Dachbox Test: Dachboxen April2022 Aufmacher
test
Letzte Aktualisierung:

Die beste Dachbox

Wir haben 9 Dachboxen getestet. Die beste für die meisten ist die Thule Motion XT. Sie ist schnell montiert, beidseitig zu öffnen, einfach zu handhaben und in verschiedenen Größen und Farben erhältlich. Als Alternative empfehlen wir die Kamei Fosco 420 – keine andere Dachbox lässt sich schneller befestigen. Wer es noch stabiler und hochwertiger will, greift zur deutlich teureren Thule Vector mit Innenbeleuchtung und Filzverkleidung. Als kompakte Dachtasche zum Falten eignet sich die Fischer Dachbox.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 21. September 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

Update Info-Service

Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Selbst Besitzer von Kombis oder Vans kennen das Problem: Wenn es mit der Familie in den Urlaub geht, ist der Kofferraum häufig schon voll, bevor überhaupt alle Koffer, Spielsachen und Sportgeräte verstaut sind. Wohin also mit all dem Gepäck?

Retter in der Not sind Dachboxen, die auf den Querträgern befestigt werden und je nach gewähltem Modell ganz schön was von der Urlaubs-Fracht aufnehmen. Alternativ bietet der Fachhandel sogenannte Rucksäcke bzw. Taschen für das Dach an, die sich zusammenfalten lassen und wenig Platz in der Garage beanspruchen.

Wir haben insgesamt 9 Dachboxen und -taschen zu Preisen zwischen 70 und 1.500 Euro getestet und erklären Ihnen, worauf Sie beim Kauf und Beladen achten sollten. Entscheidend war für uns im Test nicht das Volumen der einzelnen Boxen. Fast alle Modelle sind nämlich in unterschiedlichen Größen erhältlich. Diese führen wir jeweils für Sie auf.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Thule Motion XT M

Test Dachbox: Thule Motion XT M
Bei der Thule Motion XT M passt alles: Montage, Handhabung und Stabilität sind vorzüglich.

Einfach zu öffnen und zu schließen, unproblematische Montage und kein echter Kritikpunkt: Mit der Thule Motion XT M werden auch lange Urlaubsfahrten zum entspannten Erlebnis. Ob man die Box von links oder rechts belädt, spielt keine Rolle. Für den Fall der Fälle bietet der schwedische Hersteller eine umfangreiche Ersatzteilliste an.

Auch gut

Kamei Fosco 420

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420 Klein
Die Kamei Fosco 420 lässt sich in Rekordzeit auf dem Dach montieren. Es dauert keine Minute, und das Einladen kann beginnen.

Schneller als die Kamei Fosco 420 lässt sich keine andere Dachbox installieren, nach weniger als einer Minute ist der 420-Liter-Reisebegleiter auf dem Dach befestigt. Zur Ausstattung gehören Anti-Rutschmatten und drei Spanngurte. Das Handling der Box ist unkompliziert, das Öffnen und Schließen gelingt problemlos von zwei Seiten.

Wenn Geld egal ist

Thule Vector M

Test Dachbox: Thule Vector M
Extrem stabil, beleuchtet, schnell befestigt und mit Filz ausgekleidet: Die Thule Vector M erfüllt Premium-Ansprüche!

Bei der Thule Vector M handelt es sich um eine absolute Premium-Dachbox. Sie ist teuer, aber hervorragend verarbeitet und extrem stabil, das Öffnen und Schließen des verstärkten Deckels gelingt mühelos. Zudem punktet die Box durch einen ausgezeichneten Befestigungsmechanismus, sie ist innen beleuchtet und mit Filz ausgelegt. Natürlich ist die Vector von beiden Seiten zugänglich.

Gut & günstig

Fischer Dachbox

Test Dachbox: Fischer Dachbox
Zusammengefaltet braucht die Fischer Dachbox in der Garage kaum Platz. Auf dem Fahrzeug macht dieser Auto-Rucksack einen stabilen Eindruck.

Wer in der Garage kaum Stauraum hat, keine riesige Dachbox benötigt und sich über ein zusätzliches Ladevolumen von 270 Litern freut, findet in der Fischer Dachbox eine pfiffige Lösung. Dieser faltbare Auto-Rucksack wird sicher auf den Querträgern verstaut, ist wasserdicht und lässt sich einfach packen und entladen. Die maximale Traglast der KFZ-Tasche liegt bei ordentlichen 50 Kilogramm.

Vergleichstabelle

Unser FavoritThule Motion XT M
Auch gutKamei Fosco 420
Wenn Geld egal istThule Vector M
Gut & günstigFischer Dachbox
Farad Marlin 680
Menabo Diamond 500
ArtPlast BA320
Sailnovo 466L Faltbare Auto Dachkoffer
Cartrend G3 Reef 580
Test Dachbox: Thule Motion XT M
  • Schnell zu montieren
  • Von zwei Seiten zu öffnen
  • Gut verarbeitet
  • 5 Jahre Garantie
  • Viele Ersatzteile
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420 Klein
  • Extrem schnell zu montieren
  • Von zwei Seiten zu öffnen
  • Gut verarbeitet
  • 6 Jahre Garantie
Test Dachbox: Thule Vector M
  • Extrem stabil
  • Schnell zu montieren
  • Beleuchtung
  • Von zwei Seiten zu öffnen
  • Mit Filz verkleidet
  • 5 Jahre Garantie
  • Teuer
Test Dachbox: Fischer Dachbox
  • Preiswert
  • Einfache und stabile Montage
  • Gut zugänglich
  • Wasserdicht
  • Kein Diebstahlschutz
  • Begrenztes Platzangebot
Test Dachbox: Farad Marlin 680
  • Riesiges Platzangebot
  • Einfache Montage
  • Von zwei Seiten zu öffnen
  • 5 Jahre Garantie
  • Voll beladene Box lässt sich teilweise nicht ganz einfach schließen, weil Scharniere blockieren
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Menabo Diamond500
  • Einfache Montage dank T-Nut-System
  • Ordentlich verarbeitet
  • Nur von einer Seite zu öffnen
  • Zum Öffnen und Schließen etwas Kraftaufwand erforderlich
Test Dachbox: VDP ArtPlast BA320
  • Preiswert
  • Schlechte Montage
  • Befestigungslöcher müssen selbst durchstoßen werden
  • Keine Befestigungsmöglichkeiten für Spanngurte
  • Verschluss wenig überzeugend
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Sailnovo Dachbox
  • Sehr kleines Packmaß
  • Preiswert
  • Sicherheitsbedenken wegen Montage
  • Wasser dringt in Tasche ein
  • Materialqualität nicht überzeugend
Test Dachbox: G3 Reef 580
  • Recht preiswert
  • Wenig Fahrgeräusche
  • Kratzfeste Außenhaut
  • Von zwei Seiten zu öffnen
  • Fummelige Montage
  • Befestigungslöcher müssen selbst durchstoßen werden
  • Wenig Crashsicherheit
  • Öffnet sich beim Bremsen
Produktdetails einblenden
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Autodach
Für Sportler wie Skifahrer eignen sich andere Dachboxen als für Reisen mit der ganzen Familie.

Mehr Stauraum für die Reise: Dachboxen im Test

Dachboxen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe. Hier kann man zwischen Modellen mit einem Fassungsvermögen von rund 300 bis 680 Liter wählen. Wichtig sind auch die Form und die Innenraumgestaltung bzw. Aufteilung einer Dachbox.

Welche Arten von Dachboxen gibt es?

Gepäckboxen gelten als Universaltalente – die größten Modelle sind so breit und hoch konzipiert, dass hier nicht nur Koffer und Rucksäcke, sondern auch Kinderwägen oder kleine Kinderfahrräder verstaut werden können.

Dachboxen für Skier und Surfbretter

Skiboxen sind entsprechend lang (2,30 bis 2,35 Meter) und eher flacher geformt, damit hier Abfahrt- bzw. Langlaufski in speziellen Halterungen sicher ihren Platz finden. Auch Stöcke und Skischuhe lassen sich problemlos verstauen.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Skihalter
Thule bietet für seine Dachboxen einen speziellen Skiträgeradapter an.

Ebenso sind spezielle Dachboxen erhältlich, die sich optimal für Snowboards, Surfbretter oder die Golfausrüstung eignen. Vor dem Kauf sollte man sich deshalb überlegen, ob man eine Allround- oder eine Spezialbox benötigt.

Wie werden Dachboxen befestigt?

Dachboxen werden auf den Querträgern des Fahrzeugdachs montiert. Diese sogenannten Grundträger müssen Autobesitzer in der Regel separat erwerben und gehören nicht zur Serienausstattung eines Neufahrzeugs. Während sich die meisten Hersteller ihre Originalträger ordentlich bezahlen lassen, sind die Querverstrebungen von Drittanbietern oft deutlich günstiger. Hier müssen Sie vor der Anschaffung unbedingt checken, welches System Sie benötigen.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Dachträger
Für fast jedes Fahrzeug gibt es Dachträger zum Nachrüsten – hier ein Relingträger von Fischer.

Unterschieden werden Dachträger für Fahrzeuge mit Dachreling, mit Regenrinne, mit T-Nut und mit Fixpunkten, die sich meistens unter kurzen Kunststoffleisten verstecken. Erhältlich sind Querträger aus Aluminium und Stahl. Generell gilt: Diese dürfen seitlich nicht über das Auto hinausragen.

Metallbügel oder Krallensystem

Hat man sich die passenden Dachträger besorgt, muss man sich damit beschäftigen, wie die Dachbox auf diesen montiert wird. Ganz klassisch aus früheren Zeiten erfolgt auch heute noch die Befestigung in vielen Fällen mit Metallbügeln. Diese haben eine U-Form und werden von unten über den Querträger durch Löcher bzw. Schlitze in die Dachbox geführt und hier festgeschraubt. Die Bügel müssen breit genug sein, damit sie über die Querträger passen. In ganz seltenen Fällen sind die Löcher in der Box falsch positioniert, dann muss man notfalls zum Werkzeug greifen und selbst welche bohren.

Thule-Boxen beispielsweise setzen auf ein spezielles Krallensystem. Die Krallen werden geöffnet, auf die Dachträger gelegt und dann durch einen Drehmechanismus in der Box geschlossen. Dieser Mechanismus erspart Zeit und erlaubt eine schnellere Montage als mit Metallbügeln.

Das T-Nut-System ist sehr praktisch

Wer Dachträger mit integrierter T-Nut besitzt, kann zusätzlich auf zwei verschiedene Montage-Arten setzen. Bei der simpleren Variante werden T-Nut-Adapter – eine Art Metallschraube mit Metallplatte statt Schraubenkopf – in die Nut eingeführt. Die Dachbox wird von oben auf die Adapter gesetzt und festgeschraubt.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 T Nut
Dachträger mit T-Nut erlauben eine komfortable und sichere Befestigung der Dachbox.

Kamei hat entsprechende T-Nut-Adapter bereits unterhalb der Dachbox integriert. Diese werden im vorderen und im hinteren Träger in die Schiene eingeführt, anschließend schiebt man die Box in die Mitte des Fahrzeugdachs. Jetzt werden in der Box lediglich noch vier Spannhebel aus Kunststoff umgelegt, schon ist die Dachbox gesichert und fertig montiert.

Welche Vor- und Nachteile haben Dachkoffer?

Dachkoffer bzw. Dachrucksäcke haben eines gemeinsam: Sie lassen sich nach dem Gebrauch zusammenfalten und benötigen in der Garage nur einen Bruchteil des Stauraums einer Dachbox. Das ist praktisch für alle, die nicht wissen, wo sie eine Box verstauen sollen.

Während in der Regel zwei Personen benötigt werden, um eine Dachbox zumindest auf das Fahrzeug zu heben, schafft dies bei einem Dachkoffer meistens eine Person alleine. Das Gewicht ist geringer, die Maße sind kleiner. Wer am Urlaubsort ohne den zusätzlichen Ballast herumfahren möchte, kann einen Dachkoffer notfalls mit ins Hotelzimmer oder in die Ferienwohnung nehmen. Mit einer Dachbox hat man schlechte Karten.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Dachkoffer Costway
Dachkoffer wie dieses Modell von Costway (schluckt 425 Liter) lassen sich problemlos verstauen.

Bezüglich des Volumens ziehen Dachrucksäcke gegenüber Dachboxen jedoch den Kürzeren, letztere sind in deutlich größeren Varianten erhältlich und sind zudem deutlich stabiler. Nach einem Dauerregen kann es schon mal passieren, dass eine nicht ganz so hochwertige Dachtasche innen nass wird. Darüber hinaus bieten Boxen mit Schlössern einen besseren Diebstahlschutz.

Finaler Punkt: Dachboxen haben mitunter einen besseren Befestigungsmechanismus als entsprechende Kofferlösungen. Sie bieten damit bei extremen Bremsmanövern und Unfällen eine höhere Sicherheit.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Fahrt
Achtung: Kontrollieren Sie, wie schwer Sie Ihre Dachbox beladen dürfen. Berücksichtigen Sie unbedingt die Dachlast Ihres Fahrzeugs.

Wie schwer darf eine Dachbox sein?

Das Gewicht der Dachbox ist nur ein Aspekt, den Sie beachten müssen: Die beiden anderen sind die Zuladung und das Gewicht der Dachträger. Addieren Sie alle Werte und kontrollieren Sie, ob das Ergebnis die maximale Dachlast Ihres Fahrzeugs übersteigt. Die Dachlast gibt an, wie viel Zuladung Sie insgesamt auf Ihr Dach packen dürfen.

Denken Sie an die Dachlast Ihres Fahrzeugs

Den entsprechenden Wert finden Sie nicht im Fahrzeugschein. Hier ist lediglich das zulässige Gesamtgewicht des Autos vermerkt. In der Bedienungsanleitung hingegen muss die maximale Dachlast stehen. Die meisten Dachboxen erlauben eine Zuladung zwischen 50 und 75 Kilo.

Beträgt die maximale Dachlast beispielsweise 100 Kilo, so ziehen Sie hiervon das Gewicht der Box und das der Träger ab – jetzt wissen Sie, wie viel Sie höchstens zuladen dürfen (natürlich nicht mehr, als die Dachbox verträgt). Boxen wiegen in der Regel zwischen 15 und 30 Kilo, Dachträger 4 bis 8 Kilogramm.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Ladung
Die schwersten Gegenstände sollten möglichst mittig und weit unten in einer Dachbox verstaut werden.

Worauf müssen Sie beim Beladen einer Dachbox achten?

Durch eine Dachbox verändert sich der Schwerpunkt eines Autos. Versuchen Sie deshalb nach Möglichkeit, schwere Gegenstände im Fahrzeug selbst zu verstauen. Beladen Sie Ihre Dachbox zunächst mit den größten und längsten Gegenständen wie Skier, Snowboard oder Surfbrett. Alles, was verhältnismäßig schwer ist, sollte möglichst mittig und in Bodennähe der Box verpackt werden.

Jacken, Kissen und Schuhe dienen zum Auspolstern von Zwischenräumen, eignen sich aber auch für den vorderen Teil der Dachbox, um ein Verrutschen der weiter hinten befindlichen Gegenstände zu verhindern.

Zurren Sie Ihre Ladung fest

Falls Ihre Dachbox innen Ösen hat: Verzurren Sie schweres Equipment mit einem Spanngurt. Bei einer Vollbremsung kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die Ladung verrutscht und die Box durchschlägt. Ähnliche Szenarien hat der ADAC in Crashtests mit Dachboxen erlebt.

Auch wenn Ihre Dachbox verschlossen ist: Wir empfehlen Ihnen, einen Spanngurt oder Gummi-Expander um die Box zu legen, um ein Öffnen auf der Autobahn zu verhindern. Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig, ob die Dachträger und die Box fest montiert sind.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Bmw
Durch Dachboxen steigert sich durch den höheren Luftwiderstand der Spritverbrauch spürbar. (Foto: TÜV SÜD AG)

Welche Nachteile hat eine Dachbox?

Wer mit einer Dachbox unterwegs ist, verbraucht deutlich mehr Sprit. Der ADAC hat einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von 18 Prozent ausgemacht. Selbst nur mit Querträgern und ohne Dachbox steigt der Spritverbrauch auf 100 Kilometern um rund 0,4 Liter.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Spritverbrauch
Für zehn Dachboxen hat der ADAC den Mehrverbrauch bei 130 Stundenkilometern ermittelt.

Grundsätzlich gibt es vom Gesetzgeber keine Vorgabe, wie schnell man mit einer Dachbox höchstens fahren darf. Automobilclubs und Hersteller empfehlen jedoch, eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer nicht zu überschreiten.

In Parkhäusern wird es eng

Vorsicht im Straßenalltag, wenn Sie mit einer Dachbox unterwegs sind. Parkhäuser und die eigene Garage haben sich schon oft als heimtückische Falle erwiesen. Ermitteln Sie deshalb unbedingt Ihre Fahrzeughöhe mit Box, damit Sie wissen, wo Sie einfahren dürfen.

Das reine Fahrverhalten eines Autos ändert sich mit Dachbox übrigens kaum. Der ADAC hat bei Brems- und Ausweichtests keine Auffälligkeiten festgestellt. Je nach Box müssen Sie allerdings mit lauteren Windgeräuschen leben.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Offen
Dachboxen, die sich von beiden Seiten öffnen lassen, sind besonders praktisch.

Hierauf müssen Sie beim Kauf einer Dachbox achten

Größe, Zuladung, Gewicht und Montage-Mechanismus sind die ersten Aspekte, mit denen Sie sich vor dem Kauf beschäftigen müssen. Während eine kleine Box auf einem großen SUV gerne mitreisen darf, haben Sie mit einer 680-Liter-Box auf einem Fiat 500 wahrscheinlich nicht nur ein optisches Problem.

Nach Möglichkeit sollten Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie gut eine Box verarbeitet ist, ob der Deckel sicher schließt, wie simpel sich dieser öffnen lässt und wie leichtgängig das Schloss funktioniert. Billige Dachboxen sind hier im Handling mitunter etwas hakelig. Und nichts ist nerviger, als wenn man am Urlaubsort nicht mehr an sein Gepäck herankommt.

Sehr praktisch sind Dachboxen, die sich von beiden Seiten öffnen lassen. So ist man beim Be- und Entladen deutlich flexibler. Hilfreich sind zudem Ösen im Innenraum, um das Gepäck fest zu verzurren. Auch Antirutschmatten leisten hier gute Dienste.

Ebenfalls sollten Sie checken, wie der Boden und generell der Innenraum einer Box gestaltet sind. Ist dieser einfach nur eben und glatt oder verhindern kleine Vertiefungen, dass Taschen und Co. in der ersten Kurve wahllos herumfliegen?

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Motion Xt M

Testsieger: Thule Motion XT M

Mit der Thule Motion XT M dürfte für viele Autofahrer die Urlaubsreise mit der Familie deutlich angenehmer werden. Die Box schluckt viel Gepäck, lässt sich einfach montieren und kann auch qualitativ punkten. Außerdem hat Thule auf eine aerodynamische Bauweise geachtet und das Heck abgeschrägt, damit die Heckklappe nicht so leicht gegen die Box schlagen kann.

Unser Favorit
Thule Motion XT M
Test Dachbox: Thule Motion XT M
Bei der Thule Motion XT M passt alles: Montage, Handhabung und Stabilität sind vorzüglich.

Das schwedische Unternehmen gibt auf seine Dachboxen 5 Jahre Garantie, also auch auf die Thule Motion XT M. Käufer haben bei diesem Modell die Qual der Wahl, denn zur Auswahl stehen unterschiedliche Größen und Farben. Speziell die Größe ist entscheidend. Unser Tipp: Kaufen Sie lieber eine Nummer größer. So gehen Sie auf Nummer sicher, das Auto entspannt und stressfrei zu beladen.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Motion Xt M Deckel
Ob rechts oder links ist egal, die Thule-Box lässt sich beidseitig öffnen.

Größen und Farben

Die von uns getestete Motion XT M hat ein Fassungsvermögen von 400 Liter. Die Außenmaße der 17,5 Kilo schweren Box betragen 175 x 86,5 x 46 Zentimeter, innen kommt die Thule auf 164 x 76 x 40 Zentimeter. Für Skifahrer könnte die Länge möglicherweise etwas knapp werden, Thule zufolge dürfen diese höchstens 1,55 Meter lang sein.

Sport-Version lässt noch Platz für ein Fahrrad

Besser geeignet für Wintersportler sind wahrscheinlich die XT L (450 Liter, Innenmaße 182 x 80 x 36 Zentimeter) oder die XT XL mit einem Volumen von 500 Litern und den Innenmaßen 200 x 80 x 38 Zentimeter, hier dürfen die Ski schon 200 Zentimeter lang sein. Die Top-Version ist die Motion XT XXL mit 610 Litern Volumen. Auf 222 x 84 x 41 Zentimetern finden auch 2,15 Meter lange Bretter Platz. Farblich stehen Schwarz und Titan, jeweils glänzend, zur Auswahl. Zusätzliche Boxen-Varianten sind die Thule Motion XT Alpine (450 Liter) und die schmale XT Sport (300 Liter), die auf dem Dach noch Platz für einen Fahrradträger lässt.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Motion Xt M Verschluss
Die Befestigungsrädchen lassen sich nach vorne und hinten schieben. Über sie öffnet man das Krallensystem der kleinen Greifarme.

Die Montage

Die Thule Motion XT-Dachboxen verfügen über das praktische PowerClick-Schnellbefestigungssystem. Dieses ist mit nahezu allen am Markt erhältlichen Dachträgern kompatibel. Die Querstreben auf dem Autodach können in einem Abstand zwischen 56 und 93 Zentimeter platziert werden. Bei der Montage der Dachbox ist bei Kombis und Vans natürlich darauf zu achten, dass sich die Heckklappe noch problemlos öffnen lässt.

Bevor die Box von zwei Personen auf die Dachträger gelegt wird, sollte man bereits am Boden über die vier Befestigungsrädchen die Greifarme des Krallensystems öffnen. Sollten die Position von Box und Trägern noch nicht optimal aufeinander abgestimmt sein und die Krallen die Querstreben nicht umschließen, so kann man jede Klaue um bis zu 15 Zentimeter nach vorne und hinten schieben, ohne die Box zu bewegen. So ist das Feintuning schnell abgeschlossen.

Drehmoment passt automatisch

Liegen die kleinen Greifzangen über den beiden Dachträgern, dreht man die Befestigungsrädchen fest. Die integrierte Drehmomentanzeige meldet per Klickgeräusch und verrät, wenn die Box ordnungsgemäß montiert ist. Ein Überdrehen ist somit ausgeschlossen. Mit zwei Personen haben wir bei der Erstmontage der Motion XT M keine fünf Minuten benötigt.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Motion Xt M Montage
Fertig montiert umschließen die Krallen des PowerClick-Schnellbefestigungssystems die Dachträger.

Der Innenraum

Der Innenraum der Motion XT besteht aus Kunststoff, eine Filzverkleidung findet man nur bei der deutlich teureren Thule-Box Vector. Praktisch: Die Oberfläche ist nicht komplett plan, sondern strukturiert mit Vertiefungen und einzelnen Lamellen. So wird verhindert, dass das Gepäck allzu leicht hin- und herfliegt.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Motion Xt M Innen
Insgesamt sechs Metallhaken ermöglichen das sichere Verzurren des Gepäcks.

Zugänglich ist die Dachbox von beiden Seiten. Mitgeliefert werden drei Spanngurte. Diese lassen sich an den insgesamt sechs Metallhaken befestigen, um die Ladung zu sichern.

Wer seine Ski nicht einfach so in der Box verstauen möchte, sollte von Thule den separaten Skiträgeradapter erwerben. Dieser ist in unterschiedlichen Längen optimal auf die jeweiligen Boxengrößen angepasst und ermöglicht eine geordnete Aufbewahrung der Ski. Außerdem ist er als Trennelement verwendbar.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Motion Xt M Schloss
Schloss und Schließmechanismus der Motion XT können vollauf überzeugen.

Handling

Die Thule Motion XT wird mit zwei Schlüsseln ausgeliefert. Der schwedische Hersteller setzt auf das sogenannte SlideLock-System mit getrennter Schließ- und Öffnungsfunktion, welches den Deckel automatisch verriegelt und anzeigt, wenn die Box sicher verschlossen ist. Der Verschlussbalken rastet nur ein, wenn der Deckel korrekt auf der Bodenwanne aufliegt. Außerdem lässt sich der Schlüssel nur abziehen, wenn die Motion XT ordnungsgemäß verriegelt ist.

Zum Öffnen muss man den Verschlussbalken betätigen und den Deckel nach oben drücken. Das klappte im Test problemlos. Der Kunststoff ist relativ verwindungssteif, kann aber in puncto Stabilität mit der Thule Vector nicht mithalten, die noch robuster ist. Das Scharniergestänge der Motion-Box ist hochwertiger als das der meisten Mitbewerber, und die Deckelheber haben genug Kraft, um den Deckel jederzeit sicher oben zu halten. So wird ein versehentliches Schließen verhindert, während man die Box packt oder entlädt.

Die schwarz eingefärbten Griffe sind ausreichend stark dimensioniert, um den Deckel nach unten zu ziehen bzw. nach oben zu drücken. Im Test punktete die Thule durch ein ausgezeichnetes Handling ohne nervige Hakler.

Fazit

Die Thule Motion XT ist die perfekte Dachbox. Klar, Thule ist fast immer teurer als die meisten Mitbewerber. Dafür stimmen Material, Montage und Bedienkomfort. Thule gibt 5 Jahre Garantie und bietet auch für die Motion XT jede Menge Ersatzteile an, sollte mal etwas nicht mehr funktionieren. Als Zubehör haben die Schweden unter anderem eine Boxenabdeckung und ein Trägersystem für die Garage im Portfolio.

Thule Motion XT M im Testspiegel

Der ADAC hat die Thule Motion XT M einem ausgiebigen Test unterzogen und die Endnote 1,9 vergeben. Im Fazit heißt es:

Die hochwertige und kompakte Dachbox von Thule lag bei allen Probanden in den Bewertungen ganz vorne. Einfachste Handhabung, keinerlei Auffälligkeiten bei der Fahrsicherheit und gute Ergebnisse beim Crash bedeuten letztendlich den vordersten Platz. Einzig bei der Prüfung der Regendichtigkeit zeigt die Box leichte Schwächen.

Auch die Stiftung Warentest (3/2020) bewertet die Thule-Box mit der Gesamtnote 1,9. Für die Fahreigenschaften geben die Tester eine 1,6, für die Handhabung eine 1,7, in den Punkten »Gestaltung« und »Crashsicherheit« schneidet die Box mit 2,2 und 2,5 ab.

Alternativen

Mit der Kamei Fosco 420 haben wir eine Dachbox getestet, die mit der Thule Motion XT M nahezu auf Augenhöhe agiert. Die Fischer Dachbox lässt sich zusammenfalten und benötigt kaum Platz, und wer nicht auf jeden Euro achten muss, kann guten Gewissens zur Thule Vector M greifen, einer Edel-Dachbox auf Premium-Niveau.

Extrem schnell montiert: Kamei Fosco 420

Einfach zu montieren, gut verarbeitet und von links sowie rechts zu öffnen: Auch die Kamei Fosco 420 ist eine ausgezeichnete Dachbox, die durchaus als Alternative zur Thule Motion XT M taugt.

Auch gut
Kamei Fosco 420
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420 Klein
Die Kamei Fosco 420 lässt sich in Rekordzeit auf dem Dach montieren. Es dauert keine Minute, und das Einladen kann beginnen.

Angeboten wird die Kamei-Box in zwei Größen: mit 420 und 540 Litern. Optisch kann man zwischen einer Ausführung in Schwarz-Matt und Schwarz hochglänzend wählen. Erfahrungsgemäß ist die Oberfläche der matten Ausführung weniger empfindlich für Kratzer.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420
Keine Minute ist erforderlich, um die Kamei Fosco 420 auf den Dachträgern zu montieren.

Das 420-Liter-Modell wiegt 18 Kilo und ist 195 x 80 x 40 Zentimeter groß. Innen kommt die Dachbox auf eine Länge von 183 Zentimeter. Wer entspannt auch größere Ski transportieren möchte, sollte deshalb zur 540-Liter-Box greifen. Diese ist innen 204 Zentimeter lang, in der Garage sollte man ein Plätzchen haben, um das 2,16 Meter hohe Reise-Utensil verstauen zu können. Die Breite im Innenraum wächst bei der größeren Box gegenüber der Fosco 420 von 66/60 Zentimeter (vorne/hinten) auf 80/74 Zentimeter an. Beide Kamei-Modelle dürfen mit maximal 75 Kilo beladen werden.

Nach einer Minute ist alles erledigt

Kameis Befestigungs-Mechanismus hört auf den Namen ClickFix und gehört zu den besten und schnellsten am Markt. Besonderheit: Die T-Nut-Adapter sind bereits unten in die Box integriert. Diese wird lediglich in die Nut der Dachträger eingesetzt, anschließend legt man vier Spannhebel im Inneren der Dachbox um, fertig! Spezielle Klammern in der T-Nut werden jetzt abgespreizt, wodurch sich die Fosco 420 fest mit dem Querträger verbindet. Ein zusätzliches Nachspannen ist nicht erforderlich. Mit einem Helfer ist die Dachbox so in weniger als einer Minute montiert.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420 Halterung
Die Kamei-Box wird in die T-Nut des Querträgers eingesetzt. Legt man die Spannhebel im Inneren der Box um, klammert sich die Box an den beiden Dachträgern fest.

Im Boden der Dachbox sind insgesamt sechs Metallösen befestigt. Zusammen mit den drei Gurten, die Kamei mitliefert, lässt sich Gepäck optimal verzurren. Außerdem gehören zum Set zwei Antirutschmatten, die einen besseren Halt auf dem glatten Kunststoffboden ermöglichen.

Deckel und Boden der Fosco 420 machen einen stabilen Eindruck. Zum Öffnen und Hochheben sowie zum Schließen des Deckels benötigt man ein klein wenig Kraft. Praktisch: Von beiden Seiten gelangt man ans Gepäck. Und die Griffleiste, die ebenfalls sowohl links als auch rechts montiert ist, erleichtert das Öffnen und Schließen.

1 von 3
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420 Verschluss1
Zum Einsetzen der Box in die T-Nut muss der Befestigungshebel geöffnet sein.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420 Verschliuss2
Kaum sind alle vier Bügel heruntergedrückt, sitzt die Kamei bombenfest auf den Querträgern.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Kamei Fosco420 Innen
Sechs Metallösen machen es einfach, das Gepäck sicher zu verzurren.

Abgeschlossen und somit vor Langfingern geschützt wird die Kamei-Box über einen gewöhnlichen Schlüssel. Das klappte ohne Probleme und jegliche Hakler.

Insgesamt sind wir mit der Performance der Kamei Fosco 420 sehr zufrieden. Verarbeitung und Handling sind top. Bestnoten verdient sich die Dachbox wegen ihres intelligenten, unkomplizierten und schnellen Befestigungsmechanismus. Dank 6 Jahren Herstellergarantie ist man mit der Kamei-Box entspannt unterwegs.

Wenn Geld egal ist: Thule Vector M

Eine Dachbox kann nicht nur richtig schön teuer sein, sondern auch richtig schön aussehen. Das beweist die Thule Vector M. Für mehr als 1.400 Euro ist dieses Modell alles andere als ein Schnäppchen. Es untermauert aber auch: Eine Dachbox muss nicht nur Mittel zum Zweck sein, sondern darf auch mal als hübsches Fahrzeug-Accessoire fungieren.

Wenn Geld egal ist
Thule Vector M
Test Dachbox: Thule Vector M
Extrem stabil, beleuchtet, schnell befestigt und mit Filz ausgekleidet: Die Thule Vector M erfüllt Premium-Ansprüche!

Dass die Vector M preislich in einer eigenen Liga spielt, merkt man sofort. Dazu gleich mehr. Erhältlich ist die Box entweder in Schwarz Metallic oder wie unser Testmuster in Titan Matt. Letztere Variante ist eine schöne Abwechslung im sonst überwiegend schwarzen Boxen-Alltag. Während das Heck und die Unterseite auch hier schwarz eingefärbt sind, erstrahlt der Deckel in schickem Titan. Das sieht ein wenig extravagant und luxuriös aus.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Vector
In Titan sieht die Thule Vector M sehr nobel aus.

Mit 360 Litern fällt der Stauraum der von uns getesteten Vector M ordentlich, aber nicht riesig aus. Empfehlenswert: Für einen geringen Aufpreis gegenüber der M-Variante bietet Thule die Vector Alpine bzw. Vector L mit 380 bzw. 430 Litern an. Jetzt wächst das Innenmaß der Dachbox deutlich von 186 auf 204,5 Zentimeter, was sich speziell beim Transport von Ski positiv bemerkbar macht. Auch längere Bretter passen hier jetzt rein.

Während günstigere Boxen dieser Größenordnung um die 15 bis 17 Kilo wiegen, bringt die Vector M satte 29 Kilo auf die Waage. Ein Beweis dafür, dass Thule in hochwertiges Material investiert hat. Das spürt man beim Öffnen und Schließen des Deckels. Der Kunststoff sowohl des Deckels als auch des Bodens ist extrem stabil, gibt nicht nach und behält seine Form bei. Hier kann keine andere Box aus diesem Testfeld mithalten.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Vector Deckel
Der stabile Deckel lässt sich von links und rechts öffnen.

Der Deckel klappt sauber zu, rastet präzise ein und ist dann auch perfekt geschlossen. Nachdrücken und ein fummeliges Herumhantieren am Schloss kann man sich sparen. Diese Thule-Box ist wie ein hochwertiger Samsonite-Koffer, der exzellent schließt. Das Öffnen gelingt ebenfalls ohne großen Kraftaufwand über einen markanten Griff mit Thule-Aufdruck. Wie nicht anders in dieser Preisklasse zu erwarten, klappt die Vector-Box in beide Richtungen auf.

Filzverkleidung und LED-Beleuchtung

Im Innenraum geht es erstaunlich komfortabel zu. Der komplette Bodenbereich ist mit Filz ausgekleidet. Das verhindert, dass Gepäck allzu leicht hin- und herrutscht, außerdem schützt es sensible Oberflächen besser als ein Kunststoffboden. Bis zu fünf Paar Ski finden hier Platz. Die Deckelinnenseite ist weiß. In Verbindung mit der integrierten LED-Beleuchtung wird das Be- und Entladen im Dunkeln deutlich vereinfacht. Praktisch: Durch den abgeschrägten Heckbereich kann die Box weiter hinten sitzen, ohne dass die Heckklappe eines Kombis oder eines Vans gegen die Vector M schlägt.

1 von 3
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Vector Filz
Exklusiv: Der Boden ist mit Filz verkleidet.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Vector Licht
Erhellend: Eine Beleuchtung erleichtert das Packen im Dunkeln.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Thule Vector Verschluss
Ausgeklügelt: Das Thule-Verschlusssystem ist durchdacht und sicher.

Das Montagesystem ist identisch mit der Thule-Box Motion XT M. Das sogenannte SlideLock-System ermöglicht eine sehr schnelle, unkomplizierte und sichere Befestigung der Dachbox.

Die Thule Vector M ist zwar teuer. Aber wenn man eine absolut hochwertige Dachbox mit stabilem Deckel, Beleuchtung, gepolstertem Innenraum und ausgeklügeltem Befestigungsmechanismus sucht, führt an diesem Modell kein Weg vorbei.

Einen kleinen Kritikpunkt haben wir noch, der allerdings nichts mit der Qualität der Box zu tun hat. Zum Schutz vor Kratzern ist diese im Auslieferungszustand mit kleinen Schaumgummiblöcken versehen. Bei uns im Test hinterließen diese nach dem Entfernen hässliche Kleberückstände, die wir erst mal runterfummeln mussten. Nicht schlimm, aber gerade in dieser Preisklasse etwas nervig.

Zum Falten: Fischer Dachbox

100 x 10 x 20 Zentimeter – mehr Platz benötigt die Fischer Dachbox nicht, wenn man sie in der Garage aufbewahrt. »Dachbox« ist in diesem Zusammenhang aber irreführend, denn genau genommen handelt es sich bei diesem Modell um eine Tasche, die recht kompakt zusammengefaltet werden kann.

Gut & günstig
Fischer Dachbox
Test Dachbox: Fischer Dachbox
Zusammengefaltet braucht die Fischer Dachbox in der Garage kaum Platz. Auf dem Fahrzeug macht dieser Auto-Rucksack einen stabilen Eindruck.

Geliefert wird die Fischer-Lösung in einer Tasche, das Zubehör befindet sich in einem separaten Beutel. So kann nichts verloren gehen. Auseinandergefaltet hat die Tasche die Maße 100 x 40 x 80 Zentimeter und bietet ein Packvolumen von 270 Litern. Für weniger als 100 Euro ist diese Transportmöglichkeit vergleichsweise günstig. Zugeladen werden dürfen maximal 50 Kilo, das reicht bei dieser Taschengröße locker aus.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Fischer Dachbox
Die faltbare Fischer Dachbox schluckt bis zu 270 Liter und kann mit maximal 50 Kilo beladen werden.

Gefertigt ist die Fischer Dachbox aus wasserabweisendem Polyamid, die Nähte sind versiegelt. Die Außenhaut wirkt sehr robust. Für mehr Stabilität sind im Boden Metallstreben eingearbeitet. So biegt sich die Tasche auch nicht durch, wenn sie voll beladen ist. Der Reißverschluss umläuft die Tasche rechts, vorne und auf der linken Seite, sodass diese zum Packen und Entladen sehr weit geöffnet werden kann.

Reißverschluss und stabile Gurte

Die Oberseite der Box geht über den Reißverschluss und wird zusätzlich mit Klettverschlüssen gesichert, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Außerdem sind vier Gurte mit Klickverschlüssen angenäht – quasi als Backup, sollte der Reißverschluss mal den Dienst quittieren.

Wichtig: Die Fischer Dachbox wird nicht wie andere Taschen abenteuerlich mit Bändern befestigt, sondern seriös auf den Querträgern verschraubt. So werden optimaler Halt und für eine Tasche bestmögliche Sicherheit gewährleistet. Der Zwischenabstand zwischen den Trägern darf 50 bis 70 Zentimeter betragen, die Querstreben können bis zu 8 Zentimeter breit und 3,2 Zentimeter hoch sein.

Dachbox Test: Dachboxen April2022 Fischer Dachbox Schrauben
Mit jeweils vier Schrauben pro Querträger wird die Fischer-Tasche sicher verschraubt.

Unten in die Dachbox ist eine Nut eingearbeitet. Hier werden T-Schrauben eingesetzt, die Verschraubung an den Querträgern erfolgt über eine kleine Metallplatte. In 15 Minuten ist das alles erledigt, zusätzliches Werkzeug braucht man nicht. Auf unseren Volvo-Trägern saß die faltbare Fischer-Dachbox bombenfest. Einziger Nachteil: Theoretisch kann diese jederzeit geklaut werden, es gibt kein Schloss. Vor flinken Langfingern kann man natürlich den Reißverschluss mit einem kleinen Vorhängeschloss sichern. Dieses hilft aber nicht, wenn die Tasche mit einem Messer aufgeschlitzt wird.

1 von 3
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Fischer Dachbox Gurt
Gurte und Klickverschlüsse sorgen für zusätzliche Sicherheit.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Fischer Dachbox Klettverschluss
Der Reißverschluss wird durch einen Klettverschluss vor Regen geschützt.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Fischer Dachbox Innenseite
Dank des umlaufenden Reißverschlusses kann die Fischer-Tasche leicht beladen werden.

Unseren fünfminütigen Bewässerungstest mit einem Gartenschlauch hat der Inhalt in der Tasche vollkommen trocken und unbeschadet überstanden. Natürlich lassen sich mit dieser Tasche keine Ski transportieren. Aber Helme, Schuhe, Bettwäsche, ein Fußball und Kinderspielzeug – all der Kleinkram, für den oft im Auto einfach kein Platz mehr ist – verschwindet problemlos in der flexiblen Dachbox.

Die faltbare Fischer Dachbox schafft preiswert zusätzlichen Platz, ist einfach zu montieren, stabil und wasserdicht. Mehr kann man von einem Auto-Rucksack nicht erwarten.

Außerdem getestet

Farad Marlin 680

Mehr Dachbox kann man zum Preis ab 390 Euro nicht bekommen. Die Farad Marlin 680 schluckt gigantische 680 Liter und gehört damit zu den größten Dachboxen am Markt. Wir haben diese Box privat seit mehreren Jahren im Einsatz und mit ihr bereits tausende Kilometer zurückgelegt. Abgesehen von einem Defizit können wir die Farad-Box auch empfehlen. Welches das ist, klären wir gleich.

Man muss bei der Marlin nicht unbedingt zur XXL-Version greifen, sie ist auch mit einem Volumen von 400, 480 und 530 Litern erhältlich. Unsere Angaben beziehen sich im Folgenden immer auf die 680-Liter-Variante. Bei den Farben kann man sich zwischen Grau Matt, Grau Metallisch, Schwarz glänzend und Schwarz Matt entscheiden, das Modell mit 480 Litern gibt es auch in Weiß glänzend. Die Boxen mit glänzenden Oberflächen sind recht kratzerempfindlich und kosten zum Teil 100 Euro mehr. Nur bei den schwarzen Boxen bestehen der Boden und der Deckel aus ABS, bei den anderen Farben kommt für den Deckel Polystyrol zum Einsatz, welches nicht so stabil ist.

Mit ihren Maßen von 210 x 100 x 42 Zentimeter erinnert die Marlin 680 an einen gestrandeten Wahl. Allein die Breite von einem Meter untermauert, welches Raumwunder man sich hier auf das Autodach holt. Auf PKWs beträgt die Zuladung 75 Kilo, ist die Farad auf einem Wohnmobil montiert, darf man die 21 Kilo schwere Box sogar mit bis zu 90 Kilogramm beladen.

Ob mehrere Koffer, Kinderfahrrad, E-Scooter, Schlafsäcke, Zelte oder Hundeanhänger – in die Marlin-Box passt fast alles. Allerdings fehlen Ösen, um die Ladung zu sichern. Der Abstand zwischen den Dachträgern muss für die Montage zwischen 55 und 110 Zentimeter betragen.

Um die Box zu befestigen, dürfen die Querstangen nicht breiter als 8 Zentimeter ausfallen. Farad verwendet das so genannte QuickFix-System, das dem Mechanismus von Thule ähnelt, allerdings qualitativ nicht ganz so hochwertig verarbeitet ist. Kleine Krallen legen sich um die Querträger, werden die vier Hebel in der Box geschlossen, fahren die Krallen zu und umklammern sicher die Querstrebe. Das System funktioniert tadellos.

Kommen wir zur einzigen nennenswerten Schwäche der Marlin-Box: Sobald diese voll beladen ist, bereitet das Schließen häufig Probleme und wird mitunter zum Geduldspiel. Dann sind zwingend zwei Personen erforderlich, die den Deckel der Box vorne und hinten nach unten drücken. Problem: Auf jeder Seite – die lange Box lässt sich von links und rechts öffnen und schließen – müssen drei Verankerungen gleichzeitig einschnappen. Drückt etwas in der Dachbox gegen den Rand und somit gegen die Scharniere, verweigern diese ihre Arbeit. Deshalb sollte man penibel darauf achten, dass sich alle Verschlussteile frei bewegen können. Ansonsten lässt sich der massive Metallschlüssel im Felgenschloss nicht drehen.

Das Schloss reagiert mitunter etwas hakelig und lässt sich nicht immer im ersten Versuch öffnen, trotzdem hat es bei uns bei dutzenden von Urlaubsreisen bisher immer den Zugang zur Box mehr oder weniger problemlos ermöglicht. Die gesamte Verarbeitung der Marlin 680 ist absolut in Ordnung, mit Thule oder Kamei aber nicht ganz zu vergleichen. Das etwas trägere Öffnen und Schließen ist auch der enormen Größe und vor allem Breite des Deckels geschuldet.

Wer eine riesige Dachbox zum top Preis sucht, sollte sich die Farad Marlin 680 unbedingt einmal anschauen. Wir können bestätigen, dass diese für viele Jahre ein treuer Begleiter auf unzähligen Reisen ist. Farad gewährt 5 Jahre Garantie. Voll beladen muss man allerdings kleinere Schwierigkeiten mit dem Verschluss-System akzeptieren.

Menabo Diamond 500

Die Menabo Diamond 500 ist in Weiß und Schwarz erhältlich, wer kein Fassungsvermögen von 500 Litern benötigt, kann auch zur etwas kleineren Menabo Diamond 450 greifen. Während die Diamond 500 2,09 Meter lang, 79 Zentimeter breit und 36,6 Zentimeter hoch ist, kommt die Diamond 450 bei nahezu identischer Höhe auf nur 1,63 Meter Länge, dafür aber auf knapp 91 Zentimeter in der Breite und fasst 50 Liter weniger. Geöffnet werden kann die Dachbox nur von rechts. Das schränkt ihre Flexibilität im Handling ein wenig ein. Die maximale Zuladung beträgt 75 Kilogramm.

Die Befestigung erfolgt über das T-Nut-System. Die T-Schraube wird in die Schiene des Dachträgers eingeführt und von unten in die Box gesteckt. Von innen wird eine kleine Kunststoffplatte aufgesetzt, über ein Kunststoffrädchen wird jede der vier T-Schrauben festgedreht. Alternativ ist eine Adapterlösung für Vierkantprofile verfügbar.

Für die horizontale Anpassung kann vorne und hinten eine kleine Plastikschiene in beide Richtungen verschoben werden. Das System funktioniert, kann rein qualitativ aber mit den Mechanismen hochwertigerer Markenboxen nicht mithalten. Der Abstand zwischen den beiden Querträgern darf zwischen 70 und 90 Zentimeter variieren.

Zum Lieferumfang gehören zwei Spanngurte. Im Innenraum eignen sich zwei Metallklammern dazu, um die Spanngurte oder Gummi-Expander einzuhängen. Sowohl der Deckel als auch die Unterseite der Diamond 500 geben bei Druck etwas nach und verformen sich. Zum Öffnen der Box benötigt man zwei Hände, ebenfalls zum Schließen. Das Herunterziehen des Deckels erfordert ein wenig Kraft. Ein leichter Druck genügt, und das Schloss der Menabo-Box rastet ein. Der Verschlussmechanismus besteht aus einer Metallstrebe.

Insgesamt ist die Menabo Diamond 500 recht funktional. Öffnen, Schließen und Abschließen, all das ist etwas schwergängiger als bei teureren Dachboxen von Markenherstellern. Die Verarbeitungsqualität ist in Ordnung. Leider fehlt die Option, die Box von beiden Seiten zu öffnen.

Cartrend G3 Reef 580

Nein, die Cartrend G3 Reef 580 hat kein Fassungsvermögen von 580 Litern, wie man wegen der Produktbezeichnung glauben könnte, sondern bietet lediglich einen Stauraum von 460 Litern und Außenmaße von 1,985 x 89 x 39,5 Zentimeter. Die Reef-Reihe ist ebenfalls in kleineren Varianten mit 390 und 220 Litern erhältlich. Gut gefällt uns die schwarze Außenhaut der G3-Dachbox: Diese ist strukturiert wie ein Golfball und deutlich weniger anfällig für Kratzer als die schwarzen Hochglanzdeckel von Mitbewerbern.

Von allen Boxen aus diesem Testfeld ist die Reef 580 das Modell, das am meisten Zeitaufwand für die Vorbereitung und die Montage erfordert. Denn die Befestigungslöcher sind lediglich vorgestanzt. Erst wenn man gecheckt hat, welche man für sein Trägersystem benötigt, muss man diese mit einem mitgelieferten Hilfsmittel durchstoßen. Mit ein wenig Kraftaufwand gelingt dies ganz gut.

Nachteil: Möchte man die G3 auf einem anderen Fahrzeug montieren, braucht man mit ziemlicher Sicherheit neue Löcher. Das ist schon etwas umständlich. Der Abstand zwischen den Querstangen darf zwischen 57 und 90 Zentimeter betragen.

Die Montage erfolgt über kurze Drahtseile, die unter dem Dachträger durchgeführt und von unten in die Dachbox gesteckt werden. Hier werden diese in einer Kunststoffplatte eingehängt und festgedreht. Das funktioniert, ist insgesamt aber etwas fummelig. Im Innenraum vermissen wir auf den ersten Blick separate Ösen oder Befestigungsmöglichkeiten für Spanngurte. Allerdings gibt es eine alternative Option: Spanngurte kann man durch die Ösen der Kunststoffplatten befestigen.

Gut: Die Reef 580 kann sowohl von links als auch von rechts geöffnet werden. Der Deckel ist etwas labil, zum Öffnen und Schließen benötigt man ein wenig Kraft. Teurere Boxen bieten ein etwas entspannteres Handling. In dieser Preisklasse für um die 300 Euro ist das aber zu verschmerzen.

Leider fällt die G3-Box trotzdem durch. Der ADAC attestiert der Box zwar die geringsten Fahrgeräusche im Test, musste allerdings beim City-Crashtest beobachten, dass der Verschluss sowie die Halteösen der Box durchbrachen und dabei das Transportgut fast komplett ausgeworfen wurde. Und auch die Autor Motor und Sport hat mit der Reef 580 keine guten Erfahrungen gemacht. So schreiben die Tester: »Schon bei der ersten Vollbremsung öffnet die Box vorn, sodass ungesicherte Ladung herausfliegen kann. Auch den Belastungen beim Crash hält sie nicht stand.« Das ist natürlich indiskutabel.

Deshalb können auch wir die Cartrend G3 Reef 580 nicht empfehlen. Einerseits lässt sie sich komplizierter als die meisten anderen Modelle montieren, andererseits weist sie gravierende Sicherheitsmängel beim Bremsen bzw. bei Unfällen aus. Solch eine Dachbox ist gefährlich!

ArtPlast BA320

Mit der VDP ArtPlast BA320 stellen wir Ihnen die günstigste und kleinste Dachbox in diesem Testfeld vor. Der schwarze Plastikkoffer kostet gerade mal 160 Euro – klingt wenig, dafür bekommt man allerdings auch wenig Qualität.

Erst mal zu den Fakten: Der Stauraum der BA320 beträgt 320 Liter, die Box selbst wiegt 11,5 Kilo und darf mit maximal 55 Kilogramm beladen werden. Das Außenmaß beläuft sich auf 131,3 x 76,9 x 34,5 Zentimeter. In einer anderen Größe wird die Dachbox nicht angeboten, sie ist zudem ausschließlich in Schwarz erhältlich. Die Außenhaut in Carbonoptik sieht ganz ansprechend aus.

Schon beim Auspacken der ArtPlast riecht man: Hier kommt billiger Kunststoff zum Einsatz, der Geruch ist unangenehm, dürfte nach einigen Tagen aber verfliegen. Im Innenraum hat sich ein Plastikteil bereits während des Transports selbstständig gemacht. Wo genau dieses herkommt, konnten wir nicht ermitteln. Es sah zumindest nicht ganz unwichtig aus, der Verschluss der Box hat aber auch so funktioniert.

Obwohl die ArtPlast BA320 wirklich kompakt ist, kann man sie im Gegensatz zu fast allen anderen Boxen aus diesem Testfeld (abgesehen von der Farad Marlin 680, die ist schlichtweg zu groß) nicht oder nur mit großer Mühe alleine tragen. Da bei den anderen Dachboxen der Deckel weit über den Boden rüberzogen ist, kann man diese an dieser Stelle gut greifen. Die ArtPlast hat leider keinen entsprechenden Überhang, deshalb ist der Transport ohne Hilfe komplizierter.

Um die Box auf den Dachträgern zu montieren, muss man erst mal ein wenig handwerkern. Die Löcher für die U-Bügel sind nur angedeutet. Durchstoßen muss man diese selbst. Allerdings liefert VDP kein Hilfsmittel mit. Mit einem spitzen Schraubendreher und etwas Druck lässt sich der Kunststoff durchbohren. Wer es sauber mag, arbeitet mit einer Rundfeile nach, um die überschüssigen Plastikreste zu entfernen und ein sauberes Loch zu erhalten.

Damit die U-Bügel aus Metall verwendet werden können, darf das Dachträgerprofil 60 x 38 Millimeter nicht überschreiten. Wer die Box spontan auf einem anderen Fahrzeug montieren möchte, muss wahrscheinlich erst neue Löcher durchstoßen. Außerdem muss man immer die Träger auf dem Dach verschieben, da der Befestigungsmechanismus der BA320 selbst keine flexible Anpassung ermöglicht.

Im Inneren der Box werden kleine Metallplatten auf die Enden der U-Bügel gesetzt. Über Plastik-Handschrauber muss man die Box festziehen. Die Lösung ist schlichtweg Mist und hat auch nichts mit dem niedrigen Preis der Box zu tun. Hier handelt es sich um Centbeträge bzw. eine mangelhafte Qualitätskontrolle. In die kleinen Plastik-Drehköpfe wird jeweils eine Mutter eingelegt. Normalerweise dreht man diese jetzt fest, fertig! Leider liegen die Metallmuttern nur lose in der zu großen Aussparung und sind nicht fest eingearbeitet. So muss man die Mutter erst per Hand auf den Metallbügel aufschrauben und dann die bereits zuvor aufgesetzte Schraubhilfe nach oben ziehen, damit sich die Mutter verkantet und festdrehen lässt. Schlechter und billiger geht es nicht. Wenn man dieses Prozedere acht mal hinter sich hat, ist die Laune garantiert im Keller.

Irgendwann ist die BA320 dann montiert und sitzt auch fest. Im Innenraum gibt es keine Ösen oder andere Möglichkeiten, um Spanngurte zu befestigen (es werden auch keine mitgeliefert). Im Gegensatz zu einigen Amazon-Käufern blieb der aufgeklappte Deckel bei uns oben und fiel nicht herunter.

Etwas Bauchschmerzen bereitete uns allerdings der Schließmechanismus. Vorne an der ArtPlast befindet sich ein einfacher Klappverschluss, komplett aus Plastik gefertigt. Wie viele Schließvorgänge dieser überlebt ist fraglich. Seitlich an der Box – diese ist ausschließlich von rechts zugänglich – sitzt das Schloss ebenfalls in einem einfachen Kunststoffverschluss. Vor Fahrtantritt sollte man unbedingt checken, ob die Box zu ist, da der simple Verschluss hierzu keine eindeutige Rückmeldung gibt.

Wir haben es nicht ausprobiert, könnten uns aber gut vorstellen: Mit einem kräftigen Ruck am Deckel gibt das Verschlusssystem seinen Geist auf und die Box ist offen. Auch wenn die ArtPlast BA320 nicht viel kostet: Für unseren Geschmack hat dieses billige Boxenluder zu viele Schwachstellen. Investieren Sie lieber etwas mehr und Sie erhalten garantiert eine bessere Qualität!

Sailnovo 466L Faltbare Auto Dachkoffer

Der Sailnovo 466L Faltbare Auto Dachkoffer ist nichts anderes als eine Reisetasche, die mit Gurten auf dem Dach befestigt wird. Das klingt nicht prickelnd und ist es auch nicht. Der Hersteller verrät nicht, mit wie viel Kilo die Tasche belastet werden darf.

Erhältlich ist die Dachtasche mit den Volumina 466 und 580 Liter. Bei der Materialangabe muss man sich mit der Auskunft »wasserdichtes hochwertiges Material mit ultra-starken Nähten« zufrieden geben. Zumindest der Gestank der Tasche legt den Verdacht nahe, dass hier kein Premium-Material zum Einsatz kommt. Der Reißverschluss geht fast einmal um die Tasche herum und lässt sich von beiden Seiten öffnen. Um diesen vor Regen und Feuchtigkeit zu schützen, lappt die Tasche über und wird hier per Klettverschluss befestigt.

Zusammengelegt ist der Dachkoffer mit 38 x 25 x 12 Zentimeter ein absoluter Winzling und lässt sich bei Nichtgebrauch problemlos im Koffer eines Kleinwagens verstauen. Gefüllt erreicht die Tasche die Maße 130 x 100 x 45 Zentimeter. Innentaschen gibt es nicht, auch auf Verzurrösen verzichtet der Sailnovo-Koffer.

Der Hersteller will, dass sein Modell universell auf jedem Autodach mitreist, ganz egal, ob man eine Dachreling hat oder nicht. An der Tasche selbst sind vier Gurte im Bodenbereich angenäht, die sich jeweils über Klickverschlüsse aus Kunststoff auf der Taschenoberseite befestigen lassen. Mitgeliefert werden vier zusätzliche Gurte mit kleineren Klickverschlüssen.

Das Sailnovo-Konzept: Bei Autos ohne Dachträger zieht man die Riemen durch den Türrahmen durch das Fahrzeuginnere, die Fenster müssen hierzu erst geöffnet und dann wieder geschlossen werden. Allein beim Gedanken an diese Montage-Art bekommen wir Schüttelfrost. Hat das Fahrzeug eine Dachreling, werden die Gurte jeweils links und rechts befestigt. Sind zusätzlich Querstangen montiert, soll man die Riemen von vorne nach hinten an den Trägern befestigen.

Wenn überhaupt ist für uns die letztgenannte Variante eine Option. Nur so kann man erreichen, dass die Tasche in alle Richtungen halbwegs gesichert ist. Eine Vollbremsung möchten wir trotzdem nicht hinlegen. Wer weiß, ob die Klickverschlüsse aus Plastik die immensen Kräfte aushalten. Amazon-Kunden bemängeln das Klappern der Laschen am Autodach während der Fahrt.

Das ist allerdings das kleinere Übel. Denn der Sailnovo 466L Faltbare Auto Dachkoffer kommt bei Regen an seine Grenzen. Diverse Amazon-Kunden kritisieren, dass bei ihnen das Wasser in der Tasche stand und der Inhalt klitschnass war. Wir können dies bestätigen: Nachdem wir den Dachkoffer mit dem Gartenschlauch fünf Minuten berieselt hatten, war der Innenraum schon nicht mehr trocken. Zudem liest man bei Amazon von Problemen mit gerissenen Nähten und Schwierigkeiten mit dem Reißverschluss.

Kurzum: Für uns ist der Sailnovo 466L Faltbare Auto Dachkoffer keine Alternative zu einer Dachbox. Die Befestigung ist wenig vertrauenserweckend, das Material kann nicht überzeugen. Für Kurztrips innerhalb der Stadt mag sich die Tasche noch eignen, von langen Urlaubsfahrten raten wir ab.

So haben wir getestet

Für uns war relevant, wie einfach und unproblematisch sich die Dachboxen bzw. Dachtaschen montieren lassen, wie fest und sicher sie auf dem Auto sitzen und wie gut der Innenraum zugänglich ist. Darüber hinaus haben wir ein Auge auf die Stabilität der Boxen, auf den Verschluss und die Schlösser geworfen. In diesem Kontext haben wir das Öffnen und das Schließen der Boxen gecheckt: Hakt oder klemmt hier etwas, brauchen wir besonders viel Kraft?

Im Innenraum haben wir kontrolliert, ob sich das Ladegut über Gurte und Metallösen sicher verzurren lässt und der Hersteller an praktische Extras wie eine Beleuchtung, eine Verkleidung oder Anti-Rutschmatten gedacht hat.

1 von 3
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Gruppenbild2
Die Dachboxen aus unserem aktuellen Testfeld.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Gruppenbild3
Die Dachboxen aus unserem aktuellen Testfeld.
Dachbox Test: Dachboxen April2022 Gruppenbild1
Die Dachboxen aus unserem aktuellen Testfeld.

Fahr- und Crashtests haben wir nicht durchgeführt. Lagen entsprechende Ergebnisse des ADAC zu unseren getesteten Modellen vor, so haben wir diese im Test einfließen lassen. Bei den Dachtaschen war es uns zudem wichtig, die Regendichtigkeit zu überprüfen. Hierzu wurden die Taschen mit einem Gartenschlauch bewässert.

Das Innenvolumen der uns vorliegenden Boxen war kein relevantes Kriterium. Schließlich bieten die Hersteller fast jedes Modell in unterschiedlichen Größen an. Diese haben wir im Test jeweils aufgeführt. Montiert wurden alle Boxen und Taschen auf einem Volvo XC 90. Als Trägersystem kam das Original-System von Volvo mit optionaler T-Nut zum Einsatz.

Die wichtigsten Fragen

Welche Befestigungssysteme für Dachboxen gibt es?

Dachboxen werden an den Querholmen der Dachträger entweder über Metallbügel in U-Form, mittels Krallensystem oder über Adapter in der sogenannten T-Nut befestigt. Mittlerweile sind auch Dachboxen mit integriertem T-Nut-Adapter erhältlich.

Wie schwer dürfen Dachboxen beladen werden?

Fast alle größeren Dachboxen lassen sich mit 75 Kilogramm beladen. Bei den kleineren Boxen liegt die Obergrenze häufig bei 50 Kilo. Die maximale Dachlast des Autos gilt es zu beachten.

Haben Dachboxen Auswirkungen auf das Fahrverhalten und den Spritverbrauch?

Bei den meisten Fahrzeugen wirken sich Dachboxen nicht spürbar negativ auf das Brems- und Kurvenverhalten des Autos aus. Vorsicht ist geboten in Parkhäusern und bei Unterführungen. Der Spritverbrauch erhöht sich um 15 bis 20 Prozent.

Sind Dachtaschen eine sinnvolle Alternative?

Faltbare Dachtaschen eignen sich für alle, die in der Garage wenig Platz haben, um eine Dachbox unterzubringen. Wichtig ist, dass sich die Taschen sicher auf den Dachträgern montieren und verschrauben lassen. Bei starkem Regen sind Dachtaschen nicht immer dicht. Auch der Diebstahlschutz ist bei Boxen deutlich besser, zudem sind die Fahrgeräusche teilweise ob der besseren Aerodynamik spürbar geringer.

Wie schnell darf man mit einer Dachbox fahren?

Hersteller und Automobilclubs empfehlen, mit einer Dachbox nicht schneller als 130 km/h zu fahren. Eine gesetzliche Vorgabe gibt es allerdings nicht. Theoretisch darf man deshalb mit einer Box auf dem Dach auch schneller unterwegs sein.

 

Newsletter abonnieren und gewinnen!

Mit unserem Newsletter sind Sie nicht nur immer auf dem neuesten Stand, Sie haben auch jede Woche die Chance, aktuelle Testgeräte zu gewinnen. Jetzt anmelden!

Kommentare

0 Kommentare

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jeden Sonntag alle Neuigkeiten der Woche per  E-Mail.

 Test: Artboard

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, senden wir Ihnen einmal pro Woche, kostenlos und jederzeit widerruflich Informationen zu Neuigkeiten und Verlosungen von AllesBeste per E-Mail zu. Mit dem Abonnement erklären Sie sich mit der Analyse und Speicherung Ihres Klick- und Öffnungsverhaltens einverstanden. Ausführliche Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.