Japansäge Test Aufmacher
test
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Die beste Japansäge

Wir haben 12 Japansägen getestet. Die beste ist für uns die Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA. Mit der Zugsäge lässt sich prima arbeiten. Sie sägt feiner und präziser als die meisten anderen Testkandidaten – und das zu einem super Preis. Das leicht zu bedienende Einsteigermodell sollte in keinem Werkzeugkasten fehlen.

Sven Winter
Sven Winter
ist ausgebildeter Energieelektroniker und leidenschaftlicher Handwerker. Seit 2009 schreibt er als Wohnblogger Artikel rund ums Wohnen. Wenn er nicht gerade an einem DIY Projekt bastelt, ist er mit dem Camper oder dem Mountainbike unterwegs.
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Früher oder später kommt jeder holzbearbeitende Hobbyhandwerker an den Punkt, an dem er eine Japansäge benötigt. Sei es nur, um einen Holzdübel bündig abzusägen, einen exakten dünnen Schnitt in Holz zu machen oder Fussleisten auf Gehrung zu schneiden. Die Japansäge, auf japanisch »Nokogiri«, ist eine Sägenart, die unserem europäischen Fuchsschwanz ähnelt. Der große Unterschied besteht darin, dass Japansägen nur auf Zug sägen.

Wir haben 12 Japansägen in die Hand genommen und getestet, wie gut sich mit den Werkzeugen aus dem Land der aufgehenden Sonne Holz bearbeiten lässt. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA

Test Japansäge: Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA
In Deutschland produziert, überzeugt die Kataba von Augusta-Heckenrose mit scharfem Sägeblatt, einer dünnen Schnittfuge und einem Top-Preis.

Mit der Augusta-Heckenrose 440 020 270 AMA bekommt man eine Japansäge mit einer wirklich guten Qualität zu einem Top-Preis. Unser Testsieger hat mit dünnen Schnitten in weiches, als auch in härteres Holz überzeugt. Mit dem scharfen Sägeblatt gelingen Holzschnitte schnell, mühelos und ohne hohen Kraftaufwand. Vor allem das einfache Handling hat uns beeindruckt. Besonders für Japansägen-Einsteiger ist sie die ideale Startersäge denn im Gegensatz zum ebenfalls getesteten Ryoba-Modell des Herstellers lässt sich die Kataba auch als Anfänger sehr einfach bedienen.

Auch gut

Wolfcraft 6951000

Test Japansäge: Wolfcraft 6951000
Die Ryoba von Wolfcraft glänzt mit guten Allround-Eigenschaften und speziell gehärteten Zähnen.

Die Wolfcraft 6951000 liegt in der gleichen Preisrange wie unser Testsieger. Man bekommt für knapp 30 Euro eine scharfe Japansäge vom Typ Ryoba. Mit der beidseitigen Verzahnung sind Längs- und Querschnitte kein Problem. Mit dem scharfen Sägeblatt lassen sich vielfältige Sägeaufgaben gut meistern. Die Wolfcraft ist ein echter Allrounder für Handwerk, Garten und Hobby. Im Gegensatz zu den klassischen Japansägen geht die Wolfcraft mit einem rutschfesten Kunststoffgriff an den Start, der uns überzeugt hat.

Für Profis

Suizan Dozuki 240

Test Japansäge: Suizan Dozuki240
Die Dozuki von Suizan ist die ideale Ergänzung für Profis, die schon mit anderen Japansägen arbeiten.

Die Feinsäge Suizan Dozuki 240 gehört, wie der Name schon vermuten lässt, zur Untergruppe der Dozuki-Sägen. Sie ist eine rasierklingenscharfe Zugsäge, produziert im Land der aufgehenden Sonne. Sie hat ein dünnes Sägeblatt von gerade einmal 0,3 Millimeter aus japanischen Stahl. Mit der Suizan schneidet man noch ein wenig exakter, präziser, dünner und genauer als mit unserem Testsieger aus dem Hause Augusta-Heckenrose. Der sauber verarbeitete Griff liegt gut in der Hand. Die Suizan Dozuki ist bestens geeignet für Profis, die noch eine Spezialsäge für Schwalbenschwanzverbindungen und andere Sonderaufgaben suchen.

Bastel-Liebling

Keil ‎100 100 554

Test Japansäge: Keil ‎100 100 554
Klein, scharf, schwarz. Die Micro-Zugsäge mit sehr dünnem Universal-Sägeblatt sägt superfein und exakt.

Die Micro-Zugsäge Keil 100 100 554 ist keine klassische Japansäge im ursprünglichen Sinn. Vielmehr ist sie eine gute Alternative, wenn es um präzise Bastelarbeiten und superfeine Schnitte geht. Und genau da liegt ihr Vorteil gegenüber ihren großen japanischen Kollegen. Das feine Universalsägeblatt sägt so dünne Schnitte ins Holz, dass man fast zweimal hinschauen muss. Eine Nachbearbeitung der Schnittkanten ist nicht nötig. Ganz angetan waren wir vom geringen Kraftaufwand beim Sägen, dem rutschfesten Gummigriff und dem super Handling des Werkzeugs. Die superscharfe japanische Haifischsäge ist unser Bastel-Liebling und für alle Modellbauer und Co. ein Must-Have.

Vergleichstabelle

TestsiegerAugusta-Heckenrose 44020 270 AMA
Auch gutWolfcraft 6951000
Für ProfisSuizan Dozuki 240
Bastel-LieblingKeil ‎100 100 554
Ulmia Dozuki 281-240
Augusta-Heckenrose ‎44021 250 AMA
Augusta-Heckenrose ‎44019 240 AMA
Keil 100 110 265
Hinrichs Japansäge Ryoba 25 cm
Hardtwerk Japansäge Hanzo
Royal Gardineer ‎NX7794-944
Germania Qualitätswerkzeuge Japansäge
Test Japansäge: Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Dünnes Sägeblatt
  • Rutschfester Bastgriff
  • Exakte Schnitt­kanten
  • Geringer Kraft­aufwand beim Sägen
  • Inbus für Sägeblatt nötig
Test Japansäge: Wolfcraft 6951000
  • Guter Allrounder
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Geriffelter Gummigriff
  • Scharfes Sägeblatt
  • Werkzeugloser Säge­blatt­wechsel
  • Sägezahnschutz schwierig aufzuschieben
Test Japansäge: Suizan Dozuki240
  • In Japan hergestellt
  • Exakte dünne Schnitte
  • Sägeblattwechsel mit Schrauben­dreher
  • Sehr scharfes Sägeblatt
  • Bauartbedingt begrenzte Schnitttiefe
Test Japansäge: Keil ‎100 100 554
  • Sehr scharf
  • Extrem feine Schnitte
  • Universalsägeblatt sägt Holz, Alu, Plastik
  • Gummierter Griff
  • Verpackung nicht dauerhaft verwendbar
  • Sägeblattwechsel schwierig
Japansäge Test: Ulmia Dozuki 281 240
  • In Japan hergestellt
  • Exakte dünne Schnitte
  • Sägeblattwechsel mit Schrauben­dreher
  • Sehr scharfes Sägeblatt
  • Bauartbedingt begrenzte Schnitttiefe
Test Japansäge: Augusta-Heckenrose ‎44021 250 AMA
  • Günstig
  • Langer Griff
  • Doppelseitig verzahntes Sägeblatt
  • Dreiecksverzahnung für Längs­schnitte
  • Guter Allrounder
  • Inbus für Sägeblattwechsel nötig
Test Japansäge: Augusta-Heckenrose ‎44019 240 AMA
  • Preiswert
  • Dünnes Sägeblatt
  • Rutschfester Bastgriff
  • Scharfes Sägeblatt
  • In Deutschland produziert
  • Bauartbedingt begrenzte Schnitttiefe
  • Inbus für Sägeblatt­wechsel nötig
Test Japansäge: Keil 100 110 265
  • Scharfes Sägeblatt
  • Schneller Sägefortschritt
  • Gute Schnitte quer zur Faser
  • Schlechte Griffumwicklung
  • Vergleichsweise teuer
Test Japansäge: Hinrichs Japansäge Ryoba 25 cm
  • Gummierter Griff
  • Werkzeugloser Säge­blatt­wechsel
  • Gute Sägeschnitte quer zur Faser
  • Günstiges Allround-Modell
  • Schlechte Längsschnitte in festem Holz
Test Japansäge: Hardtwerk Japansäge Hanzo
  • Hochwertige Verpackung
  • Klappmechanismus
  • Gummierter Alugriff
  • Schlechte Säge­eigenschaften
  • Schwer
Test Japansäge: Royal Gardineer ‎NX7794-944
  • Preisgünstig
  • Für einfache Holz­arbeiten
  • Breite Schnittfuge
  • Hakelig
  • Sägeblatt nicht scharf
Test Japansäge: Germania Qualitätswerkzeuge Japansäge
  • Preisgünstig
  • Griff schlecht umwickelt
  • Schlechtes Säge­ergebnis
  • Sägeblatt wackelt im Griff
  • Schwarze Spuren auf Holz von Sägeblatt­aufdruck
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Scharf, präzise und schnell: Japansägen im Test

Die Japansägen haben ihren Ursprung – wer hätte es gedacht – in Japan. Die Handsägen haben dort eine lange Tradition und kamen schon vor mehr als 1.000 Jahren für den Bau von Holztempeln und Palästen zum Einsatz. Ein besonderes Merkmal der traditionellen Japansäge ist ein langer, ergonomisch geformter Griff, meist mit Rattan oder Bast umwickelt. Weiterhin ist ein dünnes, flexibles Sägeblatt ein typisches Indiz, dass es sich um eine Japansäge handelt. Dadurch lassen sich dünnere Schnitte in Holz machen.

Die ursprünglichen Japansägen wurden aus einem Stück geschmiedet. Die heutigen Versionen im Handel sind meist mit einem wechselbaren Sägeblatt versehen, das mit dem Griff verschraubt oder verspannt ist.

Japansägen sägen auf Zug, das heißt, das Material wird durch Heranziehen geschnitten. Wenn man den Dreh erst mal raus hat, lassen sich Japansägen ganz easy und ohne hohen Kraftaufwand nutzen.

Welche Japansägen-Varianten gibt es?

Die bekanntesten und meist genutzten Japansägen-Typen heißen Ryoba, Dozuki und Kataba. Jede für sich hat unterschiedliche Eigenschaften für verschiedene Einsatzgebiete.

Mit der Ryoba sind Sägeschnitte längs und quer zur Faser kein Thema. Durch die doppelseitige Verzahnung hat man mit der Ryoba immer eine optimale Schnittleistung. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit ist die Ryoba eine beliebte Allroundsäge – sowohl für den Hobbyhandwerker, als auch für den Schreiner-Profi.

Die Dozuki ist eine Universalsäge mit verstärktem Rücken, einem besonders dünnen Sägeblatt und feiner Verzahnung. Infolge der Rückenverstärkung ist die Schnitttiefe begrenzt. Mit der Dozuki lassen sich dünne und exakte Sägeschnitte machen. Oft kommt sie für filigrane Holzverbindungen (Stichwort »Schwalbenschwanz«) zum Einsatz.

Die Kataba ist ein robuster Alleskönner. Der Unterschied zur Ryoba besteht darin, dass das Sägeblatt nur an einer Seite verzahnt ist. Da der Sägeblattrücken der Kataba nicht verstärkt ist, ist sie ideal für Trenn- und Gehrungsschnitte geeignet. Mit dieser Art Japansäge lassen sich lange, tiefe und bündige Holzschnitte gut erledigen.

Weiterhin gibt es Japansägen für spezielle Einsatzgebiete, die aber im klassischen Hobbyschreiner-Bereich eher keine Anwendung finden. Will man aber vor dem Tischlermeister glänzen und seinen Japanisch-Wortschatz erweitern, sollte man sich folgende Spezial-Japansägen merken: Mit der Kugihiki kann man unter anderem Holznägel und -dübel flächenbündig schneiden. Die Kobiki ist das ideale Gerät, um Bäume zu beschneiden, Äste zu sägen und Bretter aufzutrennen.

Verschiedene Arten der Sägeblattverzahnung

Wie schon kurz erwähnt, haben die drei bekanntesten Japansägen-Typen unterschiedliche Sägeblattverzahnungen. Deren Beschaffenheit ist eines der ausschlaggebendsten Features für ein gutes Sägeergebnis.

Japansäge Test: Ryoba Trapezverzahnung
Trapezverzahnung einer Ryoba.

Bei der Ryoba kommt auf der einen Seite des Sägeblattes eine Trapezverzahnung, auch Querschnittverzahnung genannt, zum Einsatz. Die Zähne sind trapezförmig, messerscharf an drei Seiten angeschliffen und wechselseitig angeordnet. Diese Sägeblattseite der Ryoba ist für Schnitte quer zur Faser somit bestens geeignet.

Japansäge Test: Ryoba Dreiecksverzahnung
Dreiecksverzahnung einer Ryoba.

Die andere Sägeblattseite der Ryoba ist mit einer sogenannten Dreiecksverzahnung bestückt. Wie der Name schon sagt, sind die Sägezähne hier dreieckig und haben einen größeren Abstand zueinander als bei der Trapezverzahnung. Diese Anordnung der Sägezähne trägt dazu bei, dass der Span beim Sägen gut abtransportiert wird. Mit dieser Art des Sägeblattes sind Sägeschnitte längs zur Faser gut machbar.

Japansäge Test: Kataba Trapezverzahnung
Trapezverzahnung einer Kataba-Japansäge.

Die Sägeblätter der Kataba-Japansägen sind einseitig verzahnt und haben keinen verstärkten Rücken. Die Sägezähne sind fein, scharf geschliffen und weisen die typische Trapezform auf. Manche Katabas haben sogenannte hybride Verzahnungen, also eine Mischung aus Trapez und Dreiecksverzahnung. Mit dieser Mischung sind sie universell einsetzbar und es lassen sowohl Längs- als auch Querschnitte zu.

Japansäge Test: Dozuki Trapezverzahnung Fein
Die feine Trapezverzahnung einer Dozuki-Japansäge.

Dozuki-Sägen haben ein sehr dünnes, rückenverstärktes Sägeblatt. Die Verzahnung ist hier sehr fein. Auch hier wird die Trapezverzahnung verwendet. Präzise, dünne, feine Sägeschnitte sind mit der Dozuki kein Hexenwerk.

Wie benutzt man Japansägen?

Mit ein wenig Übung und den folgenden Kniffen wird man ganz schnell zum japanischen Sägemeister. Grundsätzlich muss man bei den japanischen Zugsägen komplett umdenken, wenn man vorher nur mit den europäischen Sägen wie Fuchsschwanz und Co. Holz bearbeitet hat.

Katabas sind perfekt für Einsteiger

Durch den langen Griff der meisten Japansägen ist auch ein Sägen mit beiden Händen möglich. Je nach Anwendungsgebiet sollten Anfänger mit einer Kataba beginnen. Das Sägeblatt fällt bei dieser Art Japansäge etwas dicker aus als zum Beispiel bei einem Dozuki-Model. Das stärkere Sägeblatt und ein kurzer Rücken macht es dem Japansägen-Anfänger aber einfacher, da keine große Gefahr besteht, das Blatt beim Sägen abzuknicken oder zu verbiegen. Für Ein- und Umsteiger ist eine Kataba gut geeignet.

Hat man die japanische Sägetechnik drauf, kann man zum Beispiel auf eine Ryoba wechseln und sich auch an Längsschnitten probieren. Überhaupt geht Probieren über Studieren. Einfach ein paar Übungen mit Abfallholz machen, tief durchatmen, langsam, ruhig und gelassen und ohne viel Kraft loslegen. Dann klappt das Sägen auch mit einer Japansäge.

Die Sägen sind messerscharf geschliffen. Also bitte sehr vorsichtig damit umgehen – sowohl bei der Arbeit selbst, als auch beim Entfernen des Sägeblattschutzes, beim Wechseln des Sägeblattes und beim Verpacken nach Gebrauch. Sägt man beidhändig, sollte die vordere Hand nicht zu nah am Sägeblatt sein. Auch eine Schutzbrille zu tragen ist ratsam. Bei manchen Japansägen findet man ein Schutzbrillen-Sicherheits-Piktogramm direkt auf dem Sägeblatt.

Wer braucht eine Japansäge?

Hat man erst einmal mit einer Japansäge gearbeitet und sich so langsam eingegroovt, möchte man mit Sicherheit keine andere Säge mehr in die Hand nehmen. Nach etwas Übung sind die Ergebnisse einfach top. Hobbybastler, Modellbauer, aber auch professionelle Tischler sollten ihre Holzwerkstatt mit mindestens einer Japansäge bestücken. Für den Hobbyhandwerker reicht meist eine gute Allround-Säge. Modellbauer bevorzugen in der Regel eine kleine japanische Zugsäge, Profis hingegen haben meist verschiedene Japansägen zur Verfügung.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Grundsätzlich kann man festhalten, dass es keine Japansäge für alle Arbeiten gibt. Wichtig ist, für das jeweilige Projekt die passendste Säge zu finden. Man sollte also vor dem Kauf überlegen, was man damit machen möchte, und dann die am besten geeignete Säge aus dem Land der aufgehenden Sonne wählen.

Die Wahl der richtigen Säge ist entscheidend

Auch wenn man nur ein paar Schnitte machen möchte, sollte es nicht das allergünstigste Modell sein. Es muss aber auch nicht die teure 5-Sterne-Ausführung bestellt werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss eben stimmen: Unscharfe Zähne, ein wackelndes Sägeblatt und ein schlechtes Sägeergebnis können schnell den Spaß an einer Japansäge verderben. Die Gefahr ist groß, dass man das Werkzeug dann gar nicht mehr in die Hand nimmt.

Darum sollte man sich vor der Auswahl einer Japansäge bestenfalls in einem Testbericht mit praktischen Anwendungsbeispielen informieren und die folgenden Fragen klären: Ist das Sägeblatt wirklich scharf? Sind die Sägezähne gehärtet? Stimmt die Griffqualität und die Grifflänge? Ist das Sägeblatt wechselbar? Und vor allem: Passt die Säge zu meinem Projekt?

Japansäge Test: Augusta Heckenrose 44020 270 Ama

Testsieger: Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA

Mit unserem Testsieger Augusta-Heckenrose 440 020 270 AMA gelingt der Einstieg in die Welt der Japansägen ganz problemlos. Auch wenn man schon ein erfahrener Nutzer dieser japanischen Zugsägen ist, wird man sich für die preiswerte Kataba-Säge begeistern.

Testsieger
Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA
Test Japansäge: Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA
In Deutschland produziert, überzeugt die Kataba von Augusta-Heckenrose mit scharfem Sägeblatt, einer dünnen Schnittfuge und einem Top-Preis.

Die Augusta geht mit einem traditionellen Japansägen-Design an den Start. Produziert wird sie allerdings in Deutschland. Umso mehr überrascht der günstige Preis für eine Zugsäge »Made in Germany«.

Bevor wir die Sägequalität getestet und begutachtet haben, wurde das Äußere der Augusta genau betrachtet. Auf den ersten Blick machte unser Testobjekt einen sehr guten Eindruck. Nichts wackelte, kein Klappern war zu hören. Das Sägeblatt ist mit einer Inbusschraube fest mit dem Griff verschraubt. Abzüge in der B-Note gibt es dafür, dass man den passenden Inbus zur Hand haben muss. Mit ihm lässt sich das Sägeblatt aber sehr einfach lösen.

1 von 9
Japansäge Test: Augusta Kataba Blatt
Sägeblatt der Augusta.
Japansäge Test: Augusta Kataba Zerlegt
Sägeblattwechsel bei der Augusta.
Japansäge Test: Augusta Stiel
Der Griff ist sauber gearbeitet.
Japansäge Test: Augusta Kataba Dübel
Dübel bündig sägen kann die Augusta auch.
Japansäge Test: Augusta Kataba Dübel1
Die feinen Sägezähne schneiden den Dübel bündig ab.
Japansäge Test: Augusta Dübel Abgeschnitten
Das Ergebnis. Keine Kratzer auf dem Brett.
Japansäge Test: Augusta Quer
Querschnitt einer Holzleiste mit der Kataba von Augusta.
Japansäge Test: Augusta Kataba Längs Hartholz
Hartholz kann sie auch.
Japansäge Test: Augusta Schnittfuge Längs Hartholz
Schnittfuge in hartem Holz.

Der 30 Zentimeter lange Griff aus stabilem Eschenholz ist mit Bast umwickelt, der mittels Heißkleber an den Enden im Stiel fixiert ist. Am oberen Teil des Griffes ist eine Abschlusskappe aus Metall verklebt. Das Sägeblatt aus C75-Bandstahl ist, wie bei den Katabas üblich, mit einem kurzen Stahlrücken ausgestattet und 270 Millimeter lang. Das Blatt ist sehr flexibel und mit einer feinen dreiseitigen Zugzahnung bestückt.

Auch beidhändiges Arbeiten ist kein Problem

Soweit alles super, und auch die Tests am Holz konnten uns überzeugen. Der Griff fühlt sich wertig an, liegt gut in der Hand und man rutscht auch mit schwitzigen Händen nicht ab. Bei dieser Grifflänge ist beidhändiges Sägen auch kein Problem. Man benötigt nahezu keine Kraft, um zügig und genau zu sägen. Das scharfe Sägeblatt hat unsere Test-Holzleiste sehr schnell durchgesägt. Auch von den Längs- und Querschnitten waren wir begeistert. Der Anschnitt gelingt schnell und ruckelfrei. Das Schnittergebnis kann sich sehen lassen.

Der Schnitt und die Schnittkanten sind exakt und eine Nachbearbeitung mit Schleifpapier ist meist nicht nötig. Auch beim bündigen Absägen eines Holzdübels konnte die Kataba von Augusta überzeugen. Alles in allem ist die Augusta-Heckenrose 440 020 270 AMA das ideale Werkzeug für den ambitionierten Hobbyhandwerker, der auch gerne mal etwas schwierigere Projekte angehen möchte.

Augusta-Heckenrose 44020 270 AMA im Testspiegel

Bislang gibt es keine weiteren seriösen Tests von unserem Testsieger. Auch Stiftung Warentest und Ökotest haben noch keine Japansägen getestet. Sollte sich das ändern, tragen wir die Testergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Außer unserem Testsieger von Augusta-Heckenrose hat uns auch die Qualität einiger anderen Japansägen überzeugt, die auch im Praxistest eine gute Sägeleistung beweisen konnten.

Auch gut: Wolfcraft 6951000

Sucht man eine Allround-Japansäge zum guten Preis und einer hochwertigen Sägequalität, macht man mit der Wolfcraft 6951000 nichts falsch. Sie gehört zur Gruppe der Ryobas. Das Design dieser Japansäge ist nicht klassisch traditionell, sondern modern und funktional.

Auch gut
Wolfcraft 6951000
Test Japansäge: Wolfcraft 6951000
Die Ryoba von Wolfcraft glänzt mit guten Allround-Eigenschaften und speziell gehärteten Zähnen.

Die moderne Variante der Japansäge ist mit einem 32 Zentimeter langen, gummierten Griff ausgestattet. Dieser liegt beim Sägen gut in der Hand und ist mit dem traditionellen Bastgriff unseres Testsiegers in Sachen Handhabung gleichauf. Ein Abrutschen ist durch eine Riffelung kaum möglich. Im Gegensatz zu anderen gummierten Griffen im Test, bleibt hier kein Sägestaub auf dem Griff haften.

Ganz easy und vor allem werkzeuglos geht der Sägeblattwechsel vonstatten: Rändelschraube aufdrehen, Blatt entnehmen, fertig. Lediglich die Sägeblattabdeckungen ließen sich etwas schwierig aufschieben. Praktisch sind die beiden Löcher – einmal am Griffende und ein weiteres im Sägeblatt – zum Aufhängen der Säge bei Nichtgebrauch.

1 von 9
Japansäge Test: Wolfcraft
Die Wolfcraft 6951000 ist nach Art einer Ryoba aufgebaut.
Japansäge Test: Wolfcraft Griff
De gummierte Griff ist rutschfest.
Japansäge Test: Wolfcraft Zerlegt
Der Sägeblattwechsel funktioniert werkzeuglos.
Japansäge Test: Wolfcraft Sägeblatt
Das doppelseitige Sägeblatt der Wolfcraft Ryoba.
Japansäge Test: Wolfcraft Sägeblattschraube
Rändelschraube zum Wechseln des Sägeblattes.
Japansäge Test: Wolfcraft Längs Hartholz
Mit der Dreiecksverzahnung für Längsschnitte.
Japansäge Test: Wolfcraft Längs Schnittfuge
Die Schnittfuge der Wolfcraft Ryoba.
Japansäge Test: Wolfcraft Querschnitt
Eine Leiste längs schneiden – kein Problem!
Japansäge Test: Wolfcraft Querschnitt
Quer zur Faser kann der Allrounder auch gut.

Auch bei dem Sägeblatt selbst hat Wolfcraft unserer Meinung nach alles richtig gemacht. Es ist 0,6 Millimeter stark und aus rostfreiem Werkzeugstahl gefertigt. Wie bei einer Ryoba üblich, ist das Blatt beidseitig für unterschiedliche Einsatzgebiete verzahnt. Mit der feinen, scharfen Trapezverzahnung haben wir gute Ergebnisse beim Sägetest quer zur Faser erzielt. Weich- und Hartholz hat die Wolfcraft fast wie Butter gesägt.

Auch beim Längsschnitt mit der etwas gröberen Dreiecksverzahnung, konnte die Säge mit einer guten Schnittqualität glänzen. Der Anschnitt gelang einwandfrei, die Säge verrutschte nicht und blieb in der Spur. Bedingt durch das etwas dickere Sägeblatt sind die Schnittfugen etwas breiter als beim Testsieger von Augusta-Heckenrose.

Einziges Manko: Die feine verschränkte Verzahnung verursachte beim Bündigsägen eines Holzdübels leichte Kratzer auf dem Werkstück. Da sollte man doch besser eine spezielle Dübelsäge oder unseren Testsieger zur Hand nehmen. Bis auf den etwas schwierig anzubringenden Sägeblattschutz, konnte die Ryoba von Wolfcraft bei uns punkten. Für Hobby, Handwerk und Garten ist dieses Allroundtalent bestens geeignet.

Für Profis: Suizan Dozuki 240

Die in Japan produzierte Dozuki von Suizan ist eine etwas höherpreisige Japansäge für spezielle Aufgaben. Sie landet ganz weit vorne in unserem Praxistest, weil sie megascharf ist und mit perfekten Sägeschnitten überzeugt hat. Mit einer Blattlänge von 24 Zentimeter ist sie die ideale Ergänzung für allen Hobbyhandwerker, aber auch Tischler, die mit Japansägen schon länger arbeiten und viel Erfahrung haben.

Für Profis
Suizan Dozuki 240
Test Japansäge: Suizan Dozuki240
Die Dozuki von Suizan ist die ideale Ergänzung für Profis, die schon mit anderen Japansägen arbeiten.

Durch den langen Rücken auf dem Sägeblatt ist die Schnitttiefe beschränkt. Aber tiefe Schnitte sind auch nicht ihr Aufgabengebiet. Die Suizan ist da zu Hause, wo es auf filigrane, exakte und glatte Schnitte ankommt. Schwalbenschwanzverbindungen und feine Nuten sind ihr Metier.

Mit dem nur 0,3 Millimeter dünnen, rasiermesserscharfen Sägeblatt aus hochwertigem Japanstahl hat sie bei unseren Test extrem dünne Schnittfugen ins Holz gezaubert. Ob längs oder quer zur Faser, weiches oder hartes Holz. Alles hat die Suizan gut gemeistert. Da war kein Nacharbeiten mehr nötig. Auch das Ablängen einer Holzleiste funktionierte sauber und schnell. Wie gesagt: Für lange tiefe Längsschnitte ist sie nicht gedacht. Aber dafür hat der erfahrene Holzhandwerker ja andere Japansägen im Werkzeugkasten.

1 von 9
Japansäge Test: Suizan Japansäge
Die Suizan Dozuki 240 – der verstärkte Rücken ist typisch für diesen Sägetyp.
Japansäge Test: Suizan Griff
Der Griff ist gut umwickelt.
Japansäge Test: Suizan Schraube Blattwechsel
Sägeblattwechsel funktioniert mit einem Kreuzschraubendreher.
Japansäge Test: Suizan Zelegt1
Sägeblattwechsel bei der Suizan.
Japansäge Test: Suizan Säageblattdruck
Die Suizan ist "Made in Japan".
Japansäge Test: Suizan Quer
Sägt Holzleisten wie Butter.
Japansäge Test: Suizan Längs Holzleiste
Auch Längsschnitte sind überzeugend.
Japansäge Test: Suizan Längs Hartholz
Hartholz meistert sie problemlos.
Japansäge Test: Suizan Schnittfuge Längs Hartholz
Die dünne Schnittfuge kann sich sehen lassen.

Mit dem gut verarbeiteten Griff, der ca. 27 Zentimeter lang ist, kann man die Suizan gut führen. Ein hoher Kraftaufwand ist nicht nötig. Wenn man die Zugtechnik drauf hat, macht das Sägen richtig Spaß und gelingt leicht. Der Griff ist rutschfest und stabil. Auch mit beiden Händen am Sägegriff fühlt man sich nie unsicher.

Das Sägeblattverschraubung lässt sich mit einem Kreuzschraubendreher lösen. Einziger Kritikpunkt: Nach dem Entfernen der Schraube haben wir das in den Rücken geklemmte Blatt nur mühsam entfernen und wieder einsetzen können. Nach kurzer Recherche auf der Suizan-Webseite funktioniert der Wechsel mit einem Gummihammer aber dann gut.

Der guten Sägeblattverpackung in Form eines Zipperbeutels lag zwar eine kurze Beschreibung in Englisch bei, der Blattwechsel war dort aber leider nicht beschrieben. Trotz dieser kleinen Schwachstelle finden wir, dass die Suizan Dozuki die optimale Ergänzung für Japansägen-Fans ist und anspruchsvolle Aufgaben bestens lösen kann.

Bastel-Liebling: Keil‎ 100 100 554

Die »japanische Haifischsäge« Keil 100 100 554 fällt nicht in Kategorie »Klassische Japansäge«. Sie ist eher ein Zugsägen-Sondermodell im Kleinformat. Trotzdem war sie Kandidat in unserem Japansägen-Test und hat mit Bravour bestanden.

Bastel-Liebling
Keil ‎100 100 554
Test Japansäge: Keil ‎100 100 554
Klein, scharf, schwarz. Die Micro-Zugsäge mit sehr dünnem Universal-Sägeblatt sägt superfein und exakt.

Gleich vorneweg: Die Micro-Zugsäge von Keil ist kein Allrounder für große Projekte. Da kommt unsere andere Empfehlung von Wolfcraft eher in Frage.

Die Haifischsäge von Keil ist in erster Linie als Ergänzung zur Standard-Japansäge gedacht. Für alle Bastler und Modellbauer, die filigrane, kleine Sägearbeiten erledigen wollen, ist sie aber perfekt. Die Micro-Säge kann mit ihrem 16 Zentimeter langen Universalsägeblatt sowohl Alu, Messing, Plastik und Holz als auch Bambus sägen.

1 von 8
Japansäge Test: Keil Micro
Die Micro-Zugsäge von Keil.
Japansäge Test: Keil Micro Griff
Der Griff ist kurz, liegt aber gut in der Hand.
Japansäge Test: Keil Micro Sägeblatt
Das Sägeblatt ist echt scharf.
Japansäge Test: Keil Zerlegt
Werkzeugloser Sägeblatttausch.
Japansäge Test: Keil Micro Holzleiste Quer
Mit der kleinen Keil lässt sich schnell arbeiten.
Japansäge Test: Keil Micro Längsschnitt
Die Schnittiefe ist begrenzt.
Japansäge Test: Keil Micro Querschnitt
Längs und quer zur Faser macht sie eine gute Figur.
Japansäge Test: Keil Micro Schnittfuge Längs Hartholz
Feinste Schnittfuge im Test.

Die Bedienung der Japansäge im Miniformat ist super, der elastische Gummigriff lässt ein entspanntes Arbeiten zu, ganz ohne abzurutschen. In unserem Praxistest hat sie super abgeschnitten, im wahrsten Sinne des Wortes. Die drei Schneidekanten der Zähne haben schnurgerade, genaue Schnitte längs und quer ins Holz gesägt. Der Sägeschnitt war so dünn, dass wir fast zweimal hinschauen mussten, um die Schnittfuge zu erkennen.

Was die Schärfe des Sägeblattes aus Karbonfederstahl betrifft, kann sie locker mit den anderen Testsiegern mithalten. Natürlich ist die Schnitttiefe aufgrund ihrer Dozuki-Bauart mit langem Rücken begrenzt.

Die Verpackung hat uns nicht so gut gefallen. Sie wird in einer Kunststoffverpackung mit Papprücken geliefert. Darin lässt sie sich zwar nach getaner Arbeit verstauen, aber optimal Zur Aufbewahrung ist das nicht.

Das Sägeblatt ist werkzeuglos austauschbar. Es wird in den Sägerücken geklemmt. Wir taten uns auch hier etwas schwer, das Blatt zu wechseln. Aber mit der Anleitung auf der Rückseite der Verpackung klappte es ganz gut.

Wer passgenaue Schnitte in Holz, Leichtmetall oder Plastik erledigen möchte, ist mit der Keil 100 100 554 bestens bedient.

Außerdem getestet

Augusta-Heckenrose ‎44019 240 AMA

Mit der Augusta-Heckenrose 44019 240 AMA bekommt man für knapp 25 Euro eine durchaus überzeugende Dozuki-Japansäge. Das 240 Millimeter lange Sägeblatt ist nur 0,3 Millimeter dünn. Die Trapezverzahnung des Blattes ist besonders fein und dreiseitig geschliffen.

Wir haben sehr saubere, dünne Querschnitte mit der Dozuki von Augusta hinbekommen. Auch das Ablängen einer Holzlatte klappte superschnell. Der Griff liegt gut in der Hand. Durch den bei Dozukis üblichen Stahlrücken auf dem Sägeblatt ist die Schnitttiefe begrenzt. Nur aufgrund dessen landete die Japansäge nicht auf den vorderen Plätzen. Sie ist aber durchaus eine Kaufempfehlung für Ryoba-Besitzer, die ab und zu spezielle Arbeiten, etwa Holzverbindungen, ausführen möchten.

Ulmia Dozuki 281-240

Die Ulmia Dozuki 281-240 entpuppte sich nach dem Auspacken als baugleich mit der Dozuki-Japansäge von Suizan, die wir ebenfalls im Test haben, kostet aber mehr. Der einzige Unterschied, den wir festgestellt haben, ist ein etwas anderes Material der Griffumwicklung.

Die Schnittleistung hat uns, ebenso wie bei der Suizan Dozuki, begeistert. Querschnitte sind absolut exakt und mit geringem Kraftaufwand machbar. Für Längsschnitte ist sie eher nicht gedacht. Das Sägeblatt ist mit einer Schraubverbindung fest mit dem Griff verbunden. Es wackelt und klappert nichts und der Sägeblattwechsel gelingt mit einem Kreuzschraubendreher mühelos.

Augusta-Heckenrose ‎44021 250 AMA

Die August-Heckenrose 44021 250 AMA ist eine weitere Japansäge aus der Augusta-Heckenrose-Familie. Wie ihre Mitstreiter glänzt das doppelseitig verzahnte Ryoba-Modell mit einem rutschfesten, mit Bast umwickelten Eschenholzgriff. Das scharfe Sägeblatt hat in unseren Tests gut abgeschnitten. Die Schnitte sind nicht ganz so dünn wie bei der Dozuki von Augusta, dafür ist die Ryoba aber ein Multitalent für vielfältige Arbeiten. Lediglich das etwas »schwabbelige« Sägeblatt kann einem Japansägen-Anfänger die Sägearbeit erschweren. Deshalb unser Tipp: Lieber mit dem Testsieger üben und später die Werkzeugkiste mit einer Ryoba erweitern.

Hardtwerk Japansäge Hanzo

Die hochwertige Verpackung der Hardtwerk Japansäge Hanzo imponiert. In der mit schwarzem Schaumstoff ausgekleideten Schachtel ist die klappbare Japansäge sicher untergebracht. Gebrauchsanweisung und Tipps zur Bedienung sind mit dabei. Leider konnte uns aber die Sägequalität nicht vollends überzeugen. Beide Seiten des Sägeblattes waren nicht so scharf wie bei den günstigeren Ryobas im Test. Für den Preis von fast 35 Euro hätten wir etwas mehr erwartet.

Der Klappmechanismus und der gute Grip des gummierten Alugriffs fielen uns positiv auf. Allerdings sollte vor dem Zusammenklappen der Hardtwerk Hanzo der Sägezahnschutz befestigt werden, sonst besteht Verletzungsgefahr. Mit einem Gewicht von 630 Gramm ist sie deutlich schwerer als klassische Japansägen.

Germania Qualitätswerkzeuge Japansäge

Beim ersten Blick auf die Kataba von Germania Qualitätswerkzeuge fällt sofort der schlecht umwickelte Griff auf. Das Rattan liegt teilweise nicht an und man hat bereits vor dem ersten Sägeschnitt den Eindruck, dass es sich schnell lösen könnte. Außerdem liegt die Säge dadurch nicht ganz so gut in der Hand.

So superscharf, wie auf dem Sägeblatt aufgedruckt, ist die Germania dann doch nicht. Die Schnittfuge, besonders bei härterem Holz, war bei unseren Tests nicht sehr sauber. Hakeliges Sägeverhalten trübte den Spass bei der Holzbearbeitung zusätzlich.Der Aufdruck auf dem Blatt fand sich leider nach den Sägetests in Form von schwarzen Spuren auf den bearbeiteten Holzstücken wider.

Royal Gardineer ‎NX7794-944

Auch die Kataba Royal Gardineer NX7794-944 kann uns im Feld der günstigen Japansägen nicht wirklich von der Werkbank reißen. Der mit Ratten umwickelte Griff ist ein wenig besser verarbeitet als bei der Germania. Auch das Sägen machte etwas mehr Freude. Die Royal Gardiner ist nicht so unruhig und hakelig, allerdings dauerte das Sägen der Holzleiste im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten recht lange. Längsschnitte in weiches und hartes Holz funktionieren nicht gut. Die Schnittfuge ist relativ breit. Der Anfangsschnitt gelingt gut.

Die Kataba wird mit einem Sägezahnschutz und deutscher Anleitung geliefert. Für gelegentliche, kleinere Arbeiten, bei denen es nicht auf supergenaue Ergebnisse ankommt, kann man die günstige Japansäge gut gebrauchen.

Hinrichs Japansäge Ryoba 25 cm

Die Hinrichs Japansäge Ryoba 25 cm ist eine Zugsäge, die unserer Empfehlung von Wolfcraft äußerlich sehr ähnelt. Auch ihr Griff ist gummiert, aber nicht so geriffelt. Der Grip der Wolfcraft gefiel uns etwas besser. Positiv aufgefallen ist der werkzeuglose Wechsel des Sägeblattes mittels Feststellschraube aus Kunststoff.

Die Sägeleistung ist okay, nur Längsschnitte in festes Holz haben uns nicht wirklich überzeugt. Alles in allem kann man aber als gelegentlicher Hobby-Schreiner mit dieser Japansäge nichts falsch machen. Für den günstigen Preis unter 20 Euro bekommt man einen Allrounder, der bei den meisten Holzarbeiten in Garten und Werkstatt eine gute Figur macht. Kunststoff sägen kann sie übrigens auch.

Keil 100 110 265

Die Keil 100 110 265 ist eine japanische Produktion und gehört zu den Kataba-Sägen. Sie ist, was Schärfe und Sägequalität betrifft, durchaus einen Tick besser als die meisten ihrer Testkollegen. Lediglich die Kataba-Profisäge von Suizan war deutlich schärfer und genauer. Die »Haifischsäge« sägte in unseren Tests schnell, die Schnittfläche war aber nicht immer optimal. Für eine Japansäge im höherpreisigen Segments ist der Griff nicht gerade der Knaller. Aus unserer Sicht könnte das Bastmaterial etwas besser verarbeitet sein.

Außer der Papp-Verpackung, die sich mit einem Kunststoffknopf schließen lässt, gibt es leider keinen Sägeblattschutz. Wir meinen, die Verpackung hält bei dauerhafter Nutzung der Säge nicht lange. Der werkzeuglose Sägeblattwechsel funktionierte gut. Das Sägeblatt wird in dem kurzen Rücken eingeklemmt.

So haben wir getestet

Bevor wir mit den Praxistests losgelegt haben, wurden unsere 12 Japansägen-Testkandidaten von uns genau ins Visier genommen und einem Sichttest unterzogen. Der erste Eindruck zählt schließlich. Auch die Verpackungen und eventuell vorhandene Sägezahnabdeckungen haben wir inspiziert.

Es folgte ein Vergleich der Japansägen in Sachen Haptik – Anfassen und Fühlen der Sägen waren angesagt. Das ist wichtig und deckt Mängel in der Verarbeitung auf.

Anschließend haben wir den Praxistest gestartet. Aus Holzleisten sägten wir mit allen 12 Testkandidaten, vorher angezeichnete, rechtwinklige Stücke aus. Es war also ein Längs- als auch ein Querschnitt zu tätigen.

Die Schnitte wurden von uns optisch als auch haptisch begutachtet, bewertet und miteinander verglichen.

1 von 8
Japansäge Test: Japansägen Testkandidaten
Alle Testkandidaten auf einen Blick.
Japansäge Test: Praxistest Längsschnitt Ohne Schnitte
Schnittfugentest-Vorbereitungen.
Japansäge Test: Test Hartholz Querschnitt
Sägetest in Hartholz quer zur Faser.
Japansäge Test: Testschnitte Nah
Der Japansägentest läuft.
Japansäge Test: Test Hartholz Schnittfugen
Das Ergebnis in festem Holz.
Japansäge Test: Längs Hartholz
Sägetest längs zur Faser in hartem Holz.
Japansäge Test: Längsschnitt Holzleiste
Längsschnitte in eine Holzleiste.
Japansäge Test: Querschnitt Holzleiste
Querschnitte in Holzleiste.

Weiterhin haben wir mit allen Japansägen im Test entlang zuvor aufgezeichneten Linien mehrere Längs-und Querschnitte in härteres Holz gesägt. Anschließend prüften wir bei den Schnitten die Maßgenauigkeit, den Verlauf der Säge, eventuelle Ausrisse und Fehler am Holz.

Als finale Test-Challenge sägten wir mit allen 12 Japansägen gleich große Holzstücke von einer Holzleiste. Dabei achteten wir besonders auf das Handling der Sägen: Liegen sie gut in der Hand. Sind sie sicher im Umgang. Wackelt und klappert etwas? Ist etwas defekt oder lose?

In diesem Testaufbau hatten wir auch ein Auge darauf, ob und wie sich ein Unterschied in der Sägegeschwindigkeit der Test-Japansägen bemerkbar macht.

Die wichtigsten Fragen

Was ist eine Japansäge?

Eine Japansäge ist eine Handsäge, die ihren Ursprung in Japan hat. Sie arbeitet auf Zug.  Mit ihrem dünnen Sägeblatt lassen sich feine Schnitte in Holz sägen.

Was ist eine Ryoba Japansäge?

Eine Ryoba  ist eine Japansäge mit beidseitig verzahntem Sägeblatt. Mit ihr lassen sich Längs- und Querschnitte sägen.

Was ist eine Dozuki Japansäge?

Eine Dozuki ist eine Japansäge mit verstärktem Rücken und sehr feiner Sägeblattverzahnung. Die Schnitttiefe ist begrenzt. Sie wird oft für Schwalbenschwanz-Verbindungen genutzt.

Wie funktioniert eine Japansäge?

Japansägen arbeiten auf Zug, das heißt, sie schneiden das Werkstück durch Heranziehen an den Körper. Durch die Zugbewegung spannt sich das Sägeblatt und kann nicht verknicken. Ein hoher Kraftaufwand ist beim Sägen nicht nötig.

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 Test: Artboard

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