Die beste Gaming-Tastatur

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB

Die beste Gaming-Tastatur ist die Corsair K95 RGB Platinum mit flotten, mechanischen Schaltern von Cherry. Neben einer erstklassigen Verarbeitung und hochwertigen Materialien bietet dieses Modell auch einen großen Funktionsumfang, der prädestiniert ist für PC-Spieler. Leider lässt sich der Hersteller dafür fürstlich entlohnen.

Für PC-Gamer ist die Tastatur neben der Maus das wichtigste Eingabegerät. Sie muss auf viele und oft auch auf schnell aufeinanderfolgende Tasteneingaben zuverlässig reagieren. Außerdem sollte eine Gaming-Tastatur überaus robust sein, um plötzliche Wutattacken unbeschadet überstehen zu können – Stichwort Ragequit! Zusätzlich sorgen Komfort-Ausstattungen wie separate, programmierbare Sondertasten, Beleuchtungseffekte und Handgelenkauflagen für eine bequeme Bedienung.

Wir hatten insgesamt zwölf verschiedene Gaming-Tastaturen im großen Vergleichstest. Die Preisspanne der Tastaturen reicht dabei von 220 bis 65 Euro. Im Test konnten wir feststellen, dass eine gute Tastatur für Gamer nicht unbedingt ins Geld gehen muss.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Corsair K95 Platinum RGB

Test Gaming-Tastatur: Corsair K95 Platinum RGB
Der Testsieger ist überaus hochwertig verarbeitet und bietet unter anderem schnelle Mechanik-Switches – aber das hat seinen Preis.

Die beste Gaming-Tastatur ist die Corsair K95 RGB Platinum. Hier stimmen der Ausstattungsumfang, die Verarbeitung und die zuverlässige, flotte Eingabe. Für letztere Eigenschaft sind hauptsächlich die verbauten Schalter vom Typ Cherry MX Speed Silver verantwortlich, die zu den aktuell schnellsten mechanischen Schaltern auf dem Markt zählen. Alternativ ist die Corsair aber auch mit der braunen Schaltervariante erhältlich. Für manche könnten die Silver-Switches aber etwas zu leichtgängig sein, was in versehentlichen Fehleingaben resultieren könnte.

Vor allem bei der Materialgüte kommt die Konkurrenz nicht hinterher, da Corsair beim Gehäuse auf gebürstetes Flugzeugaluminium setzt. Das schaut nicht nur edel aus, sondern macht die Tastatur auch noch überaus robust. Außerdem bietet der Testsieger eine RGB-Einzeltastenbeleuchtung, eine abnehmbare Handgelenkauflage, zusätzliche Makrotasten, eine separate Multimediasteuerung und einen zusätzlichen USB-Port. All das hat natürlich seinen Preis: Die Corsair K95 RGB Platinum ist die zweitteuerste Tastatur im Test.

Auch gut

Razer Blackwidow Chroma V2

Test Gaming-Tastatur: Razer Blackwidow Chroma V2
Nicht ganz so hochwertig und umfangreich ausgestattet, aber dennoch eine würdige Konkurrenz.

Etwas günstiger, aber dafür mit nicht ganz so hochwertigen Materialien wie unser Testsieger ausgestattet, ist die Razer Blackwidow Chroma V2. In Sachen Design hat sich bei der Neuauflage des beliebten Klassikers nicht viel geändert. Neu ist allerdings die abnehmbare, gepolsterte Handballenauflage. Etwas schade: Es gibt zwar separate, frei belegbare Makrotasten, aber alle anderen Funktionen wie die Multimediasteuerung lagert der Hersteller als Doppelbelegung auf die F-Tasten aus. Das ist unserer Meinung nach etwas umständlich, da der Spieler erst noch parallel die Funktionstaste drücken muss, um beispielsweise die Lautstärke zu verringern.

Ausgerüstet ist dieses Modell mit selbstentwickelten, mechanischen Schaltern, die Razer von Kaihua fertigen lässt. Unser Testgerät ist mit der taktilen Variante »Razer Green« ausgestattet, verfügbar ist sie aber auch mit den Yellow- und Orange-Schaltern. Auch eine programmierbare RGB-Beleuchtung fehlt hier nicht. An der Seite befindet sich auch ein Anschluss-Hub mit einem USB-2.0- und Audio-Anschluss.

Drucksensitiv

Roccat Isku+ Force FX RGB

Test Gaming-Tastatur: Roccat Isku+ Force FX RGB
Bestimmte Tasten sind drucksensitiv, was neue Eingabemöglichkeiten erlaubt.

Die Roccat Isku+ Force FX RGB tanzt etwas aus der Reihe, weil sie nicht über mechanische Tasten verfügt, sondern auf eine analoge Alternative setzt. Das Besondere dabei ist, dass die QWEASD-Tasten unterschiedlich reagieren, je nachdem wie fest sie der Spieler drückt. Das ermöglicht neue Eingabemöglichkeiten. Beispielsweise lässt sich damit ein Fahrzeug sanfter beschleunigen, da der Wagen erst Vollgas gibt, wenn die Taste komplett durchgedrückt wird.

Hinzu kommen viele weitere Techniken wie die doppelte Tastenbelegung namens EasyShift, eine Makro-Aufnahme in Echtzeit sowie eine RGB-Beleuchtung. Allerdings erreichen die analogen Tasten nicht die Eingabegüte von mechanischen Schaltern, außerdem wirkt die Tastatur aufgrund ihres Kunststoffgehäuses nicht ganz so hochwertig.

Drahtlos-Alternative

Logitech G613

Test Gaming-Tastatur: Logitech G613
Gaming ohne Kabelsalat: Die Logitech-Tastatur erlaubt trotz Drahtlosanbindung schnelle Eingaben.

Die Logitech G613 ist die einzige Gaming-Tastatur in diesem Vergleichstest, die ohne Anschlusskabel auskommt. Die Signale werden hier über die sogenannte Lightspeed-Technik drahtlos an einen kleinen USB-Empfänger am PC übertragen. Lightspeed wurde von Logitech selbst entwickelt und arbeitet dank ausgefeilter Algorithmen auch fehlerfrei und schnell – ein Muss für Gamer. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass es sich hierbei sogar um die erste Tastatur mit flotten, mechanischen Schaltern vom Typ Romer-G handelt – ebenfalls entwickelt von Logitech, die Fertigung übernimmt der bekannte Hersteller Omron.

Zusätzlich ist auch die parallele Kopplung via Bluetooth möglich, um auf Knopfdruck zwischen der Eingabe für verschiedene Geräte wie dem Tablet oder TV umzuschalten. Die Energieversorgung übernehmen zwei handelsübliche AA-Batterien, die laut Hersteller die Tastatur bis zu 18 Monate mit Energie versorgen sollen. Hierfür hat der Hersteller nämlich Stromspartechniken integriert – und verzichtet auch auf eine umfassende Tastenbeleuchtung. Auch die Haptik dieser doch recht teuren Tastatur ist nicht die edelste.

Gut & günstig

Sharkoon Skiller Mech SGK3

Test Gaming-Tastatur: Sharkoon Skiller Mech SGK3
Eine mechanische Tastatur mit RGB-Beleuchtung für unter 70 Euro.

Mit der Sharkoon Skiller SGK3 holt man sich einen wahren Preis-Leistungs-Knaller auf den Schreibtisch. Denn trotz des günstigen Preises von unter 70 Euro ist diese Tastatur mit mechanischen Kailh-Schaltern ausgestattet, die sogar noch eine programmierbare RGB-Einzeltastenbeleuchtung bieten. Zur Wahl stehen insgesamt drei verschiedene Switch-Varianten. Auch bei der Materialwahl lässt sich der Hersteller nicht lumpen und verbaut eine Oberplatte aus robustem Metall. Der Ausstattungsumfang der SGK3 zu diesem Preispunkt hat uns wirklich überrascht, und zwar positiv.

Unser Testgerät war mit den linear auslösenden, roten Kailh-Schaltern ausgestattet. Oft verrufen als Billigvariante der populären Cherry-MX-Switches, konnten wir in Sachen Qualität keine allzu großen Unterschiede feststellen. Auf Zusatztasten verzichtet dieses Modell aber vollkommen und lagert Funktionen wie Makros oder die Multimediasteuerung als Doppelbelegung auf verschiedene Tasten aus. Für den niedrigen Preis ist das aber durchaus verschmerzbar.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutDrucksensitivDrahtlos-AlternativeGut & günstig
Modell Corsair K95 Platinum RGB Razer Blackwidow Chroma V2 Roccat Isku+ Force FX RGB Logitech G613 Sharkoon Skiller Mech SGK3 HyperX Alloy Elite Fnatic Gear Rush Silent Rapoo VPro V500S Logitech G910 Orion Spectrum Cherry MX Board 5.0 Asus ROG Claymore Razer Ornata Chroma
Test Gaming-Tastatur: Corsair K95 Platinum RGBTest Gaming-Tastatur: Razer Blackwidow Chroma V2Test Gaming-Tastatur: Roccat Isku+ Force FX RGBTest Gaming-Tastatur: Logitech G613Test Gaming-Tastatur: Sharkoon Skiller Mech SGK3Test Gaming-Tastatur: HyperX Alloy EliteTest Gaming-Tastatur: Fnatic Rush G1 SilentTest Gaming-Tastatur: Rapoo VPro V500STest Gaming-Tastatur: Logitech G910 Orion SpectrumCherry MX Board 5.0Test Gaming-Tastatur: Asus ROG ClaymoreTest Gaming-Tastatur: Razer Ornata Chroma
Pro
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Separate Multimediasteuerung
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • USB-Anschluss-Hub
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • USB-Audio-Anschluss-Hub
  • Sechs drucksensitive Tasten
  • Viele Sondertasten
  • RGB-Beleuchtung
  • Drahtlose Übertragung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Koppelbar mit mehreren Geräten gleichzeitig
  • Smartphone-Dock
  • Sehr günstig
  • Hochwertige Materialien
  • RGB-Beleuchtung
  • Hochwertige Materialien
  • Separate Multimediasteuerung inklusive Lautstärkewalze
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • Leise, mechanische MX-Schalter
  • Zwei USB-Anschlüsse
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
  • sehr günstig
  • Kompaktes TKL-Design
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Integriertes Smartphone-Dock
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Wechselbare Handgelenkauflage
  • Separate Sondertasten inklusive Lautstärkewalze
  • Tolle Ergonomie
  • Leise, mechanische MX-Schalter
  • Breite, abnehmbare Handgelenkauflage
  • Abnehmbarer Nummernblock
  • Programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Hochwertige Haptik
  • Mecha-Membran tasten wirken fast wie mechanische Schalter
  • RGB-Beleuchtung
  • Abnehmbare Handgelenkauflage
Contra
  • Teuer
  • Wuchtig
  • Teuer
  • Keine separate Multimediasteuerung
  • Magnet-Arretierung der Handgelenkauflage recht schwach
  • Kein Onboard-Speicher
  • Schwache Tastenbeleuchtung
  • Handgelenklauflage nicht abnehmbar
  • Mittelmäßige Haptik
  • Keine Tastenbeleuchtung
  • Handgelenkauflage nicht abnehmbar
  • Keine Handgelenkauflage
  • Keine separaten Sondertasten
  • Tastenbeleuchtung nur einfarbig
  • Handgelenkauflage wirkt billig
  • Keine Makros oder Profile
  • Tastenbeleuchtung nur einfarbig
  • Handgelenkauflage wirkt billig
  • Keine separaten Sondertasten
  • Mechanische Schalter sehr laut
  • Tasten liegen dicht beieinander
  • Keine separaten Sondertasten
  • Mittelmäßige Haptik
  • Tastenbeleuchtung nur einfarbig
  • Keine separaten Sonder- und Multimediatasten
  • Nur rudimentäre Ausstattung für Gamer
  • Teuer
  • Sehr teuer
  • Keine Handgelenkauflage
  • Kein Onboard-Speicher
Bester Preis
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So haben wir getestet

Alle Gaming-Tastaturen wurden unter gleichen Bedingungen getestet, um eine faire Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Zunächst mussten sie den Arbeitstag eines Redakteurs überstehen, der aus mindestens sieben Stunden Tippen besteht. Danach folgte eine Multiplayer-Partie im schnellen Shooter »Call of Duty: WWII«. Diese beiden Testszenarien beinhalten nicht nur einfaches und schnelles Drücken der Tasten, sondern auch Tastenkombinationen und mehrere, gleichzeitig gedrückte Tasten.

Der letzte Test bestand aus dem kleinen Gratis-Programm »Aqua Key Test« unter Windows 10 (64 Bit). Dieses Tool stellt fest, wie viele Tasten sich tatsächlich gleichzeitig betätigen lassen, bevor eine Taste »verschluckt« wird. Dabei wird außerdem geprüft, ob Ghosting auftritt.

Gaming-Tastatur Test: Aqua Key Test
Im Aqua Key Test finden wir heraus, ob die Tastaturen tatsächlich Anti-Ghosting und Key-Rollover beherrschen.

Worauf es bei Gaming-Tastaturen ankommt

Neben der eingangs erwähnten Robustheit ist die Wahl der Schalter-Technik unter den Tastenkappen wichtig für Gaming-Tastaturen: Günstige Modell setzen hier meistens auf Gummikuppeln (Rubberdome), teurere Keyboards nutzen mechanische Schalter (oder auch Switches genannt). Letztere sind zwar teurer, aber deutlich robuster, langlebiger und präziser – manche Hersteller versprechen sogar bis zu 70 Millionen Tastenanschläge ohne Qualitätsverlust. Am häufigsten setzen die verschiedenen Marken auf die MX-Schalter von Cherry, die es schon seit mehreren Jahrzehnten auf dem Markt gibt und als Gold-Standard gelten.

Die Farben der Stößel machen dabei die eigentliche Schaltcharakteristik deutlich und lassen erkennen, ob es sich um einen linearen, taktilen oder hörbar auslösenden Schalter handelt. Linear bedeutet, dass sich die Taste ohne ein spürbares »Hindernis« durchdrücken lässt – das eignet sich vor allem bei schnellen Eingaben. Taktil bedeutet hingegen, dass beim Tippen nach einem gewissen Betätigungsweg ein Schaltpunkt überwunden werden muss, um den Tastendruck auszulösen. Deshalb lässt sich das auch als spürbares Feedback bezeichnen und der Gamer kann sich sicher sein, dass er die Eingabe auch erfolgreich ausgelöst hat. Hörbares Feedback quittiert mit einem Klicken die Eingabe. Es existieren auch Kombinationen aus den Schaltcharakteristiken.

Gaming-Tastatur Test:
Hier zu sehen: Ein mechanischer Schalter vom Typ Cherry MX Speed Silver in der Corsair K95 RGB Platinum.

Bei Cherry sind die am weitesten verbreiteten Schalter die MX Red (linear), Blue (taktil und hörbar), Brown (taktil), Black (linear) und Speed Silver (linear). Diese Aufteilung ist analog zu den mechanischen Kailh-Schaltern vom chinesischen Hersteller Kaihua, die auf dem Markt aber günstiger als die Cherry-Switches angeboten werden. Razer hat ebenfalls eigene Schalter entwickelt, die das Unternehmen von Kaihua fertigen lässt: Die Razer Green (taktil und hörbar), Yellow (linear) und Orange (taktil). Hersteller Logitech kooperiert mit Omron und setzt teilweise auf seine sogenannten Romer-G-Schalter die taktil auslösen.

Allerdings ist es schwierig, pauschal einen Schaltertyp zu empfehlen, da es dabei sehr stark auf den persönlichen Geschmack ankommt. Deshalb raten wir dazu, die Schalter auszuprobieren – bei Freunden, in Elektronikmärkten oder auch auf Messen.

Generell lässt sich aber sagen: Lineare Schalter eignen sich besonders für schnelle Tastenfolgen, während sich taktile Modelle eher etwas schwergängiger auslösen lassen. Mechanische Schalter sind für Gamer indes keine Pflicht: Wer nur ab und an ein Spielchen wagt, dem genügen auch die günstigeren Rubberdome-Modelle.

LED-Beleuchtung der Tasten: Nützliches Feature oder Spielerei?

Viele neue Tastaturen bieten beleuchtete Tasten an. Meist lassen sich die Hersteller die Beleuchtung auch deutlich was kosten. Insbesondere eine RGB-Beleuchtung geht ins Geld, da die Gamer hier die Wahl aus dem gesamten RGB-Farbraum (16,8 Millionen Farben) haben – jedoch sind die Farbunterschiede so gering, dass man die Abstufungen der einzelnen LEDs nicht mit bloßem Auge erkennen kann.

Dennoch erweist sich die die RGB-Beleuchtung als überaus flexibel, da man die Tastatur dann bei der Farbgebung an seine restliche Peripherie oder den PC anpassen kann. Mittlerweile keine Seltenheit mehr ist die Programmierbarkeit dieser Beleuchtung für jede einzelne Taste. Denkbar ist hier zum Beispiel das Hervorheben bestimmter Tasten oder Zonen, die fürs Spiel wichtig sind.

Gaming-Tastatur Test:
Eine RGB-Beleuchtung macht ordentlich was her, kostet in der Regel aber auch mehr.

Neben dem statischen Leuchten beherrschen die LEDs auch Effekte wie Regenbogenwellen oder reaktives Blinken zum Takt der Musik. Weitaus nützlicher ist aber die Anzeige von spielspezifischen Elementen und Indikatoren. Ist das virtuelle Alter-Ego vergiftet, könnte die Tastatur grün blinken und langsam wieder zum Normalzustand zurückkehren, bis die Wirkung des Gifts oder jeweiligen Effekts nachgelassen hat. All diese Einstellungen lassen sich im Treiber erledigen, je nach Hersteller ist die Beleuchtungsprogrammierung verschieden umfangreich möglich.

Begriffsabgrenzung: Anti-Ghosting und Key-Rollover

Auf der Suche nach der richtigen Gaming-Tastatur stößt man schnell auf die Begriffe »Anti-Ghosting« oder »Key-Rollover«, letzteres häufig mit einer vorangehenden Zahl oder auch dem Buchstaben N. Diese Angaben beziehen sich auf die Fähigkeit der Tastatur, parallel gedrückte Tasten auch zuverlässig und korrekt ans System weiterzuleiten.

Von Ghosting spricht man, wenn bei einer Tastenkombination oder schnellen Tastenfolgen zusätzliche, umliegende Tasten weitergeleitet werden, obwohl sie gar nicht gedrückt wurden. Anti-Ghosting soll das verhindern und nur die tatsächlich gedrückten Eingaben zurückmelden.

Beim Key-Rollover handelt es sich um eine Angabe, wie viele gleichzeitig gedrückte Tasten die Tastatur an den PC übertragen kann, bevor es eine Taste »verschluckt« und nicht registriert. »Full-« oder »N-»Key-Rollover bedeuten, dass sich alle Tasten parallel betätigen lassen, ohne dass welche dabei vergessen werden. Steht allerdings eine Zahl davor, dann ist die Technik auf die entsprechende Anzahl der gleichzeitig gedrückten Tasten beschränkt.

Zusätzliche Komfort-Ausstattung

Mit separaten Sondertasten meinen wir zusätzliche Tasten, die nicht dem regulären Tastenfeld angehören und vom Hersteller hinzugefügt wurden. Am gängigsten ist hier die Steuerung von Multimedia-Funktionen, wie zum Beispiel das Regeln der Lautstärke oder das Navigieren (Vor- und Zurückschalten) in einer Playlist. Besonders nützlich ist auch das Stummschalten des Sounds, um ihn blitzschnell per Knopfdruck zu deaktivieren.

Hinzu kommen aber auch andere Sondertasten wie Elemente zur Bedienung der Helligkeit der Tastenbeleuchtung oder das Umschalten in einen Spielemodus: In der Regel wird hierbei die Funktion der Windows-Taste deaktiviert, damit sie der Gamer im Eifer des Gefechts nicht versehentlich drückt und dann das Startmenü über das Spiel eingeblendet wird. Oder noch schlimmer, man wird aus dem Spiel geworfen und landet auf dem Desktop.

Gaming-Tastatur Test: Doppelbelegung
Hier eine Doppel- bis sogar Dreifachbelegung der Standardtasten bei der Sharkoon Skiller SGK3.

Bei Gamern sehr beliebt sind separate Makro-Tasten. Die sind beliebig programmierbar und können auch ganze Tastenfolgen beinhalten – ideal für zusammenhängende Kombinationen in Spielen, wie es bei MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena) wie »League of Legends« oder »DOTA 2« beliebt ist. Die Programmierung wird dann im Treiber oder auch direkt auf der Tastatur vorgenommen.

Manche Hersteller fügen aber keine separaten Tasten hinzu und lagern die eben erwähnten Funktionen als Doppelbelegung auf die vorhandenen Tasten aus, häufig dafür genutzt werden die F-Tasten. Die lassen sich dann erst auslösen, wenn parallel auch eine andere Taste gedrückt wird – in der Regel ist das die Fn-Taste. Das finden wir allerdings etwas umständlich und wenig komfortabel.

Gaming-Tastatur Test: USB- und Audio-Hub
Ein USB- und Audio-Hub erlaubt das bequeme Anschließen von Peripherie.

Ein mit Kunststoff oder Stoff umflochtenes Anschlusskabel (gesleevt) hält länger und ist weitaus robuster als eine herkömmliche Leitung. Vor allem gegen Kabelbrüche sind die Tastaturen somit gefeit.

Ein zusätzlicher Anschluss-Hub an der Gaming-Tastatur bietet entweder zusätzliche USB- und/oder Audioanschlüsse am Gehäuse. So lassen sich komfortabel Speichermedien, das Headset oder auch die Maus anschließen, ohne dass man dafür unter den Schreibtisch krabbeln muss.

Nicht ganz so weit verbreitet sind Smartphone-Halterungen: Damit lassen sich die Mobilgeräte in Position bringen. Manche Hersteller bieten nicht nur ein Dock, sondern auch eine Integration ins System. Hierfür muss man nur die entsprechende App herunterladen und schon kann man zusätzliche Funktionen im Spiel oder auf dem Desktop ausführen oder bestimmte Werte wie Temperatur und Netzwerkverkehr im Auge behalten.

Gaming-Tastatur Test: K95

Testsieger: Corsair K95 RGB Platinum

Die beste Gaming-Tastatur ist die Corsair K95 RGB Platinum, da sie eine überaus hochwertige Haptik und einen großen Funktionsumfang mit präzisen, schnell auslösenden Mechanik-Schaltern kombiniert.

Die RGB-Einzeltastenbeleuchtung ist überaus umfangreich und flexibel programmierbar und die Tastatur kommt mit separaten Makrotasten und einer bequem bedienbaren Multimediasteuerung. Ein gesleevtes Kabel, eine abnehmbare Handgelenkauflage sowie ein USB-Anschluss an der Rückseite des Gehäuses runden die Ausstattung ab. All das hat seinen Preis, der unserer Meinung nach aber gerechtfertigt ist.

Testsieger

Corsair K95 Platinum RGB

Test Gaming-Tastatur: Corsair K95 Platinum RGB
Der Testsieger ist überaus hochwertig verarbeitet und bietet unter anderem schnelle Mechanik-Switches – aber das hat seinen Preis.

Verfügbar ist die Corsair K95 RGB Platinum mit Cherry-MX-Brown oder -MX-Speed-Silver-Schaltern. Unser Testgerät kommt mit letzterem Schaltertyp, die überaus schnell und linear auslösen. Ungeübte könnten sich am Anfang aufgrund der leichtgängigen Tasten allerdings vertippen. Neu ist die Lichtleiste namens Lightedge, die sich an der kompletten Oberseite der Tastatur erstreckt. Auch die ist programmierbar und sorgt für Atmosphäre.

Vollformat-Tastatur mit zusätzlichen Tasten

Die Corsair K95 RGB Platinum fügt der Vollformat-Tastatur noch weitere Sondertasten hinzu: An der linken Seite befinden sich insgesamt sechs frei programmierbare Makrotasten. Für eine bessere Bedienbarkeit besitzen diese Tasten eine geriffelte, graue Oberfläche und ein nach Außen hin geschwungenes Design. Eine Kleinigkeit fällt uns dabei aber auf: Die übereinander angeordneten Makros sind zwar etwas vom regulären Tastenfeld nach links hin abgesetzt, doch im Eifer des Gefechts können sie versehentlich ausgelöst werden.

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB
Die Makrotasten an der Seite.

Zusätzlich zu den Makrotasten gibt es extra Tasten an der Oberseite sowie in der rechten oberen Ecke des Keyboards. Sie dienen zur Steuerung der Lichteffekte, dem Sperren der Windows-Taste oder dem Navigieren zwischen Liedern.

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB
Sondertasten zur Mediensteuerung.

Besonders gut gefällt uns die freilaufende Lautstärkewalze aus geriffeltem Aluminium. Das sieht nicht nur hochwertig aus, sondern erlaubt auch noch eine besonders intuitive Regelung der Lautstärke.

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB
Die Lautstärkewalze aus Aluminium.

Robustes, edles Tastatur-Design

Bei der Oberplatte der Gaming-Tastatur verwendet Corsair edles, eloxiertes Flugzeugaluminium mit einer gebürsteten Optik. Das sorgt nicht nur für ein hochwertiges Äußeres, sondern auch für eine hohe Robustheit.

Die Tasten sind auf diese Oberplatte aufgesetzt, weshalb das durchsichtige Gehäuse der mechanischen MX-Schalter zu sehen ist. Sobald die Corsair K95 RGB Platinum in Betrieb ist, setzt das Leuchten unter den Tastenkappen einen tollen, optischen Akzent. Dieses Tasten-Design ermöglicht im Übrigen auch eine einfache Reinigung der Tastatur: Einfach die Kappen abnehmen und durchwischen.

Schicke Beleuchtung.

An der kompletten Oberkante entlang zieht sich eine RGB-Lichtleiste die auf den Namen Lightedge hört. Über so einen optischen Zusatz verfügen nur wenige Tastaturen. Einen echten Nutzen bringt die Leiste nicht, aber sie rundet das Design der K95 gut ab.

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB
Optische Spielerei: Die Lichtleiste hat keine Funktion.

Mit im Lieferumfang enthalten ist eine abnehmbare Handgelenkauflage. Die besteht allerdings komplett aus vergleichsweise dünnem Plastik und passt so gar nicht zum Aluminium. Als Polsterung für die Auflage setzt Corsair auf ein Gummi-Pad. Auch das lässt sich herausnehmen und einfach reinigen. Das Pad ist beidseitig verwendbar und bietet dem Nutzer somit die Möglichkeit, sein Handgelenk auf einer glatten oder texturierten Oberfläche abzulegen.

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB
Das Pad der Handgelenksauflage ist abnehmbar.

Das USB-Anschlusskabel ist mit Stoff ummantelt und mündet in zwei USB-2.0-Steckern, um die Tastatur mit genügend Strom zu beliefern.

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB
USB-Buchse und ummanteltes Anschlusskabel.

An der Rückseite befindet sich außerdem noch eine USB-2.0-Buchse, um daran bequem USB-Speichermedien oder auch Maus oder Headset anzuschließen.

Gaming-Tastatur Test: Corsair K95 Platinum RGB
Die Unterseite besteht aus schnödem Plastik.

Die Unterseite der Corsair K95 RGB Platinum besteht aus Kunststoff und besitzt X-förmig angeordnete Kanäle, die der Kabelführung dienen. Betreiben lässt sich die Tastatur in zwei Höhen: Einmal mit ausgeklappten Plastik-Standfüßen und einmal ohne und deshalb flach.

Auflage mit ausklappbaren Standfüßen.

Flotte, mechanische MX-Schalter von Cherry

Wie bereits beschrieben nutzt unser Testgerät die mechanischen Cherry-MX-Speed-Silver-Schalter, zu kaufen gibt es das Modell aber auch mit MX-Brown-Switches. Die MX Speed Silver zählen zu den am schnellsten auslösenden Tastenschaltern auf dem Markt: Der Tastendruck wird nach einem ziemlich kurzen Schaltweg von nur 1,2 Millimetern ausgelöst.

Hinzu kommt die lineare Schaltcharakteristik und ein Druck von geringen 45 Gramm. Deshalb eignet sich dieser Schalter vor allem für schnelle Tippfolgen. In unserem Test haben wir uns aufgrund der leichtgängigen Tasten durchaus das ein oder andere Mal vertippt, was aber wohl eher am Benutzer liegt als an den Schaltern. Mit etwas Übung gewöhnt man sich aber schnell daran. Auch toll: Cherry garantiert eine Lebensdauer von 50 Millionen Tastenanschlägen ohne Verlust der Eingabequalität, während andere Hersteller hier nur Versprechungen machen.

In unserem Test hat die Tastatur keine einzige Eingabe nicht registriert oder fehlinterpretiert – das kann auch der Aqua Key Test bezeugen: Egal ob wir nur wenige, eine ganze Reihe oder alle Tasten drücken, alle Eingaben werden zuverlässig ans System weitergeleitet.

Auch Ghosting ist bei der Corsair K95 RGB Platinum kein Problem. Hier hat der Hersteller also mit seiner Angabe »Anti-Ghosting« und Full-Key-Rollover nicht geflunkert – sehr gut!

Funktionsreiche Treiber-Software

Die Treiber-Software für die Corsair K95 RGB Platinum heißt CUE (Corsair Utility Engine) und ist als kostenloser Download verfügbar. Dieses Programm ist nicht ausschließlich für diese Tastatur zuständig, sondern bündelt alle kompatible Peripherie von Corsair in einer Benutzeroberfläche. So lässt sich beispielsweise auch die Beleuchtung zwischen Geräten synchronisieren, damit das Gaming-Gear einheitlich auftreten kann, wenn gewünscht.

Alle Einstellungen lassen sich in Profilen speichern, um beispielsweise für verschiedene Spiele die idealen Tastenkombinationen und Leuchteffekte per Knopfdruck parat zu haben. Die Sicherung übernimmt ein acht Megabyte großer, in der Tastatur integrierter Speicher. Dieser Onboard-Speicher ist überaus nützlich, wenn die Tastatur beispielsweise an einem fremden PC zum Einsatz kommen soll – denn auf diese Weise rufen Sie Ihre Einstellungen einfach wieder von der Tastatur ab.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich Profile von anderen Nutzern aus dem Internet herunterzuladen und anzuwenden. Die Aufnahme von Makros erledigt man ebenfalls in CUE unter »Aktionen«. Das Schöne dabei ist, dass der Treiber größtenteils selbsterklärend und intuitiv aufgebaut ist. Einige wenige Schaltflächen sind allerdings etwas versteckt untergebracht und es gibt es auch einige Begriffe, die man sich nicht selbst herleiten kann – schade.

Zu guter Letzt liefert der Hersteller noch zehn Wechseltastenkappen für den WASD-Bereich mit der grauen, geriffelten Oberfläche der Makrotasten. So erhält der Spieler mehr Grip für seine Tasteneingaben. Dazu gibt es noch das passende Werkzeug, um die Tastenkappen unbeschadet abziehen zu können.

Corsair K95 RGB Platinum im Testspiegel

Nicht nur wir sind begeistert vom Corsair K95 RGB Platinum. Auch die Kollegen der Fachmedien finden nur wenig Kritikpunkte, wie beispielsweise Hardware-Journal. Gelobt wird die wertige Verarbeitung und die umfassende RGB-Beleuchtung:

»Besonders die Beleuchtung mit ihren RGB-LEDs und bis zu 16,8 Millionen Farben weiß zu beeindrucken. Schon ohne die neue LightEdge war das Keyboard vor allem mit ihren Effekten ein echter Hingucker, die neue LED-Leiste an der Rückseite verstärkt diesen Eindruck nochmals. Es ist das kleine Ass im Ärmel, dass Corsair hier ausspielt. Die Farben sind stets kräftig und intensiv, was auch an den SMD-LEDs und den transparenten Gehäusen der Switches liegt.«

Aber es gibt auch Kritik:

»Der einzig negative Punkt ist der Preis der Corsair Gaming K95 RGB Platinum. Die Tastatur liegt preislich bei gut 200 EUR und ist damit nicht unbedingt ein Anwärter für einen Preis-Leistungs-Award. Dagegen zeichnet sich das Keyboard mit einer exzellenten Verarbeitung, einer tollen Beleuchtung und vielen Gaming-Features aus.«

Für den Tester Leonardoi Ziaja machen die mechanischen Tastenschalter den Unterschied:

»Apropos, der Hersteller verbaut die neuen Cherry MX Speed Switches, die wir bereits aus der Corsair Gaming K70 RGB RapidFire kennen. Sie besitzen einen noch kürzeren Auslösewegund eignen sich dadurch für schnelle Eingaben. Ihre Präzision kann den Unterschied machen und für den entscheidenden Vorteil sorgen.«

PC Games Hardware hingegen hält den hohen Verkaufspreis für angemessen und verteilt Bestnoten:

»Die Ausstattung der Corsair K95 RGB Platinum ist nicht perfekt aber konkurrenzfähig und einem Preis von 200 Euro durchaus angemessen. Für die Ergonomie und Rutschfestigkeit gibt es Bestnoten, die Übersichtlichkeit des Tastenlayouts geht ebenfalls in Ordnung.«

Auch hier sind die mechanischen Schalter von Cherry die ideale Wahl, vor allem in Kombination mit der verbesserten CUE-Software:

»Cherrys MX Speed RGB Silver ist der ideale Taster für ein empfehlenswertes Gamer-Keyboard, das sich im Test auch als Schreibgerät bewährt hat. Da Corsair mittlerweile die Bedienung der CUE-Software verbessert hat und sich jetzt die im Speicher abgelegten Beleuchtungsprofile auch an Rechner ohne CUE abrufen lassen, entfallen auch die Kritikpunkte, die wir noch bei der K70 RGB oder Strafe Silent RGB hatten.«

ComputerBase hingegen kritisiert im ersten Moment nur Kleinigkeiten, wie eine ungleichmäßige Ausleuchtung oder die Qualität der Tastenkappen:

»Was stört, stört bei der K95 nur mehr auf hohem Niveau: Die nicht ganz gleichmäßige Helligkeit der Lichtleiste, die nur mit Rubberdome-Tastern ausgestatteten Medientasten, die Befestigung der Handballenauflage, der Verzicht auf höherwertige Tastenkappe oder Beschriftungen und die abweichende »Bottom Row« bleiben bei allen Vorzügen im Hinterkopf – es ist nicht vermessen, zum Spitzenpreis auch ein wenig (mehr) Außergewöhnliches zu erwarten.«

Doch trotz der lobenden Worte kann Tester Max Doll keine Kaufempfehlung aussprechen, da die K95 seiner Meinung nach über wenig wirklich nützliche Funktionen verfügt:

»Mit einer generellen ComputerBase-Empfehlung belohnt wird die Tastatur trotz ihrer Vorzüge nicht. Dies liegt vor allem daran, dass die gebotenen Features zum größten Teil oder für die meisten Anwender kaum praktische Relevanz besitzen. Die K95 ist ohne Frage ein gutes Produkt, aber sie ist nicht das Rundum-Sorglos-Paket für Jedermann. Für die meisten könnte das Warten auf die modernisierten Varianten der preisgünstigeren K-Tastaturen lohnenswerter sein.«

Auf ein ähnliches Fazit kommt auch Hardwareluxx. Die Ähnlichkeit zu bereits veröffentlichten Tastaturen ist groß, weshalb Käufer nach Meinung des Kollegen Philipp Moosdorf wohl eher zur günstigen Variante greifen werden:

»Auch wenn die K95 RGB Platinum das neue Corsair-Flaggschiff ist, ähnelt sie doch stark der K70 RGB RAPIDFIRE. Die Ähnlichkeiten gehen so weit, dass es letztlich Details sind, die bei der Kaufentscheidung den Ausschlag geben könnten. Dazu gehören vor allem die separaten G- bzw. Makro-Tasten und der große interne Speicher, der unabhängig von der Software den Zugriff auf drei Profile ermöglicht. Allerdings muss sich jeder Nutzer selbst fragen, ob er von diesen zusätzlichen Möglichkeiten auch Gebrauch machen wird.«

Alternativen

Auch wenn die Corsair K95 RGB Platinum unser klarer Testsieger ist, so gibt es doch lohnenswerte Alternativen. Denn vor allem der hohe Preis von 200 Euro dürfte viele potenzielle Käufer abschrecken.

Auch gut

Razer Blackwidow Chroma V2

Test Gaming-Tastatur: Razer Blackwidow Chroma V2
Nicht ganz so hochwertig und umfangreich ausgestattet, aber dennoch eine würdige Konkurrenz.

Die Razer Blackwidow Chroma V2 ist das akuelle Flaggschiff von Razer und bietet eine ähnliche, aber nicht ganz so umfangreiche Ausstattung wie unser Testsieger. Auch bei den verwendeten Materialien muss man im Vergleich zu unserem Favoriten einige kleine Abstriche machen, denn der Hersteller setzt ausschließlich auf Kunststoff. Dafür ist die Gaming-Tastatur auch etwas günstiger als die Corsair K95 RGB Platinum.

Auch hier ist die Handgelenkauflage komplett abnehmbar, nur ein kleiner Magnet hält die Auflage an der Tastatur. Im Test konnten wir feststellen, dass der aber nicht allzu stark ist: Wenn wir unsere Tastatur verschoben haben, blieb die Auflage manchmal dort wo sie war. Ein Pluspunkt ist die Tatsache, dass die Handgelenkauflage schön weich gepolstert ist. Auch bei der Blackwidow V2 gibt es einen zusätzlichen USB-Anschluss, hinzu kommt sogar ein einzelner Klinkenanschluss für vierpolige Stecker.

An zusätzlichen Tasten kommen fünf Makrotasten hinzu, die Razer ebenfalls an der linken Außenseite übereinander anordnet. Die sind jedoch noch etwas näher am regulären Tastenfeld gelegen, weshalb es auch hier durchaus zu Fehleingaben kommen kann. Etwas schade: Weitere Funktionen wie die Multimediakontrolle oder Beleuchtungs-Steuerung lagert der Hersteller nur als Doppelbelegung auf die oberste Tastenreihe aus.

Unser Testmodell ist mit den Razer-Green-Schaltern ausgestattet, der taktilen und hörbaren Variante des Herstellers. Die Razer Blackwidow Chroma V2 ist allerdings noch mit zwei weiteren Varianten erhältlich, und zwar mit den Razer Orange oder Yellow. Die Razer Green klicken laut, was für manche etwas unangenehm sein könnte. Es ist ein Druck von 50 Gramm und ein Betätigungsweg von 1,9 Millimetern notwendig, um den Tastendruck auszulösen. Ein versehentliches Vertippen, weil die Tasten recht leichtgängig sind, ist hier also nicht der Fall. Die Tasten lösen außerdem stets präzise und zuverlässig aus.

Im Aqua Key Test können wir kein Ghosting feststellen. Das versprochene 10-Key-Rollover kann der Hersteller problemlos einhalten. Tatsächlich lassen sich sogar 14 Tasten gleichzeitig drücken, was für Gamer genügen sollte. Dennoch: Unser Testsieger bietet ein Full-Key-Rollover.

Die Einstellungen erledigt man in der Software Razer Synapse. Die ist sehr übersichtlich und fast schon schlicht aufgebaut – wir nutzen bereits die aktuelle Version Nummer drei. Die Einstellungen lassen sich aber nur auf dem PC oder in der Razer-Cloud speichern, einen Onboard-Speicher gibt es nicht.

Drucksensitiv

Roccat Isku+ Force FX RGB

Test Gaming-Tastatur: Roccat Isku+ Force FX RGB
Bestimmte Tasten sind drucksensitiv, was neue Eingabemöglichkeiten erlaubt.

Die Roccat Isku Force FX RGB ist eine von zwei Tastaturen in diesem Vergleichstest, die keine mechanischen Schalter nutzt. Dafür besitzt sie ein für Gaming-Tastaturen bisher kaum verbreitetes Feature – nämlich über drucksensitive Tasten.

Genauer gesagt reagieren nur die analogen Tasten QWEASD auf unterschiedliche Druckstärken. Das eröffnet neue Steuerungsmöglichkeiten wie ein sanftes Anfahren respektive Gas geben für Fahr- oder Flugzeuge im Spiel. Oder man kann im Spiel mit seinem Charakter auch langsam laufen, wenn man die Taste nur sachte drückt. Wenn man sich daran einmal gewöhnt hat, möchte man diese Funktion nicht mehr missen.

Im Treiber Roccat Swarm sind die drucksensitiven Tasten in drei Modi konfigurierbar: Im »Default Mode« verhalten sie sich wie reguläre Tasten, im »Smooth-Steps-Mode« reagieren sie auf verschieden starken Druck. Der letzte Modus löst eine Tastenkombination von bis zu drei Tasten aus, sobald man in den druckempfindlichen Bereich gelangt. Im Test reagierten die Tasten tadellos auf unterschiedlichen Druck. Ebenfalls typisch für Roccat sind die drei frei belegbaren Daumentasten, die sich mittig unter dem Tastenfeld befinden.

An der Oberseite befindet sich eine ganze Reihe Sondertasten: Neben den Multimedia-Funktionen gibt es auch Shortcuts für das Öffnen des Browsers oder den Windows-Explorer. Hinzu kommt eine Aufnahmetaste, mit der man in Echtzeit Makros aufzeichnen kann. Auch eine RGB-Beleuchtung ist mit an Bord, jedoch handelt es sich dabei nicht um eine Einzeltastenbeleuchtung wie bei den mechanischen Tastaturen. Nur das komplette Tastenfeld leuchtet in der gewünschten Farbe, eine verschiedenfarbige Unterteilung in Zonen oder gar Einzeltasten ist nicht möglich. Wirklich hell ist die Beleuchtung obendrein auch nicht.

Doch der Einsatz der günstigen Rubberdome-Technik für die Tasteneingaben rächt sich: Der Hub der Tasten ist vor allem im Vergleich mit mechanischen Schaltern schwammig und kurz. Da kann es schonmal passieren, dass beim schnellen Tippen die Tasten nicht komplett gedrückt werden und Buchstaben oder Ziffern fehlen. Beim Aqua Key Test stellen wir wie vom Hersteller versprochen kein Ghosting fest, was bei Rubberdome-Tastaturen recht oft vorkommt. Nur bei der Angabe zum Key-Rollover hält sich der Hersteller ungewöhnlich bedeckt. Tatsächlich ist es so, dass die Roccat Isku+ Force FX RGB bis zu zehn parallele Tasteneingaben erkennt – allerdings nur in der Zahlenreihe. Ansonsten sind es stellenweise nur sechs oder vier, je nach Bereich.

Die Haptik der Roccat-Tastatur wirkt nicht sehr hochwertig: Sie besteht komplett aus Plastik, das Anschlusskabel ist nicht umflochten und es gibt keine zusätzlichen Anschluss-Hubs. Die Handgelenkauflage ist fester Bestandteil der Tastatur und fällt recht breit aus. Tatsächlich ist die Roccat Isku+ Force FX RGB die breiteste Tastatur im Test mit über einem halben Meter!

Drahtlos-Alternative

Logitech G613

Test Gaming-Tastatur: Logitech G613
Gaming ohne Kabelsalat: Die Logitech-Tastatur erlaubt trotz Drahtlosanbindung schnelle Eingaben.

Die Logitech G613 ist nicht nur die einzige Wireless-Tastatur für Gamer im Test, sondern auch eine der wenigen Modelle auf dem Markt, die dabei auch noch über mechanische Schalter verfügt. Zusätzlich lässt sich die Tastatur mit anderen Geräten koppeln und auf Knopfdruck umschalten. Dabei vernachlässigt Logitech auch nicht die Verarbeitungsqualität.

Bei den Mechanik-Schaltern setzt der Hersteller auf die hauseigenen, taktilen Romer-G-Switches, die fast so flott auslösen wie Cherry MX Speed Silver – nur liegt der Betätigungsweg bei 1,5 Millimeter, der nötige Druck ist mit 45 Gramm allerdings gleich.

Bei der drahtlosen Übertragung kommt die von Logitech entwickelte Lightspeed-Technik zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine End-to-End-Verbindung zwischen dem kleinen USB-Empfänger und der Tastatur. Lightspeed beinhaltet ausgefeilte Algorithmen und Techniken, um eine stets stabile und vor allem auch schnelle Signalübertragung zu gewährleisten, sowie auf Störungen von Außen reagieren zu können. Die Signalrate beläuft sich auf lediglich eine Millisekunde, womit die Wireless-Technik dem klassischen Funk- und Bluetooth-Verbindungen überlegen ist und mit dem Vorurteil aufräumt, dass Drahtlos-Peripherie lahmer ist als kabelgebundene. Während unserer Tests konnten wir zu keiner Zeit verzögerte Eingaben feststellen.

Anstatt auf einen Akku setzt die Logitech G613 auf zwei herkömmliche AA-Batterien, die sich schon im Lieferumfang befinden. Der Hersteller spricht von einer Laufzeit von bis zu 18 Monaten, dank Energiesparmaßnahmen wie dem Deaktivieren der G613 bei Nichtnutzung. Ob das stimmt, konnten wir natürlich nicht testen, aber nach zwei Wochen fast täglicher Benutzung ist der Tastatur immerhin nicht der Saft ausgegangen.

Außerdem mussten wir uns auch nicht mit Verbindungsabbrüchen oder fehlerhaften Tasteneingaben herumärgern. Der Aqua Keys Test zeigte uns allerdings, dass die Logitech G613 maximal ein 10-Key-Rollover beherrscht. Mit Ghosting gab es glücklicherweise keine Probleme.

Über den Treiber Logitech Gaming Software werden Makros programmiert, denn die G613 bietet insgesamt sechs übereinander angeordnete Tasten an der linken Außenseite an. Beim ersten Start des Programms scannt die Software den PC nach Computerspielen und stellt entsprechende Profile bereit – natürlich nur für Spiele, für die Logitech welche angelegt hat.

Interessant: Im Lieferumfang befindet sich noch ein freistehendes Dock fürs Smartphone. Wer mag, kann noch die App Arx Control installieren und das Mobilgerät dann als sogenannten Second-Screen nutzen, um beispielsweise die Temperaturwerte Ihres PCs stets im Auge behalten zu können. Der PC und das Smartphone müssen sich hierfür nur im gleichen Netzwerk befinden.

Neben den sechs Makrotasten gibt es noch eine separate Multimediasteuerung, eine Umschaltung in den Spielemodus sowie zwei Knöpfe, um zwischen Lightspeed- und Bluetooth-Anbindung umzuschalten. Denn zusätzlich zur Verbindung mit dem PC via Lightspeed lässt sich die Logitech G613 auch mit Bluetooth-Geräten koppeln, wie zum Beispiel mit dem Fernseher oder dem Tablet. Allerdings fehlen eine Tastenbeleuchtung – was aber verständlich ist bei einer batteriebetriebenen Tastatur – und ein Anschluss-Hub.

Gut & günstig

Sharkoon Skiller Mech SGK3

Test Gaming-Tastatur: Sharkoon Skiller Mech SGK3
Eine mechanische Tastatur mit RGB-Beleuchtung für unter 70 Euro.

Mit der Sharkoon Skiller SGK3 liefert der Hersteller einen wahren Preis-Leistungs-Knaller: Für unter 70 Euro bekommt man mechanische Switches, die sogar noch eine RGB-Einzeltastenbeleuchtung bieten. Selbst an der Haptik hat Sharkoon nicht gespart und setzt auf eine Oberplatte aus Metall. Gleichwertig ausgestattete Modelle von anderen namhaften Herstellern kosten mindestens 100 Euro und mehr.

Bei den mechanischen Schaltern greift Sharkoon auf Kailh zurück und bietet insgesamt drei verschiedene Varianten an: Red, Blue oder Brown. Die Schaltcharakteristik entspricht in etwa den gleichfarbigen MX-Switches von Cherry. Unser Testmodell ist mit den Kailh Red ausgestattet und bietet also einen linearen Schaltweg. Im Vergleich zu den MX Red sind allerdings fünf Gramm mehr Druck für das Auslösen der Tasten notwendig. Eine mangelnde Qualität konnten wir nicht feststellen, die Tasten lösten im Test stets präzise und zuverlässig aus. Ein weiterer Unterschied zu den RGB-Schaltern von Cherry: Die Gehäuse der Kailh-Schalter sind nicht durchsichtig. Die aufgesetzten Tasten erinnern so zwar an unseren Testsieger von Corsair, jedoch ohne das Leuchten, das unter den Tastenkappen hervorscheint.

Auch das Versprechen der N-Key-Rollover-Funktion kann die Tastatur einhalten – Aqua Key Test bestätigt uns, dass die Tastatur alle parallel gedrückten Tasten ans System weiterleitet. Von eventuellem Ghosting ist ebenfalls keine Spur. Die übersichtlich aufgebaute Software erlaubt das Programmieren von Makros und der Beleuchtung, außerdem steht ein Onboard-Speicher zur Verfügung.

Der Sharkoon Skiller SGK3 fehlt zwar eine Handgelenkauflage und es gibt keine Sondertasten (nur Doppelbelegung), doch selbst diese Punkte machen die Gaming-Tastatur von Sharkoon nicht weniger attraktiv.

Außerdem getestet

HyperX Alloy Elite

Bei der HyperX Alloy Elite handelt es sich um das aktuelle Flaggschiff des Gaming-Peripherie-Herstellers. Die Haptik ist toll: Das Gehäuse besteht komplett aus Metall und sorgt somit für eine hochwertige und robuste Grundlage. Makrotasten gibt es zwar nicht, dafür gibt es aber eine separate Beleuchtungs- und Multimediasteuerung, sogar inklusive Lautstärkewalze aus Aluminium. Wir hatten die Version mit Cherry-MX-Blue-Schaltern im Test, die gewohnt präzise, aber auch hör- und spürbar auf unsere Eingaben reagierten. Anti-Ghosting und N-Key-Rollover funktionieren tadellos. Eine Tastenbeleuchtung gibt es auch, welche allerdings nur einfarbig (Rot) ist, dafür aber per Knopfdruck mit einigen Leuchteffekten aufwarten kann. Die Installation eines Treibers ist nicht notwendig. Des Weiteren lassen sich keine Makros programmieren oder Profile anlegen. Die abnehmbare Handgelenkauflage wirkt außerdem weniger wertig. Da bietet die Logitech G613 für einen kleinen Aufpreis deutlich mehr.

Fnatic Gear Rush Silent

Die Fnatic Gear Rush Silent nutzt mechanische Schalter vom Typ Cherry MX Silent Red, die eine integrierte Dämpfung besitzen und somit hörbar leiser auslösen als reguläre MX Red. Der Hersteller setzt zwar ausschließlich auf Kunststoff, doch die Verarbeitung und Qualität des Materials stimmen durchweg. Es gibt keinerlei Sondertasten oder einen extra Treiber, die Makros programmieren und lösen Sie über doppelt belegte Standardtasten aus. Auch die einfarbige, rote Tastenbeleuchtung sowie das Umschalten zwischen maximal fünf Profilen erledigen Sie auf diese Weise – etwas umständlich. Dafür gibt es gleich zwei USB-2.0-Anschlüsse an der Rückseite der Gaming-Tastatur – somit müssen Sie keinen USB-Anschluss »opfern« und erhalten sogar eine zusätzliche Buchse. Beim Anti-Ghosting und N-Key-Rollover muss sich sich die Tastatur keine Blöße geben. Die Handgelenkauflage ist mit Gummi beschichtet und abnehmbar. Die Rush Silent ist also eine rundum solide Tastatur für Gamer, die nicht allzu viel Geld ausgeben wollen.

Rapoo VPro V500S

Eine sogenannte Tenkeyless-Tastatur (TKL) ist ein Modell ohne Nummernblock auf der rechten Seite. Das spart Platz auf dem Schreibtisch und rückt die Tastatur näher zur Maus. Um so eine Gaming-Tastatur handelt es sich bei der Rapoo VPro V500S. Zur Verwendung kommen Kailh-Blue-Schalter, die im Test ziemlich laut klicken. Vor allem beim schnellen Tippen macht sich die kleine Tastatur nervig laut bemerkbar. Des Weiteren liegen die Tasten sehr nah beieinander, was zu Anfang wohl in häufigen Fehleingaben resultieren dürfte. Mit an Bord ist auch eine RGB-Tastenbeleuchtung, die allerdings nicht gleichmäßig scheint. Extra Sondertasten gibt es aufgrund der kompakten Abmessungen nicht, dafür lassen sich 90 der 92 vorhandenen Tasten des Keyboards im Treiber frei programmieren, auch mit Makros oder Tastenkombinationen. Die Programmierung lässt sich auch in Profile unterteilen und auf dem zwei Megabyte großen Onboard-Speicher sichern. Hierfür steht der Treiber zur Verfügung, der intuitiv aufgebaut ist. Probleme mit Ghosting hat die Tastatur nicht, außerdem bietet sie ein Full-Key-Rollover. Unser Tipp ist trotzdem: Lieber etwas mehr ausgeben.

Logitech G910 Orion Spectrum

Die Logitech G910 Orion Spectrum erinnert stark an unsere obige Empfehlung Logitech G613. Allerdings erfolgt der Anschluss per USB-Kabel, die Romer-G-Schalter besitzen eine RGB-Beleuchtung und die Multimediasteuerung wird um eine Lautstärkewalze bereichert. Auch hier lässt sich das Smartphone als Second-Screen benutzen, das Dock hierfür befindet sich aber direkt an der Tastatur und lässt sich bei Bedarf ausfahren. Hinzu kommen drei zusätzliche Makrotasten, die wie die Pfeil- und WASD-Tasten über eine griffige Oberflächenstruktur verfügen. Vor allem beim Blindtippen lassen sich diese Tasten also ohne Hinsehen ausmachen. Ansonsten kommt die G910 nicht ganz an die Haptik der G613 heran – vor allem die wechselbare Handgelenkauflage besteht nur aus dünnem, ungepolstertem Plastik. Mit Ghosting hat die Logitech-Tastatur keine Probleme, das Key-Rollover beschränkt sich auf 26 Tasten, wie versprochen. Einen Anschluss-Hub für USB- oder Audiogeräte gibt es allerdings nicht, auch das Kabel ist nicht umflochten. Unterm Strich ist für uns die Logitech G613 der bessere Deal, aber wer sich nicht mit der drahtlosen Übertragung anfreunden kann, für den kann die G910 Orion Spectrum eine Alternative sein.

Cherry MX Board 5.0

Das Cherry MX Board 5.0 ist streng genommen gar keine Gaming-Tastatur, besitzt aber dennoch Gaming-spezifische Funktionen wie das Sperren der Windows-Taste sowie eine einfarbige, weiße Tastenbeleuchtung. Außerdem bietet sie Anti-Ghosting sowie ein N-Key-Rollover. Makros, Onboard-Speicher und Profile fehlen der Tastatur allerdings. Besonderen Fokus hat Cherry sowieso auf Ergonomie gelegt: Die überdurchschnittlich große und abnehmbare Handgelenkauflage ist mit Gummi gepolstert und lässt sich über vier breite Standfüße auf verschiedene Weisen aufstellen. Die Tastatur selbst besitzt noch einmal zwei ausklappbare Standfüße. Bei den Schaltern kommt natürlich die hauseigene, mechanische MX-Technik zum Einsatz, und zwar in der gedämpften Form: Wie bei der Fnatic Gear Rush Silent sind es Cherry MX Silent Red. Die Tastenbeleuchtung beherrscht neben statischem Licht aus zwei Effekte, die Helligkeit lässt sich in zehn Stufen regeln. Das Anti-Ghosting funktioniert, genau wie das Full-Key-Rollover. Die Verarbeitung der Tastatur ist makellos. Nur verlangt Cherry für einen vergleichsweise geringen Ausstattungsumfang eine Menge Geld.

Asus ROG Claymore

Eigentlich ist die Asus ROG Claymore eine Vollformat-Tastatur. Doch das Besondere ist, dass man den Nummernblock einfach entfernen kann – und auf Wunsch sogar auf die linke Seite andocken kann, was besonders Linkshändern gefallen dürfte. Das Wechseln klappt unkompliziert im laufenden Betrieb. Bei der Oberplatte verwendet der Hersteller strukturiertes Aluminium, was dem Keyboard ein edles, futuristisches Design und eine robuste Grundlage verleiht. Unser Testgerät ist mit linearen Cherry MX Red ausgestattet, die auch eine RGB-Beleuchtung bieten. Apropos RGB: Dank der Technik Asus Aura lässt sich die Beleuchtung inklusive der Effekte mit anderen, kompatiblen Geräten wie LED-Streifen in Gehäusen, Grafikkarten oder anderer Asus-Peripherie synchronisieren. Bis auf eine Lautstärkewalze aus Metall gibt es keine separaten Sondertasten, Makros werden über eine Doppelbelegung umgesetzt. Die Programmierung wird über die Treiber-Software erledigt, auch eine Unterteilung in Profilen ist möglich. Auf den Onboard-Speicher passen insgesamt sechs Profile. Mit eventuellem Ghosting muss man sich nicht herumschlagen, außerdem bietet die Tastatur Full-Key-Rollover. Wir haben aber zwei große Kritikpunkte: Es gibt keine Handgelenkauflage, was bei den hohen Tasten durchaus zum Nachteil werden kann und außerdem ist sie die teuerste Tastatur im Test mit einem Preis von über 200 Euro!

Razer Ornata Chroma

Die Razer Ornata Chroma ist die zweite Tastatur im Test, die keine mechanischen Schalter benutzt, sondern auf eine sogenannte Mecha-Membran-Technik setzt. Laut Razer soll es sich dabei um hybride, mechanische Schalter handeln, die ähnlich wie Mechanik-Switches auslösen, allerdings weniger kosten. Tatsächlich kommt die Schaltcharakteristik an eine mechanische Tastatur heran und erinnert an taktile Switches. Ähnlich wie unsere Empfehlung Razer Blackwidow Chroma V2 ist die weich gepolsterte Handgelenklauflage komplett abnehmbar. Die RGB-Beleuchtung lässt sich nicht für jede einzelne Taste programmieren, da die Beleuchtung nicht in den Schaltern sitzt, sondern in einer Kunststoffabdeckung darunter. An die Wertigkeit der Blackwidow Chroma V2 kommt die Ornata nicht heran. Mit Ghosting gibt es keine Probleme, das Key-Rollover beschränkt sich allerdings auf maximal sechs Tasten. Makros sind nur über eine Doppelbelegung programmier- und auslösbar, genau wie die Steuerung von Multimediainhalten. Auf Profile müssen Sie jedoch verzichten. Die Einstellungen nehmen Sie wieder in der Razer-Synapse-Software vor, die Ihre Programmierung in der Cloud speichert – denn einen Onboard-Speicher gibt es nicht. Weiterer Negativpunkt: Der Hersteller verlangt ziemlich viel Geld für die Tastatur.

Was ist Deine Meinung?

  1. Tom Marley

    G910 hab ich , auch nicht schlecht und deutlich günstiger.

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  2. Fabio Grieskamp

    Habe die G15 seit Jahren und bin damit zufrieden, auch wenn sie etwas in die Jahre gekommen ist. Wenn würde ich mir als nächstes die Fnatic Rush holen. Kein schnick schnack, minimalistisch, und der Preis stimmt. Dafür kann ich mit den minus Punkten die ihr vergeben habt leben.

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  3. KaDi Koers

    Die beste Gaming Tastatur ist die die „W,S,A,D hat …..Solange Cheats gekauft werden können macht das „teuerste Equipt“ nicht den geringsten Sinn ….

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  4. Raphael Scholz

    Awww…Die G.Skill Km780 gar nicht getestet? Die ist ziemlich beliebt und echt gut! :O (hab die ohne RGB)

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  5. Leonard Schmied

    logitech k120, unkaputttbar und bestes preisleistungs verhältniss

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  6. Kevin Ge

    Schade das steelseries nicht getestet wurde.

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  7. Mateusz Tobiasz

    Stimmt, das beste Feature ist sicherlich chattering. Keine andere Firma hat das. Einfach top von Corsair

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  8. Fritz Bochs

    Model M, da wurde noch auf Qualität wert gelegt

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  9. Stefan Shocksen

    Preis Tipp wegen cyber week. Gibt gerade die ROCCAT Ryos Mk Fx für schmale 120 Euro bei Amazon ROCCAT Ryos MK FX RGB Mechanische Gaming Tastatur (DE-Layout, Per-key, RGB Multicolor Tastenbeleuchtung, MX Key Switch RGB braun) https://www.amazon.de/dp/B018486XVO/

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  10. Dieter P Gorges

    Die meisten Tasterturen, hab das selbe Problem , nach kurzer Nutzungs Zeit schffen sich die Tasten kappen ab so das man sehen kann welche tasten am meisten genutzt werden, und das schon nach wenigen tagen, das sowas normal ist ist auch klar aber erst nach 1 jhar oder 2 , und nicht nach 2 bis 3 tagen., und für einen Preis von fast 200 Euro dürfte das nicht sein.

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    1. Peter Rirsch

      Einfach verallgemeinernder bullshit

      Ich hatte 7 Jahre ne g15, nichts abgenutzt

      Ich hab ein Jahr ne g19s, Tasten nutzen sich ab

      Das kommt auf das Einzelstück an da ich selbiges von der Black widow oder der g910 Orion Spark gehört habe

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    2. Marcel Ramin

      G19 nichts abgenutzt.
      Nun g910 Orion spark auch noch alles wie neu

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    3. Thuan Tenko Hatori

      Es gibt verschiedene Beschichtungen die für die Qualität der Tastaturen garantieren .

      Fachwörter wie PBT und double shot injection, wäre das in dem Falle . Die billigen 10€ Tastaturen haben meistens diese billigen Druck, was ganz normal ist . Deswegen darauf achten oder erkundigen 😉

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    4. De Pate

      Ich habe billig Tastatur seid 4 Jahren also kein Probleme

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    5. Yai Carlos

      Hab auch seit Jahren ne 20 euro Tastatur und alles läuft bestens xD

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  11. Marco Hoffmann

    Habe die Roccat Isku seit langem und bin fast voll zufrieden, außer das ich die Farben nicht mehr ändern kann durch die neue Software ….

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    1. Danny Seidler

      Die Software ist ein echter Krampf.. Am Anfang hat es Minuten gedauert, bis die Änderungen bei der Tastatur ankamen.

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