Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsreinigungsbürstenvergleich
test
Veröffentlicht: 1.4.2021

Die beste Gesichtsreinigungs­bürste

Gesichtsreinigungsbürsten können die tägliche Routine ergänzen und für ein sauberes Hautgefühl sorgen. Wir haben 12 Geräte getestet und können die Elektrische Gesichtsreinigungsbürste von Sunmay aus Silikon universell empfehlen. Sie ist hygenisch, erschwinglich und erfordert keine Ersatzbürsten.

Magi Kusak
ist Beauty-Bloggerin der ersten Stunde und betreibt mit MagiMania den ältesten deutschsprachigen Beauty Channel auf YouTube, wo sie ihre Community an der Begeisterung für effektvolles Makeup, moderne Texturen und wirksame Skincare teilhaben lässt.

Eine elektrische Gesichtsbürste ist eine optionale Ergänzung zur täglichen oder gelegentlichen Gesichtsreinigung. Es stehen dafür unterschiedliche Konzepte zur Wahl. Für unseren Test haben wir 12 Bürsten sowohl mit rotierender, oszillierender oder vibrierender Funktionsweise ausgewählt und getestet.

Überraschenderweise entpuppten sich ausgerechnet die Geräte etablierter Marken als schwache Kandidaten. Günstige Produkte sind überraschend gut, fehlende Ersatzbürsten sind jedoch ein Problem. Wie gut, dass Silikonbürsten sowieso die bessere Wahl für eine hautfreundliche Reinigung sind! Wir haben dennoch für jeden Geschmack etwas gefunden.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungsbürste: Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
Aus hygenischem Silikon in durchdachter Form zum kleinen Preis.

Die Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste braucht keine Aufsätze und erspart Folgekosten. Das Silikon ist zugleich hygienisch und sanft zur Haut. 14 Vibrationsstufen bieten für jede Gelegenheit die passende Intensität, um die Haut mild zu reinigen oder das Einziehen von Wirkstoffen im Pflegeschritt zu begünstigen.

Die herausragende Spitze ermöglicht es auch bequem um die Nase herum zu arbeiten. Die dickeren Noppen an der Spitze sowie der Rückseite bieten zusätzlichen Widerstand für robustere Partien.

Auch gut

Foreo LUNA mini 2

Test Gesichtsreinigungsbürste: Foreo LUNA mini 2
Vorreiter elektrischer Silikonbürsten

Der Foreo LUNA mini 2 ist nur eines von vielen Modellen der schwedischen Marke und liegt sowohl preislich, als auch von der Größe im mittleren Bereich. Es gibt mittlerweile auch einen deutlich teureren Nachfolger mit App-Steuerung.

Die runde, vibrierende Bürste hat einen dicken Silikonmantel sowie zwei verschiedene Noppenstärken für verschiedene Bereiche, inklusive einem festeren Areal an der Spitze.

In acht Intensitätsstufen wird dreimal à 20 Sekunden gereinigt. Auch mit diesem Gerät kann man beispielsweise Seren einmassieren und durch die Vibration besser einziehen lassen.

Wenn Geld egal ist

PMD Beauty Clean Pro

Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Clean Pro Rq
Wellness-Bürste aus Silikon mit Vibration, Wärmefunktion und einen Quarzstein.

Der PMD Beauty Clean Pro ist ein Luxusgerät zu einem sehr stolzen Preis, vereint dabei aber gelungen Reinigung und Pflege mit einem hohen Wellness-Faktor.

Komplett mit dickem Silikon ummantelt ist die eine Seite mit festen Noppen versehen und in die andere ein Quartz-Stein gebettet. Eine zuschaltbare Wärmefunktion kann in Kombination mit einem der vier Vibrationsmodi das Eindringen von Wirkstoffen begünstigen.

Beste Oszilierende

Landwind Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungsbürste: Landwind Gesichtsreinigungsbürste
Den kleinen Preis sieht man ihm nicht an: kräftige Oszillation und induktive Ladefunktion

Mit der Landwind Gesichtsreinigungsbürste setzt man auf ein oszillierendes Prinzip, das unweigerlich an das der »Ur-Bürste« der Marke Clarisonic erinnert (eingestellt). Ein starker Motor bringt die relativ sanften Borsten mit feinen Spitzen intensiv in Schwingung, auch wenn der Hersteller mit der Bezeichnung »Ultraschall« deutlich übertreibt. Geladen wird praktisch per Induktion.

Die Bürsten sind angenehm groß, sodass man schnell das gesamte Gesicht bearbeitet hat und nicht zu viel Druck ausübt. Ein äußerer Ring aus Borsten bleibt dabei starr, während der innere Kreis intensiv in zwei Intensitätsstufen vibriert.

Beste Rotierende

Etereauty Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungsbürste: Etereauty Gesichtsreinigungsbürste
Gelungenes Gesamtpaket zum fairen Preis für robuste Haut.

Wer nicht auf rotierende Bürstenaufsätze verzichten möchte, bekommt mit der  Etereauty Gesichtsreinigungsbürste eine verhältnismäßig sanfte Lösung. Ein äußerer Ring rotiert in die entgegengesetzte Richtung zum Kern. So schlägt es nicht aus und man kann mit den großen Aufsätzen gleichmäßig über die Haut fahren.

Die Borsten des Standardaufsatzes sind fein und irritieren nicht so stark wie die meisten anderen rotierenden Optionen.  Eine für den Preis solide Verarbeitung ohne Schnickschnack rundet das Modell ab.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutWenn Geld egal istBeste OszilierendeBeste Rotierende
Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste Foreo LUNA mini 2 PMD Beauty Clean Pro Landwind Gesichtsreinigungsbürste Etereauty Gesichtsreinigungsbürste Nivea Pure Skin 1 By One Naturalife Gesichtsbürsten-Set Panasonic The Cleansing Brush Micro-foam 3-in-1 Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing Braun FaceSpa Pro 911 Misiki Gesichtsreinigungsbürste Etereauty Gesichtsreinigungsbürste
Test Gesichtsreinigungsbürste: Sunmay Elektrische GesichtsreinigungsbürsteTest Gesichtsreinigungsbürste: Foreo LUNA mini 2Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Clean Pro RqTest Gesichtsreinigungsbürste: Landwind GesichtsreinigungsbürsteTest Gesichtsreinigungsbürste: Etereauty GesichtsreinigungsbürsteTest Gesichtsreinigungsbürste: Nivea Pure SkinTest Gesichtsreinigungsbürste: 1 By One GesichtsbürsteGesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic Elektrische Gesichtsreinigungsbürste Japanese Rituals Eh Xc10 N503Test Gesichtsreinigungsbürste: Beurer FC 95 Pureo Deep CleansingTest Gesichtsreinigungsbürste: Braun FaceSpa Pro 911Test Gesichtsreinigungsbürste: Misiki GesichtsreinigungsbürsteTest Gesichtsreinigungsbürste: Etereauty Gesichtsreinigungsbürste
Pro
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Sanft zur Haut
  • Form
  • Preis
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Sanft zur Haut
  • Ladung hält sehr lange
  • Verarbeitung
  • Aus hygienischem Silikon
  • Keine Ersatzbürsten nötig
  • Sanft zur Haut
  • Wärme + Quarz-Stein für Hautpflege
  • Bürstengröße
  • Relativ Sanft
  • Verarbeitung
  • Induktionsladung
  • Preis
  • Bürstengröße
  • Relativ sanft
  • Rotiert ohne Auszuschlagen
  • Preis
  • Handlich
  • Verarbeitung
  • 2 Stück enthalten
  • Sanfte Silikonborsten
  • Keine Ersatzbürsten notwendig
  • Handlich
  • Preis
  • Sehr sanfte Borsten
  • Bürsten-Design
  • Wärmefunktion (am Griffende)
  • Verarbeitung
  • Zubehör
  • Echte Ladestation
  • Verarbeitung
  • Zubehör
  • Kompakt
  • Verarbeitung
  • Zubehör
  • Günstig
  • Wasserfest
Contra
  • Teuer
  • Sehr teuer
  • Noppen recht fest
  • Nut zwischen Silikon und Stein
  • Keine Ersatzbürsten verfügbar
  • Kein Ständer
  • Falsche Angabe: kein Ultraschall
  • Keine Ersatzbürsten verfügbar
  • Kein Ständer
  • Schutzkappe fällt ab
  • Teuer
  • Nut zwischen Silikon und Plastik
  • Wenig Effekt
  • "gimmicky" Features
  • Sehr teuer
  • Grob zur Haut
  • Bürsten-Design
  • Grob zur Haut
  • Bürsten-Design
  • Aufsätze klapprig
  • Unverhältnismäßig teuer
  • Grob zur Haut
  • Schwacher Motor
  • Haare können sich eindrehen
  • Undurchdachte Bedienung
  • Irreführende LED-Lichter
  • Grob zur Haut
  • Rotierend (schlägt aus)
  • Kein Timer
  • Haare können sich eindrehen
  • Keine Ersatzbürsten verfügbar
Bester Preis
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AufsätzeKeine, aber unter­schied­liche SeitenKeine, aber unter­schied­liche SeitenKeine, aber unter­schied­liche Seiten0,05mm Soft Care
0,075mm Tiefenreinigung
Deep Cleansing
Gentle Cleansing
"Sensitive" (Silikon)
Normal
separat erhältlich:
Sensitive
Deep Cleansing
KeineSoft
Poren
separat erhältlich:
Standard
Peeling
Regular
Sensitive
Deep Pore (Silikon)
Exfoliation
Reguläre Bürste
Kleiner Epilierer
Klopfmassage
separat erhältlich:
Sensitive
Tiefenmassage-Pad
Bürste
Peelingbürste
Kosmetikschwämmchen
Standardbürste
Sensitiv
Silikon
Schwämmchen
Bimsstein
Soft Nylon
Exfoliationg
Silicone
Pumice
Modi14 Stufen8 Stufen2 Stufen
+ 2 Rhythmenstufen
2 Stufen2 Stufen2 Stufen1 Stufe2 StufenRotierend langsam
und schnell
"Oszillierend"
3 Geschwindigkeiten2 Geschwindigkeiten
StromIntegrierter Akku + USB (nur Kabel)Integrierter Akku + USB (nur Kabel)Integrierter Akku + USB (nur Kabel)Integrierter Akku + USB-Induktions-KabelIntegrierter Akku + NetzteilIntegrierter Akku + NetzteilEine AAA-Batterie (enthalten)Integrierter Akku + NetzteilIntegrierter Akku + NetzteilIntegrierter Akku + NetzteilIntegrierter Akku + Netzteil2 AA-Batterien (nicht enthalten)
StänderNeinNeinNeinNeinNeinNeinNeinJaJaJa (Laden in Station nicht möglich)Ja (Laden in Station nicht möglich, steckt fest)Nein (Steht wackelig)
TimerKurze Pause je 20 Sekunden; geht nicht automatisch ausKurze Pause je 20 Sekunden; geht nicht automatisch ausVibration nach 60 Sekunden;
geht nicht automatisch aus
Keine Signale;
Geht nach 60 Sekunden automatisch aus.

Bessere Gesichtsreinigung

Eine tägliche Reinigung der Gesichtshaut ist ein wichtiger Bestandteil der Hautpflegeroutine für eine gesunde und schöne Haut. Arbeitet man mit unpassenden Produkten und der falschen Technik, kann auch die ausgetüftelste Pflegekomposition dem Schaden nicht entgegenwirken.

Es gibt ein sehr großes Missverständnis darüber, was eine »gute« Gesichtsreinigung ausmacht. Insbesondere den Herstellern spielt der Mythos in die Karten, Reinigung müsse »gründlich« sein, porentief und quietschesauber. Je mehr Schmutz weg ist, umso besser sei es. Auch wenn es sich akut nicht so anfühlt, aber diese Annahme ist falsch.

Der Zweck der Gesichtsreinigung ist es überschüssigen Talg, Produktreste, Schmutz, Schweiß und abgestorbene Hautzellen zu entfernen, damit wiederum der stetige Talgfluss nicht behindert wird – die Ursache von Pickeln, Mitessern und groben Poren. Auch können Wirkstoffe ohne diese Barriere besser einziehen. Für eine saubere Haut sind jedoch weder stark schäumende Produkte, noch besonders viel Reibung durch Bürsten oder Tücher notwendig.

Weniger ist bei der Gesichtsreinigung mehr

Gerade bei sehr öliger Haut mag es sich falsch anhören, doch milde Reinigung ist das Fundament einer gesunden Haut mit stabiler Schutzbarriere. Die Priorität sollte es sein möglichst wenig Irritation hervorzurufen – unabhängig vom Hauttyp. Zwar zählen auch Rückstände auf der Haut zu den Irritanzien, eine aggressive Reinigung wie durch Borsten, Tücher oder Tenside sind das schwerwiegendere Problem – insbesondere in Kombination.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Elektrische Gesichtsreinigungsbürste Test
Elektrische Gesichtsreinigungsbürsten in unserem Test 03/2021.

Irritationen äußern sich nicht nur in Rötungen. Die Reizungen können die Ölproduktion anregen, sodass man schnell in einen Teufelskreis aus fettiger Haut und dem Bedarf von Reinigung rutscht. Ölige Haut ist tendenziell robuster gegenüber der Reibung von Reinigungsbürsten. Man sieht und spürt den Stress nicht so schnell wie auf sensibler Haut. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie es ohne Folgen wegsteckt.

Eine hautfreundliche Reinigung basiert vor allem auf Verzicht: Duftstoffe, Alkohol, reizende Tenside (Schaum muss nicht sein), basischen pH-Wert, aber auch überraschenderweise viel Wasser, insbesondere zu heiß, sehr kalt oder hart, eine Vielzahl von Produkten und eben auch mechanische Reize können für die Haut zur Herausforderung werden.

Reibung durch Hände, womöglich Wattepads, Tücher, Handtuch und auch noch ein Elektrogerät, dass pro Sekunde Hunderte von Mikrobewegungen macht – das ist zu viel. Im Rahmen einer Bürstenreinigung empfiehlt es sich auf die anderen Tools zu verzichten. Entsprechend sollte man auch der Versuchung widerstehen zusätzlich mit den Geräten Bürstenbewegungen zu machen. Das ist absolut nicht nötig.

Die richtige Gesichtsreinigungsbürste

Braucht man ein Gesichtsreinigungsgerät? Die Antwort ist ganz klar: nein!

Im Gegenteil. Unterm Strich ist es besser für die Haut darauf zu verzichten. Über den dermatologischen Aspekt hinaus, gibt es jedoch auch den sensorischen. Es kann sich gerade bei öliger Haut einfach gut anfühlen die Haut ordentlich durchzuvibrieren. Das saubere Gefühl direkt nach dem Ritual ist erfrischend.

Damit fällt ein großer Teil des Sinn und Zwecks von Gesichtsreinigungsbürsten in die Sparte »Wellness« und das ist völlig okay. Man macht für die Haut deutlich ungünstigere Dinge aus weniger guten Gründen. Man sollte sich vor Anschaffung bestenfalls darüber klar werden, welche der beiden Motivationen dominiert.

Möchte man primär das Hautbild verbessern, sollte man vor der Anschaffung eines Gerätes erst einmal die tägliche Routine analysieren und optimieren. Wer Abschminktücher und Mizellenwasser verwendet und nicht abwäscht, wird sicherlich eine Verbesserung mit Gerät erfahren, die aber mehr dem Verzicht zu verdanken ist.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Schallbürsten Im Silikonmantel
Vibrierende Schallbürsten in unserem Test 03/2021.

Wir empfehlen für jeden Hauttyp, der es verträgt, ausschließlich Silikonbürsten. Sie bieten keinen Nährboden für Bakterien und sind sanft auf der Haut. Die Noppen sind entweder extrem flexibel oder so abgerundet, dass sie die Haut nicht irritieren.

Die Schallvibration begünstigt das Abfließen des Öls aus den Poren und das Lösen von Produkten auf der Haut. Die Reibung der Noppen und das Abspülen reichen aus.

Vibrierend, oszillierend oder rotierend?

Oszillierende Bürsten vibrieren auch, bewegen sich jedoch in einem winzigen Radius hin und her. Die Reinigungsintensität ist höher und somit auch die Beanspruchung der Haut.

Es empfiehlt sich Geräte mit großen, flexiblen, am besten fein zulaufenden Borsten zu wählen, wie beispielsweise von Landwind, und die Häufigkeit der Anwendung zu erproben. Auch das Gerät von Nivea oszilliert, hat dabei so hohe Intensität, dass wir es nur für robuste Haut empfehlen können. Bei Beurer ist die Oszillation eine andere, im großen Radius langsam hin und her. Wir sehen keinen Nutzen in dieser Variante.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsbürsten Oszilierend
Oszillierende Gesichtsreinigungsbürsten in unserem Test 03/2021.

Rotierende Bürsten drehen sich je nach Hersteller und ausgewähltem Modus schnell in eine Richtung. Sie »kratzen« Verunreinigung im Prinzip ab, was nur selten notwendig ist. Die Reibung auf der Haut ist intensiv und kontraproduktiv.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsbürsten Rotierend
Rotierende Gesichtsreinigungsbürsten in unserem Test 03/2021.

Ein praktischer Nachteil rotierender Bürsten ist, dass sie auf der Haut »hüpfen« und durch die Rotation ausschlagen wie schlecht angesetzte Poliergeräte oder Exzenterschleifer. Bei starren, stumpfen Borsten kann das sogar schmerhaft werden. Man muss sich bei der Anwendung bewusst auf eine gute Position fokussieren.

Das Problem ist umso geringer, je größer die Bürstenfläche ist. Umso erstaunlicher ist es, dass namhafte Hersteller wie Braun oder Beurer auf kleine Bürstenköpfe setzen. Sie sind unpraktisch und grob, weswegen wir von ihnen abraten. Eleganter wäre es gewesen wie beim Gerät von Etereauty große, sanfte Borsten, die in zwei Reihen in entgegensetzte Richtungen rotieren, zu wählen.

Die wichtigsten Fragen

Welche Bürste für welchen Hauttyp?

Vibrierende Silikonbürsten eigenen sich für fast alle Hauttypen. Ist die Haut robust genug, kann man oszillierende Geräte mit großen Bürsten und weichen Borsten wählen. Rotierende Bürsten, insbesondere wenn sie klein sind und starre Borsten haben, sind für alle Hauttypen zu aggressiv.

Wie häufig sollte man Gesichtsreinigungsbürsten verwenden?

Das ist abhängig vom Modell, der Bürste und Hautbeschaffenheit. Eine tägliche Anwendung ist für eine gesunde Haut weder notwendig, noch empfehlenswert. Überwiegt jedoch der Wunsch nach einem sauberen Gefühl, kann mit sanften Geräten auch täglich gereinigt werden.

Wie oft müssen Bürstenköpfe ersetzt werden?

Die Hersteller empfehlen in der Regel einen Aufsatz alle drei Monate zu wechseln. Reinigt man sie jedoch regelmäßig gründlich und achtet darauf, dass sie stets schnell trocknen, kann man die Anwendungsdauer ausdehnen. Wichtig ist, dass kein Wasser zwischen den Borsten verbleibt.

Gute Borsten – schlechte Borsten

Zu den Spitzen hin fein zulaufende Borsten sind deutlich sanfter zur Haut als gerade abgeschnittene. Sie fühlen sich angenehm weich an und bieten eine andere Flexibilität als starre Borsten. Sie »streicheln« eher mit den Seiten als mit den Spitzen zu »kratzen«. Kombiniert mit einem großen Bürstendurchmesser, der Druck flächiger verteilt, sind sie die angenehmste Option. Etwas mehr Schaum kann sich damit auch ausbilden.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Landwind Gesichtsreinigungsbürste Aufsätze
Anhand der beiden LANDWIND Aufsteckbürsten wird der Unterschied der Spitzen deutlich.

Besonders grob sind entsprechend Bürsten mit kleinem Durchmesser, kurzen, wenig flexiblen Borsten und gerade abgeschnittener Spitze. In Kombination mit Rotation kann sogar die Kante schmerzhaft sein, wenn man einen ungünstigen Winkel erwischt.

Peeling mit Reinigungsbürste

Insbesondere bei rotierenden Bürsten ergibt sich unweigerlich ein Peeling-Effekt, der abgestorbene Hautzellen löst und abträgt. Auch bieten einige Hersteller explizit exfolierende Aufsätze an. Das Resultat ist in der Regel überraschend wenig überzeugend. Mit dem glatten Gefühl eines Peeling-Produktes mit Partikeln ist es nicht annährend vergleichbar. Die Beanspruchung der Haut ist wiederum ähnlich aggressiv. Der »Kosten-Nutzen«-Faktor bei Reinigungsbürsten ist daher definitiv ungenügend.

Bürsten-Peeling? Eher nicht.

Viel sinnvoller ist es auf sanfte chemische Peelings zu setzen, die je nach gewählter Säure kurz- oder mittelfristig wirken und weitere Vorzüge für die Haut mitbringen. Besonders effektiv ist Glycolsäure, ist sie zugleich aber auch irritierend und wird nicht von jedem Vertragen. Milder, aber nicht sofort effektiv, sind beispielsweise Milchsäure, Mandelsäure (alle AHAs) oder Gluconolactone (eine PHA).

Reinigungsgerät bei Akne

Akne wird durch Bakterien verursacht, darum ist zunächst einmal eine gründliche Pflege der Geräte vorausgesetzt. Eine ölige Haut kann Pickel, Mitesser und grobe Poren begünstigen, ist per se aber ausschließlich hormonell bedingt – primär genetisch. Daran ändert auch intensive Reinigung nichts. Vielmehr stimulieren Irritationen und eine geschwächte Hautbarriere langfristig die Ölproduktion. Insbesondere bereits entzündete Bereiche sollten nicht zusätzlich gereizt werden.

Mechanische Irritation stimuliert Ölproduktion

Bei sehr öliger Haut kann auch für das Wohlbefinden eine Reinigung mit Gerät eine Bereicherung sein, jedoch stets in Maßen. Wöchentlich anfangen, wenig Druck einsetzen und sorgsam milde Produkte auswählen. Sollte es dann noch immer in den Fingern jucken, kann man die Frequenz erhöhen und beobachten, wie die Haut es annimmt. Eine Umstellung wird für viele sicherlich eine Herausforderung sein, das Ergebnis entlohnt hoffentlich.

Aknepatienten besprechen es am bestem mit dem Dermatologen und informieren sich über Wirkstoffe. Gegen Pickel, Mitesser und grobe Poren hilft die richtige Pflege langfristig mehr, beispielsweise Salicylsäure und Retinol. Auch hier sollte man sich sorgfältig über Nebenwirkungen informieren und berücksichtigen, dass es viele nahezu wirkungslos formulierte Produkte gibt. Insbesondere bei Einsatz solcher Wirkstoffe oder Gesichtsreinigungsbürsten ist gewissenhafter Sonnenschutz wichtig.

Elektrische Bürste zum Abschminken

Mit mit Silikon beschichteten Geräte, wie die Bürste von Sunmay oder PMD, funktioniert das Lösen von Make-up durchaus, ob es tatsächlich eine Verbesserung gegenüber der manuellen Reinigung darstellt, ist Geschmackssache. Die Wahl eines effizienten Reinigers, beispielsweise emulgierende Abschminköle (vorher nicht befeuchten!), erscheint erfolgsbringender und ist sanfter.

Reinigungsbürsten mit Nylon-Borsten umspielen die Konturen des Gesichts besser, sind für sensible Partien zu aggressiv. Vor allem ist aber eine gründliche Reinigung der Borsten fast unmöglich. Der Aufwand übersteigt den Nutzen.

Anwendung

Die Anwendung einer Gesichtsreinigungsbürste ist intuitiv und selbsterklärend. Die Eigenheiten einzelner Geräte sind in wenigen Augenblicken ertastet oder in den Gebrauchsanweisungen zu finden.

Einheitlich wird eine Reinigungsdauer von einer Minute empfohlen und von den meisten Herstellern in 20-Sekunden-Abschnitte unterteilt, auf die mit einem Vibrationssignal hingewiesen wird. In der Regel werden beide Wangen und die T-Zone unterteilt, man sollte dies jedoch an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Die meisten werden ihr Reinigungsprodukt direkt auf das Gerät dosieren, um es dann auf angefeuchteter Haut zu verteilen. Wir empfehlen es mal andersherum zu probieren: Cleanser in der Hand mit reichlich Wasser aufschäumen und dann selbst im Gesicht verteilen. Das hat den Vorteil, dass man durch das Strecken eine ausreichende Menge für das gesamte Gesicht zur Verfügung hat und so nicht unnötig überdosiert.

Wer das Gerät mit Ölreinigung kombinieren möchte, dem sei das vorherige Einmassieren definitiv ans Herz gelegt, um das volle Potenzial auszuschöpfen.

Kein Rubbeln nötig – die Bürste kann das allein

Die elektrischen Bürsten sind dafür da, uns das manuelle Schrubben zu ersparen. Es ist daher nicht nötig mit dem Gerät zusätzlich zu rubbeln, als sei es eine manuelle Bürste. Einfach langsam und sanft über die Haut gleiten und jede Fläche möglichst nur einmal bearbeiten.

Anschließend wird das Gesicht abgespült und natürlich auch die Bürste. Handelt es sich um ein Gerät mit Nylon-Borsten, empfehlen wir es so zu positionieren, dass das Wasser ablaufen und gut verdunsten kann, sodass kein Bakterienherd entstehen kann. Abtrocknen mit einem Mikrofasertuch könnte auch sinnvoll sein. Gelegentlich kann eine gründliche Reinigung von Nutzen sein, damit man die Aufsätze nicht so häufig wechseln muss.

Alle in unserem Test berücksichtigten elektrischen Bürsten sind laut Herstellerangabe wasserfest und können beispielsweise unter der Dusche verwendet werden.

Verfügbarkeit von Ersatzbürsten

Bei Gesichtsreinigungsgeräten, die mit austauschbaren Bürstenaufsätzen funktionieren, ist man auf die Verfügbarkeit von Ersatz angewiesen. Man kann den Bedarf durch gründliche Reinigung und vor allem sorgfältiges, schnelles Trocknen sicherlich ausdehnen.

Namhafte Marken bieten Ersatzbürsten in der Regel flächendeckend an. Schließlich bieten sie eine zusätzliche Umsatzmöglichkeit. Bei »austauschbaren« Marken, vor allem von chinesischen Geräten, die beispielsweise über Amazon und eBay vertrieben werden, wird es schon schwieriger. Nicht für alle Geräte sind Ersatzköpfe im Angebot – und wenn doch, wer weiß, für wie lange.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsreinigungsbürsten Clarisonic Plus Philips Visacare Olay Regenerist Nicht Mehr Erhältlich
Bekannte Gesichtsreinigungsbürsten: Clarisonic – Philips VisaPure – Olay Regenerist

Selbst bei renommierten Marken besteht das Risiko dennoch. Clarisonic, das Original in dieser Produktsparte, wurde eingestellt und Ersatzbürsten werden langsam Mangelware. Auch Philips wird in Zukunft den VisaPure nicht länger anbieten und vielleicht nicht die letzte Marke sein.

Das Problem bietet sich auch bei den von uns empfohlenen Alternativen zum Testsieger von Landwind und Etereauty und es stellt sich schwierig dar, das Ersatzbürstenproblem sinnvoll in die Wertung einzubeziehen. Ein Gerät nur deswegen als unbrauchbar einzustufen, wäre unverhältnismäßig. Wiederum sind die Geräte alteingesessener Marken unserer Einschätzung nach nicht gut genug, um empfohlen zu werden. Alleine die Verfügbarkeit von Ersatz sollte nicht für eine aufrichtige Empfehlung ausreichen.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsreinigungsbürsten Clarisonic Plus Philips Visacare Olay Regenerist
In Zukunft nicht mehr erhältlich: Clarisonic, und Philips Visa Pure – außerdem die günstige Olay Regenerist Bürste

Immerhin ist einer der Aufsätze von Etereauty aus Silikon und dürfte sehr lange vorhalten. Für die Bürsten mit Nylonborsten empfehlen wir eine gründliche Reinigung, sorgfältiges Trocknen und auch der Haut zuliebe selteneren Einsatz.

Ein Grund mehr sich für ein Silikon-Gerät zu entscheiden. Ersatzbürsten sind schließlich auch wegen des Mülls ein Kontra. Darüber hinaus sind Stecksysteme immer eine Problemquelle. Hinter den Steckplätzen verbergen sich auch bei den meisten Testgeräten Löcher, Kanten, Nute, die man sauber halten sollte.

So haben wir getestet

Die 12 Gesichtsreinigungsbürsten im Test wurden aus Best Sellern und Angeboten bekannter Marken ausgewählt. Es sollten Geräte aller Konzepte aus unterschiedlichen Preisklassen dabei sein: vibrierend, oszillierend und rotierend.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Die Beste Gesichtsreinigungsbürste
Elektrische Gesichtsreinigungsbürsten in unserem Test 03/2021.

Unsere Testerin hat leichte Mischhaut mit leicht öliger T-Zone, zu Trockenheit neigenden Wangen und Unreinheiten vor allem im Kinnbereich. Sie nutzte die Bürsten abends mit einem milden Reinigungsgel ohne Makeup mit dem jeweils sanftesten Aufsatz sowie, wenn vorhanden, dem Silikonaufsatz. Dabei wurde das Produkt in der Hand mit Wasser aufgeschäumt, im Gesicht verteilt und erst dann eine angefeuchtete Bürsten angesetzt.

Nachdem die Haut bei täglicher Anwendung gereizt war und mit Pickeln reagierte, wurde der Test mit Pausen fortgesetzt. Sie selbst nutzt eher unregelmäßig den Foreo LUNA mini 2 (im Winter maximal wöchentlich, im Sommer mehrmals pro Woche).

Der Fokus bei der Bewertung liegt auf der Sanftheit zu Haut und einer angenehmen, praktischen Anwendung.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Sunmay Gesichtsreinigungsbürste

Unser Favorit: Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste

Die Elektrische Gesichtsreinigungsbürste von Sunmay ist eine günstige Silikonbürste in besonderer Form: eine spitze Zunge oben am Gerät ermöglicht es besonders gut in Winkeln wie um die Nase oder die Augen zu arbeiten. Das hat sie dem etablierten Foreo voraus und überzeugt uns sie zu empfehlen.

Unser Favorit

Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungsbürste: Sunmay Elektrische Gesichtsreinigungsbürste
Aus hygenischem Silikon in durchdachter Form zum kleinen Preis.

Der Silikonmantel ist etwas dünner als beim Markengerät, das sollte aber kein Problem in der Praxis darstellen. Die Noppen sind dadurch noch flexibler, man spürt dennoch auf beiden Seiten eine angenehme Reinigung. Die dickeren Noppen könnten für einen intensiveren Massage-Effekt fester sein, die erzielt man aber letztendlich durch die Vibration. Hierfür kann man zwischen 14 Stufen links und rechts vom Power-Knopf schalten und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Alle 20 Sekunden wird man an den Wechsel der Partie erinnert – nach 60 Sekunden mit »Nachdruck«, das Gerät läuft dann dennoch weiter.

Das Gerät ist sehr leicht und hat die Größe einer kleineren Handfläche. Die Vorderseite, an den sich auch die Steuerungs-Buttons unter dem Silikonmantel befinden, ist flacher geformt. Die Rückseite mit den dickeren Noppen ist gewölbter, sodass sie nur partiell die Haut berührt. Man hat so unterschiedliche Bereiche inklusive der Kanten, um ein individuelles Ritual binnen der Einsatzminute zu schaffen.

 

Durch die Silikonoberfläche ohne Einschlüsse, Nute oder Borsten kann man sie auch optimal zur Unterstützung der Hautpflege nutzen. Dafür verteilt man auf die gereinigte Haut ein Serum oder ein Öl und massiert anschließend mit der Bürste drüber. Die Vibration begünstigt das Einziehen in die Haut und bietet ein zusätzliches Spa-Feeling.

Der Standfuß ist aus transparentem Acryl und wird durch die LED-Beleuchtung bei der Anwendung untermalt. Das Gerät steht darauf fest und kippelt nicht. Die Borsten können aufgrund ausreichenden Abstands zu einander schnell und hygienisch trocknen, ohne dass man bei der Aufbewahrung auf etwas besonders achten müsste. An der Unterseite befindet sich die Buchse für das USB-Ladekabel. Es ist die einzige Bürste in unserem Test, die auf einuniverselles Mikro-USB zurückgreift, was sich als sehr praktisch erweisen kann. Die Vibration ist eine sehr sparsame Funktion, sodass ein Nachladen nur sehr selten nötig ist.

Das Gerät gibt es in unterschiedlichen Farben zur Auswahl.

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Sunmay Gesichtsbürste im Testspiegel

Bislang gibt es zu unserem Favoriten keine weiteren, seriösen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Auch gut: Foreo Luna Mini 2

Der Foreo LUNA mini 2 ist eine runde, handflächengroße Reinigungsbürste ohne Griff, die komplett mit dickem Silikon überzogen ist. Sie vibriert in acht Intensitätsstufen, die über zwei Tasten eingestellt werden. Eine weitere schaltet das Gerät ein und aus. Im Betrieb wird alle 20 Sekunden auf einen Wechsel der Areale hingewiesen – nach einer Minute wird das Ende hervorgehoben, das Gerät geht jedoch nicht von alleine aus.

Auch gut

Foreo LUNA mini 2

Test Gesichtsreinigungsbürste: Foreo LUNA mini 2
Vorreiter elektrischer Silikonbürsten

Der Hersteller hat sich auf diese Art von Geräten spezialisiert, entwickelt die Produkte stets weiter, sodass es neben vielen Modellen in unterschiedlichen Größen und Farben auch immer wieder neue Features gibt. Der Mini 2 ist ein älteres Gerät, das sowohl von der Größe als auch vom Preis im mittleren Bereich des Sortiments liegt. Der Nachfolger bietet zwar eine App-Steuerung, ist aber um ein Mehrfaches teuerer. Die zusätzlichen Vibrationsstufen sind nicht wirklich nötig. Auch die acht vorhanden sind völig ausreichend und sorgen für eine Intensität für jeden Geschmack.

Die sanften Noppen sind auf der Vorderseite sehr nachgiebig, auf der Rückseite und an der Spitze dicker und fester. Im Gegensatz zum Sunmay weisen sie einen spürbaren Unterschied zwischen den Stärken auf. Auch ist der Silikonmantel insgesamt dicker, sodass man nicht »reinkneifen« und ihn abheben kann. Das ist durchaus zu spüren und könnte bei robuster Haut die willkommenere Variante sein, sodass man vor allem bei der Anwendung mit beispielsweise einem Serum nach der Reinigung eine intensivere Massage verspürt.

Mangels einer Spitze, wie sie der Testsieger bietet, arbeitet man um die Nase und Augen mit der Kante. Leider fehlt es genau hier etwas an Noppen. Immerhin hat man dem Gerät von Panasonic sogar explizit dafür eine Minibürste verpasst. Da keine der Bürsten aber tatsächlich physisch in die Poren eindringen kann, ist es vor allem ein sensorischer Nachteil.

Der Aufbau des Gerätes ist dem von Sunmay sehr ähnlich. Auch hier sieht man die LED-Beleuchtung über den durchsichtigen Standfuß. Die Bedienknöpfe befinden sich ebenfalls vorn unter dem Silikonmantel, nur die Position der Ladebuchse befindet sich anderswo: auf der Rückseite. Trotz kompakterer Größe ist das Gerät etwas schwer, was sicherlich mit einem zuverlässigem Akku zusammenhängt. Eine Ladung per USB-Kabel mit individuellem Stecker hält über Monate. Unsere Autorin nutzt ihr Gerät seit vielen Jahren durchschnittlich alle zwei Wochen und und musste es erst einmal laden.

Das Gerät wird in einer stabilen Plastikverpackung geliefert. Als Reiseetui ist sie zu groß, untermauert aber den hochwertigen Gesamteindruck. Die Geräte von Foreo können registriert werden, was angesichts der sowieso geltenden Gewährleistung für deutsche Anwender keinen Vorteil mit sich bringt.

Der Mini 2 ist in sechs Farben erhältlich, die keine unterschiedlichen Flächen aufweisen. Anders bei größeren Modellen der Marke: diese haben eine unterschiedlich genoppte Rückseite für verschiedene Hautbeschaffenheiten.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Gesichtsreinigungsbürsten Aus Silikon Noppen Im Vergleich
Silikonnoppen im Vergleich: pmd, Foreo, Sunmay & Naturalife.

Wenn der Preis egal ist: PMD Beauty Clean Pro

Der PMD Beauty Clean Pro wird in einem Plastik-Case geliefert und ist das teuerste Gerät in unserem Test. Ein Luxus-Tool, das neben der Reinigung auch einen wesentlichen Wellness-Faktor aufweist. Das vibrierende Gerät ist komplett, inklusive dem Stiel, mit dickem Silikon bezogen und damit hygienisch und hautfreundlich. Die ungewöhnliche Form liegt sehr gut in der Hand. Der Hals ist dabei leicht nachgiebig und federt Druck angenehm ab. Die Gewichtsverteilung zwischen Kopf und Standfuß ist optimal und das Gewicht insgesamt stimmig.

Wenn Geld egal ist

PMD Beauty Clean Pro

Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Clean Pro Rq
Wellness-Bürste aus Silikon mit Vibration, Wärmefunktion und einen Quarzstein.

Die Reinigungsseite des Kopfes hat im Vergleich zu Sunmay und Foreo eher feste, kurze und dickere Noppen. Einen schmalen Bereich für um die Nase gibt es leider nicht. Der Schwerpunkt liegt hier deutlich in einem der vier Vibrationsmodi und weniger in mechanischer Reibung. Zwei der Stufen schwingen kontinuierlich in zwei Intensitäten, zwei weitere wiederum rhythmisch und sollen die Spa-Anwendung unterstützen. Sie werden nacheinander über den Hauptknopf ausgewählt.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Pmd Gesichtsreinigungsbürste
PMD Gesichtsreinigungsbürste.

Der andere Knopf auf der Rückseite des Griffs schaltet die Wärmefunktion an und aus. Sie beheizt den großen, runden Quarz-Stein und unterstützt das Einziehen von Wirkstoffen in die Haut. Ohne die Wärme ist der Stein sehr kalt, was beispielsweise bei Schwellungen helfen kann. Die erwärmte Fläche ist größer als die vom Panasonic mit ähnlicher Funktion und wird deutlich wärmer – ohne Produkt vielleicht sogar zu warm. Der Stein wirkt luxuriöser, da er aber eingebettet ist, kommt man nicht überall heran. Auch kann er nicht herausgenommen werden. Zwischen ihm und dem Silikon besteht eine feine Nut, die im Kombination mit Produkten stets gründlich gereinigt werden sollte.

Die Kombination aus Vibration, Wärme, dem Quarz und ansonsten einer hochwertigen Verarbeitung hat seinen Preis, bietet aber auch ein luxuriöses Anwendungserlebnis. Allerdings macht die Skincare-Seite nicht mit allen Produkten einen Sinn. Man sollte prüfen, ob die liebsten Seren ein Gleiten ermöglichen. Das Heizen hört nach fünf Minuten von selbst auf.

Das Gerät wird mit einem USB-Kabel mit individuellem, langen und schmalen Stecker an der Unterseite des Standfußes geladen. Beim Einstecken spürt man den Widerstand durch den Silikonmantel, was einen  mit futuristischem Matrix-Gefühl amüsiert. Der Standfuß selbst ist kupferfarben abgesetzt und steht überraschend stabil. Durch die kleine Abstellfläche sollte man das Gerät aber sicher vor Stößen aufbewahren, denn der Stein ist empfindlich und sein Gewicht es durchaus schnell aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Dieses Modell ist auch noch in Schwarz erhältlich. Geräte ohne Quartz und Wärmefunktion sind ebenfalls erhältlich.

Oszillierende Empfehlung: Landwind Bürste

Die Landwind Gesichtsreinigungsbürste oszilliert intensiv in zwei Stufen und wird mit nur einem Knopf bedient. Die aktuelle Intensität wird per LED angezeigt ebenso, wenn nachgeladen werden muss. Dies erfolgt praktisch per Induktion an einem USB-Kabel mit Magnet. So ist das Handstück fast wie aus einem Guss. Es wirkt hochwertig und liegt aufgrund des höheren Gewichtes stabil in der Hand. Der Motor ist stark und schnurrt leiste im Betrieb.

Beste Oszilierende

Landwind Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungsbürste: Landwind Gesichtsreinigungsbürste
Den kleinen Preis sieht man ihm nicht an: kräftige Oszillation und induktive Ladefunktion

Die großen Bürsten werden auf den Vibrationskopf gesteckt und mit kleiner Drehung fest in drei Plastikstifte eingerastet. Ein schmaler äußerer Ring aus Borsten steht bei Benutzung still, während der Kern intensiv vibriert, ohne dass man die Hin- und Herbewegung sehen kann. Ein LED-Licht über dem Knopf zeigt, welche der beiden Intensitätsstufen gerade in Betrieb sind: »regular« oder »deep cleaning«.  Beide Stufen stark und verlangsamen sich nicht bei Druck.

Es ist ein Aufsatz mit festeren, dichteren Borsten für eine Tiefenreinigung dabei, sowie eine Soft Care Bürste mit viel feineren Borsten. Diese werden zu den Spitzen hin ganz fein und nachgiebig und sorgen so für eine ganz sanfte, angenehme Reinigung. Das Gesicht fühlt sich nach der Reinigung deutlich erfrischt und durchblutet an. Durch die vorteilhafte Größe der Borsten hat man schnell das gesamte Gesicht gereinigt; die komplette Minute auszuschöpfen dürfte nicht immer notwendig sein. Die Oszillation ist so intensiv, dass man sich durchaus zunächst herantasten sollte oder zumindest die sensibleren Partien nur kurz damit bearbeitet. Der Durchmesser und die stabile Haptik schützen davor zu fest aufzudrücken. Man hat eine gute Kontrolle darüber nur die Spitzen arbeiten zu lassen, sodass trotz der Intensität die Reinigung auch hautschonend ist.

Leider konnten wir keine Ersatzbürsten für dieses Gerät finden. Bis diese verfügbar sind, sollte man daher die Bürste stets sorgfältig mit Seife auswaschen, abtrocknen und gegebenenfalls auf einer Heizung oder in der Sonne trocknen lassen, damit zwischen den Borsten kein bakterienfreundliches Klima entsteht. Leider ist kein Ständer dabei, sodass man dafür am besten die Bürste abnimmt.

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Rotierende Empfehlung: Etereaty Bürste

Die Etereauty Gesichtsreinigungsbürste ist eine günstige Option für jene, die nicht die Finger von rotierenden Borsten lassen können. Die Bürste ist nicht per se sanft, durch die große Fläche und fein zulaufenden Borsten des weicheren Aufsatzes aber definitiv deutlich sanfter als andere Gesichtsreinigungsbürsten mit rotierendem Aufsatz. Der Body ist aus dickem, matten Plastik und liegt sehr gut in der Hand. Das Basisgerät ist etwas kleiner als das von Landwind und der Motor zwar stabil, aber nicht ganz so kräftig. So ist die Bürste auch minimal leichter.

Beste Rotierende

Etereauty Gesichtsreinigungsbürste

Test Gesichtsreinigungsbürste: Etereauty Gesichtsreinigungsbürste
Gelungenes Gesamtpaket zum fairen Preis für robuste Haut.

Bei diesem Gerät dreht sich ein äußerer Ring in die entgegengesetzte Richtung der inneren Fläche. Dadurch schlägt das Gerät nicht aus und lässt sich problemlos kontrollieren. Die große Fläche verhindert, dass man punktuell zu viel Druck ausübt, auch wenn man stets bewusst darauf achten sollte, nur mit den Spitzen zu arbeiten. Es kann zwischen zwei Geschwindigkeitsstufen gewählt werden, die beide sinnvoll erscheinen. Die langsamere kann sich bei Druck etwas verlangsamen, jedoch nicht auf eine Weise wie beim Gerät von Misiki, bei der der Betrieb komplett zum Erliegen kommt.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Etereauty Gesichtsreinigungsbürste Doppelt
ETEREAUTY Gesichtsreinigungsbürste.

Das Set umfasst drei Bürstenaufsätze, zwei mit Nylon-Borsten und einen aus Silikon. Die festere Bürste hat zwar dichte, gerade abgeschnittene Borsten, ist wegen der Länge und Gesamtgröße aber nicht zu aggressiv. Dennoch ist die weichere Bürste vorzuziehen, weil sie fein zulaufende Spitzen hat und so das Gesicht sanft umspielt. Die Silikonnoppen sind länger und damit ebenfalls flexibel. Da wir auch für dieses Gerät keine Ersatzbürsten finden konnten, macht diese robuste Bürste das Gerät dennoch langlebig. Ein Ständer ist leider nicht dabei, sodass es sich empfiehlt die Aufsteckbürsten zum sorgfältigen Trocknen abzunehmen.

Das schlanke Gerät wird mit einem Netzteil geladen, für das sich unten am Griff eine abgedeckte Buchse befindet. Ansonsten gibt es nur einen mit Silikon bedeckten Knopf, der das Gerät an- und ausschaltet, sowie zwischen den zwei Geschwindigkeiten wechselt. Mehr braucht es nicht. Ein schlichtes Gerät, das jedoch alles mitbringt (außer Ersatzbürsten) und Markenhersteller von Rotationsbürsten etwas blass aussehen lässt.

Außerdem getestet

Panasonic The Cleansing Brush Micro-foam 3-in-1

Die Panasonic The Cleansing Brush Micro-foam 3-in-1 arbeitet rotierend in zwei Geschwindigkeitsstufen, die über den Power-Knopf ausgewählt werden. Zum Abstellen muss man folglich dreimal drücken und nicht wie bei beispielsweise Beurer lange halten. Das empfinden wir als intuitiver. Ein zweiter Knopf startet die Wärmefunktion ebenfalls in zwei Stufen am anderen Ende des Handstücks. Alle Modi werden mit kleinem Licht angezeigt inklusive Ladeanzeige.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic Gesichtsreinigungsbürste
PANASONIC Gesichtsreinigungsbürste.

Ein Timer weist alle 20 Sekunden auf den Wechsel der Partie hin und nach drei Durchgängen, also einer Minute, geht es automatisch aus.

Die erwärmte Fläche hat eine gute Form, die auch in Winkel vordringen kann. Es dient laut Hersteller der Vorbehandlung eines Abschminkprozesses und soll laut hauseigenen Tests Make-up bei selbem Reiniger 18-mal besser entfernen. Wir schätzen das als praxisfern ein und empfehlen dem nicht zu viel Beachtung zu schenken. Als Teil der Hautpflege jedoch kann es einen Nutzen haben, doch gleitet auch dieses Gerät wie auch PMD nicht mit jedem Produkt mühelos über die Haut.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic The Cleansing Brush Soft Brush
PANASONIC The Cleansing Brush Soft Brush.

Darüber hinaus macht Panasonic vieles sehr gut. Angefangen mit dem Ständer, der die Borsten nach unten ausrichtet und so das Trocknen begünstigt. Auch sind die Borsten des mitgeliferten Soft-Aufsatzes tatsächlich sanft im Gegensatz zum Großteil der anderen im Test. Die Borsten sind lang, sehr fein und zu den Spitzen hin ganz fedrig, sodass sie selbst auf hoher Stufe nicht zu stark reiben.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Panasonic The Cleansing Brush Micro Foam 3 In 1 Mit Zubehör
PANASONIC The Cleansing Brush Micro-foam 3-in-1 mit Zubehör.

Auch ein Porenaufsatz mit Silikonnoppen ist dabei, der nur einen ganz kleinen Kopf hat. Hier hat man sich Gedanken über den Sinn einer Tiefenreinigung gemacht und dass sie vermutlich nur um die Nase Sinn macht. Zwei weitere Aufsätze sind zudem separat erhältlich.

Das Gerät ist hochwertig verarbeitet, das schwere Kopfteil gleitet angenehm in die Hand und erlaubt Kontrolle über die Führung. Die Größe ist deswegen nötig, weil eine Kammer zum Einfüllen des Reinigungsproduktes verbaut ist. Es soll direkt beim Bürsten aufschäumen, nicht etwa dosieren. Gut gemeint, aber praxisfern und verschwenderisch. Die Menge, die für ein sauberes Gesicht nötig ist, würde vermutlich nicht einmal zur Dosieröffnung vordringen.

Aktuell handelt es sich bei der Serie um eine Kollaboration, sodass das Gerät nur bei Otto erhältlich ist und sich keine Preisdynamik ergibt.

Nivea Pure Skin

Der Nivea Pure Skin ist eine recht kompakte, oszillierende Gesichtsreinigungsbürste mit einer mittelgroßen Bürste. Ein Sensitive-Aufsatz ist dabei, kann im Doppelpack nachgekauft werden oder alternativ in »normal« oder »deep cleansing« Varianten. Darüber hinaus enthält das Set eine Reisetube Reinigungsgel.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Nivea Gesichtsreinigungsbürste
NIVEA Gesichtsreinigungsbürste.

Ein Knopf schaltet das Gerät an und aus. Es gibt nur eine Stufe und die ist sehr intensiv. Selbst mit dem Sensitiv-Aufsatz ist die Haut nach der Reinigung beansprucht. Der weichste Aufsatz hat zwar nachgiebige Borsten, die in Kombination mit der größeren Fläche zwar nicht zu aggressiv sind, aber auch flach gekappt sind. Unsere Testerin empfand es selbst bei ihrer robusteren Haut als zu intensiv. Gegebenenfalls sollte man die drei Zyklen à 20 Sekunden verkürzen und unbedingt vermeiden vermeiden viel Druck auszuüben. Erfreulich ist, dass die Bürste sich danach selbst ausschaltet.

Das Gerät ist nicht günstig, dafür ist vorerst Nachschub an Ersatzbürsten gewährleistet. Die Reisekappe ist leider eine Fehlkonstruktion, die Geduld für das korrekte Aufsetzen bedarf, um dann bei der kleinsten Berührung wieder abzufallen. Da die Borsten sehr knickanfällig sind, ist das recht ärgerlich.

1 By One Naturalife Gesichtsbürsten-Set

Das 1 By One Naturalife Gesichtsbürsten-Set beinhaltet zwei identische, kleine Bürsten in unterschiedlichen Farben, die mit einer fest verbauten Silikonfläche mit feinsten Noppen ausgestattet ist. Der Korpus selbst ist aus hartem, mattem Plastik inklusive Aufhängeöse.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Naturalife Gesichtsreinigungsbürste
NATURALIFE Gesichtsreinigungsbürste.

Per Knopfdruck auf der Rückseite werden die kleinen Vibratoren ein- und ausgeschaltet. Unterschiedliche Modi oder eine Timer-Funktion gibt es nicht.

Die Vibration ist intensiv und äußert sich vor allem am Gehäuse. Vermutlich sind die Silikonhärchen eine Prise zu nachgiebig und schwingen dadurch nur ganz leicht. Sie sind feiner als die an der Sunmay Bürste. Das hinterlässt einen ineffizienten Eindruck.

Ein wenig Sorge bereitet die Nut zwischen Silikonfläche und Korpus auf der Arbeitsfläche. Hier könnte sich langfristig Schmutz sammeln.

Gesichtsreinigungsbürste Test: 1 By One Naturalife Gesichtsbürsten Set
1 BY ONE Naturalife Gesichtsbürsten-Set.

Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing

Die Beurer FC 95 Pureo Deep Cleansing Reinigungsbürste ist das einzige Gerät im Test mit einer echten Ladestation, an die das Netzteil angeschlossen wird und nicht an das Handstück. Dieses wiederum ist hochwertig verarbeitet und liegt angenehm in der Hand. Das Betriebsgeräusch ist zurückhaltend.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Beurer Gesichtsreinigungsbürste
BEURER Gesichtsreinigungsbürste.

Das Gerät wird über zwei Knöpfe mit LED-Beleuchtung gesteuert. Ein Push startet das Gerät und jeder weitere erhöht die Geschwindigkeit in insgesamt drei Stufen. Um es auszuschalten, muss man ihn lange halten. Das erweist sich leider als recht unbequem und wenig intuitiv.

Der zweite Knopf wechselt zwischen den beiden Modi: rotierend und oszillierend. Wobei letzteres nur wenig mit den anderen Geräten zu tun hat. Es schwingt von rechts nach links im Sekundentakt (statt beispielsweise 300mal pro Sekunde bei Landwind). Statt unscheinbarer Mikroschwinkungen werden hier mindestens 360° mitgenommen.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Beurer Fc 95 Pureo Deep Cleansing Reinigungsbürste Mit Zubehör
BEURER FC 95 Pureo Deep Cleansing Reinigungsbürste mit Zubehör.

In Kombination mit den eher kleinen Aufsteckbürsten ergibt das leider auch eine eher aggressive Reinigung. Alle drei Nylon-Borsten sowie der Silikonnoppen-Aufsatz sind relativ starr und dicht. Die Reibung ist sehr intensiv und wirkt durch die Rotation einfach nicht modern. Anders als Braun hat man sich immerhin Mühe gegeben, eine so simple Technik wertig zu verpacken und bietet eigentlich durchgehend einen gegenüber der UVP hinnehmbaren reduzierten Preis auf.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Beurer Fc 95 Pureo Deep Cleansing Ersatzbürsten
BEURER FC 95 Pureo Deep Cleansing Ersatzbürsten.

Am Rande sei erwähnt, dass die Schutzkappen an den Bürsten nicht halten und dass das Gerät aufrecht trocknen muss. Das macht Panasonic besser.

Braun FaceSpa Pro 911

Der Braun FaceSpa Pro 911 ist ein Multi-Gerät mit drei  Aufsätzen für unterschiedliche Einsatzgebiete, davon eine Standardbürste, die wir in diesem Test berücksichtigt haben. Das Gerät arbeitet oszillierend in etwas größerem und langsamerem Schwung als die Bürste von Landwind, aber deutlich schneller und feiner als Beurer.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Braun Gesichtsreinigungsbürste
BRAUN Gesichtsreinigungsbürste.

Es gibt zwei Geschwindigkeitsstufen, die links und rechts vom Power-Knopf ausgewählt werden und einen Timer, der die Bewegung alle 20 Sekunden für einen Moment aussetzt. Das Gerät schaltet sich nicht automatisch aus. Eine kleine LED über dem Button signalisiert, wenn das Gerät geladen werden muss und leuchtet während des Ladevorgangs und wechselt die Farbe, wenn es fertig ist.

Das Grundgerät ist ein kompakter Stab, der in Form, Gewicht und Bedienung an eine elektrische Zahnbürste erinnert, sogar etwas kürzer ist. Oben werden die unterschiedlichen Aufsätze per Zug ab- und aufgesteckt. Beim Bürstenaufsatz werden die einzelnen Bürsten per Knopf gelöst, um ausgetauscht zu werden.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Braun Facespa Pro Gesichtsreinigungsbürste Mit Zubehör
BRAUN FaceSpa Pro Gesichtsreinigungsbürste mit Zubehör.

Neben der beinhalteten Standardbürste sind separat auch andere Reinigungsbürsten im Doppelpack erhältlich: von weichen Sensitive-Borsten, verschieden langen Exfoliating-Borsten bis zu Make-up-Schwämmchen. Ein Aufsatz mit Silikonnoppen ist nur in einem Sortiment-Set mit den drei anderen verfügbar. Anders als die anderen Aufsätze hat sie eine leichte Wippe verbaut und passt sich so den Konturen an.

Die Standardbürste hat viele dicht und gleichmäßig angeordnete Säulen von zylindrischen Borsten. Sie bilden eine absolut flache Fläche und sehr viel Widerstand. Das macht die Bürste grob bis spürbar reizend, gleichzeitig auch einfach unangenehm. Die Fläche ist klein und starr. Darüber hinaus bietet der eingebettete Bürstenkopf und der Knopfmechanismus jede Menge Schlitze für Dreck. Nicht zuletzt steht die Bürste im Ständer aufrecht, sodass das Wasser nicht abfließen kann.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Braun Facespa Pro Ersatzbürsten
BRAUN FaceSpa Pro Ersatzbürsten (separat erhältlich).

Die weiche Bürste ist deutlich angenehmer, sanfter und so biegsam, dass sie die Konturen umspielt. Dennoch kommt sie an die vielen Alternativen nicht heran. Die Noppenbürste ist hygienischer, wirkt jedoch eher wie eine grobe Massage und weniger wie eine Reinigung. Der zweifarbige Peeling-Aufsatz erscheint milder als die Standardbürste, beide können wir jedoch nicht empfehlen.

Interessant ist: die Bürsten der günstigen Etereauty sind fast baugleich, können sogar aufgesteckt werden, halten jedoch nicht. Qualitativ tut sich jedoch wenig, was bei den Preisen, die Braun aufruft, enttäuschend wirkt.

Das Gerät hat einen Akku, der mit dem beigelegten Netzteil mit individuellem Stecker geladen wird. Leider geht dies nur liegend und nicht während es in dem donut-förmigen Ständer (mit Anti-Rutsch-Noppen) steht. Dennoch ein Fortschritt: das Vorgängermodell funktionierte mit Batterien und hatte wenig Power, war schnell leer und das Öffnen war wegen der Wasserfestigkeit friemelig.

Auch der Power-Knopf ist in der Form neu: mittig wird an- und ausgemacht. Jeweils links und rechts kann mit nur wenig Druck die Geschwindigkeit zwischen zwei Stufen gewechselt werden.

Leider ist das Ganze sehr klapprig und spiegelt nicht annähernd den hohen Anschaffungspreis wieder. Die vielen unterschiedlichen Aufsätze und Einsatzmöglichkeiten fordern ihren Tribut. Die Bürste ist laut, klingt nicht homogen und billig. Vollständig geladen wirkt sie, als würde ihr gleich der Saft ausgehen. Die Vibration ist grob und fast schon unangenehm intensiv. Es scheint der Kompromiss dafür zu sein, mehrere Geräte in einem zusammenzulegen. Das wäre fair, wären alle drei – insbesondere die Reinigungsfunktion – vollwertig und zu Ende gedacht.

Die Funktionen des Massageaufsatzes aus Metall zum Einklopfen von Pflege sowie den Detail-Epillierer berücksichtigen wir im Test nicht. Wir finden beide jedoch nicht überzeugend: die Massage ist unangenehm und den Epilierer empfand unsere Testerin beim Vorgängermodell (in Besitz) als ineffizient; es wurden nur wenige Härchen erfasst.

Misiki Gesichtsreinigungsbürste

Die Misiki Gesichtsreinigungsbürste arbeitet rotierend in drei Geschwindigkeitsstufen, die über wiederholtes Drücken der Power-Taste gewechselt werden. Auf dem Display sieht man, welcher Modus derzeit aktiv ist. Auch eine Akkustandsanzeige ist dabei. Um das Gerät ein- und auszuschalten, muss man diesen wiederum lange drücken. Ein weiterer Knopf steuert auf gleiche Weise die beiden Lichtfunktionen: rotes und blaues Licht.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Misiki Gesichtsreinigungsbürste Rotes Licht
MISIKI Gesichtsreinigungsbürste rotes Licht.

Am unteren Ende des Handstücks befindet sich hinter einen Gummilasche eine Buchse für das zweipolige Ladekabel mit USB-Stecker. Ein Netzteil ist nicht dabei. Ein Ständer dagegen schon, jedoch kann das Gerät nur liegend geladen werden. Unpraktisch ist, dass das Handstück im Ständer feststeckt und man es beim Rausnehmen festhalten muss.

Im Lieferumfang sind fünf Aufsätze, darunter ein Bimsstein für die Füße und ein Makeup-Schwamm, sowie zwei Nylon-Bürsten (jeweils mit Schutzkappe) und eine mit Silikonnoppen. Sie haben eine gute Größe, sind nicht zu klein, und wirken etwas wertiger als beispielsweise die von Braun oder Etereauty.

Der Silikonaufsatz ist etwas zu starr, was in Kombination mit der Rotation unangenehm ist. Die Nylon-Bürsten sind in beiden Varianten angenehm nachgiebig, nicht zu dicht und umspielen die Konturen. Einen Strich durch die Rechnung macht jedoch das Gerät selbst. Die Rotation im höchsten Modus ist zu schnell und mit allen Aufsätzen entsteht zu viel Reibung. In den beiden anderen Modi, vor allem dem leichtesten, reduziert sich die Rotation fast bis zum Stillstand bei leichtestem Widerstand. Ob falsch justierte Sicherheitsmaßnahme oder grundsätzlich eine Fehlkonstruktion, ist hier egal.

Grundsätzlich macht das Gerät keinen wertigen Eindruck. Der Motor schnurrt nicht wie bei anderen Geräten, das Plastik wirkt billig und die Bedienung ist umständlich.

Wer sich hier für kleines Geld moderne LED-Therapie erhofft, wird vermutlich enttäuscht. Der Hersteller bewirbt hier zwar die durch Studien nachgewiesenen Effekte beider Lichtbereiche (blau antibakteriell bei Akne und rot als Anti-Aging), doch ob wirklich die dafür notwendigen Frequenzen eingesetzt werden, ist zweifelhaft.

Selbst wenn die Frequenzen stimmen, bieten die wenigen LED nicht ausreichend Intensität, um in kurzer Zeit einen Effekt zu erzielen. Therapie mit sichtbarem Licht wirkt zudem nur minimal unterstützend, wenn man eine bereits raffinierte Hautpflegeroutine mit effizienten Wirkstoffen praktiziert.

Etereauty Gesichtsreinigungsbürste

Ganz anders als unsere Empfehlung von Etereauty  oben stellt es sich mit der günstigeren Etereauty Gesichtsreinigungsbürste dar. Mangels Modellbezeichnung sollte man daher genauer hinschauen, um welches Gerät der Marke es sich handelt. Ein klares Konzept scheint es nicht zu geben.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Etereauty Gesichtsreinigungsbürste Einfach
ETEREAUTY Gesichtsreinigungsbürste einfach

Diese Bürste arbeitet rotierend in zwei Geschwindigkeitsstufen, die per Knopfdruck gewechselt werden. Der An/Aus-Schalter ist separat. Beide Knöpfe verbergen sich hinter einer Silikonschicht, die die Bedingung etwas behindert, gleichzeitig aber schützt.

Die Bürste ist batteriebetrieben, es sind jedoch keine dabei. Um die zwei notwendigen AA-Batterien einzusetzen, muss die Kappe unten am Fuß abgezogen werden. Einen Timer gibt es nicht. Das Betriebsgeräusch ist ansonsten sehr dezent und leise.

Gesichtsreinigungsbürste Test: Etereauty Gesichtsreinigungsbürste Einfach Rotierend Mit Zubehör
ETEREAUTY Gesichtsreinigungsbürste einfach rotierend mit Zubehör.

Im Paket enthalten sind vier Aufsätze: ein Bimsstein für die Füße, eine Bürste mit Silikonnoppen und zwei mit Nylon-Borsten in unterschiedlicher Stärke. Sie sind denen von Braun sehr ähnlich und flach angeordnet ohne feine Spitzen. Im Zusammenspiel mit der Rotation sind sie keine gute Wahl für eine sanfte Reinigung.

Darüber hinaus ist die Rotation ohne Ausgleich sehr nervig. Man muss sich primär darauf konzentrieren das Gerät stets senkrecht zu halten und nicht zu stark aufzudrücken, weil es sonst ausschlägt. Auch hat es einmal eine Haarsträhne erwischt, die sich fast aufgedreht hätte.

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