Massagepistole Test: Massagepistole Aufmacher
test
Letzte Aktualisierung:

Die beste Massagepistole

Wir haben 30 Massagepistolen getestet. Die beste für die meisten ist für uns die Urikar Pro 2. Sie bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und einige nützliche Extrafunktionen, die man sonst nicht so häufig sieht. Aber es gibt auch reichlich Alternativen – etwa für Fans von zugehörigen Apps oder für Sparfüchse.

Matthias Becker
Matthias Becker
hat Politikwissenschaft und Soziologie studiert und testet als passionierter Sportler alles, was mit Sport, Fitness und Ernährung zu tun hat.
Linda Fischhaber
Linda Fischhaber
ist Autorin aus München und fasziniert von technischen Neuheiten und zukunfts­weisen­den Entwicklungen. Bei AllesBeste betreut sie unter anderem die Themen Smart­phones, Tablets, Kameras, Heimkino und Wearables.
Letztes Update: 13. Januar 2023

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

26. Oktober 2022

Wir haben sechs weitere Massagepistolen getestet. Unser neuer Favorit ist die Urikar Pro 2 mit ihrem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neue Empfehlungen sind außerdem die hochwertige Orthogun 3.0, die AsViva MGN1 mit Wärmefunktion sowie die kleine und günstige Newgen Medicals ZX-6210-758.

Aus den Empfehlungen verdrängt wurden die Urikar Pro 3, die Orthogun 2.0, die Yunmai Extra Mini und die Burnnove XH-12V. Alle sind aber weiterhin unter „Außerdem getestet“ zu finden.

15. Oktober 2021

Wir haben sechs weitere Massagepistolen getestet. Die Yunmai Extra Mini ist eine neue Empfehlung für alle, die Wert auf eine kleine, leichte und leise Massagepistole legen. Sie verdrängt die Orthomechanik OM-Go, die ab sofort unter „Außerdem getestet“ zu finden ist.

21. Mai 2021

Wir haben die Theragun Elite getestet, die es direkt unter unsere Empfehlungen geschafft hat. Sie verdrängt die Renpho R3 Mini, die ab sofort unter „Außerdem getestet“ gelistet ist.

23. April 2021

Wir haben den Test der besten Massagegeräte in einen Test der besten Nackenmassagegeräte und der besten Massagepistolen aufgeteilt. Dazu haben wir acht weitere Massagepistolen getestet. Unser Testsieger ist die Urikar Pro 3, doch auch die Orthogun 2.0, die OM-Go und die Burnnove XH-12V haben es zu neuen Empfehlungen geschafft.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Mit Verspannungen, leichten muskulären Problemen oder einem ordentlichen Muskelkater hatte wohl jeder schon einmal zu kämpfen. Oft will man in so einem Fall nicht direkt zum Arzt gehen, wünscht sich aber dennoch eine schnelle und effektive Linderung der Beschwerden. Wenn man sich doch nur selbst behandeln könnte …

Mit der richtigen Massagepistole und etwas Know-How geht das! Korrekt angewandt können Massagepistolen nicht nur Verspannungen lindern, sondern auch die Muskulatur lockern und die Durchblutung fördern. Bei kleinen Wehwehchen oder einfach zur Regeneration ist das oft genau das Richtige, und zwar nicht nur für Sportler.

Daher haben wir 30 Massagepistolen getestet, 21 sind davon noch verfügbar. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Urikar Pro 2

Massagepistole Test: Urikar Pro 2
Viele sinnvolle Features zu einem mehr als fairen Preis – an der Urikar Pro 2 ist kein Vorbeikommen.

Unser Testsieger, die Urikar Pro 2, ist im Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar. Hier erhält man eine auffällig designte und leise Massagepistole mit vielen Aufsätzen, darunter auch ein Wärmekopf. Weitere Highlights sind der drehbare Griff, der die Massage z. B. am eigenen Rücken deutlich erleichtert, sowie die drei Massagemodi, bei denen Geschwindigkeit oder Intervalle ständig geändert werden.

Auch gut

OrthoMechanik OrthoGun 3.0

Test Massagepistole: OrthoMechanik OrthoGun 3.0
Toll verarbeitete, leichte Massagepistole mit simpler Bedienung und vielen Anwendungstipps.

An der Orthomechanik OrthoGun 3.0 gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Die Massagepistole ist vergleichsweise leicht, hochwertig verarbeitet und macht überhaupt einen schicken Eindruck. Die Bedienung ist kinderleicht und alle wichtigen Funktionen sind an Bord – genauso wie vielfältige Massageaufsätze. Ein sehr stimmiges Gesamtpaket also, das aber dementsprechend einen recht hohen Preis hat.

Wenn Geld egal ist

Theragun Elite

Test  Massagepistole: Theragun Elite
Premium-Massagepistole mit begleitender App und angenehm ergonomischem Griff.

Klar, die Theragun Elite ist wirklich nicht gerade günstig. Wer aber bereit ist, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, erhält mit ihr ein sehr hochwertiges Produkt mit vielen Features, die andere Massagepistolen nicht zu bieten haben. Vor allem die zugehörige App und die Form der Pistole werten die Anwendung spürbar auf.

Mit Wärmefunktion

AsViva MGN1

Test Massagepistole: AsViva MGN1
Solide Massagepistole, die vor allem mit ihrer tollen Wärmefunktion und dem Display punktet.

Wer eine Massagepistole mit guter Wärmefunktion sucht, sollte zur AsViva MGN1 greifen. Der Wärmekopf lässt sich auf drei Stufen einstellen und gibt besonders auf den beiden höheren Stufen viel Wärme ab, was die Massage spürbar angenehmer macht. Aber auch sonst erhält man mit der MGN1 eine solide, standardmäßige Massagepistole, die sogar über ein Display inkl. Touch-Fläche verfügt.

Klein und günstig

Newgen Medicals ZX-6210-758

Massagepistole Test: Zx6210
Klein, leicht und leise: super für preisbewusste Einsteiger oder für unterwegs.

Klein, leicht, leise und sehr günstig – das ist die Newgen Medicals ZX-6210-758. Eine kraftvolle Massage darf man hier nicht erwarten, aber für alle, die einfach mal eine Massagepistole ausprobieren möchten oder sowieso nur eine sehr sanfte Behandlung wollen, ist die kleine Newgen Medicals genau das Richtige.

Vergleichstabelle

TestsiegerUrikar Pro 2
Auch gutOrthoMechanik OrthoGun 3.0
Wenn Geld egal istTheragun Elite
Mit WärmefunktionAsViva MGN1
Klein und günstigNewgen Medicals ZX-6210-758
Urikar Pro 3
Orthomechanik Orthogun 2.0
Yunmai Extra Mini
Hydragun Massage Gun
Chirogun One
Orthomechanik OM-Go
Medisana MG 500 Massage Gun Pro
Urikar AT1
Burnnove XH-12V
Beurer MG 180
Renpho R3 Mini
Newgen Medicals NX-4164
Aldom YL-MG001
Aerlang Massagepistole
Gobees GB-2104
Milcea Massagepistole MG-029
Massagepistole Test: Urikar Pro 2
  • Viele Aufsätze
  • Drehbarer Griff
  • Vielfältige Einstellungs­möglichkeiten
  • Kraftvolle Massage möglich
  • Leise
  • Günstig
  • Wärmefunktion schwach
Test Massagepistole: OrthoMechanik OrthoGun 3.0
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
  • Leicht
  • App mit Anwendungs­tipps
  • Relativ teuer
Test  Massagepistole: Theragun Elite
  • Ergonomische Form
  • Begleitende App vorhanden
  • Sehr angenehme Aufsätze
  • Schwer
  • Teuer
  • Umständliches Wechseln der Aufsätze
Test Massagepistole: AsViva MGN1
  • Angenehme, dreistufige Wärmefunktion
  • Informatives Display
  • Stufenlose Geschwindigkeitseinstellung per Touchfeld
  • Recht laut, klappert gelegentlich
  • Verarbeitung nicht perfekt
Massagepistole Test: Zx6210
  • Klein
  • Leicht
  • Leise
  • Günstig
  • Simple Bedienung
  • Sehr kleine Amplitude
  • Keine wirklich kraftvolle Massage möglich
  • Wenige Aufsätze
Test Massagepistole: Urikar Massage Gun 3 Pro
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Drehbarer Griff
  • Timer
  • Gute Stufen-Auswahl
  • Wird etwas laut
  • Schwer
Massagepistole Test: 13x600
  • Sehr gute Anleitung
  • Metall-Aufsätze
  • Qualitative Verarbeitung
  • Wenige Stufen
  • Etwas teurer
Test [Duplicated]  Massagepistole: Yunmai Mini Massage Gun
  • Handlich und leicht
  • Leise
  • Gute Verarbeitung
  • Weiche Aufsätze
  • Bei höherem Druck überfordert
  • Keine intensive Massage möglich
Test [Duplicated]  Massagepistole: Hydragun Massage Gun
  • Gute Verarbeitung
  • Viele Aufsätze
  • Einfache Bedienung auch ohne DIsplay
  • Sinnvolle Geschwindigkeitsstufen
  • Schwer
  • Teuer
  • Aufladen nur mit Adaptern möglich
Test [Duplicated]  Massagepistole: Chirogun One Massagepistole
  • Gute Verarbeitung
  • Viele verschiedene Aufsätze
  • Einfache Bedienung auch ohne DIsplay
  • Sinnvolle Geschwindigkeitsstufen
  • Schwer
  • Teuer
Massagepistole Test: Om Go Case
  • Klein und handlich
  • Weiche Aufsätze
  • Sehr gute Anleitung
  • Top Verarbeitung
  • Schwächer als große Geräte
  • Wenige Stufen
Test Massagepistole: Medisana MG 500 Massage Gun Pro
  • Vergleichsweise günstig
  • Relativ leicht
  • Geringe Amplitude
  • Wenige Aufsätze
  • Laut
Massagepistole Test: Urikar At1 Professional Ai Power
  • Hohe Amplitude
  • Kraftvolle Massage möglich
  • KI-Funktionen
  • Schwer und unhandlich
  • Vibriert stark in der Hand
  • Nutzen der KI-Funktionen begrenzt
  • Bedienung etwas umständlich
Test Massagepistole: Burnnove XH-12V
  • Viele Aufsätze
  • Display
  • Zu viele Stufen
  • Etwas schwächer
Test Massagepistole: Beurer  MG 180
  • Feste Aufbewahrungsbox mit Magnetverschluss
  • Schickes Design
  • Sehr stark
  • Kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schwer
Test  Massagegerät: renpho R3 Mini
  • Abschaltautomatik
  • Angenehmer Druck
  • Leicht
  • Leise
  • Kein Netzteil im Lieferumfang
Massagegerät Test: Bildschirmfoto 2020 11 23 Um 17.46.46
  • Akkustand-Anzeige
  • Automatisches Abschalten
  • Kraftvolle Massage möglich
  • Bedienung etwas schwierig
  • Vibration teils holprig
Test [Duplicated]  Massagepistole: Aldom YL-MG001
  • Kraftvoll
  • Display
  • Günstig
  • Schwer
  • Unangenehmer Geruch
Test [Duplicated]  Massagepistole: Aerlang Massagepistole
  • Günstig
  • Für den Preis ordentliche Verarbeitung
  • Laute, knatternde Geräusche
  • Starker Geruch
Test [Duplicated]  Massagepistole: Gobees GB-2104
  • Klein
  • Leicht
  • Günstig
  • Wenig Power
  • Verwirrende LED-Anzeige
  • Starker Geruch
  • Mäßige Verarbeitung
Test Massagepistole: MILcea Massagepistole MG-029
  • Viele Aufsätze
  • Display
  • Schlechte Anleitung
  • Sehr starker Geruch
  • Umständliche Bedienung
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Geheimwaffen zur Regeneration: Massagepistolen im Test

Massagepistolen bearbeiten den Körper mit vielen schnellen, aufeinanderfolgenden Stößen – und das mit richtig viel Kraft dahinter. Sie eignen sich in erster Linie für Sportler, die punktuell verkrampfte Muskeln lockern möchten, oder für Physiotherapeuten, die Patienten mit den Geräten behandeln.

Wofür sind Massagepistolen gut?

Über die Wirksamkeit von Massagepistolen gibt es bisher kaum wissenschaftliche Erkenntnisse. Klar ist aber, dass sich mit ihnen ohne großen Kraftaufwand tiefsitzende Muskulatur bearbeiten lässt. So lösen sich Verspannungen und die Durchblutung wird gefördert.

Vor allem für Sportler geeignet

Für Sportler eignen sich Massagepistolen als Ergänzung zum Training. Vor dem Training können mit ihnen Muskeln gelockert und aufgewärmt sowie die Durchblutung angeregt werden. Nach dem Training kann man mit der Massagepistole Muskeln entspannen, um die Regenerationsphase zu verkürzen. Auch bei Muskelkater kann die Behandlung mit einer Massagepistole helfen.

Allerdings sind Massagepistolen mit Vorsicht zu genießen: Selbst wenn es sich gut anfühlt, können die schnellen Stöße auch schaden, wenn man es übertreibt oder sie falsch benutzt. Am besten sollte man sich die Anwendung daher von einem Physiotherapeuten zeigen lassen.

Wie setzt man eine Massagepistole richtig ein?

Eine physiotherapeutische Behandlung ersetzen die Pistolen allerdings nicht. Ergänzend kann die Nutzung aber trotzdem helfen. Dabei sollten allerdings Gefäße, Venen, Knochen, Gelenke und generell empfindliche Körperteile ausgespart werden.

Massagepistole Test: Massagepistole
An empfindlicheren Stellen wie den Unterarmen sollte die Frequenz etwas niedriger sein als bei größeren Muskeln.

Meist sind niedrigere Stufen absolut ausreichend, gerade bei Muskelkater sollte nicht zu starker Druck verwendet werden. Erst, wenn keine Veränderung zu spüren ist, sollte langsam Stufe für Stufe erhöht werden. Generell gilt: Länger ist besser als stärker – aber auch nicht zu lang. Ein Muskel sollte nicht länger als ein bis zwei Minuten bearbeitet werden.

Langsam die Intensität steigern

Zur perfekten Massage gehört aber auch der passende Massagekopf. In der Regel bekommt man zwischen vier und acht Aufsätzen mitgeliefert. Klassiker sind vor allem der Ball, der Kegel, die Gabel oder ein flacher Aufsatz. Seltener trifft man auf genoppte Massageköpfe, weiche Aufsätze aus Gummi oder Metallköpfe.

 Massagepistole Test: Aufsätze
Beispielhaft die Massageköpfe der Chirogun One: In der hinteren Reihe einige klassische Aufsätze, vorne ein weicher und zwei Metallköpfe.

Generell gilt: Große Aufsätze wie der Ball eignen sich besser für größere Flächen, zum Beispiel an den Beinen oder am Rücken. Aufsätze mit kleinerem Druckpunkt, etwa der Kegel, sind für kleinere Muskulatur oder Triggerpunktmassage gedacht. Wiederum andere Massageköpfe haben speziellen Nutzen, so beispielsweise die Gabel, die eine Massage am Rücken mit Aussparung der Wirbelsäule ermöglicht. Für eine entspannende Massage eignen sich weiche Gummiaufsätze, zur Anwendung von Massageöl sollte man auf Metallaufsätze zurückgreifen.

Weitere Tipps zur Anwendung finden Sie zum Beispiel auf der Seite des deutschen Massagepistolen-Herstellers Orthomechanik. Informationen zur menschlichen Anatomie finden die bei Kenhub, beispielsweise eine Übersicht des Körpers oder speziell zu Kopf und Hals.

Massagepistole Test: Urikar Pro 2

Testsieger: Urikar Pro 2

Direkt beim Auspacken haben wir überlegt, woran uns die Urikar Pro 2 erinnert. Das Ergebnis: irgendwas zwischen Flugzeugturbine und Zeppelin – und tatsächlich stellte sich die Pro 2 als der Überflieger in unserem Test heraus. Sie vereint viele Funktionen und Massageköpfe sowie einen drehbaren Griff mit einem fairen Preis. Mehr geht nicht!

Testsieger
Urikar Pro 2
Massagepistole Test: Urikar Pro 2
Viele sinnvolle Features zu einem mehr als fairen Preis – an der Urikar Pro 2 ist kein Vorbeikommen.

Die Urikar Pro 2 kommt in einem klassischen Case und hat alles im Lieferumfang, was man so braucht: ein Ladegerät, eine ausführliche und informative Anleitung, die allerdings nicht immer perfekt ins Deutsche übersetzt ist, sowie die Massageköpfe.

Gefallen hat uns vor allem die große Auswahl an Massageköpfen, gleich acht liegen hier bei. Neben Klassikern wie Kugel, Kegel, Gabel und Pilz findet man auch eine Schaufel und einen Luftstopfenkopf. Die wirklich seltenen Exemplare sind allerdings der Aufsatz mit drei Bällen sowie der Wärmekopf, zu dem wir später noch einmal kommen.

Ungewöhnliches Design mit Twist

Die Massagepistole selbst ist tadellos verarbeitet und, wie schon angedeutet, relativ untypisch designt. Ihr Korpus erinnert tatsächlich an eine Flugzeugturbine, während der Griff nicht im 90-Grad-Winkel nach unten geht, sondern leicht schräg (bei seitlicher Draufsicht in Originalausrichtung nach links) verläuft. Hält man die Lock-Taste am Griff gedrückt, lässt er sich drehen und auf der anderen Seite arretieren. Ein tolles Feature, dank dem man verschiedene Körperstellen, vor allem den eigenen Rücken, immer komfortabel erreicht!

Per Schiebeschalter unten am Griff schaltet man die Urikar Pro 2 ein. Was im Betrieb zuerst auffällt, ist die geringe Lautstärke, die man sonst nur von kleineren und leichteren Massagepistolen gewohnt ist. Zugegeben, mit 956 Gramm ist die Urikar auch kein Schwer-, sondern eher ein Mittelgewicht, dennoch waren wir positiv überrascht.

Für die Einstellung der Geschwindigkeit gibt es keine Taste, sondern ein Drehrädchen. LEDs über dem Rädchen zeigen an, welche der sechs Stufen man gerade ausgewählt hat. Ein Display gibt es somit auch nicht, man vermisst es aber auch nicht. Generell ist es wohl einfach Geschmacksache, ob man normale Tasten, Drehrädchen oder ein Display mit Touch-Flächen bevorzugt. Am Ende funktioniert alles ungefähr gleich schnell.

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Massagepistole Test: Urikar Pro 2
Unser Testsieger: Die Urikar Pro 2.
Massagepistole Test: Urikar Pro 2
Man beachte den Unterschied zum ersten Bild: Der Griff ist drehbar!
Massagepistole Test: Urikar Pro 2
Die acht Massageköpfe bieten eine tolle Auswahl. Besonders sind vor allem der Heizkopf und der Aufsatz mit drei Bällen.
Massagepistole Test: Urikar Pro 2
Die Urikar bietet vielfältige Einstellungen. Die grünen LEDs oben zeigen die aktuelle Stufe an.

Auf der höchsten Geschwindigkeitsstufe erreicht die Massagepistole 3.600 Schläge pro Minute, was schon sportlich ist. Besonders in Kombination mit der Amplitude von 14 Millimetern ergibt das bei Bedarf eine wirklich kraftvolle Massage, die auch tiefersitzende Muskulatur erwischt. Natürlich kann man sich aber auch auf kleinerer Stufe einfach sanft massieren.

Ganz ohne Taste kommt die Urikar Pro 2 aber auch nicht aus: Hinten gibt es nämlich eine Mode-Taste, die für ein paar nette Sonderfunktionen zuständig ist. Normalerweise laufen Massagepistolen ja immer mit konstanter Geschwindigkeit – nicht so die Pro 2. Mit kurzem Druck auf die Mode-Taste wechselt man zwischen dem normalen Modus, dem »Schwankungsmodus« (die übersetzte Anleitung lässt grüßen), der sekündlich zwischen niedriger und hoher Geschwindigkeit wechselt, sowie dem »Treppenmodus«, der alle Stufen je für eine Sekunde durchläuft und dann wieder von vorne anfängt.

Drückt man die Mode-Taste länger, so schaltet man den Heizmodus dazu. Der funktioniert nur mit dem entsprechenden Wärmekopf, dessen Aufsetzen leider etwas tricky ist. Man muss ihn exakt so ausrichten, dass seine Pole auf die entsprechenden Kontakte in der Pistole passen, und anschließend fest aufdrücken. Sitzt der Kopf richtig, leuchtet die rote LED über der Mode-Taste dauerhaft. Dann erreicht der Aufsatz laut Herstellerangabe 45 Grad – das ist okay, allerdings war der Wärmemodus der AsViva MGN1, der in drei Stufen bis zu 61 Grad erreicht, noch deutlich angenehmer.

Insgesamt finden wir: Die Extra-Modi sind ein typisches Nice-to-have, aber auch nicht wirklich nötig. Wir haben im Test die meiste Zeit den normalen Modus benutzt.

Geht der Akku allmählich zur Neige, wird das durch den LED-Ring unten am Griff quittiert, dessen Farbe von Grün auf Rot wechselt, sobald der Ladestand unter 20 Prozent fällt. Das vollständige Aufladen dauert dann rund drei Stunden. Bei normaler Nutzung – wir schätzen, damit sind 10 bis 20 Minuten täglich gemeint – verspricht Urikar eine Laufzeit von zwei bis drei Wochen.

Fazit: Mit ihren vielen Aufsätzen und Funktionen ist die Urikar Pro 2 die Massagepistole mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in unserem Test.

Urikar Pro 2 im Testspiegel

Bisher gibt es leider keine weiteren seriösen Testberichte zur Urikar Pro 2. Auch Stiftung Warentest hat bisher keine Massagepistolen getestet. Sollten interessante Testberichte erscheinen, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Unterm Strich hat die Urikar Pro 2 für uns das beste Gesamtpaket – aber es gibt auch andere Massagepistolen, die (ent-)spannende Funktionen anbieten. Sparfüchse und Freunde von zugehörigen Apps werden bei unseren Alternativen ebenfalls fündig.

Auch gut: Orthomechanik OrthoGun 3.0

Die Orthomechanik OrthoGun 3.0 ist der Nachfolger der OrthoGun 2.0, die wir ebenfalls schon im Test hatten und bisher empfohlen haben. Im direkten Vergleich hat sich gar nicht viel verändert, was aber auch nicht nötig war, denn die 2.0 war schon eine sehr gute Massagepistole. Neben dem leicht überarbeiteten Design ist vor allem die zweite Bedientaste neu, mit der der Stufenwechsel nun noch schneller geht. Außerdem gibt es inzwischen eine begleitende App mit Video-Tutorials.

Auch gut
OrthoMechanik OrthoGun 3.0
Test Massagepistole: OrthoMechanik OrthoGun 3.0
Toll verarbeitete, leichte Massagepistole mit simpler Bedienung und vielen Anwendungstipps.

Beim Auspacken der OrthoGun 3.0 weiß man sofort, dass man es mit einem hochwertigen Produkt zu tun hat. Das graue Case schaut schon schick aus, darin befinden sich neben der Massagepistole eine ausführliche und informative Anleitung in Deutsch und Englisch, das Ladegerät sowie Ersatz-Gummiringe. Nicht fehlen dürfen natürlich auch die Massageköpfe – sieben an der Zahl: Kugel, Kegel, Gabel, Pilz, ein weicher Aufsatz und zwei Metallaufsätze für die Anwendung mit Massageöl. Eine gute Auswahl!

Was das Design angeht, hält sich die Massagepistole zurück – ganz nach dem Motto »Weniger ist mehr«. So macht sie einen dezenten, aber hochwertigen Eindruck, wozu auch die gute Verarbeitung passt. Mit nur 754 Gramm ist die OrthoGun noch dazu angenehm leicht.

Die Bedienung ist denkbar einfach und wurde im Vergleich zum Vorgängermodell nochmal verbessert. Wo man früher die Geschwindigkeitsstufen mit einer Taste nur aufsteigend durchschalten konnte, ist jetzt eine zweite Taste dazugekommen, mit der man zurückschalten kann – eine schöne, kleine Verbesserung. Wie gewohnt schaltet man die Pistole weiterhin mit einem längeren Druck auf die obere Taste ein. Dann leuchtet eine LED auf, die den Ladestand des Akkus anzeigt. Grün steht für über 70%, Gelb für 30-70%, Rot für alles darunter.

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Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 3.0
Schick: Die Orthomechanik OrthoGun 3.0.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 3.0
Dezentes Design – sogar die Bedienelemente sind kaum sichtbar.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 3.0
Sieben Massageköpfe sind dabei. Highlights sind die beiden Metallaufsätze, die sich mit Massageöl verwenden lassen.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 3.0
Die grüne LED symbolisiert einen Akkustand von über 70%.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 3.0
Die Massage ist angenehm, kann bei Bedarf aber auch durchaus kraftvoll werden.

Fünf weiße LEDs über der Ladestandsanzeige symbolisieren die aktuelle Geschwindigkeit. Die fünf Stufen reichen von 1.200 bis 3.200 Schlägen pro Minute – eine durchaus breite Spanne von sehr sanfter bis ziemlich kraftvoller Massage. Die Amplitude der Schläge beträgt 11 Millimeter. Das ist in Ordnung, manch andere Massagepistolen bietet allerdings 14 und teils sogar 16 Millimeter, was die tiefersitzende Muskulatur logischerweise noch besser erreicht. Wie groß der Unterschied in der Praxis wirklich ist, ist aber schwer zu sagen. Wir waren mit der Massage im Test auf jeden Fall zufrieden, sowohl auf kleiner als auch auf großer Stufe.

Laut Hersteller hält die OrthoGun 3.0 vier bis sechs Stunden durch, bis sie wieder geladen werden muss. Der Ladevorgang dauert dann rund drei Stunden.

Zuletzt noch ein paar Worte zur zugehörigen Orthomechanik-App, die (Stand Oktober 2022) noch relativ neu ist. Die App ist kostenlos und im Prinzip eine Videobibliothek, in der man Tipps zur Anwendung einer Massagepistole an verschiedensten Körperteilen bekommt. Auch erhält man Ratschläge, wie man eine Massagepistole für bestimmte Sportarten oder Verletzungen und konkrete Schmerzen sinnvoll einsetzen kann. Dabei sei allerdings gesagt, dass sich die App nicht mit der OrthoGun koppeln lässt, wie es etwa bei der Theragun Elite der Fall ist. Das bedeutet aber auch, dass man die App ebenso gut nutzen kann, wenn man eine Massagepistole eines anderen Herstellers besitzt.

Fazit: An der OrthoGun 3.0 gibt es im Prinzip nichts auszusetzen. Der Hersteller schnürt ein tolles Gesamtpaket aus guter Verarbeitung, vielen Massageköpfen und leichter Bedienung. Der einzige kleine Wermutstropfen ist der Preis, für den man vielleicht noch das ein oder andere Extra mehr erwarten könnte.

Luxusvariante: Theragun Elite

Die Theragun Elite kommt in einem schicken, festen Karton, in dem sich ein hochwertiges Stoffcase mit der Massagepistole samt Zubehör befindet. Der chemische Geruch der Massagepistole ist minimal und bei weitem nicht so unangenehm wie bei den meisten anderen Geräten.

Wenn Geld egal ist
Theragun Elite
Test  Massagepistole: Theragun Elite
Premium-Massagepistole mit begleitender App und angenehm ergonomischem Griff.

Um die Pistole einzuschalten, drückt man den Knopf unterhalb des Displays. Bei kurzem Drücken soll die Maschine hochfahren, woraufhin man sie mit der Plus-Taste zum Laufen bringen kann. Das funktionierte bei uns allerdings nicht einwandfrei. Bei längerem Drücken der Taste aktiviert sich der Schnellstart und die Massagepistole hämmert direkt los.

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Massagepistole Test: Theragun Elite
Die Theragun Elite mit ihrem praktischen Haltegriff.
Massagepistole Test: Theragun Elite
Bedient werden kann die Elite über den Druckknopf oder über die App.
Massagepistole Test: Theragun Elite
Mit im Paket: Fünf verschiedene Aufsätze.
Massagepistole Test: Theragun Elite
Die Massagepistole wird mit einem schicken Case geliefert.

Die Massagepistole bietet am Gerät selbst fünf Geschwindigkeitsstufen. Die werden nicht wie üblich mit Zahlen von 1 bis 5, sondern mit den genauen Schlägen pro Minute angezeigt. Auf der niedrigsten Stufe bewegt sich die Pistole mit 1750 Schlägen pro Minute, bei der höchsten mit 2400. Die Amplitude der Elite liegt bei 16 Millimetern, sodass hier auch tiefer sitzende Muskulatur gut erreicht wird. Allerdings ist die Massagepistole mit knapp einem Kilogramm recht schwer.

Mit im Paket sind neben einem etwas fummelig zusammensteckbaren Ladegerät fünf verschiedene Massageköpfe: Ein klassischer Ball-Aufsatz, ein daumen-, ein keil- und ein kegelförmiger Aufsatz sowie ein sogenannter Dämpfer. Die Aufsätze sind weicher als bei anderen Massagepistolen, wenn auch nicht so weich wie die der OM-Go. Leider funktioniert der Aufsatzwechsel alles andere als intuitiv und gestaltet sich eher mühselig.

Das Wechseln der Aufsätze ist etwas mühselig

Doch kommen wir nun zur wohl wichtigsten Frage: Was rechtfertigt den hohen Preis? Tatsächlich bietet die Theragun viele Features, die uns positiv überraschten. Dass das Display der Massagepistole ein OLED-Display ist, zählt zwar nicht zu den notwendigen Zusätzen, ist aber dennoch ganz nett anzusehen. Auf dem Display wird der aktuelle Ladestand in Form einer kleinen Batterie angezeigt.

Besonders hervorzuheben ist die Form der Theragun Elite. Durch den dreieckigen Griff erreicht man mühelos alle Stellen des Körpers. Während der gesamten Anwendung ist das Halten der Massagepistole angenehm. Selbst das Massieren des eigenen Rückens funktionierte mit der Elite ohne Probleme.

Beeindruckt hat uns aber vor allem die zugehörige App. Dadurch ließ es sich auch verschmerzen, dass die beiliegende Anleitung nur Basis-Informationen zur Funktionsweise der Massagepistole und einige Sicherheitshinweise lieferte.

Für die Nutzung der App muss man sich anmelden – inklusive Email-Verifizierung. Zudem erfordert die Nutzung sowohl Bluetooth als auch Standort-Zugriff. Das könnte unserer Meinung nach einfacher funktionieren. Hat man das aber erst einmal erledigt, funktioniert die App einwandfrei und lässt sich intuitiv bedienen. Leider stehen (Stand Mai 2021) als Sprachen nur Englisch, Japanisch und Chinesisch zur Wahl.

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Massagepistole Test: Klein Screenshot Com.g4app
Es stehen viele verschiedene Programme ...
Massagepistole Test: Klein Screenshot Com.g4app
... wie auch Sportarten zur Verfügung.
Massagepistole Test: Screenshot Com.g4app
Im gewählten Programm zeigt die App an, wie die Elite für das jeweilige Ziel zu benutzen ist.
Massagepistole Test: Screenshot Com.g4app
Es können letzte Aktivitäten sowie neue Ziele eingetragen werden.
Massagepistole Test: Screenshot Com.g4app
Persönliche Routinen lassen sich speichern.
Massagepistole Test: Screenshot Com.g4app
Eine Verbindung mit anderen Apps ist möglich.

In der App finden sich viele Begleitprogramme, die einem anhand von Illustrationen genau zeigen, welche Region man wie lange mit der Elite bearbeiten soll. Dabei läuft ein Timer, der individuell nach vorne oder hinten geschoben werden kann und auch einzelne Übungen können vor- und zurückgespult werden. Die Intensität der Massagepistole lässt sich mithilfe der App viel feiner regulieren, als das direkt am Gerät möglich ist. Zudem wird angezeigt, wie viel Druck man bei jeder Anwendung geben soll. Die Skala bewegte sich während unseres Tests allerdings erst bei sehr fester Anwendung, die zu diesem Zeitpunkt bereits unangenehm war. Und selbst dann empfahl die App teilweise mehr Druck.

Die App hat viele Programme zu bieten

Zur Auswahl stehen Programme zu Wellnesszwecken, gegen Verspannungen sowie zum Aufwärmen und zur Regeneration bei diversen Sportarten. Einzelne Programme lassen sich speichern und letzte Aktivitäten können manuell eingegeben werden. Nutzer können sich auch bestimmte Challenges setzen, wie beispielsweise Verspannungen zu lösen oder besseren Schlaf zu erreichen. Viele Programme haben außerdem ein kurzes Erklärvideo – allerdings auf Englisch. Die App kann zudem mit anderen Gesundheits- und Sport-Apps verbunden werden.

Wem das alles nicht genug ist, der kann kostenpflichtig in der sogenannten »Therabody University« zusätzlich live-Kurse mit akkreditierter Weiterbildung buchen. Ebenfalls für einen Aufpreis kann das beigelegte Ladegerät durch eine drahtlose Ladestation ersetzt werden. Für ihre Geräte bietet Therabody zwei Jahre Garantie und einen Kundendienst.

Zusammenfassend ist die Theragun Elite wirklich eine tolle Massagepistole, die einiges zu bieten hat, mit dem die Konkurrenz nicht mithalten kann. Dennoch ist der hohe Preis ein großer Negativpunkt, weshalb wir die Elite nicht für jeden empfehlen können.

Mit Wärmefunktion: AsViva MGN1

Auf den ersten Blick ist die AsViva MGN1 eine gewöhnliche Massagepistole mit Standardfunktionen zu einem angemessenen Preis. Das allein hätte angesichts der starken Konkurrenz nicht ganz gereicht, um von uns eine Empfehlung zu bekommen, allerdings hat die MGN1 noch einen Joker in der Hinterhand – nämlich einen beheizbaren Aufsatz. Den sieht man sonst nur selten, er ist aber in unseren Augen ein tolles Extra.

Mit Wärmefunktion
AsViva MGN1
Test Massagepistole: AsViva MGN1
Solide Massagepistole, die vor allem mit ihrer tollen Wärmefunktion und dem Display punktet.

Bevor wir uns aber dem Wärmekopf im Detail widmen, schauen wir uns erst den Rest des Pakets an. Die Massagepistole kommt in einem klassischen Case mit Ladegerät (auch für den Wärmekopf!), einer ausreichend informativen Anleitung und einem weiteren kleinen Case für die Massageköpfe. In puncto Design und Verarbeitung kann die Pistole nicht ganz mit unseren Top-Empfehlungen mithalten, sie macht aber dennoch einen ordentlichen Eindruck.

Mit 1.066 Gramm gehört die AsViva MGN1 eher zu den schwereren Massagepistolen – das Gewicht liegt aber noch im Rahmen. Sie schafft auf der höchsten Stufe 3200 Schläge pro Minute, die Amplitude liegt bei ungefähr 12 Millimetern. Zum vollständigen Aufladen braucht die Massagepistole drei bis vier Stunden, dann hält sie laut Herstellerangabe bis zu acht Stunden durch. All das sind Standardwerte – nichts besonderes, aber eben solide.

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Massagepistole Test: Massagepistole Asviva Physiovibe Pro Mgn1
Auf den ersten Blick unscheinbar: die AsViva MGN1.
Massagepistole Test: Massagepistole Asviva Physiovibe Pro Mgn1
An sich ist die AsViva eine relativ normale Massagepistole.
Massagepistole Test: Massagepistole Asviva Physiovibe Pro Mgn1
Unter den sieben Aufsätzen findet man aber die große Besonderheit: der Wärmekopf (in Silber).
Massagepistole Test: Asviva Mgn1
Das Display samt Touchfläche in der Mitte.
Massagepistole Test: Asviva Mgn1
Der Wärmekopf: Er wird separat geladen und verfügt über drei Stufen.
Massagepistole Test: Massagepistole Asviva Physiovibe Pro Mgn1
Die MGN1 in Action.

Auffälliger ist da schon das Display. Es ist zwar nicht wahnsinnig hochauflösend und hell, bietet dafür aber alle Informationen auf einen Blick. Oben auf dem Tacho liest man die aktuelle Geschwindigkeitsstufe ab, die beiden Balkendiagramme links und rechts unten informieren (zumindest grob) über den Akkustand und die aktuelle Nutzungsdauer.

Das eigentliche Herzstück des Displays ist allerdings die Touch-Fläche in der Mitte, über die man die Geschwindigkeit per Wischbewegung nach rechts oder links erhöht oder senkt – und zwar stufenlos! Das funktioniert in der Praxis auch erstaunlich gut, schon nach wenigen Swipes hat man den Dreh raus und kann die Massagepistole schnell und präzise einstellen. Ob man diese ausgefallene Lösung oder die klassischen Tasten bevorzugt, ist aber letztendlich Geschmacksache. Eine Taste braucht es daher – abgesehen vom Ein-/Ausschalter unten an der Pistole – nicht.

Im Betrieb gehört die AsViva zu den lauteren Massagepistolen, gerade auf höheren Stufen wird das etwas ungemütlich. Außerdem tendiert sie dann hin und wieder zum Klappern, vor allem wenn man den Massagekopf nicht hundertprozentig fest aufgesteckt hat. Da muss man im Zweifel nochmal nachdrücken – bei anderen Massagepistolen ist das Aufstecken einfacher.

Sonst fühlt sich die Massage aber definitiv gut an – von angenehm sanft bis ziemlich kraftvoll lässt sich alles einstellen. Und da die Qualität der Massage natürlich je nach Körperteil bzw. Muskel immer auch vom passenden Aufsatz abhängt, hat AsViva sieben Massageköpfe beigelegt. Kugel, Kegel und Gabel sowie ein flacher, ein bogenförmiger und ein Luftkissenkopf sind nichts, was wir nicht schon gesehen hätten.

Besonders wird es aber mit dem Wärmekopf: Der wird per USB-C-Anschluss (Kabel im Lieferumfang) geladen und hat eine eigene Taste zum Ein- und Ausschalten sowie zum Auswählen der drei Wärmestufen. Zum Aufheizen braucht der Wärmekopf nur ein paar Sekunden, dann merkt man schon einen Unterschied. Gerade auf den beiden höheren Stufen (laut Herstellerangabe 56 bzw. 61 Grad) spürt man die Wärme deutlich, was die Massage nochmal um einiges aufwertet. Ob sich der Wärmekopf letztendlich positiv auf die Regeneration auswirkt, ist schwer zu sagen. Fakt ist aber, dass sich die warme Massage wirklich angenehm anfühlt. Ein schönes Extra!

Wer sich also für eine Wärmefunktion interessiert, trifft mit der AsViva MGN1 eine gute Wahl – und auch abgesehen davon erhält man eine solide Massagepistole.

Klein und günstig: Newgen Medicals ZX-6210-758

Eine Massagepistole in abgespeckter Version – und zwar in jeglicher Hinsicht – erhält man mit der Newgen Medicals ZX-6210-758. Sie ist kleiner, leichter, leiser und auch günstiger als fast alle anderen Massagepistolen, dafür muss man aber auch mit einer geringeren Amplitude und weniger Aufsätzen vorliebnehmen. Mit anderen Worten: Hier haben wir es mit einem typischen Einsteigermodell zu tun.

Klein und günstig
Newgen Medicals ZX-6210-758
Massagepistole Test: Zx6210
Klein, leicht und leise: super für preisbewusste Einsteiger oder für unterwegs.

14,5 x 13,5 x 5 Zentimeter und 494 Gramm – das sind die genauen Eckdaten zur Mini-Massagepistole von Newgen Medicals. Damit ist sie perfekt für unterwegs geeignet, sogar wenn man das Papp-Case mit den vier Massageköpfen auch mitnimmt. Daneben liegt noch ein kleiner schwarzer Beutel mit Gummizug bei, der für Reisen auch eine gute Option darstellt.

Der ist groß genug, dass man dort neben der Pistole auch alle vier Massageköpfe unterkriegt. Hier setzt der Hersteller auf die absoluten Klassiker, nämlich Kugel, Kegel, Gabel und Pilz. Klar, andere Massagepistolen haben mehr Aufsätze zu bieten, aber in Anbetracht des Konzepts einer günstigen Mini-Massagepistole reicht die kleine Auswahl absolut.

Der weitere Lieferumfang beschränkt sich auf ein Ladekabel (ohne Netzteil) und eine ordentliche Anleitung. Die Verarbeitung der unscheinbaren, schwarzen Massagepistole ist angesichts des geringen Preises ebenfalls völlig in Ordnung.

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Massagepistole Test: Newgen Medicals Zx 6210 758
Klein und günstig: die Newgen-Medicals ZX-6210-758.
Massagepistole Test: Newgen Medicals Zx 6210 758
Nur knapp 500 Gramm bringt sie auf die Waage.
Massagepistole Test: Newgen Medicals Zx 6210 758
Auch die Aufsätze sind reduziert – nur vier sind dabei.
Massagepistole Test: Newgen Medicals Zx 6210 758
Die Bedienung ist simpel: Alles funktioniert über eine Taste und die sechs LEDs darüber.
Massagepistole Test: Newgen Medicals Zx 6210 758
Die Massage ist mit nur 6 Millimetern Amplitude naturgemäß etwas sanfter.

Mit einem langen Druck auf die einzige Taste schaltet man die Pistole ein, danach navigiert man per kurzem Drücken durch die sechs Geschwindigkeitsstufen. Blaue LEDs über der Taste zeigen an, auf welcher Stufe man sich gerade befindet. Eine Herstellerangabe darüber, wie viele Schläge pro Minute die Massagepistole schafft, gibt es nicht – wir vermuten, es sind etwas weniger als die ca. 3.000-3.600 Schläge, die die meisten Konkurrenzmodelle abgeben.

Viel auffälliger während der Massage ist allerdings die wirklich geringe Amplitude von 6 Millimetern. Zugegeben: Auch das ist typisch für eine Mini-Massagepistole, aber man sollte sich im Vorhinein darüber im Klaren sein, dass man hier nur eine vergleichsweise sanfte, oberflächliche Massage bekommt und tiefer sitzende Muskulatur nicht erreicht.

Bis zu 2,5 Stunden massiert die Newgen Medicals, dann ist es Zeit zum Aufladen. Den aktuellen Ladestand erfährt man mit einem kurzen Druck auf die einzige Taste – und zwar wenn die Pistole aus ist. Clever, wie man hier alle wichtigen Funktionen in eine Taste und sechs LEDs gepackt hat.

Fazit: Die Newgen Medicals ZX-6210-758 ist eine wirklich minimalistische Massagepistole zu einem ebenso minimalistischen Preis. Interessant ist sie damit für Einsteiger, die einfach mal eine Massagepistole ausprobieren wollen, genauso wie für alle, die ohnehin nur eine sanfte Massage wollen und ihre Massagepistole auch gerne mal mitnehmen.

Außerdem getestet

Urikar AT1

Freunde von kraftvollen Massagen aufgepasst: Die Urikar AT1 ist mit bis zu 3.600 Schlägen pro Minute, einer Amplitude von satten 16 Millimetern und gut 1,2 Kilogramm Gewicht ein echtes Kraftpaket. Sie ist ordentlich verarbeitet und kommt in einem Case mit sechs Massageköpfen (Kugel, Kegel, Gabel, Pilz, Schaufel und Luftstopfenkopf).

Die AT1 ist mit einem Display ausgestattet, das über den Akku, die aktuelle Nutzungsdauer und die Geschwindigkeit (acht Stufen verfügbar) informiert. Über drei Touch-Felder lassen sich die Stufe und der Modus ändern. Neben dem üblichen Modus, bei dem man seine Geschwindigkeit selbst wählt, gibt es hier nämlich einen Auto-Modus, der ein paar smarte Funktionen verspricht. So erkennt die Pistole, welcher Massagekopf gerade aufgesetzt ist, und macht anhand dessen auf dem Display Vorschläge, welche Körperteile man massieren soll. Außerdem erkennt die Pistole automatisch, wenn man die Massage unterbricht. Dann verlangsamt sie sich automatisch, was etwas Energie spart.

In der Praxis waren wir allerdings nicht vollends begeistert. Die Bedienung der Massagepistole ist nicht ganz intuitiv, der Vorschlag auf dem Display ist relativ nutzlos, genauso wie die Anzeige, ob die Pistole gerade ins Leere läuft oder tatsächlich etwas massiert. Schade ist auch, dass man im Auto-Modus selbst keine Stufe mehr einstellen kann.

Weiterhin fällt im Betrieb auf, dass die Massagepistole mit ihrem extra Stützarm doch recht klobig ist und besonders auf höheren Stufen stark vibriert. Da bekommt die haltende Hand gleich eine Massage dazu – und wenn man das Display ablesen will, wird man schnell seekrank. Auch der Geräuschpegel ist eher hoch, wenn auch noch zu verschmerzen.

Insgesamt ist das smarte Konzept der Urikar AT1 sehr interessant, aber auch noch genauso verbesserungswürdig. Mit einem schlankeren Äußeren, einer leichteren Bedienung und sinnvolleren smarten Funktionen wäre durchaus eine Empfehlung drin gewesen, zumal der Preis fair ist.

Medisana MG 500 Massage Gun Pro

Die Medisana MG 500 kommt mit einer ordentlichen Zettelwirtschaft: Die Anleitungen in jeweils verschiedenen Sprachen liegen alle einzeln und lose im Case und geben nicht ganz so viele Informationen, wie es üblicherweise Handbücher anderer Massagepistolen tun. In dem Fall ist das aber nicht so schlimm, da man bei der Bedienung der Medisana wirklich nichts falsch machen kann.

Es gibt nämlich nur eine Taste – ein langer Druck schaltet die Pistole ein, danach schaltet man mit kurzem Druck durch die drei Geschwindigkeitsstufen, die mit 2.000 (erste Stufe) bis 3.000 (dritte Stufe) Schlägen pro Minute massieren. Die Taste ist so angebracht, dass man sie bei normalem Griff der Massagepistole quasi direkt am Daumen hat. An sich eine clevere Idee, leider ist die Taste aber auch wahnsinnig leichtgängig, sodass wir sie im Test mehrfach versehentlich gedrückt haben.

Die vier Massageköpfe (Kugel, Kegel, flach und U-förmig) werden hier nicht wie üblicherweise einfach aufgedrückt, sondern geschraubt. Das dauert ein paar Sekunden länger, hat aber den Vorteil, dass sie garantiert nicht herausfallen – was sonst schon mal passieren kann, wenn man einen Aufsatz nicht sorgfältig aufdrückt.

Die Massage ist selbst auf der höchsten Stufe eher eine der softeren Sorte, was an der geringen Amplitude von nur rund 6 Millimetern liegt. So richtig in die Tiefe kommt man damit nicht. Was im Betrieb außerdem auffällt, ist der laute Geräuschpegel von über 60 Dezibel auf der höchsten Stufe, aber auch das angenehm leichte Eigengewicht von nur 678 Gramm. Die maximale Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller rund anderthalb Stunden – im Vergleich zu vielen anderen Massagepistolen ist das nicht gerade viel.

Insgesamt ist die Medisana MG 500 kein Reinfall, aber es gibt für einen ähnlichen Preis einige Massagepistolen, die mehr bieten. Für eine simple, angenehme Massage reicht sie – wer jedoch eine intensivere und vielfältigere Behandlung möchte, fährt mit anderen Modellen besser.

Urikar Pro 3

Die Urikar Pro 3 war einmal unser Testsieger, allerdings wurde sie mittlerweile übertrumpft – und zwar von der Konkurrenz aus eigenem Haus. Dennoch sei gleich gesagt: Mit der Pro 3 trifft man immer noch eine sehr gute Wahl.

Geliefert wird die Urikar Pro 3 mit einer Aufbewahrungstasche mit Reißverschluss. Im Gegensatz zu anderen Pistolen ist ihr Case ziemlich groß. Dafür hat hier jeder Massagekopf sein eigenes Fach. In der Tasche befindet sich ein kleines Zettelchen mit einem QR-Code, über den man sich registrieren kann und drei Jahre Garantie erhält – vorausgesetzt man hat das Gerät bei Amazon bestellt.

Was die Urikar von der Konkurrenz abhebt, ist ihr schräg geformtes Griffstück, das in zwei verschiedenen Positionen arretiert werden kann. So lassen sich auch schwer erreichbare Stellen einfach massieren. Toll fanden wir außerdem die Timerfunktion auf dem Display, mit deren Hilfe man zu lange – und damit eventuell schädliche – Massagen vermeiden kann.

Die Massagepistole ist gut verarbeitet. Allerdings hat sie – wie die meisten Pistolen – nach dem Auspacken einen unangenehmen Geruch. Der ist aber hier immerhin schwächer als bei manch anderem Modell.

Eingeschaltet wird die Pro 3 mit einem Schiebeschalter an der Unterseite des Geräts, die weitere Bedienung erfolgt über das Display. Hier befinden sich ein Start- und ein Stopp-Knopf sowie Tasten, die die Geschwindigkeit regulieren. Der aktuelle Ladestand wird durch vier Balken am Display oberhalb des Timers angezeigt.

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Massagepistole Test: Urikar Massage Gun Pro 3
Unser Testsieger: Die Urikar Pro 3.
Massagepistole Test: Urikar Massage Gun Pro 3
Der Griff ist nicht gerade, sondern schräg angebracht.
Massagepistole Test: Urikar Massage Gun Pro 3
Auf dem Display befinden sich Timer sowie Geschwindigkeitsanzeige.
Massagepistole Test: Urikar Massage Gun Pro 3
An der Unterseite des Geräts befindet sich der An- und Ausschalter.
Massagepistole Test: Urikar Massage Gun Pro 3
Mitgeliefert werden sechs Aufsätze.
Massagepistole Test: Urikar Massage Gun Pro 3
Die Aufbewahrungstasche der Urikar ist vergleichsweise groß.

Die Amplitude der Urikar liegt bei 14 Millimetern und sie schafft bis zu 3.600 Schläge in der Minute. Mitgeliefert werden sechs Massageköpfe: Ein Ballkopf, ein U- sowie ein D-förmiger Aufsatz, ein flacher und ein Luftstopfenkopf. Gerade die gummierten Aufsätze hat nicht jede Massagepistole zu bieten.

Mit 30 Stufen kann man die Pro 3 fein regulieren. Die erste Stufe ist schon kraftvoll, aber nicht unangenehm. Die Steigerung bis Stufe 30 ist deutlich spürbar. In den unteren Stufen ist die Urikar recht leise, wird aber mit zunehmender Power auch deutlich lauter.

Leider ist die Urikar kein Leichtgewicht. Mit circa 900 Gramm ohne Aufsatz kann eine Massage mit der Pistole auf Dauer ziemlich anstrengend werden. Der Griff ist außerdem ziemlich dick, Sportler mit kleinen Händen werden sich mit der Urikar schwer tun.

Außerdem hätten wir uns mehr von der Anleitung erwartet. Sie ist nicht besonders ausführlich und die deutsche Übersetzung hätte besser sein können. Die Anleitung beinhaltet kaum Anwendungsbeispiele oder Tipps und befasst sich fast ausschließlich mit generellen Hinweisen zum Gerät.

Orthomechanik Orthogun 2.0

Die Orthogun 2.0 ist eine top Massagepistole und eine ehemalige Empfehlung, wurde inzwischen allerdings von ihrem Nachfolgermodell, der Orthogun 3.0, verdrängt.

Geliefert wird die Orthogun 2.0 mit einem rundlichen Case mit zwei Reißverschlüssen. In der Tasche ist allerdings nicht für jeden Massagekopf ein passendes Fach vorhanden. Die Massagepistole hat eine Amplitude von 11 Millimetern und leistet bis zu 3.200 Schläge pro Minute. Ihr Gewicht liegt mit 736 Gramm noch im angenehmen Bereich. Sieben Massageaufsätze sind dabei: ein Kugel-, ein Gabel-, ein Kegel-, ein flacher und ein weicher Aufsatz sowie zwei Metall-Aufsätze. Mit denen ist auch eine Anwendung mit Massageöl möglich.

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Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 2.0
Die Orthogun 2.0 von Orthomechanik.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 2.0
An der seitlichen Anzeige wird die aktuelle Stufe angezeigt.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 2.0
Insgesamt gibt es sieben Aufsätze, darunter auch welche aus Metall.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 2.0
Die Orthogun 2.0 kommt mit einem schicken Case.
Massagepistole Test: Orthomechanik Orthogun 2.0
Die Massagepistole liegt sehr gut in der Hand.

Die Bedienung der Orthogun 2.0 erfolgt ohne Display, alle Einstellungsmöglichkeiten befinden sich seitlich am Gerät. Kleine Leuchtpunkte zeigen die aktuelle Stufe an, insgesamt gibt es fünf Stufen. Die jeweilige Frequenz ist in der beiliegenden Anleitung notiert, der Unterschied zwischen den Stufen ist deutlich spürbar. Auch hinsichtlich der Power des Geräts gibt es nichts zu bemängeln. Für eine komfortablere Handhabung wäre für den ein oder anderen ein Display wünschenswert.

Gerade auf der höchsten Stufe kann die Massagepistole etwas laut werden. Auch die Orthogun 2.0 hat nach dem Auspacken einen leicht unangenehmen Geruch, aber auch hier ist er längst nicht so aufdringlich wie bei anderen Modellen. Der Akkustand wird durch farbiges Licht unterhalb der Stufenanzeige dargestellt.

Besonders hervorzuheben ist bei dieser Massagepistole die ausführliche Anleitung, die viele Hinweise zur Nutzung sowie zu den einzelnen Massageköpfen liefert. Mit Text und Bildbeispielen sowie vielen weiteren Informationen auf der Website wird man bei Orthomechanik umfassend im Umgang mit Massagepistolen geschult.

Die Verarbeitung der Orthogun 2.0 ist sehr gut, zudem bietet Orthomechanik zwei Jahre Garantie. Im Gegensatz zur fernöstlichen Konkurrenz gibt es hier auch einen gut erreichbaren Kundendienst.

Wer auf ein Display und Schnickschnack verzichten kann, ist mit der Orthogun 2.0 bestens beraten. Das Gerät gehört qualitativ zu den besten im Test und der Hersteller bietet viele Informationen für Einsteiger. Allerdings raten wir dazu, einen kleinen Extrabetrag zu investieren und sich im Zweifel lieber das Nachfolgermodell zu holen, das unter anderem dank einer zweiten Taste in der Bedienung noch etwas komfortabler ist.

Yunmai Extra Mini

Als kleinste und leichteste Massagepistole im Test hat uns die Yunmai Extra Mini mit ihrer Performance wirklich überrascht. Sie ist kraftvoller, als man zunächst denkt, dennoch fühlt sich die Massage dank der Gummiaufsätze etwas weicher an.

Eine Massagepistole, die nur 12,5 Zentimeter lang und 256 Gramm schwer ist? Die gibt es wirklich, und sie hört auf den Namen Yunmai Extra Mini, wobei die gleiche Pistole im europäischen Raum auch unter dem Namen Meavon vertrieben wird. Zwar kommt Yunmai aus China, aber man merkt sofort, dass es sich hier nicht um eines der vielen mäßig verarbeiteten China-Modelle handelt, die man sonst auf dem Markt findet. Kein Wunder, denn Yunmai gehört zu Xiaomi – eine Marke, die auch in vielen anderen Bereichen für gute Qualität zum vergleichsweise kleinen Preis steht.

Geliefert wird die Yunmai Extra Mini in einer einfachen, kleinen Box. Dabei ist neben den vier Massageköpfen und einem USB-C-Ladekabel auch ein Stoffbeutel mit Gummizug, der sich super zum Transport eignet. So kann man die Massagepistole sogar problemlos in der Jacken- oder Handtasche mitnehmen. Die Anleitung kam ausschließlich auf Chinesisch, sodass wir uns die Anwendungstipps und Informationen teilweise erschließen mussten – unbedingt braucht man sie aber nicht, denn die Bedienung ist sehr simpel.

Mit einem längeren Druck auf die einzige Taste wird die Massagepistole gestartet. Anders als bei anderen Modellen geht die Massage dann direkt los, und zwar auf der zweiten der vier Geschwindigkeitsstufen. Jeder weitere, kurze Druck schaltet weiter hoch, wobei man nach der maximalen Geschwindigkeit erst zurück auf die niedrigste Stufe kommt, die allerdings mit nur 650 Schlägen pro Minute in der Praxis wohl kaum Anwendung finden wird. Drückt man dann noch einmal, so schaltet sich die Yunmai wieder aus. Am Anfang verwirrt die Reihenfolge kurz, aber man hat sich schnell daran gewöhnt.

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Massagepistole Test: Yunmai Extra Mini
Die Yunmai Extra Mini: nur 256 Gramm schwer und 12,5 Zentimeter lang.
Massagepistole Test: Yunmai Extra Mini
Die vier Aufsätze sind allesamt aus Gummi, wodurch sich die Massage etwas weicher anfühlt.
Massagepistole Test: Yunmai Extra Mini
Die Bedienung läuft komplett über die einzige Taste unten an der Pistole.
Massagepistole Test: Yunmai Extra Mini
In Aktion: Die Yunmai ist kaum größer als eine Hand.
Massagepistole Test: Yunmai Extra Mini
Im Lieferumfang ist auch ein Stoffbeutel zum Transport.

Die Auswahl an Massageköpfen beschränkt sich auf vier Optionen, alle aus Gummi: Es stehen zwei runde Massageköpfe (davon einer mit Noppen), ein U-förmiger und ein kegelförmiger Kopf zur Verfügung. Die Köpfe werden nicht wie üblich gesteckt, sondern über die Pistole gestülpt. Die ersten Male ist das noch etwas fummelig, aber man hat den Dreh schnell raus.

Durch die Gummiaufsätze sowie die geringe Amplitude von nur sieben Millimetern fühlt sich die Massage etwas weicher an als bei klassischen Massagepistolen – und das obwohl die Yunmai mit ähnlich vielen Schlägen pro Minute arbeitet: 3200 auf höchster Stufe. Für eine härtere Massage müsste man daher ein wenig nachdrücken, dann gerät die Minipistole aber vereinzelt ins Stocken. Daher eignet sie sich eher für entspannende und angenehme Massagen als für intensive Behandlungen nach dem Sport.

Ansonsten ist die Anwendung aufgrund des geringen Gewichts der Extra Mini natürlich sehr angenehm, da der Arm nicht so schnell müde wird. Positiv fällt außerdem auf, dass die Lautstärke selbst auf höchster Geschwindigkeitsstufe vergleichsweise niedrig bleibt. Die Kompaktheit der Pistole kann allerdings zum Nachteil werden, da man bestimmte Stellen am Rücken unter Umständen nicht mehr so gut erreicht. Als Akkulaufzeit gibt der Hersteller bis zu acht Stunden an.

Wer seine Massagepistole öfter mal mitnehmen möchte und mehr Wert auf eine entspannende Massage als auf wirklich druckvolle Behandlung legt, ist bei der Yunmai Extra Mini genau richtig. Hier bekommt man gute Qualität zu einem fairen Preis von 100 Euro.

Burnnove XH-12V

Die Burnnove wird in einem Stoffcase geliefert, leider ist in dem nicht für jeden Massagekopf Platz. Mit dabei ist eine Anleitung in einigermaßen lesbar übersetztem Deutsch mit einigen Anwendungshinweisen, wie beispielsweise, dass pro Muskel nicht länger als eine Minute massiert werden sollte. Grundsätzlich ist die Anleitung okay, es gibt aber bessere.

Eingeschaltet wird das Massagegerät über einen Knopf am Boden, die weitere Bedienung erfolgt über das Display. Hier lässt sich die Geschwindigkeit einstellen. Dabei hat es der Hersteller deutlich übertrieben: In ganzen 99 Geschwindigkeitsstufen lässt sich die Pistole verstellen. Es ist ziemlich nervig, wenn man zurück auf eine niedrigere Stufe möchte und dann endlos durchklicken muss. Ohnehin sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen kaum spürbar.

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Massagepistole Test: Burnnove Xh 12v
Gut und günstig: Die Burnnove XH 12V.
Massagepistole Test: Burnnove Xh 12v
Die Massagepistole liegt gut in der Hand.
Massagepistole Test: Burnnove Xh 12v
Angezeigt wird alles auf dem großen Display.
Massagepistole Test: Burnnove Xh 12v
Die Burnnove hat ganze acht Aufsätze mit im Programm.
Massagepistole Test: Burnnove Xh 12v
Auch die Massagepistole von Burnnove wird in einem Case geliefert.

Die Amplitude der Massagepistole liegt bei 12 Millimetern, sie schafft bis zu 3200 Schlägen in der Minute und wiegt nicht allzu viel. Ihr größter Vorteil sind die vielen mitgelieferten Aufsätze. Neben dem Kugelkopf gibt es auch einen Y-förmigen, einen D-förmigen, einen gebogenen, einen Daumen-, einen Flach-, einen Triggerpunkt- sowie einen Silikonkopf.

Im Betrieb ist die Massagepistole recht leise. Der Geruch ist im Vergleich zu Markenprodukten allerdings sehr stark, allerdings noch nicht so unangenehm wie bei manch anderem Gerät. Einen Kundendienst vermisst man ebenfalls.

Die Burnnove XH-12V tut, was sie soll: Verspannungen wegklopfen – und das zu einem günstigen Preis. Dafür muss man allerdings ein paar Abstriche hinsichtlich der Qualität machen.

Chirogun One

Sehr knapp an einer Empfehlung vorbeigeschrammt ist die Chirogun One. Im recht großen, flachen Case warten gleich sieben Massageköpfe, darunter Standardformen wie Ball, Gabel und Kegel, aber auch ein flacher und ein weicher Aufsatz sowie zwei Metallaufsätze. Direkt positiv fällt auf, dass sowohl die Pistole als auch die Massageköpfe relativ geruchsneutral sind – ein klares Qualitätsmerkmal. Überhaupt macht das gesamte Paket einen gut verarbeiteten und soliden Eindruck. Sogar die Anleitung kann mit hilfreichen Informationen und Anwendungstipps punkten.

Ein Display gibt es nicht, stattdessen erfolgt die Bedienung über eine einzige Taste sowie einige LEDs, die Informationen über Ladestand des Akkus, Geschwindigkeit und Drucksensorik geben. Eingeschaltet wird die Chirogun per längeren Druck auf die Taste. Dann lässt sich mit kurzem Drücken durch sechs Geschwindigkeitsstufen zwischen 1200 und 3200 Schlägen pro Minute schalten – ein Standardbereich, der von sanfter Behandlung bis wirklich druckvoller Massage alles zu bieten hat.

Auf niedrigeren Stufen bleibt die Chirogun schön leise, bei maximaler Geschwindigkeit wird es aber doch etwas lauter. Insgesamt ist die Anwendung sehr angenehm, die Pistole liegt gut in der Hand und durch die Größe erreicht man auch schwierigere Stellen am Rücken. Mit etwas über einem Kilo ist sie aber auch eher ein Schwergewicht.

Die Chirogun leistet sich also keine nennenswerten Schwächen, hat jedoch mit 200 Euro einen stolzen Preis – und genau das kostet sie den Platz unter den Empfehlungen. Die günstigeren Modelle von Urikar und Orthomechanik stehen der Chirogun in nichts nach, während die noch teurere Theragun Elite einige Extras mehr bietet. Dennoch: Mit der Chirogun One macht man sicher nichts falsch.

Hydragun Massage Gun

Beim Auspacken der Hydragun erwartete uns direkt eine Überraschung – die Pistole kennen wir schon! Tatsächlich ist die Hydragun sowohl optisch als auch von ihren technischen Daten her baugleich zur Chirogun One. Die einzigen Unterschiede sind die mitgelieferten Aufsätze, das Ladegerät und der Preis.

Zwar sind auch bei der Hydragun sieben Massageköpfe dabei, dafür aber zwei, die wir noch nicht kannten: ein gewölbter mit Noppen und ein dritter Metallaufsatz. Ansonsten stehen die von der Chirogun bekannten Massageköpfe (Ball, Gabel, Kegel sowie zwei Metallaufsätze) zur Verfügung. Dafür fehlen ein flacher und ein weicher Aufsatz. Was man bevorzugt, ist letztendlich Geschmackssache – so oder so hat man aber eine gute Auswahl.

Sehr gut gemeint hat es der Hersteller mit den Lademöglichkeiten: Das eigentliche Ladegerät passt nur auf UK-Steckdosen, deshalb liegen gleich drei (!) Adapter bei. Um die Hydragun an einer EU-Steckdose zu laden, muss man zwei der Adapter verbinden und dann auf das Ladegerät stecken. Das ergibt eine recht wacklige Konstruktion – und tatsächlich wollte die Hydragun zuerst nicht laden. Der Grund dafür war allerdings nicht die Adapterkonstruktion, sondern ein defektes Ladegerät. Hydragun konnte uns glücklicherweise schnell ein Ersatzteil liefern, mit dem dann alles funktionierte.

Ansonsten gilt alles, was auch für die Chirogun gilt: gute Verarbeitung, sechs Geschwindigkeitsstufen mit bis zu 3200 Schlägen pro Minute, ein Bedienfeld mit einer Taste und LEDs, die neben der Geschwindigkeit auch den Ladestand und die Drucksensorik anzeigen, sowie ein informatives Handbuch – aber auch ein stolzes Gewicht von etwas über einem Kilo.

Im Übrigen wird die Hydragun als »leiseste Massagepistole« beworben – dem können wir nicht ganz zustimmen. Zwar ist sie auf niedriger Stufe wirklich schön leise, aber bei 3200 Schlägen pro Minute wird es dann doch lauter. Gerade die Mini-Massagepistolen bleiben hier merklich leiser, und selbst Modelle aus der gleichen Größenordnung sind kaum bis gar nicht lauter.

Alles in allem ist die Hydragun dennoch eine sehr gute Massagepistole. Leider wird dafür ein stolzer Betrag von rund 250 Euro fällig, was für unseren Geschmack zu viel ist – allein im Vergleich zur baugleichen Chirogun, die rund 50 Euro günstiger zu haben ist.

Orthomechanik OM-Go

Die OM-Go ist quasi die kleine Schwester der Orthogun 2.0. Sie ist kompakt und leicht und damit perfekt für unterwegs. Abstriche macht man dafür bei Amplitude und Schlagkraft, denn die liegen bei der OM-Go bei nur acht Millimetern sowie 2760 Schlägen pro Minute.

Die OM-Go kommt mit einem schickem, kleinen Case. In dem befinden sich die Massagepistole sowie vier Aufsätze. Letztere unterscheiden sich von den Aufsätzen anderer Hersteller: Sie sind aus biegsamen Gummi und nicht aus hartem Plastik gefertigt.

Die Massage ist mit den Aufsätzen sehr angenehm, für den ein oder anderen aber vielleicht zu soft. Es besteht die Wahl zwischen einem Kegel-, einem Noppen-, einem flachen sowie einem runden Aufsatz. Durch ihre Bauform ist die OM-Go für große Hände allerdings etwas klein.

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Massagepistole Test: Orthomechanik Om Go
Klein und handlich: Die OM-Go.
Massagepistole Test: Orthomechanik Om Go
Die Massagepistole ist ein echtes Leichtgewicht.
Massagepistole Test: Orthomechanik Om Go
Die biegsamen Aufsätze unterscheiden die Pistole von anderen Modellen.
Massagepistole Test: Orthomechanik Om Go
Die OM-Go kommt mit einer kleinen Tasche.

Ein Display ist nicht vorhanden, es gibt lediglich einen Knopf an der Unterseite der Pistole. Man nutzt ihn zum Ein-und Ausschalten des Geräts sowie zur Einstellung der Frequenz. Die Farbe des Knopfes gibt zudem Aufschluss über den aktuellen Akkustand: Leuchtet er rot, ist der Akkustand unter 50 Prozent, leuchtet er grün, ist er über 50 Prozent.

Die Massagepistole besitzt drei Geschwindigkeitsstufen, die durch LEDs an der Seite des Geräts angezeigt werden. Die Anzahl der Stufen ist leider etwas gering, dafür merkt man den Unterschied zwischen den Frequenzen deutlich. Während der Anwendung ist die Pistole relativ leise, selbst auf der höchsten Stufe.

Wie auch bei der Orthogun 2.0 sind Anleitung und Einweisung super. Der Hersteller bietet zwei Jahre Garantie. Leider strömt auch dieses Modell einen leicht unangenehmen Geruch aus. Mitgeliefert wird ein USB-C-Ladekabel, allerdings ist das sehr kurz und auch ein Netzteil wird nicht beigelegt.

Für alle, die auch mit weniger Power zufrieden sind und weiche Massageköpfe sowie eine qualitative, handliche Massagepistole zu schätzen wissen, ist die OM-Go optimal geeignet.

Renpho R3 Mini

Die Massagepistole R3 Mini von Renpho kommt mit einem schicken, grauen Aufbewahrungs-Case. Darin finden die fünf unterschiedlichen Aufsätze, die Gebrauchsanleitung sowie das Typ-C-Ladekabel Platz. Leider gibt es für das Ladekabel kein Ladegerät im Lieferumfang – aber die meisten dürften ohnehin mindestens ein USB-Ladegerät im Haushalt haben. Während des Ladevorgangs blinkt eine blaue LED, nach rund drei Stunden ist das Gerät vollständig aufgeladen. Danach hält der Akku bis zu 80 Minuten.

Mit nur 680 Gramm ist die R3 Mini eine der leichteren Massagepistolen im Testfeld und daher auch über einen längeren Zeitraum angenehm zu bedienen. Insgesamt sollte man das Modell nicht länger als 30 Minuten benutzen. Es verfügt außerdem über eine Abschaltautomatik, die das Gerät nach zehn Minuten ausschaltet.

Im Zubehör finden sich fünf verschiedene Massageköpfe: Der große Kugelaufsatz ist für große Muskelgruppen und bei extremen Muskel- und Gelenkschmerzen angedacht. Der kleine Kugelaufsatz ist dagegen für Gelenke, tiefes Gewebe, sowie für kleine Bereiche wie Füße oder Handgelenke konzipiert. Der Aufsatz mit Luftkissen ist für die empfindliche Körperfleisch-Entspannung und der U-förmige Aufsatz für Wirbelsäule, Hals und Schulter geeignet. Schließlich gibt es noch einen flachen Aufsatz, der sich für die Massage aller Körperteile eignet.

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Massagegerät Test: Massagegeraet Renpho R3 Mini
Die R3 Mini ist schön leicht und lässt sich ohne Ermüdung bedienen.
Massagegerät Test: Massagegeraet Renpho R3 Mini
Im Zubehör finden sich fünf Aufsätze für verschiedene Körperregionen.
Massagegerät Test: Massagegeraet Renpho R3 Mini
Leider ist kein Adapter für das Typ-C-Ladekabel im Lieferumfang enthalten.
Massagegerät Test: Massagegeraet Renpho R3 Mini
Die Massagepistole kann in einem schicken Aufbewahrungscase verstaut und transportiert werden.

Für die Massage wird einfach der gewünschte Aufsatz auf die Massagepistole gesteckt und dann die passende Geschwindigkeitsstufe ausgewählt. Hier hat man die Wahl zwischen fünf Stufen, zwischen denen über den An-/Ausschalter gewechselt werden kann. Der Massagedruck ist dabei in allen Stufen sehr angenehm und nicht zu fest. Die R3 Mini ist – besonders in den ersten drei Massagestufen – recht leise und so auch gut nebenbei zu benutzen.

Nachteilig ist, dass es bei diesem Modell kein Display gibt, das Auskunft über die ausgewählte Geschwindigkeitsstufe oder die restliche Akkulaufzeit gibt. Die Massagestufe wird dafür über fünf blaue LEDs angezeigt.

Die Renpho R3 Mini ist eine leichte Massagepistole, mit der dank der verschiedenen Aufsätze viele Körperregionen behandelt werden können und das mit einem angenehmen Massagedruck. Dank des Aufbewahrungs-Cases geht das Zubehör zudem nicht so leicht verloren und das Modell lässt sich einfach transportieren.

Aldom YL-MG001

Ein klassisches, günstiges China-Modell ist die Aldom YL-MG001. Gerade das Display kennt man bereits von ähnlichen Massagepistolen : Es besteht aus einer Anzeige für die Geschwindigkeitsstufe (hier sind gleich 30 Stufen verfügbar – fast schon zu viel) und Ladestand, darunter befinden sich die Start/Stopp-Taste sowie eine Plus- und eine Minus-Taste zum Regulieren der Geschwindigkeit.

Auch bei den sechs Aufsätzen hat man keine Experimente gemacht. Mit dabei sind Ball, Kegel, Daumen, ein U-förmiger, ein flacher und ein spatenförmiger Massagekopf. Hier und da findet man Unsauberkeiten in der Verarbeitung, aber unterm Strich geht alles noch in Ordnung – zieht man mal den ziemlich starken Chemiegeruch ab. Im Betrieb wird schnell klar, dass die fast ein Kilo schwere Aldom wirklich Power mitbringt: Bis zu 4800 Schläge pro Minute sind möglich. Dann wird es natürlich etwas lauter, aber auch hier ist alles im Rahmen – auf niedrigeren Stufen sowieso.

Wer eine einfache und günstige Massagepistole sucht, kann bei der Aldom durchaus zugreifen. Jedoch bekommt man für etwas mehr Geld woanders schon deutlich bessere Qualität.

Beurer MG 180

Die Beurer MG 180 kommt in gewohnter Qualität und hat zudem ein schickes Design. Allerdings ist die Massagepistole sehr schwer und hat für ihren stolzen Preis nur sechs Aufsätze zu bieten. Leider gibt es nur vier Stufen zur Auswahl, die höchste schafft 3200 Schläge pro Minute. Generell zählt die MG 180 zu den kraftvolleren Geräten im Test. Die Anleitung der Beurer ist mit vielen Sicherheitshinweisen versehen, Anwendungsbeispiele gibt es wenige. Geliefert wird die Pistole nicht in einem Stoff-Case, dafür aber in einer festen Kartonbox mit Magnetverschluss. Zusätzlich bietet Beurer einen Kundendienst und drei Jahre Garantie.

Newgen Medicals NX-4164

Die Newgen Medicals NX-4164 bietet 20 Geschwindigkeitsstufen und sechs verschiedene Massageköpfe. So können viele verschiedene Körperregionen behandelt werden. Das Modell wird in einem schicken Aufbewahrungs-Case geliefert, sodass die diversen Zubehörteile nicht verloren gehen. Am Gerät selbst informiert eine Anzeige über den Akkuladestand und zeigt zudem die ausgewählte Massagestufe an. Die kann über eine Plus- und eine Minus-Taste schrittweise erhöht oder reduziert werden. Die Ladezeit des Akkus beträgt drei bis vier Stunden, danach kann das Gerät bis zu fünf Stunden genutzt werden. Das Modell schaltet sich auch automatisch ab, wenn zu viel Druck ausgeübt wird.

Aerlang Massagepistole

Die Aerlang Massagepistole hat einen überraschend guten ersten Eindruck hinterlassen, vor allem wenn man bedenkt, dass man sie für gerade mal 50 Euro erstehen kann. Mit sechs größtenteils ordentlich verarbeiteten Aufsätzen (großer Ball, kleiner Ball, U, flach, Daumen, Spaten) ist die Auswahl ausreichend groß, und auch die Pistole selbst macht eine gute Figur – zwar nicht perfekt, aber für den Preis in Ordnung. Einzig beim Aufsetzen der Massageköpfe muss man etwas fester drücken, als es einem lieb wäre.

Für die Massage stehen 20 Geschwindigkeitsstufen zwischen 1200 und 3200 Schlägen pro Minute zur Verfügung, sodass auf jeden Fall genug Power vorhanden ist. Die aktuelle Stufe wird auf dem Display angezeigt, genau wie der Ladestand. Klingt soweit, als könne man mit der Aerlang ein echtes Schnäppchen machen – bis man sie im Betrieb hört. Schon auf niedriger Stufe knattert die Aerlang ziemlich merkwürdig und laut, was sich mit zunehmender Intensität noch verschlimmert. Auf maximaler Stufe meint man, dass die Pistole gleich auseinander fällt. Es hört sich jedenfalls nicht an, als wäre sie besonders langlebig, sodass wir sie nicht guten Gewissens empfehlen können.

Gobees GB-2104

In die Kategorie Mini-Massagepistole fällt die Gobees GB-2104. Typisch für solche kleinen Wohltuer sind geringes Gewicht und Packmaß, aber dafür auch niedrigere Leistung und weniger Aufsätze – hier ist die Gobees keine Ausnahme. Nur gut 400 Gramm bringt sie auf die Waage, allerdings massiert sie auch dementsprechend soft – selbst auf höchster Geschwindigkeit ist der Unterschied zur ersten Stufe eher gering. Die vier Massageköpfe (Ball, flach, Kegel, U) sind gelinde gesagt mäßig verarbeitet. Hier merkt man, dass Gobees für den geringen Preis von nur 50 Euro in der Produktion einsparen musste. Einen starken Chemiegeruch bekommt man kostenlos dazu.

Etwas verwirrend sind die sechs übereinander liegenden LEDs: Die unteren beiden geben über verschiedene Blinkmuster den Ladestand des Akkus an, während die oberen vier die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen. Um das genau zu verstehen, muss man vorher mal einen Blick in die leider schlecht übersetzte Anleitung geworfen haben. Wer eine Mini-Massagepistole möchte, sollte lieber ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen und zu den Modellen von Orthomechanik oder Yunmai greifen.

Milcea Massagepistole MG-029

Die Milcea Massagepistole MG-029 macht mit ganzen acht Aufsätzen, einer Amplitude von 16 Millimetern und einem Gewicht im mittleren Bereich erstmal nichts falsch. Dass die Massagepistole recht stark agiert, ist auch noch kein eindeutiger Nachteil, sondern eher von der persönlichen Vorliebe abhängig. Das entscheidende Kriterium dafür, dass wir der Milcea keine Empfehlung aussprechen können, ist allerdings ihr beißender Geruch, über den man einfach nicht hinwegsehen kann. Ansonsten ist auch die Anleitung mit kaum Hinweisen versehen und ein Case wird zwar mitgeliefert, in dem ist aber nicht für alle Aufsätze Platz – das kam übrigens bei einigen der Pistolen vor.

So haben wir getestet

In unserem Test haben wir zunächst die Produktdetails der einzelnen Massagepistolen geprüft. Besonders die Qualität der Bedienungsanleitung, die Benutzerfreundlichkeit, die Verarbeitung und die Einstellungsmöglichkeiten spielten hierbei eine Rolle.

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Massagepistole Test: Massagepistole Alle
Massagepistole Test: Massagepistole Alle
Massagepistole Test: Theragun Elite
Massagepistole Test: Massagepistole Gruppenfoto
Massagegerät Test: Massagepistolen Alle

Bei Massagepistolen sollte man darauf achten, dass möglichst viele unterschiedliche Aufsätze mitgeliefert werden. Je geringer das Gewicht des Geräts ist, desto besser, denn die Anwendung wird schnell anstrengend. Auch die Anzahl unterschiedlicher Stufen und Geschwindigkeiten sowie die Akkulaufzeit haben einen Einfluss auf die Qualität des Geräts.

Die Funktionalität der Geräte wurde von einem Sportler in der Redaktion beurteilt. Denn natürlich kommt es vor allem darauf an, wie gut eine Massagepistole funktioniert.

Gänzlich ungeeignet war kein Gerät in unserem Test, alle taten, was sie sollten. Vor allem in den Punkten Geruch, der auch schädlich werden kann, Kraft und Benutzerfreundlichkeit unterschieden sich unsere Testkandidaten hinsichtlich der Funktionalität teilweise deutlich.

Die wichtigsten Fragen

Welche ist die beste Massagepistole?

Die beste Massagepistole ist die Urikar Pro 2. Sie bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und einige nützliche Extrafunktionen, die man sonst nicht so häufig sieht. Aber es gibt auch reichlich Alternativen – etwa für Fans von zugehörigen Apps oder für Sparfüchse.

Für wen eignet sich eine Massagepistole?

Massagepistolen dienen dazu, Verspannungen zu lindern, Muskeln zu lockern, die Durchblutung anzuregen oder Muskelkater zu behandeln. Sie eignen sich vor allem für Sportler, aber auch für Physiotherapeuten oder ergänzend zu einer physiotherapeutischen Behandlung leisten Massagepistolen gute Dienste.

Was muss ich bei der Verwendung einer Massagepistole beachten?

Massagepistolen sind sehr kraftvolle Geräte. Starke Stöße in hoher Frequenz und schnelle Vibration sollen zu tiefsitzenden Muskeln vordringen. Das kann bei falscher Anwendung zu Schäden führen. Daher sollte man auf einer niedrigen Stufe beginnen und nach der Anwendung schauen, wie der Körper reagiert. Fühlt sich alles gut und gelockert an, kann man sich – wenn gewünscht – langsam an höhere Stufen herantasten.

Gerade bei schweren Beschwerden sollte man Massagepistolen aber nicht ohne fachmännischen Rat einsetzen.

Wofür ist welcher Aufsatz einer Massagepistole gut?

Massagepistolen werden mit unterschiedlichen Aufsätzen geliefert – einige Standardköpfe sind immer dabei:

Der Plattenkopf eignet sich für große wie kleine Muskelgruppen. Er arbeitet eher sanft und oberflächlich und ist daher auch für Anfänger geeignet. Ähnliches gilt für den ballförmigen Aufsatz, er kann bspw. zum Aufwärmen vor dem Training eingesetzt werden. Gabelförmige Aufsätze sind für den Rücken, da sie die Wirbelsäule aussparen. Kleinere Aufsätze eignen sich für Triggerpunkte.

Wie wirksam ist eine Massagepistole?

Über die Wirksamkeit von Massagepistolen gibt es bisher kaum wissenschaftliche Erkenntnisse. Allerdings ist es mit den Geräten durchaus möglich, ohne großen Kraftaufwand tiefsitzende Muskulatur zu bearbeiten. So können sich Verspannungen lösen und die Durchblutung gefördert werden.

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 Test: Artboard

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