Test: elektrische Kinderzahnbürste – Testsieger Philips Sonicare For Kids 6311/07

Testsieger: Philips Sonicare For Kids

Unsere Empfehlung ist die Philips Sonicare For Kids HX6311/07. Warum gerade die? Weil sich hier die super Benotung der Kinder mit dem Qualitätsbewusstsein der Eltern aufs Beste vereinen.

Die kleinen Tester verliebten sich auf den ersten Blick in die Optik. Philips hat das auch wirklich schlau gemacht, denn – ob Junge oder Mädchen, Kindergartenkind oder Vorpubertierer – jeder kann mit den zehn mitgelieferten, wieder abziehbaren bunten Aufklebern seine ganz eigene Lieblings-Bürste gestalten.

Auch uns Eltern überzeugte das schlichte, hübsche Design der beiden Sonicare-Modelle. Selbst Ästheten unter Müttern und Vätern kriegen damit keinen Atemstillstand im Bad – bei manchen Eisprinzessinnen- oder Star Wars-Varianten sind wir uns da nicht so sicher.

Selbst aus Gründen der Nachhaltigkeit plädieren wir für unseren Sieger. Denn spätestens ab acht oder neun finden viele Kinder grellbunte Farben oder Comicfiguren plötzlich nur noch peinlich und sowas von „uncool“. Dann landet ein zu kindisches Modell leider schnell im Aus – beziehungsweise im Müll. Um also nicht alle paar Jahre eine neue kaufen zu müssen, finden wir die Idee mit den Stickers genial. Die elfjährige Testerin mochte das Gerät sogar am liebsten clean in Türkis und Weiß – und fand so ziemlich alle anderen Testmodelle im Vergleich dazu „babyisch“.

Kein Wunder also, dass selbst viele Erwachsene dieses Modell benutzen. Und obwohl sie unter den sechs getesteten Zahnbürsten die zweitteuerste ist – auch die Wechselbürsten sind teurer als bei anderen Marken – stimmt für uns hier eindeutig das Preis-Leistungsverhältnis. Denn die Sonicare For Kids HX6311/07 dürfte wegen ihres zeitlosen und wandelbaren Designs sowie der Stabilität viele Jahre im Bad stehen.

Lange Akkulaufzeit

Der heikelste Punkt in Sachen Langlebigkeit ist sicherlich der Akku, denn der ist nicht wechselbar. Er ist aber groß genug bemessen, dass er auch bei mit der Zeit nachlassender Kapazität eine lange Lebensdauer haben sollte: Dank seines Lithium-Ionen-Akkus hielt er in unserem Test ganze 56 Betriebsminuten durch, reicht bei zweimal täglich zwei Minuten Zähneputen also fast einen halben Monat lang ohne Aufladen – bei einigen Käufern hält er sogar vier Wochen. Damit ist die Sonicare For Kids unter allen sechs Testkandidaten der absolute Gewinner bei der Akkulaufzeit.

Die Bürste wirkt sehr solide und ist qualitativ hochwertig verarbeitet, auch die Ladestation ist nicht so wacklig wie die anderer Marken. Selbst der bei unseren Testkindern sehr beliebte Crash-Test – dabei wurden die Bürsten auf den Fliesenboden im Bad geworfen – überstand sie problemlos.

Doch wie sieht’s mit der Putzleistung aus? Zwar reinigen so gut wie alle Modelle zufriedenstellend, doch unsere beiden jungen Tester bescheinigten dieser zahnspangengeeigneten Schallzahnbürste ungewohnt einhellig das beste Sauberkeitsgefühl. Während die Sechsjährige es liebte, dass die Schallzahnbürste zu Beginn etwas kitzelte – typisch für diese Technologie – störte das die Elfjährige anfangs. Sie gewöhnte sich erst nach einigen Tagen daran und freute sich umso mehr über die die zwei Reinigungsmodi: Statt der automatisch eingestellten intensiveren Putzleistung für ältere selbstständige Benutzer ab sieben, wählte sie die ersten Male lieber die niedrigere Putzleistung für kleinere Kinder ab vier – und war mehr als happy damit. Toll, dass man hier Reinigungsstufen und Stärke je nach Alter und Vorliebe wählen kann.

Ein weiteres Plus der Philips Sonicare For Kids HX6311/07: Im Lieferumfang sind bereits zwei verschieden große Bürstenköpfe enthalten, eine ovale, sehr weiche Kleine, gedacht für die Youngsters, und eine Größere für ältere Kinder, deren Form der herkömmlichen Handzahnbürste ähnelt. Auffallend war, dass unsere beiden Tester trotz unterschiedlichen Alters die Mini-Version bevorzugten. O-Ton: „Mit der kommt man einfach überall hin im Mund.“

Bequem und „idiotensicher“ fanden wir den „KidTimer“: Damit verlängert sich die Putz-Zeit innerhalb der ersten 90 Tage von anfänglich einer auf zwei Minuten. So können sich gerade jüngere, ungeduldigere Exemplare langsam ans längere Zähneputzen gewöhnen. Eine gute Note kriegt auch der „KidPacer“: Mit einer kurzen Signalserie – insgesamt kennt diese Bürste zehn verschiedene Melodien – weist er darauf hin, dass nun der nächste der vier Kieferbereiche gereinigt werden muss. Am Ende des Putzzyklus schaltet sich das Gerät dann von selbst ab. Die Testkinder fanden es super: „Da braucht man gar nicht mehr selbst denken.“ Zumal das angenehme und mit Abstand leiseste Surren der Zahnbüste auch noch fast einschläfernd wirkt.

Auch die schlanke Form des ergonomischen Griffs überzeugte unsere Tester. Er passt sich bequem schmalen Kinderhänden ab vier an. Der Elfjährigen fiel zudem auf, dass die Sonicare-Bürsten am gründlichsten von allen gereinigt werden konnten. Zahnpasta blieb dort in keiner Ritze haften. Auch das genoppte, gummierten Material des Griffs kam gut an, weil es so gut in der Hand liegt.

Philips Sonicare HX6311/07 im Testspiegel

Sowohl im Test von Stiftung Warentest (01/2015) als auch im Test von Ökotest (12/2013) wurde die schwächere Einstellung für kleine Kinder ab 4 Jahren nur mit „ausreichend“ bewertet – was unsere elfjährige Testerin so gar nicht nachvollziehen konnte. Die stärkere Einstellung wurde dagegen von beiden Test-Magazinen als „gut“ eingeschätzt.

Testsieger bei der Stiftung Warentest wurde die Oral-B Power Stages mit der Testnote 2,1 gemeinsam mit der Janosch Kinderzahnbürste von Beurer, die allerdings inzwischen ausgelaufen ist. Unser Favorit folgt mit Testnote 2,2 dicht dahinter.

Das gummierte Material des Griffs liegt zwar toll in der Hand, soll laut Ökotest aber Naphthalin enthalten, ein Stoff, der zur Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gehört und unter Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Leider macht das Heft keine Angaben darüber, wie hoch die Konzentration der Substanz sein soll und ob sie sich innerhalb des gesetzlich geregelten Grenzwertes befindet, was die Aussage in ein etwas anderes Licht setzen würde. Ökotest spricht hier nur von einem „zu hohen Gehalt“. Da wir nichts Genaues wissen und Kinder ab vier den Griff in der Regel nur sehr selten in den Mund nehmen, plädieren wir im Zweifel für den Angeklagten. Zumal wir ansonsten völlig von diesem Modell überzeugt sind.

Uns ist aber bewusst, dass PAK für manche Eltern ein absolutes K.O.-Kriterium sind. Für die haben wir eine gute Alternative.

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Kommentare

13 Kommentare zu "Die beste elektrische Zahnbürste für Kinder"

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Mamas und Papas sollten die Zähne ihrer Kinder deshalb solange sauber machen oder zumindest nachputzen, bis der Nachwuchs eine ausreichend gereifte Feinmotorik besitzt – was frühestens ab acht Jahren der Fall ist. Aber welches Kind lässt sich schon bis zu diesem Alter zweimal täglich von den Eltern die Zähne putzen? Wir kennen keins. 8 Jahren?????

Abends nachputzen reicht! Über macht sammeln sich nicht wirklich Beläge an. Meine Tochter ist 7 und ich putze nach wie vor abends nach. Regelmäßige Prophylaxesitzungen, in denen geübt wird richtig zu putzen kommen noch hinzu

Mein Sohn ist 2 1/2 ich putze in der früh und am abend nach. Elektrische ja aber frühestens in der Grundschule vorher kann er auch mit der net umgehen

Markus Beisl zum Geburtstag bekommt Basti eine

Ultraschall Zahnbürsten für kleine Kinder völlig unnötig!

Das ist doch keine Ultraschallzahnbürste

Das ist doch keine Ultraschallzahnbürste

Christoph Haller

Markus Schwarzl

Dann haben wir ja die richtige

Sandra Schwimmer

Christoph von Manstein

die wirds bei uns auch werden! Hab selber eine Sonicare Diamond und bin schwer begeistert – unsere Maus soll zu Ostern eine eigene elektrische bekommen – sie will ja jetzt schon ständig meine haben 🙂

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