Alternativen: Auch eine gute Wahl

Günstiger: Oral-B Stages Power Kids Advanced

Wer wegen des Naphtalins zögert oder keinen Wert auf Schalltechnologie legt, für den ist die rotierend-oszillierende Oral B Stages Power Kids Advanced von Braun für Kinder ab drei die beste Wahl.

Die beste Rotierende: Braun Oral-B Stages Power Kids Advanced

Test elektrische Kinderzahnbürste: Braun Oral-B Stages Power Kids Advanced
Lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit unserem Testsieger.

Die Oral-B lieferte sich nämlich ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen mit unserem Testsieger, die Entscheidung fiel schwer.

Bei Ökotest schnitt die Oral-B sogar besser ab als unser Favorit von Philips, unter anderem, aber nicht nur, wegen der unbedenklicheren Inhaltsstoffe. Die kleinen Tester und deren Eltern empfanden die Reinigung als »gründlich« und den Druck beim Zähneputzen als »genau richtig und sehr angenehm«. Besonders den runden Mini-Bürstenkopf, der noch in den letzten Winkel der Mundhöhle vordringt, lobte Ökotest. Unserer elfjährigen Testerin gefiel noch besser, »dass es hier überhaupt nicht kitzelt – wie anfangs bei den Schallzahnbürsten«.

Zwar verfügt die Oral B Stages Power Kids Advanced nur über einen Putzmodus, wartet dafür aber mit einem Music Timer auf, der nach der Hälfte der empfohlenen Putzzeit – einer Minute – eine von 16 Melodien dudelt und dem Kind so anzeigt, dass es jetzt vom Ober- zum Unterkiefer wechseln sollte. Das fand vor allem die Sechsjährige sehr lustig.

Für manch jungen Gadget-Freak könnte auch die Gratis-»Disney Magic Timer«-App ein zusätzlicher Anreiz zum Durchhalten sein: Man kann sie herunterladen und dann mit Handy oder Tablet scannen. Anschließend sucht sich das Kind einen digitalen Sticker aus, der umso sichtbarer wird, je länger geputzt wird. Allerdings interessierten sich unsere Tester überhaupt nicht dafür. Der Jüngeren reichten allein das farbenfrohe Mickey-Maus-Design und die Musik, während sich die Elfjährige der Bürste beinahe ganz verweigerte. Ihr abwertender Kommentar: »Das ist total was für Babys.«

Und so haben wir leider die Befürchtung, dass dieses Modell, das zwar sehr stabil wirkt, die Fallprobe auf Badezimmerfliesen perfekt überstanden hat und außerdem fast um die Hälfte günstiger ist als der Testsieger, gleichzeitig eine weit kürzere Halbwertzeit in Ihrem Bad haben wird – schlicht weil das Disney-Design mit zunehmendem Alter oft nicht mehr angesagt ist. Die günstigere Variante kann so schlussendlich teurer kommen.

Warum wir die Mickey-Maus-Variante außerdem auf den zweiten Platz verbannten: Die Tester fanden sie ziemlich laut und dadurch »nervig«. Das ist aber sicher Gewohnheitssache. Und der Griff ist zwar nicht rutschig und auch nicht so lang wie bei den Schallzahnbürsten von Philips, was gerade kleinere Kinder angenehm finden dürften, liegt aber nicht so bequem in der Hand.

Zudem bleiben Zahnpasta-Reste gerne mal in Ritzen kleben, das gelb-gummierte Griffteil kriegt relativ schnell eine leicht gammelige Patina – trotz penibler Reinigung. Während die Bürste sehr stabil wirkt und Stürze auf harten Boden problemlos wegsteckt, gilt das nur bedingt für ihr Ladegerät, das bei Berührung relativ rasch umfällt. Die Elfjährige wurde da sogar zum Erfinder: »Hier fehlen einfach Saugnäpfe!«

Der Akku kann sich mit bis zu sieben Tagen ohne aufladen zwar auch durchaus sehen lassen, hält aber bei weitem nicht mit dem unseres Favoriten von Philips mit.

Mit Bluetooth: Sonicare For Kids HX6322/04

Eigentlich könnte man bei diesem Test gleich drei Modelle auf den Thron heben.

Interaktiv mit Schall: Philips Sonicare For Kids HX6322/04

Test elektrische Kinderzahnbürste: Philips Sonicare For Kids HX6322/04
Kann sich dank Bluetooth mit der Sonicare For Kids App synchronisieren. Ist aber dafür auch teurer als unser Testsieger.

Denn das Philips-Schwestermodell Sonicare For Kids HX6322/04 ist auf den ersten Blick fast identisch mit unserem Favoriten: die beiden Putzprogramme mit Timer, die zwei mitgelieferten Bürstenköpfe in Standard- und Mini-Größe, der rutschfeste, ergonomische Griff, der identische KidPacer fürs gründliche Überall-Reinigen, die gleiche Easy Start-Funktion, die die Intensität automatisch schrittweise erhöht, damit sich die Kinder leichter ans Putzen mit einer Schallzahnbürste gewöhnen.

Was anders ist: Diese Zahnbürste hat Bluetooth! Damit synchronisiert sie sich mit der Sonicare For Kids App von Philips, die es für Android und iOS gibt. Ihr Putz-Trainer motiviert Kinder dazu, länger und gründlicher zu schrubben. Unsere Testkinder zeigten sich aber auch davon – wie beim Braun-Modell – nicht sonderlich begeistert. Das ist vielleicht eine Ausnahme, denn Philips wirbt: »98 Prozent der Anwender bestätigen, dass die App Kinder zum längeren und besseren Putzen motiviert – im Vergleich zur Handzahnbürste.« Fragt sich nur, ob das den Eltern nicht manchmal zu umständlich ist, immer mit Handy oder Tablet im Bad zu hantieren. Ist wohl auch hier wieder Geschmackssache.

Andererseits können Eltern mit der App zuverlässig und unbeschummelbar kontrollieren, wie lange die Kurzen tatsächlich ihre Beißerchen putzen. Das kann je nach Temperament Diskussionen vermeiden helfen – oder erst richtig anstacheln.

Anders ist bei der Bluetooth-Variante auch das Design der acht Aufkleber fürs Handstück, bei denen die ältere Testerin bemängelte, es sollten mehr Motive für größere Kinder beiliegen. Unter der Bluetooth-Verbindung leidet außerdem die Akku-Leistung, die etwas kürzer ist, als bei unserem unvernetzten Favoriten – und der Preis: Der ist selbstverständlich höher. Aber nicht viel.

Wer seine Kinder mit dem Putztrainer der App besser motivieren kann oder die Putzzeiten bequem kontrollieren will, ohne mit der Stoppuhr neben dem Waschbecken zu stehen, für den ist die Philips Sonicare For Kids HX6322/04 eine hervorragende Wahl.

Außerdem getestet

  • Elektrische Zahnbürsten für Kinder - Test: Oral B Stages Power mit Star Wars.Die Oral-B Stages Power Kids mit Disneys Star Wars bewertete die Stiftung Warentest im Test 2015 zwar mit der Note  2,0, unsere sechsjährige Testerin teilte diesen Eindruck aber nicht. Sie kritisierte das Putzprogramm: »Es fühlt sich so an, als ob meine Zähne vorne nicht richtig sauber werden würden.« Die schön kleine, runde Bürste drückt außerdem etwas stärker auf Zähne und Zahnfleisch, den Kindern war es zu heftig, sie bevorzugten deshalb andere Testmodelle. Auch der Timer, der nicht automatisch ausschaltet, gefiel allen Beteiligten weniger.
    Ein Plus ist das rot-blaue Design, das auch älteren Kindern noch eine Weile gefallen dürfte. Der Griffteil mit den gummierten Streifen ließ sich aber schwer reinigen: Feine Zahnpasta-Reste krochen in die Ritzen. Am Ende der Testreihe war dann die Star-Wars-Variante auch das mit Abstand ungepflegteste Modell im Bad – trotz gleicher Reinigung.
    Trotz unserer vielleicht etwas zu peniblen Kritik ist die Oral-B Stages Power Kids ein sehr solides Gerät. Kein Crash-Test konnte ihm etwas anhaben, und unter den Markenmodellen ist es eines der günstigsten. Alles in allem ein gutes Gesamtpaket für Preisbewusste, die keinen Wert auf große Feinheiten legen. Und natürlich für kleine Jedi-Ritter.
  • Elektrische Zahnbürsten für Kinder - Test: Dontodent active Young dm.Die Dontodent Active Young von dm säubert laut Stiftung Warentest befriedigend, Ökotest bewertet ihre Gebrauchseignung sogar mit »sehr gut«. Die Testkinder bescheinigten dem Gerät ebenfalls »ein sauberes Gefühl«. Sein Griff liegt bequem in der Hand, doch kleinere Kinder nerven eventuell die Gumminoppen. Gut finden wir, dass es zwei Farbvarianten gibt: pink-grün und grün-blau. Und dass sich die grünen Borsten im Laufe der Benutzungszeit entfärben und so anzeigen, wann mal wieder ein Wechsel fällig ist. Auch die Akku-Laufzeit bis zu sieben Tage finden wir völlig ausreichend.
    Leider gibt es einige Minuspunkte: Die Bürste ist ziemlich laut und der 2-Minuten-Timer schaltet sich ebenfalls nicht von selbst aus. Die Dontodent war das klapprigste Gerät im Test, dem Crash-Test hielt es nur mit Mühe stand. Nach seinem Sturz auf Fliesenboden funktionierte es nicht mehr. Erst als wir es auseinander- und erneut zusammenbauten, lief es wieder. Auch die Ladestation ist eine recht wacklige Angelegenheit. Wirklich Kopfzerbrechen bereitet uns, was Stiftung Warentest 2015 ermittelte: Das dm-Produkt soll nicht wasserdicht sein.
    Unser Resümmee: Für ein paar Euro mehr würden wir eher zu einem der günstigeren Modelle von Braun greifen.
  • Elektrische Zahnbürsten für Kinder - Test: Baby Brush Kidz.Ein garantiertes Wegwerfprodukt sind die AAA-Wegwerf-Batterien, mit denen die Kidz Sonic von Baby-Brush betrieben wird, die für Kinder von drei bis sechs Jahren geeignet sein soll. Allerdings wirkte das zierliche Modell auf die sechsjährige Testerin auf den ersten Blick eher wie ein Baby-Spielzeug und weniger wie eine ernstzunehmende Zahnbürste.
    Das lag auch daran, dass ihr rotierend-oszillierender Bürstenkopf maximal für Mäusezähnchen geeignet zu sein scheint, so winzig kommt er daher. Immerhin: ideal für ganz kleine Kinder. Außerdem vibrieren die extrem soften Borsten nur ganz schwach an den Zähnen. O-Ton der jungen Testerin: »Ich merke fast gar nichts.« Und das galt auch für die Putzleistung, die sie als »sehr schwach« bezeichnete.
    Unser Fazit: Wir würden diese Zahnbürste maximal für Kinder zwischen zwei und vier kaufen, die manuelles Zähneputzen hassen und nur so überzeugt werden können. Den Kleinen wird der lustige Biber auf dem Griff gefallen und ganz besonders der 2-Minuten-Discolicht-Timer, der die Bürste in verschiedenen Farben erstrahlen lässt. Die Bürste ist außerdem sehr leicht, hält aber dennoch gleich mehreren Stürzen unversehrt stand und erweist sich damit als überraschend solide.

Fazit

Mal ehrlich: Wie realistisch ist es, dass Mütter und Väter in der Alltagshektik acht Jahre lang regelmäßig zweimal täglich die Zähne ihrer Kinder putzen oder nachchecken? Deshalb: Es ist bereits viel gewonnen, wenn die Kleinen gerne und ausgiebig ganz von alleine putzen und dabei die elektrische Bürste die Hauptarbeit übernimmt. Und das tut sie. Und erleichtert uns Eltern so die Sache ungemein.

Ob Sie sich jetzt für eine Schallzahnbürste von Philips oder ein oszilliernd-rotierendes Modell von Braun entscheiden, ob Sie sich für mehr oder weniger Gadgets erwärmen, ist letztlich vor allem eine Geschmacks- und Preisfrage. Gründliche Putzteufel sind jedenfalls beide Marken.

Die Schallzahnbürste Sonicare For Kids von Philips reinigt allerdings noch einen Tick sanfter und ihr Design fällt am Individuellsten aus. Deshalb ist sie für uns die beste elektrische Zahnbürste für Kinder.

Pro & Kontra

Pro

  • Gründliche Zahnreinigung
  • Sehr individuelles, hübsches Design
  • 2 verschiedene Putzmodi
  • 2-Minuten-Timer in 2 Versionen
  • 2 Bürstenköpfe in Standard und Mini
  • Längste Akkuleistung im Test

Contra

  • Nachweis von möglicherweise krebserregendem Naphtalin im Griff
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Kommentare

13 Kommentare zu "Die beste elektri­sche Zahnbürste"

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Mamas und Papas sollten die Zähne ihrer Kinder deshalb solange sauber machen oder zumindest nachputzen, bis der Nachwuchs eine ausreichend gereifte Feinmotorik besitzt – was frühestens ab acht Jahren der Fall ist. Aber welches Kind lässt sich schon bis zu diesem Alter zweimal täglich von den Eltern die Zähne putzen? Wir kennen keins. 8 Jahren?????

Abends nachputzen reicht! Über macht sammeln sich nicht wirklich Beläge an. Meine Tochter ist 7 und ich putze nach wie vor abends nach. Regelmäßige Prophylaxesitzungen, in denen geübt wird richtig zu putzen kommen noch hinzu

Mein Sohn ist 2 1/2 ich putze in der früh und am abend nach. Elektrische ja aber frühestens in der Grundschule vorher kann er auch mit der net umgehen

Markus Beisl zum Geburtstag bekommt Basti eine

Ultraschall Zahnbürsten für kleine Kinder völlig unnötig!

Das ist doch keine Ultraschallzahnbürste

Das ist doch keine Ultraschallzahnbürste

Christoph Haller

Markus Schwarzl

Dann haben wir ja die richtige

Sandra Schwimmer

Christoph von Manstein

die wirds bei uns auch werden! Hab selber eine Sonicare Diamond und bin schwer begeistert – unsere Maus soll zu Ostern eine eigene elektrische bekommen – sie will ja jetzt schon ständig meine haben 🙂

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