Dashcam Test: Dashcam Aufmacher
test
Letztes Update: 5.7.2021

Die beste Dashcam

Wir haben 29 Dashcams getestet. Die beste für die meisten ist die iTracker GS6000-A12. Sie überzeugt mit einem großen Display, komfortabler Steuerung per Smartphone-App und integriertem GPS. Die Bildqualität ist sehr gut, der Funktionsumfang groß und die Montage per Saugnapf funktioniert einfach und problemlos. Ein innovatives und äußerst interessantes Modell ist die Vantrue N4 mit gleich drei Kameras.

Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 5. Juli 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

5. März 2021

Wir haben die Nextbase 322GW getestet. Sie überzeugt bildlich, ist sehr robust verarbeitet und hat eine SOS-Funktion. Damit ist sie eine neue Empfehlungen und ersetzt das Vorgängermodell Nextbase 312GW.

8. Januar 2021

Mit der Nextbase 622GW haben wir eine neue Dashcam im Test. Dank toller Bildqualität und vieler Funktionen verdient sich die Dashcam auch eine Empfehlung. Sie ersetzt die iTracker mini0906, die nicht mehr erhältlich ist.

15. Oktober 2020

Wir haben drei neue Dashcams getestet. Die Vantrue N4 mit drei Kameras ist eine zusätzliche Empfehlung.

14. Februar 2020

Wir haben vier zusätzliche Dashcams getestet. Die Akaso Trace 1 ist als preiswerte Dual-Dashcam eine Empfehlung. Wer einen noch größeren Funktionsumfang als bei der bisher von uns empfohlenen Nextbase 312GW wünscht, sollte sich unbedingt einmal die von uns neu getestete Nextbase 522GW anschauen.

25. Januar 2019

Mit der Truecam A7s und der Yi C1A haben wir zwei neue Dashcams getestet. Die Truecam ist eine zusätzliche Empfehlung.

10. September 2018

Wir haben drei neue Dashcams getestet. Die Modelle Vantrue OnDash N2 Pro, Azdome Dash Cam GS63H und Aukey Dashcam DR02 haben zwar ihre Stärken und pfiffige Extras wie etwa eine Doppelkamera-Funktion, allerdings hat es aufgrund einiger Schwachstellen zu keiner Empfehlung gereicht.

3. April 2018

Unser Testsieger iTracker DC-A119S wird leider nicht mehr hergestellt. Wir werden demnächst neue Modelle testen. Bis dahin ist für uns die Anker Roav Dashcam C1 die beste Wahl.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Dashcams werden im Auto an der Windschutzscheibe oder am Armaturenbrett befestigt und filmen mit extremem Weitwinkel die Fahrt. Nachts aktivieren sie sich von selbst, wenn jemand das parkende Auto anrempelt. Ziel ist es, für den Fall der Fälle Beweismaterial zu haben, beispielsweise um nach einem Unfall die eigene Unschuld nachweisen zu können.

Befestigt werden die Mini-Camcorder entweder per Saugnapf oder per Klebestreifen. Die Aufnahmen landen auf preiswerten Micro-SD-Karten. Über einen internen Speicher verfügen Dashcams nicht.

Wir haben 29 Dashcams mit Preisen zwischen knapp 30 und 300 Euro getestet, 12 davon sind aktuell noch erhältlich. Im Test haben wir insbesondere auch auf die datenschutzrechtlichen Anforderungen geachtet. Denn bislang war das ständige Filmen des Straßenverkehrs aus Datenschutzgründen nicht erlaubt. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist der Einsatz von Dashcams inzwischen allerdings rechtssicher – wenn man einige technische Details beachtet. Dazu weiter unten mehr.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

iTracker GS6000-A12

Test  Dashcam: iTracker GS6000-A12
Die iTracker GS6000-A12 filmt in 2K-Auflösung und gefällt mit ihrem hohen Bedienkomfort und einem großen Display. Bei Tageslicht ist die Videoqualität sehr hoch.

Ihr großes Display, die einfache Bedienung und die App-Steuerung katapultieren die iTracker GS6000-A12 auf den ersten Platz. Dank des integrierten GPS-Moduls informiert die Dashcam auch über die gefahrene Geschwindigkeit und blendet sie auf Wunsch im Video ein. Die Videoqualität ist ordentlich, über diverse Parameter wie Kontrast, Auflösung und Schärfe lassen sich die Aufnahmen individuell anpassen.

Auch gut

Nextbase 322GW

Test  Dashcam: Nextbase 322GW
Die Nextbase GW322 ist mit einer SOS-Funktion ausgestattet, liefert eine gute Bildqualität und ist solide verarbeitet.

Die Nextbase 322GW ist für unsere Testsiegerin eine echte Konkurrentin: Die Kamera liefert bei Tag und bei Nacht gute Aufnahmen, der Bedienkomfort ist löblich und die Ausstattung umfangreich. Zudem überzeugt die magnetische Halterung. Falls ein Unfall passiert, gibt die Dashcam die genauen Koordinaten an die Rettungskräfte weiter.

Umfangreiche Ausstattung

Truecam A7s

Test  Dashcam: Truecam A7s
Die TrueCam A7s bietet viele Zusatzfunktionen wie einen integrierten Blitzerwarner. Ihre Videoqualität ist ordentlich, allerdings nicht frei von Artefakten.

Über ein mitgeliefertes GPS-Modul kann die Truecam A7s auch als Tachometer genutzt werden. Die Dashcam besitzt ein großes Display, lässt sich einfach bedienen, liefert eine ordentliche Videoqualität und gefällt durch den insgesamt üppigen Funktionsumfang. Auch eine HDMI-Buchse befindet sich an Bord.

Triple-Kamera

Vantrue N4

Test  Dashcam: Vantrue N4
Mit drei Kameras ist die Vantrue N4 ein super ausgestatteter Exot unter den Dashcams, der eine tolle Videoqualität liefert. Vor allem das Bild der Hauptkamera ist erstaunlich scharf.

Mit drei Kameras ist die Vantrue N4 momentan das Maß aller Dinge. Sie überzeugt durch sehr gute Bildqualität, eine umfangreiche Ausstattung und ein klar strukturiertes Menü. Über ein separat erhältliches GPS-Modul kann man sich auch nachträglich die gefahrene Route anschauen.

Wenn Geld egal ist

Nextbase 622GW

Test  Dashcam: Nextbase 622GW
Die Nextbase 622GW bietet eine tolle Bildqualität, ist üppig ausgestattet und bietet einen enorm hohen Bedienkomfort.

Die Nextbase 622GW ist alles andere als günstig, dafür überzeugt sie bei der Videoqualität mit 4K-Auflösung und ist unter anderem mit GPS und Glonass, SOS-Notruffunktion, Alexa, WLAN, Bluetooth sowie einem Polarisationsfilter umfangreich ausgestattet. Sogar für Smartphones und Desktop-Rechner bietet Nextbase hilfreiche Software an.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutUmfangreiche AusstattungTriple-KameraWenn Geld egal ist
iTracker GS6000-A12 Nextbase 322GW Truecam A7s Vantrue N4 Nextbase 622GW MiVue C540 Truecam M7 GPS Dual Nextbase 522GW Nextbase 312GW Blackvue DR750S-2CH Garmin 65W Aukey Dashcam DR02
Test  Dashcam: iTracker GS6000-A12Test  Dashcam: Nextbase 322GWTest  Dashcam: Truecam A7sTest  Dashcam: Vantrue N4Test  Dashcam: Nextbase 622GWTest  Dashcam: MiVue C540Test  Dashcam: TrueCam M7 GPS DualTest Dashcam: Nextbase 522GWTest  Dashcam: Nextbase 312GWTest Dashcam: Blackvue DR750S-2CHTest  Dashcam: Garmin Dash Cam 65WTest  Dashcam: Aukey Dashcam
Pro
  • Großes Display
  • 2K-Auflösung
  • Einfache Bedienbarkeit
  • App-Steuerung
  • Integrierter Akku
  • Großes Display
  • Gute Verarbeitung
  • Stabile Halterung
  • Sinnvolle Ausstattung
  • Integrierter Akku
  • App-Steuerung
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Ordentliche Bildqualität
  • HDMI-Buchse
  • Drei Kameras
  • Sehr gute Bildqualität
  • Gute Verarbeitung
  • Großes Display
  • Viel Ausstattung
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Großer Bildschirm
  • Hoher Bedienkomfort
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr viel Ausstattung
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Solide Bildqualität
  • Einfach zu bedienen
  • Sehr gut ausgestattet
  • Zusätzlicher Filter liegt bei
  • Front- und Rückkamera
  • Ordentliche Videoqualität
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Großes Display
  • Gute Bildqualität
  • Polarisationsfilter
  • Bluetooth
  • Alexa-Sprachsteuerung
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Sehr gute Bildqualität
  • Großes Display
  • Praktische Halterung
  • Integrierter Akku
  • Front- und Rückkamera
  • GPS
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Tagsüber ordentliche Videoqualität
  • Sehr umfangreiche Ausstattung
  • Gute Bildqualität
  • Sprachsteuerung
  • Interner Akku
  • Überzeugende Bildqualität
Contra
  • Empfang von GPS-Signal mit leichter Verzögerung
  • Mit Halterung und GPS-Modul ziemlich wuchtig
  • Display sehr anfällig für Kratzer
  • Teuer
  • GPS-Modul muss separat erworben werden
  • Bedientasten sitzen oben auf dem Gehäuse
  • Teuer
  • Satellitensignal wird erst mit Verzögerung gefunden
  • Kein GPS integriert
  • Kugelgelenk sehr schwer verstellbar
  • Sehr umständliche Bedienung über zwei Tasten
  • Halterung nicht optimal
  • Probleme beim Auslesen der Dateien
  • Teuer
  • Probleme mit der WLAN-Verbindung
  • Kein Display
  • Stromversorgung nur über Zigarettenanzünder
  • Nachts schlechte Bildqualität
  • Kein exakter Übergang zwischen einzelnen Sequenzen
  • Sehr teuer
  • Teuer
  • Kleines Display
  • GPS nur optional
Bester Preis
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Auflösung2560 x 1440 Pixel1920 x 1080 Pixel2560 x 1080 Pixel1440/1080/1080 (wenn alle drei Kameras gleichzeitig im Betrieb sind)3.840 x 2.1601920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel (Frontkamera), 1280 x 720 Pixel (Innenraumkamera)2560 x 1440 Pixel1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel
Aufnahmewinkel126 Grad140 Grad130 Grad155/165/160 Grad140 Grad130 Grad150/130 Grad140 Grad140 GradFrontkamera: diagonal 139 Grad, horizontal 116 Grad, vertikal 61 Grad; Rückkamera: 139 Grad, 116 Grad, 61 Grad180 Grad170 Grad
Bildschirm2,7 Zoll2,5 Zoll2,7 Zoll2,45 Zoll3 Zoll2 Zoll2 Zoll3 Zoll2,7 Zoll-2 Zoll1,5 Zoll
BefestigungSaugnapfSaugnapfSaugnapf oder KlebehalterungSaugnapfSaugnapfSaugnapfKlebehalterungKlebehalterungSaugnapfKlebehalterungKlebehalterungKlebehalterung
SensorenBewegungssensor, G-SensorBewegungssensor, G-SensorBewegungssensor, G-Sensor, Fahrspur-Assistenzsysteme (Beta-Stadium)G-Sensor, Parkmodus, Blitzer-WarnerBewegungssensor, G-Sensor, Parkmodus3-Achsen-G-Sensor, ParkmodusG-Sensor, Parkmodus, BewegungserkennungBewegungssensor, G-SensorBewegungssensor, G-SensorBewegungssensor, G-SensorKollisionswarner, Fahrspurassistent, Warnungen vor Radarkontrollen & Ampelblitzern, G-SensorBewegungssensor, G-Sensor (optional)
GPSJaJaJaJa (muss separat erworben werden)JaNeinJaJaJaJaJaoptional
App-SteuerungJaJaNeinNeinJaNeinNeinJaJaJaJaNein
Abmessungen11,1 x 4,6 x 3,3 cm4,5 x 8,5 x 4,7 cm10,3 x 5,1 x 4 cm10 x 4,5 x 4 cm9,3 x 5,3 x 4,5 cm6,2 x 5,1 x 3,7 cm6,9 x 4,5 x 3,4 cm9,7 x 4,8 x 5,5 cm9,2 x 5,7 x 3,7 cm11,9 × 3,6 cm (Frontkamera)
6,7 x 2,5 cm (Rückkamera)
5,62 x 4,05 x 3,53 cm7,7 x 5,1 x 3,7 cm

Sind Dashcams legal?

Bislang war der Einsatz von Dashcams im Auto umstritten, denn das permanente Aufzeichnen von Videos in der Öffentlichkeit ist aus Datenschutzgründen an sich verboten. Schließlich filmt man damit ständig Personen in der Öffentlichkeit.

Nachdem im vergangenen Jahr aber bereits einige Gerichte Videos von Dashcams zur Beweissicherung zugelassen hatten, hat der BGH mit Urteil vom 15. Mai 2018 Aufnahmen von Dashcams als Beweismittel vor Gericht zur Klärung von Verkehrsunfällen grundsätzlich für zulässig erklärt. Das permanente Aufzeichnen bleibt aufgrund des Datenschutzgesetzes zwar weiterhin unzulässig. Diese Unzulässigkeit führt aber nicht dazu, dass die Bilder in Zivilprozessen nicht verwertet werden dürfen. Es sei immer eine Frage der Abwägung im Einzelfall.

Endlich herrscht Rechts­sicherheit – zumindest in Deutsch­land

Das Gericht stellt auch klar, wie eine rechtlich einwandfreie Nutzung von Dashcams aussehen kann, nämlich durch ein »dauerndes Überschreiben in kurzen Abständen und Auslösen der dauerhaften Speicherung erst bei Kollision oder starker Verzögerung des Fahrzeugs«.

Damit gibt es nun endlich eine gewisse Rechtssicherheit beim Einsatz von Dashcams. Man muss eben nur darauf achten, dass die Kamera nicht stundenlang aufzeichnet, sondern dass die Videos ständig überschrieben und nur im Fall eines Unfalls gespeichert werden. Die meisten Dashcams bieten diese Möglichkeit.

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Die Dashcams werden entweder per Saugnapf oder Klebefolie an der Frontscheibe befestigt.

Klar ist aber auch: Aufnahmen Ihrer Dashcam dürfen Sie nicht einfach ins Internet stellen. Zumindest nicht ohne die Einwilligung aller Personen, die auf den Aufnahmen zu erkennen sind, sonst verletzen Sie deren Persönlichkeitsrechte.

Auch bei der Nutzung im Ausland müssen Sie aufpassen: In Österreich sind die Überwachungskameras an der Windschutzscheibe ausdrücklich verboten. Hier droht sogar ein Bußgeld, wenn man erwischt wird. Abgeraten wird zudem von der Verwendung in Belgien, Luxemburg, Portugal, Schweden und der Schweiz.

Außerhalb dieser Länder kann das Mitführen einer Dashcam an Bord durchaus sinnvoll sein. In der Praxis dürften Sie wohl kaum Schwierigkeiten bekommen, solange Sie mit dem Bildmaterial verantwortungsvoll umgehen.

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Testsieger: iTracker GS6000-A12

Die iTracker GS6000-A12 bietet von allen getesteten Dashcams insgesamt das beste Gesamtpaket. Sowohl qualitativ als auch von Aufnahmen und Funktionsumfang her kommt keine andere Dashcam an sie heran.

Testsieger

iTracker GS6000-A12

Test  Dashcam: iTracker GS6000-A12
Die iTracker GS6000-A12 filmt in 2K-Auflösung und gefällt mit ihrem hohen Bedienkomfort und einem großen Display. Bei Tageslicht ist die Videoqualität sehr hoch.

Die GS6000-A12 hat ein gut verarbeitetes, gummiertes Gehäuse. Das fühlt sich gut an und ist unempfindlich gegen Kratzer. Mit 2,7 Zoll fällt das Display angenehm groß aus. Sehr glücklich waren wir auch mit dem Saugnapf, mit dem die Kamera an der Scheibe befestigt wird. So lässt sie sich blitzschnell wieder lösen und auch in anderen Fahrzeugen einsetzen.

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Mit dem Saugnapf bequem an der Scheibe befestigt und vor allem wieder abgelöst.
Mit dem Saugnapf bequem an der Scheibe befestigt und vor allem wieder abgelöst.
Die iTracker kann bequem über den Zigarettenanzünder geladen werden.
Die iTracker kann bequem über den Zigarettenanzünder geladen werden.
Der GPS-Empfänger sorgt für weitere nützliche Extras.
Der GPS-Empfänger sorgt für weitere nützliche Extras.
Schön handlich und trotzdem groß genug.
Schön handlich und trotzdem groß genug.

Generell stehen wir den Klebelösungen kritisch gegenüber. Denn sind die Klebepads erst mal einige Zeit an der Scheibe, wird das Lösen zum Geduldspiel. Zahnseide, die im Internet oft empfohlen wird, um die Klebehalterungen von der Scheibe zu schneiden, riss bei uns sehr schnell durch. Einzige Option: Wenn die Klebefolie mit einem Fön erwärmt wird, lässt sie sich recht gut von der Scheibe ziehen. Umständlich bleibt dieses Prozedere trotzdem.

Saug­näpfe sind besser als Klebe­lösungen

iTracker liefert seine Dashcam mit fünf Kabelclips aus. Die werden auf das Armaturenbrett geklebt, um das Kabel vom Zigarettenanzünder sauber zu verlegen. Die Dashcam selbst sitzt stramm an einem Schwanenhals und lässt sich mit etwas Kraft in alle Richtungen drehen und optimal auf die Straße ausrichten. Die Option »Video Rotation« erlaubt es, die Dashcam auch kopfüber zu montieren, das Videobild wird dann automatisch gedreht.

Die Stromversorgung erfolgt über ein 3,5 Meter langes Ladekabel, das in den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs gesteckt wird. Dank des internen Akkus kann die GS6000-A12 zwar auch einige Minuten autark betrieben werden, für den dauerhaften Einsatz muss sie jedoch wie alle anderen Modelle an die Bordspannung angeschlossen werden. Mit einem Kabel im Cockpit-Bereich muss man sich bei Dashcams also generell abfinden.

Die Kamera

Das Weitwinkelobjektiv der iTracker-Kamera erfasst einen Bereich von 126 Grad – das ist unterdurchschnittlich. Die Garmin Dash Cam 65W beispielsweise kommt auf satte 180 Grad. Trotzdem kriegt man auch mit der iTracker sehr viel vom Verkehrsgeschehen aufs Bild.

Unser Vergleichsvideo haben wir in Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 60 Vollbildern gedreht. Die GS6000-A12 beherrscht allerdings auch 2K mit 30 Bildern pro Sekunde (2.560 x 1.440 Bildpunkte). Die Videos werden dadurch aber nicht spürbar besser, der Unterschied ist geringer als erhofft. Da der Speicherbedarf steigt, sollte man für sich testen, ob sich die höhere Auflösung wirklich lohnt, aus unserer Sicht kann man darauf verzichten.

Neben der Auflösung kann man auch den Look des Videos verändern – hierzu stehen im Menü »Super Fein«, »Fein« und »Normal« zur Verfügung. Auch der Kontrast lässt sich in drei Stufen anpassen, dasselbe gilt für die Schärfe. Zudem besteht die Möglichkeit, über den Weißabgleich Einfluss auf das Bild zu nehmen, was im Alltag aber kaum der Fall sein wird. Denn ob es sonnig oder wolkig ist und der Weißabgleich entsprechend stimmt, spielt für fast alle Besitzer einer Dashcam keine Rolle.

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Die Dashcam von iTracker kommt mit viel Zubehör.

Bedienung und Funktionen

Die iTracker GS6000-A12 nimmt man in die Hand und kann sie sofort bedienen. Auf der Oberseite befindet sich der Knopf zum Einschalten, nach dem Aktivieren der Zündung startet die Kamera aber auch automatisch. Die Funktion der Bedientasten links und rechts neben dem Display ergibt sich von alleine. Das Menü ist logisch aufgebaut, die Schrift ist schön groß und gut ablesbar.

test: Die beste Dashcam – Menü
Das Menü der GS6000-A12 erinnert an das einer klassischen Digitalkamera.

Die iTracker erlaubt das Filmen mit manueller Auslösung oder in Endlosschleife – die einzelnen Sequenzen sind dann wahlweise eine, drei oder fünf Minuten lang. Mit Hilfe der kostenlos erhältlichen Software »Registrator Viewer« kann anschließend wieder eine längere Datei ohne zusätzliches Schnittprogramm am PC zusammengefügt werden.

Älteres Material wird bei der Aufzeichnung in Endlosschleife immer wieder gelöscht. Damit genügt die Kamera grundsätzlich den deutschen Datenschutzanforderungen – wobei es noch unklar ist, wie viel Material tatsächlich aufbewahrt werden darf. Das werden gegebenenfalls weitere Gerichtsurteile zeigen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man möglichst wenig Videomaterial dauerhaft speichert.

Wird die Bewegungserkennung aktiviert, schaltet sich die Kamera sofort ein und zeichnet auf, wenn sich das Geschehen vor der Linse verändert. Voraussetzung: Die Dashcam muss dauerhaft mit Strom versorgt werden und sich im Standby-Modus befinden. Diese Funktion ist nützlich, wenn das Auto beim Parken beschädigt wird.

Die App ist übersichtlich gestaltet und problemlos bedienbar.
Die App ist übersichtlich gestaltet und problemlos bedienbar.

Der integrierte G-Sensor sorgt dafür, dass die aktuelle Videosequenz bei einem Aufprall automatisch schreibgeschützt wird. Am besten sollte man hier die Werkseinstellungen beibehalten, sonst kann jedes Schlagloch dazu führen, dass Videos dauerhaft archiviert werden, die Speicherkarte ist dann bald voll. Die iTracker unterstützt micro-SD-HC/XC-Karten bis zu einer maximalen Größe von 128 Gigabyte.

Ein zusätzliches Extra ist die Zeitrafferfunktion: Sie ermöglicht die Wiedergabe einer Filmaufnahme mit erhöhter Geschwindigkeit. Zur Auswahl stehen 2, 5 und 30 Sekunden.

Kenn­zeichen können ein­geblendet werden

Soll die Dashcam in verschiedenen Fahrzeugen eingesetzt werden, kann man das Kennzeichen des jeweiligen Fahrzeugs oder einen beliebigen kurzen Text über das Menü eingeben und diesen in das Video einblenden. Das ist die beste Möglichkeit, um nachher sofort zu wissen, von welchem Auto aus die Aufnahmen entstanden sind.

Test Dashcam: iTracker GS6000-A12
Die iTracker GS6000-A12 hält durch den Saugnapf sicher an der Scheibe, ein GPS-Sensor ist integriert.

Der GPS-Sensor

Der Arretierbügel zur Befestigung des Saugnapfes an der Scheibe ist gleichzeitig auch der GPS-Sensor der Dashcam. Bei vorhandenem Signal werden Uhrzeit und Datum automatisch eingestellt. Um GPS nutzen zu können, muss die Funktion über das Menü aktiviert werden. Während der Fahrt blendet die GS6000-A12 dann die gefahrene Geschwindigkeit ein.

Bei unseren Testvideos ist das nicht der Fall. Der Grund: Es kann einige Minuten dauern, bis das GPS-Signal empfangen wird. Da die internen Akkus der Dashcams die nicht extern mit Strom versorgt wurden, jedoch ebenfalls nur wenige Minuten durchhalten, mussten wir unsere Testfahrten umgehend starten. Ein zusätzlicher Test zeigte allerdings, dass das GPS beim iTracker einwandfrei funktioniert.

Videoqualität und App-Steuerung

Die Farben der Aufnahmen sind kräftig und natürlich. Bei Tageslicht kann man Details gut erkennen. Wie bei den Mitbewerbern liegt die Qualität allerdings nicht auf dem Niveau guter Actioncamcorder, was man zu dem Preis allerdings auch nicht erwarten kann.

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Fahrbahnunebenheiten und Ruckler werden gut ausgeglichen, die Bildstabilität ist sehr ordentlich. Bei Nachtaufnahmen ist das Bild im Standard-Setup vernünftig ausgeleuchtet. Über einen HDMI-Ausgang kann man sich die Aufnahmen direkt von der Kamera auf dem Fernseher ansehen, ohne sie erst auf einen PC laden zu müssen.

Per App alles im Griff

Über die Gratis-App »WiFi-CarDV« für iOS und Android kann man die Dashcam fernsteuern. Dazu wird die Dashcam per WLAN mit einem Smartphone oder Tablet verbunden. So kann man über die App unter anderem die Auflösung ändern, die Endlosschleife einstellen und Aufnahmen starten oder stoppen.

iTracker bietet auf seiner Homepage zudem eine kostenlose Auswertungssoftware an. Hier kann man sich über die GPS-Daten die Geschwindigkeit anzeigen und die gefahrene Route auf einer Karte darstellen lassen.

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Die Auswertungssoftware kann unter anderem die gefahrene Route nachvollziehen.

iTracker GS6000-A12 im Testspiegel

Es gibt bislang nur einen einzigen weiteren Test der GS6000-A12. Die Redaktion des Online-Portals Dashcam Test (05/2018) urteilt, dass das Modell »auffällig gut in der Hand« liegt, zudem lobt sie das große Display und die logische Menüführung. Auch an der Videoqualität gibt es wenig zu kritisieren:

»Full-HD-Aufnahmen sehen sehr knackig und scharf aus – fast schon zu scharf für meinen Geschmack. Die Nachtaufnahmen haben mich etwas überrascht. Sie sehen sehr bunt aus. Reflexionen, Lichter und Spiegelungen sehen viel intensiver aus, als in der Realität. Ich würde es nicht unbedingt als nachteilig empfinden aber es sieht schon recht unrealistisch aus. Aber die Feinheiten lassen sich trotzdem gut erkennen.«

Vom Filmen in der höchsten Auflösung mit 2.560 x 1.440 Pixeln raten die Tester ab, da das Bild nicht spürbar detaillierter wirkt. Weich und flüssig sehen die Filme hingegen mit Full-HD und 60 Bildern aus, so das Fazit.

Alternativen

An Alternativen mangelt es nicht. Immer mehr Hersteller bringen Dashcams auf den Markt. Die Preisspanne ist dabei erstaunlich groß. Dabei muss man für ein richtig gutes Modell gar nicht viel ausgeben.

Auch gut: Nextbase 322GW

Die Nextbase 322GW spielt mit der iTracker GS6000-A12 in nahezu derselben Liga und auf identischem Niveau. Nennenswerte Schwächen haben wir im Test nicht festgestellt. Der Bildschirm ist 2,5 Zoll groß und die Kamera mit 140-Grad-Weitwinkel verfügt über ein Glasobjektiv mit sechs Linsen. Das massive Metallgehäuse macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Besonders positiv ist die Befestigung zu erwähnen. Nextbase hat einen klassischen Saugnapf mit einer magnetischen Halterung kombiniert. Der Halter mit USB-Kabel zum Zigarettenanzünder bleibt an der Frontscheibe, während man die 322GW abnimmt. So ist sie vor Diebstahl geschützt.

Auch gut

Nextbase 322GW

Test  Dashcam: Nextbase 322GW
Die Nextbase GW322 ist mit einer SOS-Funktion ausgestattet, liefert eine gute Bildqualität und ist solide verarbeitet.

Ein integriertes GPS-Modul erfasst während der Fahrt die gefahrene Geschwindigkeit und blendet diese auf Wunsch in das Video ein. Auch GPS-Daten werden erfasst, um die Route nachträglich auf Google Maps verfolgen zu können. Eine 128 Gigabyte große MicroSD-Karte zeichnet bis zu 16 Stunden Video auf. Ohne permanente Stromversorgung hält der integrierte Lithium-Polymer-Akku bis zu 15 Minuten durch, dieser ist damit eher für Notfälle gedacht, wenn die Kamera gerade mal nicht am Zigarettenanzünder angeschlossen ist.

Die maximale Auflösung liegt bei 1080p, die Nextbase filmt dabei sogar mit 60 Vollbildern pro Sekunde.

 Dashcam Test: Dashcamtest März2021 Nextbasegw
Sicherer Halt, großes Display und einfache Bedienung: die Nextbase GW322.

Zur Ausstattung gehört unter anderem ein Notfall-SOS-Service. Nach einem Unfall gibt die Dashcam Rettungskräften den Standort preis, um schnelle und effiziente Hilfe zu ermöglichen. Zudem wird Beweismaterial nach einem Crash automatisch gesichert. Der Parkmodus-Wächter registriert, wenn das Auto während des Parkens angerempelt wird und zeichnet diesen Moment auf.

Wer will, kann die Nextbase mit optionalem Zubehör aufrüsten: Dazu zählen neben einem Polarisationsfilter separate Kameramoduloptionen für die Rückansicht, die Heckscheibe und den Innenraum. Aufnahmen beginnen, sobald der Motor gestartet wurde. Wer will, kann Filmmaterial auf den Nextbase-Server hochladen und per Link Freunden oder beispielsweise seiner Versicherung freigeben.

Die Bedienung der 322GW ist super einfach und intuitiv. Der 2,5 Zoll große, leuchtstarke und dimmbare Bildschirm reagiert zuverlässig auf Tipp- und Wischgesten. Die einzelnen Menüpunkte sind zusätzlich durch farbige Symbole gekennzeichnet. Hier fühlt man sich auf Anhieb pudelwohl.

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Qualitativ kann die Dashcam ebenfalls überzeugen. Aufnahmen sind scharf, Farben natürlich und die automatische Belichtungskorrektur reagiert sehr flott. Ohne leichtes Bildrauschen kommt die Nextbase allerdings nicht aus. Das gilt auch nachts. Die Nummernschilder anderer Fahrzeuge kann man jedoch problemlos erkennen, die Ausleuchtung ist gut.

Per Bluetooth bzw. WLAN verbindet sich die Dashcam über die Nextbase-App (Android und iOS) mit einem Smartphone. Pfiffig: Hier hat man Zugriff auf die Filmaufnahmen, kann Telemetrie-Daten auslesen und die Routen auf Google Maps verfolgen. Zudem ist eine Live-Ansicht verfügbar, die zeitliche Verzögerung ist allerdings störend. Außerdem findet man in der App den SOS-Notruf-Button zum Melden der Standort-Koordinaten.

Die Nextbase GW322 bietet eine gute Ausstattung mit vielen sinnvollen Funktionen, einen hohen Bedienkomfort und eine überzeugende Bildqualität. Deshalb erhält sie eine klare Kaufempfehlung.

Umfangreich: Truecam A7s

Ein extrem umfangreiches Paket liefert Truecam mit der A7s. Angenehm: Die Befestigung an der Frontscheibe gelingt wahlweise über Klebepads oder über den von uns bevorzugten Saugnapf. Oben in die Halterung wird per USB-Stecker der mitgelieferte GPS-Sensor eingesteckt. Jetzt fällt das Dashcam-System ganz schön wuchtig aus, bei unvorteilhafter Schrägstellung der Scheibe kann es passieren, dass das GPS-Modul im Weg ist.

Umfangreiche Ausstattung

Truecam A7s

Test  Dashcam: Truecam A7s
Die TrueCam A7s bietet viele Zusatzfunktionen wie einen integrierten Blitzerwarner. Ihre Videoqualität ist ordentlich, allerdings nicht frei von Artefakten.

Auf eine mögliche Fehlerquelle, die viele Kunden bemängeln, weisen wir gleich an dieser Stelle hin: Sollte kein GPS-Signal empfangen werden, um die gefahrene Geschwindigkeit und einen ausgerichteten Kompass im Display anzuzeigen, dann liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass das GPS-Modul nicht korrekt eingerastet ist. Während unserer Testfahrt hatten wir ebenfalls mit diesem Problem zu kämpfen. Es lässt sich aber leicht beheben.

Das 2,7 Zoll große Display ist gut ablesbar, jedoch Vorsicht: Es ist sehr anfällig für Kratzer! Aufgenommen wird mit maximal 2560 x 1080 Pixeln bei 30 Vollbildern, im Full-HD-Modus mit 1920 x 1080 Bildpunkten sind maximal 45 Vollbilder drin. Die Bedienung ist intuitiv, dank deutscher Menüsprache findet man sich hier schnell zurecht.

 Dashcam Test: 20190123
Display, Halterung, GPS-Modul: Es gibt dezentere Dashcam-Lösungen als die Truecam A7s.

Über das Menü lässt sich einiges einstellen: unter anderem ISO, Weißabgleich, Kontrast, Schärfe, Beleuchtung und Videoqualität. Sechs LEDs an der Front hellen die Umgebung auf. Befehle, dass die Dashcam einsatzbereit ist und der Fahrer seinen Gurt anlegen soll, werden nur auf Englisch gesprochen.

 Dashcam Test: 51fyptpixvl. Sl1000
Um Spiegelungen zu verringern, bietet Truecam für die Dashcam einen Polarisationsfilter optional an.

Die Videoqualität der A7s ist gut, allerdings sind die Aufnahmen nicht frei von Artefakten. Um Spiegelungen zu vermeiden, sollte man ein wenig mit der Ausrichtung experimentieren oder zum separaten Polarisationsfilter greifen. Im Dunkeln hat die Cam mit leichtem Bildrauschen zu kämpfen, Nummernschilder anderer Autos sind aus geringer Entfernung jedoch problemlos zu erkennen. Geschwindigkeit und GPS-Koordinaten lassen sich unten rechts im Video einblenden, insofern das GPS-Modul korrekt eingesteckt ist. Wer will, kann die Truecam auch als zweiten Tacho verwenden.

YouTube

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Als besonderes Extra verfügt das Gerät über einen integrierten Blitzerwarner. Die Datenbank enthält mehr als 33.000 Stellen in 36 europäischen Ländern und Russland, an denen die Geschwindigkeit kontrolliert wird. Mit Sprachhinweisen wird der Fahrer auf die Gefahr oder die Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit hingewiesen. Achtung: Navigationsgeräte mit Radarwarnern und Blitzer-Apps sind in Deutschland verboten. Wer die Hilfsmittel trotzdem benutzt, dem drohen ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Abgesehen von diesem Feature: Die Truecam A7s punktet durch ihr großes Display, die einfache Bedienung und die akzeptable Bildqualität.

Dreifach-Kamera: Vantrue N4

Wer eine Dashcam mit drei Kameras, einer super Bildqualität und einigen Extras sucht, muss sich unbedingt die Vantrue N4 anschauen. Auf jeden Cent darf man bei diesem Modell jedoch nicht achten. Denn die Triple-Kamera-Dashcam gehört mit rund 200 Euro zu den teuersten Vertretern.

Triple-Kamera

Vantrue N4

Test  Dashcam: Vantrue N4
Mit drei Kameras ist die Vantrue N4 ein super ausgestatteter Exot unter den Dashcams, der eine tolle Videoqualität liefert. Vor allem das Bild der Hauptkamera ist erstaunlich scharf.

So viele Kameras hatten wir bei einer Dashcam noch nie: Die N4 überwacht die Fahrbahn, den Innenraum und den Bereich hinter dem Fahrzeug. Im recht wuchtigen Hauptgehäuse sitzen vorne und hinten eine Kamera, die Innenraumkamera lässt sich drehen und so im Blickwinkel anpassen. Die Montage erfolgt über einen Saugnapf, die maximale Auflösung der jeweiligen Kameras hängt davon ab, wie viele man parallel einsetzt. So schafft die Frontkamera alleine bis zu 2.592 x 1.520 Pixel, im Zusammenspiel sind 1.440 Bildpunkte und jeweils 1.080p bei den beiden anderen Kameras möglich. Die Weitwinkelbereiche der drei Cams variieren zwischen 155 und 165 Grad.

Das Display fällt mit 2,45 Zoll angenehm groß aus. Kleiner Nachteil: Die fünf Bedientasten sitzen auf dem Gehäuse. Hat man die Kamera etwas weiter oben an der Windschutzscheibe angebracht, so muss man die Tastenanordnung entweder verinnerlicht haben oder ein wenig suchen. Kaum erfolgt die Live-Vorschau, sieht man oben links klein eingeblendet das Bild vom Innenraum. Die dritte Kamera kann man je nach Bedarf noch per Klebepad im Heck installieren, alle Anschlusskabel sind lang genug.

 Dashcam Test: Dashcamtest 2020 Vantrue N4
Die Vantrue N4 mit dem zusätzlichen GPS-Modul.

Im Hauptdisplay zeigt die Vantrue die gewählten Auflösungen aller Kameras an, über das farbige und intuitive Menü kann man unter anderem die Intensität des G-Sensors, Zirkulationsaufnahme, Parkmodus, Infrarot-LED, Belichtungszahl, WDR (Wide Dynamic Range für mehr Kontrast), Stempel und Zeitraffer einstellen. Ein GPS-Sensor gehört leider nicht automatisch zum Lieferumfang. Um dieses Feature zu nutzen, muss man sich einen separaten Saugnapf-Halter mit GPS-Modul kaufen.

Die Vantrue nimmt microSD-Speicherkarten mit einer maximalen Kapazität von 256 Gigabyte auf. Wichtige Aufnahmen etwa nach einer Kollision werden automatisch schreibgeschützt. Neben einem USB-C-Ausgang verfügt die N4 auch über einen Micro-HDMI-Port für die Verbindung zum Flachbildfernseher. Was man wissen sollte: Im Parkmodus funktioniert die Bewegungserkennung »nur« mit den beiden vorderen Kameras. Über die Software »Vantrue Viewer« kann man sich die Videos aller drei Kameras gleichzeitig anschauen, bei Verwendung eines GPS-Moduls kann man die Fahrtroute verfolgen.

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Die Qualität der Frontkamera ist erstaunlich gut. Die Aufnahmen sind scharf, Artefakte sind fast gar nicht zu erkennen, Farben erscheinen natürlich und Details werden präzise herausgearbeitet. Ein dickes Lob gibt es auch für die Innenraumkamera. Sie liefert eine nahezu ähnlich gute Bildqualität wie ein einfacher Camcorder. Nachts kann man Nummernschilder anderer Fahrzeuge ohne Probleme ablesen, die Ausleuchtung des Bilds überzeugt, und auch hier gefallen uns Schärfe und Rauschverhalten.

Insgesamt liefert die Vantrue N4 eine überzeugende Vorstellung. Mit drei Kameras bietet sie ein Alleinstellungsmerkmal, das natürlich seinen Preis hat. Wir können die Dashcam jedoch nahezu uneingeschränkt empfehlen.

Wenn Geld egal ist: Nextbase 622GW

Ein Blick in die Ausstattungstabelle der Nextbase 622GW zeigt: Es gibt fast nichts, was diese Dashcam nicht beherrscht. Viele dürfte jedoch ein Aspekt abschrecken: Das Modell ist mit fast 300 Euro ziemlich teuer. Deshalb ist es umso wichtiger herauszufinden, ob man neben der vorzüglichen Bildqualität auch die Fülle an Features wirklich benötigt.

Wenn Geld egal ist

Nextbase 622GW

Test  Dashcam: Nextbase 622GW
Die Nextbase 622GW bietet eine tolle Bildqualität, ist üppig ausgestattet und bietet einen enorm hohen Bedienkomfort.

Die Nextbase 622GW besitzt einen super großen IPS-Touchscreen mit 3 Zoll Diagonale und ein 140-Grad-Weitwinkelobjektiv. Die maximale Auflösung liegt bei 3.840 x 2.160 Pixeln mit 30 Vollbildern. In FullHD-Auflösung sind sogar 120 Vollbilder für Zeitlupenaufnahmen drin.

Einfach und intuitiv gelingt die Bedienung. Dafür sorgen große Symbole mit eindeutiger Beschriftung. Das Display reagiert zuverlässig auf Wisch- und Touchgesten, lässt sich dimmen oder komplett abschalten. Die Montage der Cam an der Frontscheibe erfolgt über einen stabilen Saugnapf. Er wird in den GPS-Empfänger eingerastet, der wiederum bombenfest per Magnet am Gehäuse befestigt wird. Voll geladen hält die Kamera rund 15 Minuten ohne Ladekabel durch.

 Dashcam Test: Dashcams Januar2021 Nextbasegw
Großes Display, stabile Halterung und schicke Optik: Die Nextbase 622GW macht was her.

Die Ausstattung ist extrem umfangreich. So unterstützt die Nextbase unter anderem WLAN, hat neben einem Polarisierungsfilter auch einen Parkmodus, einen G-Kraftsensor sowie eine Nachtsichtfunktion an Bord und beherrscht Alexa, Loop-Aufnahmen sowie einen Zeitraffer-Modus. Die SOS-Notruffunktion dient zum automatischen Benachrichtigen der Rettungsdienste.

Im Schlechtwettermodus will die 622GW auch bei starkem Nebel Details wie Nummernschilder erkennen. Nach Herstellerangaben kommt erstmals in einer Dashcam »what3words« zum Einsatz, ein System, das den Standort der Kamera sehr exakt auf einer Fläche von 3 x 3 Metern erkennt und somit bei Unfällen eine genaue Ortung zulassen soll. Präzise Standortkoordinaten liefern die beiden Satellitensysteme GPS und Glonass.

Die maximale Clip-Länge lässt sich mit einer Dauer von einer bis drei Minuten festlegen. Aufgenommen werden auf der maximal 128 Gigabyte großen microSD-Speicherkarte jeweils zwei Dateien in hoher und niedriger Auflösung: Während ein dreiminütiger Clip in 4K-Auflösung satte 980 Megabyte Speicher erfordert, begnügt sich die zweite Datei mit 848 x 480 Pixeln gerade mal mit 60 Megabyte. Die Dateien lassen sich per Bluetooth 4.2 bzw. WLAN auf ein Smartphone übertragen. Zur schnellen Ansicht sollte man jeweils die kleinere Datei nehmen. Über die für iOS und Android erhältliche »MyNextbase-Connect«-App kann man die Videos auf Mobilgeräten verarbeiten und weiterleiten.

 Dashcam Test: Dashcams Januar2021 Nextbase Player
Der »MyNextbase Player« läuft auf Windows- und Mac-Rechnern und hilft bei der Auswertung der zurückliegenden Fahrten.

Für Windows- und Mac-Rechner ist die Wiedergabe-Software »MyNextbase Player« erhältlich. So lässt sich die gefahrene Route auf Google Maps nachverfolgen, außerdem stellt das Programm Geschwindigkeits- und G-Sensor-Messwerte dar. Zudem kann man Videos bearbeiten und die Optik modifizieren.

Nehmen wir die Videoqualität unter die Lupe: Zum Zeitpunkt unserer Testaufnahmen herrschte düsteres, graues Winterwetter ohne Sonnenschein. Die Farben der Aufnahmen sind dennoch sehr natürlich, die Schärfe ist exzellent und Artefakte entstehen nur selten etwa nach starken Belichtungswechseln, beispielsweise nach der Durchfahrt einer Unterführung.

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Ebenfalls ausgezeichnet funktioniert die Bildstabilisierung. Die Fahraufnahmen sind sehr ruhig und frei von Wacklern. Auch im großflächigen grauen Himmel differenziert die Nextbase 622GW präzise und hebt dunklere Wolkenfelder vom hellgraueren Hintergrund hervor. Etwas Geduld ist erforderlich, bis das Satellitensignal empfangen wird. Tagsüber brauchte die Dashcam hierfür rund 5, abends knapp 10 Minuten.

Auch bei Dunkelheit können sich die Ergebnisse sehen lassen. Der nasse Asphalt glänzt detailliert, selbst Nummern- und Straßenschilder kann man bei geringer Entfernung erkennen (wir mussten Kennzeichen und Gesichter auf den Testvideos aus datenschutzrechtlichen Gründen verpixeln), und Schärfe, Farbnatürlichkeit und Homogenität überzeugen. Das Bildrauschen nimmt erwartungsgemäß etwas zu.

Wer eine einfach zu bedienende Dashcam mit toller Bildqualität, hochwertiger Verarbeitung und üppiger Ausstattung sucht, dürfte an der Nextbase 622GW seine Freude haben. Knapp 300 Euro sind allerdings eine Hausnummer. Deshalb sind die anderen Nextbase-Dashcams aus unserem Test möglicherweise interessante Alternativen.

Außerdem getestet

MiVue C540

Die MiVue C540 ist eine kompakte Dashcam mit zwei Zoll großem Display. Gefilmt wird in 1.080P-Auflösung mit 30 Vollbildern. Der Betrachtungswinkel des Objektivs liegt bei 130 Grad, der optische Sensor stammt von Sony. Befestigt wird die Dashcam über einen Saugnapf. Schade: Um die Kamera am Kugelgelenk auszurichten, benötigt man sehr viel Kraft. Dabei hat man Angst, dass die Kunststoffkonstruktion abbricht.

Die Navigation im farbigen Menü gelingt über vier seitliche Tasten. Durch Symbole und Schlagwörter ist die Bedienung recht intuitiv und unkompliziert. Ein 240 mAh starker Akku ermöglicht es, die C540 auch mal abseits des Zigarettenanzünders zu nutzen. Aufnahmen starten, sobald der Motor des Autos läuft. Ein GPS-Sensor ist nicht integriert. Der 3-Achsen-G-Sensor erkennt plötzliche Bewegungsänderungen und Kollisionen, die automatisch eine Notfallaufzeichnung auslösen, welche nicht überschrieben werden kann. Im Parkmodus nimmt die MiVue automatisch ihre Arbeit auf, wenn das Fahrzeug beispielsweise angerempelt wurde.

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Die Qualität der Videos ist tagsüber ordentlich. Die Schärfe stimmt, schon bei ganz leichtem Gegenlicht werden die Aufnahmen jedoch recht dunkel. Leichtes Bildrauschen ist zu erkennen. Dieses wird im Dunkeln deutlich schärfer, um Lichtkegel bilden sich deutliche Lichthöfe.

Abgesehen vom fehlenden GPS hat die MiVue C540 keine großen Schwächen. In der Preisklasse für etwas mehr als 80 Euro würden wir jedoch eher zur Nextbase 312GW greifen.

Truecam M7 GPS Dual

Bei der Truecam M7 GPS Dual handelt es sich um eine sehr gut ausgestattete Dashcam, die uns im Test zu Überstunden zwang. Dazu später mehr. Vorteil der M7: Sie besteht aus zwei Kameras. Die Frontkamera filmt mit 1.080p30 und einem Weitwinkelbereich von 150 Grad die Straße, die Zweitkamera hat mit 1.280 x 720 Bildpunkten den Innenraum im Blick. Front- und Rückkamera werden an die Scheibe geklebt. Die Befestigung an der geklebten Halteplatte erfolgt über einen Magnet. So lässt sich die Dashcam extrem schnell ab- und wieder anbringen, allerdings kann es passieren, dass man die M7 beim Verändern des Neigungswinkels ungewollt in der Hand hält. Zudem muss man an der Frontscheibe erst ein bisschen mit der passenden Stelle experimentieren, um die Kamera auf die Straße ausrichten zu können. Der GPS-Sensor wird ebenfalls per Magnet angedockt. Zum Lieferumfang gehört ein magnetischer CPL-Filter, der die Spiegelungen des Fahrzeuginnenraums auf der Frontscheibe reduziert.

Zu den Features zählen ein G-Sensor, die automatische Parkplatz-Überwachung, ein großer Dynamikbereich zum Ausgleich starker Kontrast- und Helligkeitsunterschiede und eine PC-App, um die zurückgelegte Route nachträglich auf Google Maps verfolgen zu können. Eine umfangreiche Datenbank hat mehr als 40.000 Standorte von Blitzern in 36 Ländern hinterlegt, die Truecam zeigt die aktuelle Geschwindigkeit und die Entfernung bis zum nächsten Blitzer an. Ein drei Meter langes Ladekabel bietet flexible Möglichkeiten der Installation.

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Das Display der Frontkamera ist zwei Zoll groß. Mehr als bescheiden ist der Bedienkomfort der M7. Der Bildschirm reagiert nämlich nicht auf Fingerdruck, die Navigation durch das Menü erfolgt lediglich über zwei Tasten, eine intuitive Bedienung ist somit ausgeschlossen. Man braucht lange, um sich an das Handling einigermaßen zu gewöhnen, wodurch die Dashcam leider einen dicken Minuspunkt kassiert.

Das ist schade, denn die Videoqualität ist ordentlich. Wenn man die Dateien denn auslesen kann. Nach unserer ersten Tagfahrt warfen wir kurz einen Blick auf die Clips über das Display der M7: abgespeichert, abspielbar – passt. Zu diesem Ergebnis kamen wir auch nach dem nächtlichen Trip. Zu Hause wurde die microSD-Karte per Adapter in den PC gesteckt, doch hier war die Speicherkarte leer. Erneute Kontrolle in der Dashcam: Die Aufnahmen sind da. Noch ein Versuch, diesmal auf einem Mac: Die Dateien sind verschwunden. Es blieb uns nichts anderes übrig, als die Strecken ein zweites mal zu fahren, jetzt mit einer anderen Speicherkarte – und mit Erfolg!

Die Aufnahmen explodieren nicht gerade vor Schärfe und Dynamik, alle wichtigen Details sind aber trotz leichten Rauschens zu erkennen. Speziell im Dunkeln kann die Cam-Qualität überzeugen. Im unteren Bereich des Videos werden Uhrzeit, Geschwindigkeit und aktuelle Koordinaten eingeblendet.

Für rund 150 Euro ist die Truecam M7 GPS Dual sehr gut ausgestattet, die Videos gelingen ordentlich. Uns stört jedoch die nervige Bedienung, die Befestigung mit der Magnet-Klebehalterung gehört zudem nicht zu unseren Favoriten.

Nextbase 522GW

Die Nextbase 522GW können Sie getrost kaufen, sie ist eine Dashcam der Spitzenklasse. Zu ihren Alleinstellungsmerkmalen gehören die etwas höhere Auflösung mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten – wir haben unsere Sequenzen jedoch mit 1.920 x 1.080 Pixeln gedreht, weil uns die 60 Vollbilder wichtiger sind als die etwas höhere Auflösung, mit der nur 30 Vollbilder pro Sekunde realisierbar sind. Ein Extra ist Bluetooth an Bord (Version 4.2), um im Notfall Dateien mit dem Smartphone zu synchronisieren, falls man diese der Versicherung direkt zuschicken möchte. Wir finden: ein nettes, aber verzichtbares Feature.

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Ebenfalls pfiffig, aber zu verschmerzen ist die Integration der Alexa-Sprachassistentin: Auf diese Weise kann man über ein gekoppeltes Smartphone Musik abspielen, Nachrichten starten oder das Wetter checken. Sehr gut gefallen hat uns der MyNextbase Player für Windows- und Mac-Rechner: Importiert man hier eine Datei der Dashcam, wird automatisch über die ausgewerteten GPS-Daten die Route in Google Maps eingeblendet. Zudem sieht man in einer Live-Ansicht unter anderem die gefahrene Geschwindigkeit, die zurückgelegte Entfernung und einen Kompass. Das funktioniert ausgesprochen gut.

Löblich sind neben dem hohen Bedienkomfort das stabile Metallgehäuse und der große und scharfe 3-Zoll-Bildschirm. Die solide Halterung wird an die Frontscheibe geklebt oder per Saugnapf befestigt. Durch einen sehr kraftvollen Magneten gehalten kann man die Nextbase jederzeit abnehmen.

Ein Polarisationsfilter will Spiegelungen der Windschutzscheibe reduzieren, das gelingt effektiv. Filmaufnahmen sind tagsüber sehr kontrastreich, scharf und fast rauschfrei. Im Dunkeln könnte die Schärfe etwas höher sein, ansonsten ist das Bild auch hier sehr homogen.

Wer Bluetooth, Alexa und die etwas höhere Auflösung bevorzugt, kann bedenkenlos zur Nextbase 522GW greifen.

Nextbase 312GW

Mit der GW312 haben wir noch eine gute Dashcam aus dem Hause Nextbase getestet. Sie ist der 322GW ähnlich und rund 30 bis 50 Euro günstiger, filmt in der maximalen 1080p-Auflösung jedoch nur mit 30 und nicht mit 60 Vollbildern. Ihr Bildschirm ist 2,7 Zoll groß, die Kamera mit 140-Grad-Weitwinkel verfügt über ein Glasobjektiv mit sechs Linsen. Das Gehäuse ist sehr stabil, und auch die Befestigung mit Saugnapf und magnetischer Halterung ist top.

Ein GPS-Modul erfasst die Geschwindigkeit und macht die Route auf Google Maps noch einmal er- bzw. befahrbar.  Eine 32 Gigabyte große MicroSD-Karte zeichnet bis zu vier Stunden Video auf. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Parkmodus, der durch Bewegungen aktiviert wird. Markante Sequenzen – etwa bei einem Crash – werden gegen versehentliches Löschen geschützt, die Belichtung ist individuell anpassbar und ein Nummernschild lässt sich einblenden. Praktisch: Der integrierte Akku hält bis zu 30 Minuten durch, sollte die Stromversorgung zum Zigarettenanzünder unterbrochen werden.

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Aufnahmen sind sehr scharf, die Farben sind natürlich und auch bei Gegenlicht fällt die Bildhelligkeit nicht zu stark ab. Lediglich der leichte Wippeffekt im Video stört etwas. Im Dunkeln hellt die 312GW das Bild sehr gut auf, Details gehen dadurch nicht verloren. Das Bildrauschen ist relativ gering.

Blackvue DR750S-2CH

Die Blackvue DR750S-2CH kostet mit 64-Gigabyte-Speicherkarte mehr als 400 Euro – für uns zu viel für eine Dashcam. »Eine« ist in diesem Fall nicht korrekt, denn zum Lieferumfang gehört neben der Front- auch eine Rückkamera. Beide werden über ein 6 Meter langes Anschlusskabel miteinander verbunden und filmen in Full-HD-Auflösung, die Hauptkamera mit 60, die Rückkamera mit 30 Vollbildern. GPS ist integriert. Zwei elementare Nachteile erkennt man sofort: Die Blackvue hat kein Display verbaut, und die Stromversorgung ist lediglich über das mitgelieferte Kabel per Zigarettenanzünder möglich. Eine Stromversorgung per USB ist nicht vorgesehen. Einstellmöglichkeiten sind an der DR750S-2CH nur wenige vorhanden. Über einen seitlichen Annäherungssensor kann man beispielsweise die Audio-Aufnahme ein- und ausschalten, zum Aktivieren des WLAN ist ein kleiner Taster vorhanden.

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Das zylindrisch geformte Gehäuse der Dashcam lässt sich um 360 Grad drehen. Eine Live-Vorschau ist nur per Streaming auf ein Smartphone oder Tablet möglich. Andernfalls muss man die Kamera nach Gefühl ausrichten. Die seitliche Gehäuseklappe hängt lediglich an einer dünnen Kunststoffbefestigung – fraglich, wie lange diese überlebt. Über die für PC und Mac erhältliche Software BlackVue Viewer kann man Fahrten nachträglich auswerten.

Tagsüber ist die Bildqualität der Blackvue ordentlich, scharf und weitgehend rauschfrei. Nachts flackern Straßenlaternen jedoch enorm, das Bildrauschen ist stark, und Verkehrs- oder Nummernschilder lassen sich kaum erkennen. Ebenfalls blöd: Wenn man im Schnittprogramm aneinanderhängende Clips zusammenfügt, entsteht kein homogener Film. Denn in der neuen Datei sind jeweils noch einmal die letzten Sekunden der vorherigen Datei vorangestellt. Wer Urlaubsfahrten mit der Dashcam ansehnlich dokumentieren will, muss deshalb auf jeden Fall erst Hand anlegen.

Garmin 65W

Auch die Garmin Dash Cam 65W kann viel, ist top ausgestattet, aber auch sehr teuer – zu teuer für unseren Geschmack. Recht simpel ist die Halterung mit Kugelgelenk. Die kleine Montageplatte wird an die Scheibe geklebt, die Dashcam hält sicher per Magnet. Das Display könnte mit 2 Zoll etwas größer ausfallen. Eine acht Gigabyte große Speicherkarte gehört zum Lieferumfang.

Der Blickwinkel der 2,1-Megapixel-Kamera fällt mit 180 Grad sehr üppig aus. Gesteuert wird die Garmin entweder über das Display oder per Stimme. Neben einem Kollisionswarner und dem Spurhalteassistent ermöglicht die Dashcam auch das Parken (erforderlich ist dafür ein separat erhältliches Festeinbaukabel). Die aktuelle Geschwindigkeit sowie die GPS-Koordinaten blendet die Kamera im Bild ein. Ebenso ermöglicht Garmin Hinweise zu festen Radarkontrollen und Ampelblitzern. Zeitrafferaufnahmen werden ebenfalls unterstützt.

Per WLAN lassen sich Videoaufnahmen auf das Smartphone übertragen. Die Videoqualität ist ordentlich, Farben könnten etwas kräftiger sein.

Aukey Dashcam DR02

Die Videoqualität der Aukey Dashcam DR02 hat uns überzeugt. Sie filmt in Full-HD-Auflösung zwar nur mit 30 und nicht mit 60 Vollbildern, dafür sind die Bewegungen dennoch geschmeidig und die Schärfe stimmt auch im Dunkeln. Leider muss die Aukey mit Klebeband direkt auf der Scheibe montiert werden. Je nach Position hängt sie dann ganz schön weit vom Fahrer weg, was die Bedienung erschwert. Zur Demontage muss die Dashcam aus der Halterung ausgeclipst werden, die Halteplatte ziert permanent die Frontscheibe. Zudem ist das Display mit 1,5 Zoll ziemlich klein. Eine GPS-Antenne muss zur Aukey separat erworben werden, um Koordinaten und die Geschwindigkeit aufzuzeichnen.

So haben wir getestet

Unser aktuelles Dashcam-Portfolio umfasst 24 Modelle, die wir in den vergangenen zwei Jahren getestet haben. Ältere, nicht mehr verfügbare Dashcams haben wir aus unserem Test entfernt. Alle Modelle zeichnen mit Full-HD-Auflösung auf, manche Cams können aber auch mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten (2K) filmen.

Alle Dashcams aus dem Test (obere Reihe): Ausdom AD282, Innosinpo Dash Cam HD, Oasser Car Dash Cam, Toguard CE680, Apeman C660, (untere Reihe): Pruveeo F5, Anker Roav Dashcam C1, iTracker DC-A119S, Yi Smart Dash Camera.
Alle Dashcams aus dem ersten Test. Oben: Ausdom AD282, Innosinpo Dash Cam HD, Oasser Car Dash Cam, Toguard CE680, Apeman C660. Unten: Pruveeo F5, Anker Roav Dashcam C1, iTracker DC-A119S, Yi Smart Dash Camera.

Um die Qualitäten der Kameras mit und ohne Tageslicht zu beurteilen, haben wir eine Strecke sowohl tags als auch nachts abgefahren. Straßenlaternen und die Scheinwerfer anderer Fahrzeuge waren dann die einzigen Lichtquellen. Unsere Testvideos zu allen Dashcams im Test finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Da wir alle Dashcams parallel getestet haben, wurden sie großflächig an der Innenseite der Windschutzscheibe verteilt. Das führte dazu, dass einige Kameras weiter unten angebracht werden mussten, wodurch sich Spiegelungen des Armaturenbretts nicht vermeiden ließen.

Das sind unsere sechs neuen Dashcams im Test: Crosstour Car Recorder CR700, Garmin Dash Cam 65W, iTracker mini0906, Yi Smart Dash Camera (untere Reihe), iTracker GS6000-A12, Apeman CS80 (obere Reihe).
Sechs zusätzliche Dashcams im Test: Oben: iTracker GS6000-A12, Apeman CS80. Unten: Crosstour CR700, Garmin Dash Cam 65W, iTracker mini0906, Yi Smart Dash Camera.

Außerdem haben wir die Dashcams auf Bedienkomfort, Handhabung und Verarbeitung hin überprüft. Da nicht alle Modelle über einen internen Akku verfügen und somit dauerhaft mit Strom versorgt werden müssen, haben wir diese Kandidaten im Fahrzeug sowohl über den Zigarettenanzünder als auch per Powerbank betankt. Hier sollte man aber wissen, dass in vielen Fahrzeugen der Zigarettenanzünder nur mit angeschaltener Zündung auch Strom liefert. Wundern Sie sich also nicht, wenn die Cam ansonsten nicht geladen wird.

Wichtige Erkenntnis nach dem Test: Beim Einsatz einer Dashcam sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Frontscheibe Ihres Wagens sauber ist, zumindest bei Nachtfahrten. Bei uns hatte sich nach der Tagfahrt frischer, kaum sichtbarer Blütenstaub auf die Scheibe gelegt, der sich bei unserem Trip im Dunkeln negativ auf die Bildqualität aller Dashcams auswirkte. Einfallendes Licht wurde gebrochen, was sich in Form vieler kleiner Spiegelungen bemerkbar machte, wie Sie in unseren Testvideos sehen können.

Die wichtigsten Fragen

Wie funktionieren Dashcams?

Dashcams werden per Saugnapf oder Klebehalterung an der Windschutzscheibe oder dem Armaturenbrett befestigt. Sie filmen die Fahrt mit extremem Weitwinkel und speichern die Aufnahmen auf einer Micro-SD-Karte. Einige können sich sogar von selbst aktivieren, wenn das parkende Fahrzeug touchiert wird.

Sind Dashcams legal?

Kurz gesagt: ja. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Kamera nicht über einen längeren Zeitraum aufzeichnet. Videos sollten ständig überschrieben und nur bei einem Unfall gespeichert werden. Gute Dashcams bieten diese Funktionen.

Sind Dashcams als Beweismittel vor Gericht zulässig?

Ja. Aufzeichnungen von Dashcams wurden mit Urteil des BGH vom 15. Mai 2018 für zulässig erklärt, um Verkehrsunfälle vor Gericht aufzuklären.

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