elektrische Zahnbürste Test: Elektrischezahnbürste Copyright: Braun
test
Letzte Aktualisierung:

Die beste elektri­sche Zahnbürste (für Kinder)

Wir haben 21 elektrische Zahnbürste für Kinder getestet. Die beste ist die Oral-B Junior Smart. Sie überzeugt Kinder ab sechs Jahren nicht nur mit ihrer coolen, zeitlosen Optik, sondern reinigt auch sehr gründlich und schützt dank visueller Andruckkontrolle das Zahnfleisch.

Kerstin Güntzel
Kerstin Güntzel
arbeitet als Journalistin unter anderem für ELTERN und ELTERN family. Sie hat für die Süddeutsche Zeitung, BILD, Vanity Fair und dpa geschrieben und ist als zweifache Mutter immer auf der Suche nach Dingen, die das Familienleben einfacher machen.
Yves Boss
Yves Boss
war Autor einer Kolumne und einer Reihe Gute-Nacht-Geschichten für die Zeitschrift Eltern. Er testet mit großer Leidenschaft Produkte für Kinder und Jugendliche. Als Vater von zwei Söhnen im Alter von ein und elf Jahren interessiert er sich außerdem für alles, was den Alltag in der Familie erleichtert.
Letztes Update: 16. März 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

17. September 2021

Wir haben acht neue Zahnbürsten für Kinder getestet. Die Braun Oral-B Junior Smart löst unseren bisherigen Testsieger Braun Oral-B Power Stages Mickey Maus als unseren Favoriten ab. Die ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden. Die Philips Sonicare HX 3411/01 und die Oral-B Kids sind neue Empfehlungen.

15. September 2020

Wir haben drei neue elektrische Zahnbürsten für Kinder getestet. Eine neue Empfehlung war nicht dabei.

7. Juni 2019

Wir haben fünf neue elektrische Zahnbürsten für Kinder getestet. Drei davon haben uns überzeugt. Allerdings konnte keiner unserem Testsieger Sonicare for Kids HX6311/07 von Philips das Wasser reichen.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

In den letzten Jahrzehnten ist Karies bei Kindern und Jugendlichen deutlich zurückgegangen. Heute haben immerhin acht von zehn 12-jährigen kein Loch mehr im Zahn. Und: Die Zahl kariesfreier Gebisse soll sich im Vergleich zu 1997 sogar verdoppelt haben, so die frohe Botschaft der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie 2016.

Auch wenn das Ergebnis ein bisschen zu optimistisch anmutet, wenn man sich unter Bekannten mit Kindern umhört, muss man feststellen: Offenbar nehmen die meisten Eltern das empfohlene Zähneputzen »zweimal täglich zwei Minuten« ziemlich ernst.

Andererseits drücken sich die Kurzen aber auch mal ganz gerne vor dem regelmäßigen Schrubben. Alles, was das tägliche Ritual nicht zur täglichen Tortur macht, ist da natürlich überaus willkommen. Helfen kann tatsächlich etwas Technik im Bad: Denn elektrische Kinderzahnbürsten finden Dreikäsehochs um Längen spannender als die langweilige Handzahnbürste.

Während wir Großen beim Kauf einer E-Bürste vor allem mit dem Kopf an die Sache rangehen und auf Putzleistung, Testbewertungen, Giftstoffe, Bürstentechnik, Tiefenreinigungsfunktion oder Bluetooth-Fähigkeit achten, entscheiden sich Kinder aus dem Bauch heraus: Sie verlieben sich gleich auf den ersten Blick in austauschbare Comicsticker oder aufgedruckte Eisprinzessinnen, in Melodien oder Lichtshows im Bürstengriff.

Kinder wissen oft schon beim ersten Mal: »Die fühlt sich super an.« Und bleiben dabei. Man sollte den Nachwuchs beim Kauf daher unbedingt ein Wörtchen mitreden lassen. Der gestaltet sich ohnehin einfacher als bei Erwachsenen, denn der Markt für Kinder ist übersichtlicher. Vor allem die Marken Braun und Philips sind hier die Platzhirsche.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Braun Oral-B Junior Smart

elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Oral B Junior Smart
Mit ihrer visuellen Andruckkontrolle sorgt die Junior Smart für einen extra Schutz des Zahnfleisches.

Mit der akkubetriebenen Oral B Junior Smart hat es Braun mal wieder an die Spitze unseres Test geschafft. Der rotierende Bürstenkopf reinigte sanft die Zähne unseres Testkindes und lässt in Sachen Ausstattung, Verarbeitungsqualität und Design keine Wünsche offen.

Auch gut

Philips Sonicare for Kids HX 3411/01

elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Hx3411 Ims De De
Mit dem Bürstenaufsatz für Kinder ab sechs Jahren liefert die Schallzahnbürste gute Putzergebnisse.

Die Philips Sonicare HX 3411/01 bietet eine sehr gute Reinigung sowie eine gute Akkulaufzeit. Mit der Sonicare For Kids App, die man im Play- oder App-Store runterlädt, kann die Philips auf Wunsch synchronisiert werden. Der kindgerechte In-App-Putztrainer Sparkly soll Kinder ab sechs Jahren zum Zähneputzen motivieren und sorgt mit kleinen Belohnungen für Anreize.

Mit Bluetooth

Oral-B Junior 6+

Test  elektri­sche Zahnbürste: Oral-B  Junior 6+
Absolut solide: Oral-B zeigt einmal mehr, dass sie elektrische Zahnbürsten verstehen wie kaum ein anderer.

Mit der Oral-B Junior 6+ macht man nichts falsch: Sie reinigt sehr gut, ist preislich im Rahmen, hat eine ordentliche Akkulaufzeit und lässt sich mit vielen weiteren Aufsteckbürsten von Oral-B verwenden. Was uns nicht so überzeugte? Die anfangs gewöhnungsbedürftige, ziemlich druckvolle Rotation des harten Bürstenkopfs, die lange Ladedauer und das mittelprächtige Design.

Bluetooth-Anbindung

Philips Sonicare For Kids HX6322/04

Test  elektrische Zahnbürste: Philips Sonicare For Kids HX6322/04
Kann sich dank Bluetooth mit der Sonicare For Kids App synchronisieren.

Die Philips Sonicare For Kids HX6322/04 hat anders als die Braun Oral-B Junior 6+ Bluetooth. Mit der Sonicare For Kids App, die man sich bei Philips runterladen kann, synchronisiert sie sich auf Wunsch. Der dort verwendbare Putz-Trainer soll Kinder zum besseren Putzen motivieren – bei unseren Testkindern hat das weniger gut geklappt, das kann bei Ihnen aber anders sein. Die Akkuleistung ist bei dieser Bluetooth-Variante etwas schwächer. Viele Kinder lassen sich durch die beiliegenden Aufkleber und die Trainer-App sicher motivieren, länger zu putzen.

Gut & günstig

Oral-B Kids

Test elektri­sche Zahnbürste (für Kinder): Oral-B Kids Cars
Eine gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Kids von Oral-B.

Die wiederaufladbare elektrische Zahnbürste Braun Oral-B Kids kommt in einem Disney-Comic-Design und überzeugte unser Testkind mit einer einfachen Bedienung und guten Putzergebnissen. Die Laufzeit des Akkus fällt mit sieben Tagen kürzer aus als bei den meisten Modellen. Das Gesamtpaket geht bei einem Preis von aktuell 15 Euro für uns aber in Ordnung.

Vergleichstabelle

TestsiegerBraun Oral-B Junior Smart
Auch gutPhilips Sonicare for Kids HX 3411/01
Mit BluetoothOral-B Junior 6+
Bluetooth-AnbindungPhilips Sonicare For Kids HX6322/04
Gut & günstigOral-B Kids
Braun Oral-B Stages Power Kids
Braun Oral-B Stages Power Mickey Maus
Playbrush Smart Sonic
Braun Oral-B Stages Vitality
Ailoria Bubble Brush
Colgate Minions
Rossmann Prokudent Kids – Der kleine Drache Kokosnuss
Chain Peak Kinderzahnbürste
Nuvita 1151 Sonic Clean & Care
Seago SG-513
Chicco Kinderzahnbürste Pink
Seago SG-977
dm Dontodent Active Young
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Oral B Junior Smart
  • Sehr gutes Putzergebnis
  • Visuelle Andruckkontrolle
  • Drei Putzmodi
  • Lange Akkulaufzeit
  • App mit Putztrainer
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Hx3411 Ims De De
  • Sehr gute Putzleistung
  • App mit Putztrainer
  • Gummierter Bürstenkopf
  • Lässt sich leicht reinigen
  • Keine Lade-LED
  • App schlecht übersetzt
  • Nur eine Putzstufe
Test  elektri­sche Zahnbürste: Oral-B  Junior 6+
  • Reinigt sehr gut
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Ordentliche Akkulaufzeit
  • Simpel zu bedienen
  • Verwendbar mit vielen weiteren Aufsteckbürsten von Oral-B
  • Ziemlich druckvolle und gewöhnungsvedürftige Rotation mit hartem Bürstenkopf
  • Lange Ladedauer
  • Erst ab 6 Jahren empfohlen und damit kein mitwachsendes Modell
Test  elektrische Zahnbürste: Philips Sonicare For Kids HX6322/04
  • Mit Bluetooth
  • App mit Putz-Trainer verfügbar
  • Teurer als Testsieger
  • Nicht für jeden das richtige
Test elektri­sche Zahnbürste (für Kinder): Oral-B Kids Cars
  • Zwei Putzprogramme
  • Comic Design
  • Gute Putzleistung
  • Günstig
  • Griffstück lässt sich schlecht reinigen
  • Schwache Akkuleistung
  • Keine Lade-LED
Test  elektrische Zahnbürste für Kinder: Braun Oral-B Stages Power Kids mit Disneys Star Wars
  • Für ein Markengerät sehr günstig
  • Schönes Design
  • Gute Putzleistung
  • Schwierig zu reinigen
Test elektrische Kinderzahnbürste: Braun Oral-B Stages Power Kids Advanced
  • Gute Putzleistung bis an die letzten Ecken
  • Etwas laut
  • Akku nicht so gut wie Testsieger
  • Design vielleicht zu kindisch
Test  elektrische Zahnbürste: Playbrush Smart Sonic
  • Anbindung per Bluetooth an die Smartphones-App
  • Schönes Design
  • Robust
  • Sensorwerte und Messdaten stimmen selten überein
  • Um alle Funktionen nutzen zu können, wird ein kostenpflichtiges Premium-Abo benötigt
Test  elektrische Zahnbürste: Braun Oral-B Stages Vitality Disney Frozen
  • Günstig
  • Gute Griffigkeit
  • Keine Lade-LED
  • Griffstück lässt sich schlecht reinigen
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Ailoria Bubble Brush Sonic Toothbrush Green Elektrische Zahnbuerste 1 Stk 4260405988174
  • Timer mit Musikbegleitung
  • Sehr schönes Design
  • Starker Akku
  • Sanfte Putzbewegungen
  • Batteriebetrieb
  • Nur ein Modus
Test elektri­sche Zahnbürste (für Kinder): Colgate Minions
  • Kindgerechtes Design
  • Günstig
  • Weiche Borsten
  • Batteriebetrieb
  • Großer Schwingkopf
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Prokudent Kids
  • Kindgerechtes Design
  • Lade-LED
  • Laut
  • Harte Borsten
Test elektri­sche Zahnbürste (für Kinder): Chain Peak Kinderzahnbürste
  • Vier Melodien
  • Lautes Betriebsgeräusch
  • Nervige Melodien
  • Harte Borsten
  • Hohe Vibrationszahl
Test elektri­sche Zahnbürste (für Kinder): Nuvita 1151 Sonic Clean & Care
  • Weiche Borsten
  • Leicht
  • Borsten verbiegen sich schnell
  • Ersatzköpfe relativ teuer
Test elektri­sche Zahnbürste: Seago SG-513
  • Der rutschfeste, zarte Griff liegt auch Babys schon gut in der Hand
  • Sehr leicht
  • Simple Bedienung
  • Mitwachsend dank unterschiedlich großer Bürstenköpfe
  • Günstig
  • Putzeffekt minimal für eine E-Zahnbürste
  • Auf keinen Fall mehr für größere Kinder geeignet
Test  elektri­sche Zahnbürste: Chicco Vendor Pink
  • Niedliches Design
  • Günstig
  • Bürstenkopf lässt sich zu leicht abnehmen
  • Relativ schwer
  • Billige Verarbeitung
Test  elektrische Zahnbürste: Seago SG-977
  • Schmaler und rutschfester Griff ist perfekt für die Zielgruppe
  • Selbsterklärend auch für die Kleinsten
  • Unter fließendem Wasser abwaschbar
  • Putzeffekt minimal für eine E-Zahnbürste
  • Nur der Zahnbürstengriff vibriert
  • Auf keinen Fall mehr für Grundschulkinder geeignet
  • Borsten etwas zu weich
Test: Die beste elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) – Dontodent dm
  • Borsten färben sich ein, wenn ein Wechsel fällig ist
  • Akkulaufzeit ist ausreichend
  • Relativ klapprig
  • Scheinbar nicht wasserdicht
  • Relativ laut
Produktdetails einblenden

Elektrische Zahnbürsten: Nicht nur für Kinder sinnvoll

Natürlich stellt man sich zunächst die Frage, ob Kinder wirklich eine elektrische Zahnbürste brauchen. Die kürzeste Antwort: Unter drei nicht. Die meisten Bürsten sind für Minis nämlich noch zu schwer, da reicht eine Handzahnbürste völlig aus. Wirklich Sinn macht eine automatische Bürste erst ab dem Vorschulalter, etwa ab vier.

Aber putzen denn die Elektrischen wirklich besser als die gute alte Handzahnbürste? Das kommt drauf an. Wer eine gute manuelle Putztechnik hat, putzt mit der Hand genauso gut wie mit einer elektrischen Zahnbürste. Der Haken dabei: Fast keiner beherrscht die richtige Putztechnik, die ist nämlich ziemlich kompliziert. Die meisten schrubben einfach so drauf los. Und das ist schlecht für Zähne und Zahnfleisch.

Auf die Putztechnik kommt es an

Elektrische Zahnbürsten reinigen da vorsichtiger. Manuell drücken nicht nur Kinder gern zu fest aufs Zahnfleisch. Und gerade für kleine Kinder ist die richtige Putztechnik mit der Hand meistens noch zu schwierig.

 elektrische Zahnbürste Test: Elektrischezahnbürste
Elektrische Zahnbürsten helfen dabei, Kinder für das Zähneputzen zu sensibilisieren.

Doch obwohl elektrische Zahnbürsten in Untersuchungen besser abschnitten und die Wissenschaft sich einig ist, dass sie Zahnbelag gründlicher beseitigen, gibt Dr. Johanna Kant, Vorsitzende des Bundesverbandes der Kinderzahnärzte aus Oldenburg, zu bedenken: »Die beste Zahnbürste nützt nichts, wenn sie falsch angewendet wird oder gar unbenutzt Staub ansetzt. Der Mensch ist in Sachen Reinigungsleistung immer der ausschlaggebende Faktor.« Deshalb würden per se Eltern immer am besten putzen, meint die Expertin. Mamas und Papas sollten die Zähne ihrer Kinder deshalb solange sauber machen oder zumindest nachputzen, bis der Nachwuchs eine ausreichend gereifte Feinmotorik besitzt – was frühestens ab acht Jahren der Fall ist. Aber welches Kind lässt sich schon bis zu diesem Alter zweimal täglich von den Eltern die Zähne putzen? Wir kennen keins.

Daher empfiehlt Dr. Kant: »Mütter und Väter sollten darauf achten, dass zu kräftiges Putzen oder eine zu harte Bürste Zähne und Zahnfleisch nicht verletzen.« Hilfreich sei es, ab und zu Zahnfärbetabletten einzusetzen. Sie zeigen nach dem Putzen an, wo noch besser nachgeschrubbt werden sollte, machen den Kindern Spaß und sorgen ganz nebenbei für etwas Kontrolle. Auch gut zu wissen: Viel wichtiger als die Art der Zahnbürste ist fluoridierte Zahnpasta für Kinder, denn die schützt sehr gut vor Karies.

Zu starker Druck schädigt das Zahnfleisch

Was das richtige Putzen anbelangt, geht man auf Nummer sicher, wenn man die neue Kinderzahnbürste zum nächsten Vorsorgetermin in die Zahnarztpraxis mitbringt. Dann kann der Zahnarzt erklären, wie man am besten putzt.

Zusatzfunktionen und Technik

Austauschbare Sticker, Comicfiguren, Musik, Zahnputz-Apps – was vielen überflüssig erscheint, macht durchaus Sinn: »Es motiviert Kinder ungemein, wenn die Zahnbürste ,nett‘ aussieht und Spaß macht. Zudem sollte sie, egal ob manuell oder elektrisch, ein weiches, kleines Bürstenfeld besitzen«, so Kinderzahnärztin Kant.

 elektrische Zahnbürste Test: Elektrischezahnbürste
Kindgerechte Apps helfen bei der Einhaltung der Putzzeit und sorgen für Spaß.

Vor allem ein Timer rege Kinder dazu an, eine bestimmte Putzzeit einzuhalten. Als optimal gelten rund zwei Minuten. Was noch Sinn macht, weil sich die Kinder so die Putzintensität aussuchen können, sind unterschiedliche Putzmodi: mal stärker, mal schwächer. Das bieten aber nur wenige Modelle.

Rotierend oder mit Schall?

Die Frage aller Fragen: »Was ist besser für mein Kind – die teurere und neuere Schalltechnologie oder die bewährte rotierend-oszillierende Zahnbürste?« Eine eindeutige Antwort darauf gibt es leider nicht. Die Studien stehen meistens einzelnen Herstellern nahe und liefern, wenig überraschend, oft Ergebnisse, die die Technik ihrer Produkte jeweils im guten Licht erscheinen lassen.

Konzentrieren wir uns also lieber auf den technischen Unterschied: Bei Schallzahnbürsten vibriert der Bürstenkopf schnell hin und her, in Bewegung gesetzt wird er durch Schall mit einer hohen Frequenz von etwa 30.000 Schwingungen pro Minute. Dadurch wird der Zahncreme-Speichel-Mix durch die Zahnzwischenräume ausgeschwemmt – ganz ohne Bürstendruck auf die Zähne.

Bei der rotierend-oszillierenden Variante kreist der runde Bürstenkopf im Halbkreis, wechselt dabei ruckzuck die Bewegungsrichtung (oszilliert) und befreit so die Beißerchen von Plaque.

Dem Laien dürfte das gehüpft wie gesprungen sein, denn – wie gesagt – gut reinigen tun beide. Und für beide gilt, wie auch für die Handzahnbürste, dass man nicht fest aufdrücken sollte.

Allerdings fühlen sich die von uns getesteten Schallbürsten im Mund etwas sanfter, aber auch kitzelnder an, während rotierend-oszillierende Geräte ein bisschen energischer auftreten. Was man angenehmer findet, ist reine Geschmackssache.

Bei der Kaufentscheidung sollte man sich auch an der doch recht unterschiedlichen Ausstattung orientieren: Die Zahnbürste muss zum Beispiel gut in der Kinderhand liegen und sollte nicht leicht aus nassen Fingern rutschen. Ein genoppter oder gummierter, nicht zu dicker ergonomischer Griff ist hier erste Wahl.

Rotierend oder Schall ist Geschmacksache

Ein Minus ist außerdem ein zu schwacher Akku. Der sollte schon mindestens eine Woche Zähneputzen ohne »Nachladen« erlauben, denn das ist praktisch auf Reisen oder für den Besuch bei der Oma.

Bei der Frage ob mit Akku oder mit Wegwerfbatterien scheiden sich die Geister. Auf den ersten Blick sind Wegwerfbatterien die größere Umweltsünde. Doch die Akkus der meisten elektrischen Zahnbürsten kann man nicht austauschen. Gibt er seinen Geist auf, muss man die ganze Zahnbürste entsorgen und eine neue kaufen. Gerade für Kinder sind fest eingebaute Akkus aber praktischer – und sicherer.

Bei Kindern ab acht kann es außerdem sinnvoll sein, dass die Bürste zahnspangentauglich ist. Vor allem die soften Schall-Geräte werben damit.

Nicht ganz uninteressant für den Geldbeutel: Nachkaufbare Wechsel-Aufsteckbürsten für rotierende Geräte sind in der Regel günstiger als für Schallzahnbürsten – aber groß ist der Unterschied nicht.

Tipps für die Anwendung

Anfänger stören sich gern dran, dass elektrische Bürsten Zahnpasta überall im Mund verteilen, nur nicht auf den Zähnen. Der Grund? Ein simpler Benutzungsfehler: Die Bürste darf nämlich erst direkt an den Zähnen eingeschaltet werden, damit die Creme nur dort reinigt, wo sie es soll.

Ansonsten ist die E-Variante ein Gerät für Faule – wie schön! Jede zusätzliche Bewegung nimmt sie Übel, denn die entscheidenden Moves macht die Bürste ganz von alleine. Es genügt völlig, sie einfach nur von Zahn zu Zahn führen. Zwingt man sie jedoch gegen die vorgesehene Richtung des Bürstenkopfes, ist der Vorteil der gründlichen Reinigung passé.

Manchmal braucht es etwas mehr Pflege

Am besten lassen Sie Ihr Kind anfangs trotz des Timers erstmal einen ausführlichen Selbsttest machen, denn manche brauchen eben mehr als die Zwei-Minuten-Pflege fürs optimale Ergebnis: Hat das Kind das Gefühl, dass die Zähne schön glatt sind, ist die geputzte Zeit okay.

Zur Routine sollte es auch werden, dass der Bürstenkopf nach jedem Zähneputzen abgezogen, die Steckverbindung gereinigt und getrocknet wird. Doch selbst bei bester Pflege hat die Bürste eine begrenzte Lebensdauer: Spätestens wenn sich die Borsten verbiegen, ist es Zeit für einen Wechsel, sonst haben Bakterien leichtes Spiel, und die Putzleistung verschlechtert sich. Meist sollte man rund alle drei Monate den Bürstenkopf wechseln.

elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Braun Oral B Junior Smart

Testsieger: Braun Oral-B Junior Smart

Die Oral-B Junior Smart hat uns mit ihren vielen Funktionen und der tadellosen Verarbeitung insgesamt am besten gefallen. Dank des geringen Gewichts und der kompakten Form ließ sie sich von unserem Testkind leicht bedienen und lag sicher in der Hand.

Testsieger
Braun Oral-B Junior Smart
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Oral B Junior Smart
Mit ihrer visuellen Andruckkontrolle sorgt die Junior Smart für einen extra Schutz des Zahnfleisches.

Die Oral-B Junior Smart ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet und kommt aus dem Hause Braun. Nach dem gemeinsamen Auspacken geht es direkt an die optische Beurteilung. Das schlanke Handstück in weißer Farbe mit einem zeitlosen grafischen Design gefällt unserem 12-Jährigen sehr gut. Aufkleber sucht man hier vergebens. Optisches Urteil: »Whoooaaaaa, cool! Sieht voll gut aus.« Das Design sollte also auch noch einige Jahre später dem wählerischen Geschmack des Nachwuchses standhalten.

Ein schöner Eyecatcher ist auch der dicke rote Streifen am oberen Teil der Junior Smart, der sich gut ins optische Gesamtbild einpasst. Die Verarbeitung ist tadellos und mit 290 Gramm liegt das Gerät federleicht in der Kinderhand.

Zeitloses Design

Trotzdem hatten wir das Gefühl, dass es sich bei der Junior Smart nicht direkt um ein Kindermodell handelt. Und wir sollten Recht behalten: Einige Tage später stolpern wir im Internet über die Oral-B Smart 4 4000 N für Erwachsene, die der Junior Smart zum Verwechseln ähnlich sieht und die gleichen technischen Spezifikationen besitzt. Auf Nachfrage bei Philips bestätigte man dann uns unsere Vermutung: Beide Modelle sind technisch absolut identisch und unterscheiden sich nur optisch.

Zum Lieferumfang gehören eine Sensi Ultrathin Aufsteckbürste, das Handstück und eine Ladestation. Die Funktionen der Oral-B sind umfangreich ausgefallen. Mit den drei Modi »Sensitiv«, »Tägliche Reinigung« und »Aufhellen« bietet die Junior Smart eine ähnliche Funktionsvielfalt wie Modelle für Erwachsene. Der Modus »Aufhellen« sorgt dank rhythmischer Vibrationen für eine Tiefenreinigung der Zähne und entfernt pulsierend und sanft Beläge und Verfärbungen.

1 von 3
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Braun Oral B Junior Smart
Die Oral-B Junior Smart ist sehr solide und arbeitet zuverlässig.
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Braun Oral B Junior Smart
Das Modell verfügt über drei Putzeinstellungen und liegt gut in der Hand
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Braun Oral B Junior Smart
Die visuelle Andruckkontrolle leuchtet rot auf, wenn das Kind zu fest aufdrückt.

Die Borsten sind sehr weich, sorgen dank 3D-Bürstenbewegungen für ein sehr gutes Reinigungsergebnis und schützen Zahnfleisches und Zähne auch bei zu starkem Aufdrücken. Nur bei der Reinigung der Zahnzwischenräume lieferte unsere Empfehlung Philips Sonicare HX 3411/01 ein noch besseres Reinigungsergebnis ab.

Als einen weiteren positiven Punkt können wir die visuelle Andruckkontrolle in Form einer roten streifenförmigen LED am oberen Ende des Handstücks erwähnen. Diese leuchtet gut sichtbar in einem auffälligen roten Farbton auf, wenn der Nachwuchs den Bürstenkopf zu fest aufdrückt. Die Junior Smart verringert dann von selbst die Rotations- bzw. Putzgeschwindigkeit und sorgt so für einen extra Schutz des Zahnfleischs. Super!

Das Modell ist kompatibel mit der kostenlosen Oral-B Fun App (Android und iOS) und kann per Bluetooth verbunden werden. Wird die empfohlene Putzzeit eingehalten, kann das Kind als Belohnung Punkte sammeln und damit Spiele-Umgebungen sowie kindgerechte und lustige Fotofilter freischalten. Das sollte einige Zeit für ausreichend Motivation beim Zähneputzen sorgen.

Der verbaute Akku kann die Junior Smart 14 Tage lang mit Strom versorgen. Die Betriebszeit der elektrischen Zahnbürste fällt trotz Kopplung per Bluetooth angenehm lang aus. Eine im Handstück verbaute LED signalisiert rechtzeitig, wann die Junior Smart wieder auf die Ladestation muss.

So richtig auszusetzen haben wir eigentlich nichts. Der aktuelle Preis von rund 40 Euro für die Oral-B Junior Smart mag etwas hoch erscheinen. Wir können das Modell aber auf jeden Fall empfehlen.

Nachteile?

Zum Testzeitpunkt konnten wir nichts an der Braun Oral-B Junior Smart bemängeln. Sollte irgendwelche Nachteile im Langzeit-Test auftreten, werden wir diese in Zukunft zu den Testergebnissen hinzufügen.

Die Oral-B Junior Smart im Testspiegel

Andere seriöse Tests gibt es bisher nicht zu unserem Favoriten – wenn neue erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Sollten Sie aufgrund des Preises oder anderen Gründen lieber ein anderes Modell bevorzugen, haben wir weitere Empfehlungen für Sie.

Auch gut: Philips Sonicare HX 3411/01

Die Kinderzahnbürste Sonicare HX 3411/01 von Philips arbeitet mit Schalltechnologie und ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Leider konnten wir auf der Website des Herstellers keine Angaben zur Vibrationshäufigkeit des Bürstenkopfes finden. Warum Philips diesbezüglich keine Auskunft gibt, können wir ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.

Auch gut
Philips Sonicare for Kids HX 3411/01
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Hx3411 Ims De De
Mit dem Bürstenaufsatz für Kinder ab sechs Jahren liefert die Schallzahnbürste gute Putzergebnisse.

Zum Lieferumfang der »Make your own Monster Edition« von Philips gehören eine Ladestation sowie drei der Verpackung beiliegende Aufkleberbögen mit Wimpern, Mündern, Punkten, Flügeln und Armen, mit denen sich das Handstück kindgerecht vom Nachwuchs auf kreative bekleben lässt.

Dank des glatten, griffigen Handstücks liegt die Kinderzahnbürste von Philips auch ohne Gummierung gut in der Hand und bietet eine ausgezeichnete Haptik. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und gefiel unserem Jungen gut. Allerdings empfand unser 12-jähriges Testkind das Gewicht der HX 3411/01: »als etwas zu heavy …«. Für uns geht das Gewicht in Ordnung. Aber das ist wohl auch Geschmackssache.

Hochwertige Verarbeitung

Der längliche Bürstenkopf lässt sich etwas schwer auf das Handstück aufstecken. Das Profil ist ergonomisch geformt und verfügt über einen Gummiüberzug auf auf der Rückseite. So bleibt das Zähneputzen immer angenehm und sicher. Unterwegs sorgt eine durchsichtige Bürstenkopf-Abdeckung aus Kunststoff für hygienische Bedingungen.

1 von 3
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Philips Sonicare For Kids Hx 3411:01
Aufgeladen wird die Philips Sonicare HX 3411/01 über eine kleine Ladestation.
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Philips Sonicare For Kids Hx 3411:01
Mit Aufklebern kann das Modell kindgerecht personalisiert werden.
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Philips Sonicare For Kids Hx 3411:01
Dank langer Borsten bietet die Sonicare ein sehr gutes Reinigungsergebnis in den Zahnzwischenräumen.

Anfänglich kitzelte das gleichmäßig sirrende Modell – wie von Schallzahnbürsten gewohnt – unser Testkind. Aber daran gewöhnte sich der Junge schnell. Die Putzleistung übertrifft sogar teilweise die der Oral-B Junior Smart. Das liegt in erster Linie auch an den langen Borsten des Bürstenkopfes, mit denen sich auch die Zwischenräume sehr gut erreichen lassen. Das Gerät arbeitet zwar nur mit einer Stufe, das ist bei einem Kindermodell aber durchaus verschmerzbar. Ein Timer macht alle 30 Sekunden mit einem kurzen Stopp auf den anstehenden Wechsel des Quadranten im Mund aufmerksam, nach zwei Minuten schaltet sich die Zahnbürste dann von selbst ab.

Die Philips Sonicare For Kids App ist für Android oder iOS verfügbar, lässt sich per Bluetooth mit der Sonicare koppeln und lieferte als einzige App im aktuellen Testlauf auf kindgerechte Weise korrekte Putzanweisungen: In einem kleinen Video öffnet Putztrainer Sparkly weit den Mund und zeigt wo die »bösen« Bakterien weggeputzt werden müssen.

An sich ist es eine gute Idee, den Nachwuchs mit Auszeichnungen oder Geschenken zu motivieren, allerdings sind schnell alle Belohnungen verdient und das simple Motivations-Prinzip geht schnell flöten. Bis dahin sollten Anfänger aber die richtige Putztechnik verinnerlicht haben.

Die Sonicare Standard-Bürstenköpfe lassen sich mit allen Philips Sonicare For Kids Zahnbürsten verwenden. Jedoch fehlt dem Modell, anders als die Modelle für Erwachsene, eine Bürstenkopferkennung.

Für die kurze Zeit, die Kinder mit der täglichen Zahnpflege verbringen, bietet die leise Sonicare For Kids HX3411/01 eine sehr gute Putzleistung und ein optimales Reinigungsergebnis der Zahnzwischenräume. Sie hat mit einem Preis von circa 35 Euro zudem ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mit Bluetooth: Braun Oral-B Junior 6+

Kaum etwas auszusetzen gibt es auch an der wiederaufladbaren elektrischen Zahnbürste Oral-B Junior 6+. Sie schrubbte sich sofort ins Herz unseres Testmädchens. Gerade durch die druckvolle 3D-Reinigung (oszillierend, rotierend, pulsierend) sahen ihre Zähne nach ein paar Tagen um einiges sauberer und heller aus.

Mit Bluetooth
Oral-B Junior 6+
Test  elektri­sche Zahnbürste: Oral-B  Junior 6+
Absolut solide: Oral-B zeigt einmal mehr, dass sie elektrische Zahnbürsten verstehen wie kaum ein anderer.

Der Zwei-Minuten-Timer mit 30-Sekunden-Vibration als »Alarm« zum Kieferseitenwechsel sorgte dafür, dass sie ihre Beißerchen länger putzte. Und die Handhabung fand sie ebenfalls easy: Ein Knopfdruck – und los geht es. Die Akku-Laufzeit bis zu zehn Tage finden wir auch recht ordentlich, und der Preis ist mit nicht mal 30 Euro für die Qualität wirklich fair. Dazu kommen außerdem zwei Jahre Garantie. Also von unserer Seite her zeigt bei diesem Modell der Daumen nach oben.

1 von 4
Elektrische Zahnbürste Test: Oral B Junior 6+
Die Oral-B Junior 6+ hat eine durchschnittliche Größe.
Elektrische Zahnbürste Test: Oral B Junior 6+
Die Zahnbürste überlebt einen Sturz auf Fließen, doch damit das gar nicht erst passiert, hat sie an den Seiten Rillen für zusätzlichen Halt.
Elektrische Zahnbürste Test: Oral B Junior 6+
Aufgeladen wird das Gerät über die kleine Ladestation, die der Zahnbürste beiliegt.
Elektrische Zahnbürste Test: Oral B Junior 6+
Und so steht sie dann im Badezimmer und wartet auf ihren Einsatz.

Einer der Punkte, die uns eher negativ auffielen, war die herzhafte, ziemlich druckvolle Rotation mit einem eher harten Bürstenkopf, an die sich das Testkind erst einmal gewöhnen musste. Wir haben uns daher etwas gewundert, dass der Hersteller Braun die elektrische Zahnbürste mit einem »besonders sanften« Bürstenkopf bewirbt. Andererseits lässt sich diese elektrische Zahnbürste mit vielen weiteren Aufsteckbürsten verwenden: CrossAction, 3D White, Sensi Ultrathin, Sensitive Clean, Precision Clean, Tiefenreinigung, Tri Zone, Dual Clean, Power Tip sowie Ortho Care. Da findet dann jeder seine Lieblingsborsten.

Lange Ladezeit

Die teils lange Ladezeit von bis zu 24 Stunden fanden wir zu lang und das etwas langweilige, mittelprächtige Design in Apfelgrün oder Lila zu tröge. Außerdem empfiehlt der Hersteller dieses Modell erst für Kinder ab sechs Jahren. Kindergartenkinder können sie also noch nicht benutzen. Somit ist die Oral-B Junior 6+ kein mitwachsendes Modell, sondern nur für Grundschüler geeignet.

Mit Bluetooth-Anbindung: Philips Sonicare For Kids HX6322/04

Die Philips Sonicare For Kids HX6322/04 ist hervorragend ausgestattet: die beiden Putzprogramme mit Timer, die zwei mitgelieferten Bürstenköpfe in Standard- und Mini-Größe, der rutschfeste, ergonomische Griff, der identische KidPacer fürs gründliche Überall-Reinigen und die gleiche Easy Start-Funktion, die die Intensität automatisch schrittweise erhöht, damit sich die Kinder leichter ans Putzen mit einer Schallzahnbürste gewöhnen.

Bluetooth-Anbindung
Philips Sonicare For Kids HX6322/04
Test  elektrische Zahnbürste: Philips Sonicare For Kids HX6322/04
Kann sich dank Bluetooth mit der Sonicare For Kids App synchronisieren.

Die Zahnbürste hat Bluetooth! Damit synchronisiert sie sich mit der Sonicare For Kids App von Philips, die es gratis für Android und iOS gibt. Ihr Putz-Trainer motiviert Kinder dazu, länger und gründlicher zu schrubben. Unsere Testkinder zeigten sich aber auch davon – wie beim Braun-Modell – nicht sonderlich begeistert. Das ist vielleicht eine Ausnahme, denn Philips wirbt: »98 Prozent der Anwender bestätigen, dass die App Kinder zum längeren und besseren Putzen motiviert – im Vergleich zur Handzahnbürste.« Fragt sich nur, ob das den Eltern nicht manchmal zu umständlich ist, immer mit Handy oder Tablet im Bad zu hantieren. Ist wohl auch hier wieder Geschmackssache.

Bluetooth für weiße Zähne

Andererseits können Eltern mit der App zuverlässig und unbeschummelbar kontrollieren, wie lange die Kurzen tatsächlich ihre Beißerchen putzen. Das kann je nach Temperament Diskussionen vermeiden helfen – oder erst richtig anstacheln.

Die HX 6322/04 bietet acht Aufkleber fürs Handstück, bei denen die 11-jährige Testerin bemängelte, es sollten mehr Motive für größere Kinder beiliegen. Wir vermuten, dass unter der Bluetooth-Verbindung außerdem die Akku-Leistung leiden wird.

Wer seine Kinder mit dem Putztrainer der App besser motivieren kann oder die Putzzeiten bequem kontrollieren will, ohne mit der Stoppuhr neben dem Waschbecken zu stehen, für den ist die Philips Sonicare For Kids HX6322/04 eine hervorragende Wahl.

Gut & günstig : Braun Oral-B Kids

Die günstige Oral-B Kids überzeugt mit ihrem tollem Preis-Leistungs-Verhältnis und guten Reinigungsergebnissen. Hier gibt es viel Zahnbürste für wenig Geld.

Gut & günstig
Oral-B Kids
Test elektri­sche Zahnbürste (für Kinder): Oral-B Kids Cars
Eine gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Kids von Oral-B.

Die akkubetriebene Oral-B Kids gibt es in verschiedenen Designs, wir hatten das Modell des beliebten Disney-Franchises »Cars». Mit vier wasserfesten Aufklebern von beliebten Protagonisten der Filmserie, wie »Lightning McQueen« oder »Hook« kann der untere Teil des Handstücks bei Bedarf beklebt und personalisiert werden. Unser Testkind verzichtete allerdings dankend darauf.

Dank einer praktischen Rundum-Gummierung am Griffstück und des kompakten Designs liegt das Modell auch bei Nässe gut in der Kinderhand. Die Größe des Bürstenkopfes ist etwas kleiner gehalten und eignet sich somit auch gut für kleinere Kinder. Praktisch: Da die Oral-B Aufsteckbürsten des Herstellers auf alle Oral-B Modelle passen (außer iO und Pulsonic), kann zu einem späteren Zeitpunkt auch zu einem größeren Bürstenkopf gewechselt werden, ohne das Handstück zu wechseln.

Einfache Bedienung

Die Bedienung ist unkompliziert und kinderleicht: Einfach auf den einzelnen Knopf an der Vorderseite drücken und schon schnurrt die Oral-B los. Die Kids verfügt über zwei Modi: So gibt es einen Sensitiv-Modus zur Eingewöhnung für kleinere Kinder und einen Standard-Modus für größere.

1 von 3
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Oral B Kids
Die Rundumgummierung sorgt auch bei Nässe für gute Griffigkeit und eine angenehme Haptik.
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Oral B Kids
Das Modell bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Oral B Kids
Mit zum Lieferumfang gehören Aufkleber des Disney-Franchise "Cars". Unser Testkind hat auf das Bekleben aber verzichtet.

Bei der Reinigung liefert das Modell, wie vom Hersteller gewohnt, gute Putzergebnisse und leistet sich keine Schwächen. Der Bürstenkopf erreicht auch schwer zugängliche Stellen im Mundraum und dank der weichen Borsten sowie den langsamen Rotationen werden die Beißerchen gut gereinigt und dabei das Zahnfleisch der Kinder geschont. Ein Zwei-Minuten-Timer rundet den insgesamt guten Eindruck ab.

Nicht so gut gefallen haben uns die moderate Akkuleistung von sieben Tagen (bei zweimaligem, täglichen Zähneputzen), die relativ hohe Betriebslautstärke sowie das schnelle Verschmutzen des Griffstücks. Trotz gründlicher Reinigung setzten sich nach jedem Zähneputzen in den klitzekleinen Vertiefungen der Gummierung des Handstücks Zahnputzreste fest. Diese ließen sich zwar relativ leicht wieder entfernen, trotzdem wird die ständige Reinigung des Handstückes für die meisten Kinder – oder eher Eltern – etwas nervig sein.

Die Abwesenheit einer Kontrolllampe ist ärgerlich, lässt sich aufgrund des günstigen Preises aber verschmerzen.

Zusätzlich können Eltern die App »Disney Magic Timer« auf ihrem Smartphone installieren. Diese ist für iOS und Android erhältlich und kostenlos. Sie soll für einen zusätzlichen Anreiz sorgen, damit die von Zahnärzten empfohlenen Putzzeit von zwei Minuten eingehalten wird. Das Verdienen und Sammeln von virtuellen Stickern für erbrachte Putzleistungen ist eine nette Spielerei. Da die App aber weder anschaulich das Putzen anleitet, noch über eine Begrenzung der Putzhäufigkeit verfügt, ist sie für uns damit nicht viel mehr als ein grafischer Timer.

Alles in allem bekommt man mit der Braun Oral-B Kids eine solide Kinderzahnbürste mit einem gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese gibt es auch in weiteren Designs mit unterschiedlichen Disney-Motiven (Frozen, Princess, Spiderman und Star Wars). Wenn Sie lieber ein günstiges Modell für Ihren Nachwuchs suchen und ihre Haushaltskasse um 15 Euro erleichtern möchten, können sie ruhig zugreifen! Das haptische und optische Reinigungsgefühl stimmt für uns jedenfalls.

Außerdem getestet

Braun Oral-B Stages Power Kids

Die Oral-B Stages Power Kids mit Disneys Star Wars bewertete die Stiftung Warentest im Test 2015 zwar mit der Note 2,0 – unsere sechsjährige Testerin teilte diesen Eindruck aber nicht. Sie kritisierte das Putzprogramm: »Es fühlt sich so an, als ob meine Zähne vorne nicht richtig sauber werden würden.« Die schön kleine, runde Bürste drückt außerdem etwas stärker auf Zähne und Zahnfleisch. Den Kindern war es zu heftig, sie bevorzugten deshalb andere Testmodelle. Auch der Timer, der nicht automatisch ausschaltet, gefiel allen Beteiligten weniger.

Ein Plus ist das rot-blaue Design, das auch älteren Kindern noch eine Weile gefallen dürfte. Der Griffteil mit den gummierten Streifen ließ sich aber schwer reinigen: Feine Zahnpastareste krochen in die Ritzen. Am Ende der Testreihe war dann die Star-Wars-Variante auch das mit Abstand ungepflegteste Modell im Bad – trotz gleicher Reinigung.

Trotz unserer vielleicht etwas zu peniblen Kritik ist die Oral-B Stages Power Kids ein sehr solides Gerät. Kein Crash-Test konnte ihm etwas anhaben, und unter den Markenmodellen ist es eines der günstigsten. Alles in allem ein gutes Gesamtpaket für Preisbewusste, die keinen Wert auf große Feinheiten legen – und natürlich für kleine Jedi-Ritter.

Braun Oral-B Stages Power Mickey Maus

Zwar verfügt die Oral B Stages Power Kids Mickey Maus nur über einen Putzmodus, wartet dafür aber mit einem Music Timer auf, der nach der Hälfte der empfohlenen Putzzeit – einer Minute – eine von 16 Melodien dudelt und dem Kind so anzeigt, dass es jetzt vom Ober- zum Unterkiefer wechseln sollte.

Für manch jungen Gadget-Freak könnte auch die Gratis-»Disney Magic Timer«-App ein zusätzlicher Anreiz zum Durchhalten sein. Man kann sie herunterladen und dann mit Handy oder Tablet scannen. Die Tester fanden sie ziemlich laut und dadurch »nervig«. Das ist aber sicher Gewohnheitssache. Und der Griff ist zwar nicht rutschig und auch nicht so lang wie bei den Schallzahnbürsten von Philips, was gerade kleinere Kinder angenehm finden dürften, liegt aber nicht so bequem in der Hand.

Zudem bleiben Zahnpastareste gerne mal in Ritzen kleben und das gelb-gummierte Griffteil kriegt relativ schnell eine leicht gammelige Patina – trotz penibler Reinigung. Während die Bürste sehr stabil wirkt und Stürze auf harten Boden problemlos wegsteckt, gilt das nur bedingt für ihr Ladegerät, das bei Berührung relativ rasch umfällt. Der Akku der Oral B Stages Power Kids Advanced kann sich mit bis zu sieben Tagen ohne aufladen zwar auch durchaus sehen lassen.

Playbrush Smart Sonic

Mit der interaktiven Schallzahnbürste Playbrush Smart Sonic sollen sich »lehrreiche« Spiele mit den Putzbewegungen der Bürste steuern lassen. Über einen kombinierten Knopf können die Modi Ein/Aus sowie die zwei Putzmodi »Sensitiv« und »Normal« eingestellt werden. Über eine LED werden mittels verschiedener Farben und Blinkmuster der Status der Playbrush angezeigt. Der Reinigung funktionierte bei angenehmer Lautstärke und mit einem guten Reinigungsergebnis. Die Zahnbürste ließ sich von uns gut von Zahncreme-Resten reinigen.

Die Installation der App (für iOS und Android) und das Anlegen des benötigten Benutzerkontos gingen schnell und unkompliziert. Die Kopplung der Zahnbürste erfolgte automatisch. Gerade mal zwei kostenlose Spiele sind in der App vorhanden. Zwei weitere können über die jeweiligen App-Stores heruntergeladen werden. Vollen Zugriff auf alle zwölf Spiele erhält man nur über ein kostenpflichtiges Premium-Abo: drei Monate für 9,99 Euro, 12 Monate für 29,99 Euro. Die Spiele besitzen keinerlei Zeitpuffer – beispielsweise für das Ausspucken. Nach zwei Minuten werden sie rigoros beendet und können nicht fortgesetzt werden. Durch den Zeitdruck und die fehlende Messgenauigkeit erreichte unser Testkind die Spielziele kein einziges Mal. Frustrierend!

Ein Zahnputz-Coach führt das Kind spielerisch an das korrekte Putzen der Zähne heran. Das funktionierte leider weder genau, noch in der angegebenen Zeit. Das Putzen der vorderen Schneidezähne schlichtweg nicht berücksichtigt! Per Mail bekommen Eltern einen wöchentlichen Putzbericht mit der Anzahl der Putzvorgänge und dem Unterschied zur vergangenen Woche, der durchschnittlichen Putzdauer und der prozentualen Zahnabdeckung. Mit einer Ladung des Akkus kamen wir im Schnitt etwa fünf Tage aus.

So wird das nichts mit dem anfänglich versprochenen Putzspaß. Die Grundidee des Herstellers ist lobenswert, aber was nützt eine smarte Zahnbürste die keine genauen Ergebnisse liefert? Ziel des Gerätes sollte es doch sein, das Kind für das korrekte Zähneputzen zu sensibilisieren! Schade!

Braun Oral-B Stages Vitality

Hersteller Braun bietet mit seinen Oral-B-Reihen eine fast unendliche Auswahl an Modellen und Motiven für Kinder. Da die Frozen-Filmreihe bei Jungen wie Mädchen gleichermaßen beliebt ist, haben wir uns für die elektrische Braun Oral-B Stages Vitality für Kinder ab drei Jahren entschieden. Mit vier wasserfeste Frozen-Aufklebern lässt sich die Oral-B personalisieren. Die weiße-blaue Zahnbürste liegt mit ihrem kompakten Design und dem Gewicht von 310 Gramm gut in der Hand. Wir finden die Rundum-Gummierung am hellblauen Griffstück praktisch. Die Verarbeitung der Vitality wirkt qualitativ und sauber.

Das Design des Bürstenkopfes wurde speziell auf Kindermünder abgestimmt: Der Bürstenkopf ist etwas kleiner und mit extra weichen Borsten bestückt. Durch eine mittlere leicht erhöhte Borstenreihe werden auch schwer zugängliche Stellen gut gereinigt. Mit ihren rotierenden Bewegungen sorgt die Vitality für eine umfassende und gründliche Reinigung. Dank des griffigen Handstücks und des einzelnen Bedienknopfes fiel unserem Testkind die Bedienung der Oral-B leicht. Das Reinigungsprogramm arbeitet in zwei Modi (Sanft/Normal), mit vergleichsweise langsamen 7.600 Rotationen, was Zähne und Zahnfleisch schont – passend für Kinder. Das haptische und optische Reinigungsgefühl überzeugte während unseres Tests durchgehend. Wir fanden die Oral-B im Reinigungsbetrieb allerdings etwas laut.

Der Akku ist nach circa 16 Stunden vollständig aufgeladen und hält mit einer Ladung bei zweimal täglichen Zähneputzen circa sieben Tage. Das Fehlen einer Kontroll-LED, wohl aus Kostengründen, müssen wir aber bemängeln. Zusätzlich können Eltern auf ihrem iOS- oder Android-Smartphone die »Disney Magic Timer App« installieren. Mit dem »Magic Timer« soll die empfohlene Putzzeit eingehalten werden. Mit jedem weiteren Zähneputzen schalten die Kinder neue Bilder frei. Etwa drei Monate nach Absolvierung unseres Testlaufes 09/2020 verweigerte die elektrische Kinderzahnbürste ihren Dienst dauerhaft.

Ailoria Bubble Brush

Die Schallzahnbürste Ailoria BL 371 Bubble Brush kommt in einem niedlichen Delfin-Design daher. Von allein stehen kann das nach Klasse IPX5 geschützte Modell nicht: Eine wellenförmige Halterung nimmt die Zahnbürste auf und sorgt so für ein kindgerechtes Gesamtbild: Ein springender Delfin, der gerade ins Meer eintaucht. Angetrieben wird die Ailoria von zwei AA-Batterien. Mit einer leichten Rechtsdrehung wird die Gehäuseabdeckung am unteren Teil der Zahnbürste abgenommen. Eltern werden sich freuen, denn beide Stromspender sitzen unter einer fest verschraubten Schutzkappe. Einen passenden Schraubendreher liefert der Hersteller gleich mit.

Der Bürstenkopf ist mit weichen Borsten aus Nylon bestückt. Auf einmaligen Knopfdruck leuchtet der obere Teil der Zahnbürste in einem weißem LED-Licht auf. So kann der Zustand der hinteren Zähne bequem kontrolliert werden. Ein erneuter Knopfdruck schaltet die Beleuchtung wieder aus und startet die Bubble Brush. Im Betrieb leuchtet der untere Teil der Ailoria dank mehrerer LEDs in bunten Farben auf. Zusätzlich zu den LED-Lichteffekten wird eine Melodie abgespielt. Der Hersteller hat der Zahnbürste insgesamt zwei Musikstücke spendiert.

Ein Zwei-Minuten-Timer unterstützt das Kind bei der Einhaltung der Putzzeit. Zudem erinnert das Modell alle 30 Sekunden an einen Wechsel des jeweiligen Quadranten im Mundraum, indem es eine kurze Vibrationspause einlegt. Mit 22.000 Bewegungen pro Minute reinigte die Ailoria die Zähne unseres Testkindes zuverlässig und bietet eine gute Putzleistung. Leider verfügt das Modell nur über einen Modus, sodass eine keine sanfte Eingewöhnungsphase für kleinere Kinder oder mehr Power für größere Sprösslinge gibt. Die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit von 60 Tagen bis zum erneuten Batteriewechsel bewerten wir als positiv.

Colgate Minions

Die batteriebetriebene Minions Zahnbürste von Colgate ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Die Inbetriebnahme der kleinen orangefarbenen Zahnbürste mit Minions-Motiv gelingt fast von selbst: Aus der Verpackung nehmen, einschalten und los putzen. »Oh, Miminon! rief das 2-jährige Geschwisterchen unseres Testkindes aufgeregt und steckte sich die Zahnbürste sofort in den Mund. Nach einem Handgemenge und einiger Tränen konnten wir uns das Testmodell dann näher anschauen.

Die Colgate Minions wird mittels zweier AAA-Batterien mit Strom versorgt. Der Batteriedeckel am Boden der Zahnbürste ist mit einer winzigen Schraube gesichert. Zukünftige Batteriewechsel werden so mit ziemlicher Sicherheit in Fummelei ausarten.

Der rotierend-oszillierende Bürstenkopf ist sehr groß dimensioniert und eignet sich eher für größere Kinder. Dafür reinigt die Zahnbürste dank sehr weicher Borsten schonend die Zähne. Am Handstück befindet sich ein Kippschalter für Ein und Aus. Das war es dann auch schon.

Für uns ist die Colgate Kids eher eine Notlösung. Aufgrund der Größe des Bürstenkopfes ist das Modell eher für Grundschüler geeignet. Sollte der Nachwuchs im Urlaub oder auf Klassenfahrt seine Zahnbürste vergessen haben, kann das Modell getrost als Reisezahnbürste für die Übergangszeit gekauft werden.

Rossmann Prokudent Kids – Der kleine Drache Kokosnuss

Die Abenteuer des kleinen Drachen Kokosnuss und seiner Freunde kennt wohl (fast) jedes Kind. Das Konterfei des liebenswerten Charakters ziert die Verpackung der Prokudent Kids Akku-Zahnbürste für Kinder. Prokudent ist eine Eigenmarke der Drogeriekette Rossmann und gehört seit Januar 2021 zum Franchise-Programm des Herstellers. Das Modell soll für Kinder ab drei Jahren geeignet sein. Dafür empfinden wir die Prokudent Kids aber insgesamt als zu groß dimensioniert.

Die rotierend-oszillierende Akku-Zahnbürste ist in zwei Farben erhältlich. Zum Lieferumfang gehören eine Ladestation sowie ein Stickerbogen mit drei Drache Kokosnuss-Aufklebern. Rossmann hat dem Modell sogar eine Ladeleuchte spendiert – eine Seltenheit in diesem Preissegment. Das Modell besitzt zwei Putzstufen, welches unser Testkind auf der höchsten Stufe aber als zu stark und zu laut empfand. Bei zu hohem Druck warnt die die Zahnbürste nicht. In unserem Test hielt der Akku bei täglichem, mehrmaligen Gebrauch etwa sieben Tage durch.

Chain Peak Kinderzahnbürste

Die Schallzahnbürste für Kinder des chinesischen Herstellers Chain Peak spielt beim Putzen eine von vier Melodien ab, die für Motivation zum Schrubben der Zähne sorgen soll. Ein kleiner Lautsprecher am Boden der Zahnbürste sorgt für Beschallung. Die Auswahl der Lieder sowie die Lautstärke empfand unser Testkind aber als nervig und viel zu laut. Zum Repertoire des Modells gehören unter anderem beliebte Kinderliedklassiker wie »Old MacDonald« und »We wish you a merry christmas«. Kleinere Kinder finden das wahrscheinlich lustig, für uns Erwachsene wird das in der festlichen Weihnachtszeit noch in Ordnung gehen, im Hochsommer treten wahrscheinlich schnell Ermüdungserscheinungen im Badezimmer ein.

Ein Timer sorgt dafür, dass alle 30 Sekunden eine neue Melodie gespielt wird und daraufhin die Mundregion gewechselt werden muss. Die Chain Peak verfügt über drei Modi: Tägliche Reinigung, sanfte Reinigung und Aufhellen. Insgesamt arbeitet der Bürstenkopf mit 31.000 Putzbewegungen in der Minute. Für kleinere Kids kann diese Leistung aber zu stark oder gewöhnungsbedürftig sein. Voll aufgeladen hält der Akku fast drei Wochen durch, so kann die Zahnbürste auch mal ohne Ladestation mit in den Urlaub genommen werden. Der Preis von 25 Euro liegt in unserem Test im Mittelfeld und geht für uns in Ordnung.

Nuvita 1151 Sonic Clean & Care

Die batteriebetriebene Nuvita 1151 Sonic Sonic Clean & Care ist für Babys und Kinder ab einem Alter von drei Monaten bis 3 Jahren konzipiert: Die Schallzahnbürste verfügt über drei Geschwindigkeitsstufen bzw. Reinigungsmodi: Einen Sensitiv-Modus zur schonenden Reinigung erster Zähne, einen Tiefenreinigungsmodus ab einem Alter von vier Jahren und einem Power-Modus zur Plaque-Entfernung. Für die Einhaltung der korrekten Putzzeit sorgt ein zeitgesteuertes Intervall-Licht im Griff.

Die sehr weichen Nylon-Borsten der auswechselbaren Bürstenköpfe eignen sich gut zum Putzen erster Milchzähne. Diese fangen aber bereits nach mehreren Tagen an sich zu verbiegen und in alle Richtungen abzustehen: Ein neuer Bürstenkopf muss her. Da Ersatzzahnbürsten immer Folgekosten verursachen, raten wir von diesem Modell ab. In einigen Amazon-Rezensionen berichten Kunden von Qualitätsmängeln sowie dass erworbene Ersatzzahnbürsten des Herstellers nicht passen sollen.

Seago SG-513

Die Seago SG-513 mit dem Zusatztitel »Baby Sonic Toothbrush« ist gedacht für die allerersten Zähnchen – und damit für Babys ab sechs Monaten. Das Design der zierlichen Bürste in Babyrosé, Apfelgrün oder Pastellgelb ist hübsch und mit seinem griffigen Squish-Grip-Griff tatsächlich bestens geeignet für ganz kleine Hände. Auf den ersten Knopfdruck leuchtet ein cooles, bläuliches LED-Licht auf, das Kinder gefällt und Mami sowie Papi beim Nachputzen einen besseren Einblick in die Mundhöhle ermöglicht. Auf den zweiten Knopfdruck setzt sich diese sehr leichte und mit einer AAA-Batterie betriebene elektrische Zahnbürste dann leise surrend in Bewegung. Selbst Kleinkinder kriegen diese Handhabung problemlos hin. Einen tollen Service stellen zudem die drei mitgelieferten, unterschiedlich großen Bürstchen dar. Die Zahnbürste wächst also mit.

Die 16.000 Seitwärtsbewegungen pro Minute, die die Bürste laut Hersteller anpreist, merkt unsere Testerin allerdings kaum, weil dieses Modell megasanft an den Zähnen vibriert. Deshalb ist es auch unverständlich, dass die Zahnbürste für Kinder bis zu sechs Jahren empfohlen wird. Unserer Meinung nach brauchen Kindergartenkinder aber ein deutlich leistungsfähigeres Modell. Insgesamt muss man deshalb trotz der vielen guten Amazon-Bewertungen sagen: Statt mit der Seago SG-513 könnten Kleinkinder wohl auch genau so gut mit einem herkömmlichen Hand-Modell putzen. Aber wahrscheinlich macht ihnen dieses elektronische Teil einfach mehr Spaß. Mit rund 15 Euro ist die Bürste zudem ein erschwinglicher Spaß.

Chicco Kinderzahnbürste Pink

Der optische Ersteindruck der Kinderzahnbürste in Pink von Chicco: Mit ihrem glatten weißen Kunststoffmaterial und dem niedlichen Motiv einer Meerjungfrau auf einem Plastiküberzug erinnerte sie uns irgendwie an ein billiges Spielzeug aus Fernost. Durch ihren ergonomischen Griff und die bauchige Form liegt die Chicco gut in der Kinderhand.

Zum Lieferumfang gehören zwei Bürstenköpfe und eine 1,5 Volt AA-Batterie. Die Batterie findet unter einer Abdeckung an der Unterseite der Chicco Platz. Eine kleine Schraube mit Kreuzschlitzkopf sichert die Abdeckung kindersicher. Ein farblich passender weicher Knopf im Boden der Zahnbürste schaltet das Reinigungsprogramm der Zahnbürste ein und aus. Stürze vom Waschbeckenrand überstand die Chicco ohne Probleme.

Die Borsten mit den mikrofeinen Enden sind für das empfindliche Zahnfleisch und die Milchzähne der Kinder konzipiert. Unser Testkind empfand die Borsten allerdings als eine Spur zu hart und die Vibration mit 10.000 Rotationen pro Minute als zu intensiv: »… irgendwie unangenehm …«. Der Bürstenkopf lässt sich mit einer Rechtsdrehung von der Zahnbürste – fast schon zu leicht – nach oben abziehen.

Die Chicco eignet sich aufgrund ihres Gewichts von knapp 100 Gramm und ihrer Mobilität wohl am ehesten als Reisezahnbürste. Aufgrund der billigen Verarbeitung, der Stromversorgung via Alkali-Batterie und der damit fehlenden Umweltfreundlichkeit raten wir von einer Anschaffung ab.

Seago SG-977

Die günstige Seago SG-977 empfiehlt der Hersteller für Kinder von zwei bis acht Jahren. Drei unterschiedlich große Bürstenköpfe – auch ein Mini-Modell für ganz kleine Mundhöhlen – liegen der Packung bei. Die Borsten sind aber selbst für ganz kleine Kinder etwas zu weich.

Das ebenfalls mit einer AAA-Batterie betriebene Produkt begeistert kleine Zahnschrubber vor allem mit seinem farbigen LED-Licht, das auf Wunsch und Knopfdruck entweder einfarbig hellgelb oder auf erneuten Knopfdruck als peppige Farbampel in Rot, Grasgrün und Türkis leuchtet. Auch die Eltern kriegen so einen guten Einblick über den Zahnzustand ihres Kindes. Wer lieber mal »im Dunkeln« putzt, kann die Lampe auch einfach ausschalten.

Praktisch finden wir den Zwei-Minuten-Smart-Timer mit vier 30-Sekunden-Intervallen zum gleichmäßigen Putzen der vier Kieferbereiche. Und auch der schmale, kleine und rutschfeste Griff eignet sich bestens für die Zielgruppe. Durch ihre nach IPX7 zertifizierte Wasserbeständigkeit kann die leichte Schallzahnbürste, die bis zu 16.000 Mal pro Minute oszilliert, auch nach dem Zähneputzen mit Wasser abgewaschen werden.

Doch ebenso wie das Schwestermodell für Babys überzeugt uns die Putzkraft der SG-977 nicht. Dafür vibriert das Bürstchen zu zart. Das würden wir bei den Kleinsten ja noch halbwegs durchgehen lassen – hier ist es ja vor allem wichtig, dass sie gerne putzen. Doch für Vorschulkinder und Grundschüler ist dieses Modell zu sanft.

dm Dontodent Active Young

Die Dontodent Active Young von dm säubert laut Stiftung Warentest befriedigend, Ökotest bewertet ihre Gebrauchseignung sogar mit »sehr gut«. Die Testkinder bescheinigten dem Gerät ebenfalls »ein sauberes Gefühl«. Sein Griff liegt bequem in der Hand, doch kleinere Kinder nerven eventuell die Gumminoppen. Gut finden wir, dass es zwei Farbvarianten gibt: pink-grün und grün-blau und dass sich die grünen Borsten im Laufe der Benutzungszeit entfärben und so anzeigen, wann mal wieder ein Wechsel fällig ist. Auch die Akku-Laufzeit bis zu sieben Tage finden wir völlig ausreichend.

Leider gibt es einige Minuspunkte: Die Bürste ist ziemlich laut und der 2-Minuten-Timer schaltet sich ebenfalls nicht von selbst aus. Außerdem war die Dontodent das klapprigste Gerät im Test – dem Crash-Test hielt sie nur mit Mühe stand. Nach seinem Sturz auf Fliesenboden funktionierte sie nicht mehr. Erst als wir sie auseinander- und erneut zusammenbauten, lief sie wieder.

Auch die Ladestation ist eine recht wacklige Angelegenheit. Wirklich Kopfzerbrechen bereitet uns, was Stiftung Warentest 2015 ermittelte: Das dm-Produkt soll nicht wasserdicht sein.

Unser Resümee: Für ein paar Euro mehr würden wir eher zu einem der günstigeren Modelle von Braun greifen.

So haben wir getestet

Zunächst haben wir uns bei Stiftung Warentest und Ökotest schlau gemacht, unzählige Artikel zum Thema gelesen, Experten befragt und aufgrund von jeder Menge Kundenbewertungen eine Vorauswahl zusammengestellt. Gleichzeitig wollten wir auch kostengünstigen Modellen, die bisher nicht so gut bewertet wurden, jedoch in vielen Familien zum Einsatz kommen, eine Chance geben, um ein möglichst weites Feld abzudecken. Unsere Testmodelle mit Preisen zwischen 10 und 50 Euro bilden somit das ganze Spektrum ab.

1 von 4
elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) Test: Elektrische Zahnbürste Alle
elektrische Zahnbürste Test: Elektrischezahnbürste Gruppenfoto
Elektrische Kinder-Zahnbürsten Test: Kinder Zahnbürsten Update
Test: Die beste elektri­sche Zahnbürste (für Kinder) – Kinder Zahnb%C3%BCrsten

Den wichtigsten Part übernahmen unsere vier »Versuchskinder« im Alter von 2, 6, 11 und 12 Jahren, die bisher ausschließlich manuell geputzt haben. Sie testeten wie wild die elektrischen Kinderzahnbürsten über drei Wochen hinweg, bauten alle ohne jegliche Hilfe Erwachsener zusammen, ließen sie zum Härtetest auf den Fliesenboden knallen – ein großer Spaß! – und bewerteten anschließend nach Kriterien wie Zahnreinigung, Robustheit, Design, Griff, Akkuleistung und Schnickschnacks wie Apps oder Musik.

Mit elektrischen Zahnbürsten macht Zähneputzen mehr Spaß

Was gleich zu Beginn des Tests auffiel: Die Kinder haben sich noch nie so begeistert – und so lange – dem Zähneputzen gewidmet wie mit den elektrischen Zahnbürsten. Ob sie dadurch in Zukunft weniger Löcher kassieren, werden wir nie wissen, denn bislang sind beide kariesfrei. Wir können nur hoffen, dass es so bleibt. Jedenfalls waren die E-Bürsten bei ihnen ein voller Erfolg.

Die wichtigsten Fragen

Warum sollte mein Kind eine elektrische Zahnbürste verwenden?

Eine Handzahnbürste muss nicht zwangsläufig eine schlechtere Wahl sein. Um ein gutes Putzergebnis zu erreichen, sollte dafür aber die richtige Putztechnik beherrscht werden. Da bei Kindern die Feinmotorik oft noch nicht fertig entwickelt ist, ist eine elektrische Zahnbürste die bessere Wahl. Diese Modelle sind einfacher zu bedienen und sorgen für ein besseres Ergebnis bei der Reinigung der Zähne.

Ab welchem Alter sollten Kinder eine elektrische Zahnbürste benutzen?

Unsere Rat lautet: Ab dem ersten Zahn! Da der Zahnschmelz bei Milchzähnen sehr empfindlich ist, empfehlen Zahnärzte ab dem Durchbrechen des ersten Zahnes mit dem Zähneputzen zu beginnen. In den ersten drei Lebensjahren sind Bürstenkopfe mit weichen Borsten die beste Wahl. Eltern sollten die Zahnpflege ihrer Sprösslinge bis in das Grundschulalter kontrollieren und gegebenenfalls nachputzen.

Wann sollte der Bürstenkopf gewechselt werden?

Im Idealfall sollte ein Bürstenkopf mit Indikator verwendet werden – dieser zeigt farblich an, wann der Kopf getauscht werden muss. Sollten die Borsten bereits in verschiedene Richtungen abstehen, ist es dringend Zeit für einen Wechsel.

Wie weich oder hart sollten Borsten bzw. Bürstenköpfe sein?

Da Kinder beim Zähneputzen erfahrungsgemäß oft zu viel Druck ausüben, sollten möglichst weiche Aufsätze verwendet werden. Ein weicher Bürstenkopf beugt hier Schäden an Zahnfleisch und Zähnen vor.

Newsletter abonnieren und gewinnen!

Mit unserem Newsletter sind Sie nicht nur immer auf dem neuesten Stand, Sie haben auch jede Woche die Chance, aktuelle Testgeräte zu gewinnen. Jetzt anmelden!

Kommentare

13 Kommentare

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jeden Sonntag alle Neuigkeiten der Woche per  E-Mail.

 Test: Artboard

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, senden wir Ihnen einmal pro Woche, kostenlos und jederzeit widerruflich Informationen zu Neuigkeiten und Verlosungen von AllesBeste per E-Mail zu. Mit dem Abonnement erklären Sie sich mit der Analyse und Speicherung Ihres Klick- und Öffnungsverhaltens einverstanden. Ausführliche Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.