Test: Kindernähmaschinen Alles Beste
test
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Die beste Kindernähmaschine

Wir haben 8 Kindernähmaschinen getestet. Die beste  ist für uns die Carina Junior. Sie richtet sich in Form und Verarbeitung an Kinder und Teenager, die das Nähen erlernen möchten.  Uns überzeugte diese Kindernähmaschine durch ihre Verarbeitung, die Ausstattung und die gute Handhabung.

Saskia Jacobs
Saskia Jacobs
hat einen Abschluss in Germanistik, Kultur- und Medienwissenschaft. Als freiberuflichere Autorin schreibt sie hauptsächlich für Kultur- und medienschaffende Unternehmen. Die kunstbegeisterte Zweifachmama kocht, gärtnert und handwerkt nebenbei leidenschaftlich gern.
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Als Eltern möchte man stets die kreativen Wünsche und Hobbys seiner Kinder unterstützen. Wenn dann irgendwann auf dem Wunschzettel zu Weihnachten oder Geburtstag die Nähmaschine steht, wird man allerdings vor eine große Aufgabe gestellt. Welche Nähmaschine ist die richtige für mein Kind und worauf sollte man achten, sind nur zwei der Fragen, die einem durch den Kopf gehen. Das Angebot an Kindernähmaschinen ist nicht riesig, aber vielfältig und die Preise bewegen sich zwischen 30 bis 200 Euro.

Wir haben 8 Kindernähmaschinen getestet und uns mit den Anforderungen und Besonderheiten auseinandergesetzt. Unter den getesteten Modellen befanden sich reine Spielzeug-Nähmaschinen wie auch Nähmaschinen für ältere Kinder. Preislich lagen die Kindernähmaschinen zwischen 30 bis 150 Euro. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Carina Junior

Test Kindernähmaschine: Carina Junior
Carina schnürt ein attraktives Gesamtpaket aus sehr guter Handhabung, hochwertiger Verarbeitung und sinnvoller Ausstattung zu einem fairen Preis.

Die Carina Junior ist unser Testsieger bei den Kindernähmaschinen. Die mechanische Nähmaschine und richtet sich an Kinder ab sieben Jahren. Sie ist sehr gut verarbeitet und das relativ schlichte Design lässt sich dank der mitgelieferten Foliensticker für jüngere Kinder altersgerecht und individuell anpassen. Im Test hat uns die Junior besonders durch ihre gute Handhabung überzeugt. Nähgeschwindigkeit, Stich-Variationen, Freiarmfunktion und Spulentechnik spiegeln eine kleine Bandbreite der klassischen Nähmaschinen wider, aber sind auf die Bedürfnisse von Nähanfängern zugeschnitten. Der gute Preis rundet den positiven Gesamteindruck ab.

Auch gut

Veritas Sarah

Test Kindernähmaschine: Veritas Sarah
Veritas' Nähmaschine ist ist eine gute Wahl für Anfänger und Fortgeschrittene.

Die Veritas Sarah ist eine mechanische Nähmaschine, die sich an ältere Kinder und Nähanfänger richtet. Mit 13 Stichprogrammen und viel Zubehör kann diese unkomplizierte Nähmaschine auch als Nähmaschine für Gelegenheitsnäharbeiten im Alltag genutzt werden. Über einen QR-Code in der Anleitung hat man Zugang zu gut erklärten Anleitungen unterschiedlicher Näharbeiten. Insgesamt ist diese Nähmaschine sehr gut verarbeitet und bietet mit einem Anschaffungspreis von rund 100 Euro ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Anfänger-Nähmaschinen.

Zum Ausprobieren

Theo Klein Fashion Passion

Test Kindernähmaschine: Theo Klein Fashion Passion
Die Fashion Passion ist keine vollwertige Nähmaschine, aber ein gelungenes Spielzeug, um den Nähvorgang kennenzulernen.

Die Theo Klein Fashion Passion gehört zu den Spielzeug-Kindernähmaschinen. Hier liegt der Fokus auf der ersten Berührung mit dem Thema Nähen und richtet sich an Kinder ab drei Jahren. Die Sicherheit steht an erster Stelle und daher bietet dieses Maschine lediglich die Möglichkeit des Vorwärtsnähens. Für wenig Geld präsentiert Theo Klein eine Spielzeugnähmaschine, die sehr gut das Prinzip des Nähens nahebringen kann. Mit der Hilfe von Erwachsenen können kleine Kinder erste Nähergebnisse erzielen.

Wenn Geld egal ist

Brother KE14s Little Angel

Test Kindernähmaschine: Brother KE14s Little Angel
Von Brother kommt eine qualitativ hochwertige Kindernähmaschine im kindgerechten Design zu einem nicht ganz günstigen Preis.

Die Little Angel von Brother ist eine Kindernähmaschine, die durch ihr jugendliches Design punktet. Diese mechanische Nähmaschine ist kein Spielzeug und richtet sich laut Hersteller an Kinder ab 14 Jahren. Die Maschine bietet nahezu alle Stiche und sonstigen Grundfunktionen einer »normalen« Nähmaschine. Die Verarbeitung ist gut und konnte im Test überzeugen. Im Vergleich zu den anderen getesteten Maschinen ist die Little Angel relativ teuer und viele Zubehörteile müssen separat erworben werden.

Vergleichstabelle

TestsiegerCarina Junior
Auch gutVeritas Sarah
Zum AusprobierenTheo Klein Fashion Passion
Wenn Geld egal istBrother KE14s Little Angel
Brother J14Svm1
Dabb Kindernähmaschine
Emerio SEW-121820
Megle FHSM-505A
Test Kindernähmaschine: Carina Junior
  • Ideale Größe und Gewicht
  • Geschwindigkeits­kontrolle
  • Attraktives Zubehör
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kein Fingerschutz
Test Kindernähmaschine: Veritas Sarah
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Tolles Zubehör
  • Lange Hersteller­garantie
  • Design ist für Kinder nicht so ansprechend
  • Kein Fingerschutz
Test Kindernähmaschine: Theo Klein Fashion Passion
  • Gute Verarbeitung
  • Hohe Sicherheit für kleine Kinder
  • Sehr laut
  • Schwierig für Kinder überhaupt eigenständig etwas machen zu können
Test Kindernähmaschine: Brother KE14s Little Angel
  • Kindgerechtes Design
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Fingerschutz
  • Lange Garantie
  • Wenig Zubehör im Liefer­umfang enthalten
  • Für ältere Kinder eventuell zu langsam
Test Kindernähmaschine: Brother J14Svm1
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Kein Fingerschutz
Test Kindernähmaschine: Dabb Kindernähmaschine
  • Ansprechendes Design
  • Viel Kunststoff
  • Sehr laut
  • Keine Sicherheits­zertifikate
  • Kein Unterfaden
Test Kindernähmaschine: Emerio SEW-121820
  • Batterie und Netz­betrieb
  • Ansprechendes Design
  • No-Name-Produkt ohne Garantie und EU-Norm
  • Langwieriger Einfädel­prozess
  • Problematische Faden­spannung
Test Kindernähmaschine: Megle FHSM-505A
  • Viel Zubehör im Liefer­umfang enthalten
  • Schönes Design
  • No-Name-Produkt ohne Garantie und EU-Norm
  • Näht eigenständig ohne Kontrolle
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Kindernähmaschinen im Test: Spielzeug oder mehr?

Mit dem Wunsch nach einem kreativen Stofftier, einem Rock für die Barbie-Puppe oder einem Kissenbezug im Lieblingsstoff geht oft auch der Wunsch nach einer Nähmaschine bei Kindern einher. Für kreative Kinder, die gern basteln und etwas schneidern möchten, sind auf diese Zielgruppe zugeschnittene Nähmaschinen ideal. Spezielle Kindernähmaschinen sind meistens kleiner und leichter als die herkömmlichen Nähmaschinen und im Umfang reduziert. In unserem Kindernähmaschinen-Test haben wir geeignete Modelle für verschiedene Altersgruppen zwischen 3 und 14 Jahren getestet.

Bei Kindernähmaschinen sollte man zwei Kategorien unterscheiden: Es gibt die sogenannten Spielzeugnähmaschinen und es gibt richtige Nähmaschinen, die in Funktion und Ausstattung auf die Bedürfnisse von Kindern oder Nähanfänger zugeschnitten sind. In unserem Test haben wir beide Varianten berücksichtigt, um das Altersspektrum und die damit verbundenen Interessen gerecht zu berücksichtigen.

 Test: Brother Kindernähmaschine
Nähmaschinen für ältere Kinder sind richtige Nähmaschinen – aber kleiner.

Spielzeug-Nähmaschinen erkennt man an ihren bunten Farben, ihrer geringen Größe und ihrem leichten Gewicht. Betrieben werden solche Spielzeugmaschinen mit Batterien. Sie sind für Kinder ab drei Jahren geeignet und, wie sich in unserem Test gezeigt hat, dies auch nur im Beisein von Erwachsenen. Nähmaschinenspielzeuge bieten einen hohen Schutz vor Verletzungen und der Fokus liegt darauf, sehr jungen Kindern erste Näherfahrungen zu ermöglichen. Ein Nachteil ist, dass Spielzeug-Nähmaschinen nicht sehr robust gebaut sind und schnell kaputtgehen können.

Spielzeugnähmaschinen zeichnen sich oft durch ihren sehr geringen Preis aus.

Spielzeug-Nähmaschinen können durchaus sinnvoll sein, wenn man unsicher ist, ob das Kind Freude am Nähen haben wird. Um einen ersten Eindruck der Materie zu bekommen, kann die deutlich geringere Investition in eine Nähmaschine der Kategorie Spielzeug die richtige Entscheidung sein. Wichtig zu bedenken ist, dass diese Maschinen nur wehr wenig können und in der Leistung nichts mit einer »normalen« Nähmaschine gemeinsam haben.

 Test: Größen Kindernähmaschinen
Spielzeug-Nähmaschinen unterscheiden sich bei der Größe, dem Design und der Leistung von normalen Nähmaschinen.

Nähmaschinen für ältere Kinder

Bezeichnet ein Hersteller eine Nähmaschine explizit als Kindernähmaschine, handelt es sich meistens um eine kleine und günstigere Variante der großen Nähmaschinen. Die Geschwindigkeit ist oft einstellbar, das Kind kann zwischen diversen Sticharten beziehungsweise Nähprogrammen und Stichlängen wählen und hat auch in der Stoffauswahl ein breites Spektrum. Nähmaschinen dieser Art eignen sich für Kinder ab sechs Jahren. Hersteller empfehlen sie oft auch für die Altersgruppen 8, 12 und 14 Jahre. Letztendlich richtet sich die Eignung der Maschine immer individuell an jedes Kind und dessen Fähigkeiten und Erfahrungen.

Kinder­nähmaschinen bieten erhöhten Schutz

Nähmaschinen für ältere Kinder sind robust gebaut, in den Geschwindigkeiten regulierbar und kompakt. Maschinen dieser Art bieten einen erhöhten Schutz, sind aber in dieser Hinsicht nicht mit den Spielzeug-Nähmaschinen zu vergleichen. Eine solide Kindernähmaschine beginnt preislich bei circa 90 Euro.

 Test: Stichprogramme Blue Angel
14 Stichprogramme (auch Nähprogramme genannt) genügen für den Anfang völlig.

Wozu eine Kindernähmaschine?

Eine Kindernähmaschine unterstützt Kinder in einer ganzen Reihe von Entwicklungsaufgaben. Die Arbeit mit der Hand fördert motorische Fähigkeiten. Kindernähmaschinen sind für kleine Hände konzipiert und daher kompakter und leichter gebaut als normale Nähmaschinen für Fortgeschrittene. Sie verfügen über einen geringen Funktionsumfang. Die vereinfachten Modelle ohne Schnickschnack ermöglichen Kindern und Nähanfängern einen vereinfachten Zugang zum Nähen. Doch auch so genannte Anfängermaschinen können gute Einstiegsmodelle für ältere Kinder sein. Hier muss man allerdings umfangreichere Funktionen und fehlende Dinge wie den Fingerschutz in Kauf nehmen.

Dank ihrer Ausstattung und des geringen Gewichtes kann eine Kindernähmaschine auch gut als Reisenähmaschine benutzt werden.

Kindernähmaschinen bieten meistens zwei Geschwindigkeitsstufen an. Durch die Möglichkeit, langsam zu nähen, kann ein Kind ohne Druck ein Gefühl dafür bekommen, wie ein Fußpedal zu bedienen ist. Auch können Kinder ihr technisches Verständnis schulen und gleichzeitig ihre Kreativität ausleben. Auch erwachsene Näheinsteiger können ihre Freude an einer Kindernähmaschine haben und ihre Fertigkeiten in diesem Hobby stetig verbessern.

Welche Hersteller von Kindernähmaschinen gibt es?

Die ersten Kindernähmaschinen konnte man in den 80er-Jahren erwerben. Bis dahin konnten Kinder nur an den »üblichen« Nähmaschinen das Handwerk oder Hobby erlernen. Aufgrund der immer mehr wachsenden Beliebtheit des Hobbys Nähen und den zunehmend zahlreichen, kreativen Tutorials auf YouTube und Instagram reagierten dann die renommierten Hersteller von Nähmaschinen, indem sie reduzierte Anfängermaschinen und Kindernähmaschinen auf den Markt brachten. Zu den bekanntesten Marken hochwertiger Kindernähmaschinen gehören Brother, Singer, Pfaff, Elna, Janome und Carina. Aber auch Anfängermaschinen wie die Veritas Sarah in diesem Test sind als Anfänger-Nähmaschinen auch für ältere Kinder geeignet.

Welche Kindernähmaschine passt zu meinem Kind?

Wenn Eltern ihrem Kind eine Kindernähmaschine kaufen möchten, sollten sie folgende Merkmale der Maschinen miteinander vergleichen:

Altersangabe: Die Altersangaben der Hersteller sind in erster Linie Empfehlungen und Richtwerte. Dennoch geben sie Ausblick darauf, wie umfangreich oder kompliziert die jeweilige Maschine eingestuft wird oder wie hoch das Verletzungsrisiko ist. Man kann beispielsweise davon ausgehen, dass eine Kindernähmaschine mit einer Altersempfehlung von 14 Jahren für ein siebenjähriges Kind zu schwierig sein könnte. Hier passt dann gegebenenfalls eine Kindernähmaschine für Kinder ab acht Jahren besser.

Altersempfehlungen der Hersteller sind nur Richtwerte. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, mit welcher Nähmaschine sie Ihr Kind arbeiten lassen.

Wichtig bleibt, dass ein Kind beim Nutzen einer Kindernähmaschine von Erwachsenen begleitet wird. Je jünger das Kind, desto umsichtiger sollten Eltern im Umgang damit sein und beobachten, ob ihr Kind überfordert ist oder gut mit der Maschine zurecht kommt.

Batterie- oder Netzbetrieb: Es gibt Kindernähmaschinen mit Netz- oder Batteriebetrieb. Modelle von Megle und Emerio in unserem Test haben beides. Grundsätzlich handelt es sich bei den batteriebetriebenen Maschinen um Spielzeug-Nähmaschinen. Sie haben geringere Voltzahlen, benötigen nicht so viel Energie und sind ohne Stromanschluss sicherer im Gebrauch. Eine richtige Nähmaschine braucht einen Netzanschluss, weil sie mehr Leistung erbringen muss. Dies ist auch bei unserem Testsieger Carina Junior der Fall.

Funktionsumfang und Ausstattung: Die Ausstattung einer Kindernähmaschine spiegelt gleichzeitig die Qualität, die sie mitbringt, wider. Spielzeug-Nähmaschinen wie die Dabb oder die Theo Klein Fashion Passion können lediglich sehr dünne Materialien einfach zusammennähen. Richtige Kindernähmaschinenmodelle verfügen über mehrere Stich- und Nähprogramme. Sie verfügen unter anderem über ein Nählicht für ein genaueres Arbeiten, Einfädelhilfen, Knopflochautomatik und weitere Extras. Das Rückwärtsnähen ist bei allen getesteten Kindernähmaschinen über eine Rückwärtstaste möglich. Mit dieser Funktion werden Nähte richtig vernäht, damit sie nicht wieder von allein aufgehen.

Man sollte schauen, wie viele Extras man dem betreffenden Kind zumuten möchte. Tendenziell sagt man, dass Kinder mit wachsender Erfahrung auch wachsendes Interesse an schwierigeren Näharbeiten haben und spätestens dann ihrer Maschine auch mehr Funktionen abfordern werden oder sich eine entsprechend umfangreichere Nähmaschine wünschen.

Bedienbarkeit: Im Idealfall sind alle Hebel, Knöpfe und Rädchen auf den ersten Blick sichtbar und schnell erreichbar. Anfänger sollten eine Maschine nutzen, die nicht zu viele Funktionen hat. Das erleichtert die Übersicht und den Lernvorgang. Ist das Kind bereits etwas erfahrener, darf es auch eine Nähmaschine mit größerem Funktionsumfang sein. Für einen einfachen Einstieg empfiehlt sich außerdem ein Modell mit einem langsamen Nähvorgang.

1 von 3
Kindernähmaschine Test: Drop And Sew Spulensystem
Test: Faden Fädeln
Test: Megle Heber

Zubehör: Klassisches Zubehör bei einer Kindernähmaschine sind Spulenkapseln, Reinigungspinsel und Öl, Trenner, Einfädelhilfen und diverse Nähfüße für verschiedene Nähaufgaben. Einige Kindernähmaschinen konnten mit überraschend viel Zubehör im Test punkten, während man bei anderen Modellen lediglich die Basisteile mitkauft. Weiteres Zubehör, dass separat erworben werden sollte, sind Stecknadeln, Garn, Knöpfe, Reißverschlüsse, Stoffscheren und vor allem die Stoffe selbst. Für das Schneiden der Stoffe sollten Kinder eine kleine Stoffschere benutzen. Rollschneider sind eine gute Alternative für ältere Kinder.

Design: Bei Kindernähmaschinen spielt das Design eine wichtigere Rolle als beim Kauf einer Nähmaschine für Erwachsene. Spielzeugnähmaschinen für besonders junge Kinder sind oft farbenfroh gestaltet und dadurch auch leicht zu erkennen. Kindernähmaschinen für ältere Kinder sind deutlich schlichter, verfügen meistens aber auch über kleine Designelemente. Besonders praktisch ist es, wenn Hersteller Foliensticker mitgeben, wie bei unserem Testsieger. Dadurch können Kinder ganz nach ihrem nach ihrem Geschmack die Maschine verzieren. Später lassen sich die Sticker rückstandslos wieder entfernen.

 Test: Desin Carina
Mit Folienstickern können sich Kinder ihre Nähmaschine individualisieren wie bei unserem Testsieger Junior von Carina.

Sicherheit: Das Nähen mit der Nadel kann bei Eltern Unbehagen auslösen, weil sie um das Verletzungsrisiko fürchten. Spielzeug-Nähmaschinen legen einen großen Fokus auf Sicherheit, da sie schon auf jüngere Kinder zugeschnitten sind. Feste Verkleidungen um den Nadelbereich und regulierende Nähgeschwindigkeiten sind wichtige Details und gehören hier zu den Schutzmaßnahmen.

Der Fingerschutz ist ein Muss, wenn das Kind noch Anfänger ist. Ist er nicht im Lieferumfang erhalten, kann er nachgekauft werden.

Um zu gewährleisten, dass kein oder zumindest ein geringeres Verletzungsrisiko besteht, sind die Hersteller daher an bestimmte Sicherheitsrichtlinien gebunden. Dazu zählt zum Beispiel die Deutsche Industrienorm, abgekürzt DIN. Alle normalen Nähmaschinen und auch die Kindernähmaschinen müssen in Deutschland die Vorgaben der DIN EN ISO 10821 erfüllen. Ebenso wichtig ist zumindest die CE-Kennzeichnung. Eine gute und sichere Kindernähmaschine sollte diese Anforderungen erfüllen.

Größe & Verarbeitung: Die Größe und das Gewicht einer Kindernähmaschine sind wichtige Merkmale. Sie sollte leichter sein, als eine gewöhnliche Nähmaschine, damit das Kind sie tragen und bewegen kann. Ein integrierter Tragegriff an der Nähmaschine ist hier von Vorteil. Gleichzeitig muss sie aber auch schwer genug sein, um »standfest« dazustehen. Bezüglich der Größe sollten die Nähmaschinen für ältere Kinder groß genug sein, damit sie nicht den Spaß verlieren, weil die Bedienbarkeit zu fummelig ist.

Kindernähmaschine Test: Integrierte Tragemulde
Griffe und Tragemuscheln ermöglichen ein gutes Handling auch bei Maschinen mit mehr Gewicht.

Die Verarbeitung einer guten Kindermaschine erkennt man an der Verwendung hochwertiger und robuster Materialien. Scharfe Kanten und Ritzen sollte eine Nähmaschine für Kinder ebenfalls nicht haben.

Eine gute Kinder­nähmaschine wiegt zwischen 3 bis 6 Kilogramm

Preis: Spielzeug-Nähmaschinen gibt es ab etwa 20 Euro zu kaufen. Hier handelt es sich um einfache Modelle, die Kindern auf einfache Art und Weise das Prinzip Nähen veranschaulichen. Gute und richtige Kindernähmaschinen erhält man, je nach Ausstattung und Design, zwischen 80 bis 200 Euro. Da Anfängermodelle, die sich auch für ältere Kinder eignen, ähnlich viel kosten, lohnt es sich, auch hier zu schauen. Die Veritas Sarah in unserem Test ist eine solche Anfängermaschine und eine gute Empfehlung.

 Test: Carina Testsieger Kindernähmaschine

Testsieger: Carina Junior

Am meisten überzeugt hat uns die mechanische Kindernähmaschine Carina Junior. Das seit 1945 bestehende deutsche Unternehmen Fischer Nähmaschinen führt Carina als Marke für Einsteiger, Hobby- und Kindernähmaschinen. Seit 1996 ist Fischer als Teleshopping-Experte für Nähmaschinen aller Art bekannt.

Testsieger
Carina Junior
Test Kindernähmaschine: Carina Junior
Carina schnürt ein attraktives Gesamtpaket aus sehr guter Handhabung, hochwertiger Verarbeitung und sinnvoller Ausstattung zu einem fairen Preis.

Die Junior ist eine sehr hochwertig verarbeitete Einsteigernähmaschine. Sie verbindet intuitive Bedienelemente mit einer erweiterten Ausstattung, sodass Kinder mit dieser Maschine mitwachsen können. Als Altersempfehlung gibt Carina ab sieben Jahren an. Im Test konnte eine ambitionierte Sechsjährige in Begleitung gut mit dieser Maschine arbeiten. Wir finden daher, dass ebenso ältere Kinder mit dieser robusten Nähmaschine Freude haben können.

Die Carina Junior ermöglicht ein schnelles Erlernen der Nähgrundfunktionen und bietet die wichtigsten Funktionen für schöne Nähergebnisse. Zubehörfach, besondere Nähfüße, eine Abdeckhaube sind schöne Zubehörteile, die beim Kauf dabei sind. Mitgelieferte Sticker ermöglichen die Individualisierung der Nähmaschine und macht es jüngeren Kindern noch leichter, Zugang zu ihrem neuen Hobby zu finden. Ein kleines Manko ist der fehlende Fingerschutz. Aufgrund dieses Details sollte die Junior bei jungen Nähanfängern begleitet werden.

Ausstattung: Individualität und kreativer Freiraum

Hat man die Junior aus ihrer Verpackung befreit, fällt einem das wirklich formschöne, runde Design dieser Maschine auf. Perfekt für jüngere Kinder gibt es bei der Junior keine Ecken und Kanten oder Ritzen, an denen Stoff hängen bleiben könnte oder Kinderfinger sich klemmen. Der integrierte Tragegriff ermöglicht es, die 4.300 Gramm schwere Nähmaschine gut zu bewegen. Farblich wirkt der weiße Korpus mit akzentuierten, roten Elementen zurückhaltend und erinnert nicht sofort an eine Nähmaschine für Kinder. Im Lieferumfang enthalten ist unter anderem eine Abdeckhaube. Zugegeben: Sie ist nicht herausragend schön, aber sie erfüllt ihren Zweck und ist sehr nützliches Utensil, das keine der anderen getesteten Nähmaschinen mitbrachte.

Nähmaschinen sollten staubgeschützt aufbewahrt werden, um die Mechanik zu schützen. Eine Abdeckhaube ist daher sehr empfehlenswert.

Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten zeichnet sich die Carina unter anderem durch die recht umfangreichen Zubehörteile aus. Mit dem mitgelieferten Zick-Zack-Fuß, Reißverschlussfuß, dem vierstufigem Knopflochfuß und der Stopfplatte kann man schon allerhand schneidern. Mitgelieferte Ersatznadeln und drei Spulen runden eine solide Grundausstattung ab. Zur Pflege und Bedienung der Nähmaschine liefert Carina eine Abdeckhaube, einen Reinigungspinsel und einen L-Schraubenzieher mit.

 Test: Carina Utensilienfach
Ein praktisches Zubehörfach im Anschiebetisch sorgt für Ordnung.

Diverse Nähfüße wie den Quilt-, Overlock- oder Säumerfuß können problemlos über die Carina-Website erworben werden. Sämtliche Zubehörteile können praktisch in dem Zubehörfach im Anschiebetisch der Maschine aufbewahrt werden.

Die Knopflochautomatik ermöglicht ein schnelles und einfaches Umnähen des Knopflochs, ohne dass das Kind den Stoff drehen muss. Stichbreite und Stichlage werden durch Stellen des Wählschalters automatisch eingestellt.

Die Kindernähmaschine arbeitet mit den sogenannten Einknopfbedienung. An dem vorn mittig angebrachten Drehknopf stellt man den gewünschten Nähmodus ein. Dieser mechanische Vorgang ermöglicht die leichte Handhabung der Maschine und macht sie robuster als jene Modelle, die über zahlreiche Knöpfe verfügen. Insgesamt kann man zwölf Stichmodi anwählen, wovon drei zur Knopflochautomatik gehören. Aufwendige Zierstiche gibt es nicht.

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Test: Carina Sticker Design
Der eigene Look durch Foliensticker mit der Carina Junior.
Test: Carina Oberfaden
Eine leichte und intuitive Fadenführung des Oberfadens.
Test: Carina Abdeckhaube
Eine Schutzabdeckung ist im Lieferumfang enthalten.
Test: Carina Fadenspannung
Die Fadenspannung kann angepasst werden.
Test: Carina Zubehör
Carinas Kindernähmaschine kommt mit viel Zubehör.

Stichlängen zwischen 0 bis 4 Millimeter und Stichbreiten von 0 bis 5 Millimeter können kinderleicht eingestellt werden. Der Anschiebetisch ist abnehmbar, wodurch ein Kind die Carina Junior ganz einfach in eine Freiarmnähmaschine verwandeln kann. Diese Funktion ermöglicht das einfache Nähen von beispielsweise Hosenbeinen oder Ärmeln. Angenehme Ausstattungsmerkmale sind beispielsweise die augenschonende LED-Beleuchtung im Nähbereich und der integrierte Fadenabschneider. Für eine fehlerfreies Vernähen sorgt die Rückwärtsnähfunktion. Sie erfolgt über eine einfach zu bedienende Hebeltaste.

Bedienbarkeit: Stärken und Schwächen

Das Spulensystem der Junior orientiert sich am gängigen Spulenmodell von Standard-Nähmaschinen. Die hier verwendeten Spulen sind aus Kunststoff. Ersatzspulen können so problemlos überall erworben werden, ohne dass man sich direkt an den Hersteller wenden muss. Die Spulen werden klassisch mittels Spulenspindel eingesetzt. Praktische Drop & Sew-Spulensysteme, wie bei den Brother Testkandidaten können es Nähanfängern noch einfacher machen.

Bei Drop & Sew-Spulensystemen wird die volle Spule einfach eingesetzt, der Faden in die Führung gelegt und man kann starten.

Das Befüllen der Unterfadenspule wird in der Kurzanleitung sehr gut und kindgerecht erklärt und bebildert. Die Umsetzung in der Praxis ist absolut problemlos. Gleiches gilt für das Einfädeln des Oberfadens. Hier sollte man sich nicht vom Begriff »Schnelleinfädelsystem« täuschen lassen, denn trotz der guten und schnellen Fadenführung ist das Einfädeln am Ende in die Nadel recht fummelig. Eine wirkliche Erleichterung würde hier nur eine Einfädelautomatik bringen. Diese findet sich allerdings eher bei professionellen und gut ausgestatteten Hobbynähmaschinen.

 Test: Carina Unterfadenspule
Das Shuttle-Spulenkapselsystem robust und gut zu handhaben.

Hat man beide Fäden richtig eingefädelt, kann der Nähvorgang starten. Die Oberfadenspannung ist voreingestellt. Im Test passte sie gut und musste nicht korrigiert werden. Die Nähgeschwindigkeit mit 700 Stichen pro Minute und einer Leistung von 70 Watt ist perfekt für eine Anfängernähmaschine. Ist der Anfänger irgendwann kein Anfänger mehr, ist das Tempo vielleicht zu langsam. Die Geschwindigkeit lässt sich laut Hersteller über zwei Stufen über den Fußanlasser steuern. Im Test war der Übergang so fließend, dass diese Funktion unterging.

Unterschiedliche Stoffstärken und -arten konnten mit der Carina Junior im Test problemlos bewältigt werden. Sehr dicke und vor allem Wollstoffe konnten wiederum nicht mehr gut genäht werden und verhakten sich in der Stoffführung. Im Test waren wir positiv von der niedrigen Lautstärke überrascht. Carina bietet auf die Junior fünf Jahre Garantie, was auf den schon absolut fairen Anschaffungspreis zusätzlich punktet.

Sicherheit: Besser für ältere Kinder

Der fehlende Fingerschutz könnte manche Eltern abschrecken, da dies ein wichtiges Detail bei Kindernähmaschinen ist. Doch eine Einsteigermaschine ist auch als Nähmaschine für ältere Kinder zu betrachten, bei denen der Fingerschutz nicht mehr primär notwendig ist.

Carina Junior im Testspiegel

Bislang gibt es keine weiteren seriösen Tests von unserem Testsieger. Auch Stiftung Warentest und Ökotest haben noch keine Kindernähmaschinen getestet. Sollte sich das ändern, tragen wir die Testergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Unserer Meinung nach werden die meisten Kinder ab sieben Jahren mit der Junior durchweg positive Näherfahrungen sammeln und Nähanfänger können das Hobby gut erlernen. Wer aber vielleicht eine Kindernähmaschine mit mehr Ausstattungsmerkmalen sucht oder lediglich eine Spielzeugnähmaschine kaufen möchte, ist vielleicht bei einer unserer Alternativen besser aufgehoben.

Auch gut: Veritas Sarah

Bei der Sarah von Veritas handelt es sich nicht um eine ausgewiesene Kindernähmaschine, sondern um eine klassische Anfängermaschine, die sich aber hervorragend auch für ältere Kinder eignet. Veritas‘ Nähmaschinen sind weltweit bekannt und die Marke gehört zu den ältesten Herstellern mechanischer Nähmaschinen auf dem deutschen und europäischen Markt. Als besonderes Merkmal tragen alle Modelle Frauenvornamen. Die Nähmaschine Sarah ist der Jazzlegende Sarah Lois Vaughan gewidmet. Optisch wirkt die Sarah von Veritas relativ unspektakulär und spricht Kinder nicht direkt an.

Auch gut
Veritas Sarah
Test Kindernähmaschine: Veritas Sarah
Veritas' Nähmaschine ist ist eine gute Wahl für Anfänger und Fortgeschrittene.

Die Sarah verfügt über 13 Stichprogramme und bietet vieles, was Nähanfänger und Nähanfängerinnen begehren. Es gibt zwei Drehräder mit denen jeweils das Stichprogramm und die Stichlänge eingestellt werden. LED-Licht im Nähbereich und ein einfaches Spulensystem runden das gute Handling dieser Nähmaschine ab. In ihrer Leistung gleicht das Veritas-Modell unserem Testsieger, schneidet aber beim Nähen dicker Stoffe deutlich besser ab und brilliert durch ihr hohes Drehmoment.

1 von 4
Test: Veritas Anfängermaschine
Die Nähmaschine Sarah ist nach der Jazzlegende Sarah Lois Vaughan benannt.
Test: Veritas Spulenfach
Robustes und genormtes Spulensystem.
Test: Veritas Anleitung
Eine gute Anleitung für die ersten Schritte liegt bei.
Test: Veritas 2 Knopfbedienung
Fadenspannung und Stichprogramme über Drehknöpfe wählbar.

Mit der Nähmaschine von Veritas ein sehr gutes Einsteigermodell, dass natürlich ohne besondere Schutzfunktionen ausgestattet ist, dafür aber viel Zubehör mitliefert. Die Qualität ist sehr gut und mit ihrer Größe und einem Gewicht von 6.500 Gramm fällt die Sarah in den Bereich der klassischen Nähmaschinen. Für ältere Kinder und Nähanfänger ist diese Nähmaschine eine sehr gute Option und liefert mit fünf Jahren Garantie ein perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Für kleine Kinder: Theo Klein Fashion Passion

Der Spielzeughersteller Theo Klein präsentiert mit der Fashion Passion eine Spielzeug-Nähmaschine, die etwas mehr kann, als vergleichbare Modelle, aber trotzdem nicht als Nähmaschine zum Erlernen des Hobbys eingestuft werden kann. Mit einem Gewicht von 739 Gramm ist diese Kindernähmaschine sehr leicht. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und überraschend robust, doch das geringe Gewicht führt dazu, dass die mangelnde Standfestigkeit im grobmotorischen Gebrauch immer wieder wegrutscht. Das Design ist kindgerecht und knallig in Pink und Weiß gehalten.

Zum Ausprobieren
Theo Klein Fashion Passion
Test Kindernähmaschine: Theo Klein Fashion Passion
Die Fashion Passion ist keine vollwertige Nähmaschine, aber ein gelungenes Spielzeug, um den Nähvorgang kennenzulernen.

Die Fashion Passion ist batteriebetrieben, jedoch sind im Lieferumfang die benötigten vier Mignon-Batterien (AA) nicht enthalten, sodass man diese am besten gleich mitkauft, um enttäuschte Kinderaugen zu vermeiden. Als Zubehör liefert Theo Klein eine wirklich niedliche Metalldose mit Ersatzspulen, Fingerhut, Maßband, Einfädelhilfe und Nähgarn mit. Die Kindernähmaschine kann mit dem mitgelieferten Fußpedal oder dem Handrad betrieben werden.

 Test: Theo Klein Fasion Passion
Die Theo Klein Fashion Passion näht mit Ober- und Unterfaden.

Die Bedienbarkeit wies im Test einige Schwachstellen auf. Das Einfädeln ist schon für ältere Kinder und Erwachsene eine Herausforderung. Alles ist sehr klein und durch die fehlende Beleuchtung eine wirkliche Herausforderung. Der Fingerschutz in Form eines Kunststoffmantels, der den kompletten Nadelbereich umschließt, kann zum Einfädeln nach links weggedreht werden. Bei unserem Testmodel war das Einrasten schwergängig. Stoffe kann die Fashion Passion nur in sehr dünnen, wenig elastischen und nicht fusselnde Qualitäten nähen. Alles andere führte zu Nähfehlern im Test.

Die größte Diskrepanz zeigte sich in der Altersempfehlung und unseren Eindrücken. Theo Klein empfiehlt die Fashion Passion für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Wir fanden, dass das Einfädeln die größte Herausforderung darstellte. Die mangelnde Qualität der Fadenspannung führte im Test zu vermehrtem Reißen des Fadens, was wiederum ein immer wieder neues kompliziertes Einfädeln bedeutete. Unsere Testnäherin hatte daher nach sehr kurzer Nähprobe keine Lust mehr und wir auch nicht.

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Test: Theo Klein Nahtqualität
Ordentliche Nähte sind mit der Spielzeugmaschine von Theo Klein möglich.
Test: Theo Klein Zubehör
Passende Utensilien haben auch die Kindernähmaschinen.

Allerdings fanden wir, dass in Begleitung eines Erwachsenen die Maschine sehr gut für jüngere Kinder geeignet sein kann, da die Kindernähmaschine von Theo Klein sehr sicher ausgestattet ist. Für einen günstigen Preis bekommt man eine gut verarbeitete Spielzeugnähmaschine, die in Größe und Sicherheitsaufbau nach unserer Meinung gut für Kinder ab drei Jahren geeignet ist, um spielerisch erste Berührungspunkte mit der Materie Nähen zu haben. Ältere Kinder hingegen werden mit dieser Spielzeugnähmaschine keine Freude am Nähen entwickeln.

Wenn Geld egal ist: Brother KE14s Little Angel

Die Kindernähmaschine KE14s Little Angel kommt aus dem Hause Brother. Obwohl auch im Büromaschinensektor als Marke bekannt, stellt Brother schon seit dem Jahr 1908 Nähmaschinen her und ist eine qualitative Größe in diesem Bereich. Die Kindernähmaschine Little Angel ist 39,2 Zentimeter lang, 14,8 Zentimeter breit und 30,8 Zentimeter hoch. Mit ihrem Gewicht von 5.300 Gramm entspricht sie noch dem Ideal für Kindernähmaschinen. Für ein gutes Handling ist sie mit einer Tragemulde ausgestattet. Insgesamt ist die Little Angel von Brother hochwertig verarbeitet und macht einen robusten und standfesten Eindruck. Das florale Design ist hübsch und orientiert sich an heranwachsende Kinder.

Wenn Geld egal ist
Brother KE14s Little Angel
Test Kindernähmaschine: Brother KE14s Little Angel
Von Brother kommt eine qualitativ hochwertige Kindernähmaschine im kindgerechten Design zu einem nicht ganz günstigen Preis.

In unserem Test konnte die Little Angel mit ihrer Ausstattung überzeugen. 14 Stichprogramme, ein leicht zu bedienendes Drop & Sew-Spulensystem, die Einhandautomatik und das integriertes LED-Licht im Nähbereich sind nur einige Details. In der Bedienung hat uns die Kindernähmaschine gut gefallen, allerdings fanden wie das Spulensystem der Unterfadenspule im Vergleich zum Testsieger schlechter, da es sehr empfindlich reagiert. Die zweistufige Nähgeschwindigkeitsregulierung und der Fingerschutz machen die Little Angel für Kinder ab acht Jahren empfehlenswert. Der Hersteller geht hier in seiner Empfehlung sicherer und empfiehlt sein Modell für Kinder ab 14 Jahren.

1 von 3
Test: Fingrschutz Brother
Die Kindernähmaschine Little Angel punktet mit einem Fingerschutz, den man an- und abschrauben kann.
Test: Brother Nähmaschinen Im Test
Brother ist ein bekannter Hersteller für Nähmaschinen. Die Erfahrung zeigt sich in der Qualität der Little Angel.
Test: Stichprogramme Blue Angel
Die Stichprogramme der Brother Little Angel.

Insgesamt ist die Little Angel eine schöne Kindernähmaschine. Dank der Freiarmfunktion und der klassischen Rücknähfunktion können richtige Nähstücke in vollem Umfang hergestellt werden. Geschwindigkeit und Schutzfunktionen machen sie gerade für jüngere, ambitionierte Kinder attraktiv, ältere können schnell unterfordert sein. Im Vergleich zu den anderen Kindernähmaschinen in diesem Test, finden wir die Little Angel sehr teuer und im Lieferumfang sehr reduziert. Kreative und praktische Zubehörteile muss man separat dazukaufen. Wem das Design gefällt und wen der Preis nicht stört, kann mit dieser Maschine viel Freude haben.

Außerdem getestet

Brother J14Svm1

Die Brother J14Svm1 ist eine Kindernähmaschine, die sich in Design und Bedienung an Kinder ab 14 Jahren richtet, also nicht speziell an Kinde. Bezüglich der Ausstattung ist sie der Kategorie Anfänger-Nähmaschine zuzuordnen und demnach auch für ältere Kinder geeignet. Die J14svm1 wiegt 6.500 Gramm und entspricht zusammen mit Ihrer Größe (14 x 31 x 39 Zentimeter) einer klassischen Nähmaschine. Die integrierte Tragemulde ermöglicht ein gutes Tragen der Maschine von A nach B.

 Test: Brother Nähmaschine
Die mechanische Freiarm-Nähmaschine eignet sich für ältere Kinder und Nähanfänger.

Die Ausstattung der Brother J14Svm1 ist solide und reicht für gelegentliche Hobbyarbeiten. Mit 750 Stichen pro Minuten ist sie eher gemütlich, was Anfängern jedoch zugute kommt und eine gewisse Sicherheit beim Nähen bietet. Bei diesem Maschinentyp sind Stichlänge und -breite voreingestellt und können nicht angepasst werden. Ein Drehrad ermöglicht die Regulierung der Oberfadenspannung. Auf kleine Features wie ein Zubehörfach oder eine Abdeckhaube hat Brother leider verzichtet. Der mitgelieferte Umfang ist überschaubar, aber für den Anschaffungspreis der Maschine von rund 100 Euro vertretbar.

Megle FHSM-505A

Die Megle FSHM ist ein als Kindernähmaschine deklariertes Produkt aus China. Die Maschine misst 12 x 27,5 x 26 Zentimeter und hat ein ausreichendes Gewicht von 2.700 Gramm. Der Tragegriff ermöglicht einen komfortablen Umgang mit der Nähmaschine. Die Maschine wirkt hochwertig und das Design ist ansprechend reduziert. Die FSHM kann mit Batterien oder dem mitgelieferten Netzteil betrieben werden.

Überrascht waren wir vom sehr umfangreichen Zubehör, dass mit der Maschine mitgeliefert wird. Vier Nähfüße, 16 Garnrollen und dazu passende gefüllte Spulen, Nadeln und Maßband lassen keine Wünsche offen. Ein kleines Schubfach an der rechten Seite der Maschine ist ein nettes Feature. Tatsächlich ist diese Maschine nicht als Nähmaschine für Kinder deklariert und verfügt auch über keinerlei Schutzfunktionen. Dennoch kann sie aufgrund ihres reduzierten Umfangs als Einsteigermaschine eingestuft werden.

 Test: Megle Nähmaschine
Die Megle hat viel Zubehör im Gepäck, konnte aber im Test nicht überzeugen.

Im Test konnte die FSHM schlichtweg nicht überzeugen. Das Einfädeln der Oberfadens ist sehr lästig, die Fadenspannung kaum regulierbar und während des Nähvorgangs ist die Maschine relativ laut. Am meisten hat uns die »automatische Nähfunktion« irritiert: In der Off-Schaltung kann normal über das Pedal genäht werden. Auf Stufe eins und zwei näht sie in relativ flotter Geschwindigkeit eigenständig los. Allein diese Tatsache macht sie für Nähanfänger oder ältere Kinder absolut ungeeignet.

Dabb Kindernähmaschine

Die Dabb ist ebenfalls ein als Kindernähmaschine deklariertes Produkt aus China. Sie richtet sich mit ihrer geringen Größe gezielt an kleine Kinder und wiegt gerade einmal 340 Gramm. Beim Auspacken können lediglich junge Kinder durch das farbenfrohe Design überzeugt werden. Dekorknöpfe, fehlender Unterfaden und eine unfassbare Lautstärke runden den ersten Eindruck dieses Spielzeugs ab. Die Kindernähmaschine ist ein qualitativ schlecht verarbeitetes Spielzeug und sollte keinem kleinen Kind unbeaufsichtigt überlassen werden. Die Altersempfehlung von drei Jahren ist mit Zurückhaltung zu betrachten.

 Test: Dabb Spielzeugmaschine
Die Kindernähmaschine von Dabb ist eine Spielzeugmaschine.

Emerio SEW-121820

Die Emerio SEW-121820 gleicht der ebenfalls getesteten Megle bis auf die letzte Schraube. Unter anderem Namen verpackt und mit deutlich weniger Zubehörteilen ist diese Nähmaschine auch einige Euro günstiger. Nähen kann man auch mit diesem Modell, aber für Kinder ist sie ungeeignet. Selbst mit jahrelanger Näherfahrung verzweifelt man an der Fadenspannung und das Einfädeln ist eine Tortur. Die Nähte sind gut aber der deklarierte zweistufige Fußantrieb läuft ruckelig und alles andere als stufenlos.

 Test: Emerio 2
Emerio ist wie Megle ein No-Name-Produkt aus China mit mangelhaften Sicherheitslücken.

Die Emerio kann per Netzteil oder Batterie betrieben werden, was vielleicht ein kleiner Vorteil ist, da sie dadurch als einfache Reisenähmaschine verwendet werden könnte. Wir können diese Maschine nicht empfehlen.

So haben wir getestet

In unserem Test haben wir versucht, möglichst viele verschiedene Kriterien in die Bewertung einfließen zu lassen. Wir haben sowohl Spielzeug-Nähmaschinen wie auch Nähmaschinen für ältere Kinder mit in den Test genommen. Auch kleine Kinder wünschen sich zu nähen, und es gibt Maschinen, die eigentlich keine »richtigen« Nähmaschinen sind, aber trotzdem einen ersten Eindruck spielerisch vermitteln können. Gewicht, Verarbeitung und Ausstattung waren genau wie die Sicherheitsmerkmale im Hinblick auf die Altersempfehlung wichtige Eckpunkte in unserem Test.

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Kindernähmaschine Test: Wie Wir Testen 2
Bedienbarkeit, Ausstattung und Handling waren Haupttestkriterien.
Kindernähmaschine Test: Dabb Kindernähmaschine
Auch die kleinen Näherinnen durften testen.
Kindernähmaschine Test: Drop And Sew Spulensystem
Einfaches Spulensystem Drop & Sew.

Zwei Mädchen im Alter von drei und sechs Jahren waren schnell motivierte Test-Näherinnen. Dabei ließ sich schön beobachten, wo bei den einzelnen Modellen die Stärken und Schwächen lagen. Aus der eigenen 20-jährigen Schneidererfahrung hat unsere Testerin den Fokus auf die Bedienbarkeit gelegt und darauf, wie einfach oder schwierig die Handhabung der Nähmaschinen ist. Hierzu gehört beispielsweise das Einfädeln von Ober- und Unterfaden und das Knopflochnähen. Auch wichtig war, wo bei der jeweiligen Maschine die Grenzen in der Stoffverarbeitung liegen oder welche Funktionen für Anfänger besonders hilfreich sind.

Die wichtigsten Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Kindernähmaschine und einer normalen Nähmaschine?

Je nachdem, auf welche Altersgruppe die Kindernähmaschine zugeschnitten ist, gibt es einige Unterschiede. Nähmaschinen für Erwachsene sind komplex in der Handhabung, arbeiten mit einer höheren Geschwindigkeit und kommen ohne zusätzliche Schutzfunktionen aus. Außerdem sind normale Nähmaschinen oft umfangreicher ausgestattet. Kindernähmaschinen sind in Gewicht und Größe auf Kinder zugeschnitten, nähen oft langsamer und haben oft einen Fingerschutz.

Für welches Alter sind Kindermähmaschinen geeignet?

Viele Kindernähmaschinen erlauben eine Bedienung von Kindern ab einem Alter von 6 bis 8 Jahren. Einige Modelle eignen sich besser für Kinder ab 14 Jahren. Meistens gibt es eine Altersempfehlung des Herstellers. Nähmaschinen für Kinder unter 6 Jahren sind eher ein Spielzeug, sollten allerdings trotzdem nur im Beisein eines Erwachsenen genutzt werden.

Haben Kindernähmaschinen einen Stromanschluss oder laufen sie mit Batterien?

Es gibt beide Varianten. Kindernähmaschinen der Kategorie Spielzeug laufen meistens mit Batterien. Die Modelle, die mehr können und daher mehr Energie benötigen, haben einen Netzstecker. Es gint auch Modelle, die beides haben und so sehr flexibel einsetzbar sind.

Ab welchem Alter kann man eine Kindernähmaschine bedienen?

Jedes Kind ist anders und daher sollte man genau schauen, ob erst einmal eine Spielzeugmachine ausreicht oder sich vielleicht schon die Anschaffung einer richtigen Kindernähmaschine lohnt. Empfohlen werden Kindernähmaschinen meistens ab sechs Jahren. Einige Modell sind jedoch so umfangreich, dass sie wahrscheinlich besser für noch ältere Kinder geeignet sind.

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 Test: Artboard

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