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Die beste Fahrradpumpe

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Fahrradpumpe Test: Fahrradpumpe
Karin Bünnagel

Karin Bünnagel

ist freie Journalistin in Köln. Ihr Schwerpunkt liegt bei Gesundheits- und Fitnessthemen. Ihre Begeisterung fürs Fahrradfahren, Joggen und Wandern setzt sie auch im Job ein: Sie verfügt über jahrelange Erfahrung in Redaktionen von Fitnessmagazinen wie Wanderlust, Weight Watchers und RADtouren.

Wir haben 22 Fahrradpumpen getestet. Unser Favorit für Alltagsradler ist die JoeBlow Sport III von Topeak. Mit ihr kriegt man schnell und ohne große Anstrengung Luft in den Reifen und das große Manometer zeigt gut sichtbar den Druck an. Für unterwegs, für Rennradler und für Pumpfaule haben wir noch weitere Empfehlungen.

Luftgefüllte Reifen dämpfen Erschütterungen und Stöße weit besser als Hartgummireifen und sind obendrein leichter. Kein Wunder, dass sie schon lange feste Bestandteile von Fahrrädern sind.

Doch wo Licht ist, ist der Schatten bekanntlich nicht weit, und wo Luftreifen sind, darf die passende Pumpe nicht fehlen, denn leider verlieren Reifen mit der Zeit Luft und man muss sie regelmäßig aufpumpen.

Je nachdem, mit wie viel Druck in den Reifen man unterwegs sein will, kann das ganz schön schweißtreibend sein. Daher gibt es neuerdings auch akkubetriebene elektrische Kompressoren, die einem die Arbeit abnehmen. Wirklich überzeugt haben uns diese Modelle nicht, für ältere Menschen und alle, die die Pumperei wirklich satt haben, können sie aber dennoch eine gute Wahl sein.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Topeak JoeBlow Sport III

Test Fahrradpumpe: Topeak Joe Blow Sport III
Unsere Empfehlung für Alltagsradler: Die Joe Blow Sport III ist eine Standpumpe mit großem Manometer.

von 33 Lesern gekauft

Die JoeBlow Sport III von Topeak ist für Alltagsradler und Vielfahrer der Favorit, wenn es um gut gefüllte Reifen geht, die ohne großen Kraftaufwand aufgepumpt werden sollen. Die Pumpe ist für alle gängigen Ventilarten geeignet. Das Manometer ist groß und übersichtlich, die Pumpe ist schwer und steht stabil auf ihrem Fuß – und der Preis stimmt auch.

Beste Minipumpe

Zaeel Honor

Fahrradpumpe Test: Zaeel Honor
Minipumpe mit Manometer für den richtigen Luftdruck. Für unterwegs und Gelegenheitsfahrer.

von 14 Lesern gekauft

Für alle, die auch unterwegs höhere Ansprüche an Bar-Werten haben, ist die Minipumpe Zaeel Honor ideal. Sie ist so klein, dass man sie auf jeder Radtour dabei haben kann, verfügt über ein Manometer und hat einen flexiblen Luftschlauch, der das Aufpumpen erleichtert. Natürlich geht das Aufpumpen nicht so leicht von der Hand wie mit einer großen Handpumpe, aber unterwegs ist eine kleine Pumpe besser als keine Pumpe.

Für Rennradfahrer

SKS Germany Rennkompressor

Test Fahrradpumpe: SKS Germany Rennkompressor
Solider Klassiker für Rennradfahrer, die viel Druck im Reifen brauchen.

von 10 Lesern gekauft

Rennradfahrer pumpen die dünnen Reifen ihrer Boliden gern möglichst hart auf, denn das macht schneller. Der Rennkompressor von SKS Germany ist da genau das Richtige, denn der kann bis zu 16 bar Druck machen. Er verfügt über einen Multi-Valve-Pumpenkopf und ist mit allen gängigen Ventilarten einsetzbar. Die Pumpe hat einen stabilen Stand trotz der klappbaren Füße.

Pumpen auf Knopfdruck

Brandson Elektrischer Kompressor

Test Fahrradpumpe: Brandson Elektrischer Kompressor
Für alle, die nicht selbst pumpen wollen die beste Wahl.

Wer nicht selbst pumpen will, für den ist unser elektrischer Favorit von Brandson die beste Wahl. Er ist zwar wie alle elektrischen Kompressoren recht laut, pumpt einen platten Reifen aber in unter 2 Minuten auf 4 bar auf. Damit ist er unsere Empfehlung für Wenig-Fahrer und alle, die ihr Fahrrad ohne Kraftaufwand aufpumpen möchten.

Wenn Geld egal ist

Topeak JoeBlow Twin Turbo

Test Fahrradpumpe: Topeak Joe Blow Twin Turbo
Extrem effektive Pumpe für Profis, Werkstätten oder Clubs.

Die Topeak JoeBlow Twin Turbo nutzt die zeit- und kraftsparende Twin-Turbo-Technologie, die die Luft zwischen zwei Zylindern verteilt. So sind Reifen schon wenigen Hüben prall gefüllt. Die Technik hat allerdings ihren Preis und ist daher eher was für Profis und Werkstätten, wo sie regelmäßig im Einsatz ist.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritBeste MinipumpeFür RennradfahrerPumpen auf KnopfdruckWenn Geld egal ist
ModellTopeak JoeBlow Sport IIIZaeel HonorSKS Germany RennkompressorBrandson Elektrischer KompressorTopeak JoeBlow Twin TurboSKS Germany Airworx 10.0Aaron One SportBeto CMP-115SG6SKS Germany Air-X-Press 8.0Beto CMP-074SAlaskaprint Hayatec IIIUltrasport StandpumpeBV BV-GF31PDunlop SLP19Lezyne CNC Pressure DriveVeloChampion Alloy 7Crank Brothers GemAokma Mini-FahrradpumpeGHB Portable ElektropumpeVastar Elektrische LuftpumpeOasser LS4071-deVeeape Elektrische Luftpumpe
Test Fahrradpumpe: Topeak Joe Blow Sport IIIFahrradpumpe Test: Zaeel HonorTest Fahrradpumpe: SKS Germany RennkompressorTest Fahrradpumpe: Brandson Elektrischer KompressorTest Fahrradpumpe: Topeak Joe Blow Twin TurboTest Fahrradpumpe: SKS Germany Airworx 10.0Test Fahrradpumpe: Aaron One SportTest Fahrradpumpe: Beto Standpumpe mit extra großem ManometerTest Fahrradpumpe: SKS Germany Air-X-Press 8.0Test Fahrradpumpe: Beto HochdruckstandpumpeFahrradpumpe Test: Alaskaprint Hayatec IiiFahrradpumpe Test: Ultrasport StandpumpeFahrradpumpe Test: Bv Bv Gf31pTest Fahrradpumpe: Dunlop StandpumpeTest Fahrradpumpe: Lezyne CNC Pressure DriveTest Fahrradpumpe: VeloChampion Alloy 7Test Fahrradpumpe: Crank Brothers GemFahrradpumpe Test: Aokma MinipumpeTest Fahrradpumpe: GHB Mini electric inflatorTest Fahrradpumpe: Vastar Elektrische LuftpumpeFahrradpumpe Test: Oasser LuftkompressorTest Fahrradpumpe: Vastar Elektrische Luftpumpe
Pro
  • Stabiler Stand
  • Großes Manometer
  • Twin-Head-Pumpenkopf
  • Einfach zu bedienen
  • 2-in-1-Pumpkopf
  • Mit Schlauch-Verlängerung
  • Klein und leicht
  • Einfache Handhabung
  • Mit Tool
  • Multi-Valve-Pumpenkopf
  • Zusammenklappbare Füße
  • Fuß aus Eisen
  • Holzgriffe
  • Schaltet sich selbst aus
  • Anzeige des Ladezustands
  • Maßeinheit wählbar
  • Twin-Head-Pumpenkopf
  • Manometeroben am Griff
  • Zeit- und kraftsparende Twin-Turbo-Technologie
  • Multi-Valve-Pumpenkopf
  • Ergonomische Griffe
  • Halterung für den Schlauch am Griff zum Einhaken
  • Manometer oben am Griff
  • Stabiler Stand
  • Twin-Head-Pumpkopf
  • Ergonomischer Griff
  • Großes Manomter
  • Multi-Valve-Pumpenkopf
  • Stabiler Stand
  • Großes Manometer
  • Multi-Valve-Pumpenkopf
  • Gut ablesbares Manometer
  • Multi-Valve-Pumpenkopf
  • Multi-Valve-Pumpenkopf
  • Großes Manometer
  • Einfache Handhabung
  • Wirkt stabil
  • Twin-Head-Pumpenkopf
  • Pfiffige Halterung für Zubehör
  • Einfach zu bedienen
  • Pfiffiger Ventilwechsel
  • Mit Schlauch
  • Leicht und klein
  • Kurze, leichte Minipumpe
  • Liegt gut in der Hand
  • 2-in-1-Pumpkopf
  • Kurze, leichte MInipumpe
  • 2-in-1-Pumpkopf
  • Liegt gut in der Hand
  • Schaltet sich automatisch aus
  • Elektrische Pumpe
  • Schaltet sich automatisch aus
  • Baugleich mit Vastar
Contra
  • Scharfkantiger Fuß
  • Kleines Manometer
  • Ventil am Rad muss unten sein, um das Manometer ablesen zu können
  • Kleines Manometer
  • Laut
  • Bei SV und DV sollten der Adapter und der Schlauch einzeln gelöst werden
  • Hoher Preis
  • Etwas wackelig
  • Wirkt billig
  • Griffe und Fuß wirken billig, ebenso Manometer
  • Stab verhakt sich beim Herausziehen
  • Kraftaufwendig
  • Etwas wackelig
  • Kleine Standpumpe
  • Kraftaufwendig
  • Griff und Fuß wirken etwas billig
  • Kleines Manometer
  • Wirkt billig
  • Schief montiert
  • Kleines Manometer mit dünner Schrift
  • Etwas wackelig
  • Schmaler Fuß
  • Wackelig
  • Standpumpe ohne Manometer
  • Etwas wackelig
  • Kleiner Fuß
  • Ohne Manometer
  • Geringer Druckaufbau
  • Kraftaufwendig
  • Schwer mit einer Hand am Ventil festzuhalten
  • Schwer zu fixieren
  • Kann nicht prall aufpumpen
  • Laut
  • Keine Anzeige für Ladezustand
  • Laut
  • Schaltet sich nicht automatisch ab
  • Extrem laut
  • Ventilkopf muss während des Pumpens festgehalten werden
  • Gerät brach nach 3 Sekunden Pumpvorgang ab
Bester Preis
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Wissenswertes über Luftpumpen

Reifen platt? Zu wenig Druck im Reifen? Da hilft nur: aufpumpen. Zu wenig Luft bzw. Luftdruck schadet nicht nur dem Reifen – vor allem, wenn man über Bordsteine oder Bodenunebenheiten fährt – es kostet auch mehr Kraft beim fahren. Zu viel Druck ist aber auch nicht gut, da der Fahrkomfort darunter leidet, insbesondere im unebenen Gelände.

Jeder Reifen verliert mit der Zeit Luft. Alltagsradler sollten daher regelmäßig ihren Reifenluftdruck überprüfen. Wenn das Rad eine längere Zeit nicht bewegt wurde, sollte der Luftdruck sowieso geprüft werden, bevor die Fahrradtour startet. Und auch für den Fall eines Defekts sollte eine gute Fahrradpumpe immer in jedem Haushalt vorhanden sein.

Stand-, Hand- und andere Pumpen

Viele Fahrräder sind beim Kauf schon mit einer Luftpumpe ausgestattet. Wie gut Ihre Pumpe ist, können Sie ganz leicht selbst feststellen: Pumpen Sie, während Sie die Auslassöffnung Ihrer Pumpe mit dem Daumen zuhalten. Sie können Sie sehen, wie viel Druck Ihre Pumpe aufbaut.

Für Fahrräder gibt es Standpumpen, Handpumpen, CO2-Kartuschenpumpen und elektrische Kompressor-Pumpen mit und ohne Akku.

Fahrradpumpe Test: Alle Standpumpen
Mit Standpumpen geht das Aufpumpen schneller und ist weniger schweißtreibend.

Standpumpen sind ideal für zuhause. Sie haben ein höheres Kolbenvolumen als Handpumpen, dadurch geht das Aufpumpen deutlich schneller. Mit ihnen kann man einen Reifen auch richtig schön prall aufzupumpen, denn bauartbedingt kann man mit ihnen mehr Druck aufbauen, als es mit einer Handpumpe möglich ist. Viele Standpumpen kommen mit Manometer. Ihr Nachteil: Sie sind relativ groß und schwer und damit nichts, was man auf der Fahrradtour mitschleppen möchte.

Fahrradpumpe Test: Alle Minipumpen
Minipumpen sind eine gute Lösung für unterwegs.

Handpumpen und Minipumpen sind ideal für unterwegs. Mit ihnen kann ein platter Reifen wieder einigermaßen mit Luft befüllt werden, sodass Sie Ihre Runde fortsetzen und wieder nach Hause fahren können. Gängige Minipumpen schaffen es meist aber nicht, so viel Druck wie eine Standpumpe aufzubauen. Ein Manometer ist bei Handpumpen eher die Ausnahme. Es gibt auch Teleskoppumpen, die wie ein Fernrohr ausziehbar sind.

Fahrradpumpe Test: Alle Elektrischen Pumpen
Akku-Pumpen sind klein und handlich – müssen aber immer erst geladen werden.

Elektrische Luftpumpen gibt es vor allem in Fahrradwerkstätten und sind für den Hausgebrauch überdimensioniert. Inzwischen gibt es aber auch kleine, handliche Akku-Luftpumpen. Sie kosten nicht die Welt und füllen den Reifen, ohne dass man sich anstrengen muss. Wie viel Druck der Reifen haben soll, kann man bequem über ein Display einstellen. Klingt toll, hat aber einen Haken: Der Akku muss erstmal voll sein. Und da man eine Pumpe nicht ständig braucht, ist dann wenn man sie braucht, garantiert der Akku leer. Bis er aufgeladen ist, vergehen Stunden. Zweites Manko: Akku-Kompressorpumpen sind im Betrieb ziemlich laut. Mindestens 90 Dezibel haben wir gemessen, manche Modelle kommen sogar auf 93 Dezibel, das entspricht etwa einem vorbeifahrenden Laster.

Fahrradpumpe Test: Co2 Kartuschenpumpe
Mit einer CO2-Kartuschenpumpe pumpt man einen Reifen in Sekundenschnelle auf.

CO2-Kartuschenpumpen – oft auch CO2-Inflator genannt – klingen auf den ersten Blick verlockend: Sie sind winzig klein und benutzen einfach herkömmliche CO2-Kartuschen, wie man sie auch für Soda-Flaschen verwendet, um einen Reifen aufzupumpen – und zwar in Sekundenschnelle.

Abgesehen davon, dass man für jedes Aufpumpen eine oder mehrere CO2-Patronen benötigt, die gerne mal ein paar Euro pro Stück kosten, hat das Konzept ein paar Fallstricke: CO2 entweicht recht schnell aus einem Reifen, nach einem Tag ist oft nur noch die Hälfte des Drucks vorhanden. Sinnvoll sind CO2-Kartuschenpumpen daher nur als Pannenhilfe für unterwegs. Hat man einen Platten, kann man sein Fahrrad wieder notdürftig fahrtüchtig machen, bis man den Reifen zuhause oder an einer Tankstelle richtig aufpumpen kann.

Problematisch sind Kartuschenpumpen auch in der Anwendung: Die Kartuschen werden beim Aufpumpen sehr kalt, man muss aufpassen, sich keine Erfrierungen zu holen. Und wenn man etwas falsch macht, landet der Inhalt der Kartusche womöglich nicht im Reifen. Hat man nur eine dabei, guckt man dann in die Röhre. Eine richtige Pumpe ersetzen CO2-Kartuschenpumpen also nicht. Daher haben wir sie hier auch nicht getestet. Beliebt und nützlich sind sie bei Fahrradsportlern, die an Rennen teilnehmen, denn da zählen Schnelligkeit und Gewicht.

Der Reifendruck

Ein voller Reifen hat nicht automatisch ausreichend Druck. Denn ein Fahrradreifen verliert im Durchschnitt in einem Monat 1 bar, daher sollten Sie den Luftdruck regelmäßig überprüfen. Latexschläuche sollten sogar vor jeder Fahrt geprüft werden.

Ein Fahrradreifen verliert pro Monat 1 bar

Bei Kinderfahrrädern reicht es aus, die Daumenprobe mit Daumen mit Zeigefinger zu machen. Idealerweise drücken Sie hier an die Seite des Reifens und nicht auf die Lauffläche. Bei Erwachsenenrädern reicht diese Messmethode nicht aus. Ein Reifen fühlt sich ab circa 2 bar prall an. Man kann nicht erfühlen, ob der Reifendruck 1,8 bar beträgt oder 4,8 bar.

Um zu messen, wie viel Druck Sie auf dem Reifen haben, sollten Sie eine Fahrradpumpe mit Manometer verwenden. Lösen Sie die Kappe von Ihrem Fahrradventil und setzen Sie die Auslassöffnung Ihrer Pumpe auf das Ventil und fixieren Sie sie. Nun können Sie auf dem Manometer ablesen, wie viel Druck im Reifen ist, und ihn entsprechend korrigieren.

Fahrradpumpe Test: Sks 5
Überprüfen Sie ein- bis zweimal im Monat, wie viel Druck Sie im Reifen haben. 4 bar sind für unseren 26-Zoll-Trekking-Testreifen ein guter Richtwert.

Bei Rädern mit Autoventil können Sie den Luftdruck auch ganz einfach an der Tankstelle testen. Übrigens: Der Druck im Fahrradreifen liegt oft deutlich höher als bei einem Autoreifen.

Wie viel Luftdruck Ihr Reifen haben sollte, können Sie auf Ihren Reifen nachlesen. In der Regel sind die Angaben auf der Reifenflanke aufgedruckt – und zwar mit Minimal- und Maximaldruck. Den Maximaldruck sollten Sie nicht überschreiten.

Generell lässt sich sagen: Je schmaler der Reifen ist, umso mehr Druck ist notwendig für ein komfortables Fahrgefühl. Einen allgemeingültigen Wert gibt es nicht, da der Druck von verschiedenen Faktoren bestimmt wird, beispielsweise der Reifenbreite, dem Gewicht des Fahrers und dem individuellen Komfortgefühl.

Zur groben Orientierung: Schmale Rennradreifen brauchen circa 8 bar Druck, Profis pumpen sie auf 12 oder mehr bar auf. Normale Fahrradreifen werden meist mit 2,5 bis 4 bar aufgepumpt. Dicke Fatbike-Reifen, mit denen man auf Sand oder Schnee fahren kann, brauchen dagegen nur 0,5 bis 1 bar. Das Hinterrad verträgt in der Regel mehr Druck als der Vorderreifen, da hier mehr Gewicht aufliegt.

Maßeinheit: Bar und PSI

Für den Luftdruck – also die Kraft, die auf eine Fläche wirkt – findet man auf Fahrradreifen entweder die Einheit Bar oder PSI, letzteres steht für »pound per square inch«, also »Pfund pro Quadrat-Zoll«. Fahrradpumpen mit Nanometer haben in der Regel beide Einheiten, sodass Sie nicht umrechnen müssen. Dennoch möchten wir Ihnen die Formel nicht vorenthalten:

1 bar = 14,50 PSI
1 PSI = 0,0689 bar

Fahrradventile

Drei Ventilarten sind für Fahrräder relevant: Presta-, Schrader oder Dunlop-Ventil. Fast alle Handpumpen verfügen über Aufsätze für Presta- und Schrader-Ventile, spezielle Aufsätze für Dunlop-Ventile haben nicht alle Pumpen, die sind in der Regel aber auch nicht nötig, denn auch Dunlup-Ventile lassen sich mit den Aufsätzen für Presta-Ventile aufpumpen.

Presta-Ventil (SV)

Das Presta-Ventil wird auch Rennrad-, französisches oder Sclaverand-Ventil genannt, die Abkürzung lautet SV. Dieses Ventil finden sich meist bei Rennrädern, hochwertigen Mountainbikes und Trekkingrädern.

Das Ventil ist schmal und hat am Kopf eine Rädelmutter, die man aufdrehen muss, um den Schlauch mit Luft zu füllen. Die Rädelmutter soll verhindern, dass der Schlauch Druck verliert. Nach dem Aufpumpen dreht man die Mutter wieder zu und setzt die Kappe auf das Ventil.

Für solche Ventile braucht die Fahrradpumpe einen Aufsatz mit einer schmalen Öffnung. Tubeless-Reifen (die also nur aus Reifen bestehen und keinen Schlauch haben) werden ebenfalls mit dem Aufsatz für Presta-Ventile aufgepumpt.

Schrader-Ventil (AV)

Das Schrader-Ventil ist auch als Auto- oder Mountain-Bike-Ventil bekannt, denn es wird auch für Autos verwendet. Die Abkürzung ist AV. Es besteht aus einem Schaft, der einen versenkten Stift in Inneren hat.

Praktischerweise können Sie ein Rad mit einem Autoventil auch an der Tankstelle mit dem dort vorhandenem Luftdruckgerät aufpumpen beziehungsweise checken. Dabei sollten Sie beim Aufpumpen aber vorsichtig sein, dass der Reifen nicht durch zu viel Druck platzt, denn hier ist das Aufpumpen eine Sache von Sekunden.

Manche Tankstellen verbieten es wegen der Unfallgefahr Fahrradfahrern und Rollstuhlfahrern, ihre Luftdruckkompressoren zu verwenden. Ein Aufkleber auf dem Gerät sollte Sie darauf aufmerksam machen, ob das Aufpumpen von Fahrradreifen an der Tankstelle Ihrer Wahl erlaubt ist oder nicht.

An der Fahrradpumpe benötigen Sie einen Aufsatz mit einem Gegenstück im Inneren, der den versenkten Stift im Ventil herunterdrückt, um das Ventil zu öffnen.

Dunlop-Ventil (DV)

Normal-, Fahrrad- und Blitzventil sind zusätzliche Bezeichnungen für das Dunlop-Ventil, abgekürzt DV. Das Ventil finden Sie bei älteren Rädern und bei modernen Alltags- und Tourenrädern. Am weitesten ist es in Deutschland, Österreich und in den Niederlanden verbreitet. Zu erkennen ist das Dunlop-Ventil an der Überwurfmutter, die man abschrauben kann, um das Ventil herausziehen. Das ist aber nicht notwendig, wenn man den Reifen aufpumpen will.

Fahrradpumpe Test: Ventilart Dunlop
An der Überwurfmutter erkennt man das Dunlop-Ventil. Reifen mit diesem Ventil können Sie ebenfalls mit dem Presta-Ventil Ihrer Fahrradpumpe aufpumpen.

Das Ventil öffnet sich beim Pumpen durch den Luftdruck automatisch. Das hat den Nachteil, dass Sie den Luftdruck nur dann messen können, wenn Sie die Pumpe betätigen. Den exakten Wert können Sie so auch mit einer guten Standpumpe nicht ermitteln.

Dunlop-Ventil werden mit dem Aufsatz für Presta-Ventile aufgepumpt.

So haben wir getestet

Wir haben aus dem riesigen Angebot an Fahrradpumpen insgesamt 22 interessante Modelle ausgewählt: zwölf Standpumpen und jeweils fünf Minipumpen und elektrische Pumpen. Die meisten kosten zwischen 10 und 50 Euro, ein Modell sticht mit sage und schreibe 190 Euro hervor.

Für den Test haben wir den 26-Zoll-Reifen eines Trekkingrads mit Presta-Ventil auf 4 bar aufgepumpt. Dabei haben wir bei den manuellen Pumpen die Anzahl Hübe gezählt und bei den elektrischen Pumpen die Zeit gemessen. Bei Pumpen, die über kein Manometer verfügen, haben wir mit einer Standpumpe mit Manometer, die nicht zu den Testprodukten zählt, den Luftdruck gemessen. Bei diesem Gegencheck entweicht auch immer mal wieder Luft aus dem Ventil, sodass der Referenzwert nur als Orientierungswert dienen soll.

Fahrradpumpe Test: Alle Pumpen
Gruppenbild mit Reifen: Alle Test-Kandidaten im Überblick.

Bei einer Minipumpe haben wir nach 400 Hüben aufgehört zu pumpen, da sich kein weiterer Effekt beim Reifen gezeigt hat. Eine elektrische Pumpe hat nach drei Sekunden ihren Dienst verweigert.

Des Weiteren haben wir getestet, wie zwischen den Ventilarten gewechselt werden kann, da alle Fahrradpumpen in unserem Test für Schrader- und Presta-/Dunlop-Ventile zu verwenden sind.

Zu guter Letzt haben wir die Verarbeitungsqualität beurteilt. Bei der abschließenden Bewertung spielte zudem der Preis eine Rolle.

 Test: Topeak Sport Iii

Unser Favorit: Topeak JoeBlow Sport III

Ideal für Alltagsradler und damit unser Favorit für die meisten ist die Topeak JoeBlow Sport III. Die Pumpe ist recht schwer und hat mit ihrem stabilen, gehärteten Stahlfuß einen festen Stand. Auch der Zylinder ist aus Stahl. Die maximale Druckleistung gibt der Hersteller mit 11 bar (160 PSI) an.

Unser Favorit

Topeak JoeBlow Sport III

Test Fahrradpumpe: Topeak Joe Blow Sport III
Unsere Empfehlung für Alltagsradler: Die Joe Blow Sport III ist eine Standpumpe mit großem Manometer.

von 33 Lesern gekauft

Unserem 26-Zoll-Reifen haben wir mit 37 Hüben mit wenig Kraftaufwand auf den Ziel-Luftdruck von 4 bar gebracht. Der Pumpvorgang ist angenehm, wir müssen nicht stark drücken, um die Luft reinzupressen. Die Griffe – oben gummiert – liegen angenehm in der Hand.

Die Pumpe hat einen Twin Head, also zwei Köpfe, einen in Schwarz, einen in Grau. Der schwarze Kopf ist für Schrader-Ventile – man erkennt hier gut den Stift im Inneren –, der graue für Presta- und Dunlop-Ventile. Zwischen den zwei Pumpköpfen befindet sich ein Werkzeug, mit dem Reifen mit Presta-Ventil einfach entlüftet werden können.

Zum Aufpumpen drückt man den Kopf fest auf das Ventil am Rad und klemmt den Schlauch mit dem Hebel fest. Das geht sehr leicht, der Hebel sitzt gut und fest während des Pumpvorgangs. Der Schlauch kann unterhalb des Manometers um 360 Grad gedreht werden und ist somit sehr flexibel in der Handhabung.

Das Manometer ist groß und kann auch im Stand gut abgelesen werden. Außen stehen die PSI-Werte, innen der Bar-Wert. Mit einem gelben Zeiger kann der individuelle Zielwert hervorgehoben werden. Nach der Verwendung kann der Schlauch am Zylinder fixiert werden.

Die Verarbeitung der Pumpe ist sehr hochwertig, sie macht einen sehr stabilen Eindruck. Allerdings ist der Metallfuß nicht gummiert, sodass empfindliche Böden leiden können, wenn die Pumpe im Wohnraum eingesetzt wird.

Nachteile?

So toll ihre Stabilität auch ist: Zum Mitnehmen ist die Topeak JoeBlow Sport III zu schwer und zu unhandlich. Ein wirklicher Nachteil ist das nicht, denn das ist für Pumpen dieser Art durchaus üblich. Nicht üblich und etwas störend empfanden wir aber den Fuß, der für unseren Geschmack etwas zu scharfkantig ausfällt.

Topeak JoeBlow Sport III im Testspiegel

Leider hat noch keine deutsche Publikation die JoeBlow Sport III getestet. Etwas besser sieht es in englischer Sprache aus: Tony Farrelly hat die Pumpe für die Radsport-Website Road getestet. Er zeigt sich ebenfalls angetan, vergibt 43 von 50 möglichen Punkten und empfiehlt sie mit den Worten:

»Well-made, well-designed, easy-to-use pump that does the job very well – hard to see past it at this price«

Sollten wir in Zukunft noch weitere Testberichte finden, tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Die Topeak JoeBlow Sport III ist unser Favorit, eignet sich aber nicht für jede Situation. Für andere Schwerpunkte gibt es geeignetere Alternativen.

Beste Minipumpe

Zaeel Honor

Fahrradpumpe Test: Zaeel Honor
Minipumpe mit Manometer für den richtigen Luftdruck. Für unterwegs und Gelegenheitsfahrer.

von 14 Lesern gekauft

Lang und schmal ist die für uns im Test beste Minipumpe Zaeel Honor. Sie verfügt über einen ausziehbaren Schlauch und über ein Manometer – eine Seltenheit bei Minipumpen.

Mit der Zaeel Honor konnten wir unseren Test-Reifen bis 4 bar (60 PSI) gut aufpumpen und brauchten dafür 230 Hübe. Sie ist ideal für unterwegs, aber auch zu Hause kann man den Luftdruck damit gut kontrollieren. Da das Pumpen mit ihr jedoch bauartbedingt aufwendig ist, ist sie eher was für unterwegs als für den Haushalt.

Die Honor lässt sich per Schnellspannverschluss fest am Ventil fixieren. Beim Pumpvorgang muss sich das Ventil unten am Boden befinden, damit man die Anzeige des Manometers ablesen kann. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, da wir persönlich beim Pumpen das Ventil lieber oben haben, denn so können wir beim Pumpen das Rad besser halten.

Allerdings ist es bei dieser Pumpe nicht notwendig, die Pumpe und das Rad mit einer Hand festzuhalten, denn der Schlauch zwischen Pumpe und Ventil verhindert, dass man das Fahrrad beim Pumpen umstößt.

Das Manometer ist sehr klein, ein roter dünner Strich markiert den erreichten PSI- und Bar-Wert. Gut sichtbar ist die Anzeige leider nicht, man muss sich hinunterbeugen, um sie ablesen zu können.

Um den Ventilaufsatz zu wechseln, schraubt man die Kappe am Einkopf-Schlauch ab. Bewegt man den Schnellspanner, rutscht der Gummi heraus. Für das Schrader-Ventil benötigt man die große Öffnung mit dem innenliegenden Stift. Für das Presta-Ventil nimmt man die dünne Öffnung und steckt das hintere Plastikteil in das Gummiende mit der großen Öffnung. Anschließend steckt man beide Teile wieder in die Pumpe und schraubt die Kappe wieder auf.

Im Lieferumfang der Zaeel Honor befindet sich eine Halterung plus zwei Schrauben fürs Fahrrad sowie eine Nadel für ein Ballventil und ein Aufsatz für einen Schwimmring. Abgesichert wird die Pumpe mit einem zusätzlichen Gummiband. Des Weiteren befindet sich im Paket noch ein Multitool.

Von allen getesteten Minipumpen hat uns die Zaeel Honor am meisten überzeugt, denn sie ist toll verarbeitet und mit ihr ließ sich am einfachsten pumpen.

Für Rennradfahrer

SKS Germany Rennkompressor

Test Fahrradpumpe: SKS Germany Rennkompressor
Solider Klassiker für Rennradfahrer, die viel Druck im Reifen brauchen.

von 10 Lesern gekauft

Der Rennkompressor von SKS Germany kann bis zu 16 bar (230 PSI) Druck aufbauen, sie ist damit die beste Wahl für Rennradfahrer. Der schmale Zylinder und der Fuß sind aus Stahl, der Handgriff aus Holz liegt angenehm in der Hand. Die Pumpe ist solide verarbeitet und macht einen langlebigen Eindruck. Das reduzierte Design wirkt klassisch schick.

Die schmalen Füße sind ausklappbar, so kann man sie platzsparend verstauen oder transportieren. Auch mit eingeklappten Füßen steht die Pumpe stabil.

Der Schlauch ist recht lang und hat an seinem Ende einen Kopf mit zwei Öffnungen, eine für Schrader-Ventile, eine für Presta- und Dunlop-Ventile. Auf der linken Seite finden sich Symbole für das jeweilige Ventil zur besseren Orientierung.

Aufgrund des dünnen Kolbens ist die Pumpe für schmale Rennreifen besser geeignet als für unseren breiteren Reifen am Trekkingrad. So kann man mehr Druck aufbauen, braucht aber mehr Hübe. Wir benötigten denn auch 45 Hübe, um den Reifen auf 4 bar aufzupumpen. Der Pumpkopf lässt sich einfach auf dem Ventil anbringen und fest mit dem Hebel fixieren.

Das Manometer ist klein, die Bar-Werte in Weiß sind trotzdem gut ablesbar, die PSI-Werte in Grau sind dagegen nur schwer zu entziffern. Mit einer Klemme kann man den Schlauch an sich selbst befestigen und um den Griff legen. Das unterstreicht das minimale Design des Rennkompressors.

Für Rennradfahrer und alle, die eine solide, zeitlos schöne Fahrradpumpe suchen, ist die Rennkompressor von SKS Germany die beste Wahl.

Pumpen auf Knopfdruck

Brandson Elektrischer Kompressor

Test Fahrradpumpe: Brandson Elektrischer Kompressor
Für alle, die nicht selbst pumpen wollen die beste Wahl.

Von den elektrischen Fahrradpumpen hatten wir uns mehr versprochen. Vor allem waren wir überrascht, wie laut sie sind. Für ältere Menschen und alle, die einfach nicht gerne pumpen, kann ein elektrischer Kompressor aber dennoch eine gute Wahl sein. Uns überzeugte im Test am meisten das Modell von Brandson.

Knapp zwei Stunden Ladezeit brauchte die elektrische Pumpe, um voll aufzuladen. Der maximale Pumpdruck liegt bei 10 bar (150 PSI). Aufgepumpt auf 4 bar war unser Reifen nach 1:45 Minuten und damit etwas schneller als mit den anderen elektrischen Pumpen im Test.

Für Presta-Ventile drehen Sie den entsprechenden Adapter auf das Ventil am Rad. Daran schrauben Sie mit dem richtigen Ende den Luftschlauch daran fest. Zuletzt verbinden Sie den Luftschlauch mit der Pumpe. Für Schrader-Ventile nutzen Sie den Autoventiladapter, den Sie mit der Pumpe verbinden und auf das Ventil am Ventil anbringen.

Eingeschaltet wird die Pumpe, indem man auf »Units« drückt. Auf dem Display kann man oben rechts den Ladezustand des Akkus ablesen. Als Maßeinheit stehen PSI, Bar, KPA und Kg/cm2 zur Auswahl. Über die Plus- und Minus-Tasten wird der gewünschte Wert eingegeben (einzeln drücken oder länger gedrückt halten). Zur Bestätigung blinkt die Anzeige dreimal auf und springt dann auf Null. Dann kann es losgehen.

Gestartet wird der Pumpvorgang über die On/Off-Taste am Pumpenboden. Im Betrieb ist die Pumpe wie alle elektrischen Kompressoren, die wir getestet haben, recht laut.

Die Pumpe stoppt automatisch, sobald der gewünschte Bar/PSI-Wert erreicht ist. Wenn Sie vorzeitig stoppen möchten, drücken Sie einfach die On/Off-Taste. Anschließend lösen Sie den Luftschlauch samt Adapter. Wir fanden es zunächst einfacher, zuerst den Schlauch zu lösen und erst danach den Adapter vom Ventil abzudrehen.

Die Brandson hat neben dem Luftschlauch, dem Presta-Ventiladapter und dem Automobiladapter einen weiteren Adapter für Bälle und einen für aufblasbare Freizeitartikel im Lieferumfang. Ebenfalls enthalten sind in der Verpackung ein Auto-Ladegerät sowie ein Netzadapter.

Wenn Geld egal ist

Topeak JoeBlow Twin Turbo

Test Fahrradpumpe: Topeak Joe Blow Twin Turbo
Extrem effektive Pumpe für Profis, Werkstätten oder Clubs.

Die JoeBlow Twin Turbo von Topeak war mit Abstand die teuerste Pumpe in unserem Test. Knapp 190 Euro kostet das gute Stück. Aber sie ist auch wirklich toll. Vor allem für Rennrad- und Mountainbike-Profis und Vielpumper in Werkstätten und Rennradclubs ist sie empfehlenswert, aber auch für alle, die bereit sind, für ein tolles Werkzeug etwas auszugeben.

Die JoeBlow Twin Turbo ist nämlich nicht nur die teuerste Pumpe in unserem Test, sondern auch die schwerste, größte – und effizienteste. Der Zylinder ist aus Aluminium ebenso wie der Fuß, der am Boden gummiert ist. Der Schlauch hat einen Twin Head aus Metall mit Öffnungen für Schrader- und Presta-Ventile. Auch ein Luftablasswerkzeug findet man hier. Der Schlauch ist lang und ermöglicht komfortables aufpumpen.

Zeit- und kraftsparend ist die Twin-Turbo-Technologie, die die Luft zwischen zwei Zylindern verteilt: Durch das Hochziehen des Griffs wird aus dem großen Zylinder Luft in den kleinen Zylinder komprimiert, beim anschließenden Herunterdrücken wird die vorkomprimierte Luft aus dem kleinen Zylinder in den Reifen gepumpt.

Bei unserem 26-Zoll-Reifen brauchten wir gerade mal 19 Hübe, bis der Reifen auf 4 bar gefüllt war. Das Hochziehen ist allerdings kraftaufwendiger als bei normalen Standpumpen, nicht immer haben wir es im Test geschafft, den Griff bis zum Anschlag hochzuziehen.

Überaus praktisch ist, dass das Manometer oben am Griff angebracht ist. Die großen Ziffern kann man gut ablesen, die gelbe Nadel unterstützt die Sichtbarkeit. Bis 14 bar bzw. 200 PSI reicht die Anzeige, damit werden auch Rennradler glücklich. Im Lieferumfang ist ein Adapter für Bälle und für aufblasbare Freizeitartikel enthalten.

Die JoeBlow Twin Turbo ist sicher nichts für jeden – aber ganz sicher die richtige Pumpe für Profis und Liebhaber guten Werkzeugs.

Außerdem getestet

SKS Germany Airworx 10.0

Die Standpumpe SKS Germany Airworx 10.0 hat einen breiten Metallfuß und praktischerweise das Manometer oben am Griff. Der Griff ist angenehm weich, mit Griffmulden versehen und liegt gut in der Hand. Am Ende des Schlauchs befindet sich ein Kopf mit zwei Ventilöffnungen, ein Multi-Valve-Pumpenkopf – einmal für Schrader- und einmal für Presta- bzw. Dunlop-Ventile. Mit dem Hebel lässt sich der Schlauch gut und fest arretieren. Uns reichten 37 Hübe, um auf 4 bar zu kommen. Den Schlauch kann man am Handgriff einhaken – eine praktische Lösung für den Alltag und für den häufigen Gebrauch der Pumpe. Alles in allem eine gute Standpumpe, für uns hatte die Topeak JoeBlow Sport III aber leicht die Nase vorn.

Die Standpumpe Aaron One Sport wirkt sehr hochwertig und hat einen stabilen Stand. Der Zylinder ist aus Stahl, und der Standfuß verfügt über eine Rutschhemmung. Der Griff ist ergonomisch geformt und mit Gummi beschichtet, sodass er angenehm griffig in der Hand liegt. Dank des Twin-Head-Pumpenkopfs müssen keine Ventiladapter ausgewechselt werden. Der graue Kopf ist für Presta-Ventile bzw. Dunlop-Ventile, der schwarze für Schrader-Ventile. Der Kopf lässt sich gut auf dem Ventil fixieren.

Beim Rausziehen hörte sich die Pumpe sehr nach Plastik an. Das minderte ein wenig den ersten guten Eindruck, den wir von der Standpumpe hatte. Nach 44 Hüben, die ohne großen Kraftaufwand möglich waren, hatten wir unseren 26 Zoll Reifen auf 4 bar aufgepumpt. Das Manometer mit gelber Nadel ist angenehm groß, ebenso die Ziffernbeschriftung.

Die Standpumpe Beto CMP-115SG6 ist aus Stahl (Zylinder) und aus Kunststoff (Griffe und Standfuß). Das Manometer hat obendrein einen roten Zeiger, den man zur besseren Sichtbarkeit auf den gewünschten Wert legen kann. Allerdings wirkt das Manometer aufgrund des Designs und der Machart auf uns etwas billig.

Am Kopf befindet sich ein Multi-Valve-Pumpenkopf mit einer Öffnung für Schrader- und einer Öffnung für Presta- bzw. Dunlop-Ventile. Der Kopf lässt sich gut auf das Ventil festmachen. Die Pumpe hat sich allerdings öfters beim Herausziehen in der höchsten Position verhakt. Unseren 26 Zoll Reifen haben wir nach 34 Hüben mit 4 bar gefüllt.

SKS Germany Air-X-Press 8.0

Mit der Standpumpe SKS Germany Air-X-Press waren wir nach verhältnismäßig wenigen Hüben fertig, aber im letzten Viertel wurde es auch anstrengend. 35 Hübe brauchten wir, um den 26 Zoll Reifen auf 4 bar aufzupumpen. Der Multi-Valve-Pumpenkopf lässt sich einfach auf das jeweilige Ventil (Schrader, Presta und Dunlop) drücken und mit dem Hebel leicht festmachen. Allerdings wackelte die Pumpe ein wenig während des Pumpvorgangs. Der Kunststoffgriff liegt gut in der Hand. Das Manometer ist gut ablesbar, die Nadel ist orange für eine bessere Sichtbarkeit.

Die Beto CMP-074S war die kleinste Standpumpe in unserem Test, sodass wir (Körpergröße 1,70 m) beim Pumpen immer auch ein bisschen in die Knie gehen mussten. Hinzu kam: Die letzten Hübe gingen nur mit Kraftaufwand rein, insgesamt brauchten wir für 4 bar im 26 Zoll Reifen 33 Hübe. Griff und Fuß sind aus Plastik und wirken etwas billig.

Der Multi-Valve-Pumpenkopf lässt sich gut auf das jeweilige Ventil drücken und mit dem Hebel einfach arretieren bzw. lösen. Pumpen kann man, wenn der Hebel nach oben gedrückt ist. Das Manometer fällt recht klein aus, einen Pfeil kann man zur besseren Sichtbarkeit auf seinen Wunschwert legen.

Alaskaprint Hayatec III

Die leichte Standpumpe Alaskaprint Hayatec III ist solide, dennoch wirkte sie teilweise ein wenig billig auf uns, wie beispielsweise beim Griff. Dennoch: Mit 37 Hüben haben wir ohne Anstrengung den 26-Zoll-Reifen auf 4 bar aufgepumpt.

Missfallen hat uns, dass die Pumpe beim Herunterdrücken am Rohr entlangschabte – so hört es sich jedenfalls an. Der Multi-Valve-Pumpenkopf lässt sich leicht auf das Ventil drücken und mittels des Hebels fixieren, sodass er fest auf dem Ventil sitzt. Die Pumpe steht stabil auf dem Plastikfuß, der eine profilierte Trittfläche hat. Mitgeliefert werden auch Adapter für Bälle und aufblasbare Freizeitartikeln.

Ultrasport Standpumpe

Die Standpumpe von Ultrasport hat keinen guten ersten Eindruck bei uns hinterlassen, da das Rohr schief im Fuß montiert war. Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Montagefehler handelt und das Gerät vom Händler ersetzt würde.

Wenig gefallen hat uns auch das kleine Manometer, das zudem auch noch mit dünnen Zahlen beschriftet ist. Wesentlich besser fällt der Pumpvorgang aus: Nur 21 Hübe brauchten wir, um unseren 26 Zoll Reifen auf 4 bar aufzupumpen. Das Pumpen war zwar etwas wackelig, ging aber insgesamt gut und leicht. Der Multi-Valve-Pumpenkopf kann einfach auf das Ventil gedrückt und mit dem Hebel befestigt werden. Die Pumpe wirkt stabil, wenn auch nicht wirklich robust.

Die ergonomische BV-GF31P von BV ist für uns ein Wackelkandidat – leider wortwörtlich, denn beim Pumpen wackelt sie. Um unseren Testreifen von 26 Zoll auf 4 bar aufzupumpen, benötigten wir 41 Hübe. Der Schlauch hat einen praktischen Twin-Head-Kopf für Schrader- und Presta- bzw. Dunlop-Ventile. Die Verarbeitung der Pumpe wirkt mit den Kunststoffgriffen und dem -fuß billig. Am Schlauch befindet sich eine Halterung für einen Adapter für Bälle und einen Adapter für aufblasbare Freizeitartikel.

Die Dunlop SLP19 war die einzige Standpumpe in unserem Test, die über kein Manometer verfügt. Nach 36 Hüben – der 26-Zoll-Reifen war prall gefüllt – mussten wir mittels unserer Referenzpumpe mit Manometer feststellen, dass weniger als 1 bar im Reifen war. Durch den kleinen Fuß war auch der gesamte Pumpvorgang ein wenige wackelig. Sehr gut gefallen hat uns dagegen die praktische Halterung für das Zubehör. Auch der Multi-Valve-Pumpenkopf sitzt, einmal auf dem Ventil fixiert, fest.

Minipumpen

Lezyne CNC Pressure Drive

Ein Leichtgewicht mit Druck ist die Lezyne CNC Pressure Drive und in türkis auch ein schöner Hingucker. Mit der mitgelieferten Halterung kann die Pumpe einfach am Flaschenhalter angebracht werden. Raffiniert finden wir die Lösung für die zwei Ventilarten Schrader und Presta: Der Ventilschlauch befindet sich in der Pumpe und muss erst abgeschraubt werden. Den Schlauch kann man dann – entsprechend des Ventils, das man benötigt – am anderen Ende anschrauben. Dort sitzt er fest während des Pumpvorgangs. Auch mit der Pumpleistung waren wir zufrieden: Nach 162 Hüben maßen wir 1,7 bar. Kräftigere können sicherlich noch mehr Druck aufbauen, so gut wie mit unserem Minipumpen-Favoriten von Zaeel ging es mit der Lezyne aber nicht.

Klein, aber mit Schmackes: Die Minipumpe VeloChampion Alloy 7 ist sehr kurz, liegt gut in der Hand und lässt sich einfach pumpen. Nach 180 Hüben war unser 26 Zoll Reifen prall, an der Flanke gab der Reifengummi auf Daumendruck jedoch noch etwas nach. Nach 216 Hüben, von denen die letzten mit hohem Kraftaufwand erfolgten, hörten wir mit dem Pumpen auf. Jemand mit mehr Kraft kriegt sicherlich noch mehr hinein. Gefallen hat uns das Wechselsystem für die Ventiladapter: Zwei Aufsätze, die sich im Pumpkopf befinden, können so arrangiert werden, dass sie für das jeweilige Ventilsystem passen. Insgesamt ist die Pumpe eine gute Lösung für unterwegs, aber nicht ganz so gut wie unser Favorit von Zaeel.

Mit der Minipumpe Crank Brothers Gem schafften wir es, 1,5 bar in den 26 Zoll Reifen zu pumpen, dann war Schluss mit unserer Kraft. Auch hier gibt es zwei Aufsätze für die Ventiladapter, die sich im Pumpkopf befinden und so ineinandergesteckt werden müssen, dass sie für das jeweilige Ventilsystem passen. Die Pumpe liegt angenehm in der Hand. Wir fanden es ein wenig schwierig, mit einer Hand die Pumpe und den Reifen festzuhalten, um nicht so heftig am Ventil zu rütteln – aber das geht uns bei allen Pumpen dieser Bauart so. Eine größere Hand hat hier sicherlich leichteres Spiel. Insgesamt ist auch diese Pumpe eine gute Lösung für unterwegs und eine gute Alternative zu unserem Favoriten von Zaeel.

Aokma Mini-Fahrradpumpe

Irgendwann muss mal Schluss sein – bei uns war das bei der Minipumpe von Aokma nach hartnäckigen 400 Hüben der Fall. Und dann war der Testreifen mit seinen 26 Zoll immer noch nicht prall aufgefüllt, aber es tat sich schon seit 50 Hüben nichts mehr. In die Flanke konnte man immer noch tief mit dem Daumen rdrücken. Unsere Referenzpumpe ergab einen Wert von knapp 1 bar – und damit weit entfernt von den angestrebten 4 bar.

Des Weiteren hatten wir den Eindruck, dass die Pumpe nicht fest auf dem Ventil sitzt. Es war auch schwer, den Pumpkopf mit dem Hebel festzumachen. Beim ersten Mal hatten wir auch Schwierigkeiten, die Kappe des Pumpkopfs zu lösen, um die Adapter für unser Ventil zusammenzusetzen. Unser Rat: Finger weg von dieser Pumpe.

GHB Portable Elektropumpe

Die portable Elektropumpe von GHB ist schon nach einer guten Stunde aufgeladen. Schrauben Sie zuerst den passenden Adapter auf das Presta-Ventil und dann erst dieses an den Schlauch und die Pumpe. Beim Autoventil müssen Sie einfach nur den entsprechenden Adapter befestigen. Über den Knopf »Units« kann man die Maßeinheit eingeben (PSI, Bar, KPA und Kg/cm2). Den Zielwert geben Sie über die Plus- und Minus-Tasten ein. Nach der Eingabe blinkt die Anzeige dreimal auf, und springt dann wieder auf null, dann hat die Pumpe den eingegebenen Wert gespeichert. Drücken Sie zweimal auf die On/Off-Taste, um den Pumpvorgang zu starten. Die Pumpe stoppt automatisch, sobald der gewünschte Bar/PSI-Wert erreicht ist. Die Pumpe braucht 1:45 Minuten, um den 26 Zoll Reifen auf 4 bar aufzupumpen – unter lautem Gebrumme.

Vastar Elektrische Luftpumpe

Wir brauchten 3,5 Stunden um den Akku der elektrischen Pumpe von Vastar voll aufzuladen. Die Pumpe verfügt über verschiedene Voreinstellungen, um ein Fahrrad, ein Motorrad, Bälle oder einen Autoreifen aufzupumpen. Diese Vorstellungen können über die Plus- und Minus-Taste individuell verändert werden. Nachdem wir den passenden Adapter aufgeschraubt hatten, benötigte die Pumpe 2:30 Minuten, um den 26 Zoll Reifen auf 4 bar aufzupumpen.

Entgegen anders lautender Information des Herstellers hat sich die Pumpe nach dem Pumpvorgang nicht selbst abgeschaltet. Allerdings hat sie zum Glück auch nicht weiter gepumpt. Wie andere elektrische Luftpumpen ist auch die von Vastar recht laut.

Mit der Oasser LS4071-de waren wir nicht zufrieden in unserem Test. Zunächst einmal: Die Pumpe ist noch lauter als die eh schon lauten elektrischen Luftpumpen in unserem Test. Hinzu kam: Beim Pumpvorgang mussten wir den Adapter für das Presta-Ventil festhalten, da er nicht alleine hielt. Und dann blieb noch die Dichtung des Adapters am Ventil hängen, als wir ihn wieder lösen wollten.

Immerhin konnten wir den 26-Zoll-Testreifen innerhalb von 1:23 Minuten auf 4 bar aufpumpen. Die Pumpe schaltet sich von alleine ab, sobald der Ziel-Wert erreicht ist. Auch hier können verschiedene Maßeinheiten (PSI, Bar, KPA und Kg/cm2) angegeben werden. Laut Hersteller soll die Pumpe vor Gebrauch aufgeladen werden, das dauert bis zu fünf Stunden.

Veeape Elektrische Luftpumpe

Die elektrische Luftpumpe von Veeape ist eine Zwillingsschwester von der Vastar-Pumpe. Das eindeutige Unterscheidungsmerkmal: Die Pumpe von Veeape hat nach drei Sekunden aufgehört zu pumpen und der Reifen wurde überhaupt nicht aufgepumpt – unser Testmuster war also defekt. Die Pumpe hat verschiedene Voreinstellungen, um Fahrrad-, Motorrad- und Autoreifen sowie Bälle aufzupumpen. Diese Vorstellungen können über die Plus- und Minus-Taste individuell verändert werden. Wie andere elektrische Luftpumpen auch ist die Veeape ebenfalls recht laut.

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