Die beste Dashcam

Die beste Dashcam ist die iTracker GS6000-A12. Sie überzeugt mit einem großen Display, komfortabler Steuerung per Smartphone-App und integriertem GPS. Die Bildqualität ist sehr gut, der Funktionsumfang groß und die Montage per Saugnapf funktioniert einfach und problemlos. Mit der Nextbase 312GW haben wir eine neue Empfehlung, die mit der iTracker mithalten kann und für viele Autofahrer sehr interessant sein dürfte.

Update 3. August 2018

Wir haben zwei neue Dashcams von Nextbase getestet. Beide liefern überzeugende Ergebnisse, speziell die preiswertere 312GW ist eine echte Alternative zur iTracker GS6000-A12.

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3. April 2018

Unser Testsieger iTracker DC-A119S wird leider nicht mehr hergestellt. Wir werden demnächst neue Modelle testen. Bis dahin ist für uns die Anker Roav Dashcam C1 die beste Wahl.

Dashcams werden im Auto an der Windschutzscheibe oder am Armaturenbrett befestigt und filmen mit extremem Weitwinkel die Fahrt. Nachts aktivieren sie sich von selbst, wenn jemand das parkende Auto anrempelt. Ziel ist es, für den Fall der Fälle Beweismaterial zu haben, beispielsweise um nach einem Unfall die eigene Unschuld nachweisen zu können.

Befestigt werden die Mini-Camcorder entweder per Saugnapf oder per Klebestreifen. Die Aufnahmen landen auf preiswerten Micro-SD-Karten. Über einen internen Speicher verfügen Dashcams nicht.

Wir haben insgesamt 17 Dashcams mit Preisen zwischen knapp 30 und 300 Euro getestet. Dabei haben wir insbesondere auch auf die datenschutzrechtlichen Anforderungen geachtet. Denn bislang war das ständige Filmen des Straßenverkehrs aus Datenschutzgründen nicht erlaubt. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist der Einsatz von Dashcams jetzt allerdings rechtssicher – wenn man einige technische Details beachtet. Dazu weiter unten mehr.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

iTracker GS6000-A12

Test Dashcam: iTracker GS6000-A12
Die iTracker GS6000-A12 filmt in 2K-Auflösung und punktet mit hohem Bedienkomfort und einem großes Display.
Amazon€ 159,99

von 100 Lesern gekauft

Ihr großes Display, die einfache Bedienung und die App-Steuerung katapultieren die iTracker GS6000-A12 auf den ersten Platz. Dank des integrierten GPS-Moduls informiert die Dashcam auch über die gefahrene Geschwindigkeit und blendet sie auf Wunsch im Video ein. Die Videoqualität ist ordentlich, über diverse Parameter wie Kontrast, Auflösung und Schärfe lassen sich die Aufnahmen individuell anpassen.

Fast genauso gut

Nextbase 312GW

Test Dashcam: Nextbase 312GW
Gute Videoqualität am Tag und in der Nachz, hoher Bedienkomfort und praktische Halterung: die Nextbase 312GW sammelt viele Pluspunkte.

Die Nextbase 312GW ist für unsere Testsiegerin eine echte Konkurrentin: Die Kamera liefert bei Tag und bei Nacht gute Aufnahmen, der Bedienkomfort ist löblich und die Ausstattung umfangreich. Zudem überzeugt die magnetische Halterung, um die Dashcam schnell und unkompliziert aus dem Auto mitzunehmen, während der Saugnapf samt Stromversorgung weiter an der Frontscheibe hängt.

Gut & günstig

Anker Roav Dashcam C1

Test Dashcam: Anker Roav Dashcam C1
Die Anker Roav Dashcam C1 bietet tolle Aufnahmen und eine praktische App-Steuerung.
Amazon€ 69,99

von 243 Lesern gekauft

Die Anker Roav Dashcam C1 kostet weniger als die Hälfte der iTracker und macht ihren Job trotzdem richtig gut. Auch dieses Modell liefert im Hellen und im Dunkeln ausgezeichnete Aufnahmen. Die C1 gefällt zudem durch ihre sehr einfache Bedienung und ihr großes Display. Die Anker kann zwar nicht die Geschwindigkeit anzeigen, dafür gibt es auch für sie eine App, mit der man bequem vom Smartphone aus auf die Aufnahmen zugreifen zu kann.

Doppel-Kamera

iTracker mini0906

Test Dashcam: iTracker mini0906
Die iTracker mini0906 hat dank einer zweiten Kamera auch jederzeit das Geschehen hinter dem Fahrzeug im Blick.
Amazon€ 159,95

von 12 Lesern gekauft

Wer nicht nur wissen will, was vor dem Auto, sondern auch, was dahinter passiert, findet mit der iTracker mini0906 eine interessante und sehr kompakte Dashcam. Die winzige Doppelkamera besitzt außerdem eine HDMI-Buchse, über die man Fotos und Videos direkt auf den Flachbildfernseher bringen kann.

Vergleichstabelle

TestsiegerFast genauso gutGut & günstigDoppel-Kamera
Modell iTracker GS6000-A12 Nextbase 312GW Anker Roav Dashcam C1 iTracker mini0906 Yi Smart Dash Apeman C660 Nextbase 612GW Garmin 65W Crosstour CR700 Apeman CS80 Ausdom AD282 Oasser Car Dash Cam Innosinpo Dash Cam HD Pruveeo F5 Toguard CE680
Test Dashcam: iTracker GS6000-A12Test Dashcam: Nextbase 312GWTest Dashcam: Anker Roav Dashcam C1Test Dashcam: iTracker mini0906Test Dashcam: Yi Smart Dash CameraTest Dashcam: Apeman C660Test Dashcam: Nextbase 612GWTest Dashcam: Garmin Dash Cam 65WTest Dashcam: Ausdom AD282Test Dashcam: Oasser Car Dash CamTest Dashcam: Innosinpo Dash Cam HDTest Dashcam: Pruveeo F5Test Dashcam: Toguard CE680
Pro
  • Großes Display
  • 2K-Auflösung
  • Einfache Bedienbarkeit
  • App-Steuerung
  • Integrierter Akku
  • Sehr gute Bildqualität
  • Großes Display
  • Praktische Halterung
  • Integrierter Akku
  • Sehr gute Bildqualität
  • App-Steuerung
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Front- und Heckkamera
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Gute Bildqualität
  • RF Remote Controller
  • HDMI-Buchse
  • Großes Display
  • Gute Bildqualität
  • Interner Akku
  • Eigene App
  • Gute Bildqualität im Hellen
  • Großer Weitwinkel
  • Metallgehäuse, Mini-HDMI-Ausgang
  • UHD-Auflösung
  • Sehr gute Bildqualität im Hellen
  • Aluminiumgehäuse
  • Großer Touchscreen
  • Praktische Halterung, HDMI-Ausgang
  • Sehr umfangreiche Ausstattung
  • Gute Bildqualität
  • Sprachsteuerung
  • Interner Akku
  • Stabile Halterung
  • Ordentliche Bildqualität
  • HDMI-Ausgang
  • Gute Bedienbarkeit
  • Interner Akku
  • Ordentliche Bildqualität
  • Gute Bildqualität
  • Matter Bildschirm
  • Mini-HDMI-Ausgang
  • Ordentliche Bildqualität
  • Großer Weitwinkel
  • Viele Anschlüsse
  • Großes Display
  • Gute Ausstattung
  • Sehr günstig
  • Günstig
  • App-Steuerung
  • Günstig
Contra
  • Empfang von GPS-Signal mit leichter Verzögerung
  • Probleme mit der WLAN-Verbindung
  • Display sehr anfällig für Kratzer
  • Kein eigener Akku
  • Sehr kleines Display
  • Halterung könnte etwas stabiler sein
  • Aufnahmen nachts recht dunkel
  • Aufnahmen nachts recht dunkel
  • Sehr teuer
  • Teuer
  • Kein interner Akku
  • Überschaubare Ausstattung
  • Kein deutsches Menü
  • Kleines Display
  • Bilder tagsüber teilweise zu hell
  • Aufnahmen lassen sich nicht immer wiedergeben
  • Kleines Display
  • Mäßige Videoqualität
  • Full-HD nur durch Update
  • Kleines Display
  • Schlechte Bildqualität
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Technische Daten   Technische Daten anzeigen

Bislang war der Einsatz von Dashcams im Auto umstritten, denn das permanente Aufzeichnen von Videos in der Öffentlichkeit ist aus Datenschutzgründen an sich verboten. Schließlich filmt man damit ständig Personen in der Öffentlichkeit.

Nachdem im vergangenen Jahr aber bereits einige Gerichte Videos von Dashcams zur Beweissicherung zugelassen hatten, hat der BGH mit Urteil vom 15. Mai 2018 Aufnahmen von Dashcams als Beweismittel vor Gericht zur Klärung von Verkehrsunfällen grundsätzlich für zulässig erklärt. Das permanente Aufzeichnen bleibt aufgrund des Datenschutzgesetzes zwar weiterhin unzulässig. Diese Unzulässigkeit führt aber nicht dazu, dass die Bilder in Zivilprozessen nicht verwertet werden dürfen. Es sei immer eine Frage der Abwägung im Einzelfall.

Endlich herrscht Rechtssicherheit – zumindest in Deutschland

Das Gericht stellt auch klar, wie eine rechtlich einwandfreie Nutzung von Dashcams aussehen kann, nämlich durch ein »dauerndes Überschreiben in kurzen Abständen und Auslösen der dauerhaften Speicherung erst bei Kollision oder starker Verzögerung des Fahrzeugs«.

Damit gibt es nun endlich eine gewisse Rechtssicherheit beim Einsatz von Dashcams. Man muss eben nur darauf achten, dass die Kamera nicht stundenlang aufzeichnet, sondern dass die Videos ständig überschrieben und nur im Fall eines Unfalls gespeichert werden. Die meisten Dashcams bieten diese Möglichkeit.

Die Dashcams werden entweder per Saugnapf oder Klebefolie an der Frontscheibe befestigt.

Klar ist aber auch: Aufnahmen Ihrer Dashcam dürfen Sie nicht einfach ins Internet stellen. Zumindest nicht ohne die Einwilligung aller Personen, die auf den Aufnahmen zu erkennen sind, sonst verletzen Sie deren Persönlichkeitsrechte.

Auch bei der Nutzung im Ausland müssen Sie aufpassen: In Österreich sind die Überwachungskameras an der Windschutzscheibe ausdrücklich verboten. Hier droht sogar ein Bußgeld, wenn man erwischt wird. Abgeraten wird zudem von der Verwendung in Belgien, Luxemburg, Portugal, Schweden und der Schweiz.

Außerhalb dieser Länder kann das Mitführen einer Dashcam an Bord durchaus sinnvoll sein. In der Praxis dürften Sie wohl kaum Schwierigkeiten bekommen, solange Sie mit dem Bildmaterial verantwortungsvoll umgehen.

So haben wir getestet

In der ersten Runde waren es neun Dashcams, für unser Update haben wir acht weitere Modelle getestet. Die Yi Smart Dash Camera haben wir in der neuen, deutlich besseren Version geprüft. Da unser bisheriger Testsieger iTracker DC-A199S nicht mehr verfügbar ist, haben wir das Modell aus unserer Vergleichstabelle entfernt. Alle Modelle zeichnen mit Full-HD-Auflösung auf, manche Modelle können aber auch mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten (2K) filmen. Neu im Test waren zwei Modelle von Nextbase, die 312GW und die 612GW.

Alle Dashcams aus dem Test (obere Reihe): Ausdom AD282, Innosinpo Dash Cam HD, Oasser Car Dash Cam, Toguard CE680, Apeman C660, (untere Reihe): Pruveeo F5, Anker Roav Dashcam C1, iTracker DC-A119S, Yi Smart Dash Camera.
Alle Dashcams aus dem ersten Test. Oben: Ausdom AD282, Innosinpo Dash Cam HD, Oasser Car Dash Cam, Toguard CE680, Apeman C660. Unten: Pruveeo F5, Anker Roav Dashcam C1, iTracker DC-A119S, Yi Smart Dash Camera.

Um die Qualitäten der Kameras mit und ohne Tageslicht zu beurteilen, haben wir eine Strecke sowohl tags als auch nachts abgefahren. Straßenlaternen und die Scheinwerfer anderer Fahrzeuge waren dann die einzigen Lichtquellen. Unsere Testvideos zu allen Dashcams im Test finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Da wir alle Dashcams parallel getestet haben, wurden sie großflächig an der Innenseite der Windschutzscheibe verteilt. Das führte dazu, dass einige Kameras weiter unten angebracht werden mussten, wodurch sich Spiegelungen des Armaturenbretts nicht vermeiden ließen.

Das sind unsere sechs neuen Dashcams im Test: Crosstour Car Recorder CR700, Garmin Dash Cam 65W, iTracker mini0906, Yi Smart Dash Camera (untere Reihe), iTracker GS6000-A12, Apeman CS80 (obere Reihe).
Die sechs neuen Dashcams im Test: Oben: iTracker GS6000-A12, Apeman CS80. Unten: Crosstour CR700, Garmin Dash Cam 65W, iTracker mini0906, Yi Smart Dash Camera.

Außerdem haben wir die Dashcams auf Bedienkomfort, Handhabung und Verarbeitung hin überprüft. Da nicht alle Modelle über einen internen Akku verfügen und somit dauerhaft mit Strom versorgt werden müssen, haben wir diese Kandidaten im Fahrzeug sowohl über den Zigarettenanzünder als auch per Powerbank betankt. Hier sollte man aber wissen, dass in vielen Fahrzeugen der Zigarettenanzünder nur mit angeschaltener Zündung auch Strom liefert. Wundern Sie sich also nicht, wenn die Cam ansonsten nicht geladen wird.

Wichtige Erkenntnis nach dem Test: Beim Einsatz einer Dashcam sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Frontscheibe Ihres Wagens sauber ist, zumindest bei Nachtfahrten. Bei uns hatte sich nach der Tagfahrt frischer, kaum sichtbarer Blütenstaub auf die Scheibe gelegt, der sich bei unserem Trip im Dunkeln negativ auf die Bildqualität aller Dashcams auswirkte. Einfallendes Licht wurde gebrochen, was sich in Form vieler kleiner Spiegelungen bemerkbar machte, wie Sie in unseren Testvideos sehen können.

Testsieger: iTracker GS6000-A12

Die iTracker GS6000-A12 bietet von allen getesteten Dashcams insgesamt das beste Gesamtpaket. Sowohl qualitativ als auch von Aufnahmen und Funktionsumfang her kommt keine andere Dashcam an sie heran.

Testsieger

iTracker GS6000-A12

Test Dashcam: iTracker GS6000-A12
Die iTracker GS6000-A12 filmt in 2K-Auflösung und punktet mit hohem Bedienkomfort und einem großes Display.
Amazon€ 159,99

von 100 Lesern gekauft

Die GS6000-A12 hat ein gut verarbeitetes, gummiertes Gehäuse. Das fühlt sich gut an und ist unempfindlich gegen Kratzer. Mit 2,7 Zoll fällt das Display angenehm groß aus. Sehr glücklich waren wir auch mit dem Saugnapf, mit dem die Kamera an der Scheibe befestigt wird. So lässt sie sich blitzschnell wieder lösen und auch in anderen Fahrzeugen einsetzen.

Generell stehen wir den Klebelösungen kritisch gegenüber. Denn sind die Klebepads erst mal einige Zeit an der Scheibe, wird das Lösen zum Geduldspiel. Zahnseide, die im Internet oft empfohlen wird, um die Klebehalterungen von der Scheibe zu schneiden, riss bei uns sehr schnell durch. Einzige Option: Wenn die Klebefolie mit einem Fön erwärmt wird, lässt sie sich recht gut von der Scheibe ziehen. Umständlich bleibt dieses Prozedere trotzdem.

Saugnäpfe sind besser als Klebelösungen

iTracker liefert seine Dashcam mit fünf Kabelclips aus. Die werden auf das Armaturenbrett geklebt, um das Kabel vom Zigarettenanzünder sauber zu verlegen. Die Dashcam selbst sitzt stramm an einem Schwanenhals und lässt sich mit etwas Kraft in alle Richtungen drehen und optimal auf die Straße ausrichten. Die Option »Video Rotation« erlaubt es, die Dashcam auch kopfüber zu montieren, das Videobild wird dann automatisch gedreht.

Die Stromversorgung erfolgt über ein 3,5 Meter langes Ladekabel, das in den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs gesteckt wird. Dank des internen Akkus kann die GS6000-A12 zwar auch einige Minuten autark betrieben werden, für den dauerhaften Einsatz muss sie jedoch wie alle anderen Modelle an die Bordspannung angeschlossen werden. Mit einem Kabel im Cockpitbereich muss man sich bei Dashcams also generell abfinden.

Die Kamera

Das Weitwinkelobjektiv der iTracker-Kamera erfasst einen Bereich von 126 Grad – das ist unterdurchschnittlich. Die Garmin Dash Cam 65W beispielsweise kommt auf satte 180 Grad. Trotzdem kriegt man auch mit der iTracker sehr viel vom Verkehrsgeschehen aufs Bild.

Unser Vergleichsvideo haben wir in Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 60 Vollbildern gedreht. Die GS6000-A12 beherrscht allerdings auch 2K mit 30 Bildern pro Sekunde (2.560 x 1.440 Bildpunkte). Die Videos werden dadurch aber nicht spürbar besser, der Unterschied ist geringer als erhofft. Da der Speicherbedarf steigt, sollte man für sich testen, ob sich die höhere Auflösung wirklich lohnt, aus unserer Sicht kann man darauf verzichten.

Neben der Auflösung kann man auch den Look des Videos verändern – hierzu stehen im Menü »Super Fein«, »Fein« und »Normal« zur Verfügung. Auch der Kontrast lässt sich in drei Stufen anpassen, dasselbe gilt für die Schärfe. Zudem besteht die Möglichkeit, über den Weißabgleich Einfluss auf das Bild zu nehmen, was im Alltag aber kaum der Fall sein wird. Denn ob es sonnig oder wolkig ist und der Weißabgleich entsprechend stimmt, spielt für fast alle Besitzer einer Dashcam keine Rolle.

Die Dashcam von iTracker kommt mit viel Zubehör.

Bedienung und Funktionen

Die iTracker GS6000-A12 nimmt man in die Hand und kann sie sofort bedienen. Auf der Oberseite befindet sich der Knopf zum Einschalten, nach dem Aktivieren der Zündung startet die Kamera aber auch automatisch. Die Funktion der Bedientasten links und rechts neben dem Display ergibt sich von alleine. Das Menü ist logisch aufgebaut, die Schrift ist schön groß und gut ablesbar.

Das Menü der GS6000-A12 erinnert an das einer klassischen Digitalkamera.

Die iTracker erlaubt das Filmen mit manueller Auslösung oder in Endlosschleife – die einzelnen Sequenzen sind dann wahlweise eine, drei oder fünf Minuten lang. Mit Hilfe der kostenlos erhältlichen Software »Registrator Viewer« kann anschließend wieder eine längere Datei ohne zusätzliches Schnittprogramm am PC zusammengefügt werden.

Älteres Material wird bei der Aufzeichnung in Endlosschleife immer wieder gelöscht. Damit genügt die Kamera grundsätzlich den deutschen Datenschutzanforderungen – wobei es noch unklar ist, wie viel Material tatsächlich aufbewahrt werden darf. Das werden gegebenenfalls weitere Gerichtsurteile zeigen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man möglichst wenig Videomaterial dauerhaft speichert.

Wird die Bewegungserkennung aktiviert, schaltet sich die Kamera sofort ein und zeichnet auf, wenn sich das Geschehen vor der Linse verändert. Voraussetzung: Die Dashcam muss dauerhaft mit Strom versorgt werden und sich im Standby-Modus befinden. Diese Funktion ist nützlich, wenn das Auto beim Parken beschädigt wird.

Die App ist übersichtlich gestaltet und problemlos bedienbar.
Die App ist übersichtlich gestaltet und problemlos bedienbar.

Der integrierte G-Sensor sorgt dafür, dass die aktuelle Videosequenz bei einem Aufprall automatisch schreibgeschützt wird. Am besten sollte man hier die Werkseinstellungen beibehalten, sonst kann jedes Schlagloch dazu führen, dass Videos dauerhaft archiviert werden, die Speicherkarte ist dann bald voll. Die iTracker unterstützt micro-SD-HC/XC-Karten bis zu einer maximalen Größe von 128 Gigabyte.

Ein zusätzliches Extra ist die Zeitraffer-Funktion: Sie ermöglicht die Wiedergabe einer Filmaufnahme mit erhöhter Geschwindigkeit. Zur Auswahl stehen 2, 5 und 30 Sekunden.

Kennzeichen kann eingeblendet werden

Soll die Dashcam in verschiedenen Fahrzeugen eingesetzt werden, kann man das Kennzeichen des jeweiligen Fahrzeugs oder einen beliebigen kurzen Text über das Menü eingeben und diesen in das Video einblenden. Das ist die beste Möglichkeit, um nachher sofort zu wissen, von welchem Auto aus die Aufnahmen entstanden sind.

Test Dashcam: iTracker GS6000-A12
Die iTracker GS6000-A12 hält durch den Saugnapf sicher an der Scheibe, ein GPS-Sensor ist integriert.

Der GPS-Sensor

Der Arretierbügel zur Befestigung des Saugnapfes an der Scheibe ist gleichzeitig auch der GPS-Sensor der Dashcam. Bei vorhandenem Signal werden Uhrzeit und Datum automatisch eingestellt. Um GPS nutzen zu können, muss die Funktion über das Menü aktiviert werden. Während der Fahrt blendet die GS6000-A12 dann die gefahrene Geschwindigkeit ein.

Bei unseren Testvideos ist das nicht der Fall. Der Grund: Es kann einige Minuten dauern, bis das GPS-Signal empfangen wird. Da die internen Akkus der Dashcams die nicht extern mit Strom versorgt wurden, jedoch ebenfalls nur wenige Minuten durchhalten, mussten wir unsere Testfahrten umgehend starten. Ein zusätzlicher Test zeigte allerdings, dass das GPS beim iTracker einwandfrei funktioniert.

Videoqualität und App-Steuerung

Die Farben der Aufnahmen sind kräftig und natürlich. Bei Tageslicht kann man Details gut erkennen. Wie bei den Mitbewerbern liegt die Qualität allerdings nicht auf dem Niveau guter Actioncamcorder, was man zu dem Preis allerdings auch nicht erwarten kann.

Fahrbahnunebenheiten und Ruckler werden gut ausgeglichen, die Bildstabilität ist sehr ordentlich. Bei Nachtaufnahmen ist das Bild im Standard-Setup vernünftig ausgeleuchtet. Über einen HDMI-Ausgang kann man sich die Aufnahmen direkt von der Kamera auf dem Fernseher ansehen, ohne sie erst auf einen PC laden zu müssen.

Per App alles im Griff

Über die Gratis-App »WiFi-CarDV« für iOS und Android kann man die Dashcam fernsteuern. Dazu wird die Dashcam per WLAN mit einem Smartphone oder Tablet verbunden. So kann man über die App unter anderem die Auflösung ändern, die Endlosschleife einstellen und Aufnahmen starten oder stoppen.

iTracker bietet auf seiner Homepage zudem eine kostenlose Auswertungssoftware an. Hier kann man sich über die GPS-Daten die Geschwindigkeit anzeigen und die gefahrene Route auf einer Karte darstellen lassen.

Die Auswertungssoftware kann unter anderem die gefahrene Route nachvollziehen.

iTracker GS6000-A12 im Testspiegel

Es gibt bislang nur einen einzigen weiteren Test der GS6000-A12. Die Redaktion des Online-Portals Dashcam Test (05/2018) urteilt, dass das Modell »auffällig gut in der Hand« liegt, zudem lobt sie das große Display und die logische Menüführung. Auch an der Videoqualität gibt es wenig zu kritisieren:

»Full-HD-Aufnahmen sehen sehr knackig und scharf aus – fast schon zu scharf für meinen Geschmack. Die Nachtaufnahmen haben mich etwas überrascht. Sie sehen sehr bunt aus. Reflexionen, Lichter und Spiegelungen sehen viel intensiver aus, als in der Realität. Ich würde es nicht unbedingt als nachteilig empfinden aber es sieht schon recht unrealistisch aus. Aber die Feinheiten lassen sich trotzdem gut erkennen.«

Vom Filmen in der höchsten Auflösung mit 2.560 x 1.440 Pixeln raten die Tester ab, da das Bild nicht spürbar detaillierter wirkt. Weich und flüssig sehen die Filme hingegen mit Full-HD und 60 Bildern aus, so das Fazit.

Alternativen

An Alternativen mangelt es nicht. Immer mehr Hersteller bringen Dashcams auf den Markt. Die Preisspanne ist dabei erstaunlich groß. Dabei muss man für ein richtig gutes Modell gar nicht viel ausgeben, wie die Anker Roav Dashcam C1 eindrucksvoll beweist. Und mit der Nextbase 312GW gibt es seit kurzem ein teureres aber sehr empfehlenswertes Modell.

Fast genauso gut

Nextbase 312GW

Test Dashcam: Nextbase 312GW
Gute Videoqualität am Tag und in der Nachz, hoher Bedienkomfort und praktische Halterung: die Nextbase 312GW sammelt viele Pluspunkte.

Die Nextbase 312GW spielt mit der iTracker GS6000-A12 in derselben Liga und auf identischem Niveau. Nennenswerte Schwächen, abgesehen von der WLAN-Verbindung, haben wir im Test nicht festgestellt. Der Bildschirm ist 2,7 Zoll groß, die Kamera mit 140-Grad-Weitwinkel verfügt über ein Glasobjektiv mit sechs Linsen. Das Gehäuse macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Besonders positiv ist die Befestigung. Nextbase hat einen klassischen Saugnapf mit einer magnetischen Halterung kombiniert. Der Halter mit USB-Kabel zum Zigarettenanzünder bleibt an der Frontscheibe, während man die 312GW abnimmt. So ist sie vor Diebstahl geschützt.

 Dashcam Test: 20180801
Praktische Halterung: Über einen Magnetmechanismus lässt sich die Dashcam abnehmen, die Saugnapfhalterung bleibt an der Scheibe.

Ein integriertes GPS-Modul erfasst während der Fahrt die gefahrene Geschwindigkeit und blendet diese auf Wunsch in das Video ein. Auch GPS-Daten werden erfasst, um die Route nachträglich auf Google Maps verfolgen zu können. Eine 32 Gigabyte große MicroSD-Karte zeichnet bis zu vier Stunden Video auf. Die maximale Auflösung liegt bei 1080p, allerdings schafft die Nextbase lediglich 30 Vollbilder pro Sekunde, während die iTracker GS6000-A12 mit 60 Vollbildern pro Sekunde filmen kann.

Qualitativ kann die Dashcam allerdings vollauf überzeugen. Aufnahmen sind sehr scharf, die Farben sind natürlich und auch bei Gegenlicht fällt die Bildhelligkeit nicht zu stark ab. Lediglich der leichte Wippeffekt im Video stört etwas. Im Dunkeln hellt die 312GW das Bild sehr gut auf, Details gehen dadurch nicht verloren. Das Bildrauschen ist relativ gering.

Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Parkmodus, der durch Bewegungen aktiviert wird, markante Sequenzen etwa bei einem Crash werden gegen versehentliches Löschen geschützt, die Belichtung ist individuell anpassbar und ein Nummernschild lässt sich einblenden. Praktisch: Der integrierte Akku hält bis zu 30 Minuten durch, sollte die Stromversorgung zum Zigarettenanzünder unterbrochen werden.

Positiv: Nextbase liefert eine 38 Seiten starke, sehr ausführliche Bedienungsanleitung mit. Diese konnte uns aber auch nicht dabei helfen, das WLAN der Dashcam auf einem Galaxy S9 Plus sichtbar zu machen. Das wäre allerdings nötig, um die Nextbase-App zu nutzen und so aufgenommene Videos auf das Smartphone herunterzuladen und zu teilen. Abgesehen von dieser Schwäche ist die 312GW eine absolute Kaufempfehlung.

Gut & günstig

Anker Roav Dashcam C1

Test Dashcam: Anker Roav Dashcam C1
Die Anker Roav Dashcam C1 bietet tolle Aufnahmen und eine praktische App-Steuerung.
Amazon€ 69,99

von 243 Lesern gekauft

Auch die günstige Anker Roav Dashcam C1 können wir uneingeschränkt empfehlen. Sie wird an die Scheibe geklebt, das Objektiv ist per Hand verstellbar, der Weitwinkelbereich mit 145 Grad sehr ordentlich.

Ein eingebauter Akku sorgt dafür, dass die Dashcam auch mal ohne Fernspeisung über den Zigarettenanzünder betrieben werden kann. Dann ist das Aufnahmeintervall sicherheitshalber jedoch auf eine Minute beschränkt. Ist die dauerhafte Stromversorgung sichergestellt, lassen sich Clips mit einer, drei, fünf und zehn Minuten Dauer anfertigen. Das Display ist mit 2,4 Zoll angenehm groß.

Eindeutige weiße Symbole machen die Bedienung einfach und intuitiv. In der höchsten Auflösung mit 1920 x 1080 Pixeln filmt die Anker mit 30 Vollbildern pro Sekunde. Der Hersteller empfiehlt Micro-SD-Karten mit einem maximalen Speichervolumen von 32 Gigabyte, das reicht in bester Filmqualität für maximal 320 Minuten. Karten mit 64 oder 128 Gigabyte sollten am Computer im Format FAT32 formatiert werden.

Die Filmaufnahmen sind fein aufgelöst, aber auch tagsüber sind leichte Artefakte erkennbar. Im Dunkeln liefert die Roav Dashcam C1 ein helles und aussagekräftiges Bild (ab Minute 1:00 im Video), mit das beste unserer Testmodelle.

Per App kann man alle wichtigen Parameter der Anker Roav Dashcam C1 verändern.
Per App kann man alle wichtigen Parameter der Anker Roav Dashcam C1 verändern.

Zur Ausstattung gehört eine Standüberwachung des Fahrzeugs, bei Crashs und starken Erschütterungen werden Aufnahmen ebenfalls automatisch schreibgeschützt.

Über eine kostenlose App verbindet sich die Dashcam mit einem Apple- oder Android-Smartphone – von hier aus lassen sich nicht nur sämtliche Einstellungen vornehmen, sondern auch die Aufnahmen direkt anschauen.

Kleines Manko bei der Anker Roav C1: Das Display ist sehr anfällig für Kratzer. Und GPS-Daten lassen sich nicht erfassen und damit auch nicht die Geschwindigkeit aufzeichnen. Aber dafür ist sie auch ein gutes Stück günstiger als unser Favorit von iTtracker.

Doppel-Kamera

iTracker mini0906

Test Dashcam: iTracker mini0906
Die iTracker mini0906 hat dank einer zweiten Kamera auch jederzeit das Geschehen hinter dem Fahrzeug im Blick.
Amazon€ 159,95

von 12 Lesern gekauft

Die iTracker mini0906 ist aus mehreren Gründen eine ganz besondere Dashcam: Sie ist einerseits mit 7,5 x 4 x 4 Ztentimetern extrem klein, außerdem wird sie mit Heckkamera und Fernbedienung ausgeliefert. Damit ist sie besser ausgestattet als die meisten Mitbewerber.

Beide Kameras werden geklebt. Unterschied: Für die Frontkamera liefert iTracker eine Halteplatte mit, die an die Scheibe geklebt wird. Die Dashcam selbst lässt sich schnell entfernen und aus dem Auto nehmen. Kleine mitgelieferte Keile erlauben auch die Anbringung an Scheiben mit starker Wölbung.

Beim Versuch der ersten Inbetriebnahme in der Wohnung fällt auf: Das funktioniert nicht, auch nicht per USB-Kabel an einen PC angeschlossen. Die iTracker verlangt nach der Bordspannung über den Zigarettenanzünder. Einen Akku hat die mini9609 leider nicht verbaut.

Einfach und selbsterklärend ist hingegen die Bedienung über lediglich drei Tasten. Die Kameras starten sofort mit der Aufnahme, sobald sie mit Strom versorgt werden. Allerdings sind auch manuelle Aufnahmen möglich. Die maximale Länge der Clips ist auf fünf Minuten beschränkt.

Während die Dashcam filmt, können auch Fotos geschossen werden. Die Kontrolle der Ergebnisse ist über den 1,5 Zoll kleinen Bildschirm nicht sonderlich komfortabel. Angenehmer ist es da schon, die iTracker über den HDMI-Ausgang direkt mit einem Fernseher zu verbinden.

Ist der Bewegungssensor aktiviert, nimmt die mini9609 zehn Sekunden lang auf und stoppt, sobald sie keine Bewegung mehr registriert. Aufnahmen lassen sich mit einem Schreibschutz versehen, dafür liefert iTracker extra den kleinen RF Remote Controller mit. Bei einem Unfall werden die Aufnahmen automatisch gegen Löschen gesichert. Dank GPS-Anbindung lassen sich die GPS-Koordinaten, Datum, Uhrzeit, die Temperatur sowie die gefahrene Geschwindigkeit im Video einblenden.

Zur Ausstattung des Winzlings gehört auch die Überwachung des Parkraums, ob sich da nicht jemand am Fahrzeug zu schaffen macht. Hierzu muss die Dashcam allerdings über das mitgelieferte Hardwire Kit direkt an die Fahrzeugelektronik angeschlossen werden.

Die Rückkamera wird geklebt, den Strom bezieht sie über ein sechs Meter langes Kabel.

Die rückseitige Kamera, die ebenfalls mit 1.920 x 1.080 Pixeln filmt (allerdings nur mit 30 statt 60 Bildern) wird über ein sechs Meter langes Kabel mit Strom versorgt. So bleibt auch in großen Limousinen und langen Vans genug Luft. Videos von Front- und der Rückkamera werden in separaten Ordnern abgespeichert.

Farben zeigt die mini0906 sehr natürlich, die Bewegungen sind flüssig. Im Dunkeln hat die Kamera mit Streulicht zu kämpfen, was in unserem Test aber auch auf die Position an der Frontscheibe zurückzuführen ist.

Die iTracker mini0906 ist die beste Wahl für alle, die auf ein kleines Gerät wert legen und zudem noch aufzeichnen wollen, was hinter ihnen passiert.

Außerdem getestet

Richtig enttäuscht waren wir im Test nur von den sehr günstigen Kameras, deren Videoqualität absolut nicht überzeugen konnte. Testvideos zu allen Kameras finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Yi Smart Dash

Test Dashcam: Yi Smart Dash Camera

Keine Preise gefunden.

Die Yi Smart Dash Camera ist für 45 Euro ein echter Preistipp – leider ist sie momentan nicht mehr verfügbar.

Gerade mal 45 Euro kostet die Smart Dash Camera von Yi. Trotzdem überzeugt sie durch eine gute Bildqualität und eine ordentliche Ausstattung. Der Bildschirm fällt mit 2,7 Zoll angenehm groß aus. Die Yi kann zwar auch mit 2.304 x 1.296 Pixeln filmen, das sinnvollere Format ist jedoch 1.920 x 1.080 mit 60 Vollbildern.

Im Menü findet man sich dank der großen und weitgehend selbsterklärenden Symbole rasch zurecht. Praktisch: Dank eingebautem Akku kann die Dashcam die Zeit auch überbrücken, bis sie wieder am Zigarettenanzünder oder einer Powerbank angeschlossen ist. Mit einem Winkel von 165 Grad fällt der Aufnahmebereich schön groß aus, die Linse besteht aus Ganzglas und nicht aus Kunststoff.

Eine Besonderheit ist das Fahr-Assistenz System, das darüber informiert, falls man die eigene Fahrspur verlässt. Yi setzt außerdem auf einen 3-Achsen-G-Sensor, der Kollisionen erkennt und das aufgezeichnete Material automatisch sichert. Die Empfindlichkeit ist manuell einstellbar. Videos lassen sich per WLAN mit dem Smartphone und der YI Dash Camera App teilen.

Die Farben der Videos sind kräftig, allerdings nicht ganz frei von Artefakten. Nachtaufnahmen könnten etwas heller und somit auch detailreicher sein. Aber für den Preis darf man da nicht meckern. Wenn Sie nicht viel Geld ausgeben wollen, bekommen Sie mit der Yi Smart Dash eine einfache Dashcam, die tut, was sie soll.

Nextbase 612GW

Die Nextbase 612GW ist eine tolle Dashcam, die sehr viel kann und fast durchweg überzeugt. Sie besitzt einen Touchscreen und einen HDMI-Ausgang. Außerdem filmt sie als erste Dashcam mit UHD-Auflösung und 3.840 mal 2.160 Bildpunkten. Allerdings finden wir 300 Euro für einen solchen Helfer an Bord einen heftigen Preis, der jedoch nicht ungerechtfertigt ist.

Das Gehäuse der Kamera besteht aus hochwertigem Aluminium, das Display fällt mit 3 Zoll schön groß aus, und das Haltekonzept begeistert, weil identisch mit dem der Nextbase 312GW. Ein Polarisationsfilter vermeidet Reflexionen, das Glasobjektiv besteht sogar aus sieben Elementen. Die UHD-Aufnahmen sind in der Tat sehr scharf und tagsüber farblich ausgezeichnet, allerdings nicht signifikant schärfer als die HD-Videos der 312GW. Auch hier tendiert das Bild schnell zu Wacklern. Nachts gefällt uns das Bild des günstigeren Schwestermodells sogar besser, da es um einiges heller und dadurch detailfreudiger ist.

Geschwindigkeit und GPS-Daten lassen sich in die Filme einblenden, in der Auflösung 1080p filmt die Nextbase mit 60 Vollbildern. Zusätzlich zur 312GW gibt es eine Zeitrafferfunktion sowie eine automatische Dimmfunktion bei Nacht für das Display. Der interne Akku hält bis zu 15 Minuten durch. Abgesehen vom sehr hohen Preis gefällt uns die 612GW sehr gut. Mit dem WLAN gab es bei ihr keine Probleme.

Garmin 65W

Auch die Garmin Dash Cam 65W kann viel, ist top ausgestattet, aber für rund 220 Euro auch sehr teuer – zu teuer für unseren Geschmack. Recht simpel ist die Halterung mit Kugelgelenk. Die kleine Montageplatte wird an die Scheibe geklebt, die Dashcam hält sicher per Magnet. Das Display könnte mit 2 Zoll etwas größer ausfallen. Eine acht Gigabyte große Speicherkarte gehört zum Lieferumfang.

Der Blickwinkel der 2,1-Megapixel-Kamera fällt mit 180 Grad sehr üppig aus. Gesteuert wird die Garmin entweder über das Display oder per Stimme. Neben einem Kollisionswarner und dem Spurhalteassistent ermöglicht die Dashcam auch das Parken (erforderlich ist dafür ein separat erhältliches Festeinbaukabel). Die aktuelle Geschwindigkeit sowie die GPS-Koordinaten blendet die Kamera im Bild ein. Ebenso ermöglicht Garmin Hinweise zu festen Radarkontrollen und Ampelblitzern. Zeitrafferaufnahmen werden ebenfalls unterstützt.

Per WLAN lassen sich Videoaufnahmen auf das Smartphone übertragen. Die Videoqualität ist ordentlich, Farben könnten etwas kräftiger sein.

Crosstour CR700

Einen sehr stabilen Eindruck hinterlässt die Halterung der Crosstour CR700. Die Dashcam wird per Saugnapf an der Frontscheibe befestigt und kann so blitzschnell und ohne Rückstände wieder entfernt werden. Ohne externe Stromzufuhr kann die Kamera aber nicht betrieben werden, das Display ist 2 Zoll groß, das geht gerade noch so. Die Qualität der Videos reicht aus, etwas mehr Farbe würde den Bildern aber gut zu Gesicht stehen. Der G-Sensor registriert einen Crash und sorgt dafür, dass die dazugehörige Aufnahme nicht mehr gelöscht werden kann. Die Bedienung der CR700 ist unkompliziert. Aber mit unseren Empfehlungen von Anker und Yi bekommt man mehr fürs Geld.

Apeman CS80

Die Halterung der Apeman CS80 wird auf die Scheibe geklebt, die Dashcam selbst kann aber schnell abgenommen werden. Mit 2,45 Zoll fällt das Display angenehm groß aus. Insgesamt hat die Cam keine nennenswerten Schwächen. Sie lässt sich, zumindest für kurze Dauer, auch ohne externe Stromzufuhr betreiben. Die Bedienung ist intuitiv, per WLAN lassen sich Videos vom Smartphone aus anschauen. Mit einem Blickwinkel von 170 Grad erfasst die Apeman alle wichtigen Details. Auch die CS80 verfügt über einen G-Sensor, der Unfallszenen in Eigenregie schützt. Ist die Loop-Aufnahme (2, 3, 5 Minuten) aktiviert, werden alte Aufnahmen automatisch überschrieben, sobald die Speicherkarte voll ist. Die Videoqualität liegt auf dem Niveau der Mitbewerber.

Apeman C660

Mit ihrem ebenfalls enormen Weitwinkelbereich von 170 Grad entgeht der Apeman C660 kaum etwas. Die Dashcam steckt in einem stabilen Metallgehäuse, während das weiche Display Kratzer aber leider magisch anzieht und im Test nach einem Sturz auf den Boden halbseitig nicht mehr zu gebrauchen war. Die Montage erfolgt wahlweise per Saugnapf oder per Klebestreifen, ein Kugelgelenk erlaubt es, die Cam flexibel auszurichten. Üppig ist die Ausstattung der Apeman, die einen eigenen Akku besitzt und über den 2,7 Zoll großen Bildschirm völlig unproblematisch bedient werden kann. So registriert die Dashcam Parkrempler und außergewöhnliche Fahrmanöver via G-Sensor. Das mitgelieferte USB-Kabel zum Zigarettenanzünder ist ausreichend lang.

Eher um einen schlechten Scherz handelt es sich dagegen beim Handbuch: Die Schriftgröße entspricht »Fliegendreck«, wie es ein Amazon-Kunde treffend anmerkt. Außerdem ist die deutsche Übersetzung nicht immer ein Vergnügen. Während die Apeman tagsüber ein recht scharfes Bild liefert, das ein bisschen mehr Farbe vertragen könnte, sind Nachtaufnahmen zu dunkel. Details gehen hier verloren.

Ausdom AD282

Genau wie die iTracker DC-A119S besitzt auch die Ausdom AD282 ein mattes, leicht eingelassenes Display. Das hält deutlich mehr aus als vergleichbare hochglänzende Bildschirme. Nette Geste: Die Dashcam wird gleich mit einer 16 Gigabyte großen Speicherkarte ausgeliefert. Ein interner Akku macht die AD282 für einige Stunden vom Zigarettenanzünder unabhängig. Die sichere und stabile Befestigung erfolgt per Saugnapf.

Aufnahmen sind mit 2560 x 1080 Bildpunkten im 21:9-Format möglich. Für die klassische 16:9-Darstellung gewährt Ausdom ungewöhnliche 2304 x 1296 oder die bekannten 1920 x 1080 Pixel mit 45 oder 30 Vollbildern pro Sekunde. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Tagsüber sind die Bewegtbilder flüssig und weitgehend flimmerfrei, auch nachts ist alles Wesentliche zu erkennen. Zur Ausstattung gehören Crash-Sensor und Bewegungserkennung sowie eine MicroHDMI-Buchse. Das Menü steht leider nur auf zwei Sprachen zur Verfügung – Deutsch gehört nicht dazu.

Oasser Car Dash Cam

170 Grad – genau wie die Apeman C660 hat auch die Oasser Car Dash Cam einen beachtlichen Weitwinkel. Optisch ist sie mal was anderes, erinnert an einen Bluetooth-Lautsprecher im Baby-Format. Mit zwei USB-Buchsen, einem AV- und einem MiniHDMI-Ausgang präsentiert sich die Dashcam sehr anschlussfreudig. Tagsüber und nachts beschert sie eine ordentliche Filmqualität, wobei die Detailfreudigkeit im Dunkeln etwas verloren geht.

Schade, dass das Display der Oasser mit 1,5 Zoll sehr klein ausfällt. Dies erschert etwas die Bedienung, wobei die weiße Schrift auf dem schwarzen Untergrund sehr gut zu erkennen ist. Einen Akku hat die Cam fest verbaut, auch sie zieht dauerhaft ihren Saft über einen Zigarettenanzünder. Zur Ausstattung gehören G-Sensor und Bewegungsmelder.

Innosinpo Dash Cam HD

Mit gerade mal knapp 25 Euro ist die Innosinpo Dash Cam HD das günstigste Modell in unserem Test. Die Materialanmutung ist nicht die beste. Nicht alle Aufnahmen konnte die Dashcam einwandfrei auf die SD-Karte schreiben bzw. finalisieren, sodass sich nicht alle Clips öffnen ließen. Filme am Tag sind teilweise deutlich zu hell, nachts zu dunkel.

Der Akku hält nur wenige Minuten durch und dient primär dazu, einen Datenverlust zu vermeiden, etwa, sollte das USB-Kabel zum Zigarettenanzünder herausrutschen. Positiv fällt der 2,7 Zoll große Bildschirm auf. Bewegungserkennung und G-Sensor funktionieren ordentlich.

Pruveeo F5

Die Pruveeo F5 wird ebenfalls verklebt. Mit 1,5 Zoll fällt auch ihr Display winzig aus. Die Bedienung über die fünf Tasten geht nicht sonderlich schnell von der Hand, obwohl das Menü trotz der kleinen Schrift gut lesbar ist. Ab Werk filmt die F5 mit 1280 x 720 Bildpunkten. Der Hersteller begründet dies mit zu großen Dateien bei Full-HD-Auflösung. Wer sie nutzen möchte, kann sich aber eine neue Firmware herunterladen, die Full-HD-Auflösung unterstützt. Hundertprozentig flüssig laufen diese Aufnahmen aber nicht, wie Sie im Testvideo sehen können. Für mobile iOS- und Android-Geräte ist eine App zur Sichtung des Videomaterials erhältlich.

Toguard CE680

Die Toguard CE680 ist die kompakteste unserer Dashcams. Das Display ist 1,5 Zoll groß, das ist wie bei den Mitbewerben grenzwertig und schränkt den Bedienkomfort ein. Löblich: Eine 16 Gigabyte große Speicherkarte wird mitgeliefert. Mit 120 Grad fällt der Weitwinkel am kleinsten aus. Aufnahmen sind ruckelig. Bei nächtlicher Fahrt ist der Aufdruck von Straßenschildern nicht mehr zu erkennen.

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Kommentare

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Sorin
Sorin

Deine info fur DOD LS470+ ?

Lothar Meyer
Lothar Meyer

in Deutschland auch verboten. bei gericht als beweismittel nicht verwendbar.

Jürgen Peters
Jürgen Peters

Das entspricht nicht so ganz der Wahrheit. Dashcams wurde in Deutschland schon bei mehreren Gerichtsverfahren als Beweismittel zugelassen. Die Entscheidung liegt ganz beim Richter.

Kann hier auch gerne nachgelesen werden:
https://www.bussgeldkatalog.org/dashcam/

Volker Ernst
Volker Ernst

Ich lese mal mit…

David Wolf
David Wolf

Den Preis der Oasser Dash Cam müsst ihr aber noch korrigieren. 6,99 ist etwas billig.

http://amzn.to/2fz4FYr

Steffen Röthling
Steffen Röthling

Toll. Nun kann jeder jeden anzeigen.

Reinhard Pirringer
Reinhard Pirringer

toll,aber in Österreich verboten…

Oliver Kühn
Oliver Kühn

Maxhen wir iTracker zum FAV weil BlackVue fehlt…

Guido Hüser
Guido Hüser

Ich vermisse die Thinkware F800 im Test

Florian Helbig
Florian Helbig

Ich habe seit 2 Jahren die iTracker Mini 0806 Pro.
Mir war die kleine kompakte und fast unsichtbare Bauweise wichtig. Bild und Ton sind aber sehr gut. Gibt sicher besseres aber mit passender Software kann man alles erkennen.

Daniel Jauck
Daniel Jauck

Also ich gondle da lieber mit einer App für das Smartphone rum,, dashcam pro,, heißt die kleine App, mit GPS und ortsbestimmung,, somit wird die gefahrene Geschwindigkeit plus GPS Daten unter dem Video angezeigt

Benno Kotzian
Benno Kotzian

Also diese cameras sind super
Ich habe 2 Stück eine vorn und die andere nach hinten
Hat mir 2015 beim Unfall geholfen

Christian Hunziker
Christian Hunziker

Cooles Testfahrzeug !!

Holger Issle
Holger Issle

Nummernschilder sind beim Testvideo nicht zu erkennen sondern verwaschen. Liegt das an YouTube oder der Aufnahme? Und die Geschwindigkeitsanzeige mit 35km/h erscheint unrealistisch – war die Testfahrt wirklich so langsam in der Stadt bei Nacht?
Cool wäre auch ein Garmin-Gerät zum Vergleich gewesen…

Manfred Handschuher
Manfred Handschuher

Hab ein Teil von iTracker. Keine Probleme. Testvideo auf Wunsch per eMail.

Jasmin Huzejrovic
Jasmin Huzejrovic

Ja, wir regen uns zwar über den Überwachungsstaat auf,klagen wenn uns persönlich jemand fotografiert ohne vorher zu fragen aber in jedem Auto filmt eine Daschcam unser täglich Brot. Und das noch freiwillig.

Markus Freyaldenhoven
Markus Freyaldenhoven

Habe die Anker Roav Dashcam C1 seit gut 3 Wochen im Einsatz. Top Preis/Leistungsverhältnis. Die Aufnahmen tagsüber sowie nachts sind sehr klar. Durch die App lassen sich die aufgenommenen Videos perfekt bearbeiten bzw. löschen falls sie nicht benötigt werden. Die Montage war aufgrund der kompakten Größe gut möglich, das Kabel konnte ich quasi unsichtbar in meinem Opel Mokka verlegen. Durch den speziellen beiliegenden Doppel-USB-Lade-Adapter für den Zigarettenanzünder kann mein iphone weiter aufgeladen werden. Ich bin von dieser Dashcam sehr angetan!

Mirko Engeln
Mirko Engeln

Gerade im blitzangebot für 63,99€

Richard Heusner
Richard Heusner

Aber ohne gps wie ich gelesen habe, stimmt das?

W. Christopher Kress
W. Christopher Kress

Hallo, Markus, welch Zufall und Glück für mich: ich habe einen Mokka X und wüßte gern von Dir wie und wo Du das Kabel für die Dashcam verlegt hast. Ich wäre Dir sehr dankbar für eine Antwort.

Gruß, Christopher.