Kaffeemühle Test: 8185qe4bsjl. Ac Sl1500
test
Letztes Update: 26.5.2021

Die beste Kaffeemühle

Wir haben 6 Kaffeemühlen in unterschiedlichen Preisklassen und mit verschiedenen Mahlwerken getestet, denn einem echten Kaffeeliebhaber kommt nur frischgemahlenes Pulver in die Tasse. Unser Testsieger ist die Espressomühle Eureka Mignon. Die Mühle ist hochwertig verarbeitet und überzeugt mit feinstem Espressopulver für die Siebträger-Maschine.

Arne Preuß
ist leiden­schaft­licher Kaffee­experte und Gründer des bekanntesten deutschen Kaffee-Blogs Coffeeness. Er hat zahllose Kaffee­voll­automaten unter der Prämisse getestet: "Was würde ein Barista dazu sagen?". Arne ist außerdem speziali­siert auf Handfilter und Cold Brew Coffee.
Letztes Update: 26. Mai 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

Viele schauen bei der Kaffeezubereitung größtenteils auf die Maschine – schließlich verrichtet sie die meiste Arbeit, braut den Wachmacher zusammen und ist somit schlussendlich maßgeblich für dessen Geschmack, oder?

Völlig verkehrt ist das nicht, aber es ist auch weit davon entfernt korrekt zu sein. Ebenso maßgeblich ist die richtige Kaffebohne. Die gilt es dann auch noch frisch und vor allem mit einer guten Kaffeemühle samt passenden Einstellungen zu mahlen. Damit das klappt, haben wir für Sie die besten Modelle getestet und noch ein paar allgemeine Tipps parat.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Eureka Mignon

Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Eureka Mignon
Die Eureka Mignon lädt sich kaum statisch auf und sorgt für schonendes Mahlen.

Die Eureka Mignon ist unser unumstrittener Testsieger! Die Espressomühle begeistert durch ihre hochwertige und solide Verarbeitung. Zudem liefert sie ein erstklassiges Mahlergebnis, kommt im Retro-Design daher und ist mit 73 Dezibel vergleichsweise leise.

Einziger Wermutstropfen: Die Mittelklasse-Mühle ist etwas teurer als die anderen Modelle. Dafür wird man aber mit Kaffeepulver auf Profi-Niveau belohnt. Denn die Eureka bietet die Möglichkeit, den Mahlgrad besonders fein einzustellen – für Espresso-Fans mit Siebträger-Maschine ein Muss!

Per Hand

Comandante C40 MK3 Nitro Blade

Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Comandante C40 MK3 Nitro Blade
Das Mahlen mit der Comandante ist spielend leicht und die Mahlgrade sind ebenso einfach einstellbar.

Die Comandante C40 MK3 Nitro Blade ist der Allrounder unter den Handkaffeemühlen und unser absoluter Liebling in dieser Kategorie! Sie überzeugt durch ihren kompakten Aufbau und die einfache Handhabung. Außerdem gibt es die Comandante in verschiedenen tollen Designs.

Das hochwertige Mahlwerk ist mit dem Prädikat 100 Prozent Made in Germany ausgezeichnet und liefert Kaffee in allen erdenklichen Mahlgraden. Zwar ist sie preislich kein Schnäppchen, sieht aber schick aus und ist ein perfekter Reisebegleiter.

Gut & Günstig

Rommelsbacher EKM 200

Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Rommelsbacher EKM 200
Der günstige Preis lässt über ein paar Schwächen hinwegsehen.

Die Rommelsbacher EKM 200 ist eine preiswerte elektrische Kaffeemühle für Einsteiger. Für ein kleines Budget bietet sie ein Kunststoff-Gehäuse, das aber durch ein Scheibenmahlwerk aus Edelstahl aufgewertet wird. Insgesamt überzeugt uns die stabile Verarbeitung und die einfache Bedienung.

Die EKM 200 liefert ein relativ gleichmäßig gemahlenes Pulver, kommt jedoch bei feinen Mahlgraden für Espresso-Qualitäten an ihre Grenzen. Teurere Maschinen sind zwar leistungsstärker, aber für Kaffee-Debütanten und French-Press-Fans ist sie sehr empfehlenswert.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerPer HandGut & Günstig
Eureka Mignon Comandante C40 MK3 Nitro Blade Rommelsbacher EKM 200 Graef CM 800 Porlex Tall Handkaffemühle Baratza Encore
Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Eureka MignonTest Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Comandante C40 MK3 Nitro BladeTest Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Rommelsbacher EKM 200Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Graef CM 800Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Porlex Tall HandkaffemühleTest Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Baratza Encore
Pro
  • Top für Espresso
  • Hochwertig verarbeitet
  • Mahlgut ist homogen
  • Tolle Haptik
  • Schnelles Mahlen
  • Gutes Mahlergebnis
  • Scheibenmahlwerk aus Stahl
  • Relativ leise
  • Viele Mahlgrade
  • Preiswert
  • Kompakt
  • Hochwertig verarbeitet
  • Leichte Handhabung
  • Gut für Filterkaffee & Chemex
Contra
  • Hoher Preis
  • Hoher Preis
  • Mahlwerk verkantet schnell
  • Weniger Leistung
  • Keine stufenlose Einstellung
  • Nur für kleine Mengen
  • Kunststoff
  • Ungeeignet für Espresso
Bester Preis
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MahlwerkScheibenmahlwerk (Stahl)Edelstahl (doppelt kugelgelagert)Scheibenmahlwerk (Stahl)Kegelmahlwerk (Edelstahl)Kegelmahlwerk (Kermaik)Kegelmahlwerk (Edelstahl)
Leistung260 Watt/110 Watt230 Watt/110 Watt
Bohnen-Kapazität250 g40 g (gemahlen)250 g350 g30 g225 g
Abmaße (HxBxT)325 mm x 110 mm x 165 mm150 mm x 60 mm180 mm x 100,5 mm 260,5 mm230 mm x 135 mm x 397mm190 mm x 46 mm160 mm x 120 mm x 350 mm
Gewicht4,6 kg590 g1,44 kg2,63 kg281 g3,1 kg

Mehr als Kaffeepulver: Unser Guide für den Hobby-Barista

Kaffee kochen könnte so einfach sein: Tüte mit dem gemahlenen Tchibo-Kaffee auf, rein in die Maschine und fertig! Doch echte Kaffeekenner wissen, dass vorgemahlenes Pulver nicht mit frisch gemahlenem Kaffee konkurrieren kann.

Der Kaffeegeschmack setzt sich aus mehr als 800 verschiedenen Aromen zusammen, die sich erst beim Mahlen entfalten. Allerdings gehen auch rund 30 Prozent bereits kurz nach dem Mahlen verloren. Jeder noch so gut verpackte, vorgemahlene Kaffee ist deswegen keine echte Alternative zum frisch hergestellten Pulver. Wenn Sie in den vollen Kaffeegenuss kommen wollen, führt kein Weg an der Kaffeemühle vorbei.

Doch die Auswahl der richtigen Mühle ist gar nicht so einfach. In unserem Vergleich finden Sie bereits sechs Modelle, die wir für verschiedene Zubereitungsarten empfehlen können. Bevor wir aber in die Details einsteigen, hier noch die wichtigsten Tipps von der elektrischen Kaffeemühle bis zum Reinigen.

Kaffeemühle-Test: Modelle für vollen Genuss Test: Kaffeemehl Vergleich
Gemahlen ist nicht gleich gemahlen.

Automatisch oder von Hand?

Zuerst steht die Entscheidung für eine Betriebsart an. Sie haben die Wahl zwischen einer Handkaffeemühle oder einer elektrischen Kaffeemühle. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Manuelle Mühle kann überall und ohne Strom mahlen. Doch es sind nur kleine Portionen möglich. Die Zerkleinerung der Kaffeebohnen ist bei guter Kraftübertragung ein Kinderspiel.

Von Hand können nur kleine Portionen gemahlen werden

Die elektrische Kaffeemühle: Das Kaffeemahlen ist dank Strombetrieb einfach. Es gibt eine große Auswahl an Modellen mit hohen Qualitäts- und Preisunterschieden

Unsere Top-Empfehlung für Espresso-Fans sind die Comandante Handkaffeemühle und die Eureka Mignon Espressomühle. Beide sind echte Experten auch für feinste Mahlgrade.

Welches Mahlwerk?

Neben der Betriebsart ist auch das Mahlwerk ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der passenden Kaffeemühle. Hier sind die unterschiedlichen Optionen im Vergleich:

Das Scheibenmahlwerk ist das am häufigsten eingesetzte Mahlwerk. Die Kaffeebohne wird zwischen zwei Scheiben zermahlen und das Pulver beim Mahlen nach außen transportiert.

Ein Kegelmahlwerk hat eine ähnliche Funktionsweise wie das Scheibenmahlwerks in Kegelform. Das Pulver fällt nach unten, wodurch eine geringere Drehzahl benötigt wird.

Fünf verschiedene Arten des Mahlens

Robust und preisgünstig wird es mit dem Edelstahlmahlwerk, allerdings kann es schnell Hitze entwickeln.

Das Keramikmahlwerk erhitzt kaum, ist geschmacksneutral, aber anfälliger für Schäden als Metall.

Die Kaffeemahlmaschine mit Schlagmessern hat eine ähnliche Funktionsweise wie ein Standmixer. Die Kaffeebohnen werden eher unregelmäßig »geschreddert« als gemahlen. Unregelmäßiges Mahlgut führt zu einer ungleichmäßigen Extraktion bei der Kaffeezubereitung. Deswegen raten wir von Kaffeemühlen mit Schlagwerk dringend ab!

Kaffeemühle-Test: Modelle für vollen Genuss Test: Mahlgut Ergebnis
Gleichmäßig gemahlener Kaffee.

Woran erkennt man eine gute Mühle?

Abseits von Betriebsart, Mahlwerk und technischen Details zeigt sich eine gute Kaffeemühle erst bei der Anwendung. An diesen sieben Kriterien erkennen Sie eine gute Kaffeemühle. Achten Sie darauf, dass die Verarbeitung hochwertig und stabil, die Handhabung einfach und der Mahlgrad stufenlos einstellbar ist.

Beim Mahlen sollte das Kaffeepulver nicht erhitzt werden, im Ergebnis die Körnchen gleich groß und gleichmäßig geformt sein. Beim gesamten Prozess sollten die statische Aufladung und die Rückstände vom Kaffeemehl möglichst gering ausfallen.

Bei qualitativ hochwertigen Kaffeemühlen ist oft die Mahlleistung in »Gramm Pulver« angegeben, die je Sekunde in den Auffangbehälter fallen. Je mehr Kaffeemehl pro Sekunde entsteht, desto kürzer werden die Kaffeebohnen gemahlen.

Je höher die Mahlleistung, desto besser

Dadurch erhitzen sie sich nicht so stark und die feinen Aromen werden geschützt.

Drei Tipps fürs Mahlen

Frisch gemahlener Kaffee ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für vollen Kaffee-Genuss. Doch selbst die beste elektrische Kaffeemühle ist nicht viel wert, wenn sie nicht optimal eingestellt ist. Denn verschiedene Kaffeesorten verlangen unterschiedliche Mahlgrade. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Kaffee-Extraktion gelingt und auch keine störenden Krümel in die Tasse gelangen.

Damit Kaffee- und Espressopulver vollendet gelingen, haben wir drei wichtige Tipps rund um die Mühle für Sie.

Tipp 1 – Feinjustierung: Stellen Sie die Kaffeemühle richtig ein!

Kaffeebohne ist nicht gleich Kaffeebohne – jede Bohnen-Sorte weist Unterschiede in der Oberfläche und dem Röstgrad auf, die zu Veränderungen in der Textur des Kaffeemehls führen können. Deswegen ist bei jeder frischen Tüte neu justieren, Erfahrung sammeln und das Ergebnis verkosten angesagt. Nur so finden Sie den optimalen Mahlgrad und die perfekte Mahl-Zeit.

Kaffeemühle-Test: Modelle für vollen Genuss Test: Mahlgrad Einstellen Fein Grob
Feintuning ist der Schlüssel zum Geschmack.

Tipp 2 – Zwischen Espresso und French Press: Mehr als eine Kaffeemühle ergibt Sinn!

Jede Zubereitungsart erfordert ein anderes Kaffeepulver. Wer morgens French Press und nachmittags Espresso trinkt, müsste die Mühle also mindestens zweimal pro Tag umstellen und die Feinjustierung jedes Mal von vorn beginnen!

In so einem Fall empfehlen wir, zwei Kaffeemühlen zu kaufen: eine Espressomühle, wie die Eureka Mignon und eine Mühle für gröbere Mahlgrade, wie zum Beispiel die Baratza Encore.

Tipp 3 – Aroma ohne Kompromisse: Regelmäßig reinigen ist Pflicht!

Im Gegensatz zu einem Kaffeevollautomaten sind bei einer Mühle weder Wasser noch Milch im Spiel – ganz »sauber« läuft das Mahlen aber trotzdem nicht ab. Denn Kaffeebohnen enthalten Öl, das sich ablagern und ranzig werden kann. Dazu kommen Kaffeemehl-Rückstände vom Mahlprozess. Deswegen ist die regelmäßige Reinigung der Mühle Pflicht.

Dafür haben Sie zwei Optionen. Sie können entweder die mechanischen Teile der Mühle auseinanderbauen und vorsichtig aussaugen oder Sie führen einen Reinigungs-Mahlgang mit Reinigungsbohnen oder speziellen Granulaten durch. Die automatische Reinigung nach Herstellerangaben ist zwar machbar, allerdings bevorzugen wir die manuelle Reinigung. So kann man sichergehen, dass auch alles wirklich sauber wird.

So haben wir getestet

Zunächst haben wir alle Kaffeemühlen nebeneinander positioniert und das äußere Erscheinungsbild inspiziert: Design, Gewicht und Abmaße. Danach haben wir jedes einzelne Modell auf seine Verarbeitung überprüft, um zu beurteilen, wie hochwertig die Geräte sind.

Kaffeemühle-Test: Modelle für vollen Genuss Test: Kaffeemuehlen Gruppenfoto
Die getesteten Maschinen aus dem Test 11/2020.

Beim Test zu den Mahlergebnissen wollten wir möglichst einheitliche Bedingungen schaffen, um optimal vergleichen zu können. Allerdings benötigt man für unterschiedliche Kaffee-Zubereitungsmethoden auch unterschiedliche Mahlgrade, Bohnen und entsprechend Kaffeemühlen.

Je nach Verwendungszweck (Filterkaffee, Vollautomat, Espresso) kann also das ein oder andere Modell besser geeignet sein. Daher haben wir uns dazu entschlossen, verschiedenste frische Kaffeebohnen mit unterschiedlichen Röstungen zu besorgen und diese mit jeder Mühle für alle möglichen Kaffeevarianten zu mahlen. So konnten wir ein breites Spektrum abdecken und die Spezialgebiete der einzelnen Modelle herausfinden.

Kaffeemühle Test: 8185qe4bsjl. Ac Sl1500

Testsieger: Eureka Mignon

Die Firma Eureka stammt aus Italien – dem Mutterland des Espresso – und ist seit über 100 Jahren auf Kaffeemühlen spezialisiert. Dieser gekonnte Mix aus Tradition und Qualität zeigt sich auch in der Eureka Mignon.

Auf den ersten Blick fällt die Edelstahl-Kaffeemühle durch ihr markantes Design und ihre glänzende Oberfläche ins Auge. Die kantige Form ist sicherlich Geschmackssache, aber die Verarbeitung ist stabil, durchdacht und sorgfältig. Mit einem Gewicht von 4,6 Kilogramm kann nichts die Eureka so schnell von ihren Gummifüßen fegen.

Testsieger

Eureka Mignon

Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Eureka Mignon
Die Eureka Mignon lädt sich kaum statisch auf und sorgt für schonendes Mahlen.

Die Eureka Mignon zählt mit einem Preis von rund 400 Euro zu den Mittelklasse-Modellen unter den elektrischen Kaffeemühlen. Damit ist sie zwar noch keine Mühle für die Gastronomie, aber in jedem Fall eine gute Wahl für Espresso-Trinker, die es ernst meinen.

Die Espressomühle überzeugt mit einem abnehmbaren Kunststoffbehälter für bis zu 250 Gramm Kaffeebohnen. Diese können Sie mit dem 50 Millimeter Scheibenmahlwerk aus Edelstahl mahlen – nachdem Sie über einen stufenlos einstellbaren Drehknopf den Mahlgrad reguliert haben. Außerdem lädt sich der Edelstahl-Schacht kaum statisch auf und gibt das Pulver fast vollständig ab.

Darüber hinaus gibt es noch einige kleine Freuden, die das Mahlen des Kaffees noch weiter verschönern: Es gibt es einen optionalen Timer zur Einstellung der optimalen Mahl-Zeit sowie eine verstellbare Auflagegabel für den Siebträger. So haben Sie beim Mahlvorgang die Hände frei.

Ist die Eureka Mignon erst einmal kalibriert, produziert sie ein schön homogenes Kaffeepulver, das für ihre Preisklasse beachtlich ist. Zwar sind im feinsten Mahlgrad noch Körnchen erkennbar, allerdings befinden wir uns auch nicht im High-End-Segment.

Ist der stufenlos einstellbare Mahlgrad einmal kalibriert, lässt er keine spontanen Wechsel des Mahlgrads auf ein gröberes Pulver – zum Beispiel für Filterkaffee – zu. Hierfür empfehlen wir die Anschaffung einer Zweitmühle, wie zum Beispiel der Baratza Encore.

Die Reinigung der Eureka Mignon gestaltet sich unkompliziert. Unter dem abnehmbaren Bohnenbehälter müssen nur drei Schrauben entfernt werden und schon ist das Mahlwerk erreicht. Auch Ihre Einstellungen in der Maschine bleiben nach der Reinigung erhalten.

Fassen wir also noch einmal zusammen: Die Eureka Mignon ist die perfekte Kaffeemühle für Espresso-Fans als Ergänzung zu einer Siebträgermaschine.

Eureka Mignon im Testspiegel

Andere große Testportale haben sich die Eureka noch nicht angeschaut, sobald weitere Testberichte erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Wahrscheinlich gibt es mehr Kaffeemühlen auf dem Markt, als Kaffeebohnen in einer Tüte. Wem unser Testsieger Eureka Mignon also nicht zusagt, der wird in jedem Fall trotzdem fündig. Wir können in unserem Test noch zwei weitere Geräte empfehlen: die Comandante C40 MK3 Nitro Blade und die Rommelsbacher EKM 200.

Manuell: Comandante C40 MK3 Nitro Blade

Die Comandante C40 MK3 Nitro Blade ist keine elektrische Kaffeemühle, sondern wird von Hand betrieben. Und als kleine Handmühle kann sie mit einigen Pluspunkten im Vergleich zu ihren automatischen Kollegen aufwarten.

Per Hand

Comandante C40 MK3 Nitro Blade

Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Comandante C40 MK3 Nitro Blade
Das Mahlen mit der Comandante ist spielend leicht und die Mahlgrade sind ebenso einfach einstellbar.

Das klassisch-moderne Design und der kompakte Aufbau sind ein echter Handschmeichler. Insgesamt handelt es sich um eine sehr hochwertige und handwerkliche Verarbeitung: 100 Prozent Made in Germany. Außerdem ist sie ein mobiles Mahlgerät und somit perfekt auf Reisen, im Büro oder Co-Working-Space

Kaffeebohnen von Hand mahlen hört sich anstrengend an? Nicht mit der Comandante! Das Mahlwerk aus Edelstahl mit doppelter Kugellagerung zeichnet sich durch eine exzellente Kraftübertragung aus. So braucht man selbst zum Mahlen von Espressopulver nur etwa halb so lange, wie mit anderen Handkaffeemühlen.

Der vergleichsweise hohe Preis der Comandante ist aus unserer Sicht gut investiert, wenn man die außergewöhnlich gute Verarbeitung der Mühle im Blick behält. Bei einer Höhe von rund 20 Zentimetern kann sie keine großen Mengen an Kaffeebohnen auf einmal mahlen. Aber mit ihren 220 Gramm ist sie ein Leichtgewicht, das in jeden Koffer passt.

Fassen wir also noch einmal zusammen: Die Comandante ist sicher kein Schnäppchen. Aber sie ist die richtige Wahl für ambitionierte Kaffeetrinker, die einen mobilen Begleiter suchen.

Guter Preis: Rommelsbacher EKM 200

Feinstes Espressopulver und hochwertige Handmühle hin oder her – als Kaffee-Einsteiger ist es ganz klar, dass man nicht direkt ein kleines Vermögen in eine Kaffeemühle investieren möchte. Hier hat die Rommelsbacher EKM 200 ihren großen Auftritt! Die elektrische Kaffeemühle bietet mit ihrem unschlagbaren Preis von unter 50 Euro (fast) alles, was ihre großen Geschwister auch können. Es gibt ganze 63 Mahlgrade – dank neun Hauptstufen mit jeweils sieben Unterstufen. Trotzdem ist die Handhabung einfach und bietet eindeutige Einstellmöglichkeiten.

Gut & Günstig

Rommelsbacher EKM 200

Test Kaffeemühle-Test: besten Modelle für vollen Genuss: Rommelsbacher EKM 200
Der günstige Preis lässt über ein paar Schwächen hinwegsehen.

Natürlich müssen wir dazu sagen, dass man bei einem so günstigen Preis auch Abstriche in Kauf nehmen muss. Das Kunststoff-Gehäuse kann sich beim Mahlen statisch aufladen, was zu Kaffeemehl-Rückständen führt. Dafür ist das Mahlwerk aus Stahl und hochwertig verarbeitet. Die Mahl-Zeit lässt sich nicht separat variieren, sondern nur nach Portionsgröße bzw. Tassenmenge. Auch das Mahlwerk ist etwas kantig bei der Einstellung.

Fassen wir also noch einmal zusammen: Die Rommelsbacher EKM 200 überzeugt mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis! Sie ist die perfekte Einsteiger-Mühle für alle, die sich langsam an frisch gemahlenen Kaffee herantasten möchten.

Die EKM 200 hat mit der Rommelsbacher EKM 300 übrigens einen höherpreisigen Nachfolger. Die EKM 300 besitzt eine feinere Mechanik und zeigt gleichmäßigere Resultate beim Mahlen. Die Frage ist nur: Lohnt es sich als ambitionierter Kaffee-Trinker hier zu investieren? Wir empfehlen, besser gleich auf ein gehobeneres Modell wie die Eureka Mignon zu setzen.

Außerdem getestet

Graef CM 800

Die Graef CM 800 ist ein wahrer Allrounder und verdient sich zu Recht das Prädikat »einfach, aber gut«! Unter den Einsteiger-Mühlen beweist sie ihre Qualitäten in allen Mahlgraden vom Cold-Brew- bis zum Espressopulver. Trotz Kegelmahlwerk ist sie nicht allzu laut und kann mit vielen Eigenschaften punkten. Dies beginnt beim klassischen Design, das gut in jede Küche passt und endet beim chromlegierten Edelstahl-Kegelmahlwerk, das für homogen gemahlenes Pulver in allen 40 Mahlgraden sorgt.

Aus unserer Sicht hat die Graef CM 800 nur zwei kleine Mankos aufzuweisen: Die Mahlgrade sind nicht stufenlos einstellbar. Das wird allerdings erst dann relevant, wenn Ihr Anspruch an den exakten Mahlgrad steigt. Außerdem kann sich die gründliche Reinigung wegen der statischen Aufladung des Kunststoffgehäuses und einer eingebauten Sicherung etwas kompliziert gestalten.

Porlex Tall Handkaffemühle

Die Porlex Tall ist eine preiswerte Handkaffeemühle aus Japan mit kompakten Abmaßen. Sie eignet sich daher nicht nur für zuhause, sondern auch zum Reisen. Das Gehäuse ist aus solidem Edelstahl verarbeitet, das Mahlwerk besteht aus Keramik. Die Porlex verfügt über ein gutes Handling und viele Mahlgrade. Letztere sorgen in Anbetracht des geringen Preises für ein gutes Mahlergebnis. Außerdem ist die Reinigung denkbar leicht. Allerdings stößt die zierliche Japanerin mengenmäßig schnell an ihre Grenzen. Sollten Sie mehr als zwei Personen mit frisch gemahlenem Kaffee beglücken wollen, wird es mehr als eng – oder es wird eine schwache Koffein-Dosis. Außerdem wäre eine Gummierung am Gehäuse klasse, damit man noch etwas Halt beim Kurbeln bekommt.

Doch das ist Jammern auf hohem Niveau und bei so einem Schnäppchen kann man nicht alles haben. Für die meisten ist das Gerät eine lohnende Anschaffung im Einsteigerbereich.

Baratza Encore

Die Baratza Encore ist die perfekte Mühle für Filterkaffee- und French-Press-Enthusiasten. Wie bei elektrischen Kaffeemühlen im günstigen Preissegment üblich, besitzt sie einen Kunststoffkörper. Der lädt sich jedoch im Gegensatz zu anderen Modellen kaum statisch auf! Das macht das Mahlen zu einer sauberen Sache. Außerdem hat uns das Design samt langem Stromkabel gut gefallen. So können Sie das Kegelmahlwerk aus Edelstahl mit 40 Millimeter »Encore« Mahlscheiben nahezu überall in Betrieb nehmen. Als Ergebnis bekommen Sie gleichförmig gekörntes Pulver für alle gröberen Mahlgrade als Espresso.

Leichte Minuspunkte sammelt die Baratza wegen ihres lauten Mahlwerks. Zudem bietet sie zwar ganze 40 Mahlgrade, von denen aber nur etwa 28 wirklich brauchbar sind, weil die ersten 12 den Kaffee selbst für die French Press zu grob mahlen.

Beim Reinigen einer Mühle mit Kegelmahlwerk sollten Sie das Gerät unbedingt vom Strom trennen und auf scharfe Kanten an den Mahlscheiben Acht geben. Bringen Sie außerdem kleine Teile wie Schrauben oder Federn in Sicherheit, bevor Sie mit dem Sauger oder einem Pinsel zu Werke gehen.

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