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Die beste Isomatte

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Isomatte Test: Isomatte
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 11 Isomatten getestet, von der Billigmatte bis zur mobilen Luxusmatratze. Unser Favorit ist die aufblasbare Matte von Deeplee, Freunden von Schaumstoffmatten raten wir dagegen zur Therm-a-Rest Ridge Rest. Eine Isomatte ist einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände beim Campen, Biwaken oder auch bei einem Festivalbesuch, denn hier gilt buchstäblich: Wie man sich bettet, so liegt man.

Die preisliche Spannweite von Isomatten ist beeindruckend. Man kann 7 Euro dafür ausgeben – oder auch 150 Euro. Doch wo liegen die Unterschiede? Genau das haben wir versucht im Test herauszufinden.

Ganz von selbst haben sich mehrere Gruppierungen ergeben: vier sehr ähnlich verarbeitete, sehr klein verpackbare Matten von Bify, Deplee, Unigear und Jökel, zwei sehr günstige, aber auch nicht sehr umweltfreundliche, weil Alu-beschichtete Matten von AR Tactical und Idena sowie einige individueller gestaltete Matten, die sich nicht über einen Kamm scheren lassen.

Einen Testsieger herauszufinden, war alles andere als leicht. Schließlich kann man 11 Matten nicht in drei Monaten auf ihre Langlebigkeit testen. Trotzdem haben sich einige Favoriten herauskristallisiert. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Deeplee Camping Isomatte

Test Isomatte: Deeplee Camping Isomatte
Günstige, komfortable und leichte Isomatte mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein integriertes, getrennt aufblasbares Kopfkissen sorgt für mehr Komfort.

Die Matte von Deeplee ist günstig und komfortabel. Für einen guten Preis bekommt man eine Matte mit zwei getrennt aufblasbaren Kammern, die bei gelegentlichem, moderatem Einsatz für einen ausreichend hohen Schlafkomfort sorgt. Die Matte überzeugt durch ein kleines Packmaß und ein Gewicht von nur 500 Gramm. Die wabenförmige Kammerstruktur sorgt für einen anständigen Liegekomfort, das dreistufige Rückschlagventil macht die Bedienung einfach.

Wenn Geld egal ist

Sea to Summit Ultralight Insulated Air Mat

Test Isomatte: Sea To Summit Ultralight Insulated Air Mat
Hochwertig verarbeitete Matte mit hohem Schlafkomfort, isolierenden Eigenschaften und cleverem Pumpsystem.

Die Ultralight Insulated Air Mat von Sea to Summit spielt im Vergleich zum restlichen Testfeld in ihrer eigenen Liga. Die Matte kombiniert eine bequeme Wabenstruktur mit einem Kunstfaserfutter, das bei Übernachtungen in den Bergen oder bei großer Kälte ein Plus an Wärme liefert. Dazu gibt es die Option, kompatible Kopfkissen auf dem dafür vorgesehenen Feld zu fixieren. Was die Verarbeitung angeht, hängt die Matte, die mit einem praktischen Sack zum Aufpumpen ausgeliefert wird, das restliche Testfeld ab.

Die Panzermatte

Therm-a-Rest Ridge Rest

Isomatte Test: Therm A Rest Ridge Rest
Grundsolide, langlebige Isomatte. Für eine nicht aufblasbare ausgezeichneter Liegekomfort. Großzügige Abmessungen.

Die Therm-a-Rest Ridge Rest als Klassiker zu bezeichnen, ist fast schon untertrieben. Die Matte mit der charakteristischen Riffel-Optik begleitet Outdoorfans schon seit Jahrzehnten – und das nahezu unverändert. Es muss also was dran sein an der Matte. Das zeigte sich auch im Test: Auf der Riffelmatte liegt man erstaunlich komfortabel, die getestete Größe L bietet zudem mit ihren 196 x 63 cm ein beeindruckendes Platzangebot. Unkaputtbar ist vielleicht der falsche Ausdruck, sehr robust ist die Matte aber allemal.

Schlafen wie auf Wolken

Vaude Tour 5L

Test Isomatte: Vaude Tour 5L
Sehr komfortable, schön verarbeitete selbstaufblasende Isomatte für Komfort-Camper. Weiche Oberfläche.

Die Vaude Tour 5L ist eine sehr komfortable, wenn auch voluminöse und schwere Matte für Luxuscamper und Komfortliebhaber. Vaude bietet für die samtweiche Matte optional einen Pumpsack an, der das Auffüllen beschleunigt. Die Matte bietet eine ebenfalls beeindruckende Liegefläche von 196 x 64 Zentimetern und einen R-Wert von 4,6 – der beste Wert im Test. Sie lässt sich somit perfekt beim Ganzjahres-Trekking und -Camping einsetzen. Der Hersteller gibt einen Einsatzbereich ab -15,3°C aufwärts an.

Gut & günstig

Mil-Tec BW Isomatte

Test Isomatte: Mil-Tec BW Isomatte
Zusammenklappbare Sparmatte im rechteckigen Format. Komfort diskutabel, aber leicht und robust.

Die Mil-Tec BW Isomatte ist rechteckig, praktisch und gut. Zwar ist die Matte kein Komfortwunder, aber einfach in der Handhabung, macht einen langlebigen Eindruck und kostet nicht viel. In Sachen Langlebigkeit hat sie den anderen günstigen Schaumstoffmatten im Test etwas voraus. Sie lässt sich zudem auch zur Sitzmatte zusammenfalten und erfüllt auf diese Weise gleich mehrere Zwecke.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istDie PanzermatteSchlafen wie auf WolkenGut & günstig
ModellDeeplee Camping IsomatteSea to Summit Ultralight Insulated Air MatTherm-a-Rest Ridge RestVaude Tour 5LMil-Tec BW IsomatteBify Isomatte CampingUnigear Camping IsomatteJökel Isomatte CampingExplorer Isomatte für CampingIdena IsomatteAR Tactical Isomatte mit Alubeschichtung
Test Isomatte: Deeplee Camping IsomatteTest Isomatte: Sea To Summit Ultralight Insulated Air MatIsomatte Test: Therm A Rest Ridge RestTest Isomatte: Vaude Tour 5LTest Isomatte: Mil-Tec BW IsomatteTest Isomatte: Bify Isomatte CampingTest Isomatte: Unigear Camping IsomatteTest Isomatte: Jökel Isomatte CampingTest Isomatte: Explorer Isomatte für CampingTest Isomatte: Idena IsomatteIsomatte Test: Ar Tactical
Pro
  • Kleines Packmaß
  • Geringes Gewicht
  • Integriertes Kopfkissen
  • Guter Liegekomfort
  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schnell aufgepumpt mit Pumpsack
  • Hoher Schlafkomfort
  • Große Liegefläche
  • Praktisches Rückschlagventil
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr robust
  • Für eine Schaumstoffmatte hoher Schlafkomfort
  • Große Liegefläche (bei Größe L)
  • Top Preis-Leistung
  • Sehr komfortabel
  • Selbstaufblasend
  • Beste Wärmeleistung im Test
  • Optionaler Pumpbeutel
  • Kann auch als Gäste-Notmatte verwendet werden
  • Einfache Handhabung
  • Robuste Verarbeitung
  • Kompaktes Format
  • Kleines Packmaß
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schnell aufzupumpen
  • Praktisches Rückschlagventil
  • Kleines Packmaß
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schnell aufzupumpen
  • Praktisches Rückschlagventil
  • Optional mit Kopfkissen erhältlich
  • Kleines Packmaß
  • Im Vergleich teuer
  • Schnell aufzupumpen
  • Praktisches Rückschlagventil
  • Günstig
  • Günstig
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Für Notübernachtungen ausreichend komfortabel
Contra
  • Zweifelhafte Langlebigkeit
  • Teuer
  • Schmutzempfindlich
  • Etwas sperrig (Größe L)
  • Schwer
  • Großes Packmaß
  • Relativ dünn
  • Tatsächliche technische Daten stimmen nicht mit Realität überein
  • Zweifelhafte Langlebigkeit
  • Zweifelhafte Langlebigkeit
  • Zweifelhafte Langlebigkeit
  • Zu dünn
  • Schlechte Verarbeitung
  • Wenig Komfort
  • Zu schmal
  • Zu dünn für ausreichenden Liegekomfort
  • Mangelhafte Alubeschichtung
  • Zu schmal
  • Wenig nachhaltig
  • Mangelhafte Alubeschichtung
  • Zu schmal
  • Wenig nachhaltig
Bester Preis

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Kleines Isomatten-ABC

Isomatte ist nicht gleich Isomatte – alle haben ihr Eigenheiten, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Bevor Sie zur Tour aufbrechen, ist es ratsam, einige Feinheiten zu kennen – so steht einem guten Schlaf im Freien nichts mehr im Weg.

Mattentypen

Die im Test unter die Lupe genommenen Matten unterscheiden sich in drei Typen: Schaumstoffmatten, aufblasbare Matten und selbstaufblasende Matten. Schaumstoffmatten sind schon für sehr günstiges Geld zu haben – im Test geht die preiswerteste Matte für 7 Euro über die Ladentheke. Aufblasbare Matten sind ein wenig teurer: 25 Euro und mehr muss man hier berappen. Die einzige selbstaufblasende Matte im Test ist das Modell Tour 5L von Vaude.

Isomatte Test: Vaude (5)
Das Modell Tour 5L von Vaude war die einzige selbstaufblasende Matte im Test.

Schaumstoffmatten haben den Vorteil, dass sie keine Luft zu verlieren können, um so mitten in der Nacht den Dienst zu quittieren. Dafür sind sie deutlich härter als ihre luftgepolsterten Kollegen, die in der Regel mit einem höheren Liegekomfort punkten.

Der R-Wert

Der R-Wert oder auch Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Maß für den Wärmedurchgang durch einen festen Körper. Der R-Wert beschreibt also, wie gut eine Isomatte isoliert. Die Faustregel ist ganz einfach: je höher der R-Wert, desto besser die Isoliereigenschaften. Matten mit einem R-Wert von über 4, wie die Vaude Tour 5L, sind auch für den Einsatz im Winter geeignet, dünnere mit einem R-Wert von unter 2, wie das Modell von Bify, nur für den Sommereinsatz.

Mattenformen

Rechteckig oder mumienförmig? Das ist nicht zuletzt eine Frage des Mattentyps. Sind Schaumstoffmatten in der Regel rechteckig, orientieren sich die Hersteller von aufblasbaren Matten meist an der Mumienform von Schlafsäcken. Rechteckige aufblasbare Matten, wie es sie früher gab, sind nur noch selten zu finden. Der Grund liegt auf der Hand: Durch die Mumien-Silhouette wird Gewicht eingespart.

Ventiltypen

Das etwas mühsam bedienbare, einem Dunlop-Ventil ähnelnde Mattenventil, wie es noch vor zehn Jahren verbaut wurde, hat ausgedient. An seine Stelle sind bei aufblasbaren Matten Rückschlagventile getreten, die in der Regel drei Ventilstellungen haben: offen, geschlossen und Pumpmodus. Sie sind denkbar einfach zu handhaben und beugen Bedienungsfehlern vor.

Pumpsack

Zwei Matten im Test, das Modell von Vaude und die Sea to Summit-Matte, können mit einem sogenannten Pumpsack aufgefüllt werden – bei der Sea to Summit-Matte ist er sogar im Lieferumfang. Der Pumpsack kann am Ventil angebracht werden und beschleunigt, wenn man den Pumpvorgang vorher geübt hat, das Aufpumpen. Wir haben uns im Test mal für den Sack, mal dagegen entschieden.

Wer eine gesunde Lunge hat und gerne pustet, gewinnt durch den Sack-Einsatz nur wenig Zeit. Pumpsäcke erfüllen aber noch einen ganz anderen Zweck: Die Umgebungsluft, die man mit dem Pumpsack in die Matte befördert, enthält in der Regel weniger Feuchtigkeit als die Atemluft. Das sorgt letzten Endes für eine Verlängerung der Haltbarkeit der Isomatte.

Isomatte Test: Gesamt (7)
Unsere Testmatten begleiteten uns über drei Monate in luftigen Höhen beim Camping und bei Biwaks in den Bergen.

So haben wir getestet

Alle Matten wurden während des rund dreimonatigen Testzeitraums beim Camping und bei Biwaks in verschiedenen Höhenlagen von 800 bis 2.000 Meter Höhe mit unterschiedlichen Schlafsäcken getestet. Dabei wurde insbesondere bewertet, wie sich die Matten hinsichtlich des Liegekomforts schlagen.

Darüber hinaus haben wir alle Matten gewogen, die Verarbeitung geprüft und das Packmaß gemessen. Den Testsieger werden wir außerdem im Langzeittest auf die Langlebigkeit überprüfen.

Isomatte Test: Deeplee Hauptbild

Unser Favorit: Deeplee Isomatte

Als wir die Matte von Deeplee zu Hause im Wohnzimmer das erste Mal auspacken, gibt es eine Überraschung: Als einzige Matte im Test hat die Deeplee ein integriertes, getrennt aufblasbares Kopfkissen. Wird sich diese Konstruktion in der Praxis bewähren? Schließlich ist es nicht jedermanns Sache, den Kopf während des Schlafens abwinkeln zu müssen.

Testsieger

Deeplee Camping Isomatte

Test Isomatte: Deeplee Camping Isomatte
Günstige, komfortable und leichte Isomatte mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein integriertes, getrennt aufblasbares Kopfkissen sorgt für mehr Komfort.

Wir nehmen die Deeplee-Matte mit auf ein durchaus alpines Biwak auf 1950 Meter Höhe im Vorkarwendel. Gleich fällt positiv auf, dass sich die Matte mit ihrem Packmaß von 22 x 11 Zentimetern sehr klein verpacken lässt. Seitdem wir Mitte der Neunziger Jahre das erste Mal mit aufblasbaren Isomatten zu tun hatten, hat sich hinsichtlich des Packmaßes einiges getan.

Zügig ist die Matte durch das Rückschlagventil aufgepumpt, das Kopfkissen lässt sich durch wenige Atemstöße befüllen. Um den Komfort zu variieren, muss man es ja nicht gleich so prall wie einen Luftballon aufpumpen – ein etwas weniger aufgepumptes Kopfkissen ist dem Schlafkomfort durchaus zuträglich.

Angenehmes Kopfkissen

Schnell ist ein kleines Süppchen auf dem Kocher zubereitet, und schon machen wir es uns auf der Deeplee-Matte bequem, was besser funktioniert als auf den meisten anderen Matten im Test. Der Kopf kommt auf dem nicht zu dicken und nicht zu dünnen Kopfkissen in einer angenehmen Position zum Liegen. Das Kopfkissen ist an den Seiten etwas breiter, dadurch kann der Kopf nicht vom Kissen kullern und liegt immer schön angenehm in der Mitte. Wir sind verblüfft, wie gut das funktioniert.

Es dürfte um die Null Grad haben, trotzdem gibt sich die Deeplee-Matte keine Blöße. Wir sind nach der Nacht im Freien vom Liegekomfort überrascht, die Deeplee lässt sich zudem angenehm schnell zusammenrollen und verpacken.

Super für den Sommer

Der Hersteller gibt keinen R-Wert für die Matte an, er dürfte sich aber in etwa bei den 1,3 der Bify einordnen. Das heißt: Für Sommerbiwaks und Aktivitäten in den Übergangszeiten ist die Matte super. Allein bei Winterbiwaks und -Campings sollte man lieber zu einer leistungsstärkeren Matte wie dem Modell von Vaude greifen.

Was die Langlebigkeit angeht, ist die Deeplee schwer zu bewerten. Das Material macht allerdings einen robusten Eindruck und wir prophezeien der Matte durchaus ein längeres Produktleben. Sollte dem nicht so sein, werden wir es an dieser Stelle berichten.

Wir empfehlen die Deeplee Outdoor-Fans, die eine durchdachte Isomatte für gelegentliche Freiluftausflüge aller Art suchen, mit der Matte schonend umgehen und bei härteren Untergründen, wie Fels oder Geröll, auch mal eine materialschonende, zusätzliche Bodenplane verwenden. Für den Hardcore-Biwakeinsatz im Hochgebirge, der womöglich mehrmals im Jahr durchgeführt wird, sollte man sich ein robusteres Modell anschaffen, wie zum Beispiel die ebenfalls getestete Sea to Summit.

Die Deeplee Isomatte im Testspiegel

Momentan gibt es noch keine weiteren Tests der Deeplee Isomatte. Sobald sich das ändert, werden wir sie hier ergänzen.

Alternativen

Neben der Deeplee Isomatte haben wir weitere Tipps für Qualitätsbewusste, Fans langlebiger Materialien, Komfortbedürftige und Sparfüchse.

Wenn Geld egal ist

Sea to Summit Ultralight Insulated Air Mat

Test Isomatte: Sea To Summit Ultralight Insulated Air Mat
Hochwertig verarbeitete Matte mit hohem Schlafkomfort, isolierenden Eigenschaften und cleverem Pumpsystem.

Die australische Marke Sea to Summit hat etablierten Isomatten-Herstellern, wie Therm-a-Rest oder Exped, in den vergangenen Jahren ganz ordentlich Kunden abgenommen. Die Marke weiß, wie leichte Outdoor-Ausrüstung aussehen muss. Firmengründer Tim Macartney-Snape ist zu Fuß vom Golf von Bengalen in Indien bis auf den Gipfel des Mount Everest ohne Sauerstoffflaschen und Helfer geklettert. Daher der Name Sea to Summit. Dafür benötigte er Ausrüstung, die es so auf dem Markt noch nicht gab. Macartney-Snape entwarf sie einfach selbst – und damit ist die Firmengeschichte von Sea To Summit auch schon (fast) erzählt.

Dieser Tradition ist auch die ultraleichte Konstruktion der Ultralight Insulated Air Mat geschuldet. Sie wird in einem leichten, kompakten Packbeutel ausgeliefert, der gleichzeitig als Pumpbeutel fungiert – mit seiner Hilfe lässt sich die der Körperform angepasste Matte für ein Modell ihrer Komfortklasse relativ zügig aufpumpen. Vor der Benutzung sollte man allerdings sorgfältig die Betriebsanleitung durchlesen – ein wenig Übung kann hier nicht schaden.

Was den Komfort betrifft, lässt die aufwändig konstruierte Ultralight Insulated Air Mat mit ihren Wölbungen keine Wünsche offen. Die Oberflächenstruktur mit den sogenanten »Air Sprung Cells« lässt sich leicht, aber nicht zu leicht eindrücken. Man bekommt das Gefühl, nicht auf einer leichtgewichtigen Isomatte zu liegen, sondern auf einer dünnen Matratze, so angenehm unauffällig passt sich die Matte dem Körper an. Wer gerne mit Kopfkissen schläft, findet auf der Ultralight Insulated Air Mat im Kopfbereich eine Anti-Rutsch-Beschichtung vor. Das ist praktisch, funktioniert aber nur mit kompatiblen Kopfkissen.

Hervorragende Isolations­eigenschaften

Im Test nehmen wir die Matte auf eine anspruchsvolle Unternehmung mit: Eine Frostnacht auf 1.600 Meter Höhe eignet sich perfekt, die Matte an ihre Grenzen zu bringen. Doch die lassen sich während dieser Nacht gar nicht ausloten – bei schätzungsweise minus fünf Grad Celsius ist die Matte noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten, was auch an ihrer Thermolite-Isolation liegt. Die Matte ist sozusagen mit Kunstfasern »gefüttert«, was neben den »natürlichen« Isolationseigenschaften einer luftgefüllten Matte für ein weiteres Plus an Wärme sorgt. Die Luft ist nach der Übernachtung durch das praktische Doppelventil schnell wieder aus der Matte gelassen.

Sea to Summit legt der Isomatte noch ein umfangreiches Reparaturset bei und schnürt so ein stimmiges Gesamtpaket, was man bei dem empfohlenen Verkaufspreis von rund 130 Euro auch erwarten kann.

Uns hat die Matte im Test begeistert. Wer bereit ist, den stolzen Preis zu zahlen, bekommt mit der Matte aus Australien einen durchdachten, funktionalen und robusten Begleiter, der viele Campings, Touren und weitere Unternehmungen mitmachen dürfte. Wir würden sie sogar dem Besuch als Notbett zur Verfügung stellen.

Die Panzermatte

Therm-a-Rest Ridge Rest

Isomatte Test: Therm A Rest Ridge Rest
Grundsolide, langlebige Isomatte. Für eine nicht aufblasbare ausgezeichneter Liegekomfort. Großzügige Abmessungen.

Die Therm-a-Rest Ridge Rest ist der Panzer unter den Isomatten. Ihre Robustheit ist legendär, ebenso die für eine Schaumstoffmatte durchaus beeindruckende Wärmeleistung mit einem R-Wert von 2,6. Im Test hatten wir die Ehre, die große Version der Matte in L zur Verfügung gestellt zu bekommen. Das bedeutet viel Liegefläche und entsprechenden Komfort.

Der amerikanische Hersteller Therm-a-Rest ist ein alter Hase in der Mattenfertigung und kennt sich mit technischen Finessen womöglich besser aus als jeder andere Hersteller in diesem Sektor. Trotzdem leistet sich das Unternehmen noch eine »simple« Matte wie die Ridge Rest – doch so simpel ist die Matte nun auch wieder nicht: Durch ihre Zickzack-Struktur bilden sich beim Liegen auf der Matte kleine Lufteinschlüsse, die für eine bessere Isolationsleistung sorgen.

Klar, die Matte kommt nicht an den Liegekomfort einer hochwertigen Aufpump-Matratze heran. Trotzdem bietet sie aufgrund der raffinierten Riffelung einen erstaunlichen Grad an Flexibilität, den die anderen, gänzlich flachen Schaumstoffmatten im Test so nicht bieten. Wir kennen dieses Modell seit Jahren, hatten also bereits mehrere Ridge Rests im Einsatz. Geradezu legendär ist ihre Haltbarkeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Matten mussten wir noch keine Ridge Rest entsorgen – natürlich bei pfleglichem Umgang und moderatem Einsatz.

Wir empfehlen die Matte daher allen Outdoor- und Campingfans, die eine verlässliche, nahezu unkaputtbare und vor allem auch noch günstige Matte suchen, die die Billigheimer im Test in Sachen Nachhaltigkeit locker aussticht. Hier gibt es keine sich ablösende Alubeschichtung, die Matte hält auch dem harten Felskontakt stand und ist denkbar unkompliziert in der Handhabung.

Schlafen wie auf Wolken

Vaude Tour 5L

Test Isomatte: Vaude Tour 5L
Sehr komfortable, schön verarbeitete selbstaufblasende Isomatte für Komfort-Camper. Weiche Oberfläche.

»Schlafen wie auf Wolken« heißt es bei der Vaude Tour 5L. Die Luxusmatte erinnert vom Volumen und Gewicht her eher an eine kompakte Matratze als an eine leichte Isomatte. Mit gemessenen 1.692 Gramm ist sie im Test mit Abstand die schwerste – dafür aber auch die Spitzenreiterin beim Liegekomfort. Sie punktet mit einer kuschlig weichen Haptik, die geradezu dazu einlädt, es sich auf der Matte bequem zu machen.

»Leicht«, so wie es die Verpackung verspricht, ist die Tour – zumindest in dieser Ausführung – also nicht. Diese Matte muss man schon dabei haben wollen, Leichtgewichts-Biwakfans werden eher auf die rund ein Kilogramm (!) leichtere Sea To Summit oder andere Modelle aus Vaudes Tour-Serie ausweichen. Komfortliebhaber werden mit der Matte jedoch ihre helle Freude haben: Sie ist beispielsweise gut für Campingaktionen geeignet, zu denen man mit dem Auto anreist.

Stichwort Liegekomfort: Vaude setzt auf sogenannten »offenzelligen« PU-Schaum, der sich den Körperkonturen perfekt anpasst, Bodenunebenheiten problemlos ausgleicht und sich während dem Schlaf förmlich an den Körper anschmiegt. In Kombination mit ihrer Isolationsleistung liefert die Matte so ein außergewöhnlich kuscheliges und warmes Liegegefühl.

Ein kleines Manko findet sich jedoch auch bei dieser Matte: Das Ventil ist im Vergleich zu den effektiveren Rückschlagventilen der Konkurrenz etwas fummeliger in der Handhabung.

Trotzdem gilt auch hier: Die Vaude Tour 5L bietet eine überragende Leistung und eine schöne, ansprechende Verarbeitung, die der Matte ein langes Produktleben bescheren dürfte.

Gut & günstig

Mil-Tec BW Isomatte

Test Isomatte: Mil-Tec BW Isomatte
Zusammenklappbare Sparmatte im rechteckigen Format. Komfort diskutabel, aber leicht und robust.

Die Mil-Tec BW Isomatte ist wie eine Tafel Schokolade: schnell ausgepackt, schnell einsatzbereit. Uns hat gefallen, dass man die Matte sehr vielseitig einsetzen kann. Lässt man sie zusammengeklappt, taugt sie super als Sitzunterlage. Hat man die Partnerin bzw. den Partner dabei, klappt man die Matte einfach auf und hat Platz für zwei. Komplett ausgeklappt, kann man es sich schließlich mit dem Schlafsack darauf bequem machen – zumindest so weit wie möglich, denn 5 Millimeter Mattendicke und eine eher härtere Konsistenz versprechen keine Jubelstürme hinsichtlich des Komforts.

Trotzdem hebt sich die Mil-Tec angenehm von den Modellen Explorer, AR Tactical und Idena ab, denn ihr Material macht einen robusteren, langlebigeren Eindruck. Wir können uns gut vorstellen, uns die Matte als Backup-Schlafunterlage in den Ausrüstungsschrank zu legen. Darüber hinaus belastet sie mit einem Preis von nicht einmal 20 Euro das Budget nicht allzu sehr.

Außerdem getestet

Bify Isomatte Camping

Es ist nicht wirklich viel, was man bei der Bify Isomatte im Rucksack verstauen muss, und der Betrag, den man vorher über den virtuellen Ladentisch reichen durfte, ist für eine Isomatte auch überschaubar. Sie ist die erste Vertreterin von vier im Grunde sehr ähnlichen Fernost-Matten mit ähnlichem Packmaß, ähnlicher Haptik und ähnlichem Preisniveau. Die anderen drei sind die Modelle von Unigear, Jökel und Deeplee. Wir werden daher die Bify ausführlicher beschreiben und auf die anderen drei Mitglieder des Quartetts etwas kürzer eingehen.

Aber schön der Reihe nach: Leicht, kompakt, hochwertig, strapazierfähig, einfach – das sind die Schlagwörter und Features, mit denen die vermutlich in China hergestellte Bify-Matte beim großen Onlinehändler beschrieben wird.

Na, dann werden wir mal testen, welche der Aussagen wirklich haltbar sind. Die Angaben der Größe passen, und zumindest hier trifft das Attribut »minimalistisch« nicht zu. Auf etwa 190 x 60 Zentimetern findet ein durchschnittlicher Erwachsener schon ganz gut Platz. Die 5,5 Zentimeter Stärke wurden natürlich an den dicksten Stellen der wabenartigen, ca. 8 x 8 Zentimeter großen Luftkammern gemessen. Die durchschnittliche Dicke der Matte dürfte bei 2-3 Zentimetern liegen, und das korreliert dann schon eher mit dem auf den ersten Eindruck nicht so überwältigenden Liegekomfort.

Der R-Wert 1,3 bei der Bify bedeutet ein Frühjahr, Sommer, Herbst-Einsatzspektrum mit Temperaturen von mindestens 5°C Plus.

Beim Wiegen muß bei der Bify irgendetwas schiefgelaufen sein. Unsere Matte bringt in ihrer dünnen Hülle 580 Gramm auf die Waage. Das ist immer noch durchaus leicht, aber halt nicht so sensationell wie die versprochenen 430 Gramm. Das Packmaß von etwa 9 x 20 Zentimetern gefällt – das ist wirklich sehr kompakt! In Sachen Material findet man in der Produktbeschreibung seltsamerweise sowohl die Angabe »20D Nylon« als auch »40D Nylon«. Die Haptik der getesteten Matte spräche eher für die stabileren 40D.

Ein frühsommerliches Gipfelbiwak in den bayerischen Vorbergen steht an, optimale Testbedingungen für die Bify. Wie schon eingangs bereits erwähnt: Schon beim Packen kommt Freude auf. Vergleichbar mit einer leichten Trinkflasche, verschwindet das Isomatten-Päckchen irgendwo in den Weiten des Rucksacks.

Am Biwakplatz angekommen, gehts ans Aufblasen der Matte. Wir brauchen tatsächlich nur 15 Atemzüge, dann ist die Bify prall gefüllt. Vom Probeliegen am heimischen Wohnzimmerboden eher etwas skeptisch gestimmt, sind wir jetzt positiv überrascht, wie gut die typischen kleinen Unebenheiten eines Biwak-Untergrundes ausgeglichen werden. Sie ist schon noch minimalistisch, aber mit Tendenz zu »fast schon komfortabel«.

Ihre Oberfläche ist ein bisschen aufgeraut und dadurch nicht rutschig. Die sternenklare Nacht Anfang Juni auf knapp 2.000 Meter ist natürlich recht frisch, und wahrscheinlich beträgt die Temperatur weniger als 5°C. Die Matte isoliert jedoch sehr gut von unten und hält das Versprechen des R-Wertes von 1,3 absolut ein. In der Früh ist die Matte durch die große Auslassöffnung blitzschnell entleert und genauso schnell zusammengerollt und im Packbeutel verstaut. Fazit: Wenn man ab und zu mal zugunsten von Packmaß und Gewicht auf etwas Komfort verzichten kann oder muss, ist die Bify Isomatte ein guter Kompromiss zwischen Preis und Performance.

Unigear Camping Isomatte

Die Isomatte von Unigear ähnelt vom Packformat her dem Modell von Bify. Bläst man sie jedoch auf, zeigt sich ein gänzlich anderer Aufbau. Die Luftkammern sind wellenförmig angeordnet, was für einen erstaunlich angenehmen Liegekomfort sorgt. Positiv überrascht sind wir – im Gegensatz zur Bify – auch vom Gewicht. Im Netz ist von 520 Gramm die Rede, tatsächlich brachte die Matte knapp unter 500 Gramm auf die Waage. Beim Packmaß kommt die Matte indes nicht ganz an die Bify heran, die Matten unterscheiden sich hier jedoch nur in Nuancen.

Der Packsack erscheint ausreichend haltbar verarbeitet, beim Rückschlagventil gibt es derweil eine Überraschung. Unigear setzt augenscheinlich genau das gleiche Ventilmodell ein, das auch bei Bify, Jökel und Deeplee verbaut wird. Kommen alle vier Matten am Ende aus einer einzigen Fabrik in China? Das lässt sich im Rahmen des Tests nicht klären, die ähnliche Verarbeitung macht jedoch stutzig. Mit 188 x 60 Zentimetern ist die Unigear ähnlich groß wie die Matte von Bify, auch die Dicke entspricht in etwa der Kollegin.

Im Rahmen des Tests verwenden wir die Matte bei einem Biwak in Flussnähe im oberen Pinzgau in Österreich. Es gibt nichts zu bemäkeln, auch wenn die Matte nicht ganz an den Schlafkomfort der Sea To Summit heranreicht. Auch was den Kopf-Komfort angeht, hat die Unigear-Matte das Nachsehen. Hier hat uns das Kopfkissen der Deeplee im Test nachhaltig beeindruckt.

Für etwas weniger Geld gibt es bei Deeplee etwas mehr Kopf-Komfort als bei Bify. Beim »Körperkomfort« unterscheiden sich die Matten kaum – auch wenn die Unigear mit einer besonderen Optik und Kammeranordnung punktet.

Jökel Isomatte Camping

Storytelling ist alles, so auch bei der Matte von Jökel. So liest der geneigte Käufer in der blumigen Beschreibung, dass es sich bei Jökel um ein Familienunternehmen mit »Team und Sitz in Schweden« handle. Eine Website hat Jökel nicht, aber immerhin ein leidlich gut gemanagtes Instagram-Profil, wo sich kitschig gephotoshoppte »Hund im Zelt-Bilder« neben Schloss Neuschwanstein tummeln. Die Produktvielfalt des »Familienunternehmens« beschränkt sich indes auf die hier getestete Isomatte und ein Kopfkissen, wie ein Blick auf die Jökel-Seite beim einschlägigen Online-Händler beweist.

Für unsere Begriffe ist Jökel jedenfalls ein klarer Fall von Fake-Firma. Schwedisch wirkt an der Matte reichlich wenig – mal abgesehen davon, dass wir Jökel durchaus zugestehen wollen, dass die offensichtlich nur für einen einzigen Händler gegründete Firma von einem findigen Schweden erdacht wurde. Die Jökel-Matte ist nicht aufwändiger oder schlechter gemacht als die anderen günstigen Aufpump-Matten von Deplee, Unigear oder Bify und kostet mit rund 40 Euro dann doch erstaunlich viel – oder zumindest deutlich mehr als die drei genannten Kolleginnen. Immerhin packt Jökel seiner Matte eine Schlafmaske bei – soll es ein Seitenhieb auf die schwedische Mitternachtssonne nördlich des Polarkreises sein?

Im Test erinnert die Jökel stark an das Modell von Bify, nur mit anderer Luftkammerstruktur. Zwar ist die Bify etwas schwerer, was Liegekomfort und Abmessungen angeht, schenken sich die beiden Matten aber wenig. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis hat die Jökel jedenfalls das Nachsehen. Für ein paar Euro weniger hat die Deeplee ein integriertes Kopfkissen und macht einen ähnlich gut verarbeiteten Eindruck.

Was uns bei allen vier aufblasbaren Fernost-Matten von Jökel, Deplee, Bify und Unigear schwerfällt, ist eine Bewertung hinsichtlich ihrer Langlebigkeit abzugeben. Die Matten wirken nicht unbedingt schlecht oder billig verarbeitet, trotzdem käme uns nie in den Sinn, die Matten beispielsweise auf eine mehrwöchige Begehung eines alpinen Weitwanderwegs mitzunehmen. Hier ist man im Zweifel bei einer Markenmatte von Sea to Summit, Vaude, Exped oder Therm-a-Rest besser aufgehoben – auch was Gewährleistung und Garantie angeht. Wir werden zumindest die Matte von Deeplee länger im Einsatz behalten und an dieser Stelle berichten, wie sie sich in Sachen Haltbarkeit schlägt.

Explorer Isomatte für Camping

Simpler geht’s nicht mehr. Die »Explorer« scheint zudem ein echtes Schnäppchen zu sein – möchte man meinen. Denn der Begriff »Schnäppchen« bedeutet ja durchaus, dass man etwas erworben hat, dass einem auch zufriedenstellende Dienste leistet.

Denn das, was dieses dünne Mättchen zu leisten im Stande ist, ist übersichtlich. Das Material der Schaumstoffmatte wirkt billig, die Matte ist grob zugeschnitten, auch ist sie mit ihren 0,7 Zentimetern sehr dünn.

Bei einer Familientour in den bayerischen Vorbergen packen wir die Matte ein, sie muss als Sitzunterlage beim Mittagessen herhalten. Sie während einer Übernachtung zu verwenden, kommt uns gar nicht erst in den Sinn – zu dünn, zu unkomfortabel erscheint uns das Modell. Zum Draufsetzen reicht sie jedoch allemal aus. Wir sind uns jedoch schnell einig, dass die Explorer maximal als Yoga-Notmatte herhalten könnte – dafür ist sie mit 50 Zentimetern aber im Grunde zu schmal.

Zum Schlafen würden wir sie indes nur in absoluten Notfällen hervorziehen – hier gibt es für weniger Geld Preis in Form der AR Tactical eine komfortablere, weil dickere, wenn auch aufgrund der Alu-Beschichtung nicht nachhaltigere Matte. Wer etwas für die Umwelt tun will, greift sowieso zur nahezu unkaputtbaren Therm-A-Rest Ridge Rest, die auch nicht viel mehr kostet und schon Generationen von Campern und Freiluftfans begeistert hat.

Was für die Explorer bleibt, ist ein Trotzplatz. Wer eine günstige Sitzunterlage braucht, auf der man auch mal ein Nickerchen machen kann, ist hier gut aufgehoben. Für Komfortliebhaber ist sie aber ganz sicher keine Option.

Die Isomatte von Idena ist mit 7 Euro die günstigste Matte im Test. Hand aufs Herz: Sie ist auch nicht viel mehr wert. Eine alubeschichtete Matte, noch dazu mit einer so filigran wirkenden, dünnen Aluschicht, ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Die Matte ist neben der Mil-Tec die dünnste im Test und bietet weniger Flexibilität als die Explorer. Das äußert sich auch im Liegekomfort. Zu Pfadfinderzeiten hätte uns diese Matte vielleicht zufriedengestellt, wer auf etwas mehr Komfort Wert legt, lässt aber lieber die Finger davon.

Beim Schlafen auf einer härteren Unterlage ist es jedenfalls nur eine Frage der Zeit, bis bei der Idena die Fetzen fliegen. Die Aluschicht ist deutlich dünner als eine Haushalts-Alufolie. Für uns ist die Idena nicht viel mehr als ein Wegwerfprodukt, das wir nur Leuten empfehlen können, die a) ein extrem kleines Budget haben oder b) auf ein Festival o. ä. gehen und eine Matte suchen, die nach der Nutzung sowieso entsorgt wird. Hier sollte man aber unter Umständen sein Konsumverhalten hinterfragen. Alle anderen liegen und schlafen auf einer Ridge Rest von Therm-a-Rest oder einem ähnlichen Modell deutlich besser.

Immerhin beschreibt der Hersteller die Matte auf der mitgelieferten Banderole auch gar nicht als Schlafunterlage, sondern empfiehlt sie »für Picknick, Strand und jegliche Aktion im Freien« – als ob er selbst nicht sicher wäre, ob sie sich denn auch für das Übernachten eignet.

AR Tactical Isomatte mit Alubeschichtung

Isomatte Test: Ar Tactical

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Beim Mattenmodell von AR Tactical fassen wir uns kurz. Die Matte entspricht nämlich exakt der von Idena – außer, dass sie doppelt so dick ist. Ansonsten: Gleiche filigrane Alubeschichtung, gleiche Schaumstoffqualität, wenn auch andere Schaumstoff-Farbe. Deswegen ist die Matte auch – Überraschung! – doppelt so schwer wie das Modell von Idena. Immerhin können wir der Matte dadurch etwas mehr Komfort abringen, wenn auch in einem überschaubaren Maß. Ansonsten gilt: Für doppelt so viel Geld gibt es die Ridge Rest. Und damit ein ganzes Stück mehr Liegekomfort und Haltbarkeit.

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