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Die beste Küchen­maschine mit Koch­funktion

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Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Thermomix Tm6
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 13 Küchenmaschinen mit Kochfunktion getestet. Sie beste ist für uns der Thermomix TM6 von Vorwerk. Das Guided-Cooking-Konzept macht Anfänger und auch Profis glücklich: Rezepte aus dem Online-Portal oder dem Kochbuch werden Schritt für Schritt auf dem Touchdisplay angezeigt. Profis können abweichen, jederzeit Zwischenschritte einbauen oder Freestyle kochen. Die beste Thermomix-Alternative ist für uns Kenwoods Cooking Chef Gourmet. Sie liegt mit dem Thermomix gleichauf, legt den Fokus aber auf den Freestyle-Ansatz.

Update 18. September 2019

Wir haben den neuen Thermomix T6 im Alltag ausprobiert und sind begeistert: Das geführte Kochen ist dank größerem Display noch komfortabler und der TM6 kann jetzt auch Anbraten. Außerdem dabei, der Chefbot von Ikohs mit seiner intuitiven Bedienung aber den zahlreichen praktischen Schwachstellen.

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22. Juli 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte aktualisiert.

14. März 2019

Wir werden uns in Kürze den neuen Thermomix TM6 anschauen und ihn dem Test hinzufügen.

2. November 2018

Wir haben zwei weitere Küchenmaschinen getestet, die Profi Cook PC-MKM 1074 und die Medion MD 16361. Die Medion ist eine neue Empfehlung.

9. Januar 2018

Wir haben mit der Kenwood Cooking Chef Gourmet eine neue Empfehlung in unseren Test aufgenommen. Sie spielt in der gleichen Liga wie der Thermomix.

29. November 2017

Wir hatten Severins KM 3895 James the Wondermachine im Küchenalltag und sind enttäuscht: Suppenzutaten, Reis und Haferflocken werden zermatscht. James eignet sich gut zum zerkleinern von Gemüse, zum Anbraten von Speck, Zwiebeln etc., zum Dampfgaren und für pürierte Suppen. Unter „Außerdem getestet“ finden Sie den ausführlichen Text zu Severins KM 3895.

Wir leben in einer Welt der Convenience-Produkte und müssten gar nicht kochen, um etwas auf den Teller zu bekommen. Doch die industriellen Mahlzeiten haben Nachteile: Geschmacklich ist es oft ein auf den Mainstream getrimmter Einheitsbrei. Das schmeckt irgendwie jedem und eigentlich auch keinem – Hauptsache es ist günstig herzustellen. Fertige Mahlzeiten sind oft Monate und Jahre haltbar, das wird über eine lange Liste von Zusätzen erreicht. Hinzu kommen Skandale über verdorbene Produkte oder überschrittene Grenzwerte.

Da wundert es nicht, dass viele Menschen wieder verstärkt den Kochtopf selbst in die Hand nehmen. Das hat – zusammen mit TV-Kochshows – einen regelrechten Koch-Boom in Gang gesetzt.

Doch woher die Zeit fürs Kochen nehmen, fragt sich der Vollzeit-Papa oder die alleinerziehende Mutter. Ein maschineller Küchenhelfer kann aushelfen, zumindest wenn man der Werbung und den Marketing-Sprüchen glaubt. Sie nennen sich Alleskönner oder Universal-Küchenmaschine und wollen dem Hobbykoch beim Kochen, Backen, Garen und Braten Mühsal, Schmutz und Zeitaufwand abnehmen.

Modernes Kochen mit der Küchenmaschine soll Zeit und Abwasch sparen, zu mehr Kreativität bei den Rezepten anregen, eine ganze Kiste voller Einzelküchengeräte obsolet machen – und vor allen Dingen wieder die Freude am Kochen zurückbringen.

Wir haben uns inzwischen zwölf Küchenmaschinen mit Kochfunktion angeschaut. Wir haben damit gekocht was das Zeug hält. Preislich lag die Spanne von günstigen 150 bis ganz schön happigen 1.360 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Vorwerk Thermomix TM6

Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf Vorwtm6 Solo
Guided Cooking bringt mehr Vielfalt auf dem Tisch, denn es nimmt viel Organisations- und Denkarbeit ab.

Die wohl bekannteste kochende Küchenmaschine ist Vorwerks Thermomix – und auch der teuerste. Der neue Thermomix TM6 kann jetzt auch Röstaromen, Vorwerk hat diese Schwachstelle seines Kochmeisters beseitigt. Sie können jetzt also auch Anbraten und Karamellisieren – aus Sicherheitsgründen aber nur in Rezepten.

Das Prinzip des geführten Kochens (Guided Cooking) via Cookidoo.de bleibt erhalten, durch das größere Display (6,8 Zoll statt 4,3 Zoll) und den Wegfall des Cook-Key steigt aber der Komfort. Guided Cooking bringt mehr Vielfalt und Kreativität in Ihre Speisen, weil es auf Seiten der Organisation, der Handgriffe und der Denkarbeit Freiräume schafft. Kochen wird so deutlich einfacher und macht Lust darauf, viel häufiger neue Speisen auszuprobieren.

Die Rezepte sind für die Kochschritte des TM6 optimiert, das heißt im besten Fall benötigen Sie weder Schneidebrett, noch Pfanne, Topf oder Schüssel. Alle Zutaten werden im 2,2-Liter-Topf zerkleinert, verrührt, gedünstet und gekocht – alternativ im Garkorb oder im Dampfgar-Aufsatz. Vorwerk setzt auf ein einzelnes Messer für alle anfallenden Aufgaben. Das hat allerdings vier Klingen und kann auch im Linkslauf drehen, wenn mal nichts geschnitten werden soll.

Wer das Kochen weitgehend der Maschine überlassen will, für den ist der Thermomix die beste Wahl – trotz seines hohen Preises.

Universal-Genie

Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S

Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S
Mit der Kenwood Cooking Chef sind bewährte Rezeptschritte klassisch umsetzbar.

Die Kenwood Cooking Chef Gourmet ist eine hervorragend verarbeitete, klassische Universal-Küchenmaschine mit Kochfunktion. Rezepte, die an die Funktionalität der Maschine angepasst sind, wie bei Thermomix, aber auch Krups, Severin, Klarstein und Rosenstein & Söhne, gibt es hier nicht, hier steht das herkömmliche Kochen im Vordergrund.

Kenwood hat den klassischen Universal-Küchenmaschinen-Ansatz zur Perfektion getrieben: An eine Maschine mit starkem Motor werden Rührelemente und Zubehörteile wie Mixer, Pürierer, Kochtöpfe, Fleischwölfe, Dampfgar-Einsätze oder Knethaken an- oder aufgesteckt. Eine einzelne Maschine ersetzt damit eine große Menge verschiedener Handgeräte, ohne dabei die mechanische Perfektion solcher Spezialisten zu vernachlässigen.

Anders als beim Thermomix gibt es bei der Kenwood kein Messer im Topfboden, sondern ein Rührelement, das von oben in den Topf greift und gewissermaßen den Kochlöffel ersetzt. Klassische Rezepte sind weiterhin umsetzbar, eine Anpassung an die Küchenmaschine ist nicht nötig. Das erfordert allerdings oft mehr Arbeitsschritte – und mehr Handarbeit.

Wenn Sie ein funktionelles Gerät möchten, bei dem Sie selbst Herr über alle Kochschritte sind, dann ist die Kenwood genau das Richtige für Sie.

Auch gut

Kitchen Aid Artisan Cook Processor

Der Kitchen Aid Artisan Cook Processor ist im Vergleich zu den anderen Kochmaschinen der Straßenkreuzer der 50er Jahre: Das schwere, solide Alu-Gussgehäuse ist in vielen schicken Farben erhältlich und macht in der Küche ohne Frage mehr her als die Raumschiffoptik des Thermomix. Auf ein Touch-Display mit angezeigten Rezepten muss man hier aber verzichten. Der Cook Processor ist ebenfalls eher etwas für Fans des klassischen Kochens nach Rezeptbuch. Im Portal finden sich lediglich 518 Rezepte, die sich in der App etwas umständlich ablesen lassen. Der Cook Processor kann bis zu einer Temperatur von 140 Grad Celsius braten – beim aktuellen Testsieger sind 160 Grad möglich.

Unterm Strich ist der Cook Processor eine robuste, vielseitige Maschine, die aber nicht an den Funktionsumfang der Kenwood herankommt. Wie bei der Kenwood muss der Koch für dasselbe Ergebnis bei der Kitchen Aid mehr Handgriffe anwenden, mehr Zubehör einsetzen und mehr Denkarbeit leisten als beim Thermomix.

Spar-Tipp

Kenwood kCook

Wer nicht gleich 600 Euro und mehr ausgeben will und erstmal in die Welt der kochenden Küchenmaschine reinschnuppern möchte, ist mit dem Kenwood kCook gut bedient. Der kleine Topf hat zwar nur 1,5-Liter-Nutzinhalt, doch das reicht locker für die Reisbeilage ohne Anbrennen oder die Zubereitung einer Sauce. kCook kann nur bis 100 Grad in drei festgelegten Stufen erhitzen, was auch zum Dampfgaren einer kleinen Menge Gemüse reicht.

Überall, wo bei mäßiger Hitze konstant gerührt werden muss, sorgt die kompakte Maschine für spürbare Erleichterung. So kann auch Marmelade – in kleinen Mengen – einfach zubereitet werden. Die Reinigung des Topfes und aller Komponenten erledigt die Spülmaschine. Das Bedienfeld ist abwischbar, hat aber kein Touch-Display.

Der größte Nachteil des kCook ist seine relativ schwache Motorisierung: In einer allzu dicken Marmelade kann der Rührhebel oder das Messer schon mal stecken bleiben oder läuft gar nicht erst an.

kCook ist insgesamt ein gutes Gerät für kleine Mahlzeiten oder die Zubereitung der Beilagen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerUniversal-GenieAuch gutSpar-Tipp
Modell Vorwerk Thermomix TM6 Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S Kitchen Aid Artisan Cook Processor Kenwood kCook Vorwerk Thermomix TM5 Krups Prep & Cook HP 5031 Rosenstein & Söhne TKM-2015 Severin KM 3895 James the Wondermachine Profi Cook PC-MKM 1074
Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf Vorwtm6 SoloTest Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040STest Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kitchen Aid Cook ProcessorTest Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kenwood kCookKüchen­maschine mit Koch­funktion Test: Thermomix Tm5Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Krups Prep & Cook HP 5031Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Rosenstein & Söhne TKM-2015Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Severin KM 3895 James the WondermachineTest Küchen­maschine mit Koch­funktion: Profi Cook PC-MKM 1074
Pro
  • Guided Cooking
  • Hoher Bedien-Komfort
  • Enorme Rezeptauswahl
  • Automatische Arretierung
  • Messbecher fixiert
  • Integrierte Waage
  • 4,5 Liter Nutzmenge
  • Bis 180 Grad
  • Leicht entleerbar
  • Drehknopfbedienung
  • Vielfältiges Zubehör
  • Großer Topf
  • Bis 140 Grad
  • Messer gesteckt
  • Leicht entleerbar
  • Robuster Korpus
  • Viele Farbvarianten
  • Übersichtliche und simple Bedienung
  • Kompakte Abmessungen
  • Leichte Reinigung
  • Günstiger Preis
  • Verkapselter Topfboden
  • Guided Cooking
  • Hoher Bedien-Komfort
  • Enorme Rezeptauswahl
  • Automatische Arretierung Topf/Deckel
  • Integrierte Waage
  • Günstig
  • Starker Motor
  • Einfache Bedienung
  • Einfache Bedienung
  • Anbraten ohne Anbrennen (120 Grad)
  • Intervallrühren (Start/Stopp)
  • Heizelement nicht im Topfboden
  • Fester Stand
Contra
  • Bis 160 Grad nur mit Rezepten
  • Feststehendes Messer
  • Schlecht entleerbar
  • Nur 2,2 Liter Nutzinhalt
  • Hoher Preis
  • Teures Zubehör
  • Zerkleinern ist keine Grundfunktion
  • Vergleichsweise wenige Rezepte
  • Manuelles Verriegeln und Entriegeln
  • Schlechtes Ergebnis beim Mahlen und Schroten
  • Nur bis 100 Grad
  • Wenige Rezepte
  • Schwacher Motor
  • Temperatur nur in drei Stufen
  • Nur 1,5 Liter Nutzinhalt
  • Schlechtes Ergebnis beim Mahlen und Schroten
  • Feststehendes Messer
  • Schlecht entleerbar
  • Nur 2,2 Liter Nutzinhalt
  • Keine Saugfüße
  • Schlechte Verarbeitung
  • Unkomfortable Bedienung
  • Schlechte Verarbeitung
  • Keine Feinjustierung möglich
  • Hohe Rührgeschwindkeit zermatscht Zutaten
  • Rühren nur bei 120 Grad abstellbar
  • Kein Intervallrühren
  • Schlechte Verarbeitung
  • Langsames Kochen
  • Deckel-Offen-Fehler
  • Unkomfortable Bedienung
  • Anlauf- und Nachlauf des Motors
  • Motorkühlung läuft sehr lange nach
  • Zubehör fehlte
Bester Preis

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Küchenmaschinen mit Kochfunktion

Es gibt hunderte von elektrischen Geräten für die Küche, Küchenmaschinen sind jedoch die wenigsten davon. Eine Küchenmaschine in unserem Sprachgebrauch ist ein Gerät, dass die Funktionen vieler Einzel-Küchenwerkzeuge in einem Gerät vereint und dabei zahlreiche manuelle Tätigkeiten maschinell erledigt. Deshalb nennt man sie manchmal auch Universal-Küchenmaschine.

Küchenmaschinen mit Kochfunktion gehen seit einigen Jahren einen Schritt weiter, indem sie auch das Erwärmen und Kochen übernehmen. Im selben Behälter, in dem das Gemüse eben kleingeschnitten wurde, wird es auch gleich gekocht oder angeschwitzt. So entsteht im besten Fall ein komplettes Gericht in nur einem einzigen Topf – was nicht nur Arbeit, sondern auch Abwasch minimiert.

Wenn Sie wie wir der Meinung sind, Routineaufgaben wie rühren, schneiden, zerkleinern, dünsten und kochen sollte eine Maschine übernehmen, dann sollten sie den Kauf einer guten Koch-Küchenmaschine ins Auge fassen.

An einen Kochautomaten muss man sich erst gewöhnen

Doch Vorsicht! Ein Wunder für ihr Zeitbudget sollten Sie zumindest anfangs nicht erwarten. Erst wenn Sie mit der Maschine vertraut sind, werden Sie sich Zeit und Arbeit sparen. Sie können Ihrer Familie und Ihren Gästen aber auch bei gleichem Arbeitsaufwand komplexere und vielseitigere Gerichte auf den Tisch zaubern. Unterm Strich wäre das auch ein Zugewinn.

Was können Küchenmaschinen mit Kochfunktion?

Es gibt verschiedene Modelle, die in Umfang und natürlich auch Anschaffungspreis stark variieren. Einsteigervarianten können kochen (bis 120 Grad), dünsten, dämpfen, pürieren und rühren. Außerdem gibt es verschiedene Programme, manchmal muss man aber auch manuelle Einstellungen vornehmen. Wählbar sind Zeit, Temperatur und Rührgeschwindigkeit.

Etwas bessere Geräte können zusätzlich kneten, braten, warmhalten und turbo-pürieren. Außerdem ist das Mahlen von Getreide möglich. Wenn Sie sich für die Oberklasse der Küchenmaschinen mit Kochfunktion entscheiden, dann bekommen Sie außerdem noch eine integrierte Waage, einen Linkslauf für Rührarbeiten, eine Schneidefunktion und eine automatische Topfdeckelarretierung obendrauf. Das wäre dann alles, was auch unser Testsieger, der Thermomix TM6, zu bieten hat.

Die Cooking Chef Gourmet, ebenfalls eine Oberklasse wie der TM6, ist das einzige Gerät ohne Loch im Boden des Kochtopfes. Hier ragen die Rühr- oder Knetelemente von oben in den Topf hinein. Mit verschiedenen Einsteckelementen im Planetenrührwerk kann der Cooking Chef Gourmet dann alles, was der Thermomix TM6 auch kann. Er macht aber vieles – mechanisch betrachtet – besser. So bleiben Karrottenscheiben oder Kartoffelwürfel intakt, denn es rührt kein Messer in der Suppe, sondern ein Rührelement mit Kontakt zum Topfboden.

 Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf U0919 Ikohschefbot
Ikohs Chefbot: ein Aufsteck-Rührelement verhindert Anbrennen nicht immer, aber weitestgehend.

Kann das alles in die Spülmaschine?

Das kommt ganz auf das Gerät an. Die meisten Töpfe, Rührwerkzeuge und Deckel lassen sich bequem in der Spülmaschine reinigen. Wenn der Hersteller das jedoch in der Anleitung ausschließt und die Handwäsche vorgibt, dann sollten Sie sich auch daran halten.

Küchenmaschinen mit Kochfunktion im Test: Klarstein Food Circus
Klarstein Food Circus: Der Topf darf nicht in die Spülmaschine!

Sonst kann es Ärger geben, so wie wir es mit dem Klarstein Food Circus (inzwischen nicht mehr lieferbar) hatten: Weil das schmale Handbuch keinen Satz zur Reinigung äußerte, packten wir den Topf in die Spülmaschine mit der Folge, das Wasser in den Topfboden eindrang, und für einen Kurzschluss sorgte. Wir mussten den Topfboden entfernen und trocknen lassen. Das nützte aber wenig, der Food Circus blieb defekt und erzeugte fortan einen Kurzschluss im Sicherungskasten. Auch bei Medion und Ikohs haben wir es mit einem aufgesetzten Heizelement zu tun, der Topf gehört nicht ins Wasser getaucht und schon gar nicht in die Spülmaschine.

Single-Messer oder Aufsätze für jeden Zweck?

Während der Thermomix mit nur einem vierfach Messer für alle Tätigkeiten auskommt, liegen bei anderen Geräten vier bis fünf Messer- oder Rühraufsätze bei, die aufgesteckt werden müssen. Vorteile des Single-Messer-Ansatzes: Geringer Reinigungsaufwand und quasi kein Bedienaufwand. Sie müssen im Kochvorgang keine Messer umstecken, nur allenfalls mal den Topf mit Messer reinigen.

Nachteile der Single-Messer sind allerdings, dass ein einfaches Auskratzen und Entleeren des Topfes unmöglich ist. Mit dem Spatel arbeiten Sie ständig um die Messer herum. Das kann nerven und die Kinder können den restlichen Teig auch nicht aus dem Topf lecken – das wäre zu gefährlich.

Hier liegt die Stärke der Aufsetzmesser und Rührer beim Kitchen Aid Cook Processor, Prep & Cook, kCook und Ikohs: Der Topf kann leichter ausgekratzt werden. Noch besser geht das beim Kenwood Cooking Chef Gourmet, hier rühren die Elemente von oben in den Topf hinein.

Man könnte jetzt meinen, dass spezielle Messer für den jeweiligen Kochvorgang sicher auch bessere Ergebnisse bringen – so pauschal können wir das aus unserem Test jedoch nicht bestätigen. So brannten im Thermomix Milch-Haferflocken nicht an, im Kitchen Aid durch eine zu hohe Temperatur aber schon, da nützte auch das Rührelement nichts.

Doch verschiedene Aufsätze haben durchaus auch Nachteile. Es ist immer ein Handgriff mehr zu tun und am Ende müssen auch mehr Einzelteile gereinigt werden. Besser oder schlechter ist keine Herangehensweise, doch der Thermomix beweist: Ein einziges Messer (4er Klinge) genügt für alle Einsatzzwecke, wenn nur die Feinsteuerung des Motors gut ist und Sie sich an die Mengen- und Größenangaben in den Rezepten halten.

Standortwahl

Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion sollte einen festen Platz auf der Arbeitsfläche haben. Andauerndes Auf- und Abbauen würde Ihnen die Freude verderben. Zumal es ja darum geht, tägliche Handgriffe durch die Maschine erledigen zu lassen. Folglich sollte die Optik zumindest halbwegs zu Ihrem Geschmack und zum Rest der Küche passen.

Ein fester Stand ist wichtig

Kitchen Aid bedient das mit zahlreichen Farbvarianten, den Testsieger gibt es leider nur in Weiß. Damit sich die Maschine beim Pürieren nicht von der Stelle bewegt, sollte sie entweder schwer sein oder zumindest Saugnäpfe als Standfüße besitzen.

Nutzinhalt zwischen 1,5 und 3,0 Litern

Wer für eine fünfköpfige Familie kocht, wird bei bestimmten Gerichten keinen Spaß mit einem 2-Liter-Topf haben. Auf der anderen Seite: Für Kombinationsgerichte, etwa Rohkost + Pfanne + Beilage, genügt der Topf. Entweder kommt der Dampfgaraufsatz zum Einsatz oder es wird nacheinander gekocht.

Wenn Sie oft Eintöpfe oder Pfannen machen, dann sind Sie für drei bis fünf Personen mit dem 2,5-Liter-Topf der Kitchen Aid oder gar den 3,0 Litern des Cooking Chef Gourmet besser dran. Unsere Empfehlung:

  • Für 1-2 Personen: 1,5 Liter
  • Für 2-3 Personen: 2,0 oder 2,2 Liter
  • Für 3-5 Personen: 2,5 Liter
  • Für 5-8 Personen: 3,0 Liter

Perfekte Konsistenz oder Lernprozess?

Wenn Sie in der Küche gern Improvisieren und in Do-it-Yourself-Manier ohne Rezept ein Gericht kreieren, dann werden Sie sich erst auf ihre Küchenmaschine einstellen müssen. Wie lange kann ich Äpfel in welcher Stufe zerkleinern, damit sie nicht Matsch werden? Wie stelle ich es an, dass der Käse in gleich große Stücke geschnitten wird? Mit welcher Temperatur kann ich Hühnchenstücke dünsten, damit sie nicht anbrennen?

Mit etwas Erfahrung werden Sie diese Fragen nach gewisser Zeit beantworten können. Die perfekte Konsistenz werden Sie dann auch bei Wiederholungen treffsicher erzielen.

Wenn Sie sich immer exakt ans Rezept halten und gleich zum perfekten Ergebnis wollen, sollten Sie auf die Rezepte und Anweisungen erfahrener Köche vertrauen und beim Kitchen Aid Cook Processor oder Thermomix bleiben. Wenn Sie selbst über jeden Handgriff entscheiden wollen, dann ist die Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S die beste Wahl.

Ikohs Chefbot: ein Aufsteck-Rühr Element verhindert Anbrennen nicht immer aber weitestgehend

Die entsprechenden Rezepte sind dort als Schritt-für-Schritt-Anleitung hinterlegt. Gartemperaturen, -zeiten und Umdrehungen sind darin natürlich gespeichert, können bei Bedarf aber angepasst werden.

So haben wir getestet

Wir haben alle Küchenmaschinen in verschiedenen Koch-Sessions ausführlich getestet. Dabei haben wir alles ausprobiert, was mit den Maschinen möglich ist: Kochen, backen, zerkleinern, mahlen, rühren und mehr.

Da Vorwerks Thermomix nur im Direktvertrieb verkauft wird, wurde uns beide Modelle von einer Vertreterin des Hauses gebracht, die uns den Umgang während einer kleinen, abendlichen Koch-Session zeigte.

Alle Geräte waren Leihstellungen der Hersteller, die uns die Maschinen für die Dauer des Tests zur Verfügung gestellt haben.

 Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Vorwerk Tm6
Vorwerk Thermomix TM6: kann jetzt auch Röstaromen, das Display ist größer und das Zubehör wurde verbessert.

Testsieger: Vorwerk Thermomix TM6

Die beste Küchenmaschine mit Kochfunktion ist für uns der Vorwerk Thermomix TM6. Das Guided-Cooking-Konzept macht sowohl Anfänger als auch Profis glücklich: Rezepte aus dem Online-Portal oder dem Kochbuch werden Schritt für Schritt auf dem Touchdisplay angezeigt. Wenn man sich schon als Profi in der Küche sieht, kann natürlich von den vorgegebenen Rezepten abgewichen werden oder Sie bauen Zwischenschritte ein.

Sollte Ihnen die Rezeptauswahl aus dem Kochbuch nicht ausreichen, können Sie sich über Cookidoo mit einer riesigen Auswahl an Rezepten versorgen. Da müssen sich Kitchen Aid oder Krups hinten anstellen. Aber natürlich kann man mit dem Thermomix auch ganz normal mit herkömmlichen Rezepten oder nach eigenem Gusto kochen.

Testsieger

Vorwerk Thermomix TM6

Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf Vorwtm6 Solo
Guided Cooking bringt mehr Vielfalt auf dem Tisch, denn es nimmt viel Organisations- und Denkarbeit ab.

Der Thermomix hat außerdem eine überragende Motorsteuerung, die Drehzahl kann also feinjustiert werden, um auch manuell beste Ergebnisse zu erhalten. Hinzu kommt eine integrierte Waage, das spart jede Menge Handgriffe und natürlich Abwasch. Die Herangehensweise mit einem einzigen Messer für alle Tätigkeiten ist zwar beim Auskratzen hinderlich, jedoch muss nur ein Messer gereinigt werden.

Optik, Design und Verarbeitung

Kochen findet heute nicht mehr im Hinterzimmer statt. Jeder zeigt in seiner Wohnküche gerne, was er hat. Da sollte auch die Farbe der Küchenmaschine zur restlichen Küche passen. Weiß, wie man es beim Thermomix gehalten hat, ist natürlich immer passend – aber auch ein bisschen langweilig.

Gleich danach kommt die Verarbeitung des Gerätes. Eine Küchenmaschine ist hoher Beanspruchung ausgesetzt, auch die Oberflächen, vor allem das Bedienfeld mit den Tasten. Wir wollten da keine wackelnden Tasten, ungenaue Spaltmaße und Grate am Kunststoff sehen.

Zudem war uns das Gewicht wichtig, denn: Die Rotation beim Pürieren, Mahlen oder Kleinschlagen versetzt den Korpus in Schwingungen und er könnte sich langsam über die Küchenplatte bewegen. Beim Thermomix TM6 ist die Standfestigkeit durch den breiten Korpus und die schwingungsfreie Lagerung sehr gut. Auch ohne Saugfüße steht der TM6 sicher an seinem Platz.

Top Verarbeitung

Zur Verarbeitung gehört auch die mechanische Arretierung des Deckels und des Topfes auf der Maschine. Bis auf Vorwerk und Kenwood arbeiten alle Hersteller mit mechanischen Riegeln und kleinen Einrasthaken bzw. Fixierungsbolzen. Das heißt: Sobald der Deckel geschlossen ist, weiß die Maschine über eine mechanische Sperrung, dass sie jetzt den Motor anlassen darf.

Vorwerk schließt den Deckel und fixiert den Topf durch zwei gummierte und speziell für den Deckel geformte Arme. Der Deckel kann also in beliebiger Ausrichtung aufgelegt werden.

Sie drehen sich automatisch und halten dann Topf und Deckel in Position. Auf diese Weise wird der Topf nicht nur am Boden in der Maschine fixiert, sondern auch am Deckel. Durch diese Zweipunktfixierung ist auch das Vibrieren des Korpus bei hohen Geschwindigkeiten gering.

Das Bedienfeld des TM6 ist ein Touch-Display. Nebenan gibt es einen Drehwahlknopf, der gleichzeitig Start/Stop-Taste ist. An der Konstruktion ist nichts zu bemängeln.

Bedienungskomfort und Flexibilität

Das Wichtigste beim Einstellen der Maschine: Es muss flink gehen. Ein Drehwahlknopf ist dafür schon mal ideal, den bringt unser Testsieger mit. Ergänzt wird das durch eine exzellente Anleitung, die man jedoch fast nicht benötigt, weil einem ja der Vorwerk-Vertreter alles vor Ort erklärt.

Zu viele Grundprogramme können verwirren, eine intuitive Bedienbarkeit ist das A und O. Der Thermomix wird diesem Anspruch gerecht. In der Guided Cooking Logik wird Ihnen nie ein Teig- oder Fermentierprogramm begegnen. Zeit, Temperatur und Drehzahl sind im jeweiligen Rezept gespeichert, das auf den Touchscreen geladen wird. Das sorgt unterm Strich für eine geringe Komplexität.

Wenn sie ohne oder nach eigenem Rezept kochen, dann stehen manuell zu startende Programme zur Verfügung, darunter Vorspülen, Pürieren und Slow-Cooking.

Der Thermomix TM6 kann kochen, dünsten, dämpfen, pürieren/mahlen oder Teig anfertigen. Anbraten ebenfalls, jetzt sind bis zu 160 Grad möglich.

Mit der neuen Fermentierfunktion, kann man sich jetzt auch einen Joghurt herstellen. Slow Cooking ist Garen auf niedriger Temperatur, das sorgt z. B. für besonders zartes Fleisch.

Linkslauf und Waage sind einzigartige Funktionen des Thermomix: Mit dem Linkslauf kann das Messer mit der stumpfen Seite voran im dünstenden Gemüse rühren oder es kann sich frei drehen, wenn eine Karotte sich verhakt hat. Die Waage kann ebenfalls kein Konkurrent überbieten: Sie ist im Korpus des TM6/TM5 integriert, sie ersparen sich jede Menge Tellerchen und Schüsseln beim Wiegen der Zutaten.

Ein lästiges Problem war bis zum TM5 die »Ich bin fertig« Melodie. Diese konnte weder verringert, noch abgestellt oder verändert werden. Das Problem war: Sie hörte einfach nicht auf, bis sich jemand erbarmte und auf den Knopf drückte. Dieses Ärgernis hat Vorwerk abgestellt: Die Melodie ist abstellbar, Sie können alternative Melodien wählen, sowie die Lautstärke und die Spielzeit verändern.

Zubehör und Sicherheit

Thermomix kommt mit dem wenigsten Zubehör zu Ihnen nach Hause: Ein Spatel, ein Schneebesen, ein Dampfgaraufsatz, ein Kochbuch und natürlich Topf mit Deckel. Das muss genügen, schließlich erledigt ein einziges Messer die komplette Arbeit.

Cook Key war früher, heute verbindet sich der Thermomix standardmäßig mit ihrem WLAN. So holt es sich Rezepte aus dem Portal Cookidoo. 36 Euro kostet die Nutzung von Cookidoo im Jahr, keine große Summe, wenn man den Preis des Thermomix bedenkt.

Doch auch Internet-Verweigerer bekommen etwas: Sämtliche Rezepte des mitgelieferten dicken Standard-Kochbuches befinden sich im Speicher des TM6.

Vergleichsweise wenig, aber ausreichendes Zubehör

Die Hitze wird direkt im Topfboden erzeugt, das Heizelement ist abgekapselt. Der Topf kann also ohne weiteres in die Spülmaschine. Das beste Reinigungsergebnis erzielen Sie, wenn Sie das Messer entnehmen und selbiges ebenso in die Spülmaschine legen.

Einen On/Off-Schalter besitzt der TM6 leider nicht, das Gerät geht bei Nichtbenutzung aber in einen Ruhezustand, der kaum Energie benötigt. Falls Sie während eines Rezeptes zu lange brauchen, dann aktiviert sich ebenfalls der Ruhezustand. Beim nächsten Start können Sie das Rezept an derselben Stelle fortsetzen.

Thermomix TM5: Unterseite des Topfes.
Thermomix TM6/TM5: Unterseite des Topfes.

Topf und Deckelarretierung gefallen uns beim TM6 sehr gut, weil man eigentlich nichts falsch machen kann. Die beiden Haltearme ziehen sich fest, sobald der Topfdeckel ordnungsgemäß auf dem Topf aufliegt. Bei allen anderen Modellen muss der Nutzer manuell tätig werden und das mit teilweise ordentlichem Kraftaufwand.

Einen gewissen Geräuschpegel gestehen wir einer Kochmaschine zu, auf diesem Gebietet leistet sich der TM6 einen Patzer. Seine Lautstärke beim Rühren oder Pürieren ist bis ins Obergeschoß hörbar. Ruhige Gespräche sind in unmittelbarer Nachbarschaft unmöglich.

Reinigung

Alles in die Spülmaschine, das ist zeitgemäß und Vorwerk entspricht dem auch. Standard ist das aber nicht: Kitchen Aid als auch Medion empfehlen die Handwäsche von Topf und Welle. Bei Kenwood darf alles in die Spülmaschine.

Die kleine Welle mit dem Messer darauf kann bei fast allen Küchenmaschinen ohne Werkzeug entnommen werden. Beim TM6 geht das besonders einfach, mit einer Drehung am Sockel des Topfes. Der Bauform geschuldet müssen Messer und Welle ständig herausgenommen werden.

Der TM6 von Vorwerk hat den kleinsten Deckel im Testfeld. Dennoch kommen weder Staub noch Flüssigkeit heraus. Kitchen Aid und Prep & Cook sind in diesem Bereich nicht so gut, obgleich ihre Deckel deutlich komplexer ausfallen. Krups kommt mit einem zweiteiligen Deckel daher, der Cook Processor hat einen abnehmbaren Dichtungsring.

TM6 am wenigsten kompliziert

Bei der Reinigung ist der Nutzer mit dem Prep & Cook Deckel und Topf am längsten beschäftigt: Es gibt viele Ritzen, Ecken und Teil-Hohlräume, hier ist TM6 der klare Favorit.

Nichtsdestotrotz kann auch ein TM6-Topf einmal irgendwo tropfen. Wasser, das unter den Topf auf die Maschine läuft, kann durch einen kleinen Kanal abfließen. Ähnliche Öffnungen haben die Konkurrenten auch. Beim TM6 ist dieser Bereich unter dem Topf besonders einfach zu reinigen, es befinden sich keine Kanten und Ecken darin.

Küchentest

Wir haben alle Küchenmaschinen mehrere Wochen im familiären Einsatz gehabt. Von Milchreis über Cremesuppe, Pilzpfanne, Fleischpfanne, dampfgegartes Gemüse oder Fleisch, Rohkostzubereitungen, Nüsse oder Mohnstreuselkuchen und Hefezopf bis hin zum französischen Pizzakuchen war alles im Programm.

Obendrein knetete er mit dem Teig-Programm einen erstklassigen Sauerteig. Bemerkenswert war der Mahl-Test mit Getreidekörnern (Schroten) bzw. mit Kaffeebohnen: In nur 15, teilweise schon nach 10 Sekunden hatte der TM5 alles gleichmäßig fein gemahlen.

Die anderen Kandidaten inklusive Kitchen Aid sind daran gescheitert, denn sie benötigten mehr als eine Minute und das Mahlergebnis war nicht gut. Während einige Körner schon gar nicht mehr existierten, waren andere nur leicht angeschlagen. Der TM6 hat es perfekt geschafft, den kompletten Inhalt gleichmäßig zu zerkleinern. Die Cooking Chef Gourmet würde für diesen Test einen Getreide-Mahlaufsatz benötigen.

Der Spatel ist bei allen Küchenmaschinen das wichtigste Werkzeug neben dem Topf. Am Rand klebende Bestandteile werden damit entfernt. Der Spatel besteht jetzt im Kopf aus Silikon, das Ergebnis beim Restentleeren des Topfes wird damit deutlich besser.

 Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf Vorwtm6
Vorwerk Thermomix TM6: der Spatel ist jetzt flexibel, der Topf lässt sich damit deutlich besser leeren

Beim TM6 hat der Topf leider drei Ausbuchtungen, die uns beim Auskratzen immer wieder störten.

In solchen Situationen lohnt sich ein kurzes Schleudern des Messers, um Speisen an den Rand zu befördern. Beim TM6 geht das sehr einfach, weil man schnell aus dem aktuellen Rezept herausgehen kann und danach fortsetzt.

Wo sind die Röstaromen? Im Rezept!

Beim Anbraten von Fleisch erlebten wir eine Enttäuschung: Das Hackfleisch blieb blass, der Speck wurde nicht krustig. Wir messen mit dem Infrarot-Thermometer nach – 120 Grad am Topfboden. Wo sind die versprochenen 160 Grad? Antwort: In jedem TM6-Rezept, in dem Zwiebeln, Fleisch etc. angebraten werden. Im Freestyle-Modus können maximal 120 Grad, wie beim TM5, eingestellt werden.

Muss jetzt jeder, der Freestyle anbraten möchte, den Workaround via Rezept nutzen? Ja, aber der kann aufs Gemüt schlagen: Um eine kleine Menge Zwiebeln an zu braten, müssen wir nicht nur ein Zwiebel-Anbrat-Rezept aufsuchen, sondern uns auch an die dort vorgegebene Menge halten. Füllen wir zu wenig ein, stoppt der TM6 den Vorgang. Ärgerlich, wenn wir gar nicht 200, sondern nur 100 Gramm haben möchten.

Warum entmündigt Vorwerk den Koch? Technisch gesehen ist das Vierer-Messer eine schlechte Lösung fürs Anbraten von kleinen Mengen. Das Messer berührt den Boden nicht, am Topfboden brennt es an. Um dennoch ein gutes Ergebnis mit Röstaromen zu erzielen, haben die Rezepte-Schreiber die besten Varianten ausprobiert und nur dort das Überschreiten der 120 Grad erlaubt.

Hinzu kommt eine Haftungsfrage: Beim Anbraten spritzt Fett, im Rezept kann eine entsprechende Warnung platziert werden. Wer dann nicht den Deckel verschließt, wie es das Rezept fordert, der kann den Hersteller auch nicht in Haftung nehmen, falls etwas passiert.

Zugegeben, die Haftungsfrage klingt mächtig weit hergeholt, doch genau sie ist laut Vorwerk der Grund für die »Entmündigung« des Freestyle-Kochs. Wird demnächst auch in Bratpfannen der Aufdruck »Achtung, Fett spritzt!« eingestanzt?

Wir finden die Lösung suboptimal und sind gespannt, wie Bosch mit dem Cookit (Anfang 2020) dieses Problem angehen.

Was gibt es für Nachteile?

Auch beim Thermomix TM6 finden sich hier und da Nachteile. Konstruktionsbedingt ist der Nachteil des feststehenden Messers und der daraus resultierende erhöhte Aufwand beim Auskratzen des Topfinhaltes. Hinzu kommen drei längliche Ausbuchtungen im Topfinneren, die angeblich die Effektivität beim Zerkleinern steigern. Selbige störten uns aber immer wieder beim Auskratzen des Topfes mit dem Spatel.

Potentielle Käufer sollten genau abwägen, ob sie diesen Nachteil in Kauf nehmen möchten. Uns ging die langatmige Topfentleerung mitunter ziemlich auf die Nerven.

Handicaps bei Reinigung und Anbraten

Heißes Anbraten mit Röstaromen fängt bei über 120 Grad so richtig an. Hiermit kann der TM6 jetzt dienen, allerdings nur aus Rezepten heraus. Den Freestyle-Koch ärgert das, denn er muss sich einen Workaround via Rezept.

Ein lästiges Detail ist außerdem die Lautstärke beim Rühren. Ruhige Gespräche sind in Gegenwart eines knetenden TM6 nicht möglich.

Thermomix TM5 im Testspiegel

Die Kollegen von CHIP kritisierten die etwas lahme Touchbedienung und den Fakt, dass Sous Vide und Slow Cooking mit einem Software-Update auch auf dem TM5 möglich sein könnten. Unterm Strich bleibt dem Chip-Redakteur Rian Voß aber im Wesentlichen beim Lob, der TM6 ist eine sinnvolle Aufwertung des TM5 aber kein komplett neues Produkt:

»Wer schon einen TM5 zu Hause stehen hat, hat eigentlich keinen Grund zum Upgraden. Trotzdem haben sich nicht wenige Dinge geändert.«

Die Kollegen von eKitchen haben sich ebenfalls mit dem TM6 befasst. Sie loben den großen Bildschirm und die enorme Rezeptvielfalt von Cookidoo. Die Kritik geht an die hohe Lautstärke und die Abo-Pflicht, um an neue Rezepte zu gelangen.

»Die neuen Funktionen des Thermomix TM6 sind ein großes Plus: besonders die neue Temperaturstufe hilft bei der Zubereitung vieler Gerichte, die vorher ohne weitere Kochutensilien nicht möglich waren. Die neuen Zubehörteile sind durchdacht, aber kein Quantensprung.«

Sollten wir weitere Tests des TM6 finden, so tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Der Vorwerk Thermomix TM6 ist für uns die beste Küchenmaschine mit Kochfunktion, weil sie einem am meisten Arbeit abnimmt. Aber der Zwang zu angepassten Rezepten und das hinderliche Rühr- und Schneidmesser im Topfboden sind nicht jedermanns Sache – genauso wenig wie der hohe Preis.

Wenn das auf Sie zutrifft, haben wir empfehlenswerte Alternativen für Sie, die entweder mehr Koch-Flexibilität bieten oder weniger kosten.

Universal-Genie

Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S

Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S
Mit der Kenwood Cooking Chef sind bewährte Rezeptschritte klassisch umsetzbar.

Die Kenwood Cooking Chef Gourmet ist eher was für klassische Köche, hier wird man nicht geführt, sondern ist selbst der Chef. Temperatur, Timer und Rührgeschwindigkeit gibt man selbst vor, die beiden großen Drehwahlknöpfe sind gut abgestimmt und das Display zeigt an, was gerade Sache ist: die abgelaufene Zeit, die Temperatur im Topf und das Rührintervall.

Wer lieber durch den Kochvorgang geführt werden will, kann aber auch Cooking Chef-Rezepte benutzen oder vordefinierte Programme benutzen. Hier sind die Kochschritte mit den jeweiligen Einstellungen bereits abgespeichert, was manuelles Einstellen erspart. Sinnvoll ist das etwa für Teig (Ruhephasen), Cremes (unterschiedliche Temperaturphasen), Risotto, Ragout (Temperaturphasen) oder Brühe (Koch- und Dünstphase). Die entsprechenden Tabellen finden sich auch im ausführlichen Handbuch.

Die Cooking Chef Gourmet ist in der Grundausstattung allerdings keine Hilfe beim Zerkleinern von Gemüse oder Obst. Hierfür können aber Aufsätze dazugekauft werden, wie zum Beispiel der Schnitzelwerkaufsatz oder ein Food Processor. Überhaupt ist die Vielfalt an Anbauteilen bei Kenwood gigantisch: Von der Beerenpresse über eine Getreidemühle mit Stahlmahlwerk bis hin zu Fleischwolf und Schneidaufsatz für Spaghetti ist alles Denkbare für den spezialisierten Einsatz zu haben.

Küchen-Allrounder

Kenwood hat seine Küchenmaschinen mit einem Hoch- und einen Niedriggeschwindigkeitsanschluss ausgestattet. Der erste arbeitet beispielsweise mit dem Schnitzelwerk-Aufsatz zusammen, der zweite mit dem Fleischwolf. Damit kommt Kenwood dem Prinzip der Universal-Küchenmaschine am nächsten.

Zusammen mit der tollen Verarbeitungsqualität ist das der Grund, warum die ähnlich konstruierte Küchenmaschine ohne Kochfunktion von Kenwood für uns die beste klassische Küchenmaschine ist. Die Cooking-Chef-Reihe fügt diesem Universal-Ansatz noch die Kochfunktion hinzu. Sie ist damit die perfekte Wahl für alle Hobby-Köche, die sich von einer Küchenmaschine einzelne Arbeitsschritte wie das Rühren eines Risottos oder das Schlagen einer Zabaione abnehmen lassen wollen, ohne gleich das Heft des Küchenchefs aus der Hand zu geben.

Auch gut

Kitchen Aid Artisan Cook Processor

Auch der Kitchen Aid Cook Processor ist eher was für Freunde des klassischen Kochens. Kitchen Aid gibt sich auch keine besondere Mühe bei den Rezepten im Portal. Lediglich 518 Rezepte finden wir hier, die via App Schritt für Schritt abgearbeitet werden können. Hier kann auch eine Einkaufsliste erstellt werden.

Allerdings ist der Komfort in App und Web-Portal geringer als bei Vorwerks Cookidoo. Fehlende Mengenangaben in der Jetzt-Kochen-Ansicht, haben zur Folge, dass wir ständig zurückspringen müssen.

Der Mini-Zerkleinerer hat uns beim Cook Processor aber besonders gefallen und den gibt es nur hier. Falls die Suppe im Topf vor sich hin kocht und ihnen einfällt, sie müssten noch etwas Wurzelgemüse zerkleinern: Rührwerkzeug oder Messer entnehmen, Einsatzschüssel einstecken und Mini-Pürier-Messer drauf. So können sie einen Arbeitsgang einlegen, ohne den Topf entleeren zu müssen. Allerdings müssen Sie dazu das laufende Programm beenden und wieder neu beginnen.

Die Kitchen Aid war zusammen mit Cooking Chef Gourmet das schwerste und solideste Gerät im Test. Die Maschine steht sicher an ihren Platz, ganz gleich mit welcher Geschwindigkeit gerade gemahlen oder püriert wird. Auch optisch liegt sie ganz weit vorne, denn es können verschiedene schöne Farben gewählt werden. Hauptunterschied zum TM5 ist die hohe Temperatur von bis zu 140 Grad, das erlaubt echtes Braten – zumindest von kleinen Stücken inklusive Röstaromen.

Der andere Punkt ist der Ansatz mit verschiedenen Messen und Rühraufsätzen. Diese können jederzeit entfernt werden, was das Entleeren des Topfes leichter macht als mit dem TM5. Allerdings ist der Cook Processor nicht so leicht zu reinigen, der Topf muss handgespült werden, die Welle auf dem die Messer sitzen ebenfalls.

Uns hat im Alltagsbetrieb die solide mechanische Arretierung gefallen, auch die Hebel für die Entriegelung des Topfes und für die Geschwindigkeit fielen positiv auf. Kitchen Aid trennt Drehknopf (Temperatur, Zeit) und Hebel (Geschwindigkeit), was in unseren Augen schnellere Handgriffe ermöglicht.

Gefallen hat uns auch der aufklappbare Deckel: Füllen wir etwas in den Topf, so müssen wir den Deckel nicht irgendwo ablegen, was immer wieder ein Handgriff mehr ist.

Kitchen Aid legt ein dickes Kochbuch mit Standard-Rezepten bei, das ist allerdings nur Paperback und kein Hardcover wie bei Vorwerk. Sieger kann der Kitchen Aid Food Processor nur von Seiten des Preises werden, er kostet nur halb so viel wie ein TM5. Improvisationskünstler in der Küche könnten aber mit dem Cook Processor besser beraten sein, als mit einem TM5.

Wer sich nicht an Rezepte hält und schon gar nicht Schritt für Schritt selbige nachkochen will, der profitiert nämlich gar nicht von den Guided Cooking Vorteilen des Thermomix. Wenn man diesen Faktor weglässt, bleibt dem TM5 aber immerhin noch seine Waage und der stärkere Motor. So war etwa das Mahlen von Getreide oder Kaffeebohnen im Cook Processor enttäuschend.

KitchenAid Artisan Cook Processor – Resümee nach einem Jahr

Den Cook Processor hat der Tester nun seit einem Jahr im Einsatz. Er wird nicht durchgehend, aber dennoch oft verwendet. Vor allem, wenn trotz Zeitmangels eine warme Mahlzeit gekocht werden soll.

Im Alltag bewährt

Die Renner sind Eintopf oder Cremesuppe (püriert). In beiden Fällen werden zuerst Zwiebeln, Speck, Knoblauch etc. angebraten (Rührelement), danach schütten wir eine Brühe und das zu kochende Wurzelgemüse, Fleischstücken etc. hinzu. Während der Rühr- und der Kochphase können wir weggehen und andere Dinge machen. Wenn die Kitchen Aid fertig ist, dann hält sie den Topf noch eine Zeit lang warm.

Bei der Rohkost nutzen wir häufig die Schredder-Funktion: Wurzelgemüse oder Salat wird ruckzuck bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinert.

Unser Fazit nach einem Jahr ist unterm Strich positiv: Der Cook Prozessor gibt im Alltag Zeit für andere Dinge frei und ist ohne angepasste Rezepte spontan bedienbar.

Kitchen Aid: Nach einem Jahr im Einsatz immer noch unser Favorit
Kitchen Aid: Nach einem Jahr im Einsatz immer noch unser Preis-Leistungsfavorit.

Doch kein Resümee ohne Schattenseiten: Unsere Kitchen Aid musste dreimal zur Reparatur eingeschickt werden (jeweils 3-4 Wochen weg) und ist erst seit einem halben Jahr fehlerfrei. Grund war ein Deckel-Offen-Fehler. Aufgrund eines defekten elektronischen Bauteiles meinte die Maschine, dass der Deckel nicht geschlossen sei und verweigerte die Funktion. Erst die dritte Reparatur stellte das Problem dauerhaft ab.

Ein kleinerer Nachteil ist der nicht sauber am Topfboden schleifend Rühraufsatz. Dadurch brennt es beim Anbraten auf der einen Seite des Bodens immer an. Wir reinigen den Topf oft einfach in der Spülmaschine, auch wenn es vom Hersteller nicht empfohlen wird. Die kleine Nachfüllöffnung im Topfdeckel stellt sich hin und wieder als Manko heraus, etwa wenn wir bei Mascarpone-Creme den Käse löffelweise während des Rührens nachfüllen.

Spar-Tipp

Kenwood kCook

kCook von Kenwood ist der kleine Bruder der teuren Cooking Chef Gourmet. kCook ist gedacht als Helfer, der neben der primären Kochprozessor genutzt wird, um etwa eine Beilage unter ständigem Rühren zu köcheln oder die Sauce anzudicken.

Der kleine Topf hat nur 1,5 Liter Nutzinhalt, das reicht für die Reisbeilage oder eine Sauce. kCook ist simpel gestrickt und bietet nur einfachste Funktionalität: Der Topf kann nur bis 100 Grad in drei fixen Stufen erhitzen (65-92-100). Das reicht auch zum Dampfgaren einer kleinen Menge Gemüse, allerdings nur im Gareinsatz.

Einfache Reinigung

An kCook gefällt uns das entnehmbare Rühr- oder Mixelement. Anders als beim Testsieger kann hier der Topf ohne Hindernisse ausgekratzt werden, was mit dem mitgelieferten Spatel am besten klappt. Die Reinigung erledigt die Spülmaschine und zwar alles, auch den Topf. Das Bedienfeld ist abwischbar, es handelt sich aber nicht um ein Touchfeld, unter der Folie befinden sich drucksensitive Taster.

Außerdem ist das Bedienfeld sehr intuitiv, hier kann man sich auch die Anleitung schenken. Ein Feintuning von Drehzahl oder Temperatur, wie bei den anderen Küchenmaschinen, ist nicht möglich. Es gibt jeweils drei Stufen und fertig.

Der Nachteil von kCook ist die schwache Motorisierung: In einer allzu dicken Marmelade oder in zu festen Fruchtstücken kann der Rührhebel stecken bleiben. Im Test ist uns das mehrfach passiert. Dann muss der Deckel geöffnet werden, um die Masse manuell etwas aufzulockern. Ebenfalls störend war das unruhige Rührgeräusch.

kCook ist unterm Strich ein gutes Gerät für kleine Mahlzeiten oder die Zubereitung der Beilagen. Überall, wo bei mäßiger Hitze konstant gerührt werden muss, hilft kCook. Wir waren von dem kleinen Helfer recht angetan und nutzen ihn in den Testwochen relativ oft.

Nachteile wie der schwache Motor sind verkraftbar: Als wir das Gerät besser kannten, haben wir einfach auf allzu dicke Griespuddings und kalten Reis verzichtet. Das Festsitzen des Rührwerkzeuges tritt in erster Linie dann auf, wenn wir eine Masse quellen und erkalten lassen und dann noch einmal erwärmen wollen. Wer so etwas öfters auf dem Plan hat, der ist mit Thermomix oder Kitchen Aid besser bedient.

Außerdem getestet

Ikohs Chefbot Compact

Test Küchen­maschine mit Koch­funktion: Ikohs Chefbot Compact

Keine Preise gefunden.

Der Chefbot Compact ist ein günstiges Einsteigermodell, das durch seine äußerst geringe Stellfläche, sein intuitives Bedienfeld und durch seine Temperatur bis 120 Grad auffällt. Der Ikohs hat unbestreitbare Vorzüge, jedoch auch gravierende Nachteile, weshalb wir ihn nicht empfehlen.

 Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf U0919 Ikohschefbot
Ikohs Chefbot: dank Wechsel-Werkzeug können Sie auch schneiden und raspeln.

Werkzeuge, wie das Rührelement, das 4er-Messer oder die Raspel-Scheibe, werden aufgesteckt, das macht den Chefbot fürs Freestyle-Kochen flexibler. Gemüse schneiden oder Raspeln, das geht mit einem Thermomix nicht, mit dem Chefbot Compact aber schon.

Durch die Wechsel-Werkzeuge können Sie einfach mal schnell Zwiebeln, Hack oder Speck anbraten, das Rührelement kann das Anbrennen aber nicht zuverlässig verhindern. Das dicke Rezeptbuch enthält zahlreiche Gerichte oder Desserts, die auf die Maschine zugeschnitten sind und quasi Geling-Garantie haben.

Uns gefällt der einfach abnehmbare Deckel, wobei das Programm von alleine weiterläuft, wenn der Deckel wieder drauf ist. Eine Mechanik sorgt dafür, dass der Topf nur ohne Deckel aus dem Gerät gehoben werden kann.

Weniger gelungen sind Material und Verarbeitung: Wer bitte schön hat sich das matte Weißplastik ausgedacht? Tomaten-, Möhren oder Kurkuma, es bleiben dauerhaft Flecken zurück, die nicht mehr entfernbar sind. Zudem löste sich die Alu-Abdeckung der Drehwahl-Buttons. Der Topf ist nicht spülmaschinentauglich.

Zur Gefahr können die fehlenden akustischen Hinweise werden, speziell in Programmen mit unterschiedlichen Schritten: Ohne Vorwarnung wird da plötzlich püriert, wenn wir gerade etwas durch die Gewürz-Öffnung nachfüllen. Der optische Hinweis auf dem kleinen Display genügt eben nicht.

Severin KM 3895 James the Wondermachine

Severin verkauft die KM 3895 als James the Wondermachine und suggeriert damit einen Küchenhelfer, der fast alles kann und in James-Manier exzellent köstliche Ergebnisse kreiert. Aber James gibt sich in der Praxis dann doch etwas verklemmt.

Zum Kochen stehen nur vier feste Temperaturstufen (37°, 70°, 100° und 120° C) zur Wahl. Im 120-Grad-Modus ist die Rührstufe deaktiviert, zudem kann das Rühren in den niedrigeren Kochstufen nicht abgestellt werden. Und es dauerte geschlagene 15 Minuten, bis ein Liter Flüssigkeit mit Zutaten endlich blubberte.

Severin hat sich für ein simples Bedienkonzept mit einem einzigen Drehrad entschieden. Hier verwirren keine Programme und man muss keinen Kochmodus wählen. Nach fünfminütigen Herumprobieren kann James erfolgreich bedient werden – ohne jemals ins Handbuch geschaut zu haben. Das kann sonst nur der Rosenstein & Söhne TKM-2015 von sich behaupten.

Meistens werden die weichen Komponenten einer Suppe allerdings zu Matsch verrührt. Mit Fleischstücken oder Schwarte passiert das nicht, was der klaren Gemüsesuppe aber nichts nutzt. Auch unsere Haferflockensuppe wurde von James zu Brei vermatscht. Weichem Reis ergeht es gleichermaßen, bissfester bleibt intakt.

Das Mahlen von Getreide dauert länger als mit der TM5: Nach 20 Sekunden haben wir gleichmäßig groben Schrot. Nach 50 Sekunden ist ein grobes Mehl entstanden, das wegen der stumpfen Messer nicht feiner wird. Das Zerkleinern von Wurzelgemüse funktionierte bei ähnlich großen Stücken dagegen sehr gut. So entsteht je nach Wunsch eine homogene Masse feiner Stückchen.

Was uns wirklich enttäuschte, war der Arretiermechanismus: Der Topf sitzt in seiner Mulde und wird am oberen Rand samt Deckel von einem Riegelchen festgehalten, der durch einen Drehschieber betätigt wird. Das alles macht weder einen langlebigen noch einen robusten Eindruck. Und leider darf der Kochtopf nicht in die Spülmaschine.

Wer oft Wurzelgemüse zerkleinert, Cremesuppen mag und keine Lust auf spezielle Küchenmaschinenrezepte hat, könnte in James einen nützlichen Helfer finden. Wer Wert auf Verarbeitung legt und sowieso für vier und mehr Personen kocht, sollte lieber zum Kitchen Aid Artisan Cook Processor greifen.

Krups Prep & Cook HP 5031

Die Prep & Cook HP 5031 von Krups ist unter den mittelpreisigen Modellen das günstigste. Eine Empfehlung können wir ihr aber nicht geben. Die Verarbeitung ist der erste große Nachteil: Wenig solides Plastik dominiert Korpus und Deckel. Topf und Deckel sind schwer zu reinigen, denn es gibt zahlreiche Hohlräume, Ritzen, Kanten und sogar der Deckel besteht aus drei Komponenten plus Verschluss.

Der zweite Nachteil bei der Bedienung ist der fehlende Drehknopf: Die Drehzahl, aber auch die Temperatur kann nur über die Plus/Minus-Taster erfolgen und das geht langsam vonstatten. Dafür ist die gesamte Tastenfläche einfach abwischbar.

Leider hat die Prep & Cook keine Saugfüße und dazu nur ein relativ geringes Eigengewicht. Die Folge: Beim Mahlen oder Zerkleinern mit hohen Umdrehungen wandert der Korpus zügig über die Arbeitsfläche. Das ist sehr ungünstig, denn das Gerät könnte abstützen.

Die Prep & Cook teilt sich außerdem zusammen mit der Kitchen Aid das schlechte Ergebnis beim Mahlen von Getreide und Kaffee.

Eine Rezept-App gibt es keine, allerdings ein personalisiertes Portal, in dem wir uns nach Anmeldung Rezeptfavoriten merken können.

Rosenstein & Söhne TKM-2015

Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Rosenstein & Söhne TKM-2015

Keine Preise gefunden.

Das Gegenstück zum Food Circus heißt TKM-2015 und kommt von Pearl unter der Marke Rosenstein & Söhne. Was sich nach traditioneller Industrieware anhört, das entpuppt sich schnell als Billig-Modell mit schlechter Verarbeitung – aber zufriedenstellender Bedienung.

Der wuchtige Korpus ist schwer und steht mit Saugfüßen rutschfest auf der Arbeitsfläche. Das ganze Bedienfeld wackelt jedoch und die Tasten ebenfalls. Der Schneebesen hat eine schlechte Fixierung.

Pearl will diesen Nachteilen mit Leistung entgegentreten: 30 bis 120 Grad schafft der Topf. Das sind Temperaturen wie beim Thermomix. Hinzu kommt ein starker Motor (3-6000 U/Min), der das Messer rasant aufdrehen lassen kann. Allerdings kann diese Kraft nicht besonders fein dosiert werden, weshalb der Rohkostsalat allzu oft viel zu klein zerstückelt wurde.