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Die beste Herren-Laufjacke

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Herren-Laufjacke Test: Laufjacken Herren So Haben Wir Getestet
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 11 Laufjacken von zehn Herstellern getestet. Den Testsieg heimst New Balance mit der Anticipate 2.0 ein, die eine tolle Kombination aus Komfort und technischen Details bietet. Doch auch einige andere Jacken konnten im Test überzeugen und haben sich eine Empfehlung verdient.

Bei Laufjacken den Überblick zu behalten, fällt schwer. Alle Sportartikelhersteller, die etwas auf sich halten, versorgen den Markt fleißig mit unterschiedlichsten Jackenmodellen.

Im Test hatten wir demnach auch sehr unterschiedliche Modelle – vom federleichten Windjäckchen bis hin zur vollausgestatteten, technischen Laufjacke für jedes Wetter. Dabei gab es einige Überraschungen und vier klare Empfehlungen mit unterschiedlichen Einsatzbereichen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

New Balance Anticipate 2.0

Test Herren-Laufjacke: New Balance Anticipate 2.0
Die Jacke ist äußerst bequem und trocknet schnell, falls das Wetter mal schlechter sein sollte.

Eine Laufjacke sollte ein gutes Tragegefühl vermitteln. Genau das tut die New Balance Anticipate 2.0 wie keine andere Jacke im Test. Zwar ist sie weder wasserabweisend noch völlig winddicht und sie ist eine der schwereren Jacken im Testfeld, aber sie trägt sich dabei so entspannt und angenehm, dass man sie am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte. Sie trocknet schnell und ist somit die ideale Begleiterin für Läufer, die einfach nur eine unkomplizierte Jacke für Ausflüge bei niederschlagsfreiem, etwas kühlerem Wetter suchen.

Leicht und kompakt

Inov-8 Windshell

Herren-Laufjacke Test: Bildschirmfoto 2019 09 23 Um 15.32.21
Die Windshell Windproof ist unfassbar leicht und lässt sich sehr klein zusammenfalten – praktisch für längere Ausflüge.

Die Inov-8 Windshell ist unser klarer Gewichtstipp. Mit nicht einmal hundert Gramm unterbietet sie den Rest des Testfelds. Sie ist absolut winddicht, wehrt kleinere Regenschauer ab und ist damit das Mittel der Wahl, wenn es um eine minimalistische Laufjacke geht, die immer mit dabei ist – verpackt ist sie nicht einmal so groß wie eine geballte Faust. Dabei hat der englische Hersteller einen Schnitt gewählt, der sich an athletische, leistungsorientierte Läufer richtet. Auch das schnörkellose Design mit großen reflektierenden Logos gefällt uns.

Preis-Leistungs-Tipp

Asics Accelerate

Test Herren-Laufjacke: Asics Accelerate
Die Asics Accelerate ist super verarbeitet und bringt viele Funktionen mit. Der Preis ist dafür mehr als fair.

Die Asics Accelerate hat uns hinsichtlich ihrer Ausstattung und Haptik besonders gut gefallen und bekommt einen Allround-Tipp. Die japanischen Lauf-Routiniers wissen, welche Ausstattung eine Sportjacke haben muss, damit sie beim laufenden Volk sofort ankommt. Neben einer verstellbaren, funktional geschnittenen Kapuze und strategisch angebrachten Reflektoren wird die klein ausfallende Jacke aus einem tollen softshellartigen Material hergestellt, das ein echter Handschmeichler ist. Das Gewicht der Jacke bleibt dabei auch im Rahmen – mit 271 Gramm bei Größe L ist sie für ihr Funktionsangebot angenehm leicht.

Technik und Funktionalität

Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium

Test Herren-Laufjacke: Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium Soft Lined
Die Jacke von Gore Wear überzeugt mit ihrer hochwertigen Verarbeitung und der vielseitigen Funktionalität.

Der Name der Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium ist lang – so wie die Liste ihrer technischen Vorzüge. Diese Jacke ist dauerhaft wasserabweisend und macht auch etwas heftigere Regenschauer locker mit. Sie verfügt außerdem über ein ausgezeichnetes Atmungsverhalten. Zwar handelt es sich hier um die teuerste Jacke im Test, sie bietet dafür aber eine herausragende Verarbeitung und eine Passform, die im Testfeld ihresgleichen sucht. Das gibt klar den Technik-Tipp für Lauffans, die das Non-Plus-Ultra der aktuellen Textiltechnologie tragen wollen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritLeicht und kompaktPreis-Leistungs-TippTechnik und Funktionalität
Modell New Balance Anticipate 2.0 Inov-8 Windshell Asics Accelerate Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium Falke Compass Tao Pero Puma Ignite Graphic Nike Performance Under Armour UA Storm Launch Puma Ignite Blocked Adidas Parley W.N.D.
Test Herren-Laufjacke: New Balance Anticipate 2.0Herren-Laufjacke Test: Bildschirmfoto 2019 09 23 Um 15.32.21Test Herren-Laufjacke: Asics AccelerateTest Herren-Laufjacke: Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium Soft LinedTest Herren-Laufjacke: Falke CompassTest Herren-Laufjacke: Tao PeroTest Herren-Laufjacke: Puma Ignite GraphicTest Herren-Laufjacke: Nike PerformanceTest Herren-Laufjacke: Under Armour UA Storm LaunchTest Herren-Laufjacke: Puma Ignite BlockedTest Herren-Laufjacke: Adidas Parley W.N.D.
Pro
  • Guter Preis
  • Hoher Komfort
  • Alltagstauglich
  • Leicht
  • Kompakt
  • Tolles Design
  • Tolle Haptik
  • Funktionsreich
  • Gute Verarbeitung
  • Super Preis-Leistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Herausragende Funktionen
  • Super Passform
  • Tolle Ausstattung
  • Kleines Packmaß
  • Guter Sitz
  • Überzeugende Funktion
  • Überzeugende Funktionalität
  • Stretchige Daumenschlaufen
  • Gutes Klimakonzept
  • Allrounder
  • Guter Preis
  • Rundum-Reflexion
  • Super Preis-Leistung
  • Schönes Design
  • Tolle Ausstattung
  • Dehnbares Material
  • Guter Sitz
  • Allrounder
  • Guter Preis
  • Recycling-Jacke
  • Schlaues Belüftungskonzept
Contra
  • Nicht wasserdicht
  • Filigranes Material
  • Enge Daumenschlaufen
  • Teuer
  • Teuer
  • Teuer
  • Wenig Ausstattung
  • Ungünstige Passform
  • Diskrepanz zwischen Beschreibung und Funktion
  • Wenig Ausstattung
  • Eher Regen- als Laufjacke
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Auf was es bei Laufjacken ankommt

Eine gute Laufjacke sollte wasserdicht und atmungsaktiv sein. Die Wasserdichtigkeit beginnt bei Textilien irgendwo zwischen 1.000 und 4.000 Millimeter Wassersäule, die besten Membranen am Markt halten etwa 30.000 Millimeter aus. Im Test waren alle Kategorien vertreten – von nicht wasserdichter Laufjacke bis hin zur wetterfesten und wasserdichten Jacke.

Von atmungsaktiv spricht man ab 10.000 Gramm pro Quadratmeter in 24 Stunden, die Spitzenwerte liegen bei 40.000. Auch in Bezug auf diesen Faktor gab es im Test große Unterschiede: vom Atmungswunder bis hin zum Schwitzkasten.

Was die Materialien angeht herrschte im Test eines vor: Polyester. Klarer Favorit ist an dieser Stelle das Modell von Adidas – laut Hersteller wird die Jacke aus 100 Prozent recyceltem Plastikmüll hergestellt. Einzelne Hersteller mischen ihren Jacken Polyamid bei, andere Baumwolle – Kunststoff ist jedoch nach wie vor das Material der Wahl bei der Fertigung von Funktionslaufjacken.

Bei den Reißverschlüssen geben sich die Hersteller keine Blöße: Qualität, wo man hinsieht und eine Marke, die hervorsticht: YKK. Der Weltmarktführer aus Japan beherrscht auch das Jacken-Testfeld. Allerdings greifen einzelne Hersteller zu anderen Reißverschlüssen. Adidas zum Beispiel verwendet Modelle der Marke »Ideal«. Leider war es uns im Test nicht möglich, die Haltbarkeit der Reißverschlüsse zu testen. Sollten sich im Nachhinein frühzeitige Verschleisserscheinungen zeigen, werden wir das an dieser Stelle erwähnen.

Herren-Laufjacke Test: Laufjacken Herren So Haben Wir Getestet
Die [nr_tested] Laufjacken aus dem Test: Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium Soft Lined, Puma Ignite Graphic, Tao Pero, Asics Accelerate, Inov-8 Windshell, Adidas Parley W.N.D., Under Armour UA Storm Launch, Falke Compass, PumaIgnite Blocked, New Balance Anticipate 2.0 und Nike Performance.

So haben wir getestet

Alle Jackenmodelle haben wir bei kurzen und längeren Laufrunden zwischen 5 und 20 Kilometer, im Alltag und teilweise auch auf dem Fahrrad getestet. Dabei wurde insbesondere auf wasserabweisende bzw. dichte Eigenschaften Wert gelegt, Tragekomfort und Packmaß begutachtet, die Atmungsaktivität beurteilt und Verarbeitung und Features in Augenschein genommen.

Natürlich haben wir auch darauf geachtet, inwiefern der Hersteller seine Produktbeschreibung und seine technischen Angaben in der Realität auch einhält. Nicht alle Jacken konnten im Regen getestet werden, allerdings mussten sich alle einem Spritzwassertest mit dem Gartenschlauch stellen.

Herren-Laufjacke Test: New Balance Anticipate 2.0

Unser Favorit: New Balance Anticipate 2.0

Es gibt Jacken, die möchte man vor lauter Komfort am liebsten gar nicht mehr ausziehen. Zu dieser Kategorie gehört ganz klar die Anticipate 2.0 der amerikanischen Laufausrüstungsprofis von New Balance. Sein Polyester-Elasthan-Mischgewebe ist nicht nur herrlich weich, sondern passt sich den Bewegungen beim Laufen und im Alltag auch perfekt an.

Feuchtigkeit wird schnell nach außen getragen und das Material trocknet auch bei schweißtreibenden Läufen erstaunlich schnell. Überzeugt hat uns auch die dezente, aufgeräumte Understatement-Optik. Das Auge läuft mit!

Unser Favorit

New Balance Anticipate 2.0

Test Herren-Laufjacke: New Balance Anticipate 2.0
Die Jacke ist äußerst bequem und trocknet schnell, falls das Wetter mal schlechter sein sollte.

Die New Balance Anticipate 2.0 schafft dabei einen überzeugenden Spagat zwischen funktionaler Laufjacke und gemütlichem Sweatshirt. Sie trägt sich im Alltag so gut wie beim Sport: Sportive Menschen haben somit nicht mehr die Qual der Wahl, welche Jacke sie wann anziehen sollen!

Durch ihren athletischen, relativ großzügigen Schnitt hat die Jacke eine sportliche Passform – die getestete Größe M saß bei unserem Tester mit 1,88 Metern und 84 Kilogramm körperbetont, aber keinesfalls zu eng. Man merkt New Balance seinen amerikanischen Schnitt an – also im Zweifel etwas kleiner nehmen, wenn die Jacke eng anliegen soll.

Ansonsten hat New Balance der Laufjacke zwei geräumige Seitentaschen ohne Reißverschluss, eine komfortable Kapuze mit Kordelzug und reflektierende Elemente verpasst, die in der Dunkelheit und bei Läufen im Dämmerlicht für mehr Sichtbarkeit sorgen.

Was den Wohlfühlfaktor angeht, spielt die New Balance Anticipate 2.0 in einer eigenen Liga und ist damit eine äußerst bequeme Jacke für Schönwetterläufe. Denn die New Balance verfügt außer der Kapuze über keinerlei Wind- oder Regenschutz. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte sich unsere Alternativen ansehen.

New Balance Anticipate 2.0 im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine weiteren Testberichte zu dieser Jacke. Sollten welche erscheinen, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Die New Balance Anticipate 2.0 Jacket überzeugt durch ihre breite Einsetzbarkeit und den Tragekomfort, doch auch drei andere Jackenmodelle stachen aus der Masse der Jacken heraus und eignen sich für einzelne Einsatzbereiche besonders gut.

Leicht und kompakt

Inov-8 Windshell

Herren-Laufjacke Test: Bildschirmfoto 2019 09 23 Um 15.32.21
Die Windshell Windproof ist unfassbar leicht und lässt sich sehr klein zusammenfalten – praktisch für längere Ausflüge.

Wow, wie klein ist die denn? Die Inov-8 Windshell sorgt schon beim ersten Anfassen für einen Aha-Affekt. Ihr hauchdünnes, seidiges Obermaterial schmiegt sich weich an die Haut an – Inov-8 treibt den Minimalismus bei dieser Jacke zudem auf die Spitze.

Die Jacke ist so klein wie sonst keine andere im Test. Trotzdem verfügt sie an Ärmeln und der Kapuze über Stretcheinfassungen, damit kein Luftzug entsteht und sie hat auf Brusthöhe eine Tasche, in der sie sich gleichzeitig winzig klein verpacken lässt. Das war es dann aber schon an Ausstattung. .

Was das Design angeht, gibt sich Inov-8 selten die Blöße – so auch hier. Große, reflektierende Logos, ansonsten Verzicht auf grelle Applikationen, der Rest: leicht glänzender, edel wirkender Stoff. Die Jacke weiß zu gefallen!

Die Jacke von Inov-8 ist eine federleichte, winddichte Laufjacke, die nicht einmal 100 Gramm auf die Waage bringt. Sie lässt sich auf weniger als Faustgröße verpacken und wird damit speziell Minimalisten begeistern, denen es primär auf geringes Gewicht und eine auf das Wesentliche reduzierte Funktion ankommt. Die Inov-8 Windshell lässt sich winzig klein im Rucksack verpacken und ist schnell zur Stelle, wenn es einmal windig werden sollte. Praktisch ist auch der Druckknopf, mit dem sich die Kapuze bei Nichtgebrauch fixieren lässt – so kann sie nicht störend in der Gegend herumflattern.

Bei allem Minimalismus punktet die Inov-8 mit einer ausgezeichneten Passform. In Größe L getestet, passt sie unserem Tester (1,88 Meter und 85 Kilogramm) nahezu perfekt – auch die Kapuze umschließt trotz fehlender Kordel den Kopf optimal. Einzig eine Kapuzenregulierung am Hinterkopf würde man sich als Laufprofi wünschen: Die hat Inov-8 aber aufgrund der Gewichtsersparnis weggelassen.

Man merkt dem Inov-8-Modell an, dass hier eine Jacke von Läufern für Läufer entworfen wurde: Kein Schnickschnack, tolle Optik, tolle Funktion – für uns gibt das ganz klar den Gewichts-Tipp im Testfeld.

Preis-Leistungs-Tipp

Asics Accelerate

Test Herren-Laufjacke: Asics Accelerate
Die Asics Accelerate ist super verarbeitet und bringt viele Funktionen mit. Der Preis ist dafür mehr als fair.

Der erste Eindruck der Asics Accelerate stimmte zunächst skeptisch, da die Jacke recht klein ausfällt und auch die Farbe unseres Modells für viele Männer Geschmackssache ist. Allerdings gibt es die Jacke auch in anderen Farben. Würde unser Tester mit seinen 1,88 Metern zwei bis drei Kilo mehr als seine 83 Kilogramm wiegen, bräuchte er mit Sicherheit Größe XL. Auf den zweiten Blick war dann aber alles anders – anders positiv!

Die Japaner haben hier alles richtig gemacht: Eine auf das Wesentliche reduzierte Ausstattung, eine tolle Passform, leicht elastisches, knitterfreies und anständig imprägniertes Softshellmaterial und dann noch das tolle Preis-Leistungs-Verhältnis – da lacht das Auge des Läufers.

Was an der Asics Accelerate sofort auffällt, sind die durchdachten Details. Ein Reflektorstreifen am Rücken sorgt für mehr Sicherheit, seitlich abgedeckte Reißverschlusstaschen gehören zur Grundausstattung und das integrierte Handyfach in der rechten Tasche ist schnell erreicht, wenn man ein Lauf-Selfie machen möchte.

Im Gegensatz zu einigen anderen Jacken im Test ist die Accelerate Jacket ein echter Hautschmeichler und fasst sich geschmeidig an – dafür, was die Jacke bietet, ist sie noch angenehm leicht. Toll ist auch die verstellbare Kapuze – hier flattert auch bei stärkerem Wind nichts. Die Kapuze ist zudem an der Front nach vorne gezogen und versteift, was bei Regen das Gesicht zusätzlich schützt. Damit die Ärmel nicht zurückrutschen, verfügt die Jacke noch über zugegebenermaßen etwas enge Daumenschlaufen.

Reflektierende Streifen am Rücken und an den Ärmelbündchen runden die insgesamt überzeugende Ausstattung dieser durchdachten Laufjacke ab. Toll ist auch der Preis: Läufer bekommen hier ein richtiges Rundum-Paket mit einem tollen Klimamanagement für verhältnismäßig wenig Geld geboten. Das gibt von uns klar den Preis-Leistungs-Tipp!

Technik und Funktionalität

Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium

Test Herren-Laufjacke: Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium Soft Lined
Die Jacke von Gore Wear überzeugt mit ihrer hochwertigen Verarbeitung und der vielseitigen Funktionalität.

Die Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium sticht schon auf den ersten Blick aus dem Testfeld heraus – sie sieht einfach anders aus. Das leicht elastische Außenmaterial fasst sich gummiartig an – von der Haptik ist die Jacke zugegebenermaßen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Weniger gewöhnungsbedürftig ist hingegen die Funktion der Jacke. Schon beim ersten Test, einer Radfahrt inklusive Gewitterschauer, überzeugt die Jacke mit einem ausgezeichneten Abperlverhalten. Keine Nässe dringt nach innen, das Atmungsverhalten fällt ebenfalls positiv auf, Wind hat hier nicht die geringste Chance.

Was darüber hinaus von Beginn an überzeugt, sind Passform und Sitz. Bei der Gore Wear merkt man sofort, dass der Hersteller über eine Menge Erfahrung im Schneidern passgenauer Funktionsbekleidung für bewegungsintensive Sportarten verfügt. Zwar kommt sie von der Flexibilität nicht an unseren Favoriten heran, bietet aber dafür deutlich mehr Wetterschutz und Funktion.

Was die Verarbeitung angeht, ist die Gore-Jacke ebenfalls über alle Zweifel erhaben – hier waren echte Materialprofis am Werk. Die Jacke ist fein verschweißt, verfügt an der Innenseite über angenehm auf der Haut liegendes Futter, ansonsten hält sich Gore bei der Ausstattung zurück. Zwei große Seitentaschen, Kordelzug im Hüftsaum, elastische Einfassungen an der Kapuze – mehr ist nicht und mehr braucht es auch nicht.

Okay, 300 Euro für eine Laufjacke auszugeben, ist kein Pappenstiel. Trotzdem muss man neidlos anerkennen, dass die Gore-Jacke in einer eigenen Liga spielt, was die Verarbeitung angeht. Von daher bekommt die Gore-Tex Infinium Soft Lined Hooded Jacke von uns den Technik- und Funktions-Tipp.

Außerdem getestet

Falke Compass

Test Herren-Laufjacke: Falke Compass

Keine Preise gefunden.

Nicht nur Socken? Diese Frage kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn man die Compass Jacket von Falke zum ersten Mal in den Händen hält. Die Marke ist eher als Hersteller qualitativ hochwertiger Socken und Strümpfe bekannt. Dass die Firma auch ein ganzes Sortiment an sonstiger Sportbekleidung anbietet – wieder was gelernt! Der Schnitt ist mit Sicherheit alles andere als Mainstream in diesem Bekleidungssegment. Asymmetrisch gestaltete Brustpartie, lange Ärmel bis über die Handgelenke, schräg geschnittene Ärmelbündchen, lange »Rockschöße« bis über den Hintern, die an ihrem unteren Ende, die Frackartigkeit unterstreichend, mit einem Querriegel verbunden sind.

Neben den interessanten optischen Details hat sie noch ein paar erwähnenswerte technische Features: So wird der Stoffüberstand des Reißverschlusses oben am Stehkragen mit einem kleinen, eingenähten Magneten-Paar fixiert. Zur Verbesserung der Belüftung ist die Passe am oberen Rücken überlappend, netz-unterfüttert und nach unten offen aufgesetzt. Reflektierende Streifen an Reißverschluss und Ärmeln sorgen darüberhinaus wie bei vielen anderen Jacken im Test für passive Sichtbarkeit bei Dämmerung und Dunkelheit.

Vor dem ersten Einsatz stellt sich die Frage, ob der lange, über die Hüften gehende Schnitt beim Laufen stört oder behindert. Ergebnis: Der Schnitt ist ein bisschen ungewohnt, aber nicht störend. Im Gegenzug sorgt die Länge für einen deutlichen Nässeschutz im Hüftbereich. Bei etwas stärkerem Regen und niedrigen Temperaturen sehr angenehm!

Die Fakten auf der Online-Produktbeschreibung kann man nach dem Test durchaus bestätigen: sehr leichte, winddichte Laufjacke, wasserdicht mit einer Wassersäule von 20.000 Millimetern und eine Atmungsaktivität von 30.000 Gramm pro Quadratmeter in 24 Stunden. Die Jacke bringt bei Größe L tatsächlich nur 195 Gramm auf die Waage und ist in der Brusttasche klein verstaubar. Die Angaben zu Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität sind nicht so einfach prüfbar, aber die Jacke liegt mit den angegebenen Werten klar im »sehr wasserdicht bei gleichzeitig sehr atmungsaktiv«-Segment.

An der Verarbeitung gibt es rundherum nichts zu bemängeln, alle Nähte sind sehr sauber ausgeführt und machen einen soliden und haltbaren Eindruck. Fazit: Wem Schnitt und Farbe gefällt, der bekommt eine leichte, hochwertige und leistungsfähige Laufjacke. Mit ihrem Preis liegt sie jedoch auch klar im gehobenen Segment.

Mit der Pero Jacket präsentiert Tao eine Jacke, die eine echte Wucht ist. Wucht ist hier durchaus auf das Material bezogen, denn die Softshelljacke fällt im Vergleich mit den anderen Jackenmodellen relativ voluminös aus – und das mit Recht. Sofort ist sie als vertrauenserweckende Allwetter-Laufjacke zu erkennen. Beim Test mussten erstmal die richtigen Bedingungen abgewartet werden, sprich: kaltes, windiges Wetter. Sofort fällt auf, dass die Pero Jacket einen ausgezeichneten, laufspezifischen Sitz hat. Die Ärmel sind lang gezogen und mit Bündchen und Daumenschlaufen versehen, die Details sind auf ein Minimum reduziert. Eine Kapuze hat die Jacke absichtlich keine – die Lauf-Spezialisten von Tao kennen ihre Pappenheimer und gehen ganz automatisch davon aus, dass versierte Läufer solche Funktionsjacken eher mit Mütze oder Stirnband kombinieren.

Beim ersten Kurztest auf dem Rad zeigt sie eine ausgezeichnete Wärmeleistung – auf raffinierte Weise werden verschiedene Materialstärken miteinander kombiniert. Toll sind auch die elastischen Daumenschlaufen, die sich angenehm an der Hand anschmiegen und speziell bei etwas kühleren Temperaturen Sinn machen. Im Vergleich zu den anderen Jacken hat die Pero eine ausgezeichnete Wärmeleistung, lässt aber trotzdem Luft für ein angenehmes Tragegefühl.

250 Euro sind zwar eine Ansage – uns hat die Jacke jedoch so gut gefallen, dass es direkt schwerfiel, sie nicht in den Favoritenkreis aufzunehmen. Am Ende war das Modell von Gore von der technischen Ausstattung, speziell was die Wasserdichtigkeit angeht, einen Deut besser. Auf der anderen Seite ist das Modell von Asics ähnlich funktional ausgestattet, kostet aber weniger. Tut uns leid Tao, vielleicht beim nächsten Mal?

Puma Ignite Graphic

Die Ignite Hooded Graphic Jacket ist alltagstauglich und ein Allround-Talent. Die Kapuze kann bei unangenehmem Luftzug schnell übergezogen werden und sorgt für warme Ohren. Rundum-Reflektoren, die in den Print integriert sind, machen nächtliche Einsätze um einiges sicherer – egal ob man am Abend nochmal die Laufschuhe schnürt oder die Jacke auf dem Rad einsetzt. Puma nennt das 360 Grad Reflectivity. Zudem ist das Design der Kapuzenjacke dezent – es lässt sich mit Laufbekleidungen in allen farblichen Schattierungen gut kombinieren.

Understatement pur – das ist es, was das Nike Performance Hooded Jacket ausmacht. Schwarz in schwarz mit einem dezenten, reflektierenden Nike-Swoosh – mehr grafische Details sucht man bei dieser Laufjacke vergeblich. Das sorgt für einen aufgeräumten, gefälligen und geradlinigen Look. Die Jacke kann man zum Laufen genauso gut anziehen wie bei einem Ausflug in die Stadt.

Was die Ausstattung angeht, hat die Jacke hingegen alles, was eine Laufjacke an Grundfunktionen braucht: zwei geräumige Seitentaschen, einen Kordelzug an der Hüfte und eine ebenfalls per Kordel verstellbare Kapuze. Im Testfeld reiht sie sich bei den leichteren, klein verpackbaren Modellen ein. Zudem beeindruckt die Jacke beim ersten kurzen Regentest durch ihr beeindruckendes Abperlverhalten. Für kurze Regenschauer eignet sich die imprägnierte Jacke damit ganz ausgezeichnet!

In puncto Funktion besticht die Jacke mit einer angenehm unauffälligen, zuverlässigen Performance. Zwar fängt man etwa im Vergleich zu Gore-Tex-Jacken etwas früher zu schwitzen an – trotzdem kann sie für Betätigungen bei wechselhaften Wetterverhältnissen mit einem guten Abtransport von Feuchtigkeit punkten. Dennoch fehlt dem Modell ein wenig Emotion: etwas mehr Detailliebe und die Nike Performance Hooded Jacket wäre unter den Tipps gelandet – so reicht es nur für das gehobene Mittelfeld.

Under Armour UA Storm Launch

Under Armour geizt nicht mit Reizen – und kündigt die UA Storm Launch Jacke im Produkttext als «dehnbar sowie wind- und wasserdicht” an. Viele Vorschusslorbeeren für eine Jacke, die eher nach dünner Softshell als nach Regenjacke aussieht. Auch wird sie mit einem «hautengen Schnitt” angekündigt – was sich jedoch beim ersten Anprobieren nicht bewahrheitet. Die Jacke sitzt zwar figurbetont, aber sicher nicht eng anliegend. Doch zunächst geht es mit der Storm Launch Jacke ab nach draußen. Ihr 4-Way-Stretchstoff passt sich allen Bewegungsabläufen problemlos an – auch was die atmungsaktiven Eigenschaften angeht, weiß die Laufjacke zu überzeugen.

Wasserdichtigkeit, wie beschrieben, wollen wir anzweifeln – zwar bietet sie sicher schnellen Schutz vor Regenschauern, über eine Imprägnierung wie andere Jackenmodelle verfügt sie jedoch nicht. Bei Under Armour scheint man den Unterschied zwischen wasserdicht und wasserabweisend nicht so genau zu kennen – mal ist in der Produktbeschreibung von wasserdicht, mal von wasserabweisend die Rede.

Abgesehen davon wendet sich die Jacke klar an Läufer, die eine dünne, stretchige Laufjacke mit toller Passform suchen. An etwas zugigeren Tagen liefert sie ein Plus an Wärme, punktet mit einem flexiblen Stoff und sorgt durch ihre reflektierenden Details für etwas mehr Sicherheit beim Laufen. Under Armour hätte sich bei der Beschreibung gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen müssen – denn die Jacke kann als bequeme, unkomplizierte Begleiterin durchaus überzeugen. Sogar beim Radfahren wurde sie eingesetzt und diente als wärmendes Accessoire am kalten Morgen.

Puma Ignite Blocked

Die Ignite Blocked Jacket von Puma wurde von uns über drei Wochen intensiv getragen. Wir können feststellen, dass sie aus der Masse besonders durch ihre Allround-Qualitäten hervorsticht. Zwar firmiert sie bei Puma offiziell unter dem Label »Running&Training«, eignet sich durch ihren legeren Schnitt aber genauso als Freizeitjacke und für andere Sportarten.

Die Jacke wurde vor allem bei schlechten Wetterbedingungen getragen. Sie hält auch bei starkem Wind und leichterem Regen warm und trocken und lässt den Läufer nicht auskühlen. Bei Wolkenbruch und Starkregen wurden zwar die Unterarme und Bereiche der Oberarme nass, bei leichterem Regen reichen ihre wasserabweisenden Eigenschaften aber aus. Sie ist also bei fast allen Wetterbedingungen tragbar, bei denen man sich vor Wind und kleineren Regengüssen schützen will. Die Jacke ist vergleichsweise leicht, was dem Tragekomfort beim Sport sehr zugute kommt.

Adidas Parley W.N.D.

Die Parley W.N.D. Jacket von Adidas besteht zu hundert Prozent aus Parley Ocean Plastic, das aus recyceltem Plastikmüll gewonnen wird, der an Stränden und in Küstenregionen gesammelt wird. Dafür gibt es zunächst mal ein klares: Thumbs up! Dass die Jacke (wie alle anderen natürlich auch) dann trotzdem in einer Plastiktüte ausgeliefert wird, ist wohl eine Ironie des (Jacken-)Schicksals. Trotzdem, der Wille zum Recycling ist da!

Auf der anderen Seite hat das Modell einen auffällig weiten Schnitt, der so gar nicht nach Laufen aussieht. Nachdem Adidas aber eigentlich über jeden Zweifel erhaben und der entspannte Look vermutlich gewollt ist, entführen wir die Jacke mit dem langen Namen mal auf die Laufrunde. Auch hier merkt man schnell den legeren Schnitt – die Adidas fällt im gesamten Testfeld am größten aus. An unserem Tester (1,88 Meter und 85 Kilogramm) schlackert und flattert sie und wir lesen dann auch in der Produktbeschreibung, dass sie eine Jacke für den »Weg ins Gym oder zur Arbeit« ist – also eher eine Allround-Regenjacke als eine reine Laufjacke.

Beim Test fällt auch auf, dass durch den weiten Schnitt der Kapuze beim Zuziehen das Gesichtsfeld eingeschränkt wird. Hier wäre eine Verstellung am Hinterkopf wie bei anderen Herstellern sinnvoller. Die Features umfassen eine kleine Stautasche, in der sich die Jacke unterbringen lässt sowie schlau positionierte Belüftungsreißverschlüsse an der Brust und einen Gummizug am Saum. Adidas zeigt zwar den Willen zur Nachhaltigkeit, zu einem Tipp in dieser illustren Runde hat es für dieses Modell allerdings nicht gereicht.

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