Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Aufmacher
test
Veröffentlicht: 30.6.2021

Die beste Knoblauchpresse

Wir haben 11 Knoblauchpressen getestet. Die beste ist die von Jsdoin, denn sie erledigt im Handumdrehen, was sie soll. Sie ist supergünstig, klein, handlich und macht aus alltäglichem Knoblauchpressen keine Wissenschaft. Die Knoblauchpresse mit zylinderförmigem Press-Korpus presst zudem am meisten aus unseren drei Knoblauchzehen raus. Und das im Ganzen – also ohne sie vorher schälen zu müssen!

Yvonne Fink
Yvonne Fink ist studierte Wirtschaftsjournalistin und schreibt am liebsten über Lifestyle-Themen, Familie und Kulinarik. Sie hat für Essen & Trinken geschrieben, stand bei Tim Mälzers Kochshow „Schmeckt nicht gibt’s nicht“ hinter der Kamera und leitete selbst ein Restaurant an der Alster. Die fleißige Hobby-Köchin und Mama einer kleinen Tochter testet mit Feuereifer Küchengeräte und alles rund ums Thema Baby.
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Ob nun für Pasta mit Pesto, Currys oder herrliches Knoblauchbrot – Knoblauch darf in fast keinem Gericht fehlen. Die scharfe, leicht schwefelige Würze verleiht Gerichten immer das gewisse Etwas. Wer kennt das nicht: Die Gäste kommen und schwärmen schon im Flur beim Jacke aufhängen begeistert »Ohhh, das riecht aber mal wieder gut hier bei dir«. Dabei hat man einfach nur Knoblauch und Zwiebeln in der Pfanne angebraten. Fast jeder assoziiert mit Knoblauch positive Geschmackserlebnisse, traumhafte Urlaubserinnerungen oder legendäre Grillpartys.

Um an das aromatische Fruchtfleisch zu kommen, gibt es diverse Methoden. Der gängigste Weg, und um den geht es hier, ist das Pressen mit einer Knoblauchpresse. Einfach und schnell kommt so die vorher in widerspenstige Schale verpackte Zehe in das Essen. Gut so, denn jeder, der mal Knoblauch geschält, geschnitten und gehackt hat, weiß: die ätherischen Öle im Knoblauch sind nicht nur gesund, sondern kleben und riechen auch sehr penetrant und unangenehm – und zwar an den Händen, den Brettern und wenn man Pech hat auch noch an anderen Stellen der Küche, wo der Knoblauch beim Schneiden versehentlich hingeflogen ist.

Deshalb sollte es in jedem Haushalt eine Knoblauchpresse geben. Selbst der größte Kochmuffel benötigt eine Knoblauchpresse, sei es nur, um seine Tiefkühlpizza ein bisschen aufzupeppen.

Wir haben 11 Knoblauchpressen mit Preisen zwischen 8 und 36 Euro getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Jsdoin Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: Jsdoin  Knoblauchpresse
Presst kinderleicht und sauber Knoblauch samt Schale und holt das meiste aus den Knoblauchzehen raus.

Die Knoblauchpresse von Jsdoin presst tadellos und sauber Knoblauchzehen auch mit Schale. Sie bestehlt aus Edelstahl und einer Zink-Legierung und macht nicht unbedingt den hochwertigsten Eindruck. Dafür ist sie sehr günstig, liegt super in der Hand, hat eine kompakt Form und hatte im Test das beste Press-Ergebnis.

Auch gut

ISKM Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: ISKM Knoblauchpresse
Unkompliziert in der Handhabe. Baugleich mit dem Testsieger – jedoch mit Minuspunkten.

Die Knoblauchpresse von ISKM ist mit dem Testsieger baugleich. Auch sie liegt gut in der Hand, hat eine gute Ausbeute und ist super zu reinigen. Leider ist sie etwas schwerer als der Testsieger, etwas klappriger in der Handhabe und verkantete sich beim Pressen schnell mal. Für den günstigen Preis ist sie aber eine Top-Alternative zum Testsieger.

Kraftpaket

WMF Profi Plus Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: WMF Profi Plus Knoblauchpresse
Presst quasi widerstandslos Knoblauch samt Schale, hat aber auch ihren Preis.

Die WMF Profi Plus Knoblauchpresse punktet auf den ersten Blick mit ihrer hochwertigen Optik. Beeindruckend ist, dass beim Knoblauchpressen fast kein Widerstand zu spüren ist. Federleicht gleitet der Press-Kegel durch die Zehe. Dafür ist die Ausbeute nicht ganz so groß wie bei anderen Pressen.

Klassiker

WMF Gourmet Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: WMF  Gourmet Knoblauchpresse
Überzeugt mit zeitlosem Design, sehr guter Verarbeitung und solider Ausbeute.

Die WMF Gourmet Knoblauchpresse finden wir von allen Pressen am hübschesten. Die Knoblauchpresse aus einer Kombination aus beschichtetem und glänzendem Edelstahl ist aber nicht nur schön, sondern auch effektiv. Sie presst sehr zuverlässig und sauber Knoblauch samt Schale und hat eine zufriedenstellende Ausbeute.

Leichtgewicht

Zyliss E12150 Susi 3

Knoblauchpresse Test: 71mainygxkl. Ac Sl1500
Die Knoblauchpresse wiegt fast nichts und presst solide. Die Reinigungsbürste ist untauglich.

Die Knoblauchpresse von Zyliss ist aus Aluminium und damit die leichteste aller von uns getesteten Pressen. Wenn man mit Schale pressen will, wird es leider kniffelig. Besser man schält die Zehen vorher, sonst entsteht Knoblauchmatsch und die Schale verstopft die Löcher, aus denen das Knoblauchmus eigentlich raus kommen sollte. Die mitgelieferte Reinigungsbürste ist leider ungeeignet. Trotzdem eine gute und vor allem leichte Knoblauchpresse.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutKraftpaketKlassikerLeichtgewicht
Jsdoin Knoblauchpresse ISKM Knoblauchpresse WMF Profi Plus Knoblauchpresse WMF Gourmet Knoblauchpresse Zyliss E12150 Susi 3 Oliver's Kitchen Premium Knoblauchpresse Rösle Knoblauchpresse Freetoo Knoblauchpresse Gheart Profi Knoblauchpresse Set J.Porkert export-import Knoblauchpresse Moboo Knoblauchpresse Edelstahl rostfrei
Test Knoblauchpresse: Jsdoin  KnoblauchpresseTest Knoblauchpresse: ISKM KnoblauchpresseTest Knoblauchpresse: WMF Profi Plus KnoblauchpresseTest Knoblauchpresse: WMF  Gourmet KnoblauchpresseKnoblauchpresse Test: 71mainygxkl. Ac Sl1500Test Knoblauchpresse: Oliver's Kitchen Premium KnoblauchpresseTest Knoblauchpresse: RÖSLE  KnoblauchpresseTest Knoblauchpresse: FREETOO  KnoblauchpresseTest Knoblauchpresse: GHEART Profi Knoblauchpresse SetKnoblauchpresse Test: Knoblauchpresse ManufactumTest Knoblauchpresse: Moboo Knoblauchpresse Edelstahl rostfrei
Pro
  • Hohe Ausbeute
  • Sehr unkompliziert
  • Leicht zu bedienen
  • Trennt Zehe und Haut perfekt
  • Sehr günstig
  • Baugleich mit Testsieger
  • Liegt gut in der Hand
  • Hohe Ausbeute
  • Gut zu reinigen
  • Liegt geschmeidig in der Hand
  • Hochwertige Optik
  • Quasi kein Widerstand beim Pressen
  • Presst das gesamte Fruchtfleisch raus
  • Liegt gut in der Hand
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Extrem leicht
  • Liegt gut in der Hand
  • Liegt schön geschmeidig in der Hand
  • Hohe Ausbeute
  • Sehr hochwertige Optik
  • Gute Ausbeute
  • Ergonomischer Griff
  • Baugleich mit Oliver's Kitchen
  • Liegt gut in der Hand
  • Kein Schälen notwendig
  • Sieht ganz schick aus
  • Sieht hochwertig aus
  • Hohe Ausbeute
Contra
  • Etwas klapprig in der Hand
  • Presskopf muss ggf. nachjustiert werden
  • Schwerer als Testsieger
  • Verkantet sich schnell
  • Bisschen klapprig
  • Verkantet sich gelegentlich beim Auf- und Zumachen
  • Relativ geringe Ausbeute
  • Etwas schwer
  • Völlig unpraktisches Zubehör
  • Es entsteht Knoblauchmatsch beim Pressen
  • Schwer zu reinigen
  • Muss viel Druck ausüben
  • Spritzt beim Pressen
  • Ganz schön schwer
  • Man muss relativ viel Druck ausüben
  • Zubehör ist untauglich
  • Presst nur nach Schälen der Zehen
  • Sehr geringe Ausbeute
  • Scharfkantig in der Hand
  • Knoblauch muss vorher geschält werden
  • Spritzt alles voll
  • Verkantet sich beim Pressen
  • Zubehör ist überflüssig da untauglich
  • Presst nur nach Schälen der Zehen
  • Knoblauch glitscht weg
Bester Preis
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FarbeSilberSilberSilberSilber und SchwarzMatt Silber und RotSilberSilber und SchwarzSilberSilber und BlauSilberSilber und Schwarz
MaterialZinklegierung, EdelstahlZinklegierungEdelstahlEdelstahlAluminiumEdelstahlEdelstahl und KunststoffZinklegierungZinkEdelstahlEdelstahl
AufhängeöseNeinNeinJaNeinNeinNeinJaNeinNeinJaNein
AuseinanderbaubarNeinNeinNeinNeinJaNeinJaNeinNeinJaNein
ZubehörNeinNeinNeinNeinJaNeinJaNeinJaNeinJa
Ausbeute (drei Zehen)9 Gramm8 Gramm5 Gramm6 Gramm7 Gramm8 Gramm7 Gramm6 Gramm4 Gramm5 Gramm8 Gramm
Presst mit SchaleJaJaJaJaJaJaJaJaNeinNeinNein
SpülmaschinenfestJaJaJaJaJaJaJaJaJaJaJa
KraftaufwandMittelHochLeichtLeichtHochHochLeichtHochHochHochHoch
Abmessung15 x 5 x 4 cm‎18.28 x 10.4 x 2.7 cm10 x 10 x 10 cm20 x 20 x 30 cm24.5 x 12 x 5.7 cm17 x 5.5 x 4 cm18 x 5,7 x 3,1 cm16 x 4.8 x 6.2 cm‎16.8 x 5.4 x 4.6 cm19 x 2,5 x 6 cm11 x 7 x 5 cm
Gewicht142 Gramm164 Gramm337 Gramm308 Gramm136 Gramm227 Gramm421 Gramm233 Gramm227 Gramm337 Gramm135 Gramm

Knoblauch: Pressen oder Schneiden?

Der Einsatz von Knoblauchpressen zum Zerkleinern von Knoblauch wird immer wieder kontrovers diskutiert. Es gibt Spitzenköche, die Knoblauchpressen strikt ablehnen, andere schwören darauf. Wir finden: Es kommt immer aufs Gericht an.

Richtig ist, dass gepresster Knoblauch deutlich geschmacksintensiver sein kann als geschnittener. Denn das mit einer Knoblauchpresse hergestellte Knoblauchmus bietet viel Oberfläche für Sauerstoff. Das ist wie Wein dekantieren oder Käse »atmen lassen«: Sauerstoff aus der Luft setzt chemische Prozesse in Lebensmitteln in Gang, die ihr Aroma verstärken können. Hat man nun einen Knoblauch, der schon etwas länger im Gemüsefach lagert, und presst ihn mit der Knoblauchpresse, kann das ganz schön intensiv werden. Da Knoblauch ätherische Öle enthält, die sogar ranzig werden können, müffelt das schnell mal unangenehm nach faulem Ei. Das will keiner in seiner Tomatensauce haben.

Gepresster Knoblauch kann deutlich intensiver sein als geschnittener

Achtet man beim Knoblauch allerdings darauf, dass er schön frisch ist, nicht keimt, keine grauen Schimmelstellen aufweist oder schon durch die Schale penetrant riecht, dann ist eine Knoblauchpresse eine super Möglichkeit das Maximum an Aroma aus dem Knoblauch rauszuholen. Wir raten daher dazu, immer frischen oder sogar jungen Knoblauch zum Kochen zu benutzen.

Knoblauchpresse Test: Knoblauch
Sorgt weltweit für Würze: Knoblauch.

Hat man mal nur eine etwas rüstige Zehe, dann hier ein Tipp: einfach längs halbieren und den dicken Strunk in der Mitte der Zehe herauspulen. Das geht mit der Spitze eines Küchenmessers problemlos. In diesem Strunk sitzt nämlich die Quelle des intensiven Aromas. Dieser Tipp ist übrigens auch für alle, die Knoblauch nicht gut vertragen hilfreich.

Küchen-Hacks zum Knoblauchschälen

Aber: Warum braucht man überhaupt eine Knoblauchpresse? Es gib ja auch andere Methoden die tolle Knolle aus ihrer Hülle zu befreien und klein zu manschen oder schneiden. Googelt man »Knoblauch pressen« findet man ja allerhand cleverer Küchen-Hacks, mit denen es angeblich super flott klappen soll. Wir haben auch das mal schnell getestet.

Glas-Methode

Für diese Methode benötigt man ein Glas mit Deckel (z. B. leeres, sauberes Marmeladenglas), eine Knoblauchknolle und ein Messer.

Knoblauchpresse Test: Glas Methode
Knoblauch schälen, leicht gemacht: Einfach die Enden abschneiden, ins Glas werfen und kräftig schütteln.

So geht’s: Die Zehen von der Knolle trennen, die Enden der Zehen mit dem Messer abschneiden und in das Glas werfen. Deckel drauf und jetzt kräftig schütteln. Und siehe da: geschälter Knoblauch. So bearbeitet kann man Knoblauchzehen gut weiterverarbeiten. Z. B. in hauchdünne Scheiben schneiden (Antipasti), einwecken oder pressen. Ja, pressen. Denn leider schaffen es einige Pressen, auch einige von unseren Testlingen, nicht, die Schale vom Fruchtfleisch zu trennen.

Salz-Methode

Wie kann man Knoblauch noch schön sämig in eine Press-Konsistenz bekommen OHNE zu pressen? Z. B. mit der Salzmethode. Hier benötigt man einen Teelöffel Salz (gerne grobes Meersalz), ein Küchenbrett (am bestes eines, das man sehr gut reinigen kann), ein großes, schweres Küchenmesser und geschälte Knoblauchzehen.

Knoblauchpresse Test: Salz Methode
Mit grobem Meersalz lässt sich eine Knoblauchpaste herstellen.

So geht’s: Knoblauchzehen zusammen mit dem Salz auf das Brett häufen. Nun mit dem Messer alles miteinander Hacken. Wenn alles klitzeklein gehackt ist damit beginnen mit dem Messer flach über die Salz-Knoblauch-Masse zu streichen. Dabei ordentlich Druck ausüben. So funktionieren die Salzkristalle wie eine Art Schmirgelpapier und der Knoblauch wird immer feiner gerieben. Am Schluss bleibt eine schöne, salzige Knoblauchpaste übrig, die man großartig weiterverarbeiten kann. Vorteil dieser Methode: man hat das Salz gleich mit dabei. Nachteil: man hat das Salz gleich mit dabei. Denn das will man ja nicht immer.

Schlag-Methode

Hier braucht man eine Knoblauchzehe mit Schale, einen festen, schweren Gegenstand (flache Messerseite, Mörser, Teller, Holzbrett o.ä.) und ein rutschfestes Brett.

Knoblauchpresse Test: Schlag Methode
Die wohl gängigste Methode: Einfach mit dem Messer kräftig draufhauen.

So geht’s: Die Knoblauchzehe auf das Brett legen und mit dem festen, schweren Gegenstand einmal kräftig draufhauen. Die Zehe platzt auf und kann so leicht von der Haut befreit und weiterverarbeitet werden.

Mörser-Methode

Für diese Methode benötigt man (offensichtlich) einen Mörser mit Stößel (wer keinen hat: gibt’s meist am günstigsten im Asia-Shop), Knoblauchzehen mit Schale oder ohne Schale und einen starken Arm!

Knoblauchpresse Test: Mörser Methode
Im Mörser kann man auch gut die Schale entfernen.

So geht’s: Knoblauch mit oder ohne Schale in den Mörser werfen und erst vorsichtig, dann immer kräftiger klopfen. Am effektivsten ist es, wenn man zu Beginn mit ein paar kurzen, kräftigen Schlägen die Schale löst. Die kann man dann leicht abstreifen. Danach die Knoblauchzehen wieder zurück in den Mörser geben. Entweder so lange mörsern, bis der Knoblauch die gewünschte Konsistenz hat, oder gleich z. B. mit Salz, Basilikum, Pinienkernen und Olivenöl ein Pesto herstellen. Natürlich geht das alles auch in einer elektrischen Küchenmaschine.

Wenn es all diese Methoden gibt, und damit sind wir wieder bei der Ausgangsfrage, warum dann eine Knoblauchpresse?

Nun, im alltäglichen Gebrauch ist eine Knoblauchpresse schlicht und einfach praktisch. Für das Kochen für die Familie, für das Zubereiten von Grill-Marinaden, Dressings, Tsatsiki, Knoblauchbutter usw. geht es mit der Knoblauchpresse einfach am schnellsten. Die Mörser-Methode und auch die Salz-Methode ist dann doch eher was für die Genuss-Kocher. Also jene, die schon Samstagmorgen die Jus für Sonntagabend ansetzen. Die es lieben das anzuwenden, was sie ggf. von Profis in Kochsendungen oder Kochkursen gelernt haben. Das macht Spaß – aber wirklich praktisch sind all diese Methoden nicht.

Die Küchen-Hacks sind nicht unbedingt praktisch

Sie verschmutzen mehrere Küchengegenstände, die dann auch wieder abgewaschen werden müssen. Schnell fliegen Knoblauchschalen, Salz und Co. auch mal durch die Gegend, landen auf dem Küchenboden. Dafür hat man im Alltag keine Nerven und auch keine Zeit. Deshalb: Knoblauchpresse!

Arten von Knoblauchpressen

Beim Pressen werden die ätherischen Öle des Knoblauchs besonders effektiv aus der Zehe befördert. Es gibt unterschiedliche Pressen. Und zwar Modelle mit eckigen und runden Press-Körpern und sogenannte Wiege-Pressen. Einige Knoblauchpressen kommen ohne Zubehör aus, einige nicht. Einige schaffen es, Knoblauchzehen mit samt der Schale zu pressen. Wenn nicht, muss vorher per Hand oder mit einer der Methoden, die wir vorgestellt haben, geschält werden. Damit gehen allerdings die entscheidenden Vorteile von Knoblauchpressen flöten, nämlich dass es schneller geht und weniger Küchengegenstände Knoblauch-kontaminiert werden.

Es gibt Pressen, die mit Zubehör, wie z. B. Reinigungsequipment oder Silikonschäler kommen oder die man teilweise auseinanderbauen kann. Es gibt außerdem Knoblauchpressen mit einem schwenkbaren Press-Kegel und Modelle mit einem statischen Press-Kegel. Einige kommen auch mit einer praktischen Vorrichtung zum Aufhängen.

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Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto

Modelle mit Press-Korpus

Das sind die Pressen, wie man sie meist noch aus der Kindheit kennt. Mittels zwei ineinandergreifender Segmente und ordentlich Druck werden Knoblauchzehen einfach nach dem Nussknacker-Prinzip ausgepresst. Pressen mit rundem Press-Korpus haben oft einen schwenkbaren Press-Kegel. Das erleichtert in vielen Fällen die Reinigung. Aber auch Knoblauchpressen mit einem statischen Press-Kegel lassen sich gut reinigen. Denn die lassen sich oft besonders weit aufklappen. Oft weiter als 180 Grad. So gibt es keinen spezifischen Vor- oder -Nachteil der jeweiligen Form oder Handhabung.

Modelle mit Press-Korpus sind die Klassiker

Beim Testen ist uns allerdings aufgefallen, das Knoblauchpressen mit schwenkbarem Press-Kegel schneller mal verkanten. Gestört hat das jedoch nicht sonderlich. Knoblauchpressen mit quadratischem Press-Korpus haben oft eine größere Press-Fläche. Ein Vorteil wenn es um die Menge Knoblauch, die am Ende raus kommt geht, möchte man meinen. Aber das stimmt nicht. Die Menge gespressten Knoblauchmuses hat die größere, quadratische Fläche in unserem Test nicht beeinflusst. Allerdings muss bei diesen Knoblauchpressen in der Summe weniger Kraft bzw. Druck angewandt werden. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Größe und die Form keinen großen Einfluss auf die Qualität einer Knoblauchpresse haben.

Wiege-Pressen

Wiege-Pressen kann man nur benutzen, wenn der Knoblauch vorher geschält wird. Ungeschälter Knoblauch fliegt einfach weg oder wird kaputtgedrückt. Sie ähneln optisch einem Wiege-Messer, wie man es vom Kräuterschneiden oder Pizza-Zerteilen kennt.

Wiege-Pressen funktionieren, indem man den geschälten Knoblauch auf eine feste Unterlage legt, die Presse über dem Knoblauch platziert und mit festem, entschlossenen Druck von oben die Wiege-Presse hin und her wippt. Der Knoblauchmus tritt dann relativ zügig auf der Innenseite des konvexen Metall-Siebs aus. Der Mus muss man händisch z. B. mit einem Löffel ausschaben.

Wiege-Pressen haben wir nur in Edelstahl-Qualität gefunden. Manchmal, wie bei uns, mit Kunststoffgriff, manchmal mit einem Edelstahlgriff. Aus unserer Sicht haben Wiege-Pressen gegenüber Modellen mit Press-Korpus keinerlei Vorteile.

Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse

Testsieger: Jsdoin Knoblauchpresse

Die Knoblauchpresse von Jsdoin presst kinderleicht und sauber Knoblauch – und zwar samt Schale. Sie ist günstig, handlich, kompakt und holte im Test mit Abstand das meiste aus unseren Knoblauchzehen heraus.

Die Knoblauchpresse von Jsdoin macht auf den ersten Blick einen etwas klapprigen Eindruck. Das Material wirkt irgendwie »billiger« als z. B. bei WMF. Das kommt sicher daher, dass auch Zink verarbeitet wurde und die Knoblauchpresse nicht zu 100 Prozent aus Edelstahl besteht. Optisch hat sie was von Omas Nussknacker. Den ersten Eindruck korrigiert sie aber mit ihrer guten Performance: Sie liegt super in der Hand, der Griff ist optimal geschwungen, sodass man wirklich nicht viel Druck ausüben muss beim Pressen.

Testsieger

Jsdoin Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: Jsdoin  Knoblauchpresse
Presst kinderleicht und sauber Knoblauch samt Schale und holt das meiste aus den Knoblauchzehen raus.

Der zylindrische Press-Korpus hat Platz für ein bis zwei Knoblauchzehen. Den schwenkbaren Press-Kegel muss man beim Pressen gelegentlich händisch nachjustieren. Will sagen: der Press-Kegel schwingt nicht selbstständig in die gewünschte Position. Das Nachjustieren geht aber leicht, und stört den Vorgang überhaupt nicht.

Zu unserem Testsieger machen die Knoblauchpresse von Jsdoin vor allem zwei Kriterien: Das ist zum einen der Preis. Sie ist die günstigste unseres gesamten Test-Sortiments. Nur die baugleiche ISKM kostet ungefähr gleich viel bzw. wenig. Außerdem – und das war uns beim Testen am wichtigsten – presst sie völlig mühelos neun Gramm Knoblauchfleisch aus unseren drei Zehen Knoblauch. Die Schale der Knoblauchzehen ignoriert sie dabei gekonnt. Zehe rein, pressen, Presse wieder aufmachen: Maximale Knoblauchausbeute und blitzsauber getrennte Knoblauchschale, die man einfach nur noch flott vom schwenkbaren Press-Kegel zupfen muss. Begeisterung!

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Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse
Kommt mit schwingbarem Press-Kegel.
Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse
Einfach, schlicht und praktisch.
Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse
Besser geht's nicht: 9 Gramm Knoblauch und vollständig getrennte Schale.

Nach der Verwendung schnell unter fließendem, warmen Wasser abspülen, mit dem Fingernagel ggf. noch etwas Knoblauch aus den Löchern schaben (das muss man leider bei allen Pressen tun) und schon kann die Presse wieder in der Besteck- oder »Krams«-Schublade verstaut werden. Denn: Klein genug ist sie.

Natürlich kann man die Knoblauchpresse von Jsdoin, genau wie alle anderen Test-Teilnehmer, in der Geschirrspülmaschine reinigen. Davon raten wir allerdings ab. Denn der Knoblauch verfängt sich oft hartnäckig in den Löchern des Press-Korpus. Diese Reste des Fruchtfleisches muss man vor dem Reinigen in der Geschirrspülmaschine also eh mit der Hand, am besten unter warmem, fließendem Wasser, entfernen. Sonst trocknen die Knoblauchreste hartnäckig in die Presse ein. Und wenn man die Presse eh schon mal unterm fließenden Wasser hat, kann man sie auch eben schnell ganz reinigen. Denn: viel mehr als abspülen und kleine Reste entfernen muss man ja eh nicht. Zudem hat nicht jeder eine supermoderne Geschirrspülmaschine, was die Gefahr birgt, dass der dominante Knoblauchgeruch sich ggf. auf Silikon- oder Kunststoffgegenstände legt. Z. B. Sauger für Babyflaschen oder Kunststoffgefäße für die Aufbewahrung von Lebensmitteln. Das will keiner.

Jsdoin Knoblauchpresse im Testspiegel

Bisher hat noch kein weiteres, seriöses Testportal unseren Favoriten getestet. Sobald neue Tests dazu erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Unser Testsieger ist für uns die beste Knoblauchpresse für den alltäglichen Gebrauch. Hobby-Köche, die hochwertige Materialien und/oder ein besonders schönes Design bevorzugen, werden aber möglicherweise mit unseren weiteren Empfehlungen glücklicher.

Auch gut: ISKM Knoblauchpresse

Die ISKM ist unkompliziert und simpel in der Handhabung. Außerdem ist das Modell weitgehend baugleich mit dem Testsieger – jedoch mit einigen Minuspunkten.

Auch gut

ISKM Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: ISKM Knoblauchpresse
Unkompliziert in der Handhabe. Baugleich mit dem Testsieger – jedoch mit Minuspunkten.

Die sieht genauso aus wie die Jsdoin und überzeugt auch in fast allen Kriterien genauso wie der Testsieger. Warum nicht sie, sondern die Jsdoin Testseiger geworden ist: Erstens ist die Knoblauchpresse von ISKM vollständig aus Zink hergestellt, was dazu führt, dass sie mit 164 Gramm etwas schwerer ist als der Testsieger (142 Gramm) und auch noch etwas billiger aussieht.

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Knoblauchpresse Test: Iskm Knoblauchpresse
Baugleich mit dem Testsieger.
Knoblauchpresse Test: Iskm Knoblauchpresse
Hat einige Makel.
Knoblauchpresse Test: Iskm Knoblauchpresse
Presst aber auch super!

Zweitens: Beim Pressen der Knoblauchzehen haben sich Press-Kegel und Press-Korpus immer wieder kurz verkantet. Das ist nicht weiter schlimm, jedoch ist das bei der Jsdoin nicht passiert. Drittens: Sie presst aus unseren drei Knoblauchzehen »nur« acht Gramm Fruchtfleisch. Das kann sich zwar wirklich sehen lassen, doch die Jsdoin brilliert in dieser Kategorie mit stolzen neun Gramm.

Preislich liegt die ISKM mit dem Testsieger Kopf an Kopf. Unterm Strich: Die ISKM ist fast genauso gut wie die Jsdoin. Aber eben nur fast. Deshalb würden wir nur zum Kauf raten, wenn der Testsieger mal ausverkauft sein sollte und man sofort eine Top-Knoblauchpresse benötigt.

Kraftpaket: WMF Profi Plus

Die WMF Profi Plus presst widerstandslos Knoblauch samt Schale, hat aber auch ihren Preis. Sie ist besonders geeignet für Knoblauch-Liebhaber, die nicht so viel Kraft in den Händen haben. Gerade weil sie mit ihren stolzen 337 Gramm zu den schweren Knoblauchpressen gehört, presst die WMF Profi Plus wirklich völlig mühelos Knoblauchzehen samt Schale. Sie ist so konstruiert, dass so gut wie überhaupt kein Widerstand beim Pressen zu spüren ist. Das fanden wir so unglaublich, dass wir den Test wiederholt haben. Aber auch beim zweiten Mal: federleichtes Pressen. Deshalb ist sie für uns eine absolute Empfehlung.

Kraftpaket

WMF Profi Plus Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: WMF Profi Plus Knoblauchpresse
Presst quasi widerstandslos Knoblauch samt Schale, hat aber auch ihren Preis.

Denn auch, wenn die Ausbeute mit fünf Gramm bei drei Zehen Knoblauch im Vergleich eher gering ist, überzeugt der minimale Kraftaufwand der WMF Profi Plus. Darüber hinaus ist die Knoblauchpresse geradezu handschmeichelnd geformt und besteht aus hochwertigem Edelstahl. Beim Pressen kneift es nirgends, nichts ist unangenehm scharfkantig.

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Knoblauchpresse Test: Wmf Profi Plus Knoblauchpresse
Sehr elegante Optik.
Knoblauchpresse Test: Wmf Profi Plus Knoblauchpresse
Hochwertiger Edelstahl.
Knoblauchpresse Test: Wmf Profi Plus Knoblauchpresse
Die Ausbeute könnte allerdings höher sein.

Kinderleicht ist auch die Reinigung. An dem glatten Edelstahl bleibt so gut wie kein Knoblauchfruchtfleisch kleben. Man kann die Knoblauchpresse nach Gebrauch einfach und schnell unter fließendem Wasser reinigen.

Ein kleiner Minuspunkt ist der Preis: Die WMF-Presse kostet mehr als dreimal so viel wie unser Testsieger. Aber angesichts der hohen Fertigungsqualität und der guten Funktionalität dieser Knoblauchpresse ist der Preis durchaus angemessen. Und da die WMF Profi Plus wahrscheinlich ewig hält und einen guten Job macht, empfehlen wir die Anschaffung dennoch. Gerade für alle mit nicht so viel Power in den Händen.

Klassiker: WMF Gourmet

Die WMF Gourmet überzeugt mit zeitlosem Design, sehr guter Verarbeitung und solider Ausbeute. Sie sieht von allen Knoblauchpressen am edelsten aus. Gebürsteter, beschichteter Edelstahl, dunkel abgesetzte Press-Einheit, hochglänzende Griffe – das ist wirklich hübsch anzuschauen.

Klassiker

WMF Gourmet Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: WMF  Gourmet Knoblauchpresse
Überzeugt mit zeitlosem Design, sehr guter Verarbeitung und solider Ausbeute.

Aber auch die Pressleistung kann sich sehen lassen. Im Test presst sie unsere drei Test-Zehen mühelos nacheinander weg. Kein Entfernen von Knoblauchschale oder andere Reinigungs- oder Nachjustierungsmaßnahmen war erforderlich. So macht Knoblauchpressen richtig Spaß. Wenn man dabei auch noch so wenig Kraft aufwenden muss, wie bei der WMF Gourmet Knoblauchpresse und am Ende volle sechs Gramm gepressten Knoblauch rauskriegt, bleiben nicht mehr viele Wünsche offen.

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Knoblauchpresse Test: Wmf Gourmet Knoblauchpresse
Klassisches Design.
Knoblauchpresse Test: Wmf Gourmet Knoblauchpresse
Hohe Funktionalität.
Knoblauchpresse Test: Wmf Gourmet Knoblauchpresse
Sauberes Pressergebnis.

Auch spritzt kein klebriger Knoblauchsaft in der Küche herum. Die Reinigung geht wie bei fast allen Pressen in der Geschirrspülmaschine, aber wir raten wie bei allen Knoblauchpressen zur Reinigung unter fließendem Wasser. Bei der WMF Gourmet gelingt auch das ohne großen Aufwand und die Presse kann wieder an ihren Aufbewahrungsort zurückgelegt werden.

Leider kommt die Knoblauchpresse ohne praktische Aufhänge-Öse. Da hat ihr die Markenverwandte WMF Profi Plus Knoblauchpresse etwas voraus. Unser Urteil: eine sehr hübsche Knoblauchpresse, die in der Handhabung und Praxis, wie eine Luxusvariante des Testsiegers daherkommt.

Leichtgewicht: Zyliss E12150 Susi 3

Leichter ist keine – die Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3 schlägt mit ihren 136 Gramm sogar den Testsieger in der Kategorie Gewicht. Das liegt daran, dass sie zu einhundert Prozent aus gebürstetem Aluminium besteht. Sie liegt zudem supergeschmeidig in der Hand. Auch bei der Ausbeute von sieben Gramm bei drei Knoblauchzehen samt Schale kann man nicht meckern.

Leichtgewicht

Zyliss E12150 Susi 3

Knoblauchpresse Test: 71mainygxkl. Ac Sl1500
Die Knoblauchpresse wiegt fast nichts und presst solide. Die Reinigungsbürste ist untauglich.

Leider bleibt ziemlich viel Fruchtfleisch im Press-Korpus hängen. Um daran zu kommen, müsste man die Schale samt darin enthaltenem Fruchtfleisch aus der Knoblauchpresse pulen und dann wiederum versuchen die Schale vom Knoblauch-Matsch zu trennen. Das ist unserer Meinung nach nicht der Sinn einer Knoblauchpresse.

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Knoblauchpresse Test: Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3
Super leicht.
Knoblauchpresse Test: Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3
Mit Reinigungs-Zubehör.
Knoblauchpresse Test: Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3
Presst leider unsauber.

Also muss man damit leben, dass diese Knoblauchpresse zwar superleicht ist, aber leider auch etwas mehr Schmutz macht. Wer nun denkt, dass die mitgelieferte Reinigungsbürste diesen Makel aufwiegt, der täuscht sich. Die rote Kunststoffbürste ist clever in die Knoblauchpresse eingebaut. Mit nur einem kleinen Drücker hat man sie in der Hand. Aber: Sie hilft absolut nicht bei der Reinigung der Zyliss. Im Gegenteil.

Wendet man das Bürstchen an, wie vom Hersteller vorgeschlagen, hat man am Ende nicht nur eine immer noch völlig verklebte Knoblauchpresse, sondern zusätzlich eine ebenso verklebte Reinigungsbürste. Wenn man das weiß und die Reinigungsbürste gar nicht erst verwendet, freut man sich über eine sehr komfortable Knoblauchpresse, die super leicht ist.

Außerdem getestet

Oliver's Kitchen Premium Knoblauchpresse

Die Oliver’s Kitchen Premium Knoblauchpresse kommt aus dem Hause Jamie Oliver, was bei Hobbyköchen ja erstmal Vertrauen aufbaut. Zurecht, wie sich hier zeigt. Denn die Knoblauchpresse liegt gut in der Hand, ist aber ein wenig scharfkantiger und unbequemer als andere. Das Pressen des Knoblauchs gelingt gut, die Schale bleibt im Press-Körper zurück und die Reinigung geht locker von der Hand. Man muss zwar mit dem Fingernagel etwas nachhelfen, aber das war ja, wie schon erwähnt, bei allen Knoblauchpressen der Fall.

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Knoblauchpresse Test: Olivers Kitchen
Knoblauchpresse Test: Olivers Kitchen
Knoblauchpresse Test: Olivers Kitchen Test

Mit acht Gramm ist auch die Ausbeute wirklich sehr gut. Allerdings muss man mit Schmackes pressen und ggf. schon mal beide Hände an die Hebel legen. Das ist schade und schmälert den Strauß an eventuell verfrüht verliehenen Vorschusslorbeeren. Fazit: Eine robuste, gute, empfehlenswerte Knoblauchpresse mit großem Namen, die nicht ganz das hält, was der Name verspricht.

Freetoo Knoblauchpresse

Weitgehend baugleich mit der Knoblauchpresse von Oliver’s Kitchen ist die Freetoo Knoblauchpresse. Der Unterschied liegt erst mal im Gewicht. Sie ist mit 233 Gramm minimal schwerer (Vergleich: 227 Gramm). Auch presst sie mit sechs Gramm ganze zwei Gramm weniger als das Vergleichsmodell. Wir vermuten, dass das an der Materialzusammensetzung liegt. Denn in der FREETOO ist Zink verarbeitet, während die von Oliver’s Kitchen aus Edelstahl besteht.

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Knoblauchpresse Test: Freetoo
Knoblauchpresse Test: Freetoo
Knoblauchpresse Test: Freeto Test

Auch bei dieser Knoblauchpresse muss ordentlich Kraft aufgewendet werden, um auf das Press-Ergebnis zu kommen. Sogar noch mehr als bei dem Vergleichsmodell. Das ist an sich kein Problem, wenn man mal eben eine oder zwei Zehen pressen will. Beim Pressen von vielen Knoblauchzehen könnte die Hand aber anfangen zu krampfen oder das Handgelenk überlastet werden.

Ein Vorteil ist hier jedoch der Preis. Sie ist ein paar Euro günstiger als die Knoblauchpresse mit dem vielversprechenden Namen. Unser Testresultat: eine strapazierfähige Knoblauchpresse, die ihre Arbeit gut und günstig, aber nicht von allein macht.

Rösle Knoblauchpresse

Sie sieht super aus! Da ist uns die Entscheidung nicht leicht gefallen, ob wir die WMF oder die Rösle am schönsten finden. Denn auch die Rösle kann mit klassischem Design und sehr hochwertigen Materialien glänzen. Sie kommt mit einem ergonomisch geformten Griff und punktet beim Pressen mit ganzen sieben Gramm Ausbeute. Super! Aber leider spritzt sie beim Pressen. Und zwar nicht zu knapp. Sie schafft zwar Schale und Zehe voneinander zu trennen aber dabei schießt Knoblauchsaft und Knoblauchpüree wild in der Küche umher.

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Knoblauchpresse Test: Rösle
Knoblauchpresse Test: Rösle
Knoblauchpresse Test: Rösle Test

Gut finden wir die Aufhänge-Öse, denn es ist praktisch, wenn Küchenutensilien aufgehängt werden können. Schließlich muss man so mit eventuell vom Kochen schmutzig gewordenen Händen nicht Schubladengriffe oder Schrankknäufe anfassen und sich selbst im Nachgang hinterherputzen. Zusätzlich kommt die Knoblauchpresse mit einem Verschlussmechanismus aus Kunststoff. Überflüssig in unseren Augen.

Einen Minuspunkt gab es für das Gewicht. Mit 421 Gramm liegt die Knoblauchpresse eher wie ein Hammer in der Hand. Ein Hammer ist auch der Preis, was ebenfalls einen Minuspunkt gibt. Dafür ist der Kraftaufwand für das Pressen an sich gering. In der Summe: eine beachtliche Knoblauchpresse mit ebenso beachtlichem Preis mit sehr ansehnlicher Optik, die beim Thema Gewicht und Preis Abzüge bekommt.

Gheart Profi Knoblauchpresse Set

Mit den blauen Kunststoff-Details an den Griff-Flanken und der Retro-Nussknacker-Optik ist die Gheart Profi Knoblauchpresse hübsch anzuschauen und einfach mal was anderes. Auch von der Funktionalität macht sie erst mal den Eindruck, als könnte sie den Testsieger locker schlagen. Aber: weit gefehlt. Die Presse presst Knoblauch nämlich nur geschält. Das ist ein dicker Minuspunkt. Da der Hersteller diese Information aber nicht für sich behält, sondern – ganz im Gegenteil – sogar eine Lösung in Form eines Silikon-Knoblauchhaut-Entferners mitschickt, geben wir dem Ganzen eine Chance.

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Knoblauchpresse Test: Gheart
Knoblauchpresse Test: Gheart
Knoblauchpresse Test: Gheart Test

Leider zu Unrecht. Legt man die Knoblauchzehen, wie vorgeschrieben, in das Silikon-Teil (das so aussieht, als wäre es aus einem Fahrradschlauch gefertigt) und rollt und presst – ebenfalls wie vorgeschrieben – passiert nicht viel. Die Knoblauchzehen zerbrechen regelrecht. Also schälen wir die Knoblauchzehen schnell mit der Hand bzw. mit dem Glas (siehe Glas-Methode). Aber auch mit gepressten Knoblauchzehen ist die Gheart wirklich schwach auf der Brust. Vier Gramm stellen uns nicht zufrieden. Darüber hinaus hat der ganze Prozess viel zu lange gedauert, mehrere Arbeitsschritte waren nötig und diverse Utensilien wurden mit Knoblauch verunreinigt. Das Pressen an sich ist auch mit viel Kraftaufwand verbunden. Leider können wir diese Presse nicht empfehlen.

J.Porkert export-import Knoblauchpresse

Diese Knoblauchpresse ist unser Negativ-Sieger. Denn von ihr hatten wir uns am meisten versprochen. Die J.Porkert Knoblauchpresse ist über Manufactum zu erwerben und das ist meist ein Zeichen für hohe Qualität. Aber zurück zur Realität. Die Knoblauchpresse sieht aus wie ein Hochleistungs-Tacker und lässt auch eine vergleichbare Power vermuten. Hoffnungsvoll legten wir unsere Knoblauchzehen hinein und pressten. Pressten stärker. Und stärker. Bis eine Masse aus Schale und Knoblauch-Mus oben aus der Presse quoll, unten, dem eigentlichen Ort des Geschehens aber nur heiße Luft und Knoblauchsaft-Tröpfchen.

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Knoblauchpresse Test: Manufactum
Knoblauchpresse Test: Manufactum
Knoblauchpresse Test: Manufactum Test

Den Test wiederholten wir ungläubig. Nun mit geschältem Knoblauch, obwohl der Hersteller damit wirbt, dass die Knoblauchpresse Knoblauch mit Schale pressen kann. Und wieder: Der Knoblauch-Mus, nun ohne Schale, quillt oben aus der Presse. Zudem verkanten sich nun Ober- und Unterteil miteinander. Klar durchgefallen. Vier Gramm haben wir aus der Masse rausbekommen, aber so soll das ja nun nicht laufen.

Darüber hinaus ist sie mit 337 Gramm auch echt ein Brocken. Preislich liegt sie im oberen Bereich. Zudem hat sie scharfe Kanten am Griff, die sich unangenehm in die Haut schneiden. Fazit: Diese Knoblauchpresse kann außer super aussehen, viel kosten, alles mit Knoblauchsaft vollspritzen und ziemlich enttäuschen nichts. Bloß nicht kaufen!

Moboo Knoblauchpresse Edelstahl rostfrei

Auch die Moboo-Knoblauchpresse aus hochwertigem Edelstahl und mit Kunststoffgriff können wir nicht empfehlen. Denn auch sie kann Knoblauch nur geschält zerkleinern. Ein Arbeitsschritt, den wir uns gerne sparen möchten. Es gilt ja: so wenig Knoblauch-Kontakt wie möglich. Aber auch dieser Hersteller verheimlicht diesen Makel nicht und schickt ein vergleichbares Silikon-Teil mit, wie es auch bei der Gheart mitgeliefert wird. Das Zubehör ist aber überflüssig, da auch hier die Zehen einfach kaputt gehen, anstatt ihre Schale zu verlieren.

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Knoblauchpresse Test: Yoboo
Knoblauchpresse Test: Yoboo
Knoblauchpresse Test: Moboo Test
Knoblauchpresse Test: Moboo Test

Probiert man es mit sanfteren Methoden als vom Hersteller empfohlen, also mit behutsamen massieren in dem Silikon-Zubehör, rutschen die Zehen einfach weg. Hat man den Knoblauch erst einmal geschält und setzt die Presse darüber und wiegt die Presse hin und her, ist das Ergebnis ganz okay. Die Ausbeute kann sich mit acht Gramm wirklich sehen lassen. Trotzdem würden wir vom Kauf abraten. Denn der Knoblauch glitscht schnell unter der Presse weg und man verschmutzt ein Brett. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Diese Art von Knoblauchpresse ist einfach unnötig.

So haben wir getestet

Wichtig sind bei der Knoblauchpressen folgende Kriterien, die wir beim Test in unserer Wertung berücksichtigt haben: Presst die Knoblauchpresse die Zehe auch ungeschält? Spritzt beim Pressen Knoblauchsaft in der Küche herum? Wie viele Zehen kann man hintereinander weg pressen, bevor man die ausgepresste Haut entfernen muss? Kann man die Presse gut auseinanderbauen? Wie viel Ausbeute erzielt die Knoblaucpresse? Lässt sich die Presse gut und flott reinigen?

Natürlich haben wir auch die Optik, die Haptik und die Anwendbarkeit bewertet: Wie sieht die Knoblauchpresse aus? Wie liegt sie in der Hand? Wie viel Druck muss ausgeübt werden etc.

Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto
Die Pressen aus dem Test 06/2021.

Um die Knoblauchpressen im Test gut vergleichen zu können, haben wir alle Modelle mit je drei Knoblauchzehen mit identischem Gesamtgewicht samt Schale nacheinander befüllt und sie inklusive Schale ausgepresst bzw. haben das versucht. Einige Pressen schaffen es nämlich nicht, Knoblauchzehen mit Schale auszupressen. Bei diesen Knoblauchpressen haben wir die Zehen dann geschält. Bei zwei Knoblauchpressen, bei denen das Schälen erforderlich war, wurde das auch so vom Hersteller angegeben und zusätzlich ein Knoblauchhaut-Entferner mitgeliefert.

Nur eine der Pressen wurde als »Mit-Schale-Presse« ausgewiesen, stellte sich am Ende diesbezüglich aber als Enttäuschung heraus – für uns ein dicker Minuspunkt in der Bewertung. Sonst benötigten wir für den Test nichts außer Auffangschalen für den gepressten Knoblauch, eine große Menge Knoblauch, eine gut funktionierende Küchenwaage – und eine wirklich robuste Nase!

Die wichtigsten Fragen

Auf was sollte man beim Kauf einer Knoblauchpresse achten?

Wichtig ist, dass sie Knoblauczehen auch mit Schale presst – sonst ist der Nutzen einer Knoblauchpresse quasi hinfällig. Sie sollte zudem gut in der Hand liegen und beim Öffnen und Schließen nicht verkanten.

Ist eine teure Knoblauchpresse auch eine gute Knoblauchpresse?

Nicht unbedingt, so ist unser Testsieger auch der Preissieger. Der Preis ist aber dennoch ein Indikator für gute Qualität. Vor allem wenn man auf große, bekannte Traditions-Häuser setzt. Da kann man eigentlich nichts falsch machen.

Muss eine Knoblauchpresse aus Edelstahl sein? Oder geht auch ein anderes Material?

Edelstahl ist sicher die langlebigste Material-Wahl. Aber auch Knoblauchpressen mit Zink-Anteil oder aus Aluminium können gute Ergebnisse erzielen.

Sollte man Knoblauch besser pressen oder schneiden?

Es kommt drauf an. Knoblauch aus einer Knoblauchpresse kann deutlich intensiver schmecken als geschnittener Knoblauch, vor allem, wenn man lange gelagerte Knoblauchzehen verwendet. Das ist nicht bei jedem Gericht gewünscht. Dann sollte man Knoblauch lieber schneiden oder hacken.

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