Die beste günstige Espresso­maschine

Test günstige Siebträger-Espressomaschine – Testsieger Delonghi EC 680 Dedica

Die beste günstige Espressomaschine ist die DeLonghi EC 680 Dedica. Sie liefert fachgerecht zubereiteten Espresso aus dem Siebträger, ist mit einer Milchschaumlanze ausgestattet und bietet mehr Einstellungsmöglichkeiten als andere Geräte dieser Preisklasse. So hat man besonders großen Spielraum beim Optimieren und Perfektionieren des Espressos. Ihr großer Funktionsumfang und der günstige Preis machen die DeLonghi 680 damit auch zur besten Espressomaschine für Einsteiger.

Was bringt eine Siebträger-Espressomaschine?

Eine Espressomaschine ist unverzichtbar, wenn man auf wirklich guten Espresso Wert legt. Sie presst mit etwa 9 bar Druck heißes Wasser durch einen Siebträger, der mit fein gemahlenem und getampertem Espressopulver gefüllt ist. Getampert heißt, dass der Kaffee mit einem Tamper, der wie ein runder Stempel aussieht, leicht zusammengedrückt wird.

Weil für einen echten Espresso ein hoher Wasserdruck nötig ist, bereiten die bekannten Aluminium-Kännchen für den Herd keinen richtigen Espresso zu, auch wenn sie oft «Espressokocher” genannt werden. Den Unterschied sieht man an der Crema: den leckeren braunen Schaum auf dem Espresso kriegen die Herdkännchen nicht hin.

Für einen echten Espresso braucht es dagegen relativ anspruchsvolle Technik. In Handarbeit lässt sich der nötige Druck nur mit einer Handhebelmaschine herstellen, und die ist eher was für Liebhaber und Fortgeschrittene. Außerdem ist sie nicht ganz billig.

Espressobezug mit der Delonghi
Espresso wie vom Barista – mit der DeLonghi EC 680 Dedica ist das möglich.

Die einzige Alternative, die für den guten Espresso zu Hause bleibt, ist ein Kaffeevollautomat. Der bietet den zusätzlichen Komfort, dass er die Espressobohnen portionsweise frisch mahlt, so dass keine Kaffeemühle benötigt wird. Allerdings ist der Espresso aus dem Kaffeevollautomaten nicht hundertprozentig so, wie ein Espresso eigentlich sein sollte. Denn die Automatik dieser Geräte kommt bei dem feinen Mahlgrad, der für Espressos eigentlich üblich ist, ins Stolpern. Deshalb mahlen sie etwas gröber. Sie liefern trotzdem gute Ergebnisse, aber wer einen Espresso wie vom Barista trinken und die Feinheiten der richtigen Zubereitung verstehen will, braucht eine Siebträger-Espressomaschine.

Ein Kosten-Nachteil gegenüber dem Kaffeevollautomaten ist damit schon angesprochen: Man braucht zusätzlich eine gute Kaffeemühle. Natürlich kann man auch gemahlenen Espresso kaufen, aber das ist mangels Frische nicht zu empfehlen. Das wäre etwa so, als ob man sich einen hochmodernen Küchenherd anschaffen und dann nur Fertiggerichte darin aufbacken würde.

Auf was man beim Kauf achten muss

Ein wichtiger und heikler Punkt bei Espressomaschinen ist die Wassertemperatur. Ist das Wasser nämlich zu heiß, verbrennt das Espressopulver – und damit der größte Teil des Aromas.

Das ist ein großes Problem für Espressomaschinen mit Milchschäumer. Denn um die Milch mit Wasserdampf aufzuschäumen, muss das Wasser auf über 100 Grad erhitzt werden. Das ist zu heiß fürs Espressobrühen, das etwa bei 90 Grad stattfinden sollte. Also muss das Wasser nach dem Milchaufschäumen eine Weile abkühlen oder nach der Zubereitung des Espressos wieder erhitzt werden – je nachdem, in welcher Reihenfolge beides passieren soll.

Für etwas mehr Geld gibt es deshalb sogenannte «Zweikreiser”-Espressomaschinen. Diese haben im Innern zwei getrennte Wasserkreisläufe, um das Wasser für Espresso und Milchschaum gleichzeitig auf die richtige Temperatur zu bringen. Das ist Ideal, weil der Cappucchino am besten schmeckt, wenn man Espresso und Milch nach dem Brühen schnell zusammenführt.

Aber auch mit günstigeren «Einkreisern” wie dem DeLonghi EC 680 Dedica kann das  Problem elegant gelöst werden. Dazu drückt man nach dem Milchaufschäumen die Espresso-Taste und lässt heißes Wasser durch die Schaumlanze ab. Dabei läuft automatisch kühles Wasser nach. So beschleunigen Sie das abkühlen. Wenn die Taste aufhört zu blinken, ist die richtige Temperatur erreicht.

Es geht also auch mit einem Einkreiser ohne langes Warten, aber dazu muss das Gerät die richtige Temperatur registrieren und anzeigen. Die billigen Discount-Geräte können das nicht.

Wenn für die richtigen Temperaturen gesorgt ist und der nötige Druck aufgebaut wird, sind schon mal die wichtigsten Kriterien erfüllt. Doch eine Espressomaschine ist eben kein Automat. Um die Benutzung wirklich zu beherrschen und Ihren Espresso zu perfektionieren, müssen Sie sich mit den Feinheiten wie Mahlgrad und Durchlaufzeit vertraut machen und damit experimentieren.

Ein wichtiges Kaufkriterium sind deshalb auch die Einstellungsmöglichkeiten, die eine Espressomaschine zu bieten hat. Zum Beispiel ist es sehr sinnvoll, die Wassermenge pro Getränk einstellen zu können, weil sie Einfluss auf die Qualität des Espressos hat. Schön ist außerdem, die Wassertemperatur nach Geschmack regeln zu können, auch wenn es bei einer guten Voreinstellung nicht unbedingt nötig ist. Je nach den individuellen Gewohnheiten ist auch eine Einstellungsmöglichkeit für die automatische Abschaltung der Maschine sinnvoll.

Die Größe und das Gewicht der Maschine sind eine zweischneidige Angelegenheit. Eine schlanke und kleine Maschine macht sich in der Küche nicht so breit, nimmt aber mangels Gewicht gerne mal Reißaus beim Einhängen des Siebträgers. Bei den leichteren sind deshalb dafür beide Hände nötig.

So haben wir getestet

Die Vor- und Nachteile verschiedener Espressomaschinen mit Siebträger sind vielfältig und teilweise auch subjektiv, je nachdem, worauf Wert gelegt wird. Zur besseren Nachvollziehbarkeit verraten wir Ihnen daher in diesem Abschnitt die Kriterien, die wir uns für den Test angeschaut und nach denen wir bewertet haben.

Getestet haben wir neben der DeLonghi EC 680 Dedica noch die DeLonghi ECP31.21 und die Rancilio Miss Silvia. Es gibt außerdem zahlreiche Espressomaschinen zu Discount-Preisen, die wir nicht in den Test einbezogen haben, weil sie nicht die Mindestanforderungen der professionellen Zubereitung eines Espressos erfüllen.

Espresso und Milchschaum

Das Wichtigste bei einer Espressomaschine ist natürlich die Qualität der Getränke, die sie herstellt. Der Espresso darf nicht zu heiß gebrüht werden und sollte innerhalb von etwa 25 Sekunden durchlaufen. Je nach Sorte sollte er eine schöne Crema haben und das Aroma des verwendeten Kaffees zur Entfaltung bringen.

Milchschaum mit der EC 680
Milchschaum einfach und schnell zubereitet.

Beim vergleichenden Geschmackstest ist dabei immer zu berücksichtigen, dass schon kleine Unterschiede in der Zubereitung sich stark auf das Ergebnis auswirken können. Deshalb kann man Espressos verschiedener Maschinen nicht direkt miteinander vergleichen. Man müsste bei allen Maschinen mit den Einstellungen experimentieren, um ein einheitliches Ergebnis zu bekommen.

Der Milchschaum sollte relativ fest sein, eine einheitliche Konsistenz haben und zügig zustande kommen. Da die Zubereitung mit der Schaumlanze Handarbeit ist, wird es auf Dauer lästig, wenn das zu lange dauert.

Verarbeitung und Material

Sind alle Bestandteile der Maschine gut verarbeitet, klappert und wackelt nichts, tritt nirgends Wasser aus, fühlt sich alles gut an und macht einen stabilen Eindruck? In diese Kategorie gehören auch die verbauten Materialien. Edelstahl ist meist teureren Geräten vorbehalten, während die günstigeren mehr auf Kunststoff setzen. Das ist nicht schlimm, fließt aber in die Gesamtbewertung ein.

Bedienung und Ausstattung

Da Sie Ihre Zeit wahrscheinlich lieber mit einem schönen Espresso oder Cappuccino als mit Ihrer Espressomaschine verbringen, sollte deren Bedienung einfach und unkompliziert sein. Das lässt sich recht gut vergleichen.

Unter Ausstattung fällt Zubehör wie ein Tamper oder ein Milchbehälter. Ein weiteres Kriterium ist, ob sich die Einzelteile auseinandernehmen lassen und wie aufwändig das ist. Leichtes Auseinandernehmen ist nicht nur hilfreich bei der Reinigung, sondern auch nützlich, wenn mal ein Teil kaputtgehen sollte. Es ist immer wünschenswert, die Bauteile einzeln nachkaufen zu können, damit man bei einem kleinen Defekt oder Sprung nicht die ganze Maschine entsorgen muss. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch noch gut für die Umwelt.

Einstellungsmöglichkeiten

Ebenfalls lässt sich unter verschiedenen Geräten gut vergleichen, welche Einstellungen sie für die Getränkezubereitung bieten. Mehr ist im Prinzip immer besser, auch wenn es sinnvollere und weniger sinnvolle Einstellungen gibt. Die Wassermenge pro Getränk gehört zu den sinnvollen.

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Kommentare

4 Kommentare zu "Die beste günstige Espresso­maschine"

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In der Preisklasse absolut ungeschlagen. Sehr gutes Gerät zum Einstieg. Aber bitte nicht den guten und frischen Espresso vergessen 😉 Mir hat der Test, wie immer, viel Spaß gemacht!

Ja am besten ist es wenn du eine Mühle dazu hast

Moritz Brand

Da gehe ich zum Italiener gegenüber, der hat auch extra Pulver dafür.

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