Lötstation Test: Test Loetstation
test
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Die beste Lötstation

Wir haben 11 Lötstationen getestet. Die beste Lötstation ist für uns Toolcraft ST-100D. Sie leistet sich in nicht einem Punkt irgendwelche Schwächen. Nicht ganz so gut ausgestattet, dafür professioneller wird es mit der Weller WE 1010. Wer nicht so viel investieren möchte, ist mit der günstigen ELV LS-80D-II gut beraten.

Riccardo Düring
Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.
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Wer nicht nur hin und wieder ein paar Kabel verlötet, der hat sicher schon oft über eine Lötstation nachgedacht. Der hauptsächliche Entscheidungsgrund gegenüber einem einfachen Lötkolben ist sicher die Temperaturregelung, die inzwischen auch einige Lötkolben mitbringen. Eine Lötstation hat aber noch mehr zu bieten.

Wir haben 11 Lötstationen getestet. Vier davon können wir besonders empfehlen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Toolcraft ST-100D

Test Lötstation: Toolcraft ST-100D
Perfekt ausgestattet, leicht zu bedienen und dazu in allen Punkten Bestwerte. Mehr geht bei einer guten Lötstation einfach nicht.

Gibt es die perfekte Lötstation? Für uns schon – und das ist die Toolcraft ST-100D. Sie bietet wirklich alles, was eine gute Lötstation bieten muss und macht einfach keine Fehler. Der Lötkolben ist schlank, das Kabel dünn und flexibel, und es werden Eigenschaften der analogen und digitalen Steuerung vereint. Per Potentiometer kann die Temperatur analog und schnell verstellt oder digital über Direktwahltasten aufgerufen werden.

Auch gut

ELV LS-100D+

Test Lötstation: ELV LS-100D+
Bestens ausgestattet bringt die ELV LS-100D+ alles mit, was eine gute Lötstation bieten muss. Per Touch-Display ist sie außerdem gut zu bedienen.

Die ELV LS-100D+ kann unserem Testsieger in vielen Punkten absolut das Wasser reichen. Sie ist ebenso perfekt ausgestattet und mit dem großen Display sogar noch etwas komfortabler. Die Lötstation von ELV leistete sich nur einen Patzer bei der Temperatureinstellung. Statt der eingestellten 300 °C zeigte das Thermometer nur 249 °C an. Das mäßige Schmelzverhalten des Lötzinns bestätigte das Messergebnis.

Profitipp

Weller WE 1010

Test Lötstation: Weller WE 1010
Für den Preis hält sich die Ausstattung der Weller 1010 etwas begrenzt. Dafür bekommt man aber solide Technik vom Schweiß- und Löt-Profi Weller.

Lötstationen müssen nicht immer mit vielen Funktionen auftrumpfen. Die Grundfunktionen wie Standby, Temperatur-Offset und eine gut ablesbare Anzeige sind ebenso wichtig wie eine solide Qualität. Das liefert die Weller WE 1010 in einer kompakten Lötstation. Sie hat vielleicht nicht den Komfort unserer anderen beiden Empfehlungen, dafür steht der Name Weller für eine langjährige Tradition und gehobene Ansprüche.

Preistipp

ELV LS-80D-II

Test Lötstation: ELV LS-80D-II
Die Lötstation LS-80D-II verzichtet auf jeglichen Schnickschnack und ist daher leicht zu bedienen. Trotz des günstigen Preises gibt es qualitativ absolut nichts auszusetzen.

Gute Löttechnik sollte einen gewissen Funktionsumfang mitbringen und solide Technik beinhalten. Daher fällt unser Preistipp auch günstig und nicht billig aus. Die ELV LS-80D-II ist die kleine Schwester der 100D+ von ELV und kann mit einem ebenso guten Lötkolben auftrumpfen. Bei der Bedienung muss man allerdings auf ein paar Funktionen verzichten und die Temperaturanzeige ist nicht ganz so komfortabel. Dafür ist die kleine Lötstation aktuell die schnellste im Test.

Vergleichstabelle

TestsiegerToolcraft ST-100D
Auch gutELV LS-100D+
ProfitippWeller WE 1010
PreistippELV LS-80D-II
AGT Premium-Lötstation (NC5335-944)
Stahlwerk LS18-ST
Weldinger LS 48
Stahlwerk LHS750-ST
Rothenberger Industrial Lötstation digital (1500002359)
AGT Lötstation (NX5377-944)
Rothenberger Industrial regelbare Lötstation (1500003258)
Test Lötstation: Toolcraft ST-100D
  • Perfekt ausgestattet
  • Sehr flexibles Kabel
  • Exakte Temperaturangabe
  • Standby-Funktion
  • Schnell einsatzbereit
Test Lötstation: ELV LS-100D+
  • Perfekt ausgestattet
  • Sehr flexibles Kabel
  • Standby-Funktion
  • Schnell einsatzbereit
  • Prüftemperatur stimmt nicht
Test Lötstation: Weller WE 1010
  • Einfache Bedienung
  • Sehr flexibles Kabel
  • Standby-Betrieb
  • Keine Direktwahltasten
Test Lötstation: ELV LS-80D-II
  • Flexibles Kabel
  • Exakte Temperaturangabe
  • Kompakte Ausführung
  • Sehr schnell einsatzbereit
  • Zeigt nur Soll-Temperatur
  • Keine Standby-Funktion
  • Lötkolben nicht austauschbar
Test Lötstation: AGT  Premium-Lötstation (NC5335-944)
  • Flexibles Kabel
  • Gut beleuchtete Anzeige
  • Keine Standby-Funktion
  • Kein Temperatur-Offset
Test Lötstation: Stahlwerk LS18-ST
  • Sehr kompakt
  • Schnell einsatzbereit
  • Leicht einstellbar
  • Exakte Temperaturangabe
  • Keine Standby-Funktion
  • Kein Temperatur-Offset
  • Lötkolben nicht austauschbar
Test Lötstation: Weldinger LS 48
  • Exakte Temperaturangabe
  • Flexibles Kabel
  • Keine Standby-Funktion
  • Kein Temperatur-Offset
  • Lange Aufheizzeit
Test Lötstation: Stahlwerk LHS750-ST
  • Schnelle Aufheizzeit
  • Mit regelbarer Heißluft
  • Keine Standby-Funktion
  • Kein Temperatur-Offset
  • Umständliche Bedienung
Test Lötstation: Rothenberger Industrial Lötstation digital (1500002359)
  • Günstig
  • Halterungen für Zubehör
  • Keine Standby-Funktion
  • Kein Temperatur-Offset
  • Lötkolben nicht austauschbar
  • Lange Aufheizzeit
  • Temperatureinstellung stimmt nicht
Test Lötstation: AGT Lötstation
  • Sehr günstig
  • Keine Temperaturanzeige
  • Keine Standby-Funktion
  • Kein Temperatur-Offset
  • Lötkolben nicht austauschbar
  • Sehr lange Aufheizzeit
Test Lötstation: Rotheberger Industrial regelbare Lötstation (1500003258)
  • Günstig
  • Halterungen für Zubehör
  • Keine Temperaturanzeige
  • Keine Standby-Funktion
  • Kein Temperatur-Offset
  • Lötkolben nicht austauschbar
  • Extrem lange Aufheizzeit
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Lötstationen im Test: Das sollten Sie beim Kauf wissen

Neben analoge und digitale Lötstationen gibt es noch weitere Unterschiede zwischen verschiedenen Geräten, die sich häufig auf den Kaufpreis niederschlagen. Trotzdem sollte man auf so einige Funktionen nicht verzichten und lieber nicht zum günstigsten Modell greifen.

Lötstation oder Lötkolben?

Wer ab und zu mal etwas löten muss, der hat in seiner Werkzeugkiste etwas Lötdraht und einen Lötkolben liegen. Der ist schnell griffbereit und ruckzuck sind zwei Kabelenden sicher miteinander verbunden. Dafür ist ein einfacher Lötkolben absolut ausreichend und praktisch.

Wer jedoch in seiner Werkstatt einen richtigen Arbeitsplatz zum Löten hat, der wird früher oder später zur Lötstation greifen. Die bieten so einige Vorteile und sind an einem festen Arbeitsplatz nicht nur praktischer, sondern auch sicherer.

Der Schalter: So banal es auch klingt: Wer findet es nicht umständlich, nach jedem Gebrauch den Stecker des Lötkolbens aus der Steckdose ziehen zu müssen? Lötstationen besitzen einen Schalter, der leicht erreichbar und schnell mal bedient ist.

Lötstation Test: Test Loetstation 02
Lötstationen lassen sich einfach an- und ausschalten. Obendrein bringen viele eine Halterung für Lötdraht oder weitere Lötspritzen mit.

Die Lötkolbenablage: Sicher gibt es stabile und sichere Ablagen für Lötkolben zu kaufen, bei einer Lötstation gehört eine solche aber bereits dazu. Und wurde diese mit der Lötstation kombiniert, kann man davon ausgehen, dass sie schwerer ist und wirklich sicher steht.

Die Temperaturregelung: Eine Lötstation beinhaltet immer eine Temperatureinstellung. Anders als bei Lötkolben mit Temperaturwahl fällt diese bei einer Lötstation aber hochwertiger, genauer und nicht zuletzt komfortabler aus. So lässt sich die Temperatur jeder Arbeit anpassen.

Die Kleinspannung: Ob Lötkolben mit einer Kleinspannung arbeiten oder nicht, kann einem letztendlich egal sein. Durch die Kleinspannung können bei einer Lötstation aber die Kabel zum Lötkolben dünner ausfallen, was die Arbeit vereinfacht.

Die galvanische Trennung: Lötkolben werden direkt mit Netzspannung betrieben. Es gibt daher keine potentiale Trennung. In Lötstationen wird die Betriebsspannung (meist) durch einen Transformator bereitgestellt. Dieser trennt die Netzspannung galvanisch von der Betriebsspannung. Eine gemeinsame Erdung hebt diese Trennung jedoch wieder auf.

Die Leistung von Lötstationen

Prinzipiell müssen sich Lötkolben und Lötstationen in puncto Leistung kaum unterscheiden. Da die genaue Temperatureinstellung aber eher bei feinen Arbeiten sinnvoll ist beziehungsweise benötigt wird, sind Lötstationen mit weit über 100 Watt eher selten zu finden.

Für feine Lötarbeiten sind Lötstationen mit 50 Watt bereits ausreichend. Entscheidend ist, wie viel Wärme das Bauteil beziehungsweise die Lötstelle aufnimmt und wie schnell neue Wärme nachgeliefert werden muss. Auf die Löttemperatur hat die Leistungsaufnahme nur einen bedingten Einfluss.

Im Test hatten wir Lötstationen von 48 Watt bis 130 Watt, wobei sich das auf die Leistungsaufnahme der gesamten Lötstation bezieht und nicht immer der Heizleistung des Lötkolbens entspricht. Bei einer Lötstation mit einer Leistungsaufnahme von rund 80 Watt ist man gut gewappnet.

Lötstation Test: Test Loetstation 04
Analoge Lötstationen können eine digitale Anzeige besitzen. Aber nur bei einer digitalen Eingabe lassen sich auch Einstellwerte speichern.

Welche Lötstationen gibt es?

Zu Lötstationen sind unterschiedliche Begriffe zu hören und zu lesen, die jedoch nicht immer ganz eindeutig ausgelegt werden können.

Analoge Lötstation

Analog bedeutet ähnlich oder vergleichbar. Das heißt: Bei einer analogen Lötstation wird die Löttemperatur an einem Stellrad eingestellt, aber nicht exakt mit Zahlen eingegeben. Ob die erreichte Temperatur digital angezeigt wird, hat damit nichts zu tun. Auch analoge Lötstationen können eine Temperaturanzeige besitzen.

Digitale Lötstation

Bei digitalen Lötstationen wird die gewünschte Temperatur mittels Zahlen eingegeben und die Lötstation vergleicht anschließend Soll- und Ist-Wert. Erfolgt die Temperatureingabe digital, kann die Lötstation auch die Möglichkeit von Speichertasten bieten.

So zumindest die Theorie. In der Praxis kann die Temperatur auch analog per Drehrad eingestellt und digital am Display abgelesen werden. Und es gibt auch Lötstationen, die eine analoge Einstellung mit digitalen Speichertasten kombinieren.

SMD – Steht für »Surface Mounted Devices« oder SMT »Surface Mounted Technology« und bedeutet, dass die Bauteile auf der Leiterplatte gelötet werden anstatt sie durch kleine Bohrungen zu stecken und auf der Rückseite zu löten.

SMD-Lötstationen

Spezielle oder wirklich abgrenzbare SMD-Lötstationen gibt es eigentlich nicht. Zum SMD-Löten werden feine Lötspitzen und eine Temperatureinstellung benötigt. Zusätzlich ist es hilfreich, wenn die Lötspitze nicht zu lang ist und feine Handbewegungen dadurch noch verstärkt werden.

Erfüllt eine Lötstation die recht einfachen Anforderungen, wird sie gern als SMD-Lötstation bezeichnet. Ob es sich um eine analoge oder digitale Lötstation handelt, ist dabei sogar irrelevant.

Lötstation Test: Test Loetstation 05
Mit einer Heißluft-Lötstation lassen sich SMD-Bauteile einfacher verlöten.

Heißluft-Lötstation

SMD-Bauteile lassen sich ebenso mit Heißluft löten, was in den meisten Fällen sogar deutlich einfacher ist. Die Lötstellen werden mit Lötpaste versetzt, das Bauteil aufgesetzt und die Heißluft erwärmt Lötstelle, Lötpaste und Lötfuß gleichmäßig.

Entlötstation

Wie der Name bereits sagt, dienen Entlötstationen nicht zum Löten sondern zum Entlöten. Das heißt, sie werden genutzt, wenn Bauteile von Leiterplatten entfernt werden sollen. Häufig gibt es sie als Kombination aus Lötstation und Entlötstation.

Wie beim Löten muss das Lötzinn erhitzt und verflüssigt werden. Das verflüssigte Lötzinn wird dann mit Entlötlitze aufgenommen oder mit einer Entlötpumpe aufgenommen. Entlötstationen arbeiten dabei mit einer elektrischen Entlötpumpe und Unterdruck.

Möglichkeiten und Funktionen einer Lötstation

Lötstationen gestatten es, die Temperatur des Lötkolbens einzustellen. Ob sie das analog oder digital und mit oder ohne Anzeige machen, ist letztendliche ein Frage des Preises und der Überlegung, ob man die entsprechenden Funktionen überhaupt benötigt.

Die Temperatureinstellung

Ob die Temperatureinstellung analog oder digital erfolgt, hängt vom eigenen Geschmack ab. Schneller und einfacher zu bedienen, ist ganz deutlich die analoge Einstellung. Mit einem kurzen Dreh kann die Temperatur von 200 °C auf 400 °C gedreht werden. Die digitale Einstellung erfordert dafür häufig viele oder lange Tastendrücke.

Mit der analogen Temperatureinstellung verliert man jedoch auch etwas Komfort. Werden Informationen wie die Temperatureinstellung digital eingegeben, lassen sie sich auch digital verarbeiten. So können Temperatureinstellungen gespeichert und abgerufen oder Differenzen zwischen Anzeige und Lötkolbenspitze korrigiert werden.

Dafür gibt es das Temperaturoffset. Für eine genaue Einstellung muss die eingestellte Temperatur mit der tatsächlichen Temperatur verglichen und ein Offset-Wert eingegeben werden. Eine solche Möglichkeit bieten nur digitale Lötstationen.

Ebenfalls den digitalen Lötstationen vorbehalten bleiben Speichertasten (Preset). Häufig stehen davon drei zur Verfügung, die sich über den gesamten Temperaturbereich verteilen. Mitunter können diese auch geändert und neu abgespeichert werden.

Lötstation Test: Test Loetstation 06
Praktisch ist es, wenn das Display die eingestellte und die aktuelle Temperatur anzeigt.

Das Display der Lötstation

Welche Art von Display in der Lötstation genutzt wird, ist im Grunde egal. Ob LED oder LCD, ob mit Pixel oder Segmenten…. Das Display sollte jedoch groß genug und möglichst beleuchtet sein. Gerade bei Lötarbeiten wird oft ein direktes Arbeitslicht genutzt – und sieht man dann hoch auf ein dunkles Display, gestaltet sich das Ablesen schwer.

Der Temperaturbereich ist fast egal?

Klingt komisch, ist aber so. Der wohl wichtigste Punkt bei Lötkolben und Lötstationen ist die Temperatur und genau darauf muss man am wenigsten achten. Die Höchsttemperatur der getesteten Lötstationen liegt zwischen 420 und 500 °C, ist demnach gar nicht so unterschiedlich.

Die niedrigste einstellbare Temperatur reicht von 90 bis 200 °C. Hier gibt es demnach schon deutliche Unterschiede. Nur wird der Bereich beim Weichlöten wirklich benötigt? Wer diese niedrigen Temperaturen nutzen möchte, der sollte schon darauf achten. Ansonsten ist der Bereich von 200 bis 450 °C eigentlich ausreichend.

Lötstation Test: Test Loetstation 08
Ohne Bewegung aktiviert die Lötstation (optional) den Standby-Modus. Im gezeigten Beispiel wird dann die Temperatur von 340 °C auf 180 °C heruntergeregelt.

Standby schont die Lötspitze

Je höher die Temperatur an der Lötspitze ist, desto schneller »verbrennt« das Lötzinn, worunter die Lötspitze leidet. Daher bieten einige Lötstationen eine Standby-Funktion an. Wird der Lötkolben nicht bewegt, aktiviert sich diese nach einer bestimmten Zeit und fährt den Lötkolben auf die niedrigste Temperatur.

Leider bieten unter den getesteten Lötstationen nur wenige eine solche Funktion und man muss selber einschreiten. Dazu reicht es, bereits bei Arbeitsunterbrechungen die Soll-Temperatur auf das Minimum zu stellen. Genau dafür sind die Preset-Tasten mit speicherbaren Temperaturen von Vorteil.

Lötstation Test: Test Loetstation 03
An den Potentialausgleich können Lötunterlagen, Tischmatten oder Handgelenkbänder angeschlossen werden.

Der Potentialausgleich

Viele Lötkolbenspitzen sind trotz der Trennung durch einen Transformator mit dem 230-Volt-Netz geerdet. Durch das Einschalten von Transformatoren kann es jedoch zu Störspitzen kommen, die sich über die Lötspitze entladen und empfindliche Bauteile schädigen können.

Daher kann es sinnvoll sein, die Lötspitze von der Erdung zu trennen und einen Potentialausgleich mit dem Arbeitsplatz zu schaffen. Die Firma Weller hat dafür eine besondere Lösung geschaffen. Über eine Klinkenbuchse wird die Erdung der Lötspitze getrennt und kann ein gemeinsamer Erdungspunkt geschaffen werden.

Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 12

Testsieger: Toolcraft ST-100D

Eine Lötstation sollte gewisse Grundfunktionen mitbringen und es wäre schön, wenn obendrein auch ein paar weitere vorhanden wären. Unser Testsieger Toolcraft ST-100D hat sie fast alle und erfüllt alle Testkriterien in perfekter Form. Einen eindeutigeren Sieger kann es nicht geben.

Testsieger
Toolcraft ST-100D
Test Lötstation: Toolcraft ST-100D
Perfekt ausgestattet, leicht zu bedienen und dazu in allen Punkten Bestwerte. Mehr geht bei einer guten Lötstation einfach nicht.

Wenn etwas getestet wird, ist es sinnvoll, für verschiedene Kriterien Noten zu vergeben. Dasselbe gilt für geforderte oder sinnvolle Funktionen. Sind sie vorhanden, gibt es eine 1. Sind sie nicht vorhanden, entscheidet die Wichtigkeit, ob es dafür eine 3, 4 oder 5 gibt. Man kann es kurz machen, die Toolcraft ST-100D hat den Test mit einer 1 abgeschlossen.

Analog oder digital?

Analoge Technik hat den Vorteil, dass sie mit einem Drehrad (Potentiometer) einfach und schnell zu bedienen ist. Digitale Technik kann dafür genauer genutzt werden und ermöglicht es, Werte zu speichern. Wie ist es aber, wenn beides kombiniert wird?

Dann entsteht daraus eine einfache und intuitive Bedienung. An der ST-100D gibt es ein Drehrad, mit dem sich die Temperatur schnell und einfach einstellen lässt. Daneben gibt es die Tasten 1, 2 und 3 für fest programmierte Temperaturen.

Und wie speichert man bei fast jedem Radio die Sender? Richtig – Sender einstellen, Speichertaste etwas länger drücken und schon ist der Sender auf dieser Taste gespeichert. Nicht anders werden auch die drei Speichertasten der Toolcraft ST-100D belegt. Eine Anleitung ist dafür nicht nötig.

Für weitere Funktionen sollte man dann aber doch einen Blick in die Anleitung werfen. So lässt sich beispielsweise die Temperaturanzeige kalibrieren, falls eine andere Lötspitze genutzt wird. Speichertaste 1 und 3 etwas gedrückt halten und dann kann die angezeigte Temperatur nach unten oder oben korrigiert werden.

Hält man beide Tasten beim Einschalten gedrückt, startet eine automatische Kalibrierung mit Aufheizzeiten und abschließender Korrektur der Lötspitzentemperatur, die man allerdings selbst messen und eingeben muss. Was da tatsächlich kalibriert wird, ist daher nicht ganz nachvollziehbar

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Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 14
Das Display zeigt die eingestellte und die aktuelle Temperatur.
Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 16
Mit einem kurzen Druck werden die gespeicherten Temperaturen aufgerufen. Mit einem langen können neue hinterlegt werden.

Ausstattung mit Details

Das Display ist zwar nicht sehr groß, aber dafür sehr übersichtlich. Dauerhaft werden die eingestellte Temperatur und die aktuelle Temperatur angezeigt.

Daneben gibt es einen kleinen Balken, der die Differenz zwischen beiden Werten simuliert. Je größer dieser ist, um so weiter ist die Ist-Temperatur noch vom Soll entfernt. Verschwindet der Balken langsam, ist die gewünschte Temperatur erreicht. Das funktioniert beim Heizen und beim Abkühlen.

Interessant sind aber auch einige kleine Details wie das Anschlusskabel. Das ist mit einem Winkel-Kaltgeräte-Stecker ausgestattet. Damit kann die Lötstation auf der Werkbank auch gegen die Wand geschoben werden und kein Kabel knickt dabei ab.

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Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 20
Der Netzanschluss ist abgewinkelt und bei Bedarf austauschbar.
Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 15
Auch ein hochohmiger Erdungsanschluss ist vorhanden.

Ständer mit Stil

Der Lötkolbenständer oder die Lötkolbenablage ist ein kleines, aber sehr wichtiges Teil. Der Lötkolben muss sicher abgelegt werden können und sollte dabei keine Kunststoffteile berühren. Und obwohl die Ablage der Toolcraft ST-100D recht kompakt ist, besteht diese Gefahr nicht.

Die Ablage schafft es sogar, Reinigungsschwamm und Reinigungswolle unterzubringen. Dabei ist der Schwamm richtig dick und nicht nur ein Blatt Papier wie bei so einigen Lötstationen.

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Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 13
Die Lötkolbenablage ist kompakt und steht dennoch stabil.
Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 19
Ausreichend Platz, damit die Spitze keine Kunststoffteile berührt.
Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 22
Für die grobe Reinigung liegt feine Messing-Wolle bei.
Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 21
Auch ein reinigungsschwamm ist vorhanden und der ist nicht so dünn wie bei anderen.

Praktisch super

Mit gerade mal 17 Millimeter im Durchmesser gehört der Lötkolben der Toolcraft ST-100D zu den schlanksten im Test. Wem das nicht schlank genug ist, der kann den Gummiüberzug aber auch entfernen.

Befürchtungen, dass der Griffbereich dadurch zu heiß wird, muss man nicht haben. Selbst nach 10 Minuten bei einer Lötspitzentemperatur von 400 °C erwärmt sich der vordere Bereich gerade mal auf 28 °C.

Die feine Lötspitze erwärmt sich dagegen sehr gut und bereits nach 26 Sekunden schmilzt das erste Lötzinn. Diese Zeit wird mit 16 Sekunden nur von der ELV LS-80D-II unterboten.

Sehr gut gefällt die schlanke Lötspitze, die wie bei fast allen Lötstationen mit einem schraubbaren Überwurf gehalten wird. Das garantiert die beste Wärmeübertragung, da sich so das Heizelement direkt in der Lötspitze befinden kann. Ebenso sind problemlos auch Lötspitzen anderer Hersteller verwendbar.

Auch das Kabel zeichnet sich durch einen sehr dünnen Durchmesser (5 Millimeter) aus und der Mantel aus Silikon macht dieses enorm flexibel. Mit einem solche Kabel sind nur drei unserer Empfehlungen ausgestattet und sonst keine weitere Lötstation im Test.

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Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 18
Die Lötspitze ist sehr dünn und auch zum SMD-Löten geeignet.
Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 17
Wie auch der schlanke Lötkolben, der gut gummiert ist und kaum warm wird.
Lötstation Test: Test Loetstation Toolcraft St100d 23
292 °C statt 300 °C liegt mehr als im Rahmen und kann bei Bedarf korrigiert werden.

Nachteile?

Hat die ansonsten perfekte Lötstation Toolcraft ST-100D einen Haken? Ja, das hat sie. Es gibt keinen automatischen Standby-Modus. Wird die Arbeit kurz unterbrochen, sollte die Station ausgeschaltet oder per Tastendruck einfach eine relativ geringe Temperatur ausgewählt werden.

Toolcraft ST-100D im Testspiegel

Über die Toolcraft ST-100D gibt es aktuell keine aussagekräftigen Testberichte. Auch die Stiftung Warentest hat bisher keine Lötstationen getestet. Sollten wir interessante Testberichte finden, werden wir sie hier für Sie nachreichen.

Alternativen

Gerade beim Weichlöten gibt es unterschiedliche Einsatzanforderungen. daher muss nicht jede Lötstation alles können. In unseren Alternativen gibt es weitere hochwertige und günstige Lötstationen.

Auch gut: ELV LS-100D+

Wäre der erste Eindruck entscheidend, wäre die ELV LS-100D+ ganz klar der Testsieger. Keine andere Lötstation bietet ein solch großes und farbiges Display mit Touch-Bedienung und wirkt daher so beeindruckend.

Auch gut
ELV LS-100D+
Test Lötstation: ELV LS-100D+
Bestens ausgestattet bringt die ELV LS-100D+ alles mit, was eine gute Lötstation bieten muss. Per Touch-Display ist sie außerdem gut zu bedienen.

Aber wir verlassen uns nicht auf »den ersten Blick« und sehen uns die Details an. Da bietet das Display eine Anzeige der Soll- und der Ist-Temperatur, was auf jeden fall für einen Pluspunkt sorgt. Ebenso wie die automatische Verdunklung, sobald für eine kurze Zeit keine Eingabe erfolgt.

Nicht ganz so gut gefällt dagegen, dass ein Temperaturbereich von 100 bis 500 °C versprochen und laut Einstellung möglich zu sein schein, die Lötkolbenspitze aber nicht unter 150 °C kommt. Gut, ob man niedrigere Temperaturen wirklich braucht? Ließen sich nur 150 °C einstellen, wäre das auch nicht aufgefallen.

Deutlich praktischer sind da die drei programmierbaren Temperatureinstellungen, die sich im Menü ebenso einstellen lassen, wie eine Korrektur der Lötspitzentemperatur.

Wie die etwas imaginäre Standby-Funktion zu bewerten ist, lässt sich schwer beurteilen. Ein automatischer Wechsel in den Standby-Modus erfolgt jedenfalls nicht. Soll der Modus genutzt werden, muss eine extra Taste kurz gedrückt gehalten werden.

Ist das dann ein echter Standby? Schließlich würde das dann bei allen Lötstationen mit Speichertasten funktionieren. Einfach eine per Tastendruck eine niedrige Temperatur auswählen und gut ist. Die ELV LS-100D+ handhabt das aber noch etwas anders. Bleibt die Standby-Funktion länger aktiviert, schaltet sich die Heizfunktion ganz ab.

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Lötstation Test: Test Loetstation Elv Ls100d 12
Die ELV LS-100D+ ist schon ziemlich groß, bringt aber auch ein großes Display mit.
Lötstation Test: Test Loetstation Elv Ls100d 13
Auf diesem sind deutlich die Soll- und Ist-Temperaturen abzulesen.
Lötstation Test: Test Loetstation Elv Ls100d 14
Die Lötkolbenablage sieht etwas "kompliziert" aus, macht sich aber richtig gut.
Lötstation Test: Test Loetstation Elv Ls100d 15
Besonders gut gefällt die sehr feine Reinigungswolle.
Lötstation Test: Test Loetstation Elv Ls100d 18
Etwas kurios ist, dass die eingegebene Temperatur von 100 °C gar nicht erreicht wird.
Lötstation Test: Test Loetstation Elv Ls100d 19
Wie bei vielen Lötstationen sitzt die Lötspitze direkt auf dem Heizelement.
Lötstation Test: Test Loetstation Elv Ls100d 20
300 °C sind eingestellt - da stimmt etwas nicht.

Im praktischen Test schlägt sich die ELV ziemlich gut. Das Kabel zum Lötkolben ist extrem dünn sowie flexibel und der Lötkolben ist ebenso schlank und liegt perfekt in der Hand. Bereits nach 28 Sekunden schmilzt der Lötdraht und selbst nach 10 Minuten bei 400 °C bleibt der Griffbereich angenehm kühl.

So weit ist alles super, wenn da nicht der Temperaturtest wäre. Der zeigt bei eingestellten 300 °C nämlich nur 249 °C an. Der Test wurde wiederholt, das änderte aber nichts. Auch das zähe Verflüssigen von Lötzinn zeigte eindeutig, dass das keine 300 °C waren.

Die ELV LS-100D+ verfügt zwar über ein Temperaturoffset, aber nicht jeder besitzt entsprechende Messmittel und von Hause aus, sollte der Wert schon stimmen. Mit einer Korrektur um +51 °C wurden dann exakt die eingestellten 300 °C angezeigt. Jetzt funktioniert es auch, dass die eingestellten 100 °C erreicht werden.

Abgesehen vom Fehler der Differenz von Soll- und Ist-Temperatur, liefert die Lötstation ELV LS-100D+ ein wirklich tolles Gesamtpaket. Ob man das große Touch-Display wirklich braucht, ist Geschmackssache, störend ist es aber sicherlich nicht.

Profitipp: Weller WE 1010

Die Lötstation Weller WE 1010 lässt sich am besten mit den Worten »einfach gut« beschreiben. Kein Schnickschnack, nur drei Tasten und trotzdem werden die wichtigsten Punkte erfüllt.

Profitipp
Weller WE 1010
Test Lötstation: Weller WE 1010
Für den Preis hält sich die Ausstattung der Weller 1010 etwas begrenzt. Dafür bekommt man aber solide Technik vom Schweiß- und Löt-Profi Weller.

Wenn es um Löttechnik geht, kommt man nicht an Weller vorbei. Und genau das strahlt die Lötstation auch aus. Sie ist kompakt, schlicht und besitzt weder dekorierende Aufdrucke noch irgendwelche Schnörkel. Sie steht auf der Werkbank und gut ist.

Etwas schade ist es zwar schon, dass es keine beleuchtete Anzeige und auch keine speicherbaren Temperaturen gibt, aber genau genommen ist das Luxus. Das Display ist groß und sehr gut abzulesen. Der Arbeitsplatz ist zumeist ausreichend ausgeleuchtet.

Und muss man gespeicherte Temperaturen aufrufen können? Es ist zwar praktisch, aber muss man nicht. Die Temperatur lässt sich ebenso über die +/- Tasten einstellen. Wichtiger ist eine Abschaltung bzw. Reduzierung, wenn der Lötkolben nicht genutzt wird. Und das macht die Weller WE 1010.

Wann die Lötstation in den Standby-Modus geht, lässt sich sogar einstellen. Von einer bis 99 Sekunden ist alles möglich und wer den Standby-Modus gar nicht möchte, kann diesen auch deaktivieren.

1 von 10
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 12
Die Weller WE 1010 präsentiert sich relativ schlicht.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 13
Gleiches gilt für die Lötkolbenhalterung, die absolut ihren Zweck erfüllt.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 17
Wie bei guten Lötstationen üblich, kann der Lötkolben ausgetauscht werden.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 14
Ausgesprochen schlank und weich liegt der Lötkolben gut in der Hand.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 16
Die Lötspitze kann sogar "heiß" gewechselt werden.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 15
Das Heizelement liegt direkt in der Lötspitze.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 18
Wird die Temperatureingestellt, zeigt sich diese groß.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 19
Anschließend ist sie klein zu sehen und die aktuelle dafür groß.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 20
Es gibt nicht nur eine Standby-Funktion, diese ist sogar einstellbar.
Lötstation Test: Test Loetstation Weller We1010 23
Wie bei unserem Testsieger zeigt das Thermometer 292 °C anstatt 300 °C.

Ebenso kann im Menü einen Temperaturkorrektur vorgenommen und zwischen Grad Celsius und Fahrenheit umgeschaltet werden. Anschließend wird alles noch mit einem Passwort geschützt. Damit sind bereits alle Funktionen der Weller WE 1010 aufgezählt und beschrieben. Ob man wirklich mehr braucht, muss jeder für sich entscheiden.

Was man braucht, ist ein guter Lötkolben und eine gute Lötspitze. Beides bringt die WE 1010 mit. Das Kabel zum Lötkolben ist gerade mal 5 Millimeter stark und höchst flexibel. Gleiches gilt für den Lötkolben, der mit 18 Millimeter ebenso sehr schlank ausfällt.

Die kurze Lötspitze wird direkt von innen beheizt und wird durch einen Überwurf gehalten. Der lässt sich mit Kunststoffgewinde sogar im warmen Zustand wechseln.

Die Weller WE 1010 ist eine funktional einfache Lötstation, die sich auf wichtigen Punkte konzentriert. Sie bietet eine Temperaturkorrektur sowie als eine der wenigen Lötstationen auch eine automatische Standby-Funktion. Wer auf Spielerei verzichten möchte und Wert auf Qualität legt, der ist bei Weller richtig.

Preistipp: ELV LS-80D-II

Gutes muss nicht billig sein. Und den Eindruck macht die Lötstation ELV LS-80D-II auch auf keinen Fall. Manchmal reicht es schon, Dinger etwas einfacher zu bauen und nicht ganz so groß auszustatten. Das senkt den Preis und trotzdem kommen gute Geräte raus.

Preistipp
ELV LS-80D-II
Test Lötstation: ELV LS-80D-II
Die Lötstation LS-80D-II verzichtet auf jeglichen Schnickschnack und ist daher leicht zu bedienen. Trotz des günstigen Preises gibt es qualitativ absolut nichts auszusetzen.

Zugegeben, ganz so günstig ist unser Preistipp nicht. Der Test der Lötstationen hat aber gezeigt, dass die meisten günstigen Lötstationen eher billig sind oder so wenig bieten, dass der Griff zu einem Lötkolben mit Temperaturregelung einfach sinnvoller wäre.

Also wer eine bezahlbare Lötstation sucht, die wirklich nicht billig ist, sollte ein paar Euro in die Hand nehmen und zur ELV LS-80D-II greifen. Der verwendete Lötkolben ist sogar nahezu identisch zum Lötkolben der größeren Station ELV LS-100D+.

Sehr gut gefällt die etwas komisch wirkende Lötkolbenablage, die ebenfalls identisch zum größeren Modell ist. Diese bringt einen großen Batzen an Messingwolle mit, die vom Metallgestell festgehalten wird. Der Lötkolben lässt sich leicht einführen und die Wärme strömt ab, ohne den Griff zu erhitzen.

Apropos Hitze – der wirklich schlanke Lötkolben mit dem flexiblen Kabel ist mit Abstand der schnellste Lötkolben im Test. Gerade mal 16 Sekunden vergehen und schon fängt der Lötdraht an, sich zu verflüssigen. Der zweitschnellste benötigt dafür immerhin schon 26 Sekunden.

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Recht klein beansprucht die Lötstation wirklich wenig Platz auf dem Arbeitstisch.
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Die Lötkolbenablage wirkt etwas komisch ist aber äußerst praktisch.
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Das Display zeigt leider nur die eingestellte Temperatur an.
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Die ist dafür in jeder Position zu sehen.

Wer eine günstige Lötstation haben möchte, der muss auch irgendwo Abstriche machen. Diese äußern sich als erstes beziehungsweise offensichtlich im »Display«. Das besteht nämlich nur aus LED-Segmentanzeigen. Gleichzeitig die ausgewählte und die aktuell anliegende Temperatur anzuzeigen, geht demnach nicht.

Es wird sogar ganz auf die Möglichkeit verzichtet, die aktuelle Temperatur anzuzeigen, was sehr schade ist. Stattdessen ist es nur möglich, die gewünschte Temperatur mit Pfeiltasten auszuwählen oder einen der drei gespeicherten Werte zu nutzen.

Dafür bietet die ELV LS-80D-II die Möglichkeit, die drei gespeicherten Temperaturen den eigenen Wünschen anzupassen. Wie man sich bei einer kleinen Segmentanzeige vorstellen kann, geht das allerdings nicht sehr komfortabel.

Dückt man die Set-Taste für 4 Sekunden, wird das Menü aufgerufen. Um es zu nutzen, muss jedoch das eingestellte Passwort eingegeben werden, was sich aber auch deaktivieren lässt. Im Menü kann dann das Passwort geändert werden, eine Temperaturkorrektur vorgenommen oder die Einheit auf Fahrenheit umgestellt werden.

Ebenso ist es möglich, im Menü die drei gespeicherten Direktwahlen zu ändern. Diese lassen sich übrigens durch einen kurzen Druck auf die Set-Taste anwählen.

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Mit einem kurzen Druck auf die Set-Taste, lassen sich drei gespeicherte Temperaturen abrufen.
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Alternativ können auch die Pfeiltasten genutzt werden.
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Die Menüführung ist etwas umständlich, ermöglicht aber ein Temperatur-Offset.
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Besser geht es wohl kaum.

Bei der Lötstation ELV LS-80D-II muss man zwar auf eine Anzeige der Ist-Temperatur verzichten und es gibt leider auch keinen Standby-Modus, dafür lassen sich drei Temperaturen einspeichern und die Lötspitze ist extrem schnell heiß.

Außerdem getestet

AGT Premium-Lötstation (NC5335-944)

Was an der AGT Premium-Lötstation als erstes auffällt, ist ihre Größe. Doch sie ist nicht nur groß, sondern auch schwer. Ob das jetzt unbedingt ein Zeichen für besonders massive Technik ist, sei mal dahingestellt. Der äußere Eindruck überzeugt davon nicht so ganz.

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Ein Display, das man gut sieht und das neben der aktuellen auch die eingestellte Temperatur anzeigt.

Der Kunststoff der Station, der Ablage und auch des Lötkolbens fühlen sich jedenfalls spröde und eher günstig an. Das Gefühl eines Qualitätsproduktes will da irgendwie nicht so recht aufkommen.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auch die verbaute Technik dem Billigsektor zugeschrieben werden muss. Bis sich das erste Lötzinn verflüssigt, vergeht etwa eine Minute, was durchaus noch ok ist. Auch mit den gemessenen 280 °C statt der eingestellten 300 °C kann man durchaus leben.

Auch an der Zinnaufnahme der Lötspitze gibt ebenso wenig zu kritisieren, wie an der beleuchteten Anzeige. Nicht so schon ist allerdings, dass der Lötkolben im vorderen Bereich doch recht warm und an der leicht erreichbaren Metallplatte regelrecht heiß wird.

Stahlwerk LS18-ST

Faire Technik zum kleinen Preis bietet die Lötstation Stahlwerk LS18-ST. Sie kommt mit nur wenigen Funktionen aus und gestattet dennoch eine komfortable Arbeit.

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Klein und günstig kann die Stahlwerk LS18-ST trotzdem mit solider Technik überzeugen.

Die analoge Temperatureinstellung per Drehregler gestattet eine sehr schnelle Temperaturauswahl, sodass Speichertasten eigentlich überflüssig sind. Ein kurzer Dreh am Poti und ruckzuck ist man bereits im gewünschten Bereich.

Genauer lässt sich die Temperatur anschließend anhand der LED-Segmentanzeige einstellen. Ist der richtige Wert gefunden, wechselt die Anzeige nach wenigen Sekunden von der Soll- zur Ist-Anzeige und zeigt die aktuelle Temperatur der Lötspitze.

Um hier eine Temperaturveränderung zu sehen, sollte man sich allerdings beeilen, denn bereits nach 30 Sekunden schmilzt das erste Lötzinn an der Spitze des Lötkolbens.

Die Temperaturanzeige ist zwar recht klein, aufgrund der rot leuchtenden Zahlen aber jederzeit gut zu sehen. Und verlassen kann man sich auf den angezeigten Wert auch noch. Im Test konnten wir bei eingestellten 300 °C immerhin 290 °C messen. Die Differenz von 10 °C kann man durchaus noch dem Messgerät oder der Anlage am Messsensor zusprechen.

Insgesamt gefällt die kleine Lötstation Stahlwerk LS18-ST sehr gut. Sie bietet nicht den Komfort der größeren, ist aber solide, genau und dafür recht günstig.

Weldinger LS 48

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Wirklich überzeugen kann die Weldinger LS 48 nur bei der Einhaltung der eingestellten Temperatur.

Die Lötstation Weldinger LS 48 kann leider nur bedingt überzeugen. Der gesamte Qualitätseindruck passt einfach nicht. Der Lötkolben ist identisch zu anderen Billigproduktionen und die LED-Segmentanzeige sieht aus, als hätte man sie mit Klebeband fixiert.

Überraschend positiv fällt allerdings die Temperaturtreue auf. Von den eingestellten 300 °C werden an der Lötspitze 297 °C gemessen. Genauer geht es wohl kaum und auch an der Lötzinnannahme gibt es absolut nichts auszusetzen.

Nicht so gut gefällt dagegen die Temperaturanzeige. Mal davon abgesehen, dass der Einbau etwas komisch aussieht, muss man sich entscheiden, ob man lieber die eingestellte oder aktuelle Temperatur sehen möchte. Je nachdem muss die Anzeige mit einem Schiebeschalter ausgewählt werden.

Stahlwerk LHS750-ST

Schade! Stahlwerk baut wirklich gute Lötgeräte und bietet mit der Lötstation Stahlwerk LHS750-ST eine interessante Kombination aus Lötkolben und Heißluft-Löten. Durch die Kombination leiden allerdings etwas der Komfort und die Bedienung.

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Löten mit dem Lötkolben oder mit Heißluft? Leider leidet der Komfort etwas unter der erweiterten Möglichkeit.

So gibt es keinen Standby-Modus, kein Temperatur-Offset und die Bedienung ist doch etwas umständlich. Statt der typischen +/- Tasten muss zur Temperatureinstellung erst die Eingabetaste gedrückt, dann die erste Stelle eingestellt werden. Nach einer Bestätigung geht es zur zweiten Stelle und dann zur dritten. Das ist dann schon sehr umständlich.

Technisch gesehen gibt es da weniger Kritik. Die Probemessung fällt mit 270 °C statt 300 °C zwar schon etwas tiefer aus, aber wirklich zu merken ist der Unterschied nicht. Und auch die Lötspitze lässt sich vor wie nach der Reinigung gut verzinnen.

Qualitativ gefällt die Station sehr gut. Sie ist massiv und macht einen wertigen Eindruck. Die Lötkolbenablage passt da nicht so ganz. Diese kam kippelnd und ziemlich verzogen an und musste erst mal gerichtet werden, ehe sie stabil stehen konnte.

Der Lötkolben gefällt wieder gut. Das Kabel ist nicht zu dick sowie flexibel und auch der Lötkolben liegt schlank in der Hand. Der vordere Bereich wird auch im Dauerbetrieb nicht zu heiß.

Ohne Heißluftfunktion könnte die Seite mit Lötkolben komfortabler gestaltet werden und man müsste auf wichtige Funktionen nicht verzichten. Dann könnte die Lötstation Stahlwerk LHS750-ST bestimmt noch besser überzeugen.

Rothenberger Industrial Lötstation digital (1500002359)

Wenn es um professionelles Werkzeug oder Schweißtechnik geht, ist Rothenberger auf jeden Fall präsent. Wer hat in der Werkstatt nicht auch ein Gasflasche von Rothenberger für den kleinen Gasbrenner?

Aber offenbar muss man doch einen großen Unterschied zwischen Rothenberger und Rothenberger Industrial machen. Wie auch schon beim Test der Lötkolben, sorgen die Lötstationen von Rothenberger Industrial für wenig Begeisterung.

Test Lötstation: Rothenberger Industrial Lötstation digital (1500002359)
Praktisch ist die Unterbringung von Lötspitzen und Lötdraht. Ansonsten ist die Lötstation keine Empfehlung.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Verarbeitung nicht sehr hochwertig wirkt, das Lötkolbenkabel dicker als das Netzkabel ist und man die Lötstation irgendwie zu kennen scheint. Ja, exakt dasselbe Modell gibt es auch von Trotec, Basetech oder Parkside (Lidl). Nur kosten diese dann deutlich weniger.

Aber wir wollen uns nicht von Vorurteilen leiten lassen und bewerten rein die Testergebnisse. Da fehlt es der Rothenberger Industrial Lötstation leider an wichtigen Funktionen, wie eine beleuchtete Anzeige, eine Offset- oder die Standby-Funktion. Und auch die drei voreingestellten Direktwahltasten lassen sich nicht ändern.

Unschöner wird es jedoch beim Einschalten. Bereits eine Minute später meint die Temperaturanzeige, der Lötkolben hätte 400 °C. Es dauert allerdings nochmal eine 1/4 Minute, ehe das sich der Lötdraht verflüssigt. Und die Schmelztemperatur liegt bei etwa 217 °C.

Dieser Eindruck der völlig falschen Temperaturanzeige spiegelt dann auch das Messgerät wieder. Von den eingestellten 300 °C kommen gerade mal 236 °C an der Lötspitze an. Selbst nach 10 Minuten im Dauerbetrieb mit 400 °C kommt das Messgerät nicht über 315 °C hinaus.

AGT Lötstation (NX5377-944)

Einer macht es immer günstiger – die AGT Lötstation NX5377-944 ist die günstigste Lötstation im aktuellen Test. Das kann man sicher machen, muss man aber nicht und so wirklich wird auch kein Grund ersichtlich, sich für eine solche Lötstation zu entscheiden.

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Am ersten Qualitätseindruck gibt es absolut nichts auszusetzen.

Ja, sie bringt eine Temperaturregelung mit, lässt sich ein- und ausschalten und der Lötkolbenhalter ist auch gleich integriert. Dafür ist die Lötstation wirklich günstig. Wie unser Test der Lötkolben aber zeigt, gibt es für einen ähnlichen Preis aber Lötkolben mit integrierter Temperaturregelung.

Auch diese lassen sich ein- und ausschalten, sind aber deutlich schlanker und besitzen auch ein flexibleres und dünneres Kabel. Warum also für eine Lötstation entscheiden?

Qualitativ soll die Lötstation von AGT aber keinesfalls schlecht geredet werden. Die Lötspitze sieht zwar bereits nach dem ersten Einsatz nicht mehr so schön aus und der Griff wird im Dauerbetrieb auch etwas zu heiß aber ansonsten ist alles ziemlich gut verarbeitet. Auf jeden Fall besser als der Preis vermuten lässt.

Wem es nur darum geht, den Lötkolben griffbereit zu haben und bei Bedarf (nach Gefühl) regeln zu können, der kann durchaus zu der wirklich günstigen Station greifen. Fraglich ist eher, ob da ein regelbarer Lötkolben nicht die bessere Entscheidung wäre.

Rothenberger Industrial regelbare Lötstation (1500003258)

Was für die größere Lötstation von Rothenberger Industrial gilt, gilt (leider) auch für die Rothenberger Industrial Lötstation 1500003258. Dasselbe Modell gibt es von verschiedenen »Herstellern« zu zum Teil deutlich günstigeren Preisen.

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Praktisch ist die Aufnahme von Lötdraht und Lötspitzen aber selbst dafür ist die kleine Lötstation viel zu teuer.

Dazu kommt, dass die Technik einfach nicht überzeugen kann. Davon abgesehen, dass man bis auf die Temperaturregelung auf jeglichen Komfort verzichten muss, dauert es über zwei Minuten, bis sich das erste Lötzinn auf der Lötspitze verflüssigt. Und ohne Reinigung möchte die Lötspitze das Lötzinn auch nicht annehmen.

Dazu kommt ein labiler Stand und häufig passiert es beim Ablegen des Lötkolbens, dass die ganze Lötstation nach hinten kippt. Oder die Lötstation wird durch das ziemlich störrische Kabel hin und her geschoben.

Zur kleinen regelbaren Lötstation von Rothenberger Industrial müssen wir abraten. Das identische Modell gibt es unter anderen Namen deutlich günstiger oder für ein wenig mehr auch bessere Lötstationen mit Temperaturanzeige.

So haben wir getestet

Wie jeder Test begann auch der Test der Lötstationen mit dem Aufnehmen der technischen Daten. Leistungsangaben wurden dabei vom Hersteller übernommen und die Abmaße selbst ermittelt.

Anschließend erfolgte eine äußerliche Begutachtung mit besonderem Blick auf die Qualität und Verarbeitung. Ein wichtiger Faktor war hierbei auch das Kabel zwischen Lötstation und Lötkolben. In den meisten Fällen war dieses sehr dünn und angenehm flexibel. Nur bei wenigen Modellen war das Kabel ebenso dick wie das Netzkabel der Lötstation.

Wichtig war auch die dazugehörige Lötkolbenablage. Diese sollte sicher stehen, eine Reinigungsmöglichkeit bieten und der Lötkolben darf keine Kunststoffteile berühren. Nur ein Modell stand nicht wirklich sicher – und das, obwohl die Ablage an der Lötstation befestigt wurde.

Im nächsten Teil des Tests ging es um die Funktionen und Handhabung. Wie lässt sich die Temperatur einstellen? Gibt es Speicherfunktionen? Und ganz wichtig – was zeigt das Display an? Vorteilhaft ist es natürlich, Soll- und Istwerte gleichzeitig im Blick zu haben. Wechseln die Anzeige, ist das aber durchaus auch in Ordnung.

Lötstation Test: Test Loetstation 01
Alle elf Testkandidaten im Lötstationen-Test-

Der praktische Lötkolben-Test

Der praktische Test begann mit der Ermittlung der Aufheizzeit. Hierbei wurde gestoppt, wie viel Zeit nach dem Einschalten verging, bis sich hinzugefügtes Lötzinn auf der Lötspitze verflüssigte. Verwendet wurde dazu bleifreier Lötdraht mit einer Schmelztemperatur von 217 °C.

In diesem Moment ließ sich auch überprüfen, wie gut die Lötspitze vor und und nach einer Reinigung mit Messingwolle und Schwamm noch Lötzinn annimmt.

Anschließend ging es an das Temperaturmessgerät. Entsprechen die eingestellten 300 °C auch wirklich 300 °C? Zum Erstaunen gab es dabei kaum Ausreißer. Fast alle Lötstationen arbeiten sehr genauer. Genauer als bei der angegebenen Höchsttemperatur.

Nach dem Temperaturtest ging es mit der Einstellung von 400 °C in den Dauertest. 10 Minuten verweilte der Lötkolben in seiner Ablage und der Standbybetrieb wurde bei Bedarf deaktiviert. Mit dem Infrarotthermometer wurde dann die Temperatur am vorderen Griff gemessen und auch gefühlt, wie unangenehm sich die Wärme auf den Griff überträgt.

Die wichtigsten Fragen

Welche Lötstation ist die beste?

Die beste Allround-Lötstation ist die Toolcraft ST-100D. Bis auf eine automatische Standby-Funktion hat sie alles, was eine gute Lötstation mitbringen sollte. Aber auch andere Stationen konnten im Test überzeugen.

Welche Temperaturregelung sollte eine Lötstation mitbringen?

Letztendlich ist das Geschmackssache. Der eine bevorzugt ein Drehrad, welches sich schnell von Minimal bis Maximal drehen lässt, und ein anderer möchte +/- Tasten nutzen und den Temperaturbereich durchscrollen. Schneller ist man definitiv mit dem Drehrad, es braucht dann allerdings Fingerspitzengefühl und etwas Zeit, um einen exakten Wert einzustellen.

Analoge oder digitale Lötstation?

Ganz klare Grenzen können hier nicht gezogen werden. Glaubt man dem Internet, unterscheiden sich beide Varianten anhand der Temperatureinstellung. Ein Drehrad ist analog und +/- Tasten sind digital. Nur die digitale Version kann auch Speichertasten für Temperaturen mitbringen.

Besitzt die Lötstation aber ein Display, ist das Ergebnis dasselbe. Egal ob ein Drehrad oder Tasten genutzt werden, es wird ein exakter Wert angezeigt. Und es gibt auch Lötstationen, welche zur Temperatureinstellung ein Drehrad nutzen und dennoch über Speichertasten verfügen.

Als analog oder digital würden wir nicht die Art der Temperatureingabe ausmachen, sondern vielmehr, ob es ein digitales Display gibt, welches die eingestellte oder erreichte Temperatur anzeigt.

Über welchen Temperaturbereich sollte eine Lötstation verfügen?

Die getesteten Lötstationen bieten Temperaturen von 100 °C bis 500 °C. Ganz so geringe Temperaturen werden zum Weichlöten eigentlich nicht benötigt, daher sind 150 °C oder 200 °C als Untergrenze ausreichend. So hat man die Möglichkeit, bei kurzen Pausen eine Art Standby einzustellen.

Bei der Obergrenze sieht das etwas anders aus, die darf ruhig über 400 °C liegen. Zwar würden prinzipiell 300 °C ausreichen, um das Lötzinn zu schmelzen, jedoch benötigen größere Lötstellen auch mehr Wärme. Das heißt, wenn die Lötspitze 300 °C hat, kommen davon am Rand der Lötstelle vielleicht noch 200 °C an. Dann sind 300 °C nicht ausreichend. Ebenso benötigen große Masselötstellen so viel Wärmeenergie, dass die selten sofort nachgeliefert werden kann. Mit einer höheren Ausgangstemperatur schafft man sich also ein Polster.

Was ist eine SMD-Lötstation?

Eine echte SMD-Lötstation gibt es nicht. Zum Löten von SMD-Bauteilen wird eine entsprechend kleine Lötspitze und konstante Temperatur benötigt. Erfüllt eine Lötstation Anforderungen, die zum SMD-Löten erforderlich sind, wird sie gern SMD-Lötstation genannt. Eine echte Bedeutung oder gar Einschränkung auf das SMD-Löten haben solche Lötstationen jedoch nicht.

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