Die beste Kompaktkamera

Test: Kompaktkamera – Testsieger Panasonic Lumix DMC-LX15

Die beste Kompaktkamera kommt für uns derzeit von Panasonic und heißt Lumix LX15. Mit ihrer pfiffigen Touchscreen-Bedienung, dem schnellen Autofokus und 4K-Video stößt sie unsere bisherige Favoritin, die Sony RX100 III, vom Thron der besten Edel-Kompakten. Sony hat zwar mit der RX100 IV und der RX100 V zwei Modelle im Programm, die der Panasonic LX-15 etwas überlegen sind – die kosten aber deutlich mehr.

Eine Kompaktkamera ist, wie ihr Name schon vermuten lässt, sehr kompakt und passt in jede Hosentasche. Das ist praktisch, weil die kleinen Urlaubsbegleiter ein technisch ausgereiftes Innenleben haben und so eine große Kamera in den meisten Fällen überflüssig machen.

Für Kompaktkameras bleibt nur eine Nische

Günstige kompakte Digitalkameras wurden inzwischen fast vollständig vom Smartphone verdrängt. Sie machen mindestens genauso gute Fotos und man hat es immer dabei. Doch es gibt nach wie vor eine Nische für Kompaktkameras, die eine wesentlich bessere Bildqualität als Smartphones bieten, die sogar an die von Spiegelreflex- und Systemkameras herankommt. Die gibt es sogar mit Vollformat-Sensor – zu happigen Preisen von mehreren tausend Euro.

Wir haben uns sechs Modelle angesehen, die preislich unter 1.000 Euro bleiben. Sony und Panasonic dominieren hier ganz klar, andere Hersteller spielen in dieser Klasse praktisch keine Rolle mehr.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Panasonic Lumix LX15

Test: Kompaktkamera – Testsieger Panasonic Lumix DMC-LX15
Ganz knapp liegt die Panasonic vorne, denn sie bietet mehr fürs Geld als die technisch vergleichbare RX-100 IV.

Lange hat Sony bei den Edel-Kompakten mit großem Bildsensor geführt, doch jetzt ist die Panasonic Lumix LX15 unsere neue Favoritin. 4K-Video, ein sehr schneller Autofokus und eine exzellente Bildqualität gibt es zwar auch bei Sony – aber nicht zu dem Preis, für den Panasonic seine LX15 anbietet. Ihr bleibt zudem der praktische Touchscreen vorbehalten.

Auch gut

Sony RX100 III

Test Kompaktkamera: Sony RX100 III
Zwar nicht mehr top-aktuell, aber dafür preislich attraktiv und mit ausklappbarem elektronischem Sucher.

Auch die vormalige Testsiegerin Sony RX100 III ist immer noch eine Empfehlung wert. Ihr Vorteil gegenüber unserer neuen Favoritin ist der ausklappbare elektronische Sucher. Bei der Bildqualität der Fotos schenken sich beide nichts, aber die RX100 III ist eben schon etwas in die Jahre gekommen, was sich vor allem daran zeigt, dass sie Videos nur in HD aufnehmen kann. Wem das egal ist, für den ist die RX100 III ebenfalls eine gute Wahl.

Wenn Geld egal ist

Sony RX100 V

Test Kompaktkamera: Sony RX100 V
Technisch klar die Beste – aber sehr teuer.

Die Sony RX100 V ist der jüngste Spross der erfolgreichen RX-100-Reihe. Sie macht alles noch einen Hauch besser, sowohl als ihre Vorgänger als auch die Konkurrenz. Damit ist die RX100 V technisch zur Zeit klar die beste Kompakte dieser Preisklasse – aber sie ist eben auch sehr teuer. Den heftigen Preisaufschlag ist der kleine Qualitätsvorsprung aus unserer Sicht nicht wert. Aber wer nicht aufs Geld schauen muss, bekommt mit der RX100 V ohne Frage zur Zeit das Nonplusultra der Edel-Kompakten.

Zoom-Wunder

Panasonic Lumix TZ101

Test Kompaktkamera: Panasonic Lumix DMC-TZ 101
Glänzt mit einem 10fach-Zoom und 4K-Video, ist aber nicht ganz so lichtstark.

Wenn Ihnen ein großer Zoombereich wichtig ist, ist die Panasonic Lumix DMC-TZ101 die beste Option. Unserem Testsieger ist sie technisch ziemlich ähnlich, aber ihr 10fach-Zoom bringt Sehenswürdigkeiten oder Naturaufnahmen viel näher an die Linse als bei der gesamten Konkurrenz. Wie immer geht der große optische Zoom aber auf Kosten der Lichtstärke, entsprechend kann die Bildqualität der TZ101 bei wenig Licht nicht ganz mit den anderen Kandidaten mithalten.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAuch gutWenn Geld egal istZoom-Wunder
Modell Panasonic Lumix LX15 Sony RX100 III Sony RX100 V Panasonic Lumix TZ101 Sony RX100 IV Canon PowerShot G7 X Mark II
Test: Kompaktkamera – Testsieger Panasonic Lumix DMC-LX15Test Kompaktkamera: Sony RX100 IIITest Kompaktkamera: Sony RX100 VTest Kompaktkamera: Panasonic Lumix DMC-TZ 101Test Kompaktkamera: Sony RX100 IVTest Kompaktkamera: Canon PowerShot G7 X Mark II
Pro
  • Tolle Bildqualität
  • Guter Preis
  • Touchscreen
  • Sehr gute Bildqualität
  • Elektronischer Sucher
  • Ist in allen Bereichen noch etwas besser
  • 10fach-Zoom
  • Hohe Serienbildrate
  • Elektronischer Sucher
  • Starker Telezoom
  • Touch-Display
Contra
  • Akkukapazität ist eher gering
  • Nicht mehr ganz aktuell
  • Keine 4K-Videos
  • Sehr teuer
  • Bei schlechtem Licht lässt die Bildqualität nach
  • Recht teuer
  • Keine 4K-Videos
Bester Preis
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So haben wir getestet

Wir haben uns sechs aktuelle Modelle angesehen. Neben den beiden Panasonic-Kameras Lumix DMC-LX15 und die Lumix DMC-TZ101 haben wir von Sony die Modelle RX 100 III, IV und V unter die Lupe genommen.

Einen Ausreißer stellt in dieser Kategorie die Canon PowerShot G7 X Mark II dar. Sie schaffte es als einzige das Panasonic-Sony-Monopol aufzusprengen.

Bei unserem Test haben wir vor allem auf Display, Bildqualität, Ausstattung und Bedienung geachtet. Der Preis spielte auch eine Rolle, da die beste Kompaktkamera schließlich auch für die meisten Menschen erschwinglich sein soll.

Wozu eine Kompaktkamera?

Wer braucht heute noch eine Kompaktkamera? Schließlich nehmen auch moderne Smartphones Fotos mit bis zu 20 Megapixel auf.

Doch sobald die Lichtverhältnisse schlechter werden, beispielsweise bei Dämmerung, sind Smartphone-Kameras schnell überfordert und die Aufnahmen werden schlecht.

Bessere Bilder dank großem Sensor

Smartphones haben gegenüber Kompaktkameras außerdem den Nachteil, dass es keinen Zoom gibt, die Einstellmöglichkeiten oft sehr begrenzt sind und der Autofokus kaum für schnelle Serienbilder taugt. Da bieten die handliche Kompaktkameras einfach mehr und dazu noch eine deutlich bessere Bildqualität.

Wer auch in schwierigen Lichtsituationen gute Fotos machen will, aber nicht gleich eine Spiegelreflex- oder Systemkamera mit sich herumschleppen will, für den ist eine gute Kompaktkamera genau das Richtige. Denn die haben nicht nur wesentlich bessere Objektive mit zumindest einem kleinen, optischen Telezoom, vor allem haben sie einen wesentlich größeren Bildsensor, der vor allem bei wenig Licht wesentlich bessere Fotos macht.

Test: Kompaktkamera – Testsieger Panasonic Lumix DMC-LX15

Testsieger: Panasonic Lumix DMC-LX15

Wer häufig mit einem Smartphone knippst, wird mit der Panasonic Lumix DMC-LX15 sofort klar kommen – ihr Display ist nämlich berührungsempfindlich. Ein Fingertipper genügt, um blitzschnell auf die gewünschte Motivpartie scharf zu stellen und die Kamera auszulösen. Wer will, kann die Kamera fast komplett über den Touchscreen bedienen, für wichtige Funktionen gibt es sogenannte »Quick«-Felder.

Unser Favorit

Panasonic Lumix LX15

Test: Kompaktkamera – Testsieger Panasonic Lumix DMC-LX15
Ganz knapp liegt die Panasonic vorne, denn sie bietet mehr fürs Geld als die technisch vergleichbare RX-100 IV.

Riesige Ausstattung, einfache Bedienung

Einen Touchscreen hat unser bisheriger Spitzenreiter, die RX100 III von Sony, nicht zu bieten. Dafür wartet sie mit einem kleinen Videosucher auf. Eine praktische Hilfe, wenn einmal die Sonne direkt von hinten aufs Display scheint und kaum etwas auf dem Bildschirm zu erkennen ist. Wir meinen allerdings, dass der Mini-Sucher der RX100 III im Alltag nicht so viel bringt. Dazu ist er einfach zu klein, besonders für Brillenträger.

Wie die Kamera von Sony ist auch die Panasonic LX15 hochwertig verarbeitet und sieht schick aus. Beide Kameras sind ungefähr so groß wie eine Zigarettenschachtel, passen also noch gut in die Hosen- oder Handtasche. Panasonic hat die LX15 mit einer angedeuteten Griffwulst versehen, die Gehäusefront der RX100 III ist dagegen völlig glatt. Am besten hält man die Kamera beim Fotografieren und Filmen wie ein Smartphone mit beiden Händen.

Gute Ergebnisse auch bei wenig Licht

Das Objektiv der Panasonic LX15 zoomt 3-fach von 24 bis 72 Millimeter Brennweite. Bei der RX100 III reicht der Zoom von 24 bis 70 Millimeter. Ein minimaler Unterschied, der in der Praxis keine Rolle spielt. Für Landschafts- und Übersichtsaufnahmen sind beide Kameras sehr gut geeignet, beim Telezoom knausern sie allerdings. Gut, dass es alternativ noch einen Digitalzoom gibt. Damit holen Sie Entferntes noch näher heran, was allerdings auf Kosten der Bildqualität geht.

Die Objektive beider Kameras sind sehr lichtstark und ermöglichen selbst bei schlechtem Licht oder wenig Helligkeit Aufnahmen mit kurzer Verschlusszeit oder geringer ISO-Zahl. Sony hat der RX100 III zudem einen ND-Filter spendiert, der sich per Knopfdruck zuschalten lässt. Das ermöglicht auch in heller Umgebung Aufnahmen mit großer Blendenöffnung, das heißt, dass dann der Bildhintergrund deutlich unschärfer wird als das Motiv im Vordergrund.

Sowohl Panasonic, als auch Sony statten ihre Edel-Kompakten mit vielen sinnvollen Automatik-Funktionen aus. LX15 und RX100 III erkennen automatisch Gesichter und stellen darauf scharf. Beide Kameras haben eine HDR-Automatik, um sehr kontrastreiche Motive brillant aufzunehmen. Ebenso gibt es bei beiden eine Panorama-Automatik. Dabei kann die Kamera einfach über die Szenerie geschwenkt werden, während man den Auslöser gedrückt hält.

In Sachen pfiffiger Sonderfunktionen ist die LX15 der Sony allerdings überlegen. Etwa mit der Funktion »Post Focus«. Hier legt man erst nach der Aufnahme mit einem Fingertipper auf dem Display fest, ob die Blume im Vordergrund oder der Kirchturm im Hintergrund scharf sein soll. Außerdem beherrscht die LX15 »Focus Stacking«. Diese Funktion kombiniert mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Entfernungseinstellung zu einem Bild, das von vorne bis hinten scharf ist.

Schnelle Serienbilder und 4K Video

Sowohl die LX15 von Panasonic, als auch die RX100 III von Sony bieten eine Funktionsfülle, die bislang ausgewachsenen Spiegelreflexkameras vorbehalten war. Versierte Fotografen geben bei ihnen zum Beispiel Blende, Verschlusszeit und ISO-Zahl von Hand vor. Sogar der Fokus lässt sich manuell einstellen – bei beiden Kameras übrigens mit einem praktischen Einstellring am Objektiv.

Eindrucksvoll ist außerdem die Serienbildrate, die über 10 Bilder/Sekunde beträgt. Das schaffen beide Kameras gleichermaßen. Damit werden sie zu echten Sportskanonen, wobei die LX15 der Konkurrentin von Sony einen deutlich schnelleren Autofokus voraushat. Wer häufig Sport- und Action-Fotos schießt, sollte deshalb zur Panasonic LX15 greifen.

Auch Sony kann 4K – für deutlich mehr Geld

Das gilt auch, wenn Sie Videos aufnehmen möchten. Denn die Panasonic LX15 filmt in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel), die RX100 III versteht sich nur auf Full-HD (1920 x 1080). Bei Sony kann erst die RX100 IV in 4K-Auflösung filmen, sie ist allerdings rund 200 Euro teurer als unsere Empfehlung von Panasonic.

Bei den übrigen Videofunktionen gibt es kaum Unterschiede: Der Zoom lässt sich bei beiden Kameras während einer Videoaufnahme besonders feinfühlig verstellen. Belichtung und Autofokus führen ebenfalls beide auf Wunsch nach und der Ton zum Film wird in Stereo aufgenommen.

Auch beim Thema »Konnektivität« geben sich beide Kameras nichts. Sie nehmen per WLAN Kontakt mit einem Smartphone auf und können so Bilder aufs Mobiltelefon übertragen oder lassen sich via App fernsteuern. Bei der RX100 III gestaltet sich der erste Verbindungsaufbau zwischen Kamera und Smartgerät besonders einfach, weil sie NFC beherrscht. Doch mit der LX-15 ist das Pairing ebenfalls kein Hexenwerk.

Herausragende Bildqualität

Die meisten Kompaktkameras müssen mit einem Bildsensor auskommen, der nicht größer ist als ein Fingernagel. In der Smartphone-Kamera ist der Sensor nochmals kleiner. Ganz anders bei den Kameras von Panasonic und Sony: Bei ihnen füllt der Bildsensor etwa die Fläche einer Briefmarke aus. Ein klarer Vorteil, denn: Je größer der Sensor, desto besser auch die Bildqualität – zumindest in der Theorie.

Bildaufbereitung kann manuell angepasst werden

Doch auch in der Praxis zeigt die Panasonic LX-15, dass gute Bilder nicht nur mit einer Spiegelreflexkamera möglich sind. Bis in mittlere ISO-Regionen rauscht sie kaum weniger als eine Systemkamera. Selbst in der Dämmerung oder im schummrigen Partykeller liefert die LX-15 noch ansehnliche Fotos mit vielen Details und leuchtenden Farben. Das alles kann die Sony RX100 III aber ebenfalls: Die Unterschiede in der Bildqualität sind zwischen beiden Kameras derart gering, dass man sie in der Praxis vernachlässigen kann.

Das gilt auch für die Objektive – oftmals die Schwachstelle einer Kompaktkamera. Sowohl Panasonic, als auch Sony knausern bei den Optiken nicht. Sie bilden bis zum Rand hin scharf ab, kleinere Abbildungsfehler werden automatisch digital korrigiert. Nur bei Weitwinkelstellung des Zooms gehen allerfeinste Details an den Bildrändern verloren. Wer seine Fotos nicht gerade in Postergröße druckt, wird das aber nicht bemerken.

Ambitionierte Fotografen könnte eher stören, dass beide Kameras in den Standardeinstellungen die Bilddaten kräftig aufbereiten – die Panasonic LX15 noch etwas stärker als die RX100 III von Sony. Ein Beinbruch ist das nicht, bei beiden Modellen lässt sich die Bildaufbereitung nämlich ganz nach Geschmack anpassen. Und wer alle Freiheiten haben möchte, zeichnet mit beiden Kameras einfach im RAW-Format auf.

Groß sind die Unterschiede zwischen Panasonics Lumix LX 15 und der Sony RX 100 III nicht. Doch die Lumix LX 15 hat einige pfiffige Funktionen mehr, besitzt einen schnelleren Autofokus und kann Videos in 4K aufzeichnen. Noch dazu ist sie teilweise günstiger zu bekommen als die Sony. Damit bietet sie eindeutig das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Panasonic Lumix DMC-LX-15 im Test: Was sagen die anderen?

Fast jeder Testredakteur, der die Panasonic Lumix DMC-LX15 in der Hand hatte, lobt die edle Kompaktkamera. So ist das angesehene Online-Magazin Digital Photography Review (11/2016) vor allem vom schnellen Autofokus begeistert und kommt zu dem Schluss:

»Ein 1-Zoll-Sensor, ihr exzellenter Autofokus und solides 4K-Video machen die LX15 zu einer der leistungsfähigsten Kompaktkameras.«

Genau so sieht es auch Moritz Wanke von CHIP (12/2016). Ihn hat die Bildqualität der LX15 überzeugt, ebenso die umfangreichen Extras inklusive Ultra-HD-Video und Touchscreen. Den schnellen Autofokus hebt der Tester besonders hervor. Sein Fazit:

»Die Panasonic Lumix DMC-LX15 gehört im Test zu den besten Digitalkameras ihrer Klasse.«

Benjamin Kirchheim von Digitalkamera.de (12/2016) zieht in seinem Testfazit zur Panasonic LX15 deutliche Vergleiche zur Sony RX100 III und betont ebenfalls den besonders schnellen Autofokus der LX15.

»Panasonic ist mit der LX15 ein richtig großer Wurf gelungen. Man kann sie getrost als erste ernsthafte Konkurrenz zur RX100-Familie von Sony bezeichnen.«

Auch die Stiftung Warentest (01/2017) hat sich die LX15 angesehen. Sie konnte in allen Kategorien begeistern und bekam die Endnote 1,8.

»Ausgesprochen gute Kompaktkamera, für besonders hohe Ansprüche.«

Kritik gibt es von fast allen Testern an der etwas geringen Akkukapazität der LX15, die nur für rund 260 Aufnahmen reicht. Doch die Sony RX100 III schafft auch nur 60 Bilder mehr mit einer Akkuladung – und das auch nur, wenn der elektronische Sucher aus bleibt.

Alternativen

Auch wenn die Panasonic LX15 mit ihrem schnellen Autofokus und 4K-Video unser neuer Favorit ist, heißt das noch lange nicht, dass Sony und andere Marken sich verstecken müssen – sie haben andere Vorteile, die allerdings nicht zum Testsieg gereicht haben.

Auch gut

Sony RX100 III

Test Kompaktkamera: Sony RX100 III
Zwar nicht mehr top-aktuell, aber dafür preislich attraktiv und mit ausklappbarem elektronischem Sucher.

Lange Zeit war die Sony RX100 III unsere klare Favoritin unter den anspruchsvollen Kompaktkameras. Nun hat die Panasonic LX15 sie vom ersten Platz verdrängt.

Weiterhin voraus hat ihr die RX100 III allerdings den praktischen, ausklappbaren Sucher. Wenn der besonders wichtig für Sie ist, ist die schon etwas in die Jahre gekommene Sony nach wie vor eine gute Alternative zur Panasonic LX15.

Portraits sind mit ihr ebenfalls problemlos möglich, da der Autofokus mit Augenerkennung die Augen scharf stellt. Beim Filmen funktioniert das ebenfalls. Dank Lock-on Autofokus schafft sie eine scharfe Fokussierung, auch wenn sich das Motiv bewegt. Egal ob spielende Kinder oder ein Konzert der Lieblingsband – mit der RX100 III kriegen Sie alles gestochen scharf.

Wenn Geld egal ist

Sony RX100 V

Test Kompaktkamera: Sony RX100 V
Technisch klar die Beste – aber sehr teuer.

Die Sony RX100 V setzt gegenüber ihren Vorgängern in vielen Punkten noch einmal ein Quäntchen drauf. Damit übertrifft sie auch unsere Favoritin von Panasonic. Mit einem Preis von über 1.000 Euro ist sie nach unserer Sicht aber einfach zu teuer.

Sucher und Objektiv sind die selben wie in den Vorgänger-Modellen. Der Sensor ist jetzt aber mit einem noch leistungsfähigeren Autofokus mit 315 Autofokus-Punkten ausgerüstet. Sie schafft jetzt außerdem 24 Serienbilder pro Sekunde in voller Auflösung und kann dabei die Schärfe nachziehen. Vor allem aber hat sich die Bildqualität beim Fotografieren und noch mehr sogar beim Filmen noch mal ein gutes Stück verbessert: Zeitlupen sind bei FullHD mit beachtlichen 1000 Bildern pro Sekunde möglich und das für ganze sieben Sekunden, der Vorgänger schaffte nur halb so viel.

All diese Verbesserungen lässt sich Sony fürstlich bezahlen. Wer nicht aufs Geld schauen muss, bekommt mit der RX100 V ohne Frage die zur Zeit beste kompakte Kamera für Normalsterbliche.

Zoom-Wunder

Panasonic Lumix TZ101

Test Kompaktkamera: Panasonic Lumix DMC-TZ 101
Glänzt mit einem 10fach-Zoom und 4K-Video, ist aber nicht ganz so lichtstark.

Legen Sie Wert auf einen weiten Zoombereich mit starkem Telezoom? Dann ist nach wie vor die Panasonic Lumix DMC-TZ101 ein ganz heißer Tipp von uns.

Technisch ist sie eng mit der LX15 verwandt, aber ihr 10fach-Zoom reicht von 25 bis 250 Millimeter. Sehenswürdigkeiten, an die man im Urlaub nicht nah heran kann, werden mit der TZ101 einfach zu Ihnen geholt.

So haben Sie wenigstens auf dem Bild die Möglichkeit, sich alle Details genau anzusehen. Allerdings ist das Objektiv lichtschwächer als das unserer Favoritin, bei schlechtem Licht leidet daher die Bildqualität etwas.

Außerdem getestet

Sony RX100 IV

Wenn 4K-Video für Sie ebenso wichtig ist wie ein elektronischen Sucher, ist die RX100 IV von Sony eine gute Option. Sie kostet allerdings rund 200 Euro mehr als unserer Favoritin. Dafür bekommt man eine Super-Slow-Motion Funktion und noch ein paar Serienbilder pro Sekunde mehr als bei unserer Favoritin. Aber das ist aus unserer Sicht nicht den kräftigen Aufpreis wert.

Canon PowerShot G7 X Mark II

Wer gerne etwas mehr Zoom möchte, dabei aber keine Abstrich bei der Lichtstärke machen will, für den ist die Canon PowerShot G7 X Mark II möglicherweise einen Blick wert. In die Liste der Empfehlungen schaffte sie es dennoch nicht, denn ihr fehlt die Möglichkeit, Videos in 4K-Auflösung aufzunehmen. Da sie außerdem nicht deutlich günstiger ist als unsere Favoritin von Panasonic, ist die aus unserer Sicht die bessere Wahl.

Kommentare

18 Kommentare zu "Die beste Kompaktkamera"

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An der RX100 III kommt sie definitiv nicht vorbei. Und jeder, der fragt, warum er sich eine Kompaktkamera statt einer Systemkamera (mit oder ohne Spiegel) holen soll, der sollte sich erstmal mit den Geräten beschäftigen. Ich würde mittlerweile eine hochwertige Kompakte jeder Systemkamera vorziehen. Das ist aber persönliches Bedürfnis. Ich würde im Leben keine Objektive mehr wechseln wollen. Andere wiederum schätzen diese Flexibilität.

Warum sollte man sich für 600 Ocken so eine Lumix kaufen? Für 580 kriegt man eine Sony Alpha 6000 inkl. Kit-Zoom, für 660 eine Olympus OM-D E-M10 Mark II inkl. Kit-Zoom. Nur ganz unwesentlich größer+schwerer, dafür wesentlich „erwachsenere“ und durch die Wechselobjektive (Festbrennweiten!!) wesentlich ausbaufähigere Geräte.

John
John

so weit ich das sehe, hat sie keinen Blitzschuh, das geht gar nicht. Ausserdem leistet mir meine Lumix LX3 noch immer gute Dienste. Ansonsten Fotografiere ich auch mit Nikon DSLR.

wenn jeder mitdenkt, braucht facebook nicht mitzudenken.

Besitze seit 2016 die DMC-TZ61, bin damit sehr zufrieden.

Wir sind stolz auf dich, bist ein ganz toller ??

Leica ist eben Spitze

Die Beste Kompakte? *lach*
Selbst wenn sie „Angeblich“ besser als die RX100 III sein sollte, gegen die IV bzw. V kommt sie nicht an…
Der Preis ist Super, das wars aber auch schon.

Was soll ich denn mit einer Lumix wenn ich eine Nikon habe?

Das hängt natürlich auch vom Modell ab. ? Aber wenn Du mit Deiner Nikon zufrieden bist, ist eine neue Kamera unnötig.

Hmm – Nikon ist ja nicht gerade berühmt für seine Kompaktkameras – und um eine solche geht es hier.

Stimmt, Spiegelreflexkameras bauen sie besser.Aber das heißt ja nicht, dass alle Kompaktkameras von Nikon schlecht sind. Sony dürfte in diesem Bereich allerdings besser sein.

Da Nikon die dl eingestampft hat, muss man sich nach Alternativen umsehen

Hach was für ein „Zufall“. Die Kamera hab ich Dienstag gerade wegen totaler untauglichkeit zurückgeschickt. Ich wollte sie für kleine Vlogs nehmen. Aber dafür ist sie scheinbar doch nicht so ganz geeignet. Drei Dinge waren es die mich gestört haben: Das Objektiv scheint extrem Streulcihtempflindlich zu sein. Man kann ja leider keine Geli Montieren. Ich hatte in fast der hälfte meiner gedrehten Sequenzen in der Bildmitte einen mehr oder weniger stark ausgeprägten lila Fleck. Dann funktioniert das Facetracking absolut nicht. Das Gesicht wird zwar erkannt und verfolgt, aber die Kamera fokussiert nicht. Da kann man machen was man will. Und… Mehr... »

Die ästhetische Anmutung einer Profikamera, aber keine Möglichkeit, eine Sonnenblende oder gar einen Filter zu montieren. Schön Dank auch. Und die Sensor-Größe? Alles unter APS-C kommt mir nicht ins Haus. Eben eine Aufsteiger-Kamera für den Handy-Knipser…

Bernd Lehmann
Hast ja richtig Ahnung? 😀

Na ja, hier geht es um eine kleine Taschenknipse! Selbstverständlich gibt es bessere Kameras, aber die haben dann eben andere Schwerpunkte und vor allem eine andere Größe. Mir ist übrigens keine solche Kamera bekannt, bei der man einen Sonnenblende montieren könnte.

Der Vorgänger, also die lumix lx100 die hab ich und bei der geht das, die hat nebenbei auch noch ein Filtergewinde, nen Mft Sensor und nen Blitzschuh und kostet das selbe. Einziger Manko der Sensor is aus der vorherigen Generation, und von der Bauform is sie nen Tick größer also schwer zu sagen ob sie in die selbe Klasse einzuordnen ist…