Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Aufmacher
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Letzte Aktualisierung:

Die beste Video-Drohne

Wir haben 23 Video-Drohnen getestet. Die beste für die meisten ist die DJI Air 2S. Sie kostet weniger als 1.000 Euro, lässt sich sehr präzise fliegen, weicht Hindernissen zuverlässig automatisch aus und liefert ausgezeichnete Film- und Fotoergebnisse. Auch Einsteiger kommen mit diesem Copter ohne Probleme zurecht und dürfen sich auf faszinierende Aufnahmen aus der Luft freuen.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 13. Mai 2022

Mit der  DJI Mini 3 Pro haben wir eine neue Empfehlung. Der Copter ist ab sofort unsere beste Mini-Drohne für die Jackentasche.

17. Dezember 2021

Wir haben fünf neue Drohnen getestet. Den Platz an der Copter-Sonne erobert die DJI Air 2S. Ebenfalls eine Empfehlung bekommen die Autel Robotics Evo II und die DJI Mavic 3. Nicht so gut abgeschnitten haben die Potensic Dreamer Pro und die Sansisco D15 Mini Drone. Die DJI Mavic 2 Zoom, die DJI Mavic 2 Pro und die DJI Mini 2 fallen aus den Empfehlungen raus, sind aber immer noch hervorragende Quadrocopter.

16. April 2021

Wir haben die DJI FPV getestet, die direkt eine Empfehlung ergattert hat.

26. Februar 2021

Seit diesem Jahr gilt eine neue EU-Drohnenverordnung. Wir haben unseren Beitrag entsprechend aktualisiert.

29. Januar 2021

Wir haben mit der DJI Mini 2 eine neue Drohne getestet, die wir gerade Einsteigern wärmstens empfehlen können.

29. Mai 2020

Wir haben drei neue Drohnen getestet. Mit der Parrot Anafi FPV haben wir eine Alternative zu unseren bisherigen Empfehlungen von DJI.

10. Januar 2020

Wir haben die neue DJI Mavic Mini getestet. Sie ist extrem leicht und kompakt, aber trotzdem eine vollwertige Drohne mit guten Videoeigenschaften. Deshalb haben wir ihr eine Empfehlung ausgesprochen.

10. Dezember 2018

Wir haben unseren Test um die DJI-Modelle Mavic 2 Zoom und Mavic 2 Pro ergänzt. Die Mavic 2 Zoom ist unsere neue beste Drohne, die Mavic 2 Pro eine Empfehlung.

11. Juli 2018

Wir haben unseren Test um die drei günstigen Drohnen Holy Stone HS110D, Ryze DJI Tello und Yuneec Breeze 4K ergänzt. Eine Empfehlung ist allerdings keines der Modelle, weil sie unter anderem mit Windanfälligkeit, schlechter Videoqualität und WLAN-Verbindungsproblemen zu kämpfen haben.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Der Markt für Drohnen entwickelt sich seit Jahren rasant, die Zuwachsraten sind enorm. Immer mehr Hobbyfilmer reizt es, ihre Umgebung aus der Luft zu filmen oder faszinierende Fotos zu schießen, auch wenn die neue Drohnenverordnung das Flugvergnügen gehörig einschränkt.

Da inzwischen fast alle Drohnen vollkommen eigenstabil fliegen und mehr oder weniger ruhig in der Luft stehen, sobald die Steuerknüppel losgelassen werden, eignen sich die Fluggeräte auch für Anfänger.

Wir haben 23 Modelle mit Preisen zwischen 75 und 2.100 Euro unter die Lupe genommen, 16 sind aktuell noch erhältlich. Alle Quadrocopter filmen mindestens mit HD-Auflösung, in der höheren Preisklasse ist mittlerweile UHD Standard.

Der Markt für hochwertige Kameradrohnen ist inzwischen fest in der Hand des chinesischen Herstellers DJI. GoPro hat sich nach einem kurzen Gastspiel mit der Karma wieder zurückgezogen und Parrot konzentriert sich aufs günstigere Preissegment, ebenso wie Yuneec und zahlreiche andere No-Name-Hersteller. Mit Autel gibt es aber zumindest ein bisschen ernstzunehmende Konkurrenz für DJI.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

DJI Air 2S

Test Video-Drohne: DJI Air 2S
Hervorragende Video- und Fotoqualität, einfach zu fliegen, überzeugende Hinderniserkennung und faires Preis-Leistungs-Verhältnis: Die DJI Air 2S ist unsere Nummer 1 am Drohnenhimmel.

Ob für Einsteiger oder ambitioniertere Drohnen-Piloten: Die DJI Air 2S ist ein toller Quadrocopter, der hervorragende Flugeigenschaften mit beeindruckenden Fotos und Videos liefert. Die Kamera mit 1-Zoll-Sensor wird vom 3-Achsen-Gimbal gekonnt stabilisiert. Zudem sorgen diverse Helfer dafür, dass die DJI-Drohne Hindernissen zuverlässig ausweicht. Mit 30 Minuten pro Akkuladung ist die Flugzeit recht üppig bemessen.

Um Hindernisse wie Bäume oder Felswände in Eigenregie zu erkennen, ist die Air 2S vorne, hinten, links, rechts sowie oben und unten mit Sensoren ausgestattet. Dieses System arbeitet sehr zuverlässig. Frontalcrashs werden effektiv vermieden, und auch das Vorbeifliegen in nahem Abstand gelingt einwandfrei. Das Steuern der Drohne ist DJI-spezifisch sehr einfach. Starten und Landen übernimmt der Copter bei Bedarf ohne fremdes Zutun.

Die Foto- und Videoqualität der Air 2S ist top, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen. Im Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis hat diese DJI-Drohne keine Konkurrenz.

Filmt in 8K

Autel Robotics Evo II

Test Video-Drohne: Autel Evo II
Die Autel Evo II filmt in hervorragender Auflösung und liefert begeisternde Videos und Fotos.

Mit der Autel Robotics Evo II ist endlich eine Drohne am Markt, die bei der Video- und Fotoqualität mit Mitbewerber DJI problemlos mithalten kann. Außerdem filmt der orange Copter in 8K-Auflösung und lässt sich unkompliziert steuern. Die Fernbedienung hat ein eigenes Display verbaut. Mit mehr als einer halben Stunde fällt die Flugzeit mit einer Akkuladung zudem angenehm lang aus.

Hier fliegt man mit

Parrot Anafi FPV

Test  Video-Drohne: Parrot Anafi FPV
Die Parrot Anafi FPV überzeugt bei Flugverhalten und Videoqualität und holt den Piloten dank FPV-Brille virtuell ins Cockpit.

Parrot bietet mit der Anafi FPV ein interessantes Komplettpaket mit Drohne, Controller, FPV-Brille und Rucksack zum fairen Preis. Der Copter lässt sich einfach steuern, liegt ruhig in der Luft und liefert überzeugende Videoqualität. Die First-Person-View-Funktion erlaubt es, Landschaften unmittelbar vor den eigenen Augen aus der Perspektive der Kamera zu erleben.

Wenn Geld egal ist

DJI Mavic 3

Test Video-Drohne: DJI Mavic 3
Hasselblad-Kamera, Zoom, 5.1K-Auflösung, lange Flugzeit und herausragende Videoqualität: Die DJI Mavic 3 ist eine Drohne für allerhöchste Ansprüche.

Für allerhöchste Ansprüche hat DJI die Mavic 3 entwickelt: Die Profi-Drohne begeistert mit einem dualen Kamera-System, filmt in 5.1K mit einer Datenrate von bis zu 200 Mbit/s, punktet durch exzellente Videos und Fotos und ein ausgeklügeltes Hinderniserkennungssystem. Hinzu kommen eine lange Flugzeit und ein hervorragendes Flugverhalten. Optional ist die Mavic 3 auch mit ein Terabyte großer SSD an Bord zu haben.

Für Racing-Einsteiger

DJI FPV

Test  Video-Drohne: DJI FPV
Die DJI FPV fliegt bis zu 140 km/h schnell und liefert über eine Spezialbrille beeindruckende Aufnahmen, als würde man selbst im Cockpit sitzen.

So flott wie die DJI FPV war bisher noch keine DJI-Drohne unterwegs: Sie fliegt bis zu 140 Stundenkilometer schnell, ermöglicht Loopings und überträgt das Live-Signal aus der Cockpit-Perspektive auf eine Brille. Trotzdem kann der Copter über zwei Modi ganz unkompliziert und eigenstabil geflogen werden. Die Qualität der Videoaufnahmen ist zudem sehr ordentlich.

Die beste Mini-Drohne

DJI Mini 3 Pro

Test Video-Drohne: DJI Nini 3 Pro
Die DJI Mini 3 Pro ist super leicht und passt locker in die Jackentasche. Flugverhalten, Videoqualität und Ausstattung sind für diesen Winzling top.

Sie passt in die Jackentasche, wiegt nur 249 Gramm und darf deshalb auch ohne Drohnenführerschein geflogen werden: Die DJI Mini 3 Pro begeistert durch ihr tolles Flugverhalten, ist durch diverse Sensoren vor Unfällen geschützt und verfügt sogar über einen Digitalzoom. Im Zusammenspiel mit der Fernsteuerung mit 5,5 Zoll großem Display ist die Mini-Drohne extrem schnell startklar und perfekt zu kontrollieren.

Vergleichstabelle

TestsiegerDJI Air 2S
Filmt in 8KAutel Robotics Evo II
Hier fliegt man mitParrot Anafi FPV
Wenn Geld egal istDJI Mavic 3
Für Racing-EinsteigerDJI FPV
Die beste Mini-DrohneDJI Mini 3 Pro
DJI Mavic 2 Zoom
DJI Mavic 2 Pro
DJI Mini 2
DJI Mavic Air
DJI Phantom 4 Pro
DJI Mavic Mini
Potensic Dreamer Pro
Ryze DJI Tello
Yuneec Breeze 4K
Sansisco D15 Mini Drone
Test Video-Drohne: DJI Air 2S
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flugverhalten
  • Viele Sicherheitsfunktionen
  • 8 GB interner Speicher
  • Lange Akkulaufzeit
  • Tasche nur im teureren Combo-Paket enthalten
Test Video-Drohne: Autel Evo II
  • 8K-Auflösung
  • Gut verarbeitet
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr gute Fotos und Videos
  • Unproblematisches Flugverhalten
  • 8 GB interner Speicher
  • Display der Fernbedienung spiegelt extrem und ist im Freien zu dunkel
  • Smartphone-Halterung etwas wackelig
  • Hinderniserkennung reagiert zu sensibel
Test  Video-Drohne: Parrot Anafi FPV
  • Sehr stabiles und ruhiges Flugverhalten
  • Gute Videoqualität
  • Zoom-Funktion
  • FPV-Brille
  • Keine Hindernis­erkennung
  • Fotoqualität nicht ganz überzeugend
  • Zusatzfunktionen nur gegen Aufpreis
Test Video-Drohne: DJI Mavic 3
  • Ausgezeichnete Hasselblad-Kamera
  • Exzellente Foto- und Videoqualität
  • Perfektes Flugverhalten
  • Lange Akkulaufzeit
  • Zoom
  • Sehr stabile Signalübertragung
  • Teuer
Test  Video-Drohne: DJI FPV
  • Sehr stabiles und ruhiges Flugverhalten
  • Sehr stabile Signal­übertragung
  • Überzeugende Brille
  • Bei Bedarf bis zu 140 km/h schnell
  • Gute Videoqualität
  • Videostabilisierung nicht so gut wie bei anderen DJI-Drohnen
  • Wenige Optionen für Videos und Fotos
  • DJI Flugsimulator App nur für iOS
Test Video-Drohne: DJI Nini 3 Pro
  • Stabiles, ruhiges Flugverhalten
  • Sehr einfach zu steuern
  • Hohe Reichweite
  • Effektiver Gimbal
  • Gute Video- und Fotoqualität
  • Recht lange Akkulaufzeit
  • Crash-Sensoren
  • Teuer
Test  Video-Drohne: DJI Mavic 2 Zoom
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flug­verhalten
  • Viele Sicherheits­funktionen
  • Zoom-Funktion
  • 8 GB interner Speicher
  • Akku des Controller könnte länger halten
Test  Video-Drohne: DJI Mavic 2 Pro
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flug­verhalten
  • Viele Sicherheits­funktionen
  • Hasselblad-Kamera
  • 8 GB interner Speicher
  • Akku des Controller könnte länger halten
Video-Drohne Test: Dji Mavic Mini
  • Gute Video- und Fotoqualität
  • Extrem klein und leicht
  • Sehr stabiles Flugverhalten
  • Fairer Preis
  • UHD-Auflösung
  • Nur 30 Vollbilder bei höchster Auflösung
  • Kein automatisiertes Folgen bewegter Objekte
  • Anfällig bei starkem Wind
Test  Video-Drohne: DJI Mavic Air Fly More Combo
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Klein und leicht
  • Viele Sicherheits­funktionen
  • 8 GB interner Speicher
  • Kreative Modi
  • Nur 30 Vollbilder bei UHD-Auflösung
  • Recht kurze Flugzeit
Test: Die beste Video-Drohne – DJI Phantom e1581333703245
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flugverhalten
  • Viele Sicherheits­funktionen
Test Video-Drohne: DJI Mavic Mini
  • Gute Video- und Fotoqualität
  • Extrem klein und leicht
  • Gutes Flugverhalten
  • Lange Flugzeit
  • Preiswert
  • Keine UHD-Auflösung
  • Nur 30 Vollbilder bei höchster Auflösung
  • Kein automatisiertes Folgen bewegter Objekte
  • Anfällig bei starkem Wind
Test Video-Drohne: Potensic Dreamer Pro
  • Einfach zu fliegen
  • Koffer wird mitgeliefert
  • Ordentliche Verarbeitung
  • 3-Achsen-Gimbal
  • Recht lange Flugzeit
  • Durchwachsene Videoqualität
  • Steuerung reagiert zu sensibel
  • Keine Hinderniserkennung
Test  Video-Drohne: Ryze DJI  Tello
  • Gutes Flugverhalten in Räumen
  • Ausgereifte App-Steuerung
  • Zusätzliche Flugmodi
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Windanfällig
  • Schlechte Videoqualität
  • Kein interner Speicher
Test  Video-Drohne: Yuneec Breeze 4K
  • 16 Gigabyte interner Speicher
  • UHD-Auflösung
  • Viele Flugmodi
  • Gute Verarbeitung
  • WLAN-Verbindungs­probleme
  • Keine Stabilisierung bei UHD-Auflösung
  • Kurze Flugzeit
Test Video-Drohne: Sansisco D15 Mini Drone
  • Fliegt sehr agil, lässt sich gut steuern
  • 14 Minuten Flugzeit
  • Zwei Akkus im Lieferumfang
  • Extrem kompakt
  • Kein Schwebeflug auf der Stelle durch fehlendes GPS
  • Für draußen nur an extrem windstillen Tagen geeignet
  • Sehr schlechte Videoqualität
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Wo darf man Drohnen fliegen?

Seit Anfang des Jahres 2021 gilt eine neue EU-Drohnenverordnung. Diese regelt das Fliegen von Quadrocoptern in allen EU-Mitgliedsstaaten, hinzu kommen in einzelnen Staaten wie Deutschland noch spezifische Regelungen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fasst die wichtigsten Vorgaben auf seiner Homepage zusammen.

So wird der Betrieb von Drohnen in drei Betriebskategorien unterteilt. Die Kategorie »Offen« betrifft demnach den Betrieb von Drohnen, die eine Startmasse von weniger als 25 Kilogramm haben, innerhalb der Sichtweite bis maximal 120 Meter Höhe fliegen und keine gefährlichen Güter transportieren oder Gegenstände abwerfen. »Speziell« bezeichnet den Betrieb von Drohnen, deren Einsatzspektrum den Rahmen der »offenen« Kategorie übersteigt, beispielsweise beim Betrieb außerhalb der Sichtweite und/oder ab 25 Kilogramm Startmasse. »Zulassungspflichtig« wiederum betrifft den Betrieb von großen und schweren Drohnen, die etwa zur Beförderung von Personen oder gefährlichen Gütern konstruiert sind.

Informieren Sie sich genau, wo Sie die Drohne fliegen lassen dürfen!

Außerdem müssen sich alle Betreiber von Drohnen der »offenen« Kategorie registrieren. Das entfällt nur bei Drohnen mit weniger als 250 Gramm Startgewicht, die keine Kamera haben und bei Produkten, bei denen es sich um ein Spielzeug gemäß Spielzeugrichtlinie handelt. Die Registrierungsnummer muss auf jeder von einem registrierten Betreiber eingesetzten Drohne sichtbar angebracht werden.

Test: Die beste Video-Drohne – IMG 20171220 WA0002
Für Drohnen wie die hier abgebildete GoPro Karma gelten strenge Vorgaben. Einfach fliegen, wo man gerade möchte, ist nicht erlaubt.

Ein Kompetenznachweis wird ab sofort bereits ab einer Startmasse von 250 Gramm verpflichtend (bisher: ab einer Startmasse von mehr als zwei Kilogramm). In den Unterkategorien A1 und A3 der »offenen« Kategorie besteht dieser aus einem theoretischen Online-Test auf der Webseite des Luftfahrt-Bundesamtes. Für den Drohnenbetrieb in der Unterkategorie A2 müssen zusätzlich zum Kompetenznachweis vom Piloten ein praktisches Selbststudium abgeschlossen und eine weitere Theorieprüfung bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt benannten Stelle bestanden werden.

Der Betrieb von bestimmten Drohnen in der Betriebskategorie »offen« ist grundsätzlich erlaubnisfrei. Dazu gehören Drohnen mit weniger als 25 Kilogramm Startmasse, die in unmittelbarem Sichtkontakt zum Piloten während des gesamten Fluges und die entsprechend der Vorgaben in den Unterkategorien A1, A2 und A3 betrieben werden. Diese Drohnen dürfen neuerdings in einer Höhe von maximal 120 Metern betrieben werden (bisher: maximal 100 Meter).

Die Internetseite www.drohnen.de erklärt die neue EU-Drohnenverordnung sehr detailliert und geht auch darauf ein, welche Vorschriften beispielsweise neuerdings für welche DJI-Drohnen gelten.

Generell ist das Fliegen über Privatgrundstücken verboten, es sei denn es liegt eine ausdrückliche Genehmigung des Eigentümers vor. Davon ausgenommen sind nur Drohnen unter 250 Gramm Startgewicht ohne Kamera. Auch über Menschenansammlungen, Industrieanlagen, Autobahnen, Bahngleisen, Krankenhäusern, Naturschutzgebieten, Verfassungsorganen, Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften sowie in der Nähe von Flughäfen darf man nicht aufsteigen. Unter Map2Fly kann man im Internet eine beliebige Adresse eingeben und sieht dann auf einer virtuellen Karte, ob Sanktionen für Drohnenpiloten bestehen.

Außerdem dürfen Drohnen grundsätzlich nur auf Sicht geflogen werden, das heißt, spätestens, wenn man das Fluggerät fast nicht mehr erkennen kann, sollte man den Rückflug antreten.

Tipps für Anfänger

Einsteiger sollten mit ihrer Drohne erstmal auf einer großen Fläche ohne Hindernisse üben und sich mit der dem neuen Fluggerät vertraut machen. Wie reagiert sie, was passiert, wenn die Signalverbindung abbricht oder der Akku sich plötzlich schneller entleert als erwartet? Wie zuverlässig arbeitet der automatische Coming-Home-Modus? Wie ruhig steht die Drohne in der Luft, wie reagiert sie auf Wind?

Übung macht den Meister

All das sollte man in Ruhe ausprobieren, um dann im Ernstfall einen kühlen Kopf zu bewahren. Ebenso ist es wichtig, spiegelverkehrtes Denken zu trainieren: Fliegt die Drohne direkt auf einen zu, bedeutet eine Bewegung des Steuerknüppels nach rechts, dass der Quadrocopter aus der Sicht des Piloten nach links fliegt.

Wer mit ISO 100 filmen will sollte mit dem passenden ND-Filter den Shutter-Speed an die Bildrate anpassen. Wird bei ISO 100 mit 50 Vollbildern gedreht, liegt er idealerweise bei 1/100.

Neben der rein fliegerischen Schulung sollte man sich ebenfalls Zeit nehmen, um perfekte Filme zu drehen und gelungene Fotos zu schießen. Abgesehen von der Perspektive kommt es hier auch auf das richtige Kamera-Setup an. Für extrem flüssige Bewegungen in Videos sind so genannte ND-Filter zu empfehlen, die auf das Objektiv der Kamera geschraubt werden.

Für DJI beispielsweise sind unterschiedliche Sets erhältlich. Diese Neutraldichtefilter in unterschiedlichen Stärken (zu empfehlen sind je nach Umgebungshelligkeit ND4, ND8, ND16, ND32) reduzieren das Licht, sie dunkeln faktisch das Bild ab und verhindern, dass die Kamera die Verschlusszeit zu stark erhöht. Dann besteht nämlich die Gefahr des so genannten Jello-Effekts und verzerrten Bildern. Durch die Verwendung eines ND-Filters hat man auch mehr Spielraum bei der manuellen Belichtung.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s

Testsieger: DJI Air 2S

Die DJI Air 2S ist für weniger als 1.000 Euro die Drohne mit dem absolut besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Hobbypiloten und semiprofessionelle Filmer und Fotografen kommen mit diesem Copter in den Genuss von überzeugenden Aufnahmen und dürfen sich über ein völlig unkompliziertes und sehr gut stabilisiertes Flugverhalten freuen.

Testsieger
DJI Air 2S
Test Video-Drohne: DJI Air 2S
Hervorragende Video- und Fotoqualität, einfach zu fliegen, überzeugende Hinderniserkennung und faires Preis-Leistungs-Verhältnis: Die DJI Air 2S ist unsere Nummer 1 am Drohnenhimmel.

Die Air 2S gilt als Vorreiter in ihrer kompakten Größenklasse: Denn sie ist hier die erste Drohne, die mit einem 1-Zoll-Sensor Fotos mit 20 Megapixel und Videos in 5.4K aufzeichnet. Dabei ist die Air 2S der perfekte Copter, den man immer dabeihaben kann. DJI hat ihn mit bewährtem Faltmechanismus konzipiert. Gefaltet ist er gerade mal 18 × 9,7 × 7,7 Zentimeter groß, flugfertig kommt die Drohne auf 18,3 × 25,3 × 7,7 Zentimeter. Mit 595 Gramm ist sie zudem ein echtes Leichtgewicht.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Gefaltet
Kompakt, relativ leicht und sehr robust: Die DJI Air 2S ist die ideale Drohne zum überall Dabeihaben.

Die Qualität der Verarbeitung ist hervorragend. Der graue Kunststoff ist stabil und schlagfest, der Akku lässt sich einfach einsetzen und rastet bombenfest ein, und die ausklappbaren Arme sind robust und verwindungssteif. Zum Transport können die faltbaren Propeller montiert bleiben. Sollte man mal einen nach einer missglückten Landung tauschen müssen: runterdrücken, drehen, abheben – und schon kann der neue Propeller aufgesetzt werden. Werkzeug ist hierzu nicht erforderlich.

Vier LEDs, die jeweils grün leuchten können, ermöglichen am Akku direkt eine erste grobe Orientierung, wie es um die Restkapazität bestellt ist. Eine exakte Prozentangabe erhält man über die App.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Boden
Zum Abheben benötigt man nicht unbedingt ein Smartphone – erst über dessen Display kann man jedoch Flüge aus der Live-Perspektive verfolgen.

Seitlich hinter einer Gummiabdeckung befindet sich ein USB-C-Anschluss, um die Drohne mit einem PC zu verbinden und die Foto- und Videodateien vom 8 Gigabyte großen internen Speicher zu sichern. Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt der Slot für bis zu 256 Gigabyte große MicroSD-Karten. Achtung: Wer in maximaler Auflösung filmt, sollte zu den schnellsten am Markt erhältlichen Speicherkarten greifen, um eine flüssige Filmwiedergabe sicherzustellen.

Die Kamera und der 3-Achsen-Gimbal werden durch eine durchsichtige Kunststoffglocke geschützt. Weiß man einmal, wie diese aufgesetzt wird, klappt dies in der Folgezeit blitzschnell.

Fly More Combo sehr zu empfehlen

Zum Lieferumfang der DJI Air 2S gehören neben der Drohne, die Fernsteuerung, ein Akku, Gimbalschutz, Ladegerät, Ersatzpropeller und Verbindungskabel für Smartphone und Controller. In der 300 bis 400 Euro teureren Fly More Combo sind zwei zusätzliche Akkus, eine Akkuladestation, ND-Filter und eine Tasche enthalten. Für die meisten dürfte dieses Paket die beste Option sein, weil das Zubehör sinnvoll und im Set deutlich preiswerter als bei einem möglichen Einzelkauf ist. Inklusive Smart Controller, der Fernsteuerung mit großem Display, muss man mindestens 1.700 Euro hinblättern. Wer ein halbwegs vernünftiges Smartphone besitzt, kann auf diese Anschaffung allerdings verzichten.

Vorteil einer DJI-Drohne: Das Zubehörangebot von Drittanbietern ist groß. Ob Smartphone-Halterung, ND-Filter, Taschen oder Koffer – auch für die Air 2S gibt es diverses Equipment zu erwerben.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Kamera
Die DJI-Kamera hat einen 1-Zoll-Sensor und stellt einen Digitalzoom zur Verfügung.

Kamera und Gimbal

Die Kamera ist mit einem 1-Zoll-Sensor ausgestattet. Fotos (JPG und Raw) können mit 20 Megapixel und Videos mit 5.4K/30fps (5.472 × 3.078 Bildpunkte) oder 4K/60fps (3.840 × 2.160 Pixel) und einem Datendurchsatz von 150 Mbit/s aufgenommen werden. In Full-HD-Auflösung lassen sich auch Zeitlupenaufnahmen mit 120 Vollbildern pro Sekunde realisieren. Das Sichtfeld der Kamera liegt bei 88 Grad, die Blende bei f/2.8.

Zum Vergrößern von Objekten steht ein Zoom zur Verfügung, allerdings kein optischer, sondern ein digitaler, der die Pixel lediglich künstlich vergrößert, was die Bildqualität verschlechtert. Je nach Auflösung und Bildwiederholrate können Piloten zwischen einem vier- bis achtfachen Zoom auswählen. Zudem dürfen sich Filmer zwischen den Videocodecs H.264 und H.265 entscheiden. Verfügbar sind die Farbprofile Normal (8 Bit), D-Log (10 Bit) und HLG (10 Bit).

Fotos mit 20 Megapixel

Zusätzlich zu den Standard-Fotooptionen wie Timed Photo, Belichtungsreihe (AEB) und Panorama zeichnet der SmartPhoto-Modus der DJI Air 2S Fotos mit 20 Megapixel, intelligenter Szenenanalyse und mithilfe von Deep Learning auf, um automatisch die besten drei Optionen auszuwählen und das optisch ansprechendste Bild zu erstellen. Dabei kommen auch HDR, Hyperlight und Szenenerkennung zum Einsatz. Bei HDR werden mehrere Bildervariationen zu einem einzigen dynamischen Bild zusammengeführt, während Hyperlight für Szenarien mit schlechten Lichtverhältnissen entwickelt wurde.

Der Gimbal stabilisiert die Kamera über drei Achsen. Er erlaubt das Neigen (-135° bis 45°), das Rollen (-45° bis 45°) sowie das Schwenken (-100° bis 100°) der Kamera und lässt sich über die DJI-App modifizieren und auf die Bedürfnisse des Piloten anpassen.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Hindernisse
Bäume stellen für die DJI Air 2S keine Gefahr dar, weil Sensoren den Copter vor einem Crash schützen.

Hinderniserkennung und Reichweite

Um Hindernisse wie Bäume oder Felswände in Eigenregie zu erkennen, ist die Air 2S vorne, hinten, links, rechts sowie oben und unten mit Sensoren ausgestattet. Dieses System arbeitet sehr zuverlässig. Frontalcrashs werden effektiv vermieden, und auch das Vorbeifliegen in nahem Abstand gelingt einwandfrei.

Das so genannte AirSense-System der DJI Air 2S warnt Drohnenpiloten zudem vor Flugzeugen und Hubschraubern in der Nähe, die ADS-B-Signale senden. Dadurch können potentielle Gefahren frühzeitig erkannt und verhindert werden. Um nicht unerlaubterweise in der Nähe von Flughäfen oder in Gebieten mit Luftraumbeschränkungen zu fliegen, meldet sich das GEO 2.0 Geofencing-System. Wie inzwischen fast alle Drohnen verfügt auch die DJI über eine Rückkehr-Funktion, mit der die Drohne wieder an ihren Startpunkt gebracht werden kann, wenn sie den Kontakt zur Fernsteuerung verliert oder einen kritisch niedrigen Akkustand erreicht.

Bis zu 8 Kilometer Reichweite

Der chinesische Hersteller gibt eine maximale Übertragungsreichweite mit der OcuSync-Übertragungstechnologie O3 von 8 Kilometer an. Zum Einsatz kommen vier Antennen. Im Test flogen wir die Drohne bis zu 400 Meter von unserem Standort weg. Das Signal war zu jeder Zeit absolut störungsfrei, die Live-Vorschau in 1080p/30 landete ohne jeden Ruckler oder Aussetzer auf dem Smartphone.

Flugleistung und Flugdauer

Die Air 2S kann in drei unterschiedlichen Modi geflogen werden. Im flotten S-Modus (Sport) ist eine Höchstgeschwindigkeit von 68 Stundenkilometer drin, im N-Modus (Normal) erreicht der Copter bis zu 54 km/h, im C-Modus (Cine) fliegt die Drohne gemächlich für einen filmreifen Look und schafft bestenfalls 18 Kilometer pro Stunde. Als maximale Steig- und Sinkgeschwindigkeit gibt DJI 6 Meter pro Sekunde an.

Der 198 Gramm schwere LiPo 3S-Akku leistet 3.750 mAh. In den technischen Spezifikationen führt DJI eine maximale Flugzeit bei Windstille von 31 Minuten an, die maximale Schwebezeit soll bei 30 Minuten liegen. Im Test konnten wir mit dem Copter an einem kalten Herbsttag 30 Minuten fliegen und hatten immer noch genügend Reserven für eine sichere Landung.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Fernsteuerung
Kompakt, einfach zu bedienen und zuverlässig: der Controller der Air 2S.

Steuerung

Gesteuert wird die Air 2S wie alle DJI-Copter per Smartphone und Fernsteuerung. Der Controller liegt gut in der Hand und erinnert an die Steuerzentrale einer Spielekonsole. Die Steuerknüppel sind platzsparend in der Unterseite verstaut und werden eingeschraubt. Die stabile Smartphone-Halterung wird einfach oben ausgezogen und nimmt auch große Mobiltelefone sicher auf. Vier LEDs signalisieren die Restkapazität des Akkus.

Praktisch: Das erforderliche Kabel (für Apple und Android liegen passende Kabel bei) lässt sich unterhalb der eingeschobenen Smartphone-Halterung verstauen – so besteht keine Gefahr, dass man die Strippe zu Hause vergisst.

Am Controller selbst kann man den Flugmodus wählen, die automatisierte Rückhol-Aktion einleiten, die Kamera schwenken und Videos starten sowie Fotos schießen. Das Bedienkonzept ist nahezu selbsterklärend. DJI verzichtet auf ein Display. Wer dies unbedingt wünscht, muss zur Smart-Fernsteuerung greifen, die beim teuren Fly More Combo-Paket dazugehört.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air 2s App
Die App »DJI Fly« ist informativ, aber trotzdem einfach zu bedienen.

Auch auf die App »DJI Fly« ist weitgehend selbsterklärend. Hier erhält man alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Wie viele Satelliten werden aktuell gefunden? Wie hoch ist die Drohne? Wie weit ist sie weg? Wie lange hält der Akku noch? Zudem wechselt man zwischen den unterschiedlichen Aufnahme-Modi, verändert die Auflösung und die Belichtung, aktiviert die Zeitlupe und bedient sich bei den automatisierten Flugmodi (dazu gleich noch mehr). Insgesamt ist die App ein guter Kompromiss: Sie erleichtert Einsteigern die Arbeit, ermöglicht fortgeschritteneren Piloten aber auch manuelle Anpassungen.

Auch Einsteiger müssen keine Angst vorm Fliegen haben

Das Steuern der Drohne ist DJI-spezifisch sehr einfach. Starten und Landen übernimmt der Copter bei Bedarf ohne fremdes Zutun. Hat man sich als blutiger Beginner vor dem ersten Flug ein wenig mit dem Bedienkonzept auseinandergesetzt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Die Drohne reagiert absolut zuverlässig und direkt und führt prompt die Befehle des Piloten aus. Erstaunlich, wie einfach sich ein solcher Quadrocopter fliegen lässt.

Foto- und Videoqualität

Die äußeren Bedingungen für unsere Testflüge waren ziemlich bescheiden. Wir haben tagelang auf Sonne gewartet, im deutschen Spätherbst ließ sich diese aber nicht mehr blicken. Also musste die Air 2S bei wolkenverhangenem, grauem Himmel ohne viel Umgebungslicht starten.

Für den DJI-Copter ein Problem? Nein! Trotz der dürftigen Ausleuchtung liefert die Drohne ein sehr rauschfreies, scharfes und detailreiches Bild. Die Dynamik ist überzeugend, die Farbtreue ebenfalls, und auf die Belichtungsautomatik ist Verlass. Ob Acker, Rasen, Elefantengras oder Steine, die Air 2S arbeitet die Strukturen unterschiedlicher Oberflächen sauber heraus.

Dabei begeistert sie durch sehr ruhige und geschmeidige Überflüge. Der Gimbal stabilisiert die Aufnahmen hervorragend, Propeller sind bei uns in den Videos nicht zu sehen.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air 2s Foto
Kein Wetter für herausragende Fotos: Die Air 2S deutet trotzdem an, was sie draufhat.

Auch bei Fotos stimmen alle sichtigen Bildparameter, der Dynamikumfang ist gut. Und selbst wenn man ein wenig in die Bilder hineinzoomt, bleibt die Qualität nicht auf der Strecke.

Clevere Aufnahme-Modi

Einige Flugrouten und -Manöver sind händisch nicht so einfach auszuführen. Deshalb macht es punktuell durchaus Sinn, der DJI Air 2S das Pilotieren selbst zu überlassen. Denn sie hat verschiedene voreingestellte Flugrouten und Aufnahmemöglichkeiten in der App hinterlegt.

Schon länger bekannt sind die so genannten QuickShots, zu denen die Modi »Dronie«, »Rocket«, »Kreisen«, »Helix«, »Boomerang« und »Asteroid« gehören. So kreist der Copter beispielsweise super präzise um ein selbst definiertes Objekt, etwa einen Kirchturm.

ActiveTrack 4.0 sorgt dafür, dass die Air 2S ein bewegtes Objekt wie einen Radfahrer automatisch umkreist, zuverlässig folgt oder konstant in der Mitte des Bildes hält, während man selbst beliebige Steuerbefehle ausführt.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air 2s App2
Ist MasterShots ausgewählt, nimmt die Drohne abhängig von Motiv und Distanz in Eigenregie mehrere Videosequenzen auf.

MasterShots erstellt selbständig eine Flugbahn für die Drohne, wählt aus drei verschiedenen Aufnahmemodi aus, darunter Nah-, Landschafts- und Portrait-Aufnahmen, und führt diese komplett autonom durch. Dabei kann man aus zahlreichen Vorlagen auswählen, und die DJI Fly App erzeugt eigenständig ein Video.

Alle Optionen sind erstaunlich ausgereift und funktionieren problemlos. So lässt sich die Kreativität bei Filmaufnahmen aus der Luft deutlich steigern.

DJI Air 2S im Testspiegel

Insgesamt fällt das Medienecho auf die DJI Air 2S durchgehend sehr positiv aus. Die Kollegen der Computer Bild kommen zu folgendem Fazit:

»In der neuen Version mausert sich die Air-Drohne zum Foto- und Videokünstler. Das ist vor allem dem neuen Kamera-Sensor zu verdanken, der auch bei schwierigen Lichtverhältnissen tolle Aufnahmen hinbekommt. Dank Autopilot-Funktionen und Rundum-Kollisionswarner gelingen mit der Air 2S gute und zugleich sichere Flugmanöver. Das freut etwa ambitionierte Hobbyfilmer, die ihre Erlebnisse auf Reisen anschaulich einfangen wollen. Das Fliegen ist kinderleicht, das Flugverhalten top und die Flugzeit mit bis zu 31 Minuten immer noch beachtlich.«

Im Online-Portal Drohnen.de erreicht der DJI-Copter 98 Prozent der Gesamtpunktzahl und erntet ebenfalls viel Lob:

»Die DJI Air 2S bringt eine tolle Kamera mit und eignet sich somit noch besser für ambitionierte Fotografen und Videografen mit hohen Ansprüchen. Die DJI Air 2S übertrumpft in vielen Belangen sogar die DJI Mavic 2 Pro und kostet dabei deutlich weniger – super!«

Und die Kollegen von Techstage schreiben:

»Mit der Air 2S unterstreicht DJI seine Vorreiterrolle im Bereich der Video-Drohnen und setzt die Messlatte für kommende Drohnen-Generationen sehr hoch. Trotz des Preises von unter 1000 Euro bekommt der Kunde hier eine der am besten ausgestatteten fliegenden Kameras, die derzeit erhältlich sind. Wer eine bezahlbare Video-Drohne mit höchstmöglicher Bildqualität und einer ausgezeichneten Gesamtleistung sucht, kommt an der A2S nicht vorbei.«

Alternativen

Keine Frage, der chinesische Hersteller DJI dominiert den Drohnenmarkt. Auch etwas ältere DJI-Drohnen, die wir hier nicht mehr bei den Alternativen aufgeführt haben und weiter unten kommen, können Sie größtenteils bedenkenlos immer noch kaufen. Mit Autel Robotics und Parrot können wir Ihnen zumindest zwei Hersteller empfehlen, die ebenfalls interessante Quadrocopter anbieten.

Filmen in 8K: Autel Robotics Evo II

Ja, Sie haben richtig gelesen: 4K am Drohnenhimmel war gestern, mit der Autel Robotics Evo II ist der erste Quadrocopter mit 8K-Auflösung unterwegs. Das orange Fluggefährt stellt damit sogar Mitbewerber DJI in den Schatten, kommt in einigen Punkten am Platzhirsch aber noch nicht dran vorbei.

Filmt in 8K
Autel Robotics Evo II
Test Video-Drohne: Autel Evo II
Die Autel Evo II filmt in hervorragender Auflösung und liefert begeisternde Videos und Fotos.

Mit einem Gewicht von 1.130 Gramm ist das Autel-Modell erstaunlich schwer. Die Verarbeitung ist insgesamt gut, die Arme mit den Propellern lassen sich ein- und ausklappen – so passt der Copter problemlos in jeden Rucksack bzw. in jede etwas größere Fototasche.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii
Zusammengefaltet benötigt die Autel Evo II nicht viel Platz.

Die Kamera ist an einem 3-Achsen-Gimbal befestigt und verfügt über einen 1/2-Zoll-CMOS-Sensor. Aufgezeichnet wird mit einer Datenrate von 120 Mbit/s in 10 Bit Farbtiefe und mit HDR (High Dynamic Range) für höhere Kontraste und mehr Dynamik. 8K-Aufnahmen mit 7.680 x 4.320 Pixeln gelingen mit maximal 25 Vollbildern pro Sekunde. Dabei fallen natürlich riesige Datenmengen an. Im Alltag braucht derzeit noch niemand 8K-Videos. Die hohe Auflösung hat jedoch den Vorteil, bei der Nachbearbeitung in das Material hineinzoomen zu können und 4K-Filme ohne qualitative Verluste zu generieren. Ein extrem flotter Rechner ist jedoch unbedingt erforderlich.

Ferner filmt die Autel mit 6K/30p und 4K mit maximal 60 Vollbildern. Der einstellbare ISO-Bereich liegt zwischen 100 und 6.400, Piloten können vierfach optisch zoomen. Fotos lassen sich mit bis zu 48 Megapixel (8.000 x 6.000 Bildpunkte) schießen, und zwar sowohl im JPG- als auch im RAW-Format. Fest verbaut ist ein 8 Gigabyte großer Speicher, dieser lässt sich per MicroSD-Karte um 256 Gigabyte erweitern.

Zwölf Sensoren für Hindernis­erkennung

Autel hat seine Evo II rundherum mit Sensoren für die Hinderniserkennung bestückt. Insgesamt sind es zwölf Stück, die das Fluggerät in alle Richtungen vor Kollisionen schützen soll. Störende Objekte werden bis auf eine Distanz von 30 Meter erkannt. Im Live-Bild werden potentielle Gefahrenstellen durch farbige Linien dargestellt.

Angetrieben werden die Motoren im Copter durch einen 7.100 mAh starken LiPo-Akku, der nach rund 90 Minuten wieder voll aufgeladen ist. Autel verspricht Flugzeiten von bis zu 40 Minuten. Im Test hielt der Akku bei uns rund 32 Minuten durch, was dennoch ein sehr guter Wert ist. Je nach gewähltem Modus erreicht die Drohne Höchstgeschwindigkeiten von 54 bzw. 72 km/h.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii Controller
Das OLED-Display des Controllers ist zu dunkel und spiegelt extrem. Auf diesem Foto haben wir die Schutzfolie noch nicht entfernt.

Der mitgelieferte Controller hat ein 3,3 Zoll großes OLED-Display integriert. Dieses informiert nicht nur unter anderem über Akku-Zustand und Flugdaten, sondern zeigt auch das Live-Bild der Kamera in 720p an, wenn man kein zusätzliches Smartphone verwendet. Mit 330 Nits ist das Display bei Sonnenlicht leider zu dunkel, dann erkennt man kaum noch etwas, zudem spiegelt dieses extrem. Die ausklappbare Smartphone-Halterung ist etwas wackelig, und die beiden rückseitigen Funktionstasten sind ungünstig platziert, hier kommt man ungewollt öfter mal dagegen.

Über die Fernbedienung kann man den Quadrocopter eigenständig starten und landen lassen, zudem die Go-Home-Funktion auslösen, damit die Drohne auf eine vorher festgelegte Höhe steigt und zum Startpunkt zurückkehrt. Dies hat im Test einwandfrei funktioniert. Das Steuer-Prinzip ist ansonsten identisch zu nahezu allen anderen am Markt erhältlichen Drohnen.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii App
Die Autel-App liefert dem Piloten viele wichtige Informationen.

Um alle wichtigen Einstellungen vorzunehmen, sollte man die App »Autel Explorer« auf seinem Android- oder Apple-Smartphone installieren. Hier verändert man unter anderem den Shutter, die ISO-Zahl sowie die Auflösung und erhält Infos zur Kamera-Neigung, zu Entfernung und Höhe des Copters, zur aktuellen Fluggeschwindigkeit und zur Restkapazität von Drohnen- und Fernsteuerungs-Akku. Die Übersichtlichkeit der App ist gut, allerdings ergeben sich nicht alle Funktionen auf Anhieb, eine kurze Eingewöhnungszeit ist erforderlich.

Das Fliegen der Evo II ist unkompliziert und anfängerfreundlich. Sie reagiert prompt auf Steuerbefehle, agiert gutmütig und bleibt sofort stehen, wenn man die Steuerknüppel loslässt. Dank der markanten Farbe ist das Fluggerät am Himmel perfekt zu erkennen. Natürlich muss sich ein Copter für rund 1.800 Euro in dieser Disziplin mit Marktführer DJI messen. Hierbei fällt auf: Die DJI-Drohnen lassen sich noch etwas feinfühliger und exakter fliegen und stehen wirklich wie festgenagelt in der Luft. Das Autel-Modell neigt dazu, phasenweise leicht zu tänzeln, es ist in der Luft etwas unruhiger. Der Hersteller gibt für Europa eine maximale Reichweite von 5 Kilometer an. Im Test ließen wir die Evo II bis zu 400 Meter davonfliegen, das Signal war jederzeit stabil, die Bildübertragung gelang ohne Aussetzer.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii Luft
Lässt man die Steuerknüppel los, bleibt der Copter gutmütig in der Luft stehen.

Die Hinderniserkennung bremst die Drohne zudem zuweilen etwas aus. Nähert man sich einem Baum, einer Hecke oder einem anderen Hindernis, so gleitet der Copter nicht dynamisch vorbei, sondern drosselt seine Geschwindigkeit teilweise auf Schneckentempo und tastet sich gemächlich vorbei. Hier ist DJI noch um Lichtjahre besser.

Absolut positiv überrascht sind wir jedoch vom Filmmaterial. Obwohl wir an einem recht tristen Herbsttag in die Lüfte aufstiegen, ist das Video in 4K-Auflösung mit 60 Vollbildern super scharf, detailreich und plastisch. Die Farben sind kräftig, aber trotzdem natürlich, und die Belichtungsautomatik verrichtet ihre Arbeit exzellent. Auch der Gimbal ist top. Bewegungen werden super ausgeglichen, die Aufnahmen sind geschmeidig und ruhig, und manuelle Manöver um die eigene Achse gelingen ausgezeichnet.

Hier muss sich Autel vor DJI absolut nicht verstecken. Auch unbearbeitete JPG-Fotos sind dynamisch und kontrastreich. Diese Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Für kreative Filmer beherrscht die Evo II zusätzlich diverse Flugmodi wie Objekt- und Personenverfolgung, das Abfliegen von selbst definierten Wegpunkten und Manöver, bei denen der Copter beispielsweise um ein ausgesuchtes Objekt kreist oder sich automatisch in Richtung eines ausgewählten Ziels hinbewegt.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii Foto
Obwohl wenig Licht vorhanden ist, überzeugt die Dynamik im Foto.

Fazit: Die Autel Evo II ist für rund 1.800 Euro eine ziemlich teure Drohne, die hervorragende Videos und Fotos liefert und sich präzise steuern lässt. Qualitativ gibt es in dieser Hinsicht kaum bessere Fluggeräte in dieser Preisklasse. Die 8K-Auflösung dürfte für die meisten derzeit ein nettes, aber verzichtbares Extra darstellen. Das Display der Fernbedienung ist ein Schwachpunkt, weil es zu dunkel ist und viel zu stark reflektiert. Ansonsten darf sich auch DJI freuen: Endlich ein Mitbewerber, der dem beliebten Drohnen-Hersteller ein wenig Konkurrenz macht.

Mit optionaler FPV-Brille: Parrot Anafi FPV

Es muss nicht immer DJI sein. Mit der Parrot Anafi FPV haben wir endlich eine Alternative gefunden. Hinter der Abkürzung »FPV« verbirgt sich eine Besonderheit, die dem Piloten das Gefühl vermittelt, direkt in der Drohne mitzufliegen.

Hier fliegt man mit
Parrot Anafi FPV
Test  Video-Drohne: Parrot Anafi FPV
Die Parrot Anafi FPV überzeugt bei Flugverhalten und Videoqualität und holt den Piloten dank FPV-Brille virtuell ins Cockpit.

»FPV« steht als Kürzel für »First Person View«. Durch eine spezielle Brille, in die das Smartphone eingeklemmt wird, sieht der Drohnen-Pilot die Welt von oben quasi durch seine eigenen Augen. Er muss nicht mehr auf das Smartphone-Display schauen, das in den Controller eingeklemmt ist. Da die Anafi mit 315 Gramm die 0,25-Kilo-Grenze überschreitet, ist für FPV-Flüge laut Gesetzgeber eine zweite Person erforderlich, die den Steuerer auf Gefahren im Flugbetrieb hinweist. Außerdem darf die Flughöhe von 30 Metern nicht überschritten werden.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv
Die Parrot Anafi hat fest verbaute Propeller, die sich im Falle einer Beschädigung natürlich wechseln lassen.

Natürlich kann die Parrot Anafi auch als klassische Drohne gesteuert werden. Wer ohnehin auf den FPV-Modus verzichten kann, sollte zur 100 Euro günstigeren Anafi Base greifen.

Der Quadrocopter ist genau wie die Mavic-Modelle von DJI mit ausklappbaren Armen konstruiert. Zusammengefaltet ist er 218 x 69 x 64 Millimeter groß, auseinandergefaltet wächst er auf 241 x 315 x 64 Millimeter. Qualitativ kann das Fluggerät nicht ganz mit Branchenführer DJI mithalten. Bei Parrot wirkt alles etwas instabiler, die an Gummis aufgehängte Halteplatte der Kamera ist gewöhnungsbedürftig. Umständlich: Um die MicroSD-Speicherkarte zu wechseln, muss man den Akku herausnehmen. Nützlich ist hingegen, dass die Propeller nicht demontiert werden müssen, wenn man die Drohne zusammenklappt.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Luft
In der Luft liegt der Quadrocopter dank GPS sehr ruhig.

Die Anafi ist zur exakten Positionsbestimmung mit GPS und Glonass, Barometer, Magnetometer, Vertikalkamera und Ultraschallsensor ausgestattet. Sie fliegt bis zu 55 Stundenkilometer schnell. Mit der Fernbedienung, dem Skycontroller 3, sind Parrot zufolge Übertragungsdistanzen von bis zu 4 Kilometern möglich. Die Kamera mit digitalem Zoom verfügt über einen 1/2,4-­Zoll­-CMOS­-Sensor und schießt Fotos mit bis zu 21 Megapixeln. Gefilmt wird mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln und 30 Vollbildern, im Full-HD-Modus sind auch 60 Vollbilder drin.

Die maximale Datenrate bei Videoaufzeichnungen liegt bei 100 Mbit/s, der ISO-Bereich deckt die Werte 100 bis 3.200 ab. Fotos lassen sich im JPG- und im RAW-Format speichern. Für die Bildstabilisierung kommt ein Zwei-Achsen-Gimbal zum Einsatz. Überraschend: Parrot verzichtet bei der Anafi auf sämtliche Sensoren zur Hinderniserkennung, die bei DJI auch bei den günstigeren Modellen mittlerweile Standard sind.

Die Fernsteuerung fällt mit 283 Gramm recht schwer aus. Nach dem Ausklappen der Smartphone-Halterung schaltet sich diese automatisch ein. Eingelegt werden können Mobilgeräte mit einer maximalen Displaygröße von 6,5 Zoll. Mit Apple-Geräten hält der Akku bis zu 5 Stunden und 30 Minuten durch, bei Android-Smartphones sind es satte drei Stunden weniger. Controller und Mobilgerät werden über ein USB-Kabel miteinander verbunden.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Set
Der stabile Controller zur Steuerung der Drohne nimmt jedes handelsübliche Smartphone auf.

Über den Skycontroller 3 kann man die Anafi in sämtliche Richtungen steuern, autark starten und landen, die Kamera neigen, zoomen sowie Fotos und Videos auslösen. Das Handling ist gut, das Bedienkonzept durchdacht.

Die Inbetriebnahme des Copters ist simpel. Ein Erstflug gelingt sogar ohne Smartphone und nur mit dem Controller, dann hat man allerdings keine Live-Vorschau. Für den vollen Funktionsumfang muss man deshalb auf seinem Android- oder Apple-Gerät die kostenlose App »FreeFlight 6« installieren. Hier kann man unter anderem zwischen den Modi »Film« für einen langsamen und geschmeidigen Flug, »Sport« für eine flottere Gangart und »Cinematic« auswählen, wo die Kamera in Kurven der Neigung der Drohne folgt. Darüber hinaus kann man die Neigung des Copters, vertikale und Drehgeschwindigkeit, maximale Höhe und Entfernung festlegen und einstellen, ob beispielsweise Überbelichtungen angezeigt werden sollen.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv App
In der App »FreeFlight 6« kann man aus vier verschiedenen Flugmodi auswählen.

Der Start erfolgt entweder vom Boden oder aus der Hand, indem man die Anafi sachte in die Luft wirft. Schon nach wenigen Sekunden wird deutlich, dass der Quadrocopter zumindest an windstillen Tagen sehr ruhig in der Luft steht. Bei stärkerem Wind hat DJI die Nase vorne. Das Flugverhalten der Parrot ist im »Film«-Modus sehr gutmütig, auch Anfänger werden hier nicht überfordert.

Die Anafi reagiert zuverlässig auf jeden Steuerbefehl, dreht sich sauber um die eigene Achse, bremst gemächlich ab und verhält sich in der Luft wirklich vorbildlich. Auch um das Landen kümmert sich die Drohne selbstständig, wenn man den entsprechenden Knopf auf der Fernbedienung drückt. In unserem Test flogen wir in einem Umkreis von 150 Metern, die Anafi wird dann doch recht schnell relativ klein. Die Verbindung war hier stets sehr stabil, das Vorschaubild scharf.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Flug
Die Parrot Anafi reagiert zuverlässig auf Steuerbefehle und ist auch für Anfänger perfekt geeignet.

Die Aufnahmen mit UHD-Auflösung überzeugen. Uns gefallen die sauber abgestimmten, natürlichen Farben. Das Bild wirkt insgesamt sehr homogen, ist aber eher etwas weicher abgestimmt. DJI betont in Filmaufnahmen die Schärfe noch ein wenig mehr, Details werden von der Parrot nicht ganz so exakt herausgearbeitet. Trotzdem gibt es an der Qualität nichts zu meckern. Auch deshalb nicht, weil die Flüge sehr ruhig sind, die Anafi gleitet durch die Luft. Schwenks sehen deshalb aus wie mit einem Kamerakran produziert, die Propeller sind nicht im Bild sichtbar. Hier agiert der Copter auf sehr hohem Niveau.

In der höchsten Auflösung sammeln sich enorm viele Daten an, eine 3:30-minütige Aufnahme belegt etwa 2,5 Gigabyte auf der Speicherkarte. Etwas ärgerlich: Die »Follow Me«-Funktion, um Personen oder bewegte Objekte wie Autos mit der Drohne verfolgen zu lassen, muss man ebenso wie die Option, Zielpunkte auf Google Maps zu definieren, separat erwerben. 1,09 Euro sind jeweils zwar nicht viel, bei einem Anschaffungspreis von knapp 800 Euro dürften die Features allerdings gerne schon dabei sein. Dies trifft glücklicherweise auf den Dolly-Zoom, das 360°-Panorama und den »Little Planet« zu, um die Aufnahme als eine Weltkugel darzustellen.

JPG-Fotos fehlt es ein wenig an Dynamik und Brillanz, auch die Schärfe ist etwas mau. Das kann man jedoch blitzschnell mit einem Bildbearbeitungsprogramm korrigieren. Fotografiert man im RAW-Format, holt man bei der Entwicklung des Bildes ohnehin noch mehr aus dem Foto heraus.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Foto
Im JPG-Format fehlt es Fotos ein wenig an Farbe und Schärfe, die Plastizität ist mittelmäßig.

Kommen wir noch zu dem Merkmal, welches die Parrot Anafi FPV so besonders macht: die Cockpitbrille. Um es gleich vorweg zu nehmen: Diese Art der Perspektive und das Tragen der Brille muss man mögen. Manch einem wird da schnell übel. Wir bevorzugen das konventionelle Fliegen, auch, weil sich die 450 Gramm der Spezialbrille und eines großen Samsung-Smartphones schon nach kurzer Zeit auf der Nase bemerkbar machen. Der Tragekomfort ist nicht überragend.

Das Mobiltelefon wird vorne in die Brille eingelegt und mit der Fernsteuerung verbunden. Der Augenabstand lässt sich über einen Schieberegler anpassen. Setzt man die Brille auf, sieht man nur noch das, was auch die Kamera der Drohne einfängt. Das ist spektakulär und vermittelt ein völlig neues Raum- und Fluggefühl. Ob einem dieser Spaß den Aufpreis wert ist, ist Geschmacksache. Sicherer und angenehmer lässt sich eine Drohne zumindest für uns steuern, wenn man diese immer im Fokus hat und zwischen der Ansicht auf das Smartphone-Display und dem Blick in den Himmel jederzeit wechseln kann.

Menü-Einstellungen lassen sich übrigens auch dann vornehmen, wenn man die Brille aufhat. Das Aufrufen des Menüs gelingt über Taster an der Sehhilfe, die Navigation über die Steuerknüppel der Fernbedienung, die dann kurzzeitig nicht für das Lenken des Fluggeräts verantwortlich sind.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Brille
Türöffner in virtuelle Welten: die Brille der Parrot Anafi FPV.

Unser Fazit: Die Parrot Anafi FPV überzeugt bei Steuerung, Flugverhalten und Videoqualität. Im Komplettpaket ist neben der Drohne, dem Controller und der Brille auch ein praktischer Rucksack für den Transport enthalten. Uns würde jedoch die günstigere Parrot Anafi Base genügen, da wir die FPV-Funktion nicht nutzen würden.

Wenn Geld egal ist: DJI Mavic 3

An Selbstbewusstsein mangelt es DJI nicht: So überschreibt der chinesische Konzern die Pressemitteilung zu seinem jüngsten Flugobjekt mit der Schlagzeile »DJI macht die beste Drohne der Welt mit der neuen Mavic 3 noch besser«. In der Tat ist DJI mit der Mavic 3 ein Meisterstück gelungen. Allerdings muss man dafür ganz schön tief in die Tasche greifen und je nach Version und Austattung zwischen 2.099 und 4.799 Euro berappen. Damit richtet sich der Copter schon sehr stark an professionelle Anwender.

Wenn Geld egal ist
DJI Mavic 3
Test Video-Drohne: DJI Mavic 3
Hasselblad-Kamera, Zoom, 5.1K-Auflösung, lange Flugzeit und herausragende Videoqualität: Die DJI Mavic 3 ist eine Drohne für allerhöchste Ansprüche.

Die Mavic 3 ist eine klassische Faltdrohne und wiegt knapp 900 Gramm. Zusammengefaltet kommt sie ohne Propeller auf 22,1 x 9,6 x 9 Zentimeter, ausgefaltet sind es 34,8 x 28,3 x 10,8 Zentimeter. Damit kann die Mavic 3 problemlos in jedem Rucksack transportiert werden. Die Verarbeitung ist exzellent, im dunkelgrauen Kunststoffgehäuse wirkt der Quadrocopter noch hochwertiger als die anderen DJI-Drohnen.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3 Set
Tolle Drohne, ausgereifte Fernsteuerung: Die Hardware der Mavic 3 hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck.

Herzstück der Drohne ist eine Doppelkamera, die aus einem 4/3-Zoll-CMOS-Hasselblad-Objektiv mit einer Brennweite von 24 Millimeter und einem Teleobjektiv mit einem 1/2-Zoll-CMOS-Sensor und einer Brennweite von 162 Millimeter besteht. Videos gelingen mit 5.1K-Auflösung (5.280 × 3.956 Pixel) und 50 Vollbildern sowie in 4K-Auflösung gar mit 120 Bildern pro Sekunde für Zeitlupenaufnahmen, Fotos (JPG und RAW) lassen sich mit bis zu 20 Megapixel schießen. Als maximale Datenrate nennt DJI beachtliche 200 Mbit/s.

Die einstellbare Blende von f/2.8 bis f/11 ermöglicht es, die Kamera an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen. Der Dynamikbereich umfasst 12,8 Blendstufen. Digital und optisch steht ein so genannter 28-facher Hybrid-Zoom zur Verfügung, um weit entfernte Objekte heranzuholen. Praktisch, wenn beispielsweise Details vom Kirchturm aufgenommen werden sollen, der Pilot mit der Drohne aber etwas Abstand zum sakralen Bau einhalten möchte. Verblüffend: Die Hasselblad-Kamera mit Autofokus und einem Sichtfeld von 84 Grad wiegt gerade mal 12,5 Gramm.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3 Kamera
Die Hasselblad-Kamera garantiert exzellente Aufnahmen.

Die Mavic 3 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 68 km/h. Das optimierte Übertragungssystem hört auf den Namen DJI O3+ und verspricht störungsfreie Übertragungsreichweiten von bis zu 15 Kilometer, die Vorschau gelingt mit der hohen Bildrate 1080p60. Optimiert hat DJI auch die automatische Rückkehr-Funktion, etwa wenn die Verbindung abreißt oder dem Akku der Saft ausgeht. Bisher stieg eine Drohne immer erst auf eine vorher definierte Sicherheitshöhe, um Kollisionen aus dem Weg zu gehen, und flog dann zurück zum Startpunkt. Die Mavic 3 verbessert diesen Vorgang, indem sie dem Fluggerät ermöglicht, automatisch die kürzeste, sicherste und energieeffizienteste Route zurück zum Startpunkt zu bestimmen. Gleichzeitig misst die Drohne die Windgeschwindigkeit der aktuellen Umgebung und berechnet anhand der Windgeschwindigkeit und des Rückwegs in Echtzeit die benötigte Leistung für die Rückkehr.

Möglich wird dies durch das neue omnidirektionale Hinderniserkennungssystem APAS 5.0, das die Daten von sechs Fischaugen-Sichtsensoren und zwei Weitwinkelsensoren auswertet. ActiveTrack 5.0 ermöglicht es der Mavic 3 zudem, mit einem Motiv zu fliegen, während sich dieses vorwärts, rückwärts, seitwärts und diagonal bewegt. Falls das Motiv zu schnell ist und vorübergehend aus dem Bildbereich verschwindet, sorgen Sichtsensoren und spezielle Algorithmen dafür, dass das Motiv trotzdem nicht verloren geht. Die Sichtsensoren sind vorne, hinten, oben, unten und seitlich verbaut.

8 Gigabyte Speicher fest verbaut

Der 335 Gramm schwere Akku hat eine Kapazität von 5.000 mAh und kann auch in der Drohne geladen werden. DJI verspricht Flugzeiten von bis zu 46 Minuten unter Idealbedingungen. Wir haben an einem kalten Wintertag während einer kontinuierlichen Aufnahme in 4K mit 50 Vollbildern 33 Minuten geschafft und hatten nach dem Landen immer noch eine geringe Restkapazität übrig. Der Akku rastet sicher im Heck der Drohne ein, LEDs geben auch ohne Smartphone-App einen optischen Eindruck, wie viel Energie der Akku übrig hat.

Controller und App sind identisch mit der Mavic Air 2S, auf diese beiden Komponenten gehen wir an dieser Stelle deshalb nicht näher ein. Die Kamera wird durch einen 3-Achsen-Gimbal stabilisiert, an Bord der Drohne sind 8 Gigabyte Speicher fest verbaut. Bei hohen Auflösungen kommt man hiermit allerdings nicht weit, zwischen fünf und sieben Minuten Filmaufnahmen sind lediglich möglich. Deshalb sollte man immer eine MicroSD-Speicherkarte in die Drohne einsetzen, diese darf bis zu 512 Gigabyte an Daten schlucken.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3
Die Mavic 3 steht sicher in der Luft.

Das Flugverhalten der angenehm leisen Mavic 3 ist vorbildlich. Auch bei Wind steht sie wie angewurzelt in der Luft. Steuerbefehle setzt sie sofort um – aber immer so geschmeidig, dass dabei im Film keine abrupten Bewegungen entstehen. Die Mavic 3 lässt sich sowohl sehr dynamisch als auch ganz gemächlich fliegen.

Filmaufnahmen und Fotos sind qualitativ überragend und knackscharf. Trotz mehrerer Versuche herrschte an all unseren Flugtagen graues Wetter, zum Teil mit leichtem Schneefall. Die Mavic 3 trotzte den widrigen Bedingungen und liefert erstaunlich lebendige Aufnahmen mit sehr vielen Details. Die Belichtungssteuerung arbeitet vorzüglich, schattige bzw. dunkle Bildbereiche und hellere Passagen werden sehr gut in Szene gesetzt. Der Gimbal funktioniert perfekt und garantiert butterweiche Bewegungen. Auch Fotos punkten durch schöne Tiefe und Farbtreue.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3 Foto
Miserable Sicht, kaum Licht und alles grau: Das Foto der Mavic 3 bildet die Realität zum Zeitpunkt der Aufnahme authentisch ab.

Natürlich ermöglicht DJI zahlreiche automatisierte Flugmodi. Das Active Tracking von Fahrzeugen oder Personen beherrscht sie vorzüglich. Der MasterShot versucht mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, ein Objekt optimal in Szene zu setzen. Ein Firmware-Update soll unter anderem noch eine Panorama-Funktion nachrüsten.

DJI bietet die Mavic 3 in verschiedenen Paketen und Ausführungen an. Das Standard-Paket kostet 2.099 Euro und enthält neben Drohne und Fernsteuerung einen Akku, Ladegerät, Schutzhülle sowie Kleinkram wie Ersatzpropeller und Kabel. Die Fly More Combo schlägt mit 2.799 Euro zu Buche und enthält drei Akkus, eine Akkuladestation, eine Tasche sowie ND-Filter.

Preislich in einer noch höheren Liga spielt die DJI Mavic 3 Cine. In der Premium Combo kostet das Set satte 4.799 Euro. Die Drohne hat jetzt eine ein Terabyte große SSD integriert und unterstützt den Apple ProRes 422 HQ Codec, zudem verfügt die DJI RC Pro Fernsteuerung über einen integrierten Touchscreen.

Für ambitionierte Drohnenpiloten, Filmer und Fotografen ist die DJI Mavic 3 ein tolles Arbeitsgerät mit herausragender Videoqualität. Kamera, Flugzeit und Flugverhalten sind top, das Gesamtpaket garantiert ausgezeichnete Ergebnisse. Wer Drohnen aus Spaß an der Freude fliegen lässt und nicht die letzten Prozent aus seinen Aufnahmen herauskitzeln muss, kann jedoch getrost zur deutlich günstigeren DJI Air 2S greifen.

Wie im Cockpit: DJI FPV

Mit der FPV hat DJI eine interessante Hybrid-Drohne auf den Markt gebracht: Sie fliegt sich in zwei der drei verfügbaren Modi genauso einfach wie ein klassischer Copter und liefert ordentliche Videoqualität, dient aber auch gleichzeitig als einsteigerfreundliche Racing-Drohne mit überzeugender Videobrille.

Für Racing-Einsteiger
DJI FPV
Test  Video-Drohne: DJI FPV
Die DJI FPV fliegt bis zu 140 km/h schnell und liefert über eine Spezialbrille beeindruckende Aufnahmen, als würde man selbst im Cockpit sitzen.

Wie bei der Parrot Anafi FPV lädt auch die DJI FPV zu Flügen aus der Cockpit-Perspektive ein, allerdings bei deutlich rasanterer Geschwindigkeit. Denn der knapp 800 Gramm schwere Quadrocopter fliegt bis zu 140 Stundenkilometer schnell und beschleunigt gerade mal in 2 Sekunden von 0 auf 100. Das schafft kein Sportwagen!

Reine Renndrohnen sind oft nicht einfach zu fliegen, da sie teilweise im Gegensatz zu Videodrohnen nicht eigenstabil schweben können und keine Sicherheitsfeatures an Bord haben. Außerdem muss man diese mitunter selbst zusammenbauen und sich um die passende Kamera kümmern. Kurzum: Man sollte schon ein wenig Erfahrung von der Materie haben.

Bei der DJI FPV ist das anders: Sie wird im Combo-Paket als Komplettset mit Drohne, Fernsteuerung, Flugakku, der Brille DJI FPV Goggles V2, einer zusätzlichen neonfarbenen Drohnen-Oberschale zum Austauschen und diversen Kabeln und Kleinkram geliefert. Nach dem Auspacken kann man also sofort loslegen.

 Video-Drohne Test: Drohnen April2020 Dji Fpv
Fliegt bei Bedarf vollkommen eigenstabil: die DJI FPV.

Die FPV-Drohne ist im Gegensatz zu vielen anderen DJI-Drohnen nicht faltbar. Der Grund: Bei hohen Geschwindigkeiten muss ihre Konstruktion auf maximale Stabilität ausgelegt sein. Die Propeller lassen sich über einen Schnellverschluss blitzschnell montieren, ohne Rotoren ist der Copter 178 × 232 × 127 Millimeter groß, passt also problemlos in jeden Rucksack.

Nicht faltbar

Die Frontkamera mit 1/2,3 Zoll großem Sensor filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln, 60 Vollbildern und einer Datenrate von 120 Mbit/s. Mit HD-Auflösung sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde drin, das Sichtfeld der Cam liegt bei 150 Grad. Die ISO-Zahl lässt sich zwischen 100 und 12.800 anpassen, die Verschlusszeit reicht von 1/50 bis 1/8.000 Sekunde. Auch Fotos lassen sich mit maximal 3.840 × 2.160 Bildpunkten im JPG-Format schießen, RAW wird nicht unterstützt. Ein einachsiger Gimbal stabilisiert das Neigen der Kamera, die Rollachse wird elektronisch stabilisiert.

Die FPV verfügt über vorwärts und abwärts gerichtete Sichtsensoren, die Objekte automatisch erkennen und beim Fliegen im N-Modus abbremsen können. Eine automatische Hindernisvermeidung steht nicht zur Verfügung. Wenn Hindernisse erkannt werden, verlangsamt sich das Fluggerät, stoppt jedoch nicht vollständig. Das Bremsen muss der Pilot manuell übernehmen.

Aufgezeichnet wird auf MicroSD-Karten in der Drohne, diese Option ist der Aufnahme-Möglichkeit über die Brille qualitativ vorzuziehen. Der Akku hielt bei uns im Test rund 18 Minuten durch, wird permanent mit Vollgas geflogen, ist dieser logischerweise deutlich schneller leer.

 Video-Drohne Test: Drohnen April2020 Dji Fpv Brille
Die Brille bezieht ihren Strom über einen ausgelagerten Akku. Zur Fernsteuerung ist keine Verbindung erforderlich.

Gesteuert wird die DJI FPV über einen kleinen Controller, dessen Akku bis zu 9 Stunden durchhält. Über zwei Steuerknüppel kann man die Drohne in jede Richtung bewegen. Außerdem kann man Videoaufnahmen starten und Fotos schießen, die Kamera neigen, den Flugmodus wechseln und automatisiert abheben. Wer will, nutzt auch ein Smartphone mit DJI-App, um das Kamerabild hier zu verfolgen und Einstellungen vorzunehmen, doch dafür ist eigentlich die 420 Gramm schwere Brille DJI FPV Goggles da.

Wir sind positiv überrascht, dass wir diese problemlos über unserer normalen Sehhilfe tragen können, ohne dass etwas drückt oder reibt. Verbaut sind zwei jeweils 2 Zoll große Displays. Im HD-Modus löst die Videobrille mit 1.440 x 810 Pixeln bei 60 Vollbildern pro Sekunde auf.

Die maximalen Übertragungsreichweiten liegen bei 10 (FCC) bzw. 6 Kilometern (CE), das Sichtfeld beträgt je nach Auflösung zwischen 142 und 150 Grad.

Ihren Strom bezieht die FPV Goggles über einen externen Akku (hält bis zu 110 Minuten durch), der über ein langes Kabel mit der Brille verbunden wird und sich bequem in der Jackentasche verstauen lässt.

Praktisch: Das von der Drohne übermittelte Videosignal kann man auch mit einer zweiten DJI-Brille abgreifen und live verfolgen.

Die Inbetriebnahme des kompletten Systems ist erstaunlich einfach: Fernsteuerung einschalten, Drohne einschalten, Akku der Brille einschalten, das war’s, schon ist alles miteinander gekoppelt. Um sich an das Fliegen des Copters zu gewöhnen, kann man jetzt gerne schon mal abheben, ohne die Brille zu tragen. Hat man diese auf der Nase, ist laut Gesetzgeber ein Helfer Pflicht, der das Flugfeld und die Drohne im Blick hat.

Einfach einschalten und direkt loslegen

Zur Auswahl stehen drei Flugmodi: N (bis zu 54 Stundenkilometer), S (97 km/h) und M (140 km/h). Im N-Modus sind sämtliche Sicherheitsfunktionen aktiviert, jetzt fliegt sich die FPV wie jede andere DJI-Drohne: vollständig eigenstabil, auch bei stärkerem Wind, und jederzeit perfekt kontrollierbar. Weiß man nicht mehr weiter, lässt man die Steuerknüppel einfach los. Das gilt weitgehend auch für das flottere S-Setting.

Der M-Modus ist nur erfahrenen Piloten zu empfehlen. Hier ist die DJI nicht nur sehr schnell, sondern auch extrem manövrierfähig, weil sämtliche Flugunterstützungsfunktionen wie die automatische Stabilisierung deaktiviert sind. Jetzt kann man auch Rollen und Loopings fliegen. Sehr hilfreich zum Üben ist die DJI Flugsimulator App, die momentan aber leider nur von iOS-Geräten unterstützt wird. Gut zu wissen: Gerät man in Schwierigkeiten, kann man in allen Modi auf eine spezielle Notbrems- und Schwebefunktion zurückgreifen. Ebenso genügt ein Druck auf eine Taste der Fernbedienung, und der Copter kehrt automatisch zum Startpunkt zurück.

Fantastisches Flugerlebnis

Ins Menü und in sämtliche Einstellungen wechselt man über drei kleine Taster oben rechts auf der Brille. Das geht deutlich unkomplizierter und intuitiver als befürchtet.

Das Flugerlebnis ist fantastisch. Die Bildübertragung ist extrem stabil, der Schärfeeindruck gut, und die Qualität der Live-Ansicht überzeugend. So fühlt man sich wirklich wie im Cockpit! Aber auch hier gilt: Nicht jeder verträgt das Tragen einer Videobrille, gerade bei rasanten Flugmanövern wird einem schnell flau im Magen.

Auch das Videomaterial kann bezüglich der Farben, der Schärfe und der Detailfreude punkten. Geradeausflüge sind ordentlich stabilisiert. Abruptes Abbremsen oder Kurven quittiert die DJI FPV jedoch in Form von Wacklern und seitlichen Kippbewegungen. Hier liefern die klassischen DJI-Drohnen mit Drei-Achsen-Gimbal deutlich bessere Ergebnisse. Außerdem sind links und rechts die Propeller minimal im Video zu erkennen.

Insgesamt ist die DJI FPV eine spannende Drohne für alle, die gerne mal in den Racing-Bereich hineinschnuppern möchten und bisher noch gar keine oder nur wenig Copter-Erfahrung haben. Die DJI-Brille beschert tolle Ergebnisse, das Videomaterial ist nicht top stabilisiert, lässt sich aber dennoch für einen ansehnlichen Film verwenden. Gut, dass sich der chinesische Hersteller der erhöhten Crash-Gefahr der FPV bewusst ist und viele Ersatzteile für die Drohne anbieten will.

Die beste Mini-Drohne: DJI Mini 3 Pro

Auch bei der neuen DJI Mini 3 Pro spielt eine Zahl eine ganz besondere Bedeutung: die 249! Mehr Gramm bringt der Winzling nämlich nicht auf die Waage. Damit wird die magische Grenze von 250 Gramm nicht geknackt, was bedeutet: Drohnenpiloten benötigen keinen Führerschein. An die Plakette und an eine Versicherung sollte man trotzdem denken.

Die beste Mini-Drohne
DJI Mini 3 Pro
Test Video-Drohne: DJI Nini 3 Pro
Die DJI Mini 3 Pro ist super leicht und passt locker in die Jackentasche. Flugverhalten, Videoqualität und Ausstattung sind für diesen Winzling top.

Die Mini 3 Pro sieht ihrer Vorgängerin, der Mini 2, sehr ähnlich. Der kleine Copter ist faltbar konzipiert, vier Arme werden zum Fliegen einfach ausgeklappt, die Propeller bleiben auch im zusammengefalteten Zustand montiert. So kommt die kleine DJI-Drohne auf gerade mal 145 × 90 × 62 Millimeter, flugfertig sind es 251 × 362 × 70 Millimeter. In jeder größeren Jackentasche und erst recht in jedem Rucksack findet die Mini 3 Pro problemlos Platz.

Video-Drohne Test: Drohnen Mai2022 Dji Mini 3 Pro Hand
Die 249 Gramm leichte DJI Mini 3 Pro passt zusammengefaltet locker in eine Hand.

DJI bietet das neue Modell in drei Varianten an: ohne Fernsteuerung für 739 Euro (wer bereits eine DJI-Drohne mit RC-N1 Fernsteuerung besitzt, kann diese verwenden), mit Controller für 829 Euro und für knapp 1.000 Euro mit Fernbedienung und integriertem 5,5 Zoll großem Display. Diese Variante hatten wir im Test.

Modifiziert haben die Chinesen den kompakten 3-Achsen-Gimbal. Dieser ermöglicht einen größeren Kamerawinkel als jemals zuvor, der Neigebereich liegt zwischen -90 und 60 Grad. Ebenso wurde die Kamera verbessert. Der 1/1,3′′ CMOS-Kamerasensor verfügt über dual-native ISO, eine Aufnahmetechnologie, die bisher nur für einige professionelle Kameras und Kinokameras verfügbar war. Sie hat eine Blende von f/1.7 und nimmt Fotos mit bis zu 48 Megapixel und Videos in 4K-Auflösung nicht mehr nur mit 30, sondern jetzt 60 Vollbildern pro Sekunde auf. Für echte vertikale Aufnahmen dreht sich die Kamera um 90 Grad.

Der digitale Video-Zoom bietet 2-fach Zoom für 4K, 3-fach Zoom für 2.7K und 4-fach Zoom für Full-HD. Wer in 1.080p filmt, kann Zeitlupenaufnahmen mit 120 fps erzeugen.

Video-Drohne Test: Drohnen Mai2022 Dji Mini 3 Pro
Die Mini-Drohne steht bei wenig Wind absolut ruhig in der Luft.

Fotos schießt die Mini 3 Pro sowohl im JPG- als auch im RAW-Format. HDR für höhere Kontraste und mehr Dynamik wird bei Fotos im Einzelbildmodus und bei Videos mit 24/25/30 fps unterstützt. Die maximale Datenrate beim Filmen beträgt 150 MBit/s.

Verfügbar in der Mini-Drohne sind jetzt erstmals auch intelligente Aufnahmemodi. »FocusTrack« beinhaltet verschiedene Optionen, um ein gewünschtes Motiv, ein Auto oder beispielsweise einen Radfahrer stets akkurat im Bild zu behalten. Dies gelingt sowohl im manuellen als auch im automatisierten Flug. Die Drohne umkreist dabei wahlweise das Objekt in einem festgelegten Radius und mit einem selbst definierten Tempo, sie verfolgt das Motiv in einem konstanten Abstand oder das Fluggerät verfolgt das Objekt von der Seite mit einem konstanten Winkel und einer konstanten Entfernung.

Ebenso stehen verschiedene »QuickShots« wie Dronie, Helix, Rocket oder Boomerang zur Verfügung, bei denen der Copter automatisierte Flugmanöver durchführt. »MasterShots« hält das Motiv in der Mitte des Bildausschnitts, während nacheinander verschiedene Flugmanöver ausgeführt werden, um ein kurzes Video zu erstellen. Und »Hyperlapse« realisiert einen dynamischen Zeitraffer, in dem das Fluggerät während der Aufnahme einen festgelegten Kurs abfliegt. Wir haben die unterschiedlichen Optionen ausprobiert und waren mit Handling und Performance sehr zufrieden.

Größerer Akku für bis zu 47 Minuten Flugzeit

Der leichte Akku wird in das Heck der Drohne eingeschoben und rastet hier sicher und gut hörbar ein. Darüber befinden sich der USB-C-Slot und das Fach für MicroSD-Karten (bis 512 Gigabyte Kapazität). DJI gibt eine maximale Flugzeit von 34 Minuten an. Wir hatten die Mini 3 Pro stets an sehr windigen Tagen im Einsatz und legten jeweils größere Distanzen zurück. Mit einer Restkapazität von jeweils 15 Prozent hielt der Akku 22 bis 23 Minuten durch, an windstillen Tagen ist eine halbe Stunde durchaus realistisch.

DJI bietet erstmals mit der Intelligent Flight Battery Plus einen leistungsstärkeren Akku an, der eine maximale Flugzeit von 47 Minuten ermöglichen soll. Mit dem speziellen Akku wiegt die Mini 3 Pro allerdings mehr als 250 Gramm, ein Drohnenführerschein ist in diesem Fall Pflicht.

Für einen Mini-Copter lässt sich die neue DJI-Drohne sehr sicher fliegen. Sie verfügt über eine Hinderniserkennung in drei Richtungen, welche durch Sichtsensoren vorne, hinten und unten ermöglicht wird. Das DJI-Übertragungssystem gestattet eine Live-Ansicht in 1.080p und eine maximale Entfernung des Copters von 12 Kilometer.

Video-Drohne Test: Drohnen Mai2022 Dji Mini 3 Pro Fernsteuerung
Für knapp 1.000 Euro erhält man im Set mit der DJI Mini 3 Pro die Fernsteuerung mit integriertem Display dazu.

Wer auf die Fernsteuerung mit Display verzichtet, muss weiterhin sein Smartphone als Kontrollbildschirm verwenden, dieses per Kabel mit der Fernsteuerung verbinden und die DJI Fly App installieren. Das klappt problemlos, ist aber halt doch etwas umständlicher und erfordert ein wenig mehr Zeit.

Speziell bei spontanen Flügen lernt man die DJI RC zu schätzen, die sowohl ein 5,5 Zoll großes Farbdisplay als auch die Flug-App integriert hat. Fernsteuerung einschalten, Drohne einschalten, und los gehts. Wir würden uns im Zweifel immer für diese (teurere) Variante entscheiden. In der direkten Sonne dürfte das Display gerne noch einen Tick heller ausfallen, grundsätzlich sind Ablesbarkeit und Schärfe top. Über Rädchen kann man die Kamera neigen und den Digitalzoom betätigen.

Insgesamt kann man aus drei Modi mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auswählen, der Top-Speed liegt bei 16 Meter/Sekunde, das entspricht 57,6 km/h.

Wir sind die DJI Mini 3 Pro an drei Tagen geflogen – jeweils war es sonnig und warm, aber sehr windig. Die App signalisierte Windgeschwindigkeiten von bis zu 6 Meter/Sekunde. Dementsprechend waren wir sehr gespannt, ob unsere Filmaufnahmen zu gebrauchen sind oder wir einen windstillen Tag abwarten müssen.

Unsere Überraschung war groß: Obwohl der Drohnen-Zwerg teilweise vom Wind ganz schön durchgeschüttelt wurde – größeren DJI-Drohnen macht mehr Wind nichts aus, sie stehen noch stabiler auf der Stelle – ist davon in den Aufnahmen nichts zu sehen. Die Mini 3 Pro steigt ruhig auf und realisiert geschmeidige und komplett ruckelfreie Aufnahmen aus dem Schwebeflug und aus der Bewegung heraus. Der 3-Achsen-Gimbal leistet hier großartige Arbeit. Die Videos sind nahezu rauschfrei und sehr homogen abgestimmt.

Bei schwereren DJI-Drohnen sind die Videos noch einen Tick ruhiger und souveräner, aber der 249-Gramm-Winzling schlägt sich mehr als wacker. Das Steuern ist auch für Einsteiger absolut simpel. Der Copter reagiert prompt und weicht Hindernissen absolut zuverlässig aus. Wir sind mehrfach bewusst direkt auf einen Baum zugeflogen – die Mini 3 Pro bremst rechtzeitig ab und bleibt stehen.

Farben und Schärfe stimmen

Die Farben in den Aufnahmen sind natürlich und kräftig. Die Schärfe ist gut, kann mit den 4K-Aufnahmen der teureren DJI-Modelle aber nicht ganz mithalten. Auch die Belichtungsautomatik reagiert einen Hauch träger.

Fotos, die mit Digitalzoom entstanden, verlieren naturgemäß ein wenig an Schärfe und sauberer Kantenbildung, einige Details gehen verloren.

Traditionell bietet DJI ein Fly More Set an – für ein fairen Preis von 189 Euro sind hierin unter anderem zwei zusätzliche Akkus, eine Ladestation für drei Akkus, eine Umhängetasche sowie Ersatzpropeller enthalten. Vielflieger sollten in dieses Set investieren, es ist günstiger, als wenn man das Zubehör einzeln erwirbt.

Wer einen Copter für ambitionierte Videoaufnahmen für die Hosentasche sucht, findet in der DJI Mini 3 Pro das optimale Fluggerät. Es ist sehr leicht, sehr kompakt, lässt sich problemlos fliegen, liefert tolle Videos und ist mit Sensoren zur Hinderniserkennung und diversen Flugmodi toll ausgestattet. In Verbindung mit dem Controller mit Display ist der Flugspaß hoch – der Preis von knapp 1.000 Euro allerdings auch.

Außerdem getestet

DJI Mavic 2 Zoom

Mit der DJI Mavic 2 Zoom hatte DJI erstmals eine bezahlbare Drohne für Hobbypiloten mit optischem Zoom auf den Markt gebracht. Dadurch ergeben sich beim Fotografieren und Filmen völlig neue Möglichkeiten.

Das schon mal vorab: Die DJI Mavic 2 gibt es als Zoom– und als Pro-Variante. Auch die Pro ist klasse, für einige Piloten ist sie wahrscheinlich sogar besser geeignet als die Zoom. Auf die Unterschiede gehen wir in diesem Test ein, sodass Sie für sich selbst entscheiden können, welche der beiden Drohnen für Sie die sinnvollere Anschaffung ist.

 Video-Drohne Test: 20181103
Crashs sind fast unmöglich: Die DJI Mavic 2 Zoom scannt permanent ihre Umgebung nach Hindernissen ab.

Die Mavic 2 Zoom hat ein Startgewicht von 905 Gramm. Wie die Mavic Air ist auch sie faltbar konstruiert. Zusammengefaltet kommt sie auf 21,4 x 9,1 x 8,4 Zentimeter und passt damit problemlos in jeden Rucksack. Flugfertig liegen die Maße bei 32,2 x 24,2 x 8,4 Zentimeter. Die Verarbeitung ist exzellent, der graue Kunststoff ist sehr schlagfest und robust.

Die ebenfalls faltbaren Propeller sind blitzschnell montiert: aufsetzen, runterdrücken, drehen, fertig! Unterstützt werden MicroSD-Speicherkarten mit Kapazitäten zwischen 32 und 128 Gigabyte. Das Fach hierzu befindet sich am Bauch der Drohne hinter einer kleinen Kunststoffabdeckung. Praktisch: 8 Gigabyte Speicher sind fest verbaut. Die Akkus werden von oben eingesetzt und rasten sauber ein. Ein grüner Leuchtring gibt nach einem Druck mit dem Finger Auskunft über die Restkapazität.

Kamera und Gimbal werden durch eine transparente Kunststoffglocke geschützt. Hat man den Mechanismus einmal raus, lässt sich der Schutz schnell anbringen.

Geliefert wird die Mavic 2 mit Ladegerät, Akku, Kabeln, Fernsteuerung und Ersatzpropellern. Zum sicheren Transport des Quadrocopters sollte man sich eine Tasche oder einen Rucksack zulegen. Vorteil: DJI ist mittlerweile vom Stellenwert mit Apple zu vergleichen, das Zubehörangebot von unterschiedlichsten Herstellern ist deshalb riesig.

Die Kamera der DJI Mavic 2 Zoom ist mit einem 1/2.3-Zoll-CMOS-Sensor ausgestattet, die tatsächliche Pixelzahl beläuft sich auf 12 Millionen. Fotos gelingen mit 4.000 x 3.000 Bildpunkten, Videos mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln und 24, 25 oder 30 Vollbildern pro Sekunde. In Full-HD sind es maximal 120 Bilder. Die maximale Datenrate liegt bei 100 Mbps. Den ISO-Breich kann man manuell von 100 bis 3.200 anpassen.

Die Besonderheit der Mavic 2 Zoom ist der anpassbare Bildbereich. Sowohl während des Filmens als auch zum Fotografieren kann die Brennweite zwischen 24 und 48 Millimeter angepasst werden. Das Zoomen gelingt in höchster Auflösung zweifach optisch, also ohne Qualitätsverlust. In Full-HD-Auflösung bietet die Drohne sogar einen vierfachen verlustfreien Zoom. Die Kamera ist an einem Drei-Achsen-Gimbal befestigt, der in jeder Fluglage für ruhige und extrem wackelfreie Aufnahmen sorgt.

Gesteuert wird die Mavic 2 Zoom per Smartphone und Fernsteuerung. Der Controller ist recht kompakt, erinnert an die Steuerzentrale einer Spielekonsole. Zwei Bügel werden ausgeklappt, um ein Smartphone einzusetzen. Hier passen auch große Modelle wie das Samsung Galaxy Note 9 rein. Die Verbindung zur Fernsteuerung wird über ein Kabel hergestellt – DJI liefert die passenden Strippen für Android- und Apple-Telefone mit. Möchte man ein Tablet als Kontrollbildschirm verwenden, so bietet der Zubehörhandel entsprechende Halterungen an.

Im kleinen Controller-Display sieht man unter anderem die Akku-Restkapazitäten von Fluggerät und Fernsteuerung, geflogene Geschwindigkeit, Distanz, Höhe und Signalstärke. Die Steuerknüppel lassen sich demontieren und im Controller verstauen, damit dieser unterwegs weniger Platz benötigt. Über die Fernbedienung kann man den Neigungswinkel der Kamera und die Helligkeit verändern sowie Aufnahmen starten und Fotos schießen. Mittels der zwei Steuerknüppel bestimmt man neben der Fluggeschwindigkeit auch die Höhe und die Richtung.

Herzstück der Bedienung ist die kostenlose App »DJI Go 4«. Hierüber hat man Zugriff auf sämtliche Bildparameter sowie auf vorinstallierte Flugmodi. Das wichtigste Hilfsmittel ist die Live-Vorschau, um die Umgebung aus der Perspektive der Drohnen-Kamera zu verfolgen. Die App ist bewährt, läuft sehr stabil und erleichtert auch Anfängern den Erstflug.

Nachteil: Der Akku der Fernsteuerung ist fest verbaut. Nach fünf längeren Flügen muss er aufgeladen werden. Hier hat die Fernsteuerung der DJI Phantom 4 deutliche Vorteile, die hält etliche Stunden durch.

Mehr Sicherheit, als DJI für die Mavic 2 Zoom vorgesehen hat, ist kaum möglich. Zehn Hindernissensoren haben alle Seiten im Blick. Sogar oben checkt die Drohne, ob hier etwas im Weg ist. Das beruhigt, wenn man beispielsweise verwinkelte Gebäude wie Kirchen oder engere Gassen abfliegt. Ein Verkehrsschild oder ein gespanntes Kabel sind schnell übersehen. In diesem Fall kann man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf verlassen, dass die Mavic 2 von alleine abstoppt.

Der Quadrocopter ist ungemein flott unterwegs. In der Spitze schafft er 72 Stundenkilometer, die maximale Steiggeschwindigkeit liegt bei 5 Metern pro Sekunde. Hinzu kommt ein extrem stabiles Signal. Verbindungsabbrüche beim Steuern hatten wir im Test zu keinem Zeitpunkt, die Erfahrungen anderer Piloten diesbezüglich sind ebenfalls exzellent. Das OcuSync 2.0 Videoübertragungssystem sieht eine verlustfreie Übertragung des Vorschaubildes in einer Auflösung von 1080p über bis zu acht Kilometer vor. In Deutschland darf ohnehin nur auf Sicht geflogen werden. Der hohe Wert verschafft auf jeden Fall ausreichend Reserven bei ungünstigen Umgebungsbedingungen.

Mit einem Akku erreichten wir im Test Flugzeiten von rund 29 Minuten. Das ist stark. Bei höheren Temperaturen und absoluter Windstille sind sogar noch ein bis zwei Minuten mehr drin. Aus Sicherheitsgründen sollte man immer rechtzeitig landen, damit im Ernstfall noch genügend Saft für ein Ausweichmanöver oder einen zweiten Landeversuch übrig ist.

Dass die Mavic 2 Zoom bei Signalabbruch oder auf Wunsch alleine an den Ausgangsort zurückkommt und landet, ist mittlerweile Standard. Beeindruckend sind jedoch Modi wie der Dolly-Zoom-Effekt. Dabei fliegt die Drohne vom Objekt weg, zoomt gleichzeitig aber in dieses hinein. Das Ergebnis ist eine faszinierende Perspektivänderung.

Eine andere Funktion erlaubt das Erstellen von Fotos mit 48 Megapixeln. Dazu werden neun gezoomte Einzelfotos aufgenommen und zusammengesetzt. Darüber hinaus kann die Mavic 2 Zoom Panoramen schießen. Zudem ist sie fit für atemberaubende Zeitrafferaufnahmen und für das Abfliegen vorgegebener Muster (Kreis, Boomerang, Asteroid). Auch auf Google Maps ausgewählte Zielpunkte fliegt der Copter zuverlässig ab.

Bewegt man sich auf einem Snowboard oder auf dem Fahrrad, nimmt die Zoom die Verfolgung auf oder fliegt parallel zum gewünschten Objekt, das man per Fingertipp auf dem Smartphone-Display auswählt.

Das Fliegen, Filmen und Fotografieren mit der DJI Mavic 2 Zoom ist ein Genuss. Das Fluggerät ist extrem wendig, reagiert prompt auf jeden Steuerbefehl und liegt wie angenagelt in der Luft. Auch Wind ist da kein größeres Problem, der Gimbal gleicht jede Bewegung butterweich aus. Zudem sind die vier Propeller angenehm leise.

Und damit kommen wir zu dem Feature, warum diese Drohne ein faszinierendes Fluggerät ist: es ist der Zoom. Die Mavic 2 Pro liefert mit der Hasselblad-Kamera zwar die etwas besseren Filmergebnisse (im Zeitalter von YouTube und Co. verpufft dieser Vorteil allerdings häufig wieder). Aber die Zoomfunktion bietet unwahrscheinlich viel Mehrwert, eröffnet neue kreative Möglichkeiten und spannende Perspektiven – gepaart mit einer Qualität, die immer noch über jeden Zweifel erhaben ist.

An den klassischen Luftaufnahmen mit ziemlicher Totale hat man sich inzwischen fast schon satt gesehen. Man bekommt sie überall serviert. Der Zoom ermöglicht jetzt aber auch endlich spektakuläre Nahaufnahmen aus der Luft ohne Qualitätseinbußen, das Mischen von Bildausschnitten. Genau hierin liegt der besondere Reiz. Die Abwechslung im Film nimmt spürbar zu.

Außerdem ist es nicht mehr zwingend erforderlich, ganz nah an das Wunschobjekt heranzufliegen. Verbotszonen und genervte Passanten machen es Drohnenpiloten mittlerweile nicht immer einfach. Dank Zoom kann man mit der Mavic 2 Zoom Abstand halten und bekommt trotzdem ein ordentliches Foto oder einen attraktiven Clip auf die Speicherkarte.

Filme sind extrem scharf, rausch- und wackelfrei mit natürlichen Farben. Auch die Fotos können sich sehen lassen. Wer höhere Ambitionen hat, sollte nicht nur im JPG-, sondern auch im RAW-Format fotografieren, um in der Nachbearbeitung deutlich mehr Möglichkeiten zu haben. Kritiker, die bemängeln, mit ihrer Spiegelreflexkamera die besseren Ergebnisse zu erzielen, sollten bedenken: DJI liefert zum Preis von etwas mehr als 1.200 Euro nicht nur eine winzige Kamera mit Gimbal, sondern zusätzlich ein ausgeklügeltes Fluggerät und eine Fernbedienung. Insgesamt bekommt man dafür ein sehr attraktives Gesamtpaket zum fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Nachteile oder Schwächen? Wir haben keine nennenswerten gefunden.

DJI Mavic 2 Pro

Die DJI Mavic 2 Pro unterscheidet sich in lediglich einem Punkt von der DJI Mavic 2 Zoom: in der Kamera. Hier hat der chinesische Hersteller eine Hasselblad-Kamera verbaut, die noch etwas bessere Ergebnisse liefert, aber ohne Zoom auskommen muss.

Hauptmerkmal ist der ein Zoll große CMOS-Sensor mit 20 Megapixeln, anpassbarer Blendenöffnung von F2.8 bis F11 mit 10-Bit Dlog-M Farbprofil und 10-Bit HDR-Video. Durch den größeren Sensor ist die Mavic 2 Pro vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen in der Lage, bessere Fotos und Videos zu erzeugen.

 Video-Drohne Test: 20181210
Die DJI Mavic 2 Pro unterscheidet sich von der DJI Mavic Zoom lediglich durch die Hasselblad-Kamera.

In der Praxis konnte die Mavic 2 Pro die Mavic 2 Zoom im direkten Foto- und Videovergleich in der Tat schlagen – die Unterschiede sind nicht riesig, aber sie fallen auf. Zumindest dann, wenn man sich die Originaldateien anschaut. Online-Portale wie YouTube kassieren die Vorteile durch die Datenkompression jedoch wieder ein. Außerdem sind uns die zusätzlichen kreativen Möglichkeiten durch den Zoom wichtiger als die etwas bessere Videoqualität.

Die Mavic 2 Pro begeistert durch sehr dynamische Aufnahmen mit toller Tiefenschärfe, minimalem Bildrauschen und enormer Detailfreude. Farben sind überaus natürlich und kräftig. Das DNG-Format lässt eine umfangreiche Nachbearbeitung zu. Fotos können mit 5.472 × 3.648 Pixeln geschossen werden, der manuell anpassbare ISO-Bereich ist mit 100 – 12.800 größer als bei der Mavic 2 Zoom. Speziell bei der Kontrastdarstellung, der Hervorhebung sehr heller und sehr dunkler Flächen, läuft die Pro zur Höchstform auf.

Mavic 2 Zoom oder Mavic 2 Pro? Für die meisten Hobby-Filmer und -Fotografen ist die rund 250 Euro günstigere Mavic 2 Zoom besser geeignet – der Zoom ist ein spannendes Extra, mit dem sich Filme spürbar aufpeppen lassen. Sollten Sie bedingungslos auf Qualität stehen, auch mal bei schwierigeren Lichtverhältnissen oder im Dunkeln filmen und ein Profi in der Nachbearbeitung sein, dann legen wir Ihnen die Hasselblad-Variante ans Herz.

Übrigens: Sie können die Kameras an der Mavic 2 austauschen. Dafür muss die Drohne jedoch zum DJI-Kundenservice eingeschickt werden.

DJI Mini 2

Mit der Mavic Mini hat DJI einen super kompakten Drohnen-Winzling im Sortiment, der gerade mal 249 Gramm wiegt. Das Gewicht von 249 Gramm bleibt für Drohnen-Piloten weiterhin ein wichtiger Wert: Denn damit unterschreitet die Drohne die magische Grenze von 250 Gramm, es ist kein EU-Drohnenführerschein erforderlich. Eine entsprechende Haftpflicht- bzw. Drohnenversicherung sollte man trotzdem abschließen.

 Video-Drohne Test: Drohnen Update Januar2021 Dji Mini2 Hand
Passt locker in eine Hand: die DJI Mini 2.

Zum Transport der Mini 2 genügt eine Jackentasche. Zusammengefaltet kommt sie nämlich gerade mal auf 13,8 × 8,1 × 5,8 Zentimeter. Viel weniger geht nicht. Die Propeller sind fest verschraubt, müssen zum Transport aber nicht demontiert werden. Blätter lassen sich einzeln wechseln. Den Versuch, Gewicht zu sparen, merkt man dem chinesischen Flugapparat an. Der graue Kunststoff ist etwas weicher als bei den anderen DJI-Modellen, Schlitze an der Unterseite des Rumpfs haben weniger eine Kühlfunktion sondern dienen der Gewichtsreduktion. Insgesamt gibt es an der Verarbeitungsqualität jedoch nichts zu bemängeln. Neu ist die Transportsicherung: Dabei handelt es sich um einen Kunststoffbügel, der um das Gehäuse gespannt wird und die Propeller fixiert.

Der Akku verschwindet hinter einer Kunststoffklappe im Heck. Darunter setzt man die MicroSD-Speicherkarte ein. An der Front befindet sich auch bei diesem Zwerg ein Drei-Achsen-Gimbal. Die Kamera kennt man von der Mavic Air oder vom DJI Osmo Pocket. Im Gegensatz zum Vorgänger, der bestenfalls mit 2.7K (2.720 x 1.530 Pixel) filmen konnte, schafft die Mini 2 auch 4K mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten, dann jedoch nur mit 30 Vollbildern pro Sekunde. In 2.7K und FullHD sind 60 Vollbilder möglich.

In die Höhe geschnellt ist die Datenrate: Konnte die Mavic Mini lediglich mit 40 MBit/s filmen, so kommt die Mini 2 auf einen wesentlich höheren Datenfluss von 100 MBit/s. Der Gimbal erlaubt einen Neigebereich von -110 bis 35 Grad, das Rollen von -35 bis 35 Grad sowie das Schwenken der Kamera zwischen -20 und 20 Grad.

Wird mit 4K gefilmt, so verfügt die Mini 2 über einen zweifachen digitalen Zoom. Bei 2.7K ist dieser dreifach, bei FullHD-Auflösung vierfach.

Die Mini 2 kann nicht nur filmen, sondern auch fotografieren. Sie schießt Fotos im 4:3- oder im 16:9-Format mit 4.000 x 3.000 bzw. 4.000 x 2.250 Bildpunkten. Als Modi stehen Einzel- und Intervallaufnahmen zur Verfügung. Die kleine Drohne knipst jetzt nicht nur im JPG-, sondern auch im RAW-Format. Zudem beherrscht sie Belichtungsreihen mit drei Bildern sowie Panoramen (Sphäre, 180 Grad und Weit).

Verzichten muss man beim DJI-Winzling auf eine automatische Hinderniserkennung. Die nach unten gerichteten Sensoren (zusammen mit dem GPS) unterstützen lediglich die Positionierung und Stabilität. Laut chinesischem Hersteller kann die Mini 2 bis Windstärke 5 geflogen werden. Im Sport-Modus erreicht sie bis zu 57 Stundenkilometer, im Normal-Modus, der sich speziell für Anfänger eignet, sind es 36 km/h. Drittes Setup ist der Cinematic-Modus mit höchstens 22 km/h. Hier sind Bewegungen und Flugmanöver weicher für noch ruhigere Aufnahmen.

Im Gegensatz zur Mavic Mini hat die Mini 2 das System OcuSync 2.0 an Bord. Dieses unterstützt sowohl 2,4-GHz- als auch 5,8-GHz-Frequenzbänder, ist deutlich weniger störanfällig und garantiert eine höhere Reichweite als das WiFi der Mavic Mini. DJI nennt eine maximale Reichweite unter Idealbedingungen von 10 Kilometern.

Neu ist ebenfalls die Fernbedienung. Der Controller hat an Masse zugelegt, wirkt noch hochwertiger und hat einen stabilen, ausziehbaren Smartphone-Halter integriert. Die beiden Steuerknüppel lassen sich abschrauben und unten im Gehäuse einsetzen. Das Steuern gelingt sehr präzise und feinfühlig.

Grundsätzlich lässt sich die Drohne auch nur über den Controller fliegen. Dennoch macht ein iPhone oder ein Android-Smartphone Sinn, um sämtliche Einstellungen vorzunehmen und eine Live-Ansicht aus der Kameraperspektive zu genießen. Die kostenlose App »DJI Fly« (iOS 10.0 oder höher; Android 7.0 oder höher) bietet nicht so viele Parameter wie bei den teureren DJI-Drohnen. Gerade Anfängern reicht es normalerweise jedoch, Auflösung, Bildrate und Helligkeit anzupassen. All das gelingt sehr intuitiv.

Klasse sind die so genannten Quickshots, die automatisch vorgegebene Flugmanöver sehr exakt nachfliegen. Zur Auswahl stehen Rocket, Dronie, Kreisen, Helix und Boomerang. Wichtig: Mit einem Blick sieht man in der App die Akku-Restkapazität der Drohne, die Entfernung und die Höhe des Fluggeräts.

In den Einstellungen legt man unter anderem die maximale Flughöhe (100 Meter sind laut Gesetzgeber erlaubt), die größtmögliche Flugdistanz und die Flughöhe fest, auf die die Mini 2 bei aktivierter Rückkehrfunktion steigen soll.

Das Starten und Fliegen der DJI Mini 2 ist extrem einfach. Sie hebt per Knopfdruck ab und landet bei Bedarf auch vollkommen ohne fremde Hilfe. Was Anfänger begeistern dürfte: Weiß man gerade nicht weiter, lässt man einfach die Steuerknüppel los. Der Copter bleibt sofort wie angewurzelt in der Luft stehen und lässt sich auch bei leichtem bis mittlerem Wind nicht aus der Ruhe bringen.

Natürlich kommen die schwereren DJI-Drohnen mit böigem Wind noch ein wenig besser zurecht, aber die Mini 2 meistert das erstaunlich gut. Sie setzt prompt jeden Steuerbefehl um, ist aber aufgrund ihrer geringen Größe relativ schnell nicht mehr zu sehen. Da sie keine Hinderniserkennung an Bord hat, ist Vorsicht geboten. Man kann sie jedoch per Knopfdruck zum Startplatz zurückholen. Der Akku hielt bei uns im Test rund 27 Minuten durch.

Mit der Videoqualität sind wir sehr zufrieden. Die Aufnahmen sind ruhig und absolut wackelfrei, in höchster Auflösung super scharf und bei ausreichend Licht schön rauschfrei. In der Regel werden Luftaufnahmen ohnehin nur bei gutem Wetter und tagsüber angefertigt. Die Farben sind kräftig, die Bildtiefe ist gut. Beim Dynamikumfang kommt die Mini 2 natürlich nicht an eine DJI Mavic 2 Pro mit größerem Sensor heran.

In Relation zur Größe der Drohne sind die Ergebnisse insgesamt hervorragend. Weder Filme noch Fotos sind Notlösungen, sondern werden auch höheren Ansprüchen gerecht. Vorteilhaft ist zudem, dass die Mini 2 angenehm leise fliegt.

Mit einem Akku kostet die Drohne rund 440 Euro. Vorteilhaft ist es, gleich zum Paket Fly More Combo zu greifen. So erhält man zusätzlich unter anderem zwei Akkus, zwei Ersatzpropeller, eine Zweiwege-Ladestation, einen Propellerhalter, ein Ladegerät und eine Umhängetasche. Das Equipment ist nützlich und deutlich günstiger als im Einzelkauf.

Fazit: Die DJI Mini 2 ist extrem kompakt und eignet sich perfekt für Einsteiger und alle, die für unterwegs eine handliche Drohne brauchen, etwa Reiseblogger. Die Videoqualität kann sich sehen lassen. Bei starkem Wind stößt die Mini naturgemäß an ihre Grenzen. Wer Hinderniserkennung und diverse manuelle Einstell-Optionen sucht, sollte zu einem anderen Modell aus dem umfangreichen DJI-Portfolio greifen.

DJI Mavic Air

Die DJI Mavic Air verfügt über zahlreiche Eigenschaften und Funktionen, die absolut begeistern. Der stylische Quadrocopter stellt rein äußerlich eine Mischung zwischen der etwas kleineren Spark und der größeren Mavic Pro dar. Mit 430 Gramm wiegt sie deutlich weniger als die 734 Gramm schwere Mavic. Dank Klappmechanismus passt das Fluggerät mit 49 x 83 x 168 Millimetern locker in jeden Rucksack und sogar in größere Jackentaschen. Die Luftschrauben sind nicht faltbar und können auch zum Transport montiert bleiben. Vor dem Start werden zunächst die vorderen Gelenke ausgeklappt, die hinteren Arme lassen sich anschließend nach außen wegschwenken. Insgesamt wirkt die Konstruktion sehr stabil und hochwertig.

Erhältlich ist die Mavic Air in Weiß, Schwarz und Rot. An der Rückseite befindet sich hinter einer Klappe das Fach für die SD-Karte – das Herausnehmen der Speicherkarte gestaltet sich leider etwas fummelig, weil die Kunststoffabdeckung im Weg ist. Aber erstmals hat DJI auch einen festen internen Speicher verbaut. Der ist bei der Mavic Air acht Gigabyte groß. Bei unserem ersten Testflug half uns der Quadrocopter damit aus der Patsche, weil die eingepackte Speicherkarte für UHD-Aufnahmen nicht schnell genug war.

An der Front sitzt die Kamera mit einem mechanischen Drei-Achsen-Gimbal, das für mehr Stabilität in Aufnahmen sorgt. Gegenüber der Spark ist das eine deutliche Verbesserung, da hier nur ein Zwei-Achsen-Gimbal werkelt. Weil die Kamera in das Gehäuse reingezogen wurde, ist sie gut geschützt, deutlich besser als bei der Mavic Pro. Die durchdachte Schutzkappe sorgt dafür, dass der Kamera während des Transports der Drohne nichts passiert.

Ebenfalls ein Argument für die Mavic Air sind die zahlreichen Sensoren, um Crahs zu vermeiden. Neben dem nach unten gerichteten Infrarotsystem hat der Copter auch front- und rückseitige Sichtsensoren. Hindernisse werden nicht nur optisch auf der App angezeigt, die Mavic Air bleibt auch automatisch davor stehen oder weicht – falls gewünscht – sogar aus. Hindernisse werden allerdings nur registriert, wenn im normalen Modus geflogen wird. Dann sind Geschwindigkeiten bis knapp 30 km/h drin. Im Sportmodus mit einem Tempo von maximal 68 km/h ist die Hinderniserkennung deaktiviert. Im Test funktionierte das Feature sehr zuverlässig – sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsflug. Generell gilt aber: Hundertprozentig sollte man sich auf diese Sicherheitsfunktion nicht verlassen.

Gesteuert wird die Mavic Air über einen kleinen Controller – der ist quasi identisch mit der Fernsteuerung, die optional für die Spark erhältlich ist. Ein Display ist nicht vorhanden. Die Steuerknüppel lassen sich abschrauben und in der ausklappbaren Smartphone-Halterung verstauen, damit der Controller noch weniger Platz benötigt. Das Smartphone wird zudem per USB-Kabel verbunden – diese Lösung ist sicherer und gewährt mehr Stabilität als die WLAN-Variante beim Spark.

Ein Nachteil gegenüber der Mavic Pro, der im Internet schon eifrig diskutiert wird: Die Reichweite zwischen Fernsteuerung und Fluggerät ist geringer. Während DJI für die Mavic Air bis zu zwei Kilometer angibt, sind es bei der Mavic Pro bis zu vier Kilometer. Grund ist ein anderes Übertragungsverfahren.

Da eine Drohne in Deutschland nur auf Sicht geflogen werden darf, spielen die genannten Werte rein vom Papier her eine untergeordnete Rolle. Im Test wurde die Mavic Air ab 300 Metern sehr klein und war kaum noch zu erkennen. Allerdings lässt die maximale Übertragungsreichweite Rückschlüsse auf die Signalqualität zu, und die ist wichtig. Nichts ist schlimmer, als wenn permanent die Verbindung abreißt und die Live-Vorschau ruckelt.

Bei besagter Entfernung von 300 Metern auf freier Fläche gab es bei der Mavic Air keine Probleme, die Wifi-Verbindung war stabil. Erste Nutzer im Internet haben bei Probeflügen hierzulande angeblich einen Kilometer ohne größere Schwierigkeiten geschafft. Die Erfahrung wird in Zukunft zeigen, wie sicher Drohne und Fernbedienung beispielsweise auch in stärker bebautem Gebiet kommunizieren.

Als maximale Flugzeit ohne Wind nennt DJI 21 Minuten. Bei unserem Erstflug und Temperaturen um die null Grad hatte der Akku nach 17 Minuten Flugzeit noch eine Restkapazität von 30 Prozent. Wer viel fliegen will, sollte deshalb in mehrere Akkus und damit am besten gleich in die «

Ebenfalls zum Sparpaket dazu gehört neben der Schatulle und der Tragetasche auch ein Mehrfachlader. Bis zu vier Akkus lassen sich hier gleichzeitig einsetzen, die dann nacheinander betankt werden. Das Wechseln der Akkus kann man sich damit sparen. Zudem liegt ein Adapter bei, mit dem sich (geladene) Akkus als Powerbank nutzen lassen, um unterwegs das Smartphone mit Strom zu versorgen.

Was die Kamera betrifft, hat DJI bei der Mavic Air gegenüber der Mavic Pro noch einmal zugelegt. Sie unterstützt jetzt eine maximale Bitrate von 100 statt 60 Mbit/s. Die Auflösung liegt bei bis zu 3.840 x 2.160 Pixeln, allerdings wird hier nur mit 30 und nicht wie bei der Phantom 4 Pro mit 60 Vollbildern gefilmt. In Full-HD sind hingegen Zeitlupen mit 120 Bildern pro Sekunde möglich. Unsere Testaufnahmen bei bescheidenem Winterwetter wirken extrem scharf. Eventuell macht es sogar Sinn, in den Einstellungen die Schärfe etwas nach unten zu regeln. Zudem sind die Bewegtbilder selbst ohne Sonnenlicht sehr kontrastreich.

Test: Die beste Video-Drohne – DJI 0006
Vorteil für ambitionierte Fotografen: Die Mavic Air schießt Fotos auch im RAW-Format.

Unterschiedliche Grün-, Grau- und Brauntöne arbeitet die Mavic Air erstaunlich detailliert und variantenreich heraus. Kamerafahrten sind ruhig und butterweich. Der Verfolgungsmodus funktioniert hervorragend, an den äußeren Kanten eines Joggers trat allerdings ein dezentes, aber unschönes Kantenflimmern auf. Was positiv auffällt: Auch bei Wind steht die Drohne sehr ruhig in der Luft, was das Steuern enorm vereinfacht.

Ein echter Knüller ist der neue automatisierte Kameramodus »Asteroid«. Hierbei erstellt die Drohne völlig eigenständig ein Kugelpanorama. Wie das aussieht, sehen Sie ebenso wie den »Boomerang«-Modus in unserem Testvideo. Der Name verrät es: Die Drohne umkreist den Piloten oder das ausgewählte Objekt wie ein Bumerang, ohne dass auch nur ein Steuerknüppel berührt werden muss. Das Ergebnis erinnert an eine professionelle Kranfahrt aus einer Hollywood-Produktion. Ebenso wie die Spark lässt sich die Mavic Air auch nur mit dem Smartphone (sehr eingeschränkte Reichweite) oder per Geste steuern. Das Tracken der Hand funktioniert präziser und zuverlässiger als bei der kleinsten DJI-Drohne.

Eine wichtige Nachricht für alle, die gerne fotografieren: Die Mavic Air nimmt nicht nur JPG-, sondern auch RAW-Dateien auf. Das ist wichtig, um in der Nachbearbeitung deutlich mehr aus den Aufnahmen herauszukitzeln. Neben HDR-Fotos ist die Air in der Lage, zusätzlich zu 180-Grad-Panoramaaufnahmen auch 25 Fotos in acht Sekunden zu 32-Megapixel-Sphären-Panoramabildern zusammenzusetzen. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Unser Fazit: Die DJI Mavic Air ist sehr kompakt, leicht und damit perfekt zum Mitnehmen. Im Gegensatz zur Spark filmt sie in UHD und hat zusätzlich rückseitige Sensoren, die die Flugsicherheit deutlich erhöhen. Die Kamera mit einem Datendurchsatz von 100 Mbit/s liefert grandiose Ergebnisse, das Flugverhalten ist ausgezeichnet, der »Asteroid«-Modus macht Spaß.

Wer mit Flugzeiten von knapp 20 Minuten nicht leben kann, ist mit der Mavic Pro allerdings besser beraten.

DJI Phantom 4 Pro

In die Phantom 4 Pro hat DJI seine langjährige Erfahrung im Drohnenbau einfließen lassen. Die Phantom-Reihe ist schon seit einigen Jahren auf dem Markt und wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile hat sie aber im Zeitalter der faltbaren Drohnen an Bedeutung und Beliebtheit verloren. Schon wenn man den Copter das erste Mal in die Hand nimmt, fällt die hohe Verarbeitungsqualität des glänzend weißen Kunststoffchassis auf. Hier sitzt alles passgenau. Der bei früheren Modellen noch recht empfindliche Gimbal hat an Stabilität zugelegt. Er arbeitet in drei Richtungen und ist der Garant für sehr ruhige Aufnahmen und weiche Kamerafahrten aus der Luft.

Die kompakte Kamera der Phantom 4 ist mit einem 20 Megapixel CMOS-Sensor ausgestattet, das Objektiv besteht aus acht Elementen. Das Weitwinkelobjektiv hat eine Brennweite von 24 mm, der maximale ISO-Bereich liegt bei 12.800. UHD-Videos mit 3.840 x 2.160 Pixeln sind wahlweise mit 60, 50, 48, 30, 25 oder 24 Vollbildern möglich, aufgezeichnet wird mit einer Datenrate von 100 Mbit/s. Fotos mit bis zu 5.472 × 3.648 Bildpunkten schießt die DJI glücklicherweise auch im RAW-Format. Diese Rohdaten bieten mehr Möglichkeiten bei der späteren Bildbearbeitung und liefern dadurch bessere Ergebnisse.

Gesteuert wird die Phantom 4 Pro über einen mitgelieferten Controller, als Display fungieren ein Smartphone oder ein Tablet, beides lässt sich in der flexibel anpassbaren Halterung verwenden. Über zwei Steuerknüppel bestimmt man neben der Fluggeschwindigkeit auch die Höhe und die Richtung. Per Rädchen lässt sich die Kamera neigen, zudem kann man nicht nur über die App, sondern auch direkt am Controller zwischen Film- und Fotomodus hin- und herschalten.

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Ob Smartphone oder Tablet – eine anpassbare Halterung an der DJI-Fernbedienung nimmt beide Geräte sicher als Bildschirm auf.

Auf jede Bewegung am Steuerknüppel reagiert der Copter sehr direkt. Im Geradeausflug saust sie wie an der Schnur gezogen durch die Luft. Hat man in der Entfernung ein Ziel angepeilt, fliegt die Phantom schnurstracks darauf zu, ohne sich von Seitenwinden beeinflussen zu lassen.

Der Topspeed von 72 km/h katapultiert die Phantom 4 schnell an die gewünschte Stelle. DJI nennt eine maximale Reichweite von sieben Kilometern. Der Wert bleibt für die in Deutschland erlaubten Einsatzszenarien zwar graue Theorie, die Angabe verrät aber, dass man im Normalbetrieb jede Menge Reserven hat.

Im Test flogen wir die Phantom maximal so weit weg, dass sie gerade noch zu erkennen war. Die Livebild-Übertragung auf das Smartphone klappte jederzeit vorzüglich. Während frühere Phantom-Modelle immer mal wieder mit Signalabbrüchen zu kämpfen hatten und dann automatisch den Heimflug einläuteten, sorgt mittlerweile das Lightbridge-System für eine permanent sichere Verbindung. Bricht doch einmal die Verbindung ab oder die Akku-Kapazität, die jederzeit im Display angezeigt wird, neigt sich dem Ende zu, steuert die Drohne in Eigenregie zum Startpunkt zurück. Ein so genannter Home-Point lässt sich zudem individuell definieren, sollte man seinen Standort während des Fluges verlassen.

Die Filme der Phantom 4 in Ultra-HD-Auflösung sind beeindruckend: sehr scharf, natürlich und vor allem ruhig – selbst dann, wenn es windig ist. Der Gimbal gleicht Erschütterungen extrem souverän aus.

Auch wenn das fertige Videomaterial nur in HD-Auflösung benötigt wird lohnt es sich, in Ultra-HD zu filmen. Für Details kann man so bis zu 200 Prozent während der Nachbearbeitung ins Material hineinzoomen und hat immer noch einen Full-HD-Streifen ohne Qualitätsverlust vorliegen.

Test: Die beste Video-Drohne – DJI 0025
Hier sind nicht nur die Farben satt: Testbild der DJI Phantom 4 Pro.

Parameter wie Auflösung, Belichtung, Weißabgleich, ISO-Zahl, JPG- oder RAW-Format kann man direkt über die App einstellen. Das hat man schnell raus, da die App übersichtlich strukturiert ist und auch Anfängern die Arbeit enorm vereinfacht. Ein Warnton signalisiert, wenn dem Akku der Saft ausgeht. Bei wie viel Prozent der Notstand ausgerufen wird, bleibt dem Piloten selbst überlassen.

Natürlich hat DJI seine Phantom 4 Pro mit zahlreichen intelligenten Flugmodi ausgestattet, die sich in der Praxis auch zuverlässig nutzen lassen. Unter »Draw« verbirgt sich die Option, die gewünschte Route auf den Bildschirm zu zeichnen (dafür ist ein Tablet zu empfehlen). Bei konstanter Geschwindigkeit fliegt die Drohne dann die Strecke ab. Ist »ActiveTrack« aktiviert, folgt die Phantom einem ausgewählten Objekt, während sich im Gestenmodus wie bei der DJI Spark Selfies durch eine Handbewegung schießen lassen.

DJI Mavic Mini

Die 249 Gramm leichte Mavic Mini von DJI ist die Vorgängerin der Mini 2. Sind alle vier Arme mit den Propellern angeklappt, kommt das Fluggerät gerade mal auf 14 × 8,2 × 5,7 Zentimeter. Äußerlich lassen sich Mavic Mini und Mini 2 fast nicht unterscheiden.

Im Gegensatz zur Mini 2 filmt die Mavic Mini bestenfalls mit 2.720 x 1.530 Pixeln (2.7 K). In diesem Setup sind maximal 25 bzw. 30 Vollbilder drin. Wer 50 oder 60 Vollbilder nutzen will, muss zur FullHD-Auflösung greifen. Die Datenrate hat DJI auf 40 MBit/s heruntergeschraubt.

Fotos schießt der Winzling im 4:3- oder im 16:9-Format mit 4.000 x 3.000 bzw. 4.000 x 2.250 Bildpunkten. Als Modi stehen Einzel- und Intervallaufnahmen (2/3/5/7/10/15/20/30/60 Sekunden) zur Verfügung. Nachteil gegenüber den teureren DJI-Drohnen: Beim Fotoformat muss man sich mit JPG zufrieden geben. Mit RAW-Dateien, die deutlich mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung ermöglichen, hat die Mavic Mini nichts am Hut.

Beim Fliegen ist Vorsicht geboten, denn Abstandssensoren hat der kleine Quadrocopter nicht an Bord. Bei maximal 46 Stundenkilometern ist zudem Schluss – das reicht für diesen Flugzwerg allerdings locker aus. Wählt man den Modus »CineSmooth«, so begnügt sich die Drohne gar mit nur 15 Stundenkilometern – allerdings erlaubt sie präzisere Drehungen und stabilisiert den Gimbal der Kamera zusätzlich.

Bei der App kann man nicht mehr zur bewährten »DJI Go 4«-Applikation greifen, sondern muss zur neuen »DJI Fly«-App wechseln. Ambitionierteren Drohnen-Piloten dürfte diese Anwendung ob des eingedampften Funktionsumfangs ein Dorn im Auge sein. Allerdings richtet sich die kompakte Mavic Mini primär an Einsteiger oder alle, die mal eben schnell eine Aufnahme auf Speicherkarte bannen wollen. In beiden Fällen kann man es nachvollziehen, dass die Feature-Fülle nicht ganz so üppig ausfällt.

Trotzdem kann man wählen, ob die ISO-Einstellung automatisch (100 – 1600) oder manuell (100 – 3200) vorgenommen werden soll. Ebenso hat man Einfluss auf die Belichtung, die Auflösung beim Filmen sowie auf Einzel- und Intervallaufnahmen. Akkutemperatur und Flugzeit hat man ebenso wie Flughöhe und Distanz jederzeit im Blick.

Zum Starten und Steuern der Drohne genügt es, nur die Fernsteuerung zu verwenden. So kann man das Fluggerät in jede Richtung manövrieren, die Kamera neigen, Fotos schießen, filmen und bei Bedarf auch die automatisierte Rückkehrfunktion aktivieren. Allerdings macht es Sinn, ein Smartphone in die ausgeklappte Halterung zu legen (hier passt auch ein großes Samsung Galaxy Note 10+ rein) und per Kabel mit der Fernsteuerung zu verbinden. Denn auf diese Weise genießt man die Live-Vorschau und kann wichtige Flugdaten vom Display ablesen.

Beim Flugverhalten liefert die Mavic Mini ebenso überzeugende Ergebnisse wie die neue Mini 2. Sie fliegt komplett eigenstabil und ist extrem einfach zu steuern. Die Videoqualität ist für eine Drohne dieser Größe und in diesem Preissegment absolut überzeugend. Aufnahmen sind scharf, Details werden präzise herausgearbeitet, Farben sind kräftig. Einziger Kritikpunkt ist minimales Bildrauschen. Weil das Schnittprogramm Final Cut Pro die 2.7K-Auflösung nicht korrekt erkannte, haben wir unsere Testsequenz in ein UHD-Projekt eingebettet und mit 3.840 x 2.160 Pixeln ausgespielt. Fotos mit 12 Megapixeln sind kontraststark und erweisen sich ebenfalls als sehr detailreich.

Wer sich die Mavic Mini zulegen will, sollte zur teureren Fly More Combo greifen. Hier liegen unter anderem drei Akkus, Propellerschützer, eine Ladestation und ein Transportetui bei. Für rund 440 Euro erhält man entweder die DJI Mavic Mini im Komplettpaket oder die Mini 2 einzeln. Wer auf die UHD-Auflösung und die geringere Reichweite verzichten kann, sollte sich dies überlegen.

Potensic Dreamer Pro

Nicht bei jeder aktuellen Drohne handelt es sich um ein Modell, das man kompakt zusammenfalten kann. Das merkt man bei der Potensic Dreamer Pro, wenn man diese in einem Rucksack verstauen möchte: Mit 37,2 x 33,7 x 20,9 Zentimetern ist das Fluggerät ähnlich unhandlich wie die früheren Phantom-Modelle von DJI. Für den einfacheren Transport gehört aber ein Aluminium-Koffer zum Lieferumfang.

Der 820 Gramm schwere Copter ist mit rund 550 Euro im preislichen Mittelfeld angesiedelt. Der weiße Kunststoff-Corpus ist ordentlich verarbeitet, der hinten eingesteckte Akku löst sich durch den gleichzeitigen Druck auf zwei seitliche Taster, das könnte gerne etwas einfacher gelingen. Die Propeller werden aufgesteckt und festgezogen, hier gibt es keine Probleme.

Die Kamera hängt an einem 3-Achsen-Gimbal und ist mit einem 1/3-Zoll-CMOS-Bildsensor von Sony ausgestattet. Sie filmt mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln und 30 Vollbildern, die höchste Datenrate liegt bei 60 Mbit/s. Gefilmt wird im MP4-Format, MicroSD-Speicherkarten dürfen bis zu 128 Gigabyte schlucken. Fotos können mit bis zu 4.608 x 3.456 Pixeln geschossen werden, allerdings nur im JPG- und nicht im RAW-Format.

Im Sportmodus erreicht die Potensic knapp 29 km/h, damit ist sie im Vergleich zu anderen Drohnen eher gemächlich unterwegs, die locker die doppelte Geschwindigkeit schaffen. Im voreingestellten Flugmodus sind sogar nur 18 km/h drin. Um ihre Position zu halten, unterstützt die Dreamer Pro die Satellitensysteme GPS und GLONASS.

Die Fernbedienung erinnert ein wenig an eine kompakte Spielekonsole, allerdings fehlt das Display. Der Controller lässt sich auseinanderziehen, um dazwischen ein Smartphone oder kleines Tablet zu klemmen. Optimal ist diese Lösung nicht, Smartphones müssen recht dünn sein, um sicheren Halt zu haben. Unser Samsung Galaxy S21 Ultra 5G ist im Kamerabereich fast schon ein bisschen zu dick – das mulmige Gefühl begleitet den Piloten somit dauerhaft, dass das Smartphone auf den Boden knallen könnte.

Die Steuerung erfolgt über zwei kleine Joysticks, die Kamera lässt sich per Drehrädchen neigen, zudem kann man die Belichtung sowie den Flugmodus ändern und automatisiert starten/landen und die Drohne zum Ausgangspunkt zurückholen. Potensic gibt eine maximale Reichweite der Fernbedienung von zwei Kilometer an. Bei unseren Flügen fror das Kamera-Livebild teilweise jedoch bereits bei Entfernungen von rund 150 Metern ein – gerade Anfänger kommen jetzt ins Schwitzen, wenn sie sich nur noch an der Position des Quadrocopters am Himmel orientieren können.

Unentbehrlich für den Flug ist die für iOS und Android erhältliche App »Potensic Pro«. Hier verändert man unter anderem die Auflösung, sieht die Flughöhe und die Entfernung der Drohne, die Anzahl der verfügbaren Satelliten und die Restkapazität des Copter-Akkus, außerdem stehen automatisierte Flugmanöver zur Verfügung. Die App ist übersichtlich und intuitiv gestaltet, hier findet man sich auf Anhieb zurecht. Anfänger dürften die wenigen Einstell-Optionen bevorzugen, Fortgeschrittene wünschen sich wahrscheinlich mehr Optionen, um auf die Videoaufnahmen Einfluss zu nehmen.

Der Controller wird per Kabel mit einem Smartphone verbunden. Bevor wir die Potensic endlich abheben lassen konnten, verging jedoch einiges an Zeit. Denn App, Samsung-Smartphone und Fernbedienung wollten nicht so richtig kooperieren. Anstatt mit der App zusammenzuarbeiten, ging das Galaxy-Smartphone davon aus, geladen zu werden. Nach unzähligen Versuchen war das System irgendwann dann doch startbereit.

Die Dreamer Pro startet per Knopfdruck und ist damit absolut Anfänger-tauglich. Was sofort auffällt: Sie fliegt deutlich unrunder als eine DJI-Drohne, die Propeller sind nicht perfekt ausgewuchtet, das Flugbild und speziell das Schweben auf der Stelle wirken dadurch alles andere als geschmeidig. Selbst im Sport-Modus bei Vollgas lässt es der Copter mit maximal knapp 29 km/h sehr zurückhaltend angehen, Einsteiger werden so garantiert nicht überfordert. Lässt man die Steuerknüppel los, bleibt die Drohne auf der Stelle stehen und weicht nur minimal ab. Hindernisse erkennt die Potensic leider nicht.

Die Steuerung reagiert viel zu direkt und sensibel. Dosiertes Fliegen ist kaum möglich, das gilt auch für saubere Schwenks und Drehungen. Im Test hielt der Akku knapp 23 Minuten durch, das ist ein ordentlicher Wert.

Die Qualität der Videos ist durchwachsen. Unzufrieden sind wir mit der Schärfe – 4K sieht eher wie schlechtes Full-HD aus. Den Aufnahmen fehlt es an Durchzeichnung, Tiefe und Detailtreue. Während DJI-Aufnahmen butterweich und absolut geschmeidig aussehen, haben die Videos der Potensic immer mit kleinen Rucklern zu kämpfen. Dadurch wird der gesamte Film etwas unruhig. Probleme hat auch die automatische Belichtungssteuerung. Viele Aufnahmen sind zu dunkel. Hier muss man manuell nachregeln. Punktuell sind die Propeller im Bild zu sehen, was natürlich für eine Drohne in dieser Preisklasse ein No-Go ist.

Ordentlich gelingt der automatisierte Kreisflug, und auch beim Abfliegen selbst definierter Wegpunkte hat die Potensic keine Probleme. Leider patzt sie beim eigenständigen Verfolgen von Objekten, dieses Feature ist so nicht zu gebrauchen.

Wir raten von der Potensic Dreamer Pro für rund 550 Euro ab. Legen Sie sich in dieser Preisklasse lieber eine DJI Mini 2 oder eine Parrot Anafi zu, Sie erzielen garantiert bessere Ergebnisse und haben mehr Spaß.

Ryze DJI Tello

Dass der Drohnenspezialist DJI bei der Konstruktion der Ryze DJI Tello seine Finger mit im Spiel hatte, sieht man sofort, wenn man die in mehreren Farben erhältliche Mini-Drohne in die Hand nimmt. Sie ist hochwertig verarbeitet, hat einen glänzenden Kunststoffkorpus und kann optional mit den mitgelieferten Propellerschützern geflogen werden. Nach der Installation der Gratis-App (für iOS und Android) auf dem Smartphone juckt es in den Fingern. Kaum ist der automatisierte Startvorgang aktiviert, steigt der 80 Gramm leichte Winzling sauber in die Höhe und bleibt wie angenagelt auf der Stelle stehen. Respekt! Das visuelle Positionierungssystem ermöglicht einen stabilen Schwebeflug – zumindest im Raum.

Im Freien stößt die Tello aber recht schnell an ihre Grenzen, sobald es etwas stärker windet. Gegen eine leichte Brise kann sie sich allerdings ganz ordentlich behaupten.

Das 100-Euro-Modell filmt mit 1.280 x 720 Pixeln und fotografiert mit fünf Megapixeln. Videos werden nicht stabilisiert und die Kamera lässt sich auch nicht neigen. Das reicht für Schnappschüsse, aber auch nicht für viel mehr. Ruhige Kamerafahrten in der Luft bleiben eine Illusion, Detailfreudigkeit und Farbtreue sind aber etwas besser als bei der HS110D.

 Video-Drohne Test: 1531319752558 Moment
Als Schnappschuss in Ordnung: Die Tello knipst mit fünf Megapixeln, an einer Nachbearbeitung für sattere Farben führt jedoch kein Weg vorbei.

Die Tello besitzt keinen eigenen Speicher, Videos und Fotos landen direkt auf dem Smartphone und müssen von hier auf den PC geladen werden. Gesteuert wird die kleine Drohne über ein Mobilgerät, eine Fernsteuerung kann für knapp 40 Euro separat erworben werden.

Im Test hielt der Mini-Copter rund 12 Minuten mit einer Akkuladung durch. Das kompakte Fluggerät ist sehr stabil und übersteht auch schon mal einen Crash mit einer Wand ohne Probleme. In der App hinterlegte automatisierte Flugmanöver wie eine 360-Grad-Drehung gelingen zuverlässig. Auch Saltos sind möglich.

Gekoppelt wird die Tello per WLAN mit dem Smartphone. Unter optimalen Bedingungen kann man bis zu 100 Meter weit wegfliegen. Um die Nerven zu schonen, die Flugrichtung besser zu erkennen und sich auch gegen Böen behaupten zu können, sollten aber besser Distanzen von 25 bis 30 Meter jedoch nicht überschritten werden.

Yuneec Breeze 4K

Die Yuneec Breeze 4K kommt wie ein Premium-Produkt daher und lässt Assoziationen zu Apple aufkommen. Verpackt ist der Quadrocopter in einer schicken, weißen Kunststoffbox. Auch Maße und Gewicht stimmen: Mit 19,6 x 19,6 x 6,5 Zentimetern und 385 Gramm ist die Breeze nicht zu groß und nicht zu schwer, um sie im Rucksack überall dabei zu haben. Eine Fernsteuerung benötigt man nicht, die Bedienung in der Luft erfolgt nämlich per App über ein Tablet oder Smartphone. Gekoppelt wird das Fluggerät per WLAN.

Und damit kommen wir auch schon zum großen Schwachpunkt: Beim Test war es reine Glücksache, ob der Verbindungsaufbau klappte oder nicht. Teilweise mussten wir 15 Minuten tüfteln, bis Drohne und Samsung-Smartphone endlich kommunizierten. Liest man die zahlreichen Rezensionen bei Amazon, zeigt sich: Probleme beim Verbindungsaufbau und Verbindungsabbrüche sind offenbar keine Seltenheit. Insgesamt erreicht der Quadrocopter lediglich 2,6 von 5 Sternen.

Seine maximale Flughöhe liegt bei 80 Metern, pro Sekunde werden bis zu fünf Meter zurückgelegt. Aufgezeichnet wird auf einen 16 Gigabyte großen internen Speicher. Die maximale Filmauflösung beträgt 3.840 x 2.160 Bildpunkte, allerdings arbeitet die digitale Stabilisierung lediglich bei geringeren Auflösungen wie 1.920 x 1.080 mit 30 Vollbildern. Das merkt man leider: Die UHD-Aufnahmen sind sehr ruckelig. Endet eine waagerechte Kamerafahrt, so schwappt die Drohne erst mal nach links oder rechts und macht die Szene unansehnlich. Die Farben sind dafür kräftig, die Schärfe ist gut, wenn sie auch eher an Full-HD und nicht an UHD erinnert.

 Video-Drohne Test: Dcim100mediabreeze
Knallige Farben, ordentliche Schärfe: Das 13-Megapixel-Foto der Yuneec Breeze 4K gefällt gut.

Die Optionen innerhalb der App sind vielfältig. So kann man unter anderem den Weißabgleich individuell einstellen. Unterschiedliche Flugmanöver voll automatisisiert gelingen über die Modi Selfie, Orbit, Journey und Follow Me. Die App ist gut strukturiert aufgebaut und das Fliegen klappt recht präzise, ist allerdings nicht vergleichbar mit dem Komfort, den eine Fernsteuerung mit Knüppeln bietet.

Mit einer Akkuladung bleibt die Breeze rund zehn Minuten in der Luft – Grund genug, sich gleich beim Kauf einen zweiten oder dritten Akku zuzulegen.

Sansisco D15 Mini Drone

Gerade mal 53 Gramm bringt die Sansisco D15 Mini Drone auf die Waage, also etwa so viel wie eine halbe Tafel Schokolade. Um einen Drohnenführerschein muss man sich deshalb auch keine Gedanken machen. Die D15 lässt man ohnehin am besten im Wohnzimmer oder im Garten fliegen. Ein Flug im Freien klappt nur an absolut windstillen Tagen, doch dazu gleich mehr.

Die Arme des Drohnen-Winzlings lassen sich einklappen, jetzt passt diese problemlos in jede Jackentasche. Zum Lieferumfang gehören zwei Akkus, vier Ersatzpropeller, Propellerschützer, Werkzeug, ein USB-Ladegerät, der Controller und eine kleine Tasche, in der alles sauber verpackt wird. Wie für rund 75 Euro zu erwarten bestehen die Drohne und die Fernbedienung aus einfachem Plastik. Das passt aber, wir haben an der Verarbeitungsqualität nichts auszusetzen.

Der Akku wird hinten reingeschoben und hielt bei uns im Test rund 14 Minuten durch, auch das ist für einen solchen Copter-Zwerg absolut in Ordnung. Die Kamera filmt – zumindest auf dem Papier – mit 1.920 x 1.80 Pixeln. Einen Gimbal gibt es nicht, das Objektiv lässt sich vor dem Flug per Hand ausrichten.

Am Controller wird die Smartphone-Halterung ausgeklappt, in die das Mobiltelefon eingeklemmt wird. Sonderlich stabil ist dieser Mechanismus nicht, aber er erfüllt seine Aufgabe. Für iOS- und Android-Mobilgeräte ist die App »Sansisco-V« konzipiert. Diese holt eine Live-Vorschau auf das Smartphone. Die Verbindung zwischen der App und dem Fluggerät erfolgt mittels WLAN.

Im Test war die D15 blitzschnell flugbereit, sehr gut. Zum reinen Fliegen kann man auf das Smartphone verzichten. Die Steuerung erfolgt wie bei allen Drohnen über zwei kleine Joysticks, das Starten und Landen gelingt zuverlässig per Tastendruck. Da die Sansisco nicht mit GPS ausgestattet ist, steht sie nie ganz ruhig in der Luft. Auch per Trimmfunktion gelingt das nicht. Nach dem Abheben driftet der Copter deshalb sofort in eine Richtung ab. Wer sich ein bisschen mit Drohnen auskennt, hat das Fluggerät dennoch sofort im Griff, permanentes Gegensteuern ist halt erforderlich.

Das kleine agile Modell macht erstaunlich viel Spaß, weil man es präzise um die Wohnzimmerlampe und durch den Flur pilotieren kann. Steuerbefehle werden sauber umgesetzt, punktgenaue Manöver sind möglich, extrem enge Kurvenradien ebenfalls. Auch die automatisierten Flugmodi wie der 3D-Flip, der Rotations- und der Kreisflug-Modus werden gut umgesetzt.

Der Hersteller gibt eine maximale Übertragungsreichweite der Fernbedienung von 100 Meter an, die Bildübertragung soll bis zu 50 Meter weit gelingen. Aber ganz ehrlich, für Flüge im Freien ist die D15 eigentlich nicht geeignet. Wenn man es trotzdem riskiert, muss man höllisch aufpassen. Obwohl bei unseren Outdoor-Flügen kein Wind spürbar ist, treibt die 17,1 x 14,2 x 4,5 Zentimeter kleine Drohne sofort ab. Beim Anfliegen gegen den Windhauch muss sie extrem kämpfen. In super windgeschützten Ecken mag dies halbwegs funktionieren. Aber generell sind 53 Gramm zu leicht, um sich sicher im Freien zu bewegen. Deshalb ist es unserer Meinung nach auch Harakiri, die Flugrouten-Funktion zu nutzen, bei der die D15 auf dem Smartphone-Bildschirm markierte Punkte anfliegt und hoffentlich wieder zurückkommt. Wir haben es nicht riskiert!

Über die App kann man aus drei Geschwindigkeiten wählen, wer den Controller nicht nutzen will, greift zum Smartphone und steuert die Drohne durch Neigen des Displays. Per Fernbedienung hat man den Copter aber definitiv besser im Griff. Auch Filmen und Fotos sind möglich, die Aufnahmen landen dabei direkt im Speicher des Smartphones.

Sansisco verspricht zwar »kristallklare Fotos und Videos« in 1080p, aber das ist schlichtweg ein Märchen. Schon auf einem kleinen Smartphone-Display sehen die Videos äußerst bescheiden aus. Es fehlt an Schärfe. Viel schlimmer noch aber ist das wilde Gewackel wie bei Windstärke 12 auf einem Fischkutter. Das Bewegtbild ist alles, nur nie ruhig. Diese Optik macht keinen Spaß und verursacht beim Zuschauer erhebliches Unwohlsein.

Als Spielzeug zum Fliegen in der Wohnung oder in sehr windstillen Außenbereichen ist die Sansisco D15 Mini Drone durchaus geeignet, Anfänger müssen sich jedoch darauf einstellen, dass sie permanent mit der Steuerung beschäftigt sind und nicht wie bei teureren Quadrocoptern ihr Modell einfach mal entspannt am Himmel parken können. Zum Filmen und Fotografieren ist die D15 allerdings nicht geeignet. Die Kamera ist lediglich ein nettes Gimmick für den Nachwuchs, der daran vielleicht für kurze Zeit seine Freude hat.

So haben wir getestet

Wir haben unsere Drohnen einem Flug-, Foto- und Videotest unterzogen. Dabei mussten die Geräte eine vorgegebene Strecke fliegen und in der höchsten Auflösung filmen, anschließend noch eine bestimmte Szene fotografieren. Funktioniert hat das allerdings nur bei den teureren Modellen. Die günstigen Drohnen erwiesen sich als derart windanfällig, dass wir froh waren, wenn diese nicht in einen Baum abgetrieben wurden und einigermaßen ihre Position hielten. An eine bestimmte Flugroute war bei diesen Coptern kaum zu denken.

Drohnen-Test: Testsieger DJI Phantom 4 Pro.
Unsere Drohnen im Test: Ganz oben die DJI Phantom 4 Pro, darunter von links die Parrot Bebop Power 2, die GoPro Karma und die DJI Spark. Die Mavik Air hat es nicht mit aufs Gruppenfoto geschafft.

Neben der Foto- und Videoqualität haben wir Wert auf das allgemeine Handling der Copter gelegt. Wie einfach und schnell lassen sie sich in Betrieb nehmen, wie ist ihre Verarbeitung, was leisten der Bildstabilisator und die Fernbedienung, wie ruhig stehen die Drohnen in der Luft und wie zuverlässig fliegen sie ihre Route ab?

Video-Drohnen Test: Günstige Kamera Drohnen
Die drei günstigen Modelle im Test: Yuneec, Tello und Holy Stone.

Bei Sonne sehen bei den meisten günstigeren Cams Fotos und Videos generell besser aus. An unseren Testtagen war es hingegen oft grau und bewölkt, die Bedingungen waren also eher schwierig. Trotzdem lieferten einige Drohnen sehr gutes Videomaterial.

Die wichtigsten Fragen

Welche Regeln gelten für Drohnenbetreiber bezüglich Registrierungspflicht und Kompetenznachweis?

Seit dem Jahr 2021 gilt die neue EU-Drohnenverordnung. Die wichtigsten Regeln kann man auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur nachlesen.

Lohnt sich eine Drohne für weniger als 100 Euro?

Nein, hiervon sollte man unbedingt die Finger lassen, diese Copter verursachen nur Frust und Ärger. Die Flugeigenschaften sind miserabel, und auch die Videoaufnahmen sind nicht zu gebrauchen.

Worauf sollte ein Drohnen-Anfänger achten?

Eine gute Anfänger-Drohne fliegt eigenstabil – lässt man die Steuerknüppel los, schwebt diese auch bei Wind ruhig auf derselben Stelle. Die Steuerung per Controller gelingt deutlich besser als über eine Smartphone-App. Für schöne Videos sollte die Kamera an einem Gimbal befestigt sein.

Wo darf man eine Drohne fliegen lassen?

Die Rechte für Drohnenpiloten wurden in den vergangenen Jahren immer stärker beschnitten. Unter anderem gilt ein Drohnen-Verbot über Wohngrundstücken,Krankenhäusern, Militäranlagen, Kraftwerken, Gefängnissen und rund um Flughäfen. In Smartphone-Apps wie AirMap sind Flugverbotszonen sofort ersichtlich.

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 Test: Artboard

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