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Die beste Gartenschere

last updateZuletzt aktualisiert:
Gartenschere Test: Gartenschere Test Bypass Meister
Riccardo Düring

Riccardo Düring

ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.

Wir haben 17 Gartenscheren getestet. Die beste Amboss-Schere im Test war die Razorsharp von Spear & Jackson, denn ihre Schnittkraft ist einfach enorm. Bei den Bypass-Scheren hatte dagegen der Falke von Grüntek die Nase vorn: Enorm scharf schneidet sie alles, was ihr vor die Klingen kommt. Preissieger ist die fast baugleiche Meister geworden. Sie ist nicht ganz so scharf und stabil wie unser Testsieger, dafür aber bereits für kleines Geld zu haben.

Update 6. Juli 2020

Wir haben ein weiteres Modell in die Empfehlungen aufgenommen, da sich die Schere besonders für kleine Hände bezahlt macht: die Gardena S-M Classic.

Eine gute Gartenschere gehört in jeden Garten, sei es zum Beschneiden von Blumen und Sträuchern oder zum Zerkleinern von abgebrochenen Ästen. Doch hierbei sollte man schon unterscheiden, was geschnitten wird. Denn eigentlich gehören zwei Scheren in jeden Garten. Eine Amboss-Schere für trockene und harte Äste und eine Bypass-Schere für den Grünschnitt.

Wir haben uns daher 17 Gartenscheren aus beiden Bereichen angesehen und miteinander verglichen. Die Qualität ist durchweg recht gut und es fiel sehr schwer, einen Testsieger zu küren. Vielmehr haben alle ihre Vor- und Nachteile und es ist sinnvoll, die Details zu vergleichen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Grüntek Bypass Falke

Test Gartenschere: Grüntek Bypass FALKE
Die Falke ist eine extrem massive Gartenschere, die gut in der Hand liegt und auch schweren Aufgaben gewachsen ist.

von 57 Lesern gekauft

Die Bypass Gartenschere von Grüntek besticht im Test durch eine stabile Ausführung und einem sehr scharfen Anschliff. Die Griffe besitzen zwar lediglich einen Gummiüberzug, liegen dank der verdrehten Form aber sehr gut in der Hand und rutschen auch nicht, wenn sie mal feucht werden. Die kräftige Form der Gartenschere erfordert allerdings auch kräftige Hände, die mit der großen Griffweite und einer starken Feder zurecht kommen. Wer viel und vor allem auch dickere Hölzer schneiden muss, findet im »Falken« von Grüntek seine beste Gartenschere.

Beste Amboss-Schere

Spear & Jackson Amboss Razorsharp

Test Gartenschere: Sprear & Jackson Amboss "Razorsharp"
Mit Schutzbügel und Ratsche ist die Razorsharp für grobe Arbeiten gemacht – leider auch nur für grobe Hände.

von 12 Lesern gekauft

Die Werbung von Spear & Jackson verspricht, dass mit der Razorsharp 20 Millimeter dicke Äste und sogar Besenstiele geschnitten werden können. Das können wir bestätigen und sogar locker überbieten. Dank des Ratschensystems sind sogar Schnitte mit bis zu 30 Millimeter möglich und tatsächlich haben wir auch einen Besenstiel damit geschnitten. Die Razorsharp von Spear & Jackson ist ein Arbeitstier, das nicht zu viel verspricht.

Auch gut

Wolf Bypass Alu-Professional RR5000

Test Gartenschere: Wolf Bypass
Nicht ganz günstig, dafür in einer sehr stabilen Ausführung für lange Haltbarkeit.

Die Bypass-Gartenschere von Wolf trägt den Beinamen »Alu-Professional« nicht ganz zu Unrecht. Neben der stabilen Bauform aus Aluminium ist tatsächlich einiges an ihr professioneller. Als einige der wenigen Gartenscheren besitzt sie einen Drahtschneider und auch der benötigte Inbusschlüssel zum Einstellen der Schneiden liegt bei. Ebenso erfolgt das Einstellen sehr professionell mit einem Ratschensystem, sodass sich das eingestellte Spiel nicht selbstständig verstellen kann, dafür aber nicht extra gesichert werden muss.

Gut & günstig

Meister Bypass 9719100

Test Gartenschere: Meister Bypass 9719100Der
Laut Hersteller für leichte Schnitte bis acht Millimeter. Doch die Meister Bypass-Schere kann viel mehr!

von 18 Lesern gekauft

Die günstigste Gartenschere im Test kommt von Meister und kostet lediglich fünf Euro. Laut Hersteller sind mit ihr Schnitte bis zu acht Millimeter möglich, doch damit wird sehr tief gestapelt. Die günstigste Gartenschere im Test sieht der teuersten nicht nur verdammt ähnlich, sie erreicht auch ähnliche Schnittwerte. Sie liegt ebenso gut in der Hand, besteht aus Aluminium und das Spiel der Schneiden lässt sich fein justieren.

Für kleine Hände

Gardena Bypass S-M Classic

Test Gartenschere: Gardena Bypass Classic
Leicht bedienbare Verriegelung und Griffweitenverstellung für große als auch kleine Hände.

von 10 Lesern gekauft

Die Classic S-M von Gardena ist eine gute, preiswerte Schere. Sie ist solide und bietet eine Griffweitenverstellung. Gardena gewährt 25 Jahre Garantie. Vor allem für kleinere Hände ist die Bypass-Schere sehr gut geeignet. Das zeigt sie in einem geringen Gewicht von 219 Gramm und einer Feder, die die Schere zwar sicher öffnet, aber einen sehr geringen Gegendruck besitzt. Dadurch werden auch längere Arbeiten nicht zu anstrengend.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerBeste Amboss-SchereAuch gutGut & günstigFür kleine Hände
ModellGrüntek Bypass FalkeSpear & Jackson Amboss RazorsharpWolf Bypass Alu-Professional RR5000Meister Bypass 9719100Gardena Bypass S-M ClassicFelco Bypass Nr. 2Löwe Amboss Löwe 1 JubiläumseditionFiskars Amboss PX93Gardena Bypass S-XL 8905-20Fiskars Bypass PX92Gartenpaul Amboss RatschenschereParkside AmbossParkside BypassWolf Amboss Comfort Plus RS 2500Gardena Amboss 8855Fiskars Amboss P25Housolution Bypass
Test Gartenschere: Grüntek Bypass FALKETest Gartenschere: Sprear & Jackson Amboss "Razorsharp"Test Gartenschere: Wolf BypassTest Gartenschere: Meister Bypass 9719100DerTest Gartenschere: Gardena Bypass ClassicTest Gartenschere: Felco Bypass Nr.2Test Gartenschere: Löwe Amboss JubiläumseditionTest Gartenschere: Fiskars Amboss-Schere PX93Test Gartenschere: Gardena Bypass 8905-20Test Gartenschere: Fiskars BypassTest Gartenschere: Gartenpaul Amboss RatschenschereGartenschere Test: Parkside Amboss Bypass Schere Mit Rutschsicheren Griffen Karbonstahl Schneidklinge 3Gartenschere Test: Parkside Amboss Bypass Schere Mit Karbonstahl Klinge Einhand Sicherheitsverschluss 4Test Gartenschere: Wolf Amboss RS 2500Test Gartenschere: Gardena Amboss 8855Test Gartenschere: Fiskars Amboss P25Test Gartenschere: Housolution Bypass
Pro
  • Preisgünstig
  • Liegt gut in der Hand
  • Sehr gute Schnittleistung bis 20 mm
  • Schneiden justierbar
  • Sehr scharfer Anschliff
  • Schutzbügel am Griff
  • Ratschenfunktion
  • Enorme Schnittkraft
  • Schneidet bis zu 30 mm
  • Sperre von Links- und Rechtshänder bedienbar
  • Stabile Ausführung aus Aluminium
  • Gelenk leicht justierbar
  • Preisgünstig
  • Schneiden justierbar
  • Gute Schnittleistung bis 17 mm
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Leicht und stabil
  • Für Links- und Rechtshänder
  • Gummierter Obergriff
  • 25 Jahre Garantie
  • Extrem scharf
  • Schneidet Papier und Haare
  • Drahtschneider
  • Alle Teile austauschbar
  • Perfekt geschliffen
  • Für Links- und Rechtshänder
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Alle Teile austauschbar
  • Leichtgängig
  • Rollgriff
  • Sehr leichtgängig
  • Klinge austauschbar
  • Gelenk einstellbar
  • Griffweitenverstellung
  • Leicht bedienbare Sicherung
  • Liegt gut in der Hand
  • 25 Jahre Garantie
  • Rollgriff
  • Sehr leichtgängig
  • Klinge austauschbar
  • Gelenk einstellbar
  • Sehr scharfe Klinge
  • Ratschenfunktion
  • Beidhändig bedienbar
  • Aluminium
  • Austauschbare Klinge
  • Liegt gut in der Hand
  • Absolut rutschfest
  • Griffweitenverstellung
  • Geringes Gewicht
  • Sehr günstig
  • Extrem guter Griff
  • Griffweitenverstellung
  • Sehr günstig
  • Gute Qualität
  • Leichtgängig
  • 10 Jahre Garantie
  • Geringes Gewicht
  • Angenehm leicht
  • Sperre beidhändig lösbar
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • 25 Jahre Garantie
  • Sehr leicht
  • Gelenk einstellbar
  • Klingen austauschbar
  • Sehr leicht
  • Extrem scharf
  • Gelenk einstellbar
Contra
  • Große Griffweite
  • Etwas schwer
  • Sicherung löst sich leicht
  • Nur für große Hände
  • Recht teuer
  • Für sehr große Hände
  • Unpraktische Verpackung
  • Pufferfeder
  • Sperre sehr schwergängig
  • Sehr teuer
  • Schwer
  • Nur für sehr große Hände
  • Keine rutschsicheren Griffe
  • Recht teuer
  • Mangelhafte Verriegelung
  • Nur für Rechtshänder
  • Zu kräftige Feder
  • Mäßiger Anschliff
  • Klingenführung nicht einstellbar
  • Mangelhafte Verriegelung
  • Nur für Rechtshänder
  • Starke Feder
  • Sicherung schwergängig
  • Zu starke Feder
  • Klinge nicht ausbaubar
  • Schwergängig
  • Klinge nicht austauschbar
  • Gelenk nicht einstellbar
  • Rutschiger Untergriff
  • Kunststoff fühlt sich "günstig" an
  • Klinge nicht austauschbar
  • Starke Feder
  • Keine gummierten Griffe
  • Einfache Feder
  • Sperre nur für Rechtshänder
  • Labile Griffe
  • Pufferfeder
Bester Preis

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Amboss oder Bypass?

Bezeichnungen für Gartenscheren gibt es viele. Sie nennen sich Rosenscheren, Baumscheren, Rebscheren, Floristenscheren usw. Grundlegend müssen sie jedoch in zwei Kategorien aufgeteilt werden – Amboss-Scheren und Bypass-Scheren.

Amboss-Gartenscheren besitzen nur eine Schneide, die auf die untere flache Backe drückt. Zusätzlich kann die Backe eine kleine Rille besitzen, in die die obere Schneide eintaucht. Der Aufbau unterscheidet sich also gänzlich von anderen Scheren, bei denen zwei Schneiden aneinander entlang gleiten.

Amboss-Gartenscheren eignen sich für trockene und harte Hölzer

Die Amboss-Konstruktion hat zwei Vorteile: Zum einen ist ein seitliches Spiel wie bei Schneiden »normaler« Scheren irrelevant. Die neigen nämlich dazu, das Schneidmaterial nur noch zu quetschen, wenn das Spiel zu groß oder die Schneiden stumpf sind. Bei einer Amboss-Schere wird die obere Schneide immer – egal ob scharf, stumpf, mit oder ohne Spiel – auf die untere Backe gepresst. Entscheidend ist bei einer stumpfen Klinge letztendlich die Kraft des Anwenders.

Zum anderen eignet sich der einseitige Druck gut, um trockene und vor allem harte Hölzer zu schneiden. Egal wie hart das zu trennende Material auch ist, es gibt keine zwei Schneiden, die sich auseinanderdrücken und das Schnittgut kann sich nicht verklemmen. Daraus ergibt sich das Anwendungsgebiet der Amboss-Schere: harte und trockene Hölzer.

Gartenschere Test: Test Gartenscheren Bypass Amboss
Bei der Bypass-Schere links gehen die Schneiden aneinander vorbei. Bei der Amboss drückt die obere Schneide auf eine feste Backe.

Bypass-Scheren sind üblichen Papierscheren sehr ähnlich. Sie besitzen zwei Schneiden, die aneinander vorbei gleiten und so das Material schneiden. Da hierbei zwei Schneiden arbeiten, geht der Schnitt leichter von der Hand und wird sehr sauber. Jedoch haben Bypass-Gartenscheren ihre Grenzen: Ist das Schnittgut zu hart, kann es nicht geschnitten werden. Je nach Spiel zwischen den Schneiden können sie sich auseinanderbiegen und das Material verklemmt. Bypass-Scheren sind daher auch eher für weiche und frische Hölzer gedacht.

Bypass-Gartenscheren sind für weiches, frisches Schnittgut

Dennoch haben Bypass-Gartenscheren einen kleinen Vorteil, denn sie können sowohl weiche Materialen als auch dünnere harte oder trockene Materialien schneiden. Amboss-Scheren dagegen können frisches Holz nur dann schneiden, wenn sie sehr scharf sind und die Schneide wirklich perfekt auf der unteren Backe aufliegt.

Die passende Griffweite

Die Griffweite einer Gartenschere ist kein Qualitätsmerkmal. Vielmehr muss eine Schere – wie jedes Werkzeug – zum Benutzer passen. Wer kleine Hände hat, braucht eine Gartenschere mit geringer Griffweite und für Menschen mit größeren Händen darf die Griffweite auch etwas großzügiger ausfallen.

Natürlich muss im Gebrauch der Griff nicht immer ganz geöffnet werden, sodass auch kleinere Hände größere Gartenscheren benutzen können. Allerdings ist damit dann auch der mögliche Schnittdurchmesser und die maximale Schnittkraft begrenzt. Große Griffweiten beruhen nämlich hauptsächlich auf längeren Griffen und somit auf einer besseren Hebelwirkung. Wer eine Zange oder Schere am hinteren Ende der Griffe packt, hat einen längeren Hebel und damit mehr Kraft.

Gartenschere Test: Test Gartenscheren Griffweite
Die Griffweite kann deutlich variieren und sollte zum Nutzer passen.

Die richtige Handauflage

Während der untere Griff einer Gartenschere häufig Wellen aufweist, damit die Schere gut mit den Fingern gehalten werden kann, ist der obere Griff nur leicht gewölbt, oder wie bei Grüntek, Felco und Meister zusätzlich verdreht. Damit soll der obere Griff möglichst vollflächig in der Hand aufliegen und nicht nur mit dem Handballen gedrückt werden. Passt die Wölbung nicht zur Hand, gibt es Druckstellen und letztendlich auch Blasen.

So haben wir getestet

Wie zu jedem Werkzeug gibt es auch zu Gartenscheren technische Daten, die wir uns genauer angesehen haben. Wichtig sind für den Anwender vor allem die Angaben zur Griffweite und eventuell noch das Gewicht. Wobei hier die Unterschiede nicht allzu groß sind und sich vor allem nach dem Material richten, aus dem die Gartenschere gefertigt ist. Wer eine Schere aus Aluminium bevorzugt, muss auch damit leben, dass sie etwas schwerer als eine aus Kunststoff ist. Bis auf die kleine Bypass-Schere von Housolution konnten wir jedoch nicht feststellen, dass die Kunststoffscheren labiler wären als solche aus Aluminium.

Angaben zur maximalen Schnittleistung sind selten aussagekräftig!

Eine Angabe mit der viele Hersteller werben, ist die maximale Schnittleistung. Diese Angaben sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Es ist kaum nachvollziehbar, was einige Hersteller hier zu Grunde legen. Ist das der größtmögliche Durchmesser, der zwischen die Schneiden passt oder der Punkt, bei dem eher die Schere bricht als das Material? Abhängig ist die maximale Schnittleistung häufig vom Schnittgut und nicht zuletzt von der Kraft des Anwenders. So gibt beispielsweise Meister maximal 8 Millimeter an, schneidet aber problemlos auch 17 Millimeter. Dagegen wirbt Fiskars mit einer Schnittleistung von bis zu 25 Millimeter, wir sind bei 20 Millimeter aber bereits am Ende unserer Kräfte.

Gartenschere Test: Test Gartenscheren Federkraft
Je nach verbauter Feder wird mehr oder weniger Kraft benötigt, um die Schere zu schließen.

Was leider bei keiner der getesteten Gartenscheren angegeben wurde, ist die Kraft der verbauten Feder. So lassen sich einige spielend schließen, während andere bereits ohne Schnittgut einiges vom Benutzer abverlangen. Zum Test haben wir die geöffnete Schere mit einem Griff auf die Küchenwaage gedrückt, bis sie fast geschlossen war. Die Bypass-Schere von Parkside zeigte dabei 1,8 Kilogramm an, während sich Löwe und Wolf mit 900 Gramm begnügen. Bei längerer Arbeit kann der Unterschied von fast einem Kilogramm deutliche Auswirkungen auf die Muskeln in der Hand haben.

Sicherheit

Die getesteten Gartenscheren besitzen teilweise sehr scharfe Schneiden und gerade Bypass-Gartenscheren können auch spitz sein. Daher besitzen alle eine Sicherung, die die Schere geschlossen hält. Lässt man die gesicherte Schere fallen, sollte sich die Sicherung nicht selbstständig öffnen. Sollte! Fiskars geht hierbei nicht gerade mit gutem Beispiel voran. Die PX92 wie auch die PX93 bestehen den Falltest nicht. Sie lassen sich bereits mit etwas Kraft ohne zu entriegeln öffnen und die PX93 öffnet sich nach einer Weile sogar selbstständig.

Man muss natürlich auch für sich selbst abwägen, wie wichtig einem eine solche Sicherung ist. Unsere beste Amboss-Gartenschere von Spear & Jackson entriegelt sich beispielsweise bereits durch etwas Druck auf den Griff und besteht so den Falltest auch nicht. Praktisch ist diese Funktion aber dennoch.

Gartenschere Test: Test Gartenscheren Feder
Evolutfedern genießen keinen guten Ruf, erwiesen sich im Test aber nicht als nachteilig.

Feder

Bei den Federn scheiden sich die Geister. Etliche Hersteller werben damit, dass ihre Gartenschere keine Evolutfeder besitzen. Die kann aus ihrer Position springen, man kann sie verlieren oder im ungünstigsten Fall sogar daran schneiden. Etwas kurios ist aber dennoch, dass gerade die Gartenscheren mit Evolutfeder sehr gut im Test abschneiden. Uns sind im Test auch keine Nachteile aufgefallen. Man sollte beim Kauf aber dennoch kontrollieren, wie leicht sich die Feder von ihren Nasen lösen lässt. Das wiederum hat nämlich auch den Vorteil, dass diese Federn nachgekauft und ausgetauscht werden können.

Schnitttest

Im praktischen Test mussten die Gartenscheren zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Zu ihren Aufgaben gehörte trockene Weide mit rund 20 Millimeter im Durchmesser, frisches Kirschholz zwischen 10 und 15 Millimeter, faserige dünne Weide und frische Blätter zum Schärfe-Test.

Die maximale Schnittkraft hängt natürlich vom Benutzer ab und ist daher eine »gefühlte« Beurteilung. Es ist aber auch am Schnitt zu erkennen, ob mehr geschnitten oder gequetscht wurde. An der etwas faserigen Weide konnten sie zeigen, wie gut ihre Schneiden aufeinander abgestimmt waren. Ist der Lichtspalt dazwischen zu groß, wurden die dünnen Zweige und Blätter zwar an-, aber nicht komplett durchgeschnitten.

Gartenschere Test: Gartenschere Test Bypass Gruentek Falke

Testsieger: Grüntek Gartenschere Falke

Zwischen all den getesteten Gartenscheren einen Testsieger zu küren ist leichter gesagt als getan. Fast alle haben ihre Vor- und Nachteile und mancher wird vielleicht lieber zu einer der anderen Empfehlungen greifen. Nach dem gesamten Test, als alle übrigen Zweige noch klein geschnitten werden mussten, ging die Hand jedoch intuitiv zur Grüntek Gartenschere.

Viel Kraft bei einer sehr guten Handhabung

Entscheidend war weniger die maximale Schnittkraft als vielmehr der Gesamteindruck. Der Falke liegt dank seines verdrehten Obergriffs perfekt in der Hand und die Verriegelung lässt sich sehr leicht lösen und arretieren. Das gelingt fast schon zu leicht, aber den Falltest hat sie bestanden und sie löste sich auch anderweitig nicht selbstständig.

Testsieger

Grüntek Bypass Falke

Test Gartenschere: Grüntek Bypass FALKE
Die Falke ist eine extrem massive Gartenschere, die gut in der Hand liegt und auch schweren Aufgaben gewachsen ist.

von 57 Lesern gekauft

Die von einigen ungeliebte Evolutfeder sitzt absolut sicher auf großen Nasen und es besteht kaum die Möglichkeit, dass sie sich unbeabsichtigt lösen und verloren gehen könnte. Leicht zu lösen lassen sich dagegen sämtliche Verschraubungen, sodass sich die Schere komplett zerlegen, reinigen und auch schärfen lässt.

Die lediglich gummierten Griffe der drei sehr ähnlichen Scheren von Grüntek, Meister und Felco hinterließen anfänglich keinen guten Eindruck. Die Oberfläche wirkte dadurch härter und glatter als bei den vielen Scheren mit Kunststoffgriffen. Im praktischen Test zeigte sich jedoch, dass darin kein Nachteil besteht. Selbst in nassen Händen waren sie sicher zu halten und die Hand verrutschte bei der Arbeit nicht.

Hilfreich ist dabei sicher auch der deutlich ausgebogene Griff am Anfang. Der verhindert beim Schneiden, dass man mit der Hand immer weiter nach vorne rutscht. Hinzu kommt der verdrehte Obergriff, der sich regelrecht an die Hand anschmiegt und so den Druckpunkt großflächig verteilt.

Im praktischen Test zeigt sich der Falke von seiner kräftigen Seite. Zwar gibt der Hersteller »nur« eine maximale Schnittleistung von 18 Millimeter an, die sich auch anstandslos schneiden lässt, jedoch sind mit etwas mehr Kraft auch dickere Äste möglich. Selbst 20 Millimeter lassen sich ohne abzusetzen oder ein Drehen der Schere schneiden. Den praktischen Test konnte die Falke von Grüntek mit Bravour meistern.

Die Gartenschere von Grüntek ist ein Alleskönner. Sicher schaffen andere Gartenscheren noch dickere Äste oder sind auch für kleinere Hände gut geeignet, aber keine andere Schere vereint gleichzeitig so viele positive Punkte. Daher geht unsere Top-Empfehlung an die Grüntek Bypass-Schere.

Grüntek im Testspiegel

Stern hat sich einige Gartenscheren angesehen und kann über unseren Testsieger auch nur Gutes berichten:

»Dieses Modell gehört zu den meistverkauften am Markt und bekommt von den Nutzern mit wenigen Ausnahmen positives Feedback. Viel Lob gilt der Funktionalität und der Langlebigkeit dieser insgesamt einfach gestalteten Gartenschere.«

Liebe-zum-Garten bringt auch unsere Meinung auf den Punkt:

»Ohne Probleme konnten wir mit dieser Schere auch dicke Äste mit einem Durchmesser von 20 mm mit nur wenig Kraftaufwand durchschneiden. Dabei gibt der Hersteller nur 18 mm an. Sie übertrifft ihre Erwartungen voll. Diese Schere möchten wir nicht mehr hergeben.«

Alternativen

Wenn Sie nach einer anderen Bypass-, einer Amboss-Schere oder einem günstigeren Modell suchen, haben wir hier weitere Empfehlungen für Sie.

Beste Amboss-Schere

Spear & Jackson Amboss Razorsharp

Test Gartenschere: Sprear & Jackson Amboss "Razorsharp"
Mit Schutzbügel und Ratsche ist die Razorsharp für grobe Arbeiten gemacht – leider auch nur für grobe Hände.

von 12 Lesern gekauft

Spiear & Jackson nennen ihre Amboss-Gartenschere Razorsharp, also »rasierklingen-scharf«. Und tatsächlich bräuchte man für die Amboss-Schere im Vergleich zu einigen anderen Modellen im Test beinahe einen Waffenschein. Nicht nur, weil ihre Schneide wirklich scharf wie eine Rasierklinge ist, sondern auch weil sie enorm viel Kraft umsetzt.

Erreicht wird das durch eine vierstufige Ratschenfunktion, mit der sich die Hebelwirkung beim Schließen der Klingen ändert. Würde man dieselbe Hebelwirkung ohne Ratsche umsetzen wollen, müssten die Griffe um 120 Grad geöffnet und geschlossen werden, während die Schneiden sich nur 30 Grad bewegen: Arbeit = Kraft x Weg. Das umgeht die Ratschenfunktion, indem man den Griff zwar viermal um 30 Grad bewegt, aber immer wieder denselben Weg nutzt. Das bedeutet: Schere ansetzen, zusammendrücken, etwas öffnen (Ratsche schaltet eine Position weiter), zusammendrücken, etwas öffnen usw. – bis das Material geschnitten ist.

Mit vier Ratschenstufen – viermal mehr Kraft

Das klingt im ersten Moment umständlich und tatsächlich muss man sich auch erst daran gewöhnen. Aber keine Sorge, die Ratschenfunktion ist nur dann aktiv, wenn sie auch benötigt wird. Wird kleineres oder weiches Material geschnitten, rutscht die Ratsche gleich bis zur letzten Position durch und die Pumpbewegung fällt einfach weg. Nur bei ausreichendem Gegendruck rastet die Ratsche ein und kämpft sich durch das Vier-Gänge-Menü.

Dass die Razorsharp fürs Grobe gemacht wurde, offenbart sie bereits beim ersten Anblick. Keine andere Schere kommt so wuchtig daher und bietet einen Schutzbügel für die Finger. Das macht die Razorsharp natürlich nicht zum Fliegengewicht und sie gehört mit 254 Gramm zu den schwersten Testkandidaten.

Die Sicherung oder Sperre ist äußert praktisch, aber auch mit Vorsicht zu genießen. Da sie etwas umständlich zu verriegeln ist, wird man anfänglich noch die zweite Hand nutzen, um den kleinen Hebel im geschlossenen Zustand der Schere nach vorne zu drücken. Mit etwas Übung geht das aber auch mit einer Hand.

Zum Öffnen muss der Hebel dagegen gar nicht berührt werden. Die Griffe einfach kurz zusammendrücken und schon entriegelt sich die Schere. Alternativ kann man sie auch fallen lassen, denn dann entriegelt sie sich selbstständig. Wirklich sicher ist das nicht, die Schere mit etwas Druck auf den Griff zu entriegeln aber irgendwie auch praktisch. Man muss es halt mögen oder nicht.

Im Test wurden mit der Razorsharp 30 Millimeter starke Äste geschnitten

Der praktische Test hat einfach nur Spaß gemacht. Bei dünnen Zweigen wird sie einfach zusammengedrückt und schneidet wie jede andere Gartenschere auch. Bei dickeren Ästen meldet sich die Ratsche, man drückt, löst, drückt, löst, drückt und ohne große Anstrengung werden selbst dickste Äste geschnitten. Und wenn wir von dicken Ästen reden, dann meinen wir auch dicke Äste. So dick, dass sie eigentlich gar nicht zwischen die Backen passen. Dann wird die Schere angesetzt und mit etwas Druck in den Ast gedreht. Dabei drückt sich die Klinge bereits etwas ins Holz und schon kann mit der Ratschenfunktion selbst 30 Millimeter starkes Geäst geschnitten werden. Im Test der Gartenscheren war die Razorsharp von Spear & Jackson damit absolut ungeschlagen.

In einem Video, das zum Testzeitpunkt noch auf Amazon zu finden war, wird damit geworben, dass die Razorsharp sogar Besenstiele schneidet. Auf die Idee würde vermutlich niemand kommen, aber wenn damit geworben wird, müssen wir das auch testen. Und tatsächlich ist der Werkstattbesen jetzt ein wenig kürzer. Es war kein wirklich dicker Besenstiel, aber der hat die Razorsharp auch nicht annähernd ans Limit gebracht.

Wer keine Blumen schneiden möchte und eine wirklich starke Gartenschere sucht, kommt an der Razorsharp von Spear & Jackson nicht vorbei. Sie schneidet weit mehr als der Hersteller verspricht.

Auch gut

Wolf Bypass Alu-Professional RR5000

Test Gartenschere: Wolf Bypass
Nicht ganz günstig, dafür in einer sehr stabilen Ausführung für lange Haltbarkeit.

Die Wolf Alu-Professional RR5000 spielt definitiv in der Oberliga und hat sich ihren Namen redlich verdient. Warum sie dennoch nicht unsere beste Gartenschere geworden ist? Weil andere Scheren ebenfalls sehr gut sind, aber teilweise nur die Hälfte kosten. Wer aber Wert auf gutes Profi-Werkzeug legt, sollte zur Wolf greifen.

Neben der Gartenschere von Gartenpaul besitzt nur die Wolf Griffe aus Aluminium mit Kunststoff-Einsetzen. Das unterscheidet sie von allen anderen Aluminium-Gartenscheren mit Gummiüberzug. Sie wirkt dadurch nicht nur hochwertiger, sie fühlt sich auch besser an.

Professionell bis ins Detail

Die Alu-Professional wartet aber mit noch mehr Details auf, die sie von anderen Gartenscheren abhebt. Da wäre beispielsweise der Draht-Schneider oder die einzigartige Justiermöglichkeit der Schneiden. Einstell- und zerlegbar sind viele, doch nur die Wolf besitzt eine Art Ratsche, mit der die Feststellschraube automatisch fixiert wird. Keine extra Klemmung, wie bei Grüntek, Meister und Felco und auch nicht nur ein Gummiring, wie ihn Fiskars als Einstellsicherung nutzt.

Positiv hervorzuheben ist aber auch der kleine Gummi-Puffer, der das Zusammenschlagen der Griffe beim Schneidvorgang abdämpft. Denn gegenüber manch anderen dämpft der tatsächlich und gibt unter etwas Druck ein bis zwei Millimeter nach. Wolf denkt auch an eine Halteschlaufe, die viele offenbar vergessen. Vorbereitet sind dafür fast alle, aber den wenigsten liegt auch tatsächlich eine bei.

Nicht ganz so positiv ist die Sperre beziehungsweise der Riegel selbst. Bedienen lässt er sich sehr gut mit Daumen und Zeigefinger und das funktioniert in der rechten Hand ebenso gut wie mit der linken. Beim Schneiden rutscht man am Griff jedoch etwas nach vorne und stößt dabei an den kleinen Riegel. Auf Dauer könnte das zu Druckstellen führen.

Im praktischen Test schlägt sich die RR5000 ganz gut, aber nicht ganz so gut wie erwartet. Wolf verspricht eine maximale Schnittleistung von satten 25 Millimeter, was sich aber wohl eher auf die Öffnung der Klingen und sehr weiches Material bezieht. Beim Testmaterial kamen wir bereits bei 20 Millimeter an unsere Grenzen und man erkennt auch deutlich, wie das Schnittgut an der Unterkante unter der benötigten Schneidkraft gedrückt wird. Kleinere Durchmesser schneiden sich zwar einfacher, aber auch hier bleiben deutliche Druckspuren.

Nachteilig ist offenbar die nicht ganz so scharf geschliffene Klinge. Selbst mit etwas Druck kann man mit den Fingern über die Schneide streichen und schneidet sich dabei nicht. Da sich die Schneiden aber sehr gut justieren lassen, können dennoch dünne und weiche Materialien wie frische Blätter geschnitten werden.

Die Alu-Professional von Wolf ist eine solide Gartenschere, die durchaus dem Profi-Bereich zugeordnet werden kann. Dafür sprechen die Ausstattung und die Verarbeitung sowie nicht zuletzt zehn Jahre Hersteller-Garantie. Etwas schärfere Klingen könnten die Arbeit damit aber noch deutlich erleichtern.

Gut & günstig

Meister Bypass 9719100

Test Gartenschere: Meister Bypass 9719100Der
Laut Hersteller für leichte Schnitte bis acht Millimeter. Doch die Meister Bypass-Schere kann viel mehr!

von 18 Lesern gekauft

Es wirkt schon etwas kurios, wenn man die günstigste Gartenschere im Test neben die teuerste Gartenschere legt und beide fast identisch aussehen. Genau genommen hinterlässt die günstige Meister Bypass-Schere sogar einen besseren ersten Eindruck, da sich der Sperrhebel deutlich leichter als beim Luxusmodell von Felco bedienen lässt.

Das ist aber nur der erste Eindruck und im Detail zeigen sich so manche feine Unterschiede, wie es sie auch zum ebenfalls ähnlichen Testsieger von Grüntek gibt. Während an der unteren Schneidbacke der Meister-Schere noch Spuren der mechanischen Bearbeitung zu sehen sind, ist die Schneide der Grüntek und der Felco perfekt geschliffen. Auch auf den Gummipuffer, der das Zusammenschlagen der Griffe beim Schneiden dämpfen soll, wurde verzichtet.

Dennoch muss sich die Gartenschere von Meister nicht verstecken. Man darf schließlich nicht vergessen, dass sie nicht mal die Hälfte des Testsiegers und nur ein Achtel der Felco Nr. 2 kostet. Dafür kann sie sehr gut mithalten. Und auch wenn der Hersteller lediglich eine Schnittleistung von 8 Millimeter angibt, hat sie im praktischen Test auch vor 17 Millimeter nicht Halt gemacht. Selbst 21 Millimeter waren möglich, jedoch musste die Meister-Schere dann schon beim Schnitt etwas hin und her gedreht werden.

Mit dünnem und weichem Holz hat die Bypass-Schere von Meister absolut keine Probleme und selbst frische Blätter werden wie mit einer Papierschere geschnitten. Die Schneide ist zwar nicht so scharf wie bei einigen anderen Testkandidaten geschliffen, das Spiel lässt sich dafür aber sehr genau einstellen, wodurch beide Klingen perfekt aneinander vorbei gleiten.

Die Bypass-Gartenschere von Meister ist den teuren Modellen sehr ähnlich, kann qualitativ aber nicht ganz mithalten. Für den günstigen Preis macht man mit der recht guten Gartenschere aber nichts falsch und bekommt doch deutlich mehr als erwartet.

Für kleine Hände

Gardena Bypass S-M Classic

Test Gartenschere: Gardena Bypass Classic
Leicht bedienbare Verriegelung und Griffweitenverstellung für große als auch kleine Hände.

von 10 Lesern gekauft

Die Classic S-M von Gardena kann als gute und vor allem faire Gartenschere bezeichnet werden. Für wenig Geld bekommt man ein wirklich solides Modell in Gardena-Qualität mit Griffweitenverstellung und 25 Jahre Herstellergarantie.

In puncto Schnittkraft kann sie sich nicht ganz mit den großen Konkurrenten messen, muss sie aber auch nicht. Sie ist für kleinere Hände geschaffen und nicht für schwere Arbeiten gemacht. Dabei liegt sie gut in der Hand und als einzige Gartenschere im Test lässt sich die Sperre als auch die Griffweitenverstellung von Linkshändern ebenso bedienen wie von Rechtshändern.

Bei den Kunststoffgriffen hat Gardena alles richtig gemacht. Der obere ist gummiert und liegt somit sicher in der Hand. Der untere ist zwar griffig, aber nicht so sehr, dass er an den Fingern reibt, wenn sie beim Schneiden daran entlang gleiten.

Passend zur Griffweite fällt auch das Gewicht der Classic S-M mit 219 Gramm sehr gering und handlich aus. Die verbaute Spiralfeder wirkt auf den ersten Blick zwar etwas ungewöhnlich, sorgt aber für eine sehr leicht Bedienung. Der Gegendruck ist kaum zu spüren, reicht jedoch locker aus, um die Schere selbstständig zu öffnen.

Mit der Größe S bis M richtet sich die Classic vor allem an kleinere Hände und für die Größe gibt es an der Schnittleistung wenig auszusetzen. Bis zu 16 Millimeter sind bequem möglich, bei 20 Millimeter ist sie jedoch überfordert. Nicht ganz so toll ist der Anschliff, der dazu führt, dass manche Fasern eher gequetscht als geschnitten werden.

Außerdem getestet

Die Felco Nr. 2 ist mit über 40 Euro die teuerste Gartenschere im Test, was sich vor allem im nahezu perfekten Anschliff widerspiegelt. Man hört sogar, wie die beiden geschliffenen Klingen aneinander vorbeigleiten. Das zeigt sich im Schneiden von dünnem und saftigen Grün und selbst Haare sind kein Problem.

Mit dickeren Materialien hat sie jedoch zu kämpfen. Trotz der Herstellerangabe von 25 Millimeter, hatten wir bereits bei 15 Millimeter unsere Probleme und der Schnittfläche ist hinterher die enorme Kraftanstrengung anzusehen. Ihre Aufgabe liegt offensichtlich eher im Blumen- und Pflanzenschnitt, wofür sie aber wiederum mit rund 250 Gramm recht schwer ist.

Löwe Amboss Löwe 1 Jubiläumsedition

In puncto Verarbeitung, Stabilität und Qualität gehört die Löwe 1 Jubiläums-Edition zweifellos zu den besten Gartenscheren im Test und wer ein Fan der Löwe-Produkte ist, wird sich auch dieses Prachtstück leisten. Optisch macht es mit den gravierten Griffstücken schon was her und jedes Einzelteil der Amboss-Schere kann beim Hersteller nachgekauft werden. Um eine scharfe Klinge muss man sich also keine Sorgen machen.

Im praktischen Test konnte die Schere aber nicht ganz so überzeugen, was allerdings nur bedingt an der Schneidleistung liegt. Die ist recht gut und erreichte bei 20 Millimeter ihr Limit. Vielmehr ist es die Metallausführung, die keine rutschfesten Griffe besitzt und auch in keiner Form der Handfläche oder den Fingern angepasst wurde. Eine tolle Jubiläumsausgabe die aber nicht für den täglichen Einsatz gemacht ist.

Im ersten Moment galten die Fiskars PX93 und auch die PX92 als klare Favoriten. Der Rollgriff fasziniert einfach und macht die Bewegung der Hand perfekt mit. Hinzu kommt ein toll ausgeformter Obergriff, der am Anfang eine deutliche Rundung besitzt. Dadurch bleibt auch im Dauereinsatz die Hand am Griff und rutscht nicht nach vorne. Beim Sicherheitstest und im praktischen Einsatz konnte die PX 93 aber dann doch nicht so überzeugen. Die Verrieglung hakt nur minimal ein, lässt sich mit einem kurzen Zug an den Griffen übergehen und springt nach einer Weile sogar selbstständig auf.

Das Limit der Schnittkraft hatten wir bei 20 Millimeter erreicht, mussten dabei aber schon nachsetzen und die Schere verdrehen. Dennoch wurde der Schnitt recht sauber und kleinere Durchmesser konnten sogar in dünnen Scheiben abgeschnitten werden. Mit frischen Blättern und grünen Zweigen hatte die PX93 kein Problem, was man von einer Amboss-Schere nicht unbedingt erwartet.

Die Fiskars PX92 ist der PX93 sehr ähnlich aber die Bypass-Ausführung. Sie besitzt ebenfalls den genialen Rollgriff und leider auch die eher mäßige Verriegelung. Sie springt in diesem Fall zwar nicht selbstständig auf, lässt sich aber ebenfalls mit einem Zug an den Griffen übergehen.

Die Schnittleistung liegt noch etwas hinter der PX93, was aber für eine Bypass-Schere auch normal ist. Sie ist für dünnes und frisches Gehölz gemacht und da kann sie auch ihre sauberen Arbeitsergebnisse zeigen. Bis zu 16 Millimeter konnten wir schneiden und grüne Blätter werden so sauber wie Papier geschnitten.

Wer lange Finger hat sollte bei kräftigen Schnitten aber aufpassen. Durch den Rollgriff gehen die Finger mit und landen schnell mal zwischen Unter- und Obergriff. Die Fiskars PX92 ist also eher etwas für kleinere Hände.

Gardena Bypass S-XL 8905-20

Mit der B/S XL geht eine recht große Bypass-Schere von Gardena ins Rennen. Wobei das »groß« relativ zu sehen ist. Die Griffweitenverstellung ermöglicht eine Griffgröße von 105 und 125 Millimeter. Damit gehört sie noch nicht zu den ganz großen.

Wie alle Scheren von Gardena liegt auch die B/S XL sehr gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Nicht umsonst kann es sich Gardena leisten, 25 Jahre Herstellergarantie zu geben.

Nicht ganz so überzeugend war allerdings die Schnittleistung. Von den angegeben 24 Millimeter waren wir weit entfernt und konnten lediglich bis 16 noch gute Ergebnisse erzielen. Mit 20 Millimeter war sie einfach überfordert. Wird das material etwas faserig, quetscht sich auch gern etwas zwischen die Schneiden.

Gartenpaul Amboss Ratschenschere

Mit der Stufenschere von Gartenpaul haben wir eine weitere Ratschenschere, die ebenfalls recht kräftig unterwegs ist. Mit 26 Millimeter ist die getestete Schnittleistung beachtlich, reicht aber nicht an die Razorsharp von Spear & Jackson heran, die dazu nur die Hälfte kostet. Insgesamt kann die Amboss-Schere aber einen guten Eindruck hinterlassen. Sie besitzt einen sehr guten Anschliff und kommt dadurch mit dicken und auch mit dünnen und weichen Materialien zurecht.

Mehr Schein als sein? Für sehr wenig Geld ist die Amboss-Schere von Parkside zu bekommen und der erste Eindruck ist klasse. Gummierte Griffe, stabil, Griffweitenverstellung, Puffer und sogar eine Trageschlaufe gibt es. Für den Preis kaum zu glauben und was will man mehr? Ganz klar, mit der Parkside Amboss-Schere macht man keinen Fehler und wenn man eh bei Lidl unterwegs ist, sollte man ruhig zugreifen. Der günstige Preis ist dann aber doch im Detail zu spüren. So ist der Puffer hart und dämpft nicht, ist die Feder viel zu straff und das Schnittergebnis eher zufriedenstellend. Zwar lassen sich durchaus Äste von bis zu 20 Millimeter schneiden, das geht dann aber doch an die Substanz und für weiche Materialien ist sie mit einer stumpfen Klinge einfach ungeeignet. Eine Amboss-Schere die wirklich nur für harte Materialien geeignet ist.

Parkside Bypass

Gartenschere Test: Parkside Amboss Bypass Schere Mit Karbonstahl Klinge Einhand Sicherheitsverschluss 4

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Die Bypass-Schere von Parkside passt optisch zur Amboss und hinterlässt denselben ersten guten Eindruck. Zwar ist auch hier der Puffer eher nur optisch da, dafür schlägt sie sich im praktischen Test besser. Ihr Limit hat sie ebenso bei 20 Millimeter erreicht, was für eine Bypass-Schere absolut ausreichend ist. Man darf auch nicht vergessen, dass Parkside lediglich 10 Millimeter verspricht. Kleinere Schnitte gehen leicht von der Hand und auch für weiche Materialien ist sie scharf genug. Bei Parkside muss man klar zwischen Bypass und Amboss differenzieren und sollte sich einfach beide gönnen.

Wolf Amboss Comfort Plus RS 2500

Die RS 2500 Comfort Plus von Wolf Garten hat uns ein wenig enttäuscht und es nicht nachvollziehbar, woher die vielen guten Bewertungen im Netz kommen. Bereits der erste Eindruck lässt mehr das Gefühl nach Discounter-Werkzeug aufkommen als die beiden Gartenscheren von Parkside. Der Kunststoff fühlt sich billig und extrem rutschig an. Gut, dass der obere Griff teilweise gummiert ist.

Auch der praktische Test wurde nicht besser. An die versprochenen 25 Millimeter Schnittleistung sind wir nicht gekommen, hatten bereits bei 20 Millimeter Angst die Griffe abzubrechen. Wie sehr wir uns damit abgemüht haben, ist selbst bei 14 Millimeter deutlich am gequetschten Holz zu sehen. Mit dünneren Materialien kommt die RS 2500 wieder bessere zurecht und schneidet zuverlässig auch weiche Blätter. Vom Namen Wolf-Garten und der Bezeichnung »Comfort Plus« haben wir uns einfach mehr versprochen. Auch wenn die RS 2500 verhältnismäßig günstig ist.

Die Amboss-Schere von Gardena ist für Menschen mit kleinen Händen gedacht und da ist es auch logisch, dass sie keine Äste mit 25 Millimeter schneiden kann. Allerdings lassen sich bereits 15 Millimeter so schwer schneiden, dass Personen mit passend kleinen Händen, vermutlich nicht mal diese Kraft aufbringen werden. Dafür ist die Schneide zu stumpf und liegt zu ungleichmäßig auf der unteren Backe auf.

Technisch und qualitativ gibt es aber – wie von Gardena gewohnt – wenig zu kritisieren. Die kleine Amboss-Schere fühlt sich gut an, liegt gut in der Hand und die Sperre lässt sich leicht bedienen. Eine nötige Garantieleistung wird es die nächsten Jahre damit vermutlich nicht geben.

Auch Fiskars bietet mit Amboss P25 ein kleineres und günstigeres Modell einer Amboss-Schere an. Sie ist recht einfach gehalten und erledigt ihre Arbeit ganz okay. Äste bis zu 20 Millimeter können geschnitten werden, erfordern aber schon einiges an Kraft, was bei den recht glatten Griffen nur schwer zu bewältigen ist. Hinzu kommt, dass bereits die eingebaute Feder einen ordentlichen Gegendruck erzeugt. Wohler fühlt sie sich im Bereich von 15 Millimeter. Hier knackt sie hartes Holz und weder die Schere noch der Anwender ist überfordert. Bei dünnen faserigen Materialien zeigt sich allerdings, dass die Klinge nicht perfekt auf der Backe aufliegt und so werden nicht alle Fasern durchtrennt.

Der erste Eindruck ist billig, aber sauscharf. Die Bypass-Schere von Housolution wirkt auf den ersten Blick nicht sehr hochwertig. Mäßig verarbeitet, eine Sperre, die sich vermutlich bald abnutzt und eine Feder, die man schnell verliert. Dennoch hat die kleine Obstschere durchaus ihre Berechtigung. Im praktischen Test ist die Schere von Housolution zwar bereits mit 15 Millimeter gnadenlos überfordert, dafür ist sie extrem leicht und scharf, was sie für den Einsatz feiner Schnitte prädestiniert. Zum Schneiden von Schnittblumen oder zum Verschneiden von kleineren Pflanzen ist sie sicher perfekt geeignet.

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