Die beste Vollformat­kamera für Einsteiger

Test: Vollformat­kamera für Einsteiger – Testsieger Canon EOS 6D

Die Canon EOS 6D ist die beste Spiegelreflexkamera für Einsteiger ins Vollformat. Die Kamera begeistert vor allem mit ihrer phantastischen Bildqualität, die an Top-Modelle heranreicht – insbesondere auch bei hohen ISO-Werten.

Update 2. Juni 2016

Wir haben unsere Empfehlungen noch einmal überprüft. In diesem Marktsegment gibt es aber nach wie vor keine Neuerungen. Die Canon EOS 6D bleibt für uns die beste Vollformat-Kamera für Einsteiger.

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2. Mai 2015

Im Bereich Vollformatkameras hat sich wenig getan. Wir haben uns die wenigen neuen Modelle, die dieses Jahr bislang auf den Markt gekommen sind, angesehen. Keines kommt an unseren Favoriten heran. Die Canon EOS 6D ist immer noch die beste erschwingliche Vollformatkamera, die man zur Zeit kaufen kann.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Favorit

Canon EOS 6D

Test Vollformat­kamera für Einsteiger: Canon EOS 6D
Die Canon ist sowohl für anspruchsvolle Fotografen, als auch für Einsteiger eine gute Wahl.

Unter dem Strich liefert Canon mit der EOS 6D das stimmigste Gesamtpaket: tolle Bildqualität auch bei wenig Licht, üppige Ausstattung – und das ganze zu einem sehr vernünftigen Preis. Wenn Sie der Einstieg ins Vollformat reizt, ist die Canon EOS 6D genau das Richtige für Sie.

Weniger Ausstattung

Nikon D610

Test: Vollformat­kamera für Einsteiger: Nikon D610
Ähnlich gut im Bild, aber weniger schneller Autofokus und mager in der Ausstattung.

Die Bildqualität ist bei der Nikon D610 genauso gut wie bei unserem Testsieger – für gerade einmal knapp 50 Euro weniger fehlt ihr aber das interne Wifi und ein GPS-Modul. Beides ist nachrüstbar, kostet aber natürlich nochmal extra. Dafür ist ein Blitz mit an Bord und der Autofokus ist ein bisschen besser.

Im Großen und Ganzen ist die Canon Preis-Leistungs-technisch für uns die bessere Wahl.

Alternative: Systemkamera

Sony Alpha 7

Test: Vollformat­kamera für Einsteiger: Sony Alpha 7
Bietet eine leicht bessere Bildqualität, verfügt als Systemkamera aber nur über einen elektronischem Sucher.

Sehr günstig aber keine echte Spiegelreflexkamera ist die Sony Alpha 7. Die Bildqualität ist leicht besser als die der Canon und der Nikon, dafür hat sie – bedingt durch die Tatsache, dass sie eine Systemkamera ist – nur einen elektronischen Sucher und keinen Bordblitz.

Wenn es nicht unbedingt eine Spiegelreflexkamera sein muss, dann sehen Sie sich die Sony mal genauer an.

Vergleichstabelle

Der FavoritWeniger AusstattungAlternative: Systemkamera
Modell Canon EOS 6D Nikon D610 Sony Alpha 7
Test Vollformat­kamera für Einsteiger: Canon EOS 6DTest: Vollformat­kamera für Einsteiger: Nikon D610Test: Vollformat­kamera für Einsteiger: Sony Alpha 7
Pro
  • Tolle Bildqualität und "Live-View"-Funktion
  • Mit Bordblitz
  • Toller Preis und sehr gute Bildqualität
Contra
  • Display nicht klappbar und kein Bordblitz
  • Kein internes Wifi und GPS-Modul
  • Kein Bordblitz und nur ein elektronischer Sucher
Bester Preis
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Wozu eine Vollformatkamera?

Kleinbild- oder Vollformat-Kameras bilden die Königsklasse der Digitalfotografie. Ihr Bildwandler weist gegenüber DSLRs oder Systemkameras mit APS-C-Sensor die doppelte Fläche auf.

Das hat aber seinen Preis: Früher waren Vollformatkameras erst ab mehreren tausend Euro zu haben – und damit nur etwas für Profis. Inzwischen gibt es aber auch immer günstigere Einsteigermodelle mit Vollformatsensor. Wobei günstig natürlich relativ ist: mehr als 1000 Euro muss man auch heute noch auf jeden Fall für eine Vollformatkamera ausgeben.

Die Vorteile von Vollformatkameras liegen auf der Hand: Auch bei sehr schwachem Licht zeichnen sie noch rauscharme Fotos auf und auch Bildschärfe und Kontrastumfang sind höher als bei einer APS-C-Kamera. Zudem ermöglicht der große Sensor ein interessantes Spiel mit Schärfe und Unschärfe.

Die Schattenseite: Vollformatkameras sind meist groß und schwer.

Nicht so unser Favorit, die Canon EOS 6D. Sie bleibt mit einem Betriebsgewicht von 755 Gramm – inklusive Akku und Speicherkarte aber ohne Objektiv – durchaus noch tragbar.

Unser Favorit: Canon EOS 6D

Die aufwändige Technik der EOS 6D ist sicher verpackt, Canon ummantelt sie mit einem spritzwassergeschützten Gehäuse. Es besteht größtenteils aus einer leichten, widerstandsfähigen Magnesiumlegierung. Obwohl die Kamera in ihrer Klasse recht klein ausfällt, liegt sie sicher in der Hand – dafür sorgt eine stark ausgeformte Griffwulst.

Der Favorit

Canon EOS 6D

Test Vollformat­kamera für Einsteiger: Canon EOS 6D
Die Canon ist sowohl für anspruchsvolle Fotografen, als auch für Einsteiger eine gute Wahl.

Wie es sich für eine DSLR für ambitionierte Fotografen gehört, ist die EOS 6D mit einer Vielzahl an Bedienelementen ausgestattet. Hat man sich daran erst einmal gewöhnt, bedienen Sie die Kamera über die Knöpfchen und Einstellräder selbst dann, wenn Sie durch den Sucher blicken. Und durch diesen Sucher schaut man gerne! Denn wie bei allen Vollformatkameras ist das Sucherbild ausgesprochen groß und hell – da sind auch feinste Details noch klar auszumachen.

Alternativ lässt sich das Sucherbild auch aufs Display legen, Canon gilt als Pionier dieser »Live-View«-Funktion. Wer mag, kann dann mit der DSLR am ausgestreckten Arm fotografieren wie mit einer Kompaktkamera. Oder eine Blume in Bodenhöhe aufnehmen, ohne sich die Hose schmutzig zu machen.

Bildqualität vom Feinsten

Wenn es um die Bildqualität geht, spielt die EOS 6D den Vorteil ihres großen Vollformatsensors gnadenlos aus. Das gilt insbesondere, sobald hohe ISO-Werte erforderlich werden.

Wenn im Schummerlicht Kameras mit kleinerem Sensor sichtbar rauschen oder deren Rauschunterdrückung mit den Störpixeln auch gleich noch feinste Details wegbügelt, bleibt die EOS 6D souverän. Da gelingen selbst in einem dunklen Kirchenschiff oder im schummrigen Partykeller noch eindrucksvolle Fotos. Gerade für derartige Situationen bietet die EOS 6D zudem einen »Quiet«-Modus, bei dem die Kamera sehr leise auslöst.

Aber auch in allen anderen Belangen liefert die EOS 6D eine Bildqualität ohne Fehl und Tadel, die sich auf Augenhöhe zu Canons Top-Modell EOS 5D III bewegt: Farben gibt sie wunderbar nuanciert wieder, auch hohe Motivkontraste verarbeitet sie mit Leichtigkeit und liefert feinstens aufgelöste Fotos, die sich in großen Formaten ausgeben lassen.

Kleine Lücken in der guten Ausstattung

Auf den ersten Blick richtet sich die EOS 6D klar an erfahrene Fotografen, die schon wissen, was sie alles einstellen müssen. Aber die EOS 6D hält auch eine Vollautomatik bereit, die alles selbst regelt. Alternativ geben Sie für eine Motivsituation wie Landschaft, Sport oder Portrait gezielt das geeignete Programm vor.

Doch auch für anspruchsvolle Fotografen hat die EOS 6D einiges zu bieten. Etwa die Multi-Shot-Rauschunterdrückung. Dabei nimmt die Kamera in rascher Folge vier Fotos auf, die sie zu einem Bild mit deutlich verringertem Rauschen vereint. Für Actionfotos ist das natürlich nichts. Aber bei Architektur- oder Landschaftsaufnahmen unter widrigen Lichtbedingungen lässt sich die Bildqualität mit der Multi-Shot-Rauschunterdrückung sichtbar steigern.

Ganz ähnlich funktioniert das HDR-Programm: Es verschmilzt drei unterschiedlich belichtete Aufnahmen zu einem Bild mit perfekt durchgezeichneten Schatten- und Lichterpartien; ideal zum Beispiel, wenn die gleißende Mittagssonne harte Kontraste erzeugt.

Canon die EOS 6D auch mit einem GPS-Logger ausgestattet. Ist der eingeschaltet, speichert die Kamera zu jeder Aufnahme die Ortskoordinaten. Wer mit der EOS 6D in Urlaub fährt, muss später also nicht rätseln, wo denn nun dieser eindrucksvolle Leuchtturm stand oder an welchem Strand Sie den stimmungsvollen Sonnenuntergang aufgenommen haben.

Ein WiFi-Netzwerk hat Canon der EOS 6D ebenfalls spendiert. Damit lässt sich die Kamera zum Beispiel via Smartphone oder Tablet auslösen, falls die kostenlose App »EOS Remote« (für Android und iOS erhältlich) auf dem Mobilgerät installiert ist. Und natürlich lassen sich so auch drahtlos Fotos von der Kamera aufs Smartphone oder Tablet übertragen.

Was der EOS 6D indes fehlt, ist ein Bordblitz. Eigentlich kann man bei der Kamera ganz gut auf ein Blitzlicht verzichten, ihre hohe ISO-Empfindlichkeit macht’s möglich. Aber um etwa ein Portrait im Gegenlicht aufzuhellen, wäre ein kleiner Lichtspender durchaus praktisch. Wer darauf nicht verzichten möchte, kann aber ein separat erhältliches Systemblitzgerät in den Zubehörschuh der EOS 6D stecken.

Schade ist auch, dass das Display nicht klappbar ist – das erschwert die Sucherbildkontrolle bei ungewöhnlichen Perspektiven. Zum anderen bewegt sich der Autofokus im Live-View-Modus langsam wie eine Schnecke – zwei Sekunden und länger sollten Sie ihm schon geben, bis er sein Ziel gefunden und scharf gestellt hat. Im Zweifel findet man sein Bild also besser durch den Sucher.

Problematisch ist der langsame Autofokus vor allem bei Videoaufnahmen, denn die sind grundsätzlich nur im Live-View-Modus möglich. Bei schnellem Geschehen muss man auf den manuellen Fokus ausweichen.

Ein weiteres kleines Manko des Autofokus der EOS 6D ist, dass die Kamera nur auf Motive scharf stellen kann, die sich nahe dem Bildzentrum befinden – die Bildränder werden vom Autofokus nicht erfasst. Immerhin findet das AF-System auch bei sehr schwachem Licht zuverlässig sein Ziel.

Für flotte Action-Motive ist die EOS 6D jedoch wiederum weniger gut geeignet, dafür tritt sie mit einer Serienbildrate von gut 4 Bildern/Sekunde zu gemächlich an.

Canon EOS 6D im Testspiegel: Was die anderen meinen

Dass die Canon EOS 6D derzeit die beste Vollformatkamera-DSLR für den kleinen Geldbeutel ist, darin sind sich alle einig. Obwohl die 6D schon seit fast zwei Jahren auf dem Markt ist, spielt sie auch bei aktuellen Tests immer noch ganz vorne mit.

So geht die EOS 6D im großen Vergleichstest von Audio Video Foto Bild als Testsieger hervor. Testsieger ist sie auch bei FOTOTEST mit 98,7 von 100 Punkten und bei der Zeitschrift PHOTOGRAPHIE. Im aktuellen Test von Colorfoto ist sie der Preis-Leistungs-Kauftipp und DigitalPHOTO vergibt 4,5 von 5 Sternen.

Computer Bild bilanziert nach ihrem Test:

»Canon bietet mit der EOS 6D richtig viel Kamera für ein vergleichsweise schmales Budget – vor allem wegen der selbst bei astronomischen ISO-Werten beeindruckenden Bildqualität.«

Ganz ähnlich sieht es auch CHIP: »Vollformat-DSLR mit hervorragender Bildqualität, guter Ausstattung und den innovativen Merkmalen WLAN und GPS«, lautet dort kurz und bündig das abschließende Testurteil.

Das amerikanische Webportal Digital Photography Review bemängelt zwar den fehlenden Bordblitz, kommt aber zu dem Schluss:

»Die EOS 6D kombiniert eine sehr gute Bildqualität mit einer eindrucksvollen High-ISO-Leistung, dem klassenbesten Low-Light-Autofokus sowie WiFi- und GPS-Funktionen.«

Für wen sich die Kamera besonders eignet, bringt digitalkamera.de auf den Punkt:

»Die 6D ist vor allem für Fotografen, die gerne bei wenig Licht ohne Blitz arbeiten wollen, absolut spitze.«

Alternativen

Gemessen am Preis gibt es derzeit keine bessere Vollformat-DSLR als die Canon EOS 6D, da sind sich alle Tester einig.

Weniger Ausstattung

Nikon D610

Test: Vollformat­kamera für Einsteiger: Nikon D610
Ähnlich gut im Bild, aber weniger schneller Autofokus und mager in der Ausstattung.

Eine ähnlich gute Bildqualität liefert die Nikon D610 mit 24-Megapixel-Vollformatsensor für rund 100 Euro mehr.

Die Nikon D610 bringt einen Bordblitz mit, verzichtet aber auf ein internes WiFi- und GPS-Modul – beides lässt sich optional nachrüsten.

Das Autofokusmodul der Nikon D610 deckt einen etwas größeren Bereich ab, ist aber nicht ganz so reaktionsschnell wie das der Canon EOS 6D.

Alternative: Systemkamera

Sony Alpha 7

Test: Vollformat­kamera für Einsteiger: Sony Alpha 7
Bietet eine leicht bessere Bildqualität, verfügt als Systemkamera aber nur über einen elektronischem Sucher.

Wenn es vor allem auf den Preis ankommt, ist die Sony Alpha 7 unschlagbar. Allerdings ist das keine Spiegelreflexkamera, sondern die erste spiegellose Systemkamera mit einem Vollformatsensor.

Die Bildqualität der Sony Alpha 7 ist nochmals etwas besser als die der Canon und der Nikon. Dafür gibt es bei der Alpha 7 aber nur einen elektronischen Sucher und ein Bordblitz fehlt ihr ebenfalls.

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