Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsreinigungsbürstenvergleich
test
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Die beste Gesichtsreinigungs­bürste

Gesichtsreinigungsbürsten können die tägliche Routine ergänzen und für ein sauberes Hautgefühl sorgen. Wir haben 24 Geräte getestet und können die Elektrische Gesichtsreinigungsbürste von Sunmay aus Silikon universell empfehlen. Sie ist hygienisch, erschwinglich und erfordert keine Ersatzbürsten.

Magi Kusak
Magi Kusak
ist Beauty-Bloggerin der ersten Stunde und betreibt mit MagiMania den ältesten deutschsprachigen Beauty Channel auf YouTube, wo sie ihre Community an der Begeisterung für effektvolles Makeup, moderne Texturen und wirksame Skincare teilhaben lässt.
Letztes Update: 26. September 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

11. März 2022

Wir haben elf weitere Geräte getestet, von denen zwei schon während der Testphase aus dem Sortiment genommen wurden. Mit der Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste haben wir dennoch eine neue, empfehlenswerte Gesichtsreinigungsbürsten gefunden. Im Test waren aber auch durchwachsene Modelle dabei. Unsere bisherigen Empfehlungen von Etereauty und Landwind sind nicht mehr erhältlich und wurden durch baugleiche Modelle von MyCarbon und Dioche ersetzt.

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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Eine elektrische Gesichtsbürste ist eine optionale Ergänzung zur täglichen oder gelegentlichen Gesichtsreinigung. Es stehen dafür unterschiedliche Konzepte zur Wahl. Für unseren Test haben wir 24 Bürsten sowohl mit rotierender, oszillierender oder vibrierender Funktionsweise ausgewählt und getestet.

Überraschenderweise entpuppten sich ausgerechnet die Geräte etablierter Marken als schwache Kandidaten. Günstige Produkte sind überraschend gut, fehlende Ersatzbürsten sind jedoch ein Problem. Wie gut, dass Silikonbürsten sowieso die bessere Wahl für eine hautfreundliche Reinigung sind! Wir haben dennoch für jeden Geschmack etwas gefunden.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungsbürste: Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
Aus hygenischem Silikon in durchdachter Form zum kleinen Preis.

Die Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste braucht keine Aufsätze und erspart Folgekosten. Das Silikon ist zugleich hygienisch und sanft zur Haut. 14 Vibrationsstufen bieten für jede Gelegenheit die passende Intensität, um die Haut mild zu reinigen oder das Einziehen von Wirkstoffen im Pflegeschritt zu begünstigen.

Die herausragende Spitze ermöglicht es auch bequem um die Nase herum zu arbeiten. Die dickeren Noppen an der Spitze sowie der Rückseite bieten zusätzlichen Widerstand für robustere Partien.

Auch gut

Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungs­bürste: Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste
Hygienische, intuitive Gesichtsreinigung mit bequemem Griff.

Die günstige Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste erweist sich im Test-Update als komfortable Überraschung zu einem günstigen Preis. Ebenfalls in Silikon gehüllt ist sie hygienisch und sanft. Der Griff macht die Reinigung völlig intuitiv und bequem. Sechs Intensitätsstufen sind okay und sind einfach zugänglich.

Der Pionier

Foreo Luna mini 2

Test Gesichtsreinigungsbürste: Foreo LUNA mini 2
Der Vorreiter elektrischer Silikonbürsten.

Der Foreo Luna mini 2 ist nur eines von vielen Modellen der schwedischen Marke und liegt sowohl preislich, als auch von der Größe im mittleren Bereich. Es gibt mittlerweile auch einen deutlich teureren Nachfolger mit App-Steuerung.

Die runde, vibrierende Bürste hat einen dicken Silikonmantel sowie zwei verschiedene Noppenstärken für verschiedene Bereiche, inklusive einem festeren Areal an der Spitze.

In acht Intensitätsstufen wird dreimal à 20 Sekunden gereinigt. Auch mit diesem Gerät kann man beispielsweise Seren einmassieren und durch die Vibration besser einziehen lassen.

Wenn Geld egal ist

pmd Beauty Clean Pro RQ

Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Clean Pro Rq
Wellness-Bürste aus Silikon mit Vibration, Wärmefunktion und einen Quarzstein.

Der PMD Beauty Clean Pro ist ein Luxusgerät zu einem sehr stolzen Preis, vereint dabei aber gelungen Reinigung und Pflege mit einem hohen Wellness-Faktor.

Komplett mit dickem Silikon ummantelt, ist die eine Seite mit festen Noppen versehen und in die andere ein Quarz-Stein gebettet. Eine zuschaltbare Wärmefunktion kann in Kombination mit einem der vier Vibrationsmodi das Eindringen von Wirkstoffen begünstigen.

Beste Rotierende

MyCarbon Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungs­bürste: MyCarbon / Etereauty Gesichtsreinigungsbürste
Gelungenes Gesamtpaket zum fairen Preis für robuste Haut.

Wer nicht auf rotierende Bürstenaufsätze verzichten möchte, bekommt mit der MyCarbon Gesichtsreinigungsbürste eine verhältnismäßig sanfte Lösung. Ein äußerer Ring rotiert in die entgegengesetzte Richtung zum Kern. So schlägt es nicht aus und man kann mit den großen Aufsätzen gleichmäßig über die Haut fahren.

Die Borsten des Standardaufsatzes sind fein und irritieren nicht so stark wie die meisten anderen rotierenden Optionen. Eine für den Preis solide Verarbeitung ohne Schnickschnack rundet das Modell ab.

Vergleichstabelle

Unser FavoritSunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
Auch gutVenussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste
Der PionierForeo Luna mini 2
Wenn Geld egal istpmd Beauty Clean Pro RQ
Beste RotierendeMyCarbon Gesichtsreinigungsbürste
Foreo Luna 3 plus
Luowan Silikon-Gesichtsreinigungsbürste
Medisana FB 885
Beurer FC 96
Beurer FC 45
1 By One Naturalife Gesichtsbürsten-Set
Panasonic Panasonic The 3-in1 Cleaning Brush EH-XC10
Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing
Braun FaceSpa Pro 911
Purelyy Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
Remington Reveal FC250
Misiki Gesichtsreinigungsbürste
Test Gesichtsreinigungsbürste: Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Sanft zur Haut
  • Form
  • Preis
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Sanft zur Haut
  • Form
  • Preis
Test Gesichtsreinigungsbürste: Foreo LUNA mini 2
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Sanft zur Haut
  • Ladung hält sehr lange
  • Gute Verarbeitung
  • Teuer
Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Clean Pro Rq
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Sanft zur Haut
  • Wärme + Quarz-Stein für Hautpflege
  • Sehr teuer
  • Noppen recht fest
  • Nut zwischen Silikon und Stein
Test Gesichtsreinigungs­bürste: MyCarbon / Etereauty Gesichtsreinigungsbürste
  • Bürstengröße
  • Relativ sanft
  • Doppelrotation ohne Ausschlagen
  • Verarbeitung
  • Preis
  • Unbeständige Verfügbarkeit
  • Kein Ständer
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Foreo LUNA 3 plus
  • Sanfte Reinigung
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Wärmefunktion
  • Microcurrent-Funktion
  • Individuelle Programme einstellbar
  • App-Zwang
  • Umständliche Bedingung über App
  • Sehr teuer
Test Gesichtsreinigungs­bürste: LUOWAN Silikon-Gesichtsreinigungsbürste
  • Doppel-Rotation
  • Sanfte Reinigung möglich
  • Ergonomie
  • Minderwertige Verarbeitung
  • Lautes Betriebsgeräusch (klapprige Zahnräder)
  • Nicht als wasserdicht beschrieben
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Medisana FB 885
  • Oszillierend
  • Zubehör
  • Bürsten-Design
  • Unnütze Modi
  • Etwas klapprig
  • "Nur" spritzwassergeschützt
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Beurer FC 96
  • Verarbeitung
  • Rotierend
  • "Pseudoszillation" hüpft auf der Haut
  • Eher grob zur Haut
  • Bürsten-Design
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Beurer FC 45
  • Verarbeitung
  • Kompakt
  • Sehr günstig
  • Rotierend
  • Eher grob zur Haut
  • Bürsten-Design
  • Betteriebetrieb
Test Gesichtsreinigungsbürste: 1 By One Gesichtsbürste
  • 2 Stück enthalten
  • Sanfte Silikonborsten
  • Keine Ersatzbürsten notwendig
  • Handlich
  • Preis
  • Nut zwischen Silikon und Plastik
  • Wenig Effekt
Gesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic Elektrische Gesichtsreinigungsbürste Japanese Rituals Eh Xc10 N503
  • Sehr sanfte Borsten
  • Bürsten-Design
  • Wärmefunktion (am Griffende)
  • Verarbeitung
  • Rotierend
  • "Gimmicky" Features
  • Kleiner Kopf
  • Sehr teuer
Test Gesichtsreinigungsbürste: Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing
  • Verarbeitung
  • Zubehör
  • Echte Ladestation
  • Rotierend
  • Eher grob zur Haut
  • Bürsten-Design
Test Gesichtsreinigungsbürste: Braun FaceSpa Pro 911
  • Verarbeitung
  • Zubehör
  • Kompakt
  • Sehr grob zur Haut
  • Bürsten-Design
  • Aufsätze klapprig
  • Nicht als wasserdicht beschrieben
  • Unverhältnismäßig teuer
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Purelyy Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
  • Viele Aufsätze + Box
  • Günstig
  • Grob zur Haut
  • Rotierend (schlägt aus)
  • Teils unnütze Aufsätze
  • Batteriebetrieb
  • Borsten-Design
  • Nicht als wasserdicht beschrieben
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Remington Gesichtsreinigungsbürste
  • Verarbeitung
  • Rotierend
  • Grob zur Haut auf schneller Stufe
  • Schwach auf langsamer Stufe
  • Bürsten-Design
  • Batteriebetrieb
Test Gesichtsreinigungsbürste: Misiki Gesichtsreinigungsbürste
  • Zubehör
  • Rotierend, grob zur Haut
  • Sehr schwacher Motor
  • Haare können sich eindrehen
  • Undurchdachte Bedienung
  • LED-Funktion eher Gimmick
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Bessere Gesichtsreinigung

Eine tägliche Reinigung der Gesichtshaut ist ein wichtiger Bestandteil der Hautpflegeroutine für eine gesunde und schöne Haut. Arbeitet man mit unpassenden Produkten und der falschen Technik, kann auch die ausgetüftelste Pflegekomposition dem Schaden nicht entgegenwirken.

Es gibt ein sehr großes Missverständnis darüber, was eine »gute« Gesichtsreinigung ausmacht. Insbesondere den Herstellern spielt der Mythos in die Karten, Reinigung müsse »gründlich« sein, porentief und quietschsauber. Je mehr Schmutz weg ist, umso besser sei es. Auch wenn es sich akut nicht so anfühlt, aber diese Annahme ist falsch.

Der Zweck der Gesichtsreinigung ist es überschüssigen Talg, Produktreste, Schmutz, Schweiß und abgestorbene Hautzellen zu entfernen, damit wiederum der stetige Talgfluss nicht behindert wird – die Ursache von Pickeln, Mitessern und groben Poren. Auch können Wirkstoffe ohne diese Barriere besser einziehen. Für eine saubere Haut sind jedoch weder stark schäumende Produkte, noch besonders viel Reibung durch Bürsten oder Tücher notwendig.

Weniger ist bei der Gesichts­reinigung mehr

Gerade bei sehr öliger Haut mag es sich falsch anhören, doch milde Reinigung ist das Fundament einer gesunden Haut mit stabiler Schutzbarriere. Die Priorität sollte es sein, möglichst wenig Irritation hervorzurufen – unabhängig vom Hauttyp. Zwar zählen auch Rückstände auf der Haut zu den Irritanzien, eine aggressive Reinigung wie durch Borsten, Tücher oder Tenside sind das schwerwiegendere Problem – insbesondere in Kombination.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Elektrische Gesichtsreinigungsbürste Test
Elektrische Gesichtsreinigungsbürsten in unserem Test 03/2021.

Irritationen äußern sich nicht nur in Rötungen. Die Reizungen können die Ölproduktion anregen, sodass man schnell in einen Teufelskreis aus fettiger Haut und dem Bedarf von Reinigung rutscht. Ölige Haut ist tendenziell robuster gegenüber der Reibung von Reinigungsbürsten. Man sieht und spürt den Stress nicht so schnell wie auf sensibler Haut. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie es ohne Folgen wegsteckt.

Eine hautfreundliche Reinigung basiert vor allem auf Verzicht: Duftstoffe, Alkohol, reizende Tenside (Schaum muss nicht sein), basischen pH-Wert, aber auch überraschenderweise viel Wasser. Insbesondere zu heißes oder hartes Wasser, eine Vielzahl von Produkten und eben auch mechanische Reize können für die Haut zur Herausforderung werden.

Reibung durch Hände, womöglich Wattepads, Tücher, Handtuch und auch noch ein Elektrogerät, dass pro Sekunde Hunderte von Mikrobewegungen macht, ist nicht nur für sensible Haut zu viel. Im Rahmen einer Bürstenreinigung empfiehlt es sich auf die anderen Tools zu verzichten. Entsprechend sollte man auch der Versuchung widerstehen, zusätzlich mit den Geräten Bürstenbewegungen zu machen. Das ist absolut nicht nötig. Man schrubbt und kreist schließlich auch mit einer elektrischen Zahnbürste nicht zusätzlich.

Die richtige Gesichtsreinigungsbürste

Braucht man ein Gesichtsreinigungsgerät? Die Antwort ist ganz klar: nein!

Im Gegenteil. Unterm Strich ist es besser für die Haut darauf zu verzichten. Über den dermatologischen Aspekt hinaus, gibt es jedoch auch den sensorischen. Es kann sich gerade bei öliger Haut einfach gut anfühlen, die Haut ordentlich durchzuvibrieren. Das saubere Gefühl direkt nach dem Ritual ist erfrischend.

Eine Gesichts­reinigungs­­bürste ist Wellness und kein Skincare Essential

Damit fällt ein großer Teil des Sinn und Zwecks von Gesichtsreinigungsbürsten in die Sparte »Wellness«, und das ist völlig okay. Man macht für die Haut deutlich ungünstigere Dinge aus weniger guten Gründen. Man sollte sich vor Anschaffung bestenfalls darüber klar werden, welche der beiden Motivationen dominiert.

Möchte man primär das Hautbild verbessern, sollte man vor der Anschaffung eines Gerätes erst einmal die tägliche Routine analysieren und optimieren. Wer Abschminktücher und Mizellenwasser verwendet und nicht abwäscht, wird sicherlich eine Verbesserung mit Gerät erfahren, die aber mehr dem Verzicht solcher Produkte zu verdanken ist und nicht unbedingt den Geräten.

Vibrierende Silikonbürsten

Vibrierend, oszillierend oder rotierend?

Wir empfehlen für jeden Hauttyp, der es verträgt, ausschließlich Silikonbürsten. Sie bieten keinen Nährboden für Bakterien und sind sanft auf der Haut. Die Noppen sind entweder extrem flexibel oder so abgerundet, dass sie die Haut nicht irritieren. Die Schallvibration begünstigt das Abfließen des Öls aus den Poren und das Lösen von Produkten auf der Haut. Die Reibung der Noppen und das Abspülen reichen aus.

Oszilierende Gesichtsreinigungsbürsten

Oszillierende Bürsten vibrieren auch, bewegen sich jedoch in einem winzigen Radius hin und her. Die Reinigungsintensität ist höher und somit auch die Beanspruchung der Haut. Sie beanspruchen die Haut mehr als Silikonrenigungsbürsten und sind für sensible Haut bereits weniger geeignet. Für ölige und robuste Haut bieten sie aber einen angenehmen Wellness-Faktor ohne über die Strenge zu schlagen.

Es empfiehlt sich Geräte mit großen, flexiblen, am besten fein zulaufenden Borsten zu wählen, wie beispielsweise von Dioche, und die Häufigkeit der Anwendung zu erproben. Auch das Gerät von Nivea oszilliert, hat dabei so hohe Intensität, dass wir es nur für robuste Haut empfehlen können. Bei Beurer ist die Oszillation eine andere, im großen Radius langsam hin und her. Wir sehen keinen Nutzen in dieser Variante.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsbürsten Oszilierend
Oszillierende Gesichtsreinigungsbürsten in unserem Test 03/2021.

Rotierende Reinigungsbürsten

Rotierende Bürsten drehen sich je nach Hersteller und ausgewähltem Modus schnell in eine Richtung. Sie »kratzen« Verunreinigung im Prinzip ab, was nur selten notwendig ist. Die Reibung auf der Haut ist intensiv und kontraproduktiv.

Ein praktischer Nachteil rotierender Bürsten ist, dass sie auf der Haut »hüpfen« und durch die Rotation ausschlagen wie schlecht angesetzte Poliergeräte oder Exzenterschleifer. Bei starren, stumpfen Borsten kann das sogar schmerhaft werden. Man muss sich bei der Anwendung bewusst auf eine gute Position fokussieren.

Das Problem ist umso geringer, je größer die Bürstenfläche ist. Umso erstaunlicher ist es, dass namhafte Hersteller wie Braun oder Beurer auf kleine Bürstenköpfe setzen. Sie sind unpraktisch und grob, weswegen wir von ihnen abraten. Eleganter wäre es gewesen wie beim Gerät von MyCarbon große, sanfte Borsten, die in zwei Reihen in entgegensetzte Richtungen rotieren, zu wählen.

Gute Borsten, schlechte Borsten

Zu den Spitzen hin fein zulaufende Borsten sind deutlich sanfter zur Haut als gerade abgeschnittene. Sie fühlen sich angenehm weich an und bieten eine andere Flexibilität als starre Borsten. Sie »streicheln« eher mit den Seiten als mit den Spitzen zu »kratzen«. Kombiniert mit einem großen Bürstendurchmesser, der Druck flächiger verteilt, sind sie die angenehmste Option. Etwas mehr Schaum kann sich damit auch ausbilden.

Besonders grob sind entsprechend Bürsten mit kleinem Durchmesser, kurzen, wenig flexiblen Borsten und gerade abgeschnittener Spitze. In Kombination mit Rotation kann sogar die Kante schmerzhaft sein, wenn man einen ungünstigen Winkel erwischt. Obwohl diese Art von Borsten sich weder besser anfühlen, noch hautfreundlicher sind, werden sie von den meisten Herstellern verwendet.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Landwind Gesichtsreinigungsbürste Aufsätze
Anhand der beiden Dioche-Aufsteckbürsten wird der Unterschied der Spitzen deutlich.

Peeling mit Reinigungsbürste

Insbesondere bei rotierenden Bürsten ergibt sich unweigerlich ein Peeling-Effekt, der abgestorbene Hautzellen löst und abträgt. Auch bieten einige Hersteller explizit exfolierende Aufsätze an. Das Resultat ist in der Regel überraschend wenig überzeugend. Mit dem glatten Gefühl eines Peeling-Produktes mit Partikeln ist es nicht annährend vergleichbar. Die Beanspruchung der Haut ist wiederum ähnlich aggressiv. Der »Kosten-Nutzen«-Faktor bei Reinigungsbürsten ist daher definitiv ungenügend.

Bürsten-Peeling? Eher nicht!

Viel sinnvoller ist es auf sanfte chemische Peelings zu setzen, die je nach gewählter Säure kurz- oder mittelfristig wirken und weitere Vorzüge für die Haut mitbringen. Besonders effektiv ist Glycolsäure, ist sie zugleich aber auch irritierend und wird nicht von jedem Vertragen. Milder, aber nicht sofort effektiv, sind beispielsweise Milchsäure, Mandelsäure (alle AHAs) oder Gluconolactone (eine PHA).

Reinigungsgerät bei Akne

Akne wird durch Bakterien verursacht, darum ist zunächst einmal eine gründliche Pflege der Geräte vorausgesetzt. Eine ölige Haut kann Pickel, Mitesser und grobe Poren begünstigen, ist per se aber ausschließlich hormonell bedingt – primär genetisch. Daran ändert auch intensive Reinigung nichts. Vielmehr stimulieren Irritationen und eine geschwächte Hautbarriere langfristig die Ölproduktion. Insbesondere bereits entzündete Bereiche sollten nicht zusätzlich gereizt werden.

Mechanische Irritation stimuliert Sebum­produktion

Bei sehr öliger Haut kann auch für das Wohlbefinden eine Reinigung mit Gerät eine Bereicherung sein, jedoch stets in Maßen. Wöchentlich anfangen, wenig Druck einsetzen und sorgsam milde Produkte auswählen. Sollte es dann noch immer in den Fingern jucken, kann man die Frequenz erhöhen und beobachten, wie die Haut es annimmt. Eine Umstellung wird für viele sicherlich eine Herausforderung sein, das Ergebnis entlohnt hoffentlich.

Aknepatienten besprechen es am besten mit dem Dermatologen und informieren sich über Wirkstoffe. Gegen Pickel, Mitesser und grobe Poren hilft die richtige Pflege langfristig mehr, beispielsweise Produkte mit Salicylsäure und Retinol. Auch hier sollte man sich sorgfältig über Nebenwirkungen und wirksame Formen und Konzentrationen informieren. Insbesondere bei Einsatz solcher Wirkstoffe oder Gesichtsreinigungsbürsten ist gewissenhafter Sonnenschutz wichtig.

Elektrische Bürste zum Abschminken

Mit mit Silikon beschichteten Geräte, wie die Bürste von Sunmay oder PMD, funktioniert das Lösen von Make-up durchaus. Ob es tatsächlich eine Verbesserung gegenüber der manuellen Reinigung darstellt, ist Geschmackssache. Die Wahl eines effizienten Reinigers, beispielsweise eines milden emulgierenden Abschminköls oder Cleansing Balms (Haut vor Anwendung nicht befeuchten!), erscheint erfolgsbringender und ist sanfter zur Haut.

Reinigungsbürsten mit Nylon-Borsten umspielen die Konturen des Gesichts besser, sind für sensible Partien zu aggressiv. Vor allem ist aber eine gründliche Reinigung der Borsten fast unmöglich. Der Aufwand übersteigt den Nutzen, zumal sie sich schnell verfärben und nur mit viel Mühe wieder weiß zu bekommen sind.

Anwendung

Die Anwendung einer Gesichtsreinigungsbürste ist intuitiv und selbsterklärend. Die Eigenheiten einzelner Geräte sind in wenigen Augenblicken ertastet oder in den Gebrauchsanweisungen zu finden.

Einheitlich wird eine Reinigungsdauer von einer Minute empfohlen und von den meisten Herstellern in 20-Sekunden-Abschnitte unterteilt, auf die mit einem Vibrationssignal hingewiesen wird. In der Regel werden beide Wangen und die T-Zone unterteilt, man sollte dies jedoch an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Die meisten werden ihr Reinigungsprodukt direkt auf das Gerät dosieren, um es dann auf angefeuchteter Haut zu verteilen. Wir empfehlen es mal andersherum zu probieren: Cleanser in der Hand mit reichlich Wasser aufschäumen und dann selbst im Gesicht verteilen. Das hat den Vorteil, dass man durch das Strecken eine ausreichende Menge für das gesamte Gesicht zur Verfügung hat und so nicht unnötig überdosiert.

Wer das Gerät mit Ölreinigung kombinieren möchte, dem sei das vorherige Einmassieren definitiv ans Herz gelegt, um das volle Potenzial auszuschöpfen.

Kein Rubbeln nötig – die Bürste kann das allein

Die elektrischen Bürsten sind dafür da, uns das manuelle Schrubben zu ersparen. Es ist daher nicht nötig mit dem Gerät zusätzlich zu rubbeln, als sei es eine manuelle Bürste. Einfach langsam und sanft über die Haut gleiten und jede Fläche möglichst nur einmal bearbeiten.

Anschließend wird das Gesicht abgespült und natürlich auch die Bürste. Handelt es sich um ein Gerät mit Nylon-Borsten, empfehlen wir es so zu positionieren, dass das Wasser ablaufen und gut verdunsten kann, sodass kein Bakterienherd entstehen kann. Abtrocknen mit einem Mikrofasertuch könnte auch sinnvoll sein. Gelegentlich kann eine gründliche Reinigung von Nutzen sein, damit man die Aufsätze nicht so häufig wechseln muss.

Alle in unserem Test berücksichtigten elektrischen Bürsten sind laut Herstellerangabe wasserfest und können beispielsweise unter der Dusche verwendet werden.

Verfügbarkeit von Ersatzbürsten

Bei Gesichtsreinigungsgeräten, die mit austauschbaren Bürstenaufsätzen funktionieren, ist man auf die Verfügbarkeit von Ersatz angewiesen. Man kann den Bedarf durch gründliche Reinigung und vor allem sorgfältiges, schnelles Trocknen sicherlich ausdehnen.

Namhafte Marken bieten Ersatzbürsten in der Regel flächendeckend an. Schließlich bieten sie eine zusätzliche Umsatzmöglichkeit. Bei »austauschbaren« Marken, vor allem von chinesischen Geräten, die beispielsweise über Amazon und eBay vertrieben werden, wird es schon schwieriger. Nicht für alle Geräte sind Ersatzköpfe im Angebot – und wenn doch, wer weiß, für wie lange.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsreinigungsbürsten Clarisonic Plus Philips Visacare Olay Regenerist Nicht Mehr Erhältlich
Bekannte Gesichtsreinigungsbürsten: Clarisonic – Philips VisaPure – Olay Regenerist

Selbst bei renommierten Marken besteht das Risiko dennoch. Clarisonic, das Original in dieser Produktsparte, wurde eingestellt und Ersatzbürsten werden langsam Mangelware. Auch Philips wird in Zukunft den VisaPure nicht länger anbieten und vielleicht nicht die letzte Marke sein.

Das Problem bietet sich auch bei den von uns empfohlenen Alternativen zum Testsieger von Dioche und MyCarbon, und es stellt sich schwierig dar, das Ersatzbürstenproblem sinnvoll in die Wertung einzubeziehen. Ein Gerät nur deswegen als unbrauchbar einzustufen, wäre unverhältnismäßig. Wiederum sind die Geräte alteingesessener Marken unserer Einschätzung nach nicht gut genug, um empfohlen zu werden. Alleine die Verfügbarkeit von Ersatz sollte nicht für eine aufrichtige Empfehlung ausreichen.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsreinigungsbürsten Clarisonic Plus Philips Visacare Olay Regenerist
In Zukunft nicht mehr erhältlich: Clarisonic und Philips Visa Pure sowie die günstige Olay Regenerist.

Immerhin ist einer der Aufsätze von MyCarbon aus Silikon und dürfte sehr lange vorhalten. Für die Bürsten mit Nylonborsten empfehlen wir eine gründliche Reinigung, sorgfältiges Trocknen und auch der Haut zuliebe selteneren Einsatz.

Ein Grund mehr sich für ein Silikon-Gerät zu entscheiden. Ersatzbürsten sind schließlich auch wegen des Mülls ein Kontra. Darüber hinaus sind Stecksysteme immer eine Problemquelle. Hinter den Steckplätzen verbergen sich auch bei den meisten Testgeräten Löcher, Kanten, Nute, die man sauber halten sollte.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Sunmay Gesichtsreinigungsbürste

Unser Favorit: Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste

Die Elektrische Gesichtsreinigungsbürste von Sunmay ist eine günstige Silikonbürste in besonderer Form: Eine spitze Zunge oben am Gerät ermöglicht es, besonders gut in Winkeln wie um die Nase oder die Augen zu arbeiten. Das hat sie der etablierten Foreo voraus und überzeugt uns, sie zu empfehlen.

Unser Favorit
Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
Test Gesichtsreinigungsbürste: Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
Aus hygenischem Silikon in durchdachter Form zum kleinen Preis.

Der Silikonmantel ist etwas dünner als beim Markengerät, das sollte in der Praxis aber kein Problem darstellen. Die Noppen sind dadurch noch flexibler, man spürt dennoch auf beiden Seiten eine angenehme Reinigung. Die dickeren Noppen könnten für einen intensiveren Massage-Effekt fester sein, die erzielt man aber letztendlich durch die Vibration. Hierfür kann man zwischen 14 Stufen links und rechts vom Power-Knopf schalten und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Alle 20 Sekunden wird man an den Wechsel der Partie erinnert – nach 60 Sekunden mit »Nachdruck«, das Gerät läuft dann dennoch weiter.

Das Gerät ist sehr leicht und hat die Größe einer kleineren Handfläche. Die Vorderseite, an der sich auch die Steuerungs-Buttons unter dem Silikonmantel befinden, ist flacher geformt. Die Rückseite mit den dickeren Noppen ist gewölbter, sodass sie nur partiell die Haut berührt. Man hat so unterschiedliche Bereiche inklusive der Kanten, um ein individuelles Ritual binnen der Einsatzminute zu schaffen.

Durch die Silikonoberfläche ohne Einschlüsse, Nute oder Borsten kann man sie auch optimal zur Unterstützung der Hautpflege nutzen. Dafür verteilt man auf die gereinigte Haut ein Serum oder ein Öl und massiert anschließend mit der Bürste drüber. Die Vibration begünstigt das Einziehen in die Haut und bietet ein zusätzliches Spa-Feeling.

Der Standfuß ist aus transparentem Acryl und wird durch die LED-Beleuchtung bei der Anwendung untermalt. Das Gerät steht darauf fest und kippelt nicht. Die Borsten können aufgrund ausreichenden Abstands zu einander schnell und hygienisch trocknen, ohne dass man bei der Aufbewahrung auf etwas besonders achten müsste. An der Unterseite befindet sich die Buchse für das USB-Ladekabel. Die Sunmay ist die einzige Bürste in unserem Test, die auf den Micro-USB-Standard zurückgreift, was sich als sehr praktisch erweisen kann. Die Vibration ist eine sehr sparsame Funktion, sodass ein Nachladen nur sehr selten nötig ist.

Das Gerät gibt es in unterschiedlichen Farben zur Auswahl.

Sunmay Gesichtsbürste im Testspiegel

Bislang gibt es zu unserem Favoriten keine weiteren seriösen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Neben unserem universellen Favoriten gibt es noch eine Reihe von Gesichtsreinigungsbürsten, die wir je nach Vorlieben und Budget durchaus auch empfehlen können.

Auch gut: Venussar Silikon-Gesichtsreinigungsbürste

Der Griff der Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste hat uns während des Test-Updates begeistert. Er macht die Reinigung überraschend intuitiv und bequem. Er ist kurz, gerade und nicht beschwert wie beim Prestige-Gerät von PMD. Auch sind die Borsten weicher und damit universeller, mehr Reinigung als Massage.

Auch gut
Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste
Test Gesichtsreinigungs­bürste: Venussar Silikon Gesichtsreinigungsbürste
Hygienische, intuitive Gesichtsreinigung mit bequemem Griff.

Fast das gesamte Gerät ist mit Silikon überzogen, inklusive der Bedienknöpfe auf Daumenhöhe. Hier kann man Reinigungsbürste ein- und ausschalten sowie über zwei Tasten die Intensität in sechs Stufen justieren. Eine kleine rote Punkt-LED leuchtet, wenn die Bürste in Betrieb ist. Leider schaltet sich das Gerät von alleine nicht ab. Über Zeitintervalle wird man demnach auch nicht »informiert«.

Auf der Rückseite des Griffs befinden sich die beiden Kontakte für die schlanke Ladeschale mit universellem Mini-USB-Kabel und Magnet zum Einrasten. Die spiegelnde Oberfläche ist aus Kunststoff und nicht etwa eine kühlende Metallfläche, wie wir zunächst angenommen hatten.

Die eigentliche Reinigungsfläche hat eine angenehme Größe: groß genug, um das gesamte Gesicht in überschaubarem Zeitraum zu bearbeiten, aber klein genug, um auch um die Augen und Nase zu funktionieren. Die Noppen haben ebenfalls eine gute Durchschnittsform inklusive einem kleinen Bereich oben, der mit dickeren, festeren Knubbeln ausgestattet ist. Insgesamt haben die »Borsten« Spielraum für Flexibilität, bieten aber ein wenig Widerstand für eine sanfte Reinigung und Massage. Auf der Rückseite befindet sich eine glatte Fläche mit einigen Rillen zum Einarbeiten von Hautpflege und oben auf der Kante kleine Silikonpunkte, die man gut für die Nasenwinkel nutzen kann.

Bedienung und Anwendung sind so intuitiv und angenehm, dass man beim abendlichen Ritual nicht viele Gedanken an die Prozedur verschwenden muss. Die Bürste ist zudem leicht biegsam zwischen Griff und Kopf. Übt man also zu viel Druck aus, gibt sie etwas nach. Damit sind Haptik und Ergonomie sehr gelungen und der Preis absolut fair. Ob man diese Gesichtsreinigungsbürste oder unseren Testsiegen wählt, ist eine Frage der Vorlieben und ob einem der Griff oder die präzise Spitze wichtiger sind.

Pionier: Foreo Luna Mini 2

Die Foreo Luna mini 2 ist eine runde, handflächengroße Reinigungsbürste ohne Griff, die komplett mit dickem Silikon überzogen ist. Sie vibriert in acht Intensitätsstufen, die über zwei Tasten eingestellt werden. Eine weitere schaltet das Gerät ein und aus. Im Betrieb wird alle 20 Sekunden auf einen Wechsel der Areale hingewiesen – nach einer Minute wird das Ende hervorgehoben, das Gerät geht jedoch nicht von alleine aus.

Der Pionier
Foreo Luna mini 2
Test Gesichtsreinigungsbürste: Foreo LUNA mini 2
Der Vorreiter elektrischer Silikonbürsten.

Der Hersteller hat sich auf diese Art von Geräten spezialisiert, entwickelt die Produkte stets weiter, sodass es neben vielen Modellen in unterschiedlichen Größen und Farben auch immer wieder neue Features gibt. Der Mini 2 ist ein älteres Gerät, das sowohl von der Größe als auch vom Preis im mittleren Bereich des Sortiments liegt. Der Nachfolger bietet zwar eine App-Steuerung, ist aber um ein Mehrfaches teuerer. Die zusätzlichen Vibrationsstufen sind nicht wirklich nötig. Auch die acht vorhanden sind völlig ausreichend und sorgen für eine Intensität für jeden Geschmack.

Die sanften Noppen sind auf der Vorderseite sehr nachgiebig, auf der Rückseite und an der Spitze dicker und fester. Im Gegensatz zum Sunmay weisen sie einen spürbaren Unterschied zwischen den Stärken auf. Auch ist der Silikonmantel insgesamt dicker, sodass man nicht »reinkneifen« und ihn abheben kann. Das ist durchaus zu spüren und könnte bei robuster Haut die willkommenere Variante sein, sodass man vor allem bei der Anwendung mit beispielsweise einem Serum nach der Reinigung eine intensivere Massage verspürt.

Mangels einer Spitze, wie sie der Testsieger bietet, arbeitet man um die Nase und Augen mit der Kante. Leider fehlt es genau hier etwas an Noppen. Immerhin hat man dem Gerät von Panasonic sogar explizit dafür eine Minibürste verpasst. Da keine der Bürsten aber tatsächlich physisch in die Poren eindringen kann, ist es vor allem ein sensorischer Nachteil.

Der Aufbau des Gerätes ist dem von Sunmay sehr ähnlich. Auch hier sieht man die LED-Beleuchtung über den durchsichtigen Standfuß. Die Bedienknöpfe befinden sich ebenfalls vorn unter dem Silikonmantel, nur die Position der Ladebuchse befindet sich anderswo: auf der Rückseite. Trotz kompakterer Größe ist das Gerät etwas schwer, was sicherlich mit einem zuverlässigem Akku zusammenhängt. Eine Ladung per USB-Kabel mit individuellem Stecker hält über Monate. Unsere Autorin nutzt ihr Gerät seit vielen Jahren durchschnittlich alle zwei Wochen und und musste es erst einmal laden.

Das Gerät wird in einer stabilen Plastikverpackung geliefert. Als Reiseetui ist sie zu groß, untermauert aber den hochwertigen Gesamteindruck. Die Geräte von Foreo können registriert werden, was angesichts der sowieso geltenden Gewährleistung für deutsche Anwender keinen Vorteil mit sich bringt.

Der Mini 2 ist in sechs Farben erhältlich, die keine unterschiedlichen Flächen aufweisen. Anders bei größeren Modellen der Marke: Diese haben eine unterschiedlich genoppte Rückseite für verschiedene Hautbeschaffenheiten.

Wenn Geld egal ist: PMD Beauty Clean Pro

Der PMD Beauty Clean Pro wird in einem Plastik-Case geliefert und ist nach dem Update das zweit-teuerste Gerät in unserem Test. Ein Luxus-Tool, das neben der Reinigung auch einen wesentlichen Wellness-Faktor aufweist. Das vibrierende Gerät ist komplett, inklusive dem Stiel, mit dickem Silikon bezogen und damit hygienisch und hautfreundlich. Die ungewöhnliche Form liegt sehr gut in der Hand. Der Hals ist dabei leicht nachgiebig und federt Druck angenehm ab. Die Gewichtsverteilung zwischen Kopf und Standfuß ist optimal und das Gewicht insgesamt stimmig.

Wenn Geld egal ist
pmd Beauty Clean Pro RQ
Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Clean Pro Rq
Wellness-Bürste aus Silikon mit Vibration, Wärmefunktion und einen Quarzstein.

Die Reinigungsseite des Kopfes hat im Vergleich zu Sunmay und Foreo eher feste, kurze und dickere Noppen. Einen schmalen Bereich für um die Nase gibt es leider nicht. Der Schwerpunkt liegt hier deutlich in einem der vier Vibrationsmodi und weniger in mechanischer Reibung. Zwei der Stufen schwingen kontinuierlich in zwei Intensitäten, zwei weitere wiederum rhythmisch und sollen die Spa-Anwendung unterstützen. Sie werden nacheinander über den Hauptknopf ausgewählt.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Gesichtsreinigungsbürste
PMD Gesichtsreinigungsbürste.

Der andere Knopf auf der Rückseite des Griffs schaltet die Wärmefunktion an und aus. Sie beheizt den großen, runden Quarz-Stein und unterstützt das Einziehen von Wirkstoffen in die Haut. Ohne die Wärme ist der Stein sehr kalt, was beispielsweise bei Schwellungen helfen kann. Die erwärmte Fläche ist größer als die vom Panasonic mit ähnlicher Funktion und wird deutlich wärmer – ohne Produkt vielleicht sogar zu warm. Der Stein wirkt luxuriöser, da er aber eingebettet ist, kommt man nicht überall heran. Auch kann er nicht herausgenommen werden. Zwischen ihm und dem Silikon besteht eine feine Nut, die im Kombination mit Produkten stets gründlich gereinigt werden sollte.

Die Kombination aus Vibration, Wärme, dem Quarz und ansonsten einer hochwertigen Verarbeitung hat seinen Preis, bietet aber auch ein luxuriöses Anwendungserlebnis. Allerdings macht die Skincare-Seite nicht mit allen Produkten einen Sinn. Man sollte prüfen, ob die liebsten Seren ein Gleiten ermöglichen. Das Heizen hört nach fünf Minuten von selbst auf.

Das Gerät wird mit einem USB-Kabel mit individuellem, langen und schmalen Stecker an der Unterseite des Standfußes geladen. Beim Einstecken spürt man den Widerstand durch den Silikonmantel, was einen mit futuristischem Matrix-Gefühl amüsiert. Der Standfuß selbst ist kupferfarben abgesetzt und steht überraschend stabil. Durch die kleine Abstellfläche sollte man das Gerät aber sicher vor Stößen aufbewahren, denn der Stein ist empfindlich und sein Gewicht es durchaus schnell aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Dieses Modell ist auch noch in Schwarz erhältlich. Geräte ohne Quartz und Wärmefunktion sind ebenfalls erhältlich.

Rotierende Empfehlung: MyCarbon Gesichtsreinigungsbürste

Die MyCarbon Gesichtsreinigungsbürste ist eine günstige Option für jene, die nicht die Finger von rotierenden Borsten lassen können. Die Bürste ist nicht per se sanft, durch die große Fläche und fein zulaufenden Borsten des weicheren Aufsatzes aber definitiv deutlich sanfter als andere Gesichtsreinigungsbürsten mit rotierendem Aufsatz. Der Body ist aus dickem, matten Plastik und liegt sehr gut in der Hand. Das Basisgerät ist etwas kleiner als das von Dioche und der Motor zwar stabil, aber nicht ganz so kräftig. So ist die Bürste auch minimal leichter.

Beste Rotierende
MyCarbon Gesichtsreinigungsbürste
Test Gesichtsreinigungs­bürste: MyCarbon / Etereauty Gesichtsreinigungsbürste
Gelungenes Gesamtpaket zum fairen Preis für robuste Haut.

Bei diesem Gerät dreht sich ein äußerer Ring in die entgegengesetzte Richtung der inneren Fläche. Dadurch schlägt das Gerät nicht aus und lässt sich problemlos kontrollieren. Die große Fläche verhindert, dass man punktuell zu viel Druck ausübt, auch wenn man stets bewusst darauf achten sollte, nur mit den Spitzen zu arbeiten. Es kann zwischen zwei Geschwindigkeitsstufen gewählt werden, die beide sinnvoll erscheinen. Die langsamere kann sich bei Druck etwas verlangsamen, jedoch nicht auf eine Weise wie beim Gerät von Misiki, bei dem der Betrieb komplett zum Erliegen kommt.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Etereauty Gesichtsreinigungsbürste Doppelt
MyCarbon Gesichtsreinigungsbürste.

Das Set umfasst drei Bürstenaufsätze, zwei mit Nylonborsten und einen aus Silikon. Die festere Bürste hat zwar dichte, gerade abgeschnittene Borsten, ist wegen der Länge und Gesamtgröße aber nicht zu aggressiv. Dennoch ist die weichere Bürste vorzuziehen, weil sie fein zulaufende Spitzen hat und so das Gesicht sanft umspielt. Die Silikonnoppen sind länger und damit ebenfalls flexibel. Da wir auch für dieses Gerät keine Ersatzbürsten finden konnten, macht diese robuste Bürste das Gerät dennoch langlebig. Ein Ständer ist leider nicht dabei, sodass es sich empfiehlt die Aufsteckbürsten zum sorgfältigen Trocknen abzunehmen.

Das schlanke Gerät wird mit einem Netzteil geladen, für das sich unten am Griff eine abgedeckte Buchse befindet. Ansonsten gibt es nur einen mit Silikon bedeckten Knopf, der das Gerät an- und ausschaltet sowie zwischen den zwei Geschwindigkeiten wechselt. Mehr braucht es nicht. Ein schlichtes Gerät, das jedoch alles mitbringt (außer Ersatzbürsten) und Markenhersteller von Rotationsbürsten etwas blass aussehen lässt.

Wir haben im ursprünglichen Test ein Gerät der Marke Etereauty berücksichtigt, welches mittlerweile nicht mehr erhältlich ist. Von der Marke MyCarbon haben wir jedoch eine vergleichbare Gesichtsreinigungsbürste gefunden, die wir Fans rotierender Bürstenköpfe mangels Alternativen nicht vorenthalten möchten. Die Bürste von MyCarbon hat ein moderneres Design, jedoch nur zwei Aufsätze, darunter immerhin das von uns bevorzugte Silikonbürstchen. Erfreulicherweise kann man zu diesem Gerät auch Ersatzbürsten nachkaufen .

Außerdem getestet

Wir haben noch zahlreiche weitere Gesichtsbürsten getestet, von denen einige zwar okay sind. Sie grenzen sich jedoch recht deutlich von unseren Favoriten ab. Nicht von allen möchten wir abraten, eine Kaufempfehlungen möchten wir aber nur für die voran genannten aussprechen.

Foreo Luna 3 plus

Der Foreo Luna 3 plus löst im Test-Update den pmd als teuerstes Gerät ab, spricht mit seinem großen Funktionsumfang aber eine recht spezielle Zielgruppe an. Nicht nur preislich ist diese High-End-Reinigungsbürste eher ein Nischengerät.

Zur Inbetriebnahme ist ein Smartphone samt Internet-Verbindung erforderlich, um die dafür notwendige Foreo-App runterzuladen. Das Gerät kann nur über die App erstmalig gestartet werden. Für spätere Änderungen an den Einstellungen ist keine Internet-Verbindung nötig sondern nur Blutooth.

Möchte man Intensität oder Dauer der einzelnen Programme ändern, muss das Telefon sich wieder mit der Foreo verbinden. Hat man einmal seine Wahl getroffen, benötigt man das Telefon nicht mehr. Erst wenn man etwas ändern oder eine der vorprogrammierten Anwendungen nutzen möchte. Gerade zu Beginn des Einsatzes wird man das aber sicherlich häufiger tun müssen, bis man zufrieden ist. Wer möchte, kann aber auch über eine Funktion die Frontkamera als Spiegelalternative nutzen.

Gesichtsreinigungs­bürste Test: Foreo Luna 3 Sensitive Gesichtsreinigungsbürste Wärmefunktion
Foreo Luna 3 plus Sensitive Gesichtsreinigungsbürste mit Wärmepunkten.

Wir hatten gehofft, man würde sich an die mit dem Smartphone kombinierte Anwendung gewöhnen. Letztendlich haben wir lieber die voreingestellte Routine zweimal durchlaufen lassen, als das Telefon zu holen, zu verbinden und das Programm an unsere individuellen Wünsche anzupassen. Man muss schon der Typ dafür sein und Freude an App-Spielereien haben. Zwar wird man das vor der Anschaffung sicherlich evaluieren, intuitiv haben wir jedoch den Eindruck, es ist mehr Muße, als man vermutet.

Gesichtsreinigungs­bürste Test: Foreo App Interface
Foreo App: Startbildschirm, individuelle Anpassung und Wellness-Programme.

Die Möglichkeiten des Geräts sind zahlreich, weil man nicht nur die vier Gesichtsreinigungszyklen für Stirn, Kinn und beide Wangenpartien absolut individuell anpassen kann: Vibrationsintensität, Dauer und Zuschaltung einer Wärmefunktion in gewünschter Temperatur (in 1°C-Schritten von 40 bis 55°C). Die Wärme wird über die im Kreis angeordneten Metallkugeln abgegeben und baut sich in wenigen Sekunden auf. Allzu warm sollte man es aber nicht einstellen, um die Haut nicht zu irritieren. Hiervor warnt auch die App, wenn man 50°C übersteigt.

Diese Funktion ist reine Wellness und bietet keinen Vorteil für die Haut, sie ist für beispielsweise Rötungen sogar von Nachteil. Bei der Reinigung könnten sich Verschmutzungen schneller, aber nicht unbedingt besser lösen. Zum Einarbeiten von Seren ist die Noppenseite wenig geeignet. Die Lösung von pmd die Wärme auf der glatten Quarz-Seite zu integrieren, erscheint uns passender.

Gesichtsreinigungs­bürste Test: Foreo Luna 3 Sensitive Gesichtsreinigungsbürste Microcurrent
Foreo Luna 3 Sensitive: Microcurrent-Dioden auf der Rückseite.

Mit den beiden kleinen Dioden auf der Rückseite des Gerätes kann man eine Microcurrent-Anwendung durchführen. Das ist Mikrostrom, der einzelne Partien kurzzeitig straffen kann und langfristig angewendet das Potenzial hat, eine Anti-Aging-Routine positiv zu unterstützen. Die Studienlage ist eher vage. Eine gelegentlich beworbene langfristige Wirkung a la »Muskeltraining für weniger Falten« ist mit dieser Technologie nicht möglich. Zudem bietet das Gerät nachvollziehbar nur eine schwache Leistung mit sehr kleinen Dioden, deren Impulse nicht tief genug in die Haut eindringen können, um wesentliche Effekte zu erzielen. Foreo würde seinem hauseigenen Microcurrent Device, dem Foreo Bear, schließlich Konkurrenz machen, wäre es ähnlich potent. Für die Anwendung wird ein Kontaktgel benötigt, beispielsweise das Serum von Foreo.

Das Gerät wird in einer dickwandigen, klaren Box verkauft. Für die Reise ist jedoch nur ein dünner Beutel beigelegt. Ein Reiseetui wie bei der PMD Gesichtsreinigungsbürste wäre in der Preisklasse angebracht.

Foreo als Marke hat als Pionier einen Vorsprung, den es nutzt und in Innovation investiert. Mit Geräten wie dem Luna 3 plus bekommt man einen Vorgeschmack auf Möglichkeiten, die in der Zukunft hoffentlich komfortabler und hoffentlich auch erschwinglicher sein werden. Aktuell jedoch kann uns der Aufwand für ein individuelles Reinigungserlebnis zu dem Preis noch nicht überzeugen.

Lobend muss man auch die Verarbeitung und die Haptik erwähnen. Es ist zwar eine Standardform solcher Geräte. Das verdankt man aber eben Marken wie Foreo, die es als solche etabliert haben und von der Masse mal besser, mal schlechter kopiert werden. Das Gewicht ist angenehm, das Silikon besonders geschmeidig und dick. Dennoch hätte man wie manch Nachahmer auch die Kante für eine besondere Oberflächenstruktur ausnutzen können. Wer dickere Noppen für robustere Hautpartien vermisst, kann sich die rosa Variante für normale Haut ansehen. Wer auf Wärmefunktion und Microcurrent verzichten möchte, greift entweder zum Foreo Luna 3 ohne »plus« in selber Größe oder zu dem noch günstigeren Mini aus unseren Empfehlungen.

Würde man das Gerät jedoch intuitiver justieren können, wären wir begeistert. Allerdings gibt es einige ideelle Nuancen, die uns im Test missfielen. Die Zielgruppe wird sich daran vermutlich weniger stören. So kann man den Foreo nicht einmal antesten, ohne ihn erstmalig mit der App zu verbinden. Da unser Smartphone gerade geladen wurde, mussten wir warten. Die Angabe einer E-Mail-Adresse zur Registrierung zu kritisieren, mag kleinlich sein, aber warum muss meine Gesichtsbürste sie wissen? Beim Starten der App wird zudem Werbung für andere Foreo-Geräte als Alternative zu einem Ladebildschirm dargestellt.

Luowan Silikon-Gesichtsreinigungsbürste

Den ersten Eindruck der Luowan Silikon-Gesichtsreinigungsbürste kann man bestenfalls als ernüchternd beschreiben. Ein billiges, glänzendes Plastik mit unsauber zusammengesetzten Teilen und klappernden, klobigen Aufsätzen. Der starre Einschaltknopf gibt ein lautes Klicken von sich, als sei das Gerät aus den 80er-Jahren. Es wirkt wie ein Spielzeug. Wir rechneten damit, enttäuscht zu werden. Doch die eigentliche Reinigung verläuft überraschend angenehm. Die Funktionalität ist stimmig und Intensität sanft, aber gründlich.

Gesichtsreinigungs­bürste Test: Luowan Silikon Gesichtsreinigungsbürste
Luowan Silikon-Gesichtsreinigungsbürste mit Ständer und Aufsätzen.

Die Form liegt gut in der Hand und der Winkel zur Haut ist optimal. Die Größe der Bürstenköpfe ist vielseitig und es sind spannende Aufsätze dabei. Die Bürste für sensible Haut hat beispielsweise fein zulaufende Borsten, die sehr sanft auf der Haut rotieren. Der Silikonaufsatz reinigt sanfter als vermutet und bietet eine angenehme Massage. Es handelt sich um eine Gesichtsreinigungsbürsten mit zweifach entgegengesetzt rotierenden Bürstenpartien wie beim Gerät von MyCarbon, sodass das Gerät über die Haut gleitet ohne durch den Schwung zu hüpfen und zu reizen.

Leider sind die Einzelteile der Aufsätze so klapprig, dass man während der Routine das Gefühl bekommt, sie fielen jeden Moment auseinander. Lustig ist durchaus, dass man in das Innere der Bürsten schauen und sehen kann, wie die Zahnräder ineinandergreifen. Während des Betriebs sieht man sie nicht. Der Aufsatz ist schön dicht am Handstück, ohne eine einladende Lücke für die Haare zu bilden. Allerdings hört man sie deutlich laut und unregelmäßig klacken. Mit dem lauten Knopf schaltet man das Gerät durch längeres Halten an und aus und zwischen den zwei Geschwindigkeitsstufen durch kurzen Drücken. Das Gerät wird von innen Beleuchtet und signalisiert mit einem Wechsel sowie einer kurzen Pause, dass 30 Sekunden vergangen sind. Eine automatische Abschaltung gibt es nicht.

Gesichtsreinigungs­bürste Test: Luowan Silikon Gesichtsreinigungsbürste Aufsätze
Luowan Silikon-Gesichtsreinigungsbürste mit doppelt rotierenden Bürstenaufsätzen.

Geladen wird per universellem Mini-USB auf der Rückseite hinter einer Silikonabdeckung. Die Intensität schnurrt nicht unbedingt, erscheint aber grundsätzlich solide und stabil.

Wir sind bei diesem Gerät wie bei keinem anderen hin- und hergerissen. Die eigentliche Reinigung und Routine ist sehr gut, die Aufsätze gelungen. Die Qualität jedoch entspricht nicht dem Preis und das laute Betriebsgeräusch zerstreut jedes Wellness Feeling. Die billige Verarbeitung zieht sich durch jede Ritze, über den Knopf bis hin zur Beleuchtung. Auch die Ersatzbürsten sind verhältnismäßig teuer. Und dennoch würden wir es vielen anderen Geräten vorziehen. Die folgenden Markenbürsten zeigen, dass eine gute Verarbeitung eine durchdachte, sanfte Reinigung nicht ausgleichen kann. Wir hoffen auf einen stabileren Nachfolger.

Panasonic Panasonic The 3-in1 Cleaning Brush EH-XC10

Die Panasonic 3-in-1 The Cleansing Brush EH-XC10 arbeitet rotierend in zwei Geschwindigkeitsstufen, die über den Power-Knopf ausgewählt werden. Zum Abstellen muss man folglich dreimal drücken und nicht wie bei beispielsweise Beurer lange halten. Das empfinden wir als intuitiver. Ein zweiter Knopf startet die Wärmefunktion ebenfalls in zwei Stufen am anderen Ende des Handstücks. Alle Modi werden mit kleinem Licht angezeigt, inklusive Ladeanzeige.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic Gesichtsreinigungsbürste
Panasonic The 3-in1 Cleaning Brush EH-XC10.

Ein Timer weist alle 20 Sekunden auf den Wechsel der Partie hin und nach drei Durchgängen, also einer Minute, geht es automatisch aus.

Die erwärmte Fläche hat eine gute Form, die auch in Winkel vordringen kann. Es dient laut Hersteller der Vorbehandlung eines Abschminkprozesses und soll laut hauseigenen Tests Make-up bei selbem Reiniger 18-mal besser entfernen. Wir schätzen das als praxisfern ein und empfehlen dem nicht zu viel Beachtung zu schenken. Als Teil der Hautpflege jedoch kann es einen Nutzen haben, doch gleitet auch dieses Gerät wie auch PMD nicht mit jedem Produkt mühelos über die Haut.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic The Cleansing Brush Soft Brush
Panasonic The 3-in1 Cleaning Brush EH-XC10.

Darüber hinaus macht Panasonic vieles sehr gut. Angefangen mit dem Ständer, der die Borsten nach unten ausrichtet und so das Trocknen begünstigt. Auch sind die Borsten des mitgelieferten Soft-Aufsatzes tatsächlich sanft im Gegensatz zum Großteil der anderen im Test. Die Borsten sind lang, sehr fein und zu den Spitzen hin ganz fedrig, sodass sie selbst auf hoher Stufe nicht zu stark reiben.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic The Cleansing Brush Micro Foam 3 In 1 Mit Zubehör
Panasonic The 3-in1 Cleaning Brush EH-XC10 mit Zubehör.

Auch ein Porenaufsatz mit Silikonnoppen ist dabei, der nur einen ganz kleinen Kopf hat. Hier hat man sich Gedanken über den Sinn einer Tiefenreinigung gemacht und dass sie vermutlich nur um die Nase Sinn macht. Zwei weitere Aufsätze sind zudem separat erhältlich.

Das Gerät ist hochwertig verarbeitet, das schwere Kopfteil gleitet angenehm in die Hand und erlaubt Kontrolle über die Führung. Die Größe ist deswegen nötig, weil eine Kammer zum Einfüllen des Reinigungsproduktes verbaut ist. Es soll direkt beim Bürsten aufschäumen, nicht etwa dosieren. Gut gemeint, aber praxisfern und verschwenderisch. Die Menge, die für ein sauberes Gesicht nötig ist, würde vermutlich nicht einmal zur Dosieröffnung vordringen.

Aktuell handelt es sich bei der Serie um eine Kollaboration, sodass das Gerät nur bei Otto erhältlich ist und sich keine Preisdynamik ergibt.

Medisana FB 885

Bei dem Gerät von Medisana FB 885 handelt es sich eine oszillierende Gesichtsreinigungsbürste im Stabformat, sodass man zunächst annehmen könnte, sie würde rotieren. Die Bürsten hier sind nämlich verhältnismäßig klein und man muss das Handstück nahezu senkrecht zum Gesicht halten. Das bietet durchaus Kontrolle, erfordert aber etwas mehr Konzentration als die anderen Oszillierbürsten. Auch hat der Motor nicht so viel Power wie beispielsweise der von Nivea. Durch die Größe und den eleganten Knopf wirkt das Gerät zunächst hochwertig, beim näheren Hinsehen und nach einer Weile Betriebs wirkt das Plastik etwas billig, die Nuten und das Gerät verschmutzen leicht. Auch ist der Klang etwas klapprig und unsauber.

Gesichtsreinigungs­bürste Test: Medisana Fb 885 Gesichtsreinigungsbürste
Medisana FB 885 Gesichtsreinigungsbürste, oszillierend.

Der Knopf muss nur leicht gedrückt werden, um zwischen vier Modi zu wechseln: Auf einen ein schwächeren und einen stärkeren Modus folgen die beiden mit pulsierenden Unterbrechungen im Sekundentakt. Der Sinn dieser Einstellung erschließt sich uns nicht.

Um das Gerät auszuschalten, muss man alle vier durchlaufen statt einmal lang zu drücken. Drückt man einmal zu viel, muss man wieder dreimal drücken. Meist haben wir viermal gedrückt und so viele, viele Anläufe gebraucht, um das Gerät auszuschalten. Denn eigentlich macht man solche Sachen bevorzugt unbewusst nebenher, statt sich darauf konzentrieren zu müssen. Daher leider ein weiteres Minus für den Anwendungskomfort.

Geladen wird mit Netzteil mit zweipoligem, kleinem Stecker in einer Ladestation, die an das große Netzteil angeschlossen wird. Im Lieferumfang sind insgesamt vier Aufsätze, davon zwei Nylonbürsten unterschiedlicher Stärken, ein Peeling-Aufsatz mit recht groben Silikonnoppen und ein Schwämmchen für Make-up. Unsere schminkenthusiastische Testerin kann damit nichts anfangen. Allein aufgrund der komplizierten Reinigung ist es keine ernstzunehmende Option zum Auftragen von Foundation oder anderen Produkten.

Beurer FC 45

Der Beurer FC 45 ist das kleine, günstige Modell unter den Gesichtsreinigungsbürste des bekannten Herstellers für Wellnessgeräte. Man möchte zu dem kleinen Preis eigentlich gar nicht tadeln, weil die Verarbeitung in der Preisklasse bemerkenswert ist: stabiles, dickes, mattiertes Plastik. Ein beleuchteter, großer Knopf mit logischer Belegung: einmal drücken zum Einschalten und Wechseln durch die beiden Geschwindkeitsstufen. Einmal lange drücken zum Ausschalten. Allerdings ist der Knopf durchaus empfindlich, sodass wir das Gerät häufig versehentlich eingeschaltet haben.

Gesichtsreinigungs­bürste Test: Beurer Fc 45 Gesichtsreinigungsbürste
Beurer FC 45 Gesichtsreinigungsbürste mit Aufhängeöse.

Den Betrieb durch Batterien (2 x AAA, im Lieferumfang enthalten) können wir in der Preisklasse verschmerzen. Das kann auch von Vorteil sein. Sie sind hinter einem Dichtungsring unten an der Aufhängeöse versteckt. Insgesamt hat das Gerät eine handliche Größe, muss aber etwas senkrechter als bequem zum Gesicht gehalten werden. Die Wechselbürste wirkt auch hochwertiger als andere rotierende Gesichtsreinigungsbürsten, rastet etwas ein und sitzt gut. Es gibt sehr viele, dafür feinere Borsten, die angenehm flexibel sind. So weit, so gut.

Dennoch kann man aufgrund der einfach rotierenden Funktionsweise, dem kleinen Durchmesser und des Bürsten-Designs nicht verhindern, dass man sich bei der Reinigung durchgehend auf die Bürste konzentrieren muss, um nicht zu fest zu drücken, zu schräg zu halten und sie am Hüpfen zu hindern. Und selbst wenn man vorbildlich senkrecht und langsam über die Haut fährt, ist die intensive Reibung selbst auf robusteren Partien eine Herausforderung für die Haut. Das Ärgerliche dabei ist stets, dass die Reinigung dadurch nicht besser wird.

1 By One Naturalife Gesichtsbürsten-Set

Das 1 By One Naturalife Gesichtsbürsten-Set beinhaltet zwei identische, kleine Bürsten in unterschiedlichen Farben, die mit einer fest verbauten Silikonfläche mit feinsten Noppen ausgestattet ist. Der Korpus selbst ist aus hartem, mattem Plastik, das gilt auch für die Aufhängeöse.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Naturalife Gesichtsreinigungsbürste
1 By One Naturalife Gesichtsreinigungsbürste.

Per Knopfdruck auf der Rückseite werden die kleinen Vibratoren ein- und ausgeschaltet. Unterschiedliche Modi oder eine Timer-Funktion gibt es nicht. Die Vibration ist intensiv und äußert sich vor allem am Gehäuse. Vermutlich sind die Silikonhärchen eine Prise zu nachgiebig und schwingen dadurch. Sie sind feiner als die an der Sunmay-Bürste. Das hinterlässt einen ineffizienten Eindruck. Ein wenig Sorge bereitet die Nut zwischen Silikonfläche und Korpus auf der Arbeitsfläche. Hier könnte sich langfristig Schmutz sammeln.

Gesichtsreinigungsbürste Test: 1 By One Naturalife Gesichtsbürsten Set
1 by One Naturalife Gesichtsbürsten-Set.

Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing

Die Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing Reinigungsbürste ist das einzige Gerät im Test mit einer echten Ladestation, an die das Netzteil angeschlossen wird und nicht an das Handstück. Dieses wiederum ist hochwertig verarbeitet und liegt angenehm in der Hand. Das Betriebsgeräusch ist zurückhaltend.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Beurer Gesichtsreinigungsbürste
Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing.

Das Gerät wird über zwei Knöpfe mit LED-Beleuchtung gesteuert. Ein Push startet das Gerät und jeder weitere erhöht die Geschwindigkeit in insgesamt drei Stufen. Um es auszuschalten, muss man ihn lange halten. Das erweist sich leider als recht unbequem und wenig intuitiv.

Der zweite Knopf wechselt zwischen den beiden Modi: rotierend und oszillierend, wobei letzteres nur wenig mit den anderen Geräten zu tun hat. Es schwingt von rechts nach links im Sekundentakt (statt beispielsweise 300mal pro Sekunde bei Dioche). Statt unscheinbarer Mikroschwingungen werden hier mindestens 360° mitgenommen.

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Gesichtsreinigungsbürste Test: Beurer Fc 95 Pureo Deep Cleansing Reinigungsbürste Mit Zubehör
Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing: Reinigungsbürste mit Zubehör.
Gesichtsreinigungsbürste Test: Beurer Fc 95 Pureo Deep Cleansing Ersatzbürsten
Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing: Ersatzbürsten.

In Kombination mit den eher kleinen Aufsteckbürsten ergibt das leider auch eine eher aggressive Reinigung. Alle drei Nylon-Borsten sowie der Silikonnoppen-Aufsatz sind relativ starr und dicht. Die Reibung ist sehr intensiv und wirkt durch die Rotation einfach nicht modern. Anders als Braun hat man sich immerhin Mühe gegeben, eine so simple Technik wertig zu verpacken und bietet eigentlich durchgehend einen gegenüber der UVP hinnehmbaren reduzierten Preis auf.

Am Rande sei erwähnt, dass die Schutzkappen an den Bürsten nicht halten und dass das Gerät aufrecht trocknen muss. Das macht Panasonic besser.

Beurer FC 96

Der Modellnummer nach ist die Beurer FC 96 der Nachfolger oder das nächstgrößere Modell unseres im ersten Durchlauf getesteten Beurer FC 95. Tatsächlich gibt es hier einige zusätzliche Features, die auf uns den Eindruck hinterlassen, man habe nach Funktionen gesucht, die einen höheren Preis rechtfertigen. Es gibt keine Vorteile für die Reinigungsroutine bei gleichen Nachteilen für die Haut.

Womit Beurer stets trumpfen kann, ist die Verarbeitungsqualität. Mit dem hier ergänzten Display wirkt es wie ein High-End-Gerät zum fairen Preis, wenn man es beispielsweise mit Panasonic vergleicht. Die einzige Bereicherung ist jedoch nur, dass man die restliche Batterieleistung sehen kann.

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Gesichtsreinigungs­bürste Test: Beurer Fc 96 Gesichtsreinigungsbürste Mit Display
Beurer FC 96 Gesichtsreinigungsbürste mit Display.
Gesichtsreinigungs­bürste Test: Beurer Fc 96 Gesichtsreinigungsbürste Mit Ladestation Und Netzteil
Beurer FC 96 Gesichtsreinigungsbürste mit Ladestation und Netzteil.

Zwar wird auf dem Display auch angezeigt, welche der vier Intensitätsstufe man mittels wiederholten Drückens des Hauptknopfes ausgewählt hat. Aber ganz ehrlich: Wer schaut denn während der Reinigung mit womöglich Schaum im Gesicht auf so ein Display, um genau das zu erfahren? Eine dritte Anzeige signalisiert, wenn die Aufsteckbürste erneuert werden sollte. Es ist nicht ersichtlich, wie es ermittelt wird. Betriebsstunden wären denkbar.

Gegenüber der FC 95-Variante gefällt uns zwar der etwas größere Bürstenkopf, der sich angenehm nachgiebig auf der Haut anfühlt. Das liegt sicherlich auch an der Länge der Borsten, wie man auf dem folgenden Foto im Vergleich zum kleinen Modell FC 45 sieht. Dennoch sind die Borsten stumpf und die Rotation für die Haut irritierend. Die Reibung ist selbst auf kleinster Stufe sehr intensiv. Auch hier muss man sich konzentrieren, damit das Gerät auf der Haut nicht hüpft. Durch den größeren Durchmesser ist es jedoch nicht so ausgeprägt. Das klobige Handstück trägt zudem zur Stabilität bei. Zusätzliche Bürsten in anderen Stärken sind nicht dabei, können aber separat erworben werden.

Seltsam ist, dass das Gerät auf kleinster Stufe wahllos die Intensität wechselt. Zunächst wirkte es so, als würde es zurückrudern, wenn man zu stark aufdrückt. Das Programm läuft allerdings auch nicht stabil, wenn man es in die Luft hält. In der Gebrauchsanweisung konnten wir keinen Hinweis darauf finden. In Bewertungen haben wir gelesen, dass das Gerät nur bei vollständig geladenem Akku zuverlässig funktioniert. So etwas sollte nicht sein.

»Spannend« wird es, wenn man den Modus auf Hin- und Herdrehen wechselt. Im Sekundenrhythmus schwingt die Bürste von rechts nach links und zieht die Haut mit sich. Man muss sich sehr konzentrieren, damit sie nicht ausbricht. Es erschließt sich leider nicht, welchen Nutzen diese Funktion haben soll. Sie ist weder für eine sanfte, noch eine unnötig intensive Reinigung von Vorteil. Uns beschleicht der Eindruck, man wolle auch damit irgendwie einen höheren Preis rechtfertigen können. Aber warum so praxisfern?

Die Reinigungsbürste kann sowohl in der Ladeschale als auch direkt mit dem Netzteil geladen werden und wird als wasserfest beschrieben.

Remington Reveal FC250

Auch die Marke Remington hat eine Gesichtsreinigungsbürste im Sortiment. Für einen verhältnismäßig günstigen Preis erhält man ein leicht angewinkeltes Gerät mit durchaus solider Verarbeitung und gutem ersten Eindruck. Das angewinkelte Handstück wird mit zwei mitgelieferten AAA-Batterien betrieben und reinigt durch rotierende Nylonbürsten in zwei Stärken mit stumpfen Enden. Augenscheinlich sind diese flach nebeneinander angeordnet. Spätestens bei der Reinigung spürt man jedoch deutlich, dass der einfach aufgesteckte Bürstenaufsatz eine Wölbung hat. Daraus ergibt sich eine punktuelle Reinigung auf den Kurven des Gesichts, bei der die äußeren Borsten nur bei viel Druck oder in Ecken zum Einsatz kommen.

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Gesichtsreinigungs­bürste Test: Remington Gesichtsreinigungsbürste
Die Remington Reveal FC250 ist angewinkelt.
Gesichtsreinigungs­bürste Test: Remington Gesichtsreinigungsbürste Rotierend
Die Remington Reveal FC250 ist batteriebetrieben und hat zwei Aufsätze.

Die Borsten selbst sind in der Sensitiv-Variante durchaus flexibel, in der Rotation spürbar irritierend, wegen der Auflagefläche dennoch nicht gründlich. In der »normalen« Variante eher von einer Sanftheit, wie wir sie nur den Füßen zumuten würden. Immerhin hüpfen die Bürsten nicht so stark auf der Haut wie manch andere Reinigungsbürsten. Komfortabel und angenehm ist es dennoch nicht.

Auf Daumenhöhe direkt unter dem Winkel befindet sich ein mit Silikon ummantelter, eingebetteter Einschaltknopf sowie darunter der zum wechseln zwischen zwei Geschwindigkeitsstufen. Die eine macht aus dem Geräte ein grobes, aber durch die kleine Auflagefläche ineffizientes Torturwerkzeug. Die langsame Variante lässt einen durchgehend zweifeln, ob die Batterien schon leer seien, weil man bei leichtem Druck die Bürsten lähmt. Beschrieben ist sie als wasserfest. Anders als bei anderen batteriebetrieben Gesichtsreinigungsbürsten konnten wir jedoch keine Silikondichtung am Batteriefach finden.

Braun FaceSpa Pro 911

Der Braun FaceSpa Pro 911 ist ein Multi-Gerät mit drei Aufsätzen für unterschiedliche Einsatzgebiete, davon eine Standardbürste, die wir in diesem Test berücksichtigt haben. Das Gerät arbeitet oszillierend in etwas größerem und langsamerem Schwung als die Bürste von Dioche, aber deutlich schneller und feiner als Beurer.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Braun Gesichtsreinigungsbürste
Braun FaceSpa Pro 911.

Es gibt zwei Geschwindigkeitsstufen, die links und rechts vom Power-Knopf ausgewählt werden und einen Timer, der die Bewegung alle 20 Sekunden für einen Moment aussetzt. Das Gerät schaltet sich nicht automatisch aus. Eine kleine LED über dem Button signalisiert, wenn das Gerät geladen werden muss und leuchtet während des Ladevorgangs und wechselt die Farbe, wenn es fertig ist.

Das Grundgerät ist ein kompakter Stab, der in Form, Gewicht und Bedienung an eine elektrische Zahnbürste erinnert, sogar etwas kürzer ist. Oben werden die unterschiedlichen Aufsätze per Zug ab- und aufgesteckt. Beim Bürstenaufsatz werden die einzelnen Bürsten per Knopf gelöst, um ausgetauscht zu werden.

Neben der beinhalteten Standardbürste sind separat auch andere Reinigungsbürsten im Doppelpack erhältlich: von weichen Sensitive-Borsten, verschieden langen Exfoliating-Borsten bis zu Make-up-Schwämmchen. Ein Aufsatz mit Silikonnoppen ist nur in einem Sortiment-Set mit den drei anderen verfügbar. Anders als die anderen Aufsätze hat sie eine leichte Wippe verbaut und passt sich so den Konturen an.

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Gesichtsreinigungsbürste Test: Braun Facespa Pro Gesichtsreinigungsbürste Mit Zubehör
Braun FaceSpa Pro 911 mit Zubehör.
Gesichtsreinigungsbürste Test: Braun Facespa Pro Ersatzbürsten
Ersatzbürsten für die Braun FaceSpa Pro (separat erhältlich).

Die Standardbürste hat viele dicht und gleichmäßig angeordnete Säulen von zylindrischen Borsten. Sie bilden eine absolut flache Fläche und sehr viel Widerstand. Das macht die Bürste grob bis spürbar reizend, gleichzeitig auch einfach unangenehm. Die Fläche ist klein und starr. Darüber hinaus bietet der eingebettete Bürstenkopf und der Knopfmechanismus jede Menge Schlitze für Dreck. Nicht zuletzt steht die Bürste im Ständer aufrecht, sodass das Wasser nicht abfließen kann.

Die weiche Bürste ist deutlich angenehmer, sanfter und so biegsam, dass sie die Konturen umspielt. Dennoch kommt sie an die vielen Alternativen nicht heran. Die Noppenbürste ist hygienischer, wirkt jedoch eher wie eine grobe Massage und weniger wie eine Reinigung. Der zweifarbige Peeling-Aufsatz erscheint milder als die Standardbürste, beide können wir jedoch nicht empfehlen.

Interessant ist: Die Bürsten der günstigen Etereauty sind fast baugleich, können sogar aufgesteckt werden, halten jedoch nicht. Qualitativ tut sich jedoch wenig, was bei den Preisen, die Braun aufruft, enttäuschend wirkt.

Das Gerät hat einen Akku, der mit dem beigelegten Netzteil mit individuellem Stecker geladen wird. Leider geht dies nur liegend und nicht während es in dem donut-förmigen Ständer (mit Anti-Rutsch-Noppen) steht. Dennoch ein Fortschritt: das Vorgängermodell funktionierte mit Batterien und hatte wenig Power, war schnell leer und das Öffnen war wegen der Wasserfestigkeit friemelig.

Auch der Power-Knopf ist in der Form neu: Mittig wird an- und ausgemacht. Jeweils links und rechts kann mit nur wenig Druck die Geschwindigkeit zwischen zwei Stufen gewechselt werden.

Leider ist das Ganze sehr klapprig und spiegelt nicht annähernd den hohen Anschaffungspreis wieder. Die vielen unterschiedlichen Aufsätze und Einsatzmöglichkeiten fordern ihren Tribut. Die Bürste ist laut, klingt nicht homogen und billig. Vollständig geladen wirkt sie, als würde ihr gleich der Saft ausgehen. Die Vibration ist grob und fast schon unangenehm intensiv. Es scheint der Kompromiss dafür zu sein, mehrere Geräte in einem zusammenzulegen. Das wäre fair, wären alle drei – insbesondere die Reinigungsfunktion – vollwertig und zu Ende gedacht.

Die Funktionen des Massageaufsatzes aus Metall zum Einklopfen von Pflege sowie den Detail-Epillierer berücksichtigen wir im Test nicht. Wir finden beide jedoch nicht überzeugend: Die Massage ist unangenehm und den Epilierer empfand unsere Testerin beim Vorgängermodell (in Besitz) als ineffizient; es wurden nur wenige Härchen erfasst. Das Gerät wird zudem nicht als wasserfest beschrieben.

Misiki Gesichtsreinigungsbürste

Die wasserfeste Misiki Gesichtsreinigungsbürste arbeitet rotierend in drei Geschwindigkeitsstufen, die über wiederholtes Drücken der Power-Taste gewechselt werden. Auf dem Display sieht man, welcher Modus derzeit aktiv ist. Auch eine Akkustandsanzeige ist dabei. Um das Gerät ein- und auszuschalten, muss man diesen wiederum lange drücken. Ein weiterer Knopf steuert auf gleiche Weise die beiden Lichtfunktionen: rotes und blaues Licht.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Misiki Gesichtsreinigungsbürste Rotes Licht
Misiki Gesichtsreinigungsbürste: rotes Licht.

Am unteren Ende des Handstücks befindet sich hinter einen Gummilasche eine Buchse für das zweipolige Ladekabel mit USB-Stecker. Ein Netzteil ist nicht dabei. Ein Ständer dagegen schon, jedoch kann das Gerät nur liegend geladen werden. Unpraktisch ist, dass das Handstück im Ständer feststeckt und man es beim Rausnehmen festhalten muss.

Im Lieferumfang sind fünf Aufsätze, darunter ein Bimsstein für die Füße und ein Makeup-Schwamm, sowie zwei Nylon-Bürsten (jeweils mit Schutzkappe) und eine mit Silikonnoppen. Sie haben eine gute Größe, sind nicht zu klein und wirken etwas wertiger als beispielsweise die von Braun oder Etereauty.

Der Silikonaufsatz ist etwas zu starr, was in Kombination mit der Rotation unangenehm ist. Die Nylon-Bürsten sind in beiden Varianten angenehm nachgiebig, nicht zu dicht und umspielen die Konturen. Einen Strich durch die Rechnung macht jedoch das Gerät selbst. Die Rotation im höchsten Modus ist zu schnell und mit allen Aufsätzen entsteht zu viel Reibung. In den beiden anderen Modi, vor allem dem leichtesten, reduziert sich die Rotation fast bis zum Stillstand bei leichtestem Widerstand. Ob falsch justierte Sicherheitsmaßnahme oder grundsätzlich eine Fehlkonstruktion, ist hier egal.

Grundsätzlich macht das Gerät keinen wertigen Eindruck. Der Motor schnurrt nicht wie bei anderen Geräten, das Plastik wirkt billig und die Bedienung ist umständlich.

Wer sich hier für kleines Geld moderne LED-Therapie erhofft, wird vermutlich enttäuscht. Der Hersteller bewirbt hier zwar die durch Studien nachgewiesenen Effekte beider Lichtbereiche (blau antibakteriell bei Akne und rot als Anti-Aging), doch ob wirklich die dafür notwendigen Wellenlängen eingesetzt werden, ist zweifelhaft. Beispielsweise sehen die 405 bis 420 Nanometer für eine erfolgreiche Aknebehandlung nahezu violett aus. Das Licht des Gerätes ist eher hellblau.

Selbst wenn die Frequenzen stimmen, bieten die wenigen LED nicht ausreichend Intensität, um in kurzer Zeit einen Effekt zu erzielen. Therapie mit sichtbarem Licht wirkt zudem nur minimal unterstützend, wenn man eine bereits raffinierte Hautpflegeroutine mit effizienten Wirkstoffen praktiziert.

Purelyy Elektrische Gesichtsreinigungsbürste

Die Purelyy Elektrische Gesichtsreinigungsbürste wird in einer Aufbewahrungsbox geliefert, in der neben dem eher kleinen Handstück auch die fünf zusätzlichen Aufsätze Platz finden. Da die Reinigungsbürste batteriebetrieben ist (2 x AA, nicht im Lieferumfang), gibt es kein Kabel, das verstaut werden müsste. Insgesamt viel Verpackung für eher wenig Inhalt. Zudem ist die Box weder ein optimal hygienischer, noch ein praktischer Ort, um die Bürste nach einer Anwendung zu verstauen.

Die angewinkelte Gesichtsreinigungsbürste funktioniert mit Rotation und dürfte einigen bekannt vorkommen. Einige Marken bieten oder boten ein solches Gerät an, unter anderem Olay (siehe Foto im Service-Teil) oder auch Cosmence – unsere Testerin hatte ein solches bereits vor 20 Jahren aus dem Versandkatalog von Le Club des Createurs de Beaute gehabt. An der simplen Technologie hat sich seither ebenso wenig getan wie am Mehrwert für eine gute Hautpflegeroutine. Die Haut wird durch die Rotation gereizt, gelegentlich Haarsträhnen eingezogen, aber immerhin kann man zwischen zwei Geschwindigkeitsstufen wählen.

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Gesichtsreinigungs­bürste Test: Purelyy Elektrische Gesichtsreinigungsbürste Olay
Gesichtsreinigungs­bürste Test: Purelyy Elektrische Gesichtsreinigungsbürste Rotierend
Gesichtsreinigungs­bürste Test: Purelyy Elektrische Gesichtsreinigungsbürste

Die Batterieklappe lässt sich nur sehr schwer öffnen, bis hin zu Verletzungsgefahr, weil man leicht abrutscht. Neben zwei Bürstenaufsätzen in unterschiedlichen Härtegraden gibt es noch einen Massageaufsatz mit Kugeln, deren Pressnähte deutlich spürbar sind, zwei unterschiedliche Schwämmchenaufsätze, deren Nutzen wir uns nicht zusammenreimen können, und einen kleinen Bimsstein. Alles zusammen würden wir dann tatsächlich eher als Fußpflegeset verstehen, wenn ihr nicht ein Hinweis auf Wasserfestigkeit fehlen würde.

So haben wir getestet

Die 24 Gesichtsreinigungsbürsten im Test wurden aus Bestsellern und Angeboten bekannter Marken ausgewählt. Es sollten Geräte aller Konzepte aus unterschiedlichen Preisklassen dabei sein: vibrierend, oszillierend und rotierend.

Unsere Testerin hat leichte Mischhaut mit leicht öliger T-Zone, zu Trockenheit neigenden Wangen und Unreinheiten vor allem im Kinnbereich. Sie nutzte die Bürsten abends mit einem milden Reinigungsgel ohne Makeup mit dem jeweils sanftesten Aufsatz sowie, wenn vorhanden, dem Silikonaufsatz. Dabei wurde das Produkt in der Hand mit Wasser aufgeschäumt, im Gesicht verteilt und erst dann eine angefeuchtete Bürsten angesetzt.

Nachdem die Haut bei täglicher Anwendung gereizt war und mit Pickeln reagierte, wurde der Test mit Pausen fortgesetzt. Sie selbst nutzt eher unregelmäßig den Foreo Luna mini 2 (im Winter maximal wöchentlich, im Sommer mehrmals pro Woche).

Der Fokus bei der Bewertung liegt auf der Sanftheit zu Haut und einer angenehmen, praktischen Anwendung.

Die wichtigsten Fragen

Welche Bürste für welchen Hauttyp?

Vibrierende Silikonbürsten eigenen sich für fast alle Hauttypen. Ist die Haut robust genug, kann man oszillierende Geräte mit großen Bürsten und weichen Borsten wählen. Rotierende Bürsten, insbesondere wenn sie klein sind und starre Borsten haben, sind für alle Hauttypen zu aggressiv.

Wie häufig sollte man Gesichtsreinigungsbürsten verwenden?

Das ist abhängig vom Modell, der Bürste und Hautbeschaffenheit. Eine tägliche Anwendung ist für eine gesunde Haut weder notwendig, noch empfehlenswert. Überwiegt jedoch der Wunsch nach einem sauberen Gefühl, kann mit sanften Geräten auch täglich gereinigt werden.

Wie oft müssen Bürstenköpfe ersetzt werden?

Die Hersteller empfehlen in der Regel einen Aufsatz alle drei Monate zu wechseln. Reinigt man sie jedoch regelmäßig gründlich und achtet darauf, dass sie stets schnell trocknen, kann man die Anwendungsdauer ausdehnen. Wichtig ist, dass kein Wasser zwischen den Borsten verbleibt.

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 Test: Artboard

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