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Die beste günstige Espressomaschine

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günstige Espresso­maschine Test: Delonghi Ec 685 Espresso
Arne Preuß

Arne Preuß

ist leiden­schaft­licher Kaffee­experte und Gründer des bekanntesten deutschen Kaffee-Blogs Coffeeness. Er hat zahllose Kaffee­voll­automaten unter der Prämisse getestet: "Was würde ein Barista dazu sagen?". Arne ist außerdem speziali­siert auf Handfilter und Cold Brew Coffee.

Wir haben 8 günstige Espressomaschinen getestet. Die beste für die meisten ist die DeLonghi EC685 Dedica. Sie kommt mit ihrer Edelstahl-Optik für diese Liga sehr gut bei uns an, liefert einen guten Espresso und auch der Milchschaum ist für ein Gerät dieser Preisklasse absolut in Ordnung.

Update 30. September 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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6. März 2020

Wir haben vier weitere Geräte getestet: DeLonghi Dedica EC685, Sage SES500 the Bambino Plus, Solis Barista Gran Gusto und Gastroback Design Espresso Piccolo. Unser neuer Testsieger ist die DeLonghi Dedica EC685.

Für eine richtig gute Espressomaschine kann man sehr viel Geld ausgeben. Wie sieht es in den günstigeren Preisklassen aus? Finden sich dort gute Espressomaschinen oder ist die Kapselmaschine die Alternative der Wahl für den schmalen Geldbeutel? Wir haben uns für Sie umgesehen und drei gute Espressomaschinen für unter 150 Euro gefunden. Da die Auswahl an guten Geräten in diesem Preissegment mehr als überschaubar ist, führen wir außerdem einige preisintensivere Modelle an, die wir für sehr gute Alternativen halten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

DeLonghi EC 685 Dedica

Das Angebot an Espressomaschinen unter 200 Euro ist sehr umfangreich. Aber Qualität hat ihren Preis: Die günstigen Geräte haben deutliche Schwächen, nicht selten sogar Mängel in Verarbeitung und Funktionalität. Es ist nicht einfach, eine gute Einsteiger-Espressomaschine für weniger als 150 Euro zu finden. Aber wenn Sie nicht mehr Geld ausgeben möchten, ist die DeLonghi EC685 Dedica eine sehr gute Wahl.

Sie überzeugt wie ihr direkter Vorgänger, die EC680 Dedica mit sinnvollen Einstellungsmöglichkeiten für Wassertemperatur und Bezugsmenge. Ihre Qualität zeigt sich in der Bedienung und den Ergebnissen: Der Espresso ist sehr gut trinkbar und hat eine gute Crema. Die Zubereitung des Milchschaums ist angenehm anfängerfreundlich. Und auch optisch macht das Gerät mit seiner Edelstahlverkleidung etwas her. Möchten Sie eine bessere Espressomaschine kaufen, müssen Sie deutlich mehr Geld investieren.

Besser, aber teurer

Rancilio Silvia

Test günstige Espressomaschine: Rancilio Miss Silvia
Die Rancilio Silvia ist ein solider Klassiker.

Ein richtiges Einsteigermodell ist die Rancilio Silvia eigentlich gar nicht. Als absoluten Klassiker müssen wir sie allerdings aufführen. Mit rund 600 Euro liegt sie nicht in derselben Preisklasse wie unser Testsieger. Aber für ihre Klasse ist dieser Preis mehr als fair. Sie ist optimal voreingestellt, sodass die Bedienung besonders einfach ist.

Mit verschiedenen Mahlgraden können Sie experimentieren, bis Sie das für Sie optimale Ergebnis erzielen. Was die Rancilio vor allem von den günstigen Geräten unterscheidet? Hochwertige Materialien und eine qualitative Verarbeitung sorgen für ein langes Leben dieser Siebträgermaschine. Das kann ein Gerät für unter 150 Euro einfach nicht bieten.

Etwas günstiger

Krups XP3440

Die Krups XP3440 ist etwas günstiger als die DeLonghi EC685 Dedica. Sie hat einen höheren Kunststoff-Anteil als unser Testsieger und verzichtet im Gegensatz zu diesem auf die Einstellbarkeit der Wassertemperatur sowie die Speicherung der Wassermenge. Zwar ist sie abgesehen davon mit unserem Favoriten vergleichbar, dennoch empfehlen wir Ihnen, ein paar Euro mehr zu investieren und den Testsieger anzuschaffen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerBesser, aber teurerEtwas günstiger
ModellDeLonghi EC 685 DedicaRancilio SilviaKrups XP3440DeLonghi EC 680 DedicaSage SES500 the Bambino PlusSolis Barista Gran GustoGastroback Design Espresso Piccolo
Test günstige Espresso­maschine: DeLonghi EC 685 DedicaTest günstige Espressomaschine: Rancilio Miss SilviaTest günstige Espressomaschine: Krups XP3440Test günstige Siebträger-Espressomaschine – Testsieger Delonghi EC 680 DedicaTest günstige Espresso­maschine: Sage SES500 the Bambino PlusTest günstige Espresso­maschine: Solis Barista Gran GustoTest günstige Espresso­maschine: Gastroback Design Espresso Piccolo
Pro
  • Guter Espresso
  • Einfache Bedienung
  • Sehr langlebig und perfekt zum Experimentieren
  • Etwas günstiger als der Testsieger
  • Toller Espresso und viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Schönes Design
  • Automatisches Milchaufschäumen
  • Hochwertiges Zubehör
  • Einfache Programmierung
  • Kompaktes Format
Contra
  • Nur für Einsteiger
  • Teuer, da eigentlich nicht mehr wirklich Einstiegsmodell
  • Wassertemperatur nicht einstellbar
  • Nicht so standfest, da sehr schlank geschnitten
  • Abstriche bei Materialqualität
  • Schwache Milchschaumdüse
  • Abstriche bei Materialqualität
Bester Preis
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Was bringt eine Siebträger-Espressomaschine?

Wer wirklich guten Espresso zubereiten möchte, kommt um eine Siebträgermaschine nicht herum. Hier wird das heiße Wasser mit einem Druck von etwa neun bar durch einen Siebträger gepresst, der mit fein gemahlenem und getampertem Espressopulver gefüllt ist. Getampert bedeutet, dass das Pulver mit einem Tamper, der an einen runden Stempel erinnert, leicht zusammengedrückt wurde.

Der hohe Wasserdruck ist zwingend nötig für einen echten Espresso. Denn ohne diesen Druck kommt keine Crema zustande, wie die leckere Schaumkrone auf dem Espresso genannt wird. Die bekannten Aluminium-Kännchen für den Herd, die Sie auch als Espressokocher kennen, sind also eine kleine Mogelpackung – eine Crema bekommen sie nicht hin.

Die einzige Möglichkeit, einen echten Espresso in Handarbeit zuzubereiten, ist eine Handhebelmaschine. Denn damit können Sie den erforderlichen Druck herstellen. Allerdings ist die Anwendung einer solchen Maschine nicht besonders leicht. Da Handhebelmaschinen zudem nicht ganz billig sind, sind sie eher für Liebhaber und fortgeschrittene Nutzer geeignet.

Espressobezug mit der Delonghi
Espresso wie vom Barista.

Eine weitere sinnvolle Alternative zur Espressomaschine ist ein Kaffeevollautomat. Dieser hat gegenüber der Siebträgermaschine den Vorteil, portionsweise Kaffeebohnen mahlen zu können. Eine zusätzliche Kaffeemühle wird nicht benötigt. Allerdings entspricht ein Espresso aus dem Vollautomaten nicht dem Ideal eines Espressos. Der feine Mahlgrad, der bei einem guten Espresso üblich ist, bringt die Automaten aus dem Tritt. Sie mahlen etwas gröber. Dennoch sind die Ergebnisse gut. Wenn Sie aber Espresso in Barista-Qualität trinken möchten und zudem die Feinheiten der richtigen Zubereitung verstehen möchten, kommen Sie um eine Siebträgermaschine nicht herum.

Einen kleinen Kostennachteil der Siebträgermaschine gegenüber einem Kaffeevollautomaten haben wir nun angesprochen: Sie brauchen eine zusätzliche Kaffeemühle. Natürlich können Sie auch gemahlenen Espresso kaufen. Davon raten wir Ihnen aber wegen mangelnder Frische dringend ab. Das wäre in etwa so, als würden Sie auf Ihrem topmodernen Küchenherd nur Tütensuppen kochen.

Auf was man beim Kauf achten muss

Ein ebenso wichtiger wie heikler Aspekt bei Espressomaschinen ist die Wassertemperatur. Das Wasser darf auf keinen Fall zu heiß sein, denn dann verbrennt das Espressopulver – und damit der größte Teil des Aromas.

Besonders bei Espressomaschinen mit Milchaufschäumer kann das ein großes Problem sein. Um Milch mit Wasserdampf aufzuschäumen, wird das Wasser auf über 100 Grad erhitzt. Für den Espresso ist das zu heiß. Espresso wird mit etwa 90 Grad gebrüht. Das bedeutet, dass das Wasser entweder nach dem Aufschäumen wieder ein wenig abkühlen muss oder dass es nach dem Brühen weiter erhitzt werden muss – je nachdem welche Reihenfolge Sie wählen.

Sogenannte Zweikreiser-Espressomaschinen umgehen dieses Problem – allerdings sind sie teurer als Einkreiser-Maschinen. Sie verfügen über zwei getrennte Wasserkreisläufe, in denen das Wasser für den Espresso und das Wasser für den Milchschaum parallel auf die jeweils richtige Temperatur gebracht werden. Das ist die optimale Lösung, denn der Cappuccino schmeckt am besten, wenn Espresso und Milch nach dem Brühen schnell zusammenkommen.

Einkreiser oder Zweikreiser?

Sie können das Problem aber auch mit einem günstigen Einkreiser wie dem DeLonghi Dedica EC685 elegant lösen. Dazu müssen Sie nach dem Aufschäumen der Milch die Espresso-Taste drücken, um heißes Wasser durch die Schaumlanze abzulassen. Dadurch läuft automatisch kühles Wasser nach, das die Temperatur schneller sinken lässt. Um diese Variante nutzen zu können, muss die Espressomaschine die richtige Temperatur registrieren und anzeigen. Diese Möglichkeit bieten billige Discount-Geräte jedoch nicht.

Mit der richtigen Temperatur und dem nötigen Wasserdruck sind die wichtigsten Kriterien erfüllt. Für einen perfekten Espresso reicht das aber nicht. Möchten Sie die Siebträgermaschine wirklich richtig beherrschen, kommen Sie nicht umhin, sich mit Mahlgrad und Durchlaufzeit auseinanderzusetzen und ein wenig zu experimentieren.

Eignen Sie sich etwas Know-How an

Achten Sie beim Kauf einer Siebträgermaschine deshalb auch auf die Einstellmöglichkeiten. Sinnvoll ist es beispielsweise, die Wassermenge pro Getränk einstellen zu können. Denn diese wirkt sich direkt auf die Qualität des Espressos aus. Auch die Temperatur des Wassers sollten Sie regulieren können, auch wenn Sie bei einer guten Voreinstellung der Maschine davon keinen Gebrauch machen müssen. Wie sinnvoll eine automatische Abschaltung des Geräts ist, hängt hingegen vor allem von Ihren persönlichen Gewohnheiten ab.

Größe und Gewicht der Espressomaschine wirken sich auf die Handhabung aus, haben aber keinen Einfluss auf die Qualität des Espressos. Während eine wuchtige Maschine mehr Platz in der Küche in Anspruch nimmt, kann es bei kleinen und leichten Geräten passieren, dass sie beim Einhängen des Siebträgers verrutschen. Oftmals müssen Sie leichte Maschinen daher mit beiden Händen bedienen.

So haben wir getestet

Die Vor- und Nachteile verschiedener Siebträgermaschinen sind vielfältig und werden oft recht subjektiv bewertet. Damit Sie unsere Empfehlungen und Testergebnisse nachvollziehen können, erläutern wir im folgenden Abschnitt unsere Testkriterien und die Grundlagen unserer Bewertungen.

günstige Espresso­maschine Test: Espressomaschinen Uebersicht
Diese Espressomaschinen haben wir unter die Lupe genommen.

Neben unseren Empfehlungen, der DeLonghi Dedica EC685, der Rancilio Silvia und der Krups XP3440 haben wir die folgenden Siebträgermaschinen getestet: DeLonghi ECP31.21, Sage SES500 the Bambino Plus, Solis Barista Gran Gusto sowie die Gastroback Design Espresso Piccolo. Unseren ehemaligen Testsieger DeLonghi Dedica EC680 lassen wir außen vor, da es sich bei der Dedica EC685 um den direkten Modell-Nachfolger handelt.

Außerdem bleiben eine Reihe anderer Siebträgermaschinen unbeachtet, die in unseren Augen nicht die Mindestanforderungen einer professionellen Espresso-Zubereitung erfüllen.

Espresso und Milchschaum

Wichtigstes Kriterium bei einer Espressomaschine ist selbstverständlich die Qualität der Getränke, die Sie damit zubereiten. Der Espresso darf nicht zu heiß gebrüht werden und sollte idealerweise innerhalb von rund 25 Sekunden durchlaufen. Er sollte eine schöne Crema haben und das Aroma des verwendeten Kaffees zur vollen Entfaltung bringen.

Milchschaum mit der EC 680
Milchschaum einfach und schnell zubereitet.

Beim Geschmackstest muss berücksichtigt werden, dass sich schon minimale Unterschiede bei der Zubereitung erheblich auf das Ergebnis auswirken können. Ein direkter Geschmacksvergleich der Espressos verschiedener Maschinen ist nicht möglich. Für einheitliche Ergebnisse müsste man bei allen Maschinen umfangreich mit unterschiedlichen Einstellungen experimentieren.

Der Milchschaum sollte relativ fest sein und eine einheitliche Konsistenz aufweisen. Er sollte zügig zustandekommen, da die Zubereitung mit der Schaumlanze Handarbeit ist, die nicht zu lange dauern sollte.

Verarbeitung und Material

Wir achten bei unseren Tests nicht nur auf die verwendeten Materialien, sondern auch auf deren Verarbeitung. Kommt hauptsächlich Kunststoff zum Einsatz oder spendiert der Hersteller Edelstahl? In der Regel ist Edelstahl teureren Geräten vorbehalten. Das ist nicht schlimm, fließt aber in die Bewertung ein. Ebenso die Stabilität und Robustheit der Geräte. Sind alle Komponenten gut verarbeitet? Wackelt und klappert es an einigen Stellen oder ist das Gerät stabil? Bemerken wir schon beim Testen Teile, die wenig stabil wirken, kommen erste Zweifel an der Langlebigkeit einer Espressomaschine auf.

Bedienung und Ausstattung

Sicher möchten Sie Ihre Zeit lieber mit dem Genuss eines aromatischen Espressos oder eines süßen Cappuccinos verbringen als mit der Bedienung Ihrer Espressomaschine. Daher sollte die Handhabung möglichst unkompliziert sein. In dieser Hinsicht lassen sich die verschiedenen Geräte sehr gut vergleichen.

Auf austauschbare Teile achten

Auch bei der Ausstattung, also Zubehör wie einem Tamper oder einem Milchbehälter, fällt das Vergleichen leicht. Daneben achten wir darauf, ob und wie einfach sich Siebträgermaschine und Komponenten auseinanderbauen lassen. Das unkomplizierte Auseinandernehmen vereinfacht nicht nur die Reinigung, sondern macht sich auch beim Austausch defekter Teile bemerkbar. Können Sie Bauteile bei einem Defekt einzeln nachkaufen und einbauen, sparen Sie Geld und schonen die Umwelt.

Einstellungsmöglichkeiten

Grundsätzlich gilt, dass ein Plus an Einstellungsmöglichkeiten sich positiv auf die Bewertung auswirkt. Allerdings unterscheiden wir hier zwischen sinnvollen und weniger sinnvollen Einstellungen. Zu den sinnvollen gehört etwa die Einstellung der Wassermenge pro Getränk.

günstige Espresso­maschine Test: Delonghi Ec 685 Espresso

Testsieger: DeLonghi EC 685 Dedica

Die DeLonghi Dedica EC685 unterscheidet sich optisch kaum von ihrem Vorgänger. Sie ist ebenso kompakt und elegant. Sie ist mit allen wichtigen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten ausgestattet und lässt sich einfach bedienen. Für einen herausragend günstigen Preis liefert die DeLonghi EC685 Espresso und Milchschaum in sehr guter Qualität.

Testsieger

DeLonghi EC 685 Dedica

Wenn Sie eine günstige Espressomaschine für zu Hause suchen, ist die DeLonghi Dedica EC685 die richtige Wahl! Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis findet man im Moment nirgends!

Schlanke Maschine mit Edelstahl­verkleidung

Edelstahl ist bei Espressomaschinen in der günstigen Preisklasse eine Seltenheit. In der Regel bestehen die Gehäuse komplett aus Kunststoff. Das Gehäuse der DeLonghi EC685 ist zwar auch aus Kunststoff gefertigt, allerdings mit einem Mantel aus Edelstahl verkleidet. Die Maschine ist in 4 Farben erhältlich, die alle ihren eigenen Charme haben: Schwarz, Silber, Weiß und Rot.

günstige Espresso­maschine Test: Delonghi Ec 685 Testsieger
Hochwertige Maschine, die exzellenten Espresso zaubert.

Die schlanke Form wirkt optisch sehr gut und spart zudem Platz in der Küche. Leider wirkt sich die Kompaktheit auf die Standfestigkeit aus. Aber das haben alle schmalen und leichten Espressomaschinen gemeinsam. Während schwere Modelle wie die Rancilio Silvia ungerührt stehen bleiben, wenn man den Siebträger einhängt oder herausnimmt, wandern leichte Maschinen schon mal auf der Arbeitsplatte herum. Der Einsatz der zweiten Hand ist hier unerlässlich.

Einfache Bedienung

Grundsätzlich unterscheidet sich die DeLonghi EC685 nur unwesentlich von der EC680. Bedient wird sie über drei Tasten an der Oberkante der Maschine. Dabei dient eine Taste dem einfachen Espressobezug, eine dem doppelten und die dritte dem Aufheizen des Wassers für die Milchschaumlanze. Blinken oder Leuchten der Tasten signalisiert Ihnen, die Bereitschaft der Maschine. Das ist wunderbar einfach und intuitiv. Weitere Einstellungen – und auch das Speichern dieser – sind möglich, wenn Sie die Tasten länger gedrückt halten.

Die Milchschaumlanze funktioniert ebenfalls prima und macht die Sache einfacher als bei vielen anderen Espressomaschinen. Dabei hilft der sogenannte Pannarello-Aufsatz, der automatisch die Luft ansaugt, die zum Aufschäumen nötig ist. Damit müssen Sie im Grunde nur den Milchbehälter unter die Lanze halten und die Maschine macht den Rest. Anders als bei der EC680 können Sie bei der EC685 wählen, ob Sie Milchschaum oder heiße Milch haben möchten. So können Sie mit der Milchschaumlanze auch Milch-Heißgetränke ohne Milchschaum zubereiten.

Einstellungen und Programmierung

Die DeLonghi Dedica EC685 bietet Ihnen neben drei Temperatureinstellungen eine stufenlose Einstellung der Füllmenge in der Tasse. So können Sie Ihren Kaffee ganz nach Ihrem Geschmack zubereiten und sogar je nach Kaffeebohne im Feinbereich nachjustieren.

In unserem Test empfanden wir die beiden niedrigeren Temperaturstufen als eher unbrauchbar. Selbst auf der höchsten Einstellung hätten wir uns eigentlich etwas mehr gewünscht. Dennoch: Der Espresso kommt recht nah an die optimale Temperatur heran.

Die Temperatur ist nicht nur beim Espresso in der Tasse von zentraler Bedeutung. Sie gibt auch Aufschluss über die Leistungsfähigkeit des Boilers und die Kühleigenschaften des Geräts, etwa bei den Schläuchen. Auch wenn das Ergebnis einigermaßen gut ist: Ihr Einsteigerniveau kann die DeLonghi EC685 nicht kaschieren. Aber das erwarten wir auch nicht von einem Gerät für weniger als 150 Euro.

Die Bezugsmenge lässt sich ganz einfach ändern: Sie halten einfach die Bezugstaste gedrückt, bis die gewünschte Menge in der Tasse ist. Die entsprechende Menge wird dann von der Maschine gespeichert. Die Wassermenge wirkt sich direkt auf das Aroma und die Stärke des Espressos aus. Allerdings ist die optimale Bezugsmenge von verschiedenen Faktoren abhängig: Die Menge des Kaffeemehls, der Mahlgrad und jede Abweichung beim Tampern machen sich bemerkbar.

Hier können Sie umfangreich experimentieren und ein Gefühl dafür entwickeln, wie sich Veränderungen bei der Zubereitung auf den Espresso in der Tasse auswirken. Und das möchte man als Einsteiger ja durchaus!

Zubehör: Aroma-Siebe & Co.

Der im Lieferumfang enthaltene Siebträger und die Siebe sind eine kleine Schummelei, mit der die DeLonghi Dedica EC685 die Schwächen ihrer Preisklasse kaschiert. Der Siebträger ist auf die Aufnahme doppelwandiger Siebe ausgelegt, wie sie hier mitgeliefert werden.

Diese sogenannten Doppel-Floor-Siebe sehen von oben aus wie die professionelle Variante, die Sie etwa bei der Rancilio Silvia oder der Solis Barista Gran Gusto finden. Allerdings haben sie an der Unterseite nur wenige Löcher oder sogar nur einen einzigen Auslass.

Dadurch erhalten Sie bei geringerem Druck eine recht stabile Crema und einen ordentlich extrahierten Espresso. Das entspricht zwar nicht dem Profi-Standard, kann aber bei günstigen Einsteiger-Geräten nicht als Manko gewertet werden.

Als Manko, wenn auch in diesem Preissegment verzeihlich, empfinden wir den mitgelieferten Tamper. Dieser besteht aus Kunststoff und ist zu leicht. Zudem hat er am Ende einen integrierten Messlöffel. An dieser Stelle erkennt man schnell, dass der Hersteller gespart hat. Wir empfehlen Ihnen einen massiven Tamper aus Metall.

Der entnehmbare Wassertank hat einen Liter Fassungsvermögen. Auch die Auffangschale ist entnehmbar, was die Reinigung vereinfacht. Sie sollte ebenso wie der Wassertank nach Gebrauch unter fließendem Wasser gereinigt und gut getrocknet werden.

DeLonghi EC 685 im Testspiegel

Der Vorgänger unseres aktuellen Testsiegers, die DeLonghi EC680 Dedica, schnitt in Tests der Stiftung Warentest und des ETM Testmagazins gut ab. In beiden Tests fielen neben guten Espresso-Ergebnissen vor allem die Einstellungsmöglichkeiten positiv auf.

Auch in unserem Test auf Coffeeness.de schnitt die EC680 gut ab. Nachdem wir die Dedica EC685 genauer unter die Lupe genommen haben, stellen wir fest, dass sie ein würdiges Nachfolgemodell ist. In der absoluten Einsteigerklasse gibt es kein Gerät mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Alternativen

Sie finden im Handel eine Vielzahl deutlich günstigerer Espressomaschinen, die teilweise weniger als 100 Euro kosten. Allerdings sind diese Maschinen mit Vorsicht zu genießen. Denn einen sehr guten Espresso bekommen nicht alle dieser Geräte hin.

Viele besonders günstige Siebträgermaschinen lassen keine zuverlässige und exakte Regulierung der Wassertemperatur zu. Hier ist es oft dem Zufall überlassen, ob ein Espresso gelingt oder verbrennt und bitter wird.

Zudem macht sich ein allzu günstiger Preis in der Verarbeitung bemerkbar. Wenn die Hersteller hier sparen, kann es passieren, dass Teile nicht genau zueinander passen, dass etwas wackelt oder an einer Stelle Wasser austritt. Die Verarbeitung wirkt sich natürlich auch auf die Lebensdauer der Geräte aus.

Im Einstiegssegment ist die DeLonghi EC685 – ebenso wie ihr Vorgänger – konkurrenzlos. Möchten Sie eine bessere Maschine erwerben, müssen Sie deutlich mehr Geld in die Hand nehmen.

Besser, aber teurer

Rancilio Silvia

Test günstige Espressomaschine: Rancilio Miss Silvia
Die Rancilio Silvia ist ein solider Klassiker.

Eines dieser deutlich teureren Geräte ist die Rancilio Silvia. Gut, sie kann nicht mehr als Einstiegsgerät gezählt werden. Aufgrund ihres tollen Preis-Leistungs-Verhältnisses müssen wir sie hier aber aufführen.

Als absoluter Klassiker steht die Rancilio Silvia vor allem für Zuverlässigkeit und Unverwüstlichkeit. Mit 14 Kilogramm Gewicht hat das minimalistisch designte Gerät mit dem edel-robusten Edelstahlgehäuse jederzeit einen sicheren Stand. Da die Voreinstellungen des Herstellers optimal sind, stört es nicht, dass Sie Wassermenge und -temperatur nicht manuell regulieren können. Möchten Sie bei der Zubereitung Ihres Espressos variieren, ist dies dennoch möglich: Nutzen Sie einfach unterschiedliche Mahlgrade.

Die Rancilio Silvia genügt auch professionellen Ansprüchen, sie lässt den Espresso mühelos gelingen und verspricht eine lange Lebensdauer. Wer Wertarbeit schätzt und bereit ist, etwas mehr Geld zu investieren, macht mit dieser Siebträgermaschine garantiert nichts falsch.

Etwas günstiger

Krups XP3440

Die Krups XP3440 ist etwas günstiger als unser Testsieger von DeLonghi. Die Kombination aus mattem Schwarz und glänzendem Aluminium verleiht ihrem Äußeren hochwertige Eleganz. Leider bietet sie keine Möglichkeit, die Wassertemperatur zu regulieren oder die Wassermenge zu speichern. Wie bei vielen anderen günstigen Espressomaschinen stoppen Sie den Durchlauf hier manuell. Das ist nicht schlimm, allerdings bietet das Speichern mehr Bedienkomfort.

Abgesehen von diesen kleineren Nachteilen ist sie mit unserem DeLonghi-Testsieger vergleichbar. Erfreulich ist, dass auch größere Gläser unter den Kaffeeauslauf passen. Das ist nicht bei allen Espressomaschinen und Kaffeevollautomaten der Fall. Nicht selten sind die Geräte in dieser Hinsicht eingeschränkt, was vor allem Latte-Macchiato-Fans ärgert.

Außerdem getestet

Sage SES500 the Bambino Plus

Die Sage SES500 the Bambino Plus ist eine Art Bonsai-Espressomaschine in einem sehr hübschen Kleid aus gebürstetem Edelstahl. Es ist aber nicht allein das schicke Design, das Lust macht, das Gerät zu bedienen: Die Mini-Sage kommt ohne komplizierte Bedienelemente und auch ohne Druckanzeiger aus. Stattdessen finden Sie beleuchtete Knöpfe und Regler für Einzelbezug, Doppelbezug, Milchtemperatur und Wasserdampf. That’s it! Mit ihrem Preis von rund 350 Euro liegt sie deutlich über der Grenze für günstige Espressomaschinen. Aber für Einsteiger ist sie aufgrund der übersichtlichen Bedienung ideal. Espresso und vor allem Milchschaum haben eine sehr gute Qualität. Kleines Manko in unseren Augen: der große Abstand vom Auslass bis zur kleinen Espressotasse. Für ein Latte-Glas hingegen ist die Auslasshöhe ideal.

günstige Espresso­maschine Test: Sage Ses500 Espresso
Schönes Gerät aus gebürstetem Edelstahl.

Solis Barista Gran Gusto

Während die Sage Bambino bei uns ein bisschen den Eindruck erweckt, ein Einstiegs-Einstiegsmodell zu sein, geht die Solis Barista Gran Gusto auf bescheidene Art in die Vollen. Optisch orientiert sie sich deutlich an der Rancilio Silvia, ist allerdings deutlich leichter – und mit rund 360 Euro auch günstiger. Die Bedienknöpfe sind mit LEDs versehen, die weniger professionell wirken, dem Nutzer aber die Bedienung vereinfachen.

Der Espresso, den die Solis Barista Gran Gusto herstellt, ist gut. Allerdings kann es für Neulinge irritierend sein, dass das Gerät recht empfindlich auf eine zu große Menge Kaffeemehl oder einen zu feinen Mahlgrad reagiert. Hier ist etwas Übung gefragt. Das gilt auch für die Milchschaumlanze, die im exakt richtigen Winkel in das Milchkännchen gehalten werden muss.

günstige Espresso­maschine Test: Solis Barista Gran Gusto
Die Solis Barista Gran Gusto ist leicht zu bedienen.

Gastroback Design Espresso Piccolo

Die Gastroback Design Espresso Piccolo orientiert sich optisch an unserem Testsieger, der DeLonghi Dedica EC685. Wie dieser, ist sie recht schmal und kompakt. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, wie man es bei einem Gerät für rund 200 Euro erwarten kann. Die Verarbeitung ist nicht besonders hochwertig, entspricht aber ebenfalls den Ansprüchen an die Preisklasse.

Die Bedienung ist einfach, allerdings nicht immer intuitiv. Die Qualität des Espressos ist in Ordnung. Hier können Sie mit verschiedenen Sieben experimentieren, die Sie allerdings separat erwerben müssen – im Lieferumfang sind lediglich Double-Floor-Siebe enthalten. Der Milchschaum ist uns während des Tests nicht so gut gelungen: Er ist gröber als etwa bei der DeLonghi Dedica EC685, die wir dem Gastroback-Modell vorziehen.

Das Design der Gastroback Design Espresso Pro ist der Rancilio Silvia nachempfunden. Allerdings wird auch hier der Preisunterschied zwischen dem Klassiker und dem stolze 400 Euro günstigeren Nachahmer deutlich. In der günstigen Preisklasse kann man keine besonders hochwertigen Materialien und Spitzenverarbeitung erwarten. Irgendwo müssen die Hersteller ja sparen, um Geräte zu niedrigen Preisen anbieten zu können. In der Preisklasse bis 150 Euro führt vorerst kein Weg an der DeLonghi Dedica EC685 vorbei.

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Kommentare

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Kurt Schmidt
Kurt Schmidt

Da gehe ich zum Italiener gegenüber, der hat auch extra Pulver dafür.

Richard Blau
Richard Blau

Ja am besten ist es wenn du eine Mühle dazu hast

Coffeeness
Coffeeness

In der Preisklasse absolut ungeschlagen. Sehr gutes Gerät zum Einstieg. Aber bitte nicht den guten und frischen Espresso vergessen 😉 Mir hat der Test, wie immer, viel Spaß gemacht!