Die beste Kompaktkamera

Test: Kompaktkamera – Testsieger Panasonic Lumix DMC-LX15

Die beste Kompaktkamera für die meisten kommt derzeit von Panasonic und heißt Lumix LX15. Mit ihrer pfiffigen Touchscreen-Bedienung, dem schnellen Autofokus und 4K-Video stößt sie unsere bisherige Favoritin, die Sony RX100 III, vom Thron der besten Edel-Kompakten. Sony hat zwar mit der RX100 IV und der RX100 V zwei Modelle im Programm, die der Panasonic LX-15 etwas überlegen sind – die kosten aber deutlich mehr.

Wer braucht heute noch eine Kompaktkamera? Schließlich nehmen auch moderne Smartphones Fotos mit bis zu 20 Megapixel auf.

Doch sobald die Lichtverhältnisse schlechter werden, beispielsweise bei Dämmerung, sind Smartphone-Kameras schnell überfordert und die Aufnahmen werden schlecht.

Smartphones haben gegenüber Kompaktkameras außerdem den Nachteil, dass es keinen Zoom gibt, die Einstellmöglichkeiten oft sehr begrenzt sind und der Autofokus kaum für schnelle Serienbilder taugt. Da bietet die handliche LX15 einfach mehr und dazu noch eine deutlich bessere Bildqualität.

Riesige Ausstattung, einfache Bedienung

Wer häufig mit einem Smartphone knippst, wird mit der Panasonic Lumix DMC-LX15 sofort klar kommen – ihr Display ist nämlich berührungsempfindlich. Ein Fingertipper genügt, um blitzschnell auf die gewünschte Motivpartie scharf zu stellen und die Kamera auszulösen. Wer will, kann die Kamera fast komplett über den Touchscreen bedienen, für wichtige Funktionen gibt es sogenannte »Quick«-Felder.

Einen Touchscreen hat unser bisheriger Spitzenreiter, die RX100 III von Sony, nicht zu bieten. Dafür wartet sie mit einem kleinen Videosucher auf. Eine praktische Hilfe, wenn einmal die Sonne direkt von hinten aufs Display scheint und kaum etwas auf dem Bildschirm zu erkennen ist. Wir meinen allerdings, dass der Mini-Sucher der RX100 III im Alltag nicht so viel bringt. Dazu ist er einfach zu klein, besonders für Brillenträger.

Wie die Kamera von Sony ist auch die Panasonic LX15 hochwertig verarbeitet und sieht schick aus. Beide Kameras sind ungefähr so groß wie eine Zigarettenschachtel, passen also noch gut in die Hosen- oder Handtasche. Panasonic hat die LX15 mit einer angedeuteten Griffwulst versehen, die Gehäusefront der RX100 III ist dagegen völlig glatt. Am besten hält man die Kamera beim Fotografieren und Filmen wie ein Smartphone mit beiden Händen.

Das Objektiv der Panasonic LX15 zoomt 3-fach von 24 bis 72 Millimeter Brennweite. Bei der RX100 III reicht der Zoom von 24 bis 70 Millimeter. Ein minimaler Unterschied, der in der Praxis keine Rolle spielt. Für Landschafts- und Übersichtsaufnahmen sind beide Kameras sehr gut geeignet, beim Telezoom knausern sie allerdings. Gut, dass es alternativ noch einen Digitalzoom gibt. Damit holen Sie Entferntes noch näher heran, was allerdings auf Kosten der Bildqualität geht.

Die Objektive beider Kameras sind sehr lichtstark und ermöglichen selbst bei schlechtem Licht oder wenig Helligkeit Aufnahmen mit kurzer Verschlusszeit oder geringer ISO-Zahl. Sony hat der RX100 III zudem einen ND-Filter spendiert, der sich per Knopfdruck zuschalten lässt. Das ermöglicht auch in heller Umgebung Aufnahmen mit großer Blendenöffnung, das heißt, dass dann der Bildhintergrund deutlich unschärfer wird als das Motiv im Vordergrund.

Sowohl Panasonic, als auch Sony statten ihre Edel-Kompakten mit vielen sinnvollen Automatik-Funktionen aus. LX15 und RX100 III erkennen automatisch Gesichter und stellen darauf scharf. Beide Kameras haben eine HDR-Automatik, um sehr kontrastreiche Motive brillant aufzunehmen. Ebenso gibt es bei beiden eine Panorama-Automatik. Dabei kann die Kamera einfach über die Szenerie geschwenkt werden, während man den Auslöser gedrückt hält.

In Sachen pfiffiger Sonderfunktionen ist die LX15 der Sony allerdings überlegen. Etwa mit der Funktion »Post Focus«. Hier legt man erst nach der Aufnahme mit einem Fingertipper auf dem Display fest, ob die Blume im Vordergrund oder der Kirchturm im Hintergrund scharf sein soll. Außerdem beherrscht die LX15 »Focus Stacking«. Diese Funktion kombiniert mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Entfernungseinstellung zu einem Bild, das von vorne bis hinten scharf ist.

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Kommentare

19 Kommentare zu "Die beste Kompaktkamera"

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Besitze seit 2016 die DMC-TZ61, bin damit sehr zufrieden.

Wir sind stolz auf dich, bist ein ganz toller 😊👍

Michael Huetter

Was soll ich denn mit einer Lumix wenn ich eine Nikon habe?

Das hängt natürlich auch vom Modell ab. 😉 Aber wenn Du mit Deiner Nikon zufrieden bist, ist eine neue Kamera unnötig.

Hmm – Nikon ist ja nicht gerade berühmt für seine Kompaktkameras – und um eine solche geht es hier.

Stimmt, Spiegelreflexkameras bauen sie besser.Aber das heißt ja nicht, dass alle Kompaktkameras von Nikon schlecht sind. Sony dürfte in diesem Bereich allerdings besser sein.

Da Nikon die dl eingestampft hat, muss man sich nach Alternativen umsehen

Die Beste Kompakte? *lach*
Selbst wenn sie „Angeblich“ besser als die RX100 III sein sollte, gegen die IV bzw. V kommt sie nicht an…
Der Preis ist Super, das wars aber auch schon.

Leica ist eben Spitze

wenn jeder mitdenkt, braucht facebook nicht mitzudenken.

John
John

so weit ich das sehe, hat sie keinen Blitzschuh, das geht gar nicht. Ausserdem leistet mir meine Lumix LX3 noch immer gute Dienste. Ansonsten Fotografiere ich auch mit Nikon DSLR.

Warum sollte man sich für 600 Ocken so eine Lumix kaufen? Für 580 kriegt man eine Sony Alpha 6000 inkl. Kit-Zoom, für 660 eine Olympus OM-D E-M10 Mark II inkl. Kit-Zoom. Nur ganz unwesentlich größer+schwerer, dafür wesentlich „erwachsenere“ und durch die Wechselobjektive (Festbrennweiten!!) wesentlich ausbaufähigere Geräte.

An der RX100 III kommt sie definitiv nicht vorbei. Und jeder, der fragt, warum er sich eine Kompaktkamera statt einer Systemkamera (mit oder ohne Spiegel) holen soll, der sollte sich erstmal mit den Geräten beschäftigen. Ich würde mittlerweile eine hochwertige Kompakte jeder Systemkamera vorziehen. Das ist aber persönliches Bedürfnis. Ich würde im Leben keine Objektive mehr wechseln wollen. Andere wiederum schätzen diese Flexibilität.

Hach was für ein „Zufall“. Die Kamera hab ich Dienstag gerade wegen totaler untauglichkeit zurückgeschickt. Ich wollte sie für kleine Vlogs nehmen. Aber dafür ist sie scheinbar doch nicht so ganz geeignet. Drei Dinge waren es die mich gestört haben: Das Objektiv scheint extrem Streulcihtempflindlich zu sein. Man kann ja leider keine Geli Montieren. Ich hatte in fast der hälfte meiner gedrehten Sequenzen in der Bildmitte einen mehr oder weniger stark ausgeprägten lila Fleck. Dann funktioniert das Facetracking absolut nicht. Das Gesicht wird zwar erkannt und verfolgt, aber die Kamera fokussiert nicht. Da kann man machen was man will. Und… Mehr... »

Bernd Lehmann
Hast ja richtig Ahnung? 😀

Na ja, hier geht es um eine kleine Taschenknipse! Selbstverständlich gibt es bessere Kameras, aber die haben dann eben andere Schwerpunkte und vor allem eine andere Größe. Mir ist übrigens keine solche Kamera bekannt, bei der man einen Sonnenblende montieren könnte.

Der Vorgänger, also die lumix lx100 die hab ich und bei der geht das, die hat nebenbei auch noch ein Filtergewinde, nen Mft Sensor und nen Blitzschuh und kostet das selbe. Einziger Manko der Sensor is aus der vorherigen Generation, und von der Bauform is sie nen Tick größer also schwer zu sagen ob sie in die selbe Klasse einzuordnen ist…

Die ästhetische Anmutung einer Profikamera, aber keine Möglichkeit, eine Sonnenblende oder gar einen Filter zu montieren. Schön Dank auch. Und die Sensor-Größe? Alles unter APS-C kommt mir nicht ins Haus. Eben eine Aufsteiger-Kamera für den Handy-Knipser…

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