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Die beste Kompaktkamera

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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht

fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.

Wir haben 14 Kompaktkameras getestet. Die beste kommt für uns nach wie vor von Panasonic und heißt Lumix LX15. Mit ihrer pfiffigen Touchscreen-Bedienung, dem schnellen Autofokus und 4K-Video ist sie nach wie vor aktuell und preislich attraktiv. Es gibt etliche andere Kameras, die weniger können und ähnlich viel kosten und es gibt Kameras, die mehr leisten, aber auch teilweise deutlich teurer sind. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet die Panasonic Lumix LX15.

Update 25. Oktober 2019

Wir haben den Artikel umfangreich überarbeitet und gleich vier neue Premium-Kompaktkameras mit aufgenommen: Die Canon PowerShot G7 X Mark III und Ricoh GR III haben es in die Empfehlungen geschafft.

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18. Januar 2019

Wir haben den Artikel komplett überarbeitet. Trotz diverser Kameraneuheiten in diesem Segment bleibt die Panasonic Lumix DMC-LX15 für uns die beste kleine Kompaktkamera. Der Grund: Das Preis-Leistungsverhältnis spielt beim Testsieg eine große Rolle und die LX15 ist seit ihrer Markteinführung Ende 2016 erheblich im Preis gesunken.

Günstige kompakte Digitalkameras wurden inzwischen fast vollständig vom Smartphone verdrängt, sie werden kaum noch hergestellt. Smartphones machen mindestens genauso gute Fotos und man hat es immer dabei.

Doch es gibt nach wie vor eine – gar nicht so kleine – Nische für Kompaktkameras, die eine wesentlich bessere Bildqualität als Smartphones bieten. Sie werden daher oft auch als »Premium-Kompaktkameras« oder »Edel-Kompaktkameras« bezeichnet. Jackentaschen-geeignet sollen sie sein und höchstens rund 300 Gramm schwer.

Nach oben haben wir preislich keine Grenze gesetzt, aber aber für den Testsieg spielt das Preis-Leistungsverhältnis eine entscheidende Rolle.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Panasonic Lumix LX15

Lange hat Sony bei den Edel-Kompakten mit großem Bildsensor geführt und hat auch heute das mit Abstand breiteste Angebot, doch wenn man den Kaufpreis mit berücksichtigt, ist die Panasonic Lumix LX15 unsere Favoritin. 4K-Video, ein sehr schneller Autofokus und eine exzellente Bildqualität gibt es zwar auch bei Sony – aber nicht zu dem Preis, für den man die Panasonic LX15 bekommt.

Wenn Geld egal ist

Sony RX100 V

Test (kleine) Kompaktkamera: Sony RX100 V
Technisch noch besser – aber etwas zu teuer.

Die Sony RX100 V macht tatsächlich vieles noch etwas besser als die Panasonic LX15: Sie hat einen ausfahrbaren Sucher, macht rasend schnelle Serienbilder in voller Auflösung und hat insgesamt noch eine etwas bessere Bildqualität. Dafür besitzt sie aber keinen Touchscreen und ihr Akku hält nicht besonders lange. Und sie kostet auch rund 300 Euro mehr als die Panasonic LX15 – oder anders gesagt: über 50 Prozent Aufpreis. Deshalb ist sie unter Berücksichtigung des Preis-Leistungsverhältnisses nicht unser Favorit.

Großer Sensor zum kleinen Preis

Fujifilm XF10

Wenn es rein nach der besten Bildqualität zum besten Preis ginge, wäre die Fujifilm XF10 deutlicher Testsieger. Sie ist kaum größer als die anderen getesteten Kameras, hat aber einen viel größeren Bildsensor (so groß wie bei vielen System- oder Spiegelreflexkameras) und erreicht damit eine großartige Bildqualität, die nochmal eine ganze Stufe über den Kameras mit 1-Zoll-Sensor liegt. Und dabei ist sie nicht einmal teurer als unser Favorit. Der große Sensor in dem kleinen Gehäuse ist aber nur mit einem Festbrennweiten-Objektiv realisierbar, die XF10 hat also keinen Zoom. Wer sich damit arrangieren kann, bekommt mit der Fujifilm XF10 die kleinste und günstigste Kamera mit der besten Bildqualität.

Auch die Ricoh GR III hat einen Bildsensor in APS-C-Größe (also deutlich größer als die hier sonst so verbreiteten 1-Zoll-Sensoren) und ein 28-Millimeter-Festbrennweiten-Objektiv. Sie ist nochmal deutlich kleiner als die Fujifilm XF10 und hat in dem kleinen Gehäuse sogar einen Bildstabilisator eingebaut. Auch sonst kann sie manches besser als die Fujifilm, kostet aber auch glatt das Doppelte. 4K-Video oder einen Sucher hat sie leider nicht und die Bedienung richtet sich klar an »ambitioniete Fotografen«. Insofern ist die Ricoh GR III nichts für die breite Masse, aber wer die beste Bildqualität im kleinsten Gehäuse sucht (und genug Geld hat und auf Zoom verzichten kann), kommt um die Ricoh GR III kaum herum.

Für VLogger

Canon PowerShot G7 X Mark III

Die Canon PowerShot G7 X Mark III hat etwas mehr Zoombereich als unsere Testsiegerin und ihr Objektiv ist trotzdem schön lichtstark. Ihr Monitor kann für Selfies ganz nach oben geklappt werden und sie beherrscht sogar YouTube-Live-Streaming. Damit will sie insbesondere Video-Blogger ansprechen. In Sachen Bildqualität kann die Canon PowerShot G7 X Mark III nicht ganz mit unserem Testsieger Panasonic LX15 oder der Sony RX100 V mithalten (mit den beiden APS-C-Sensor-Kameras natürlich erst recht nicht). Wenn Sie aber mehr als einen 3-fachen Zoomfaktor haben möchten oder das YouTube-Live-Streaming oder den Selfie-Bildschirm nutzen wollen, ist die G7 X Mark III ein guter Tipp.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGroßer Sensor zum kleinen PreisGroßer Sensor mit StabilisatorFür VLogger
Modell Panasonic Lumix LX15 Sony RX100 V Fujifilm XF10 Ricoh GR III Canon PowerShot G7 X Mark III Panasonic Lumix TZ101 Sony RX100 VI Sony RX100 VII Sony RX100 III Panasonic Lumix TZ202 Sony RX100 IV Canon PowerShot G5 X Mark II Canon PowerShot G9 X Mark II Canon PowerShot G7 X Mark II
Test (kleine) Kompaktkamera: Panasonic Lumix LX15Test (kleine) Kompaktkamera: Sony RX100 V(kleine) Kompaktkamera Test: Fujifilm Xf10 Schwarz [foto Fujifilm] Yug221Test Kompaktkamera: Ricoh GR IIITest Kompaktkamera: Canon PowerShot G7 X Mark IIITest (kleine) Kompaktkamera: Panasonic Lumix TZ101Test (kleine) Kompaktkamera: Sony RX100 IIITest Kompaktkamera: Sony RX100 VIITest (kleine) Kompaktkamera: Sony RX100 IVTest (kleine) Kompaktkamera: Panasonic Lumix TZ202Test (kleine) Kompaktkamera: Sony RX100 VITest Kompaktkamera: Canon PowerShot G5 X Mark II(kleine) Kompaktkamera Test: Canon Powershot G9 X Mark Ii [foto Canon] G4f5c4(kleine) Kompaktkamera Test: Canon Powershot G7 X Mark Ii [foto Canon] 5i1gtx
Pro
  • Super Preis-Leistungsverhältnis
  • Lichtstarkes Objektiv
  • Touchscreen
  • Monitor klappbar
  • 4K-Video
  • Elektronischer Sucher
  • Monitor klappbar
  • 4K-Video
  • Sehr hohe Serienbildrate
  • Großer APS-C-Bildsensor
  • Sehr gute Bildqualität
  • Großer APS-C-Bildsensor
  • Beste Bildqualität
  • Bildstabilisator
  • Lichtstarkes 4,2-fach-Zoom
  • Touchscreen
  • Monitor klappbar
  • 4K-Video
  • 10fach-Zoom
  • Touchscreen
  • 4K-Video
  • 8,3fach-Zoom
  • Touchscreen
  • Monitor klappbar
  • 4K-Video
  • Sehr hohe Serienbildrate
  • 8,3fach-Zoom
  • Touchscreen, klappbar
  • 4K-Video
  • Sehr hohe Serienbildrate
  • Sehr schneller Autofokus
  • Elektronischer Sucher
  • Monitor klappbar
  • 15fach-Zoom
  • 4K-Video
  • Touchscreen
  • Elektronischer Sucher
  • Monitor klappbar
  • Hohe Serienbildrate
  • Lichtstarkes 5-fach-Zoom
  • Touchscreen
  • Monitor klappbar
  • Elektronischer Sucher
  • 4K-Video
  • Sehr klein und leicht
  • Touchscreen
  • Lichtstarkes 4,2-fach-Zoom
  • Touchscreen
  • Monitor klappbar
Contra
  • Kein Sucher
  • Teuer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • 4K-Video nur mit 15 fps
  • Kein Zoom
  • Langsamer Autofokus
  • Kein Bildstabilisator
  • Nur FullHD-Video
  • Kein Zoom
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Bildqualität nimmt zum Rand hin ab
  • Kein Sucher
  • Lichtschwaches Objektiv
  • Teuer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Sehr teuer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Keine 4K-Videos
  • Sehr lichtschwaches Objektiv
  • Recht teuer
  • Bildqualität nimmt zum Rand hin ab
  • Keine 4K-Videos
  • Lichtschwaches Objektiv
  • Keine 4K-Videos
  • Kein Sucher
Bester Preis
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Wozu eine Kompaktkamera?

Wer braucht heute noch eine Kompaktkamera? Schließlich nehmen auch moderne Smartphones Fotos mit bis zu 20 Megapixel auf.

Doch sobald die Lichtverhältnisse schlechter werden, beispielsweise bei Dämmerung, sind Smartphone-Kameras schnell überfordert und die Aufnahmen werden schlecht.

Bessere Bilder dank großem Sensor

Zudem sind die Einstellmöglichkeiten oft sehr begrenzt, der Autofokus meist vergleichsweise langsam, erst recht bei Serienbildern und die ganze Handhabung kann beim »richtigen« Fotografieren nicht wirklich überzeugen. Das geht ja schon mit dem Auslöser los, der nicht zweistufig arbeitet, d. h. man kann nicht einfach halb durchdrücken und damit vorfokussieren und dann im genau richtigen Moment auslösen. Da bieten die handlichen Kompaktkameras einfach mehr und dazu noch eine deutlich bessere Bildqualität.

Wer auch in schwierigen Lichtsituationen gute Fotos machen will, aber nicht gleich eine Spiegelreflex- oder Systemkamera mit sich herumschleppen will, für den ist eine gute Kompaktkamera genau das Richtige. Denn die haben einen wesentlich größeren Bildsensor, der insbesondere bei wenig Licht wesentlich bessere Fotos macht.

So haben wir getestet

Wir haben 16 aktuelle Modelle getestet. Die gesamte Sony RX100-Baureihe besteht mittlerweile aus sieben Modellen, die beiden ältesten haben wir aber aber im Rennen um die beste kleine Kompaktkamera aussortiert. Sie sind technisch eigentlich veraltet und haben nur noch wegen ihrer mittlerweile sehr günstigen Preisen ihre Daseinsberechtigung. Interessant sind hingegen die Modell RX100 III, RX100 IV, RX100 V, RX100 VI und RX100 VI.

Panasonic ist mit drei Modellen dabei, der LX15, unsere Testsiegerin, und der TZ101 und TZ202. Die beiden letztgenannten sind schon Travelzoom-Kameras, d. h. sie haben einen mindestens 10-fachen Zoom in einem kleinen Gehäuse. Sie passen aber hinsichtlich Größe und Qualität durchaus auch in das Testfeld der kleinen Edelkompakten, um die es hier geht.

Canon ist mit vier Modellen dabei, der PowerShot G9 X Mark II (die kleinste Kamera im Testfeld) und der PowerShot G7 X Mark II (Auslaufmodell), deren Nachfolgerin PowerShot G7 X Mark III und der PowerShot G5 X Mark II .

Mit der Fujifilm XF10 und der Ricoh GR III sind hier als Ehrengäste auch zwei Kameras mit Bildsensor in APS-C-Größe und Festbrennweiten-Objektiv mit dabei. Beide Kameras sind trotz ihres deutlich größeren Bildsensors genauso klein wie die anderen Modelle und passen deshalb gut in dieses Testfeld.

Bei unserem Test haben wir vor allem auf Bildqualität, Display, Ausstattung und Bedienung geachtet. Der Preis spielte auch eine wesentliche Rolle, da die beste Kompaktkamera schließlich auch für die meisten Menschen erschwinglich sein soll.

(kleine) Kompaktkamera Test: Panasonic Lumix Dmc Lx15 [foto Medianord] 2hzl5y

Testsieger: Panasonic Lumix DMC-LX15

Die Panasonic Lumix DMC-LX15 überzeugt vor allem mit ihrem tollen Preisleistungsverhältnis: Sie bietet exzellente Bildqualität, schnellen Autofokus, 4K-Video und ein modernes Bedienkonzept zum verhältnismäßig kleinen Preis.

Testsieger

Panasonic Lumix LX15

Wer häufig mit einem Smartphone knipst, wird mit der LX15 sofort klar kommen – ihr Display ist nämlich berührungsempfindlich. Ein Fingertipper genügt, um blitzschnell auf die gewünschte Motivpartie scharf zu stellen und die Kamera auszulösen. Wer will, kann die Kamera fast komplett über den Touchscreen bedienen, für wichtige Funktionen gibt es sogenannte »Quick«-Felder.

Riesige Ausstattung, einfache Bedienung

Einen Touchscreen haben viele Konkurrenzmodelle (unter anderem RX100 III von Sony), nicht zu bieten. Dafür haben viele andere Kameras zusätzlich zum Monitor einen kleinen Videosucher. Eine praktische Hilfe, wenn einmal die Sonne direkt von hinten aufs Display scheint und kaum etwas auf dem Bildschirm zu erkennen ist.

Wir finden allerdings, dass diese Mini-Sucher im Alltag nicht so viel bringen. Dazu sind sie einfach zu klein, besonders für Brillenträger. Trotzdem sind sie natürlich ein Pluspunkt, den die LX15 nicht für sich verbuchen kann.

Wie alle Kameras von Sony ist auch die Panasonic LX15 hochwertig verarbeitet und sieht schick aus. Die Kameras ist ungefähr so groß wie eine Zigarettenschachtel, passt also noch gut in die Hosen- oder Handtasche. Panasonic hat die LX15 mit einer angedeuteten Griffwulst versehen, die Gehäusefront der Kameras von Sony sind sogar völlig glatt. Beides ist nicht optimal. Am besten hält man die Kamera beim Fotografieren und Filmen wie ein Smartphone sicher mit beiden Händen.

Gute Ergebnisse auch bei wenig Licht

Das Objektiv der Panasonic LX15 zoomt 3-fach von 24 bis 72 Millimeter Brennweite. Das bedeutet schön viel Weitwinkel und nur wenig Tele. Für Landschafts- und Übersichtsaufnahmen ist das Objektiv sehr gut geeignet, richtig heranzoomen kann man damit aber nicht. Weiter zoomen kann man dann mit dem Digitalzoom, was allerdings auf Kosten der Bildqualität geht (praktisch wird eine Ausschnittsvergrößerung gemacht).

Das Objektiv der Lumix DMC-LX15 ist das lichtstärkste ihrer Klasse, vor allem im Weitwinkel. Das heißt in Weitwinkelstellung fällt viel Licht durchs Objektiv auf den Sensor. Das ist gut bei wenig Umgebungslicht, beispielsweise bei Innenaufnahmen und in der Dämmerung. Je mehr man zoomt, desto schlechter wird der Lichtstärkenwert, d. h. es geht mehr Licht im Objektiv verloren. Die Kamera muss dann eher die ISO-Zahl anheben und dem dann einsetzenden Bildrauschen mit einer Rauschreduzierung entgegenwirken. Das wiederum geht zu Lasten der Bilddetails. Gerade bei wenig Licht sollten sie also versuchen lieber in Weitwinkelstellung zu fotografieren (das gilt auch für alle anderen Kameras des Testfelds, mit Ausnahme der Fujifilm, die gar keinen Zoom hat).

(kleine) Kompaktkamera Test: Panasonic Lumix Dmc Lx15 [foto Medianord] Pef41v

Sowohl Panasonic, als auch Sony und Canon statten ihre Edel-Kompakten mit vielen sinnvollen Automatik-Funktionen aus. Die Kameras erkennen automatisch Gesichter und stellen darauf scharf. Praktisch alle Kameras dieser Klasse haben eine HDR-Automatik, um sehr kontrastreiche Motive brillant aufzunehmen. Ebenso gibt es meist eine Panorama-Automatik. Dabei kann die Kamera einfach über die Szenerie geschwenkt werden, während man den Auslöser gedrückt hält. Da geben sich alle Kameras im Testfeld nicht viel und bieten alles was man braucht und noch einiges mehr.

In Sachen pfiffiger Sonderfunktionen hat die LX15 allerdings noch einiges mehr zu bieten. Etwa mit der Funktion »Post Focus«. Hier legt man erst nach der Aufnahme mit einem Fingertipper auf dem Display fest, ob die Blume im Vordergrund oder der Kirchturm im Hintergrund scharf sein soll. Außerdem beherrscht die LX15 »Focus Stacking«. Diese Funktion kombiniert mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Entfernungseinstellung zu einem Bild, das von vorne bis hinten scharf ist.

Schnelle Serienbilder und 4K Video

Sowohl die LX15 von Panasonic, als auch die hier noch vorgestellten Konkurrenzmodelle bieten eine Funktionsfülle, die bislang ausgewachsenen Spiegelreflexkameras vorbehalten war. Versierte Fotografen geben bei ihnen zum Beispiel Blende, Verschlusszeit und ISO-Zahl von Hand vor. Sogar der Fokus lässt sich manuell einstellen – bei den meisten Kameras (auch bei der LX15) übrigens mit einem praktischen Einstellring am Objektiv.

Serienbilder macht die LX15 mit über 10 Bilder/Sekunde in voller Auflösung. Das ist beachtlich. Einige Modelle von Sony schaffen noch mehr (bis zu 24 Bilder/Sekunde in voller Auflösung, das ist spektakulär), aber die 10 Bilder/s reichen für den »Hausgebrauch«. Wenn es noch schneller sein soll und eine Auflösung von gut 8 Megapixeln reicht, bietet die 4K-Foto-Funktion bis zu 30 Bilder/s und dazu noch einige interessante Zusatz-Funktionen.

Videos in sehr hoher Auflösung (4K/UHD)

Auch, wenn Sie Videos aufnehmen möchten, ist die Panasonic LX15 super, denn sie filmt auf Wunsch in hoher 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel). Dafür muss man bei der Konkurrenz (Sony) deutlich mehr ausgeben oder bekommt es gar nicht (Canon) oder nur mit ruckeligen 15 Bildern/s (Fujifilm). Bei den übrigen Videofunktionen gibt es kaum Unterschiede: Der Zoom lässt sich während einer Videoaufnahme besonders feinfühlig verstellen. Belichtung und Autofokus führen die Kameras auf Wunsch nach und der Ton zum Film wird heutzutage immer in Stereo aufgenommen.

Auch beim Thema »Konnektivität« gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Modellen. Alle Kameras in diesem Testfeld bieten WLAN, um Kontakt mit einem Smartphone aufzunehmen und können so Bilder aufs Mobiltelefon übertragen oder lassen sich via App fernsteuern. Von dem neuesten Trend profitiert die LX15 noch nicht: jüngere Modell funkten zusätzlich per Bluetooth. Damit ließen sich direkt während des Fotografierens Positionsdaten vom Handy in die Kamera übertragen. Auch der Verbindungsaufbau für die WLAN-Verbindung kann damit vereinfacht werden. Kriegsentscheidend ist das aber nicht.

Hohe Bildqualität

Die meisten Kompaktkameras mussten bisher mit einem sehr kleinen Bildsensor auskommen. Das gilt für Smartphones immer noch. Der Sensor der Kameras dieses Testfelds ist immerhin ein 1-Zoll-Typ und liegt damit zwischen den Smartphones und den Systemkameras. Diese Sensorgröße ist in den letzten Jahren sehr populär geworden, denn sie ermöglicht eine hohe Bildqualität und wahlweise entweder ein sehr kleines Gehäuse oder einen enormen Zoombereich. Die Bildqualität diese Kameras reicht den meisten Leuten völlig aus. Selbst gestandene Fotografen, die schon eine größere Systemkamera haben, kaufen gern noch eine solche 1-Zoll-Edelkompaktkamera, weil sie mit der Qualität zufrieden sind und diese kleine Kamera immer dabei sein kann, wenn die »Große« nicht mitsoll.

 

Bis in mittlere ISO-Regionen rauscht die Panasonic LX-15 kaum mehr als eine Systemkamera. Selbst in der Dämmerung oder im schummrigen Partykeller liefert die LX-15 noch ansehnliche Fotos mit vielen Details und leuchtenden Farben. Auch die Qualität des Objektivs ist für die kleine Baugröße sehr ordentlich. Es bildet bis zum Rand hin ziemlich scharf ab, kleinere Abbildungsfehler werden automatisch digital korrigiert. Nur bei Weitwinkelstellung des Zooms gehen allerfeinste Details an den Bildrändern verloren. Wer seine Fotos nicht gerade in Postergröße druckt, wird das aber nicht bemerken.

Bildaufbereitung kann manuell angepasst werden

Ambitionierte Fotografen könnte stören, dass die LX15 in den Standardeinstellungen die Bilddaten kräftig aufbereitet. Ein Beinbruch ist das nicht, das lässt sich bei Bedarf in den Einstellungen ganz nach Geschmack anpassen. Und wer alle Freiheiten haben möchte, nimmt die Fotos einfach im RAW-Format auf und »entwickelt« sie später am PC.

Die LX15 ist hochwertig verarbeitet, gut ausgestattet und liefert eine sehr ansehnliche Bildqualität. Bei der Markteinführung Ende 2016 kostete die Panasonic Lumix LX15 noch knapp 700 Euro. Mittlerweile bekommt man sie meist für knapp unter 500 Euro. Für diesen Preis bietet sie ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis.

Panasonic Lumix DMC-LX-15 im Testspiegel

Fast jeder Testredakteur, der die Panasonic Lumix DMC-LX15 in der Hand hatte, lobt die edle Kompaktkamera. So ist das angesehene Online-Magazin Digital Photography Review (11/2016) vor allem vom schnellen Autofokus begeistert und kommt zu dem Schluss:

»Ein 1-Zoll-Sensor, ihr exzellenter Autofokus und solides 4K-Video machen die LX15 zu einer der leistungsfähigsten Kompaktkameras.«

Genau so sieht es auch Moritz Wanke von CHIP (12/2016). Ihn hat die Bildqualität der LX15 überzeugt, ebenso die umfangreichen Extras inklusive Ultra-HD-Video und Touchscreen. Den schnellen Autofokus hebt der Tester besonders hervor. Sein Fazit:

»Die Panasonic Lumix DMC-LX15 gehört im Test zu den besten Digitalkameras ihrer Klasse.«

Benjamin Kirchheim von digitalkamera.de (12/2016) zieht in seinem Testfazit zur Panasonic LX15 deutliche Vergleiche zur Sony RX100 III und betont ebenfalls den besonders schnellen Autofokus der LX15.

»Panasonic ist mit der LX15 ein richtig großer Wurf gelungen. Man kann sie getrost als erste ernsthafte Konkurrenz zur RX100-Familie von Sony bezeichnen.«

Auch die Stiftung Warentest (01/2017) hat sich die LX15 angesehen. Sie konnte in allen Kategorien begeistern und bekam die Endnote 1,8.

»Ausgesprochen gute Kompaktkamera, für besonders hohe Ansprüche.«

Kritik gibt es von fast allen Testern an der etwas geringen Akkukapazität der LX15, die nur für rund 260 Aufnahmen reicht.

Alternativen

Auch wenn die Panasonic LX15 mit ihrem schnellen Autofokus und 4K-Video unser Favorit ist, heißt das nicht, dass Sony und andere Marken sich verstecken müssten – sie haben andere Vorteile, die allerdings nicht zum Testsieg gereicht haben.

Wenn Geld egal ist

Sony RX100 V

Test (kleine) Kompaktkamera: Sony RX100 V
Technisch noch besser – aber etwas zu teuer.

Die Sony RX100 V setzt gegenüber den Vorgängern der Sony RX100-Baureihe in vielen Punkten noch einmal ein Quäntchen drauf. Damit übertrifft sie auch unsere Favoritin von Panasonic. Mit einem Preis von rund 800 Euro ist sie aber auch sehr viel teurer als die Panasonic LX15.

Sucher und Objektiv sind dieselben wie in den Vorgängermodellen. Der Sensor ist jetzt aber mit einem noch leistungsfähigeren Autofokus mit 315 Autofokuspunkten ausgerüstet. Sie schafft jetzt außerdem 24 Serienbilder pro Sekunde in voller Auflösung und kann dabei die Schärfe nachziehen. Vor allem aber hat sich die Bildqualität beim Fotografieren und noch mehr sogar beim Filmen noch mal ein gutes Stück verbessert: Zeitlupen sind bei FullHD mit beachtlichen 1.000 Bildern pro Sekunde möglich und das für ganze sieben Sekunden, der Vorgänger schaffte nur halb so viel.

All diese Verbesserungen lässt sich Sony fürstlich bezahlen. Wer nicht aufs Geld schauen muss, bekommt mit der RX100 V ohne Frage noch mehr Kameratechnik als bei unserem Testsieger.

Ein wichtiger Hinweis noch zur RX100 V: Diese gibt es zur allgemeinen Verwirrung in zwei Versionen. Unter der Bestellnummer DSC-RX100M5 wird sie seit November 2016 verkauft und ist auch in 2019 noch bei vielen Händlern erhältlich. Seit August 2018 gibt es aber eine neuere Version, die ebenfalls RX100 V heißt, aber unter der Bestellnummer DSCRX100M5A geführt wird. Das »A« kennzeichnet also die neue Version.

Die besitzt einen neueren, noch leistungsfähigeren Prozessor, einen größeren Serienbild-Puffer, eine neue Menüführung und noch einige andere kleinere Vorteile. Angesichts des (Stand Januar 2019) sehr geringen Preisunterschieds sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie die neuere »A«-Version kaufen, falls Sie sich für die RX100 V entscheiden. Bei Amazon werden beide Versionen mäßig hilfreich als »ohne My Menü« und »mit My Menu« unterschieden (als wenn das My-Menü besonders wichtig wäre). Die Version »mit My Menu« ist die neue.

Großer Sensor zum kleinen Preis

Fujifilm XF10

Können Sie auf einen Zoom verzichten? Dann haben wir noch einen echten Tipp für Sie: die Fujifilm XF10.

Diese Kamera hat, anders als fast alle anderen Kameras in diesem Testfeld, keinen 1-Zoll-Bildsensor, sondern einen fast dreimal so großen APS-C-Sensor mit 24 Megapixeln. Entsprechend fängt er viel mehr Licht ein, was insgesamt bessere, »ehrlichere« Fotos ermöglicht, bei denen die Kameraelektronik weniger stark eingreifen muss. Das gilt eigentlich immer, vor allem aber bei weniger guten Lichtverhältnissen.

Dass die Fujifilm XF10 dennoch so klein wie die kleinen 1-Zoll-Kameras ist, liegt hauptsächlich daran, dass sie ein Objektiv mit einer festen Brennweite hat, also kein Zoom. Ein Zoomobjektiv hätte das Gehäuse vergrößert, die Kamera verteuert und wahrscheinlich die Bildqualität verschlechtert (denn ein Zoom-Objektiv ist immer ein Kompromiss aus Größe, Preis und Qualität). Eine einfach aufgebaute Festbrennweite kann hingegen kompakt und preisgünstig und dabei noch qualitativ hochwertig konstruiert werden. Ein solches Objektiv sitzt in der XF10 und es trägt wesentlich zur exzellenten Bildqualität der Kamera bei.

Nicht zoomen zu können wird vielen Anwendern ungewohnt sein. Aber: Die meisten Smartphones haben ebenfalls kein Zoom und viele Anwender finden das ganz normal (bei einigen aktuellen Spitzenmodellen sind immerhin mehrere Objektive und Bildsensoren eingebaut, wodurch sich etwas »zoomen« lässt). Wenn man sich darauf einlässt, kann man ohne Zoom sehr gut zurechtkommen. Vielleicht nicht immer, aber oft. Der Lohn dieses Kompromisses ist eine super Bildqualität, die mit der einer Systemkamera locker mithalten kann.

Ansonsten bietet die Fujifilm XF10 meist eher Unterdurchschnittliches. Gehäusedesign und Haptik: mittelmäßig (aber nicht billig und für den Preis völlig OK). Autofokus und Serienbildgeschwindigkeit: recht langsam. Klappmonitor, Touchscreen, Sucher oder Bildstabilisierung: nicht vorhanden (Monitor natürlich schon, aber nicht klappbar). Hochauflösendes 4K-Video: nur mit ruckeligen 15 Bildern/s (also im Grunde kaum brauchbar). Zum reinen Fotografieren ist die elektronische Ausstattung im Übrigen aber umfangreich. Und was am Ende aus der kleinen Taschenkamera rauskommt, sind Fotos wie von einer deutlich größeren Systemkamera.

Dabei kostet die Fujifilm XF10 mit unter 500 Euro nicht mehr als die Panasonic LX15. Die Bedienung richtet sich Fujifilm-typisch eher an versierte Anwender. Für Einsteiger ist die XF10 daher nicht zu empfehlen.

Vieles, was wir über Fujifilm XF10 gesagt haben, trifft auch auf die Ricoh GR III zu, die zweite Kompaktkamera auf dem Markt mit 24-Megapixel-Sensor in APS-C-Größe (also deutlich größer als die hier sonst so verbreiteten 1-Zoll-Sensoren). Die Ricoh GR III ist wahrlich keine Schönheit, ihr Gehäuse ist aber sehr robust und sie ist sogar noch kleiner als die Fujifilm, vor allem einen ganzen Zentimeter flacher.

Die Ricoh GR III kann vieles noch besser als die Fujifilm XF10. Unter anderem hat Ricoh in dem winzigen Gehäuse sogar einen Sensor-Shift-Bildstabilisator untergebracht, der die Kamera im Dämmerlicht gut nutzbar macht. Und der Autofokus der GR III ist richtig schnell. Auch die Bildqualität ist insgesamt nochmal eine kleine Nummer besser als bei der Fujifilm XF10. Leider hat auch die Ricoh GR III keinen elektronischen Sucher (man kann lediglich einen optischen Sucher aufstecken, aber der kostet nochmal reichlich extra). Und sie filmt nur in FullHD (bei 4K wäre wohl die Wärmeentwicklung in dem kleinen Gehäuse zu groß). Bei der Bedienung richtet sie sich nochmals mehr an versierte Fotografen, d. h. Einsteiger (oder Aufsteiger vom Smartphone) sollten sich an der Ricoh GR III nicht versuchen. Auch liefert die Ricoh GR III eher Fotos, die noch einiges an Nachbearbeitung vertragen (aber auch das Potenzial dafür haben).

Die Ricoh GR III kostet glatt mal das Doppelte der Fujifilm XF10. Das ist schon ein hoher Preis für eine so puristische Kamera. Dennoch: Wer sich als »ambitionierten Fotografen« bezeichnen würde, auf Zoom verzichten kann, seine Bilder ohnehin nachbearbeitet und bestmögliche Fotos mit einer sehr kleinen Kamera schießen möchte, der kommt um die Ricoh GR III als Hosentaschen-Zweitkamera eigentlich nicht herum.

Für VLogger

Canon PowerShot G7 X Mark III

Die Canon PowerShot G7 X Mark III hat etwas mehr Zoombereich (4,2-fach) als unsere Testsiegerin und ihr Objektiv ist trotzdem schön lichtstark. Technisch ist sie hochaktuell, besitzt einen neuen, nochmals lichtstärkeren 12-Zoll-Bildsensor und beherrscht auch 4K-Video (endlich, da hing Canon der Konkurrenz lange hinterher). Ihr Monitor kann für Selfies ganz nach oben geklappt werden, sie hat einen Mikrofoneingang und beherrscht sogar YouTube-Live-Streaming über WLAN (in FullHD und ohne parallele Aufzeichnung auf der Speicherkarte). Damit will sie insbesondere Vlogger ansprechen. Das sind die Leute, die sich z. B. auf Veranstaltungen oder Messen im Rahmen einer Reportage selbst filmen.

Aber auch für Fotos ist die Canon PowerShot G7 X Mark III bestens gerüstet, beispielsweise beherrscht sie rasend schnelle Serienbilder (statt der angegebenen 20 Bilder pro Sekunde haben wir immerhin sehr stattliche 19 Bilder pro Sekunde gemessen) und hält diese auch lange durch (84 Bilder in Folge bei JPEG, 45 Bilder bei Raw nach unseren Messungen, die wiederum unter der Herstellerangabe liegen). Auch der Autofokus ist sehr schnell. Einen elektronischen Sucher hat die PowerShot G7 X Mark III leider nicht.

So interessant die verbaute Technik ist und so gefällig die Kamera insgesamt daherkommt – in Sachen Bildqualität kann die Canon PowerShot G7 X Mark III nicht ganz mit unserem Testsieger Panasonic LX15 oder der Sony RX100 V mithalten (mit den beiden APS-C-Sensor-Kameras natürlich erst recht nicht). Aufgrund der Summe ihrer Eigenschaften ist sie dennoch eine Empfehlung, wenn Sie mehr als einen 3-fachen Zoomfaktor haben möchten oder das YouTube-Live-Streaming oder den Selfie-Bildschirm nutzen wollen.

Was gibt es sonst noch?

Panasonic Lumix TZ101

Wenn Ihnen ein großer Zoombereich wichtig ist, ist die Panasonic Lumix DMC-TZ101 eine super Alternative. Unserem Testsieger ist sie technisch ziemlich ähnlich (und sie kostet auch dasselbe), aber ihr 10fach-Zoom bringt Sehenswürdigkeiten oder Naturaufnahmen viel näher an die Linse. Wie immer geht der große optische Zoom aber auf Kosten der Lichtstärke und der Bildqualität, entsprechend kann die TZ101 bei der Bildqualität nicht ganz mit den anderen Kandidaten mithalten.

Wir hatten oben schon über die Sony RX100 V gesprochen, die den Testsieg eigentlich nur wegen ihres Preises verfehlte. Sogar noch teurer ist die Sony RX100 VI. Diese ist nur 2 Millimeter dicker als die anderen RX100-Modelle, hat aber einen wesentlich größeren Zoombereich (8,3x-Zoom) mit mehr Telebrennweite bis umgerechnet 200 mm, was sie fast schon zur Travelzoom-Kamera macht. In Sachen Leistung und Geschwindigkeit ist sie sonst identisch mit der RX100 V (also super). Aber dieser hat sie noch Bluetooth und einen Touchscreen voraus. Der größere Zoombereich geht aber etwas zu Lasten der Bildqualität und wir finden Sie etwas zu teuer.

Nochmals teurer ist das absolute Flaggschiff unter den kleinen Edelkompaktkameras, die Sony RX100 VII, ein echtes Technik-Wunderwerk. Sie ist äußerlich von der RX100 VI kaum zu unterscheiden, hat auch dasselbe Objektiv (d. h. leider auch die gleichen Qualitäts- und Lichtstärke-Einschränkungen, die dem großen Zoombereich geschuldet sind). Im Inneren werkeln hier eine noch neuere Generation des 20-Megapixel-1-Zoll-Sensors mit noch mehr Autofokus-Punkten und vor allem der super leistungsfähige Bildprozessor aus der großen Systemkamera Sony Alpha 9. Beides sorgt für bisher bei Kompaktkameras unerreichte Geschwindigkeit beim Autofokus und Serienbildern. Dafür muss man allerdings sehr tief in die Tasche greifen: Zu tief, finden wir.

Auch die frühere Testsiegerin Sony RX100 III ist immer noch recht interessant. Sie liegt in der gleichen Preisklasse wie unser Testsieger Panasonic LX15. Ihr Vorteil gegenüber der Panasonic ist der ausklappbare elektronische Sucher. Bei der Bildqualität der Fotos schenken sich beide nichts, aber die RX100 III ist eben schon etwas in die Jahre gekommen, was sich vor allem daran zeigt, dass sie Videos nur in HD aufnehmen kann. Wem das egal ist, für den ist die RX100 III ebenfalls eine gute Wahl.

Panasonic Lumix TZ202

Noch mehr Zoom als die oben als Alternative zum Testsieger empfohlene Panasonic TZ101 bietet die Panasonic Lumix TZ202. Vom Objektiv abgesehen ähnelt sie technisch unserem Testsieger LX15 sehr, ihr Touchscreen ist aber nicht klappbar. Das 15-fach-Zoomobjektiv ist noch weniger lichtstark als bei der TZ101. Dank weiter fortgeschrittener Elektronik wirkt sich dies aber nicht negativ in der Bildqualität aus. Natürlich muss man für den größeren Zoombereich auch mehr Geld hinlegen, sodass in diesem Vergleich (bei dem der Zoomfaktor keine hohe Gewichtung hat), die Panasonic TZ101 das bessere Preis-Leistungsverhältnis bietet (und die Panasonic LX15 sowieso).

Auch ist die Sony RX100 IV ist eine gute Option. Sie kostet rund 120 Euro mehr als unserer Favoritin und hat dafür einen ausklappbaren elektronischen Sucher, allerdings keinen Touchscreen. Eine Super-Slow-Motion Funktion gibt es auch noch und noch ein paar Serienbilder pro Sekunde mehr als bei unserer Favoritin. Aber das ist aus unserer Sicht nicht den Aufpreis wert.

Canon PowerShot G9 X Mark II

Die kleinste Kamera in unserem Vergleich ist die Canon PowerShot G9 X Mark II und deshalb ideal für alle, denen die anderen Testkandidaten noch zu groß sind. Ihr noch kleineres Objektiv bietet allerdings weniger Weitwinkel (28 mm statt der 24 mm) als die Mitbewerber und ist für ein 3-fach-Zoom auch nicht gerade lichtstark. Zudem reicht die Videoauflösung nur bis FullHD. Mit unter 400 Euro ist die G9 X Mark II recht günstig.

Canon PowerShot G7 X Mark II

Wer gerne etwas mehr Zoom möchte, dabei aber keine Abstriche bei der Lichtstärke machen will, für den ist die Canon PowerShot G7 X Mark II möglicherweise einen Blick wert. In die Liste der Empfehlungen schaffte sie es dennoch nicht, denn ihr fehlt die Möglichkeit, Videos in 4K-Auflösung aufzunehmen. Da sie außerdem nicht günstiger ist als unsere Favoritin von Panasonic, ist letztere aus unserer Sicht die bessere Wahl. Die Canon PowerShot G7 X Mark II ist im Grunde ein Auslaufmodell, aber mit den genannten Einschränkungen nicht schlecht und noch bei vielen Händlern erhältlich.

Canon PowerShot G5 X Mark II

Die Canon PowerShot G5 X Mark II ähnelt technisch der kleineren PowerShot G7 X Mark III, die es in unsere Empfehlungen geschafft hat. Sehr gut gefällt uns bei der PowerShot G5 X Mark II ihr gut verarbeitetes, robustes und griffiges Gehäuse und ihr recht großer Zoombereich (5-fach) bei guter Lichtstärke (F1,8-2,8). Die F1,8 stehen jedoch nur am Weitwinkel-Anschlag zur Verfügung, beim Zoomen landet man bereits ab 66 Millimetern bei F2,8. Die Canon PowerShot G5 X Mark II hat einen Pop-Up-Sucher, den wir bei der kleineren G7 X Mark III sehr vermissen, dafür ist ihr Touchscreen-Monitor nicht besonders hell. Etliche Ausstattungsmerkmale des kleineren und günstigeren Schwestermodells haben es leider nicht in die größere und teurere G7 X Mark III geschafft (die Modellpolitik der Hersteller muss man nicht immer verstehen). Die Bildqualität der Canon-Modelle mit 1-Zoll-Sensor reicht nicht ganz an die Top-Modelle der Konkurrenz von Sony und Panasonic heran.

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Kommentare

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Marcel Nußbaum
Marcel Nußbaum

An der RX100 III kommt sie definitiv nicht vorbei. Und jeder, der fragt, warum er sich eine Kompaktkamera statt einer Systemkamera (mit oder ohne Spiegel) holen soll, der sollte sich erstmal mit den Geräten beschäftigen. Ich würde mittlerweile eine hochwertige Kompakte jeder Systemkamera vorziehen. Das ist aber persönliches Bedürfnis. Ich würde im Leben keine Objektive mehr wechseln wollen. Andere wiederum schätzen diese Flexibilität.

Christoph Münch
Christoph Münch

Warum sollte man sich für 600 Ocken so eine Lumix kaufen? Für 580 kriegt man eine Sony Alpha 6000 inkl. Kit-Zoom, für 660 eine Olympus OM-D E-M10 Mark II inkl. Kit-Zoom. Nur ganz unwesentlich größer+schwerer, dafür wesentlich „erwachsenere“ und durch die Wechselobjektive (Festbrennweiten!!) wesentlich ausbaufähigere Geräte.

John
John

so weit ich das sehe, hat sie keinen Blitzschuh, das geht gar nicht. Ausserdem leistet mir meine Lumix LX3 noch immer gute Dienste. Ansonsten Fotografiere ich auch mit Nikon DSLR.

Di Em
Di Em

wenn jeder mitdenkt, braucht facebook nicht mitzudenken.

Tim Mateja
Tim Mateja

Besitze seit 2016 die DMC-TZ61, bin damit sehr zufrieden.

Sebastian Binder
Sebastian Binder

Wir sind stolz auf dich, bist ein ganz toller ??

Holger Hoffmann
Holger Hoffmann

Leica ist eben Spitze

Nils Lu
Nils Lu

Die Beste Kompakte? *lach*
Selbst wenn sie „Angeblich“ besser als die RX100 III sein sollte, gegen die IV bzw. V kommt sie nicht an…
Der Preis ist Super, das wars aber auch schon.

Andi Bornstädt
Andi Bornstädt

Was soll ich denn mit einer Lumix wenn ich eine Nikon habe?

Michael Flockert
Michael Flockert

Das hängt natürlich auch vom Modell ab. ? Aber wenn Du mit Deiner Nikon zufrieden bist, ist eine neue Kamera unnötig.

Karsten Meyer
Karsten Meyer

Hmm – Nikon ist ja nicht gerade berühmt für seine Kompaktkameras – und um eine solche geht es hier.

Michael Flockert
Michael Flockert

Stimmt, Spiegelreflexkameras bauen sie besser.Aber das heißt ja nicht, dass alle Kompaktkameras von Nikon schlecht sind. Sony dürfte in diesem Bereich allerdings besser sein.

Sebastian Binder
Sebastian Binder

Da Nikon die dl eingestampft hat, muss man sich nach Alternativen umsehen

Dennis Siebert
Dennis Siebert

Hach was für ein „Zufall“. Die Kamera hab ich Dienstag gerade wegen totaler untauglichkeit zurückgeschickt. Ich wollte sie für kleine Vlogs nehmen. Aber dafür ist sie scheinbar doch nicht so ganz geeignet. Drei Dinge waren es die mich gestört haben: Das Objektiv scheint extrem Streulcihtempflindlich zu sein. Man kann ja leider keine Geli Montieren. Ich hatte in fast der hälfte meiner gedrehten Sequenzen in der Bildmitte einen mehr oder weniger stark ausgeprägten lila Fleck. Dann funktioniert das Facetracking absolut nicht. Das Gesicht wird zwar erkannt und verfolgt, aber die Kamera fokussiert nicht. Da kann man machen was man will. Und… Mehr... »

Bernd Lehmann
Bernd Lehmann

Die ästhetische Anmutung einer Profikamera, aber keine Möglichkeit, eine Sonnenblende oder gar einen Filter zu montieren. Schön Dank auch. Und die Sensor-Größe? Alles unter APS-C kommt mir nicht ins Haus. Eben eine Aufsteiger-Kamera für den Handy-Knipser…

Nils Lu
Nils Lu

Bernd Lehmann
Hast ja richtig Ahnung? 😀

Karsten Meyer
Karsten Meyer

Na ja, hier geht es um eine kleine Taschenknipse! Selbstverständlich gibt es bessere Kameras, aber die haben dann eben andere Schwerpunkte und vor allem eine andere Größe. Mir ist übrigens keine solche Kamera bekannt, bei der man einen Sonnenblende montieren könnte.

Sebastian Binder
Sebastian Binder

Der Vorgänger, also die lumix lx100 die hab ich und bei der geht das, die hat nebenbei auch noch ein Filtergewinde, nen Mft Sensor und nen Blitzschuh und kostet das selbe. Einziger Manko der Sensor is aus der vorherigen Generation, und von der Bauform is sie nen Tick größer also schwer zu sagen ob sie in die selbe Klasse einzuordnen ist…