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Die beste gusseiserne Pfanne

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gusseiserne Pfanne Test: Gusseisen Pfannen Gruppenfoto
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 8 gusseiserne Pfannen getestet. Die beste ist für uns die Servierpfanne Skeppshult 0285T. Die schwedische Pfanne ist akkurat verarbeitet und bereits ab Werk mit Pflanzenöl eingebrannt. Sie hat eine relativ glatte Oberfläche, auf der sowohl Spiegeleier als auch scharfes Anbraten gelingen.

Update 15. Juni 2020

Wir haben eine Angabe zum Test der Utopia-Bratpfanne korrigiert.

Gusseiserne Pfannen ohne Beschichtung sind der Klassiker unter den Küchengeräten. Die Pfannen sind ideal zum Braten auf hoher Temperatur, daher sind sie besonders gut zum Anbraten und Schmoren von Fleisch geeignet. Das Ergebnis sind Speisen mit unvergleichlichem Geschmack.

Einer der Hauptvorteile von Gusseisenpfannen gegenüber Edelstahl und emaillierten Pfannen liegt in der Patina. Durch das Braten bildet sich mit der Zeit eine Schicht, die ähnlich wie eine Antihaftbeschichtung wirkt. Um diese Schicht zu erhalten, darf man gusseiserne Pfannen aber nicht in der Geschirrspülmaschine spülen und auch bei der Handwäsche sollte möglichst wenig Spülmittel verwendet werden.

Gusspfannen sind äußerst langlebig, die schweren, massiven Pfannen sind praktisch unzerstörbar. Manch eine gusseiserne Pfanne wechselt sogar von einer Generation in die nächste.

gusseiserne Pfanne Test: Guss Praxis
Speziell Kurzgebratenes erhält in der gusseiserne Pfanne die richtige Bräune und bleibt innen saftig.

Aufgrund des hohen Gewichts des gusseisernen Korpus können die Pfannen in der Regel nicht einhändig bedient werden. Sie wiegen diesem Nachteil jedoch durch eine sehr gute Wärmespeicherung auf. Außerdem können Sie auf jeder beliebigen Wärmequelle genutzt werden, vom offenen Feuer bis zum Induktionskochfeld.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Skeppshult 0285T

Test gusseiserne Pfanne: Skeppshult Servierpfanne
Scharfes Anbraten in Perfektion, Eierspeisen ohne Anbrennen, ab Werk mit Pflanzenöl-Patina – die Skeppshult gefällt.

Die Skeppshult 0285T ist erstklassig verarbeitet und bereits ab Werk eingebrannt. Aufgrund des Holzgriffes kann man die Pfanne, die wir in der 28-Zentimeter-Variante getestet haben, nicht in den Backofen schieben, dafür kann man sie auf dem Herd ohne Handschuhe bewegen, was bei den vielen anderen Gusseisenpfannen nicht ohne weiteres geht. Die Pfanne hat eine vergleichsweise glatte Oberfläche, auf der auch ein Spiegelei ohne zusätzliche Zugabe von Öl gelingt.

Auch gut

Lodge Bratpfanne

Test gusseiserne Pfanne: Lodge Gusseisen-Pfanne
Schnelles Aufheizen, Braten in Perfektion, handlich und Backofen geeignet – was will man mehr?

von 107 Lesern gekauft

Die Lodge ist eine fast ebenso gute Wahl. Der Klassiker mit dem kurzen Stiel wird in den USA hergestellt, wir hatten das Modell mit 26 Zentimeter Durchmesser im Test. Die Lodge hat einen ebenen Boden, heizt schnell auf (im Test per Induktion) und auch Spiegelei gelingt.

Gut & günstig

Amazon Basics Bratpfanne mit Stiel

Test gusseiserne Pfanne: Amazon Basics Gusseisen-Pfanne
Große, robuste Pfanne für die Familie und die Steak-Gelüste von Papa zum fairen Preis.

Keine Preise gefunden.

Eine Überraschung gelingt Amazon Basics mit seiner großen – allerdings auch schweren – gusseisernen Pfanne. Die Verarbeitung der 30-Zentimeter-Pfanne ist akkurat, der Boden ist plan. Nützlich sind die Ausgießer-Öffnungen an den Rändern. Die Pfanne kann im Ofen benutzt werden, Spiegelei und scharfes Anbraten sind kein Problem.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutGut & günstig
ModellSkeppshult 0285TLodge BratpfanneAmazon Basics Bratpfanne mit StielBurnhard Gusseisen-PfanneLe Creuset Gusseisen-BratpfanneCarl Victor CV-D28WUtopia Kitchen GusseisenpfanneBIOL Gusseisen-Pfanne
Test gusseiserne Pfanne: Skeppshult ServierpfanneTest gusseiserne Pfanne: Lodge Gusseisen-PfanneTest gusseiserne Pfanne: Amazon Basics Gusseisen-PfanneTest gusseiserne Pfanne: Burnhard Burnhard Gusseisen-PfanneTest gusseiserne Pfanne: Le Creuset Bratpfanne BratpfanneTest gusseiserne Pfanne: Carl Victor Gusseisen-PfanneTest gusseiserne Pfanne: Utopia Kitchen Gusseisen-PfanneTest gusseiserne Pfanne: BIOL Gusseisen-Pfanne
Pro
  • Akkurate Verarbeitung
  • Hohe Wärmespeicherung
  • Ab Werk Pflanzenöl Patina
  • Spiegelei ohne Anbrennen
  • Scharf anbraten ohne Fett (Schwein)
  • Akkurate Verarbeitung
  • Seitliche Ausgießer
  • Schnelles Aufheizen (Induktion), Spiegelei ohne Anbrennen
  • Scharf anbraten ohne Fett (Schwein)
  • Für den Backofen geeignet
  • Akkurate Verarbeitung
  • Seitliche Ausgießer
  • Schnelles Aufheizen (Induktion), Spiegelei ohne Anbrennen
  • Scharf anbraten ohne Fett (Schwein)
  • Für den Backofen geeignet
  • Akkurate Verarbeitung
  • Breiter Griff
  • Große seitliche Ausgießer
  • Griffschutz aus Leder
  • Für den Backofen geeignet
  • Akkurate Verarbeitung
  • Viele Farboptionen
  • Sehr gute Anleitung (Einbrennen)
  • Akkurate Verarbeitung
  • Ab Werk Pflanzenöl Patina
  • Spiegelei ohne Anbrennen
  • Scharf Anbraten ohne Fett (Schwein)
  • Akkurate Verarbeitung
  • Vergleichsweise leicht, einhändige Bedienung möglich
  • Seitliche Ausgießer
  • Spiegelei ohne Anbrennen
  • Geringes Gewicht, einhändige Bedienung möglich
  • Für den Backofen geeignet: Griff einfach abnehmbar
  • Scharf Anbraten ohne Fett (Schwein)
Contra
  • Nicht für den Backofen
  • Sehr schwer
  • Öl/Fett sammelt sich am Rand
  • Für das Gewicht ein zu schmaler Griff
  • Keine Anleitung (Einbrennen)
  • Sehr hohes Gewicht
  • Keine Anleitung (Einbrennen)
  • Öl/Fett sammelt sich am Rand
  • Öl/Fett sammelt sich am Rand:
  • Spiegelei brennt schnell an, kaum Öl in der Mitte
  • Testphase nötig: Spiegelei & scharf anbraten ohne Öl brennt an
  • Hohes Gewicht, einhändig nicht bedienbar
  • Griff umständlich montierbar
  • Öl/Fett sammelt sich am Rand
  • Hohes Gewicht, für einhändige Bedienung zu schwer
  • Nicht für den Backofen geeignet
  • Öl/Fett sammelt sich am Rand
  • Zu schmaler Griff
  • Scharf anbraten ohne Fett brennt etwas an
  • Öl/Fett sammelt sich am Rand
  • Griffverschraubung löst sich, sofern nicht sehr fest angezogen Pfannenboden verzogen nach Nutzung
  • Keine Einbrenn-Info
  • Spiegelei brennt an
  • Öl/Fett sammelt sich am Rand
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Darauf kommt es bei Gusseisen-Pfanne an

Wer seine Pfanne intensiv nutzt und trotzdem nicht alle paar Jahre ein neues beschichtete Modell kaufen möchte, liegt mit einer gusseisernen Pfanne goldrichtig, denn diese Pfannen halten bei entsprechender Pflege ein Leben lang.

Eine Pfanne aus Gusseisen kann auf jeder beliebigen Hitzequelle genutzt werden, mann kann sie sogar in die Glut des Lagerfeuers stellen, oder auf den Grillrost, auf einen Gasbrenner, auf einen Spirituskocher, auf eine Herdplatte, auf ein Ceranfeld oder auf den Induktionsherd.

gusseiserne Pfanne Test: Gusseisen 01
Klassisch braten mit einer Pfanne aus Gusseisen.

Gusseiserne Pfannen bestehen meistens aus einem Stück Metall. Dadurch kann man sie auch im Backofen als Auflaufform oder als Bräter verwenden. Für Modelle mit einem festen Griff aus Holz gilt das natürlich nicht. Gusseisenpfannen können mit Küchengeräten aus Stahl verwendet werden, ebenso kann man einen Stahlschwamm für die Reinigung verwenden.

Die »kalte« Hohlwölbung

Die Bodenplatte einer optimalen Pfanne aus Gusseisen ist nicht plan, sondern konkav. Man spricht von einer Hohlwölbung. Der Grund: Metall dehnt sich unter Wärmeeinfluss aus. Doch der Pfannenrand umgibt es wie eine Mauer. Durch die Wölbung kann sich das Metall nach unten ausdehnen, verschließt die Wölbung und bildet im erhitzen Zustand einen planen Boden.

gusseiserne Pfanne Test: Pfanne Heiss Pfanne Kalt Rothpfannen
Quelle: Kochgeschirrhersteller Roeth

Ein planer Boden würde beim Erhitzen ebenfalls nach unten Auswölben, die Pfanne würde dann auf einem glatten Ceran- oder Induktionskochfeld kippeln.

Die konkave Wölbung sieht man nicht nur auf der Unter-, sondern auch auf der Oberseite. Öl sammelt sich nicht in der Mitte der Pfanne, sondern wie in einem kleinen Burggraben im Randbereich.

Keine Pfanne liegt zu hundert Prozent plan auf der Herdplatte auf, denn man heizt beim Kochen eine Pfanne niemals so stark auf, wie es materialtechnisch möglich wäre. Deswegen wird die Hohlwölbung niemals vollständig gefüllt.

Einen Energieverlust durch einen Hohlraum muss man dennoch nicht befürchten: Bei Glaskeramik- und Induktionskochfeldern muss der Pfannenboden die Herdplatte nicht direkt berühren, um sich zu erhitzen. Glaskeramikherde arbeiten mit Strahlungsheizkörpern, Induktionsherde erzeugen die Hitze durch magnetische Wirbelströme im Boden der Herdplatte.

gusseiserne Pfanne Test: Bratpfanne Guss Carl Victor
Das Öl hat sich wegen des konkaven Bodens in die Randbereiche zurückgezogen-typisch für fast alle Pfannen.

Der »Ölgraben« am Rand bleibt mehr oder minder deutlich erhalten, das kann beim Braten von Nachteil sein. Wir müssen uns nämlich mühen, das Öl immer wieder in die Mitte der Pfanne zu schieben, wenn dort unser Fleisch oder die Eier braten. Von den Test-Pfannen war die Lodge das einzige Modell, bei dem uns kein deutlicher »Ölgraben« aufgefallen ist.

Eine ausführliche Beschreibung des Themas »kalte« Hohlwölbung finden Sie beim Kochgeschirrhersteller Roeth.

Wir haben die Test-Pfannen im erhitzten Zustand auf dem glatten Induktionskochfeld überprüft: Fast alle Modelle sitzen plan auf und kippeln höchstens marginal. Eine negative Ausnahme war BIOL: Die Pfanne war nach dem versehentlichen Aufheizen in der maximalen Stufe des Induktionskochfeldes nicht mehr plan.

Gusseisern versus geschmiedet

Für Eisenpfannen gibt es gibt zwei Herstellungsvarianten, die mit unterschiedlichen Materialien ausgeführt werden: das Gießen mit Gusseisen und das Schmieden mit Rohstahl. Gusseiserne und geschmiedete Eisenpfannen haben größten Teils die gleichen Vor- und Nachteile.

Gusseisen ist ein Eisenwerkstoff, der wegen seines hohen Kohlenstoffgehaltes eine gute Gießbarkeit aufweist. Der Werkstoff wird in Formen gegossen und nach dem Abkühlen nur noch im Detail nachgearbeitet. In der Fahrzeugindustrie werden seit Jahrzehnten Getriebegehäuse aus Gusseisen verwendet. Der Klempner verwendet Rohrverbinder aus Temperguss.

Gusseiserne Pfannen sind im Vergleich zu geschmiedeten Pfannen spröde, deshalb benötigen sie eine höhere Materialstärke. Das wiederum führt zu einem dickeren Pfannenrand und Pfannenboden. Geschmiedete Pfannen hingegen bestehen aus einem dünnerem Material und verteilt deshalb nicht die Hitze so sehr, wie es bei gusseisernen Pfannen geschieht.

Sie sind auch leichter als gusseiserne Pfannen, dafür rosten sie schneller, weshalb geschmiedete Pfannen nicht so pflegeleicht sind . Wir haben uns in diesem Test auf gusseiserne Pfannen beschränkt.

Der Konkurrent: Die beschichtete Pfanne

Leichte Pfannen aus Aluminium oder Edelstahl mit einer Teflon-Beschichtung sind erst seit einigen Jahrzehnten in Gebrauch und erfreuen sich großer Beliebtheit.

gusseiserne Pfanne Test: Bratpfanne Beschicht U122019
Die Oberfläche einer beschichteten Pfanne, hier nach Kratzversuch mit dem Stahlschwamm

Das liegt an ihrem geringen Gewicht, der Rostfreiheit und natürlich der Eigenschaft, dass mit wenig oder gar ohne Fett gebraten werden kann. Meistens reicht der Fettgehalt von Fleisch oder Fisch zum braten und man muss kein Fett oder Öl hinzugeben.

Allerdings sind beschichtete Pfannen alles andere als langlebig. Die Oberflächen zerkratzen sehr schnell, die Beschichtung löst sich spätestens nach zwei bis drei Jahren und wenn die Pfanne einmal herunterfällt, hat sie eine Delle, die nicht mehr gerichtet werden kann. Insofern dienen beschichtete Pfannen vor allem der Industrie: Sie sorgen dafür, dass wir uns alle paar Jahre eine neue Pfanne kaufen müssen.

Nachteile gusseiserner Pfannen

Der größte Nachteil von gusseisernen Pfannen ist hier hohes Gewicht: Die Pfannen aus unserem Test wiegen 2,0 – 3,7 Kilogramm, von 26,5 bis 30,5 Zentimeter Durchmesser. Zum Vergleich: Eine günstige, 26,5 Zentimeter große Pfanne aus Aluminium wiegt gerade mal 670 Gramm. Selbst eine höherwertigere Edelstahlpfanne ist mit 1,5 Kilogramm (29 Zentimeter) im Vergleich zu einer Gusseisernen ein Leichtgewicht. Gusseiserne Pfannen können deshalb oft nicht mit einer Hand bedient werden.

gusseiserne Pfanne Test: Lodge Gusseisen Pfanne
Ein Spiegelei, das nicht anbrennt, ist auch auf Guss kein Problem (Lodge).

Ein weiterer Nachteil: Pfannen aus Gusseisen oder Eisen können rosten. Die Pfannen müssen immer mit einem dünnen Ölfilm benetzt sein, trocken gelagert werden und man darf keine Essensreste darin lassen. Damit der Ölfilm und die Einbrenn-Patina bleibt, darf die Pfanne außerdem nicht in die Spülmaschine und sie darf auch nicht intensiv mit Spülmittel ausgewaschen werden.

Gusseiserne Pfannen müssen zudem vor der ersten Benutzung meist eingebrannt werden, sie sind also nicht sofort nach dem Kauf einsetzbar – mehr dazu weiter unten.

Wenn man das weiß und seine Pfanne entsprechend behandelt, kann man mit einer Gusseisernen aber lange viel Freude haben. Sie ist eben kein Wegwerfprodukt wie eine beschichtete Pfanne, sondern gewinnt mit jedem Mal Kochen etwas Patina und einen eigenen Charakter.

Gute Wärmeverteilung?

Als einer der Vorteile von Gusseisen wird häufig die ideale Wärmeverteilung angepriesen. Im Test auf dem Induktionsfeld haben wir aber etwas anderes festgestellt – und das gilt mit Schwankungen für alle Modelle.

Auf unserem Induktionsherd haben sich die gusseisernen Pfannen nicht gleichmäßig erwärmt. Die Mitte war immer der heißeste Punkt, die Randbereiche waren 50-80 Grad kühler. Je breiter die Pfanne war, umso größer war die Differenz. Bei der breiten Amazon Basics haben wir in der Mitte 230° gemessen, während die Randbereiche lediglich 114° hatten. Die kleine Lodge hatte in der Mitte 245°, die Randbereiche 175°.

Das muss grundsätzlich kein Nachteil sein: So kann in der Mitte scharf angebraten werden, während am Rand normal gebraten wird.

Die Beobachtung gilt allerdings zunächst einmal für unser im Test verwendetes Induktionskochfeld. Ob das bei anderen Induktionskochfeldern ähnlich ist, konnten wir nicht überprüfen. Und auf anderen Wärmequellen, wie Gas oder Ceran, wird die Wärmeverteilung ohnehin ganz anders aussehen.

Das Einbrennen

Beim Einbrennen verdampft eine dünne Öl- oder Fettschicht auf dem Eisen und hinterlässt eine Patina, welche die Poren des Metalls verschließt, kleine Unebenheiten ausgleicht und einem Anbrennen des Bratgutes vorbeugt. Der Prozess kann nachgeholt werden, etwa wenn die Pfanne rostet oder wenn sie versehentlich einmal in der Spülmaschine gelandet ist.

Die Pfanne wird dazu von innen und von außen mit Öl eingerieben, am besten eignet sich dazu ein hoch erhitzbares Pflanzenöl, wie z. B. Leinöl, Canola Öl, Rapsöl. Die Pfanne darf nicht vor Fett triefen, nutzen Sie zum Auftragen ein fusselfreies Baumwolltuch. Vergessen Sie nicht Henkel, Griffe und die Unterseite.

Legen Sie die Pfanne jetzt kopfüber in einen Backofen mit 250° C. Dort kann sie eine ganze Stunde lang bleiben. Es wird eine kleine Rauchentwicklung geben, je nach Ölsorte mit einem bestimmten Geruch. Bitte lüften sie entsprechend.

Nach dem ersten Einbrennen ist die Patina noch sehr dünn. Der Vorgang sollte daher noch 4-6 Mal wiederholt werden. Wenn Sie darauf keine Lust haben, benutzen Sie die Pfanne einfach, denn beim Braten – im Zweifel mit etwas mehr Öl und Fett als üblich – entsteht diese Patina ebenfalls, allerdings nur auf der Innenseite.

Mit der Zeit wird ihre Pfanne immer »besser« werden. Wenn bei den ersten Einsätzen das Spiegelei noch angebrannt ist, wird das nach dem 20. Mal sicher nicht mehr passieren.

Die richtige Pflege

Eine Pfanne aus Eisen darf weder in die Spülmaschine noch in die intensive Handwäsche mit Spülmittel oder gar einem Scheuerpulver! Reiben Sie Ihre gusseiserne Pfanne einfach mit einem Küchentuch aus, verkrustete Stellen können Sie vorher mit einem Holzschaber abkratzen. Sie können die Pfanne aber auch mit einer Bürste unter Wasser und mit sparsamen Einsatz von Spülmittel reinigen.

Wenn der Ölfilm nicht mehr vorhanden ist, oder Sie bereits Flugrost sehen, reiben Sie die entsprechenden Stellen mit einem Öl ein und entfernen Sie den Rost.

Bedenken, dass der Ölfilm ranzig werden kann und einen Hort für Bakterien darstellt, brauchen sie nicht zu haben. Denn beim nächsten Braten erhitzen Sie die Pfanne ja, und Bakterien werden bei Temperaturen über 70° C abgetötet.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns zwei gusseiserne Pfannen als Leihstellungen von Herstellern schicken lassen, die übrigen sechs haben wir eingekauft. Wir wollten die Bandbreite zwischen 26 und 30 Zentimetern abdecken. Die handlichen 26 Zentimeter eignen sich für den ein oder zwei Personenhaushalt oder auch für den Campingausflug mit Lagerfeuer. Darauf passen drei Spiegeleier oder drei Nacken-Steaks.

28-30 Zentimeter eignen sich für die Familie, darin braten 4-5 Steaks oder entsprechend viele Spiegeleier. Qualitativ gibt es keinen Unterschied zwischen großen und kleinen Pfannen. Der persönliche Geschmack oder auch das Küchenszenario gibt den Ausschlag für eine kleine oder große Pfannen – und natürlich das Gewicht: größere Modelle wiegen schnell über 3 Kilo.

gusseiserne Pfanne Test: Gusseisen Pfannen Gruppenfoto

Wir haben Tests, Vergleiche, Shops und Herstellerseiten gewälzt, um eine gute Auswahl für den Test zusammenzustellen. Darum sind sehr teure Pfannen ebenso vertreten wie günstige und die Mittelklasse.

Le Creuset und Skeppshult stellen die Elite der gusseisernen Pfannen. Das sieht man schon am exorbitanten Preis von 170 bzw. 139 Euro. Während Skeppshult und die übrigen Pfannen aus rohem Gusseisen ohne Emaillierung gefertigt werden, bekommt die französische Le Creuset eine Emaillierung. Diese sorgt für farbenprächtige Töpfe und Pfannen, die sind das Markenzeichen des Franzosen. Dadurch kann die Pfanne auch zum Aufbewahren und Vorbereiten (Marinieren) benutzt werden, ohne Rostbildung.

Am unteren Ende finden wir Utopia Kitchen und Amazon Basics. Diese Pfannen kosten gerade einmal 20 Euro, einmal für 26 und einmal für 30,5 Zentimeter, aber auch die Pfannen von Lodge sind relativ günstig.

Den Test haben wir ganz praktisch im Alltag ausgeführt. Wir haben Spiegeleier gemacht, frisches Bio-Schwein scharf angebraten und dann langsam für medium und durchgegart gebraten. Hinzu kamen einige Pfannengerichte und Aufläufe mit den Testsiegern.

Pfannen ohne Beschichtung wird vom Laien oft nachgesagt, man müsse viel Fett dazugeben, damit nichts anbrennt. Wir wollten wissen, ob das stimmt, und haben auf den ordentlich Eingebrannten und bereits mehrmals benutzten Pfannen Nackensteak vom Bio-Schwein ohne Hinzugabe von Öl bei hoher Temperatur scharf angebraten. Bei fast allen Pfannen war das kein Problem, der Fettgehalt des Fleisches sorgte für ausreichend »Schmierung« und die Patina regelte das Übrige.

gusseiserne Pfanne Test: Gusseisen
Königsdisziplin: bei hoher Temperatur scharf anbraten.

Spiegelei war ein anderes Thema, das geht natürlich nicht ohne Hinzugabe von Fett oder Öl. Hier war das Ergebnis durchwachsen: Drei Pfannen absolvierten den Test mit einem ablösbaren, intakten Spiegelei (Lodge, Utopia, Skeppshult).

Bei Le Creuset, Burnhard und BIOL brannte das Ei an, weil sich das Öl aus der Mitte an den Rand zurückzog. Bei Carl Victor als auch bei Amazon Basics zog sich das Öl ebenfalls zurück, durch die grobe Struktur des Bodens war aber immer noch ausreichend Öl unter dem Ei.

Vor dem Test haben wir die Pfannen im Backofen eingebrannt, nur bei Carl Victor und Skeppshult war das aufgrund der fixierten Holzgriffe nicht möglich.

Wir haben dazu Leinöl genutzt und die Pfannen bei 250 Grad im Backofen eine Stunden lang erhitzt. Dies zog eine gewissen Rauchentwicklung nach sich. Eine entsprechende Lüftung war zwingend notwendig.

gusseiserne Pfanne Test: Gusseisen

Unser Favorit: Skeppshult 0285T

Die beste gusseiserne Pfanne ist für uns die Skeppshult 0285T. Die schwedische Pfanne ist akkurat verarbeitet und bereits ab Werk mit Pflanzenöl eingebrannt. Sie hat eine relativ glatte Oberfläche, auf der Spiegeleier als auch scharfes Anbraten gelingen.

Unser Favorit

Skeppshult 0285T

Test gusseiserne Pfanne: Skeppshult Servierpfanne
Scharfes Anbraten in Perfektion, Eierspeisen ohne Anbrennen, ab Werk mit Pflanzenöl-Patina – die Skeppshult gefällt.

Die Skeppshult 0285T ist ein starkes Stück schwedischer Eisenverarbeitung. Ihre Verarbeitung ist in jedem Detail akkurat. Der Pfannenboden hat die gewünschte, konkave Hohlwölbung. Ab Werk ist die gesamte Pfanne bereits mit Pflanzenöl eingebrannt, sie können also sofort loslegen. Das Einbrennen ab Werk ist auch nötig, denn wegen des nicht abnehmbaren Griffes aus Walnussholz können Sie die Pfanne nicht im Backofen einbrennen. Durch die wiederkehrende Benutzung wird die vorhandene Patina mit der Zeit immer besser.

Die Skeppshult wird als 28 Zentimeter große Bratpfanne verkauft. Wir haben nachgemessen, es sind genau 28,5 Zentimeter. Wir haben an der oberen Wandung gemessen, der Pfannenboden ist natürlich schmaler.

Praktisch unzerstörbar

Durch das hohe Gewicht von 3,2 Kilogramm ist es nahezu unmöglich, die Pfanne eigenhändig zu benutzen. Dafür ist sie praktisch unzerstörbar. Es gibt auch keine Emaillierung, wie bei Le Creuset, die ablassen könnte. Die unempfindliche Oberfläche aus purem Gusseisen kann mit jedem Reinigungs- oder Küchenwerkzeug bearbeitet werden.

gusseiserne Pfanne Test: Bratpfanne Guss Skeppshult
Skeppshult Servierpfanne 0285T: Die Oberfläche der Pfanne ist vergleichsweise glatt.

Die Anleitung ist sehr gut. Es gibt zwar nur ein Beiblatt, doch auf dem steht alles was Sie über Pflege, Handhabung und Einbrennen wissen müssen.

In der Küche erzielt die Skeppshult sehr gute Ergebnisse. Den Spiegelei-Test mit ein wenig Öl absolviert die Pfanne mit Bravour. Spiegelei brennt nicht an, kann einfach mit dem Spatel abgehoben werden und bleibt völlig intakt.

Unser Bio-Nackensteak vom Schwein brät bei 230° ohne Hinzugabe von Öl scharf an. Danach reduzieren wir die Temperatur auf 200° und braten es noch ein paar Minuten von jeder Seite. So entsteht ein durchgegartes und innen noch schön saftiges Steak.

Das Phänomen des »Ölgrabens« am Rand hat auch unser Testsieger. Grund ist die technisch bedingte Hohlwölbung des Pfannenbodens. Auch bei Erhitzung auf 200-230° wird der Hohlraum noch nicht vollständig geschlossen, weshalb sich ein Teil des Öls in die Randbereiche zurückzieht.

Wir haben nach dem Test aus diesem kleinen Nachteil eine Tugend gemacht und die heißeren Fläche in der Mitte zum scharfen Anbraten genutzt, die Randbereiche zum Fertiggaren. Auf unserem Induktionsherd haben sich die gusseisernen Pfannen nämlich nicht gleichmäßig erwärmt (siehe dazu auch unter »Worauf muss ich beim Kauf achten?«).

Nachteile?

Die Skeppshult 0285T kann leider nicht als Bräter oder Auflaufform im Backofen genutzt werden, das liegt an ihrem fixierten Holzgriff. Für diese Zwecke hat die schwedische Schmiede passende Bretter im Angebot. Wenn sie einmal das ein Brennen wiederholen wollen, können Sie das nur auf dem Herd machen.

gusseiserne Pfanne Test: Skeppshult Servierpfanne
Die Skeppshult 0285T darf wegen ihres Walnussholzgriffs nicht in den Backofen!

Skeppshult 0285T im Testspiegel

Nur wenige Testberichte gibt es von der Skeppshult Servierpfanne 0285T. Die Kollegen der Webseite Pfannenhelden haben die Skeppshult im Langzeit-Test. Sie kritisieren den niedrigen Rand, loben aber die Wärmespeicherung und die Optik:

»Die Pfanne punktet dafür bei der Wärmespeicherung und sieht hervorragend aus, wenn man direkt in ihr das Essen serviert.«

Sollten wir weitere Tests der Skeppshult Servierpfanne 0285T finden, so tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Auch gut

Lodge Bratpfanne

Test gusseiserne Pfanne: Lodge Gusseisen-Pfanne
Schnelles Aufheizen, Braten in Perfektion, handlich und Backofen geeignet – was will man mehr?

von 107 Lesern gekauft

Unsere Empfehlung für 26 Zentimeter ist die Lodge Bratpfanne. Die amerikanische Pfannenschmiede hat hier ein handliches Produkt mit einer akkuraten Verarbeitung im Programm. Die zwei Ausgießer-Öffnungen sind praktisch, allerdings müssen Sie mangels Holzgriff immer zwei Topflappen bzw. Handschuhe parat haben, um die Pfanne zu bedienen. Der kurze Griff wird schnell sehr heiß.

Schmaler Griff und hohes Gewicht

Der Griff ist leider für unseren Geschmack zu schmal geraten. 2,4 Kilogramm können nur schwerlich mit einer Hand bedient werden.

Die kleine Pfanne punktet durch ein schnelles Aufheizen und die Wärmeverteilung ist auf unserem Induktionsfeld insgesamt homogener als bei den größeren Pfannen. Wir messen in der Mitte 245°, im Randbereich 175°. Auf anderen Herdarten – oder gar auf Holzkohle – kann das Ergebnis aber ganz anders sein.

Unser Spiegelei-Test mit etwas Öl gelingt ebenso wie das fettlose, scharfe Anbraten von Schwein. Ein Grund dafür mag sein, dass der »Ölgraben« im Randbereich bei der Lodge kaum auffällt. Es bleibt also genügend Öl bzw. Fett unter dem Steak und dem Ei.

Leider liegt der Pfanne keine Anleitung bei. Nutzer, die sich nicht auskennen, müssen sich also selbst über das Einbrennen und die Pflege informieren. Oder sie legen gleich los und wundern sich über anfangs schlechte Brat-Ergebnisse.

Gut & günstig

Amazon Basics Bratpfanne mit Stiel

Test gusseiserne Pfanne: Amazon Basics Gusseisen-Pfanne
Große, robuste Pfanne für die Familie und die Steak-Gelüste von Papa zum fairen Preis.

Keine Preise gefunden.

Amazon hat uns mit seinem Pfannenboliden überrascht: Die Amazon Basics Pfanne ist 30,5 Zentimeter breit und wiegt stolze 3,74 Kilogramm. Glücklicherweise hat sie einen breiten Griff und zwei seitliche Ausgießer. Aufgrund des hohen Randes passt so einiges rein – wir empfehlen diese Pfanne für den familiären Einsatz. 5-6 Nackensteaks gleichzeitig zu braten ist mit dieser Pfanne kein Problem.

Die Verarbeitung ist akkurat

Trotz des günstigen Preises und der Herstellung in China ist die Verarbeitung akkurat. Es gibt keine scharfen Kanten, alle Grate sind entfernt. Der Pfannenboden ist konkav gewölbt, vor und nach dem Erhitzen steht die Amazon Basics fest auf dem glatten Kochfeld.

Obgleich sich das Öl am Rand sammelt gelingt der Spiegelei-Test. Grund: Die grobe Oberfläche hält ausreichend Öl zurück, das Ei brennt nicht an. Scharfes Anbraten von Schweinefleisch gelingt ebenfalls.

Ungleichmäßige Wärmeverteilung

Aufgrund der Masse dieser Pfanne dauert das Aufheizen länger als bei den leichteren Modellen (im Test Induktion). Die Wärmeverteilung auf Induktion ist allerdings sehr unterschiedlich: Während wir in der Mitte schon 230° haben, dümpelt der Randbereich noch mit 115° vor sich hin. Auch hier gilt der Hinweis: Auf anderen Wärmequellen kann dieses Ergebnis ganz anders aussehen.

Weil es keinen Holzgriff gibt, kann die Pfanne auch als große Auflaufform im Backofen verwendet werden.

Die Nachteile sind einerseits das sehr hohe Gewicht und andererseits die fehlende Anleitung. Der Käufer wird weder über die richtige Pflege noch über das Einbrennen informiert.

Außerdem getestet

Die folgenden Pfannen haben uns nicht überzeugt. Sie hatten entweder schlechte Brat-Ergebnisse oder aber die Handhabung bzw. Verarbeitung haben uns nicht gefallen.

Burnhard Gusseisen-Pfanne

Die Burnhard Gusseisen-Pfanne macht der Lodge Konkurrenz. Wie die Lodge hat auch die Burnhard zwei seitliche Ausgießer, zusätzlich einen Griffschutz aus Leder. Das ist praktisch, so kann der Backofen verwendet werden und auf der Herdplatte ist der aufgesteckte »Topflappen« immer parat.

Leider brannte unser Spiegelei zügig an, das Fett hatte sich schnell in die Randbereiche zurückgezogen. Das Anbraten vom Steak ist dennoch kein Problem.

Le Creuset Gusseisen-Bratpfanne

Le Creuset ist die Marke für trendige, farbenfrohe und hochwertige Pfannen schlechthin. Im Test hat uns die rote, 29 Zentimeter große Bratpfanne aber nicht überzeugt.

Die Pfanne besteht aus Gusseisen, das außen und innen emailliert und eingebrannt wurde. Der Vorteil der Emaillierung: Das Kochgeschirr kann auch zum Aufbewahren, Kochen und Vorbereiten (inklusive Marinieren) benutzt werden, ohne dass es rostet. Der Nachteil: Die Pfanne sollte nur mit Silikon oder Holz-Küchenhelfern bedient werden. Der Griff besteht aus Holz und kann entfernt werden. Dieser Akt ist jedoch mit einiger Fummelarbeit verbunden, als Bräter für den Backofen eignet sich die Pfanne also nur mit Aufwand.

Auf der schwarzen Emaille auf dem Boden der Pfanne bildet sich ebenfalls eine Patina. Obgleich wir das Einbrennen durchgeführt haben, Öl zugeben und die Hitze nur moderat hochfahren, brennt das Spiegelei schnell an. Ein Grund dafür: Das Öl sammelt sich wegen des konkaven Bodens in der Vertiefung am Rand der Pfanne. Leider ist das auch beim scharfen Anbraten vom Nackensteak ohne Öl der Fall. Bei keiner anderen Pfanne ist uns das Steak so stark angebrannt.

Nun wollen wir der Le Creuset Gusseisen-Bratpfanne nicht die Benutzbarkeit absprechen. Sie verlangt allerdings mehr Erfahrung und Übung vom Nutzer ab, der sich mittels Anpassung der Temperaturen erst an ein gutes Bratergebnis heranarbeiten muss. Beim Testsieger Skeppshult kamen wir ohne Trial & Error zum Ziel und das zu einem geringeren Preis.

Die Carl Victor CV-D28W kommt aus derselben Schmiede wie der Testsieger von Skeppshult. Auch diese 28,5-cm-Pfanne ist ab Werk eingebrannt, das ist durch den fixierten Holzgriff auch nötig. Im Backofen kann die Pfanne nicht verwendet werden.

Im praktischen Test hatten wir mit der Carl Victor keine Probleme, Ei und Nackensteak sind gelungen. Leider hat die Pfanne ein sehr hohes Gewicht von 3,17 Kilogramm – für eine Hand ist das zu schwer. Ein nachträgliches Einbrennen der gesamten Pfanne ist wegen des Holzgriffes nicht möglich.

Utopia Kitchen Gusseisenpfanne

Die Utopia Kitchen Gusseisenpfanne ist nicht nur ein Konkurrent der US-amerikanischen Lodge, sie sieht dieser sogar verblüffend ähnlich. Das Gewicht ist aber zirka 200 Gramm geringer als bei der Lodge. An der Verarbeitung gibt es nichts aus zu setzen, der Boden ist konkav, es gibt keine Grate.

Kritik gibt es für den schmalen Griff und die Fettsammlung am Rand. Laut Anleitung ist eine Einbrenn-Temperatur von 350 Grad erforderlich, gemeint sind damit vermutlich Grad Fahrenheit, was 180 Grad Celsius entspricht.

BIOL Gusseisen-Pfanne

Die BIOL Gusseisen-Pfanne stammt aus der Ukraine. Sie zeigt sich innovativ: Der Griff aus Alu und Holz ist durch einen Schraub- und Klemmmechanismus schnell demontierbar. Daher ist die Pfanne ad hoc für den Backofen einsatzbereit. Da muss sie auch erst einmal hinein, denn ein Beiblatt beschreibt das Einbrennen. Über die Pflege gibt es jedoch keine Informationen.

Die Pfanne mit Griff hat ein sehr geringes Gewicht von 1,95 Kilogramm – die Lodge ist 1,45 Kilogramm schwerer! Dadurch kann die Pfanne mit einer Hand bedient werden, allerdings erst, wenn Sie die Grifffixierung sehr fest anziehen, ansonsten löst sie sich gerne mal von selbst.

Das Ergebnis bei Ei und Steak ist nicht so gut: Scharfes Anbraten von Schwein ohne Öl gelingt, doch Ei brennt mangels Öl in der Mitte zügig an. Hier zieht sich sehr viel Öl in die Randbereiche zurück, auf Grund der glatten Oberfläche fällt es der Flüssigkeit nicht schwer.

Wir haben die Pfanne versehentlich für kurze Zeit bei höchster Stufe auf dem Induktionsfeld gelassen. Das führte zu einem dauerhaften Verziehen des Pfannenbodens, die Pfanne kippelte von da an deutlich auf der glatten Oberfläche. Das darf nicht passieren.

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Die 350 Grad Einbrenntemperatur bei der Utopia sind doch bestimmt in Fahrenheit angegeben. In Celsius wären das dann 180 Grad.

Redaktion
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Da haben Sie vermutlich Recht. Danke für den Hinweis. Wir haben den Artikel entsprechend korrigiert.