseren Tests zu keinen größeren Verzögerungen bei der Texteingabe. Damit sind alle Tastaturen auch dazu geeignet, Spiele zu steuern. Profi-Gamer werden natürlich kabelgebundene Varianten bevorzugen, um den Input-Lag komplett zu eliminieren, die Ansprüche »normaler« Zocker stellen die getesteten Keyboards aber problemlos zufrieden.

Soll die Bluetooth-Tastatur im Wohnzimmer eingesetzt werden, haben wir ebenfalls gute Nachrichten: Erst ab Abständen von mindestens acht Metern zum Gerät kam es zu Aussetzern. Für die Steuerung eines Media-PCs oder einer Streaming-Box wie Amazons Fire TV vom Sofa aus taugen also alle Testkandidaten.

Test: Bluetooth-Tastaturen - Alle Geräte im Test
Größenvergleich: Microsoft, Logitech K810, Caseflex, Apple, Anker, CSL und Logitech K380.

Letzten Endes ist die Wahl der richtigen Bluetooth-Tastatur immer auch eine Frage der persönlichen Präferenz. Trotz unserer klaren Empfehlung sollte man eine Tastatur vor dem Kauf nach Möglichkeit selbst ausprobieren. Denn jeder hat unterschiedliche Vorlieben, wenn es um Aspekte wie Tastatur-Hub, Tastenabstand oder Anordnung der Sondertasten geht.

Allerdings verlangt ein Wechsel der Tastatur immer auch ein wenig Umgewöhnung. Im Idealfall sollten Sie sich mit der Tastatur Ihrer Wahl hinsetzen und einige Texte tippen, bevor Sie sich entscheiden.

Die perfekte Tastatur

Die Suche nach der perfekten Tastatur ist nicht nur für Vielschreiber von Interesse. Die Tastatur ist neben der Maus nach wie vor das wichtigste Eingabegerät – umso wichtiger ist die Wahl des richtigen Keyboards.

Wer seinen Schreibtisch von lästigen Kabeln befreien will, sucht nach einer Bluetooth-Tastatur – und findet ein riesiges Angebot. Wir haben uns durch die Masse der Bluetooth-Tastaturen gewühlt und anhand von Testberichten, Kundenbewertungen und Popularität die interessantesten ausgewählt und anschließend ausführlich getestet.

Immer mehr Keyboards bieten die Möglichkeit, sich nicht nur mit einem, sondern gleich mit mehreren Geräten zu verbinden. So zollen die Hersteller der Entwicklung Tribut, dass viele nicht nur einen PC oder Mac, sondern auch Smartphones, Tablets oder Wohnzimmer-Geräte wie Amazons Fire TV per Tastatur steuern möchten. Vor allem unser Testsieger kann hier punkten, denn Logitech hat bei der K380 gleich das komplette Tastenlayout für Windows und macOS untergebracht.

Leider fehlt allen getesteten Bluetooth-Keyboards ein Ziffernblock. Es gibt nur wenige Hersteller, die Bluetooth-Tastaturen mit integriertem Ziffernblock anbieten, außerdem sind separate Ziffernblocks mit Bluetooth erhältlich – wirklich überzeugt hat uns davon aber keins.

Während manche Bluetooth-Tastaturen auf integrierte Akkus und hohe Mobilität setzen, kommen andere mit Hintergrundbeleuchtung oder komplexen Treibern, über die zum Beispiel die Sondertasten angepasst werden können.

Die Tasten von Bluetooth-Tastaturen sind durchgehend eher flach und erinnern an Laptop-Tastaturen. Wer höhere Tasten bevorzugt, muss wohl oder übel zu Kabel-Tastaturen greifen. Alle Tastaturen im Test liegen zudem flach auf dem Schreibtisch auf, ausklappbare Ständer, wie sie viele Kabel-Vertreter bieten, finden sich im Testfeld nicht.

Testsieger: Logitech K380

Nach vielen tausend Tastenanschlägen legen wir uns fest: Die Logitech K380 ist die beste Tastatur für die meisten Menschen. Sie bietet einen hohen Schreibkomfort, verbindet sich mit bis zu drei unterschiedlichen Geräten und kostet nicht viel.

Unser Favorit: Logitech K380

Test Bluetooth-Tastatur: Logitec K380
Gutes Schreibgefühl und auch mit mehreren Geräten zu betreiben – und das für einen guten Preis.

Design und Verarbeitung

Die Logitech K380 hebt sich schon rein optisch von der Konkurrenz ab. Das liegt nicht nur daran, das die von uns getestete Variante zur Abwechslung mal im blauen Gehäuse daherkommt (es gibt sie aber auch in Grau), sondern vor allem auch an den Tasten: Anstelle der typischen rechteckigen hat die Logitech nämlich runde mit einer angenehmen konkaven Vertiefung.

Das gefällt uns für die Buchstaben-Tasten schon auf den ersten Blick gut, bei den Befehlstasten haben wir aber zunächst unsere Zweifel, ob sie nicht zu klein sind. Doch die zerstreuen sich schnell: auch wer ausgiebig mit Tastenkombinationen arbeitet, hat mit den runden Befehlstasten keine Probleme.

Logitech hat die Belegung der Befehlstasten übrigens sowohl für Windows als auch macOS aufgedruckt. Sobald die Tastatur via Bluetooth mit dem entsprechenden System verbunden wird, wechselt die Tastenbelegung entsprechend. Vor allem beim Test der Logitech K380 an Apples MacBook Pro war das eine große Hilfe, die den Wechsel zwischen den Systemen sehr vereinfachte.

Einen integrierten Akku bietet die Logitech K380 nicht. Stattdessen sollen die beiden mitgelieferten AAA-Batterien die Tastatur bis zu zwei Jahre lang mit Strom versorgen. Ob das stimmt konnten wir im Testzeitraum natürlich nicht überprüfen, wir vermuten aber, dass die Batterien bestenfalls bei wenig Gebrauch so lange halten. Alternativ kann man natürlich auch Akkus im AAA-Format einsetzen – das schont die Umwelt.

Mit einem Gewicht von rund 420 Gramm inklusive Batterien ist die Tastatur erstaunlich schwer, liegt dafür aber auch stabil auf dem Schreibtisch. Wer die Tastatur mit auf Reisen nehmen will, für den ist eine leichtere Tastatur aber womöglich eine bessere Wahl.

Anschlag und Tipp-Gefühl

Mit ihren geringen Außenmaßen nimmt die K380 vergleichsweise wenig Raum auf dem Schreibtisch in Anspruch. Trotz der kompakten Bauform haben die Tasten einen guten Abstand zueinander. Sowohl die Buchstabentasten als auch Alt-, Command-, Umschalt-Taste und Co. lassen sich komfortabel erreichen, Vertipper sind eine Seltenheit.

Die Tastatur hat einen überaus angenehmen Anschlag und vermittelt schon nach wenigen Minuten ein angenehmes Tipp-Gefühl. Der Tastenanschlag ist deutlich definiert, nichts klappert und auch eine Verzögerung bei der Eingabe können wir nicht feststellen.

Ich persönlich hätte mir zwar ein klein wenig mehr Abstand zwischen den Tasten gewünscht, aber das fällt unter »Geschmackssache«.

Bluetooth und Treiber

Das Aufwachen der Tastatur aus dem Standby-Modus samt Bluetooth-Verbindung geschieht bei allen getesteten Geräten nahezu verzögerungsfrei, die Logitech K380 ist da keine Ausnahme.

Der besondere Clou der K380 ist die Möglichkeit, sie via Bluetooth mit bis zu drei Geräten gleichzeitig zu verbinden. Über die farblich hervorgehobenen Tasten F1 bis F3 wechselt man zwischen den verbundenen Geräten, auf Wunsch geht das auch per Tastenkombination.

Das Wechseln geht fix, meistens ist die Tastatur nach weniger als zwei Sekunden am neuen Gerät einsatzbereit. Auch das Pairing der K380 klappt schnell und zuverlässig.

Damit ist die Logitech K380 die perfekte Tastatur für alle, die mit einer Tastatur mehrere Geräte steuern möchten. In unserem Test verrichtete die Logitech K380 ihren Dienst sowohl unter Windows und macOS als auch mit Android und iOS tadellos.

Gut gefallen hat uns auch die Treibersoftware Logitech Options. Die für PC und Mac erhältliche Systemerweiterung macht es möglich, die Belegung der Sondertasten auf der K380 zu ändern oder die Funktion der FN-Taste umzuschalten. So lassen sich beispielsweise die oberste Reihe der Tastatur wahlweise als Sonder- oder als klassische F-Tasten verwenden – nur wenige Tastaturen bieten diese Option.

Das einzige, was uns störte, war, dass die Logitech K380 kein Lämpchen in der Feststelltaste hat (caps lock), die darüber informiert, ob sie aktiviert ist. Das lässt sich aber per Treiberfunktion am Bildschirm einblenden.

Ansonsten überzeugt uns die Logitech K380 auf ganzer Linie, auch beim Gaming machte sie eine gute Figur. Was Logitech hier für unter 40 Euro bietet, ist wirklich überzeugend.

Logitech K380 im Testspiegel

Wir konnten nicht viele Testberichte zu Bluetooth-Tastaturen finden. Die wenigen, die sich mit der Logitech K380 beschäftigen, sind aber durchweg positiv.

Benjamin Blessing von RandomBrick lobt in seinem Test die hohe Flexibilität der Tastatur im Zusammenspiel mit mehreren Geräten:

»Sehr gut gefällt das Umschalten zwischen bis zu drei Bluetooth-Geräten per Tastendruck. Dass die Geräte auf unterschiedlichen Tasten platziert sind, ermöglicht ein beliebiges Springen von Gerät 1 auf 3 auf 2 und zurück. Wie der Logitech MX Master Testbericht zeigt, ist diese Funktion deutlich besser, als nur eine Taste zum Wechseln für alle drei Geräte.«

Auch das Schreibgefühl der Logitech K380 gefällt Blessing:

»Nach nur wenigen Minuten und einigen 100 Wörter habe ich mich sehr gut an die Tastatur gewöhnt. Für den Logitech K380 Testbericht sind beim Schreiben nicht mehr oder weniger Tippfehler als bei einer herkömmlichen Tastatur entstanden. Durch das Fehlen einer Handballenablage können die Hände beliebig unter der Logitech K380 platziert werden. Das flache Design sorgt dafür, dass die Handgelenke beim Schreiben nicht zu stark angewinkelt sind.«

Trotz fehlender Beleuchtung und der nicht gekennzeichneten Einstellung der Feststelltaste spricht Blessing der K380 eine Empfehlung aus.

Für David Carnoy von Cnet ist die Logitech K380 die derzeit beste Multi-Geräte-Tastatur auf dem Markt. Er lobt unter anderem die durchdachte Belegung der Tasten, die den Wechsel zwischen PC und Mac einfach macht. Insgesamt erhält das Keyboard gute vier von fünf Sternen. Im Fazit resümiert Carnoy:

»Logitech liefert hier eine echte Alternative für den Desktop. Ich würde nicht zögern, die Logitech-Tastatur dem teureren Apple Wireless Keyboard vorzuziehen, das nur mit Macs funktioniert.«

David Sanchez von GameCrate zeigt sich ebenfalls beeindruckt vom Logitech-Keyboard. Zwar kritisiert auch er die fehlende Beleuchtung der Tastatur – für ihn ist deshalb die Logitech K810 die bessere Wahl. Davon abgesehen ist Sanchez aber mit der K380 zufrieden:

»Die Logitech K380 ist eine großartige Bluetooth-Tastatur, die sich mit drei Geräten verbindet. Selbst wenn man das Feature nicht benötigt findet man hier eine perfekt verarbeitete und durchdacht designte Tastatur. Durch ihre Portabilität können Unterwegs-Arbeiter sogar ihren schweren Laptop zuhause lassen und mit dem Tablet im Café arbeiten.«

GameCrate vergibt im Test 8 von 10 Punkten für die Logitech K380.

Alternativen

Die Logitech K380 ist aus unserer Sicht die beste Bluetooth-Tastatur, wenn man sie entweder alleine oder abwechselnd zuhause mit einem PC, Mac, Fernseher oder einem mobilen Gerät benutzt. Aber es gibt auch Fälle, für die andere Tastaturen besser sind.

Luxus-Upgrade: Logitech K810

Test Bluetooth-Tastatur: Logitech K810
Mit beleuchteten Tasten und integriertem Akku – aber teuer.

Wer eine Bluetooth-Tastatur mit beleuchteten Tasten oder eingebautem Akku sucht, für den ist die Logitech K810 eine gute Wahl.

Die K810 ist gewissermaßen die Luxus-Version der K380. Das spiegelt sich auch im Preis wieder: die K810 kostet mehr als doppelt so viel wie unser Favorit.

Die Abmessungen der K810 sind ein wenig größer, der Tastenabstand damit etwas höher, was vor allem für Vielschreiber ein Pluspunkt gegenüber dem kleineren Modell sein kann.

Der Tastendruck ist ein wenig definierter und »leiser« als bei der K380. Obwohl das Schreibgefühl anders ausfällt als bei der kleineren Version fällt es uns schwer, einen direkten Favoriten zu bestimmen. Das Tippen macht auf beiden Logitech-Tastaturen Spaß, wir empfehlen daher: Am besten ausprobieren.

Der größte Unterschied zu unserem Favoriten ist die integrierte Tastaturbeleuchtung. Sie lässt sich in vier Stufen regeln und erlaubt auch Nicht-Zehn-Finger-Tippern im Dunkeln problemloses Arbeiten. Sehr schön: Die Beleuchtung schaltet sich per Näherungssensor ein. Sobald wir die Finger über die Tastatur bewegen, geht das Licht an. Auch ein Lämpchen für die Feststelltaste ist bei der K810 vorhanden.

Mit einem Gewicht von 330 Gramm und einem integrierten Akku, der per microUSB-Kabel Strom bezieht, ist die K810 außerdem eher reisetauglich. Der Akku hält bei voller Beleuchtung problemlos über eine Woche durch, ohne Beleuchtung ist sogar ein Monat und mehr drin.

Wie die K380 verbindet sich auch die K810 auf Wunsch mit drei Geräten, über die per Tastenkombination umgeschaltet wird.

Wer die K810 sowohl am Mac- als auch am Windows-Rechner benutzen will, muss sich an einem der beiden Systeme ein wenig umgewöhnen. Zwar lässt sich unter macOS die Belegung der Sondertasten »Alt«, »CMD« etc. über die Systemeinstellungen anpassen. Allerdings haben wir es mit der Windows-Version der Tastatur nicht geschafft, das »@«-Zeichen mit der Tastenkombination »Rechte-Alt + L« zu tippen, es funktionierte nur mit »Linke-Alt + L«.

Wer die Tastatur überwiegend am Mac benutzen möchte, für den bietet Logitech die Tastatur aber als Logitech K811 auch mit einem Mac-spezifischen Layout an.

Davon abgesehen konnten wir die K810 problemlos mit allen Systemen nutzen, sodass die Logitech K810 genauso vielfältig ist wie ihre günstigere Verwandte.

Wer auf Extras wie einen Akku und die Tastaturbeleuchtung wert legt und den höheren Preis nicht scheut, findet hier die beste Alternative zum Testsieger.

Vielseitig und mobil: Microsoft Universal Mobile Keyboard

Test Bluetooth-Tastatur: Microsoft Universal Mobile Keyboard
Punktet vor allem beim Einsatz mit Tablets und Smartphones.

Wer eine Bluetooth-Tastatur für unterwegs sucht, ist mit dem Universal Mobile Keyboard von Microsoft am besten bedient.

Das Microsoft-Keyboard ist eine mobile Bluetooth-Tastatur für Smartphones und Tablets. Dafür hat es einen aufklappbaren Deckel mit einer Rille, in der mobile Geräte Platz finden.

Das hat im Test hervorragend funktioniert, selbst Apples klobiges iPad 3 findet stabilen Halt im Deckel des Microsoft Universal Keyboards.

Doch den Deckel kann man auch abnehmen und frei auf dem Schreibtisch platzieren. So kann man das Keyboard auch als kabellose Tastatur fürs Laptop oder den Desktop-PC verwenden. Dabei beschränkt sich Microsoft nicht nur auf die Windows-Welt, via Kippschalter kann man zwischen der Tastenbelegung für Windows-, Apple- und Android-Geräten umzuschalten.

Ideal ist das Microsoft Universal Keyboard für alle, die ihre Mobilgeräte schnell zum Mini-Laptop umfunktionieren möchten. Als Desktop-Ersatz taugt es nur eingeschränkt. Denn durch die kompakten Außenmaße fallen die Tasten klein aus und liegen recht eng beieinander. Trotz der guten Verarbeitung und des angenehmen Tastenanschlags ist das Schreibgefühl vergleichbar mit einem kleinen 10-Zoll-Netbook und verlangt einige Umgewöhnung.

Energie holt sich das Universal Mobile Keyboard über einen microUSB-Port. Der integrierte Akku hält problemlos mehrere Wochen durch. Sollte er leer sein, verspricht Microsoft, dass schon 10 Minuten am Ladekabel genügen, um den leeren Akku für einen Arbeitstag fit zu machen. Da sich das Keyboard automatisch abschaltet, sobald der Deckel geschlossen wird, ist es auch davor geschützt, beim Transport sinnlos vor sich hin zu senden.

Allerdings berichten einige Kunden von Problemen mit dem Akku, der sich bereits nach kurzer Zeit nicht mehr laden ließ.

Es ist auch das einzige Keyboard im Test, das komplett auf eine F-Tastenreihe verzichtet. Stattdessen fungieren die Zifferntasten in Kombination mit der Taste »FN« als Ersatz. Das ist vor allem unter Windows ein Problem: Typische Tastenkombinationen wie »Alt+F4« zum Schließen von Programmen lassen sich so nur mit einiger Fingerakrobatik umsetzen.

Auf dem Schreibtisch bevorzugen wir daher die Alternativen von Logitech und Apple. Die durchdachte Deckelkonstruktion und das flexible Tastenlayout machen es aber perfekt für den Einsatz unterwegs.

Für Macs: Apple Magic Keyboard

Test Bluetooth-Tastatur: Apple Magic Keyboard
Arbeitet perfekt mit Macs zusammen, das Schreibgefühl überzeugte uns aber nicht ganz.

Wer überwiegend oder ausschließlich Apple-Geräte verwendet, für den ist natürlich die Bluetooth-Tastatur von Apple interessant. Apples Magic Keyboard ist im Vergleich zum Vorgänger nochmal ein gutes Stück dünner geworden. Außerdem hat Apple von Batterien auf einen integrierten Akku umgestellt. Der wird per Lightning-Kabel aufgeladen, das auch beim iPhone oder iPad zum Einsatz kommt. Eine Akkuladung hält mehrere Wochen, zumal Apple auf eine Tastaturbeleuchtung verzichtet hat.

Inzwischen hat Apple auch endlich eine Bluetooth-Tastatur mit Ziffernblock vorgestellt. Das Magic Keyboard mit Ziffernblock entspricht von Design und Tippgefühl dem Magic Keyboard und wird ebenfalls über Lightning-Kabel geladen.

Design und Verarbeitung sind wie immer bei Apple makellos, das Aluminium-Finish sieht zweifellos äußerst edel aus.

Der größte Vorteil von Apples Tastaturen ist aber, dass sie auf die Benutzung von Apples Betriebssystem zugeschnitten sind. So lassen sich die Sondertasten nutzen, um Funktionen wie Mission Control oder das Launchpad aufzurufen. Aber es gibt auch Tastaturen von Drittherstellern, die diese Tastenbelegung unterstützen.

Wir konnten das Apple Magic Keyboard auch relativ problemlos unter Windows verwenden. Die Sondertasten auf der F-Tastenreihe wie beispielsweise die Lautstärkerregelung erfüllen dann aber keine Funktion. Auch eine »Entfernen«-Taste zum Löschen von Text in Schreibrichtung gibt es traditionell beim Mac nicht, nur den »Backspace« zum Löschen entgegen Schreibrichtung. Wer das Löschen in die andere Richtung gewöhnt ist, muss die Tastenkombination »FN + Backspace« benutzen.

Außerdem muss das Keyboard für den Wechsel zwischen den Systemen zunächst ab- und dann wieder angemeldet werden. Das Gleiche gilt bei der Verbindung mit iPad und Co. Wenn man die Tastatur regelmäßig mit anderen Geräten nutzt, ist das umständlich.

Gut gefallen hat uns bei den beiden Apple Tastaturen, dass sie sehr flach gebaut sind. So muss man die Hände kaum anwinkeln, wenn die Handballen bequem auf dem Schreibtisch ruhen. Das vermindert die Anfälligkeit für das lästige Karpaltunnel-Syndrom.

Im Vergleich zum Vorgänger ist der Tastenhub durch die flache Bauweise aber auch ein gutes Stück kürzer, was wir im Test zunächst als gewöhnungsbedürftig empfanden. Nach einiger Zeit konnten wir aber auch mit dem neuen Apple Magic Keyboard zuverlässig und flott Texte auf den Schirm bringen.

Allerdings »klicken« die Tasten unseres Testmodells deutlich stärker als die der anderen Premium-Keyboards im Test. Das Schreibgefühl ist eher dem neuen, dünnen Macbook als dem der MacBook-Pro-Modelle nachempfunden, was nicht jedermanns Sache sein dürfte.

Und dann wäre da noch der hohe Preis. Bei Logitech gibt’s für weniger Geld beleuchtete Tasten dazu. Wer gänzlich auf Apple setzen will, für den gibt es keine Alternative. Alle anderen fahren mit einer der Logitech-Varianten besser.

Außerdem getestet

In unserem Test haben wir uns auch einige günstige Bluetooth-Tastaturen angesehen, die teilweise für 20 Euro oder weniger zu haben sind. Getestet haben wir drei Modelle von CSL und Caseflex und Anker, das inzwischen nicht mehr verfügbar ist.

Den günstigen Preis merkt man den Billig-Keyboards leider sofort an: Sie sind im Vergleich zu den teureren Modellen deutlich klappriger. Auch ein Pairing von mehreren Geräten bieten sie nicht. Zudem ist es ein wenig Glückssache, wie Windows oder macOS mit den Befehlstasten der Tastaturen umgehen. Die Möglichkeit, das Verhalten der Sondertasten via Treiber anzupassen, gibt es bei ihnen nicht.

Doch auch die Spar-Tastaturen konnten problemlos eine stabile Bluetooth-Verbindung zu verschiedenen Geräten herstellen. Bei keinem Testgerät kam es zu merklichen Aussetzern, weder im Office- noch im Gaming-Betrieb. Auch die Verbindung der Tastaturen mit Smartphones und Tablets klappte durchgehend ohne Probleme.

Anders als bei den teureren Modellen dauerte es bei den günstigen aber, wenn die Tastaturen aus dem Standby-Modus geweckt wurden – zuweilen einige Sekunden, was im Alltag ziemlich nerven kann.

CSL Tastatur

Die Bluetooth-Tastaturen von Anker und CSL sind praktisch baugleich, lediglich die Tastenbelegung ist bei CSL auf macOS, bei Anker auf Windows-Systeme ausgelegt.

Beide sind mit rund 170 Gramm und vergleichsweise kleinen Abmessungen kompakt und eignen sich damit vor allem für den Einsatz unterwegs. Ein Pluspunkt ist der integrierte Akku der via microUSB-Anschluss geladen wird. Mit einer Akkuladung halten die beiden dünnen Tastaturen problemlos mehrere Wochen durch, sodass sie durchaus auch für Reisen geeignet sind.

Caseflex Bluetooth-Tastatur

Das mit rund 16 Euro sehr günstige Caseflex-Keyboard erinnert auf den ersten Blick an Apples Magic Keyboard, hat aber bei weitem keine so gute Verarbeitungsqualität. Das Thema »Klappern« macht sich auch bei den Tasten bemerkbar, allzu angenehm schreibt es sich auf Dauer nicht auf der günstigen Tastatur.

Einen Akku bietet die Caseflex-Tastatur nicht, die (nicht mitgelieferten) AAA-Batterien hielten den rund dreiwöchigen Testzeitraum aber problemlos durch.

Als Zweit-Tastatur für den Wohnzimmer-PC oder um unterwegs schnell eine E-Mail oder einen kurzen Text auf dem Smartphone oder Tablet zu tippen, genügen die preiswerten Bluetooth-Keyboards. Als Ersatz für die PC- oder Mac-Tastatur kommen sie unserer Meinung nach aber nur in Betracht, wenn das Budget extrem knapp bemessen ist. Schließlich kostet unser Favorit nur ein paar Euro mehr.

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