Die beste günstige Espresso­maschine

Test günstige Siebträger-Espressomaschine – Testsieger Delonghi EC 680 Dedica

Die beste günstige Espressomaschine ist die DeLonghi EC 680 Dedica. Sie liefert fachgerecht zubereiteten Espresso aus dem Siebträger, ist mit einer Milchschaumlanze ausgestattet und bietet mehr Einstellungsmöglichkeiten als andere Geräte dieser Preisklasse. So hat man besonders großen Spielraum beim Optimieren und Perfektionieren des Espressos. Ihr großer Funktionsumfang und der günstige Preis machen die DeLonghi 680 damit auch zur besten Espressomaschine für Einsteiger.

Für eine gute Espressomaschine kann man sehr viel Geld ausgeben – aber wie sieht es mit den günstigen aus? Wer keine Kapselmaschine will, aber trotzdem nicht viel Geld ausgeben will, hat keine große Auswahl. Derzeit gibt es nur drei gute Espressomaschinen für unter 150 Euro. Wir haben sie für Sie getestet. Da die Auswahl in der Preisklasse so dünn ist, haben wir auch noch ein teureres Modell hinzugenommen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: DeLonghi EC 680 Dedica

Test günstige Siebträger-Espressomaschine – Testsieger Delonghi EC 680 Dedica
Für den Einstieg die perfekt Espressomaschine.
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von 18 Lesern gekauft

Die Einsteiger-Preisklasse der Espressomaschinen bis etwa 200 Euro ist von vielen Herstellern reich bestückt. Aber Qualität hat ihren Preis. Günstige Geräte haben meist deutliche Schwächen und Mängel bei der Verarbeitung und Funktionalität.

Wer trotzdem für den Anfang nicht viel Geld ausgeben will, ist mit der DeLonghi EC 680 Dedica sehr gut beraten. Mit ihrer Qualität und Ausstattung ist sie in der Einsteigerklasse einzigartig. Sie punktet mit großzügigen Einstellungsmöglichkeiten, einem sehr guten Milchschaum und tollem Espresso.

Eine gleichwertige Espressomaschine bekommt man nicht für weniger Geld, für eine bessere muss man erheblich mehr Geld investieren.

Besser aber teurer: Rancilio Miss Silvia

Test günstige Espressomaschine: Rancilio Miss Silvia
Die Rancilio Silvia ist ein solider Klassiker.

Nicht mehr so richtig Einsteiger-Modell ist die Rancilio Miss Silvia, aber da sie ein absoluter Klassiker ist, darf sie hier nicht fehlen – noch dazu, weil sie für ihre Klasse zu einem guten Preis zu haben ist.

Sie ist optimal voreingestellt, was die Bedienung erheblich erleichtert. Verschiedene Mahlgrade lassen Sie in der Zubereitung Ihres Espressos experimentieren. Der größte Unterschied zu unserem Favoriten dürfte wohl ihre Langlebigkeit sein – wenn Sie bereit sind mehr zu investieren, werden Sie mit der Miss Silvia lange Freude haben.

Etwas günstiger: Krups XP3440

Test günstige Espressomaschine: Krups XP3440
Nicht schlecht, aber mehr Kunstoff als bei der Delonghi Dedica

Ein bisschen weniger müssen Sie für die Krups XP3440 ausgeben. Allerdings kann man hier die Wassertemperatur nicht einstellen und auch eine Speicherung der Wassermenge ist nicht möglich. Ansonsten ist sie mit unserem Favoriten vergleichbar und wir finden, die paar Euro mehr kann man problemlos investieren, um mit der Dedica die beste Maschine zu erwerben.

Vergleichstabelle

Unser FavoritBesser aber teurerEtwas günstiger
Modell DeLonghi EC 680 Dedica Rancilio Miss Silvia Krups XP3440 DeLonghi ECP31.21
Test günstige Siebträger-Espressomaschine – Testsieger Delonghi EC 680 DedicaTest günstige Espressomaschine: Rancilio Miss SilviaTest günstige Espressomaschine: Krups XP3440Test günstige Espresso­maschine: DeLonghi ECP31.21
Pro
  • Toller Espresso und viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Sehr langlebig und perfekt zum Experimentieren
  • Etwas günstiger als der Testsieger
  • Etwas günstiger
Contra
  • Nicht so standfest, da sehr schlank geschnitten
  • Teuer, da eigentlich nicht mehr wirklich Einstiegsmodell
  • Wassertemperatur nicht einstellbar
  • Design ist nicht so schön wie beim Testsieger
Bester Preis
Technische Daten  

Was bringt eine Siebträger-Espressomaschine?

Eine Espressomaschine ist unverzichtbar, wenn man auf wirklich guten Espresso Wert legt. Sie presst mit etwa 9 bar Druck heißes Wasser durch einen Siebträger, der mit fein gemahlenem und getampertem Espressopulver gefüllt ist. Getampert heißt, dass der Kaffee mit einem Tamper, der wie ein runder Stempel aussieht, leicht zusammengedrückt wird.

Weil für einen echten Espresso ein hoher Wasserdruck nötig ist, bereiten die bekannten Aluminium-Kännchen für den Herd keinen richtigen Espresso zu, auch wenn sie oft «Espressokocher” genannt werden. Den Unterschied sieht man an der Crema: den leckeren braunen Schaum auf dem Espresso kriegen die Herdkännchen nicht hin.

Für einen echten Espresso braucht es dagegen relativ anspruchsvolle Technik. In Handarbeit lässt sich der nötige Druck nur mit einer Handhebelmaschine herstellen, und die ist eher was für Liebhaber und Fortgeschrittene. Außerdem ist sie nicht ganz billig.

Espressobezug mit der Delonghi
Espresso wie vom Barista – mit der DeLonghi EC 680 Dedica ist das möglich.

Die einzige Alternative, die für den guten Espresso zu Hause bleibt, ist ein Kaffeevollautomat. Der bietet den zusätzlichen Komfort, dass er die Espressobohnen portionsweise frisch mahlt, so dass keine Kaffeemühle benötigt wird. Allerdings ist der Espresso aus dem Kaffeevollautomaten nicht hundertprozentig so, wie ein Espresso eigentlich sein sollte. Denn die Automatik dieser Geräte kommt bei dem feinen Mahlgrad, der für Espressos eigentlich üblich ist, ins Stolpern. Deshalb mahlen sie etwas gröber. Sie liefern trotzdem gute Ergebnisse, aber wer einen Espresso wie vom Barista trinken und die Feinheiten der richtigen Zubereitung verstehen will, braucht eine Siebträger-Espressomaschine.

Ein Kosten-Nachteil gegenüber dem Kaffeevollautomaten ist damit schon angesprochen: Man braucht zusätzlich eine gute Kaffeemühle. Natürlich kann man auch gemahlenen Espresso kaufen, aber das ist mangels Frische nicht zu empfehlen. Das wäre etwa so, als ob man sich einen hochmodernen Küchenherd anschaffen und dann nur Fertiggerichte darin aufbacken würde.

Auf was man beim Kauf achten muss

Ein wichtiger und heikler Punkt bei Espressomaschinen ist die Wassertemperatur. Ist das Wasser nämlich zu heiß, verbrennt das Espressopulver – und damit der größte Teil des Aromas.

Das ist ein großes Problem für Espressomaschinen mit Milchschäumer. Denn um die Milch mit Wasserdampf aufzuschäumen, muss das Wasser auf über 100 Grad erhitzt werden. Das ist zu heiß fürs Espressobrühen, das etwa bei 90 Grad stattfinden sollte. Also muss das Wasser nach dem Milchaufschäumen eine Weile abkühlen oder nach der Zubereitung des Espressos wieder erhitzt werden – je nachdem, in welcher Reihenfolge beides passieren soll.

Für etwas mehr Geld gibt es deshalb sogenannte «Zweikreiser”-Espressomaschinen. Diese haben im Innern zwei getrennte Wasserkreisläufe, um das Wasser für Espresso und Milchschaum gleichzeitig auf die richtige Temperatur zu bringen. Das ist Ideal, weil der Cappucchino am besten schmeckt, wenn man Espresso und Milch nach dem Brühen schnell zusammenführt.

Aber auch mit günstigeren «Einkreisern” wie dem DeLonghi EC 680 Dedica kann das Problem elegant gelöst werden. Dazu drückt man nach dem Milchaufschäumen die Espresso-Taste und lässt heißes Wasser durch die Schaumlanze ab. Dabei läuft automatisch kühles Wasser nach. So beschleunigen Sie das abkühlen. Wenn die Taste aufhört zu blinken, ist die richtige Temperatur erreicht.

Es geht also auch mit einem Einkreiser ohne langes Warten, aber dazu muss das Gerät die richtige Temperatur registrieren und anzeigen. Die billigen Discount-Geräte können das nicht.

Wenn für die richtigen Temperaturen gesorgt ist und der nötige Druck aufgebaut wird, sind schon mal die wichtigsten Kriterien erfüllt. Doch eine Espressomaschine ist eben kein Automat. Um die Benutzung wirklich zu beherrschen und Ihren Espresso zu perfektionieren, müssen Sie sich mit den Feinheiten wie Mahlgrad und Durchlaufzeit vertraut machen und damit experimentieren.

Ein wichtiges Kaufkriterium sind deshalb auch die Einstellungsmöglichkeiten, die eine Espressomaschine zu bieten hat. Zum Beispiel ist es sehr sinnvoll, die Wassermenge pro Getränk einstellen zu können, weil sie Einfluss auf die Qualität des Espressos hat. Schön ist außerdem, die Wassertemperatur nach Geschmack regeln zu können, auch wenn es bei einer guten Voreinstellung nicht unbedingt nötig ist. Je nach den individuellen Gewohnheiten ist auch eine Einstellungsmöglichkeit für die automatische Abschaltung der Maschine sinnvoll.

Die Größe und das Gewicht der Maschine sind eine zweischneidige Angelegenheit. Eine schlanke und kleine Maschine macht sich in der Küche nicht so breit, nimmt aber mangels Gewicht gerne mal Reißaus beim Einhängen des Siebträgers. Bei den leichteren sind deshalb dafür beide Hände nötig.

So haben wir getestet

Die Vor- und Nachteile verschiedener Espressomaschinen mit Siebträger sind vielfältig und teilweise auch subjektiv, je nachdem, worauf Wert gelegt wird. Zur besseren Nachvollziehbarkeit verraten wir Ihnen daher in diesem Abschnitt die Kriterien, die wir uns für den Test angeschaut und nach denen wir bewertet haben.

Getestet haben wir neben der DeLonghi EC 680 Dedica noch die DeLonghi ECP31.21 und die Rancilio Miss Silvia. Es gibt außerdem zahlreiche Espressomaschinen zu Discount-Preisen, die wir nicht in den Test einbezogen haben, weil sie nicht die Mindestanforderungen der professionellen Zubereitung eines Espressos erfüllen.

Espresso und Milchschaum

Das Wichtigste bei einer Espressomaschine ist natürlich die Qualität der Getränke, die sie herstellt. Der Espresso darf nicht zu heiß gebrüht werden und sollte innerhalb von etwa 25 Sekunden durchlaufen. Je nach Sorte sollte er eine schöne Crema haben und das Aroma des verwendeten Kaffees zur Entfaltung bringen.

Milchschaum mit der EC 680
Milchschaum einfach und schnell zubereitet.

Beim vergleichenden Geschmackstest ist dabei immer zu berücksichtigen, dass schon kleine Unterschiede in der Zubereitung sich stark auf das Ergebnis auswirken können. Deshalb kann man Espressos verschiedener Maschinen nicht direkt miteinander vergleichen. Man müsste bei allen Maschinen mit den Einstellungen experimentieren, um ein einheitliches Ergebnis zu bekommen.

Der Milchschaum sollte relativ fest sein, eine einheitliche Konsistenz haben und zügig zustande kommen. Da die Zubereitung mit der Schaumlanze Handarbeit ist, wird es auf Dauer lästig, wenn das zu lange dauert.

Verarbeitung und Material

Sind alle Bestandteile der Maschine gut verarbeitet, klappert und wackelt nichts, tritt nirgends Wasser aus, fühlt sich alles gut an und macht einen stabilen Eindruck? In diese Kategorie gehören auch die verbauten Materialien. Edelstahl ist meist teureren Geräten vorbehalten, während die günstigeren mehr auf Kunststoff setzen. Das ist nicht schlimm, fließt aber in die Gesamtbewertung ein.

Bedienung und Ausstattung

Da Sie Ihre Zeit wahrscheinlich lieber mit einem schönen Espresso oder Cappuccino als mit Ihrer Espressomaschine verbringen, sollte deren Bedienung einfach und unkompliziert sein. Das lässt sich recht gut vergleichen.

Unter Ausstattung fällt Zubehör wie ein Tamper oder ein Milchbehälter. Ein weiteres Kriterium ist, ob sich die Einzelteile auseinandernehmen lassen und wie aufwändig das ist. Leichtes Auseinandernehmen ist nicht nur hilfreich bei der Reinigung, sondern auch nützlich, wenn mal ein Teil kaputtgehen sollte. Es ist immer wünschenswert, die Bauteile einzeln nachkaufen zu können, damit man bei einem kleinen Defekt oder Sprung nicht die ganze Maschine entsorgen muss. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch noch gut für die Umwelt.

Einstellungsmöglichkeiten

Ebenfalls lässt sich unter verschiedenen Geräten gut vergleichen, welche Einstellungen sie für die Getränkezubereitung bieten. Mehr ist im Prinzip immer besser, auch wenn es sinnvollere und weniger sinnvolle Einstellungen gibt. Die Wassermenge pro Getränk gehört zu den sinnvollen.

 

Espressomaschine mit Siebträger

Testsieger: DeLonghi EC 680 Dedica

Die DeLonghi EC 680 Dedica ist eine elegante, kleine Espressomaschine mit allen wichtigen Funktionen und einfacher Bedienung zu einem herausragend günstigen Preis. Sie heizt relativ schnell auf, liefert Milchschaum und Espresso von guter bis sehr guter Qualität und überzeugt mit großzügigen Einstellungsmöglichkeiten.

Unser Favorit: DeLonghi EC 680 Dedica

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Wer sich eine Espressomaschine für zu Hause wünscht und möglichst wenig Geld ausgeben will, braucht nicht länger zu suchen. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis findet man im Moment nirgends!

Schlanke Maschine mit Edelstahlverkleidung

Edelstahl findet man bei Espressomaschinen und Kaffeevollautomaten in der Einsteigerklasse nur selten. Auch das Gehäuse der DeLonghi EC 680 Dedica ist aus Kunststoff – aber außen mit Edelstahl verkleidet, so dass sie wirklich schick aussieht. Der Silber-Look und die abgerundete Form erinnern an die professionellen Espressomaschinen aus der Gastronomie. Alternativ gibt es die DeLonghi EC 680 auch in Schwarz oder Rot.

Die schlanke Form macht sich optisch ebenfalls sehr gut und spart Platz in der Küche. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Maschine dadurch nicht allzu standfest ist. Beim Einhängen oder Herausnehmen des Siebträgers muss die Maschine mit der anderen Hand festgehalten werden.

Einfache Bedienung

Die Bedienung besteht aus drei Tasten an der Oberkante der Maschine: Je eine für einen einfachen oder doppelten Espresso sowie eine zum Aufheizen des Wassers für die Milchschaumlanze. Durch Blinken oder stetiges Leuchten zeigen die Tasten an, ob die Maschine startklar ist. Das ist angenehm einfach, übersichtlich und intuitiv. Durch längeres Gedrückthalten der Tasten kann man weitere Einstellungen vornehmen und speichern. Dazu gleich mehr.

Die Milchschaumlanze funktioniert ebenfalls prima und macht die Sache einfacher als bei vielen anderen Espressomaschinen. Dabei hilft der sogenannte Pannarello-Aufsatz, der automatisch die Luft ansaugt, die zum Aufschäumen nötig ist. Damit muss man im Grunde nur den Milchbehälter unter die Lanze halten und die Maschine macht den Rest.

Einstellungen und Programmierung

Die DeLonghi 680 EC bietet Einstellungsmöglichkeiten für die Wassermenge und -temperatur, die Abschaltautomatik und die Wasserhärte.

Für den Barista ist die Wassermenge die interessanteste Einstellung, weil sie sich direkt auf das Aroma und die Stärke des Espressos auswirkt. Damit kann sehr schön experimentiert werden, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich der Espresso durch Unterschiede in der Zubereitung verändert. Die Wassermenge lässt sich stufenlos einstellen und speichern.

Die Wassertemperatur für den Espresso lässt sich in drei Stufen einstellen. Auch das ist sinnvoll, weil die Vorlieben hier manchmal sehr verschieden sind. Die Temperatur für das Milchaufschäumen ist davon unabhängig und bleibt gleich.

Die Einstellung der Wasserhärte wirkt sich darauf aus, wie oft die Maschine entkalkt werden will. Das zeigt sie ihrem Besitzer durch orangefarbenes Leuchten der Dampftaste. Je härter das verwendete Wasser, desto häufiger ist das der Fall. Dem Geschmack und der Lebensdauer der Maschine zuliebe sollte sie unbedingt regelmäßig entkalkt werden. Im Idealfall verwenden Sie schon von Anfang an entkalktes Wasser.

Zu guter Letzt kann man einstellen, nach wieviel Standby-Zeit die Maschine sich automatisch abschalten soll. Dabei stehen 9 Minuten, 30 Minuten oder 3 Stunden zur Auswahl.

Zubehör: Aroma-Siebe & Co.

Der mitgelieferte Siebträger ist für diese Preisklasse sehr solide und sitzt fest in der Halterung. DeLonghi liefert dazu drei sogenannte Aroma- oder Crema-Siebe mit. Sie bestehen jeweils aus zwei Schichten. Die eine ist das normale Sieb mit vielen kleinen Löchern, die andere hat nur ein größeres Loch in der Mitte. Das soll der Bildung einer Crema nachhelfen.

Hier wäre es schön gewesen, wenn auch ein einfaches Sieb zur Auswahl mitgeliefert würde. Das kostet schließlich nicht viel und eröffnet eine weitere Möglichkeit zum Ausprobieren, Variieren und Experimentieren. Wer darauf Lust hat, kann ein Sieb aber auch günstig nachkaufen.

Der im Lieferumfang enthaltene Tamper ist recht klein und aus Kunststoff. Am Ende seines Griffs befindet sich ein Kaffeelöffel. Auch wenn das nur ein kleines Manko ist, sieht man hier, dass der Hersteller gespart hat. Die Anschaffung eines besseren und schöneren Tampers ist zu empfehlen.

Der Wassertank ist abnehmbar und hat 1 Liter Fassungsvermögen. Auch die Auffangschale und ihre Edelstahl-Abdeckung können zur Reinigung abgenommen werden. Allerdings ist keines der Teile spülmaschinenfest. Passend zur Philosophie einer Espressomaschine ist also auch bei der Reinigung Handarbeit gefragt.

Was sagen die anderen?

Die Stiftung Warentest sieht die DeLonghi EC 680 als ideales Einsteigermodell und vergibt die Note 2,1 (Test 12/2016):

»Die schmale Maschine brüht guten Espresso mit eher wenig Crema. Volumen und Tem­peratur lassen sich anpassen und abspeichern. […] Besitzt eine Dampf­düse mit abnehm­barem Pannarello, der Luft in die Milch drückt. Er erleichtert das Schäumen, allerdings wird der Schaum recht grobporig. Ohne den Auf­satz, aber mit Übung und der richtigen Technik gelingt ein sehr feiner und cremiger Milch­schaum. Leicht zu bedienen: Der Sieb­träger lässt sich pro­blemlos ein­setzen. […]«

Im Vergleichstest von ETM Testmagazin landet die DeLonghi nur haarscharf am Testsieg vorbei auf dem zweiten Platz (Ausgabe 05/2015). Im Fazit heißt es:

»Die Espressomaschine Dedica EC 680.BK von De‘Longhi ist all denjenigen Personen zu empfehlen, die ihren Espresso dem eigenen Geschmack (oder demjenigen eventueller Gäste) anpassen möchten.«

In meinem Test auf Coffeeness.de bekam die Maschine von DeLonghi die Testnote 2,0. Alles in allem kann ich die Delonghi EC 680 für Einsteiger sehr gut empfehlen. Die kurze Aufheizzeit durch den Termoblock ist auf jeden Fall ein großer Vorteil und die vielen Einstellungsmöglichkeiten sind in dieser Preisklasse eine absolute Ausnahme.

Alternativen

Es gibt auch noch deutlich günstigere Espressomaschinen, die im Preis zum Teil für unter 100 Euro zu haben sind. Die sind aber mit Vorsicht zu genießen, wenn Sie einen Espresso von guter Qualität zubereiten wollen.

Das häufigste und schwerwiegendste Problem ist, dass die sehr günstigen Geräte keine genaue und zuverlässige Regulierung der Temperatur zulassen. Das macht das Abkühlen des Wassers nach dem Milchaufschäumen zur Herausforderung. Oft ist es dem Zufall überlassen, ob der Espresso verbrennt und damit bitter wird.

Außerdem macht sich der niedrige Preis in der Verarbeitung bemerkbar. Die Geräte sind leichter und es kommt öfter vor, dass etwas wackelt, Teile nicht genau passen, unerwünscht Wasser austritt oder der Siebträger auch mal zu fest in der Aufhängung sitzt. Je günstiger das Gerät ist, desto mehr wird es zur Glückssache, ob es nach Wunsch funktioniert und auch eine Weile hält.

Wer dagegen mehr will, muss gleich deutlich mehr Geld ausgeben, denn unser Testsieger ist im Einstiegssegment ziemlich konkurrenzlos. Die nächsten eindeutig besseren Maschinen kosten alle eine Ecke mehr.

Besser aber teurer: Rancilio Miss Silvia

Test günstige Espressomaschine: Rancilio Miss Silvia
Die Rancilio Silvia ist ein solider Klassiker.

Die Rancilio Miss Silvia ist zwar kein Einsteiger-Gerät mehr, zeichnet sich aber durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

Sie ist ein absoluter Klassiker, der vor allem für Unverwüstlichkeit und Zuverlässigkeit steht. Dementsprechend glänzt sie mit einem minimalistisch schicken und robusten Edelstahlgehäuse und hat mit 14 kg Gewicht einen festen Stand.

Wassermenge und -temperatur lassen sich nicht einstellen, aber das macht nichts, denn die Voreinstellungen sind bereits optimal. Wer beim Espresso die Zubereitung variieren will, kann das durch die Verwendung verschiedener Mahlgrade tun.

Die Rancilio Miss Silvia genügt professionellen Ansprüchen, lässt den Espresso mühelos gelingen und verspricht eine lange Lebensdauer. Ein heißer Kandidat für alle, die Wertarbeit schätzen und bereit sind, etwas mehr zu investieren.

Etwas günstiger: Krups XP3440

Test günstige Espressomaschine: Krups XP3440
Nicht schlecht, aber mehr Kunstoff als bei der Delonghi Dedica

Etwas günstiger als unser Favorit ist die Krups XP3440: Sie bewegt sich preislich bei um die 100 Euro und sieht dafür mit ihrer Kombination aus mattem Schwarz und glänzendem Aluminium ziemlich hochwertig aus.

Ihr fehlt allerdings neben einer Einstellung für die Wassertemperatur auch eine Speicherfunktion für die Wassermenge. Hier dreht man bei jeder Getränkezubereitung manuell den «Wasserhahn” zu und stoppt damit den Durchlauf. So regeln viele günstige Espressomaschinen die Wassermenge für den Espresso. Eine Speicherung ist natürlich genauer und bequemer.

Davon abgesehen ist die Krups XP3440 in Funktionsumfang und Ausstattung mit unserem Testsieger vergleichbar.

Positiv fällt auf, dass auch höhere Tassen und Gläser unter den Kaffeeauslauf passen. Hier gibt es bei vielen – auch hochwertigen – Espressomaschinen und Kaffeevollautomaten Einschränkungen, was vor allem ärgerlich ist, wenn man gerne Latte Macchiato aus hohen Gläsern trinkt.

Kommentare

3 Kommentare zu "Die beste günstige Espresso­maschine"

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Da gehe ich zum Italiener gegenüber, der hat auch extra Pulver dafür.

Ja am besten ist es wenn du eine Mühle dazu hast

In der Preisklasse absolut ungeschlagen. Sehr gutes Gerät zum Einstieg. Aber bitte nicht den guten und frischen Espresso vergessen 😉 Mir hat der Test, wie immer, viel Spaß gemacht!

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