Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Aufmacher
test
Letzte Aktualisierung:

Die beste Knoblauchpresse

Wir haben 21 Knoblauchpressen getestet. Die beste ist die von Jsdoin, denn sie erledigt im Handumdrehen, was sie soll. Sie ist supergünstig, klein, handlich und macht aus alltäglichem Knoblauchpressen keine Wissenschaft. Die Knoblauchpresse mit zylinderförmigem Press-Korpus presst zudem am meisten aus unseren drei Knoblauchzehen raus. Und das im Ganzen – also ohne sie vorher schälen zu müssen!

Yvonne Fink
Yvonne Fink
Yvonne Fink ist studierte Wirtschaftsjournalistin und schreibt am liebsten über Lifestyle-Themen, Familie, Beauty und Kulinarik. Sie hat für Essen & Trinken geschrieben, stand bei Tim Mälzers Kochshow „Schmeckt nicht gibt’s nicht“ hinter der Kamera und leitete selbst ein Restaurant an der Alster. Die fleißige Hobby-Köchin und Mama einer kleinen Tochter testet mit Feuereifer Küchengeräte, Beauty-Produkte und alles rund ums Thema Baby und Kleinkind.
Letztes Update: 21. Oktober 2022

Wir haben zehn weitere Knoblauchpressen getestet. Neue Empfehlungen gab es diesmal nicht. Unsere bisherige Empfehlung ISKM Knoblauchpresse ist nicht mehr verfügbar und wurde aus dem Test entfernt.

Update Info-Service

Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Ob nun für Pasta mit Pesto, Currys oder herrliches Knoblauchbrot – Knoblauch darf in fast keinem Gericht fehlen. Die scharfe, leicht schwefelige Würze verleiht Gerichten immer das gewisse Etwas. Wer kennt das nicht: Die Gäste kommen und schwärmen schon im Flur beim Jacke aufhängen begeistert »Ohhh, das riecht aber mal wieder gut hier bei dir«. Dabei hat man einfach nur Knoblauch und Zwiebeln in der Pfanne angebraten. Fast jeder assoziiert mit Knoblauch positive Geschmackserlebnisse, traumhafte Urlaubserinnerungen oder legendäre Grillpartys.

Um an das aromatische Fruchtfleisch zu kommen, gibt es diverse Methoden. Der gängigste Weg, und um den geht es hier, ist das Pressen mit einer Knoblauchpresse. Einfach und schnell kommt so die vorher in widerspenstige Schale verpackte Zehe in das Essen. Gut so, denn jeder, der mal Knoblauch geschält, geschnitten und gehackt hat, weiß: die ätherischen Öle im Knoblauch sind nicht nur gesund, sondern kleben und riechen auch sehr penetrant und unangenehm – und zwar an den Händen, den Brettern und wenn man Pech hat auch noch an anderen Stellen der Küche, wo der Knoblauch beim Schneiden versehentlich hingeflogen ist.

Deshalb sollte es in jedem Haushalt eine Knoblauchpresse geben. Selbst der größte Kochmuffel benötigt eine Knoblauchpresse, sei es nur, um seine Tiefkühlpizza ein bisschen aufzupeppen.

Wir haben 21 Knoblauchpressen mit Preisen zwischen 8 und 38 Euro getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Jsdoin Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: Jsdoin  Knoblauchpresse
Presst kinderleicht und sauber Knoblauch samt Schale und holt das meiste aus den Knoblauchzehen raus.

Die Knoblauchpresse von Jsdoin presst tadellos und sauber Knoblauchzehen auch mit Schale. Sie bestehlt aus Edelstahl und einer Zinklegierung und macht nicht unbedingt den hochwertigsten Eindruck. Dafür ist sie sehr günstig, liegt super in der Hand, hat eine kompakt Form und hatte im Test das beste Press-Ergebnis.

Kraftpaket

WMF Profi Plus Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: WMF Profi Plus Knoblauchpresse
Presst quasi widerstandslos Knoblauch samt Schale, hat aber auch ihren Preis.

Die WMF Profi Plus Knoblauchpresse punktet auf den ersten Blick mit ihrer hochwertigen Optik. Beeindruckend ist, dass beim Knoblauchpressen fast kein Widerstand zu spüren ist. Federleicht gleitet der Presskegel durch die Zehe. Dafür ist die Ausbeute nicht ganz so groß wie bei anderen Pressen.

Klassiker

WMF Gourmet Knoblauchpresse

Test Knoblauchpresse: WMF  Gourmet Knoblauchpresse
Überzeugt mit zeitlosem Design, sehr guter Verarbeitung und solider Ausbeute.

Die WMF Gourmet Knoblauchpresse finden wir von allen Pressen am hübschesten. Die Knoblauchpresse aus einer Kombination aus beschichtetem und glänzendem Edelstahl ist aber nicht nur schön, sondern auch effektiv. Sie presst sehr zuverlässig und sauber Knoblauch samt Schale und hat eine zufriedenstellende Ausbeute.

Leichtgewicht

Zyliss E12150 Susi 3

Knoblauchpresse Test: 71mainygxkl. Ac Sl1500
Die Knoblauchpresse wiegt fast nichts und presst solide. Die Reinigungsbürste ist untauglich.

Die Knoblauchpresse von Zyliss ist aus Aluminium und damit die leichteste aller von uns getesteten Pressen. Wenn man mit Schale pressen will, wird es leider kniffelig. Besser man schält die Zehen vorher, sonst entsteht Knoblauchmatsch und die Schale verstopft die Löcher, aus denen das Knoblauchmus eigentlich raus kommen sollte. Die mitgelieferte Reinigungsbürste ist leider ungeeignet. Trotzdem eine gute und vor allem leichte Knoblauchpresse.

Vergleichstabelle

TestsiegerJsdoin Knoblauchpresse
KraftpaketWMF Profi Plus Knoblauchpresse
KlassikerWMF Gourmet Knoblauchpresse
LeichtgewichtZyliss E12150 Susi 3
KitchenAid Empire Rot
Fiskars 1028361
Freetoo Knoblauchpresse
Rösle Knoblauchpresse
Oliver's Kitchen Premium Knoblauchpresse
Zyliss Easy Clean
Tupperware Knobi-Chef
Leifheit ComfortLine
Ikea Konics
Gourmet Easy Garlic Press
Lurch 221400
Fackelmann 45601
Leifheit Knobi King
J.Porkert Export-import Knoblauchpresse
Test Knoblauchpresse: Jsdoin  Knoblauchpresse
  • Hohe Ausbeute
  • Sehr unkompliziert
  • Leicht zu bedienen
  • Trennt Zehe und Haut perfekt
  • Sehr günstig
  • Etwas klapprig in der Hand
  • Presskopf muss ggf. nachjustiert werden
Test Knoblauchpresse: WMF Profi Plus Knoblauchpresse
  • Liegt geschmeidig in der Hand
  • Hochwertige Optik
  • Quasi kein Widerstand beim Pressen
  • Verkantet sich gelegentlich beim Auf- und Zumachen
  • Relativ geringe Ausbeute
Test Knoblauchpresse: WMF  Gourmet Knoblauchpresse
  • Presst das gesamte Fruchtfleisch raus
  • Liegt gut in der Hand
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Etwas schwer
Knoblauchpresse Test: 71mainygxkl. Ac Sl1500
  • Extrem leicht
  • Liegt gut in der Hand
  • Völlig unpraktisches Zubehör
  • Es entsteht Knoblauchmatsch beim Pressen
  • Schwer zu reinigen
Test Knoblauchpresse: KitchenAid Empire Rot
  • Lebenslange Garantie
  • Hübsche Optik
  • Ergiebig
  • Für die Marke recht günstig
  • Lässt sich auseinanderbauen
  • Nicht so ergonomisch, wie angepriesen
  • Das Material wirkt nicht langlebig
  • Für die Qualität eher teuer
  • Schwer
Test Knoblauchpresse: Fiskars 1028361
  • Ziemlich günstig
  • Leicht
  • Clever designt
  • Ergiebig
  • Knoblauch sollte vorher geschält werden
  • Knoblauch quillt raus
Test Knoblauchpresse: FREETOO  Knoblauchpresse
  • Baugleich mit Oliver's Kitchen
  • Liegt gut in der Hand
  • Kein Schälen notwendig
  • Man muss relativ viel Druck ausüben
Test Knoblauchpresse: RÖSLE  Knoblauchpresse
  • Sehr hochwertige Optik
  • Gute Ausbeute
  • Ergonomischer Griff
  • Spritzt beim Pressen
  • Ganz schön schwer
Test Knoblauchpresse: Oliver's Kitchen Premium Knoblauchpresse
  • Liegt schön geschmeidig in der Hand
  • Hohe Ausbeute
  • Muss viel Druck ausüben
Test Knoblauchpresse: Zyliss Easy Clean
  • Gute Ausbeute
  • Liegt gut in der Hand
  • Passt viel rein
  • 5 Jahre Garantie
  • Knoblauch sollte vorher geschält werden
  • Schwergängig
Test Knoblauchpresse: Tupperware Knobi-Chef
  • Interessantes Design
  • Relativ ergiebig
  • Leicht zu reinigen
  • Entblättert auch Kräuter dank Lochung am Stiel
  • Knoblauch sollte vorher geschält werden
  • Das Material wirkt nicht langlebig
  • Den Namen zahlt man mit
  • Ziemlich teuer
  • Material-Info irreführend
Test Knoblauchpresse: Leifheit ComfortLine
  • Günstig
  • Leicht
  • Knoblauch muss vorher geschält werden
  • Das Material wirkt nicht langlebig
  • Geringe Ausbeute
Test Knoblauchpresse: Ikea Konics
  • Günstig
  • Einsatz kann zur Reinigung herausgenommen werden
  • Klapprig
  • Muss immer nachjustiert werden
  • Nicht so easy zu reinigen
Test Knoblauchpresse: Gourmet Easy Garlic Press
  • Sieht elegant aus
  • Kommt in sehr hochwertigen Verpackung
  • Lässt sich einfach auseinanderbauen
  • Liegt gut in der Hand
  • 5 Jahre Garantie
  • Fällt sehr schnell auseinander
  • Das Material wirkt nicht langlebig
  • Sehr schwer zu pressen
  • Knoblauch sollte geschält werden
Test Knoblauchpresse: Lurch 221400
  • Liegt geschmeidig in der Hand
  • Presst "rückwärts", was aber nicht durchdacht ist
  • Ausbeute gering
  • Sehr schwer
  • Material macht keinen langlebigen Eindruck
  • Teuer
Test Knoblauchpresse: Fackelmann 45601
  • Günstig
  • Leicht
  • Totaler Schrott
  • Geht beim ersten Verwenden kaputt
  • Läuft in der Geschirrspülmaschine an
Knoblauchpresse Test: Leifheit Proline Knobi King 23054
  • Günstig
  • Leicht
  • Erfüllt die Funktion ganzheitlich nicht
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpresse Manufactum
  • Sieht hochwertig aus
  • Scharfkantig in der Hand
  • Knoblauch muss vorher geschält werden
  • Spritzt alles voll
  • Verkantet sich beim Pressen
  • Teuer
Produktdetails einblenden

Knoblauchpressen im Test: Quetschen oder Schneiden?

Der Einsatz von Knoblauchpressen zum Zerkleinern von Knoblauch wird immer wieder kontrovers diskutiert. Es gibt Spitzenköche, die Knoblauchpressen strikt ablehnen, andere schwören darauf. Wir finden: Es kommt immer aufs Gericht an.

Richtig ist, dass gepresster Knoblauch deutlich geschmacksintensiver sein kann als geschnittener. Denn das mit einer Knoblauchpresse hergestellte Knoblauchmus bietet viel Oberfläche für Sauerstoff. Das ist wie Wein dekantieren oder Käse »atmen lassen«: Sauerstoff aus der Luft setzt chemische Prozesse in Lebensmitteln in Gang, die ihr Aroma verstärken können. Hat man nun einen Knoblauch, der schon etwas länger im Gemüsefach lagert, und presst ihn mit der Knoblauchpresse, kann das ganz schön intensiv werden. Da Knoblauch ätherische Öle enthält, die sogar ranzig werden können, müffelt das schnell mal unangenehm nach faulem Ei. Das will keiner in seiner Tomatensauce haben.

Gepresster Knoblauch kann deutlich intensiver sein als geschnittener

Achtet man beim Knoblauch allerdings darauf, dass er schön frisch ist, nicht keimt, keine grauen Schimmelstellen aufweist oder schon durch die Schale penetrant riecht, dann ist eine Knoblauchpresse eine super Möglichkeit das Maximum an Aroma aus dem Knoblauch rauszuholen. Wir raten daher dazu, immer frischen oder sogar jungen Knoblauch zum Kochen zu benutzen.

Knoblauchpresse Test: Knoblauch
Sorgt weltweit für Würze: Knoblauch.

Hat man mal nur eine etwas rüstige Zehe, dann hier ein Tipp: einfach längs halbieren und den dicken Strunk in der Mitte der Zehe herauspulen. Das geht mit der Spitze eines Küchenmessers problemlos. In diesem Strunk sitzt nämlich die Quelle des intensiven Aromas. Dieser Tipp ist übrigens auch für alle, die Knoblauch nicht gut vertragen hilfreich.

Küchen-Hacks zum Knoblauchschälen

Aber: Warum braucht man überhaupt eine Knoblauchpresse? Es gib ja auch andere Methoden die tolle Knolle aus ihrer Hülle zu befreien und klein zu manschen oder schneiden. Googelt man »Knoblauch pressen« findet man ja allerhand cleverer Küchen-Hacks, mit denen es angeblich super flott klappen soll. Wir haben auch das mal schnell getestet.

Glas-Methode

Für diese Methode benötigt man ein Glas mit Deckel (z. B. leeres, sauberes Marmeladenglas), eine Knoblauchknolle und ein Messer.

Knoblauchpresse Test: Glas Methode
Knoblauch schälen, leicht gemacht: Einfach die Enden abschneiden, ins Glas werfen und kräftig schütteln.

So geht’s: Die Zehen von der Knolle trennen, die Enden der Zehen mit dem Messer abschneiden und in das Glas werfen. Deckel drauf und jetzt kräftig schütteln. Und siehe da: geschälter Knoblauch. So bearbeitet kann man Knoblauchzehen gut weiterverarbeiten. Z. B. in hauchdünne Scheiben schneiden (Antipasti), einwecken oder pressen. Ja, pressen. Denn leider schaffen es einige Pressen, auch einige von unseren Testlingen, nicht, die Schale vom Fruchtfleisch zu trennen.

Salz-Methode

Wie kann man Knoblauch noch schön sämig in eine Press-Konsistenz bekommen OHNE zu pressen? Z. B. mit der Salzmethode. Hier benötigt man einen Teelöffel Salz (gerne grobes Meersalz), ein Küchenbrett (am bestes eines, das man sehr gut reinigen kann), ein großes, schweres Küchenmesser und geschälte Knoblauchzehen.

Knoblauchpresse Test: Salz Methode
Mit grobem Meersalz lässt sich eine Knoblauchpaste herstellen.

So geht’s: Knoblauchzehen zusammen mit dem Salz auf das Brett häufen. Nun mit dem Messer alles miteinander Hacken. Wenn alles klitzeklein gehackt ist damit beginnen mit dem Messer flach über die Salz-Knoblauch-Masse zu streichen. Dabei ordentlich Druck ausüben. So funktionieren die Salzkristalle wie eine Art Schmirgelpapier und der Knoblauch wird immer feiner gerieben. Am Schluss bleibt eine schöne, salzige Knoblauchpaste übrig, die man großartig weiterverarbeiten kann. Vorteil dieser Methode: man hat das Salz gleich mit dabei. Nachteil: man hat das Salz gleich mit dabei. Denn das will man ja nicht immer.

Schlag-Methode

Hier braucht man eine Knoblauchzehe mit Schale, einen festen, schweren Gegenstand (flache Messerseite, Mörser, Teller, Holzbrett o.ä.) und ein rutschfestes Brett.

Knoblauchpresse Test: Schlag Methode
Die wohl gängigste Methode: Einfach mit dem Messer kräftig draufhauen.

So geht’s: Die Knoblauchzehe auf das Brett legen und mit dem festen, schweren Gegenstand einmal kräftig draufhauen. Die Zehe platzt auf und kann so leicht von der Haut befreit und weiterverarbeitet werden.

Mörser-Methode

Für diese Methode benötigt man (offensichtlich) einen Mörser mit Stößel (wer keinen hat: Gibt’s meist am günstigsten im Asia-Shop), Knoblauchzehen mit Schale oder ohne Schale und einen starken Arm!

Knoblauchpresse Test: Mörser Methode
Im Mörser kann man auch gut die Schale entfernen.

So geht’s: Knoblauch mit oder ohne Schale in den Mörser werfen und erst vorsichtig, dann immer kräftiger klopfen. Am effektivsten ist es, wenn man zu Beginn mit ein paar kurzen, kräftigen Schlägen die Schale löst. Die kann man dann leicht abstreifen. Danach die Knoblauchzehen wieder zurück in den Mörser geben. Entweder so lange mörsern, bis der Knoblauch die gewünschte Konsistenz hat, oder gleich z. B. mit Salz, Basilikum, Pinienkernen und Olivenöl ein Pesto herstellen. Natürlich geht das alles auch in einer elektrischen Küchenmaschine.

Wenn es all diese Methoden gibt, und damit sind wir wieder bei der Ausgangsfrage, warum dann eine Knoblauchpresse?

Nun, im alltäglichen Gebrauch ist eine Knoblauchpresse schlicht und einfach praktisch. Für das Kochen für die Familie, für das Zubereiten von Grill-Marinaden, Dressings, Tsatsiki, Knoblauchbutter usw. geht es mit der Knoblauchpresse einfach am schnellsten. Die Mörser-Methode und auch die Salz-Methode ist dann doch eher was für die Genuss-Kocher. Also jene, die schon Samstagmorgen die Jus für Sonntagabend ansetzen. Die es lieben das anzuwenden, was sie ggf. von Profis in Kochsendungen oder Kochkursen gelernt haben. Das macht Spaß – aber wirklich praktisch sind all diese Methoden nicht.

Die Küchen-Hacks sind nicht unbedingt praktisch

Sie verschmutzen mehrere Küchengegenstände, die dann auch wieder abgewaschen werden müssen. Schnell fliegen Knoblauchschalen, Salz und Co. auch mal durch die Gegend, landen auf dem Küchenboden. Dafür hat man im Alltag keine Nerven und auch keine Zeit. Deshalb: Knoblauchpresse!

Arten von Knoblauchpressen

Beim Pressen werden die ätherischen Öle des Knoblauchs besonders effektiv aus der Zehe befördert. Es gibt unterschiedliche Pressen. Und zwar Modelle mit eckigen und runden Presskörpern und sogenannte Wiegepressen. Einige Knoblauchpressen kommen ohne Zubehör aus, einige nicht. Einige schaffen es, Knoblauchzehen mit samt der Schale zu pressen. Wenn nicht, muss vorher per Hand oder mit einer der Methoden, die wir vorgestellt haben, geschält werden. Damit gehen allerdings die entscheidenden Vorteile von Knoblauchpressen flöten, nämlich dass es schneller geht und weniger Küchengegenstände knoblauch-kontaminiert werden.

Es gibt Pressen, die mit Zubehör, wie z. B. Reinigungsequipment oder Silikonschäler kommen oder die man teilweise auseinanderbauen kann. Es gibt außerdem Knoblauchpressen mit einem schwenkbaren Presskegel und Modelle mit einem statischen Presskegel. Einige kommen auch mit einer praktischen Vorrichtung zum Aufhängen.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto

Modelle mit Press-Korpus

Das sind die Pressen, wie man sie meist noch aus der Kindheit kennt. Mittels zwei ineinandergreifender Segmente und ordentlich Druck werden Knoblauchzehen einfach nach dem Nussknacker-Prinzip ausgepresst. Pressen mit rundem Press-Korpus haben oft einen schwenkbaren Presskegel. Das erleichtert in vielen Fällen die Reinigung. Aber auch Knoblauchpressen mit einem statischen Presskegel lassen sich gut reinigen. Denn die lassen sich oft besonders weit aufklappen. Oft weiter als 180 Grad. So gibt es keinen spezifischen Vor- oder Nachteil der jeweiligen Form oder Handhabung.

Modelle mit Press-Korpus sind die Klassiker

Beim Testen ist uns allerdings aufgefallen, das Knoblauchpressen mit schwenkbarem Presskegel schneller mal verkanten. Gestört hat das jedoch nicht sonderlich. Knoblauchpressen mit quadratischem Press-Korpus haben oft eine größere Pressfläche. Ein Vorteil wenn es um die Menge Knoblauch, die am Ende raus kommt geht, möchte man meinen. Aber das stimmt nicht. Die Menge gepressten Knoblauchmuses hat die größere, quadratische Fläche in unserem Test nicht beeinflusst. Allerdings muss bei diesen Knoblauchpressen in der Summe weniger Kraft bzw. Druck angewandt werden. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Größe und die Form keinen großen Einfluss auf die Qualität einer Knoblauchpresse haben.

Wiege-Pressen

Wiegepressen kann man nur benutzen, wenn der Knoblauch vorher geschält wird. Ungeschälter Knoblauch fliegt einfach weg oder wird kaputtgedrückt. Sie ähneln optisch einem Wiegemesser, wie man es vom Kräuterschneiden oder Pizza-Zerteilen kennt.

Wiegepressen funktionieren, indem man den geschälten Knoblauch auf eine feste Unterlage legt, die Presse über dem Knoblauch platziert und mit festem, entschlossenen Druck von oben die Wiegepresse hin und her wippt. Der Knoblauchmus tritt dann relativ zügig auf der Innenseite des konvexen Metallsiebs aus. Der Mus muss man händisch z. B. mit einem Löffel ausschaben.

Wiegepressen haben wir nur in Edelstahl-Qualität gefunden. Manchmal, wie bei uns, mit Kunststoffgriff, manchmal mit einem Edelstahlgriff. Aus unserer Sicht haben Wiegepressen gegenüber Modellen mit Press-Korpus keinerlei Vorteile.

Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse

Testsieger: Jsdoin Knoblauchpresse

Die Knoblauchpresse von Jsdoin presst kinderleicht und sauber Knoblauch – und zwar samt Schale. Sie ist günstig, handlich, kompakt und holte im Test mit Abstand das meiste aus unseren Knoblauchzehen heraus.

Die Knoblauchpresse von Jsdoin macht auf den ersten Blick einen etwas klapprigen Eindruck. Das Material wirkt irgendwie »billiger« als z. B. bei WMF. Das kommt sicher daher, dass auch Zink verarbeitet wurde und die Knoblauchpresse nicht zu 100 Prozent aus Edelstahl besteht. Optisch hat sie was von Omas Nussknacker. Den ersten Eindruck korrigiert sie aber mit ihrer guten Performance: Sie liegt super in der Hand, der Griff ist optimal geschwungen, sodass man wirklich nicht viel Druck ausüben muss beim Pressen.

Testsieger
Jsdoin Knoblauchpresse
Test Knoblauchpresse: Jsdoin  Knoblauchpresse
Presst kinderleicht und sauber Knoblauch samt Schale und holt das meiste aus den Knoblauchzehen raus.

Der zylindrische Press-Korpus hat Platz für ein bis zwei Knoblauchzehen. Den schwenkbaren Presskegel muss man beim Pressen gelegentlich händisch nachjustieren. Will sagen: Der Presskegel schwingt nicht selbstständig in die gewünschte Position. Das Nachjustieren geht aber leicht, und stört den Vorgang überhaupt nicht.

Zu unserem Testsieger machen die Knoblauchpresse von Jsdoin vor allem zwei Kriterien: Das ist zum einen der Preis. Sie ist die günstigste unseres gesamten Test-Sortiments. Außerdem – und das war uns beim Testen am wichtigsten – presst sie völlig mühelos neun Gramm Knoblauchfleisch aus unseren drei Zehen Knoblauch. Die Schale der Knoblauchzehen ignoriert sie dabei gekonnt. Zehe rein, pressen, Presse wieder aufmachen: Maximale Knoblauchausbeute und blitzsauber getrennte Knoblauchschale, die man einfach nur noch flott vom schwenkbaren Presskegel zupfen muss. Begeisterung!

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse
Kommt mit schwingbarem Press-Kegel.
Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse
Einfach, schlicht und praktisch.
Knoblauchpresse Test: Jsdoin Knoblauchpresse
Besser geht's nicht: 9 Gramm Knoblauch und vollständig getrennte Schale.

Nach der Verwendung schnell unter fließendem, warmen Wasser abspülen, mit dem Fingernagel ggf. noch etwas Knoblauch aus den Löchern schaben (das muss man leider bei allen Pressen tun) und schon kann die Presse wieder in der Besteck- oder »Krams«-Schublade verstaut werden. Denn: Klein genug ist sie.

Natürlich kann man die Knoblauchpresse von Jsdoin, genau wie alle anderen Test-Teilnehmer, in der Geschirrspülmaschine reinigen. Davon raten wir allerdings ab. Denn der Knoblauch verfängt sich oft hartnäckig in den Löchern des Press-Korpus. Diese Reste des Fruchtfleisches muss man vor dem Reinigen in der Geschirrspülmaschine also eh mit der Hand, am besten unter warmem, fließendem Wasser, entfernen. Sonst trocknen die Knoblauchreste hartnäckig in die Presse ein. Und wenn man die Presse eh schon mal unterm fließenden Wasser hat, kann man sie auch eben schnell ganz reinigen. Denn: viel mehr als abspülen und kleine Reste entfernen muss man ja eh nicht. Zudem hat nicht jeder eine supermoderne Geschirrspülmaschine, was die Gefahr birgt, dass der dominante Knoblauchgeruch sich ggf. auf Silikon- oder Kunststoffgegenstände legt – z. B. auf Sauger für Babyflaschen oder Kunststoffgefäße für die Aufbewahrung von Lebensmitteln. Das will keiner.

Jsdoin Knoblauchpresse im Testspiegel

Bisher hat noch kein weiteres, seriöses Testportal unseren Favoriten getestet. Sobald neue Tests dazu erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Unser Testsieger ist für uns die beste Knoblauchpresse für den alltäglichen Gebrauch. Hobby-Köche, die hochwertige Materialien und/oder ein besonders schönes Design bevorzugen, werden aber möglicherweise mit unseren weiteren Empfehlungen glücklicher.

Kraftpaket: WMF Profi Plus

Die WMF Profi Plus presst widerstandslos Knoblauch samt Schale, hat aber auch ihren Preis. Sie ist besonders geeignet für Knoblauch-Liebhaber, die nicht so viel Kraft in den Händen haben. Gerade weil sie mit ihren stolzen 337 Gramm zu den schweren Knoblauchpressen gehört, presst die WMF Profi Plus wirklich völlig mühelos Knoblauchzehen samt Schale. Sie ist so konstruiert, dass so gut wie überhaupt kein Widerstand beim Pressen zu spüren ist. Das fanden wir so unglaublich, dass wir den Test wiederholt haben. Aber auch beim zweiten Mal: federleichtes Pressen. Deshalb ist sie für uns eine absolute Empfehlung.

Kraftpaket
WMF Profi Plus Knoblauchpresse
Test Knoblauchpresse: WMF Profi Plus Knoblauchpresse
Presst quasi widerstandslos Knoblauch samt Schale, hat aber auch ihren Preis.

Denn auch, wenn die Ausbeute mit fünf Gramm bei drei Zehen Knoblauch im Vergleich eher gering ist, überzeugt der minimale Kraftaufwand der WMF Profi Plus. Darüber hinaus ist die Knoblauchpresse geradezu handschmeichelnd geformt und besteht aus hochwertigem Edelstahl. Beim Pressen kneift es nirgends, nichts ist unangenehm scharfkantig.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Wmf Profi Plus Knoblauchpresse
Sehr elegante Optik.
Knoblauchpresse Test: Wmf Profi Plus Knoblauchpresse
Hochwertiger Edelstahl.
Knoblauchpresse Test: Wmf Profi Plus Knoblauchpresse
Die Ausbeute könnte allerdings höher sein.

Kinderleicht ist auch die Reinigung. An dem glatten Edelstahl bleibt so gut wie kein Knoblauchfruchtfleisch kleben. Man kann die Knoblauchpresse nach Gebrauch einfach und schnell unter fließendem Wasser reinigen.

Ein kleiner Minuspunkt ist der Preis: Die WMF-Presse kostet mehr als dreimal so viel wie unser Testsieger. Aber angesichts der hohen Fertigungsqualität und der guten Funktionalität dieser Knoblauchpresse ist der Preis durchaus angemessen. Und da die WMF Profi Plus wahrscheinlich ewig hält und einen guten Job macht, empfehlen wir die Anschaffung dennoch. Gerade für alle mit nicht so viel Power in den Händen.

Klassiker: WMF Gourmet

Die WMF Gourmet überzeugt mit zeitlosem Design, sehr guter Verarbeitung und solider Ausbeute. Sie sieht von allen Knoblauchpressen am edelsten aus. Gebürsteter, beschichteter Edelstahl, dunkel abgesetzte Presseinheit, hochglänzende Griffe – das ist wirklich hübsch anzuschauen.

Klassiker
WMF Gourmet Knoblauchpresse
Test Knoblauchpresse: WMF  Gourmet Knoblauchpresse
Überzeugt mit zeitlosem Design, sehr guter Verarbeitung und solider Ausbeute.

Aber auch die Pressleistung kann sich sehen lassen. Im Test presst sie unsere drei Test-Zehen mühelos nacheinander weg. Kein Entfernen von Knoblauchschale oder andere Reinigungs- oder Nachjustierungsmaßnahmen war erforderlich. So macht Knoblauchpressen richtig Spaß. Wenn man dabei auch noch so wenig Kraft aufwenden muss, wie bei der WMF Gourmet Knoblauchpresse und am Ende volle sechs Gramm gepressten Knoblauch rauskriegt, bleiben nicht mehr viele Wünsche offen.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Wmf Gourmet Knoblauchpresse
Klassisches Design.
Knoblauchpresse Test: Wmf Gourmet Knoblauchpresse
Hohe Funktionalität.
Knoblauchpresse Test: Wmf Gourmet Knoblauchpresse
Sauberes Pressergebnis.

Auch spritzt kein klebriger Knoblauchsaft in der Küche herum. Die Reinigung geht wie bei fast allen Pressen in der Geschirrspülmaschine, aber wir raten wie bei allen Knoblauchpressen zur Reinigung unter fließendem Wasser. Bei der WMF Gourmet gelingt auch das ohne großen Aufwand und die Presse kann wieder an ihren Aufbewahrungsort zurückgelegt werden.

Leider kommt die Knoblauchpresse ohne praktische Aufhänge-Öse. Da hat ihr die Markenverwandte WMF Profi Plus Knoblauchpresse etwas voraus. Unser Urteil: eine sehr hübsche Knoblauchpresse, die in der Handhabung und Praxis, wie eine Luxusvariante des Testsiegers daherkommt.

Leichtgewicht: Zyliss E12150 Susi 3

Leichter ist keine – die Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3 schlägt mit ihren 136 Gramm sogar den Testsieger in der Kategorie Gewicht. Das liegt daran, dass sie zu einhundert Prozent aus gebürstetem Aluminium besteht. Sie liegt zudem supergeschmeidig in der Hand. Auch bei der Ausbeute von sieben Gramm bei drei Knoblauchzehen samt Schale kann man nicht meckern.

Leichtgewicht
Zyliss E12150 Susi 3
Knoblauchpresse Test: 71mainygxkl. Ac Sl1500
Die Knoblauchpresse wiegt fast nichts und presst solide. Die Reinigungsbürste ist untauglich.

Leider bleibt ziemlich viel Fruchtfleisch im Press-Korpus hängen. Um daran zu kommen, müsste man die Schale samt darin enthaltenem Fruchtfleisch aus der Knoblauchpresse pulen und dann wiederum versuchen die Schale vom Knoblauch-Matsch zu trennen. Das ist unserer Meinung nach nicht der Sinn einer Knoblauchpresse.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3
Super leicht.
Knoblauchpresse Test: Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3
Mit Reinigungszubehör.
Knoblauchpresse Test: Zyliss Knoblauchpresse E12150 Susi 3
Presst leider unsauber.

Also muss man damit leben, dass diese Knoblauchpresse zwar superleicht ist, aber leider auch etwas mehr Schmutz macht. Wer nun denkt, dass die mitgelieferte Reinigungsbürste diesen Makel aufwiegt, der täuscht sich. Die rote Kunststoffbürste ist clever in die Knoblauchpresse eingebaut. Mit nur einem kleinen Drücker hat man sie in der Hand. Aber: Sie hilft absolut nicht bei der Reinigung der Zyliss. Im Gegenteil.

Wendet man das Bürstchen an, wie vom Hersteller vorgeschlagen, hat man am Ende nicht nur eine immer noch völlig verklebte Knoblauchpresse, sondern zusätzlich eine ebenso verklebte Reinigungsbürste. Wenn man das weiß und die Reinigungsbürste gar nicht erst verwendet, freut man sich über eine sehr komfortable Knoblauchpresse, die super leicht ist.

Außerdem getestet

KitchenAid Empire Rot

Die KitchenAid Empire Rot erinnert optisch sofort an die berühmte Küchenmaschine und legt die Messlatte der Erwartungen an Qualität und Können recht hoch. Auch der Preis lässt vermuten, dass hier nur das Beste vom Besten verarbeitet wurde. Für die Bekanntheit der Marke ist der Preis allerdings überraschend günstig – bedenkt man, was die Küchenmaschinen so kosten. Als erstes fällt auf, dass die Presse ganz schön schwer ist und auch nicht so richtig gemütlich in der Hand liegt. Etwas sperrig zu fassen, grobschlächtig und nicht wie in der Herstellerbeschreibung »ergonomisch« geformt. Das merkt man auch beim Pressen.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Kitchenaid Empire Rot
Knoblauchpresse Test: Kitchenaid Empire Rot
Knoblauchpresse Test: Kitchenaid Empire Rot

Das Pressen ist etwas schwergängig, die Ausbeute dafür aber hoch. Ganze fünf Gramm bei einer Zehe – das ist Oberklasse. Für die Reinigung kann man den Presskorpus herausnehmen. Leider wirkt das Material längst nicht so hochqualitativ, wie man es bei KitchenAid erwartet. Sehr positiv bewerten wir allerdings die Lebenslange Garantie. Dennoch hat es nicht für einen Platz auf dem Siegertreppchen gereicht, denn was bringt einem lebenslange Garantie, wenn einem die Hände vom Pressen wehtun?

Fiskars 1028361

Die Knoblauchpresse Fiskars 1028361 kommt in einem schicken Schwarz daher. Sehr stilvolles und modernes Design, denken wir und checken die Funktionalität. Die Presse ist schön leicht und liegt auch gut in der Hand. Die Aufhängeöse macht sie zu einem stets griffbereiten Küchenhelfer, was wir super finden. Die Presse ist flach und hat nicht wie viele andere einen Presszylinder oder -Korpus. Ein halbkreisförmiges Presssieb soll hier kurzen Prozess mit unserem Knoblauch machen. Sowas haben wir auch noch nie gesehen.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Fiskars 1028361
Knoblauchpresse Test: Fiskars 1028361
Knoblauchpresse Test: Fiskars 1028361

Wir legen die Zehe hinein und pressen. Das spritzt etwas und ist auch etwas frickelig, aber das Ergebnis sind ordentliche fünf Gramm. Da kann man nicht meckern. Wir wiederholen den Test: Wieder exakt fünf Gramm. Für die Reinigung kann man die Knoblauchpresse ganz einfach auseinander haken und den aktiven Press-Teil als Schaber für eventuell verbleibende Knoblauchreste verwenden. Clevere Idee. Auch das haben wir zuvor nie gesehen. Richtig gut geeignet also für alle, die keine Lust haben auf stinkige Knoblauchhände. Auch preislich ist die Knoblauchpresse von Fiskars absolut in Ordnung.

Oliver's Kitchen Premium Knoblauchpresse

Die Oliver’s Kitchen Premium Knoblauchpresse kommt aus dem Hause Jamie Oliver, was bei Hobbyköchen ja erstmal Vertrauen aufbaut. Zurecht, wie sich hier zeigt. Denn die Knoblauchpresse liegt gut in der Hand, ist aber ein wenig scharfkantiger und unbequemer als andere. Das Pressen des Knoblauchs gelingt gut, die Schale bleibt im Presskörper zurück und die Reinigung geht locker von der Hand. Man muss zwar mit dem Fingernagel etwas nachhelfen, aber das war ja, wie schon erwähnt, bei allen Knoblauchpressen der Fall.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Olivers Kitchen
Knoblauchpresse Test: Olivers Kitchen
Knoblauchpresse Test: Olivers Kitchen Test

Mit acht Gramm ist auch die Ausbeute wirklich sehr gut. Allerdings muss man mit Schmackes pressen und ggf. schon mal beide Hände an die Hebel legen. Das ist schade und schmälert den Strauß an eventuell verfrüht verliehenen Vorschusslorbeeren. Fazit: Eine robuste, empfehlenswerte Knoblauchpresse mit großem Namen, die nicht ganz das hält, was der Name verspricht.

Zyliss Easy Clean

Die Zyliss Easy Clean Knoblauchpresse erinnert optisch stark an die bereits getestete Schwester-Knoblauchpresse Zyliss E12150 Susi 3. Der Name legt den Fokus auf die leicht zu reinigende Verwendung, weshalb wir das ebenfalls tun. Der erste Eindruck ist recht solide. Die Knoblauchpresse liegt gut in der Hand ist größtenteils aus gutem Kunststoff gefertigt. Einzig das Presssieb ist aus Edelstahl hergestellt. Nun gut »wo kein Metall ist, kann nix rosten« denken wir und sind mit der Kunststoffqualität und auch der Verarbeitung echt zufrieden. Der Press-Korpus ist richtig schön groß und unsere Knoblauchzehe passt locker rein.

1 von 4
Knoblauchpresse Test: Zyliss Easy Clean
Knoblauchpresse Test: Zyliss Easy Clean
Knoblauchpresse Test: Zyliss Easy Clean
Knoblauchpresse Test: Zyliss Easy Clean

Leider ist Pressen mit einer ungeschälten Knoblauchzehe quasi unmöglich. Außer einem Tropfen Knoblauchsaft, kommt unten nichts heraus. Wir schälen also den Knoblauch, was den USP dieser Knoblauchpresse ad absurdum führt. Denn der Hersteller legt das Augenmerk wie gesagt auf die Sauberkeit des Knoblauch-Pressvorganges und vor allem darauf, dass die Finger nicht den Geruch von Knoblauch annehmen. Beim Schälen des Knoblauchs lässt sich Hautkontakt mit den Ätherischen Ölen des Knoblauchs jedoch schlecht vermeiden.

Geschält lässt sich der Knoblauch pressen, doch leider sehr schwergängig. Beim ersten Versuch schießen nur zwei Gramm Knoblauchfleisch in unsere Schüssel. Erst beim zweiten Ansatz gelingen die finalen fünf Gramm. Richtig toll finden wir die fünf Jahre Garantie, die der Hersteller auf die Knoblauchpresse gewährt. Wen es nicht stört, dass die Knoblauchpresse nicht ganz so »clean« ist, wie es der Name verspricht, der bekommt mit der Zyliss Easy Clean eine solide Knoblauchpresse für einen annehmbaren Preis.

Tupperware Knobi-Chef

Bei der Knoblauchpresse Tupperware Knobi-Chef haben wir hohe Erwartungen, schließlich erfreut sich die Marke Tupperware großer Beliebtheit. Das Design der Knoblauchpresse ist spannend: Schwarz, matt und so geformt, dass sie den Eindruck macht, richtig Power zu haben. Im Inneren ist das Sieb so verbaut, dass man es zwecks Reinigung herausklappen kann. Wie praktisch! Leider ist die Herstellerbeschreibung, was das Material der Knoblauchpresse angeht, irreführend. Denn die Presse ist nicht aus Edelstahl, sondern vordergründig aus Kunststoff hergestellt. Wir finden, dass sollte deutlicher klargestellt werden. Aus Edelstahl ist nur das Sieb der Presse.

1 von 4
Knoblauchpresse Test: Tupperware Knobi Chef
Knoblauchpresse Test: Tupperware Knobi Chef
Knoblauchpresse Test: Tupperware Knobi Chef
Knoblauchpresse Test: Tupperware Knobi Chef

Witzig finden wir die Idee, in den Griff feine Löcher einzuarbeiten, mit denen laut Hersteller Kräuter entstielt werden können. Das klappt sicher super mit Thymian und Co. Leider wirkt das Kunststoffmaterial nicht besonders langlebig und die Knoblauchpresse ist deshalb relativ teuer. Auch eine Garantie sucht man hier vergeblich. Schade! Den Namen zahlt man hier wohl mit.

Auch hier gelingt das Pressen mit Schale nicht leicht und der Knoblauch sollte wirklich vorher geschält werden. Dennoch schafft die Tupperware Knobi-Chef vier Gramm aus unserer Zehe herauszupressen – nicht übel. Die Reinigung gelingt relativ leicht, wegen des erwähnten ausklappbaren Siebes. Die Idee der Knoblauchpresse ist witzig und auch die Multifunktionalität finden wir schön, doch sollte der Preis angepasst oder die Materialqualität erhöht werden. So ist die Knoblauchpresse etwas zu wenig für das Geld.

Leifheit ComfortLine

Das Material der Leifheit ComfortLine Knoblauchpresse wirkt nicht sonderlich langlebig. Der Griff ist allerdings schön geschmeidig und liegt gut in der Hand. Der Press-Apparat ist so, wie man sich das von einer Knoblauchpresse vorstellt: Aus rostfreiem Edelstahl, herausnehmbar für eine leichte Reinigung und normal groß. Alles in allem recht unspektakulär. Das Retro-Design in Weiß und Rot ist Geschmackssache – uns liegt es nicht so. Leider wirkt die Materialqualität des Edelstahls eher minderwertig, der Kunststoff hingegen ist absolut okay.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Leifheit Comfortline
Knoblauchpresse Test: Leifheit Comfortline
Knoblauchpresse Test: Leifheit Comfortline

Die Konstruktion als ganzes wirkt hingegen etwas instabil. Wir befürchten, dass es diese Knoblauchpresse nicht lange machen wird. Studiert man die autorisierten Kundenbewertungen, erfährt man auch von gesprungenen Plastikteilen und ähnlichem. Andere sind begeistert – Ansprüche sind eben unterschiedlich.

Auch bei der Leifheit ComfortLine Knoblauchpresse sollte der Knoblauch vorher geschält werden, sonst kann man bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag pressen. Geschält performt die Knoblauchpresse überragend: fünf Gramm. Der Preis der Knoblauchpresse ist niedrig, was bei der Materialqualität aber auch den Kohl, äh, Knoblauch nicht fett macht.

Ikea Konics

Von der Ikea Konics erwarten wir, dass sie eine solide Materialqualität hat, günstig ist und super funktioniert. Leider werden wir enttäuscht. Das Design der Knoblauchpresse aus Edelstahl ist echt schick – das muss man Ikea lassen. Der Presszylinder wirkt geräumig doch wirklich ziemlich eng. Wir fragen uns gleich, wie da mehr als eine Zehe drin Platz finden soll. Ikea beantwortet die Form des Zylinders damit, dass so kein Knoblauch verloren geht oder spritzt. Guter Punkt. Die Verarbeitung ist selbst für Ikea-Standard echt klapprig. Die Oberfläche des Material ist angenehm glatt. Der Griff bohrt sich allerdings ungemütlich in die Hand. Der Zylinder kann für die Reinigung herausgenommen werden. Alles soweit okay in der Theorie.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Ikea Konics
Knoblauchpresse Test: Ikea Konics
Knoblauchpresse Test: Ikea Konics

Mehr als eine Knoblauchzehe bekommt man in den schmalen Zylinder der Ikea Konics nicht rein. Der Presskegel muss händisch in Position gebracht werden, was nicht weiter wild ist, aber auch nicht praktisch. Das Pressen ist echt nix für schwache Hände – da muss schon Druck ausgeübt werden, dennoch gibt es weitaus schwergängigere Modelle. Die Ikea Knoblauchpresse liegt in Punkto Kraftaufwand im Mittelfeld. Was das Versprechen von Ikea angeht, dass der enge Presszylinder keinen Knoblauch entwischen lässt: Das wurde eingehalten. Wirklich schön präzise und sorgfältig landen fünf Gramm Knoblauch in der Schüssel. Kein Spritzen, kein Überlaufen – wie schön.

Leider verkantet sich der Presskegel mit der Knoblauchhaut zu einem hartnäckigen Kitt, den man erst mal wieder aus dem Zylinder pulen muss. Auch, dass man diesen zur Reinigung herausnehmen kann, hilft da nicht. Hier ist Handarbeit gefragt und mittels eines Schaschlikspießes können wir schlussendlich auch den Knoblauch-Trester aus dem Presszylinder entfernen. Das ist wohl nicht im Sinne des Erfinders, denken wir. Immerhin ist die Knoblauchpresse sehr günstig und kann sich im Punkt Press-Ergebnis sehen lassen. Dennoch gibt es deutlich bessere Pressen für weniger Geld.

Gourmet Easy Garlic Press

Ein begeistertes »Wow!« schießt uns durch den Kopf als wir das Paket mit der Gourmet Easy Garlic Press öffnen. So eine edle Umverpackung! Perfekt, um die Knoblauchpresse als Präsent zu überreichen. Ein hochwertiger Schmuck-Umkarton, die Knoblauchpresse liegt in einer samtenem Fixierverpackung – alles wirklich vom Feinsten. Die Knoblauchpresse selbst macht auf den ersten Blick auch einen sehr edeln Eindruck, auch wenn sie eher etwas von einem modernen Nussknacker als einer Knoblauchpresse hat. Auch die Form ist interessant wie eine geschwungene Sternschnuppe treffen hier ein Teil aus gebürstetem und ein Teil aus verchromtem Edelstahl aufeinander.

1 von 4
Knoblauchpresse Test: Gourmet Easy Garlic Press
Knoblauchpresse Test: Gourmet Easy Garlic Press
Knoblauchpresse Test: Gourmet Easy Garlic Press
Knoblauchpresse Test: Gourmet Easy Garlic Press

Als wir die Knoblauchpresse aufklappen dann die Überraschung: Die Presse liegt plötzlich in zwei Teilen in der Hand. Nach kurzer Recherche stellen wir fest: Das soll so. Der Hersteller hat die Knoblauchpresse so konzipiert, dass sie überragend leicht auseinandergebaut werden kann. Wir finden: Viel zu leicht. Denn die Knoblauchpresse hält kaum zusammen, so locker liegen die beiden Einzelteile aufeinander. Auch hier soll, genau wie bei der Fiskars 1028361, mit der aktiven Seite der Knoblauchpresse das Fruchtfleisch auf der Unterseite des passiven Teils der Knoblauchpresse abgeschabt werden. Das gelingt zwar ist aber unnötig kompliziert. Dann lieber eine Knoblauchpresse, die fest verbaut ist. Das Abschaben gelingt nämlich auch ruckzuck mit einem Küchenmesser.

Auch das Pressen mit der Gourmet Easy Garlic Press gestaltet sich nicht annähernd so toll, wie sie aussieht. Man muss schon ein wenig Geschick und Fingerspitzengefühl mitbringen, wenn man eine vernünftige Hebelwirkung erzeugen will. Das Press-Ergebnis ist dementsprechend ernüchternd: Nur drei Gramm bei so viel Tamtam finden wir echt schade. Da die Knoblauchpresse auch noch recht teuer ist, sollte man sich den Kauf echt überlegen. Die fünf Jahre Garantie sind verlockend aber kein nennenswerter Ausgleich für die Instabilität. Die Presse sieht vor allem toll aus und kommt in einer echt schicken Verpackung.

Lurch 221400

»Huch, die presst ja rückwärts!« stellen wir überrascht fest, als wir dieses Modell auspacken. Die Knoblauchpresse von Lurch ist so aufgebaut, dass das Knoblauchmus nicht aus dem passiven Press-Teil der Knoblauchpresse herauskommt, sonder quasi in den aktiven Teil hineingepresst wird. Und wir sagen es gleich: Das ist so unnötig kompliziert, dass uns gleich klar war, dass diese Knoblauchpresse keine Kaufempfehlung bekommt. Die Qualität des Material und der Verarbeitung ist jetzt auch nicht gerade hitverdächtig. Der Edelstahl ist verchromt und zwar so, dass es sehr billig und minderwertig aussieht. Auch das diffizile Plastikteil, mit dem man das rückwärts gepresste Knoblauchmus aus dem Presszylinder befördert, hat keine gute Qualität. Das sieht man auf den ersten Blick.

1 von 5
Knoblauchpresse Test: Lurch 221400
Knoblauchpresse Test: Lurch 221400
Knoblauchpresse Test: Lurch 221400
Knoblauchpresse Test: Lurch 221400
Knoblauchpresse Test: Lurch 221400

Hinzu kommt, dass es auch noch sehr beschwerlich ist, die Knoblauchzehe so auszupressen und das mit einem Ergebnis von nur drei Gramm. Neben der minderwertigen Qualität, der schlechten Verchromung und dem überaus unnötig verkomplizierten Press-Technik ist diese Knoblauchpresse eine der teuersten im Test. Klarer Reinfall und keine Kaufempfehlung.

Freetoo Knoblauchpresse

Weitgehend baugleich mit der Knoblauchpresse von Oliver’s Kitchen ist die Freetoo Knoblauchpresse. Der Unterschied liegt erst mal im Gewicht. Sie ist mit 233 Gramm minimal schwerer (Vergleich: 227 Gramm). Auch presst sie mit sechs Gramm ganze zwei Gramm weniger als das Vergleichsmodell. Wir vermuten, dass das an der Materialzusammensetzung liegt. Denn in der Freetoo ist Zink verarbeitet, während die von Oliver’s Kitchen aus Edelstahl besteht.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Freetoo
Knoblauchpresse Test: Freetoo
Knoblauchpresse Test: Freeto Test

Auch bei dieser Knoblauchpresse muss ordentlich Kraft aufgewendet werden, um auf das Press-Ergebnis zu kommen. Sogar noch mehr als bei dem Vergleichsmodell. Das ist an sich kein Problem, wenn man mal eben eine oder zwei Zehen pressen will. Beim Pressen von vielen Knoblauchzehen könnte die Hand aber anfangen zu krampfen oder das Handgelenk überlastet werden.

Ein Vorteil ist hier jedoch der Preis. Sie ist ein paar Euro günstiger als die Knoblauchpresse mit dem vielversprechenden Namen. Unser Testresultat: eine strapazierfähige Knoblauchpresse, die ihre Arbeit gut und günstig, aber nicht von allein macht.

Rösle Knoblauchpresse

Sie sieht super aus! Da ist uns die Entscheidung nicht leicht gefallen, ob wir die WMF oder die Rösle am schönsten finden. Denn auch die Rösle kann mit klassischem Design und sehr hochwertigen Materialien glänzen. Sie kommt mit einem ergonomisch geformten Griff und punktet beim Pressen mit ganzen sieben Gramm Ausbeute. Super! Aber leider spritzt sie beim Pressen. Und zwar nicht zu knapp. Sie schafft zwar Schale und Zehe voneinander zu trennen aber dabei schießt Knoblauchsaft und Knoblauchpüree wild in der Küche umher.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Rösle
Knoblauchpresse Test: Rösle
Knoblauchpresse Test: Rösle Test

Gut finden wir die Aufhänge-Öse, denn es ist praktisch, wenn Küchenutensilien aufgehängt werden können. Schließlich muss man so mit eventuell vom Kochen schmutzig gewordenen Händen nicht Schubladengriffe oder Schrankknäufe anfassen und sich selbst im Nachgang hinterherputzen. Zusätzlich kommt die Knoblauchpresse mit einem Verschlussmechanismus aus Kunststoff. Überflüssig in unseren Augen.

Einen Minuspunkt gab es für das Gewicht. Mit 421 Gramm liegt die Knoblauchpresse eher wie ein Hammer in der Hand. Ein Hammer ist auch der Preis, was ebenfalls einen Minuspunkt gibt. Dafür ist der Kraftaufwand für das Pressen an sich gering. In der Summe: eine beachtliche Knoblauchpresse mit ebenso beachtlichem Preis mit sehr ansehnlicher Optik, die beim Thema Gewicht und Preis Abzüge bekommt.

J.Porkert Export-import Knoblauchpresse

Diese Knoblauchpresse ist unser Negativ-Sieger. Denn von ihr hatten wir uns am meisten versprochen. Die J. Porkert Knoblauchpresse ist über Manufactum zu erwerben und das ist meist ein Zeichen für hohe Qualität. Aber zurück zur Realität: Die Knoblauchpresse sieht aus wie ein Hochleistungstacker und lässt auch eine vergleichbare Power vermuten. Hoffnungsvoll legten wir unsere Knoblauchzehen hinein und pressten. Pressten stärker. Und stärker. Bis eine Masse aus Schale und Knoblauch-Mus oben aus der Presse quoll, unten, dem eigentlichen Ort des Geschehens aber nur heiße Luft und Knoblauchsaft-Tröpfchen.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Manufactum
Knoblauchpresse Test: Manufactum
Knoblauchpresse Test: Manufactum Test

Den Test wiederholten wir ungläubig. Nun mit geschältem Knoblauch, obwohl der Hersteller damit wirbt, dass die Knoblauchpresse Knoblauch mit Schale pressen kann. Und wieder: Der Knoblauch-Mus, nun ohne Schale, quillt oben aus der Presse. Zudem verkanten sich nun Ober- und Unterteil miteinander. Klar durchgefallen. Vier Gramm haben wir aus der Masse rausbekommen, aber so soll das ja nun nicht laufen.

Darüber hinaus ist sie mit 337 Gramm auch echt ein Brocken. Preislich liegt sie im oberen Bereich. Zudem hat sie scharfe Kanten am Griff, die sich unangenehm in die Haut schneiden. Fazit: Diese Knoblauchpresse kann außer super aussehen, viel kosten, alles mit Knoblauchsaft vollspritzen und ziemlich enttäuschen nichts. Bloß nicht kaufen!

Leifheit Knobi King

Beim Auspacken der Leifheit Knobi King Knoblauchpresse wussten wir sofort Bescheid: Gleiche Geschichte wie bei der Moboo-Knoblauchpresse. Aber: Wir wurden negativ überrascht, denn es geht noch schlechter. Die Materialqualität ist solide, auch kann man die Wiegepresse gut handeln, aber was nützt es, wenn der Knoblauch einfach nicht nachgeben will.

1 von 4
Knoblauchpresse Test: Leifheit Knobi King
Knoblauchpresse Test: Leifheit Knobi King
Knoblauchpresse Test: Leifheit Knobi King
Knoblauchpresse Test: Leifheit Knobi King

Die Lochung ist so gearbeitet, dass weder mit noch ohne Schale auch nur ein Fitzelchen Knoblauch ausgepresst wird, was uns den Test abbrechen lässt. Denn es nützt einem auch nichts, dass die Knoblauchwiege sehr günstig ist, denn sie ist vollständig untauglich.

Fackelmann 45601

Die Fackelmann Knoblauchpresse hat uns einen der kürzesten Tests unserer AllesBeste-Kariere beschert. Nach dem Auspacken dachten wir sofort: Was für ein Schrott! Billigstes Material, laut Fackelmann Aluminium. Sie ist leicht, extrem günstig, sieht aber aus, als würde sie kaputt gehen, sobald man das Wort »Knoblauchzehe« zu laut ausspricht. Und siehe da: KNACK! Ist das Teil hin und wir halten zwei Teile in der Hand und müssen irritiert kichern.

1 von 3
Knoblauchpresse Test: Fackelmann 45601
Knoblauchpresse Test: Fackelmann 45601
Knoblauchpresse Test: Fackelmann 45601

Ein Blick in die autorisierten Verkaufs-Rezensionen bei Amazon zeigt: Mit unserer gebrechlichen Presse sind wir nicht alleine. Etliche Käufer vor uns standen ebenfalls beim ersten Press-Versuch mit einem Fragezeichen im Gesicht und einer zweigeteilten Knoblauchpresse in ihrer Küche. Finger weg von dieser Knoblauchpresse! Wir hoffen sehr, dass der Hersteller auch im Sinne des Umweltschutzes hier noch mal intensiv in die Nacharbeit geht. Denn ein solches Produkt ist schlicht eine Frechheit.

So haben wir getestet

Wichtig sind bei der Knoblauchpressen folgende Kriterien, die wir beim Test in unserer Wertung berücksichtigt haben: Presst die Knoblauchpresse die Zehe auch ungeschält? Spritzt beim Pressen Knoblauchsaft in der Küche herum? Wie viele Zehen kann man hintereinander weg pressen, bevor man die ausgepresste Haut entfernen muss? Kann man die Presse gut auseinanderbauen? Wie viel Ausbeute erzielt die Knoblauchpresse? Lässt sich die Presse gut und flott reinigen?

Natürlich haben wir auch die Optik, die Haptik und die Anwendbarkeit bewertet: Wie sieht die Knoblauchpresse aus? Wie liegt sie in der Hand? Wie viel Druck muss ausgeübt werden etc.

1 von 2
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Update 10 2022
Die Neuzugänge im Update 10/2022.
Knoblauchpresse Test: Knoblauchpressen Gruppenfoto
Die Pressen aus dem Test 06/2021.

Um die Knoblauchpressen im Test gut vergleichen zu können, haben wir alle Modelle mit je drei Knoblauchzehen mit identischem Gesamtgewicht samt Schale nacheinander befüllt und sie inklusive Schale ausgepresst bzw. haben das versucht. Einige Pressen schaffen es nämlich nicht, Knoblauchzehen mit Schale auszupressen. Bei diesen Knoblauchpressen haben wir die Zehen dann geschält. Bei zwei der Knoblauchpressen, bei denen das Schälen erforderlich war, wurde das auch so vom Hersteller angegeben und zusätzlich ein Knoblauchhaut-Entferner mitgeliefert.

Nur eine der Pressen wurde als »Mit-Schale-Presse« ausgewiesen, stellte sich am Ende diesbezüglich aber als Enttäuschung heraus – für uns ein dicker Minuspunkt in der Bewertung. Sonst benötigten wir für den Test nichts außer Auffangschalen für den gepressten Knoblauch, eine große Menge Knoblauch, eine gut funktionierende Küchenwaage – und eine wirklich robuste Nase!

Die wichtigsten Fragen

Auf was sollte man beim Kauf einer Knoblauchpresse achten?

Wichtig ist, dass sie Knoblauchzehen auch mit Schale presst – sonst ist der Nutzen einer Knoblauchpresse quasi hinfällig. Sie sollte zudem gut in der Hand liegen und beim Öffnen und Schließen nicht verkanten.

Ist eine teure Knoblauchpresse auch eine gute Knoblauchpresse?

Nicht unbedingt, so ist unser Testsieger auch der Preissieger. Der Preis ist aber dennoch ein Indikator für gute Qualität. Vor allem, wenn man auf große, bekannte Traditionshäuser setzt, kann man eigentlich nichts falsch machen.

Muss eine Knoblauchpresse aus Edelstahl sein?

Edelstahl ist sicher die langlebigste Materialwahl. Aber auch Knoblauchpressen mit Zink-Anteil oder aus Aluminium können gute Ergebnisse erzielen.

Sollte man Knoblauch besser pressen oder schneiden?

Es kommt drauf an. Knoblauch aus einer Knoblauchpresse kann deutlich intensiver schmecken als geschnittener Knoblauch, vor allem, wenn man lange gelagerte Knoblauchzehen verwendet. Das ist nicht bei jedem Gericht gewünscht. Dann sollte man Knoblauch lieber schneiden oder hacken.

Newsletter abonnieren und gewinnen!

Mit unserem Newsletter sind Sie nicht nur immer auf dem neuesten Stand, Sie haben auch jede Woche die Chance, aktuelle Testgeräte zu gewinnen. Jetzt anmelden!

Kommentare

2 Kommentare

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jeden Sonntag alle Neuigkeiten der Woche per  E-Mail.

 Test: Artboard

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, senden wir Ihnen einmal pro Woche, kostenlos und jederzeit widerruflich Informationen zu Neuigkeiten und Verlosungen von AllesBeste per E-Mail zu. Mit dem Abonnement erklären Sie sich mit der Analyse und Speicherung Ihres Klick- und Öffnungsverhaltens einverstanden. Ausführliche Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.