Die beste Video-Drohne

Die beste Video-Drohne ist die DJI Phantom 4 Pro. Sie lässt sich sehr präzise fliegen, weicht Hindernissen zuverlässig automatisch aus, bietet einen sehr hohen Bedienkomfort und liefert ausgezeichnete Film- und Foto-Ergebnisse. Allerdings ist sie auch recht teuer. Wer nicht so viel Budget zur Verfügung hat, wird ebenfalls beim chinesischen Hersteller DJI oder mit Abstrichen beim Actioncam-Vorreiter GoPro fündig.

Update 11. Juli 2018

Wir haben unseren Test um die drei günstigen Drohnen Holy Stone HS110D, Ryze DJI Tello und Yuneec Breeze 4K ergänzt. Eine Empfehlung ist allerdings keines der Modelle, weil sie unter anderem mit Windanfälligkeit, schlechter Videoqualität und WLAN-Verbindungsproblemen zu kämpfen haben.

Der Markt für Drohnen entwickelt sich seit Jahren rasant, die Zuwachsraten sind enorm. Immer mehr Hobbyfilmer reizt es, ihre Umgebung aus der Luft zu filmen oder faszinierende Fotos zu schießen, auch wenn die neue Drohnenverordnung seit vergangenem Jahr das Flugvergnügen gehörig einschränkt.

Da inzwischen fast alle Drohnen vollkommen eigenstabil fliegen und mehr oder weniger ruhig in der Luft stehen, sobald die Steuerknüppel losgelassen werden, eignen sich die Fluggeräte auch für Anfänger.

Wir haben neun Modelle mit Preisen zwischen 100 und 1.300 Euro unter die Lupe genommen. Während unser Testsieger DJI Phantom 4 Pro schon semi-professionellen Ansprüchen gerecht wird, richtet sich unsere günstigste Drohne Ryze DJI Tello bestenfalls an Einsteiger. Alle Quadrocopter filmen mindestens mit HD-Auflösung, in der höheren Preisklasse ist mittlerweile UHD Standard.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

DJI Phantom 4 Pro

Perfekte Videos, super Flugverhalten und viele Sicherheits-Features kennzeichnen die Phantom 4 Pro.

Die DJI Phantom 4 Pro ist ein Rundum-Sorglos-Paket ohne nennenswerte Schwächen: Fliegen, Filmen und Fotografieren macht mit dem Quadrocopter gleichermaßen Spaß. Ihr Flugverhalten ist sehr gutmütig und eigenstabil, diverse Sensoren erkennen Hindernisse zuverlässig, wodurch das Crash-Risiko enorm reduziert wird. Hinzu kommt die einfache und gut durchdachte Bedienbarkeit der Videodrohne und die sehr gute Qualität von Videos und Fotos. Leider muss man dafür auch tief in die Tasche greifen.

Die kleine Große

DJI Mavic Air

Test Video-Drohne: DJI Mavic Air Fly More Combo
Super klein, scharfe UHD-Videos, viele Sensoren und ein pfiffiger Modus für Kugelpanoramen: Die neue DJI Mavic Air überzeugt.

Sie ist gerade erst auf den Markt gekommen, allerdings steht schon jetzt fest: Mit der Mavic Air ist DJI ein kleines Meisterstück gelungen. Obwohl die Drohne sehr leicht und kompakt ausfällt, filmt sie in UHD und arbeitet mit einem mechanischen Drei-Achsen-Gimbal. Zahlreiche Sensoren unterstützen den Piloten, spektakuläre Kugelpanoramen fertigt die Mavic Air ganz alleine an.

Günstige Alternative

DJI Phantom 3 SE

Test Drohne: DJI Phantom 3 SE
Die Phantom 3 SE ist die preiswerte Alternative zur aktuellen Phantom 4 Pro.

Wer nicht so viel Geld ausgeben will, für den ist die Phantom 3 SE des selben Herstellers die beste Wahl: Sie kostet gerade mal halb so viel wie die Phantom 4 Pro. Bei der Ausstattung muss man einige Abstriche in Kauf nehmen, das ebenso exzellente Flugverhalten und die ordentliche Qualität von Videos und Fotos machen die Phantom 3 SE aber ebenfalls zu einer guten Wahl.

Die Flexible

GoPro Karma mit Hero 6 Black

Test Drohne: GoPro Karma mit Hero6 Black
Die Karma ist das optimale Fluggerät für Actioncams von GoPro – hat allerdings nicht unerhebliche Schwächen.

Mit der Karma befördert GoPro seine Actioncam Hero 6 Black in die Luft – noch. Denn nur etwas mehr als ein Jahr nach der Premiere am Drohnen-Markt hat GoPro nämlich schon wieder das Aus der Karma angekündigt. Und das, obwohl das US-Unternehmen nach dem missglückten Start der Karma bei seinem Quadrocopter inzwischen nachgebessert hat. Für GoPro-Fans ist das Fluggerät – wenn auch mit Einschränkungen – trotzdem nicht uninteressant.

Die Kompakte

DJI Spark

Test Drohne: DJI Spark
Die Spark ist die perfekte Drohne, für Reisen und Ausflüge. Man kann sie überall dabei haben.

Und noch eine Drohne von DJI: Die Spark firmiert als so genannte Selfie-Drohne, ist extrem kompakt und leicht und eignet sich daher perfekt als Begleiter auf Ausflügen und im Urlaub. Flexibel zeigt sich der Winzling beim Steuern: Notfalls reichen auch nur die Hände, um die Spark in der Luft zu dirigieren. Besser und vollumfänglich klappt das allerdings erst mit Smartphone und Fernsteuerung.

Vergleichstabelle

TestsiegerDie kleine GroßeGünstige AlternativeDie FlexibleDie Kompakte
Modell DJI Phantom 4 Pro DJI Mavic Air DJI Phantom 3 SE GoPro Karma mit Hero 6 Black DJI Spark Parrot Bebop 2 Power Holy Stone HS110D Ryze DJI Tello Yuneec Breeze 4K
Test Video-Drohne: DJI Mavic Air Fly More ComboTest Drohne: DJI Phantom 3 SETest Drohne: GoPro Karma mit Hero6 BlackTest Drohne: DJI SparkTest Drohne: Parrot Bebop 2 PowerTest Video-Drohne: Holy Stone HS110DTest Video-Drohne: Ryze DJI TelloTest Video-Drohne: Yuneec Breeze 4K
Pro
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flugverhalten
  • Viele Sicherheits-Funktionen
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Klein und leicht
  • Viele Sicherheits-Funktionen
  • 8 GB interner Speicher
  • Kreative Modi
  • Gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flugverhalten
  • Guter Preis
  • Hochwertig verarbeitet
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Guter Controller
  • Actioncam lässt sich separat nutzen
  • Sehr klein und leicht
  • Gute Video- und Fotoqualität
  • Gestensteuerung
  • Hinderniserkennung
  • Lange Flugzeit
  • Viel Zubehör
  • Spezialbrille
  • Separate Fernsteuerung
  • Viele Funktionen
  • Günstig
  • Gutes Flugverhalten in Räumen
  • Ausgereifte App-Steuerung
  • Zusätzliche Flugmodi
  • Hochwertige Verarbeitung
  • 16 Gigabyte interner Speicher
  • UHD-Auflösung
  • Viele Flugmodi
  • Gute Verarbeitung
Contra
  • Nur 30 Vollbilder bei UHD-Auflösung
  • Recht kurze Flugzeit
  • Keine Hinderniserkennung
  • Nur 30 Vollbilder bei UHD-Auflösung
  • Keine Hinderniserkennung
  • Kein perfekter Schwebeflug
  • Recht kurze Flugzeit
  • Keine künftigen Software-Updates
  • Recht kurze Flugzeit
  • Keine UHD-Auflösung
  • Schlechte Video- und Fotoqualität
  • Keine UHD-Auflösung
  • Keine stabile Flugbahn
  • Nur digitale Bildstabilisierung
  • Sehr windanfällig
  • Keine Stabilisierung
  • Schlechte Videoqualität
  • Windanfällig
  • Schlechte Videoqualität
  • Kein interner Speicher
  • WLAN-Verbindungsprobleme
  • Keine Stabilisierung bei UHD-Auflösung
  • Kurze Flugzeit
Bester Preis
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So haben wir getestet

Wir haben unsere Drohnen einem Flug-, Foto- und Videotest unterzogen. Dabei mussten die Geräte eine vorgegebene Strecke fliegen und in der höchsten Auflösung filmen, anschließend noch eine bestimmte Szene fotografieren. Funktioniert hat das allerdings nur bei den teureren Modellen. Die günstigen Drohnen erwiesen sich als derart windanfällig, dass wir froh waren, wenn diese nicht in einen Baum abgetrieben wurden und einigermaßen ihre Position hielten. An eine bestimmte Flugroute war bei diesen Coptern kaum zu denken.

Drohnen-Test: Testsieger DJI Phantom 4 Pro.
Unsere Drohnen im Test: Ganz oben die DJI Phantom 4 Pro, darunter von links die Parrot Bebop Power 2, die GoPro Karma und die DJI Spark. Die Mavik Air hat es nicht mit aufs Gruppenfoto geschafft.

Neben der Foto- und Videoqualität haben wir Wert auf das allgemeine Handling der Copter gelegt. Wie einfach und schnell lassen sie sich in Betrieb nehmen, wie ist ihre Verarbeitung, was leisten der Bildstabilisator und die Fernbedienung, wie ruhig stehen die Drohnen in der Luft und wie zuverlässig fliegen sie ihre Route ab?

Video-Drohnen Test: Günstige Kamera Drohnen
Die drei günstigen Modelle im Test: Yuneec, Tello und Holy Stone.

Bei Sonne sehen bei den meisten günstigeren Cams Fotos und Videos generell besser aus. An unseren Testtagen war es hingegen oft grau und bewölkt, die Bedingungen waren also eher schwierig. Trotzdem lieferten einige Drohnen sehr gutes Videomaterial.

Wo darf man Drohnen fliegen?

Die neue Drohnenverordnung, die seit Ende 2017 gültig ist, macht es Quadrocopter-Piloten nicht einfach. Wiegt das Fluggerät mehr als 250 Gramm, muss am Gehäuse eine feuerfeste Plakette mit Name und Adresse angebracht werden. Ab einem Gesamtgewicht von 2 Kilo benötigt man einen Nachweis, dass man die Drohne sicher steuern kann. Den erhält man nach einer Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle.

Informieren Sie sich genau, wo Sie die Drohne fliegen lassen dürfen!

Bringt die fliegende Kamera gar mehr als 5 Kilo auf die Waage, ist eine zusätzliche Aufstiegserlaubnis von der Landesluftfahrtbehörde erforderlich.

Für Drohnen wie die hier abgebildete GoPro Karma gelten strenge Vorgaben. Einfach fliegen, wo man gerade möchte, ist nicht erlaubt.

Generell ist das Fliegen über Privatgrundstücken verboten. Auch über Menschenansammlungen, Industrieanlagen, Autobahnen, Bahngleisen, Krankenhäusern, Naturschutzgebieten, Verfassungsorganen, Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften sowie in der Nähe von Flughäfen darf man nicht aufsteigen. Unter Map2Fly kann man im Internet eine beliebige Adresse eingeben und sieht dann auf einer virtuellen Karte, ob Sanktionen für Drohnen-Piloten bestehen.

Außerhalb von Modellflugplätzen herrscht eine Höhenbegrenzung auf 100 Meter. Außerdem dürfen Drohnen grundsätzlich nur auf Sicht geflogen werden, das heißt, spätestens, wenn man das Fluggerät fast nicht mehr erkennen kann, sollte man den Rückflug antreten.

Tipps für Anfänger

Einsteiger sollten mit ihrer Drohne erstmal auf einer großen Fläche ohne Hindernisse üben und sich mit der dem neuen Fluggerät vertraut machen. Wie reagiert sie, was passiert, wenn die Signalverbindung abbricht oder der Akku sich plötzlich schneller entleert als erwartet? Wie zuverlässig arbeitet der automatische Coming-Home-Modus? Wie ruhig steht die Drohne in der Luft, wie reagiert sie auf Wind?

Übung macht den Meister

All das sollte man in Ruhe ausprobieren, um dann im Ernstfall einen kühlen Kopf zu bewahren. Ebenso ist es wichtig, spiegelverkehrtes Denken zu trainieren: Fliegt die Drohne direkt auf einen zu, bedeutet eine Bewegung des Steuerknüppels nach rechts, dass der Quadrocopter aus der Sicht des Piloten nach links fliegt.

Wer mit ISO 100 filmen will sollte mit dem passenden ND-Filter den Shutter-Speed an die Bildrate anpassen. Wird bei ISO 100 mit 50 Vollbildern gedreht, liegt er idealerweise bei 1/100.

Neben der rein fliegerischen Schulung sollte man sich ebenfalls Zeit nehmen, um perfekte Filme zu drehen und gelungene Fotos zu schießen. Abgesehen von der Perspektive kommt es hier auch auf das richtige Kamera-Setup an. Für extrem flüssige Bewegungen in Videos sind so genannte ND-Filter zu empfehlen, die auf das Objektiv der Kamera geschraubt werden.

Für DJI beispielsweise sind unterschiedliche Sets erhältlich. Diese Neutraldichtefilter in unterschiedlichen Stärken (zu empfehlen sind je nach Umgebungshelligkeit ND4, ND8, ND16, ND32) reduzieren das Licht, sie dunkeln faktisch das Bild ab und verhindern, dass die Kamera die Verschlusszeit zu stark erhöht. Dann besteht nämlich die Gefahr des so genannten Jello-Effekts und verzerrten Bildern. Durch die Verwendung eines ND-Filters hat man auch mehr Spielraum bei der manuellen Belichtung.

Testsieger: DJI Phantom 4 Pro

Mit der DJI Phantom 4 Pro kommen Einsteiger und Drohnen-Piloten mit höheren Ansprüchen gleichermaßen auf ihre Kosten: Die Drohne ist technisch sehr ausgereift, lässt sich einfach fliegen und liefert tolle Kamera-Ergebnisse.

Testsieger

DJI Phantom 4 Pro

Perfekte Videos, super Flugverhalten und viele Sicherheits-Features kennzeichnen die Phantom 4 Pro.

In die Phantom 4 Pro hat DJI seine langjährige Erfahrung im Drohnenbau einfließen lassen. Die Phantom-Reihe ist schon seit einigen Jahren auf dem Markt und wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Schon wenn man den Copter das erste Mal in die Hand nimmt, fällt die hohe Verarbeitungsqualität des glänzend weißen Kunststoff-Chassis auf. Hier sitzt alles passgenau.

Der bei früheren Modellen noch recht empfindliche Gimbal hat an Stabilität zugelegt. Er arbeitet in drei Richtungen und ist der Garant für sehr ruhige Aufnahmen und weiche Kamerafahrten aus der Luft.

Testsieger: DJI-Phantom-4-Pro-Lieferumfang
Die DJI Phantom 4 Pro wird mit stabilem Transportkoffer, Ersatzrotoren, Fernsteuerung und Ladegerät ausgeliefert.

Geliefert wird die Phantom mit Ladegerät, Akku, Fernsteuerung und Ersatzpropellern in einer grauen Styroporbox. Die eignet sich notfalls sogar, um das komplette Equipment zu transportieren. Praktischer ist ein Rucksack, in dem sämtliches Zubehör maßgeschneidert Platz findet. Vorteil: DJI ist mittlerweile vom Stellenwert zu vergleichen mit Apple, das Zubehörangebot von unterschiedlichsten Herstellern ist riesig.

Kamera und Steuerung

Die kompakte Kamera der Phantom 4 ist mit einem 20 Megapixel CMOS-Sensor ausgestattet, das Objektiv besteht aus acht Elementen. Zum ersten Mal setzt DJI auf eine mechanische Blende, um Verzerrungen zu minimieren. Das Weitwinkelobjektiv hat eine Brennweite von 24 mm, der maximale ISO-Bereich liegt bei 12.800.

UHD-Videos mit 3.840 x 2.160 Pixeln sind wahlweise mit 60, 50, 48, 30, 25 oder 24 Vollbildern möglich, aufgezeichnet wird mit einer Datenrate von 100 Mbit/s. Fotos mit bis zu 5.472 × 3.648 Bildpunkten schießt die DJI glücklicherweise auch im RAW-Format. Diese Rohdaten bieten mehr Möglichkeiten bei der späteren Bildbearbeitung und liefern dadurch bessere Ergebnisse.

Einfache Steuerung und viele Möglichkeiten

Der Akku der Drohne wird hinten in ein Fach geschoben und rastet satt ein. Die Entnahme ist teilweise etwas schwierig, dafür kann man sicher sein, dass die Stromversorgung während des Flugs nicht ausfällt. Vier Leuchtbalken signalisieren auf Knopfdruck, über wie viel Restkapazität der Akku noch verfügt. Im Test kamen wir auf eine Flugzeit von rund 28 Minuten – das ist sehr ordentlich.

Gesteuert wird die Phantom 4 Pro über einen mitgelieferten Controller, als Display fungieren ein Smartphone oder ein Tablet, beides lässt sich in der flexibel anpassbaren Halterung verwenden. Über zwei Steuerknüppel bestimmt man neben der Fluggeschwindigkeit auch die Höhe und die Richtung. Per Rädchen lässt sich die Kamera neigen, zudem kann man nicht nur über die App, sondern auch direkt am Controller zwischen Film- und Foto-Modus hin- und herschalten.

Ob Smartphone oder Tablet – eine anpassbare Halterung an der DJI-Fernbedienung nimmt beide Geräte sicher als Bildschirm auf.

Die rund 300 Euro teurere Phantom 4 Pro+ spendiert der Fernbedienung einen eigenen 5,5 Zoll großen Bildschirm mit einer beeindruckenden Helligkeit von 1.000 Candela pro Quadratmeter. Nutzt man sein Mobiltelefon für die Vorschau, wird es über ein USB-Kabel mit dem Controller gekoppelt. Erforderlich ist die für iOS und Android erhältliche Gratis-App DJI Go 4, sie bildet das Herzstück der Steuerung.

Per App wird die Drohne registriert und in Betrieb genommen – das geht ganz einfach, auch Neulinge haben damit keine Probleme. Wurden der Copter und die Fernsteuerung eingeschaltet und die App gestartet, erscheint nach wenigen Sekunden die Live-Vorschau der Umgebung auf dem Smartphone-Display.

Der erste Start

Nachdem man die Propeller aufgedrückt und gedreht hat, kann es losgehen. Zieht man beide Steuerknüppel ganz nach unten in die Mitte, springen die vier Motoren der Phantom an. Der Start geschieht manuell oder automatisiert per Tipp auf den Bildschirm. Sofort fällt auf: Ist die Drohne in der Luft und man lässt die Steuerknüppel los, steht sie bombensicher wie angewurzelt auf der Stelle. Selbst böige Winde bringen sie nicht aus der Ruhe – mit je mehr Satelliten sie für die GPS-Steuerung in Verbindung steht, desto besser.

Auf jede Bewegung am Steuerknüppel reagiert der Copter sehr direkt. Im Geradeausflug saust sie wie an der Schnur gezogen durch die Luft. Hat man in der Entfernung ein Ziel angepeilt, fliegt die Phantom schnurstracks darauf zu, ohne sich von Seitenwinden beeinflussen zu lassen.

Der Topspeed von 72 km/h katapultiert die Phantom 4 schnell an die gewünschte Stelle. DJI nennt eine maximale Reichweite von sieben Kilometern. Der Wert bleibt für die in Deutschland erlaubten Einsatzszenarien zwar graue Theorie, die Angabe verrät aber, dass man im Normalbetrieb jede Menge Reserven hat.

Theoretisch sind weite Strecken möglich – praktisch aber nicht erlaubt

Im Test flogen wir die Phantom maximal so weit weg, dass sie gerade noch zu erkennen war. Die Livebild-Übertragung auf das Smartphone klappte jederzeit vorzüglich. Während frühere Phantom-Modelle immer mal wieder mit Signalabbrüchen zu kämpfen hatten und dann automatisch den Heimflug einläuteten, sorgt mittlerweile das Lightbridge-System für eine permanent sichere Verbindung.

Rote und grüne Lampen an der Unterseite der Phantom 4 Pro erleichtern es, die Vorder- und Rückseite der Drohne zu erkennen. Die App zeigt zudem nicht nur die aktuelle Höhe und Entfernung an, sondern macht über eine Art Radar auch die Flugrichtung sichtbar.

Jede Menge Sicherheit an Bord

Auf freiem Feld spielen sie weniger eine Rolle, aber gerade wenn man beispielsweise Aufnahmen von verwinkelten und schwer einsehbaren Kirchen oder Schlössern macht, freut man sich enorm über die Sensoren, die vorne, hinten und unten bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h Hindernisse erkennen. Das klappt sehr zuverlässig, wie wir feststellen konnten. Seitliche Infrarotsensoren bescheren zusätzliche Sicherheit: Fliegt man zu dicht an einem Kirchturm vorbei und würde kollidieren, weicht die Phantom automatisch aus.

Bricht doch einmal die Verbindung ab oder die Akku-Kapazität, die jederzeit im Display angezeigt wird, neigt sich dem Ende zu, steuert die Drohne in Eigenregie zum Startpunkt zurück. Ein so genannter Home-Point lässt sich zudem individuell definieren, sollte man seinen Standort während des Fluges verlassen.

Video-Qualität und App

Die Filme der Phantom 4 in Ultra-HD-Auflösung sind beeindruckend: Sehr scharf, natürlich und vor allem ruhig – selbst dann, wenn es windig ist. Der Gimbal gleicht Erschütterungen extrem souverän aus.

Auch wenn das fertige Videomaterial nur in HD-Auflösung benötigt wird lohnt es sich, in Ultra-HD zu filmen. Für Details kann man so bis zu 200 Prozent während der Nachbearbeitung ins Material hineinzoomen und hat immer noch einen Full-HD-Streifen ohne Qualitätsverlust vorliegen.

Hier sind nicht nur die Farben satt: Testbild der DJI Phantom 4 Pro.

Parameter wie Auflösung, Belichtung, Weißabgleich, ISO-Zahl, JPG- oder RAW-Format kann man direkt über die App einstellen. Das hat man schnell raus, da die App übersichtlich strukturiert ist und auch Anfängern die Arbeit enorm vereinfacht. Ein Warnton signalisiert, wenn dem Akku der Saft ausgeht. Bei wie viel Prozent der Notstand ausgerufen wird, bleibt dem Piloten selbst überlassen.

Natürlich hat DJI seine Phantom 4 Pro mit zahlreichen intelligenten Flugmodi ausgestattet, die sich in der Praxis auch zuverlässig nutzen lassen. Unter »Draw« verbirgt sich die Option, die gewünschte Route auf den Bildschirm zu zeichnen (dafür ist ein Tablet zu empfehlen). Bei konstanter Geschwindigkeit fliegt die Drohne dann die Strecke ab. Ist »ActiveTrack« aktiviert, folgt die Phantom einem ausgewählten Objekt, während sich im Gestenmodus wie bei der DJI Spark Selfies durch eine Handbewegung schießen lassen.

Nachteile

Wirklich zu bemängeln haben wir an der DJI Phantom 4 Pro nichts. Sowohl für angehende als auch erfahrene Drohnen-Piloten lässt die DJI Phantom Pro fast keine Wünsche offen.

Ihr größtes Manko ist der relativ hohe Preis, der allerdings angesichts dessen, was die Drohne bietet, völlig angemessen ist. Mit der Investition in zusätzliche Akkus, einen Rucksack und weiteres Zubehör kratzt man allerdings schnell an der 2.000-Euro-Grenze.

DJI Phantom 4 Pro: Das sagen die anderen

Im für Hobby-Piloten noch bezahlbaren Segment ist die DJI Phantom Pro 4 zurzeit mit Sicherheit das beste Fluggerät. Das sehen andere Tester ähnlich.

Die Kollegen der von Computer Bild (11/2016) loben neben der guten Fluglage auch die Qualität von Fotos und Videos.

»Bei hervorragenden Wetterverhältnissen im Test gab es an der Phantom 4 Pro nichts zu meckern. Sie liegt sehr ruhig in der Luft und lässt sich auch durch aufkommende Hamburger Böen nicht aus der Ruhe bringen. Die Steuerung ist gewohnt feinfühlig, die Drohne sehr agil. Insbesondere im Sportmodus reichen minimale Bewegungen an den Bedienelementen der Fernbedienung für einen mächtigen Antrieb. Im Test erreichte die Phantom 4 Pro eine Spitzengeschwindigkeit von 71km/h. Gefeilt hat DJI an der Foto- und Videoqualität: Die Fotos waren natürlich und nicht übersättigt oder zu flau. Die Schärfe ist gut. Auch die Videos in 4K-Auflösung bieten kaum Angriffspunkte. Die Kamera-Halterung mit elektromotorischem Entwackler (Gimbal) stabilisiert sehr gut, sodass sehr ruhige Aufnahmen entstehen.«

Auch Audio Video Foto Bild (11/2017) hat an der DJI Phantom 4 Pro nicht viel zu meckern. Vor allem Nutzerfreundlichkeit, technische Ausstattung und Foto- und Videoqualität überzeugten die Tester. Mit einer Gesamtnote von 2,0 machte die Phantom einen guten Job.

Für Euphorie sorgt der Copter auch beim Portal We love drones (04/2017):

»Wir sind so begeistert und überzeugt von dem Phantom 4 Professional, dass wir uns entschieden haben, unseren gesamten Launch Trailer damit zu produzieren. Für einen Großteil unserer gewerblichen Aufträge verwenden wir diesen Copter, da er relativ klein und schnell einzusetzen ist. Auch die Post Production ist äußerst effizient. Wer schon ein mal ein RAW Video bearbeitet hat, weiß wovon ich hier spreche.«

Alternativen

Wie sehr der chinesische Hersteller DJI momentan den Drohnenmarkt beherrscht, sieht man an den Alternativen zur Phantom 4 Pro. Auch hier kommt man an DJI nicht vorbei. Die GoPro Karma eignet sich ebenfalls, allerdings muss man hier nicht unerhebliche Kompromisse eingehen. Wir werden unser Testfeld mit anderen Herstellern im Laufe des Jahres weiter ausbauen.

Günstige Alternative

DJI Phantom 3 SE

Test Drohne: DJI Phantom 3 SE
Die Phantom 3 SE ist die preiswerte Alternative zur aktuellen Phantom 4 Pro.

Wer nur ein geringeres Budget zur Verfügung hat, für den ist die Phantom 3 SE die beste Wahl. Der Vorgänger unseres Testsieger kostet nur halb so viel, ist optisch nicht ganz so stylisch und besitzt die etwas ältere Gimbal-Struktur. Die Stabilisierung von Videos gelingt jedoch ebenso exzellent.

Die Datenrate liegt mit 60 deutlich unter den 100 Mbit/s der Phantom 4 Pro, außerdem kommt der ältere Sensor mit auf 12 Megapixel Auflösung. Filme in UHD-Auflösung schießt sie mit maximal 30 Vollbildern pro Sekunde. Zudem hat die Phantom 3 SE keine Hinderniserkennung, kann keine Gestensteuerung und auch keinen Verfolgungsmodus. Die Flugzeit ist ebenfalls 5 bis 7 Minuten kürzer. Zudem kommt bei der Phantom 3 SE die Vorgänger-App »DJI Go« zum Einsatz, die optisch und vom Funktionsumfang her aber identisch ist.

Aus eigener Erfahrung sei gesagt: Zum aktuellen Preis ist die Phantom 3 SE eine absolute Empfehlung. Die Videoqualität ist nur wenig schlechter als bei der Phantom 4 Pro, also immer noch spitze. Der Schwebeflug ist perfekt, das Gerät steht ruhig in der Luft und kommt auch mit Wind und Böen problemlos zurecht. Einziges Manko sind die fehlenden Sicherheitsfeatures. Wer auf die nicht verzichten möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Die kleine Große

DJI Mavic Air

Test Video-Drohne: DJI Mavic Air Fly More Combo
Super klein, scharfe UHD-Videos, viele Sensoren und ein pfiffiger Modus für Kugelpanoramen: Die neue DJI Mavic Air überzeugt.

Die DJI Mavic Air ist erst seit wenigen Tagen auf dem Markt – und verfügt über zahlreiche Eigenschaften und Funktionen, die absolut begeistern. Der stylische Quadrocopter stellt rein äußerlich eine Mischung zwischen der etwas kleineren Spark und der größeren Mavic Pro dar.

Mit 430 Gramm wiegt sie deutlich weniger als die 734 Gramm schwere Mavic. Dank Klapp-Mechanismus passt das Fluggerät mit 49 x 83 x 168 Millimetern locker in jeden Rucksack und sogar in größere Jackentaschen.

Die Mavic Air lässt sich blitzschnell zusammenfalten und benötigt zum Transport kaum Platz.

Die Luftschrauben sind nicht faltbar und können auch zum Transport montiert bleiben. Vor dem Start werden zunächst die vorderen Gelenke ausgeklappt, die hinteren Arme lassen sich anschließend nach außen wegschwenken. Insgesamt wirkt die Konstruktion sehr stabil und hochwertig.

Erhältlich ist die Mavic Air in Weiß, Schwarz und Rot. An der Rückseite befindet sich hinter einer Klappe das Fach für die SD-Karte – das Herausnehmen der Speicherkarte gestaltet sich leider etwas fummelig, weil die Kunststoffabdeckung im Weg ist. Aber erstmals hat DJI auch einen festen internen Speicher verbaut. Der ist bei der Mavic Air acht Gigabyte groß. Bei unserem ersten Testflug half uns der Quadrocopter damit aus der Patsche, weil die eingepackte Speicherkarte für UHD-Aufnahmen nicht schnell genug war.

An der Front sitzt die Kamera mit einem mechanischen Drei-Achsen-Gimbal, das für mehr Stabilität in Aufnahmen sorgt. Gegenüber der Spark ist das eine deutliche Verbesserung, da hier nur ein Zwei-Achsen-Gimbal werkelt. Weil die Kamera in das Gehäuse reingezogen wurde, ist sie gut geschützt, deutlich besser als bei der Mavic Pro. Die durchdachte Schutzkappe sorgt dafür, dass der Kamera während des Transports der Drohne nichts passiert.

Ebenfalls ein Argument für die Mavic Air sind die zahlreichen Sensoren, um Crahs zu vermeiden. Neben dem nach unten gerichteten Infrarotsystem hat der Copter auch front- und rückseitige Sichtsensoren. Hindernisse werden nicht nur optisch auf der App angezeigt, die Mavic Air bleibt auch automatisch davor stehen oder weicht – falls gewünscht – sogar aus. Hindernisse werden allerdings nur registriert, wenn im normalen Modus geflogen wird. Dann sind Geschwindigkeiten bis knapp 30 km/h drin. Im Sport-Modus mit einem Tempo von maximal 68 km/h ist die Hinderniserkennung deaktiviert. Im Test funktionierte das Feature sehr zuverlässig – sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsflug. Generell gilt aber: Hundertprozentig sollte man sich auf diese Sicherheitsfunktion nicht verlassen.

Drohnen Test: Testsieger DJI Phantom 4 Pro.
Die Mavic Air macht auch am Boden eine gute Figur.

Gesteuert wird die Mavic Air über einen kleinen Controller – der ist quasi identisch mit der Fernsteuerung, die optional für die Spark erhältlich ist. Ein Display ist nicht vorhanden. Die Steuerknüppel lassen sich abschrauben und in der ausklappbaren Smartphone-Halterung verstauen, damit der Controller noch weniger Platz benötigt. Das Smartphone wird zudem per USB-Kabel verbunden – diese Lösung ist sicherer und gewährt mehr Stabilität als die WLAN-Variante beim Spark.

Ein Nachteil gegenüber der Mavic Pro, der im Internet schon eifrig diskutiert wird: Die Reichweite zwischen Fernsteuerung und Fluggerät ist geringer. Während DJI für die Mavic Air bis zu zwei Kilometer angibt, sind es bei der Mavic Pro bis zu vier Kilometer. Grund ist ein anderes Übertragungsverfahren.

Drohnen Test: Testsieger DJI Phantom 4 Pro.
Auch bei Wind steht die Mavic Air erstaunlich ruhig in der Luft.

Da eine Drohne in Deutschland nur auf Sicht geflogen werden darf, spielen die genannten Werte rein vom Papier her eine untergeordnete Rolle. Im Test wurde die Mavic Air ab 300 Metern sehr klein und war kaum noch zu erkennen. Allerdings lässt die maximale Übertragungsreichweite Rückschlüsse auf die Signalqualität zu, und die ist wichtig. Nichts ist schlimmer, als wenn permanent die Verbindung abreißt und die Live-Vorschau ruckelt.

Bei besagter Entfernung von 300 Metern auf freier Fläche gab es bei der Mavic Air keine Probleme, die Wifi-Verbindung war stabil. Erste Nutzer im Internet haben bei Probeflügen hierzulande angeblich einen Kilometer ohne größere Schwierigkeiten geschafft. Die Erfahrung wird in Zukunft zeigen, wie sicher Drohne und Fernbedienung beispielsweise auch in stärker bebautem Gebiet kommunizieren.

Als Kontrollbildschirm dient ein Smartphone, das per Kabel mit dem Controller verbunden wird.

Als maximale Flugzeit ohne Wind nennt DJI 21 Minuten. Bei unserem Erstflug und Temperaturen um die null Grad hatte der Akku nach 17 Minuten Flugzeit noch eine Restkapazität von 30 Prozent. Wer viel fliegen will, sollte deshalb in mehrere Akkus und damit am besten gleich in die »Fly More Combo« investieren. Hier sind bereits drei Akkus enthalten und über je vier LEDs lässt sich abschätzen, wie lange der Akku noch hält.

Ebenfalls zum Sparpaket dazu gehört neben der Schatulle und der Tragetasche auch ein Mehrfachlader. Bis zu vier Akkus lassen sich hier gleichzeitig einsetzen, die dann nacheinander betankt werden. Das Wechseln der Akkus kann man sich damit sparen. Zudem liegt ein Adapter bei, mit dem sich (geladene) Akkus als Powerbank nutzen lassen, um unterwegs das Smartphone mit Strom zu versorgen.

Was die Kamera betrifft, hat DJI bei der Mavic Air gegenüber der Mavic Pro noch einmal zugelegt. Sie unterstützt jetzt eine maximale Bitrate von 100 statt 60 Mbit/s. Die Auflösung liegt bei bis zu 3.840 x 2.160 Pixeln, allerdings wird hier nur mit 30 und nicht wie bei der Phantom 4 Pro mit 60 Vollbildern gefilmt. In Full-HD sind hingegen Zeitlupen mit 120 Bildern pro Sekunde möglich. Unsere Testaufnahmen bei bescheidenem Winterwetter wirken extrem scharf. Eventuell macht es sogar Sinn, in den Einstellungen die Schärfe etwas nach unten zu regeln. Zudem sind die Bewegtbilder selbst ohne Sonnenlicht sehr kontrastreich.

Unterschiedliche Grün-, Grau- und Brauntöne arbeitet die Mavic Air erstaunlich detailliert und variantenreich heraus. Kamerafahrten sind ruhig und butterweich. Der Verfolgungsmodus funktioniert hervorragend, an den äußeren Kanten eines Joggers trat allerdings ein dezentes, aber unschönes Kantenflimmern auf. Was positiv auffällt: Auch bei Wind steht die Drohne sehr ruhig in der Luft, was das Steuern enorm vereinfacht.

Auch die Mavic Air wird über die App »DJI GO 4« gesteuert.

Ein echter Knüller ist der neue automatisierte Kameramodus »Asteroid«. Hierbei erstellt die Drohne völlig eigenständig ein Kugelpanorama. Wie das aussieht, sehen Sie ebenso wie den »Boomerang«-Modus in unserem Testvideo. Der Name verrät es: Die Drohne umkreist den Piloten oder das ausgewählte Objekt wie ein Bumerang, ohne dass auch nur ein Steuerknüppel berührt werden muss. Das Ergebnis erinnert an eine professionelle Kranfahrt aus einer Hollywood-Produktion. Ebenso wie die Spark lässt sich die Mavic Air auch nur mit dem Smartphone (sehr eingeschränkte Reichweite) oder per Geste steuern. Das Tracken der Hand funktioniert präziser und zuverlässiger als bei der kleinsten DJI-Drohne.

Eine wichtige Nachricht für alle, die gerne fotografieren: Die Mavic Air nimmt nicht nur JPG-, sondern auch RAW-Dateien auf. Das ist wichtig, um in der Nachbearbeitung deutlich mehr aus den Aufnahmen herauszukitzeln. Neben HDR-Fotos ist die Air in der Lage, zusätzlich zu 180-Grad-Panoramaaufnahmen auch 25 Fotos in acht Sekunden zu 32-Megapixel-Sphären-Panaoramabildern zusammenzusetzen. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Vorteil für ambitionierte Fotografen: Die Mavic Air schießt Fotos auch im RAW-Format.

Unser Fazit: Die DJI Mavic Air ist sehr kompakt, leicht und damit perfekt zum Mitnehmen. Im Gegensatz zur Spark filmt sie in UHD und hat zusätzlich rückseitige Sensoren, die die Flugsicherheit deutlich erhöhen. Die Kamera mit einem Datendurchsatz von 100 Mbit/s liefert grandiose Ergebnisse, das Flugverhalten ist ausgezeichnet, der »Asteroid«-Modus macht Spaß.

Wer mit Flugzeiten von knapp 20 Minuten nicht leben kann, ist mit der Mavic Pro allerdings besser beraten. Wir werden die Mavic Air in den nächsten Wochen weiter intensiv testen und Sie darüber informieren, falls sich Kinderkrankheiten oder andere negative Eigenschaften bemerkbar machen.

Die Flexible

GoPro Karma mit Hero 6 Black

Test Drohne: GoPro Karma mit Hero6 Black
Die Karma ist das optimale Fluggerät für Actioncams von GoPro – hat allerdings nicht unerhebliche Schwächen.

Auch die GoPro Karma ist eine Kaufempfehlung – allerdings mit gemischten Gefühlen und nicht uneingeschränkt.

Wer ohnehin mit der Anschaffung des Actioncamcorders GoPro Hero 6 Black und einer Drohne liebäugelt, für den ist die Karma prinzipiell eine gute Wahl. Allerdings hat GoPro die Herstellung der Karma nach einem knappen Jahr schon wieder eingestellt: Der US-amerikanische Hersteller zieht sich aus dem Copter-Geschäft zurück. Damit ist ausgeschlossen, dass der künftige Funktionsumfang durch Software-Updates ausgebaut oder die Performance verbessert wird. Und angesichts erneuter Massenentlassungen sieht die Zukunft von GoPro insgesamt nicht gerade rosig aus.

Schon von Beginn an war die Karma nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. Kurz nach ihrer Markteinführung musste GoPro sein Fluggerät zurückrufen, weil es Probleme mit der Akku-Befestigung gab. Vereinzelt wurde die Stromzufuhr gekappt und die Drohne fiel vom Himmel. Auch in der Folgezeit war nicht alles perfekt. Die Tester von Computer Bild hatten die Karma im April vergangenen Jahres trotz guter Bildqualität mit »mangelhaft« bewertet, weil es im Flug zu GPS-Ausfällen gekommen war und die Drohne nicht zuverlässig ihre Position gehalten hatte. Auf Amazon haben 50 Prozent der Käufer die Karma mit gerade mal einem Stern bewertet. Auch hier ist der Grund dafür immer wieder verlorene GPS-Signale und daraus resultierende Abstürze.

Mit der aktuellen Software hatten wir in unserem Test diesbezüglich keine Probleme. Eine Garantie, dass die Karma ihre gravierenden Kinderkrankheiten abgelegt hat, können wir aber nicht geben. Bei unserem Probeflug schwebte der knapp 1,9 Kilo schwere Copter zuverlässig auf der Stelle. Zwar nicht so perfekt wie eine DJI Phantom 4 Pro, aber ohne unangenehm oder gar gefährlich hin- und herzutänzeln.

Positiv aufgefallen ist uns bei dieser Drohne die gute Verarbeitung. Geliefert wird das Fluggerät in einer Kombination aus Rucksack und Tasche. Hier sind auch das Ladegerät und der GoPro Karma Grip enthalten, ein Stabilisator für ruhige Filmaufnahmen aus der Hand. Der Vorteil: Die Karma lässt sich mit montierten Propellern verstauen und zusammenklappen. Vor dem Start wird das Landegestell ausgeklappt, und schon ist sie betriebsbereit. Im Komplettset gehört die GoPro Hero 6 Black dazu, die Karma ist aber auch einzeln erhältlich. Sie ist zudem kompatibel mit der GoPro Hero 5 Black und der Hero 4. Eingesetzt im Stabilisator ist die Actioncam über einen Drehverschluss blitzschnell an der Front der Drohne installiert. Ihren Strom bezieht sie direkt von der Karma. Vor dem Flug muss noch der mächtige Akku in das Heck eingeschoben werden.

Ein Smartphone oder Tablet als Kontrollbildschirm ist nicht erforderlich. Gesteuert wird der Copter über einen mitgelieferten Controller, der ein wenig an eine aufgeklappte Brotdose erinnert. Positiv: Das 12,7 Zoll große Display ist extrem hell und auch im Freien bei Sonneneinstrahlung perfekt zu erkennen. Nach knapp 3,5 Stunden muss die Steuereinheit wieder aufgeladen werden. Deutlich kürzer ist da der Flugspaß: Um die 17 Minuten hält der Akku der Karma durch, bevor sie zur Landung gezwungen wird.

Dieser handliche Controller gehört zur Karma dazu: Das sehr helle Display reagiert zuverlässig auf den Finger.

Das Menü des Controllers ist sinnvoll aufgebaut. Die Bedienung über den Touchscreen ist unkompliziert, GoPro-affine Benutzer finden sich hier auf Anhieb zurecht. Geflogen wird über zwei sehr tief im Gehäuse sitzende Sticks, an der Fernbedienung selbst ändert man den Modus und springt vom Filmen zu Fotos. Der Start erfolgt auf Knopfdruck. Das funktionierte bei uns, im Gegensatz zu früheren Testberichten, problemlos.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 54 km/h ist die Karma langsamer als die DJI Phantom 4 Pro. Wer auf intelligente Sensoren hofft, wird enttäuscht. Hindernisse erkennt die Drohne nicht, Ultraschall zur Positionsbestimmung fehlt und eine Option, dem Piloten auf dem Fahrrad oder beim Joggen eigenständig zu folgen, ist ebenfalls nicht verbaut. Einzig vier automatisierte Flugmodi gehören zur Ausstattung.

Auf Steuerbefehle reagiert die Karma recht direkt. Wetterbedingt flogen wir sie im Test nicht weiter als 400 Meter weg, hierbei gab es – auf freiem Feld – keine Verbindungsabbrüche des GPS-Signals. Ein pfiffiges Extra ist die kostenlose »Passenger«-App: Sie erlaubt es maximal drei Personen, auf ihren Mobilgeräten das Livebild der Drohne zu empfangen.

Im extremen Weitwinkel-Modus nimmt die GoPro Hero 6 Black richtig viel Landschaft auf.

Eine der großen Stärken der Karma ist wie erwartet die Foto- und Videoqualität der Hero 6 Black. Im Herbst hatten wir sie zur derzeit besten Actioncam gekürt. Die Aufnahmen in UHD sind sehr scharf und kontrastreich, die Farben sind kräftig, Bewegungen butterweich. Konzeptionell spielt sie ihren Hauptvorteil aus: So ist die GoPro nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden einsatzbereit. Ein kleiner Camcorder reicht für alle denkbaren Einsatzszenarien aus. Der Karma Grip hilft dabei, Aufnahmen, beispielsweise während des Gehens, effektiv zu stabilisieren.

Der Karma Grip ist ein effektiver Stabilisator für bewegte Aufnahmen mit der GoPro.

Die Karma ist also eine Drohne mit viel Licht und viel Schatten. Wer seine GoPro so sehr schätzt, dass er sie unbedingt auch für Luftaufnahmen einsetzen möchte, findet mit der Karma das passende Fluggerät, das allerdings ziemlich groß und schwer ausfällt. In Bezug auf intelligente Sicherheitsfeatures kann die Drohne allerdings nicht mit Modellen von DJI mithalten.

Videos und Fotos sind top. Auch der Controller macht einen exzellenten Eindruck. Für ein mulmiges Gefühl sorgen hingegen die zahlreichen Berichte über GPS-Verluste in der Vergangenheit. Hinzu kommt die Tatsache, dass GoPro die Karma schon wieder vom Markt nimmt. Damit ist die Karma leider keine uneingeschränkte Empfehlung für eine sorgenfreie Zukunft als Drohnen-Pilot.

Die Kompakte

DJI Spark

Test Drohne: DJI Spark
Die Spark ist die perfekte Drohne, für Reisen und Ausflüge. Man kann sie überall dabei haben.

Bei der DJI Spark ist es Liebe auf den ersten Blick: Die Kleine hat ihren ganz eigenen Charakter. Sie wiegt mit Akku gerade mal 300 Gramm, in der Diagonalen misst sie lediglich 17 Zentimeter. So passt der Copter in jeden Rucksack.

Für mehr Abwechslung am Himmel sorgen alternativ die Gehäuse-Farben Weiß, Blau, Gelb, Grün und Rot. Die faltbaren Propeller können aufgesteckt bleiben, sind durch einen Druck- und Drehmechanismus aber in einer Sekunde demontiert oder wieder installiert.

Im Gegensatz zur Mavic von DJI ist die Spark nicht faltbar. So könnte sie zwar noch etwas kleiner werden, allerdings ist sie dann nicht mehr so stabil. Die Spark ist sehr robust und hält schon mal einen Crash in einen Baum problemlos aus. Insgesamt macht die Verarbeitung einen sehr hochwertigen Eindruck. DJIs Kleinste filmt lediglich mit Full-HD-Auflösung und 30 Vollbildern, ein anderer Modus ist nicht wählbar. Das erweist sich aber nicht als Nachteil, denn die Spark ist nicht für aufwändige Filmproduktionen konzipiert. Man hat sie vielmehr immer dabei.

Für Erinnerungen im Urlaub oder auf der Radtour ist sie perfekt. Reisejournalisten haben an der Spark ihre Freude gefunden, weil sie ist extrem schnell einsatzbereit ist. Als Besitzer einer Spark und einer Phantom weiß ich, wovon ich rede. Die Spark hat sich zur treuen Dauerbegleiterin entwickelt, zur zuverlässigen Allrounderin.

Im Gegensatz zu den größeren Modellen ist der Gimbal, also die Kameraaufhängung, zwar mechanisch, aber nur über zwei Achsen stabilisiert. Das macht sich allerdings lediglich ganz dezent bei horizontalen Drehbewegungen bemerkbar, wo es zu Mikro-Rucklern kommen kann. Mit etwas Übung gelingen sehr weiche Schwenks. Aktiviert man den Sportmodus (jetzt steigert sich das Tempo von 20 auf 50 km/h), ist der Gimbal nur noch im Geradeausflug stabilisiert.
Der Akku rastet sicher im Heck ein – weil es hier in der Anfangsphase vereinzelt zu Problemen kam, sollte man dies vor jedem Flug checken. DJI gibt eine maximale Flugzeit von 16 Minuten an, realistisch sind 13 bis 14. Ein Ersatzakku ist Pflicht.

Empfehlenswert ist deshalb die von uns getestete Spark Fly More Combo. Hier sind neben einem zweiten Akku auch vier Propellerpaare und Propellerschützer, eine Tasche, Ladegerät, Netzkabel, ein Dreifachlader und – ganz wichtig – der Controller enthalten. Zwar lässt sich die Spark auch ausschließlich über ein Smartphone und die DJI-App steuern, allerdings ist dann die Geschwindigkeit auf 20 km/h gedrosselt. Wesentlich problematischer ist jedoch die Reichweite, die auf rund 50 Meter beschränkt ist.

Deutlich direkter reagiert der Copter über die Fernsteuerung, die es für knapp 150 Euro auch separat gibt. Aber das Beste: Distanzen bis 250 Meter kann die Spark im Idealfall zurücklegen, ehe es zu Verbindungsabbrüchen kommt. Dann wird die DJI jedoch schon sehr klein. Im Sportmodus gibt die Spark ordentlich Gas und fliegt 50 Stundenkilometer schnell. Wird der Finger vom Gasknüppel genommen, steht die Drohne wie festgenagelt in der Luft.

Erst mit dem Controller macht das Steuern der Spark richtig Spaß. Das Smartphone dient als Bildschirm, die gefühlvolle Steuerung erfolgt über die kleinen Joysticks.

An der kompakten Fernsteuerung selbst kann man die Kamera neigen sowie zwischen Foto- und Video-Modus umschalten oder den automatisierten Heimflug des Quadrocopters einleiten. Jedes handelsübliche Smartphone lässt sich als Kontrollbildschirm in die gummierten, ausklappbaren Greifarme einlegen. Normalerweise wird die Verbindung zwischen Mobiltelefon und Controller per WLAN hergestellt. Besorgt man sich für wenige Euro einen OTG-Adapter, gelingt dies noch zuverlässiger per USB-Kabel.

Erstaunlich, wie sicher und stabil die Spark selbst bei Wind in der Luft steht. Wackler sind auf Videos kaum zu erkennen. Die bereits bei der Phantom 4 Pro vorgestellte App kommt auch hier zum Einsatz, wenn auch mit eingeschränkterem Funktionsumfang. Fotos lassen sich beispielsweise nur im JPG-, nicht aber im RAW-Format schießen. Die Belichtungszeit ist manuell einstellbar.

Die DJI Spark erlaubt verschiedene automatisierte Flugmodi und kann bewegte Objekte auch eigenständig verfolgen.

Ein interessantes Feature ist die Gestensteuerung. Hat man keine Lust, Controller und Smartphone herauszuholen und soll die Spark im näheren Umkreis geflogen werden, ist das ein nützliches Extra. Zwei grüne LEDs signalisieren die gewünschte Betriebsart. Die Spark startet zuverlässig aus der Handfläche. Jetzt muss sie die eigene Hand erkennen – mit etwas Übung klappt das gut. Mit ausgestrecktem Arm »schiebt« man die Spark nach links oder rechts durch die Luft, löst durch einen angedeuteten Rahmen die Kamera aus oder bittet sie, zu landen. Für ein spontanes Selfie unterwegs gewöhnt man sich sehr schnell an diese Art der Steuerung.

Nicht hundertprozentig verlassen kann man sich hingegen auf die einprogrammierten Flugmanöver. Wählt man sie aus, fliegt die Spark etwa einen selbst definierten Kreis oder eine Spirale und filmt, schießt wie eine Rakete nach oben oder bewegt sich vom Piloten weg, ohne ihn aus den Augen zu verlieren. Zufrieden waren wir hingegen mit dem Active Tracking – so verfolgt einen die Drohne beispielsweise, während man joggt oder Fahrrad fährt. Anderen Testern zufolge kann starkes Gegenlicht hier allerdings zu Problemen führen.

So sieht die Spark im Foto die Welt von oben. Sie kann lediglich im JPG-Format fotografieren, das RAW-Format beherrscht sie nicht.

Die Videoqualität der kleinen Kamera ist sehr gut. Die bewegten Bilder sind scharf und ruhig, die Farben natürlich. Lediglich der Kontrastumfang könnte genauso wie bei den Fotos punktuell höher sein. Hindernisse erkennt die Spark im Flug auf eine Distanz von bis zu 5 Metern. Im Test stoppte sie abrupt vor einer Hauswand oder vor einem Baum – und das selbst dann, wenn mit maximaler Geschwindigkeit geflogen wurde.

Außerdem getestet

Parrot Bebop 2 Power

Für rund 600 Euro bekommt man mit der Parrot Bebop 2 Power ein umfangreiches Komplettpaket: Neben der Drohne und zwei Akkus liegen ein Controller und sogar eine Brille bei, um Flüge aus der Cockpit-Perspektive zu genießen. Der recht kompakte Copter hat einen stabilen, aber leider recht kratzempfindlichen Rumpf.

Etwas umständlich ist die Montage der vier Rotoren, hierzu benötigt man ein mitgeliefertes Werkzeug. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern zeichnet die Parrot nicht auf MicroSD-Karten, sondern auf einen internen acht Gigabyte großen Speicher auf. Pech, wenn unterwegs die Ressourcen erschöpft sind und kein Notebook bereit steht, um die Daten zu übertragen.

Gesteuert wird die Bebop am besten per Smartphone/Tablet und dem mitgelieferten, sehr wuchtigen Controller. Mit bis zu 65 km/h ist die Drohne sehr flott unterwegs, die Kamera ist in die Front integriert. Videos sind in Full-HD-Auflösung mit 30 Vollbildern möglich, Fotos mit maximal 14 Megapixeln im JPG- und RAW-Format. Die 3-Achsen-Bildstabilisierung erfolgt lediglich digital und nicht mechanisch.

Nicht mit den Mitbewerbern mithalten kann die Videoqualität. Filmaufnahmen haben zwar kräftige Farben, allerdings fehlt – zumindest bei schlechtem Wetter – jegliche Schärfe und das Bildrauschen stört. Unser größtes Problem war, dass die Parrot sogar bei nur leichtem Wind im Geradeausflug ihre Route nicht einhielt und stark nach links abtrieb. Möglicherweise ein Einzelfall. Bei Fotos stört die extreme Verzerrung des Horizonts. Gut gelingt in Verbindung mit einem Smartphone und der Spezialbrille der Flug aus der Kameraperspektive. Mit 26 Minuten pro Akku ist die Flugzeit angenehm lang.

Die Fotos der Parrot Bebop Power 2 zeichnen sich durch einen stark gekrümmten Horizont aus. Hier muss man mit Spezialsoftware nachbearbeiten.

Positiv sind auch die vielfältigen Flugeinstellungen. 360-Grad Panoramaaufnahmen und verschiedene Reise-Kamerabewegungen lassen sich automatisch realisieren. Auf Wunsch oder bei Verlust der Verbindung kehrt die Parrot von alleine zurück – das funktioniert zuverlässig. Im Notfall lässt sich die Drohne auch auf einer Karte orten. Anfänger können eine geografische Grenze definieren, über die der Copter nicht hinwegfliegt. Für die »Follow Me«-Funktion muss man eine zusätzliche kostenpflichtige App installieren.

Holy Stone HS110D

Die 146 Gramm leichte Holy Stone HS110D ist ganz klar eine Spielzeug-Drohne und nicht geeignet, wenn man zumindest einigermaßen ansprechende Filme oder Fotos aus der Luft schießen will. In größeren Innenräumen und bei absoluter Windstille lässt sich der Copter noch ganz ordentlich fliegen, kleinste Winde blasen die HS110D jedoch schnell von der gewünschten Bahn. Dann muss man extrem kämpfen, um irgendwie die Position zu halten und nicht in den nächsten Baum abzudriften. Gezielte Aufnahmen sind nicht mehr möglich, jetzt geht es nur noch darum, das Modell zu retten.

Der Lieferumfang ist üppig. Zur Drohne liefert Holy Stone nämlich noch eine Fernsteuerung mit aus. Die wirkt billig, jedoch kann man das Smartphone oben in eine Halterung klemmen und so den Flug aus der Kameraperspektive beobachten. Die Drohne startet und landet automatisch per Knopfdruck.

Für Fotos und Videos (zwei Sekunden gedrückt halten) gibt es eine eigene Taste. Gefilmt wird mit maximal 1.280 x 720 Vollbildern, die Aufnahmen landen auf einer mitgelieferten vier Gigabyte großen MicroSD-Karte.

 Video-Drohne Test: 20180711 165718 781993 0
Das Foto – geschossen von der Holy Stone HS110D – sieht alles andere als prickelnd aus: Es fehlt an Farbe, Schärfe, Brillanz und Details.

Wirklich zu gebrauchen sind die Videos allerdings nicht. Permanent sind die Rotoren im Bild zu sehen, die Kamera ist starr ausgerichtet und nicht stabilisiert, sodass schon bei leichtem Wind die Aufnahmen wie bei Windstärke zwölf auf hoher See aussehen. Das Bild ist zudem matschig, zu dunkel und ohne Details. Außerdem filmt die Drohne im antiquierten avi-Format.

Die Flugzeit ist mit rund elf Minuten sehr überschaubar. Lässt man die Knüppel los, hält der Quadrocopter zumindest eigenständig die Höhe, ein ruhiger Schwebeflug an derselben Position gelingt bestenfalls bei absoluter Windstille.

Das Wifi-Signal für die Bildübertragung reicht maximal 60 Meter weit. Dann wird die HS110D aber auch schon sehr klein. Zum Spielen für Kinder ist sie ein nettes Geschenk, für mehr taugt sie allerdings nicht.

Ryze DJI Tello

Dass der Drohnen-Spezialist DJI bei der Konstruktion der Ryze DJI Tello seine Finger mit im Spiel hatte, sieht man sofort, wenn man die in mehreren Farben erhältliche Mini-Drohne in die Hand nimmt. Sie ist hochwertig verarbeitet, hat einen glänzenden Kunststoff-Korpus und kann optional mit den mitgelieferten Propeller-Schützern geflogen werden.

Nach der Installation der Gratis-App (für iOS und Android) auf dem Smartphone juckt es in den Fingern. Kaum ist der automatisierte Startvorgang aktiviert, steigt der 80 Gramm leichte Winzling sauber in die Höhe und bleibt wie angenagelt auf der Stelle stehen. Respekt! Das visuelle Positionierungssystem ermöglicht einen stabilen Schwebeflug – zumindest im Raum.

Im Freien stößt die Tello aber recht schnell an ihre Grenzen, sobald es etwas stärker windet. Gegen eine leichte Brise kann sie sich allerdings ganz ordentlich behaupten.

Das 100-Euro-Modell filmt mit 1.280 x 720 Pixeln und fotografiert mit fünf Megapixeln. Videos werden nicht stabilisiert und die Kamera lässt sich auch nicht neigen. Das reicht für Schnappschüsse, aber auch nicht für viel mehr. Ruhige Kamerafahrten in der Luft bleiben eine Illusion, Detailfreudigkeit und Farbtreue sind aber etwas besser als bei der HS110D.

 Video-Drohne Test: 1531319752558 Moment
Als Schnappschuss in Ordnung: Die Tello knipst mit fünf Megapixeln, an einer Nachbearbeitung für sattere Farben führt jedoch kein Weg dran vorbei.

Die Tello besitzt keinen eigenen Speicher, Videos und Fotos landen direkt auf dem Smartphone und müssen von hier auf den PC geladen werden. Gesteuert wird die kleine Drohne über ein Mobilgerät, eine Fernsteuerung kann für knapp 40 Euro separat erworben werden.

Im Test hielt der Mini-Copter rund 12 Minuten mit einer Akkuladung durch. Das kompakte Fluggerät ist sehr stabil und übersteht auch schon mal einen Crash mit einer Wand ohne Probleme. In der App hinterlegte automatisierte Flugmanöver wie eine 360-Grad-Drehung gelingen zuverlässig. Auch Saltos sind möglich.

Gekoppelt wird die Tello per WLAN mit dem Smartphone. Unter optimalen Bedingungen kann man bis zu 100 Meter weit wegfliegen. Um die Nerven zu schonen, die Flugrichtung besser zu erkennen und sich auch gegen Böen behaupten zu können, sollten aber besser Distanzen von 25 bis 30 Meter jedoch nicht überschritten werden.

Yuneec Breeze 4K

Die Yuneec Breeze 4K kommt wie ein Premium-Produkt daher und lässt Assoziationen zu Apple aufkommen. Verpackt ist der Quadrocopter in einer schicken, weißen Kunststoffbox. Auch Maße und Gewicht stimmen: Mit 19,6 x 19,6 x 6,5 Zentimetern und 385 Gramm ist die Breeze nicht zu groß und nicht zu schwer, um sie im Rucksack überall dabei zu haben. Eine Fernsteuerung benötigt man nicht, die Bedienung in der Luft erfolgt nämlich per App über ein Tablet oder Smartphone.

Gekoppelt wird das Fluggerät per WLAN. Und damit kommen wir auch schon zum großen Schwachpunkt: Beim Test war es reine Glücksache, ob der Verbindungsaufbau klappte oder nicht. Teilweise mussten wir 15 Minuten tüfteln, bis Drohne und Samsung-Smartphone endlich kommunizierten. Liest man die zahlreichen Rezensionen bei Amazon, zeigt sich: Probleme beim Verbindungsaufbau und Verbindungsabbrüche sind offenbar keine Seltenheit. Insgesamt erreicht der Quadrocopter lediglich 2,6 von 5 Sternen.

Seine maximale Flughöhe liegt bei 80 Metern, pro Sekunde werden bis zu fünf Meter zurückgelegt. Aufgezeichnet wird auf einen 16 Gigabyte großen internen Speicher. Die maximale Film-Auflösung beträgt 3.840 x 2.160 Bildpunkte, allerdings arbeitet die digitale Stabilisierung lediglich bei geringeren Auflösungen wie 1.920 x 1.080 mit 30 Vollbildern. Das merkt man leider: Die UHD-Aufnahmen sind sehr ruckelig. Endet eine waagerechte Kamerafahrt, so schwappt die Drohne erst mal nach links oder rechts und macht die Szene unansehnlich. Die Farben sind dafür kräftig, die Schärfe ist gut, wenn sie auch eher an Full-HD und nicht an UHD erinnert.

 Video-Drohne Test: Dcim100mediabreeze
Knallige Farben, ordentliche Schärfe: Das 13-Megapixel-Foto der Yuneec Breeze 4K gefällt gut.

Die Einstell-Optionen innerhalb der App sind vielfältig. So kann man unter anderem den Weißabgleich individuell einstellen. Unterschiedliche Flugmanöver voll automatisisiert gelingen über die Modi Selfie, Orbit, Journey und Follow Me. Die App ist gut strukturiert aufgebaut – das Fliegen klappt recht präzise, ist allerdings nicht vergleichbar mit dem Komfort, den eine Fernsteuerung mit Knüppeln bietet.

Mit einer Akkuladung bleibt die Breeze rund zehn Minuten in der Luft. Grund genug, sich gleich beim Kauf einen zweiten oder dritten Akku zuzulegen.

23
Kommentare

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Anonym
Anonym

Sind die mit wifi ?

Anonym
Anonym

Ich bin der gleichen Meinung: dieser Test ist komplett am Ziel vorbei geschossen denn der Klassenprimus ist und bleibt die DJI Mavic Pro, am besten in der Platinum-Version. Thema verfehlt. Schade auch…

Anonym
Anonym

Die beste Drohne fehlt im test ,die Mavic Pro

Anonym
Anonym

fliegen über privat Grundstück sei Verboten !
(Steht )
Das habe ich bis heute noch in keinem Gesetz gelesen !

Ich selber fliege nicht über fremde Grundstücke unter 35 Meter !
Somit ist die Privatsphäre und auch das Recht auf Erholung auf dem eigenen Grundstück gewährt !

Daniel Gambs
Daniel Gambs

I still like my 3DR SOLO

Pa Ko
Pa Ko

Das ist ja Äpfel mit Birnen vergleichen….Bei der Mavic Air geht’s ja auch um die Größe und Mobilität…. Und da kann die Phantom niemals mithalten

Dierk Flugar Haraldson Krech
Dierk Flugar Haraldson Krech

Mavic pro find ich vom Preis Leistungs Verhältnis am besten

Roman Miller
Roman Miller

Gopro steigt aus, yuneec und mavic nicht mal dabei…

Pál Kiss
Pál Kiss

DJI Mavic Pro bester kauf!

Florian Hellmann
Florian Hellmann

Was mich stört ist das yuneec bei dem vergleich komplett weggelassen wird

Jörg Krause
Jörg Krause

schöne Sache

Sasa Gazikalovic
Sasa Gazikalovic

Ich dachte GoPro hat sich aus dem Drohnen Geschäft zurückgezogen da sie keinen Stich hat gegen DJI?

Mathias Witter
Mathias Witter

Und zum Üben reichen auch die Dornen ab 50 – 80 Euro , wenn es einen nicht gefällt tut es nicht so we im Geldbeutel.

André Leibeling
André Leibeling

dem stimme ich nicht zu, die kleinen billigen sind schwerer zu steuern als die teuren, allein scho wegen dem fehlendem GPS.
Habe mit einer kleinen für 80€ angefangen, da vergeht einem die Lust daran sehr schnell.
Hab dann die GoPro Karma gekauft und bin sehr zufrieden

Maik Marx
Maik Marx

Vollkommen unnütz. Yuneec unbekannt? Karma gehört auf Platz 10.

Andreas Hellmer
Andreas Hellmer

Ja da die Mavic nicht mit dabei ist finde ich den Test nicht aussagekräftig.

Sam Bolivar
Sam Bolivar

Die mavic ist eh dabei! Halt die Mavic Air! Die ist besser/kleiner als die mavic Pro

Manuel Pogatetz
Manuel Pogatetz

Die mavic pro hat viel die grössere Reichweite und der Akku hält länger als bei der Air.. mavic pro für mich die bessere Drohne.

Michael Kawka
Michael Kawka

Was nutzt einem 3km Reichweite wenn man nur in Sichtweite fliegen darf?

Marc Becker
Marc Becker

sieht man doch auf dem Handy 😉
Außerdem sind es bei der Pro 7km

Anonym
Anonym

Michael Kawka es ist ja nicht nur die Reichweite aber mit dem OcuSync ist die Übertragung viel besser und die Sicherheit gegenüber Interferenzen . Also ich hab schon so oft bei Spark selbst auf 100m irgendeinen Mist an Interferenzen gehabt wegen dem Wifi Übertragungssystem.

Anonym
Anonym

Ja die theoretische Reichweite! Und wie oft fliegst du deine 7km wirklich? Bzw hast du sie überhaupt schon Mal erreicht? Bei 7km sind das hin und Retour 14km in einer realistischen Zeit von 20 min Akkulaufzeit! Was willst du damit erreichen? Ein super Video?? 😉