Die beste Küchen­maschine mit Koch­funktion

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Küchenmaschinen mit Kochfunktion Test

Die beste Küchenmaschine mit Kochfunktion ist für uns der Thermomix TM5 von Vorwerk. Das Guided-Cooking-Konzept macht Anfänger und auch Profis glücklich: Rezepte aus dem Online-Portal oder dem Kochbuch werden Schritt für Schritt auf dem Touchdisplay angezeigt. Profis können abweichen und jederzeit Zwischenschritte einbauen. Die beste Thermomix-Alternative ist für uns Kenwoods Cooking Chef Gourmet. Sie liegt mit dem Thermomix gleichauf, verfolgt aber einen anderen Ansatz.

Update 2. November 2018

Wir haben zwei weitere Küchenmaschinen getestet, die Profi Cook PC-MKM 1074 und die Medion MD 16361. Die Medion ist eine neue Empfehlung.

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9. Januar 2018

Wir haben mit der Kenwood Cooking Chef Gourmet eine neue Empfehlung in unseren Test aufgenommen. Sie spielt in der gleichen Liga wie der Thermomix.

29. November 2017

Wir hatten Severins KM 3895 James the Wondermachine im Küchenalltag und sind enttäuscht: Suppenzutaten, Reis und Haferflocken werden zermatscht. James eignet sich gut zum zerkleinern von Gemüse, zum Anbraten von Speck, Zwiebeln etc., zum Dampfgaren und für pürierte Suppen. Unter „Außerdem getestet“ finden Sie den ausführlichen Text zu Severins KM 3895.

Wir leben in einer Welt der Convenience-Produkte und müssten gar nicht kochen, um etwas auf den Teller zu bekommen. Doch die industriellen Mahlzeiten haben Nachteile: Geschmacklich ist es oft ein auf den Mainstream getrimmter Einheitsbrei. Das schmeckt irgendwie jedem und eigentlich auch keinem – Hauptsache es ist günstig herzustellen. Fertige Mahlzeiten sind oft Monate und Jahre haltbar, das wird über eine lange Liste von Zusätzen erreicht. Hinzu kommen Skandale über verdorbene Produkte oder überschrittene Grenzwerte.

Da wundert es nicht, dass viele Menschen wieder verstärkt den Kochtopf selbst in die Hand nehmen. Das hat – zusammen mit TV-Kochshows – einen regelrechten Koch-Boom in Gang gesetzt.

Doch woher die Zeit fürs Kochen nehmen, fragt sich der Vollzeit-Papa oder die alleinerziehende Mutter. Ein maschineller Küchenhelfer kann aushelfen, zumindest wenn man der Werbung und den Marketing-Sprüchen glaubt. Sie nennen sich Alleskönner oder Universal-Küchenmaschine und wollen dem Hobbykoch beim Kochen, Backen, Garen und Braten Mühsal, Schmutz und Zeitaufwand abnehmen.

Modernes Kochen mit der Küchenmaschine soll Zeit und Abwasch sparen, zu mehr Kreativität bei den Rezepten anregen, eine ganze Kiste voller Einzelküchengeräte obsolet machen – und vor allen Dingen wieder die Freude am Kochen zurückbringen.

Wir haben uns neun Küchenmaschinen mit Kochfunktion geordert und damit gekocht was das Zeug hält. Preislich lag die Spanne von günstigen 150 bis ganz schön happigen 1.200 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Vorwerk Thermomix TM5

TM5 mit Varoma-Aufsatz (Dampfgaren)
Guided Cooking Komfort und Zeitspar-Held – mit dem TM5 wird Kochen zum Vergnügen.

Der wohl bekannteste Kochtopf dieser Klasse ist Vorwerks Thermomix – und auch der teuerste. In der aktuellen Generation TM5 bringt er Guided Cooking auf den kleinen Bildschirm der Maschine. Alle Rezepte des dicken, mitgelieferten Standard-Kochbuchs sind auf dem Gerät gespeichert, der richtige Spaß beginnt aber erst, wenn man das hauseigene Portal Cookidoo besucht. Hier gibt es tausende Rezepte, die man frei wählen, als Einkaufsliste drucken und zum Kochen auf den Thermomix laden kann. Schritt für Schritt wird man nun durch den Kochvorgang geführt. Schüsseln oder Teller zum abwiegen der Zutaten braucht der Vorwerk-Koch nur selten, die integrierte Waage spart Zeit und Abwasch.

Außerdem sind die Rezepte für die Kochschritte des TM5 optimiert, das heißt im besten Fall benötigen Sie weder Schneidebrett, Pfanne, Topf oder Schüssel. Alle Zutaten werden im 2,2-Liter-Topf des TM5 zerkleinert, verrührt, gedünstet und gekocht. Vorwerk setzt dazu auf ein einzelnes Messer für alle anfallenden Aufgaben. Das hat allerdings vier Klingen und kann auch im Linkslauf drehen, wenn mal nichts geschnitten werden soll.

Wer das Kochen weitgehend der Maschine überlassen will, für den ist der Thermomix die beste Wahl – trotz seines hohen Preises.

Universal-Genie

Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S

Die Kenwood Cooking Chef Gourmet ist eine hervorragend verarbeitete, klassische Universal-Küchenmaschine mit Kochfunktion. Rezepte, die an die Funktionalität der Maschine angepasst sind, wie bei Thermomix, aber auch Krups, Severin, Klarstein und Rosenstein & Söhne, gibt es hier nicht, hier steht das herkömmliche Kochen im Vordergrund.

Kenwood hat den klassischen Universal-Küchenmaschinen-Ansatz zur Perfektion getrieben: An eine Maschine mit starkem Motor werden Rührelemente und Zubehörteile wie Mixer, Pürierer, Kochtöpfe, Fleischwölfe, Dampfgar-Einsätze oder Knethaken an- oder aufgesteckt. Die eine Maschine ersetzt damit eine große Menge einzelner Handgeräte, ohne dabei die mechanische Perfektion solcher Spezialisten zu vernachlässigen.

Anders als beim Thermomix gibt es bei der Kenwood kein Messer im Topfboden, sondern ein Rührelement, das von oben in den Topf greift und gewissermaßen den Kochlöffel ersetzt. Klassische Rezepte sind weiterhin umsetzbar, eine Anpassung an die Küchenmaschine ist nicht nötig. Das erfordert allerdings oft mehr Arbeitsschritte – und mehr Handarbeit.

Wenn Sie ein funktionelles Gerät möchten, das eher der klassischen Küche folgt, dann ist die Kenwood genau das Richtige für Sie.

Auch gut

Kitchen Aid Artisan Cook Processor

Der Kitchen Aid Artisan Cook Processor ist im Vergleich zu den anderen Kochmaschinen der Straßenkreuzer der 50er Jahre: Das schwere, solide Alu-Gussgehäuse ist in vielen schicken Farben erhältlich und macht in der Küche ohne Frage mehr her als die Raumschiffoptik des Thermomix. Auf ein Touch-Display mit angezeigten Rezepten muss man hier aber verzichten. Der Cook Processor ist ebenfalls eher etwas für Fans des klassischen Kochens nach Rezeptbuch. Im Portal finden sich lediglich 518 Rezepte, die sich in der App etwas umständlich ablesen lassen. Dafür kann der Cook Processor bis zu einer Temperatur von 140 Grad Celsius backen – beim Testsieger sind nur 120 Grad möglich.

Unterm Strich ist der Cook Processor eine robuste, vielseitige Maschine, die aber nicht an den Funktionsumfang der Kenwood herankommt. Wie bei der Kenwood muss der Koch für dasselbe Ergebnis bei der Kitchen Aid mehr Handgriffe anwenden und mehr Zubehör einsetzen als beim Thermomix.

Wer nicht gleich 600 Euro und mehr ausgeben will und erstmal in die Welt der kochenden Küchenmaschine reinschnuppern möchte, ist mit dem Kenwood kCook gut bedient. Der kleine Topf hat zwar nur 1,5-Liter-Nutzinhalt, doch das reicht locker für die Reisbeilage ohne Anbrennen oder die Zubereitung einer Sauce. kCook kann nur bis 100 Grad in drei festgelegten Stufen erhitzen, was auch zum Dampfgaren einer kleinen Menge Gemüse reicht.

Überall, wo bei mäßiger Hitze konstant gerührt werden muss, sorgt die kompakte Maschine für spürbare Erleichterung. So kann auch Marmelade einfach zubereitet werden – in kleinen Mengen. Die Reinigung des Topfes und aller Komponenten erledigt die Spülmaschine. Das Bedienfeld ist abwischbar, hat aber kein Touch-Display.

Der größte Nachteil des kCook ist seine relativ schwache Motorisierung: In einer allzu dicken Marmelade kann der Rührhebel oder das Messer schon mal stecken bleiben oder läuft gar nicht erst an.

kCook ist unterm Strich ein gutes Gerät für kleine Mahlzeiten oder die Zubereitung der Beilagen.

Thermomix-Klon

Medion MD 16361

Küchenmaschine mit Kochfunktion Test: Medion Md 16361
"Thermomix" mit manueller Bedienung, starkem Motor und solider Verarbeitung

Medion baut den Thermomix nach: Die Geräteoptik und der Aufbau von Topf und Deckel erinnern stark an den Klassiker. Die Arretiermechanik als auch die Hitzeerzeugung im Topfboden sind aber komplett unterschiedlich. Medion muss auch ohne Guided Cooking auskommen. Die Medion-Küchenmaschine bringt – einfach gesagt – die manuelle Bedienung als auch den starken Motor eines Thermomix in die Küche. Der Motor mit schnellem Start und Stopp kann sogar Getreide in kürzester Zeit schroten und Gemüse punktgenau zerkleinern.

Was uns im Gegensatz zu den anderen Einsteiger-Küchenmaschinen sehr gut gefällt: Die Fixiermechanik von Topf und Deckel ist simpel, wenig fehleranfällig und sehr solide. Den Medion-Küchenhelfer konnten wir im Alltag schnell und einfach bedienen. Für jeden Zweck taugt sie allerdings nicht: Anbraten ist nicht möglich, das Gargut brennt am Topfboden an.

Vergleichstabelle

TestsiegerUniversal-GenieAuch gutSpar-TippThermomix-Klon
Modell Vorwerk Thermomix TM5 Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S Kitchen Aid Artisan Cook Processor Kenwood kCook Medion MD 16361 Krups Prep & Cook HP 5031 Rosenstein & Söhne TKM-2015 Severin KM 3895 James the Wondermachine Profi Cook PC-MKM 1074
TM5 mit Varoma-Aufsatz (Dampfgaren)Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040STest Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kitchen Aid Cook ProcessorTest Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kenwood kCookKüchenmaschine mit Kochfunktion Test: Medion Md 16361Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Krups Prep & Cook HP 5031Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Rosenstein & Söhne TKM-2015Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Severin KM 3895 James the WondermachineTest Küchen­maschine mit Koch­funktion: Profi Cook PC-MKM 1074
Pro
  • Guided Cooking
  • Hoher Bedien-Komfort
  • Enorme Rezeptauswahl
  • Automatische Arretierung Topf/Deckel
  • Drehknopf
  • 4,5 Liter Nutzmenge
  • Bis 180 Grad
  • Leicht entleerbar
  • Drehknopfbedienung
  • Vielfältiges Zubehör
  • Großer Topf
  • Bis 140 Grad
  • Messer gesteckt
  • Leicht entleerbar
  • Robuster Korpus
  • Viele Farbvarianten
  • Übersichtliche und simple Bedienung
  • Kompakte Abmessungen
  • Leichte Reinigung
  • Günstiger Preis
  • Verkapselter Topfboden
  • Starker Motor mit schnellem Start/Stopp
  • Einfache, solide Schließmechanik am Deckel
  • Brauchbare Bedienung
  • Fester Stand
  • Günstiger Preis
  • Günstig
  • Starker Motor
  • Einfache Bedienung
  • Einfache Bedienung
  • Anbraten ohne Anbrennen (120 Grad)
  • Intervallrühren (Start/Stopp)
  • Heizelement nicht im Topfboden
  • Fester Stand
Contra
  • Nur bis 120 Grad (kein echtes Braten)
  • Feststehendes Messer
  • Schlecht entleerbar
  • Nur 2,2 Liter Nutzinhalt
  • Hoher Preis
  • Teures Zubehör
  • Zerkleinern ist keine Grundfunktion
  • Vergleichsweise wenige Rezepte
  • Manuelles Verriegeln und Entriegeln
  • Schlechtes Ergebnis beim Mahlen und Schroten
  • Nur bis 100 Grad
  • Wenige Rezepte
  • Schwacher Motor
  • Temperatur und Umdrehungen nur in drei Stufen
  • Nur 1,5 Liter Nutzinhalt
  • Schlechtes Ergebnis beim Mahlen/Schroten
  • Kein Intervallrühren
  • Kein Anbraten (brennt an)
  • Nervig piepsende Tasten
  • Topf ist nicht spülmaschinentauglich
  • Keine Saugfüße
  • Schlechte Verarbeitung
  • Unkomfortable Bedienung
  • Schlechte Verarbeitung
  • Keine Feinjustierung möglich
  • Hohe Rührgeschwindkeit zermatscht Zutaten
  • Rühren nur bei 120 Grad abstellbar
  • Kein Intervallrühren
  • Schlechte Verarbeitung
  • Langsames Kochen
  • Deckel-Offen-Fehler
  • Unkomfortable Bedienung
  • Anlauf- und Nachlauf des Motors
  • Motorkühlung läuft sehr lange nach
  • Zubehör fehlte
Bester Preis
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So haben wir getestet

Nachdem wir alle Küchenmaschinen beisammen hatten, ging die große Koch-Session los. Wir haben natürlich alles ausprobiert, was mit den Maschinen möglich ist: Kochen, backen, zerkleinern, mahlen, rühren und mehr.

Da Vorwerks Thermomix nur im Direktvertrieb verkauft wird, wurde uns das Gerät von einer Vertreterin des Hauses gebracht, die uns den Umgang während einer kleinen, abendlichen Koch-Session zeigte.

Küchenmaschinen mit Kochfunktion

Es gibt hunderte von elektrischen Geräten für die Küche, Küchenmaschinen sind jedoch die wenigsten davon. Eine Küchenmaschine in unserem Sprachgebrauch ist ein Gerät, dass die Funktionen vieler Einzel-Küchenwerkzeuge in einem Gerät vereint und dabei zahlreiche manuelle Tätigkeiten maschinell erledigt. Deshalb nennt man sie manchmal auch Universal-Küchenmaschine.

Küchenmaschinen mit Kochfunktion gehen seit einigen Jahren einen Schritt weiter, indem sie auch das Erwärmen und Kochen übernehmen. Im selben Behälter, in dem das Gemüse eben kleingeschnitten wurde, wird es auch gleich gekocht oder angeschwitzt. So entsteht im besten Fall ein komplettes Gericht in nur einem einzigen Topf – was nicht nur Arbeit sondern auch Abwasch minimiert.

Wenn Sie wie wir der Meinung sind, Routineaufgaben wie rühren, schneiden, zerkleinern, dünsten und kochen sollte eine Maschine übernehmen, dann sollten sie den Kauf einer guten Koch-Küchenmaschine ins Auge fassen.

An einen Kochautomaten muss man sich gewöhnen

Doch Vorsicht! Ein Wunder für ihr Zeitbudget sollten Sie zumindest anfangs nicht erwarten. Erst wenn Sie mit der Maschine vertraut sind, werden Sie sich Zeit und Arbeit sparen. Sie können Ihrer Familie und Ihren Gästen aber auch bei gleichem Arbeitsaufwand komplexere und vielseitigere Gerichte auf den Tisch zaubern. Unterm Strich wäre das auch ein Zugewinn.

Was können Küchenmaschinen mit Kochfunktion?

Es gibt verschiedene Modelle, die in Umfang und natürlich auch Anschaffungspreis stark variieren. Einsteigervarianten können kochen (bis 120 Grad), dünsten, dämpfen, pürieren und rühren. Außerdem gibt es verschiedene Programme, manchmal muss man aber auch manuelle Einstellungen vornehmen. Wählbar sind Zeit, Temperatur und Rührgeschwindigkeit.

Etwas bessere Geräte können zusätzlich kneten, braten, warmhalten und turbo-pürieren. Außerdem ist das Mahlen von Getreide möglich. Wenn Sie sich für die Oberklasse der Küchenmaschinen mit Kochfunktion entscheiden, dann bekommen Sie außerdem noch eine integrierte Waage, einen Linkslauf für Rührarbeiten, eine Schneidefunktion und eine automatische Topfdeckelarretierung obendrauf. Das wäre dann alles, was auch unser Testsieger, der Thermomix TM5, zu bieten hat.

Die Cooking Chef Gourmet, ebenfalls eine Oberklasse wie der TM5, ist das einzige Gerät ohne Loch im Boden des Kochtopfes. Hier ragen die Rühr- oder Knetelemente von oben in den Topf hinein. Mit verschiedenen Einsteckelementen im Planetenrührwerk kann der Cooking Chef Gourmet dann alles, was der Thermomix TM5 auch kann. Er macht aber vieles – mechanisch betrachtet – besser. So bleiben Karrottenscheiben oder Kartoffelwürfel intakt, denn es rührt kein Messer in der Suppe, sondern ein Rührelement mit Kontakt zum Topfboden.

Kann das alles in die Spülmaschine?

Das kommt ganz aufs Gerät an. Die meisten Töpfe, Rührwerkzeuge und Deckel lassen sich bequem in der Spülmaschine reinigen. Wenn der Hersteller das jedoch in der Anleitung ausschließt und die Handwäsche vorgibt, dann sollten Sie sich auch daran halten.

Küchenmaschinen mit Kochfunktion im Test: Klarstein Food Circus
Klarstein Food Circus: Der Topf darf nicht in die Spülmaschine!

Sonst kann es Ärger geben, so wie wir es mit dem Klarstein Food Circus (inzwischen nicht mehr lieferbar) hatten: Weil das schmale Handbuch keinen Satz zur Reinigung äußerte, packten wir den Topf in die Spülmaschine mit der Folge, das Wasser in den Topfboden eindrang, und für einen Kurzschluss sorgte. Wir mussten den Topfboden entfernen und trocknen lassen. Das nützte aber wenig, der Food Circus blieb defekt und erzeugte fortan einen Kurzschluss im Sicherungskasten. Auch bei Medion haben wir es mit einem aufgesetzten Heizelement zu tun, der Topf gehört nicht ins Wasser getaucht und schon gar nicht in die Spülmaschine.

Single-Messer oder Aufsätze für jeden Zweck?

Während der Thermomix mit nur einem vierfach Messer für alle Tätigkeiten auskommt, liegen bei anderen Geräten vier bis fünf Messer- oder Rühraufsätze bei, die aufgesteckt werden müssen. Vorteile des Single-Messer-Ansatzes: Geringer Reinigungsaufwand und quasi kein Bedienaufwand. Sie müssen im Kochvorgang keine Messer umstecken, nur allenfalls mal den Topf mit Messer reinigen.

Nachteile der Single-Messer sind allerdings, dass ein einfaches Auskratzen und Entleeren des Topfes unmöglich ist. Mit dem Spatel arbeiten Sie ständig um die Messer herum. Das kann nerven und die Kinder können den restlichen Teig auch nicht aus dem Topf lecken – das wäre zu gefährlich.

Hier liegt die Stärke der Aufsetzmesser und Rührer beim Kitchen Aid Cook Processor, Prep & Cook und kCook: Der Topf kann leichter ausgekratzt werden. Noch besser geht das beim Kenwood Cooking Chef Gourmet, hier rühren die Elemente von oben in den Topf hinein.

Man könnte jetzt meinen, dass spezielle Messer für den jeweiligen Kochvorgang sicher auch bessere Ergebnisse bringen – so pauschal können wir das aus unserem Test jedoch nicht bestätigen. So brannten im Thermomix Milch-Haferflocken nicht an, im Kitchen Aid durch eine zu hohe Temperatur aber schon, da nützte auch das Rührelement nichts.

Doch verschiedene Aufsätze haben durchaus auch Nachteile. Es ist immer ein Handgriff mehr zu tun und am Ende müssen auch mehr Einzelteile gereinigt werden. Besser oder schlechter ist keine Herangehensweise, doch der Thermomix beweist: Ein einziges Messer (4er Klinge) genügt für alle Einsatzzwecke, wenn nur die Feinsteuerung des Motors gut ist.

Standort und Rutschfestigkeit

Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion sollte einen festen Platz auf der Arbeitsfläche haben. Andauerndes Auf- und Abbauen würde Ihnen die Freude verderben. Zumal es ja darum geht, tägliche Handgriffe durch die Maschine erledigen zu lassen. Folglich sollte die Optik zumindest halbwegs zu Ihrem Geschmack und zum Rest der Küche passen.

Ein fester Stand ist wichtig

Kitchen Aid bedient das mit zahlreichen Farbvarianten, den Testsieger gibt es leider nur in Weiß. Damit sich die Maschine beim Pürieren nicht von der Stelle bewegt, sollte sie entweder schwer sein oder zumindest Saugnäpfe als Standfüße besitzen.

Topfgrößen zwischen 1,5 und 2,5 Litern

Wer für eine fünfköpfige Familie kocht, wird bei bestimmten Gerichten keinen Spaß mit einem 2-Liter-Topf haben. Auf der anderen Seite: Für Kombinationsgerichte, etwa Rohkost + Pfanne + Beilage, genügt der Topf. Entweder kommt der Dampfgaraufsatz zum Einsatz oder es wird nacheinander gekocht.

Wenn Sie oft Eintöpfe oder Pfannen machen, dann Sind Sie für drei bis fünf Personen mit dem 2,5-Liter-Topf der Kitchen Aid allerdings etwas besser dran. Unsere Empfehlung:

  • Für 1-2 Personen: 1,5 Liter
  • Für 2-3 Personen: 2,0 oder 2,2 Liter
  • Für 3-5 Personen: 2,5 Liter
  • Für 5-8 Personen: 4,5 Liter

Perfekte Konsistenz oder Lernprozess?

Wenn Sie in der Küche gern Improvisieren und in Do-it-Yourself-Manier ohne Rezept ein Gericht kreieren, dann werden Sie sich erst auf ihre Küchenmaschine einstellen müssen. Wie lange kann ich Äpfel in welcher Stufe zerkleinern, damit sie nicht Matsch werden? Wie stelle ich es an, dass der Käse in gleich große Stücke geschnitten wird? Mit welcher Temperatur kann ich Hühnchenstücke dünsten, damit sie nicht anbrennen?

Mit etwas Erfahrung werden Sie diese Fragen nach gewisser Zeit beantworten können. Die perfekte Konsistenz werden Sie dann auch bei Wiederholungen treffsicher erzielen.

Wenn Sie sich immer exakt ans Rezept halten und gleich zum perfekten Ergebnis wollen, sollten Sie auf die Rezepte und Anweisungen erfahrener Köche vertrauen und beim Kitchen Aid Cook Processor oder Thermomix bleiben. Wenn Sie selbst über jeden Handgriff entscheiden wollen, dann ist die Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S die beste Wahl.

Die entsprechenden Rezepte sind dort als Schritt-für-Schritt-Anleitung hinterlegt. Gartemperaturen, -zeiten und Umdrehungen sind darin natürlich gespeichert, können bei Bedarf aber angepasst werden.

Testsieger: Thermomix TM5

Testsieger: Vorwerk Thermomix TM5

Die beste Küchenmaschine mit Kochfunktion ist für uns der Vorwerk Thermomix TM5. Das Guided-Cooking-Konzept macht sowohl Anfänger als auch Profis glücklich: Rezepte aus dem Online-Portal oder dem Kochbuch werden Schritt für Schritt auf dem Touchdisplay angezeigt. Wenn man sich schon als Profi in der Küche sieht, kann natürlich von den vorgegebenen Rezepten abgewichen werden oder Sie bauen Zwischenschritte ein. Sollte Ihnen die Rezeptauswahl aus dem Kochbuch nicht ausreichen, können Sie sich über cookidoo mit einer riesigen Auswahl an Rezepten versorgen. Da müssen sich Kitchen Aid oder Krups hinten anstellen. Aber natürlich kann man mit dem Thermomix auch ganz normal mit herkömmlichen Rezepten oder nach eigenem Gusto kochen.

Testsieger

Vorwerk Thermomix TM5

TM5 mit Varoma-Aufsatz (Dampfgaren)
Guided Cooking Komfort und Zeitspar-Held – mit dem TM5 wird Kochen zum Vergnügen.

Der Thermomix hat außerdem eine überragende Motorsteuerung, die Drehzahl kann also feinjustiert werden, um auch manuell beste Ergebnisse zu erhalten. Hinzu kommt eine integrierte Waage, das spart jede Menge Handgriffe und natürlich Abwasch. Die Herangehensweise mit einem einzigen Messer für alle Tätigkeiten ist zwar beim Auskratzen hinderlich, jedoch muss nur ein Messer gereinigt werden.

Optik, Design und Verarbeitung

Kochen findet heute nicht mehr im Hinterzimmer statt. Jeder zeigt in seiner Wohnküche gerne, was er hat. Da sollte auch die Farbe der Küchenmaschine zur restlichen Küche passen. Weiß, wie man es beim Thermomix gehalten hat, ist natürlich immer passend – aber auch ein bisschen langweilig.

Gleich danach kommt die Verarbeitung des Gerätes. Eine Küchenmaschine ist hoher Beanspruchung ausgesetzt, auch die Oberflächen, vor allem das Bedienfeld mit den Tasten. Wir wollten da keine wackelnden Tasten, ungenaue Spaltmaße und Grate am Kunststoff sehen.

Zudem war uns das Gewicht wichtig, denn: Die Rotation beim Pürieren, Mahlen oder Kleinschlagen versetzt den Korpus in Schwingungen und er könnte sich langsam über die Küchenplatte bewegen. Beim Thermomix TM5 ist die Standfestigkeit durch den breiten Korpus und die schwingungsfreie Lagerung sehr gut. Auch ohne Saugfüße steht der TM5 sicher an seinem Platz. Bei Kenwood kCook, Rosenstein & Söhne TKM-2015 und Food Circus sorgen Saugnapffüße für eine feste Position.

Top Verarbeitung

Kitchen Aid Cook Processor und Cooking Chef Gourmet haben so etwas nicht nötig: Mit dem Korpus aus Metallguss sind beide viel zu schwer, um über den Tisch zu hoppeln. Der Prep & Cook HP 5031 von Krups allerdings nicht, er wandert bei hohem Umdrehungen über die Tischplatte und kann abstürzen.

Zur Verarbeitung gehört auch die mechanische Arretierung des Deckels und des Topfes auf der Maschine. Bis auf Vorwerk und Kenwood arbeiten alle Hersteller mit mechanischen Riegeln und kleinen Einrasthaken bzw. Fixierungsbolzen. Das heißt: Sobald der Deckel geschlossen ist, weiß die Maschine über eine mechanische Sperrung, dass sie jetzt den Motor anlassen darf.

Das funktioniert, beeinträchtigt jedoch den Bedienungskomfort, denn die Deckel und Töpfe müssen immer mit Kraftaufwand in passgenauen Ausrichtungen eingesetzt werden. Vorwerk entgeht dem Problem durch zwei gummierte und speziell für den Deckel geformte Arme.

Sie drehen sich automatisch und halten dann Topf und Deckel in Position. Auf diese Weise wird der Topf nicht nur am Boden in der Maschine fixiert, sondern auch am Deckel. Durch diese Zweipunktfixierung ist auch das Vibrieren des Korpus bei hohen Geschwindigkeiten gering.

Das Bedienfeld des TM5 ist ein Touch-Display. Nebenan gibt es einen Drehwahlknopf, der gleichzeitig Start/Stop-Taste ist. An der Konstruktion ist nichts zu bemängeln. Das ist aber nicht bei jedem Testgerät der Fall: Bei Rosenstein & Söhne TKM-2015 wackelt die ganze Bedienfeldfront und die Tasten klappern.

Der Zweit- und der Drittplatzierte Kitchen Aid Cook Processor und Cooking Chef Gourmet haben mechanische Tasten mit einem echten Druckpunkt und ebenfalls Drehwahlknöpfe.

Bedienungskomfort und Flexibilität

Das wichtigste beim Einstellen der Maschine: Es muss flink gehen. Ein Drehwahlknopf ist dafür schon mal ideal, den bringt unser Testsieger mit. Ergänzt wird das durch eine exzellente Anleitung, die man jedoch fast nicht benötigt, weil einem ja der Vorwerk-Vertreter alles vor Ort erklärt.

Zu viele Grundprogramme können verwirren, eine intuitive Bedienbarkeit ist das A und O. Der Thermomix wird diesem Anspruch gerecht und verzichtet – bis auf das Teigprogramm – vollständig auf Programme. Zeit, Temperatur und Drehzahl sind im jeweiligen Rezept gespeichert, das auf den Touchscreen geladen wird. Das sorgt unterm Strich für eine geringe Komplexität.

Im Vergleich dazu: Der Kitchen Aid Cook Processor hat je 2-3 gespeicherte Programme, jeweils für kochen, braten, dünsten, dämpfen, pürieren/mahlen oder Teig. Dafür gibt es jeweils eine Taste. Kitchen Aid Rezepte fordern den Koch dann auf, dieses oder jenes Programm auszuwählen. Zeit und Temperatur können in einem gewissen Rahmen verändert werden.

Die Bedienung ist kinderleicht

Unterm Strich hat der Cook Processor eine höhere Bedienungskomplexität, was für die manuelle Herangehensweise jedoch kein K.O.-Kriterium ist. Ähnliches gilt für den Cooking Chef Gourmet, jedoch gibt es keine einzelnen Tasten für kochen, braten, dünsten, dämpfen, pürieren/mahlen. Das macht der Koch einfach über Temperatur und Rührgeschwindigkeit manuell. Die Auto-Programme sind etwas versteckt. Diese Kombination sorgt beim Cooking Chef Gourmet für eine geringe Komplexität und eine erstklassige intuitive Bedienbarkeit.

Der Thermomix TM5 kann kochen, dünsten, dämpfen, pürieren/mahlen oder Teig anfertigen. Das Braten entfällt, denn Röstaromen entstehen erst über 120 Grad. An dieser Stelle ist der Kitchen Aid Cook Processor besser, bei ihm sind 140 Grad möglich. Warmhalten können aber beide Top-Küchenmaschinen.

Linkslauf und Waage sind jedoch einzigartige Funktionen des Thermomix: Mit dem Linkslauf kann das Messer mit der stumpfen Seite voran im dünstenden Gemüse rühren oder es kann sich frei drehen, wenn eine Karotte sich verhakt hat. Die Waage kann ebenfalls kein Konkurrent überbieten: Sie ist im Korpus des TM5 integriert, sie ersparen sich jede Menge Tellerchen und Schüsseln beim Wiegen der Zutaten.

Zubehör und Sicherheit

Thermomix kommt mit dem wenigsten Zubehör zu Ihnen nach Hause: Ein Spatel, ein Schneebesen, ein Dampfgaraufsatz, ein Kochbuch und natürlich Topf mit Deckel. Das muss genügen, schließlich erledigt ein einziges Messer die komplette Arbeit.

Vorwerk Thermomix TM5 Cook Key. Er wird links am Gerät angebracht.
Der Vorwerk Thermomix TM5 Cook Key wird links am Gerät angebracht.

Optional hat der Hersteller den Cook Key im Programm und der ist unserer Meinung nach Pflicht. Erst mit diesem geht der Thermomix ans Internet und kann aus dem Portal Cookidoo Rezepte ziehen. 36 Euro kostet die Nutzung von Cookidoo im Jahr, keine große Summe, wenn man den Preis des Thermomix bedenkt.

Doch auch Internet-Verweigerer bekommen etwas: Sämtliche Rezepte des mitgelieferten dicken Standard-Kochbuches befinden sich im Speicher des TM5. Cook Processor und Krups Prep & Cook HP 5031 haben mehr Zubehör im Karton, dies ist ihrem Ansatz von auswechselbaren Messern geschuldet und kein Vorteil per se.

Vergleichsweise wenig, aber ausreichendes Zubehör

Was das Gerät an sich angeht, setzen zwei Hersteller in unserem Test nicht auf ein gekapseltes Heizelement am Topfboden, sondern schrauben eine Abdeckung darüber. Die ist im Falle von Rosenstein & Söhne TKM-2015 auch dicht und spülmaschinenfest.

Leider nicht in Klarsteins Food Circus, hier sorgte eindringendes Wasser für einen dauerhaften Defekt. Mit solchen Problemen muss sich ein Thermomix natürlich nicht herumschlagen, der ferromagnetische Boden wird mit einer Spule induktiv erhitzt. Die Spule sitzt wie bei Prep & Cook HP 5031 und Cook Processor getrennt vom Topf in der Maschine. Einen On/Off-Schalter besitzt der TM5 leider nicht, das Gerät geht bei Nichtbenutzung aber in einen Ruhezustand, der kaum Energie benötigt.

Kitchen Aid, Krups, Kenwood kCook und Rosenstein & Söhne TKM-2015 bringen einen solchen Schalter mit. Topf und Deckelarretierung gefallen uns beim TM5 sehr gut, weil man eigentlich nichts falsch machen kann. Die beiden Haltearme ziehen sich fest, sobald der Topfdeckel ordnungsgemäß auf dem Topf aufliegt. Bei allen anderen Modellen muss der Nutzer manuell tätig werden und das mit teilweise ordentlichem Kraftaufwand.

Einen gewissen Geräuschpegel gestehen wir einer Kochmaschine ein, auf diesem Gebietet leisten sich die meisten Testgeräte keinen Patzer. Der Testsieger brummt moderat laut und gleichmäßig, sofern es das Programm zulässt. Dies ist mehr oder minder auch bei den anderen Kandidaten der Fall, bis auf den kleinen Kenwood kCook, der ungewöhnlich laut und unruhig in seinem kleinen Topf herumrührt, speziell, wenn die Konsistenz fester ist.

Reinigung

Alles in die Spülmaschine, das wäre zeitgemäß und Vorwerk entspricht dem auch. Standard ist das aber nicht: Kitchen Aid als auch Medion empfehlen die Handwäsche von Topf und Welle. Bei Kenwood darf alles in die Spülmaschine.

Die kleine Welle mit dem Messer darauf kann bei fast allen Küchenmaschinen ohne Werkzeug entnommen werden. Beim TM5 geht das besonders einfach, mit einer Drehung am Sockel des Topfes. Der Bauform geschuldet müssen Messer und Welle ständig herausgenommen werden. Eine Ausnahme ist kCook, hier sitzen die Messer auf einer kantigen Welle, die auch ohne Herausnehmen gut gereinigt werden kann.

Der TM5 von Vorwerk hat den kleinsten Deckel im Testfeld. Dennoch kommen weder Staub noch Flüssigkeit heraus. Kitchen Aid und Prep & Cook sind in diesem Bereich nicht so gut, obgleich ihre Deckel deutlich komplexer ausfallen. Krups kommt mit einem zweiteiligen Deckel daher, der Cook Processor hat einen abnehmbaren Dichtungsring.

TM5 am wenigsten kompliziert

Bei der Reinigung ist der Nutzer mit dem Prep & Cook Deckel und Topf am längsten beschäftigt: Es gibt viele Ritzen, Ecken und Teil-Hohlräume, hier ist TM5 der klare Favorit.

Nichtsdestotrotz kann auch ein TM5-Topf einmal irgendwo tropfen. Wasser, das unter den Topf auf die Maschine läuft kann durch einen kleinen Kanal abfließen. Ähnliche Öffnungen haben die Konkurrenten auch. Beim TM5 ist dieser Bereich unter dem Topf besonders einfach zu reinigen, es befinden sich keine Kanten und Ecken darin.

Küchentest

Wir haben alle Küchenmaschinen mehrere Wochen im familiären Einsatz gehabt. Von Milchreis über Cremesuppe, Pilzpfanne, Fleischpfanne, dampfgegartes Gemüse oder Fleisch, Rohkostzubereitungen, Nüsse oder Mohnstreuselkuchen und Hefezopf bis hin zum französischen Pizzakuchen war alles im Programm.

Bis auf die Fleischpfanne (Rösttemperaturen) war das alles keine Hürde für den Thermomix. Obendrein knetete er mit dem Teigprogramm einen erstklassigen Sauerteig. Bemerkenswert war der Mahl-Test mit Getreidekörnern (Schroten) bzw. mit Kaffeebohnen: In nur 15, teilweise schon nach 10 Sekunden hatte der TM5 alles gleichmäßig fein gemahlen.

Die anderen Kandidaten inklusive Kitchen Aid sind daran gescheitert, denn sie benötigten mehr als eine Minute und das Mahlergebnis war nicht gut. Während einige Körner schon gar nicht mehr existierten, waren andere nur leicht angeschlagen. Der TM5 hat es perfekt geschafft, den kompletten Inhalt gleichmäßig zu zerkleinern. Die Cooking Chef Gourmet würde für diesen Test einen Getreide-Mahlaufsatz benötigen.

Der Spatel ist bei allen Küchenmaschinen das wichtigste Werkzeug neben dem Topf. Am Rand klebende Bestandteile werden damit entfernt. Beim TM5 hat der Topf leider drei Ausbuchtungen, die uns beim Auskratzen immer wieder störten.

Solche Barrieren gibt es beim Cooking Chef Gourmet nicht: Hier gibt es keine Welle im Boden, keine Aussparungen und erst recht kein feststehendes Messer. So einfach ist kein anderer Topf im Testumfeld zu entleeren.

TM5 Spatel
Der Spartel des TM5: Leider funktioniert er nicht ganz so gut wie versprochen.

Obwohl der Thermomix-Spartel angeblich passend geformt sein soll, hatten wir beim Auskratzen der Speisen so unsere Probleme. Einmal störten die vier Klingen und zweitens war die Wölbung in der Innenseite nicht gerade hilfreich.

In solchen Situationen lohnt sich ein kurzes Schleudern des Messers, um Speisen an den Rand zu befördern. Beim TM5 geht das sehr einfach, weil man schnell aus dem aktuellen Rezept herausgehen kann und danach fortsetzt.

Bei den anderen Küchenmaschinen ist ein solches Herausspringen aus einem aktuellen Programm nicht möglich. Ein Kurzes Schleudern mit der Turbo-Taste funktioniert jedoch ebenfalls.

Was gibt es für Nachteile?

Auch beim Thermomix finden sich hier und da Nachteile. Konstruktionsbedingt ist der Nachteil des feststehenden Messers und der daraus resultierende erhöhte Aufwand beim Auskratzen des Topfinhaltes. Hinzu kommen drei längliche Ausbuchtungen im Topfinneren, die angeblich die Effektivität beim Zerkleinern steigern. Selbige störten uns aber immer wieder beim Auskratzen des Topfes mit dem Spatel.

Potentielle Käufer sollten genau abwägen, ob sie diesen Nachteil in Kauf nehmen möchten. Uns ging die langatmige Topfentleerung mitunter ziemlich auf die Nerven.

Handicaps bei Reinigung und Anbraten

Heißes Anbraten mit Röstaromen fängt bei über 120 Grad so richtig an. Hiermit kann der TM5 aber nicht dienen. Fleischpfannen – etwa mit Hack oder Rindfleischstücken – erreichen so nicht die optimale Färbung und bleiben etwas blass.

Wer diese beiden Schwachstellen auf jeden Fall vermeiden möchte, dem bleibt nur die Wahl von Kitchen Aid Cook Processor bzw. Cooking Chef Gourmet. Diese schaffen als einzige Modelle im Testfeld 140 bzw. 180 Grad. Krups ist zwar auch mit 130 Grad dabei, hat jedoch wieder andere Schwachstellen.

Ein lästiges Detail ist außerdem die Lautstärke der »Ich bin fertig« Melodie. Diese kann weder verringert, noch abgestellt oder verändert werden. Das Problem dabei ist: Sie hört einfach nicht auf, bis sich jemand erbarmt und auf den Knopf drückt.

Thermomix TM5 im Testspiegel

Die Kollegen der Stiftung Warentest hatten den TM5 bereits im November 2015 im Test. Sie kritisierten dessen hohe Lautstärke. Wir können uns dem nur bedingt anschließen: Die Stiftung Warentest hat den Turbo-Betrieb gemessen, der erstens nur selten zum Einsatz kommt und zweitens nur kurz läuft. Die gemessenen 91 dB(A) können wir zwar nachvollziehen, relevant für die Praxis sind sie in unseren Augen aber nicht.

Relevanter ist die Gleichmäßigkeit des Pegels beim langsamen oder mittleren Rühren von Gerichten. Hier war der TM5 deutlich hörbar, aber nicht markant störender als ein Krups Prep & Cook oder ein Cook Processor.

»Beim Mahlen von Mandeln maßen die Prüfer für kurze Zeit einen Schall­leistungs­pegel von fast 97 Dezibel am Thermo­mix. Das ist so laut, dass es wehtut. Auch beim Kochen von Gulasch rührt die Maschine fast eineinhalb Stunden lang. Am Ohr des Kochs kommt ein Schalldruck von durchschnittlich 64 Dezibel an.«

Die ARD-Kollegen haben erst im Oktober 2017 in einem Labor-Langzeittest die Verschleißeigenschaften des Thermomix überprüft. Das Ergebnis spricht ganz klar für den bürstenlosen Motor des TM5, der technisch gesehen verschleißfrei ist.

»Der Gewinner unseres Langzeittests ist ganz klar der Thermomix. Die Maschine ist die einzige, die nicht ausgefallen ist. Die anderen sind bereits nach einer relativ kurzen Zeit ausgefallen: Lidl nach 60 Stunden Laufzeit, die Kitchen Aid nach 160 Stunden.«

Focus (10/2017) hat den TM5 ebenfalls geprüft. Die Kollegen loben das Guided Cooking, bei dem fast nichts mehr schiefgehen kann.

»Im Test von Chip.de sind alle Rezepte problemlos gelungen und das Gerät zerkleinert sogar gefrorenes Obst und Kräuter in nur wenigen Sekunden. Es überzeugt die einfache Handhabung des TM5.«

Ebenfalls dickes Lob erhält der TM5 von den Testern von eKitchen (09/2016).

»[…] Sogar Kochmuffel kommen mit den einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sicher zum Ziel. Vorwerk und die stetig wachsende Fangemeinde sorgen für einen nicht abbrechenden Strom von Rezepten. Auch wer kochen kann findet im Thermomix einen versierten Helfer, der Ihnen in der Küche etwa beim Teig kneten oder Soßen machen hilft. Klar, der Thermi ist ein teurer Spaß, aber im Vergleich mit den günstigeren Nachbauten gibt er sich keine Blöße.«

Alternativen

Der Vorwerk Thermomix TM5 ist für uns die beste Küchenmaschine mit Kochfunktion, weil sie einem am meisten Arbeit abnimmt. Aber der Zwang zu angepassten Rezepten und das hinderliche Rühr- und Schneidmesser im Topfboden sind nicht jedermanns Sache – genauso wenig wie der hohe Preis.

Wenn das auf Sie zutrifft, haben wir empfehlenswerte Alternativen für Sie, die entweder mehr Koch-Flexibilität bieten oder weniger kosten.

Universal-Genie

Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S

Die Kenwood Cooking Chef Gourmet ist eher was für klassische Köche, hier wird man nicht geführt sondern ist selbst der Chef. Temperatur, Timer und Rührgeschwindigkeit gibt man selbst vor, die beiden großen Drehwahlknöpfe sind gut abgestimmt und das Display zeigt an, was gerade Sache ist: die abgelaufene Zeit, die Temperatur im Topf und das Rührintervall.

Wer lieber durch den Kochvorgang geführt werden will, kann aber auch Cooking Chef-Rezepte benutzen oder vordefinierte Programme benutzen. Hier sind die Kochschritte mit den jeweiligen Einstellungen bereits abgespeichert, was manuelles Einstellen erspart. Sinnvoll ist das etwa für Teig (Ruhephasen), Cremes (unterschiedliche Temperaturphasen), Risotto, Ragout (Temperaturphasen) oder Brühe (Koch- und Dünstphase). Die entsprechenden Tabellen finden sich auch im ausführlichen Handbuch.

Die Cooking Chef Gourmet ist in der Grundausstattung allerdings keine Hilfe beim Zerkleinern von Gemüse oder Obst. Hierfür können aber Aufsätze dazugekauft werden, wie zum Beispiel der Schnitzelwerkaufsatz oder ein Food Processor. Überhaupt ist die Vielfalt an Anbauteilen bei Kenwood gigantisch: Von der Beerenpresse über eine Getreidemühle mit Stahlmahlwerk bis hin zu Fleischwolf und Schneidaufsatz für Spaghetti ist alles Denkbare für den spezialisierten Einsatz zu haben.

Küchen-Allrounder

Kenwood hat seine Küchenmaschinen mit einem Hoch- und einen Niedriggeschwindigkeitsanschluss ausgestattet. Der erste arbeitet beispielsweise mit dem Schnitzelwerk-Aufsatz zusammen, der zweite mit dem Fleischwolf. Damit kommt Kenwood dem Prinzip der Universal-Küchenmaschine am nächsten.

Zusammen mit der tollen Verarbeitungsqualität ist das der Grund, warum die ähnlich konstruierte Küchenmaschine ohne Kochfunktion von Kenwood für uns die beste klassische Küchenmaschine ist. Die Cooking-Chef-Reihe fügt diesem Universal-Ansatz noch die Kochfunktion hinzu. Sie ist damit die perfekte Wahl für alle Hobby-Köche, die sich von einer Küchenmaschine einzelne Arbeitsschritte wie das Rühren eines Risottos oder das Schlagen einer Zabaione abnehmen lassen wollen, ohne gleich das Heft des Küchenchefs aus der Hand zu geben.

Auch gut

Kitchen Aid Artisan Cook Processor

Auch der Kitchen Aid Cook Processor ist eher was für Freunde des klassischen Kochens. Kitchen Aid gibt sich auch keine besondere Mühe bei den Rezepten im Portal. Lediglich 518 Rezepte finden wir hier, die via App Schritt für Schritt abgearbeitet werden können. Hier kann auch eine Einkaufsliste erstellt werden.

Allerdings ist der Komfort in App und Web-Portal geringer als bei Vorwerks Cookidoo. Fehlende Mengenangaben in der Jetzt-Kochen-Ansicht, haben zur Folge, dass wir ständig zurückspringen müssen.

Der Mini-Zerkleinerer hat uns beim Cook Processor aber besonders gefallen und den gibt es nur hier. Falls die Suppe im Topf vor sich hin kocht und ihnen einfällt, sie müssten noch etwas Wurzelgemüse zerkleinern: Rührwerkzeug oder Messer entnehmen, Einsatzschüssel einstecken und Mini-Pürier-Messer drauf. So können sie einen Arbeitsgang einlegen, ohne den Topf entleeren zu müssen. Allerdings müssen Sie dazu das laufende Programm beenden und wieder neu beginnen.

Die Kitchen Aid war zusammen mit Cooking Chef Gourmet das schwerste und solideste Gerät im Test. Die Maschine steht sicher an ihren Platz, ganz gleich mit welcher Geschwindigkeit gerade gemahlen oder püriert wird. Auch optisch liegt sie ganz weit vorne, denn es können verschiedene schöne Farben gewählt werden. Hauptunterschied zum TM5 ist die hohe Temperatur von bis zu 140 Grad, das erlaubt echtes Braten – zumindest von kleinen Stücken inklusive Röstaromen.

Der andere Punkt ist der Ansatz mit verschiedenen Messen und Rühraufsätzen. Diese können jederzeit entfernt werden, was das Entleeren des Topfes leichter macht als mit dem TM5. Allerdings ist der Cook Processor nicht so leicht zu reinigen, der Topf muss handgespült werden, die Welle auf dem die Messer sitzen ebenfalls.

Uns hat im Alltagsbetrieb die solide mechanische Arretierung gefallen, auch die Hebel für die Entriegelung des Topfes und für die Geschwindigkeit fielen positiv auf. Kitchen Aid trennt Drehknopf (Temperatur, Zeit) und Hebel (Geschwindigkeit), was in unseren Augen schnellere Handgriffe ermöglicht.

Gefallen hat uns auch der aufklappbare Deckel: Füllen wir etwas in den Topf, so müssen wir den Deckel nicht irgendwo ablegen, was immer wieder ein Handgriff mehr ist.

Kitchen Aid legt ein dickes Kochbuch mit Standard-Rezepten bei, das ist allerdings nur Paperback und kein Hardcover wie bei Vorwerk. Sieger kann der Kitchen Aid Food Processor nur von Seiten des Preises werden, er kostet nur halb so viel wie ein TM5. Improvisationskünstler in der Küche könnten aber mit dem Cook Processor besser beraten sein, als mit einem TM5.

Wer sich nicht an Rezepte hält und schon gar nicht Schritt für Schritt selbige nachkochen will, der profitiert nämlich gar nicht von den Guided Cooking Vorteilen des Thermomix. Wenn man diesen Faktor weglässt, bleibt dem TM5 aber immerhin noch seine Waage und der stärkere Motor. So war etwa das Mahlen von Getreide oder Kaffeebohnen im Cook Processor enttäuschend.

KitchenAid Artisan Cook Processor – Resümee nach einem Jahr

Den Cook Processor hat der Tester nun seit einem Jahr im Einsatz. Er wird nicht durchgehend, aber dennoch oft verwendet. Vor allem, wenn trotz Zeitmangels eine warme Mahlzeit gekocht werden soll.

Im Alltag bewährt

Die Renner sind Eintopf oder Cremesuppe (püriert). In beiden Fällen werden zuerst Zwiebeln, Speck, Knoblauch etc. angebraten (Rührelement), danach schütten wir eine Brühe und das zu kochende Wurzelgemüse, Fleischstücken etc. hinzu. Während der Rühr- und der Kochphase können wir weggehen und andere Dinge machen. Wenn die Kitchen Aid fertig ist, dann hält sie den Topf noch eine Zeit lang warm.

Bei der Rohkost nutzen wir häufig die Schredder-Funktion: Wurzelgemüse oder Salat wird ruckzuck bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinert.

Unser Fazit nach einem Jahr ist unterm Strich positiv: Der Cook Prozessor gibt im Alltag Zeit für andere Dinge frei und ist ohne angepasste Rezepte spontan bedienbar.

Kitchen Aid: Nach einem Jahr im Einsatz immer noch unser Favorit
Kitchen Aid: Nach einem Jahr im Einsatz immer noch unser Preis-Leistungsfavorit.

Doch kein Resümee ohne Schattenseiten: Unsere Kitchen Aid musste dreimal zur Reparatur eingeschickt werden (jeweils 3-4 Wochen weg) und ist erst seit einem halben Jahr fehlerfrei. Grund war ein Deckel-Offen-Fehler. Aufgrund eines defekten elektronischen Bauteiles meinte die Maschine, dass der Deckel nicht geschlossen sei und verweigerte die Funktion. Erst die dritte Reparatur stellte das Problem dauerhaft ab.

Ein kleinerer Nachteil ist der nicht sauber am Topfboden schleifend Rühraufsatz. Dadurch brennt es beim Anbraten auf der einen Seite des Bodens immer an. Wir reinigen den Topf oft einfach in der Spülmaschine, auch wenn es vom Hersteller nicht empfohlen wird. Die kleine Nachfüllöffnung im Topfdeckel stellt sich hin und wieder als Manko heraus, etwa wenn wir bei Mascarpone-Creme den Käse löffelweise während des Rührens nachfüllen.

kCook von Kenwood ist der kleine Bruder der teuren Cooking Chef Gourmet. kCook ist gedacht als Helfer, der neben der primären Kochprozessor genutzt wird, um etwa eine Beilage unter ständigem Rühren zu köcheln oder die Sauce anzudicken.

Der kleine Topf hat nur 1,5 Liter Nutzinhalt, das reicht für die Reisbeilage oder eine Sauce. kCook ist simpel gestrickt und bietet nur einfachste Funktionalität: Der Topf kann nur bis 100 Grad in drei fixen Stufen erhitzen (65-92-100). Das reicht auch zum Dampfgaren einer kleinen Menge Gemüse, allerdings nur im Gareinsatz.

Einfache Reinigung

An kCook gefällt uns das entnehmbare Rühr- oder Mixelement. Anders als beim Testsieger kann hier der Topf ohne Hindernisse ausgekratzt werden, was mit dem mitgelieferten Spatel am besten klappt. Die Reinigung erledigt die Spülmaschine und zwar alles, auch den Topf. Das Bedienfeld ist abwischbar, es handelt sich aber nicht um ein Touchfeld, unter der Folie befinden sich drucksensitive Taster.

Außerdem ist das Bedienfeld sehr intuitiv, hier kann man sich auch die Anleitung schenken. Ein Feintuning von Drehzahl oder Temperatur, wie bei den anderen Küchenmaschinen, ist nicht möglich. Es gibt jeweils drei Stufen und fertig.

Der Nachteil von kCook ist die schwache Motorisierung: In einer allzu dicken Marmelade oder in zu festen Fruchtstücken kann der Rührhebel stecken bleiben. Im Test ist uns das mehrfach passiert. Dann muss der Deckel geöffnet werden, um die Masse manuell etwas aufzulockern. Ebenfalls störend war das unruhige Rührgeräusch.

kCook ist unterm Strich ein gutes Gerät für kleine Mahlzeiten oder die Zubereitung der Beilagen. Überall, wo bei mäßiger Hitze konstant gerührt werden muss, hilft kCook. Wir waren von dem kleinen Helfer recht angetan und nutzen ihn in den Testwochen relativ oft.

Nachteile wie der schwache Motor sind verkraftbar: Als wir das Gerät besser kannten, haben wir einfach auf allzu dicke Griespuddings und kalten Reis verzichtet. Das Festsitzen des Rührwerkzeuges tritt in erster Linie dann auf, wenn wir eine Masse quellen und erkalten lassen und dann noch einmal erwärmen wollen. Wer so etwas öfters auf dem Plan hat, der ist mit Thermomix oder Kitchen Aid besser bedient.

Thermomix-Klon

Medion MD 16361

Küchenmaschine mit Kochfunktion Test: Medion Md 16361
"Thermomix" mit manueller Bedienung, starkem Motor und solider Verarbeitung

Die Medion MD 16361 hat uns besser gefallen als die Profi Cook, was an der besseren Bedienung der Deckel-/Topfarretierung liegt. Hier wird der Topf einfach von oben her in die Mulde gesetzt und der Deckel drehend in die Arretierung geschoben. Das ist eine simple Konstruktion, die ohne viel Fixiermechanik auskommt und somit auch kaum anfällig für Fehler ist. Der Deckel kann ganz einfach aufgesetzt und gesperrt bzw. entsperrt werden.

Medion: der schnelle Motor Stop/Start erzeugt die gewünschte Konsistenz des zerkleinerten Gemüses
Medion MD 16361: Der schnelle Motorstopp und -start erzeugt die gewünschte Konsistenz des zerkleinerten Gemüses.

Sehr gut hat uns der starke Motor mit seinem schnellen Start/Stopp gefallen. Damit kann Gemüse auf den Punkt zerkleinert werden und es entsteht genau die gewünschte Konsistenz. Außerdem kann die Medion sogar harte Getreidekörner in kurzer Zeit schroten. Zum Test hatten wir ganze Maiskolben gedrittelt und in den Topf geworfen. Die MD 16361 hat binnen 30 Sekunden alles komplett zerkleinert, inklusive des Kolbens. Das hat die Profi Cook nicht geschafft.

Medion überzeugt mit Power

Die Bedienung mit den piepsenden Tasten ist mangels Drehwahlraste nicht so sehr komfortabel, aber sie geht in Ordnung. Jede Funktion (Drehzahl, Temperatur, Zeit) hat eine eigene Taste.

Die Nachteile-Liste wird angeführt von der fehlenden Möglichkeit des Anbratens. Zum einen liegt die Maximaltemperatur nur bei 110° C und zum anderen brennen Zwiebeln, Speck etc. sofort an. Die Messer schaben eben nicht am Boden und können das Anbrennen ohne Flüssigkeit nicht verhindern. Das klappt mit dem Rührelement der Kitchen Aid besser.

Die Stufe eins des Messers kennt leider kein Intervallrühren, also mit Start und Stopp in Serie. Dadurch wird das Wurzelgemüse in Eintöpfe mitunter zu stark zerkleinert, sofern es schon zu weich ist. Einen Rückwärtsgang, wie beim Thermomix, besitzt die Medion MD 16361 nicht.

Leider ist der Topf nicht spülmaschinentauglich, denn das Heizelement ist kunststoffummantelt von unten aufgesetzt. In der Spülmaschine könnte Wasser durch die Dichtungen eindringen, weshalb der Topf nicht mal in Wasser getaucht werden darf.

Die Medion MD 16361 könnte eine Alternative zu unserem Spar-Tipp Kenwood kCook sein. Ihr Topf ist größer und der Motor ist reaktionsschnell und viel stärker. Damit ist sie insgesamt vielseitiger einsetzbar, wenngleich Anbraten oder das Herstellen von Saucen oder Risotto (langsames Rühren am Topfboden) nicht möglich ist.

Außerdem getestet

Severin KM 3895 James the Wondermachine

Severin verkauft die KM 3895 als James the Wondermachine und suggeriert damit einen Küchenhelfer, der fast alles kann und in James-Manier exzellent köstliche Ergebnisse kreiert. Aber James gibt sich in der Praxis dann doch etwas verklemmt.

Zum Kochen stehen nur vier feste Temperaturstufen (37°, 70°, 100° und 120° C) zur Wahl. Im 120-Grad-Modus ist die Rührstufe deaktiviert, zudem kann das Rühren in den niedrigeren Kochstufen nicht abgestellt werden. Und es dauerte geschlagene 15 Minuten, bis ein Liter Flüssigkeit mit Zutaten endlich blubberte.

Severin hat sich für ein simples Bedienkonzept mit einem einzigen Drehrad entschieden. Hier verwirren keine Programme und man muss keinen Kochmodus wählen. Nach fünfminütigen Herumprobieren kann James erfolgreich bedient werden – ohne jemals ins Handbuch geschaut zu haben. Das kann sonst nur der Rosenstein & Söhne TKM-2015 von sich behaupten.

Meistens werden die weichen Komponenten einer Suppe allerdings zu Matsch verrührt. Mit Fleischstücken oder Schwarte passiert das nicht, was der klaren Gemüsesuppe aber nichts nutzt. Auch unsere Haferflockensuppe wurde von James zu Brei vermatscht. Weichem Reis ergeht es gleichermaßen, bissfester bleibt intakt.

Das Mahlen von Getreide dauert länger als mit der TM5: Nach 20 Sekunden haben wir gleichmäßig groben Schrot. Nach 50 Sekunden ist ein grobes Mehl entstanden, das wegen der stumpfen Messer nicht feiner wird. Das Zerkleinern von Wurzelgemüse funktionierte bei ähnlich großen Stücken dagegen sehr gut. So entsteht je nach Wunsch eine homogene Masse feiner Stückchen.

Was uns wirklich enttäuschte, war der Arretiermechanismus: Der Topf sitzt in seiner Mulde und wird am oberen Rand samt Deckel von einem Riegelchen festgehalten, der durch einen Drehschieber betätigt wird. Das alles macht weder einen langlebigen noch einen robusten Eindruck. Und leider darf der Kochtopf nicht in die Spülmaschine.

Wer oft Wurzelgemüse zerkleinert, Cremesuppen mag und keine Lust auf spezielle Küchenmaschinenrezepte hat, könnte in James einen nützlichen Helfer finden. Wer Wert auf Verarbeitung legt und sowieso für vier und mehr Personen kocht, sollte lieber zum Kitchen Aid Artisan Cook Processor greifen.

Krups Prep & Cook HP 5031

Die Prep & Cook HP 5031 von Krups ist unter den mittelpreisigen Modellen das günstigste. Eine Empfehlung können wir ihr aber nicht geben. Die Verarbeitung ist der erste große Nachteil: Wenig solides Plastik dominiert Korpus und Deckel. Topf und Deckel sind schwer zu reinigen, denn es gibt zahlreiche Hohlräume, Ritzen, Kanten und sogar der Deckel besteht aus drei Komponenten plus Verschluss.

Der zweite Nachteil bei der Bedienung ist der fehlende Drehknopf: Die Drehzahl, aber auch die Temperatur kann nur über die Plus/Minus-Taster erfolgen und das geht langsam vonstatten. Dafür ist die gesamte Tastenfläche einfach abwischbar.

Leider hat die Prep & Cook keine Saugfüße und dazu nur ein relativ geringes Eigengewicht. Die Folge: Beim Mahlen oder Zerkleinern mit hohen Umdrehungen wandert der Korpus zügig über die Arbeitsfläche. Das ist sehr ungünstig, denn das Gerät könnte abstützen.

Die Prep & Cook teilt sich außerdem zusammen mit der Kitchen Aid das schlechte Ergebnis beim Mahlen von Getreide und Kaffee.

Eine Rezept-App gibt es keine, allerdings ein personalisiertes Portal, in dem wir uns nach Anmeldung Rezeptfavoriten merken können.

Rosenstein & Söhne TKM-2015

Das Gegenstück zum Food Circus heißt TKM-2015 und kommt von Pearl unter der Marke Rosenstein & Söhne. Was sich nach traditioneller Industrieware anhört, das entpuppt sich schnell als Billig-Modell mit schlechter Verarbeitung – aber zufriedenstellender Bedienung.

Der wuchtige Korpus ist schwer und steht mit Saugfüßen rutschfest auf der Arbeitsfläche. Das ganze Bedienfeld wackelt jedoch und die Tasten ebenfalls. Der Schneebesen hat eine schlechte Fixierung.

Pearl will diesen Nachteilen mit Leistung entgegentreten: 30 bis 120 Grad schafft der Topf. Das sind Temperaturen wie beim Thermomix. Hinzu kommt ein starker Motor (3-6000 U/Min), der das Messer rasant aufdrehen lassen kann. Allerdings kann diese Kraft nicht besonders fein dosiert werden, weshalb der Rohkostsalat allzu oft viel zu klein zerstückelt wurde.