Die beste Bridge-Kamera

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Bridge-Kamera Test: Panasonic Fz2000
Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht

fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.

Die beste Bridge-Kamera ist die Panasonic Lumix FZ2000. Sie besitzt einen relativ großen Bildsensor und ein hochwertiges Objektiv mit großem Zoombereich. Mit ihrer extrem umfangreichen Ausstattung begeistert sie Fotografen und Videofilmer gleichermaßen. In einigen Punkten noch sogar einen Tick besser sind die ähnlich ausgestatteten Konkurrenten Sony RX10 III und Sony RX10 IV. Alle drei Kameras sind eine echte Alternative zu Spiegelreflex- oder Systemkameras. Das bessere Preis-Leistungsverhältnis bietet aber die Panasonic FZ2000.

Update 20. März 2019

Panasonic hat mit der Lumix FZ1000 II das Nachfolgemodell der bei uns als „gut & günstig“ empfohlenen FZ1000 vorgestellt. Mit zahlreichen verbesserten Ausstattungsmerkmalen rückt sie dabei unserem Testsieger FZ2000 auf die Pelle, ohne diesen zu übertreffen. Zudem liegt die unverbindliche Preisempfehlung der ab März 2019 erhältlichen FZ1000 „Mark II“ dort, wo derzeit der Marktpreis der FZ2000 liegt, sodass die Neuvorstellung derzeit zumindest auch kein Preis-Leistungs-Tipp ist. Wir werden die FZ1000 II demnächst testen und beobachten, wie sich deren Marktpreis entwickelt. Derzeit ändert sich an unseren Empfehlungen nichts.

Bridge-Kameras sind mit ihren fest eingebauten Zoom-Objektiven eine gute Wahl für alle, die nicht ständig ein ganzes Arsenal an Objektiven mit sich herumschleppen wollen, aber doch nah an die Bildqualität von Spiegelreflex- und Systemkameras kommen möchten.

Wir haben uns die wichtigsten Modelle für Sie angesehen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Panasonic Lumix FZ2000

Panasonic Lumix DMC-FZ2000
Sehr ausgewogene Kamera für Fotografen und Videofilmer, dabei noch bezahlbar.

Wenn Sie eine möglichst gute Alternative für eine System- oder Spiegelreflexkamera suchen, ist eine Bridge-Kamera genau das Richtige für Sie. Sowohl für Fotografen als auch für Videofilmer bietet die Panasonic Lumix FZ2000 praktisch alles, was das Herz begehrt. Im Vergleich zu den auch sehr guten Sony-Kameras haben die Panasonic-Bridge-Kameras das bessere Preis-Leistungsverhältnis. Deshalb ist die FZ2000 für uns die beste Bridge-Kamera, die man zur Zeit kaufen kann.

Wenn Geld egal ist

Sony DSC-RX10 IV

Die RX10-Baureihe von Sony besteht aus mittlerweile vier Modellen. Allen gemeinsam ist die exzellente Gehäusequalität, die noch ein gutes Stück über der von Panasonic liegt. Auch technisch sind wenigstens die beiden Spitzenmodelle der Baureihe, die Sony DSC-RX10 III und insbesondere die DSC-RX10 IV vom Allerfeinsten. Das schlägt sich allerdings extrem im Preis nieder. Mit rund 1.700 Euro ist die RX10 IV ziemlich genau doppelt so teuer wie unser Testsieger. Wenns aufs Geld nicht ankommt ist die All-in-One-Kamera Sony RX10 IV aber ganz sicher ein Traum aus Design, Verarbeitung und Leistung.

Gut & günstig

Panasonic Lumix FZ1000

Panasonic Lumix DMC-FZ1000
Die kleine Schwester unseres Testsiegers macht ihre Sache auch gut und kostet weniger.

Das kleinere Schwestermodell unseres Testsiegers, die Panasonic Lumix FZ1000, ist eine gute Alternative für alle, die auf das eine oder andere Ausstattungsmerkmal verzichten können und rund 200 Euro sparen möchten: Ihr Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls gut. Etwas kleiner und leichter ist die FZ1000 im Vergleich zu ihrer großen Schwester auch, was viele begrüßen werden. Aber sie bietet etwas weniger Weitwinkel, weniger Tele, keine eingebauten Neutraldichtefilter und nicht so ausgefeilte Video-Funktionen. Da fällt die Entscheidung nicht leicht.

Vergleichstabelle

Unser FavoritWenn Geld egal istGut & günstig
Modell Panasonic Lumix FZ2000 Sony DSC-RX10 IV Panasonic Lumix FZ1000 Panasonic Lumix FZ1000 II Sony DSC-RX10 III Sony DSC-RX10 II Sony DSC-RX10
Panasonic Lumix DMC-FZ2000Test Bridge-Kamera: Sony DSC-RX10 IVPanasonic Lumix DMC-FZ1000Bridge-Kamera Test: Panasonic Lumix Dc Fz1000 Ii [foto Panasonic] Mm0hwiSony DSC-RX10 IIISony DSC-RX10 IITest: Bridge-Kamera: Sony DSC-RX10
Pro
  • Großer 20x Zoombereich
  • Super Ausstattung für Videos
  • Sehr großer 25x Zoombereich
  • Lichtstarkes Objektiv
  • Extrem schnell
  • Sehr hochwertiges Gehäuse
  • Großer 16x Zoombereich
  • Gute Ausstattung
  • Günstiger Preis
  • Großer 16x Zoombereich
  • Sehr gute Ausstattung
  • Sehr großer 25x Zoombereich
  • Lichtstarkes Objektiv
  • Sehr hochwertiges Gehäuse
  • Sehr lichtstarkes Objektiv
  • Sehr hochwertiges Gehäuse
  • Sehr lichtstarkes Objektiv
  • Sehr hochwertiges Gehäuse
Contra
  • Relativ groß und schwer
  • Extrem teuer
  • In fast allen Punkten etwas schlechter als der Testsieger
  • Teuer
  • Nur 8,3x Zoom
  • Keine 4K-Videos
  • Nur 8,3x Zoom
Bester Preis
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Was ist eine Bridge-Kamera?

Als Bridge-Kamera bezeichnet man Kameras mit fest eingebautem Objektiv, die leistungsmäßig die Brücke – daher der Name – zwischen (kleinen) Kompaktkameras und Systemkameras bilden. Typische Ausstattungsmerkmale sind umfangreiche manuelle Einstellmöglichkeiten, die auch fortgeschrittene Benutzer zufriedenstellen, und ein Blitzschuh, der die Benutzung von Aufsteckblitzgeräten ermöglicht.

Anders als früher gehört heute auch ein Objektiv mit einem großen Brennweitenbereich mit zu den Ausstattungsmerkmalen einer Bridge-Kamera. Damit einher geht eine gewisse Baugröße. Klein und leicht sind heutige Bridgekameras also nicht, dafür umso leistungsfähiger.

Bridge-Kameras decken mit ihrem fest eingebauten Zoomobjektiv alle Brennweiten ab

Gegenüber einer Systemkamera mit Wechselobjektiven bieten Bridge-Kameras den Vorteil, dass sie alle Brennweiten in einem fest eingebauten Zoomobjektiv abdecken. Im Vergleich zu einer Systemkamera mit mehren Objektiven sparen Bridge-Kameras also durchaus Gewicht und sind auch günstiger. Nachteilig gegenüber Systemkameras ist die kleinere Sensorgröße und damit einhergehend im direkten Vergleich eine etwas schlechtere Bildqualität (vor allem bei wenig Licht). Für die meisten Anwender ist die Bildqualität einer Bridge-Kamera, insbesondere wenn diese einen Bildsensor in 1 Zoll Größe hat, aber allemal gut genug.

Was ist mit Superzoom-Kameras?

Natürlich gibt es noch weitere Alternativen. Zumal der Typ »Bridge-Kamera« nicht immer einfach abzugrenzen ist und sich im Laufe der Zeit auch verändert. Bevor es die großen (und guten) Bridge-Kameras mit 1-Zoll-Sensor gab, von denen hier bisher die Rede war, zählte man ganz eindeutig auch gut ausgestattete, zoomstarke Kameras mit kleinerem Sensor dazu.

Heute wären wir geneigt, diese eher als Superzoom-Kameras zu bezeichnen, denn ihr Haupt-Vorteil liegt darin, dass die Zoomfaktoren immer spektakulärer werden: 50-, 60- und 83-fach Zooms kann man da sehen und neuerdings sogar ein 125-fach-Zoom mit sagenhaften 3.000 mm Kleinbild-Telebrennweite (3 Meter!). So etwas war vor einiger Zeit noch undenkbar, geht aber nur mit einem (kleineren) 1/2,3 Zoll großen Bildsensor, der aber in Sachen Bildqualität nicht an die 1-Zoll-Sensor-Kameras heranreichen kann.

Insofern bauen diese Zoom-Riesen unserer Meinung nach eben keine Brücke zu den Systemkameras und sind demnach kaum noch Bridge-Kameras, sondern eine ganz eigene Kategorie. Wenn Sie Interesse an Extrem-Zooms haben, schauen Sie sich diese einmal an: Sony DSC-HX400VPanasonic Lumix DC-FZ82, Nikon Coolpix P900Nikon Coolpix P1000.

Bridge-Kamera Test: Panasonic Fz2000

Unser Favorit: Die Panasonic FZ2000

Die Lumix FZ2000 verdient ihren Spitzenplatz durch hervorragende Allround-Eigenschaften und einer exzellenten Ausstattung zu einem mittlerweile moderaten Preis. Die FZ2000 kam Ende 2016 zum Preis von 1.250 Euro auf den Markt, das ist natürlich nicht wirklich günstig. Mittlerweile ist ihr Verkaufspreis im Handel aber auf rund 850 Euro abgesackt – und davon ist sie wirklich jeden Cent wert.

Unser Favorit

Panasonic Lumix FZ2000

Panasonic Lumix DMC-FZ2000
Sehr ausgewogene Kamera für Fotografen und Videofilmer, dabei noch bezahlbar.

Die Lumix FZ2000 ist so groß wie eine mittelgroße Systemkamera und fast 1 Kilogramm schwer. Dafür hat ihr Objektiv einen riesigen Zoombereich von 24 bis 480 mm Kleinbild-equivalenter Brennweite, also ein 20fach-Zoom mit recht guter Lichtstärke und mit sehr viel Weitwinkel und extrem viel Tele.

Wer einen solchen Brennweitenbereich mit einer Systemkamera abdecken wollte, müsste mehrere Objektive mit sich herumtragen und natürlich auch fleißig die Objektive wechseln. Das möchte nicht jeder und deshalb gibt es Kameras wie die Panasonic Lumix FZ2000.

Hochwertige Verarbeitung und viel Ausstattung

Die Kamera hat einen 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixeln. Dieser Sensor-Typ ist bei Kompaktkameras ziemlich »in Mode«, weil diese Größe eine bessere Bildqualität ermöglicht, als es mit kleineren Sensoren möglich ist. Der Nachteil, wenn man so will, ist dass die Objektive auch entsprechend größer sein müssen und damit die ganze Kamera. So kommt die FZ2000 auf ihre 1 Kilo Lebendgewicht und ihre recht stattliche Größe.

Tolle Bildqualität dank 1-Zoll-Sensor

Die Bildqualität rechtfertigt dies aber auf jeden Fall. Tatsächlich hätte sich keine Kamera mit einem kleineren Sensor für den Titel der besten Bridge-Kamera qualifizieren können. Vor ein paar Jahren vielleicht. Heute aber nicht mehr. Dass wir später dennoch kurz auf einige Modelle mit kleinerem Sensor hinweisen, hat nur drei Gründe: Den Preis, die Baugröße und noch extremere Brennweiten.

Bridge-Kamera Test: Panasonic Fz2000

Die Panasonic Lumix FZ2000 fühlt sich insgesamt etwa so an wie eine Systemkamera, z. B. die Panasonic Lumix G81, und bedient sich auch so. Sie liegt gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Als markanter Unterschied wäre der für Kompaktkameras typische Zoomhebel am Auslöser zu nennen. Gezoomt werden kann aber auch (elektromotorisch) per Zoomring am Objektiv.

Bei Aufnahmen insbesondere im Telebereich hilft der im Objektiv eingebaute hochwirksame Bildstabilisator gegen Verwackelungen. Und das Objektiv hat übrigens eine Besonderheit: Schaltet man die Kamera ein fährt das Objektiv aus seinem Objektiv-Tubus in die Betriebsstellung heraus und verändert seine Länge dann im Betrieb nicht mehr. Das Zoomen und das Scharfstellen erfolgt dezent und leise komplett innerhalb des Objektivs.

Fest eingebaut (auch eine Besonderheit) ist ein mehrstufig schaltbarer Neutraldichtefilter (ND-Filter). Der erfreut nicht nur Videofilmer, sondern auch Fotografen können damit tolle Effekte erzielen und sparen sich den Kauf mehrerer ND-Filter, die man normalerweise vor das Objektiv schraubt.

Auch für Videofilmer perfekt

Apropos Video: Die FZ2000 ist im Grunde zur Hälfte Fotokamera und zur anderen Hälfte Videokamera. Wie kaum eine andere Bridge-Kamera bietet sie Ausstattungsmerkmale, die Video-Filmer glücklich machen. Dazu zählen Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss, manuelle Ton-Aussteuerung sowie unbegrenzt lange Videoaufzeichnungen (bei vielen Fotokameras ist die ununterbrochene Aufnahmedauer aus zollrechtlichen Gründen auf knapp 30 Minuten begrenzt).

Eine Bridge-Kamera, die auch Video-Filmer glücklich macht

Die Kamera filmt zudem in hoher 4K-Auflösung nicht nur im üblichen 16:9-UHD-Seitenverhältnis mit bis zu 30 Bilder/s, sondern auf Wunsch auch in »Cinema-4K« mit 17:9-Seitenverhältnis mit 24 Bildern/s. Die Kamera beherrscht Zeitraffer und Stop-Motion.

Über den HDMI-Ausgang kann ein externer Recorder ein 10-Bit-Signal abgreifen und Profis können per kostenpflichtigem Lizenzcode (ca. 90 bis 100 Euro) sogar eine V-LOG L Videoaufzeichnung nachrüsten (das ist für Videos so etwas wie Raw-Dateien bei Fotos). Es gibt Leute, die kaufen die Lumix FZ2000 nicht zum Fotografieren, sondern zum Filmen.

Aber auch beim Fotografieren bietet die Kamera praktisch alles, was das Herz begehrt. Ihr Autofokus ist rasend schnell und sie schafft sieben Bilder pro Sekunden mit und zwölf Bilder ohne Autofokus-Nachführung. Bei auf 8,3 Megapixel abgesenkte Auflösung (so genannte 4K-Fotofunktion) sind es sogar 30 Bilder/s. Eine Pro-Burst-Funktion hält dabei auch schon immer einige Aufnahmen vor der eigentlichen Auslösung im Pufferspeicher, sodass beim Auslösen dann garantiert das richtige Bild mit auf der Speicherkarte landet.

Der Monitor der FZ2000 ist hochauflösend (1 Mio. Bildpunkte), dreh- und schwenkbar und bietet Touchscreen-Funktion. Noch höher löst der elektronische Sucher auf (2,36 Millionen Bildpunkte), bietet ein kontrastreiches Bild und auch Brillenträger kommen damit gut zurecht. Wie es sich für eine solche Kamera gehört, hat die FZ2000 nicht nur ausgefeilte Automatik-Funktionen, sondern praktisch alles lässt sich irgendwie beeinflussen manuell einstellen. Entsprechend komplex kann die Bedienung sein. Wer sich das (noch) nicht zutraut, nutzt einfach die Automatiken.

Tatsächlich gibt es an der Panasonic Lumix FZ2000 fast nichts zu meckern. Manch einer wünscht sich, gerade angesichts der tollen Video- und Serienbild-Funktionen eine längere Akku-Laufzeit. Ein zweiter (Wechsel-)Akkus löst das Problem. Und ja, recht groß und schwer ist sie. Sie liegt dabei aber gut in der Hand und ihr 20-fach-Zoomobjektiv ersetzt einen ganzen Koffer voll Wechselobjektive.

Panasonic Lumix FZ2000 Testspiegel

In Tests kommt die FZ2000 überwiegend sehr gut weg. Kritisiert wird häufig die im Telebereich und bei offener Blende im extremen Weitwinkelbereich abfallende effektive Auflösung. Beides sind Zugeständnisse an den sehr großen Brennweitenbereich.

Im fotoMagazin-Vergleichstest liefert die Kamera ihre höchste Auflösung bei Blende 5,6 und ISO 125. Im Telebereich fällt die Auflösung merklich ab, im Weitwinkelbereich ist sie bei offener Blende deutlich geringer, Das Bildrauschen bleibt bis ISO 1600 gut, die Bildauflösung sinkt ab ISO 400. Bei Ausstattung und Geschwindigkeit liegt die Kamera vorne und sichert sich so den Testsieg mit einem sehr gut.

Laut digitalkamera.de-Test spielt die Kamera in der Ausstattungsoberliga mit, und das nicht nur im Fotobereich. Die Bildqualität ist für die Größe des Aufnahmesensor sehr gut, Bildrauschen tritt erst ab ISO 2400 auf. Im Fazit heißt es:

»Die Bildqualität liegt auf sehr hohem Niveau, obwohl das Objektiv im Telebereich an Auflösung verliert. Bei der Ausstattung gibt es keine halben Sachen und die Kamera bietet dem Foto- und Videografen eine sehr breite und gleichzeitig eine große Tiefe der Funktionen.«

ColorFoto schreibt zur FZ2000:

»Die Panasonic Lumix DMC-FZ2000 kommt dem Fotografenwunsch nach der eierlegenden Wollmilchsau schon ziemlich nahe. Die universelle Verwendbarkeit bezahlt man aber mit hohem Gewicht. […] Beim Fotografieren fällt eine insgesamt zu weiche Abstimmung auf. Wen das stört, der kann zu RAW wechseln. […] Für Viele dürfte das lange Tele der entscheidende Kaufgrund sein. Doch in der Tele-Stellung sinkt die Auflösung.«

Der Kameratest aus dem test-Spezial vom Juni 2017 von Stiftung Warentest bescheinigt eine Bildnote von 2,3 bei gutem Licht, befriedigend bei wenig Licht. Ausstattung und Videofunktionen werden gelobt. Insgesamt erreicht die Kamera ein gutes Endergebnis. Das Fazit der Warentester:

»Gute sehr große hoch­wertige Kompakt­kamera mit starkem Zoom, sehr gutem elektronischen Sucher, manuellen Funk­tionen und Netz­werk­funk­tion.«

Die Website slashCAM.de richtet sich speziell an Videofilmer und hat die FZ2000 ebenfalls getestet und schreibt:

»Die universellen Talente der Panasonic DMC-FZ2000 glänzen vor allem bei der FullHD-Aufnahme. Nur hier kommen das extrem universelle Objektiv, die kombinierte Bildstabilisierung und der 200 Mbits-Codec voll zur Geltung. […] Die FZ2000 ist somit in erster Linie für 4K-Filmer interessant, die vor allem den gebotenen Zoombereich nutzen wollen.«

Alternativen

Wenn Geld egal ist

Sony DSC-RX10 IV

Als direkte Konkurrenten zur FZ2000 muss man natürlich die RX10-Baureihe von Sony sehen. Diese umfasst mittlerweile 4 Modelle, die sich extrem ähnlich sehen, und aufeinander folgend immer weiter entwickelt wurden. Die neueste ist die Sony RX10 IV von 2017. Diese stellt definitiv den Stand der Technik bei den 1-Zoll-Sensor-Kameras dar, nicht nur von Sony sondern generell. Entsprechend ist sie der FZ2000 in einigen Punkten überlegen (die RX10 IV ist auch fast ein Jahr jünger als die FZ2000).

Das 24-600mm-Objektiv bietet noch mehr Tele, ohne dass am Weitwinkel-Ende etwas verloren ginge, und dabei ist das Objektiv der Sony noch lichtstärker als das der Panasonic. Ein echtes Sahnestück also! Zusätzlich kann man im Telebereich noch dichter ans Motiv heran, was bei Makroaufnahmen prima ist.

Die Sony RX10 IV ist zudem ein Serienaufnahmen-Monster: Sagenhafte 24 Fotos in voller Auflösung schafft die Kamera pro Sekunde und das hält sie fast 10 Sekunden durch. Danach sind 221 JPEG-Aufnahmen im Pufferspeicher, die anschließend auf die Speicherkarte geschrieben werden (das dauert dann allerdings 1,5 Minuten).

Alle Modelle der RX10-Serie haben ein großzügiges Status-Display auf der Oberseite der Kamera; sowas ist normalerweise gehobenen Systemkameras vorbehalten. Dazu sind die Verarbeitungsqualität und die Bedienelemente der RX10-Serie noch edler als bei der FZ2000. Aber die RX10 IV ist auch viel, viel teurer. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt satte 1.999 Euro, effektiv muss man immer noch rund 1.700 Euro für das gute Stück zahlen, also genau doppelt so viel wie für die FZ2000.

Gut & günstig

Panasonic Lumix FZ1000

Panasonic Lumix DMC-FZ1000
Die kleine Schwester unseres Testsiegers macht ihre Sache auch gut und kostet weniger.

Die nächste echte Konkurrenz zur Panasonic FZ2000 kommt ebenfalls aus dem Hause Panasonic und ist deren Vorgängermodell, das Panasonic weiterhin im Programm hält. So kann der Hersteller zwei verschiedene Preispunkte abdecken und erreicht mit der Lumix FZ1000 Käufer, die nur rund 600 Euro ausgeben möchten.

Für dieses Geld bietet die FZ1000 einen tollen Gegenwert. Der Zoombereich ist nur wenig kleiner als beim Testsieger, aber immer noch sehr groß (25 bis 400 mm) und die Lichtstärke genauso gut. Die Foto- und Video-Ausstattung ist nicht ganz so umfangreich, die Serienbildgeschwindigkeit langsamer.

Die technischen Eckwerte stellen die meisten Anwender mehr als zufrieden und mit ihrem Preis liegt sie in einer Region, wo es sonst Kameras mit deutlich kleineren Sensoren und schlechterer Bildqualität antrifft. Deshalb ist die FZ1000 unser Preis-Tipp.

Was gibt es sonst noch?

Panasonic Lumix FZ1000 II

Panasonic hat mit der Lumix FZ1000 II mittlerweile das in vielen Punkten verbesserte Nachfolgemodell der FZ1000 vorgestellt. 4K-Videos können nun auch mit der europäischen PAL-Version mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, bei FullHD sind es 60 Bilder/s. Der Vergrößerungsfaktor des Suchers ist ein wenig größer und der LCD-Monitor löst rund 25 % feiner auf. Zudem wurde der Pufferspeicher vergrößert, sodass mehr Serienbilder zwischengespeichert werden können, bevor sie auf die Speicherkarte geschrieben werden. Auch Bluetooth ist nun mit an Bord, wie es sich für eine Kamera aus dem Jahr 2019 gehört.  Das hört sich alles sehr gut an! Testgeräte werden frühestens Ende März 2019 zur Verfügung stehen, wenn die Kamera auf den Markt kommt. Die unverbindliche Preisempfehlung der LX1000 II liegt allerdings genau dort, wo aktuell der Marktpreis des noch besser ausgestatteten größeren Schwestermodells FZ2000 liegt. Derzeit raten wir also entweder zur FZ2000 (top) oder der älteren LX1000 (günstig).

Die Sony DSC-RX10 III ist eine Generation älter (von 2016) als die oben beschriebene RX10 IV und das gleiche tolle Objektiv wie diese (ebenfalls 24-600 mm). Sie ist zwar nicht so rekordverdächtig schnell wie die »Mark IV«, schafft aber immer noch beachtliche 14 Serienbilder pro Sekunde. Allerdings hat sie weder Bluetooth noch einen Touchscreen (sondern einen normalen Monitor ohne Touch-Funktion). Dafür ist sie aber mittlerweile deutlich günstiger (etwa 1.200 Euro) und kann dadurch auch ein gute Alternative sein.

Aus dem Jahr 2015 stammt die Sony DSC-RX10 II, die im Gegensatz zu ihren beiden neueren Schwestermodellen ein 24-200mm-Objektiv besitzt, dass allerdings über den gesamten Brennweitenbereich eine für ein Zoomobjektiv sehr hohe Lichtstärke von F2,8 bietet. Für alle Fotografen, die nicht extrem viel Tele brauchen, ist so ein Brennweitenbereich normalerweise mehr als ausreichend. Vom Objektiv abgesehen ist die »Mark II« mit der »Mark III« identisch, d. h. sie beherrscht auch schon 4K-Videos und schnelle Serienbilder, hat aber nicht den Touchscreen und die Bluetooth-Funktion der »Mark IV«. Dafür rückt die ebenfalls edel verarbeitete RX10 II in den bezahlbaren Bereich von rund 900 Euro.

Die Sony DSC-RX10 war 2013 die erste Kamera der Baureihe und damals die erste Bridge-Kamera mit 1 Zoll großem Sensor und wird weiterhin angeboten. In Sachen Design und Verarbeitung unterscheidet sie sich nicht von ihren neueren Schwestermodellen. Zwar ist sie mit etwas über 600 Euro bezahlbar, aber technisch aus heutiger Sicht nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Beispielsweise bietet sie kein 4K-Video. Wem das egal ist, bekommt mit der RX10 (»Mark I«) eine gute, edel verarbeitete Bridge-Kamera mit einem hochwertigen 8,3-fach Zoom, dass den wichtigsten Brennweitenbereich von 24 bis 200 Millimeter durchgehend lichtstark abdeckt.

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Kommentare

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Editor
Editor

Wo ist die FZ1000 schlechter. Ah ja in fast allen Punkten..nur in der Bildqualität ist sie besser als die FZ2000. Sie ist auch schneller. Aber gut, dass es nur irgendein Bericht ist. Zum Filmen hat die FZ2000 ohne Zweifel Vorteile.

chris
chris

eine wirklich ausführliche und gute Beschreibung der FZ2000, wie man sie selten so bekommt. Als Nutzer dieses Modells weiß ich das zu schätzen und bin auch sehr zufrieden; die RX10-Reihe hat übrigens keinen vollbeweglichen Bildschirm, der auch nur eingeschränkt berührbedienbar ist. Was ich mir für die FZ2000 wünschen würde, wäre eine stufenlose Abblendbarkeit bei Änderung der ISO-Zahl beim Videofilmen.

Drangenstein
Drangenstein

Die Bildqualität der Lumix FZ 1000 ist jedenfalls weit besser als bei der 2000er

Frank
Frank

Hallo liebe Redaktion,
bis wann erscheint denn nun das update über
„Die beste Bridge-Kamera“?
Ich bin dabei, mir eine Bridge-Kamera aus zu suchen. Ein aktueller Test wäre sehr hilfreich. Herzlichen Dank.
Frank

Redaktion
Redaktion

Hallo Frank,
es tut uns leid, dass wir hier noch kein Update haben. Das Thema-Bridge-Kameras ist schwierig, hier tut sich wie auch bei günstigen DSLRs und DSLMs nur sehr wenig. Wir werden erst einmal die anderen Kamera-Tests aktualisieren. Kurz: es wird – leider – noch eine Weile dauern, bis wir einen neuen Test zu Bridge-Kameras machen können.

Dieter von der Heide
Dieter von der Heide

Schauen Sie einmal bei Graham Houghton nach. Der erklärt alles zu Panasonic Bridge Kameras auf seinem Blog und bei YouTube. Viel ausführlicher als ein Test es beschreiben könnte.

Hans
Hans

Der Artikel ist wirklich gut geschrieben. Für mich sind die wichtigsten Informationen zusammengetragen.
Noch besser wäre, wenn zu Beginn das Erscheinungsdatum und ggf. zusätzlich das Updatedatum stehen würde.

Ela
Ela

Das letzte Update ist von Januar 2016. Inzwischen gibt es die Lumix FZ2000 und die Sony RX10 IV – ist die Lumix FZ1000 noch immer die beste Bridgekamera?

Redaktion
Redaktion

Der Test ist in der Tat nicht mehr aktuell. Wir werden alle Kamera-Tests in den nächsten Wochen aktualisieren.

Olaf
Olaf

Ja. Zumindest gilt dies offenbar in Bezug auf die FZ2000, deren Abbildungsleistung gemäß etlicher vorhandener Tests deutlich schwächer geraten ist. Da reißen es Verbesserungen im Detail wie z.B. ein Touchscreen im Verhältnis wohl nicht heraus. Hinzu kommt der exorbitant höhere Preis des Nachfolgers.

Editor
Editor

Ja. Ist sie sogar in 2019 (2 Jahre später) noch, wenn man den Preis mit einrechnet.