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Die beste Kaffeemaschine

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Kaffeemaschine Test: Sage Precision Brewer
Arne Preuß

Arne Preuß

ist leiden­schaft­licher Kaffee­experte und Gründer des bekanntesten deutschen Kaffee-Blogs Coffeeness. Er hat zahllose Kaffee­voll­automaten unter der Prämisse getestet: "Was würde ein Barista dazu sagen?". Arne ist außerdem speziali­siert auf Handfilter und Cold Brew Coffee.

Wir haben 12 Kaffeemaschinen getestet. Die beste ist in unseren Augen die Sage Precision Brewer. Sie brüht aromatischen Kaffee und bietet Ihnen dabei jede Menge Einstellungsmöglichkeiten. Das Design des wuchtigen Geräts ist gelungen und die Bedienung ist denkbar einfach. Mit einer Kapazität von bis zu 1,8 Litern eignet sich das Gerät für Familien und Bürogemeinschaften. Wer aber einzelne Tassen zubereiten möchte, ist mit einer French Press besser bedient.

Update 30. September 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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28. Februar 2020

Wir haben vier weitere Kaffeemaschinen getestet: die Sage Precision Brewer, WMF AromaMaster, Beem Basic Selection Pour Over und Gastroback Design Brew Advanced. Neuer Testsieger ist das Gerät von Sage.

Der klassische Filterkaffee kommt wieder in Mode. In seinem Gefolge tritt ein schier unüberschaubares Angebot an Filterkaffeemaschinen auf den Markt. Wir haben uns 12 interessante Modelle genauer angesehen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Sage Precision Brewer

Test Kaffeemaschine: Sage Precision Brewer
Durchdachte Kaffeemaschine mit hoher Kapazität und vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Die Sage Precision Brewer überzeugt mit sehr gutem Kaffee und vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Neben drei voreingestellten Varianten können Sie den Kaffee ganz nach Ihrem Geschmack zubereiten. Hier können Sie etwa einstellen, wie lange oder mit welcher Wassermenge der Kaffee vor dem Brühen aufquellen soll. Die besonders gleichmäßige Extraktion sorgt für den aromatisch-fruchtigen Geschmack des Sage-Kaffees.

Auch optisch macht das Gerät etwas her: Die Oberfläche aus Edelstahl und die vielen Rundungen verleihen dem recht wuchtigen Gerät eine gewisse Eleganz. Mit einer Kapazität von 1,8 Litern ist die Sage Precision Brewer ideal geeignet für Familien und Bürogemeinschaften.

Hingucker

Moccamaster KBG 741

Test Kaffeemaschine: Moccamaster Moccamaster
Kaffee automatisch wie mit der Hand aufbrühen? Das kann nur der Moccamaster. Außerdem ist er ein echter Designklassiker.

Der Moccamaster ist eine ganz besondere Kaffeemaschine, an der Kaffeefans ihre wahre Freude haben. Er hat mit fast 200 Euro einen stolzen Preis, ist aber günstiger als unser Testsieger. Auf den ersten Blick punktet der Moccamaster mit einem tollen Design, an dem sich viele Kaffeemaschinen-Hersteller orientieren, wie z. B. Gastroback mit der Design Brew Advanced Filterkaffeemaschine.

Aber auch die inneren Werte überzeugen: Brühzeit und Temperaturen sind optimal und der besondere Brühvorgang sorgt für sehr guten Kaffee. Das Kaffeepulver wird gleichmäßig mit Wasser beträufelt, sodass sich das Aroma richtig entfalten kann. Der Moccamaster ist eine Kaffeemaschine für jeden, der sich ein wenig Kaffee-Luxus gönnen möchte.

Gut & günstig

Philips HD7546/20 Gaia

Test Kaffeemaschine: Philips HD7546/20 Gaia
Diese Kaffeemaschine von Philips ist unser Preis-Leistungs-Tipp. Solide Verarbeitung mit wenigen Extras.

Die Philips HD7546/20 Gaia ist die richtige Kaffeemaschine für Sie, wenn Sie weniger Geld investieren möchten oder können, aber nicht auf guten Kaffee verzichten möchten. Für einen fairen Preis erhalten Sie eine Kaffeemaschine mit Isolierkanne, die einen Kaffee brüht, dessen Qualität in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

Die Kaffeestärke können Sie bei diesem Gerät nicht einstellen. Der Wassertank ist nicht entnehmbar, was in der Praxis mitunter recht unpraktisch ist. Dieses Manko teilt die Philips-Kaffeemaschine allerdings mit dem Moccamaster. Wer damit leben kann, bekommt eine sehr solide Maschine für den täglichen Einsatz.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritHinguckerGut & günstig
ModellSage Precision BrewerMoccamaster KBG 741Philips HD7546/20 GaiaMelitta EasyMelitta Optima TimerSeverin KA 5828Melitta Aroma EleganceGastroback Design Brew AdvancedBeem Basic Selection Pour OverWMF AromaMaster
Test Kaffeemaschine: Sage Precision BrewerTest Kaffeemaschine: Moccamaster MoccamasterTest Kaffeemaschine: Philips HD7546/20 GaiaTest Kaffeemaschine: Melitta EasyTest Kaffeemaschine: Melitta Optima TimerTest Kaffeemaschine: Severin KA 5828Test Kaffeemaschine: Melitta Aroma EleganceTest Kaffeemaschine: Gastroback Design Brew AdvancedTest Kaffeemaschine: Beem Basic Selection Pour OverTest Kaffeemaschine: WMF AromaMaster
Pro
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Schickes Design
  • Vielfältige Einstellungsmöglichkeiten
  • Günstig
  • Sehr günstig zu haben
  • Timerfunktion
  • Doppelte Menge Kaffee zur gleichen Zeit möglich
  • Entnehmbarer Wassertank
  • Solide verarbeitet
  • Gleichmäßige Extraktion
  • Viele Einstellmöglichkeiten
  • Integrierte Kaffeewaage
  • Gelungenes Design
  • Einfache Bedienung
Contra
  • Sehr teuer
  • Sehr teuer
  • Kein entnehmbarer Wassertank Keine Einstellmöglichkeiten
  • Schlecht verarbeitet
  • Für den täglichen Kaffeegenuss nicht zu empfehlen
  • Viel Kunststoff verbaut
  • Etwas groß
  • Mäßiges Design
  • Nicht das schönste Design
  • Keine wirkliche Pre-Infusion
  • Günstige Materialien
  • Kunststoff an entscheidenden Stellen
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Filterkaffee – besser als sein Ruf

Filterkaffeemaschinen sind nicht eben der letzte Schrei. Viel beliebter als der klassische Filterkaffee sind Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato, wahlweise im Kaffeehaus oder in der eigenen Küche. Dort stehen Bialetti-Kännchen, Espressomaschine oder Kaffeevollautomat für den Einsatz bereit.

Verglichen mit diesen Geräten und schickem, modernem Kaffee-Equipment empfinden viele die Filterkaffeemaschine geradezu als veraltet und billig. Doch das entspricht nicht ganz der Realität. Natürlich, es gibt viele günstige Filterkaffeemaschinen, die keinen Kaffeefan hinter dem Ofen hervorlocken. Sie sind nicht viel mehr als Plastikgehäuse, in denen heißes Wasser durch einen Filter läuft. Der Kaffee schmeckt oft fad und der Aufenthalt auf einer Warmhalteplatte macht ihn endgültig ungenießbar.

Filterkaffeemaschinen werden meist billig hergestellt

Aber es geht auch anders! Der Markt bietet eine große Auswahl an Filterkaffeemaschinen, die intelligenter konstruiert sind als die Discount-Modelle und entsprechend gute Dienste leisten. Ihr großer Vorteil ist, dass sie komfortabler sind als Alternativen wie Handfilter, French Press, AeroPress oder noch ausgefallenere Lösungen wie die Chemex. Doch an diesen Alternativen muss sich der Kaffee aus der Maschine auch messen lassen.

Kaffeemaschine Test: Kaffee
Filterkaffee kann richtig gut schmecken, wenn der Kaffee frisch gemahlen ist.

Allerdings, und das darf nicht unerwähnt bleiben, beruht der schlechte Ruf von Filterkaffeemaschinen darauf, dass in ihnen häufig vorgemahlener Supermarktkaffee verwendet wird. Der geschmacklichen Qualität des Kaffees sind damit von Anfang an sehr enge Grenzen gesetzt. So wie ein guter Koch frische Zutaten statt Konserven verwendet, verwendet ein Kaffeeliebhaber frisch gemahlenes Kaffeepulver.

Wer den Kauf einer Filterkaffeemaschine in Erwägung zieht, sollte auch über die Anschaffung einer Kaffeemühle nachdenken. Es lohnt sich! Alternativ dazu finden Sie im Handel auch sogenannte Filterkaffeeautomaten. Dabei handelt es sich um Kaffeemaschinen mit integriertem Mahlwerk. Diese durchaus interessanten Geräte bleiben in diesem Test außen vor. Das gilt auch für Kapsel- und Padmaschinen.

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir Kaffeemaschinen aus verschiedenen Preislagen ausgewählt. Die Preise bewegen sich zwischen rund 20 und 280 Euro. Aus der Preisklasse bis 40 Euro haben wir die Melitta Easy ausgesucht, bis zu 80 Euro kosten die Melitta Optima Timer, die Severin KA 5828, die Philips HD7546/20 und die WMF AromaMaster. Darüber liegen Geräte wie die Gastroback Design Brew Advanced und die Melitta Aroma Elegance. Das preisliche Ende der Fahnenstange erreichen der Moccamaster, die Beem Basic Selection Pour Over sowie unser Testsieger, die Sage Precision Brewer.

Die Kaffeemaschinen der ersten Testrunde.

Wie unterscheiden sich gute von mittelmäßigen und schlechten Kaffeemaschinen?

Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Die Qualität des Kaffees ist entscheidend. Die einzige Aufgabe einer Filterkaffeemaschine ist es, aus idealerweise frisch gemahlenem Kaffeepulver und kaltem Wasser einen guten Kaffee zu fabrizieren. Dieser sollte die richtige Temperatur haben und nicht zu wässrig sein – aber auch nicht zu bitter. Erledigt die Maschine diese Aufgabe, macht sie schon viel richtig.

Natürlich interessiert uns nicht nur, ob die Kaffeemaschine das macht, sondern auch, wie sie es macht. Denn Sie können ja nicht jede Maschine selbst testen. Vielleicht überlegen Sie noch, ob eine French Press oder ein Handfilter eine bessere Wahl ist? Um Ihnen die Entscheidung einfacher zu machen, verraten wir Ihnen, worauf es bei der Zubereitung von Filterkaffee ankommt.

Durchlaufzeit

Viele Laien gehen davon aus, dass eine Kaffeemaschine am besten schnell zu Werke geht, damit sie nicht lange auf ihren Kaffee warten müssen. Allerdings braucht das heiße Wasser durchaus Zeit für die Extraktion. So wird der Vorgang genannt, der das Aroma aus dem Kaffeepulver löst. Ist die Extraktionszeit zu kurz, wird der Kaffee wässrig und lasch. Dauert der Vorgang hingegen zu lange, wird der Kaffee überextrahiert und schmeckt bitter.

Schnelligkeit ist kein Qualitätsmerkmal

Eine Filterkaffeemaschine sollte etwa acht bis zehn Minuten benötigen, um einen Liter Kaffee zu brühen. Zwar ist es technisch kein Problem, das Wasser deutlich schneller durchlaufen zu lassen – allein dem Geschmack würde das nicht gut tun. Die Maschine muss also so kalibriert sein, dass die Durchlaufzeit ein optimale Extraktion erzielt.

Die Geschwindigkeit, mit der das Wasser durch das Kaffeepulver läuft, wird übrigens auch durch den Mahlgrad beeinflusst. Das spricht für die Anschaffung einer Kaffeemühle. Denn damit haben Sie den Mahlgrad Ihres Kaffees in der Hand. Sie können verschiedene Varianten ausprobieren und Kaffeearoma und -stärke beeinflussen.

Temperatur und Heizplatte versus Iso-Kanne

Die Temperatur spielt bei einer Kaffeemaschine gleich zweimal eine wichtige Rolle. Zum einen ist es wichtig, dass das Wasser die richtige Temperatur hat, wenn es durch das Kaffeepulver läuft. Ist das Wasser in diesem Moment zu heiß, verbrennt der Kaffee. Mehr als 95 Grad Celsius darf das Wasser nicht haben.

Entscheidend ist daneben die Temperatur des Kaffees, wenn Sie die gefüllte Kanne aus der Maschine nehmen. Beeinflusst wird die Temperatur an dieser Stelle durch das Material des Filterhalters und der Kanne, sowie durch die Durchlaufzeit. Dazu kommt ein Faktor, in dem sich Filterkaffeemaschinen unterscheiden: Warmhaltevorrichtungen. Hier kommen einerseits Isolierkannen infrage und andererseits Warmhalteplatten für Glaskannen.

Isolierkannen verhindern Aromaverlust

Grundsätzlich ist Kaffee frisch genossen am besten. Wenn Sie ihn jedoch warmhalten müssen – etwa weil Sie nicht einen ganzen Liter auf einmal trinken – empfehlen wir Ihnen eine Isolierkanne. Denn diese halten den Kaffee warm, ohne ihm weiterhin Wärme zuzuführen. Auf einer Warmhalteplatte verliert der Kaffee schneller sein Aroma und schmeckt dann bitter.

Möchten Sie nur eine oder zwei Tassen Kaffee zubereiten, ist die French Press eine gute Alternative. Denn bei Filterkaffeemaschinen passiert es häufig, dass kleine Mengen Kaffee nicht heiß genug sind oder in der Kanne schnell abkühlen.

Verarbeitung und Design

Natürlich ist die Bewertung des Designs immer Geschmackssache. Allerdings hat Sparsamkeit bei Material und Verarbeitung sehr oft Auswirkungen auf die Lebensdauer eines Geräts. Abgesehen davon, dass wohl niemand einen billigen Plastikbomber hübsch findet, haben Design und Verarbeitung also auch einen praktischen Aspekt, der nicht unbeachtet bleiben sollte.

Automatikfunktionen

Der Gang zur Kaffeemaschine ist für viele Menschen die erste Amtshandlung nach dem Aufwachen – für einige wohl auch schon davor. Und auch wenn die Zubereitung des Kaffees im Halbschlaf gelingen mag, hat eine Automatikfunktion einen gewissen Reiz. Denn dann begrüßt Sie Ihre Kaffeemaschine am Morgen gleich mit duftendem Kaffee. Eine Timer-Funktion, über die inzwischen sehr viele Geräte verfügen, ist für uns ein klarer Pluspunkt.

Der Kaffee ist zum Aufstehen fertig

Das gilt auch – und sogar etwas mehr – für eine Abschaltautomatik bei Kaffeemaschinen mit Warmhalteplatte. Denn wenn diese permanent heizt, wirkt sich das nicht nur auf das Kaffeearoma aus, sondern wird im schlimmsten Fall richtig gefährlich. Idealerweise schaltet sich eine Warmhalteplatte nach spätestens 30 Minuten ab.

Preis

Der Preis ist natürlich bei jeder Kaufempfehlung von zentraler Bedeutung. Ob ein Preis gerechtfertigt ist, ergibt sich aus dem Vergleich von Leistungsmerkmalen und Qualität mit Geräten auf ähnlichem Preisniveau. Der Testsieger ist idealerweise ein erschwingliches Gerät, das alle wichtigen Kriterien erfüllt. Ist er allerdings – wie im Fall der Sage Precision Brewer – mit einem großen Preisschild versehen, finden Sie in unseren Tests auch günstigere Alternativen, für die wir eine Kaufempfehlung aussprechen.

Kaffeemaschine Test: Sage Precision Brewer

Testsieger: Sage Precision Brewer

Am besten abgeschnitten hat die Sage Precision Brewer. Zwar ist das Gerät sehr groß und wuchtig, dennoch verleihen ihm der hohe Edelstahlanteil sowie die vielen Rundungen eine gewisse Eleganz. Getrübt wird das hübsche Design beim Einsatz des Wasserfilters. Denn dieser ist aus weißem Kunststoff gefertigt und fügt sich wenig elegant in das Gesamtbild. Bei vorgefiltertem Wasser oder gekauftem Wasser muss er nicht eingesetzt werden – das wirkt sich positiv auf die Optik aus. Aber Vorsicht: Ohne den Wasserfilter stimmt die Skala auf dem Wasserbehälter nicht mehr.

Eine Besonderheit der Sage Precision Brewer sind ihre unterschiedlichen Filtereinsätze. Neben dem spitz zulaufenden Filtereinsatz für herkömmliche Filtertüten ist ein flacher Dauerfilter im Lieferumfang enthalten. Zudem können Sie den Filterhalter mit großen flachen Papierfiltern verwenden. Diese eignen sich für größere Portionen. Und diese sind bei der Sage Precision Brewer wirklich groß: Bis zu 1,8 Litern Kaffee können Sie auf einmal zubereiten.

Unser Favorit

Sage Precision Brewer

Test Kaffeemaschine: Sage Precision Brewer
Durchdachte Kaffeemaschine mit hoher Kapazität und vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Der Kaffee aus der Sage Precision Brewer hat eine hervorragende Qualität. Das fruchtige Aroma verdankt er unter anderem der Pre-Infusion, die bei dem Gerät zum Einsatz kommt. Durch das Quellen des Kaffeepulvers können die Aromen besser extrahiert werden. Ein weiterer Pluspunkt, der dem Gerät den Testsieg ermöglicht hat, sind die vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Wer es bequem mag, kann zwischen drei voreingestellten Zubereitungsvarianten wählen: »Fast« für einen schnellen Brühvorgang, »Gold« für einen Kaffee nach Gold-Cup-Standard und »Strong« für einen starken Kaffee. Wir haben die Einstellungen für den empfohlenen Gold-Cup-Standard verwendet und einen sehr guten Kaffee erhalten.

Wer es gerne individueller mag, kann unter »My Brew« vielfältige Einstellungen vornehmen. So können Sie etwa die Zeit oder die Wassermenge für die Pre-Infusion wählen und damit die Extraktion beeinflussen. Auch die Durchlaufzeit und die Wassertemperatur können Sie einstellen. Diese Faktoren wirken sich auch auf die Extraktion und damit auf das Aroma Ihres Kaffees aus.

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Weitere sinnvolle und weniger sinnvolle Features sind eine Timer-Funktion, eine Cold-Brew-Funktion sowie ein separat erhältlicher Adapter für Handfilter. Den Timer halten wir für eine praktische Sache, denn damit startet die Maschine am Morgen rechtzeitig, sodass Ihr Kaffee frisch für sie bereitsteht, wenn Sie aufstehen.

Die Cold-Brew-Funktion ist eine Spielerei, aber nicht notwendig. Für einen Cold Brew-Kaffee braucht es nicht den Einsatz einer Kaffeemaschine. Das Gleiche gilt für den Einsatz des Handfilters. Auch dafür greifen wir nicht auf eine Kaffeemaschine zurück.

Ebenso ist die Sage Precision Brewer auch mit Isolierkanne oder Warmhalteplatte erhältlich. Wir haben schon an einigen Stellen darauf hingewiesen, dass wir die Thermoskanne bevorzugen.

Die Sage Precision Brewer ist mit einem Preis von rund 280 Euro eine Luxus-Kaffeemaschine für Enthusiasten. Wer gerne mit individuellen Einstellungen experimentiert und die Kontrolle über das Kaffee-Ergebnis haben möchte, findet in der Sage Precision Brewer das perfekte Gerät.

Sage Precision Brewer im Testspiegel

Bei Geräten, die aufgrund ihres Preises als weniger massentauglich eingeschätzt werden, sind Testberichte oft Mangelware. So ist es auch bei der Sage Precision Brewer. Schaut man sich allerdings die Kundenbewertungen bei Amazon (durchschnittlich 4,5 Sterne) an, die die Breville Precision Brewer erhalten hat, gibt das eine gewisse Orientierung. Denn unter dieser Marke wird das Gerät außerhalb Europas vertrieben.

Sobald Testberichte vorhanden sind, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Die Sage Precision Brewer ist das Gerät der Wahl für alle Kaffeeliebhaber, die auch beim Filterkaffee mit vielen Einstellungen experimentieren möchten. Wenn Ihnen eine im wahrsten Sinne des Wortes kleinere Maschine im Alltag ausreicht und Sie einfach guten Filterkaffee auf Knopfdruck genießen möchten, sind unsere Alternativen interessant für Sie.

Hingucker

Moccamaster KBG 741

Test Kaffeemaschine: Moccamaster Moccamaster
Kaffee automatisch wie mit der Hand aufbrühen? Das kann nur der Moccamaster. Außerdem ist er ein echter Designklassiker.

Der Moccamaster ist eine ganz besondere Kaffeemaschine, an der Kaffeefans ihre wahre Freude haben. Er hat mit fast 200 Euro einen stolzen Preis, ist aber günstiger als unser Testsieger. Auf den ersten Blick punktet der Moccamaster mit einem tollen Design, an dem sich viele Kaffeemaschinen-Hersteller orientieren, wie z. B. Gastroback mit der Design Brew Advanced Filterkaffeemaschine.

Aber auch die inneren Werte überzeugen: Brühzeit und Temperaturen sind optimal und der besondere Brühvorgang sorgt für sehr guten Kaffee. Das Kaffeepulver wird gleichmäßig mit Wasser beträufelt, sodass sich das Aroma richtig entfalten kann. Der Moccamaster ist eine Kaffeemaschine für jeden, der sich ein wenig Kaffee-Luxus gönnen möchte.

Der Moccamaster ist für viele Kaffeefans die beste Kaffeemaschine auf dem Markt. Seinen Ruf verdankt das Gerät vor allem seinem ausgefallenen Design und einem besonderen Brühvorgang. Nicht nur die Formgebung hat seine Nachahmer gefunden, auch die Technik findet sich inzwischen bei anderen Geräten, unter anderem auch bei unserem Testsieger Sage Precision Brewer.

Das besondere Merkmal des Moccamasters ist die Pre-Infusion. Dabei wird der Kaffee vor der eigentlichen Zubereitung mit Wasser durchtränkt, damit er kurz aufquellt. Dadurch wird zum einen verhindert, dass sich Klumpen und Fließbahnen bilden. Zum anderen gibt der Kaffee bei der Extraktion sein Aroma besser ab. Zudem läuft das Wasser durch neun verteilte Löcher in den Kaffee, statt wie bei den meisten anderen Geräten durch eine Öffnung in der Mitte.

So wird der Kaffee ausgeglichener extrahiert und nicht wie bei vielen Filtermaschinen in der Mitte zu stark und am Rand zu schwach. Das Ergebnis dieser Technik und der genauen Kontrolle der Temperatur ist ein Kaffee, der es sehr nahe an einen kompetent mit dem Handfilter zubereiteten Kaffee herankommt.

Die Technik des Moccamasters erlaubt eine schnelle Durchlaufzeit von rekordverdächtigen fünfeinhalb Minuten für eine Kanne und eineinhalb Minuten für zwei Tassen Kaffee. Die Temperatur des frischen Kaffees liegt zwischen 90 und 95 Grad – perfekt! Weitere Informationen und Details zum Thema Kaffeezubereitung finden Sie im Kaffee Blog von Coffeeness.

Der Moccamaster ist sowohl mit Isolierkanne als auch mit Glaskanne und Warmhalteplatte erhältlich. Bei der Wahl der Farbe stehen Ihnen mehr als ein Dutzend Varianten zur Verfügung. Das Gerät ist ein toller Blickfang – und dazu technisch absolute Spitzenklasse. Da wundert es nicht, dass der Hersteller auf das Gerät fünf Jahre Garantie gibt.

Gut & günstig

Philips HD7546/20 Gaia

Test Kaffeemaschine: Philips HD7546/20 Gaia
Diese Kaffeemaschine von Philips ist unser Preis-Leistungs-Tipp. Solide Verarbeitung mit wenigen Extras.

Die Philips HD 7546/20 Gaia ist mit rund 55 Euro recht günstig: Das stellt für uns den Mindestpreis für eine gute Kaffeemaschine dar.

Isolierkanne und Filterhalter der Philips HD 7546/20 Gaia sind mit Edelstahl verkleidet. Mit ihrem soliden Äußeren hebt sie sich von vielen kunststofflastigeren Einsteigermodellen ab. Ist der Mahlgrad des Kaffees gut abgestimmt, bereitet die Philips Gaia einen guten Kaffee zu, der mit einem handgefilterten durchaus mithalten kann.

Die Temperatur des frischen Kaffees in der vollen Kanne beträgt etwa 80 Grad Celsius. Die Philips HD 7546/20 Gaia bietet keine Möglichkeit, die Kaffeestärke einzustellen. Außerdem lässt sich hier der Wassertank nicht entnehmen. Wenn Ihnen diese kleinen Nachteile nichts ausmachen, erhalten Sie mit der günstigen Philips eine solide Kaffeemaschine für den täglichen Einsatz.

Außerdem getestet

Wenig überzeugend ist die Melitta Easy. Das Gerät besteht leider rundherum aus Kunststoff und ähnelt mehr einer Tupperschüssel als einer guten Kaffeemaschine. Der günstige Preis von rund 20 Euro ist angemessen. Wer allerdings täglich seinen Kaffee genießen möchte, ist mit einem höherwertigen Modell deutlich besser bedient. Sie fasst immerhin 1,2 Liter und liegt bei der Leistung mit 1050 Watt im unteren Mittelbereich.

Sehr viel Kunststoff ist auch an der Melitta Optima Timer verbaut, doch auch Edelstahlelemente lassen sich finden. Das Gerät ist schön und einfach. Pluspunkte dieses Modells sind der abnehmbare Wassertank und die Timer-Funktion. Preislich liegt sie im Mittelfeld, mit ihren 800 Watt ist sie eines der Schlusslichter in Sachen Leistung. Sie fasst einen Liter. Wir raten eher zu unserer Empfehlung von Philips, die ähnlich viel kostet und sogar platzsparender ist.

Weniger ein Genuss fürs Auge ist die Severin KA 5828. Hier geht es um Menge, nicht um Schönheit: Die Maschine ist mit zwei Kannen ausgestattet und kann sehr schnell eine große Menge Kaffee zubereiten. Wer regelmäßig große Mengen Kaffee benötigt, ist damit sicher gut beraten. Aber die optimale Lösung für die Küche daheim ist diese Kaffeemaschine nicht. Sowohl Edelstahl als auch Kunststoff wurden verbaut und die einzelnen Einheiten haben eine Leistung von nur 800 Watt.

Melitta Aroma Elegance

Solide präsentiert hat sich die Melitta Aroma Elegance, die mit Isolierkanne oder Warmhalteplatte erhältlich ist. Erfreulicherweise hat das Gerät einen entnehmbaren Wassertank. Leider ist das Design nicht sehr gelungen. Da gefallen uns andere Modelle deutlich besser. Mit ihren 1000 Watt liegt sie im unteren Mittelfeld und ihr Fassungsvermögen beträgt immerhin 1,2 Liter. Hauptsächlich wurde hier mit Kunststoff gearbeitet, preislich liegt sie dennoch im oberen Mittelfeld.

Gastroback Design Brew Advanced

Die Gastroback Design Brew Advanced ist eine fast freche Kopie des Moccamasters. Sie ist allerdings günstiger als dieser und setzt das Design einen Hauch moderner um. Im Einsatz überzeugt sie mit einem Display, einer praktischen Timer-Funktion und einstellbarer Durchlaufgeschwindigkeit. Wählen Sie eine geringere Geschwindigkeit, kann die Gastroback Design Brew Advanced sogar einzelne Tassen Kaffee zubereiten. Das kann das Vorbild Moccamaster nicht. Das Gerät hat für seinen Preis einen erstaunlich hohen Anteil an Edelstahl und wirkt damit sehr hochwertig. Dieser Eindruck bestätigt sich in der Praxis. Und auch wenn es für die Ablösung des Moccamasters nicht reicht, ist die Gastroback-Variante sehr gelungen und eignet sich für alle, die den Preis des Moccamasters scheuen.

Beem Basic Selection Pour Over

Die Beem Basic Selection Pour Over ist der Maschine gewordene Barista. Das Gerät wiegt das Kaffeepulver ab und stimmt die Wassermenge darauf ab. Das Wasser wird komplett erhitzt und dann mit kreisenden Bewegungen über das Kaffeepulver gegeben. Wie unser Testsieger Sage Precision Brewer setzt die Beem-Maschine auf Pre-Infusion. Vor der eigentlichen Extraktion wird das Kaffeepulver also mit Wasser benetzt und kann aufquellen, damit das volle Aroma in die Kanne gelangt. Für Begeisterung sorgen neben dem tollen Kaffee und dem außergewöhnlichen Design Funktionen wie ein Timer und die Einstellbarkeit von Temperatur und Kaffeemenge. Näher an einen Handfilter kommt eine Filterkaffeemaschine kaum heran. Leider ist die Beem Basic Selection Pour Over für ihren stolzen Preis etwas zu wacklig geraten.

Wie die Gastroback Design Brew Advanced wurde auch die WMF AromaMaster klar vom Moccamaster inspiriert. Sie ist mit einem Preis von rund 70 Euro allerdings deutlich günstiger als das große Vorbild. Das macht sich unter anderem in der Kaffeequalität bemerkbar. Zudem ist an den entscheidenden Stellen Kunststoff verbaut, obwohl das Gerät ansonsten mit Edelstahl und modernem Design glänzt. Die Bedienung ist besonders einfach, denn es gibt nur einen einzigen Knopf. Allerdings beherrscht auch dieser verschiedene Varianten. Wird er zweimal kurz hintereinander gedrückt, fließt das Wasser langsamer. Dadurch wird die Kontaktzeit mit dem Kaffeepulver verlängert, sodass auch kleine Portionen einen guten Geschmack erhalten. Die WMF AromaMaster kommt an den Moccamaster nicht heran, ist aber eine gelungene Variante zu einem fairen Preis.

Wir haben für diesen Test Kaffeemaschinen mit Mahlwerk außen vor gelassen. Allerdings sind diese Geräte erfahrungsgemäß etwas fehleranfälliger. Wir empfehlen Ihnen daher den Einsatz einer separaten Kaffeemühle.

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Kommentare

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Marita Mondry
Marita Mondry

Hi ! Habe mir vor ca. 7 J. 8 Mon. die Philips 7546/20 bei amazon gekauft. Der Preis war auch damals ca. 50 Euro bezahlt. Die Maschine war klasse, der Kaffee hat gut geschmeckt. Leider ist jetzt alles undicht. Dein Test hat mir sehr geholfen. Ich werde mir die 7697/90 bei Saturn anschauen u. dann kaufen. Danke nochmals für die ausführlichen Tests !!! Liebe Grüße MARITA

Dagmar Koch
Dagmar Koch

Habe ich mir direkt bestellt Danke für die Info

Coffeeness
Coffeeness

Lass uns gerne wissen ob du zufrieden bist! Viel Spaß beim Kaffeekochen. ?

Dagmar Koch
Dagmar Koch

So geht es mir auch billigkaffee kommt mir nicht mehr in die Kanne

Tonnie Rooker
Tonnie Rooker

Philips was und besser Kiebitz nicht

Joachim Wölfel
Joachim Wölfel

warum sollten sie nicht…Millionen trinken den Kaffee daraus seit Jahrzehnten…

Coffeeness
Coffeeness

Die sind schon viel besser geworden. Früher war das Wasser oft zu heiß. Deswegen gibt es viele Kritiker. Denen schließen wir uns aber ebenfalls nicht an!

Simone Ullmer
Simone Ullmer

Früher waren vor allem die Bohnen eine Katastrophe

Coffeeness
Coffeeness

Simone Ullmer Das stimmt! Es ist aber immer noch viel Luft nach oben, was Kaffeebohnen-Qualität angeht.

Coffeeness
Coffeeness

Ich hoffe Euch gefällt mein Test. Ich habe jetzt auf jeden Fall zu viel Kaffee getrunken. Aber natürlich nur den besten 😉