Die beste Küchenmaschine

Test Küchenmaschine: Kenwood Chef Elite KVC 5320S

Die beste Universal-Küchenmaschine ist für uns die Kenwood Chef Elite. Sie hat die meisten Aufgaben in unserem Test am besten bewältigt und ist so gut und solide gebaut wie die KitchenAid, dabei aber vielseitiger. Aber auch für die anderen Testkandidaten gibt es gute Argumente.

Update 22. September 2017

Unser neuer Testsieger ist das Nachfolgemodell der Kenwood Chef Sense – die Chef Elite. Sie ist zwar nicht gerade billig, aber sowohl von ihrer Ausstattung, als auch von der Leistung momentan für uns die beste Küchenmaschine.

Bosch hat ein Nachfolgemodell für die MUM56S40 auf dem Markt, die MUM56340. Technik und Ausstattung sind identisch.

Eine Küchenmaschine ist ein großes Gerät und nimmt dementsprechend viel Platz in der Küche ein. Wenn man sich eine zulegt, sollte sie deshalb auch vielseitig einsetzbar sein, damit sie nicht die meiste Zeit des Jahres nur den Schrank voll macht.

Wir haben uns vier Maschinen angesehen – das klingt wenig, doch es gibt trotz der unzähligen Modelle auf dem Markt nur vier wirklich große Hersteller. Diese variieren ihre Maschinen in der Art der Ausstattung und preislich sehr.

Mit den hier gezeigten Modellen bekommen Sie eine gute Auswahl und einen Einblick in die Eigenschaften der Hersteller.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Neues Modell: Kenwood Chef Elite KVC 5320S

Test Küchenmaschine: Kenwood Chef Elite KVC 5320S
Hat einen etwas stärkeren Motor, ist ansonsten aber identisch zur Chef Sense.

Die beste Küchenmaschine ist für uns die Kenwood Chef Elite. Sie ist top verarbeitet und kann mit dem richtigen Zubehör extrem vielseitig eingesetzt werden. Die Reinigung gelingt äußerst einfach und schnell. Außerdem hat sie den stärksten Motor im Testfeld und schlägt in Sachen Technik die allseits beliebte KitchenAid, dafür aber auch noch ein wenig teurer. Trotzdem ist die Chef Elite im Gesamtpaket für uns die momentan beste Küchenmaschine.

Objekt der Begierde: KitchenAid Artisan 5KSM150

Test Küchenmaschine: KitchenAid Artisan 5KSM150
Nicht nur wunderschön, sondern auch gut – zumindest was Kneten, Schlagen und Rühren angeht.

In Sachen Schönheit ist die Artisan von KitchenAid nicht zu schlagen – das finden wir auch. Doch nicht nur äußerlich kann sie überzeugen, sondern auch die inneren Werte gefallen. Wissen muss man allerdings, dass sie ganz und gar im Bereich des Backens zu Hause ist, alles andere sieht eher provisorisch aus und begeistert uns auch nicht so sehr, wie bei unserem Favoriten. So richtig vielseitig ist sie damit also nicht, weshalb es auch nicht für den Testsieg gereicht hat.

Schwäbisch solide: Bosch MUM56340 Styline

Test Küchenmaschine: Bosch Bosch MUM56340 Styline
Praktisch, solide und verhältnismäßig günstig – kein Wunder, dass die Styline ein Verkaufsschlager ist.
Amazon€ 259,00

von 68 Lesern gekauft

Wer viel für sein Geld haben möchte, für den ist die Bosch MUM Styline wahrscheinlich das richtige. Sie mixte und knetete gut, allerdings nicht so gut wie unser Favorit und die KitchenAid. Begeistern kann sie aber durch ihr reichhaltiges Zubehör, dass für einen Preis von 350 Euro schon alles mit dabei ist. Optisch kann sie mit den Design-Wundern von Kenwood und KitchenAid leider nicht mithalten.

Der Food Processor: Philips HR7778/00

Test: Küchenmaschine: Philips HR7778/00
Sehr gut beim Schneiden, Mixen und Pürieren, beim Kneten von Teig oder Aufschlagen von Eischnee hat die Philips aber das Nachsehen.

Das, was die Paradedisziplin der KitchenAid ist, kann die Philips HR7778/00 leider am allerwenigsten – kneten. Aber wenn es um andere Küchenaufgaben wie schneiden, pressen und raspeln geht, spielt sie ganz weit vorne mit. Vor allem kann man mit ihr Fruchtsäfte pressen, was keine andere Maschine im Test bewerkstelligen konnte. Wenn backen nicht so sehr im Vordergrund steht, dann ist die Philips eine Alternative.

Vergleichstabelle

Neues ModellObjekt der BegierdeSchwäbisch solideDer Food Processor
Modell Kenwood Chef Elite KVC 5320S KitchenAid Artisan 5KSM150 Bosch MUM56340 Styline Philips HR7778/00
Test Küchenmaschine: Kenwood Chef Elite KVC 5320STest Küchenmaschine: KitchenAid Artisan 5KSM150Test Küchenmaschine: Bosch Bosch MUM56340 StylineTest: Küchenmaschine: Philips HR7778/00
Pro
  • Super verarbeitet, stärkster Motor im Testfeld und vielseitig einsetzbar
  • Sehr schönes Design; gut für Back-Fans
  • Sehr günstiger Preis für reichlich Zubehör; gute Verarbeitung
  • Als einzige kann die Philips Säfte pressen
Contra
  • Leider auch etwas teuer
  • Vielseitigkeit bleibt auf der Strecke, da Backen das Hauptfeld darstellt
  • Knetet nicht ganz so gut wie der Testsieger und ist äußerlich etwas langweiliger
  • Kneten ist leider nicht ihre Stärke
Bester Preis
Technische Daten  

Vier Küchenmaschinen im Test

Es gibt zwar unheimlich viele Küchenmaschinen auf dem Markt, aber letztlich nur vier große Hersteller. Die machen es einem mit ihren vielen verschiedenen Modellen in den verschiedensten Konfigurationen allerdings alles andere als einfach, den Überblick zu bewahren.

Test: Küchenmaschine: KitchenAid Artisan 5KSM150
KitchenAid Artisan 5KSM150: Ein echter Hingucker vom Erfinder der Küchenmaschine.

Wir haben uns einmal natürlich für die beliebte KitchenAid Artisan entschieden, der Wunschtraum schlechthin für viele ambitionierte Hobby-Köche und – Bäcker. Die KitchenAid sieht mit ihrer Retro-Optik nicht nur hinreißend aus, sondern hat auch einen legendären Ruf – zu dem sicher auch ihr hoher Preis beiträgt.

Wir haben uns für die Artisan mit der Produktbezeichnung 5KSM150PS entschieden – natürlich im knalligen Rot. Ihre 4,8-Liter-Schüssel reicht locker auch für große Familien, die 6-Liter-Variante ist eher was für Großfamilien oder Profis – oder Leute die oft Brot backen. Das gilt für die meisten anderen Versionen der KitchenAid wie der Professional, der Heavy Duty und den Modellen mit Schüsselheber. Die sind nicht nur für die meisten Haushalte zu groß, sondern kosten dann schnell auch mal tausend Euro. Hier finden Sie eine Übersicht über alle KitchenAid-Modelle.

Test Küchenmaschine: Kenwood Chef Elite KVC 5320S
Kenwood Chef Elite KVC 5320S: Edel verarbeitet.

Wer sich etwas mit Küchenmaschinen auskennt, hat sicher schon mal den Namen Kenwood gehört. Die Firma baut nicht nur die berühmte Cooking Chef, die wie der Thermomix sogar kochen kann, sondern auch eine ganze Reihe ähnlich aussehender Küchenmaschinen, die auf den Namen »Chef« (ohne Cooking) und »Major« hören. Der wesentliche Unterschied: die »Major«-Modelle sind größer und kommen mit 6,7-Liter-Schüssel, die »Chef«-Modelle sind etwas kleiner und haben eine 4,6-Liter-Schüssel.

Die verschiedenen Kenwood-Modelle sind sehr ähnlich und unterscheiden sich nur in Zusatzausstattungen wie etwa einem eingebauten Timer oder hinsichtlich der mitgelieferten Erweiterungen. Wir hatten die Chef Sense KVC 5000T im Test, die inzwischen aber nicht mehr hergestellt wird. Die neue Chef Elite KVC 5320S ist von Design und Aufbau aber fast identisch, hat aber einen noch stärkeren Motor.

Test Küchenmaschine: Bosch Bosch MUM56340 Styline
Die Bosch MUM 56340 Styline: Große Ausstattung mit dabei.

Natürlich durfte auch Bosch nicht fehlen, die Küchen- und Haushaltsgeräte des schwäbischen Herstellers haben nicht nur einen hervorragenden Ruf sondern verkaufen sich auch wie geschnitten Brot.

Das hat auch seinen Grund, denn die Geräte von Bosch sind solide und durchdacht – und kosten viel weniger als die Edel-Maschinen von KitchenAid und Kenwood: Die Bosch MUM-Küchenmaschinen gibt es in den verschiedensten Ausführungen mit Preisen von 60 bis 300 Euro.

Wir haben die Bosch MUM 56S40 Styline unter die Lupe genommen, für die es mit der MUM 56340 Styline inzwischen ebenfalls einen nahezu identischen Nachfolger gibt. Beide Modelle bringen zu ihrem Preis von rund 260 Euro ein ansehnliches Paket an Zubehör mit.

Test: Küchenmaschine: Philips HR7778/00
Philips HR7778/00: Der Food Processor kommt mit sehr viel Zubehör und einer richtigen Saftpresse.

Zu guter Letzt haben wir mit der Philips HR7778 noch ein Modell getestet, das konzeptionell einen anderen Ansatz verfolgt: es basiert auf dem Konzept des Food Processors mit einem großen starken Messer als zentralem Arbeitsinstrument.

Zum Verarbeiten von Teig wird statt des Messers ein Knethaken eingesetzt, der aber trotzdem noch sehr schnell dreht – zu schnell, wie wir fanden.

Die Philips gibt es auch in einer kleineren Version mit den ebenso fantasielosen Namen HR7762/90 (1,5-Liter-Behälter) und HR7769/00 (2,1-Liter-Behälter). Beide kosten nicht einmal 100 Euro und sind ebenfalls mit viel Zubehör ausgestattet.

Diese vier Modelle bilden den Markt für Küchenmaschinen relativ gut ab. Zwar werden von diesen vier Küchenmaschinen unzählige Varianten angeboten, meist geht es dabei aber um Zubehör-Ausstattung, Farbe und Design oder Volumen der Schüssel. Die Maschinen an sich und ihre Funktionsweise sind innerhalb der Produktreihen recht ähnlich und verwenden oft auch die selben Zubehör-Teile.

Großes Einsatzgebiet

Egal ob für Rührteig oder Eischnee, für Muffins oder Brot: Wer gerne und viel backt, kommt um eine Küchenmaschine nicht herum. Spätestens, wenn man für ein Rezept Eier schaumig schlagen oder einen schweren Hefeteig eine Viertelstunde kneten soll, sind die meisten Handrührgeräte samt ihren Besitzern überfordert.

Küchenmaschinen können einem viel schwere Arbeit abnehmen und zu mehr Spaß beim Backen verhelfen – zumindest, wenn man die Richtige hat.

Um herauszufinden, welche Küchenmaschine die beste ist, haben wir einen ausführlichen Praxistest gemacht: Vier Küchenmaschinen hatten wir im Test, dabei haben wir viele Kilogramm Mehl, Zucker und massenweise Butter, Eier und Milch verarbeitet; außerdem haben wir reichlich Gemüse und Kartoffeln geschnipselt.

Küchenmaschinen im Test
Unsere Testkandidaten von links nach rechts: Philips HR7778, Kenwood Chef Sense KVC 5000T , Bosch MUM und KitchenAid Artisan.

Grundausstattung und Zubehör

Die Grundaustattung unserer Testgeräte unterscheidet sich stark. Bei den teuersten Geräten Kenwood und KitchenAid besteht sie nur aus dem eigentlichen Gerät, einer Rührschüssel, einem Spritzschutz, einem Knethaken, einem Schneebesen und einem Rührbesen.

Bei der Bosch MUM gibt es dagegen reichlich Zubehör: es sind Scheiben zum Raspeln, Reiben und Schneiden vorhanden, die in einer schicken Stofftasche verstaut werden können. Außerdem ist eine Zitruspresse, ein Smoothie-Mix-Aufsatz und sogar ein Fleischwolf aus Edelstahl mit dabei.

Philips HR7778/00 Zubehör
Die Philips hat mit Abstand am meisten Zubehör – dafür braucht man allerdings auch genügend Platz in der Küche.

Die Philips kommt in einem riesigen Karton und hat mit Abstand das meiste Zubehör – neben Knethaken und Quirl eine Zitruspresse, einen Zentrifugal-Entsafter, viele Scheiben und einen großen Mixbehälter für mehr als 2 Liter Smoothie. Für die Scheiben und Rühraufsätze gibt es einen eigenen – recht großen – Aufbewahrungsbehälter.

Bei den drei anderen Modellen gibt es mehr oder weniger Zubehör zu kaufen, dessen Preis man von Vornherein mit berücksichtigen sollte. Da wir im Test auch Gemüse hobeln, raspeln bzw. hacken wollten, haben wir für die Kenwood ein Schnitzelwerk, einen Multi-Zerkleinerer und interessehalber auch die Kräuter- und Gewürzmühle gekauft.

KitchenAid bietet als Zubehör zum Gemüseschneiden nur einen Gemüseschneider-Aufsatz an. Er kommt mit drei Trommeln, drei weitere kann man extra dazukaufen. Für dieses Zubehör muss man noch einmal 70 bis 100 Euro rechnen.

Daneben bietet KitchenAid noch allerhand weiteres Zubehör an. So gibt es einen Food-Processor-Vorsatz, einen Nudel-Vorsatz und einen eigenen Entsafter. Sogar eine beheizbare Rührchüssel zum Temperieren von Schokolade kann man erstehen. Allerdings kostet jede dieser Sonderausstattungen mehr als die ganze Maschine von Bosch oder Philips.

Zur MUM kann man u.a. als Sonderzubehöre einen Eisbereiter, Spritzgebäckvorsatz und eine Getreidemühle kaufen.

Der erste Eindruck

Kenwood Chef Sense TestgerätDie Kenwood Chef Sense ist aus emailliertem Edelstahl und Kunststoff gefertigt und sieht sehr edel und hochwertig aus; das Gerät ist gut verarbeitet und steht sehr stabil auf der Arbeitsfläche.

Die Chef Elite ist vergleichsweise hoch und hat einen Schwenkarm, der mit Hilfe von Federn sanft nach oben schwingt. Im aufgeklappten Zustand passt die Maschine immer noch unter Hängeschränke. Setzt man jedoch Zubehör wie den Multi-Zerkleinerer, die Zitruspresse oder gar den Mixer-Aufsatz auf die Maschine sind Hängeschränke im Weg. Dafür muss man die Maschine nach vorne auf die Arbeitsfläche ziehen.

Um den Schwenkarm zu öffnen muss man an die Rückseite des Geräts greifen, um die Verriegelung zu lösen. Das hätte man praktischer lösen können.

Die Rührschüssel fasst 4,6 Liter und ist damit auch für große Mengen gut geeignet. Im Lieferumfang ist eine Schüssel aus Edelstahl enthalten, als Zubehör gibt es aber auch Schüsseln aus Glas und Kunststoff.

Mit einem 1100-Watt-Motor ist die Kenwood Chef Elite sehr stark ausgestattet. Das kommt ihr vor allem beim Mixen und Pürieren zugute.

KitchenAid Artisan Testgerät

Die KitchenAid Artisan ist ein echter Design-Klassiker und mit ihrer Retro-Optik ein richtiger Hingucker. Sie macht sich einfach gut in der Küche, diese alte amerikanische Maschine, die komplett aus Edelstahl gefertigt und damit auch recht schwer ist.

Die Rührschüssel der KitchenAid ist ebenfalls aus Edelstahl und fasst 4,8 Liter. Damit war sie die größte im Test. Gerade, wer Brotteige machen will, freut sich darüber. Andererseits können große Schüsseln auch Probleme machen, etwa wenn man sehr kleine Mengen Eiweiß, Sahne oder ähnliches verarbeitet.

Auch wenn KitchenAid die Leistung seiner Maschinen gern in PS angibt: die Artisan leistet lediglich 300 Watt. Das reicht bei eher langsamen Tätigkeiten wie Kneten, Rühren Eier aufschlagen und Gemüsehobeln völlig aus, dürfte aber ein Grund sein, warum es für die KitchenAid keinen Mixer-Aufsatz gibt.

Bosch MUM5 Testgerät

Die Schüssel der Bosch MUM Styline fasst 3,9 Liter. Auch hier gibt es eine Edelstahl-Schüssel, das Gehäuse besteht aber aus Kunststoff und ist deutlich weniger hochwertig verarbeitet als die teureren Geräte. Dennoch sieht die Maschine recht schick aus.

Die MUM ist platzsparender und mit einem niedrigeren Schwenkarm ausgestattet, was sie für kleine Küchen attraktiv macht.

Philips HR7778/00 TestgerätKomplett anders als seine Konkurrenten sieht die Philips HR7778/00 aus. Als Food-Processor besitzt sie weder Schwenkarm noch Rührschüssel, sondern einen 3,4-Liter-Kunststoff-Behälter mit einer Messer-Aufhängung in der Mitte.

Das Philips-Gerät braucht am wenigsten Platz, ist aber recht hoch. Leider ist die Bedienungsanleitung hier extrem kurz und einfach gehalten. Beim Zusammensetzen des Zubehörs haben wir uns mehr als einmal ratlos am Kopf gekratzt. Aber mit der Zeit wird man den Dreh schon rauskriegen.

Unter dem Strich machen die KitchenAid und die Kenwood den wertigsten Eindruck. Kein Wunder, sie kosten ja auch mindestens doppelt so viel wie die Bosch und die Philips – und das, obwohl sie praktisch kein Zubehör haben. Stattet man eine Kenwood oder KitchenAid mit ähnlich viel Zubehör aus wie die Philips oder Bosch, ist man schnell beim drei- oder gar vierfachem ihres Preises.

Den Preisfaktor entscheiden also Bosch und Philips klar für sich. Aber sind sie auch so gut wie die Edel-Maschinen?

Praxistest: Backen

Das Kneten von Teig ist schweißtreibend, insofern sollte man meinen, dass hier Maschinen mit einem starken Motor die Nase vorn haben. Falsch gedacht.

Am meisten Leistung braucht eine Küchenmaschine nicht beim Kneten von Teig sondern dann, wenn hohe Drehzahlen gefordert sind, also etwa beim Mixen und Pürieren. Selbst für das Verarbeiten von schweren Teigen reichen dagegen auch kleinere Wattzahlen aus, denn durch ein Getriebe wird die höhere Drehzahl des Motors in eine kleinere Drehzahl übersetzt und liefert so bei relativ kleinen Umdrehungszahlen sehr viel Kraft.

Das ist auch der Grund, warum die KitchenAid Artisan mit ihren vergleichsweise kümmerlichen 300 Watt beim Kneten von zähem Hefeteig ihren vielfach stärkeren Konkurrenten in nichts nachsteht: Die Kenwood ist mit 1.200 Watt die stärkste im Test, gefolgt von der Philips mit 1000 Watt und der Bosch mit 900 Watt. Aber wie gesagt, für die Zubereitung von Teigen sind diese Zahlen letztlich unerheblich. Andererseits wird dadurch auch klar, warum es für die KitchenAid keinen Mix-Aufsatz gibt: dafür ist ihr Motor einfach nicht stark genug.

Sehr wohl bemerkt man die Leistung dagegen an der Lautstärke – und der Wärmeentwicklung. Hier merkt man den 1000 Watt starken Geräten ihre Power deutlich an, gerade wenn man sie auf höheren Stufen laufen lässt.

Vor allem die Philips wird beim Kneten von Hefeteig nicht nur extrem laut sondern auch sehr heiß – so heiß, dass sie nach rund zwei Minuten automatisch abschaltet, um den Motor nicht zu überhitzen. Das ist bei Rührteigen kein Problem, bei Brot- und Hefeteigen aber sehr wohl. Die wollen gerne mal 10 oder 15 Minuten lang geknetet werden. Die Philips schafft das nur mit Zwangspausen: abwarten, bis der Motor abgekühlt ist, dann wieder zwei Minuten kneten und so weiter. Ein echter Nervfaktor.

Obwohl die Philips eine eigene Einstellung zum Kneten von Teig hat, dreht der Knethaken viel zu schnell. Das Ergebnis ist kein kompakter Teigballen sondern eine spätzle-artige Masse, die man erst noch per Hand zusammenkneten muss. Beim Kneten von Teig ist die Philips für uns damit glatt durchgefallen.

Die KitchenAid liefert dagegen am schnellsten einen wunderbar glatten Hefeteig. Allerdings ruckelt der Arm der Maschine dabei schon kräftig hin und her, dass man beinahe Angst um sie bekommt. Aber keine Sorge, die kräftige Amerikanerin hält das aus!

Auch die Kenwood Chef Sense liefert beim Hefeteig für die Ciabatta ein perfektes Ergebnis. Sie wird beim Kneten zwar ein Stück lauter als die KitchenAid, wirkt dabei aber gelassener.

Die Bosch MUM Styline bleibt als einzige kühl und leise beim Kneten. Auch sie schafft einen guten Hefeteig, auch wenn er nicht ganz an den von Kenwood und KitchenAid herankommt.

Neben Hefeteig haben wir einen klassischen Rührteig gemacht und hierfür die Eier getrennt, Eiweiß steif geschlagen, Butter mit Zucker und Eigelb schaumig geschlagen, Mehl untergerührt und zuletzt den Eischnee untergehoben.

Das Teigergebnis war bei allen Küchenmaschinen gut, bei den einzelnen Schritten gab es aber große Unterschiede. Am schlechtesten schnitt auch hier die Maschine von Philips ab. Der Eischnee bekam trotz des Einsatzes der dafür vorgesehenen Schneebesen so gut wie kein Volumen, da die Geschwindigkeit beim Schlagen viel zu hoch war. Sowohl das Eiweiß als auch die Butter verteilten sich mehr an der Schüsselwand als am Boden der Schüssel.

Beim Eischnee lieferten wiedermal die KitchenAid und die Kenwood das beste Ergebnis: der Eischnee erreichte bei beiden sehr viel Volumen und war trotzdem sehr fest. Die Bosch MUM machte ihre Sache hier nicht ganz so gut, lieferte aber immer noch ein gutes Ergebnis.

Test Küchenmaschinen: Bosch MUM5 Rührteig
Aufgrund der leichten Erhebung in der Mitte der Schüssel bleibt bei der MUM ein wenig schlecht verrührter Teig in der Mitte übrig.

Auch sonst hatten die drei Geräte beim Rühren und Schlagen kaum Probleme. Während bei Kenwood und KitchenAid vergleichsweise viel Butter bzw. Teig am Rand landet, den man mit einem Spatel abkratzen muss, setzt sich bei der Bosch ein wenig Teig in der Mitte der Schüssel ab, weil die hier eine kleine Erhebung hat. Bei größeren Teigmengen dürfte sich das Problem allerdings von selbst erledigen.

Fazit Rühr- und Knet-Test

Sieger sind hier ganz klar die KitchenAid und die Kenwood, dicht gefolgt von der Bosch MUM.

Die Philips überzeugt dagegen beim Kneten und Schlagen von Eischnee gar nicht. Während man den Knetteig hier noch mit der Hand nachbearbeiten muss, ist der Eischnee völlig unbrauchbar. Da muss dann doch der Handrührer her. Rührteig kriegt die Philips dagegen auch hin, wenn auch nicht so gut wie die Konkurrenz.

Praxistest: Raspeln, Schneiden, Hobeln

Beim Gemüseschneiden konnte die Philips HR778, ohnehin eher ein Food Processor, zeigen, was sie kann: nämlich schnell und gut Karotten stifteln oder Gurken hobeln. Sogar die Dicke der Gurkenscheiben lässt sich bei ihr stufenlos einstellen. Allerdings hätten wir uns auch beim Gurkenschneiden eine etwas langsamere Drehzahl gewünscht, denn vor allem dünne Gurkenscheiben neigen dazu, zu zerreißen.

Auch Karotten hat die Philips in Windeseile in kleine, glatte Stifte geschnitten, das Ergebnis war hier mit am besten. Allerdings blieben hier zwischen Messerscheibe und Deckel größere Karottenstücke zurück.

Gar nicht überzeugt hat dagegen das Pommes-Messer der Philips. Die Stücke waren krumm, unregelmäßig groß und teilweise nicht ganz durchgeschnitten. Und schon bei der zweiten Kartoffel blieb ein Stück so fest im Messer hängen, dass es nur noch mit großem Kraftaufwand zu entfernen war. Falls Sie davon geträumt haben, dass Sie mit dieser Küchenmaschine endlich Ihre eigenen Pommes machen können – vergessen Sie’s.

Der Vorteil der Philips-Maschine beim Gemüseschneiden ist, dass man den selben Behälter verwenden kann, der ohnehin auf der Maschine sitzt. Man muss also nur noch die Scheibe mit der gewünschten Schnittart aufsetzen, Deckel drauf und los geht’s.

Da die anderen Maschinen die Rührschüssel als Hauptarbeitsgebiet betrachten, muss man bei ihnen zum Gemüseschneiden Zubehörteile ansetzen. Und die haben es teilweise in sich.

Die Bosch MUM56340 mit all ihrem Zubehör.
Die Bosch MUM Styline mit all ihrem Zubehör.

Den Gemüseschneider-Aufsatz der Bosch MUm Styline zusammenzusetzen ist zum Beispiel eine ziemliche Fummelei. Sitzt das Ding dann endlich auf der Maschine, liefert es beim Karottenraspeln allerdings fast so gute Ergebnisse wie die Philips. Im Gegensatz zu ihr blieben sogar keine unverarbeiteten Stücke zurück. Und weil die Bosch auch langsamer fahren kann, waren auch die Gurken schöner geschnitten. Auf eine Pommes-Scheibe haben die Schwaben dagegen verzichtet.

Ein kluger Schachzug, denn auch das Schnitzelwerk der Kenwood hat beim Kartoffelschneiden kein brauchbares Ergebnis abgeliefert. Immerhin: die Kenwood hat die Kartoffeln klaglos geschnitten – nur nicht besonders formschön. Dass sie bananenkrumm waren, damit könnte man noch leben. Sie liefen an den Kanten aber auch papierdünn zu, wodurch sie beim Frittieren schwarz werden.

Gurken hat das Schnitzelwerk dagegen gut geschnitten, aber auch mit den Karottenraspeln waren wir nicht so richtig zufrieden: sie waren längst nicht so schön wie die der Bosch und der Philips.

Das teure Schnitzelwerk hat uns daher insgesamt nicht überzeugt. Es ist zwar wie die Maschine hochwertig verarbeitet, aber so kompliziert zusammenzusetzen wie das der Bosch MUM. Vor allem aber wird es hinten an die Maschine angebracht. So braucht man beim Gemüsehobeln die gesamte Tiefe der Arbeitsfläche und muss die Maschine auch noch umdrehen.

Praktischer ist da der Multi-Zerkleinerer für die Kenwood, den man auf die Maschine setzt. Zum einen ist er wesentlich einfacher zusammenzubauen, zum anderen muss man die Maschine dafür nicht umdrehen.

Der Multi-Zerkleinerer ist eigentlich ein kleiner Food-Processor. Er kommt mit einem Multimesser und einem Aufsatz mit sechs Scheiben zum Raspeln, Hobeln und Schneiden. Sowohl Gurken als auch Karotten hat der Multi-Zerkleinerer schöner geschnitten als das Schnitzelwerk. Sogar eine grobe Julienne-Scheibe ist dabei, mit der wir testweise Pommes Allumettes geschnitten haben – das hat sehr gut funktioniert. Eine Scheibe für große Pommes ist beim Multi-Zerkleinerer dagegen nicht dabei.

Der Multi-Zerkleinerer ist daher für uns in allen Punkten das bessere Zubehör zum Gemüseschneiden als das Schnitzelwerk: er ist praktischer, einfacher zusammenzubauen und liefert bessere Ergebnisse.

Das pfiffigste Zubehör, das wir bei diesem Test gesehen haben, war allerdings die Kräuter- und Gewürzmühle der Kenwood. Dieses kleine, geniale Gerät kommt mit vier abschließbaren Gläsern, in die man Kräuter, Knoblauch, Ingwer oder Nüsse, getrocknete Gewürze oder sogar Kaffee füllt. Anschließend wird der Messeraufsatz aufgeschraubt und dann setzt man das Ganze kopfüber auf den Hochgeschwindigkeits-Aufsatz der Kenwood.

Für Kräuter reicht es, ein paar Mal die Puls-Taste zu betätigen und schon man hat wunderbar gehackte Kräuter. Für Gewürze und Kaffee lässt man die Mühle länger laufen – je länger, desto feiner das Ergebnis. Eine wirklich sinnvolle, praktische Idee, die in der Küche Arbeit abnimmt.

Ähnlich unkompliziert zu montieren ist der Gemüseschneider-Aufsatz von KitchenAid; das Ergebnis ist allerdings ambivalent. Die Möhren wurden eher zerfetzt als gehobelt, die Gurkenscheiben wurden gut. Da der Kitchenaid-Raspelaufsatz aus weißem Plastik ist, verfärbt er sich durch die Möhren leider extrem schnell. Dieses Problem teilt sie allerdings mit dem Aufsatz von Bosch.

Fazit Gemüseschneiden

Gurken schneiden alle Maschinen gut, bei Karotten machen Philips, Bosch und der Multi-Zerkleinerer von Kenwood eine gute Figur, der darüber hinaus auch den Julienne-Schnitt von Kartoffen hervorragend hinkriegt. Die KitchenAid schnitt beim Karotten-Test am schlechtesten ab. Bei Pommes Frites versagen Philips und Kenwood kläglich, Bosch und KitchenAid haben erst gar keinen Pommes-Schneider.

Beim Karottensalat-Test haben Bosch und Philips besser abgeschnitten, aber auch Kenwood bringt mit dem Multi-Zerkleinerer sehr gute Ergebnisse. Die KitchenAid enttäuscht hier dagegen.

Wie sinnvoll es ist, mit einer Küchenmaschine Gurken zu schneiden, muss jeder für sich entscheiden. In der Zeit, die man braucht, um die dafür nötigen Zubehörteile herauszusuchen, zusammenzubauen und anzubringen, hat man eine Gurke auch mit dem Messer oder dem Handhobel geschnitten – und weniger abspülen muss man auch.

Zum Raspeln von Karotten oder Kartoffeln, etwa für Kartoffelpuffer, aber auch zum Käsereiben, für Semmelbrösel und den feinen und groben Julienne-Schnitt größerer Mengen Gemüse können die Maschinen einem aber einiges an Arbeit abnehmen.

Diese Arbeiten machen die Philips, die Bosch MUM und die Kenwood mit dem Multi-Zerkleinerer sehr gut. Bei der Kenwood enttäuscht der Karottenschnitt, beim Schneiden und Reiben funktioniert aber auch sie tadellos.

Mixen und Pürieren

Beim Mixen muss die KitchenAid passen, denn dafür gibt es für sie kein Zubehör. Das wird seinen Grund darin haben, dass ihr Motor mit 300 Watt einfach nicht stark genug ist. Es gibt zwar einen Pürier-Aufsatz für die KitchenAid, aber der funktioniert eher wie ein Fleischwolf und ist für größere Mengen reichlich unpraktisch.

Die Philips ist als Food-Processor geradezu fürs Mixen und Pürieren gemacht. Und: man muss dafür nichts aufbauen. Einfach alles in den Behälter geben und durch den starken Motor verwandelt das scharfe Messer sämtliche Zutaten im Handumdrehen in feinen Brei. Wer es noch feiner will, nutzt den Mixeraufsatz, der ebenfalls mit dabei ist.

Auch Bosch liefert einen Mixeraufsatz aus Kunststoff mit. Der ist hier die einzige Option zum Pürieren, denn der Gemüseschneider-Aufsatz kann wirklich nur das: Gemüse schneiden.

Für die Kenwood gibt es als Zubehör einen eindrucksvollen, großen, schweren Mixer-Aufsatz. Er ist aus hitzebeständigem Glas, das heißt man kann sowohl eiskalte wie kochend heiße Flüssigkeiten einfüllen. Sogar ein Stössel ist mit dabei, ganz wie beim Vorbild Vitamix.

Mit den Mixer-Aufsätzen der drei Küchenmaschinen kann man problemlos Frucht-Smoothies in guter Qualität machen. Auch grüne Smoothies mit Gemüse kriegen die Mixer hin. Das beste Ergebnis liefert hier die Kenwood ab – kein Wunder, sie hat auch den stärksten Motor. Ein ganz so sämiges Ergebnis wie ein Hochleistungsmixer wie der Vitamix liefert aber auch die Kenwood nicht.

Wer hin und wieder einen Smoothie trinkt, für den reichen die Mixer-Aufsätze von Bosch, Philips und Kenwood locker aus. Wer sich dagegen täglich von Gemüse-Smoothies ernährt, ist mit einem Hochleistungsmixer besser bedient.

Testsieger: Kenwood Chef Elite

Unser Favorit im Test war die Kenwood Chef Sense. Das neue Modell Kenwood Chef Elite hat einen nochmals stärkeren Motor und eine andere Farbe, ist ansonsten aber vom Funktionsumfang her identisch mit seinem Vorgänger.

Neues Modell: Kenwood Chef Elite KVC 5320S

Test Küchenmaschine: Kenwood Chef Elite KVC 5320S
Hat einen etwas stärkeren Motor, ist ansonsten aber identisch zur Chef Sense.

Das Modell kommt mit einer 4,6-Liter-Rührschüssel. Es gibt aber auch XL-Versionen mit 6,7-Liter-Schüssel. Für die meisten dürften die zu groß sein, nur wenn Sie eine sehr große Familie haben, sind die größeren Varianten für Sie die bessere Wahl. Eine Übersicht über alle aktuellen Modelle von Kenwood finden Sie hier.

Im Test erledigte die Kenwood alle Arbeiten rund ums Backen so gut und zuverlässig wie die KitchenAid und ist mindestens so edel und hochwertig verarbeitet.

Tatsächlich macht sie im direkten Vergleich einen wertigeren Eindruck als die KitchenAid. Und während die KitchenAid nicht nur aussieht wie aus den 40er Jahren, sondern auch technisch noch fest im letzten Jahrhundert steckt, ist die Kenwood Chef Elite eindeutig ein Gewächs dieses Jahrtausends.

Das zeigt sich nicht nur daran, dass sie den stärksten Motor von allen Geräten im Test hat, sondern auch daran, dass diese Leistung etwa mit dem Mixer-Aufsatz am besten umgesetzt wird. Das merkt man aber auch an dem praktischen Spritzschutz des Knetarms, den man einfach abnehmen und schnell reinigen kann. Die KitchenAid ist dagegen längst nicht so einfach sauber zu machen.

Und dann ist da noch diese wunderbare, kleine Kräuter- und Gewürzmühle der Kenwood, mit der man im Handumdrehen alles Mögliche klein kriegt, vom schnellen Hacken von Kräutern und Knoblauch, über das Pürieren eines Pestos bis hin zum Mahlen von Gewürzen und Kaffee. In puncto Universalität gewinnt die Kenwood gegenüber der KitchenAid haushoch.

Für all diese Qualitäten muss man bei der Kenwood Chef Elite allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen als bei der KitchenAid. Vor allem beim Zubehör schlagen die Engländer teilweise happig zu. Doch dafür bekommt man dann auch die beste Küchenmaschine, die man zur Zeit kaufen kann.

Die Alternativen

Objekt der Begierde: KitchenAid Artisan 5KSM150

Test Küchenmaschine: KitchenAid Artisan 5KSM150
Nicht nur wunderschön, sondern auch gut – zumindest was Kneten, Schlagen und Rühren angeht.

Genau das ist die Artisan von KitchenAid nicht. Eine Küchenmaschine von KitchenAid wird heiß geliebt und innig begehrt – für ihre Fans ist sie einfach ein Kultgerät, das man haben muss, egal wie gut oder praktisch es auch ist. Auch für uns ist sie definitiv die schönste unter den Testgeräten.

Aber das ist nicht alles, denn die KitchenAid blendet nicht nur mit ihrem Äußeren, sie hat auch was drauf. Dabei ist ihre Domäne ganz klar die Backstube: Teig kneten, Eier schaumig schlagen und unterrühren, das ist ganz klar ihr Ding.

Das Zubehör für andere Funktionen wie Reiben, Raspeln und Schneiden wirkt bei ihr ein bisschen wie eine Notlösung. Dafür funktioniert es erstaunlich gut, aber nicht so gut wie bei den anderen Maschinen. Beim Mixen und Pürieren muss die KitchenAid ganz passen, dafür braucht man auf jeden Fall ein weiteres Gerät. Insgesamt ist sie damit die am wenigsten universale Maschine im Test.

Ihrer Retro-Optik geschuldet ist auch die Tatsache, dass sie im Alltag nicht wirklich praktisch ist. Sie ist schwer und nicht gerade leicht zu reinigen, wenn mal Teig an den Rührarm spritzt. Das kann man alles funktionaler lösen – aber damit ginge der KitchenAid eben auch ein Großteil ihres Charmes flöten, der sie zum Objekt der Begierde macht.

Für ihren hohen Haben-Woll-Faktor zahlt man bei der KitchenAid allerdings auch buchstäblich einen hohen Preis. Den ist sie streng genommen nicht wert. Aber was soll’s. Dafür sieht sie in der Küche einfach klasse aus.

Schwäbisch solide: Bosch MUM56340 Styline

Test Küchenmaschine: Bosch Bosch MUM56340 Styline
Praktisch, solide und verhältnismäßig günstig – kein Wunder, dass die Styline ein Verkaufsschlager ist.
Amazon€ 259,00

von 68 Lesern gekauft

Die Bosch MUM Styline hat alle Testaufgaben gut gemeistert. Sie knetet nicht ganz so gut wie die Kenwood und die KitchenAid, aber gut genug. Auch beim Rühren und Schaumschlagen ist sie gut, aber nicht ganz so gut wie die teureren Konkurrenten.

Auch beim Gemüseschneiden macht die Bosch eine gute Figur. Vor allem aber beeindruckt sie mit einem großen Zubehör-Angebot inklusive Fleischwolf zum kleinen Preis.

Damit ist die Bosch MUM Styline unbestrittener Preis-Leistungs-Sieger und für alle, die eine gute Küchenmaschine haben wollen, die nicht die Welt kostet eine vernünftige Wahl.

Nur eins tut die MUM56340 nicht: begeistern. Sie ist ein bißchen wie das Klischee ihrer schwäbischen Heimat: solide, verlässlich und sparsam, aber eben auch ein bisschen bieder und langweilig.

Der Food Processor: Philips HR7778/00

Test: Küchenmaschine: Philips HR7778/00
Sehr gut beim Schneiden, Mixen und Pürieren, beim Kneten von Teig oder Aufschlagen von Eischnee hat die Philips aber das Nachsehen.

Am wenigsten überzeugt hat uns die Philips HR7778/00: Für Eischnee und Knetteige ist sie nicht zu empfehlen, da müssen weiterhin der Handrührer – und die Hände – ran.

Dafür schneidet sie am besten Gemüse und kommt mit dem umfangreichsten Zubehör, inklusive einer Zentrifugen-Saftpresse – das bietet keine andere Küchenmaschine im Test. Zusammen mit Zitruspresse und Mixer-Aufsatz beherrscht sie alles, was man mit einem Food Processor anstellen kann – und das zu einem sehr günstigen Preis.

Wer als Küchenmaschine vor allem einen universalen Helfer sucht, ab und zu gerne Säfte presst und nicht oft backt, für den ist die Philips eine gute, preiswerte Wahl.

Tipps zum Einkauf

Wenn Sie auf der Suche nach einer Küchenmaschine sind, sollten Sie zunächst einmal überlegen, welche Aufgaben Ihre Küchenmaschine vor allem für Sie übernehmen soll und was nur gelegentlich zum Einsatz kommt.

Backen Sie oft, dann sollte die Maschine vor allem bei der Zubereitung von Knet-Teigen überzeugen. Dann sind KitchenAid und Kenwood die erste Wahl, aber auch die Bosch MUM Styline macht hier eine gute Figur. Brauchen Sie eine Maschine dagegen eher zum Mixen, Schneiden und Pürieren, dann ist ein Food Processor wie die Philips für Sie vielleicht die bessere Wahl.

Der Gedanke, all diese Aufgaben in guter Qualität mit nur einer Maschine erledigen zu können, klingt natürlich ziemlich verlockend. Wer ab und an gerne einen fruchtigen Smoothie trinkt, will dafür nicht ein weiteres großes Gerät in der Küche stehen haben. Wer dreimal im Jahr Getreide selber mahlen möchte, braucht dafür keine eigene Getreidemühle.

In der Praxis stößt das Konzept der universellen Küchenmaschine allerdings schnell an seine Grenzen. Zwar versuchen die Hersteller mit einer Armee von Zubehör diesem Gedanken gerecht zu werden, aber auch eine eierlegende Wollmilchsau hat am Ende noch seine Stärken und Schwächen. Und auch wenn eine Maschine eine Aufgabe im Prinzip zufriedenstellend erledigt, stellt sich immer noch die Frage, wie nützlich das im Alltag ist.

Gerade Küchenmaschinen mit viel Zubehör sind oft einfach zu umständlich, als dass man mit ihnen schnell mal eine Zwiebel hacken, zwei Möhren raspeln oder zwei Teller Suppe pürieren möchte. Erst einmal muss man das richtige Zubehörteil in den Untiefen der Küchenschränke aufstöbern, dann braucht man teilweise fortgeschrittene 3D-Puzzle Fähigkeiten, um es zusammenbasteln und am Ende sind die Teile schwierig zu reinigen oder nehmen zu viel Platz in der Spülmaschine weg. Da ist ein handlicher Zerkleinerer, ein stinknormaler Pürierstab oder das gute alte Küchenmesser oft doch die bessere Lösung.

Bei einigen Dingen können Zusatzfunktionen natürlich durchaus Sinn machen, etwa, wenn man mal Gewürze mahlt oder hin und wieder einen Orangensaft presst. Wer aber täglich seinen eigenen Saft pressen, einen Smoothie mixen oder Nudeln zubereiten will, kommt um Extrageräte meist doch nicht herum, denn oft liefern die Alleskönner am Ende doch kein so gutes Ergebnis wie die Spezialisten.

So schön die Idee einer Alleskönner-Maschine also ist – die Erfahrung zeigt, dass ein großer Teil der vielen hübschen Zubehörteile bald irgendwo in einem Schrank verstaubt. Daher unser Rat: vergessen Sie die eine Maschine für Alles und legen sich lieber eine zu, die das, was für Sie wichtig ist, richtig gut macht!

Kommentare

6 Kommentare zu "Die beste Küchenmaschine"

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Sonja Häusler
Sonja Häusler

Reicht die KM 336 Kenwood Küchenmaschine mit einer 4,6 Liter Schüssel Fassungsvermögen bitte für 1,5 kg Mehl?

Super

Danke Annette ♥ finde ich super

Kitchnaid is die weltbeste

Super interessant.

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