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Die beste Gaming-Tastatur

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Gaming-Tastatur Test: Gamingtastatur
Nele Wobker

Nele Wobker

ist Freelancer und Vollblut-Gamerin. Sie schreibt unter anderem für die GameStar und die GamePro über Themen aus dem Bereich Videospiele. Außerdem braut sie ihren eigenen Met & Bier und hat Spaß an allerlei Unfug.

Wir haben 41 Gaming-Tastaturen getestet. Die beste für die meisten ist die Logitech G915 TKL mit ihrem kompakten Format und flotten, mechanischen Schaltern. Neben einer erstklassigen Verarbeitung und hochwertigen Materialien bietet dieses Modell auch einen großen Funktionsumfang, der prädestiniert ist für PC-Spieler. Leider lässt sich der Hersteller dafür fürstlich entlohnen.

Update 27. Oktober 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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28. August 2020

Wir haben neun weitere Gaming-Tastaturen getestet. Unser neuer Testsieger ist die Logitech G915 TKL. Auch die Razer Huntsman Mini, die Das Keyboard X50Q und die Aukey KM-G12 sind neue Modelle auf dem Treppchen.

22. Mai 2020

Wir haben zwei weitere Gaming-Tastaturen getestet. Für die Fnatic Streak können wir eine klare Empfehlung aussprechen.

8. April 2020

Wir haben drei neue Gaming-Tastaturen getestet. Die HyperX Alloy Origins holt sich eine Empfehlung für Konsolenspieler.

13. September 2019

Wir haben die neue Logitech G915 Lightspeed RGB mit flachen Tasten getestet. Neben dem drahtlosen und verzögerungsfreien Betrieb bietet sie viele zusätzliche Tasten. An unseren bisherigen Empfehlungen ändert sich aber nichts.

15. April 2019

Wir haben zwei weitere Gaming-Tastaturen getestet. Für die Omen Sequencer und die Roccat Vulcan 120 AIMO reicht es aber nicht zur Empfehlung.

14. März 2019

Wir haben acht neue Gaming-Tastaturen getestet. Die Corsair K95 RGB Platinum bleibt unser Testsieger. Unsere neue „Gut & Günstig“-Empfehlung ist die Redragon K552-DE.

Für PC-Gamer ist die Tastatur neben der Gaming-Maus das wichtigste Eingabegerät. Sie muss auf viele und oft auch auf schnell aufeinanderfolgende Tasteneingaben zuverlässig reagieren. Außerdem sollte eine Gaming-Tastatur überaus robust sein, um plötzliche Wutattacken unbeschadet überstehen zu können – Stichwort Ragequit!

Zusätzlich sorgen Komfortausstattungen wie separate, programmierbare Sondertasten, Beleuchtungseffekte und Handgelenkauflagen für eine angenehme Bedienung.

Wir hatten 41 Gaming-Keyboards im Test, 35 sind aktuell noch erhältlich. Die Preisspanne der getesteten Tastaturen reicht von 40 bis 220 Euro. Im Test konnten wir feststellen, dass eine gute Tastatur für Gamer nicht unbedingt ins Geld gehen muss.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Logitech G915 TKL

Test Gaming-Tastatur: Logitech G915 TKL
Die Logitech G915 TKL ist hochwertig verarbeitet, bietet schnelle Schalter und ist nicht so laut wie andere Gaming-Tastaturen. Unseren Favoriten gibt es auch mit Nummernblock.

Mit der drahtlosen Logitech G915 TKL kommen Platz liebende Gamer voll auf ihre Kosten. Die Schalter reagieren schnell und zuverlässig und die Tastenkappen geben den Fingerkuppen einen angenehmen Halt. Durch die Möglichkeit, sowohl Bluetooth als auch Logitechs Lightspeed-Funk-Standard zu verwenden, ist die Gaming-Tastatur flexibel einsetzbar. Auch der Betrieb mit Kabel ist möglich. Es wird über microUSB in die Tastatur gesteckt und dient auch zum Aufladen des integrierten Akkus.

Wer gerne Platz für die Maushand auf dem Schreibtisch hat, wird den eingesparten Nummernblock nicht vermissen. Durch das kompakte Format wird viel Raum gelassen, der im Alltag sonst nicht genutzt werden kann. Gamer, die auf einen Nummernblock nicht verzichten wollen, kaufen einfach die Logitech G915 ohne »TKL« am Ende. Der Preis für diese ausgezeichnete Tastatur ist mit derzeit circa 230 Euro allerdings recht hoch.

Auch Gut

Fnatic Streak

Test Gaming-Tastatur: Fnatic Streak
Fnatic erweitert die Schaltertypen der Streak und überzeugt uns jetzt mit CherryMX-Brown-Switches.

Die Fnatic Streak lag bereits vor einiger Zeit auf unserem Tisch. Damals gab es aber nur einen Schaltertypen, der die sonst erstklassige Tastatur etwas eingeschränkt erschienen ließ. An der hohen Qualität hat sich bislang nichts geändert, das aktuelle Modell konnte uns aber mit seinen leisen aber dennoch zuverlässigen Cherry-MS-Brown-Switches überzeugen, die nur einen Teil der gewachsenen Auswahl ausmachen. Die »Auch Gut«-Empfehlung gibt es daher, weil jetzt für jeden Geschmack der passende Schalter geboten wird.

Abseits davon bietet die Fnatic Streak alles, was eine Gaming-Tastatur haben muss. Nicht zu viele, aber ausreichende Funktionen, eine gute Software und sogar eine einstellbare Handballenauflage sind vorhanden. Einmal aufgestellt, fällt da auch das etwas dicke Anschlusskabel nicht mehr allzu negativ auf.

60%-Tastatur

Razer Huntsman Mini

Test Gaming-Tastatur: Razer Huntsman Mini
Auf der ultrakompakten Razer Huntsman Mini gibt es nicht mehr als nötig. Wer keinen Schnickschnack mag, wird diese Tastatur lieben.

Bei der Razer Huntsman Mini wurde das Design auf ein Minimum reduziert. Damit richtet sich die Tastatur speziell an Gamer, die nicht mehr als das Nötigste auf ihrem Schreibtisch haben wollen. Eine gut durchdachte Zweitbelegung macht die sonst so gewöhnlichen Elemente, wie Pfeil- und F-Tasten, aber über einen Umweg dennoch zugänglich. Auch die gespeicherten RGB-Beleuchtungsprofile und Makros sind auf diesem Weg abrufbar.

Auch die optischen Schalter von Razer mit ihrem wahlweise taktilen oder linearen Auslöseverhalten wissen zu überzeugen. Durch das stark beschnittene Layout sollten aber nur ambitionierte Gamer bei dieser Tastatur zugreifen. Für den Alltag, zum Beispiel beim Schreiben von Texten, macht sich das Fehlen einiger Tasten nämlich schnell negativ bemerkbar.

Für Vielschreiber

Das Keyboard X50Q

Test Gaming-Tastatur: Das Keyboard X50Q
Dank eine ausgefeilten Software wird diese Tastatur zum Infoboard. Bestens geeignet für Gamer und Vielschreiber, die immer alles im Blick haben wollen.

Als Vielschreiber weiß man die hohe Qualität der Das Keyboard X50Q sehr schnell zu schätzen. Aber auch als Gamer bekommt man von der Tastatur alles, was man sich wünschen kann. Die leicht nach innen gewölbte Anordnung der Tasten verhindert, dass man mit den Fingerkuppen hängen bleibt, und die griffige Materialwahl der Tastenkappen bietet zusätzlichen Halt. Auch die RGB-Beleuchtung weiß mit ihren kräftigen Farben zu gefallen.

Das runde Gesamtpaket ermöglicht auch die Einbindung von Apps, mit denen sich beispielsweise Benachrichtigungen über eine neue E-Mails als optisches Signal über die Tastaturbeleuchtung ausgeben lässt. Die Anpassungsmöglichkeiten sind dabei nahezu grenzenlos. Leider ist auch der Preis sehr hoch. Wer seine Tastatur aber nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Arbeiten benutzen möchte, ist bei der X50Q von Das Keyboard bestens aufgehoben.

Gut & günstig

Aukey KM-G12

Test Gaming-Tastatur: AUKEY KM-G12
Mehr muss man für eine Gaming-Tastatur eigentlich nicht ausgeben. Wer zu kleinen Kompromissen bereit ist, wird mit der Aukey KM-G12 sehr zufrieden sein.

von 23 Lesern gekauft

Auch für unter weniger Geld gibt es ordentliche Gaming-Tastaturen zu kaufen. Dabei muss man vielleicht auf einige Extras verzichten, manch einen stört das aber auch gar nicht weiter. So bietet die Aukey KM-G12 zum Beispiel keine programmierbaren Makrotasten, und auch mit einem internen Speicher sieht es mau aus. Dafür besitzt diese Tastatur neben der farbigen Tastenbeleuchtung auch ein umlaufendes RGB-Leuchtband.

Uns überzeugt außerdem die gute Verarbeitung und die Materialauswahl. Die Oberseite besteht aus gebürstetem Aluminium und die Tastenkappen haben eine griffige Oberfläche. Das Geräusch der laut klickenden Schalter ist Geschmackssache, das Auslöseverhalten und das Tippgefühl haben uns aber sehr gut gefallen. Wer den Einstieg in die Welt der mechanischen Tastaturen sucht, kann mit der Aukey KM-G12 einen guten Eindruck von dem gewinnen, was es da draußen noch so alles gibt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch Gut60%-TastaturFür VielschreiberGut & günstig
ModellLogitech G915 TKLFnatic StreakRazer Huntsman MiniDas Keyboard X50QAukey KM-G12Redragon K556 DevarajasPatriot Memory Viper V765Cooler Master SK630Razer Cynosa V2Trust GXT 877 ScarrCorsair K95 Platinum RGBHyperX Alloy OriginsRedragon K552-DEAsus ROG Strix Scope TKL DeluxeRazer Huntsman EliteSnakebyte Key:Board UltraCooler Master MK850Corsair K63 WirelessLogitech G915 Lightspeed RGBOmen SequencerRoccat Vulcan 120 AIMOCorsair K70 RGB MK.2Corsair K70 RGB MK.2 Low ProfileRoccat Horde AIMOKlim ChromaKlim DashLioncast LK300 RGB ProSharkoon Skiller Mech SGK3Sharkoon Purewriter RGBLogitech G613HyperX Alloy EliteLogitech G910 Orion SpectrumCherry MX Board 5.0Asus ROG ClaymoreRazer Ornata Chroma
Test Gaming-Tastatur: Logitech G915 TKLTest Gaming-Tastatur: Fnatic StreakTest Gaming-Tastatur: Razer Huntsman MiniTest Gaming-Tastatur: Das Keyboard X50QTest Gaming-Tastatur: AUKEY KM-G12Test Gaming-Tastatur: Redragon K556 DevarajasTest Gaming-Tastatur: Patriot Memory Viper V765Test Gaming-Tastatur: Cooler Master SK630Test Gaming-Tastatur: Razer Cynosa V2Test Gaming-Tastatur: Trust GXT 877 ScarrTest Gaming-Tastatur: Corsair K95 Platinum RGBTest Gaming-Tastatur: HyperX Alloy OriginsTest Gaming-Tastatur: Redragon K552-DETest Gaming-Tastatur: Asus ROG Strix Scope TKL Deluxe TastaturTest Gaming-Tastatur: Razer Huntsman EliteTest Gaming-Tastatur: Snakebyte Key:Board UltraTest Gaming-Tastatur: Cooler Master MK850Test Gaming-Tastatur: Corsair K63 WirelessTest Gaming-Tastatur: Logitech G915Test Gaming-Tastatur: Omen SequencerTest Gaming-Tastatur: Roccat Vulcan 121 AIMOTest Gaming-Tastatur: Corsair K70 RGB MK.2Test Gaming-Tastatur: Corsair K70 RGB MK.2 Low ProfileTest Gaming-Tastatur: Roccat Horde AMIOTest Gaming-Tastatur: Klim ChromaTest Gaming-Tastatur: Klim DashTest Gaming-Tastatur: Lioncast LK300 RGB ProTest Gaming-Tastatur: Sharkoon Skiller Mech SGK3Test Gaming-Tastatur: Sharkoon Purewriter RGBTest Gaming-Tastatur: Logitech G613Test Gaming-Tastatur: HyperX Alloy EliteTest Gaming-Tastatur: Logitech G910 Orion SpectrumCherry MX Board 5.0Test Gaming-Tastatur: Asus ROG ClaymoreTest Gaming-Tastatur: Razer Ornata Chroma
Pro
  • Leise, mechanische Tastenschalter
  • Verzögerungsfreie Drahtlosverbindung
  • Trotz Zusatzfunktionen übersichtlich
  • Große Lautstärkewalze und Makrotasten
  • Leise, mechanische Tastenschalter
  • Flexibel positionierbare Handgelenkauflage
  • Komfortable Handhabung
  • RGB-Beleuchtung
  • Sehr kompaktes Layout
  • Angenehme taktile Schalter
  • Sehr präzise
  • Braucht kaum Platz auf dem Tisch
  • Sehr gutes Tippgefühl
  • Angenehme Matierialien
  • Extra Lautstärkerad
  • Beleuchtung kann auch für Benachrichtigungen eingesetzt werden
  • Angenehmes Tippverhalten
  • Rundumverlaufendes Leuchtband
  • Solide Verarbeitung
  • Relativ leises Tippgeräusch
  • Stabile Bauweise
  • Griffige Tastaturkappen
  • Gummierte Handballenauflage im Lieferumfang
  • Lautstärkewalze und separate Medientasten
  • Gegen Staub und Spritzwasser geschützt
  • Sehr kompakt
  • Abnehmbares USB-Kabel
  • Relativ Leise
  • Sehr leise
  • Griffige Tastenkappen
  • Umfangreiche Software
  • Relativ leicht
  • Griffige Tastenkappen
  • Rückseite mit Kabelführung und Werkzeughalterung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Separate Multimediasteuerung
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • USB-Anschluss-Hub
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Lässt sich auch an Konsolen benutzen
  • Leise
  • Sehr gute Haptik
  • Kompaktes TKL-Design
  • Günstig
  • Sehr gute Haptik
  • Kompaktes TKL-Design
  • Leise durch Cherry-MX-Silent-Red-Schalter
  • Innovative Tastenschalter (optomechanisch)
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Abnehmbare, bequeme Handgelenkauflage
  • Separate Multimediatasten Inklusive Lautstärkedrehrad
  • Gutes Schreibgefühl
  • Große Tasten
  • WASD- und Pfeiltasten mit gummierter Oberfläche
  • Tastaturabdeckung und Handballenauflage im Lieferumfang
  • Farbige Tastaturabdeckungen zum Austauschen
  • Kabelloser Betrieb (2,4-GHz-Funk oder Bluetooth)
  • Kompaktes Design ohne Nummernblock (TKL)
  • Flache Tasten
  • Vergleichsweise Leise
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Optisch-mechanische Schalter
  • Praktischer Rollbalken für Lautstärkeregelung
  • Auffälliges, stylisches Tastendesign
  • Hochwertige Materialien
  • RGB-Beleuchtung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Separate Multimediasteuerung
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Separate Multimediasteuerung
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • USB-Anschluss-Hub
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Helle, nicht blendende RGB-Beleuchtung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Separate Multimedia-Tasten
  • Ansprechende mattschwarze Oberflächen
  • Gute Haptik
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Separate Multimedia-Tasten
  • Betrieb mit oder ohne Kabel möglich
  • Schlanke Bauform
  • Gute Haptik
  • Gute Haptik
  • Vielfältige Farbprofile
  • Schlanke Bauform
  • Gute Haptik
  • Individuell anpassbare Einzeltastenbeleuchtung
  • Sehr günstig
  • Hochwertige Materialien
  • RGB-Beleuchtung
  • Mechanische Low-Profile-Tasten
  • Keine extra Software nötig
  • Kompaktes, hochwertiges Design
  • Günstig
  • Drahtlose Übertragung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Koppelbar mit mehreren Geräten gleichzeitig
  • Smartphone-Dock
  • Hochwertige Materialien
  • Separate Multimediasteuerung inklusive Lautstärkewalze
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Integriertes Smartphone-Dock
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Wechselbare Handgelenkauflage
  • Separate Sondertasten inklusive Lautstärkewalze
  • Tolle Ergonomie
  • Leise, mechanische MX-Schalter
  • Breite, abnehmbare Handgelenkauflage
  • Abnehmbarer Nummernblock
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Hochwertige Haptik
  • Mecha-Membran Tasten wirken fast wie mechanische Schalter
  • RGB-Beleuchtung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
Contra
  • MicroUSB statt USB-C zum Aufladen
  • Logitech-Software "Ghub" stürzt gelegentlich ab
  • Zieht Staub magisch an
  • Tasteneschriftung ohne RGB-Beleuchtung kaum zu erkennen
  • Lautstärkewalze ungünstig platziert
  • Viele Tasten (inkl. Pfeiltasten) nur als Doppelbelegung verfügbar
  • Keine F-Tasten vorhanden
  • Wirkt massiv
  • Anstellwinkel sehr flach
  • Ungleichmäßige Ausleuchtung der Tastenbeschriftung
  • Recht laut
  • Keine Makrotasten
  • Federndes Geräusch beim Tippen hörbar
  • Unangenehm weiches Tippgefühl
  • Handballenauflage zieht Schmutz stark an und löst sich leicht von der Tastatur
  • Kein Anstellwinkel
  • Tasten liegen sehr eng beieinander
  • Tasten sind Fettmagneten und tippen sich etwas zu weich
  • Besteht nur aus Kunststoff
  • keine mechanischen Schalter
  • RGB-Beleuchtung flimmert sehr stark
  • Wirkt nicht sehr robust
  • Keine programmierbaren Makrotasten
  • Teuer
  • Wuchtig
  • Lineare Tasten sehr gewöhnungsbedürftig
  • Keine Handballenauflage
  • Sehr laut
  • Keine Handgelenkauflage
  • Keine separaten Sonder- und Multimediatasten
  • Hoher Preis
  • Widerstand der Tasten etwas hoch
  • Schalter sehr laut
  • Sehr teuer
  • Nimmt viel Platz auf dem Tisch ein
  • Beleuchtung etwas schwach
  • Tasten liegen recht eng beieinander
  • RGB- und Makro-Steuerung nur über Software möglich
  • Viel Einarbeitung nötig
  • Nur einfarbig beleuchtet
  • Teuer
  • Sehr glatte Tastenoberfläche
  • Tasten liegen dicht beieinander
  • Leertaste klappert
  • Enter-Taste recht klein
  • Sehr schwer
  • Beleuchtung blendet ein wenig
  • Recht teuer
  • Hoher Widerstand beim Tippen
  • Mittelmäßige Haptik
  • Sehr kleine Tasten
  • Keine Einzeltastenbeleuchtung
  • Häufige Fehleingaben durch zu nah beieinander liegende Tasten
  • RGB-Beleuchtung nicht individualisierbar
  • Keine Handballenauflage
  • Ungleichmäßige Ausleuchtung der Tasten
  • Beleuchtung blendet
  • Keine Handballenauflage
  • Hoher Tastenhub
  • Niedrige Helligkeit der RGB-Beleuchtung
  • Keine Handgelenkauflage
  • Keine separaten Sondertasten
  • RGB-Beleuchtung recht kontrastarm
  • Keine Sondertasten
  • Keine Tastenbeleuchtung
  • Handgelenkauflage nicht abnehmbar
  • Tastenbeleuchtung nur einfarbig
  • Handgelenkauflage wirkt billig
  • Keine Makros oder Profile
  • Mittelmäßige Haptik
  • Tastenbeleuchtung nur einfarbig
  • Keine separaten Sonder- und Multimediatasten
  • Nur rudimentäre Ausstattung für Gamer
  • Teuer
  • Sehr teuer
  • Keine Handgelenkauflage
  • Kein Onboard-Speicher
Bester Preis
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Worauf es bei Gaming-Tastaturen ankommt

Neben der eingangs erwähnten Robustheit ist die Wahl der Schaltertechnik unter den Tastenkappen wichtig für Gaming-Tastaturen: Günstige Modelle setzen hier meistens auf Gummikuppeln (Rubberdome), teurere Keyboards nutzen mechanische Schalter (oder auch Switches genannt). Letztere sind zwar teurer, aber deutlich robuster, langlebiger und präziser – manche Hersteller versprechen sogar bis zu 70 Millionen Tastenanschläge ohne Qualitätsverlust. Am häufigsten setzen die verschiedenen Marken auf die MX-Schalter von Cherry, die es schon seit mehreren Jahrzehnten auf dem Markt gibt und quasi als Goldstandard gelten. Daher kopieren auch immer mehr Schalterhersteller die Bauform der Cherry-Switches und drängen mit einer günstigeren Fertigung auf den Markt. Die Haltbarkeit ist dabei zwar nicht so hoch wie beim Original, die Vielfalt der Angebote steigt dadurch aber deutlich an. Nicht zuletzt können so auch günstigere Tastaturen mit mechanischen Schaltern ausgerüstet werden.

Schalter ist nicht gleich Schalter

Die Farben der Stößel machen dabei die eigentliche Schaltcharakteristik deutlich und lassen erkennen, ob es sich um einen linearen, taktilen oder hörbar auslösenden Schalter handelt. Linear bedeutet, dass sich die Taste ohne ein spürbares »Hindernis« durchdrücken lässt – das eignet sich vor allem bei schnellen Eingaben. Taktil bedeutet hingegen, dass beim Tippen nach einem gewissen Betätigungsweg ein Schaltpunkt überwunden werden muss, um den Tastendruck auszulösen. Deshalb lässt sich das auch als spürbares Feedback bezeichnen und der Gamer kann sich sicher sein, dass er die Eingabe auch erfolgreich ausgelöst hat. Hörbares Feedback quittiert mit einem Klicken die Eingabe. Es existieren auch Kombinationen aus den Schaltcharakteristiken.

Gaming-Tastatur Test:
Hier zu sehen: Ein mechanischer Schalter vom Typ Cherry MX Speed Silver in der Corsair K95 RGB Platinum.

Bei Cherry sind die am weitesten verbreiteten Schalter die MX Red (linear), Blue (taktil und hörbar), Brown (taktil), Black (linear) und Speed Silver (linear). Diese Aufteilung ist analog zu den mechanischen Kailh-Schaltern vom chinesischen Hersteller Kaihua, die auf dem Markt aber günstiger als die Cherry-Switches angeboten werden. Razer hat ebenfalls eigene Schalter entwickelt, die das Unternehmen von Kaihua fertigen lässt: Die Razer Green (taktil und hörbar), Yellow (linear) und Orange (taktil). Hersteller Logitech kooperiert mit Omron und setzt teilweise auf seine sogenannten Romer-G-Schalter die taktil auslösen.

Der persönliche Geschmack entscheidet

Allerdings ist es schwierig, pauschal einen Schaltertyp zu empfehlen, da es dabei sehr stark auf den persönlichen Geschmack ankommt. Deshalb raten wir dazu, die Schalter auszuprobieren – bei Freunden, in Elektronikmärkten oder auch auf Messen.

Generell lässt sich aber sagen: Lineare Schalter eignen sich besonders für schnelle Tastenfolgen, während sich taktile Modelle eher etwas schwergängiger auslösen lassen. Mechanische Schalter sind für Gamer indes keine Pflicht: Wer nur ab und an ein Spielchen wagt, dem genügen auch die günstigeren Rubberdome-Modelle.

LED-Beleuchtung der Tasten: Nützliches Feature oder Spielerei?

Viele neue Tastaturen bieten beleuchtete Tasten an. Meist lassen sich die Hersteller die Beleuchtung auch deutlich was kosten. Insbesondere eine RGB-Beleuchtung geht ins Geld, da die Gamer hier die Wahl aus dem gesamten RGB-Farbraum (16,8 Millionen Farben) haben – jedoch sind die Farbunterschiede so gering, dass man die Abstufungen der einzelnen LEDs nicht mit bloßem Auge erkennen kann.

RGB-Beleuchtung geht ins Geld

Dennoch erweist sich die die RGB-Beleuchtung als überaus flexibel, da man die Tastatur dann bei der Farbgebung an seine restliche Peripherie oder den PC anpassen kann. Die Programmierbarkeit dieser Beleuchtung ist für jede einzelne Taste mittlerweile keine Seltenheit mehr ist. Denkbar ist hier zum Beispiel das Hervorheben bestimmter Tasten oder Zonen, die fürs Spiel wichtig sind.

Gaming-Tastatur Test:
Eine RGB-Beleuchtung macht ordentlich was her, kostet in der Regel aber auch mehr.

Neben dem statischen Leuchten beherrschen die LEDs auch Effekte wie Regenbogenwellen oder reaktives Blinken zum Takt der Musik. Weitaus nützlicher ist aber die Anzeige von spielspezifischen Elementen und Indikatoren. Ist das virtuelle Alter-Ego vergiftet, könnte die Tastatur grün blinken und langsam wieder zum Normalzustand zurückkehren, bis die Wirkung des Gifts oder jeweiligen Effekts nachgelassen hat. All diese Einstellungen lassen sich im Treiber erledigen, je nach Hersteller ist die Beleuchtungsprogrammierung verschieden umfangreich möglich.

Begriffsabgrenzung: Anti-Ghosting und Key-Rollover

Auf der Suche nach der richtigen Gaming-Tastatur stößt man schnell auf die Begriffe »Anti-Ghosting« oder »Key-Rollover«, letzteres häufig mit einer vorangehenden Zahl oder auch dem Buchstaben N. Diese Angaben beziehen sich auf die Fähigkeit der Tastatur, parallel gedrückte Tasten auch zuverlässig und korrekt ans System weiterzuleiten.

Von Ghosting spricht man, wenn bei einer Tastenkombination oder schnellen Tastenfolgen zusätzliche, umliegende Tasten weitergeleitet werden, obwohl sie gar nicht gedrückt wurden. Anti-Ghosting soll das verhindern und nur die tatsächlich gedrückten Eingaben zurückmelden.

Beim Key-Rollover handelt es sich um eine Angabe, wie viele gleichzeitig gedrückte Tasten die Tastatur an den PC übertragen kann, bevor es eine Taste »verschluckt« und nicht registriert. »Full-« oder »N-»Key-Rollover bedeuten, dass sich alle Tasten parallel betätigen lassen, ohne dass welche dabei vergessen werden. Steht allerdings eine Zahl davor, ist die Technik auf die entsprechende Anzahl der gleichzeitig gedrückten Tasten beschränkt.

Zusätzliche Komfortausstattung

Mit separaten Sondertasten meinen wir zusätzliche Tasten, die nicht dem regulären Tastenfeld angehören und vom Hersteller hinzugefügt wurden. Am gängigsten ist hier die Steuerung von Multimedia-Funktionen, wie zum Beispiel das Regeln der Lautstärke oder das Navigieren (Vor- und Zurückschalten) in einer Playlist. Besonders nützlich ist auch das Stummschalten des Sounds, um ihn blitzschnell per Knopfdruck zu deaktivieren.

Viele Gaming-Tastaturen haben Sondertasten

Hinzu kommen aber auch andere Sondertasten wie Elemente zur Bedienung der Helligkeit der Tastenbeleuchtung oder das Umschalten in einen Spielemodus: In der Regel wird hierbei die Funktion der Windows-Taste deaktiviert, damit sie der Gamer im Eifer des Gefechts nicht versehentlich drückt und dann das Startmenü über das Spiel eingeblendet wird. Oder noch schlimmer, man wird aus dem Spiel geworfen und landet auf dem Desktop.

Gaming-Tastatur Test: Doppelbelegung
Hier eine Doppel- bis sogar Dreifachbelegung der Standardtasten bei der Sharkoon Skiller SGK3.

Bei Gamern sehr beliebt sind separate Makro-Tasten. Die sind beliebig programmierbar und können auch ganze Tastenfolgen beinhalten – ideal für zusammenhängende Kombinationen in Spielen, wie es bei MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena) wie »League of Legends« oder »DOTA 2« beliebt ist. Die Programmierung wird dann im Treiber oder auch direkt auf der Tastatur vorgenommen.

Manche Hersteller fügen aber keine separaten Tasten hinzu und lagern die eben erwähnten Funktionen als Doppelbelegung auf die vorhandenen Tasten aus, häufig dafür genutzt werden die F-Tasten. Die lassen sich dann erst auslösen, wenn parallel auch eine andere Taste gedrückt wird – in der Regel ist das die Fn-Taste. Das finden wir allerdings etwas umständlich und wenig komfortabel.

Gaming-Tastatur Test: USB- und Audio-Hub
Ein USB- und Audio-Hub erlaubt das bequeme Anschließen von Peripherie.

Ein mit Kunststoff oder Stoff umflochtenes Anschlusskabel (gesleevt) hält länger und ist weitaus robuster als eine herkömmliche Leitung. Vor allem gegen Kabelbrüche sind die Tastaturen somit gefeit.

Ein zusätzlicher Anschluss-Hub an der Gaming-Tastatur bietet zusätzliche USB- und/oder Audioanschlüsse am Gehäuse. So lassen sich komfortabel Speichermedien, das Headset oder auch die Maus anschließen, ohne dass man dafür unter den Schreibtisch krabbeln muss.

Manche Hersteller bieten Smartphone-Integration

Nicht ganz so weit verbreitet sind Smartphone-Halterungen: Damit lassen sich die Mobilgeräte in Position bringen. Manche Hersteller bieten nicht nur ein Dock, sondern auch eine Integration ins System. Hierfür muss man nur die entsprechende App herunterladen und schon kann man zusätzliche Funktionen im Spiel oder auf dem Desktop ausführen oder bestimmte Werte wie Temperatur und Netzwerkverkehr im Auge behalten.

So haben wir getestet

Alle Gaming-Tastaturen wurden unter gleichen Bedingungen getestet, um eine faire Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Zunächst mussten sie den Arbeitstag eines Redakteurs überstehen, der aus mindestens sieben Stunden Tippen besteht. Danach folgte eine Multiplayer-Partie im schnellen Shooter »Call of Duty: WWII«. Die beiden Testszenarien beinhalten nicht nur einfaches und schnelles Drücken der Tasten, sondern auch Tastenkombinationen und mehrere, gleichzeitig gedrückte Tasten.

Gaming-Tastatur Test: Aqua Key Test
Im Aqua Key Test finden wir heraus, ob die Tastaturen tatsächlich Anti-Ghosting und Key-Rollover beherrschen.

Der letzte Test bestand aus dem kleinen Gratisprogramm »Aqua Key Test« unter Windows 10 (64 Bit). Dieses Tool stellt fest, wie viele Tasten sich tatsächlich gleichzeitig betätigen lassen, bevor eine Taste »verschluckt« wird. Dabei wird außerdem geprüft, ob Ghosting auftritt.

 Gaming-Tastatur Test: Logtech G915 Tkl

Testsieger: Logitech G915 TKL

Die beste Gaming-Tastatur für die meisten ist die Logitech G915 TKL. Sie ist überaus hochwertig und bietet einen soliden Funktionsumfang, ohne dabei überladen zu sein. Außerdem sind die Schalter schnell und präzise.

Über die Logitech-Software »Ghub« lässt sich die Tastatur flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassen. So lassen sich zum Beispiel verschiedene Beleuchtungsprofile und Makrotasten anlegen. Die leicht zu erreichenden Multimedia-Tasten runden das ganze ab und die sehr praktischen Lautstärkewalze setzt noch eine Sahnehäubchen oben drauf. Das hat zwar auch seinen Preis, der allerdings in unseren Augen gerechtfertigt ist.

Testsieger

Logitech G915 TKL

Test Gaming-Tastatur: Logitech G915 TKL
Die Logitech G915 TKL ist hochwertig verarbeitet, bietet schnelle Schalter und ist nicht so laut wie andere Gaming-Tastaturen. Unseren Favoriten gibt es auch mit Nummernblock.

Logitech bietet die G915 TKL mit drei verschiedenen Schaltertypen an, die durch das Low-Profile nicht so hoch ausfallen, wie es bei herkömmlichen Tastaturen der Fall ist. Zur Wahl stehen mit leichtem Widerstand versehene »GL Tactile«-, leise »GL Linear«- und besonders klickende »GL Clicky«-Schalter. Unser Testgerät besitzt die lineare Variante, die sich durch ein leises Tippgeräusch auszeichnet.

Ohne Nummernblock mehr Platz für die Maus

Die Logitech G915 TKL wird ohne Nummernblock ausgeliefert. Dadurch fällt sie deutlich kompakter aus als herkömmliche Tastaturen. Insgesamt sparen sich Spieler dadurch in der Breite zehn Zentimeter, die bei hektischen Mausbewegungen schnell mal im Weg sein können. Während alle Standard-Tasten mit den mechanischen Schaltern ausgestattet sind, wurden die Zusatztasten aus Gummi gefertigt. Diese sind auch in der Hitze des Gefechts gut zu erreichen.

Neben den Tasten zur Steuerung eines Mediaplayers bietet die G915 TKL auch die Möglichkeit, direkt an der Tastatur zwischen Bluetooth und Funk umzuschalten. Außerdem können Spieler die Helligkeit direkt an der Tastatur regeln und zwischen ihren gespeicherten Makros hin- und herschalten.

Besonders schön finden wir die Lautstärkewalze, die es sonst nur in wesentlich größeren Modellen gibt. Diese besteht aus geriffeltem Aluminium und erlaubt eine sehr feine Abstimmung der Lautstärke.

Robustes Material, ansprechendes Design

Die Oberplatte der Logitech G915 TKL besteht aus Aluminium, welches der Tastatur einen sehr hochwertigen Eindruck verleiht. Dabei vermittelt das gebürstete Design in Verbindung mit der schlichten Farbe Eleganz und Robustheit gleichermaßen.

Auf der Oberplatte sitzen die Schalter, welche von den Tastenkappen verdeckt werden. Letztere lassen sich allesamt abnehmen, sind aber zum Beispiel nicht mit Kappen von Cherrys MX-Schaltern kompatibel. Durch die abnehmbaren Tasten lässt sich die G915 TKL sehr leicht reinigen. Richtig in Szene gesetzt wird die Tastatur aber erst durch die RGB-Beleuchtung.

Spieler haben zudem die Wahl zwischen einem hellgrauen und einem fast schwarzen Modell. Letzteres zeigt allerdings den Makel, dass sich die Beschriftung der Tasten bei deaktivierter Beleuchtung auch bei normalem Tageslicht nur schwer ablesen lässt.

Logitech nutzt bei der G915 TKL auch die hauseigene drahtlose Funktechnologie »Lightspeed« als Designelement. So ziert das dazugehörige Logo nicht nur die entsprechende Verbindungstaste, sondern auch den oberen Rand der Tastatur. Unter dem Label »Lightsync« verspricht Logitech zudem, dass sich die Beleuchtungseinstellung mit der von anderer Logitech-Gaming-Hardware synchronisieren lässt.

Im Lieferumfang finden Spieler neben der Tastatur auch ein stoffummanteltes USB-Kabel und einen kleinen USB-Empfänger-Stick. Hinzu kommen noch ein Adapter, mit dem sich das MicroUSB-Kabel verlängern lässt und ein schicker Aufkleber mit dem »G«-Logo von Logitech. Das USB-Kabel kann zum Aufladen des integrierten Akkus in den oberen Rand der Logitech G915 TKL gesteckt werden. Dort findet sich auch ein An- und Ausschalter, mit dem sich der Akku bei Nichtbenutzung schonen lässt.

Die Unterseite der Gaming-Tastatur fertigt Logitech aus robustem Kunststoff. Dabei wurde nicht vergessen, zwei ausklappbare Standfüße zu integrieren. Mit diesen lässt sich der Anstellwinkel der G915 TKL in zwei Stufen verändern, wodurch Eingaben etwas komfortabler von der Hand gehen.

Ebenfalls an der Unterseite befindet sich ein Fach, in dem sich der USB-Stick für den Funkempfang verstauen lässt. Da sich die kompakte Tastatur von Logitech leicht transportieren lässt, ist so auch der Funkempfänger unterwegs sicher verstauen.

Flotte, mechanische Schalter

Wie bereits beschrieben, nutzt unser Testgerät die mechanischen und linearen »GL Linear«-Switches von Logitech. Diese sind, wie die größeren Romer-G, eine Eigenentwicklung des Herstellers. Das ist nicht ungewöhnlich und beispielsweise auch bei Tastaturen von Razer der Fall. Als Vorbild dienen zumeist die Cherry-MX-Switches »Brown«, »Red« und »Blue«, welche Taktil, Clicky oder Linear auslösen. Dementsprechend bietet auch Logitech für die G915 TKL die drei Varianten »GL Linear«, »GL Clicky« und »GL Tactile« an.

Die Schalter der Logitech G915 TKL lösen durch ihre flache Bauform bereits nach 1,5 Millimetern aus, wobei der gesamt Hubweg nur 2,7 Millimeter lang ist. Dadurch sind schnelle Reaktionen möglich, die ohne großen Kraftaufwand ausgeführt werden können. Für welchen der drei Schaltertypen sich Spieler entscheiden sollten, hängt vom eigenen Empfinden ab. Uns haben die linearen Switches durch ihr leichtes und leises Auslöseverhalten sehr gut gefallen.

Für die Tastenkappen selbst setzt Logitech auf ein Kunststoffmaterial, das irgendwo zwischen glatt und leicht angeraut zu beschreiben ist. Die Fingerkuppen finden darauf einen guten Halt und nicht nur Gamer, sondern auch Vielschreiber werden mit der Logitech G915 TKL sehr zufrieden sein.

Funktionsreiche Treiber-Software

Logitech bietet für die G915 TKL die kostenlose Software »Ghub« zum Download an. Damit lassen sich sehr umfangreiche Beleuchtungseffekte konfigurieren, die sich auch je nach gestartetem Spiel ändern können. Dabei sind vom einfachen hervorheben bestimmter Aktionstasten bis hin zu Leuchteffekten, die beispielsweise die Anzahl der Munition angeben, kaum Grenzen vorhanden.

Spieler können aber nicht nur bunte Farben einstellen, sondern alle F-Tasten mit Makros belegen. Auch Tastenkombinationen lassen sich programmieren, die dann beim Drücken einer F-Taste automatisch nacheinander ausgeführt werden.

Alle Einstellungen lassen sich zudem in Profilen speichern, um beispielsweise für verschiedene Spiele die idealen Tastenkombinationen und Leuchteffekte per Knopfdruck parat zu haben. Die Sicherung übernimmt ein in der Tastatur integrierter Speicher. Der Onboard-Speicher ist überaus nützlich, wenn die Tastatur beispielsweise an einem fremden PC zum Einsatz kommen soll, denn dann lassen sich die Einstellungen einfach wieder von der Tastatur abrufen.

Immer Zugriff auf die eigenen Einstellungen

Logitech sollte allerdings noch deutlich mehr Arbeit in die Funktionalität der Software stecken. Diese braucht teilweise sehr lange, bis sie gestartet ist. Außerdem kam es vor, dass programmierte Profile nicht zuverlässig in der Tastatur gespeichert wurden. Hier sollte man also jedes Mal auf Nummer sicher gehen und ausprobieren, ob auch alles wie gewünscht gesichert wurde.

Logitech G915 TKL im Testspiegel

Nicht nur uns gefiel die Logitech G915 TKL sehr gut, auch andere Tester zeigten sich rundum zufrieden. Die Kollegen von Golem (06/2020) waren vor allem vom guten Tippverhalten begeistert und auch der gestrichene Nummernblock brachte mehr Nutzen als erwartet:

»Das Kompaktformat ohne Nummernblock ist perfekt für eine so vielseitig einsetzbare kabellose Tastatur. Ob nun am Gaming-Schreibtisch oder auf der Couch: Für uns ist die G915 TKL die derzeit beste Tastatur des Unternehmens und auch generell ziemlich konkurrenzlos – solange wir dafür den Aufpreis zahlen.«

Kritik gab es allerdings auch, vor allem für die Software:

»Logitech Ghub ist die größte Schwäche der Tastatur. Es ist zwar gut, dass wir einzelne Tasten individuell beleuchten und Effekte einstellen können, allerdings ist uns das Programm auch das ein oder andere Mal abgestürzt.«

Auch bei PC Welt (06/2020) konnte die G915 TKL unseren früheren Kollegen Friedrich Stiemer überzeugen:

»Die Logitech G915 TKL ist eine wahre Premium-Tastatur für Gamer. Sie ist tadellos mit hochwertigen Materialien verarbeitet und nimmt dank des TKL-Designs und der flachen Bauweise nur wenig Platz auf dem Schreibtisch ein. Trotz der geringen Abmessungen gibt es dennoch extra Multimedia-Steuerelemente.«

Besonders wussten dort die Schalter von Logitech zu gefallen:

»Das eigentliche Highlight sind jedoch die taktil auslösenden, mechanischen Low-Profile-Schalter, die sich super und präzise anfühlen und als Sahnehäubchen auch noch eine satte RGB-Beleuchtung bieten. Die Wireless-Anbindung ist außerdem so flott und zuverlässig, dass wir keinen Unterschied zu einer kabelgebundenen Variante feststellen konnten.«

Nur das fehlen einer Handballenauflage und der doch recht hohe Preis wurden kritisiert:

»Leider kommt die G915 TKL ohne Handgelenkauflage – bei einem exorbitanten Preis von aktuell knapp 230 Euro hätten wir das jedoch erwartet. Logitech lässt sich die vielen technischen Schmankerl also sehr teuer bezahlen. Dafür gibt es jedoch kaum echte Alternativen zu diesem Modell.«

Bei Gameswelt (08/2020) findet das Gesamtpaket der Logitech G915 TKL ebenfalls Anklang:

»Die G915 TKL setzt ebenso wie ihr großer Bruder auf flache Low-Profile-Switches, die erneut mit ihrem hervorragenden Tippgefühl begeistern. Erhältlich sind die Schalter in drei Variationen, GL Tactile, GL Linear und GL Clicky. Die Verarbeitung leistet sich erneut keine Makel. Die Tastatur kann via USB-Kabel oder mit Logitechs Lightspeed-Technologie kabellos mit einem USB-Dongle nebst Verlängerung betrieben werden.«

Und auch hier wird das gute Tippverhalten gelobt, aber auch der hohe Preis angemerkt:

»Der hohe Preis der Logitech G915 TKL schreckt zunächst ab, allerdings muss man klar sagen, dass es sich ebenso wie beim großen Bruder derzeit um eine der besten Gaming-Tastaturen auf dem Markt handelt, zumal sie auch zum Tippen hervorragend geeignet ist.«

Alternativen

Auch wenn die Corsair K95 RGB Platinum unser klarer Testsieger ist, so gibt es doch lohnenswerte Alternativen. Denn vor allem der hohe Preis dürfte viele abschrecken.

Auch Gut

Fnatic Streak

Test Gaming-Tastatur: Fnatic Streak
Fnatic erweitert die Schaltertypen der Streak und überzeugt uns jetzt mit CherryMX-Brown-Switches.

Die Fnatic Streak kommt mit einem schlichten Design und einer soliden Verarbeitung. Dabei sorgt die Aluminium-Oberplatte für einen hochwertigen optischen Eindruck und auch das Material der Tastenkappen kann angenehm überzeugen. Hinzu kommen eine programmierbare RGB-Beleuchtung und ein USB-Hub. Neben den Multimedia-Tasten sitzt eine Lautstärkewalze aus Metall, welche die übrigen Funktionen sinnvoll ergänzt. Allerdings ist sie nicht ganz so bequem zu erreichen, wodurch aber auch ein versehentliches Verstellen verhindert wird.

Mit ihrer einstellbaren Handballenauflage liefert die Streak ein echtes Plus an Komfort. Über eine Schiene, die unterhalb der Tastatur angebracht wird, lässt sich die Auflage in drei Stufen fixieren, wo sie dann magnetisch festgehalten wird. So ist für jede Handgröße eine passende Einstellung möglich. Die weiche Polsterung verhindert dabei ein unangenehmes Druckgefühl, welches manchmal bei Handballenauflagen aus Kunststoff auftritt. Auch eine Höhenverstellung ist vorhanden, mit der sich die Gaming-Tastatur aufstellen lässt.

Der einzige wirklich negative Punkt ist das dicke Anschlusskabel. Diese beherbergt gleich zwei Leitungen – eine für die Tastatur und eine für den USB-Hub. Dadurch fällt es sehr ungelenk aus und ist durch den gummierten Kunststoffmantel auch etwas anfällig für Schmutz. Liegt es einmal an seinem Platz, dürfte es aber nicht weiter stören. Fnatic bewirbt die Streak als »mit E-Sportlern entwickelt« und man merkt ihr das auch an. Auf unnötige Features wurde weitestgehend verzichtet und alles konzentriert sich auf eine gute Haptik. Wer sich für die Fnatic Streak entscheidet, wird nach dem Kauf nicht enttäuscht sein.

60%-Tastatur

Razer Huntsman Mini

Test Gaming-Tastatur: Razer Huntsman Mini
Auf der ultrakompakten Razer Huntsman Mini gibt es nicht mehr als nötig. Wer keinen Schnickschnack mag, wird diese Tastatur lieben.

In der Hitze des Gefechts kann es schon einmal vorkommen, dass Tasten aus Versehen gedrückt werden. Um dies zu vermeiden und möglichst kurze Wege für die Finger von einer Aktion zur nächsten zu realisieren, können Spieler auf Tastaturen im 60-Prozent-Format umsteigen. Diese sind auf das wesentlichste reduziert und bieten meist nicht einmal Pfeiltasten. Da es sich hierbei aber dennoch um Gaming-Tastaturen handelt, sind die Verarbeitungsqualität und die eingesetzten Schalter sehr hochwertig.

Dies ist auch bei der Razer Huntsman Mini der Fall, die sich an ambitionierte Spieler richtet. Die Materialien sind sehr hochwertig, die Verarbeitung ebenfalls und mit den selbst entwickelten optischen Schaltern wird ein angenehmes Tippgefühl erzeugt. Der leichte Widerstand der Schalter wird mit einem hörbaren Klickgeräusch überwunden, was uns aber nicht weiter störte. Wer es leiser möchte, kann zu einer Variante mit linear auslösenden Schaltern greifen.

Dank der angerauten Oberfläche der Tastenkappen, finden die Fingerkuppen außerdem jederzeit einen sicheren Halt. Was sich nicht so leicht finden lässt, ist allerdings die ausschweifende Doppelbelegung der Tasten. Nicht nur, dass die F-Tasten alle als Zweitbelegung auf den Ziffern liegen, auch die Pfeiltasten sind nur über eine Tastenkombination erreichbar. Dies gilt auch für die gespeicherten Beleuchtungs- und Makroprofile, die sich im internen Speicher der Razer Huntsman Mini ablegen lassen.

Spieler, die sich mit einer Weniger-ist-Mehr-Philosophie an ihre Lieblings-Games setzen, werden mit dieser Tastatur ihre Freude haben. Die Qualität ist nämlich fantastisch, die Eingewöhnungszeit allerdings auch. Obendrauf gibt es noch die umfangreiche Synapse-3-Software von Razer, mit der sich auch andere Produkte des Herstellers individuell anpassen lassen.

Für Vielschreiber

Das Keyboard X50Q

Test Gaming-Tastatur: Das Keyboard X50Q
Dank eine ausgefeilten Software wird diese Tastatur zum Infoboard. Bestens geeignet für Gamer und Vielschreiber, die immer alles im Blick haben wollen.

Die Experten von Das Keyboard haben mit ihren Tastaturen für professionelle Schreibarbeiten viel Erfahrung gesammelt. Diese geben sie jetzt an Gamer weiter und packen noch intelligente Funktionen obendrauf. Mit einer kostenlos downloadbaren Software lassen sich nämlich viele Applets für verschiedene Programme einbinden, die aus jeder beliebigen Taste oder Tastengruppe ein Benachrichtigungsfeld für Systemereignisse machen kann. Dabei sind das Aufleuchten einer Taste beim Empfang einer neuen E-Mail oder die Anzeige der Systemauslastung mit unterschiedlichen Farben auf mehreren Tasten nur zwei der vielen Möglichkeiten, mit denen sich die Tastatur anpassen lässt.

Bei all den Softwarefunktionen vergisst man schnell das Wesentliche. Das ist bei der Das Keyboard X50Q aber nicht der Fall. Sie ist mit einem Gewicht von über zwei Kilogramm zwar sehr schwer, mit ihrer massiven Metalloberplatte aber auch sehr robust. Die Tastenkappen bieten den Fingerkuppen einen ausgezeichneten Halt und die verbauten Omron-Schalter haben ein weiches, taktiles Feedback. Das bedeutet, man spürt einen deutlichen Druckpunkt, wird aber nicht mit lauten Klickgeräuschen konfrontiert.

Auch ergonomisch macht die Das Keyboard X50Q alles richtig. Die leicht gewölbte Tastenanordnung macht jede Taste gut erreichbar und die mitgelieferte Handballenauflage entlastet das Handgelenk. Wer das nötige Geld für diese Tastatur aufbringt, kann anschließend ein ausgezeichnetes Schreibgerät sein Eigen nennen.

Gut & günstig

Aukey KM-G12

Test Gaming-Tastatur: AUKEY KM-G12
Mehr muss man für eine Gaming-Tastatur eigentlich nicht ausgeben. Wer zu kleinen Kompromissen bereit ist, wird mit der Aukey KM-G12 sehr zufrieden sein.

von 23 Lesern gekauft

Für Einsteiger und Sparfüchse bietet sich unsere neue Gut-und-Günstig-Empfehlung an. Die Aukey KM-G12 zeigt sich mit einer hochwertigen Verarbeitung und einer Oberseite aus Metall. Auf dieser sitzen die mechanischen Outemu-Schalter, die sich durch ein deutliches Klicken beim Drücken bemerkbar machen. Das Auslöseverhalten ist dabei sehr angenehm. Wer allerdings häufig mit anderen Menschen einen Raum teilt, könnte sich schnell als störender Lärmfaktor entpuppen.

Neben der soliden Bodenplatte kommt ein äußerst griffiger Kunststoff für die Tastenkappen zum Einsatz. Hierauf haben die Finger immer einen sicheren Halt und rutschen auch in hektischen Situationen nicht so schnell herunter. Die RGB-Beleuchtung der Tasten lässt sich über eine Zweitbelegung steuern, fällt aber zum Beispiel bei den Zifferntasten etwas ungleichmäßig aus. In dieser Preisklasse eher unüblich ist auch das umlaufende RGB-Leuchtband, welches die Ränder der Tastatur ziert.

Alles hat seinen Preis und das gilt bei Aukey für Zusatzfunktionen. Auf diese wurde weitestgehend verzichtet, wodurch sich die KM-G12 weder durch programmierbare Makrotasten, noch durch eine brauchbare Software auszeichnet. Alle Einstellungen müssen daher an der Tastatur selbst vorgenommen werden, was sich aber im wesentlichen auf das Durchschalten der verschiedenen Beleuchtungsmodi beschränkt.

Da die Aukey KM-G12 insgesamt aber dennoch sehr ansprechend gestaltet ist, sehr gut funktioniert und obendrein noch einen günstigen Preis hat, sprechen wir die Gut-und-Günstig-Empfehlung aus. Wer eine ähnliches Layout aber einen anderen günstigen Hersteller bevorzugt, sollte sich die weiter unter besprochene Redragon K556 Devarajas ansehen. Diese ist ebenfalls günstig, hat aber ein anderes Tippverhalten und besteht aus anderen Materialien.

Außerdem getestet

Redragon K556 Devarajas

Die Redragon K556 Devarajas ist unserer Gut-und-Günstig-Empfehlung Aukey KM-G12 sehr ähnlich. Sie kostet etwas mehr und bietet taktil auslösende Schalter, die im Alltag zwar vergleichsweise leise sind, beim Tippen aber immer ein nachfederndes Geräusch von sich geben. Das ist nicht unbedingt störend, fällt aber im Vergleich mit anderen Tastaturen auf. Die Verarbeitung ist sehr solide und Spieler halten hiermit eine gute Tastatur in der Hand. Mit ihren griffigen Tastenkappen verhindert die Redragon zudem, dass die Fingerkuppen von den Tasten abrutschen.

Für die Steuerung der RGB-Beleuchtung bietet Redragon auch eine kleine Software zum kostenlosen Download an. Damit lassen sich viele Beleuchtungsmodi auswählen und auch das Aufzeichnen von Makros ist möglich. Letzteres ist aber nicht sehr intuitiv und erfordert viel Herumprobieren. Wer damit kein Problem hat, kann bei der Redragon K556 aber ohne Bedenken zuschlagen. Als kleines Extra legt der Hersteller noch ein Set von jeweils zwei verschiedenfarbigen Schaltern bei, mit denen sich das unterschiedliche Klickgefühl von roten, braunen, blauen und schwarzen Schaltern ausprobieren lässt.

Patriot Memory Viper V765

Mit der Patriot Memory Viper V765 sind wir nicht richtig warm geworden. Die Verarbeitung ist grundsolide und auch die magnetisch befestigte Handballenauflage ist eine gute Idee. Neben den etwas glatteren Tastenkappen, die den Fingerkuppen einen moderaten Halt geben, sind auch noch separate Medientasten und eine Lautstärkewalze vorhanden. Die RGB-Beleuchtung macht ebenfalls einen guten Eindruck und auch die kostenlose Software erfüllt ihren Dienst.

Im Testalltag konnte uns das Tippgefühl der Red-Switches von Kalih nicht überzeugen. Der Widerstand beim Drücken ist zuerst etwas zu hoch und endet in einem unangenehm weich federnden Feedback. Das ist natürlich Geschmackssache, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Ein großes Manko stellt außerdem die starke Schmutzanfälligkeit der gummierten Handballenauflage dar. Die lässt sich zudem nur mühselig reinigen und wird deshalb schnell zum unansehnlichen Zubehörteil.

Wer flache Tastaturen mag, aber dennoch in den Genuss von Gaming-Hardware kommen möchte, landet vielleicht bei der Cooler Master SK630. Die Low-Profile-MX-Red-Schalter von Cherry ermöglichen dabei niedrigere Tasten und einen geringeren Hubweg, als es bei herkömmlichen Tastaturen der Fall ist. Die Verarbeitung ist dabei rundum hochwertig und die Oberplatte aus Aluminium vermittelt einen stabilen Eindruck. Mit der RGB-Beleuchtung lässt sich zudem viel anstellen, wenn man die schlanke und kostenlose Software von Cooler Master heruntergeladen hat.

Im Alltag fallen allerdings die geringen Tastenabstände negativ auf. Hier immer die richtige zu erwischen, erfordert etwas Übung und Eingewöhnung. Separate Medientasten bietet die SK360 nicht, diese sind aber als Zweitbelegung erreichbar. Dasselbe gilt auch für die Beleuchtungssteuerung, wobei diese ohne Software nicht besonders intuitiv zu bedienen ist. Für eine bessere Ergonomie hätte der Hersteller zudem Standfüße verbauen können. Da diese nicht vorhanden sind, lässt sich auch der Anstellwinkel nicht verändern. Cooler Master liefert mit der SK630 eine solide Gaming-Tastatur, die aber wegen ihrer zahlreichen Eigenheiten nicht jedermanns Geschmack trifft.

Die Razer Cynosa V2 wirkt im Vergleich mit anderen Tastaturen sehr spartanisch. Das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff gefertigt und Eingaben werden von einer Tastaturmembran registriert. Mechanische Schalter gibt es daher nicht, dafür sind die Tastenkappen von einer ähnlich hohen Qualität, wie sie auch bei anderen Gaming-Tastaturen zu finden ist. Die Fingerkuppen haben jederzeit einen sicheren Halt und auch Vielschreiber sind hier gut aufgehoben. Wer dazu neigt, gerne mal etwas zu verschütten, wird sich über das Label »spritzwassergeschützt« freuen.

Mit den separaten Medientasten und einer Lautstärkewippe ist der Umfang der Razer-Tastatur solide. Hinzu kommen eine RGB-Beleuchtung und die Möglichkeit, jede beliebige Taste mit einem Makro zu belegen. Für den aufgerufenen Preis erscheint die Cynosa V2 aber etwas billig. Ob sich die selbstentwickelte Membran wirklich gegenüber mechanischen Schaltern behaupten kann, darf an dieser Stelle bezweifelt werden. Am Ende ist das Urteil darüber aber natürlich stark vom Empfinden des Spielers abhängig.

Auch die Trust GXT 877 Scarr spielt mit einer Preisgestaltung von circa 70 Euro in der Riege der günstigeren Gaming-Tastaturen mit. Dies merkt man ihr leider auch an. Grundsätzlich ist die Verarbeitung solide, und die Tastenkappen sind auch in hektischen Momenten griffig und sicher zu erreichen. Die Oberplatte aus Metall und die aus Kunststoff bestehende Basis wirken aber nicht ganz so hochwertig und stabil wie bei der Konkurrenz. Während die Medientasten als Zweitbelegung auf den F-Tasten untergebracht wurden, müssen Spieler hier auf programmierbare Makrotasten komplett verzichten.

Spieler mit empfindlichen Augen sollten um die Gaming-Tastatur von Trust einen großen Bogen machen. Die RGB-Beleuchtung flimmert sehr stark und ist bei jedem Blick auf das Tastenfeld eine Zumutung für die Augen. Während der Rest, inklusive der nicht näher benannten linearen Schalter, als grundsolide durchgeht, spricht das unangenehme Licht ganz klar gegen eine Kaufempfehlung. Hier sollten Spieler nur zugreifen, wenn sie sehr unempfindliche Augen haben.

Corsair K95 Platinum RGB

Die Corsair K95 RGB Platinum ist unser ehemaliger Favorit. Hier stimmt der Ausstattungsumfang, die Verarbeitung und die zuverlässige, flotte Eingabe. Für letztere Eigenschaft sind hauptsächlich die verbauten Schalter vom Typ Cherry MX Speed Silver verantwortlich, die zu den aktuell schnellsten mechanischen Schaltern auf dem Markt zählen. Alternativ ist die Corsair aber auch mit der braunen Schaltervariante erhältlich. Für manche könnten die Silver-Switches aber etwas zu leichtgängig sein, was in versehentlichen Fehleingaben resultieren könnte.

Bei der Materialgüte zeigt sich die K95 RGB Platinum stark, da Corsair beim Gehäuse auf gebürstetes Flugzeugaluminium setzt. Das sieht nicht nur edel aus, sondern macht die Tastatur auch noch überaus robust. Außerdem bietet sie eine RGB-Einzeltastenbeleuchtung, eine abnehmbare Handgelenkauflage, zusätzliche Makrotasten, eine separate Multimedia-Steuerung und einen zusätzlichen USB-Port. All das hat natürlich seinen Preis: Die Corsair K95 RGB Platinum ist eine der teureren Tastaturen im Test.

Die HyperX Alloy Origins kann man nicht nur am heimischen Spiele-PC einsetzen, sondern auch an einer Playstation 4 für Texteingaben verwenden. Dadurch ist sie vielfältig einsetzbar, vergisst aber auch nicht die Stärken einer Gaming-Tastatur. Die linearen Schalter sind für schnelle Reaktionen bestens geeignet und noch dazu leise. Für längere Schreibarbeiten ist aber etwas Eingewöhnungszeit nötig. Wenn man die Beleuchtung individueller einstellen möchte, muss man außerdem die Software im Windows-Store herunterladen. An einer Konsole stehen einem daher nur die gespeicherten Profile zur Verfügung.

Mit der Redragon K552 kommt ein wahrer Preis-Leistungs-Knaller aus den USA auf den Schreibtisch. Denn trotz des günstigen Preises ist die Tastatur mit mechanischen Outemu-Schaltern ausgestattet, die extrem präzise auslösen. Die Beleuchtung ist einfarbig rot und leuchtet die Tasten sehr gut aus. Auch bei der Materialwahl lässt sich der Hersteller nicht lumpen und verbaut eine Oberplatte aus robustem Metall. Das schlanke Design und der Verzicht auf einen Nummernblock sorgen außerdem für einen geringen Platzverbrauch auf dem Schreibtisch. Nicht nur Gamer, sondern auch Vielschreiber erhalten mit der Redragon K552 eine extrem präzise und gute Tastatur. Dafür werden aber keine extra Medientasten verbaut.

Die Metallplatte erzeugt in Verbindung mit den deutlich klickenden Tasten allerdings eine enorme Geräuschkulisse, die auf jeden Fall berücksichtigt werde sollte, wenn man sich nicht alleine in einem Raum befindet oder sich beim Zocken in Diensten wie Teamspeak oder Discord unterhält.

Asus ROG Strix Scope TKL Deluxe

Auch Asus hat ein neues Zugpferd im Stall: Die Asus ROG Strix Scope Deluxe sieht zwar super aus und bietet auch eine Reihe nützlicher Funktionen, ist preislich aktuell aber einfach zu teuer. Der Schnellumschalter-Hotkey sorgt dafür, dass schnell und bequem zwischen verschiedenen Tastenbelegungen hin- und hergeschaltetet werden kann. Schön ist auch, dass die Tastatur dank des verbaute Aluminiums recht schwer ist und sich gut anfühlt. Sie wirkt robust und soll mit ihrer extra breiten Strg-Taste besonders Ego-Shooter-Spieler ansprechen. Auch mit der Software und den verfügbaren Schaltertypen sollten die meisten Spieler zufrieden sein. Alles an sich schön, aber bisher zu teuer für das, was sie kann. In Sachen Preis-Leistung sollte Asus hier nachbessern.

Mit der Razer Huntsman Elite hat der Gaming-Gear-Hersteller eine wirklich gute Tastatur im Angebot. Denn neben einem üppigen Ausstattungsumfang und einer einwandfreien, edlen Verarbeitung kann die Tastatur sogar mit hauseigenen Schaltern aufwarten. Die sogenannten »Razer Opto-Mechanical-Switches« arbeiten opto-mechanisch mit Hilfe einer Lichtbarriere im Inneren der Schalter. Das soll für noch schnellere Auslösezeiten sorgen. Außerdem verfügt das Keyboard über eine dedizierte Multimediasteuerung, ein Lautstärkedrehrad und eine abnehmbare, gepolsterte Handgelenkauflage. Die ist, genau wie das Gehäuse, mit einer Lichtleiste ausgestattet, die für Gamer-Atmosphäre sorgt. Der Preis ist aber definitiv zu hoch.

Snakebyte Key:Board Ultra

Für das Snakebyte Key:Board Ultra muss man relativ wenig Geld ausgeben und erhält eine gute Gaming-Tastatur. Durch eine extra Gummierung für die WASD- und Pfeiltasten geht hier der Grip beim Spielen nicht verloren und man kann diese auch ohne hinzusehen gut ertasten. Schreibarbeiten gehen ebenfalls gut von der Hand und auch ohne die Installation einer Software lassen sich die grundsätzlichen Funktionen der Snakebyte-Tastatur problemlos nutzen.

Allerdings sollte man etwas Platz auf dem Tisch einplanen, da die Basiseinheit sehr großzügig ausfällt. Die ist dafür aber auch zugleich ein ansprechendes Designelement. Beim Spielen und Tippen sind die typischen Klickgeräusche der Schalter deutlich zu hören, es gibt aber noch wesentlich lautere Tastaturen. Vom Gesamtpaket des Key:Board Ultra wird man auf jeden Fall nicht enttäuscht und der Preis ist angemessen.

Obwohl die Cooler Master MK850 gar nicht mal so klein ausfällt, stehen die Tasten relativ eng beieinander. Außerdem drückt man häufig aus Versehen eine der Makro-Tasten, obwohl man doch einfach nur Shift erreichen möchte. Hier ist viel Eingewöhnungszeit erforderlich, die bei anderen Tastaturen nicht unbedingt anfällt. Das gleiche gilt für die Software und so ziemlich alle der weiteren Funktionen der MK850. Über eine »Aimpad« genannte Technologie kann man in bestimmten Bereichen der Tastatur einstellen, ab wann die Tasten auslösen. So lässt sich beeinflussen, ob eine Eingabe bereits bei nur leichtem Druck registriert wird oder erst, wenn die Taste ganz unten anschlägt. Über beigelegte Tastaturkappen lassen sich diese Bereiche mit andersfarbigen Tasten kennzeichnen. Die Kappen sitzen dabei sehr locker und lösen sich bereits, wenn man die Tastatur aus der Verpackung heben möchte. Diese Funktion und auch die Beleuchtung lassen sich erst einstellen, wenn man die Software zur Tastatur installiert hat.

Wer sich die Cooler Master MK850 kauft, sollte auf jeden Fall viel Zeit für die Einarbeitung und Eingewöhnung verplanen.

Die Corsair K63 Wireless liegt im sogenannten TKL-Format (Tenkeyless) vor, kommt also ohne Nummernblock daher. Viele Gamer bevorzugen dieses kompaktere Format, da somit der Abstand zwischen der Tastatur und der Maus geringer ausfällt. Zusätzlich erfolgt die Kommunikation mit dem PC kabellos, entweder über Bluetooth LE oder über eine 2,4-GHz-Funkanbindung. Für letztere Verbindung muss aber ein kleiner USB-Dongle am Rechner stecken.

Da der drahtlose Betrieb nur über einen Akku ermöglicht werden kann, streicht Corsair alle unnötigen Features: Eine Tastenbeleuchtung gibt es zwar, allerdings leuchtet sie nur einfarbig in Blau. Dafür gibt es trotz der geringen Abmessungen separate Multimediatasten und MX-Read-Schalter von Cherry. Der Preis ist allerdings nicht ganz ohne. Wenn man das Keyboard aber nicht nur am Schreibtisch, sondern auch im Wohnzimmer nutzen möchte, spart man sich quasi eine zweite Tastatur. Und dann geht der Preis für die Corsair K63 Wireless tatsächlich noch in Ordnung.

Logitech G915 Lightspeed RGB

Die Logitech G915 Lightspeed RGB bietet flache Tasten, die aber trotzdem mit mechanischen Schaltern versehen sind. Der Druckpunkt ist deutlich zu spüren und nach etwas Eingewöhnungszeit rutscht man auch nicht mehr ständig von den glatten Tasten ab. Diese liegen aber dennoch sehr nah beieinander, wodurch statt der »Shift«-Taste schnell die danebenliegenden Makrotasten erwischt werden.

Neben einer für jede Taste einzeln einstellbaren Beleuchtung bietet die G915 auch Medientasten und speichert die persönlichen Einstellungen direkt im Keyboard. Für die Verbindung zum PC bieten sich viele Möglichkeiten an, beispielsweise über USB. Darüber wird die Tastatur auch geladen, um sie auf Wunsch kabellos betreiben zu können. Als Gamer sollte man die »Lightspeed« genannte Funktechnik von Logitech bevorzugen, da hier keine Eingabeverzögerung entsteht. Über Bluetooth lässt sich die Gaming-Tastatur zwar ebenfalls benutzen, für Spiele mit hoher Geschwindigkeit ist sie dann aber etwas zu langsam.

Spieler bekommen mit der Omen Sequencer ein besonderes Schalterformat. Die Mischung aus optischer Registrierung und mechanischen Schaltern soll deutlich schneller auslösen, als es bei herkömmlichen Tastaturen der Fall ist. Abseits der Technik sorgt auch das Design für einen Hingucker, bei dem ein Rollbalken aus Metall zur Lautstärkeregelung alles dominiert.

Dass die Tasten wirklich schneller auslösen als die der Konkurrenz, können wir nach unserem Test nicht eindeutig beurteilen. Es fällt aber auf, dass die Kappen etwas wacklig auf den Schaltern sitzen und die Leertaste recht laut klappert. Zudem ist die Enter-Taste ziemlich klein, wodurch wir immer mal daneben drückten. Die stabile Bodenplatte und der Rollbalken machen aber eine gute Figur und auch der USB-Hub hat uns gefallen.

Roccat Vulcan 120 AIMO

Die Roccat Vulcan 120 entspricht optisch unserer Design-Alternative, kommt aber direkt mit einer abnehmbaren Handballenauflage im Lieferumfang. Der besondere Look auf die freistehenden Schalter bleibt dabei erhalten und die Bodenplatte besteht aus schickem, schwarzem Aluminium. Ein mechanischer Lautstärkeregler erleichtert die Steuerung von Lautstärke und Helligkeit der Beleuchtung zuverlässig.

Im Alltag hebt sich die Vulcan 120 durch Roccats selbstentwickelte Tactile Switches ab. Dadurch wird das Feedback einzigartig und ist am ehesten mit den Cherry Brown Switches zu vergleichen. Noch dazu ist die Tastatur, für ein mechanisches Keyboard, recht leise.

Wem unsere bisherigen Empfehlungen nicht zugesagt haben oder wer gerne beim Hersteller unseres Top-Modells bleiben möchte, sollte einen Blick auf die Corsair K70 RGB MK.2 werfen. Diese bietet ebenfalls eine sehr hochwertige Verarbeitung und eine gute Haptik. Die Tasten geben ein deutliches Feedback und auch die Ausstattung mit Sondertasten kann sich sehen lassen. Hinzu kommt eine Walze für die Einstellung der Lautstärke und eine individualisierbare Einzeltastenbeleuchtung.

Im Lieferumfang befindet sich eine Handballenauflage und der 8 MB große interne Speicher bietet viel Platz für eigene Farbprofile zu verschiedenen Spielen. Mit Cherrys MX-Brown-Schaltern ist zudem für eine langanhaltende Qualität gesorgt.

Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile

Wie die vorgenannte Tastatur bietet die Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile individualisierbare Farbprofile, eine Handballenauflage und eine hochwertige Verarbeitung. Der Unterschied liegt hier in den halbhohen Tasten, durch die zum einen die Höhe der Tastatur geringer ausfällt und zum anderen der Weg zum Auslösen der Tasten geringer ist.

Diese Technik sorgt aber auch für einen höheren Kraftaufwand, der zum Drücken einer Taste nötig ist. Außerdem erforderte das niedrige Profil eine deutliche Umgewöhnung, die einige Zeit in Anspruch nimmt. Wer sich aber darauf einlässt, kann hier unter Umständen eine gute Alternative zu herkömmlichen Tastaturen finden.

Die Roccat Horde AIMO ist eher etwas für kleine Hände. Trotz der recht wuchtigen Ausmaße liegen die Tasten eng beieinander, wodurch wir ein ums andere mal die Makrotasten statt Shift oder Tab getroffen haben. Die Verarbeitung der Tastatur ist allerdings sehr hochwertig, genau wie die Haptik. Dass Roccat hier Mebranen statt mechanischen Schaltern verwendet, fällt beim Tippen und Zocken kaum auf.

Im Lieferumfang findet sich zudem eine Handballenauflage, durch die die Ergonomie nochmals verbessert wird. Sehr gut hat uns auch die Multimediasteuerung gefallen, die sich durch ein Scrollrad vielfältig einsetzen lässt. Die Roccat Horde AIMO bietet allerdings keine RGB-Einzeltastenbeleuchtung. Die Farben lassen sich nur für sechs verschiedene Zonen anzeigen.

Eine der günstigsten Tastaturen in unserem Testfeld ist die Klim Chroma. Hier hat man die Wahl zwischen einem drahtlosen Betrieb und dem Anschluss via Kabel, das allerdings auch zum Laden der internen Batterie benötigt wird. Die Tastatur selbst ist schlank, leicht und bietet sogar Tasten für die Multimediasteuerung. Statt mechanischer Schalter kommen hier auch Membranen zum Einsatz, die sich aber mit einem guten Feedback bemerkbar machen. Ob die Klima Chroma wirklich den Titel Gaming-Tastatur verdient, hängt von der Definition ab. Die gebotenen Zusatzfunktionen sind rudimentär und bestehen im wesentlichen aus Anti-Ghosting und einer RGB-Beleuchtung. Dass sich letztere nicht individuell anpassen lässt, sondern nur auf vorgefertigten Profilen beruht, schreiben wir nicht zuletzt auch dem günstigen Preis zu.

Die Klim Dash verzichtet auf eine Drahtlosfunktion und bietet mechanische Tasten sowie vielfältige RGB-Farbprofile. Die schlanke Bauform sorgt zudem für viel Platz auf dem Schreibtisch und die gute Haptik liefert eine angenehme Bedienung. Auf separate Tasten für die Steuerung von Medien verzichtet der Hersteller allerdings. Während die Tastatur selbst rundum solide ist, fällt uns die Beleuchtung negativ auf. Einzeltastenbeleuchtung und Farbprofile sind hierbei zwar schön und gut, die verwendeten LEDs leuchten die Buchstaben aber nur ungleichmäßig aus. Bei einer niedrigen Helligkeit bleiben Teile der Tasten dadurch dunkel, auf hoher Helligkeit blendet uns das Licht.

Lioncast LK300 RGB Pro

Die Lioncast LK300 RGB Pro bietet ebenfalls Cherry-MX-Switches, allerdings in der Brown-Ausführung. Auch hier ist das Tastenfeedback eher weich, dafür stimmt der Grip der Oberfläche. Während der ersten Stunden mussten wir uns allerdings an den hohen Hub gewöhnen, durch den die Tasten gefühlt eine lange Strecke bis zum Auslösen zurücklegen. Freunde von Makro- und Multimediatasten kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten, da Lioncast für vielseitige Profile und individuelle Anpassungsmöglichkeiten gesorgt hat. Das gleiche gilt auch für die angenehme RGB-Beleuchutng. Dank der abnehmbaren Handballenauflage ist zudem für eine gute Ergonomie gesorgt, mit einem Gewicht von 1,35 Kilogramm ist die LK300 RGB Pro allerdings kein Leichtgewicht.

Sharkoon Skiller Mech SGK3

Mit der Sharkoon Skiller SGK3 liefert der Hersteller für unter 70 Euro mechanische Switches, die eine RGB-Einzeltastenbeleuchtung bieten. Auch an der Haptik hat Sharkoon nicht gespart und setzt auf eine Oberplatte aus Metall. Gleichwertig ausgestattete Modelle von anderen namhaften Herstellern kosten mindestens 100 Euro und mehr. Bei den mechanischen Schaltern greift Sharkoon auf Kailh zurück und bietet insgesamt drei verschiedene Varianten an: Red, Blue oder Brown. Die Schaltcharakteristik entspricht in etwa den gleichfarbigen MX-Switches von Cherry.

Unser Testmodell ist mit den Kailh Red ausgestattet und bietet also einen linearen Schaltweg. Im Vergleich zu den MX Red sind allerdings fünf Gramm mehr Druck für das Auslösen der Tasten notwendig. Eine mangelnde Qualität konnten wir nicht feststellen, die Tasten lösten im Test stets präzise und zuverlässig aus. Ein weiterer Unterschied zu den RGB-Schaltern von Cherry: Die Gehäuse der Kailh-Schalter sind nicht durchsichtig. Die aufgesetzten Tasten erinnern so zwar an unseren Testsieger von Corsair, jedoch ohne das Leuchten, das unter den Tastenkappen hervorscheint.

Auch das Versprechen der N-Key-Rollover-Funktion kann die Tastatur einhalten – Aqua Key Test bestätigt uns, dass die Tastatur alle parallel gedrückten Tasten ans System weiterleitet. Von eventuellem Ghosting ist ebenfalls keine Spur. Die übersichtlich aufgebaute Software erlaubt das Programmieren von Makros und der Beleuchtung, außerdem steht ein Onboard-Speicher zur Verfügung. Der Sharkoon Skiller SGK3 fehlt zwar eine Handgelenkauflage und es gibt keine Sondertasten (nur Doppelbelegung), doch selbst diese Punkte machen die Gaming-Tastatur von Sharkoon nicht weniger attraktiv.

Sharkoon Purewriter RGB

Im sogenannten Low-Profile-Design liegt die Sharkoon Purewriter RGB vor, weshalb sich die Höhe dieses Modells auf nur 3,5 Zentimeter beläuft. Möglich machen das die flachen Tastenkappen und die Low-Profile-Mechanik-Switches von Kailh – unser Testgerät verwendet die roten Schalter mit einer linearen Schaltcharakteristik. Auch die restlichen Abmessungen sind recht gering, auf eine Handgelenkauflage wird bewusst verzichtet.

Auf eine separate Multimediasteuerung müssen Sie dennoch nicht verzichten. Und trotz des vergleichsweise günstigen Preises ist die Tastatur aber auch recht hochwertig verarbeitet. Nur die RGB-Beleuchtung muss etwas Kritik einstecken: Die Farbdarstellung mag zwar ziemlich intensiv sein, verhindert dadurch aber, dass man die Farbunterschiede erst bei stärkeren Änderungen überhaupt wahrnimmt.

Aber das war es auch schon mit den negativen Punkten, und im Angesicht des niedrigen Preises lässt sich dieser Punkt definitiv verschmerzen.

Die Logitech G613 ist die einzige Gaming-Tastatur in diesem Vergleichstest, die ohne Anschlusskabel auskommt. Die Signale werden hier über die sogenannte Lightspeed-Technik drahtlos an einen kleinen USB-Empfänger am PC übertragen. Lightspeed wurde von Logitech selbst entwickelt und arbeitet dank ausgefeilter Algorithmen auch fehlerfrei und schnell – ein Muss für Gamer. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass es sich hierbei sogar um die erste Tastatur mit flotten, mechanischen Schaltern vom Typ Romer-G handelt – ebenfalls entwickelt von Logitech, die Fertigung übernimmt der bekannte Hersteller Omron.

Zusätzlich ist auch die parallele Kopplung via Bluetooth möglich, um auf Knopfdruck zwischen der Eingabe für verschiedene Geräte wie dem Tablet oder TV umzuschalten. Die Energieversorgung übernehmen zwei handelsübliche AA-Batterien, die laut Hersteller die Tastatur bis zu 18 Monate mit Energie versorgen sollen. Hierfür hat der Hersteller nämlich Stromspartechniken integriert – und verzichtet auch auf eine umfassende Tastenbeleuchtung. Auch die Haptik der doch recht teuren Tastatur ist nicht die edelste.

Bei der HyperX Alloy Elite handelt es sich um das aktuelle Flaggschiff des Gaming-Peripherie-Herstellers. Die Haptik ist toll: Das Gehäuse besteht komplett aus Metall und sorgt somit für eine hochwertige und robuste Grundlage. Makrotasten gibt es zwar nicht, dafür gibt es aber eine separate Beleuchtungs- und Multimediasteuerung, sogar inklusive Lautstärkewalze aus Aluminium. Wir hatten die Version mit Cherry-MX-Blue-Schaltern im Test, die gewohnt präzise, aber auch hör- und spürbar auf unsere Eingaben reagierten. Anti-Ghosting und N-Key-Rollover funktionieren tadellos. Eine Tastenbeleuchtung gibt es auch, welche allerdings nur einfarbig (Rot) ist, dafür aber per Knopfdruck mit einigen Leuchteffekten aufwarten kann.

Die Installation eines Treibers ist nicht notwendig. Des Weiteren lassen sich keine Makros programmieren oder Profile anlegen. Die abnehmbare Handgelenkauflage wirkt außerdem weniger wertig. Da bietet die Logitech G613 für einen kleinen Aufpreis deutlich mehr.

Logitech G910 Orion Spectrum

Die Logitech G910 Orion Spectrum erinnert stark an unsere Empfehlung Logitech G613. Allerdings erfolgt der Anschluss per USB-Kabel, die Romer-G-Schalter besitzen eine RGB-Beleuchtung und die Multimediasteuerung wird um eine Lautstärkewalze bereichert. Auch hier lässt sich das Smartphone als Second-Screen benutzen, das Dock hierfür befindet sich aber direkt an der Tastatur und lässt sich bei Bedarf ausfahren.

Hinzu kommen drei zusätzliche Makrotasten, die wie die Pfeil- und WASD-Tasten über eine griffige Oberflächenstruktur verfügen. Vor allem beim Blindtippen lassen sich diese Tasten also ohne Hinsehen ausmachen. Ansonsten kommt die G910 nicht ganz an die Haptik der G613 heran – vor allem die wechselbare Handgelenkauflage besteht nur aus dünnem, ungepolstertem Plastik.

Mit Ghosting hat die Logitech-Tastatur keine Probleme, das Key-Rollover beschränkt sich auf 26 Tasten, wie versprochen. Einen Anschluss-Hub für USB- oder Audiogeräte gibt es allerdings nicht, auch das Kabel ist nicht umflochten.

Unterm Strich ist für uns die Logitech G613 der bessere Deal, aber wer sich nicht mit der drahtlosen Übertragung anfreunden kann, für den kann die G910 Orion Spectrum eine Alternative sein.

Das Cherry MX Board 5.0 ist streng genommen gar keine Gaming-Tastatur, besitzt aber dennoch Gaming-spezifische Funktionen wie das Sperren der Windows-Taste sowie eine einfarbige, weiße Tastenbeleuchtung. Außerdem bietet sie Anti-Ghosting sowie ein N-Key-Rollover. Makros, Onboard-Speicher und Profile fehlen der Tastatur allerdings. Besonderen Fokus hat Cherry sowieso auf Ergonomie gelegt: Die überdurchschnittlich große und abnehmbare Handgelenkauflage ist mit Gummi gepolstert und lässt sich über vier breite Standfüße auf verschiedene Weisen aufstellen. Die Tastatur selbst besitzt noch einmal zwei ausklappbare Standfüße.

Bei den Schaltern kommt natürlich die hauseigene, mechanische MX-Technik zum Einsatz, und zwar in der gedämpften Form. Die Tastenbeleuchtung beherrscht neben statischem Licht aus zwei Effekte, die Helligkeit lässt sich in zehn Stufen regeln. Das Anti-Ghosting funktioniert, genau wie das Full-Key-Rollover.

Die Verarbeitung der Tastatur ist makellos. Nur verlangt Cherry für einen vergleichsweise geringen Ausstattungsumfang eine Menge Geld.

Eigentlich ist die Asus ROG Claymore eine Vollformat-Tastatur. Doch das Besondere ist, dass man den Nummernblock einfach entfernen kann – und auf Wunsch sogar auf die linke Seite andocken kann, was besonders Linkshändern gefallen dürfte. Das Wechseln klappt unkompliziert im laufenden Betrieb. Bei der Oberplatte verwendet der Hersteller strukturiertes Aluminium, was dem Keyboard ein edles, futuristisches Design und eine robuste Grundlage verleiht.

Unser Testgerät ist mit linearen Cherry MX Red ausgestattet, die auch eine RGB-Beleuchtung bieten. Apropos RGB: Dank der Technik Asus Aura lässt sich die Beleuchtung inklusive der Effekte mit anderen, kompatiblen Geräten wie LED-Streifen in Gehäusen, Grafikkarten oder anderer Asus-Peripherie synchronisieren.

Bis auf eine Lautstärkewalze aus Metall gibt es keine separaten Sondertasten, Makros werden über eine Doppelbelegung umgesetzt. Die Programmierung wird über die Treiber-Software erledigt, auch eine Unterteilung in Profilen ist möglich. Auf den Onboard-Speicher passen insgesamt sechs Profile. Mit eventuellem Ghosting muss man sich nicht herumschlagen, außerdem bietet die Tastatur Full-Key-Rollover.

Wir haben aber zwei große Kritikpunkte: Es gibt keine Handgelenkauflage, was bei den hohen Tasten durchaus zum Nachteil werden kann, und außerdem ist sie die teuerste Tastatur im Test.

Die Razer Ornata Chroma ist die zweite Tastatur im Test, die keine mechanischen Schalter benutzt, sondern auf eine sogenannte Mecha-Membran-Technik setzt. Laut Razer soll es sich dabei um hybride, mechanische Schalter handeln, die ähnlich wie Mechanik-Switches auslösen, allerdings weniger kosten. Tatsächlich kommt die Schaltcharakteristik an eine mechanische Tastatur heran und erinnert an taktile Switches.

Ähnlich wie unsere Empfehlung Razer Blackwidow Chroma V2 ist die weich gepolsterte Handgelenklauflage komplett abnehmbar. Die RGB-Beleuchtung lässt sich nicht für jede einzelne Taste programmieren, da die Beleuchtung nicht in den Schaltern sitzt, sondern in einer Kunststoffabdeckung darunter. An die Wertigkeit der Blackwidow Chroma V2 kommt die Ornata nicht heran.

Mit Ghosting gibt es keine Probleme, das Key-Rollover beschränkt sich allerdings auf maximal sechs Tasten. Makros sind nur über eine Doppelbelegung programmier- und auslösbar, genau wie die Steuerung von Multimediainhalten. Auf Profile müssen Sie jedoch verzichten. Die Einstellungen nehmen Sie wieder in der Razer-Synapse-Software vor, die Ihre Programmierung in der Cloud speichert – denn einen Onboard-Speicher gibt es nicht. Weiterer Negativpunkt: Der Hersteller verlangt ziemlich viel Geld für die Tastatur.

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