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Die beste Dolby-Atmos-Soundbar

last updateZuletzt aktualisiert:
Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiser Ambeo
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, Heimkino, HIFI.DE, Digital Home und d-pixx.

Wir haben 17 Soundbars mit Dolby Atmos getestet. Die beste ist die Canton Smart Soundbar 10. Die schlanke Soundbar liefert dank zweier Höhenkanäle einen beeindruckenden Raumklang. Wer möchte, kann sie wahlweise mit einem zusätzlichen Subwoofer und Rear-Lautsprechern zur Unterstützung erweitern. Auch der Preis ist für das Gebotene absolut in Ordnung.

Update 25. August 2020

Wir haben ein umfangreiches Update der Soundbars mit Dolby Atmos gemacht. Hinzugekommen sind die JBL Bar 9.1 True Wireless Surround mit zusätzlichen Rear-Lautsprechern, die Sonos Arc, die LG DSN8YG und die Sony HT-G700. Bei den Empfehlungen gab es einige Veränderungen, sodass die Canton Smart Soundbar 10 jetzt unser Testsieger ist.

Seit einiger Zeit hat sich bezüglich des Surround-Sounds etwas getan: Formate wie Dolby Atmos, DTS:X oder Auro bescheren dem Filmsound die dritte Dimension. Was in der kompletten Heimkino-Installation mit zusätzlichen Deckenlautsprechern realisiert wird, müssen die Soundbars mit Hilfe gezielt eingesetzter Wand- und Deckenreflexionen simulieren – akustisch eine ziemliche Herausforderung.

Mehr und mehr Soundbars sind mit Dolby Atmos und/oder DTS:X kompatibel, den gängigsten Tonformaten für dreidimesionales Klanggeschehen. Neben der Kompatibilität mit der entsprechenden Tonspur auf der Disk oder im Streaming-Signal, sind entsprechend optimierte Lautsprecher notwendig. Dazu strahlen zwei oder sogar vier Lautsprecher den entsprechenden Sound schräg gegen die Decke, von wo er dann reflektiert wird, um den Sound von Deckenlautsprechern zu imitieren.

An die Klang-Qualitäten eines kompletten Surround-Set mit »erwachsenen« Lautsprechern und einem potenten AV-Receiver kommen Atmos-Soundbars nicht heran. Für viele Filmfreunde ist das daher nach wie vor einzig wahre Lösung. Solche Surround-Sets mit zwischen fünf und n eun Lautsrpechern brauchen aber viel Platz, eine umfangreiche Verkabelung, tolerante Mitbewohner – und auch ein entsprechend größeres Budget.

Für alle, die sich das Wohnzimmer nicht mit Lautsprechern vollstellen und trotzdem nicht auf Surround-Sound verzichten wollen, sind Atmos-Soundbars daher die bessere – und günstigere – Wahl.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Canton Smart Soundbar 10

Soundbars und Sounddecks Test: Canton Smart Soundbar10
Canton hat mit der Smart Soundbar 10 ein tolles Debut in der Atmos-Klasse geliefert.

Keine Preise gefunden.

Die Canton Smart Soundbar 10 erweitert die Smart Soundbar 9 um zwei Atmos-Kanäle. Sie ist trotz zusätzlicher Höhen-Lautsprecher erstaunlich schlank gehalten, kommt aber in puncto Raumklang verdächtig nah an die viel teurere YSP-5600 heran. Auch die Smart Soundbar 10 kommt in den meisten Räumen ohne zusätzlichen Subwoofer aus.

Wer mehr Tiefgang braucht oder sein Heimkino in einem Raum jenseits der 30 Quadratmeter bzw. mit komplexer Akustik betreibt, kann den optionalen Subwoofer Smart Sub 8 dazugesellen. Darüber hinaus lassen sich die Surround-Qualitäten mit Hilfe der optionalen Smart Soundbox 3 verbessern.

Wenn Geld egal ist

Sennheiser Ambeo

Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiserambeo
Die Ambeo Soundbar von Sennheiser wird auf die Raumakustik eingemessen. Das dreidimensionale Sound-Erlebnis ist beeinduckend.

Die Ambeo ist das Debüt des Kopfhörer- und Mikrofonexperten Sennheiser, ein gelungenes obendrein. Mit dem geringsten Aufwand – die Ambeo besteht einzig aus der Soundbar – erreicht Sennheiser hier das bislang beste Surround- und Atmos-Feeling. Zwar lässt sich problemlos ein Subwoofer zuschalten, der ist nach unseren Erfahrungen aber nicht notwendig.

Die Soundbar misst sich innerhalb von wenigen Minuten auf die Raumakustik ein und überrascht dann mit einem schier unglaublichen, dreidimensionalen Klang. Der recht hohe Preis ist nicht zuletzt auch der hohen Verarbeitungsqualität geschuldet.

Inklusive Surroundboxen

JBL Bar 9.1 True Wireless Surround

Test besten Soundbars und Sounddecks: JBL Bar 9.1 True Wireless Surround
Mit der JBL Bar 9.1 ist ein 5.1.4 Setup möglich, ganz ohne Kabel.

Die JBL Bar 9.1 True Wireless Surround ist nur auf dem ersten Blick eine ganz normale Soundbar. Bei genauerem Hinsehen erkennt man die seitlich an die Soundbar gesteckten Satellitenlautsprecher. An die Soundbar angesteckt, werden die Akkus in diesen zusätzlichen Boxen aufgeladen.

Anschließend können sie abgenommen und für den Rear-Bereich eingesetzt werden. Weil sie zusätzlich zur Decke abstrahlen, erhält man außerdem ein zweites Paar Höhen-Lautsprecher. Das Ganze funktioniert durch die integrierten Akkus und die Funkübertragung komplett ohne Kabel.

Gut & günstig

Sony HT-G700

Test besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-G700
Schlanke Soundbar mit Subwoofer für ein günstiges Atmos-Erlebnis.

Sony hat einen Weg gefunden, guten, dreidimensionalen Klang mit möglichst wenig Aufwand zu erzeugen. Die HT-G700 verfügt über keinen Lautsprecher, der nach oben zur Decke hin abstrahlt, trotzdem gelingt es der Soundbar, zumindest in kleineren Wohnzimmern ein eindrucksvolles Dolby-Atmos-Feeling zu erzeugen. Die Unterstützung im Tiefbass übernimmt der kabellose Subwoofer, der zum Lieferumfang gehört. Trotzdem hält sich der Preis für das Set in erfreulichen Grenzen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istInklusive SurroundboxenGut & günstig
ModellCanton Smart Soundbar 10Sennheiser AmbeoJBL Bar 9.1 True Wireless SurroundSony HT-G700Yamaha MusicCast YSP-5600LG DSN8YGSonos ArcSamsung HW-Q90RSony HT-X8500Philips Fidelio B8/12Sony HT-ST5000Samsung HW-Q80RSony HT-ZF9Samsung HW-Q70R
Soundbars und Sounddecks Test: Canton Smart Soundbar10Soundbars und Sounddecks Test: SennheiserambeoTest besten Soundbars und Sounddecks: JBL Bar 9.1 True Wireless SurroundTest besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-G700Test Soundbar/Sounddeck: Yamaha YSP-5600Soundbars und Sounddecks Test: Lg Dsn8ygTest besten Soundbars und Sounddecks: Sonos ARCTest besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q90RTest besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-X8500Test besten Soundbars und Sounddecks: Philips Fidelio B8/12Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q80RTest besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-ZF9Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q70R
Pro
  • Sehr gute Dolby Atmos Performance
  • Lässt sich gut auf die Raumakustik einstellen
  • Schlankes Design
  • Mit Sub und Surround-Lautsprechern erweiterbar
  • Beste Atmos-Performance
  • Subwoofer nicht notwendig
  • Einfache Einmessung auf die Raumakustik
  • Toller Sound mit vier Höhen-Lautsprechern
  • Einfache Installation mit Einmessung
  • Dezente Aufstellung der rückwärtgen Lautsprecher
  • Gute Soundqualität
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Günstiger Preis
  • Hervorragende Atmos-Performance
  • Subwoofer nicht unbedingt notwendig
  • Einmessung auf die Raumakustik inklusive
  • Überzeugende Atmos-Performance
  • Kann mit zusätzlichen Rears erweitert werden
  • Sehr guter Klang, vor allem mit TruePlay
  • Perfekte Integration in Sonos-Infrastruktur
  • Sehr klar definierte Surround- und Atmos-Kanäle
  • Einfache Installation und Konfiguration
  • Erstaunliche Soundqualität gemessen an der Größe
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Günstiger Preis
  • Beeindruckende Atmos-Performance
  • Sehr gute musikalische Darstellung
  • Einfache Installation
  • Gute Atmos und Surround-Performance
  • HiRes-Audio kompatibel
  • Hervorragend verarbeitet
  • Sehr gute Frontsurround-Vorstellung
  • Einfache Installation
  • Wenig Platzbedarf
  • Sehr schlanke Bauweise
  • Sehr guter, raumfüllender Surroundsound
  • Ziemlich günstig
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Schlanke Bauweise mit wenig Platzbedarf
  • Gute Frontsurround-Performance
Contra
  • Keine Einmessung
  • Recht groß und teuer
  • Sehr großer Subwoofer
  • Das 3D-Sounderlebnis ist eher diffus
  • HDR-Formate werden nicht ohne weiteres durchgeschleift
  • Stark eingeschränkte Kompatibilität des Eingangs
  • TruePlay nur mit iPOS möglich
  • Die Surround-Boxen benötigen zusätzlichen Stellplatz und jeweils eine Steckdose
  • Eignet sich nur für kleine Räume
  • Nicht für akustisch komplexere Räume geeignet
  • Subwoofer stößt recht schnell an seine Grenzen
  • Lässt sich nicht an die Raumakustik anpassen
  • Rückwärtige Kanäle etwas diffus
  • Atmos-Eindruck bleibt hinter den anderen zurück
  • Atmos-Eindruck bleibt eher diffus
Bester Preis

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Raumklang mit Dolby Atmos und DTS:X

Bereits seit einigen Jahren hat sich der Kinosound auch zuhause weiterentwickelt. Ein Surroundsystem aus 5 oder 7 Lautsprechern deckte bis dahin zwar rundum alles ab, nur die Effekte von oben fehlten bei manchen Filmen zur authetischen Wiedergabe.

Dolby und DTS entwickelten entsprechende Verfahren, nunmehr richtigen, dreidimensionalen Sound  auch im Wohnzimmer zu realisieren. Im Normalfall sorgen zusätzliche Deckenlautsprecher für den Klang aus der dritten Dimension.

 Dolby-Atmos-Soundbar Test: Dolbyatmos

Da nicht jeder Heimkino-Freund zwei oder gar vier Lautsprecherboxen an der Decke montieren will oder kann, gibt es alternativ die Möglichkeit, die Decke zur Reflexion zu nutzen. Ausgewachsene Surroundboxen bekommen nun also zusätzliche Lautsprecher, die nach oben zur Decke hin abstrahlen. Dieser akustische Trick lässt sich ohne größere Probleme auch bei Soundbars anwenden.

So haben wir getestet

Wir haben in mehreren Vergleichstests insgesamt 17 Soundbars mit Dolby Atmos getestet, 14 davon sind noch verfügbar.

Den Klang, insbesondere seine dreidimensionale Ausprägung, testen wir mit Soundbeispielen von den entsprechenden Dolby und DTS Test-Disks. Außerdem stehen Werke wie Die Tribute von Panem Mockingjay Teil 1 und Mockingjay Teil 2 zur Auswahl, sowie Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. All diese Scheiben liefern neben den anderen Dolby-Formaten auch Dolby Atmos und auch DTS:X. Dasselbe gilt für Roger Waters The Wall mit seinen herrlichen Live-Konzert-Aufnahmen und neuerdings für Bohemian Rapsodie.

Alles Dolby Atmos Soundbars im Test.
Die Dolby-Atmos-Soundbars der ersten Testrunde.

Bei zusätzlichen Lautsprechern für den Rückkanal muss man allerdings unter Umständen etwas mit dem Standort experimentieren, um das bestmögliche Resultat zu erhalten. Die Funkverbindung mit den Rear-Speakern funktioniert im Idealfall per Plug-and-Play, ebenso die Anbindung der zumeist drahtlosen Subwoofer.

Unseren aktuellen Favoriten, die Canton Smart Soundbar 10 erlaubt eine dezidierte Einstellung der Abstände von den Lautsprechern zu den Wänden, zur Decke und zum Hörplatz.

Einige Geräte, wie die JBL Bar 9.1 True Wireless Surround und die Yamaha YSP-5600 verfügen sogar über eine Einmessvorrichtung. Damit ist auch die Aufstellung optionaler Rear-Lautsprecher einfacher, weil sie ohnehin auf die Raumakustik optimiert werden

Wichtig ist außerdem, dass sich die Soundbar in den vorhandenen Gerätepark einbinden lässt. Manche Soundbar wird schlicht mit dem digitalen Tonausgang des Fernsehers verbunden. Andere Soundbars verfügen sogar über mehrere Eingänge, die sie dann das Bildsignal an Fernseher oder Beamer weiterreichen, fast wie ein AV-Reveiver. Selbst das Netzwerk und damit Internet und Streamingmöglichkeiten gehören mittlerweile zur Grudausstattung vieler Soundbars.

Als Zuspieler steht uns ein hochwertiger Blu-ray-Player zur Verfügung, der nicht nur die meisten Surround-Formate beherrscht, die auf die Disks gebannt sind, sondern der auch über die diversen Ausgänge verfügt, um die verschiedenen Soundbars direkt anzuspielen. Entsprechende von uns getestete Geräte finden Sie hier .

 Dolby-Atmos-Soundbar Test: Soundbar 10

Testsieger: Canton Smart Soundbar 10

Die Canton Smart Soundbar 10 ist der jüngste Coup vom Lautsprecherspezialisten aus dem Taunus, der erste mit Dolby-Atmos-Zertifizierung obendrein. Grundsätzlich kann die Smart Soundbar 10 völlig autark aufspielen, wem der letzte Kick im Tiefbassbereich fehlt, kann zudem den Subwoofer Smart Sub 8 zuschalten. Das empfiehlt sich normalerweise allerdings erst bei Raumgrößen ab 30 Quadratmetern. Dann kommt auch ein Set der Smart Soundbox 3 als Unterstützung des Surround-Sounds in Frage. Beides funktioniert kabellos und lässt sich beinah im Handumdrehen mit der Soundbar 10 zu einem veritablen 5.1.2 komplettieren.

Testsieger

Canton Smart Soundbar 10

Soundbars und Sounddecks Test: Canton Smart Soundbar10
Canton hat mit der Smart Soundbar 10 ein tolles Debut in der Atmos-Klasse geliefert.

Keine Preise gefunden.

Wir fangen jedoch mit der Grundausstattung an und schließen die Smart Soundbar 10 als Alleinunterhalter an – vorerst. Sie ist zwar schnell aufgebaut und angeschlossen, weil sie sich aufgrund ihres kompakten Designs ziemlich leicht handhaben lässt. Dafür ist die Anpassung an die Raumakustik etwas aufwändiger als bei den Konkurrenten, die mit einer automatischen Einmessung arbeiten.

Wie schon die Smart Soundbar 9 ohne Atmos, verfügt auch die Smart Soundbar 10 über ein Onscreen-Menü. Hierüber lassen sich die akustischen Parameter, wie Abstände und Pegel der einzelnen Kanäle, sowie Raumhöhe, Deckenabstand etc. einstellen. Auch die Grundeinstellungen für das WLAN lassen sich komfortabel über das Menü vornehmen. Das geht zwar auch über das eingebaute Display, die Verwaltung per Menü über den angeschlossenen Fernseher oder Beamer ist jedoch deutlich komfortabler.

Nachdem die Raumhöhe sowie die Standhöhe der Soundbar korrekt eingegeben sind, kann man schon loslegen. Hat man in der Ausbaustufe etwa einen Subwoofer oder gar zwei Surround-Lautsprecher angeschlossen, lassen sich auch diese über das Menü der Soundbar auf den Raum und den Hörplatz einstimmen.

Canton Smart Soundbar 10 im Klangtest

Schon im Einzelbetrieb wächst die Smart Soundbar 10 buchstäblich über sich hinaus und verbreitet eine Klangfülle, die sehr nah an die einer YSP-5600 herankommt. Besonders beim dreidimensionale Dolby-Atmos-Raumklang sind die Unterschiede eher marginal. Mit anderen Worten: Die Smart Soundbar 10 kann richtig Krawall machen, wo es gefordert ist. Trotzdem bleiben Dialoge immer klar verständlich und man hat nie das Gefühl, die Soundbar sei überfordert.

Toller 3D-Sound von der schlanken Soundbar

Die komplexe Einmesstechnik einer Yamaha oder Sennheiser ist der manuellen Eingabe einiger weniger akustisch relevanter Parameter bei der Canton um einiges überlegen. Auch der Zeitaufwand ist bei der Canton Soundbar etwas größer, im Ergebnis ist der Unterschied allerdings gar nicht so groß, zumindest wenn man die Werte bei der Canton akkurat eingegeben hat.

Als nächsten Schritt setzen wir den Smart Sub 8 ein. Das ist schnell passiert und der Subwoofer verleiht dem Set hör- und spürbar mehr Druck im Bass- und Tiefbassbereich. Das entlastet außerdem die Lautsprecher der Soundbar soweit, dass auch diese nochmal zulegen können und nun mit unverzerrtem Pegel selbst große Wohnzimmer mühelos beschallen können. Preislich liegen wir jetzt allerdings schon deutlich oberhalb der magischen 1.000-Euro-Schwelle, das sollten Sie jedoch in entsprechend großen Räumen investieren.

Die in der letzten Ausbaustufe stabilisieren wir den rückwärtigen Sound mit Hilfe eines zugeschalteten Sets der Smart Soundbox 3. Nun darf die Rückwand so weit weg sein, wie sie will. Sie darf sogar Schall schlucken, die zusätzlichen Rears liefern stabile Rückkanäle, wenn sie perfekt auf den Hörplatz eingestellt sind. Finanziell liegen wir jetzt allerdings schon oberhalb der YSP-5600, trotzdem trägt allein die Smart Soundbar 10 viel weniger auf, und das Komplettset liefert perfekte Performamce für fast jeden Bedarf.

Die Smart Soundbar 10 kommt in den meisten Räumen ohne zusätzlichen Subwoofer aus. Wer mehr Tiefgang braucht, oder sein Heimkino in einem Raum jenseits der 30 Quadratmeter bzw. mit komplexer Raumakustik betreibt, kann den optionalen Subwoofer Smart Sub 8 dazugesellen. Darüber hinaus lassen sich die Surround-Qualitäten mit Hilfe der optionalen Smart Soundbox 3 verbessern.

Nachteile?

Eine Einmess-Routine bietet die Smart Soundbar 10 nicht. Die Anpassung an die Raumakustik, oder vielmehr an die Abstände zu Decken, Wände und Sitzplatz muss per Hand vorgenommen werden. Wenn Sie den HDMI-Ausgang an einen Bildschirm oder Beamer anschießen, erhalten Sie allerdings ein hilfreiches Menü zur Eingabe der korrekten Daten.

Canton Smart Soundbar 10 im Testspiegel

Die Smart Soundbar 10 ist noch nicht sehr lange auf dem Markt, dennoch gibt es schon viele, überwiegend positive Testergebnisse:

In der audiovision Ausgabe 6/2020, erschienen im Mai 2020 ein »sehr gutes« Ergebnis mit 86 von 100 Punkten, außerdem das Prädikat »Highlight«:

»Mit ihren noch überschaubaren Maßen von 99 x 7 x 10 Zentimetern (B/H/T) passt die tadellos verarbeitete Bar vor praktisch jeden Fernseher; oben ziert eine Glasplatte das Gehäuse, durch die ein Bedienfeld mit Soft-Touch-Tasten schimmert. … – … Cantons Spitzenmodell »Smart Soundbar 10« offeriert im Verbund mit dem »SUB 8« und der »Soundbox 3« sehr guten Klang. Die Kombi schwächelt aber beim 3D-Sound.«

Jochen Schmitt hat das Atmos Debut von Canton auf hifitest.de mit fünf von fünf möglichen Sternen in die Spitzenklasse gehoben:

»Cantons Smart Sounbar 10 begeistert im Einsatz als Solistin und in Kombination mit den Wireless-Rearspeakern und Subwoofer. Die Lautsprecher lassen sich einfach bedienen, sehen klasse aus und sind enorm gut verarbeitet. Zudem bieten sie Multiroom-/Streamingfunktionen mit besten Klangeigenschaften. Ganz klar ein erneutes Highlight von Canton.«

»Mittendrin statt nur dabei« – so eine Zwischenüberschrift in Antonia Laiers Test auf LowBeats. Folgerichtig erreichte die Canton im Ergebnis 4,9 von 5,0 möglichen Punkten:

»Canton hat mit dem Smart Soundbar 10 einen genialen Coup gelandet. Denn der Nutzer muss sich nicht mehr entscheiden zwischen Streaming-Box, Multiroom-Lautsprecher, AV-Zentrale, TV-Soundlösung oder kompaktem Heimkinosystem. Dieser Klangriegel bietet ein großes Komplettpaket und die Option auf vieles mehr – und das auch noch in fabelhafter Qualität inklusive Dolby Atmos. Zählt man alles zusammen, wird es schwer, für unter 1.000 Euro Vergleichbares zu finden. Der Soundbar 10 landet deshalb in der Benotung ganz weit oben.«

Alternativen

Soundbars, die Dolby Atmos eindrucksvoll umsetzen können, gibt es mehr und mehr auf dem Markt. Wir haben einige Alternativen getestet, die teils andere Konzepte nutzen und für Sie eventuell eher in Frage kommen.

Wenn Geld egal ist

Sennheiser Ambeo

Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiserambeo
Die Ambeo Soundbar von Sennheiser wird auf die Raumakustik eingemessen. Das dreidimensionale Sound-Erlebnis ist beeinduckend.

Die Sennheiser Ambeo sorgt allein mit ihren Abmessungen für einen gewaltigen Auftritt. Das Gehäuse ist über 1,20 Meter breit und immerhin gut 17 Zentimeter tief, da fallen die knapp 13 Zentimeter Bauhöhe kaum ins Gewicht. Apropos Gewicht: Die Ambeo wiegt stattliche 18 Kilogramm, die hauptsächlich den insgesamt 13 Lautsprecher-Chassis und deren Versorgung geschuldet sind. Allerdings trägt auch die hochwertige Verarbeitung einen gewissen Anteil zum Gewicht bei.

Die Sennheiser Ambeo lässt sich im Handumdrehen aufbauen und anschließen. Das mitgelieferte Mikrofon zum Einmessen gehört zur besseren und auch solideren Sorte, als Standfuß dient nicht die sonst übliche Papprakete, sondern ein solider Standfuß, der eine stabile, individuelle Positionierung des Mikrofons erlaubt.

Sämtliche Anschlüsse sind gut versteckt in einer Mulde hinten an der Soundbar untergebracht, so können sie nahezu unsichtbar verlegt werden. Eine Kabelschlaufe sorgt bei Bedarf für Ordnung im Kabel-Dschungel.

Zum Einmessen soll das Mikrofon auf dem Haupthörplatz und in Höhe der Ohren positioniert werden. Der eigentliche Messvorgang, bei dem mehrere Messtöne durchlaufen werden, wird durch einen längeren Druck (ca. 4 Sekunden) auf die Ambeo-Taste im Bedienfeld gestartet und ist in wenigen Minuten erledigt. Personen sollten für eine möglichst exakte Anpassung währenddessen den Raum verlassen. Das Setup wird zum Schluss gespeichert oder bei Bedarf eine Wiederholung vorgenommen.

Dann kann es losgehen. Die Soundbar selbst nimmt alle möglichen verfügbaren Signale an und lässt sich auch via Bluetooth und NFC-Unterstützung mit dem Smartphone koppeln. Die Anschlüsse sind zwar gut versteckt, aber dennoch gut erreichbar. Die NFC-Fläche befindet sich gut sichtbar im Bedienfeld auf der Oberseite.

Sechs Presets sind mit der schlanken, edlen Fernbedienung abrufbar: Movie, Music, News, Sports, Neutral und Night. Außerdem lässt sich der Ambeo-Modus ein oder ausschalten. Normalerweise läuft dieser im Standard-Modus, die Betriebsarten Light und Boost können über die Smart Control App aktiviert werden. Mit der Smart Control App geht das Ganze und noch vieles mehr ohnehin komfortabel per Smartphone, sie ist sowohl für Android als auch für iOS kostenlos verfügbar.

Schlicht überwältigender Sound

Der Sound, den die fertig eingerichtete Ambeo erzeugt, ist schlicht überwältigend: Alle Kanäle, selbst die rückwärtigen und die Atmos-Kanäle, die hauptsächlich durch Reflexionen realisiert werden, kommen sehr klar definiert am Hörplatz an. Die Ambeo leistet hier ganze Arbeit, macht ihre Sache sogar noch besser als die YSP-5600 von Yamaha. Zwar kommen beide theoretisch ohne Subwoofer aus, aber auch hier schafft die Ambeo ohne Unterstützung mehr Druck, der zudem auch in unserem recht großen Testraum außerordentlich präzise rüberkommt. Auch ohne Subwoofer vermisst man hier nichts.

Die Sennheiser Ambeo ist die ideale Soundbar für Leute, die unbedingt ohne Rears und Subwoofer auskommen wollen oder müssen, ohne dass die Klangqualität darunter leidet. Das betrifft übrigens alle Anwendungen, da die Ambeo auch sehr guten Stereo-Sound reproduziert. Als reines Frontsystem gibt es unseres Wissens kein anderes, dass eine derart gute Surround- und Atmos-Vorstellung abgibt.

Inklusive Surroundboxen

JBL Bar 9.1 True Wireless Surround

Test besten Soundbars und Sounddecks: JBL Bar 9.1 True Wireless Surround
Mit der JBL Bar 9.1 ist ein 5.1.4 Setup möglich, ganz ohne Kabel.

Die JBL Bar 9.1 True Wireless Surround ist die konsequente Weiterentwicklung der JBL Bar 5.1. Die Bar 9.1 hat wie die kleine Schwester zwei zusätzliche rückwärtige Lautsprecher dabei. Diese sind mit Akkus ausgestattet und bekommen ihre Signale per Funk, sind damit also komplett kabellos.

Allerdings erweitern die Rears das Soundsystem nicht nur um zwei rückwärtige Kanäle, sie verfügen außerdem über Lautsprecher-Chassis, die zusätzlich nach oben zur Decke hin abstrahlen. Damit können Sie problemlos ein komplettes 5.1.4-Surroundsystem realisieren, mit vier statt nur zwei Höhen-Lautsprechern.

Damit wäre also ein großer Teil der Bezeichnung der Bar 9.1 True Wireless Surround erklärt: Die 9 steht für 5 Surround- plus 4 Höhen-Kanäle, und »True Wireless Surround« steht für die kabellose Verbindung zwischen der Soundbar und den Rear-Lautsprechern.

Bleibt nur noch der Subwoofer, der selbstredend zum Set gehört. Auch der wird drahtlos mit der Soundbar verbunden. Das ist gut so, weil der Subwoofer nicht gerade klein ist und sich dank der Drahtlosverbindung zumindest halbwegs dezent platzieren lässt.

Authentischer, dreidimensionaler Klangeindruck

Die Verbindung der Soundbar mit dem Subwoofer und den rückwärtigen Lautsprechern erledigt sich fast von selbst. Die JBL Bar 9.1 True Wireless Surround klingt sowohl im Surround- als auch im Atmos-Betrieb sehr authentisch. Insbesondere die kurze Einmessung per integriertem Mikrofon sorgt für einen klar differenzierten, dreidimensionalen Klangeindruck.

Die Bar 9.1 True Wireless Surround erzeugt zusammen mit den rückwärtigen Lautsprechern einen eindrucksvollen 3-D-Sound. Wer die rückwärtigen Lautsprecher platzieren kann, erhält einen raumfüllenden Kinosound.

Gut & günstig

Sony HT-G700

Test besten Soundbars und Sounddecks: Sony HT-G700
Schlanke Soundbar mit Subwoofer für ein günstiges Atmos-Erlebnis.

Wenn es eher überschaubar zugeht, sowohl von der Raumgröße als auch vom Budget, spielt die Sony HT-G700 ihr volles Potential aus. Sie ist vergleichsweise schlank und bringt einen ebenso schlanken Subwoofer zur Unterstützung mit. Wer für den Subwoofer keinen Platz hat, sollte die HT-X8500 in die engere Auswahl einbeziehen. Die ist noch kleiner, kommt ohne Subwoofer aus und ist zudem auch günstiger zu haben.

Die Sony HT-G700 bringt dagegen den Subwoofer direkt mit. Die Soundbar selbst ist recht schlank und pflegeleicht mit Kunstleder überzogen. Wie erwartet, ist die Soundbar im Handumrehen angeschlossen und mit dem Sub gekoppelt. Die Fernbedienung ist wie gewohnt übersichtlich, auf der Soundbar selbst gibt es fünf Touchfelder, für grundlegende Funktionen wie Ein-Aus-Schalten, Bluetooth-Pairing und die Lautstärkeeinstellung. Das Display ist zwar klein, gibt aber genug Aufschluss über den jeweiligen Betriebszustand, außerdem wird es für die Erstinstallation ohnehin nicht gebraucht.

Anschlüsse sind mit einem HDMI-Eingang sowie einem -Ausgang und einer optischen Eingangsbuchse genug vorhanden, wer mehr als eine Quelle direkt an die Soundbar anschließen will oder muss, sollte auf unseren Favoriten zurückgreifen. Die Sony können Sie zudem auch direkt mit dem Fernseher oder Beamer verbinden.

Erstaunlicher Klang aus nur drei Lautsprecher-Chassis

Es ist schon erstaunlich, wieviel Klang und vor allem Surroundsound die HT-G700 aus den insgesamt drei eingebauten Lautsprecher-Chassis herausholen kann. Keiner der Lautsprecher strahlt nach oben ab. Bei den für Dolby Atmos erforderlichen Höheninformation langt Sony tief in die akustische Trickkiste. Der Schall wird schon in der Soundbar umgelenkt und durch schmale Öffnungen nach schräg außen, oben abgestrahlt wird.

Dieser Trick heißt bei Sony Vertical Surround Engine. Der sorgt tatsächlich für einen gewissen Höheneindruck, allerdings ist dieser ziemlich diffus und lässt sich mit dem Sound aus direkt nach oben abstrahlenden Lautsprechern kaum vergleichen.

Mit einem weiteren Kniff, der Immersive AE (Audio Enhancement)-Schaltung, gelingt es der Sony HT-G700 selbst normalen Stereoton auf bis zu 7.1.2-Surround-Qualität aufzupeppen – ganz einfach per Immersive AE-Taste auf der Fernbedienung.

Wenn Sie dreidimensionalen Kinosound für Ihr überschaubares Wohnzimmer suchen, und weder viel Platz noch allzu viel Geld investieren wollen, ist die Sony HT-G700 sicher eine Hörprobe wert.

Außerdem getestet

Yamaha MusicCast YSP-5600

Test Soundbar/Sounddeck: Yamaha YSP-5600

Keine Preise gefunden.

Die Yamaha MusicCast YSP-5600 war lange Zeit nicht nur bei uns der Favorit für eine nahezu perfekte Dolby-Atmos-Wiedergabe einer Soundbar. Sie setzt zwar nach wie vor Maßstäbe, was die Raumanpassung und die Umsetzung des Dolby-Atmos-Sounds betrifft. Offensichtlich hat Yamaha die Produktion heruntergefahren oder gar eingestellt, denn die YSP-5600 ist kaum noch verfügbar, und wenn, dann zu teils unrealistisch hohen Preisen.

Die Einrichtung (inklusive Einmessung) ist trotz des mittlerweile etwas altbacken wirkenden Menüs schnell erledigt. Dank der vielen HDMI-Eingänge eignet sie sich zudem als zentrale Steueranlage, es lassen sich nämlich insgesamt vier HDMI-Quellen anschließen. Allerdings werden die aktuellen HDR-Formate von der YSP-5600 nicht unterstützt, da helfen nur externe Lösungen, wie der AVR Key von HDFury, die allerdings zusätzliche Kosten verursachen. Natürlich gibt es auch weitere Eingänge, digitale wie auch analoge. Außerdem ist sie mit der MusicCast-App kompatibel und lässt sich ohne weiteres in ein entsprechendes Multiroom-System einbinden.

Ist die YSP-5600 auf die Raumakustik eingemessen, kann das Kinovergnügen beginnen. Der erste Durchgang geht noch mit normaler Surround-Kost, also ohne die dritte Dimension der Dolby-Atmos-Spur. Schon jetzt kann die Soundbar voll überzeugen und liefert einen klar definierten Rundumklang mit beeindruckend differenzierter Ortung auch des rückwärtigen Klanggeschehens. Sie sorgt selbst in unserem recht großen Hörraum für akzeptables Tiefbassgewitter und lässt den optionalen Subwoofer erstmal nicht vermissen.

Entsprechend gespannt waren wir auf die Umsetzung der dritten Klangdimension, die Dolby Atmos eröffnet. Die Demo-Tracks, die Dolby zur Verfügung stellt, lassen den Regen fast direkt von der Decke prasseln. Auch die anderen Demo-Tracks schafften eine beeindruckende Atmosphäre. Unschlagbar ist hier allerdings die Sequenz aus Die Tribute Von Panem Mockingjay 2, in welcher die Präsidentin den Alarm auslösen lässt: Die Evakuierung des Districts 13 in die tiefer gelegenen Bunker wird durch den Atmos-Effekt erst richtig beklemmend. Gerade der 3D-Eindruck ist für ein reines Frontsurround-System sehr überzeugend.

Die MusicCast YSP-5600 ist nach wie vor eine der besten Soundbars die selbst ohne Subwoofer eine beeindruckender-Dolby-Atmos-Performance hinlegen kann, sodass Sie unbedenklich zuschlagen können, sobald sie für deutlich unter 2.000 Euro angeboten wird.

LG DSN8YG

Soundbars und Sounddecks Test: Lg Dsn8yg

Keine Preise gefunden.

Bei der DSN8YG hat LG sich wieder Unterstützung der Sound-Spezialisten von Meridian geholt. Schon nach kürzester Zeit ist die Soundbar aufgestellt und eingerichtet, wobei die unkomplizierte Kopplung des kabellosen Subwoofers mit der Soundbar sicher eine wichtige Rolle spielt.

Wie schon beim Vorgänger, sind auch bei der LG DSN8YG Chromecast und der Google Assistant fest integriert. Die entsprechende Taste zur Aktivierung des Sprachassistenten finden Sie auf der Fernbedienung, das Mikrofon ist in die Soundbar eingebaut. Wichtig zu wissen: Das Mikrofon kann auch abgeschaltet werden, da Google bekanntlich sonst permanent ins Wohnzimmer lauscht.

Die LG DSN8YG ist unser heimlicher Preistipp: Sie ist größer als die Sony, unser aktueller Preistipp, liefert mehr Atmos-Performance und generell einen homogeneren Sound. Das ist kaum verwunderlich, da sie über echte Lautsprecher verfügt, die zur Decke abstrahlen und so für ordentliche Höhen-Informationen sorgen können. Außerdem ist den Entwicklern hier ein lückenloser Übergang zwischen Subwoofer und Soundbar gelungen. Die DSN8YG lässt sich zudem optional mit einem Paar SKP8 verbinden, die dann für die rückwärtigen Effekte sorgen und ein noch runderes Sourround-Erlebnis bieten.

Anschlussseitig gibt sich die LG-Soundbar ebenso sparsam wie die Konkurrenz: Es lässt sich nur ein Zuspieler anschließen, man verbindet sie daher am besten direkt mit dem Fernseher oder dem Beamer.

In großen Wohnzimmern ist die LG DSN8YG unserem aktuellen Preistipp eindeutig vorzuziehen. Sie ist größer und liefert entsprechend auch im großen Wohnzimmer mehr Klangfülle. Wem das nicht reicht, der kann mit den günstigen SKP8 einfach nachrüsten.

Die Sonos Arc ist nach der Playbase, der Playbar und der Beam die dritte Soundbar des amerikanischen Multiroom-Spezialisten. Diesmal ist der Soundbarren sogar mit Dolby Atmos kompatibel, wenn auch nur unter besonderen Voraussetzungen, wie wir noch sehen werden.

Die Sonos Arc ist eine imposante, gleichzeitig aber recht elegante Erscheinung, zumindest merkt man ihr die Länge von deutlich über einem Meter kaum an. Wir hatten die Arc zusammen mit einem Paar Sonos One SL zur Unterstützung der rückwärtigen Kanäle zum Testen. Man kann das Set in dieser Konstellation auch als Sonos Arc Surround Set ordern. In der nächsten Ausbaustufe wäre dann der ebenfalls von den anderen Sonos-Geräten bekannte Sonos Sub möglich, nach unserer Auffassung aber kaum notwendig.

Typisch für Sonos, gibt es zahllose Kombinationsmöglichkeiten der Lautsprecher untereinander. Auf der anderen Seite, also dem Eingang, sieht es dagegen ganz anders aus: Bluetooth-Streaming ist ebenso Fehlanzeige wie der Input digitalen Soundmaterials über gängige Schnittstellen wie HDMI oder den optischen Digitaleingang. Um Dolby Atmos als Input in die Arc zu bekommen, ist zwingend ein Fernseher mit eARC-kompatibler HDMI-Buchse vorgeschrieben. Zwar lässt sich die Arc ohne weiteres auch an normale HDMI-Ausgänge anschließen – es liegt sogar der übliche Adapter für den optischen Digital-Ausgang bei – nur erhält die Sonos Soundbar darüber leider kein Atmos-Signal.

Der nächste oder eigentlich der erste Pferdefuß ist allerdings die Einrichtung der Arc, die ausschließlich per Smartphone-App und WLAN erfolgt. Wer bereits über eine Sonos-Infrastruktur verfügt, ist jetzt fein raus, denn die Arc ist schnell als neues Gerät hinzugefügt. Wer indes mit der Arc erst den Grundstein für eine eventuell wachsende Sonos-Landschaft legen möchte, sei an dieser Stelle vorgewarnt:

Nach dem Download der App ist erstmal eine Registrierung bei Sonos zwingend erforderlich. Das ist erstmal nicht schlimm, weil das andere ebenso machen. Problematisch wird es jetzt die jungfräuliche Sonos Arc zum Klingen zu bringen. Hier heißt es, je einfacher die WLAN-Infrastruktur ist, umso schneller ist die Arc spielbereit. Sobald mehrere WLAN-Netze zur Verfügung stehen, wird es der Soundbar zu kompliziert, sodass es mehrere Anläufe braucht, um die Soundbar mit dem Smartphone zu verbinden, um sie dann ins richtige WLAN einzubinden.

Hier ist es übrigens von Vorteil über ein iPhone oder ein iPad zu verfügen: Zwar gibt es die Sonos App auch für Android-Geräte, sie funktioniert mit Apple-Geräten aber deutlich besser. Außerdem ist TruePlay, die Einmessung der Soundbar an die Raumakustik, nach wie vor auf Apple-Geräte beschränkt.

Allerdings leistet die Arc schon ohne Einmessung Erstaunliches, vorausgesetzt, sie erhält das Atmos-Signal über eine entsprechende eARC-kompatible Buchse. Ohne Einmessung kommt der Atmos-Effekt ziemlich nah an unseren Favoriten heran. Die Sonos Arc schafft eine beeindruckende Räumlichkeit mit realistischer Höheninformation. Nach der Einmessung mit TruePlay rastet die räumliche Abbildung hörbar ein, auch der Sound von oben ist weniger diffus und kann locker mit der Canton mithalten.

Die Sonos Arc bringt einfach zu viele unnötige Fallstricke mit, um ein einfaches Dolby-Atmos-Feeling zu gewährleisten. Als Ergänzung einer bereits vorhandenen Sonos-Landschaft geht die Arc mehr als in Ordnung, vorausgesetzt, Sie verfügen über einen Fernseher mit eARC-unterstützter HDMI-Buchse. Für alle anderen ist die Sonos Soundbar schlicht zu teuer für das Gebotene.

Bei der Samsung HW-Q90R handelt es sich eigentlich um eine um rückwärtige Surround-Lautsprecher ergänzte HW-Q80R. Wie der Subwoofer, werden auch diese drahtlos angesteuert und benötigen nur noch jeweils eine Steckdose. Nun strahlen sowohl vorn als auch hinten je zwei Lautsprecher nach oben ab, sodass wir ein ausgewachsenes 5.1.4-Setup mit beeindruckendem 3D-Sound haben.

Samsung geht mit der Samsung HW-Q90R, ebenso wie mit dem Vorgänger, einen Sonderweg unter den Soundbars: Sie bringt direkt zwei zusätzliche Lautsprecher für die Surround-Effekte mit. Die sind, wie der Subwoofer, als Aktiv-Boxen ausgelegt, was heißt, dass das Tonsignal drahtlos von der Soundbar übertragen wird.

Bei der HW-Q90R handelt es sich um die höchste Ausbaustufe, inklusive Rears. Die Soundbar selbst und der Subwoofer sind baugleich mit der Q80R. Produziert sie ohne Rears schon einen beeindruckend räumlichen Sound, wird dieser durch die zugeschaltete Rears nochmal definierter und weniger diffus. Das betrifft sowohl den Rückbereich als auch die Atmos-Effekte, die genauso von den ebenfalls nach oben abstrahlenden Lautsprechern in den Rears profitieren.

Die Installation ist super einfach, lediglich die Anpassung der einzelnen Kanäle an die Raumakkustik ist mit der rudimentären Fernbedienung und dem kleinen Display gewöhnungsbedürftig, aber machbar.

Andererseits sind sie ebenfalls wie der Subwoofer auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen, was gewisse Einschränkungen bei der Aufstellung mit sich bringt. Als Surround-Kanäle sollen sie rechts und links leicht hinter der Hörposition aufgestellt und dieser leicht zugeneigt werden.

Die Surround-Lautsprecher sorgen für sehr stabile Ortbarkeit, aufgrund derer die HW-Q90R in einer anderen Liga spielt als die Konkurrenz – zumindest solange sie als Surround- oder Atmos-Setup betrieben wird. Bei reiner Stereo-Wiedergabe kann sie sich dagegen nicht absetzen.

Wer die Möglichkeit hat und die zusätzlichen Surround-Lautsprecher nicht scheut, bekommt mit dem HW-Q90R-Set von Samsung eine hervorragende Surround-Lösung, die mit erheblich weniger Aufwand zu realisieren ist als mit dezidierten Boxen.

Mit der HT-X8500 setzt Sony sein Konzept des 3D-Sounds aus einer schlanken, günstigen Soundbar fort. Mit einem akustischen Trick spart man sich die nach oben abstrahlenden Lautsprecher und kann so mit einem schlanken Gehäuse aufwarten, außerdem verzichtet die HT-X8500 auf einen Subwoofer. Dadurch bleibt der Platzbedarf erfreulich gering, auch der Preis ist entsprechend niedrig.

Die Sony HT-X8500 kommt, wie gesagt, erstmal ohne Subwoofer aus, und eignet sich damit für das kleinere Wohnzimmer. Mit dem gleichen akustischen Trick, der schon bei der HT-ZF9 für ein veritables dreidimensionales Klangerlebnis sorgt, arbeitet auch die HT-X8500. Außer den drei Lautsprechern wie sie auch in der ZF9 eingesetzt werden, gibt es hier zusätzlich einen, der ausschließlich für die tiefen Töne zuständig ist.

Für den Preis ist die HT-X8500 erstaunlich gut ausgestattet, und auch bei der Verarbeitung merkt man der Soundbar den günstigen Preis nicht an. Dank zweier HDMI-Buchsen ist eine Weiterleitung des Signals von der Quelle an den Fernseher oder Beamer kein Problem, selbst die aktuellen Standards, wie HDR und 4K, werden voll unterstützt. Die Sony HT-X8500 kann also gerne zwischen UHD-Player und Fernseher geschaltet werden, lässt sich aber auch an den optischen Digital-Audio-Ausgang des Fernsehers anschließen. Das qualitativ bessere Signal liefert allerdings die HDMI-Schnittstelle, weil hier mehr Bandbreite zur Verfügung steht.

Die Soundbar funktioniert für den Preis sehr gut, schafft ohne viel Aufhebens eine gute Basisbreite und erzeugt auch ganz ohne dezidierte Atmos-Lautsprecher, die nach oben abstrahlen, zumindest einen eindrucksvollen Klangvorhang, der je nach Deckenhöhe und Beschaffenheit auch die dritte Dimension zumindest erahnen lässt.

Für kleine Räume und erst recht für das kleine Budget liefert die Sony HT-X8500 einen beachtlichen Filmsound, und das ohne viel Installationsaufwand. Da die Soundbar auch musikalisch durchaus überzeugen kann, ist sie der ideale Unterhaltungskünstler im kleinen Wohnzimmer oder in der Studentenbude.

Die Philips Fidelio B8 ist erstaunlich vielseitig und war lange unser Favorit, allerdings kann sie gegen den neuen Favoriten nicht mehr mithalten. Auch als Preistipp wurde sie mittlerweile abgelöst.

Das ändert allerdings nichts daran, dass die Fidelio B8 nach wie vor mit Knowhow und Technik vollgepackt ist und sich auch jetzt nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss.

Als Eingänge stehen neben zwei wählbaren HDMI-Schnittstellen auch ein optischer und ein koaxialer Audio-Eingang zur Verfügung. Über eine USB-Buchse können ebenfalls Audiodaten zugeführt werden, und selbst ein analoger Stereo-Eingang in Mini-Klinken-Ausführung ist vorhanden. Die Bluetooth-Übertragung vom Smartphone wird sogar per NFC unterstützt, außerdem unterstützt die Fidelio dabei sogar den aptX-Codec.

Philips empfiehlt für eine optimale 3D-Abbildung des Sounds eine Installation der Soundbar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern. Diese Größen treffen für das meiste Mobiliar zu, auf das Fernseher so platziert werden. Die ideale Sitzposition soll zwischen 2 und 3 Metern von der Soundbar entfernt liegen, das trifft ebenfalls auf die meisten Wohnzimmer zu. Zumindest bei uns passte es perfekt, das sollte man aber vorab bedenken, da sich die Fidelio als einzige unserer Empfehlungen nicht an die Raumakustik anpassen lässt.

Die Fidelio B8 ist immer noch eine der besten, günstigen Soundbars inklusive Subwoofer, die Dolby Atmos hervorragend unterstützen.

Als echtes Schwergewicht entpuppt sich die Sony HT-ST5000 schon bevor sie ausgepackt ist. Nach dem Auspacken wird klar warum: Wo bei den Gehäusen der meisten Soundbar-Subwoofer-Sets Kunststoff beziehungsweise Holz zum Einsatz kommt, findet bei der Sony HT-ST5000 Metall Verwendung. Selbst das Gehäuse des Subwoofers ist zu einem großen Teil aus Aluminium, was neben dem anständigen Gewicht nebenbei für eine resonanzarme Wiedergabe sorgt.

Neben Bluetooth verfügt die Soundbar auch über integriertes WLAN, womit direkt aus dem Netz gestreamt werden kann. Die Bluetooth-Schnittstelle unterstützt neben dem bekannten aptX-Codec auch LDAC, der eine noch höhere Datenrate übertragen kann, wobei die Verwendung solch hochkarätiger Übertragungsraten in einer Soundbar durchaus fragwürdig erscheint. Seitens der Umsetzung von Dolby-Atmos-Klang liegt die HT-ST5000 hinter unseren Empfehlungen etwas zurück, da sie nicht über deren umfassende Anpassungsmöglichkeiten an die Raumakustik verfügt.

Die sehr hochwertige Verarbeitung und die üppige Ausstattung begründen den etwas höheren Preis des Sony Sets nur relativ, eine ähnliche Ausstattung und ähnliche Klangperformance bekommt man mittlerweile schon günstiger.

Samsung HW-Q80R

Test besten Soundbars und Sounddecks: Samsung HW-Q80R

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Die Samsung HW-Q80R ist quasi eine Q90R ohne Rears, diese können aber nachträglich integriert werden – die entsprechenden Vorrichtungen (Empfangs-/Sendeteil) sind schon vorhanden. Folgerichtig sind Subwoofer und die Soundbar selbst mit denen der HW-Q90R baugleich. Die Installation ist also ebenso schnell erledigt, mit dem kleinen Zeitvorteil, dass keine Rears angeschlossen werden müssen. Der Sound ist auf Anhieb schon viel definierter (zumindest von vorn/oben) als beim kleinen Q70R, der hat auch keine Seiten- und Topstrahler. Allerdings hört man auch hier deutlich die Handschrift der Spezialisten von Harman.

Als Grundausstattung mit Ausbaupotential ist die HW-Q80R also absolut empfehlenswert.

Mit der HT-ZF9 hat Sony ein technisches Schmankerl an den Start gebracht: Nur drei Chassis sind in der Soundbar untergebracht, wo sich sonst teilweise über zehn tummeln. Zu allem Überfluss strahlen alle drei noch nach vorn ab und sollen trotzdem eine breite Klangbühne und sogar die Deckenlautsprecher imitieren können. Ersteres gelingt der Sony Soundbar erstaunlich gut, sobald man dann ein Atmos-Signal anlegt, wird der Sound nochmal deutlich raumfüllender – und ja, man kann sich in die dreidimensionalen Klangwelten einhüllen lassen. Allerdings sind diese recht diffus und halten dem Vergleich mit einer Soundbar, die schräg nach oben abstrahlt, nicht stand.

Die HT-ZF9 ist schlank und spart damit Platz. Wer wegen einer Dachschräge oder ähnlichen Komplikationen ohnehin Probleme mit Atmos hat, aber nicht auf den Effekt verzichten will, ist mit der Sony Soundbar gut und günstig bedient.

Die Samsung HW-Q70R ist schnell eingerichtet und liefert erwachsenen Sound, solange man sich in der zweidimensionalen Ebene befindet – bei Atmos ist der Klang zusehends diffuser. Es gibt keine nach oben abstrahlenden Lautsprecher, denn die kleine Samsung arbeitet mit Acoustic-Beam-Technologie: Die Atmos-Kanäle werden schon in der Box passiv nach oben umgelenkt, entsprechend diffus ist das Atmos- und DTX-Klangbild. Als kleine Lösung ist die HW-Q70R dennoch attraktiv, zumal sie den gleichen, sehr potenten Subwoofer wie die großen Geschwister hat.

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